Kategorie: AktuelleNEWS

Zwei Teams des TV Kalbach lösen Tickets für die Hessischen Mannschaftslandesfinals im Gerätturnen 2026

Regio Ehrung Heidi

Am 26./27.09.2026 fand in der Kalbacher Mehrzweckhalle der Regionalentscheid der Region West im »Gerätturnen weiblich« statt. Der Turnverein Kalbach zeigte sich hier einerseits als guter Ausrichter der über zwei Tage gehenden Großveranstaltung und war darüber hinaus mit vier teilnehmenden Mannschaften auch aktiv am Wettkampfgeschehen beteiligt.

An diesem Wochenende hieß es, die Qualifikanten für das Hessische Mannschaftslandesfinale im November auszuturnen. Alle Teams hatten sich zuvor erfolgreich auf Gauebene für den Regionalentscheid qualifiziert. In der Mehrzweckhalle in Kalbach mussten sie sich nun am vergangenen Wochenende mit den anderen qualifizierten Mannschaften aus der Region West, zu der neben dem Turngau Feldberg noch der Turngau Süd Nassau, der Turngau Main Taunus sowie der Turngau Mitteltaunus gehören, messen.

Gold und Platz 4 in der Leistungsklasse 4

Am Samstagmorgen stand zunächst der Wettkampf der modifizierten Kür der Leistungsklasse 4, 9-12 Jahre, auf dem Programm. Hier stellte der TV Kalbach gleich zwei Mannschaften, die sich auf Gauebene als Erst- und Zweitplatzierte für den Regionalentscheid qualifizieren konnten. In der Mannschaft des TV Kalbach I gingen Hannah und Sarah Fenyö, Maria Clara da Silva, Eleonora Rapp und Julina Krick an den Start. Nach einem sehr guten Start am Sprung (38,80 Punkte) und am Stufenbarren (36,65 Punkte) mit dem jeweils stärksten Ergebnis aller teilnehmenden Mannschaften machte es das Team des TV Kalbach I am Balken noch einmal spannend.

Am sogenannten „Zittergerät“ mussten sie leider einige Absteiger in Kauf nehmen, die zu hohen Abzügen führten, so dass der herausgeturnte Vorsprung vor dem Abschlussgerät deutlich geschmolzen war. Doch die Kalbacherinnen behielten die Nerven, zeigten schöne Übungen am Boden und sicherten sich mit 149,410 Punkten und einem hauchdünnen Vorsprung den Sieg vor der Mannschaft des TV Hofheim, die 149,040 Punkte erturnten. Die TSG Münster landete mit 142,580 Punkten auf Rang 3. Die beiden erstplatzierten Mannschaften qualifizierten sich und treffen beim Hessischen Landesfinale im November erneut aufeinander. Mit Eleonora Rapp stellte der TV Kalbach I auch die beste Einzelturnerin des Wettkampfes.

Für das noch junge Team des TV Kalbach II, bestehend aus Frida Reinhard, Lea Peterka, Isabella Hortig, Maya Rowland und Mina Hahn war es nach der Gaumeisterschaft erst der zweite Wettkampf in dieser Leistungsklasse. Sie schlugen sich sehr gut und kamen am Ende mit 135,960 Punkten auf einen beachtlichen 4. Platz.

Regio LK 4 Mannschaft

© TVK

Deutlicher Sieg in der Leistungsklasse 3

Im zweiten Durchgang des Wettkampftages stellten sich Malin Meyers, Elisa Caps, Yuki Okamoto und Hanna Reinwald im Wettkampf der modifizierten Kür der Leistungsklasse 3, Jahrgang 2010 und jünger, der Konkurrenz. Das Team des TV Kalbach startete am Sprung und zeigte dort saubere und hochwertige Sprünge, unter anderem ein schwieriger Tsukahara gehockt von Elisa Caps, der starke 13,25 Punkte einbrachte. Mit 38,200 Punkten erturnten sie an diesem Gerät das mit Abstand beste Ergebnis aller teilnehmenden Mannschaften und setzten damit ein erstes Ausrufezeichen.

Auch am Balken (38,700 Punkten), an dem sie einen sturzfreien Durchgang erwischten und am Boden (42,950 Punkten) erzielten sie das jeweils beste Ergebnis aller teilnehmenden Mannschaften. Lediglich am Stufenbarren erturnte der TV Hofheim einen Zehntelpunkt mehr. Am Ende konnte sich das Team des TV Kalbach über 158,200 Gesamtpunkte, Platz 1 und die Qualifikation für das Landesfinale freuen. Platz 2 erreichte der TV Hofheim mit 152,150 Punkten vor der TSG Münster mit 151,950 Punkten. Beste Punktesammlerin des Wettkampfes war Elisa Caps mit 53,400 Punkten.

Platz 3 für die Mannschaft der P5

Am Sonntagmorgen waren die jüngsten Turnerinnen der Pflichtübungen P5, 11 Jahre und jünger, an der Reihe. Die Mannschaft des TV Kalbach bestand aus Hannah Wagner, Mathilda Ebel, Mila Moosmann, Katharina Konieczny und Zoe Kumanan. In diesem Wettkampf lieferten sich die Mannschaften der TUS Hornau, der TSG Sonnenberg und des TV Kalbach ein Kopf-an-Kopf-Rennen, das die TUS Hornau (157,800 Punkte) am Ende knapp für sich entscheiden konnte. Rang 2 ging an die TSG Sonnenberg (157,670 Punkte), der TV Kalbach (157,220 Punkte) erreichte einen tollen 3. Platz, verpasste damit aber leider die Qualifikation für das Landesfinale denkbar knapp. Nur ein halber Punkt trennte die drei erstplatzierten Mannschaften – zu Rang 2 und damit der Qualifikation fehlten lediglich 0,45 Punkte. Die meisten Punkte erturnte das Team des TV Kalbach mit 40,030 Punkten am Boden, am Balken erzielten sie mit 38,960 Punkten sogar das höchste Ergebnis aller 9 Mannschaften an diesem Gerät.

Ehrung und Dank

Im Rahmen der Siegerehrung wartete schließlich noch ein besonderes Highlight: Heidi Nele Sieh wurde für ihren dreifachen Erfolg bei den diesjährigen Deutschen Jugendmeisterschaften mit einer besonderen Auszeichnung geehrt. Als bleibende Erinnerung an diese herausragenden Erfolge wird künftig ein Plakat die Trainingshalle des TV Kalbach zieren.

Ein großer Dank geht an alle Helferinnen und Helfer, die die Durchführung des Wettkampfes in Kalbach möglich gemacht haben und an Rewe Oberursel (im Zimmersmühlenweg), der die Veranstaltung mit großzügigen Spenden unterstützt hat.

Den qualifizierten Mannschaften wünschen wir eine gute Vorbereitung und eine erfolgreiche Teilnahme bei den Hessischen Landesfinals im November.

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TV Kalbach mit zwei Deutschen Meistertiteln bei den Deutschen Mehrkampfmeisterschaften 2026

DMKM Elenia Bodenturnen

Acht Turnerinnen des TV Kalbach erfolgreich bei den Deutschen Mehrkampfmeisterschaften in Heide

Bei den Deutschen Mehrkampfmeisterschaften 2026, die am 19./20.09.2026 in Heide ausgetragen wurden, war der TV Kalbach mit insgesamt acht qualifizierten Turnerinnen vertreten. In den verschiedenen Altersklassen stellten die Athletinnen ihr Können nicht nur an den Turngeräten (Sprungtisch, Boden und Stufenbarren), sondern auch in den leichtathletischen Disziplinen (Sprint, Weitsprung und Kugelstoßen) unter Beweis. Mit zwei Deutschen Meistertiteln, einer Vizemeisterschaft und einer Bronzemedaille kehrte der TV Kalbach mit einer beeindruckenden Bilanz nach Frankfurt zurück.

Gold und Silber im Deutschen Sechskampf 14–15 Jahre

Mit dem Gewinn der Gold- und Silbermedaille verlief der Wettkampf im Deutschen Sechskampf der Altersklasse 14-15 Jahre aus Kalbacher Sicht besonders erfolgreich.

Malin Mayers und Maila Peters lieferten sich in einem starken Teilnehmerfeld (42 Teilnehmerinnen) ein spannendes Kopf-an-Kopf-Rennen, welches Malin am Ende mit einem knappen Punkt Vorsprung für sich entscheiden konnte. Mit 69,521 Punkten holte sie sich den deutschen Meistertitel in dieser Altersklasse. Hervorzuheben sind dabei insbesondere ihre 14,200 Punkte am Boden sowie ihre Leistungen in der Leichtathletik. Die 100 Meter absolvierte sie in starken 13,67 Sekunden, welche ihr 11,433 Punkte einbrachten, im Weitsprung kam sie mit 4,59 Metern auf 10,098 Punkte.

Knapp dahinter erkämpfte sich Maila Peters mit 68,545 Punkten die Silbermedaille. Besonders stark präsentierte sie sich am Sprung, wo sie für ihren Tsukahara 13,050 Punkte erzielte. Auch am Boden überzeugte sie mit 13,900 Punkten. Im 100-Meter-Lauf erreichte sie ebenfalls 13,67 Sekunden und damit 11,433 Punkte.

Elisa Caps gehörte in diesem Wettkampf mit 14 Jahren noch dem jüngeren Jahrgang an und belegte mit 62,968 Punkten den 27. Platz. Ihre stärkste Turnleistung zeigte sie am Boden mit 13,900 Punkten.

Deutscher Meistertitel und Bronze in der Altersklasse 12–13 Jahre

Auch im Deutschen Sechskampf der Altersklasse 12-13 Jahre stellte der TV Kalbach in einem starken Teilnehmerfeld von 45 Wettkämpferinnen zwei Medaillengewinnerinnen.

Elenia Krick zeigte über alle 6 Disziplinen hohe Stabilität und wurde mit 69,095 Punkten Deutsche Meisterin. Mit Tageshöchstwertungen am Sprung (13,750 Punkte für ihren Tsukahara gebückt) und Stufenbarren (14,000 Punkte) sowie starken 14,400 Punkten am Boden legte sie bereits an den drei Turngeräten den Grundstein für den späteren Sieg. Persönliche Bestleitungen in der Leichtathletik (u. a. 8,01 m im Kugelstoßen) rundeten das tolle Ergebnis ab.

Über Bronze durfte sich Eleonora Rapp freuen. Mit 66,644 Punkten belegte sie den dritten Platz. Ihre herausragende Einzelleistung im Turnen, die mit 14,500 Punkten belohnt wurde, zeigte sie am Boden. Auch im 75-Meter-Lauf überzeugte sie mit 10,88 Sekunden, die ihr 10,018 Punkte einbrachten.

Ebenfalls einen starken Wettkampf zeigten Maria Clara da Silva und Hannah Fenyö. Maria Clara belegte mit 62,750 Punkten den 11. Platz, ganz knapp dahinter landete Hannah mit 62,537 Punkten auf Platz 12.

Als jüngerer Jahrgang dürfen Eleonora, Maria und Hannah auch im kommenden Jahr nochmal in dieser Altersklasse antreten. Ihre Leistung in diesem Jahr hat gezeigt, dass sie im kommenden Jahr um die vorderen Platzierungen mitkämpfen können.

Starker Auftritt auch in der Altersklasse 16–17 Jahre

In der Altersklasse 16–17 Jahre vertrat Larissa Dobric den TV Kalbach. Sie erreichte mit 63,112 Punkten den 14. Platz. Ihre stärkste Turnleistung zeigte sie am Boden mit 13,000 Punkten. Im 100-Meter-Lauf erzielte sie mit 14,50 Sekunden 10,028 Punkte, im Weitsprung erreichte sie 4,37 Meter und damit 9,614 Punkte.

Gruppenbild Siegerehrung TVK

© TVK

Acht Turnerinnen – vier Medaillen

Mit zwei Deutschen Meistertiteln, einer Vizemeisterschaft und einer Bronzemedaille kann der TV Kalbach auf ein äußerst erfolgreiches Wochenende in Heide zurückblicken. Besonders bemerkenswert ist dabei die Kombination aus anspruchsvollen Turnleistungen und guten Ergebnissen in den leichtathletischen Disziplinen. Die acht Turnerinnen bewiesen damit eindrucksvoll ihre Vielseitigkeit und ihren Trainingsfleiß.

Der TV Kalbach gratuliert allen acht Turnerinnen herzlich zu ihren Leistungen und ganz besonders Malin Mayers und Elenia Krick zu ihren Deutschen Meistertiteln sowie Maila Peters und Eleonora Rapp zu ihren Medaillen.

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Gemeinsam löffeln, was die Zukunft bringt: Braucht der Riedberg eine eigene Stadtteilküche?

Gemeinsames Schnippeln in der Küche

Am vergangenen Sonntag wehte ein verlockender Duft durch die Räume der evangelischen Riedberggemeinde. Bereits zum dritten Mal fand dort das erfolgreiche Format „Retter-Essen“ statt – ein starkes Zeichen gegen die unnötige Verschwendung von Mitteln und Lebensmitteln.

Aus Zutaten, die zuvor von ehrenamtlichen Helfern bei Supermärkten der Umgebung vor der Tonne bewahrt wurden, zauberte Bärbel Albert gemeinsam mit engagierten Mitstreitern eine schmackhafte Suppe. Kartoffeln, Süßkartoffeln, Karotten, Auberginen, Kürbis und Brokkoli verschmolzen zu einem gesunden Gericht, das sich rund 50 Gäste nach dem ökumenischen Erntedankgottesdienst schmecken ließen. Knackige Rohkost und ein frischer Obstsalat rundeten das Menü ab. Was übrig blieb, wurde nach dem Motto „Rettet mit!“ kostenfrei an die Anwesenden verteilt.

Unterstützung gab es von Frau Meral vom Verein Foodsharing e. V.. Sie erläuterte das Prinzip: Über digitale Netzwerke werden Interessierte informiert, wo und wann überschüssige Lebensmittel abgeholt werden können. Auch in Kalbach-Riedberg sind bereits mehrere Rettende aktiv. Einzig ein fester Verteilerschrank mit Kühlmöglichkeit fehlt im Stadtteil noch, da eine solche Station kontinuierliche Pflege erfordert.

Die Vision: Öffentliche Nahverpflegung für alle

Das Retter-Essen am Riedberg berührt eine Debatte, die in Frankfurt an Fahrt gewinnt. Die stadtweite Initiative „Stadtteilküche“ fordert eine verlässliche „Öffentliche Nahverpflegung für alle“ (#ÖNVP). Die Idee knüpft an historische Vorbilder an: Ernährung soll als Teil der kommunalen Daseinsvorsorge begriffen werden – genauso selbstverständlich wie Bibliotheken, Schwimmbäder oder Parks.

Die Ziele sind vielschichtig:

  • Sorgearbeit aufwerten: Das Kochen und Versorgen soll aus dem Verborgenen geholt und als gesellschaftliche Gemeinschaftsaufgabe sichtbar gemacht werden.
  • Gerechter Zugang: Jeder Mensch muss unabhängig vom Geldbeutel regelmäßig eine warme, ausgewogene Mahlzeit erhalten.
  • Sozialer Zusammenhalt: Gemeinsames Essen bringt Menschen zusammen, wirkt Einsamkeit entgegen und baut Vorurteile im Quartier ab.

Vom Riederwald über den Mousonturm ins ganze Stadtgebiet

Seinen Anfang nahm das Vorhaben im Riederwald, wo nach engagiertem Einsatz von Anwohnern und Politik feste Räumlichkeiten für eine dauerhafte Stadtteilküche zugesagt wurden. Wie lebendig dieses Konzept funktioniert, zeigte sich jüngst während einer dreiwöchigen Zwischennutzung im Künstlerhaus Mousonturm im Nordend. In Kooperation mit dem Kunstkollektiv „andpartnersincrime“ entstand dort ein Reallabor: Von Mittwoch bis Sonntag standen Profiköche gemeinsam mit Freiwilligen am Herd.

Nach einer kurzen Hygieneeinweisung packten alle mit an – vom Waschen und Schnippeln über die Ausgabe bis zum Spülen. Zwischen 13 und 15 Uhr fanden sich täglich teils mehr als 200 Menschen ein. Es entstand ein lebendiger Ort des Austauschs, voller Wertschätzung und Gesprächsstoff.

Essen zum Mitnehmen

© B. Albert

Neue Impulse für Kalbach-Riedberg

Was wäre also, wenn jeder Frankfurter Stadtteil seine eigene öffentliche Küche hätte? Auf dem Riedberg gibt es bereits vielversprechende Ansätze: Initiativen wie das Billabong-Projekt „Gemeinsam am Tisch – Kochen und Essen gegen Einsamkeit im Alter“ oder das „Vegane Kochen“ der Klimaschutz-Initiative Riedberg e. V. zeigen, wie groß der Wunsch nach lebendiger Gemeinschaft ist.

Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, diesen Faden weiterzuspinnen, Wünsche zu äußern und eigene Ideen für eine zukunftsfähige Nachbarschaft einzubringen. Weitere Informationen gibt es unter https://frankfurter-stadtteilkueche.org.

Leckeres Buffet

© B. Albert

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Kultur in der Aula: Stimmgewaltiges A-cappella-Feuerwerk mit NOIZEBOX

A-capella-Gruppe NOIZEBOX

Die Frankfurter A-cappella-Formation NOIZEBOX bringt am 10. Oktober wieder ordentlich Schwung auf die lokale Bühne. Wer glaubt, dass Vokalmusik leise oder steif sein muss, wird hier eines Besseren belehrt: NOIZEBOX steht für einen mitreißenden Mix aus Pop, Funk und Soul – komplett ohne Instrumente, dafür mit umso mehr Energie, Leidenschaft und vollem Körpereinsatz.

Sechs Stimmen, sechs Mikrofone und ein unverwechselbarer Sound: Das 2016 in Frankfurt gegründete Ensemble hat sich weit über die Stadtgrenzen hinaus einen Namen gemacht. Die sechsköpfige Band interpretiert bekannte Chart-Hits, zeitlose Klassiker und moderne Pop-Hymnen auf überraschend unkonventionelle Art. Ob mitreißende Beats von Bruno Mars, eingängige Ohrwürmer von Taylor Swift oder druckvolle Grooves von Culcha Candela – NOIZEBOX verwandelt weltbekannte Tracks in stimmliche Gesamtkunstwerke.

Mit fetten Bässen, echten Beatbox-Rhythmen und gefühlvollen Solo-Partien beweist das Ensemble eindrucksvoll, dass ein einzigartiges Konzerterlebnis keine Instrumente braucht. Die mitreißende Bühnenpräsenz und der sympathische, lockere Umgang mit dem Publikum machen den Abend zu einem Erlebnis für Jung und Alt.

Das Konzert findet in der Aula der Grundschule Riedberg (Zur Kalbacher Höhe 15) statt. Der Beginn ist um 19:30 Uhr. Karten sind im Vorverkauf für 12 Euro erhältlich, an der Abendkasse kostet der Eintritt 14 Euro. Vorverkauf & Infos per E-Mail an info@josua-gemeinde.net.
(Wichtiger Hinweis: Vorbestellte Karten müssen bis spätestens 20 Minuten vor Beginn abgeholt werden.)

Lassen Sie sich dieses musikalische Highlight nicht entgehen und erleben Sie, wie sechs Stimmen den Saal zum Beben bringen!

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Großes Kino und Kultur pur: Das 15. Korean Film Festival bringt Fernost-Flair nach Frankfurt

Korean Film Festival Frankfurt Festivaldesign

Frankfurt wird im Herbst wieder zum Mekka für alle Fans des ostasiatischen Kinos und der koreanischen Popkultur! Vom 20. bis 25. Oktober 2026 feiert das Korean Film Festival Frankfurt sein 15-jähriges Jubiläum. Was 2012 als ambitioniertes Projekt begann, hat sich mittlerweile zum größten koreanischen Filmfestival in ganz Deutschland entwickelt. Der veranstaltende Verein Project K e. V., der weitgehend aus engagierten Studierenden sowie Film- und Kulturbegeisterten besteht, bringt dieses Jahr ein besonders vielseitiges Programm auf die große Leinwand.

Kinovielfalt rund um das Thema „Jeong“

Rund 35 Kurz- und Langfilme in Originalfassung mit deutschen oder englischen Untertiteln warten auf das Publikum. Die Bandbreite reicht von mitreißenden Blockbustern und tiefgründigen Indiefilmen über Dokumentationen bis hin zu einer liebevoll zusammengestellten Retrospektive. Eine spannende Neuerung sind die „KFFF Shorts“: Zwei Kurzfilmrollen widmen sich den Genres Horror und dem zentralen Festivalthema „Jeong“.

Dieser koreanische Begriff beschreibt eine tief empfundene emotionale Verbundenheit und menschliche Wärme, die durch gemeinsame Erlebnisse entsteht – ein passendes Motto zum 15. Geburtsfest des Festivals! Auch die Nachwuchsförderung kommt nicht zu kurz: Fünf aufstrebende Regietalente sind für den KFFF Newcomer Award nominiert, bei dem das Publikum selbst die Regie übernimmt und seinen Favoriten wählt.

Als Spielstätten stehen namhafte Kinos bereit: Das CineStar Metropolis, die Arthouse-Perlen Eldorado und Cinéma sowie das Kino des DFF (Deutsches Filminstitut & Filmmuseum). Wer möglichst viele Produktionen erleben möchte, kann auf den neuen, limitierten Festivalpass zurückgreifen. Der Ticketverkauf startet am 27. September 2026 um 12 Uhr ausschließlich online unter www.koreanfilmfestivalfrankfurt.ticket.io.

Korea Culture Day: Buntes Programm bei freiem Eintritt

Neben den Filmvorführungen bietet das Festival am Samstag, den 24. Oktober 2026 ab 12 Uhr ein kostenfreies Rahmenevent in der Jugend-Kultur-Kirche Sankt Peter. Der 3. Korea Culture Day lädt zum Entdecken und Mitmachen ein: Informations- und Verkaufsstände, traditionelle und moderne Essensstände, eine Podiumsdiskussion sowie Tanzauftritte, Vorträge, Quizrunden und eine Stempel-Rallye bieten beste Unterhaltung für die ganze Familie. Neben anmeldepflichtigen Workshops setzt der Auftritt der K-Indie/Rock-Band Kukbap das musikalische Highlight des Tages.

Das Festival liefert damit erneut den Beweis, wie lebendig und mitreißend internationale Kultur in der Mainmetropole gelebt wird.

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20 Jahre Grüne Soße Festival: Jubiläum, Show-Glanz und der Kampf um die Soßen-Krone auf dem Roßmarkt

Grüne Soße Festival - Gläser mit grüner Soße

Das beliebte Grüne Soße Festival feiert ein beeindruckendes Jubiläum! Vom 20. April bis 1. Mai 2027 heißt es auf dem Frankfurter Roßmarkt bereits zum 20. Mal: Wer macht die beste Grüne Soße der Region? Hinter der Veranstaltungsreihe liegen zwei Jahrzehnte voller bewegender Geschichten, Wetterkapriolen von Hitze bis Sturm, bewältigter Festivalkrisen und unvergesslicher Abende, die das Event längst zu einem echten Stück Frankfurter Stadtgeschichte gemacht haben.

Buntes Jubiläumsprogramm und Vorverkauf

Ein besonderes Highlight der Feierlichkeiten bilden die Abendshows, die am 24. April 2027 starten und ein hochkarätiges Jubiläumsprogramm bieten. Auf der Bühne versammeln sich erstklassige Künstler und Unterhalter: Carrington Brown machen am 24. April den Auftakt, gefolgt von Cossu (25. April), Bodo Bach (26. April), Tridiculous (27. April), Sebastian Reich & Amanda (28. April), Gayle Tufts (29. April) und Christian Schulte-Loh (30. April). Das große Finale steigt am 1. Mai zusammen mit Woody Feldmann.

Der offizielle Vorverkauf für die Shows startet am 26. Oktober. Wer mit dem Team, Freunden oder Kollegenschaft einen besonderen Abend erleben möchte, kann ab sofort Gruppenbuchungen anfragen. Auch exklusive VIP-Pakete stehen zur Verfügung. Das Festival bietet damit eine erfrischende Alternative zu klassischen Weihnachtsfeiern: Warum das Teamevent im oft hektischen Dezember abhalten, wenn im Frühjahr entspannt gemeinsam gegessen, gelacht und gefeiert werden kann?

Grüne Soße Festival - Finale

© Grüne Soße Festival

Wer holt die Trophäe zurück nach Frankfurt?

Neben bester Unterhaltung steht natürlich der sportlich-kulinarische Ehrgeiz im Mittelpunkt. Im Jahr 2026 hat sich der Darmstädter Ratskeller bereits zum zweiten Mal die begehrte Soßen-Trophäe gesichert. In den heimischen Küchen wird daher längst fieberhaft tüftelt: Liegt das Geheimnis in der perfekten Kräutermischung, in überlieferten Familienrezepten oder in einer ganz neuen Raffinesse?

Im Jahr 2027 werden die Karten auf jeden Fall neu gemischt. Insgesamt 49 Gastronomiebetriebe aus Frankfurt und der gesamten Region treten an, um ihr Können unter Beweis zu stellen und die begehrte Trophäe wieder in die Mainmetropole zu holen.

Ausführliche Informationen und Details zum Festival sind online unter www.gruene-sosse-festival.de zu finden.

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Ungewisse Zukunft in Kalbach: Bangen um 100 Arbeitsplätze bei AVO Carbon

Die Firma Mersen in Kalbach

Wo über ein Jahrhundert lang Industrie-Geschichte im Kalbacher Süden geschrieben wurde, herrscht derzeit tiefe Besorgnis. Der traditionsreiche Industriestandort an der Talstraße steht vor ungewissen Zeiten. Die AVO Carbon Germany GmbH befindet sich seit dem 01.07.2026 im Insolvenzverfahren. Bis zum voraussichtlichen Abschluss des Verfahrens am 30.09.2026 läuft die Zeit – eine zermürbende Phase für rund 100 Beschäftigte, deren beruflicher Existenzgrund auf dem Spiel steht.

Die Schockwelle sitzt bei den Betroffenen tief. Bereits seit Jahresbeginn wurde über eine Betriebsänderung verhandelt, wobei die Gespräche schließlich vor der Einigungsstelle landeten. Neben dem drohenden Jobverlust wiegen auch enorme ausstehende Forderungen der Mitarbeiter schwer. Die Stimmung am Standort befindet sich auf dem Tiefpunkt. Trotz der enormen Belastung halten die Mitarbeiter die Produktion aufrecht. Dieser Einsatz ist entscheidend, um dem Betrieb überhaupt noch Handlungs- und Verhandlungsspielräume für eine Rettung zu sichern.

Michel Erhardt, Erster Bevollmächtigter der IG Metall Frankfurt und Mitglied des Gläubigerausschusses, verdeutlicht die Vielschichtigkeit der Krise: Da die AVO-Gruppe bisher den Großteil der Prozesse steuerte und dieser Rückhalt nun entfällt, ist die Situation äußerst kompliziert. Der Insolvenzverwalter Joachim Kühne verhandelt derzeit intensiv mit der Unternehmensgruppe über verschiedene Wege, um eine Abwicklung und Liquidation des Standorts zu verhindern.

Für den Ortsteil Kalbach im Ortsbezirk Kalbach-Riedberg geht es dabei um weit mehr als um ein einzelnes Unternehmen. Seit dem späten 19. Jahrhundert prägte die ursprüngliche Deutsche Carbone das wirtschaftliche und gesellschaftliche Gesicht des Ortes maßgeblich. Das Areal gilt seit jeher als Ankerpunkt lokaler industrieller Wertschöpfung. Zudem bietet der aufgestellte Bebauungsplan Nr. 947 (Gewerbegebiet Talstraße/Carbonestraße) stabile rechtliche Voraussetzungen für eine dauerhafte industrielle und gewerbliche Nutzung.

Angesichts der drohenden Betriebsauflösung schlägt die Lokalpolitik Alarm. Der Ortsbeirat 12 fasste am 24. September 2026 einen dringenden Beschluss an den Frankfurter Magistrat. Die Stadtpolitik wird aufgefordert, sich – unter Einbindung der städtischen Wirtschaftsförderung – mit Nachdruck für den Erhalt des Betriebs einzusetzen und sämtliche Möglichkeiten zur Sicherung der Arbeitsplätze an der Talstraße auszuschöpfen. Sollte eine Weiterführung des Unternehmens scheitern, müsse die Stadt aktiv dafür sorgen, neue Industrie- und Gewerbebetriebe für das Kalbacher Areal zu gewinnen.

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Die gute Nachricht: Vereinfachung für Ortsbeiratsbudgets

Symbolbild Sparschwein-Plünderung

Der Magistrat erleichtert die künftige Verausgabung der gesamten Mittel.

Der Magistrat der Stadt Frankfurt hat am Freitag, 25. September, auf Initiative von Oberbürgermeister Mike Josef die Änderung eines Beschlusses der Stadtverordnetenversammlung aus dem Jahr 2014 auf den Weg gebracht. Ortsbeiräte können künftig ihr gesamtes jährliches Budget für eine Förderung von zeitlich begrenzten Projekten von Vereinen und bürgerschaftlichen Initiativen mit gemeinnützigen Inhalten und Ideen zur Verfügung stellen.

„Künftig können die Ortsbeiräte, wenn sie das möchten, nicht nur das halbe Budget, sondern ihr gesamtes Budget für zeitlich begrenzte Projekte in ihrem Ortsbezirk verwenden. Die Erfahrung hat gezeigt, dass 90 % der auf den Weg gebrachten Beschlüsse dem Zweck dienen sollen, Vereine und Initiativen finanziell zu unterstützen“, erläuterte Oberbürgermeister Josef seine Entscheidung.

„Dieser Beschluss zeigt, dass dem Magistrat starke Ortsbeiräte und ihr ehrenamtliches Engagement ein echtes Herzensanliegen sind“, sagte Stadtkämmerin Susanne Serke. „Ich bin zuversichtlich, dass der Oberbürgermeister gemeinsam mit dem Magistrat nun auch einen verlässlichen Weg finden wird, um sicherzustellen, dass die aktuellen Ortsbeiratsbudgets vollumfänglich verausgabt werden können.“

Es ist vorgesehen, den Beschluss am Donnerstag kommender Woche, 1. Oktober, in der Stadtverordnetenversammlung bestätigen zu lassen, wenn zeitgleich auch der Antrag der Koalitionsfraktionen, NR 60, votiert wird, in dem es um die Erhöhung der Ortsbeiratsbudgets und die Übertragung der Mittel geht.

„Mit beiden Vorlagen zeigt die neue Stadtregierung, dass sie es ernst meint mit der Stärkung unserer 16 Ortsbeiräte. Magistrat und Stadtverordnetenversammlung haben ihren Teil dazu beigetragen, umzusetzen, was wir angekündigt haben“, sagte Josef. Die alte Regelung sei nicht mehr zeitgemäß und beschränke die Arbeit der Ortsbeiräte unnötig, was im Zuge der jüngsten Debatte zur Übertragung der Restmittel der Ortsbeiratsbudgets erneut deutlich geworden sei.

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Historischer Rückblick: Zoo statt Goethecampus?

Landschaftsidee, Archivbild der TU München

Der Goethe-Campus am Niederurseler Hang ist heute ein nicht wegzudenkender Bestandteil des Riedbergs. Hier dreht sich alles rund um die Naturwissenschaften, außerdem sind Bibliothek und Mensa wichtige Orte des Lernens und Zusammenkommens für viele Studenten und Schüler.

Was viele nicht wissen: Bis 1993 stand auf einer Frankfurter Planungskarte zwischen A5, Niederursel und Universität in großen Buchstaben „Zoo“. Acht Jahre zuvor hatte der Magistrat besprochen, dass nicht mehr benötigtes Universitätsgelände als Zoogehege benutzt werden sollte, denn die Tiere im Zoo sollten mehr Platz bekommen. Letztendlich scheiterte das Projekt – aber woran?

Die Niederurseler Stadtchronik verzeichnet 1980 Proteste von Reitern und Landwirten gegen das Vorhaben, nicht mehr benötigtes Universitätsgelände am Niederurseler Hang als Zoo-Außenstelle zu verwenden. Am 28.06.1985 folgt der Magistratsbeschluss, dieses Vorhaben realisieren zu wollen.

Daraufhin veranstaltete die Stadt Frankfurt 1987 einen Ideenwettbewerb, um den besten Entwurf für das neue Zoogehege zu finden. Als Gewinner ging die Gruppe aus den Landschaftsarchitekten Gottfried und Anton Hansjakob, Prof. Schmid-Huber und dem Augsburger Zoodirektor hervor.

Als Hinweis für dieses Vorhaben dient unter anderem die historische Karte „planungsrechtliche Festlegungen – Stand 1993“, auf der die Fläche am Niederurseler Hang immer noch als Außenstelle für den Frankfurter Zoo markiert ist.

Trotz der Planungen scheiterte das Projekt, denn der Bau eines neuen Stadtteils, des Riedbergs, nahm Fahrt auf. Nach durchgeführten Voruntersuchungen im Jahr 1993 entschied die Stadtverordnetenversammlung „die besondere Eignung und Bedeutung des Gebietes für die Siedlungsflächenentwicklung der Stadt Frankfurt am Main“ zu nutzen, laut Webseite des Stadtplanungsamts.

Der erste Bebauungsplan „Nr.803“ wurde über die Jahre hinweg öfters verändert. 2013 lag dann der endgültige Bebauungsplan „Nr.803 Ä6 Riedberg- Niederurseler Hang“ vor.

Das neu geplante Stadtviertel wurde in sieben Quartiers eingeteilt. Das siebte Quartier „Niederurseler Hang“, der Westflügel des Stadtteils, überschneidet sich teilweise mit der geplanten Fläche für die Zooaußenstelle.

Angedachte Zooverlagerung

Der Wohnungsbau setzte sich schließlich durch. Die Planung der Zooaußenstelle wurde laut Niederurseler Stadtchronik auf eine 100 ha große Fläche auf den Geiersberg verlagert. Auch dort wurde das Projekt nicht realisiert. Ein Grund dafür sei Geldmangel gewesen.

Der Frankfurter Zoo scheiterte an seinem Vorhaben außerhalb der Innenstadt eine Außenstelle errichten zu lassen. 2005 unter neuer Leitung wurde der Plan endgültig aufgegeben. Stattdessen entwickelte sich der Zoo mithilfe von „Tierpatenschaften, Spenden und vor allem das Investitionsprogramm der Stadt Frankfurt“ mit neuer Infrastruktur für die Tiere weiter.

Da das Ereignis schon etwas länger zurückliegt, können viele Informationen nur Sekundärquellen entnommen werden. Deswegen sind viele Einzelheiten wie die genauen finanziellen und politischen Motive, die das Zooprojekt zum Scheitern brachten, wie groß die Zoofläche sein sollte oder welche Grundstücke und Straßen auf dem heutigen Zoogelände stehen, noch zu erforschen.


Weiterführende Links:

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Frankfurt trauert um einen großen Bauherrn und Bürger: Nachruf auf Josef Buchmann

Symbolbild zum Nachruf Josef Buchmann

Frankfurt nimmt Abschied von einer außergewöhnlichen Persönlichkeit. Im Alter von 96 Jahren ist der Unternehmer, Investor und Mäzen Dr. h.c. Josef Buchmann verstorben. Sein Leben war gezeichnet von tiefsten menschlichen Abgründen, aber auch von einem beispiellosen Wiederaufbauwille, unerschütterlicher Schaffenskraft und tiefempfundener Großzügigkeit.

Als 1930 im polnischen Łódź geborener junger Mensch erlitt Buchmann das Unfassbare: Die Schrecken der Konzentrationslager Auschwitz und Bergen-Belsen raubten ihm die Jugend, seine Eltern und nahezu seine gesamte Familie. Nach der Befreiung kam er 1945 nach Frankfurt am Main – ohne elterlichen Schutz und ohne Chance auf eine geregelte Schulbildung. Dass dieser leidgeprüfte junge Mann in den folgenden Jahrzehnten zu einem der erfolgreichsten Unternehmer der Mainmetropole aufsteigen sollte, gleicht einem Wunder deutscher Nachkriegsgeschichte.

Prägende Gestalt für das Frankfurter Stadtbild

In den 1950er Jahren begann Buchmann seine Laufbahn als Gastronom im Bahnhofsviertel, bevor er mit Weitblick in die Immobilienwirtschaft einstieg. Als Pionier der Frankfurter Skyline ließ er 1966 das Shell-Hochhaus am Alleenring errichten – das damals höchste Gebäude der Stadt. Auch die Grundlagen für die charakteristischen Doppeltürme der Deutschen Bank gehen auf seine Initiative zurück.

Besondere Verdienste erwarb er sich zudem mit dem Kauf und der Neuausrichtung des Nordwestzentrums, das er ab Mitte der 1980er Jahre zu einem florierenden Mittelpunkt für Handel und Begegnung gestaltete. Doch Buchmann dachte nie nur in Beton und Renditen. Sein wirtschaftlicher Erfolg war stets geprägt von dem Wunsch, seiner Wahlheimat etwas zurückzugeben.

Geleitet von tiefem Bürgersinn unterstützte er kulturtragende Institutionen wie das Senckenberg Museum oder das Jüdische Museum und engagierte sich intensiv in der medizinischen Versorgung, etwa durch Spenden für das Zentrum für Kinderheilkunde und Jugendmedizin am Uniklinikum. Auf persönlicher Ebene bewies er stillen Heldenmut und Menschlichkeit: Über viele Jahre unterstützte er den finanziell in Not geratenen Judenretter Oskar Schindler.

Ein meilensteinartiges Erbe auf dem Unicampus Riedberg

Für die Wissenschaft und ganz besonders für den Wissenschaftsstandort Riedberg hinterlässt Josef Buchmann ein unvergessenes Fundament. Er verstand früh, dass Bildung und exzellente Forschung Schlüssel für die Weiterentwicklung der Gesellschaft sind – Werte, die ihm in seiner eigenen Kindheit gewaltsam verwehrt worden waren.

Mit einer außerordentlichen Zuwendung ermöglichte er den Ausbau der Spitzenforschung an der Goethe-Universität. Als Zeichen der Dankbarkeit für sein jahrzehntelanges Engagement trägt das Forschungsgebäude des Exzellenzclusters auf dem Campus Riedberg seinen Namen: das Buchmann Institut für Molekulare Lebenswissenschaften.

Hier arbeiten international renommierte Forschergruppen disziplinübergreifend zusammen, um fundamentale Prozesse des Lebens und die Entstehung schwerer Krankheiten wie Krebs oder neurodegenerativer Leiden zu ergründen. Durch ein von ihm ins Leben gerufenes Stipendienprogramm förderte er zudem über Jahrzehnte hinweg gezielt junge Nachwuchswissenschaftler und schuf eine lebendige Brücke zwischen der Goethe-Universität und der Tel Aviv University. Die Goethe-Universität würdigte diesen unermesslichen Einsatz, indem sie ihn 2013 zum Ehrensenator ernannte.

Josef Buchmann hinterlässt eine Lücke, die kaum zu füllen ist. Frankfurt verliert einen Visionär, dessen Lebenswerk in den Bauten der Stadt fortlebt und dessen Herzensgüte in den Laboren des Riedbergs weiterwirkt.

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