Kategorie: AktuelleNEWS

Polizei: KART – eine Erfolgsgeschichte wird 5 Jahre alt

Polizeikelle

Vor fünf Jahren ging beim Polizeipräsidium Frankfurt eine bis dato in Hessen einmalige Einheit an den Start: Die KART – Kontrolleinheit Autoposer-Raser-Tuner.

Die Bilanz: Knapp 6.000 kontrollierte Fahrzeuge, von denen etwa 2.300 zu beanstanden waren. Fast 1.000 Sicherstellungen und mehr als 800 Anzeigen wegen Lärmbelästigung. Dazu leiteten die Beamten der KART über 80 Strafverfahren wegen des Verdachts eines verbotenen Kraftfahrzeugrennens ein und übernahmen die Bearbeitung dieser Straftaten für das ganze Polizeipräsidium Frankfurt. Sie trugen so maßgeblich zur Steigerung der Sicherheit im Straßenverkehr bei.

Hintergrund für die Gründung dieser Einheit waren „Autoposer“, „Tuner“ und „Raser“, die, gerade in den warmen Sommermonaten, gerne ihre hochmotorisierten Boliden in der Innenstadt zur Schau stellen und, damit die Aufmerksamkeit auch garantiert ist, ihre PS-starken Motoren laut aufheulen lassen.

Eine Vielzahl von Beschwerden wegen der damit einhergehenden Lärmbelästigung waren die Folge. Doch damit nicht genug: Schnell war klar, dass an einigen Fahrzeugen auch Umbauten vorgenommen werden, von denen eine Gefahr ausgeht. So, wie von einigen Fahrern selbst, die ihre Fahrzeuge nicht nur akustisch, sondern auch in Sachen Geschwindigkeit auf Hochtouren bringen.

Neben den Erfolgen auf der Straße, verbuchte die Einheit auch hinter dem Schreibtisch Erfolge. So war ihre Anregung, die Strafe für Lärmverstöße durch Aufheulen lassen des Motors von ursprünglich 10 Euro auf 80 Euro zu erhöhen, erfolgreich.

Die Beamten von KART bieten zudem Schulungen und Vorträge auf den Revieren Frankfurts und sogar auf Bußgeldstellen an, um die Mitarbeiter dort ebenfalls weiterzubilden.

Außerdem tragen sie dazu bei, dass ihre spezielle Ausrüstung eine stetige Weiterentwicklung erfährt. So ist es ihnen heute möglich, selbst technisch aufwändige verbotene Fahrzeugmanipulationen und Leistungsverbesserungen zu erkennen. Mit diesem „Know-How“ auf höchstem Niveau macht die Einheit auch nicht vor hochpreisigen Autos halt.

Bei dem teuersten bislang sichergestellten Fahrzeug handelt es sich um einen „Ferrari F8 Tributo“ mit 720 PS und 340 km/h Höchstgeschwindigkeit im Wert von etwa 300.000 Euro.

Nicht unerwähnt bleiben darf die Tatsache, dass Beamten von KART auch zahlreiche Ermittlungsverfahren im Zusammenhang mit „Gefälligkeitsgutachten“ gegen Prüfer und Sachverständige einleiteten und sich zudem sehr medienoffen präsentierten.

So wurde die Einheit in den vergangenen fünf Jahren mehrfach und teils intensiv von verschiedenen Kamerateams bei ihrer Arbeit begleitet und gefilmt. Die dabei entstandenen Produkte sind bis heute auf verschiedenen Streamingplattformen abrufbar. Die KART des Polizeipräsidiums Frankfurt setzt ihre Arbeit für mehr Sicherheit im Straßenverkehr weiter fort.

Wir gratulieren an dieser Stelle zum Jubiläum und wünschen ihnen für die Zukunft weiterhin viel Erfolg bei ihrer Arbeit!

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Flüchtlingsunterkunft am Ende der „Römischen Straße“

Standplatz Judith-Kerr-Grundschule

Da, wo einst die Judith-Kerr-Grundschule in weißen und grünen Metallcontainern untergebracht war, will die Stadt eine neue Flüchtlingsunterkunft bauen. Die Grundschule ist mit ihrem Inventar inzwischen in das Holzprovisorium an der Carl-Hermann-Rudloff-Allee umgezogen. Die damals dort beheimatete IGS Kalbach-Riedberg hat dagegen ihren Neubau an der Gräfin-Dönhoff-Straße bezogen.

Auf dem Riedberg sollten ursprünglich – so die Verlautbarung vom 12.11.2016 – am nördlichen und südlichen Ende der „Römischen Straße“ über 70 Kleingartenparzellen realisiert werden. Insgesamt 1,6 Millionen Euro sollten in dieses Projekt gesteckt werden. 38 Parzellen waren im Süden geplant und 36 im Norden.

Das Interesse bei den Bürgern war groß und so wurde 2019 ein Kleingartenverein gegründet. Die Interessenten an einer Parzelle konnten sich damals in eine Warteliste eintragen, die im Herbst 2019 geschlossen wurde, weil es bereits mehr als 400 Eintragungen gab.

Allerdings war der Bau der nördlichen Anlage eng verknüpft mit dem Umzug der Judith-Kerr-Grundschule in das Gebäude in der Carl-Hermann-Rudloff-Allee, der im Sommer 2022 vollzogen wurde. Gebaut werden sollte in der nördlichen Anlage etappenweise – zunächst 19 Parzellen und nach dem Umzug der Schule sowie dem Rückbau der Pavillons weitere 17 Parzellen.

Doch wenn die Menschen auf Erden Pläne machen, fangen die Engel im Himmel an zu kichern. Bei der südlichen Kleingartenanlage die 2022 vom Bewuchs befreit wurde und wo die Gräben für die Verlegung von Rohrleitungen ausgehoben wurden, ist der Baufortschritt zum Erliegen gekommen. Für die Stadt überraschenderweise ist die ausführende Firma pleite gegangen.

Zurückgeblieben sind Kies- und Schutthaufen, sowie rot-weiße Absperrbarken. Die Natur nutzt die Gelegenheit und erobert sich Stück für Stück die Fläche wieder zurück. Das soll so auch noch eine ganze Zeit lang bleiben, denn die beauftragte Firma befindet sich in einem Insolvenzverfahren. Eine Verzögerung bis (weit) ins Jahr 2023 wird erwartet.

Die ursprünglich geplanten 1,6 Millionen Euro reichen inzwischen nur noch für die südlichen Parzellen und einen kleinen Teil der nördlichen Parzellen. Der Teil des Geländes, der im Norden von der ehemaligen Judith-Kerr-Grundschule belegt wurde, kann mit den vorhandenen Mitteln nicht mehr realisiert werden. Dafür müssten im Haushalt 2024 weitere Haushaltsmittel angemeldet werden.

Inzwischen hat sich – wie allgemein bekannt – die politische Situation ebenfalls geändert. Durch den Krieg, den Russland in der Ukraine führt, mussten viele Menschen ihre Heimat verlassen und sind jetzt beispielsweise auf Unterkünfte in Frankfurt angewiesen. Eine Zeit lang wurde die Sporthalle in Kalbach als Notunterkunft hergenommen. Diese Halle wurde inzwischen geräumt und kann von den ortsansässigen Sportvereinen wieder genutzt werden.

Dafür wurde entschieden, dass auf dem ehemaligen Gelände der Judith-Kerr-Grundschule Flüchtlingsunterkünfte für 120 Menschen, vor allem Familien, errichtet werden sollen. Allerdings gibt es noch keinen konkreten Zeitpunkt für den Beginn der Bauaktivitäten. Für Herrn Christoph Baumann, dem Vorsitzenden des Kleingartenvereins Riedberg, eine denkbar schlechte Nachricht. Die Fertigstellung der Kleingartenanlagen im Norden wie im Süden rückt somit in (weite) Ferne.

Das Projekt „Flüchtlingsunterkünfte“ ist auf fünf Jahre angelegt. Mal sehen, wie es dann weitergeht.


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Der TV Kalbach 1890 erfolgreich beim Gaunachwuchspokal

Turnerinnen des TVK

Am 25. Februar starteten die jüngsten Wettkampfturnerinnen beim Gaunachwuchspokal des Turngau Feldbergs in die Wettkampfsaison. Für viele der Turnerinnen war es nach langer Corona- und hallenbedingter Pause der erste Wettkampf. So waren die Freude und Aufregung bei den Turnerinnen und Zuschauern sehr groß.

Mit 17 Turnerinnen in 3 Mannschaften war der TV Kalbach 1890 e. V. der teilnehmerstärkste Verein im Turngau. Beim Gaunachwuchspokal traten die Mannschaften in zwei verschiedenen Wettkampfklassen gegeneinander an.

In der Wettkampfklasse der unter 10-Jährigen stellte der TV Kalbach zwei Mannschaften. Mit mehr als 6 Punkten Abstand vor der Zweitplatzierten Mannschaft des TV Weißkirchen setzte sich die erste Mannschaft des TV Kalbach mit Eleonora Rapp, Ruixi Liu, Helen Treutner, Klara Michelzahn, Marie Werner und Johanne Küfner als Siegerin des Wettkampfes durch und konnte so den goldenen Pokal mit nach Hause nehmen.

Auch die zweite Mannschaft des TV Kalbach mit Marlene Teuscher, Amy Siemann, Mila Lopatic, Hanna Klosa, Malina Senft und Klara Wagner turnte einen guten Wettkampf und konnte sich ebenfalls einen Podestplatz sichern und den Bronzepokal mit nach Hause nehmen. Eleonora war zudem mit deutlichem Vorsprung beste Einzelturnerin des Wettkampfes, gefolgt von Ruixi auf Rang 3. und Helen auf Rang 4.

In der Wettkampfklasse der unter 8-Jährigen stellte der TV Kalbach eine Mannschaft. Frida Reinhard, Sophia Strenkert, Marlene Gassmann und Chiara und Sara Civitate turnten einen sehr guten Wettkampf und konnten sich mit 0,6 Punkten Abstand zur erstplatzierten Mannschaft über den 2. Platz und damit den silbernen Pokal freuen. Frida war zudem mit deutlichem Vorsprung beste Einzelturnerin, gefolgt von ihrer Vereinskameradin Sophia auf Rang 2.

Premiere hatten an diesem Tag ebenso die vom Verein neu ausgebildeten Kampfrichter Oliver Caps, Dagmar Treutner, Julia Sammet, Vivien Reger und Berra Hacioglu, die nach erfolgreichem Abschluss ihrer Kampfrichterausbildung im Januar hier ihren ersten Einsatz hatten.

Turnerinnen des TVK

2. Platz in der U8: v.l.n.r.: Sophia Strenkert, Sarah Civitate, Frida Reinhard, Marlene Gassmann, Chiara Civitate

 

Turnerinnen des TVK

3. Platz in der U10: v.l.n.r.: Mila Lopatic, Malina Senft, Klara Wagner, Marlene Teuscher, Amy Siemann, Hanna Klosa

 

Turnerinnen des TVK

Siegermannschaft in der U10: v.l.n.r.: Klara Michelzahn, Ruixi Liu, Marie Werner, Eleonora Rapp, Helen Treutner, Johanna Küfner

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Das neue Lokal am Kautenhof

Neueröffnungsschild DamDam

Es hängt ein Hinweis auf eine Neueröffnung am Grundstück des Gaststättengebäudes am Kautenhof: „Neueröffnung im Mai 2023 – DamDam, das neue koreanische Restaurant“.

Das gastronomische Angebot am Riedberg kann einen weiteren Anbieter gut gebrauchen. Vor allem die tolle Lage mit herrlichem Ausblick, Außengastronomie und fernab von Wohnbebauung, die Gästelärm stören könnte, machen diesen Standort am Riedberg einzigartig.

Doch in der Vergangenheit hat es schon zwei Gastronomen gegeben, die dann still und leise von der Bildfläche verschwanden. Im Mai 2013 eröffnete das Ciceri unter Claudio Colaci und seiner Frau Petra mit Apulischer Küche. Beide brachten auch reichlich Erfahrung mit, etwa aus der „Pizzeria da Benito“ am Dornbusch.

Zwei Jahre später übernahm 2015 der damals 32-jährige Pächter Matteo Giudice aus Nieder-Eschbach das Restaurant. Er brachte 17 Jahre Gastro-Erfahrung mit und war vorher bei Herrn Colaci angestellt gewesen. Er kannte also bereits die Eigenheiten der Riedberger Kundschaft.

Nach einigen Umbauarbeiten konnte er in dem Lokal unter dem schönen Namen „Villa Belvedere“ durchstarten. Der Eigentümer der Immobilie Herr Stephan Cornel, hatte den neuen Pächter mit einem 10-Jahresvertrag ausgestattet.

Kautenhof 27.02.2023

Kautenhof

Seit einiger Zeit ist das Restaurant „Villa Belvedere“ nicht mehr genutzt worden. Jetzt hoffen viele ehemalige Gäste, dass an die kulinarischen Höhepunkte der letzten Jahre wieder angeknüpft werden kann. Es ist auch eine gute Idee, dass es sich um ein koreanisches Angebot an Speisen handelt. Italienische Gerichte gibt es schon von anderen Anbietern rund um den Riedberg.


Nachrichtlich:
07.05.2023
Der Eigentümer hofft Mitte Mai eröffnen zu können. Aktuell wird die Terrasse erweitert.

14.05.2023 Als Eröffnungstag wird der 20. Mai angegeben.

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Staatliche Entlastung der Energiekosten kommt – aber mit Verzögerung

Die Mainova AG

Erstens kommt es langsamer und zweitens, als man denkt…
Die Umsetzung der zum 01.03.2023 gültigen Energiepreisbremsen verzögert sich, ähnlich wie bei einigen anderen Energieversorgern, leider auch bei der Mainova. Doch es entstehen dadurch keine Nachteile für die Strom-, Erdgas- und Fernwärmekunden, die von den Energiepreisbremsen profitieren.

Jeder Kunde der Mainova wird die jeweilig zustehende Entlastung automatisch in voller Höhe erhalten. Das Unternehmen informiert ihre Kunden so bald wie möglich, über die individuellen Auswirkungen der Preisbremsen.

Der Gesetzgeber hat aufgrund des öffentlichen Drucks sehr kurze Fristen für die Umsetzung der staatlichen Förderung gesetzt. Erhebliche Programmentwicklungen und Software-Anpassungen bei den Energieversorgern, verschiedenste Tarifkonstellationen oder stark individualisierte Regelungen für Geschäftskunden sorgten dafür, dass die vom Gesetzgeber vorgegebenen Zeitvorgaben nicht ausreichten, alle erforderlichen Prozesse mit der notwendigen Sorgfalt rechtzeitig umzusetzen.

Daher bittet die Mainova um Geduld. Die Mitarbeiter arbeiten mit Hochdruck daran, die Energiepreisbremsen zum Wohle Kunden auf den Weg zu bringen.

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Bargeldversorgung im Krisenfall

Geldscheine

Im Forschungsprojekt »Resilienz der Bargeldversorgung – Sicherheitskonzepte für Not- und Krisenfälle (BASIC)« hat ein Verbund aus Wissenschaft und den wichtigsten Akteuren im Bargeldkreislauf bzw. der Bargeldlogistik den Bargeldkreislauf auf seine Ausfallsicherheit hin untersucht und Empfehlungen herausgearbeitet, wie dieser Kreislauf widerstandsfähiger gestaltet werden kann.

Die Bargeldversorgung in Not- und Krisenfällen

Im Falle einer Naturkatastrophe oder einer vom Menschen verursachten Krise, eines Stromausfalls oder auch eines Ausfalls des IT- und Kommunikationsnetzes funktionieren elektronische Zahlungssysteme in der Regel nicht mehr. Jeder wirtschaftliche Tausch muss in diesen Fällen mithilfe von Bargeld erfolgen. Die Möglichkeit, auch in Not- und Krisenfällen weiter wirtschaften zu können ist wichtig. Die jüngsten Entwicklungen wie der russische Krieg in der Ukraine und Unsicherheiten bei der Energieversorgung haben Krisenszenarien wahrscheinlicher werden lassen.

Bargeldversorgung krisensicherer machen

Die Akteure des Bargeldkreislaufs verfügen über eigene Notfall- und Krisenkonzepte. Diese sind in den meisten Fällen auch inhaltlich umfassend aufgestellt. Defizite hingegen bestehen bei der gegenseitigen Berücksichtigung der anderen Akteure in diesen Konzepten bzw. der Kenntnis darüber, wie sich andere Akteure im Not- und Krisenfall verhalten werden. Das Verständnis der Bargeldakteure für die Anforderungen der jeweils anderen ist also von zentraler Bedeutung für die erfolgreiche Notfall- und Krisenbewältigung.

Das Sicherheitskonzept

Das aktuelle Sicherheitskonzept wurde gemeinsam von Bundesbank, Geschäftsbanken, Handelsunternehmen, Geld- und Wertdienstleistern sowie Forschungseinrichtungen entwickelt. Es ist auf einen langfristigen Zeitraum ausgelegt und berücksichtigt alle involvierten Akteure und deren Bedürfnisse.

Im Not- und Krisenfällen können häufig nicht mehr alle Geldautomaten und Filialen der Kreditinstitute wie gewohnt betrieben werden, da es beispielsweise an notwendigen Ressourcen fehlt (z. B. Personal bei Geld- und Wertdienstleistern). Daher wurde von Mathematikern ein Optimierungsalgorithmus entwickelt. Die Forschenden bestimmten für gewisse Szenarien mit mathematischen Methoden die optimale Bargeldbelieferung: Sie zeigten auf, welche Daten für eine Optimierung im jeweiligen Krisenfall vorliegen müssen. Und sie berechneten auf Basis der verfügbaren Daten die relevantesten Bargeldbezugspunkte, um diese priorisiert beliefern oder z. B. mit Notstromaggregaten krisensicher ausstatten zu können.

Vorstellung der Projektergebnisse – das Sicherheitskonzept

Die Ergebnisse in Form des Sicherheitskonzepts sind nun auch online verfügbar – das Sicherheitskonzept steht hier zum kostenfreien Download bereit: http://www.scs.fraunhofer.de/basic-sicherheitskonzept.

Kommentar: Die weitere Reduzierung von Bankfilialen und Geldausgabeautomaten erhöht die Anfälligkeit der Bargeldversorgung in Krisenzeiten. Dies sollte bei weiteren Konzentrationsprozessen besser beachtet werden.


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Wegweiser für Menschen mit Behinderung

Pflege, Rollstuhl

Die Stadtverwaltung arbeitet regelmäßig an der Verbesserung der Barrierefreiheit für öffentliche Gebäude und für den öffentlichen Verkehr, um die Teilhabe für Menschen mit Behinderungen in Frankfurt zu unterstützen. Öffentliche Bereiche, ob Amtsgebäude oder andere Gebäude, sollen für alle Menschen zugänglich sein.

Damit nun die Information über die Barrierefreiheit im öffentlichen Bereich auch zu den potenziellen Nutzern kommt, gibt es eine Reiche von Informationsmöglichkeiten im Internet.

Städtische Ämter und 4.895 weitere Orte in Frankfurt

In dem Online-Stadtführer auf der Website der städtischen Stabsstelle Inklusion (www.frankfurt-inklusiv.de) ist unter der Adresse: https://www.frankfurt-inklusiv.de/online-stadtfuehrer der aktuelle Stand detailliert beschrieben. Die Informationen sind valide, sehr genau und werden durch geschulte Kräfte erhoben. Da die Wichtigkeit bestimmter Informationen je nach Behinderung unterschiedlich sein kann, berücksichtigt dieses Informationsangebot nicht nur Rollstuhlfahrer. Die Daten werden regelmäßig überprüft und aktualisiert. Die Website wird derzeit überarbeitet, um die Informationen in Zukunft noch besser anzubieten.

Betriebsstatus der Aufzüge und Rolltreppen von U- und S-Bahn-Stationen

Der aktuelle Zustand wird auf den Webseiten der Stadtwerke Verkehrsgesellschaft FFM (VGF) dargestellt. Hier werden je Station etwaige Funktionsstörungen, Wartungen und Umbauarbeiten für Aufzüge und Rolltreppen angezeigt. Es ist hier gelungen, die Daten von Anlagen der DB und die Daten von Anlagen der VGF zusammenzuführen und gebündelt zur Verfügung zu stellen. Dabei handelt es sich um dynamische Informationen, die fortlaufend und kurzfristig aktualisiert werden.

Wald- und Wasser-Spielplätze sowie Abenteuerspielplätzen

Informationen zur Barrierefreiheit von Wasserspielplätzen finden sich beim Grünflächenamt. Die Infos zu den Abenteuerspielplätzen finden sich auf der Website der städtischen Stabsstelle Inklusion unter dem Suchwort „spielplatz“.

Weitere Entwicklung

Der Magistrat prüft eine Bündelung der hier genannten Datenquellen. Dabei ist zu berücksichtigen, dass die Stadt Frankfurt oft nicht Eigentümerin all dieser Anlagen und Informationen ist. Des Weiteren wird eine verbesserte Information zur Barrierefreiheit der Spielplätze geprüft. Die Frankfurter Behindertenarbeitsgemeinschaft (FBAG) wird in diesen Prozess mit einbezogen.


Quelle: Bericht des Magistrats vom 20.02.2023, (Nummer: B 84)

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Eine weitere Brücke ins Nordwestzentrum wird saniert

Westbrücke im Nordwestzentrum

Bisher ist das Amt für Straßenbau und Erschließung (ASE) dabei, den östlich vom Nordwestzentrum gelegenen Heddernheimer Steg zu sanieren. Jetzt soll auch noch ein weiteres Brückenbauwerk auf der westlichen Seite des Nordwestzentrums wieder instand gesetzt und ertüchtigt werden.

Ende des Monats gehen die Bauarbeiten los. Vorab stehen noch vorbereitende Arbeiten an, die den Verkehr auf dem Erich-Ollenhauer-Ring zeitweise einschränken. Das aus dem Jahr 1968 stammende Bauwerk ist über die Jahre hinweg zum Sanierungsfall geworden.

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Westbrücke im Nordwestzentrum

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Westbrücke im Nordwestzentrum 50.157817, 8.631622

Für den Fuß- und Radverkehr ist die rund 25 Meter breite Brücke ein komfortabler Zugang über den Erich-Ollenhauer-Ring. In Notfällen dient sie als Zufahrt für die Feuerwehr. Auch für die Marktbetreiber des Wochenmarktes, der jeden Mittwoch stattfindet, ist es der An- und Abfahrtsweg.

Fußgänger und Radfahrer sollen während der Reparaturarbeiten weiterhin die Brücke nutzen können. Ebenso ist die Zufahrt für Einsatzkräfte gesichert. Das Amt nimmt die Instandsetzung der Brücke so vor, dass immer ein Teil der Brücke zugänglich bleibt.

Erneuert werden sollen:

  • die Geländer,
  • die Übergangskonstruktion,
  • die Stützen,
  • Teile der Stützwand unterhalb der Brücke
  • und die Belagsschicht

Was wird sich ändern

Die Baufirma entfernt den alten Pflasterbelag und erstellt stattdessen eine durchgängige Asphaltdecke. Prägungen – auch Street-Print genannt – sorgen für gestalterische Akzente. Die markanten Pflanzkübel auf der Brücke müssen dauerhaft weichen, denn sie behindern regelmäßige Bauwerksprüfungen und Unterhaltungsarbeiten.

Die Sanierung ist Teil des kommunalen Brückenbauprogramms. Die geplanten Kosten liegen bei rund 1,5 Millionen Euro.

Auswirkungen auf den Verkehr

Wegen den Bauarbeiten kommt es auf dem Erich-Ollenhauer-Ring zwischen Hammarskjöldring und Bernadottestraße zu Fahrspurreduzierungen. Es sind 6 Vollsperrungen an Wochenenden geplant, hierüber wird gesondert informiert. Weitere aktuelle Verkehrsinformationen werden unter mainziel.de bekannt gegeben werden.

Buslinien können vorerst weiter fahren

Die 6 Buslinien (M60, M71, M72, M73, 29, 71), die das Nordwestzentrum bedienen, können voraussichtlich bis Ende März weiter verkehren. Über dann anstehende Änderungen wird die städtische Nahverkehrsgesellschaft traffiQ rechtzeitig informieren.

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Die FES erprobt neue Ideen – der »Klamoddekurier«

Klamoddekurier

Kennen Sie schon den »Klamoddekurier«, den neuen Abholservice für Ihre Altkleider?
Während Sie bisher ihre Altkleider selbst zu einer der zahlreichen Kleidersammelstellen bringen mussten, gibt es jetzt einen bequemen Abholservice des Frankfurter Müllentsorgers FES. Und Hand aufs Herz, wenn mal wieder ein Sack Wäsche zusammengekommen ist, wer weiß denn schon, wo der nächstgelegene Altkleidercontainer steht, von wem er betrieben wird, und was dementsprechend mit den zu spendenden Wäschestücken geschieht.

Neben seriösen Anbietern wie zum Beispiel dem Deutschen Rote Kreuz oder dem Arbeiter Samariter Bund sind auch zahlreiche mehr oder weniger dubiose Fremdanbieter mit ihren Sammelstationen im Stadtgebiet vertreten. Gerade das Geschäft mit den Alttextilien ist eines, in dem unglaublich viel Schindluder getrieben wird.

Die von FES eingesammelten Altkleider gehen dagegen zu Re Textil, einer Tochterfirma des Entsorgungsunternehmens Remondis. Diese garantiert zu fast 100 % eine stoffliche Verwertung. Re Textil prüft die Kleidung: Etwa 60 % gehen in den Secondhandmarkt, der Rest wird zerkleinert und recycelt. Nur 4 % landet als Brennstoff in der thermischen Verwertung.

Den Service »Klamoddekurier« versteht die FES als einen kleinen Beitrag zum großen Projekt „Zero Waste“ der Stadt Frankfurt1. Noch immer sind im Restmüll, der in Heddernheim verbrannt wird, bis zu 5 % Textilien enthalten.

Auch Kleiderkammern und Firmen wie Oxfam nehmen vereinzelte Kleidungsstücke, sofern sie in guter Qualität und mit modischem Chic versehen sind. Doch deshalb jedes Mal in die Stadt fahren – da muss man Zeit haben.

Klamoddekurier

Klamoddekurier, Foto: FES/Holger Menzel

Wer bei der FES auf der Webseite des Klamoddekuriers einen Termin bucht, kann ihn so legen, dass er oder ein anderes Familienmitglied auf jeden Fall zu Hause ist, um die Wäsche dem Kurier mit seinem Lastenfahrrad mitzugeben. Die Altkleider brauchen nicht gewaschen und sortiert sein. Nur sauber und trocken ist verpflichtend. Die Schuhe sollten paarweise gebündelt werden, damit man weiß, welche Schuhe zusammengehören. Nicht, dass später einer mit zwei verschiedenen Schuhen rumläuft.

Sollte der Termin plötzlich doch nicht mehr passen, kann der Kunde auf den Link in der Bestätigungsmail gehen und den Termin verlegen. Auf Wunsch wird man per SMS informiert, wenn der »Klamoddekurier« auf dem Weg zu einem ist.

Wenn in der Zwischenzeit sich noch mehr Kleidungsstücke zum Entsorgen finden, ist das auch nicht tragisch. Die Menge am Abholtag darf auch abweichen. Die abgefragten Daten bei der Terminbuchung dienen nur zur groben Planung für die FES-Kuriere. Aber mehr als 350 Liter auf einmal schafft kein Kurier. Dann lieber zwei Termine buchen, oder aber die Kleider in den Kofferraum packen und zum nächst gelegenen Wertstoffhof zum Beispiel im Industriegebiet in Kalbach fahren. Im Rahmen des „Kofferraumservices“ werden die Kleidungsstücke kostenlos abgenommen.

Falls Sie mal keinen passenden Tüten oder Taschen parat haben, ist das auch kein Problem. Die Fahrer haben immer einige Reservetüten dabei. Angeboten wird der Service derzeit in Bornheim, im Nordend, in Seckbach und im Westend. Aktuell fahren die Kuriere der FES immer an zwei Tagen pro Monat auch den Riedberg an, am zweiten Freitag und an dem darauffolgenden Samstag. In Kürze soll der Riedberg offiziell ins Pilotgebiet aufgenommen werden.

Ach, und neuerdings werden auch Elektrokleingeräte und Batterien mitgenommen. Auch aufladbare Akkus dürfen mit abgegeben werden. Wie es mit dem »Klamoddekurier« auf längere Sicht weitergeht, das entscheidet die Stadt Frankfurt, voraussichtlich im Herbst.

Also, einfach mal ausprobieren…


1 Zero Waste bedeutet nicht, dass es keinen Abfall mehr geben wird, sondern dass die unweigerlich entstehenden Abfälle bestmöglich sortiert und die verwertbaren Anteile in die Stoffkreisläufe zurückgeführt werden.


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Leitfaden „Klimaangepasste Stadtplatzgestaltung“ jetzt verfügbar

Riedbergplatz Juni 2018

Die verschiedenen Ämter der Stadtverwaltung vollen – wenn es um die Umgestaltung öffentlicher Plätze in Frankfurt geht – in Zukunft gemeinsam an einem Strang ziehen.

Daher hat eine ämterübergreifende Arbeitsgruppe bestehend aus dem Grünflächenamt, dem Stadtplanungsamt, der Stadtentwässerung, dem Amt für Straßenbau und Erschließung und dem Umweltamt einen gemeinsamen „Leitfaden für klimaangepasste Stadtplatzgestaltung“ erstellt.

Dem Leitfaden basiert auf drei Leitzielen:

  • Der Mensch als Bewohner Frankfurts
  • Das besondere Klima in Frankfurt
  • Die ökologischen Gegebenheiten in einer Metropole wie Frankfurt

Bei den weiteren Planungen soll die Stadtverwaltung sich an den erarbeiteten Grundlagen dieses Leitfadens orientieren. Dies gilt sowohl für die gegenwärtigen Planungen bei den bestehenden Plätzen als auch für die Errichtung zukünftiger Plätze.

Als Erstes wird der Magistrat beauftragt, eine Liste von 10 bis 20 Plätzen zu erarbeiten, bei denen hoher Handlungsbedarf besteht. Danach ist eine Planung mit Realisierungsterminen und Meilensteinen zu erstellen, sowie eine daraus folgende Kosten- und Ressourcenplanung.

Bereits bestehende Projekte wie zum Beispiel der Umbau des Atzelbergplatzes oder des Riedbergplatzes sind in diese Projektplanung mit aufzunehmen. In zwei Jahren ist eine überarbeitete Fassung des Leitfadens, in dem die Planungs- und Umsetzungsprozesse dann mit eingeschlossen sein sollen, dem Magistrat vorzulegen.


Weiterführender Link

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