Kategorie: AktuelleNEWS

Deine Stimme zählt – Elternbefragung zum Bildungs- und Teilhabepaket in Hessen

Symbolbild Teilhabepaket

Liebe Eltern und Erziehungsberechtigte,
wissen Sie eigentlich, welche staatlichen Unterstützungen Ihnen für die schulische und gesellschaftliche Entwicklung Ihrer Kinder zustehen? Das sogenannte Bildungs- und Teilhabepaket bietet finanzielle Hilfen für viele Bereiche des Familienalltags – vom gemeinsamen Mittagessen in der Kita oder Schule über Ausflüge bis hin zu Lernförderung und Vereinsbeiträgen. Doch die Realität zeigt: Viele dieser bereitgestellten Mittel werden von den berechtigten Familien noch lange nicht komplett abgerufen.

Woran liegt das? Fehlen verständliche Informationen? Ist die Beantragung zu kompliziert? Um genau das herauszufinden, wird aktuell eine wichtige wissenschaftliche Untersuchung durchgeführt. Das Deutsche Institut für Menschenrechte hat das ISG Institut für Sozialforschung und Gesellschaftspolitik aus Köln mit einer Online-Elternbefragung beauftragt. Das erklärte Ziel: Es soll ermittelt werden, wie gut Familien in Hessen über das Paket informiert sind und an welchen Stellen gezielte Aufklärung fehlt.

Jeder kann mitmachen – Ihre Erfahrung ist gefragt!

Bei dieser Untersuchung stehen die Familien im Mittelpunkt und sollen selbst zu Wort kommen. Daher ist jeder Beitrag wertvoll. Es spielt überhaupt keine Rolle, ob Sie die Leistungen für Bildung und Teilhabe bereits bestens kennen, ob Sie schon einmal einen Antrag gestellt haben oder ob Sie bisher noch nie etwas davon gehört haben. Jede Rückmeldung hilft dabei, das System für die Zukunft zu verbessern.

Die Teilnahme an der Online-Umfrage dauert lediglich 15 bis 20 Minuten. Sie ist absolut freiwillig und wird vollkommen anonym durchgeführt; niemand kann Ihre Antworten zu Ihnen zurückverfolgen. Am bequemsten lässt sich der digitale Fragebogen am PC, Laptop oder Tablet ausfüllen, aber auch eine Teilnahme über das Smartphone ist problemlos möglich.

Attraktive Gewinne als Dankeschön

Als kleines Dankeschön für Ihre Unterstützung und Zeit wird die Teilnahme belohnt: Unter allen Teilnehmenden werden 20 Einkaufsgutscheine des »dm-Drogeriemarktes« im Wert von jeweils 50 Euro verlost. Wenn Sie an dieser Verlosung teilnehmen möchten, können Sie am Ende der Befragung einfach Ihre Kontaktdaten hinterlassen. Diese werden selbstverständlich getrennt von Ihren inhaltlichen Antworten verarbeitet.

Zögern Sie nicht und gestalten Sie die Zukunft der Familienförderung aktiv mit! Die Befragung läuft nur noch für kurze Zeit bis zum 17.07.2026.

Sie erreichen die Umfrage direkt im Internet unter folgendem Link:

https://umfrage.isg-institut.de/uc/hessen/

Nutzen Sie diese Gelegenheit, um direktes Feedback zu geben und dafür zu sorgen, dass finanzielle Hilfen genau dort ankommen, wo sie am dringendsten gebraucht werden – bei unseren Kindern. Das ISG Institut freut sich auf Ihre Teilnahme!

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Eine Genossenschaft expandiert in bedachten Schritten

Generalversammlung der Frankfurter Bürgerenergiegenossenschaft e. G.(FraBeG) 2026

Am 8 Juni fand die 3. Generalversammlung der Frankfurter Bürgerenergiegenossenschaft (FraBeG) statt. Nach der Entlastung von Vorstand und Aufsichtsrat war Zeit, sich ausgiebig mit den aktuellen und kommenden Projekten auseinanderzusetzen.

Mitgliederwachstum und Zeichnung von Anteilen

Derzeit bietet die Genossenschaft keine weiteren Anteile zur Zeichnung an, da es noch keinen zusätzlichen Finanzbedarf für neue Projekte gibt. Die Zahl der Mitglieder hat sich seit Ende 2024 von 120 auf 160 Mitglieder erhöht. Es werden noch weitere ehrenamtliche Mitarbeiter gesucht, die das Thema Reduzierung von CO2 -Emissionen in Frankfurt und Umgebung vorantreiben wollen.

Aktuelle Projektplanung

Es stehen derzeit zwei Vertragsabschlüsse kurz vor Abschluss. Mit der Umsetzung könnte noch dieses Jahr begonnen werden.

Die Kommunale Wärmeplanung

Ein weiteres großes Betätigungsfeld eröffnet die »Kommunale Wärmeplanung«. Der erste Entwurf dazu ist inzwischen veröffentlicht und die Verbände, die sich mit diesen Themen beschäftigen, sind aufgefordert, ihre Verbesserungsvorschläge dazu einzureichen. Wichtigster Kernpunkt in diesem Konzept ist, dass Bürger, Firmen und Verwaltungen im Stadtgebiet jährlich über eine Milliarde Euro ausgeben für das Heizen mit fossilen Brennstoffen (Öl, Gas, Kohle).

Dieses Geld fließt komplett ins Ausland und sorgt dort für den Erhalt und den Ausbau von Arbeitsplätzen. Frankfurt und sein Umland profitieren davon nicht mehr. Wenn die »Kommunale Wärmeplanung« richtig umgesetzt wird, kann ein guter Teil dieses Geldes im Rhein-Main-Gebiet zum Einsatz kommen. Das bedeutet lokale Wertschöpfung und Reduzierung der Abhängigkeit von ausländischen Rohstofflieferungen.

Windpark Schäferköppel

Zwei Dinge werden mit diesem Projekt in Frankfurt ein Novum sein: Zum ersten Mal wird ein Windpark auf Frankfurter Fläche entstehen. Zum anderen wird hier eine Kooperation zwischen einer Bürgerenergiegenossenschaft und Mainova ins Leben gerufen.

Seit März ist die Projektgesellschaft der Mainova mit den ersten Baumaßnahmen unterwegs. Zuerst mussten die bestehenden Wege zu den Standorten ausgebaut und stabilisiert werden. Danach wurden Kranstellflächen und Fundamentflächen vorbereitet. Derzeit wird schon an den zukünftigen Fundamenten gearbeitet. Danach werden Kabeltrassen verlegt, um den Windpark an das Frankfurter Stromnetz anzubinden.

Die 4 neuen Windenergieanlagen des Typs Nordex N163/6.X verfügen über eine Nennleistung von 6,8 Megawatt. Man erwartet einen jährlichen Ertrag von etwa 54 Gigawattstunden grünen Strom. Damit soll der jährliche Strombedarf von etwa 22.000 Zwei-Personen-Haushalten gedeckt werden.

Das besondere hierbei: Den umliegenden Anwohnern des Windparks wird die Möglichkeit gegeben, Genossenschaftsanteile zu zeichnen und so das Projekt direkt finanziell zu fördern und von den zukünftigen Erträgen einen entsprechenden Anteil zu bekommen.

Wenn die Kooperation in diesem Projekt zu einer erfolgreichen Umsetzung führt, werden sicherlich in Zukunft gemeinsam noch weitere interessante Projekte im Rhein-Main-Gebiet angegangen werden.


Weiterführende Links

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Neue Rekorde beim STADTRADELN: Frankfurter Teams auf der Eurobike ausgezeichnet

Stadtradeln 2026 - Siegerteams

Die diesjährige Klimaschutz-Kampagne „STADTRADELN“ in Frankfurt am Main war ein historischer Erfolg. Mit insgesamt 8.586 Radelnden und 400 angemeldeten Teams wurden gleich zwei neue Bestmarken aufgestellt. Auf der internationalen Fahrrad- und Mobilitätsmesse Eurobike wurden die erfolgreichsten Teilnehmer am vergangenen Samstag offiziell geehrt.

Klima- und Umweltdezernentin Tina Zapf-Rodríguez sowie Mobilitätsdezernent Wolfgang Siefert zeichneten die fahrradbegeisterten Teams für ihre herausragenden Leistungen in insgesamt 10 Kategorien aus. Die anhaltende Begeisterung zeigt Wirkung: Vom 1. bis 21. Mai legten die Frankfurter insgesamt 1.522.737 Kilometer zurück – eine Strecke, die etwa 38 Erdumrundungen entspricht. Dadurch wurden rund 250 Tonnen CO2 im Vergleich zur Autonutzung vermieden.

Großer Erfolg für Kalbach-Riedberg

Ein besonderes Highlight aus lokaler Sicht betrifft den eigenen Stadtteil: Bei der diesjährigen Kampagne wurden erstmals die teilnehmerstärksten Stadtteile prämiert. Hierbei schaffte Kalbach-Riedberg den Sprung auf das Siegertreppchen und teilte sich gemeinsam mit dem Nordend einen hervorragenden zweiten Platz. Den Gesamtsieg in dieser neuen Wertung sicherte sich der Stadtteil Fechenheim. Dieser Erfolg unterstreicht das große Engagement der Bürger vor Ort für eine klimafreundliche Mobilität.

Urkunde für Gruppe Kalbach-Riedberg

Die Gewinner-Teams im Überblick

In den klassischen Teamwertungen lieferten sich zwei Großteams ein beeindruckendes Kopf-an-Kopf-Rennen:

  • KfW-Radelteam: Erreichte in der Kategorie über 100 Teilnehmer gleich dreimal den ersten Platz – für die meisten Fahrten (7.475), die meisten Teilnehmer (461) und die meisten Kilometer (90.814).
  • Roberts Team e.V.: Landete in allen drei Kernkategorien knapp dahinter auf dem zweiten Platz (7.427 Fahrten, 409 Teilnehmer, 88.170 Kilometer).

Aus Fairness und Teamgeist vereinbarten beide Spitzenreiter, ihre gewonnenen Catering-Gutscheine im Wert von 1.000 und 500 Euro geschwisterlich aufzuteilen.

In der Teamgröße von 51 bis 100 Teilnehmenden siegte „AUMOVIO Frankfurt“ mit 26.094 Kilometern, dicht gefolgt von den „Industrieparkradlern“ (24.025 Kilometer). Bei den kleineren Teams bis 50 Personen sammelten die „Sektion Frankfurt des DAV“ sowie die „DieBahnRadler“ die meisten Kilometer. Die höchste Pro-Kopf-Leistung erbrachte das Team „Wiesen-Klee“ mit erstaunlichen 1.151 Kilometern pro Person.

Nachwuchs und Verwaltung zeigen vollen Einsatz

Parallel wurde auch der Wettbewerb „SCHULRADELN“ ausgewertet, an dem eine Rekordzahl von 56 Frankfurter Schulen teilnahm. In der Kategorie des größten Schulteams im Verhältnis zur Gesamtschülerzahl siegte die Grundschule Freie Schule Frankfurt vor dem Stadtgymnasium Frankfurt.

Bei der „Ämterchallenge“ der Stadtverwaltung bewies die „Stabsstelle 38“ (Zivile Verteidigung) mit 29 Fahrten pro Kopf den längsten Atem, gefolgt vom „Klimareferat“ mit 28 Fahrten. Als fahrradaktivste Familien wurden die „Großstadtbiker“ vor dem Team „Ruffy“ ausgezeichnet.

Alle Sieger durften sich über Bembel, Gutscheine für alkoholfreien Apfelwein, Urkunden und Sachpreise freuen. Für die Teamkapitäne gab es zudem Eintrittskarten für den Palmengarten. Das Frankfurter Umweltamt zieht eine durchweg positive Bilanz und setzt auch im nächsten Jahr auf eine starke Beteiligung der Bürger.

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Windiges Bürgerfest im Frankfurter Norden: Mainova informiert über den Windpark Schäferköppel

Windpark Schäferköppel - Rotoren

Der Ausbau der erneuerbaren Energien im Rhein-Main-Gebiet erreicht einen neuen Meilenstein. Um die Bevölkerung über den aktuellen Stand des Projekts „Windpark Schäferköppel“ zu informieren, lädt der Energieversorger Mainova zu einem Bürgerfest ein.

Die Veranstaltung findet am Freitag, den 3. Juli 2026, von 14:00 Uhr bis 17:30 Uhr statt. Veranstaltungsort ist das Gelände des zukünftigen Windparks auf dem Galgenberg zwischen den Stadtteilen Kloppenheim, Ober-Erlenbach und Nieder-Erlenbach. Erreichbar ist das Festgelände über die Steinstraße, während die zentrale Baustellenzufahrt über die Landstraße L3205 verläuft. Für Familien wird ein Kinderprogramm sowie kostenlose Getränke und Snacks angeboten.

Der aktuelle Stand der Bauarbeiten

Mit dem Projekt entsteht erstmals ein Windpark direkt auf Frankfurter Stadtgebiet, genauer gesagt auf den Gemarkungen von Nieder- und Ober-Erlenbach. Da bereits vier Windkraftanlagen auf der angrenzenden Karbener Seite der Schäferköppel in Betrieb sind, verfügt die Mainova bereits über verlässliche Erfahrungswerte bezüglich der lokalen Windverhältnisse.

Die Erschließungsarbeiten und der Bau der notwendigen Infrastruktur haben im ersten Quartal 2026 begonnen. Seit März setzt die Projektgesellschaft Mainova WP Nieder-Erlenbach die ersten Maßnahmen um. Dazu gehört der Ausbau und die Stabilisierung bestehender Wege für den Schwerlastverkehr, der voraussichtlich bis Ende Juli abgeschlossen sein wird. Parallel dazu wurden bereits Kranstellflächen und Fundamentbereiche vorbereitet. Seit Juni laufen die Fundamentvorarbeiten, bei denen Fachfirmen Rüttelstopfsäulen in den Boden einbringen, um die Tragfähigkeit für die Betonfundamente zu sichern. Ab Juli werden zudem Kabeltrassen verlegt, um den Windpark an das Frankfurter Stromnetz anzubinden. Verläuft weiterhin alles nach Plan, schließt sich der Bau der eigentlichen Windenergieanlagen an, sodass die Inbetriebnahme für Ende 2027 vorgesehen ist.

Technische Daten und regionaler Ertrag

Der Windpark wird aus vier modernen und leistungsstarken Windenergieanlagen des Typs Nordex N163/6.X bestehen. Die technischen Dimensionen der Anlagen sind beachtlich:

  • Sie verfügen über eine Nabenhöhe von 179 Metern.
  • Der Rotorradius beträgt 87,5 Meter.
  • Daraus ergibt sich eine Gesamthöhe von 266,5 Metern.

Jedes dieser Windräder besitzt eine Nennleistung von 6,8 Megawatt. Die Mainova kalkuliert mit rund 2.000 Volllaststunden im Jahr und erwartet einen jährlichen Gesamtertrag von etwa 54 Gigawattstunden grünem Strom. Mit dieser Menge kann rechnerisch der Strombedarf von rund 20.000 bis 22.000 Haushalten gedeckt werden. Zudem leistet das Projekt einen spürbaren Beitrag zum Klimaschutz, da laut Projektleitung jährlich rund 200.000 CO₂-Äquivalente eingespart werden können. Neben dem ökologischen Nutzen profitieren auch die umliegenden Kommunen finanziell: Nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) erhalten sie 0,2 Cent pro erzeugter Kilowattstunde.

Finanzielle Bürgerbeteiligung über die Genossenschaft

Ein zentraler Bestandteil des Projekts ist die Kooperation zwischen der Mainova und der Frankfurter Bürgerenergiegenossenschaft (Frabeg). Diese Zusammenarbeit ermöglicht es den Bürgern der Region, sich direkt finanziell an dem Windpark zu beteiligen und von den zukünftigen Erträgen zu profitieren. Die Frabeg gibt hierfür Anteile aus, die insgesamt 15 % des gesamten Projekts abbilden. Dies entspricht einer Summe von 10.000 Anteilen zu einem Preis von jeweils 150 Euro pro Anteil.

Die Zeichnung der Anteile wird in drei aufeinanderfolgende Runden unterteilt werden:

  1. Erste Runde: Exklusives Zugriffsrecht für die Bewohner der direkt anliegenden Stadtteile Nieder-Erlenbach, Kloppenheim, Ober-Erlenbach und Petterweil.
  2. Zweite Runde: Acht Wochen später wird die Zeichnung für alle Anwohner im Umkreis von fünf Kilometern geöffnet.
  3. Dritte Runde: Weitere acht Wochen später steht die Möglichkeit zur Zeichnung allen Bürgern offen.

Interessierte Bürger können sich im Rahmen des Fests umfassend über die Beteiligungsmöglichkeiten informieren.


Weiterführender Link

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Niederursel: Doppeltes Jubiläum für die Schilasmühle

Bauen auf der Farm

Die Schilasmühle in Niederursel feiert in diesem Jahr gleich zwei runde Jubiläen. Vor 250 Jahren wurde die historische Anlage am Urselbach gegründet, und seit genau 10 Jahren engagiert sich der zugehörige Verein für den Erhalt und die pädagogische Neuausrichtung des Areals. Heute vereint das denkmalgeschützte Ensemble ein erfolgreiches naturpädagogisches Zentrum, einen Kindergarten und einen Hort unter einem Dach.

Vom Handwerksbetrieb zum Sanierungsfall

Die Geschichte der Schilasmühle reicht weit zurück. Sie wurde im Jahr 1776 errichtet und nach dem Niederurseler Weber Johann Jakob Schila benannt. In ihren Anfängen diente sie als sogenannte Walkmühle für die lokale Textilveredlung. Über ein vom Urselbach angetriebenes Wasserrad wurden Holzhämmer in Bewegung gesetzt, um in Bottiche eingelegte Wollstoffe zu klopfen. Dieser Prozess befreite die Stoffe von Fettresten sowie Unreinheiten und führte zu einer Verdichtung und Verfilzung des Materials, das zu Loden und Filz weiterverarbeitet wurde.

Nachdem der Mühlenbetrieb vor mehr als einhundert Jahren eingestellt und das Areal zwischenzeitlich landwirtschaftlich genutzt wurde, zog in den 1980er-Jahren der Reitclub Niederursel auf das Gelände. Als dieser den Hof im Jahr 2015 verließ, drohte dem historischen Vierseithof der Verfall. Angesichts der Erhaltungssatzung und des Denkmalschutzes stellte der sanierungsbedürftige Zustand den darauffolgenden Umbau vor erhebliche strukturelle Herausforderungen.

Die Geburtsstunde der Naturfarm

Im Juni 2016 gründeten engagierte Bürger den Verein Schilasmühle, um das historische Gehöft auf Erbpachtbasis zu retten und als offenen Erlebnisraum neu zu beleben. Das innovative Konzept sah von Beginn an vor, im urbanen Raum Frankfurts eine Naturoase für Kinder und Familien zu schaffen, in der traditionelles Handwerk, Umwelterziehung und Tierbegegnungen im Fokus stehen.

Nach intensiven Planungen startete im Jahr 2017 der Betrieb als naturpädagogisches Zentrum. Es folgten Jahre umfassender Sanierungsarbeiten. Im Zuge dessen wurde unter anderem der ehemalige Kuhstall mit Unterstützung von Stiftungen wie der Postcode-Lotterie sowie durch Unternehmen im Rahmen von „Social Days“ zu einer modernen Werkstatt ausgebaut. Im Jahr 2021 erhielt der Verein schließlich die finale Baugenehmigung für die Kernsanierung des maroden Wohnhauses und des Zwischenbaus, die rund 3 Millionen Euro in Anspruch nahm.

Ein lebendiger Ort für Kinder und Tiere

Im Februar 2023 konnte das frisch sanierte, ehemalige Wohngebäude offiziell bezogen werden. Seitdem beherbergt es zwei Gruppen des Naturkindergartens (betrieben vom Verein „Mit Kindern leben“) mit insgesamt 40 Plätzen sowie den Hort „Die Gaukler“. Die pädagogische Arbeit setzt auf das freie Spiel in der Natur und das Erleben ökologischer Kreisläufe. In den eigenen Küchen mahlen die Kinder Getreide und backen Brot, während im Außenbereich ein ehrenamtlich gepflegter Garten die Basis für eine künftige Farmküche bildet.

Ein wesentlicher Bestandteil der Schilasmühle sind die tierischen Bewohner. Aktuell leben auf dem 5.800 Quadratmeter großen Areal 2 Esel, 2 Katzen, 3 Pferde, 8 Schafe und 20 Hühner. Das pädagogische Angebot ist breit gefächert: Neben der wöchentlichen „Farmzeit“ am Mittwochnachmittag, bei der Grundschulkinder Futterstellen bauen oder Holunderpfeifchen schnitzen, veranstaltet das Zentrum eine eigene Ferienbetreuung. Das beliebte geführte Eselreiten und After-Work-Eselspaziergänge bieten auch Familien und Erwachsenen einen Ausgleich zum Alltag.

Inklusion, Ehrenamt und Zukunftsvisionen

Unter der Leitung des Geschäftsführers Laurens Lohn legt die Schilasmühle großen Wert auf einen integrativen Ansatz. Im „Naturhafen Mühleninsel“ wird eine pädagogische Fördergruppe für aktuell 8 Kinder mit körperlichen, psychischen oder sozial-emotionalen Beeinträchtigungen angeboten, die dort im geschützten Umfeld Verantwortung übernehmen lernen.

Das gesamte Projekt wächst stetig, getragen von einem Team aus 7 Festangestellten und vielen ehrenamtlichen Helfern. Für die Zukunft sind bereits weitere Verbesserungen wie eine feste Feuerstelle, der Ausbau des Kaninchengeheges geplant. Da das Projekt stark auf Spenden, Tierpatenschaften und Sponsoren angewiesen ist, hoffen die Verantwortlichen langfristig auf eine stärkere finanzielle Unterstützung.

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Nächtliche Zerstörungswut: Wie sich der SC Riedberg gegen Vandalismus wehren könnte

SC Riedberg: Zäune bei Nacht

Der Frankfurter Stadtteil Riedberg im Ortsbezirk Kalbach-Riedberg steht vor einer wachsenden Herausforderung: Auf der dortigen Sportanlage an der Altenhöferallee 189 häufen sich Vorfälle von unbefugtem Betreten, Vandalismus und Einbrüchen. Insbesondere nach den regulären Öffnungszeiten dringen Unbefugte auf das Gelände vor.

Die Schäden sind steigend: Neben beschädigten Zeltplanen des provisorischen Clubhauses und eingeschlagenen Scheiben an den Trainerbänken kam es im Mai 2026 an zwei aufeinanderfolgenden Nächten zu Einbruchsversuchen in den als Versorgungsstation dienenden Bauwagen. Beim zweiten Versuch entwendeten die Täter das vorhandene Wechselgeld.

Hauptursache für die Taten ist die abgelegene Ortsrandlage, durch die nachts die soziale Kontrolle komplett fehlt. Zudem ist die Sportanlage entlang der Straßen am Weißkirchener Berg und Ricky-Adler-Straße nur durch niedrige Zäune abgegrenzt.

Da die Stadt Frankfurt (in dem Fall das Sportamt) eine Erhöhung oder Verstärkung dieser Zäune aus städtebaulichen und ästhetischen Gründen offiziell ablehnt, steht der Vereinsvorstand vor einem Problem. Der Vorstandsvorsitzende Jan Vitt, der gerade erst von den Mitgliedern für drei weitere Jahre im Amt bestätigt wurde, muss nun gemeinsam mit seinem Team alternative Wege finden, um das Vereinsgelände zu schützen.

Alternative Schutzmaßnahmen für den Verein

Da bauliche Lösungen am Zaun bislang keine Zustimmung gefunden, bieten sich dem SC Riedberg e. V. drei alternative Hebel, um der Zerstörungswut zu begegnen:

  • Biologischer Schutz und Materialanpassung: Eine von Umwelt- und Grünflächenämtern meist problemlos genehmigte Maßnahme ist das sogenannte Defensive Landscaping. Durch das Pflanzen dichter Dornenhecken (wie Weißdorn oder Wildrosen) direkt an den Zäunen wird das Überklettern schmerzhaft und praktisch unmöglich. Zudem können Außenwände mit permanenten Anti-Graffiti-Beschichtungen geschützt und klassische Netze durch schnittfeste Anti-Vandalismus-Netze mit Stahlkern ersetzt werden. Mobiles Equipment wie Tore und Trainerbänke sollte nach Trainingsende fest im Boden verankert werden.
  • Elektronische Absicherung: Als hocheffektiv erweisen sich smarte Erschütterungssensoren am Zaun, die bei einem Überkletterversuch einen stillen Alarm an den Vorstand oder Platzwart senden. Da diese Sensoren keine personenbezogenen Daten erfassen, greift die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) hierfür nicht. Alternativ ist eine KI-gestützte Kameraüberwachung mit Live-Ansprache denkbar, bei der eine Sicherheitszentrale die Täter nachts direkt über Megafone des Platzes verweist. Eine solche Videoüberwachung ist DSGVO-konform möglich, sofern sie nur nachts außerhalb des Betriebs stattfindet, öffentliche Flächen verpixelt werden und eine Löschung nach maximal 72 Stunden erfolgt.
  • Soziale Prävention: Die Einrichtung einer legalen Graffiti-Wand kann den Sprayern eine Alternative bieten und den Rest des Geländes schützen. Zudem setzt der Verein auf die Kooperation mit lokalen Streetworkern und die Aktivierung von Anwohnern als Nachbarschafts-Paten, die bei verdächtigen Geräuschen nachts schneller die Polizei rufen.

Der Einsatz von freilaufenden Wachhunden nach Dienstschluss ist aufgrund der Tierhalterhaftung, des Tierschutzes und der Gefahr von Giftködern keine Option. Sinnvoll wäre hier höchstens die Beauftragung eines professionellen Sicherheitsdienstes mit Diensthundeführern. Das ist für einen Verein finanziell aber nicht leistbar.

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Wasser – ein teures Gut: Die Entwicklung der Frankfurter Trinkwasserpreise

Symbolbild: Entwicklung der Wasserpreise in Frankfurt

Trinkwasser ist unser wichtigstes Lebensmittel, doch die Versorgung in Frankfurt wird für die Verbraucher zunehmend teurer. Zum 1. Juli 2026 passt der regionale Versorger Mainova AG die Wasserpreise im Tarif „Aqua Classic“ erneut an. Ein genauer Blick auf die vergangenen Jahre zeigt eine kontinuierliche Aufwärtsspirale sowohl beim Mengenpreis als auch beim jährlichen Grundpreis.

Kontinuierliche Steigerungen im Tarif Aqua Classic

Mit der jüngsten Preisanpassung steigt der Brutto-Mengenpreis für einen Kubikmeter Trinkwasser von 2,44 € auf 2,58 €. Gleichzeitig erhöht sich der jährliche Grundpreis von 52,22 € auf 55,35 €. Für einen durchschnittlichen Zwei-Personen-Haushalt mit einem Jahresverbrauch von 80 Kubikmetern bedeutet dies Gesamtkosten von 261,65 € im Jahr – ein Anstieg von 5,77 % gegenüber dem Vorjahr.

Diese Erhöhung reiht sich nahtlos in die Entwicklung der Vorjahre ein: Bereits zum 1. Juli 2025 kletterte der Mengenpreis von 2,35 € auf 2,44 € und der Grundpreis von 49,73 € auf 52,22 €, was einer Mehrbelastung von 3,92 % für den Musterhaushalt entsprach. Ein Jahr zuvor, im Juli 2024, fiel die Anhebung mit 7,23 % besonders deutlich aus, nachdem der Preis bereits im August 2023 um 5,72 % angehoben worden war. Im Jahr 2022 lag das Plus bei 3,49 %. Innerhalb von fünf Jahren kletterten die jährlichen Gesamtkosten für 80 Kubikmeter Wasser damit von rund 203 € im Jahr 2021 auf über 261 € im Jahr 2026.

Wasserpreisentwicklung versus Inflation

Ein Vergleich mit der allgemeinen Teuerungsrate in Deutschland verdeutlicht die Dynamik. Während die Erhöhungen in den Jahren 2022 (3,49 % Erhöhung bei 6,90 % Inflation) und
2023 (5,72 % Erhöhung bei 5,90 % Inflation) noch knapp unter oder auf dem Niveau der bundesweiten Jahresinflation lagen, kehrte sich dieser Trend danach um. Im Jahr 2024 überstieg die Preisanhebung mit 7,23 % die durchschnittliche Inflation von 2,20 % erheblich. Auch 2025 (3,92 % Erhöhung bei 2,20 % Inflation) und im aktuellen Jahr 2026 (5,77 % Erhöhung bei prognostizierten 2,70 % Inflation) wachsen die Wasserpreise deutlich schneller als der allgemeine Verbraucherpreisindex.

Argumente des Versorgers

Die Mainova begründet die Anpassungen stets als moderat und verweist darauf, dass die monatliche Mehrbelastung für die Haushalte überschaubar bleibe – so bedeute der aktuelle Schritt für zwei Personen lediglich rund 1,19 € mehr pro Monat. Als Hauptgründe nennt das Unternehmen den anhaltenden Investitionsbedarf im Zuge des Klimawandels und einer wachsenden Metropole. Zudem belasten allgemein steigende Material- und Personalkosten sowie signifikant höhere Aufwendungen für den externen Trinkwasserbezug die Bilanz des Versorgers. Die Investitionen seien jedoch zwingend notwendig, um die städtische Infrastruktur zukunftsfest zu machen und Transportverluste im Leitungsnetz zu minimieren.

Blick auf die Infrastruktur

Das Frankfurter Trinkwassernetz ist ein komplexes, unterirdisches System. Die Mainova-Tochter NRM Netzdienste Rhein-Main GmbH verantwortet ein insgesamt rund 14.500 Kilometer umfassendes Energie- und Wassernetz in der Region. Allein das Frankfurter Trinkwassernetz erstreckt sich über eine Länge von 2.080 Kilometern und stellt die tägliche Versorgung über rund 73.500 Wasserzähler sicher. Das städtische Netz bewegt gewaltige Mengen: Der jährliche Wasserabsatz in Frankfurt beläuft sich auf rund 47 Millionen Kubikmeter, was einer mittleren Tagesabgabe von etwa 128.770 Kubikmetern entspricht. Der Erhalt dieses riesigen Verteilungssystems im Frankfurter Untergrund bleibt eine dauerhafte technologische und finanzielle Herausforderung.

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Streit um die Kalbächer Bachgärten: Tradition trifft auf Hochwasserschutz

Symbolbild: Grabeland in Bachnähe

Es ist eine Nachricht, die viele Alteingesessene im Stadtteil tief trifft: Das Frankfurter Umweltamt fordert einschneidende Veränderungen für die sogenannten Bachgärten nördlich des Kalbachs. Zäune, die seit Jahrzehnten mühsam angelegte Gemüsebeete vor Wildfraß und unbefugtem Zutritt schützen, sowie traditionsreiche Gartenhütten sollen zurückgebaut werden. Was von Behördenseite als notwendige Maßnahme für den Naturschutz und die Hochwasserprävention deklariert wird, entpuppt sich vor Ort als schwerer Schlag für den sozialen Zusammenhalt und ein Stück lebendige Stadtteilgeschichte.

Rechtliche Grauzone: Kleingarten versus Freizeitgarten

Der Konflikt rührt an ein grundlegendes strukturelles Problem in der Frankfurter Grünflächenpolitik. Während offizielle Kleingartenanlagen durch das Bundeskleingartengesetz (BKleingG) streng reguliert, aber eben auch umfassend rechtlich geschützt sind – inklusive eines Anspruchs auf Ersatzflächen bei einer baulichen Inanspruchnahme –, sieht die Situation für Freizeitgärten und das sogenannte Grabeland völlig anders aus.

Für diese Flächen greifen lediglich die allgemeinen Verordnungen wie das Hessische Nachbarrechtsgesetz, das Bundesnaturschutzgesetz oder lokale Landschaftsschutzgebietsverordnungen. Einen echten Bestandsschutz oder gar einen Anspruch auf Entschädigung gibt es für die Nutzer hier nicht. Obwohl die Freizeitgärten im städtischen Alltag eine fast identische soziale und ökologische Funktion wie klassische Kleingärten erfüllen, hängen die Pächter und Eigentümer rechtlich oft in der Luft. Jede Änderung von Umweltauflagen kann die gewohnte Nutzung von heute auf morgen existentiell bedrohen.

Unverzichtbar für das Stadtklima und die lokale Flora

Dabei steht der ökologische und klimatische Wert dieser grünen Oasen für die Frankfurter Stadtlandschaft außer Frage. Frankfurt wächst kontinuierlich, Freiflächen werden zunehmend versiegelt. Gartenareale wie die Bachgärten wirken in den heißen Sommermonaten als natürliche Klimaanlagen und Frischluftschneisen für die umliegenden Wohngebiete.

Zudem bieten sie im Vergleich zu den oft stark reglementierten Kleingärten einen unschätzbaren Vorteil für die Biodiversität: Weil hier auch größere Bäume wachsen dürfen und die Bewirtschaftung individueller erfolgt, entstehen artenreiche Biotope. Sie bieten Vögeln, nützlichen Insekten und Kleinsäugern mitten in der Stadt einen geschützten Rückzugsraum.

Die Rolle des Bachlaufs bei Starkregen

Das Hauptargument des Umweltamtes für den Rückbau der Zäune und Hütten betrifft den Gewässerschutz und die Funktionsfähigkeit des Kalbachs bei Extremwetterereignissen. Bei Starkregen schwellen kleine Bachläufe innerhalb kürzester Zeit massiv an. Unberührte, freie Grünflächen entlang des Ufers sind in solchen Momenten überlebenswichtig, da sie als natürliche Retentionsflächen dienen. Sie nehmen die Wassermassen auf, bremsen die Fließgeschwindigkeit und verhindern, dass tiefer gelegene urbane Infrastrukturen überflutet werden.

Aus Sicht der Wasserwirtschaft können feste Zäune und Gartenlauben den natürlichen Abfluss behindern, Treibgut blockieren und im schlimmsten Fall zu einem gefährlichen Rückstau führen. Der Schutz der Allgemeinheit vor Hochwasser kollidiert an dieser Stelle direkt mit den privaten Nutzungsinteressen.

Emotionaler Wert und gelebte Kalbächer Tradition

Was in den bürokratischen Vorlagen der Ämter jedoch oft zu kurz kommt, ist die tiefgehende emotionale Dimension des Konflikts. Viele der betroffenen Parzellen parallel zum Kalbacher Stadtpfad befinden sich seit mehreren Generationen im Besitz oder in der Pflege lokaler Familien. Sie sind Orte gelebter Identität und lokaler Tradition. Hier haben Großväter mit ihren Enkeln die ersten Kartoffeln gesteckt, hier trifft sich die Familie seit Jahrzehnten zur Erholung abseits des Alltagsstresses.

Die Gärten sind untrennbar mit den Biografien der Menschen in Kalbach verbunden. Die geforderten Auflagen, insbesondere das Verbot schützender Einfriedungen, bedrohen diese Lebensrealität massiv. Ohne Zäune sind die mühsam gepflegten Gemüsebeete schutzlos dem Wild und Vandalismus ausgeliefert, wodurch die Gärten für viele Familien faktisch unnutzbar werden. Im Ortsbeirat 12 regt sich daher bereits politischer Widerstand: Ein aktueller Antrag fordert den Magistrat auf, nach Kompromissen – etwa durch umweltverträgliche, zurückgesetzte Zäune – zu suchen, um die Bachgärten für die Menschen vor Ort zu erhalten.


22.06.2026 Dazu erreichte die Redaktion folgender Leserbrief:

Ein sehr emotional gehaltener Artikel, vorangestellt ein idyllisches Foto das jedoch mit der Wirklichkeit am Ufer des Kalbachs nichts zu tun hat. So sollte es viel mehr sein und angestrebt werden um einen Hochwasserschutz am Bachlauf zu gewährleisten. Aber die Wirklichkeit ist eine ganz andere. Anstatt Abstände vom Bachufer einzuhalten, wie es schon lange gesetzliche Pflicht ist, werden Hütten, Zäune und sonstige Baulichkeiten direkt an der Uferkante errichtet. Wen interessiert schon die Überschwemmungsgefahr in Kalbach, besonders für die Unterlieger an den Seewiesen oder Am Burghof. Hat das kleine Gartenstück direkt am Bachufer Vorrang vor der eventuell überfluteten Wohnung? Natürlich sind die betroffenen Gartenbesteller völlig ahnungslos und unrechtmäßig der Behördenwillkür ausgeliefert. Wen interessiert schon die Schutzregeln für die heimatlichen Gewässer. Woher hätten die Gartenbesteller auch wissen sollen, dass die Freilegung des Bachufers schon seit Jahrzehnten von den Naturschützern und den Gewässerverantwortlichen angestrebt wird. Schon im Grenzänderungsvertrag zwischen der damals noch selbstständigen Gemeinde Kalbach und der Stadt Frankfurt vom Dezember 1971 ist in § 7, Abs. 3 festgelegt, dass sich die Stadt Frankfurt verpflichtet, baldmöglichst im Anschluss an die im Ortskern ausgewiesene Grünzone entlang des Kalbachs einen Spazierweg herzustellen und diesem Bereich den Charakter eines Naherholungsgebietes zu geben.
Vermutlich schwebte den Altvorderen damals das Bild mit dem der Artikel illustriert ist vor Augen. Gar nicht so unvernünftig für die damalige Zeit, wo Umweltschutz noch nicht das aktuelle Thema war. 55 Jahre später muss diese Planungsabsicht nicht allen mehr gegenwärtig sein, von den verantwortlichen Stadtteilpolitikern sollte man aber etwas Kenntnis der Stadtteilgeschichte erwarten können. Um nochmals auf das schöne Bild des Artikels hinzuweisen, was spricht dagegen das Bachufer wie dargestellt freizugeben. Mehr Grün am Bachlauf, ein kleiner Spazierweg, ein naturnah eingezäunter Garten und im Falle eines Starkregens Ausweichfläche für die Wassermassen. Für den kleinen Spaziergang ein Weg in der Natur, für die Gartenbesteller sein eingezäuntes Refugium und für den Wohnungsbesitzer in Bachnähe ein verbesserter Schutz vor Überflutung. Für Alle etwas aber nicht für jeden Alles.

Wolfgang Diel

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Rückblick: Wenn aus geretteten Lebensmitteln ein Festmahl wird

Bierzelttisch mit Geschirr und Essen

Mit kostenfreiem Essen die Welt ein bisschen besser machen – das war das klare Ziel, als auf dem Riedberg zum zweiten Mal das Format „Retter-Essen“ an den Start ging. Die Motivation hinter der Aktion ist aktueller denn je: Es geht darum, auch direkt vor der eigenen Haustür auf dem Riedberg ein Zeichen gegen die Lebensmittelverschwendung zu setzen. Auf die Beine gestellt wurde das Ganze von der Hochbeetgruppe »Riedberg grüne Beete«, einer Arbeitsgemeinschaft der Klimaschutzinitiative Riedberg (KIR).

In der Küche der evangelischen Riedberggemeinde herrschte folglich großes Gewusel. „Bei geretteten Lebensmitteln läuft es meist auf Suppe und Salat hinaus“, stellte Bärbel Albert schmunzelnd fest. Sie hatte kurz zuvor noch frische Kräuter und bunte Blüten direkt von den hauseigenen Hochbeeten geerntet, um den Gerichten den letzten Schliff zu verleihen. Für die aktuelle Ausgabe suchte sich die Hochbeetgruppe zudem tatkräftige Unterstützung und kooperierte mit dem Foodsharing e.V.. Frau Meral, eine Helferin, stieß zur Aktion dazu.

Das Prinzip hinter Foodsharing ist denkbar einfach, aber effektiv: Die sogenannten „Foodsaver“ absolvieren zunächst eine Fortbildung und werden damit Teil des Netzwerks. Der Einzelhandel vergibt anschließend feste Termine, zu denen die Ehrenamtlichen die bereitgestellten Lebensmittel einpacken dürfen. Über einen Post in der Foodsharing-Gruppe werden die Funde geteilt. Wer etwas gebrauchen kann, kommt einfach zur Verteilerstelle. Das Beste daran: Jeder Interessierte darf vorbeikommen und die Lebensmittel weiterverwerten.

Neben der Hochbeetgruppe packten diesmal auch einige Helfer und Interessierte mit an, die über die sozialen Medien von der Aktion erfahren hatten. Dank der vielen Hände waren im Handumdrehen zwei köstliche Gemüsesuppen, frische Salate, Bananenmilch sowie Obst und Rohkost zum „Snacken“ appetitlich auf einem Büfett angerichtet.

Um möglichst viele Menschen zu erreichen, wurde das Büfett dieses Mal direkt am Gehweg an der evangelischen Kirche aufgebaut. Das Konzept ging voll auf: Es entwickelten sich wunderbare Gespräche mit Passanten, es wurde fleißig probiert und das eine oder andere Lebensmittel direkt mit nach Hause genommen. Auch Bäckerware war reichlich vorhanden – und sollte doch einmal etwas übrigbleiben, wandert es zur Not einfach in den Gefrierschrank.

Fleißige Helfer beim Schnippeln

© Riedberg grüne Beete

Am Ende zeigten sich Bärbel und Meral glücklich über das große Interesse am Foodsharing und die neu geknüpften Kontakte. Besonders die Basketball-Kids freuten sich riesig, da sie kein Geld dabeihatten und trotzdem mitessen durften. Auch die Mitglieder des Riedberg-Chors waren nach einer langen Extraprobe glückliche Abnehmer, sodass am Ende kein einziger Krümel mehr übrig war. Das Angebot blieb für alle komplett kostenfrei, obwohl viele der Besucher gerne etwas spenden wollten.

Aufgrund der großen Nachfrage wird das erfolgreiche Format am Riedberg nun öfter stattfinden. Der nächste Termin steht auch schon fest: Am 4. Oktober wird zur Erntedank-Suppe geladen.

Bierzelttisch mit Geschirr und Essen

© Riedberg grüne Beete

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Aktiv und fit ab dem Spätsommer: Neues Gesundheitstraining beim TV Kalbach startet im August

Symbolbild Hantelsport

Wer auf der Suche nach einem optimalen Einstieg in die sportliche Betätigung ist, nach einer langjährigen Pause endlich wieder aktiv werden möchte oder schlichtweg effektiv etwas für die eigene Fitness tun will, bekommt jetzt im Frankfurter Norden die perfekte Gelegenheit dazu.

Der Turnverein Kalbach 1890 e. V. erweitert sein sportliches Angebot und lädt ab August 2026 zu einem neuen Kurs ein: Das „Allgemeine Gesundheitstraining M“ richtet sich gezielt an die Altersgruppe der Erwachsenen ab 40 Jahren und verspricht eine gelungene Kombination aus sportlicher Aktivität, Gesundheit und jeder Menge Spaß.

Ganzheitliches Training für Körper und Geist

Das Konzept des Kurses setzt auf ein abwechslungsreiches Programm unter Gleichgesinnten, bei dem das nachhaltige Wohlbefinden im Mittelpunkt steht. Die Teilnehmer erwartet ein ausgewogenes Konzept:

  • Kraft & Ausdauer: Durch motivierende Kräftigungsübungen und spielerische Ausdauereinheiten mit Musik – wie etwa dem bewährten „Gang-ABC“ im Stationstraining – wird die allgemeine Leistungsfähigkeit gestärkt.
  • Beweglichkeit & Koordination: Neben den Hauptschwerpunkten werden auch die motorischen Fähigkeiten ganz nebenbei im Training gefördert.
  • Praxisnahes Wissen: Neben der Bewegung auf der Matte wird auch theoretisches Hintergrundwissen vermittelt. Der Kurs beleuchtet die direkten Zusammenhänge zwischen Training und Gesundheit. Dank zahlreicher praktischer Tipps für zu Hause gelingt der Transfer des Gelernten in den eigenen Alltag spielend leicht.

Das Training wird flexibel sowohl mit als auch ohne Hilfsmittel durchgeführt. Sämtliche benötigte Trainingsutensilien und Geräte werden den Teilnehmenden direkt in den Kursstunden zur Verfügung gestellt.

Zertifizierte Qualität mit Krankenkassen-Zuschuss

Ein besonderes Qualitätsmerkmal des neuen Kurses ist seine offizielle Zertifizierung. Das Angebot trägt das renommierte Qualitätssiegel „SPORT PRO GESUNDHEIT“ des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB), welches in enger Zusammenarbeit mit der Bundesärztekammer entwickelt wurde. Dieses Prädikat garantiert, dass das Programm höchsten Ansprüchen an die Gesundheitsförderung und medizinische Prävention genügt.

Für die Teilnehmenden bringt dieses Siegel zudem einen handfesten finanziellen Vorteil mit sich: Gesetzliche Krankenkassen erstatten bei solchen zertifizierten Präventionskursen in der Regel 80 % bis 100 % der Kursgebühren. Bei einer regulären Teilnahmegebühr von 150,00 € bleibt der persönliche Eigenanteil somit erfreulich gering.

Alle Eckdaten zum Kursstart auf einen Blick

Geleitet wird das professionelle Training von der erfahrenen Übungsleiterin Andrea Puhl, die über eine qualifizierte B-Lizenz verfügt. Der Kurs umfasst insgesamt 10 Einheiten à 60 Minuten und findet in der sportlichen Infrastruktur des Stadtteils statt.

  • Kursbeginn: Donnerstag, 06. August 2026
  • Uhrzeit: Jeweils von 16:00 Uhr bis 17:00 Uhr
  • Ort: Mittlere Halle, TV Kalbach
  • Zielgruppe: Erwachsene 40+, insbesondere auch „Nichtsportler“ und Wiedereinsteiger
  • Teilnahmegebühr: 150,00 € (Erstattung durch Krankenkasse möglich)

Interessierte Bürger aus Kalbach-Riedberg und Umgebung können sich für Informationen und zur Anmeldung direkt per E-Mail an den Verein unter tv-kalbach@t-online.de wenden. Wer seinem Körper etwas Gutes tun und in einer motivierenden Gruppe durchstarten möchte, sollte sich rechtzeitig einen Platz sichern.

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