Kategorie: AktuelleNEWS

Hier ergrünt der längste Riedberg-Park

Verspätet, aber dafür umso schöner ist der längste Riedberg-Park. Mit Blick vom Taunus bis zur Skyline, mit Spielplätzen, Calisthenics-Anlage fürs Outdoor-Workout und einem Pavillon für Jugendliche. Ein Teil des neuen Grünzugs „Römische Straße“ ist schon zugänglich.

Ob hier tatsächlich einst die Römer Richtung Limes entlangmarschierten, ist nicht zweifelsfrei belegt. Fest steht aber, dass dieser dritte Park im Stadtteil der abwechslungsreichste und attraktivste Grünzug werden könnte. Nicht nur, weil er den Riedberg von Nord nach Süd durchquert und tolle Ausblicke bietet.

Im Süden, direkt am Uni-Campus, war teilweise schon ziemlich viel los. Abends schoben Fitness-Fans die Absperrung zur Seite und trainierten an der sogenannten Calisthenics-Anlage an Klimmzugstangen, Hängeleitern, Ringen, Sprossenwänden und Trainingsbänken. Das ist perfekt fürs Klettern, für Eigengewichtsübungen und sogar fürs „Boot Camp Workout“. Eine ähnliche Anlage kennen die meisten nur aus dem Frankfurter Hafenpark.

Aktuell ist der Calisthenics-Bereich durch einen werden Bauzaun abgesperrt. Erst wenn der Fallschutzbelag am Boden fertig ist, können die Fitnessgeräte uneingeschränkt genutzt werden.

Perfekt fürs Workout: Wenn der Fallschutzbelag am Boden fertig ist, wird die Calisthenics-Anlage im neuen Park „Römische Straße“ auch offiziell freigegeben Foto: MAINRiedberg

Ein Pavillon für Jugendliche

Nur wenige Meter weiter und ebenfalls noch abgesperrt ist eine Tischtennisplatte und direkt daneben ein offener Pavillon. Jörg Sander vom Grünflächenamt scheint sich beim MAINRiedberg-Gespräch fast ein bisschen zu wundern, dass er noch nicht explizit darauf angesprochen wurde. Denn ein solcher wettergeschützter Rückzugsort für Jugendliche ist schon lange diskutiert und gefordert worden. Ein zentraler Standort nah an der Wohnbebauung kam für das Grünflächenamt nicht in Frage. Aber hier, neben Kita Kairos, den U-Bahn-Gleisen und einem Studentenwohnheim, sei es geradezu ideal, so Sander.  

Der Hintergrund des Diskussion: Am Riedberg gibt es mehr als 20 Spielplätze, aber außer dem Jugendhaus und einem großen Basketballplatz bisher kaum Freiraum für Jugendliche – obwohl bereits 2.300 Kinder und Teenager im Alter von 6 bis 14 Jahren plus 600 Jugendliche zwischen 15 und 18 Jahren hier leben. Tendenz steigend. 

Noch nicht ganz fertig: Hier wird ein wettergeschützter Pavillon für Jugendliche gebaut Foto: MAINRiedberg

Es gab auch schon erfolgreiche Petitionen von jungen Riedbergern für einen Skatepark und einen Bikepark. Letzterer ist wohl vom Tisch, der Skatepark hat bessere Chancen. Der Pavillon, der natürlich nicht nur Jugendlichen vorbehalten ist, ist aber das erste Projekt, das bisher realisiert wurde.

Auch drei neue Spielplätze entstehen

Apropos Spielplätze: Drei weitere Spielplätze und auch „Spielpunkte“ mit Stangen und anderen Geräten werden noch an der Römischen Straße entstehen. Insgesamt wurden und werden rechst und links des Hauptweges 109 Bäume und 15.000 Sträucher in unterschiedlichen Größen gepflanzt. Der gesäte Rasen sprießt schon durch. Der erste Abschnitt des Grünzugs vom Nordende des Riedbergs bis zur Kreuzung mit dem Kätcheslachpark ist schon zugänglich.

Insgesamt ist der Park rund 3,1 Hektar groß, verläuft entlang der Frischluftschneise Richtung City, wirkt sich also auch positiv auf das Mikroklima aus. Die Baukosten liegen bei rund vier Millionen Euro. Der Entwurf stammt von dem Berliner Landschaftsarchitekten Jürgen Weidinger.

Zentraler Platz mit Restaurant und Café

Der Hauptweg durch den Park ist asphaltiert und von Steinen eingefasst, was an die alte Römerstraße erinnert. Die soll hier oder ganz in der Nähe von der Römerstadt „Nida“ im heutigen Heddernheim zum Limeskastell Saalburg geführt haben. 

Fast fertig ist auch der zentrale Rudolf-Schwarz-Platz. Die ersten Blumen blühen schon, die Mehrfamilienhäuser am Platz sind teilweise bereits bezogen. In wenigen Wochen wird auch noch ein italienisches Restaurant mit Außengastronomie eröffnen. 

Fotos: MAINRiedberg

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Keine Maskenpflicht mehr in der City – und kein Alkoholverkaufsverbot

Frankfurt macht sich langsam locker. Seit Wochen sinkt die Sieben-Tage-Inzidenz in der Mainmetropole, liegt aktuell nur noch bei 25,8. Jetzt hebt die Stadt die Maskenpflicht in der City und weitere Beschränkungen auf.

Ab morgen entfällt die Pflicht, im Bereich des Anlagenrings, am Mainufer und in Einkaufsstraßen eine Maske zu tragen, wenn der Mindestabstand von 1,50 Meter eingehalten werden kann. Bislang war dies dort zwischen 8 und 22 Uhr vorgeschrieben.

Es bleibt bis 20. Juni beim geregelten Alkoholkonsumverbot auf den öffentlichen Plätzen – der Ausschank auf Märkten ist aber wieder erlaubt. Auch das stadtweite Alkoholverkaufsverbot zwischen 24 Uhr und 6 Uhr wird ausgesetzt.

„Die Einschränkungen sind kein Selbstzweck“, erklären Oberbürgermeister Peter Feldmann und Gesundheitsdezernent Stefan Majer in einer gemeinsamen Erklärung. „Sie dienen dem Schutz der Bevölkerung und müssen das Infektionsgeschehen angemessen berücksichtigen. Im Herbst haben wir die Regeln angesichts dramatisch steigender Zahlen verschärfen müssen. Nun ist es an der Zeit, den Bürgerinnen und Bürgern möglichst viele Freiheiten zurückzugeben. Dennoch bitten wir Sie: Bleiben Sie umsichtig. Die Pandemie ist noch nicht vorbei.“

Dezernent appelliert: Lassen Sie sich impfen!

Feldmann sagt: „Wir haben den Frankfurterinnen und Frankfurtern in den vergangenen Monaten viel zugemutet. Die jetzt auf den Weg gebrachten Lockerungen sind nicht der Verdienst der Politik – sie sind der Verdienst der Frankfurterinnen und Frankfurter, die mit uns an einem Strang gezogen haben.“

Gesundheitsdezernent Stefan Majer: „Auch wenn wir jetzt große Lockerungsschritte gehen, gelten nach wie vor die vom Land vorgegebenen Regeln. An den von uns ausgewiesenen Plätzen wird es weiterhin ein Alkoholkonsumverbot geben, das auch kontrolliert werden wird. Ich möchte außerdem alle, die vielleicht noch zögern, ermuntern, sich unbedingt impfen zu lassen.“

Feldmann und Majer erinnerten daran, dass die Maske in vielen Bereichen Pflicht bliebe. Die Regelungen des Landes seien von der Lockerung in Frankfurt unberührt. So müsse nach wie vor in Geschäften sowie in Bussen und Bahnen ein Mund-Nase-Schutz getragen werden. Auch an Haltestellen gelte die Maskenpflicht weiter.

„Wir müssen vorsichtig bleiben“

„Wir müssen vorsichtig bleiben“, erklären die Magistratsvertreter. „In Innenräumen ist das Ansteckungsrisiko höher als im Freien. Gerade in Geschäften, wo in kurzer Zeit viele ein- und ausgehen, oder wenn man zum Beispiel in die Kneipe reinkommt, ist die Maske derzeit noch ein unverzichtbarer Schutz. Unter freiem Himmel muss die Maske dort getragen werden, wo es eng zugeht. Damit schützen Sie sich und andere.“

Eine Übersicht über die aktuellen Verordnungen des Landes und die wichtigsten bundeseinheitlichen Regelungen findet sich unter https://www.hessen.de/fuer-buerger/corona-hessen/verordnungen-und-allgemeinverfuegungen

Foto: MAINRiedberg

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Bürgeramt Nordwest öffnet wieder

Von Pass-Dokumenten bis zur Meldebescheinigung – in den vergangenen Monaten waren die Wege dazu aus dem Frankfurter Norden lang. Und Termine nur begrenzt verfügbar. Jetzt soll die Wiedereröffnung des Bürgeramtes Nordwest für Entlastung sorgen.

Am Montag, 14. Juni, eröffnet das Bürgeramt im Nordwestzentrum nach Sanierungs- und Modernisierungsmaßahmen. Damit präsentiert sich die Anlaufstelle für Meldewesen, Ausweisangelegenheiten und viele andere Dienstleistungen nicht nur optisch und technisch völlig neu. Auch die Kapazitäten wurden erhöht, um den wachsenden Einwohnerzahlen im Frankfurter Norden Rechnung zu tragen.

Mehr Fläche, mehr Service, mehr Mitarbeiter

„Ich freue mich, dass wir nun auch im Nordwestzentrum in einem deutlich vergrößerten Standort einen zeitgemäßen Bürgerservice leisten können“, betont der für das Bürgeramt zuständige Dezernent Jan Schneider.

Bisher war das Bürgeramt Nordwest sehr beengt untergebracht. Es gab keinen separaten Wartebereich und die elf Serviceplätze entsprachen nicht mehr den aktuellen Standards des Arbeitsschutzes. Das neue Bürgeramt ist barrierefrei und bietet auf mehr als 1300 Quadratmetern genügend Raum, um den Behördenbesuch an 20 Bedienplätzen angenehm, funktional und unter Beachtung von Diskretionsabständen zu gestalten. Dafür wird auch das Obergeschoss genutzt. Die angemieteten Räume wurden vom Eigentümer, der KG Nordtrakt, nach den Erfordernissen der Stadt Frankfurt am Main umgebaut.

Terminals für Foto und Fingerabdruck

Die Besucherinnen und Besucher erwarten darüber hinaus einige technische Neuerungen: An Selbstbedienungsterminals können demnächst Lichtbild und Fingerabdruck für den Pass oder Personalausweis direkt vor Ort selbständig aufgenommen werden. Und im Anschluss steht am Ausgang ein Feedback-Terminal bereit, an dem unmittelbar Lob und Kritik geäußert werden können.

„Gerade im Frankfurter Norden ist das Bevölkerungswachstum besonders groß“, begründet Schneider die Erweiterung. Zuletzt haben mehr als 5000 Besucherinnen und Besucher im Monat das Bürgeramt Nordwest besucht. „Von den zusätzlichen Flächen profitieren nicht nur die Bürgerinnen und Bürger, sondern auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, deren Arbeitsbedingungen sich deutlich verbessern.“

20 Dienstleistungen von Führerschein bis Führungszeugnis

Das Angebot im Bürgeramt ist breit und vielfältig: Mehr als 20 verschiedene Dienstleistungen werden von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern erbracht. Von der Anmeldung bei einem Umzug nach Frankfurt über den ersten Kinderreisepass, den Führerschein, ein Führungszeugnis für den neuen Arbeitsplatz bis hin zur Lebensbescheinigung für den Rentenversicherungsträger reicht das Dienstleistungsspektrum.

„Das Bürgeramt ist die einzige Behörde, die alle Frankfurterinnen und Frankfurter mindestens einmal besuchen. Umso wichtiger ist, dass dies möglichst bürgernah funktioniert. Dafür bietet das neue Bürgeramt Nordwest ideale Voraussetzungen“, betont Oliver Becker, Leiter des Bürgeramtes, Statistik und Wahlen. „Es ist mir außerdem wichtig, dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die gerade während der Corona-Pandemie großen Belastungen ausgesetzt sind, angenehme Arbeitsbedingungen vorfinden.“

Zugleich wirbt Stadtrat Schneider für Dienstleistungen, die bereits online erbracht werden können. Meldebescheinigungen und Melderegisterauskünfte gehören dazu. Um diese Dienstleistungen kümmern sich die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Bürgeramtes in den Zeiten ohne Publikumsverkehr. „Die fortschreitende Digitalisierung wird den Bürgerservice verändern, aber die persönliche Bedienung wird auch weiterhin eine große Rolle spielen“, beschreibt Schneider die künftige Entwicklung.

Termine am Bürgeramt Nordwest können ab morgen online unter http://www.frankfurt.de/buergeramt_termine oder telefonisch unter 069/212-31600 vereinbart werden.

Foto oben: Dezernent Jan Schneider im sanierten Bürgeramt Nordwest mit den Mitarbeiterinnen Eleni Mavridou und Sarina Azizi

Copyright: Stadt Frankfurt / Bernd Kammerer

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Impfzentrum soll Ende September schließen

Das Land Hessen will alle Impfzentren, auch das zentrale Impfzentrum an der Frankfurter Messe, Ende September schließen. Die Stadt kritisiert das Vorgehen und sieht den Impferfolg gefährdet.

Die Task Force Impfen des Landes Hessen hat heute angekündigt, dass der Betrieb der hessischen Impfzentren nicht über den 30. September hinaus erfolgen und der Impfprozess danach ausschließlich in die Regelversorgung überführt werden soll.

Gesundheitsdezernent kritisiert die Entscheidung

Frankfurts Gesundheitsdezernent Stefan Majer kritisiert: „Die Entscheidung des Hessischen Innenministeriums bedeutet, den zweiten Schritt vor dem ersten zu machen. Erst brauchen wir ein einvernehmlich zwischen allen Beteiligten abgestimmtes Konzept für die Sicherstellung der Immunisierungsraten zum Schutz der Bevölkerung. Und erst dann kann man die bewährten Impfzentren schließen. Diese Vorgehensweise bedroht die Nachhaltigkeit der Impfbemühungen – nicht nur – in Frankfurt.“

In der Konsequenz ergibt sich daraus, dass Auffrischungs- und nachträgliche Impfungen ausschließlich durch die niedergelassenen Ärzt:innen erfolgen sollen. Dezernent Majer: „Wir erwarten, dass die Impfungen der Allgemeinbevölkerung von den niedergelassenen Ärzt:innen sichergestellt wird und, dass besonders vulnerable Gruppen und solche außerhalb des gesetzlichen Krankenversicherungssystems vom Gesundheitsamt geimpft werden können. Uns liegen bisher keine Konzepte vor, wie diese nächste Mammutaufgabe erfüllt werden könnte.“

Die Ankündigung der Schließung der Impfzentren kommt zu einem Zeitpunkt, an dem der öffentliche Gesundheitsdienst sich auch in Frankfurt noch einmal verstärkt den ungleichen Gesundheitschancen und Krankheitsrisiken in der Corona-Pandemie zuwendet. Die Frage nach sozialen Aspekten und Zugangshindernissen bei Impfungen in den Stadtteilen spielt hier eine wichtige Rolle. Diese werden auch nach dem 30. September relevant sein und erfordern gezielte und dauerhafte Impfangebote.

Sorge um das Frankfurter „Erfolgsmodell“

Die Impfzentren haben eine große Zahl von Menschen in kurzer Zeit entsprechend der Priorisierung geimpft und hätten bei Verfügbarkeit einer entsprechenden Impfstoffmenge auch noch wesentlich mehr Menschen impfen können. „Gerade die besonders gefährdeten Gruppen erreichen wir in Frankfurt sehr gut über das Impfzentrum und die daran angeschlossenen mobilen Impfteams. Ich habe die große Sorge, dass unser Erfolgsmodell, so viele Menschen wie möglich mit Impfungen zu versorgen, dadurch unterbrochen wird. Eine Schließung des Impfzentrums darf nicht dazu führen, dass die damit verbundenen mobilen Teams ihre Arbeit einstellen müssen“, fordert Gesundheitsdezernent Majer.

Eine mögliche Schließung der Impfzentren im September fällt zudem mit dem Einsetzen der kälteren Jahreszeit zusammen, in der im letzten Jahr, nach einem entspannten Sommer, die Infektionszahlen schnell in die Höhe geschossen sind. Dazu kommt die schon jetzt absehbare Notwendigkeit von Auffrischungsimpfungen. Eine kurzfristige Wiedereinrichtung des Impfzentrums bei Bedarf wäre aufgrund der aufwendigen Logistik aber nicht umsetzbar.

Majer betont: „Ich plädiere dringend dafür, dass insbesondere die Arbeit der mobilen Teams, die den Impfstoff bisher über das Impfzentrum erhalten haben, fortgeführt werden kann. Wir brauchen dauerhaft mehrere Säulen für einen erfolgreichen Impfprozess. Denn die gesellschaftlich und ökonomisch teuerste Variante wäre eine vierte Corona-Welle im Herbst.“

Foto: CDC / Unsplash.com

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Hier wird ein Bienenvolk gerettet!

Mit Schutzkleidung, viel Erfahrung, Humor und etwas Wasser retten die Hobby-Imker Holmer Drews und Matthias Adler einen Bienenschwarm am Riedberg. MAINRiedberg hat die Bienenfreunde begleitet.

Es sieht nur wie eine kleine schwarze Wolke in einem Ahornbaum aus, unmittelbar neben dem Kätcheslachpark. Wer aber genauer hinsieht, wird in dieser Wolke beinahe unzählige schwarze Punkte bemerken. Bienen, die dicht an dicht an einem Ast hängen. Ihr Summen ist nicht zu überhören. „Das dürften hier ein paar Tausend Bienen sein. Dass ein Schwarm plötzlich auszieht und sich irgendwo niederlässt, ist um diese Jahreszeit nichts Ungewöhnliches“, erklärt Holmer Drews.

Hobby-Imker Matthias Adler versucht den Schwarm mit einem Plastikbehälter einzufangen…

… während um ihn herum Hunderte Bienen fliegen Fotos: MAINRiedberg

Er spricht von einem „normalem Teilverhalten“. Wenn es den Bienen an ihrem normalen Standort, beispielsweise in einem Bienenhaus, so gut geht, dass sie eine neue Prinzessin produzieren können, schwärmt die alte Königin mit ihrem Hofstaat aus. „Das sieht gefährlicher aus, als es ist“, so der passionierte Imker. Wenn die Insekten uns Menschen oder wenn wir Menschen ihnen dann aber zu nahe kommen, könnte es gefährlich werden. Deshalb waren Holmer Drews und Matthias Adler vom Verein Bee Friends Frankfurt auch an einem Feiertag sofort bereit dazu, die Bienen zu retten.  

Es klappt mit zwei Versuchen

Sie haben einen Bienenkasten mitgebracht. Dazu eine einfache große Plastikbox und einen Wassersprüher. „Die Wasserwolke wird die Bienen ein bisschen beruhigen“, sagen die Experten. Während Holmer vom Boden aus die Lage sondiert, steigt Matthias auf die Leiter, die etwas schief an dem noch jungen Baum lehnt. Dann muss alles schnell gehen. Erst kommt etwas Wasser, dann schlägt Matthias Adler auf den Ast, an dem die Bienen dicht an dicht hängen. Gleichzeitig hält er den großen Plastikbehälter darunter, um die Bienen einzufangen. Und lässt diesen Sekunden später in die Arme von Holmer Drews fallen. Der geht nur wenige Schritte zum Bienenkasten, öffnet die Holzklappe, versucht die Bienen hineinzulocken, verschließt den Kasten wieder.

Währenddessen schwirren um den Baum herum und auch um die Gesichter der Imker immer noch Hunderte Bienen hektisch umher. Die beiden lassen sich davon nicht aus der Ruhe bringen. Versuch 1 war schon ziemlich geglückt. „Trick 17 ist es aber, die Königin einzufangen. Dann zieht der ganze Hofstaat nach.“

„So Mädels, hier könnt ihr einziehen“

Also steigt Matthias Adler nochmals auf die Leiter. Im zweiten Versuch klappt die Rettungsaktion so gut, dass Holmer Drews beim Öffnen des Bienenkastens zufrieden sagt: „So Mädels, hier könnt ihr einziehen!“

„Trick 17 ist es, die Königin einzufangen. Dann zieht der ganze Hofstaat nach“, sagt Holmer Drews. Foto: MAINRiedberg

Der Arzt und Bienenfreund spricht noch „ein Lob auf den Radfahrer“ aus, der die Bee Friends verständigt hatte. In den nächsten Tagen wird dann ein neuer Standort für die Bienen gesucht. 

Der Verein hat unter der Telefonnummer 0162-155 7312 eine „Schwarmhotline“ eingerichtet.

Unter dieser Nummer kann man uns Bienenschwärme melden. Sofern es möglich ist, werden wir versuchen, den Schwarm zu fangen und die Bienen zu retten“, erklärt Drews. Ein wichtiger Zusatz: Bei der Hotline geht es nur um Bienenschwärme und nicht um Fragen zu Bienen oder bienenähnliche Insekten. Dafür ist das Umwelttelefon der Stadt Frankfurt unter 069/ 212 39 100 die richtige Anlaufstelle.

Weitere Informationen zu den Riedberger Bienenfreunden im Internet unter bee-friends.org

Foto: MAINRiedberg Magazin

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Ab Montag gibt’s endlich wieder Bade-Spaß!

Die niedrige Corona-Inzidenz macht’s möglich: Am Montag kann endlich die Saison in den Frankfurter Freibädern starten. Auch im frisch sanierten Freibad Nieder-Eschbach und in Eschersheim.

Mit den nächsten Lockerungen kommt zum Glück auch der Bade-Spaß zurück: Am Montag um 10 Uhr wird in Nieder-Eschbach die Freibadsaison 2021 eröffnet. Die umfangreichen Sanierungsarbeiten konnten pünktlich abgeschlossen werden. Alleine 3,4 Millionen Euro hat die Stadt hier in den Neubau des Hauptbeckens investiert, insgesamt rund 40 Millionen sind in den nächsten Jahren für das Sanierungsprogramm in die bereits bestehenden 13 Bäder und für zwei neue Hallenbäder eingeplant.

Geöffnet werden das Silobad, Brentanobad, Freibad Hausen, Freibad Eschersheim, Freibad Nieder-Eschbach, Freibad Riedbad Bergen-Enkheim und das Stadionbad.

Wie im vergangenen Jahr geht es mit dem schrittweisen Öffnungs- und Hygienekonzept los. Alle Gäste müssen fürs Freibadvergnügen die bekannten Verhaltensregeln unter Pandemiebedingungen einhalten: Mundschutz beim Einlass tragen, Abstände einhalten, Hände waschen. In den Bädern sind genaue Informationen ausgeschildert. Von 14 bis 15 Uhr werden die Freibäder für Desinfektions- und Reinigungsmaßnahmen geschlossen.

Heute startet der Verkauf der e-Tickets

Der Verkauf der E-Tickets für die zwei Zeitfenster vormittags und nachmittags soll bereits am heutigen Mittwoch bei Frankfurt Ticket RheinMain  beginnen – allerdings war dies bis zur Fertigstellung dieses MNAINRiedberg-Beitrags noch nicht möglich.

Alternativ können Gäste die Vorteilskarte der Frankfurter Bäder an den Kassen kaufen und mit ihren Kontaktdaten personalisieren. Damit erhalten Gäste Einlass ohne vorherige Buchung der E-Tickets.

Auch die Kursangebote der Frankfurter Bäder sollen bald wieder an den Start gehen. Aktuell laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren. Der genaue Starttermin der Kurse wird so schnell wie möglich auf der Homepage der Frankfurter Bäder veröffentlicht.

Ausführliche Informationen zu Einlassbedingungen und Ticketverkauf sind auf der Homepage der Frankfurter Bäder unter http://www.frankfurter-baeder.de veröffentlicht.

Foto: Archiv

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Bye, bye Plastikmüll! Frankfurter Essens-App startet Mehrwegsystem

Essen mit gutem Gewissen: Zumindest in Frankfurt und Umgebung könnten sich demnächst weniger Einweggeschirr und Wegwerfprodukte stapeln. Denn die Gründer der Bestell-App „Julienne“ setzen auf ein neues digitales Mehrwegsystem.

Der Riedberger IT-Unternehmensberater Maxim Beizerov sowie die Düsseldorfer Management-Experten Eugen Beizerov und Rolf Reinecke erklären: „Wir bieten BPA-freie Mehrwegschalen in zunächst drei verschiedenen Größen an. Diese Schalen sind nicht nur wertig, sondern auch auslaufsicher und halten das Essen länger warm.“ Bisher einmalig ist, dass die Nutzung sowohl für Kunden als auch für die Restaurants pfandfrei und kostenlos ist.

„Julienne“ erfüllt damit bereits heute die künftigen gesetzlichen Anforderungen. Von den EU-Mitgliedsstaaten wurde beschlossen, Einwegkunststoffe ab Juli 2021 schrittweise zu verbieten. Die Verordnung betrifft zunächst Wegwerfprodukte wie Einwegbesteck und -teller aus Plastik sowie Behälter aus Styropor. Eine weitere Verschärfung kommt in naher Zukunft: Restaurants, die Essen „to go“ verkaufen, sind ab 2023 verpflichtet, ihre Produkte auch in Mehrwegverpackungen anzubieten. Das Kalkül der App-Gründer: Die Mehrwegvariante darf dabei nicht teurer sein als das Produkt in der Einwegverpackung – oder eben gar nichts kosten. Eine echte Unterstützung für Gastronomen, die durch die Pandemie schon gebeutelt wurden.

Hinzu kommt: „Das Thema Plastikmüll hat durch die Corona-Pandemie und die damit verbundenen Lockdown-Maßnahmen nochmal an Wichtigkeit gewonnen“, heißt es bei Julienne. Durch das Außer-Haus-Geschäft ist deutlich mehr Müll entstanden. In der App kann man deshalb ab Mitte Mai frei von Plastikmüll bestellen. Wenn nicht anders gewünscht, gibt’s das Essen komplett ohne Einwegbesteck und Plastik-Verpackungen. Serviert in schönen, schwarzen Mehrwegschalen. Selbstverständlich auch bei den teilnehmenden Restaurants und Cafés am Riedberg.

So funktioniert das Mehrwegsystem

Maxim Beizerov von „Julienne“ erklärt: „Man kann das Essen wie gewohnt mit unserer App bestellen und es wird pfandfrei und ohne zusätzliche Kosten in Mehrweg-Schalen verpackt.“ Dann einfach abholen oder liefern lassen. Und bon Appétit! Wichtiges Detail: Die Schalen werden per QR-Code registriert. Denn sie müssen innerhalb von 14 Tagen bei einem der teilnehmenden Restaurants abgegeben werden. Danach werden die Schalen fachgerecht gereinigt und zurück in den Kreislauf gegeben.

Julienne-Partner in Riedberg & Umgebung: Zum Lahmen Esel/ Niederursel, Sandys/ Riedberg, Karrys & Barrys/ Riedberg, LabRestaurant im FIZ/ Riedberg, House of Waffles/Riedberg, Pizzeria da Amo/ Niederursel, Pizzeria Pisa/ Niederursel.

Foto: Julienne

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Endlich wieder Kultur! Die Grüne Soße macht’s möglich

Jetzt steht endgültig fest: Ohne Grüne Soße geht in Frankfurt nichts! Weder beim Essen, noch beim Neustart der Kultur. Das Team des legendären Grüne Soße Festivals macht das Unmögliche möglich und will im Sommer auf dem Roßmarkt „Festspiele“ mit mehr als 160 Künstlerinnen und Künstlern veranstalten.

„Gemeinsam mit den Kulturbetrieben „Die Käs“, „Die Schmiere“ und dem „Papageno-Musiktheater“ bieten wir ein abwechslungsreiches Open Air Programm“, sagt Maja Wolff. Die Schauspielerin, Kabarettistin und Mit-Erfinderin des Frankfurter Grüne Soße Festivals zählt auf: Von Kabarett und Comedy über Musik, Poetry Slam, Mentalmagie und Kindertheater werden Frankfurter Künstlerinnen und Künstler wieder mit Kultur für alle loslegen.

Die Festspiele finden von 20. August bis zum 11. September statt. Möglich macht das – neben den sinkenden Corona-Zahlen und der Stadt Frankfurt – ein Förderprogramm des Hessischen Ministeriums für Wissenschaft und Kunst, das Veranstaltungen unter freiem Himmel unterstützt und Kultur auf diese Weise wieder ins Blickfeld rückt. Ziel hier im Herzen der Mainmetropole ist es, gemeinsam trotz fehlender Mittel und begrenzten Plätzen ein tolles Programm anzubieten. 

Riesiger Schirm über dem Roßmarkt fürs Grüne Soße Open-Air

Der Roßmarkt wird mit einem riesigen Schirm überdacht, unter dem eine große Bühne und das Publikum Platz finden, „selbstverständlich alles nach Corona-Regeln und mit einem ausgefeilten Hygienekonzept“, wie das Grüne Soße Team betont. Der Festivalmarkt wird entsprechend der geltenden Bestimmungen angepasst und findet während des gesamten Zeitraums statt. Tagsüber gibt es ein Musikprogramm mit vielen verschiedenen Künstlerinnen und Künstlern der Region bei freiem Eintritt.

Einen Grüne-Soße-Wettbewerb wird auch in diesem Jahr nicht geben, zählt doch die Gastronomie mit zu den größten Verlierern der Pandemie. Auf die 7 wichtigsten Kräuter des Frankfurter Kosmos wird natürlich nicht verzichtet. „So stellen wir jeden Abend unter ein eigenes Motto, geleitet von der Frage: Was haben wir während der Pandemie vermisst?“, erklärt Maja Wolff. Es geht um Ausgehen, Fußball, Fasching, Geld, Reisen, Schule und vieles mehr. Dazu wurden selbstverständlich ausgewiesene Expertinnen und Experten eingeladen: Bodo Bach, Bäppi, Johannes Scherer, Sabine Fischmann & Ali Neander, Chin Meyer, U-Bahn-Kontrollöre in tiefgefrorenen Frauenkleidern und Gayle Tufts. HIER geht’s zu den Mottoshows!

Trotz Corona fand 2020 eine Grüne Soße Gala statt – für Sommer 2021 aber gibt’s grünes Licht für ein richtiges Festival     Foto: MAINRiedberg

Die Gastgeber sind wie immer Anton Le Goff, Timo Becker und die Hilde aus Bornheim gemeinsam mit der Festival-Band.

Der Ticketvorverkauf startet am 19. Juni

Festival-Tickets können ab 19. Juni gekauft werden. Komplette Tisch- und Gruppenbuchungen sind möglich, wenn das den Corona-Regeln entspricht. Bestehende Festival-Gutscheine aus dem letzten Jahr können für alle Veranstaltungen eingelöst werden.

Gäste der Festspiele sind unter anderem: Mirja Regensburg, Frank Fischer, Maddin Schneider, Nicolai Friedrich, Andy Ost, Sven Hieronymus, das Schmiere-Ensemble, die Schwerdtfegers, Pippi Langstrumpf, Malte & Galakto, Kick La Luna, Jan Cönig & Friends, die Junior Band & Voices des LJJO Hessen und das Papageno-Opern-Ensemble.

Tickets für alle Veranstaltungen ab dem 19.6.2021 auf www.gruene-sosse-festival.de und an allen VVK-Stellen.

Foto: Grüne Soße Festival

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Wieder ohne Test in den Palmengarten und den Zoo

Die Stadt Frankfurt verzeichnet eine weiter sinkende Inzidenz – und voraussichtlich ab Pfingstmontag sind Besuche im Zoo oder im Palmengarten wieder ohne Test möglich.

Wenn am Samstag, 22. Mai, die Zahl der Neuinfektionen den fünften Tag in Folge unter 100 je 100.000 Einwohner liegen sollte, greift die Bundesnotbremse ab Pfingstmontag, 24. Mai, um 0 Uhr nicht mehr. Stattdessen gelten dann die Corona-Regeln des Landes Hessen. Für den Palmengarten bedeutet dies Erleichterungen beim Einlass der Besucher. So ist es nur noch empfohlen, einen negativen Test vorzuweisen.

Nach wie vor vergibt der Palmengarten Besuchstermine in zwei Zeitfenstern – jeweils von 9 bis 14 Uhr und von 14.30 bis 19 Uhr. Die Termine werden an der Kasse am Eingang Palmengartenstraße vergeben. Der Eingang an der Siesmayerstraße bleibt weiterhin geschlossen. Bestehen bleibt, dass Gäste weiterhin das Formular zur Kontaktnachverfolgung ausfüllen. Das kann auch vorab auf www.palmengarten.de heruntergeladen werden. Auch die Maskenpflicht auf dem gesamten Gelände bleibt vorerst bestehen.

Die Öffnung der Schauhäuser ist für Anfang Juni geplant. Die Grüne Schule bleibt voraussichtlich bis Mittwoch, 30. Juni, weiterhin geschlossen.

Mit Online-Ticket in den Zoo

Wie beim Palmengarten, so entfällt auch beim Zoo die Testpflicht vorbehaltlich einer anhaltend niedrigen Inzidenz unter 100 in Frankfurt am Main.

Tickets gibt es derzeit ausschließlich online. Es können zwei Zeitfenster gebucht werden: 9 bis 14 oder 14.30 bis 19 Uhr. Der Eingang in der Rhönstraße bleibt bis auf Weiteres geschlossen. Die Kontaktdaten aller Besucherinnen und Besucher müssen weiterhin erfasst werden. Auch die Maskenpflicht im gesamten Zoogelände bleibt vorerst bestehen. Aktuell sind noch alle Tierhäuser geschlossen.

Darüber, wann diese wieder geöffnet werden können, informiert der Zoo sobald als möglich auf seiner Website unter www.zoo-frankfurt.de .

Da es größere Menschenansammlungen nach wie zu vermeiden gilt, finden bis auf Weiteres keine Schaufütterungen, Führungen und Veranstaltungen statt.

Foto: Zoo Frankfurt

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Ab Pfingstmontag geht’s wieder los!

Mehr Freiheit statt Lockdown: Wegen der sinkenden Corona-Inzidenz gibt es endlich auch in Frankfurt Lockerungen. Außengastronomie und Kultur können ab Pfingstmontag unter strengen Auflagen starten. Es wird auch mehr Präsenzunterricht und mehr Sport möglich sein. 

In der Wetterau gilt schon, was für Frankfurt bisher noch unendlich weit entfernt schien. Aufgrund der konstant niedrigen Inzidenz darf hier sogar schon wieder die Innengastronomie öffnen, alle Schüler gehen in den Präsenzunterricht und auch Sportmannschaften dürfen starten.

Corona-Inzidenz liegt nur noch bei 79, 5

Bis diese sogenannte Stufe 2 der neuen hessischen Corona-Regeln auch in Frankfurt gilt, dürfte es noch etwas dauern. Aber zumindest ein Ende der Bundes-Notbremse inklusive eine Aufhebung der Ausgangssperre und mehr Freiheiten für alle Bürgerinnen und Bürger sind jetzt in Sicht. Denn nach aktuellen Zahlen des Robert Koch-Instituts (RKI) liegt die 7-Tage-Inzidenz heute bei 79,5. Damit ist Frankfurt seit fünf Werktagen unter dem kritischen Wert von 100 und ab Pfingstmontag um 0 Uhr gelten neue Regeln. Diese bringen zahlreiche Lockerungen für Gastronomie, Handel und Sport mit sich.

„Die zusätzlichen Freiheiten haben sich die Frankfurter redlich verdient“, sagten Oberbürgermeister Peter Feldmann und Gesundheitsdezernent Stefan Majer in einer gemeinsamen Erklärung. „Anfang des Monats lag die Inzidenz in unserer Stadt noch bei mehr als 180 und hat sich seitdem fast halbiert.“

Mehr Präsenzunterricht, mehr Sport!

Die Lockerungen unterteilen sich in Hessen in zwei Stufen. In der ersten Stufe mit einer Inzidenz unter 100 gilt ab Montag in Frankfurt: Die Ausgangssperre von 22 bis 5 Uhr fällt weg. Schulunterricht für die Klassen 1 bis 6 ist in Präsenz und für ältere Schüler im Wechselunterricht wieder möglich. Abschlussklassen haben auch Präsenzunterricht. Die Testpflicht gilt unverändert zwei Mal in der Woche.

Mit entsprechenden Kontaktregeln (zwei Hausstände plus Geimpfte/Genesene) ist Amateur- und Freizeitsport – außer in Schwimmbädern – möglich. Sport im Innenbereich wie beispielsweise in Fitnessstudios ist nach Terminvereinbarung mit Kontaktdatenerfassung, zum Beispiel über eine App, und tagesaktuellem Test möglich. Die Frankfurter Schwimmbäder müssen in der Stufe 1 allerdings vorerst noch geschlossen bleiben.

Endlich wieder Kultur und Außengastronomie

Kultur- und Freizeitstätten wie der Zoo, die Museen und der Palmengarten können ihre Außenbereiche uneingeschränkt und die Innenbereiche nach Terminvereinbarung mit Zugangsbeschränkungen und Hygienekonzept öffnen.

Veranstaltungen sind draußen mit bis zu 100 Teilnehmenden ohne Genehmigung des Gesundheitsamtes möglich. Hierbei werden Genesene und Geimpfte jedoch nicht mitgezählt. Es muss ein Hygienekonzept vorliegen und die Teilnehmer müssen, wenn sie nicht genesen oder vollständig geimpft sind, ein negatives Testergebnis vorweisen.

Die Außengastronomie und Hotels können mit Auflagen öffnen. Gäste müssen einen negativen, tagesaktuellen Test vorweisen.

Weitere Lockerungen schon Ende Mai?

Die nächsten Lockerungsschritte sind dann in Stufe 2 möglich, wenn die Sieben-Tage-Inzidenz für weitere 14 Tage unter 100 liegt oder weitere fünf unter 50. Das könnte theoretisch schon Ende Mai möglich sein! Dann gelten unter anderem folgende Regelungen:

Für alle Kinder und Jugendlichen geht’s zurück in die Schule: In „Stufe 2“ ist für alle erstmals wieder „normaler“ Präsenzunterricht mit Testpflicht zweimal pro Woche möglich. Mannschaftssport ist mit Auflagen und Öffnung der Schwimmbäder, Thermalbäder, Saunen und ähnlichen Einrichtungen mit Personenbegrenzung und Zutrittsregelung sowie Terminvereinbarung, ebenfalls mit Testempfehlung möglich. Hinzu kommt: Öffnung aller Geschäfte mit Zugangsbeschränkungen und Maskenpflicht.

Mehr Freiheit dank Einsatz der Luca-App

Die Stadt Frankfurt erfüllt bereits alle technischen Voraussetzungen zur Anbindung an die vom Land Hessen vorgesehene Luca-App – das Gesundheitsamt Frankfurt kann die App zur Kontaktpersonennachverfolgung nutzen, sobald die Freischaltung durch den Anbieter erfolgt ist.

„Persönlich freuen mich vor allem die Lockerungen im Schulbereich“, sagte Frankfurts OB Peter Feldmann. „Kinder und Jugendliche haben die Einschränkungen besonders hart getroffen. Aber auch die Öffnung der Außengastronomie ist ein wichtiges Zeichen. Es kehrt wieder etwas mehr Leben ein. Das haben viele – auch ich – in den vergangenen Wochen und Monaten vermisst.“

„Es freut uns sehr, dass die Inzidenzen in Frankfurt konstant sinken. Das zeigt uns, dass die ergriffenen Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie greifen. Wir danken allen Bürgerinnen und Bürgern für ihre Disziplin und ihre Umsicht. Weitere Schritte in Richtung Normalität sind nun möglich“, sagte Gesundheitsdezernent Majer.

Das gilt für Genesene und Geimpfte

Genesene und Geimpfte sind seit dem 9. Mai von vielen Regelungen ausgenommen, so besteht für sie beispielweise keine Testpflicht mehr vor einem Friseurbesuch. Bürgerinnen und Bürger, die mittels PCR-Test positiv auf COVID-19 getestet wurden und genesen sind, erhalten ihren Genesenennachweis in der kommenden Woche per Post – das Gesundheitsamt bereitet derzeit über 36.000 Schreiben vor. Für alle gilt jedoch weiterhin, dass die AHA-Regeln eingehalten werden müssen. Sowohl das Tragen einer Maske als auch das Abstandsgebot gilt unabhängig von den Inzidenzzahlen.

Die Inzidenz für Frankfurt findet sich täglich aktualisiert unter https://frankfurt.de/service-und-rathaus/verwaltung/aemter-und-institutionen/gesundheitsamt/informationen-zum-neuartigen-coronavirus-sars-cov-2/aktuelle-lage im Internet.

Weitere Informationen zum Hessischen Stufenmodell:
https://soziales.hessen.de/gesundheit/corona-in-hessen/wo-gelten-welche-bundes-und-landesregeln#Inzidenz%20%C3%BCber%20100%20an%20drei%20aufeinanderfolgenden%20Tagen

Fotos: Stadt Frankfurt/ Moritz Bäuml, Zoo Frankfurt, Element5 Digital / Unsplash.com, Unsplash.com

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