Kategorie: AktuelleNEWS

Ein Augenzeugenbericht aus der Ukraine

Ukraine Krieg

Der Mensch gewöhnt sich an Schrecken und Krieg, vor allem wenn er nicht vor der eigenen Haustür stattfindet. Da Wahrheit und Dichtung in Kriegszeiten schnell ineinander übergehen können, ist es gut, wenn man einen unverfälschten Live-Bericht von Augenzeugen bekommt.

Der nachfolgende Bericht, der auf einer der letzten Mittwochs-Mahnwachen veröffentlicht wurde, hat nun die Redaktion erreicht. Die Original-Version in Englisch ist unten angefügt…


Wir sind eine Familie aus Charkiw, einer Stadt in der Ostukraine, 35 km von der russischen Grenze entfernt. Eine Stadt, die als eine der ersten von der sogenannten „Russischen Befreiung“ betroffen war. Am 24. Februar um 4:45 Uhr morgens weckten uns Explosionen und ein schreckliches Geräusch, das wie eine anrollende Tsunami-Welle klang – das war der Beschuss durch „Grad“-Systeme (Raketenwerfer). Unser Stadtteil ist eine sogenannte Schlafstadt – hier gibt es nur Wohngebäude, Parks, Gärten, Schulen, Kindergärten und Einkaufszentren, keine Fabrikbetriebe, keine Militär- oder Industrieanlagen. Das Entsetzliche an diesem Tag war, dass der russische Beschuss in diesen Wohnvierteln anfing.

Die Granaten fielen 0,5 bis 1 Kilometer von unseren Häusern entfernt. Die ersten Opfer starben – Menschen, die versuchten, in ihren Autos wegzufahren, Menschen, die versuchten, Schutzräume zu erreichen. Auch unsere Familie musste sich in den Kellern von Häusern und Kindergärten verstecken. Niemand hatte mit dem Ausbruch des Krieges gerechnet – weder Erwachsene noch Kinder oder ältere Menschen.

Wir blieben wochenlang in den Kellern, schliefen in unseren Kleidern und versuchten, die Kinder zu beruhigen. Gelegentlich verließen die Männer die Unterkünfte und versuchten, irgendwo Lebensmittel aufzutreiben. Dafür mussten sie oft Schlange stehen, wo sie unter Beschuss kamen. Immer mehr Häuser wurden zerstört, es gab immer mehr Opfer und es wurde immer unheimlicher, in unseren Kellern zu bleiben. Auf den Straßen, ein paar Kilometer von unserem Haus entfernt, standen bereits ausgebrannte russische Panzer.

Zu Tausenden begannen die Bewohner von Charkiw, die Stadt zu verlassen. Wir wussten, dass es sehr gefährlich war, in der Stadt zu bleiben. Unter Tränen und mit wehem Herzen diskutierten wir zwei Tage lang darüber, ob auch wir unser Zuhause verlassen und zu Freunden im Westen der Ukraine fliehen sollten.

Der 2. März 2022 ist ein Tag, den unsere Familie lange nicht vergessen wird. Es ist der Tag, an dem wir Charkiw verließen. Am Abend zuvor wurden wir von den „Uragan“-Systemen und von den Flugzeugen der Invasoren beschossen, was die Wände unserer Häuser erzittern ließ. Als wir am Morgen zum Bahnhof kamen, sahen wir Tausende von Menschen, die versuchten, sich in einen Zug zu quetschen. Überall herrschte Panik, Gedränge und Angst. Kinder, ältere Menschen und Haustiere, die die Menschen ebenfalls zu retten versuchten. Alle versuchten verzweifelt, in die überfüllten Züge zu kommen. Solche Szenen hatten wir in Dokumentarfilmen über den Zweiten Weltkrieg gesehen. Am 2. März 2022 sahen wir das alles wieder. Niemand hatte mit dem Ausbruch des Krieges gerechnet.

Wir konnten weder in den ersten, noch in den zweiten oder dritten Zug einsteigen. Die ganze Zeit waren wir, Frauen und Kinder, auf dem Bahnhof, im Regen, der in Schnee überging, dann wieder zu Regen wurde. Manchmal wurden wir beschossen und rannten, um Schutz zu suchen, dann wieder zurück in Regen und Schnee, um auf den nächsten Zug zu warten. Wir versuchten, die Kinder mit den nassen Decken warm zu halten. Das klingt wie ein surrealistisches Bild. Ein furchtbarer Traum, aus dem man so schnell wie möglich aufwachen möchte.

Wir beteten zu Gott und er erhörte uns. Wir stiegen in den letzten Zug an diesem Tag. Um 3:00 Uhr nachts, durchgefroren und todmüde, fuhren wir mit Hunderten von Menschen in einem überfüllten Zug los, verließen unsere Stadt, unsere Häuser, unsere Ehemänner und Brüder, die in Charkiw geblieben waren. Wir hatten Glück. Unsere Freunde halfen uns zu fliehen, zuerst in den Westen der Ukraine, dann hierher, nach Deutschland. Auf unserem Weg trafen wir viele Freiwillige und nette, fürsorgliche Menschen, die uns halfen und auch jetzt noch helfen. Wir sind ihnen allen sehr dankbar. Aber jeden Tag, jede Minute denken wir an die Ukraine. An unsere Stadt Charkiw, an unseren knappen Sieg über den russischen Faschismus.

 

Originaltext

We are a family from Kharkiv, a city in the east of Ukraine, 35 km from the border with Russia. A city that was one of the first to suffer from the so-called „Russian liberation“. On February 24, at 4:45 in the morning we all woke up from the explosions and from a terrible noise that was like an impending tsunami wave – this was shelling by „Grad“ systems. The district where we lived is called „sleeping“ – it has only residential buildings, parks, garden squares, schools, kindergartens, shopping centers. No factories, military or industrial facilities. A horror of that day was that the Russian shelling started from these residential districts.

The shells were falling 0.5 – 1 kilometer from our houses. First victims died – people who tried to leave in their cars, people who were trying to reach shelters. Our family also had to hide in the basements of houses, kindergartens. No one was expecting the war to start – adults, children, and elderly.

For weeks we stayed in the basements, slept in our outdoor clothes, were trying to calm the children. Men occasionally went out of the shelters, trying to acquire foodstuff anywhere. For that, they had to stand in the long queues under shellings. More and more houses were destroyed, there were more and more victims, and it became scarier and scarier to stay in our basements. On the streets, a couple of kilometers from our home, there already were burned Russian tanks.

Thousands of Kharkiv inhabitants started to leave their city. We understood that staying in the city is very dangerous. For two days we, with a pain in our hearts, filled with tears, were discussing the decision to leave our homes and escape to the west of Ukraine to our friends.

2 March 2022 is a day our family will not be able to forget for a long time. It is the day of our evacuation from Kharkiv. The evening before it, we were shelled by the „Uragan“ systems and by the aviation of the invaders, which made the walls of our houses tremble. In the morning when we came to the train station, we saw thousands of people attempting to board the train. Panic, crowding, and fear were everywhere around. Children, elderly, and pets who people also were trying to save. People tried to fit in the overcrowded trains. We have seen all this before in the documentaries about the Second World War. Then on 2 March 2022, we saw it all again. No one was expecting the war to start.

We could not get into the first, then second and third train. All this time we: women and children, were on the station, under the rain that changed to snow, then back to rain. Sometimes the shelling would start and we ran under a cover, then again back under rain and snow to wait for the next train, trying to wrap the children into already wet blankets to warm them up. This seems a surrealistic picture. Some kind of a scary dream you want to wake up from as soon as possible.

We prayed to God and he heard us. We got into the last train that day. At 3.00 in the night, frozen tired, with hundreds of people like us, we left in an overcrowded train, leaving our city, our homes, our husbands and brothers who stayed in Kharkiv. We got lucky. Our friends helped us to leave – first to the west of Ukraine, then here, to Germany. We met on our way many volunteers and just kind, caring people who were helping us, and continue to help now. We are grateful to all of them. But every day, every minute we are thinking of Ukraine. Of our city Kharkiv, of our close victory over the Russian fascism.


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Schulradeln am Riedberg Gymnasium

Schulradeln

Die Schulgemeinschaft des Riedberggymnasiums nimmt wieder am »Schulradeln« teil. Ein Ziel ist, den Titel als das größte Team Frankfurts zu verteidigen. Daher wollen sie erreichen, dass mehr als 1.000 Schüler und ihre Familien an diesem Event teilnehmen und jeder soll mindestens 10 km weit radeln.

Das »Schulradeln« ist Teil des Projekts »Stadtradeln«. Es ist ein Wettbewerb, bei dem es darum geht, 21 Tage lang möglichst viele Alltagswege klimafreundlich mit dem Fahrrad zurückzulegen. Dabei ist es egal, ob man bereits jeden Tag fährt oder bisher eher selten mit dem Rad unterwegs ist. Jeder Kilometer zählt – erst recht, wenn man ihn sonst mit dem Auto zurückgelegt hätte.

»Schulradeln« ist dabei ein Wettbewerb zwischen Frankfurter Schulen. Es geht darum, in drei Wochen (als Schul- bzw. Klassenteam) am weitesten zu radeln und somit das Radfahren im Alltag zu fördern. So profitiert nicht nur das Klima.

Wie sieht die Teilnahme aus?

Um teilzunehmen, muss man sich auf https://www.stadtradeln.de/frankfurt registrieren oder eine bestehende Registrierung aus dem letzten Jahr reaktivieren. Auch wenn das »Schulradeln« bereits gestartet ist, kann man sich noch registrieren und Kilometer für seine Schule und Mannschaft sammeln.

Die Erfassung der geradelten Kilometer kann man noch vereinfachen, indem man sich die entsprechende App auf seinem Smartphone installiert. (https://www.stadtradeln.de/app)

Die zurückgelegte Strecke wird ganz einfach per GPS erfasst und die App schreibt die Kilometer dem Team und der Stadt Frankfurt gut. In der Ergebnisübersicht sieht man auf einen Blick, wo das Team und die Stadt Frankfurt stehen und im Team-Chat können sich die Teammitglieder zu gemeinsamen Touren verabreden oder sich gegenseitig anfeuern.

Die Aktion geht vom 03. Juni bis zum 23. Juni 2022. Die Kilometer müssen bis 7 Tage nach Schluss eingetragen sein.

Viel Spaß beim Radeln und jeder Kilometer, jeder Radler und jede Klasse zählt!

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Die Kita Königsblick feiert 10-jähriges Jubiläum

Kaum zu glauben, dass schon wieder 10 Jahre vergangen sind, seit die Kita Königsblick damals als 12. Kita am Riedberg errichtet wurde. Der Standort war damals noch am Nordende des Riedbergs, gegenüber dem Sportgelände des SC Riedbergs bzw. dem Gelände, auf dem die Erweiterung der Sportanlagen in einigen Jahren errichtet werden soll.

Von dort aus hatte man einen herrlichen Blick auf den Altkönig, wodurch die Kita zu ihrem schönen Namen kam. Damals (2012) wurde das Provisorium von der Firma „EBERHARDT Modulbau Produktion GmbH & Co. KG“ in herrlichen Rottönen gebaut. Erst 2016 war der neue Platz im Quartier „Universität“ zur endgültigen Bebauung frei, nachdem dort der provisorische „Hort am Riedberg“ aufgelöst worden war. Der Neubau wurde von „Das Büro 1100: Architekten“ aus Frankfurt errichtet.

Auf dem 2.325 qm großen Grundstück wurde ein U-förmige Baukörper realisiert, der einen geschützten Hof für die Kinder ermöglichte. Inzwischen sind auch die Sträucher und Bäume gewachsen, sodass in den Räumen ausreichend Schatten vorhanden ist und so zumindest in den Gruppenräumen im Erdgeschoss angenehme Temperaturen herrschen. So schön die Containeranlage vorher auch war, in den Sommermonaten wurden da gerne auch mal Temperaturen von weit über 40° erreicht.

2017 konnte der Oberbürgermeister noch von steigenden Kinderzahlen am Riedberg mit einem jährlichen Zuwachs von rund 2.100 Kindern berichten. In den Folgejahren kämpfte die Stadt mit dem Problem, für all diese Kinder genügend Kindergartenplätze zur Verfügung zu stellen. Je mehr der Riedberg zugebaut wurde, umso schwieriger wurde die Suche nach Plätzen für die Errichtung weitere Kitas.

Auch aktuell deutet sich wieder ein Engpass an, sei es durch den Zuzug von Frauen mit ihren Kindern aus der Ukraine, oder durch die bevorstehende Fertigstellung weiterer Bauten (wie zum Beispiel die Berghöfe) hier am Riedberg. Zum Glück soll es in den umliegenden Stadtvierteln noch den einen oder anderen freien Platz geben.

Pflanzstiefel


Pflanzstiefel

Die Kita Königsblick wird durch den sozialpädagogischen „Verein zur familienergänzenden Erziehung e. V.“ betrieben. Geleitet wird die Kita durch Herrn Tuncay Bayram und seine Stellvertreterin, Frau Sonja Bongartz. Das Haus beherbergt eine Krabbelstube (1-3 Jahre) und eine Kita (3-6 Jahre). Sie bieten in fünf Gruppen insgesamt 87 Plätze und betreuen die Kinder ganztags zwischen 7:30 Uhr und 17:00 Uhr.

Für die Kinder steht ein Außengelände, ein Bewegungsraum und zur Entspannung ein Snoozle-Raum zur Verfügung. Die Kita ist in der glücklichen Lage, nicht auf externe Caterer angewiesen zu sein. Alle Mahlzeiten werden täglich frisch von ihrem Koch in der Einrichtung zubereitet. Es wird großen Wert auf gesunde, ausgewogene und kindgerechte Ernährung gelegt. Neben jahreszeitlichen Gerichten ist auch ein sehr hoher Anteil an Bio-Produkten vorgesehen.

Freie Plätze werden verhältnismäßig kurzfristig neu besetzt. Etwa drei Monate bevor das Kind in die Einrichtung kommt, wird die Entscheidung gefällt, wer in die bestehenden Gruppen gut hineinpasst. Mit diesem Verfahren wurden gute Erfahrungen gesammelt und die betroffenen Eltern konnten sich dadurch auf die Zusagen auch wirklich verlassen.

Spielmobil

Bei der Jubiläumsfeier wurde die Kita unterstützt durch das Spielmobil des Abenteuerspielplatzes Riederwald e. V. sowie die Freiwillige Feuerwehr aus Kalbach, die mit einem Feuerwehrauto zum Anfassen und Ausprobieren anrückte. Auch praktische Löschübungen wurden geboten, was bei den warmen Temperaturen eine willkommene Abwechslung war. Die Firma Hockeykiosk hatte den Mitarbeitern der Kita anlässlich des Jubiläums neue Polo Shirts spendiert.

Von der Bäckerei Gangel gab es einen tollen Jubiläumskuchen. Die MJ DanceSchool und die Modern Music School sorgten für die musikalische Untermalung. Am Grill und an der Eisstation arbeiteten Mitarbeiter der Gelateria La Piazza. Allen Spendern, auch den hier nicht genannten, ein herzliches Dankeschön für die tolle Unterstützung. Es war ein tolles Fest.

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SC Riedberg bietet Platz für »Freiwilliges Soziales Jahr«

FSJ-Platzangebot

Der Verein „SC Riedberg“ bietet jungen, sportbegeisterten Menschen die Möglichkeit eines bezahlten freiwilligen sozialen Jahres an. Das Angebot richtet sich an junge, sportbegeisterte Menschen, die nach ihrem Schulabschluss erste praktische Erfahrungen sammeln wollen.

Hier erhält man Einblicke in viele verschiedene Aufgabenbereiche des Vereinslebens und kann zum Beispiel die vereinseigene Rugby-, Basketball- und Fußball-Sparte unterstützen!

Letzten September hatte Marc T. beim Verein im Rahmen eines „Freiwilligen Sozialen Jahres“ angefangen und wird, so wie seine Vorgänger auch, nach im Anschluss beim SC Riedberg weiterarbeiten.

Im Mittelpunkt stand seine eigene E-Jugend Mannschaft, welche er zusammen mit einem Co-Trainer aufgebaut hat. Neben dem Leiten von Trainings und dem Coachen von Spielen am Wochenende, stand auch handwerkliche Arbeit an.

Zur Unterstützung des Platzwarts bei seinen alltäglichen Aufgaben, baute Marc einen Turm zur Videoanalyse und einen Bauwagen zum Essensverkauf mit auf. Auch unterstützte er die Rugby-Minis und U14er, Frauenfussballer der U6, U10 und U12 und gab generelles Torwarttraining. Hier konnte er seiner Leidenschaft gut nachkommen, da er selbst auch Torwart ist. „Ich konnte in meinem FSJ-Jahr viele Erfahrungen im Hinblick auf die Arbeit mit Kindern sammeln sowie tolle Kontakte im Trainerteam knüpfen.“, so Marc.

Wer also Lust hat, sein „Freiwilliges Soziales Jahr“ in einem jungen & motivierten Sportclub (einem der größten Sportclubs Frankfurts) in verschiedenen Sparten zu absolvieren, Arbeitsgruppen zu leiten, Projekte zu managen und nebenbei seine Übungsleiterlizenz zu machen, der kann sich jetzt noch beim SC Riedbergplatz bewerben!

Bewerbung an: fsj@scriedberg.de


Sportclub Riedberg e.V.
Altenhöferallee 189 (Sportanlage)
60438 Frankfurt am Main

Mobil: 0174-26 11 279
eMail: kontakt@scriedberg.de
Web: https://www.scriedberg.de/

Der Verein hat keine Geschäftsstellenräume auf der Sportanlage. Sein Telefon ist Mo., Mi. und Fr. von 10:00 Uhr – 12:00 Uhr besetzt, soweit keine Schulferien sind. Oder man hinterlässt eine Nachricht auf der Voicebox.

Vertretungsberechtigter Vorstand:
Axel Leonhardt, Rebecca Bottenhorn und Iwona Kopton-Pieluzek

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Der Sozialverband VdK kritisiert die geltende Regelung für Schonvermögen…

Modellhaus

… von Hartz-IV-Empfängern und Menschen in Grundsicherung. Das Bundesverfassungsgericht hat eine große Chance vertan und jetzt ist die Politik wieder gefordert.

Der Sozialverband VdK zeigt sich sehr enttäuscht über die aktuelle Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts (Az. 1 BvL 12/20), das die bestehenden Vorgaben für Hartz-IV-Empfänger zur maximalen Größe von selbst genutztem Wohneigentum mit dem Grundgesetz vereinbar sieht.

Es gilt damit weiterhin, dass etwa eine Familie, die ein Haus oder eine größere Wohnung besitzt und deren Kinder ausziehen, notfalls aus diesem Haus, bzw. dieser Wohnung ausziehen muss.

Die VdK-Präsidentin Verena Bentele sagt dazu:

„Das Bundesverfassungsgericht hat die große Chance vertan, die starre Regelung an die wirklichen Bedürfnisse der Menschen und der aktuellen Situation auf dem Wohnungsmarkt anzupassen. Deshalb ist jetzt die Politik gefordert, die Vorgaben für das Schonvermögen beim Bezug von Hartz IV und Grundsicherung so schnell wie möglich zu überarbeiten.

Die geltende Regelung wird der Lebenssituation vieler Menschen einfach nicht gerecht. Die Eltern zum Beispiel haben ihre Kinder in den Wohnungen oder Häusern großgezogen. Ziehen die Kinder dann aus, ist es vor allem in Ballungsgebieten sehr schwer, eine kleinere bezahlbare Wohnung zu finden, denn die gibt es auf dem angespannten Wohnungsmarkt nicht.

Die Politik hat ja bereits erkannt, dass die Regelung für die Betroffenen ein großes Problem ist. Deshalb war die Entscheidung der Bundesregierung richtig, während der Corona-Pandemie keine Prüfung der Wohnkosten und des selbst genutzten Wohneigentums vorzunehmen. Diese Regelungen sollten darum unbedingt auch im neuen Bürgergeld fortgeführt und festgeschrieben werden.“


Der VdK
Der Sozialverband VdK ist mit über 2,1 Millionen Mitgliedern die größte sozialpolitische Interessenvertretung Deutschlands. Er setzt sich seit mehr als 70 Jahren erfolgreich für diejenigen ein, die sonst zu wenig wahrgenommen werden. Der Sozialverband VdK kämpft gegen soziale Ausgrenzung, Armut und ungleiche Chancen und für faire Bezahlung, solidarisches Miteinander und für soziale Gerechtigkeit.

Der VdK bietet außerdem kompetente Sozialrechtsberatung und vertritt seine Mitglieder vor den Sozialgerichten. Die 13 Landesverbände sind mit ihren Geschäftsstellen bundesweit vor Ort präsent und organisieren Hilfe und Beratung, Informationsveranstaltungen und gemeinsame Freizeitaktivitäten.

Weitere Infos unter: www.vdk.de

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Inklusion auf dem Spielplatz

Wasserspielgerät

Inklusion ist, wenn alle mitmachen dürfen, egal wie man aussieht, welche Sprache man spricht oder ob man eine Behinderung hat. Zum Beispiel: Kinder mit und ohne Behinderung lernen zusammen in der Schule. Jeder Mensch hat das Recht darauf, dabei zu sein. In der UN-Behindertenrechtskonvention ist das Recht auf Inklusion festgeschrieben. Diese Konvention ist ein Vertrag, den viele Länder unterschrieben haben. Auch Deutschland.

Für Spielplätze bedeutet das, dass spezielle Geräte, wie z. B. Rollstuhlschaukeln tatsächlich nicht inklusiv sind, da nicht für alle Kinder geeignet. Nur Ausstattungen, die zur gemeinsamen Nutzung von Kindern mit und ohne Beeinträchtigung geeignet ist, kann im weitesten Sinne als inklusiv bezeichnet werden.

Nestschaukel

Diese Anforderungen werden insbesondere von Nestschaukeln, von Drehelementen auf denen man sitzen oder liegen kann und einer grundsätzlich stufenlosen Erschließung erfüllt. Solche Spielgeräte gibt es bereits auf den Spielplatzen in Kalbach-Riedberg. Allgemein gilt: Je größer der Spielplatz ist, umso leichter lassen sich verschiedene Spielmöglichkeiten für die unterschiedlichen Bedürfnisse von Kindern darstellen.

Vulkan auf Piratenspielplatz

In unserem Ortsteil sind bereits folgende barrierefreie Angebot in Arbeit oder schon umgesetzt:

  • Neugestaltung des Spatz-Spielplatzes am Kalbacher Stadtpark
  • Aufstellung eines inklusiven Rollstuhlkarussells auf dem Piratenspielplatz am Riedberg, in Zusammenarbeit mit dem Verein KIAN und der Leberechtstiftung. Die Detailplanung ist aktuell in Bearbeitung.
    Zusätzlich soll die Schwengelpumpe und eine der Rinnen auch für Rollstuhlfahrer teilweise zugänglich gemacht werden. Hier wird ein Teilbereich Sandfläche durch eine Fläche aus Teppichvlies ersetzt, die höhenmäßig direkt an den Weg anschließt und dann über eine gerundete Böschung in den Sandbereich übergeht. Der Einbau ist im Frühsommer dieses Jahres geplant.
  • Im Grünzug Römische Straße wird es eine barrierefreie Spielgerätekombination geben.
  • Auf dem Spielplatz Kätcheslachpark West ist die gesamte untere Ebene des Vulkans mit dem Rollstuhl erlebbar.
  • Auf dem Spielplatz Kätcheslachweg (Topographischer Weg) gibt es eine barrierefreie Spielgerätekombination mit unterfahrbarem Sandspieltisch. (Gelber Spielplatz / Spielplatz an der Riedbergallee / Spielplatz an der U-Bahn)
    Dort kann man mit dem Rollstuhl über einen Bretterweg auf den Sandkasten fahren, wo verschiedene Spielgeräte angebracht sind. Hier befindet sich auch eine metallene Wanne und ein Eimer an einer Kette darüber, womit man Sand in die Wanne schaufeln kann.

Unterfahrtisch

Darüber hinaus befinden sich über den gesamten Riedberg verteilt immer wieder Einzelspielgeräte, wie Nestschaukeln und Drehscheiben, welche auch von Kindern mit Einschränkungen genutzt werden können.


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Theatergruppe des Kinderschutzbunds Frankfurt spielt „Pünktchen und Anton“

Plakat Pünktchen und Anton

Am 02.06.2022 um 19:00 Uhr findet in der Orangerie im Günthersburgpark die Premiere der Theatergruppe „Doors open“ des Kinderschutzbunds Frankfurt statt. Sie präsentiert unter der künstlerischen Leitung von Stanza-Theater die Theater-Musik-Tanzproduktion „Pünktchen und Anton“ in einer Bühnenfassung von Erich Kästner.

Pünktchen und Anton

Zehn Kinder haben sich nach „Alice im Wunderland“ und „Momo“ für die dritte große Produktion des Kinderschutzbundes Frankfurt zusammengefunden.

Frl. Andacht

Frl. Andacht

Die Geschichte von Pünktchen und Anton ist eine der modernsten, flexibelsten und zeitlosesten Geschichten in der deutschsprachigen Kinder- und Jugendliteratur. Sie thematisiert Armut und deren Konsequenzen. In der Inszenierung fließen die Biografien der Spieler und deren unterschiedliche Lebensentwürfe ein. Die Auseinandersetzung mit den Themen Armut und Reichtum gab Anregungen zu Diskussionen und zum Nachdenken während des ganzen Produktionsprozesses.

Andacht & Berta

Andacht & Berta

Die Choreografien wurden von Be Shoo erarbeitet. Sie ist Gewinnerin zahlreicher Dance Contests und prägt die Hip Hop Szene Frankfurts. Die Musikerin Lioba Brändle hat die chorische- und musikalische Leitung und begleitet live am Flügel. Regie führt Stefan Weiß, Projektleiter der Orangerie und Mitgründer von Stanza-Theater. Das Stück ist geeignet für Kinder ab etwa 6 Jahren.

Die weiteren Vorstellungen finden statt am…

  • Freitag 3. Juni, um 19.00 Uhr
  • Samstag 4. Juni, um 19:00 Uhr
  • Sonntag 5. Juni, um 15:00 Uhr
  • Montag 6. Juni, Doppelvorstellung um 11:00 Uhr und um 19:00 Uhr

Der Kinderschutzbund bittet um Anmeldung unter der Mobilruf-Nummer: 0162-249 26 14

Kartenreservierungen unter: veranstaltungen@kinderschutzbund-frankfurt.de

Der Eintritt beträgt 5 €, ermäßigt 3 €.


Kontakt:
Deutscher Kinderschutzbund, Bezirksverband Frankfurt am Main e. V.
Stefan Weiß, mobil: 0162-249 26 14
Comeniusstraße 37
60389 Frankfurt am Main
Tel.: 069-970 901-10
Fax: 069-970 901-3
eMail: verwaltung@kinderschutzbund-frankfurt.de
Web: www.kinderschutzbund-frankfurt.de

Der Deutsche Kinderschutzbund, Bezirksverband Frankfurt am Main e. V. setzt sich mit vielfältigen Angeboten und Projekten für die Rechte und den Schutz von Kindern ein. Neben der Lobbyarbeit hält der Kinderschutzbund Angebote und Projekte für Kinder, Jugendliche und Eltern vor Ort bereit.

Die Fachberatungsstelle in der Comeniusstraße bietet Beratungs- und Therapieangebote für gewalttraumatisierte Kinder und Jugendliche, deren Eltern und Fachkräfte an. Die Jugendrechtsberatung und ehrenamtliche Einzelvormundschaften ergänzen das Hilfeangebot. Weiterer Schwerpunkt sind präventive Angebote wie das Elterntelefon und die Elternkurse „Starke Eltern – Starke Kinder“® sowie frühe Hilfen wie die Babylotsen, das Familiennetzwerk im Stadtteil und der Eltern-Kind-Treff Blauer Elefant ®. Mit der Orangerie, dem Gewächshaus für Kinder und Jugendliche, setzt sich der Frankfurter Kinderschutzbund in vielfältiger Weise dafür ein, dass Kinder und Jugendliche Zugänge zur kulturellen Bildung bekommen.

Im DKSB sind über 50.000 Einzelmitglieder in über 430 Ortsverbänden aktiv – und machen ihn zum größten Kinderschutzverband Deutschlands.

Fotos von Ronald von Salzen

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IKEA Nieder-Eschbach „Mach Midsommer“

IKEA, Schwedisches Buffet

Für die Schweden ist die kurze sonnenreiche Sommerperiode besonders wertvoll. Daher lieben sie ihr „Midsommar-Fest“ aus vollem Herzen. Und dieses Fest wird auch von den Niederlassungen hier in Deutschland leidenschaftlich mitgefeiert. Vor allem nach der langen Corona-Pause.

Am 11. Juni ab 17:00 Uhr gehen die Feierlichkeiten los. Ab sofort findet man unter diesem Link alle wichtigen Details zu den Festivitäten. Voraussetzung für die Teilnahme ist die kostenlose IKEA Family Mitgliedschaft.

Höhepunkt der Feierlichkeiten ist am Donnerstag, den 23. Juni ein entspannter und exklusiver Abend mit schwedischen Köstlichkeiten, Live-Musik und vielem mehr im firmeneigenen IKEA Schweden-Restaurant in der Züricher Straße Nummer 7 in Frankfurt Nieder-Eschbach.

Ein Teilnahmeticket gibt es schon für 15 Euro pro Person bei IKEA an der Restaurant-Kasse, solange der Vorrat reicht. Für Kinder unter 6 Jahren ist die Teilnahme kostenlos.

Sie wollen sich mal wieder so richtig jugendlich fühlen? IKEA Frankfurt öffnet das Bällebad im Smaland für Erwachsene. Jedoch sollte man die Plätze im Vorfeld buchen. (Alle Veranstaltungen – Frankfurt – IKEA)

Wer sich näher mit dem Frankfurter Einrichtungshaus beschäftigen möchte, für den bieten die Mitarbeiter einen Blick hinter die Kulissen. So können Sie erfahren, wie die Belegschaft bei IKEA arbeitet. Als IKEA Family-Mitglied dürfen sie gemeinsam mit den Kollegen und Kolleginnen auf Entdeckungstour gehen. So bekommen Sie Eindrücke, die dem breiten Publikum sonst verwehrt sind. Auch hier gilt wieder rechtzeitig anmelden!

Auch bei IKEA gibt es Dinge, die man mit Geld nicht kaufen kann: ein Frühstück im Bett. Als Family Mitglied wird man gemeinsam mit einer Begleitperson zu einem leckeren Schwedenfrühstück, frischen Brötchen und duftendem Kaffee ihre kuschligen Betten eingeladen.

IKEA Midsommer Kranz

Midsommar Kranz, Bild: IKEA Deutschland

Was sollte man sonst noch wissen…

  • Traditionelle Kostüme: Während Midsommar tragen die Schweden Trachten – diese sind und bleiben immer in Mode.
  • Blumen: Was wäre Midsommar ohne Blumen – ob als Kranz oder als Dekoration am Midsommarbaum – sie sind nicht wegzudenken. Binden Sie einen eigenen Kranz und feiern Sie mit!
  • Froschtanz: Kou-ack ack ack, kou-ack ack ack? Alle stimmen beim „Små grodorna“ (Froschtanz) mit ein – ein Lied, dass durch einen Tanz mit lustigen Bewegungen und Froschgeräuschen zum Besten gegeben wird.
  • Tanzen: Vergessen Sie alles, was Sie über schwedische Popmusik wissen und bereiten Sie sich dich auf einen Tanz um den Midsommarbaum vor, an dem zu alten Klassikern wie „Jungfruskar“, „Prästens lilla kraka“ und „Ritsch ratsch filiborn“ getanzt wird.
  • Midsommarbaum: Um den ikonischen Midsommarbaum trifft sich Jung und Alt zum Tanzen, Spielen und Singen.
  • Liebe: Eine endlose Sommernacht mit Singen, Tanzen und Lachen unter glücklichen Menschen. Kein Wunder, dass hier oft Liebe in der Luft liegt.
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9-Euro-Ticket: Bahnen und Busse bieten mehr Platz

VGF-Bus

Der RMV erwartet in den kommenden 3 Monaten (Juni/Juli/August) eine erhöhte Nachfrage insbesondere im Freizeitverkehr auf Grund der Einführung des 9-Euro-Tickets.

Da Kapazitäten nur bedingt ausgeweitet werden können und die Möglichkeit der Fahrradmitnahme begrenzt ist, empfiehlt der RMV, am Wochenende und an den Feiertagen Hinfahrten frühmorgens und Rückfahrten am späten Abend anzutreten.

Die Frankfurter Nahverkehrsgesellschaft traffiQ verstärkt in Abstimmung mit der VGF und den beauftragten Busunternehmen das Angebot auf den städtischen Bahn- und Buslinien.

  • Die U-Bahnlinie U2 (Bad Homburg-Gonzenheim – Südbahnhof) fährt ab 1. Juni bis zum Ende der Sommerferien ganztags mit Drei-Wagen-Zügen.
  • An Sonn- und Feiertagen wird die Linie U3 (Oberursel-Hohemark – Südbahnhof) zwischen etwa 9:00 Uhr und 22:00 Uhr auf Drei-Wagen-Züge verlängert.
  • Die Linie U4 (Bockenheimer Warte – Enkheim) bietet mehr Platz durch Vier-Wagen-Züge an Samstagen und Drei-Wagen-Züge an Sonntagen.
  • Auch die Züge auf der U6 (Hausen – Ostbahnhof) werden samstags von 9:00 Uhr bis 21:00 Uhr auf drei Wagen verlängert, die der U8 (Riedberg – Südbahnhof) bereits ab 7:00 Uhr.
  • Die Linie U7 (Praunheim Heerstraße – Enkheim) bietet sonntags jeweils ab 10:30 mehr Platz durch Drei-Wagen-Züge.
  • Auf der Linie U9 (Nieder-Eschbach – Ginnheim) kommen montags bis samstags durchgehend Zwei-Wagen-Züge zum Einsatz.
  • Auf den Metrobuslinien M32 (Ostbahnhof – Westbahnhof) und M34 (Gallus Mönchhofstraße – Bornheim Mitte) bieten samstags ab 4. Juni bis zum Ende der Sommerferien Gelenkbusse mehr Platz.
  • Auf der Buslinie 61 (Südbahnhof – Flughafen) werden an schulfreien Tagen wie dem „Brückentag“ 17. Juni und montags bis freitags in den Sommerferien weitgehend Gelenkbusse fahren.

Zur Sommerbaustellen folgen noch genaue Informationen

Die ab 25. Juli in den ersten zwei Wochen der Sommerferien anstehende Sperrung der U-Bahnstrecke zwischen Heddernheim und Dornbusch wirken sich auf das Angebot nahezu aller U-Bahnlinien aus. Hierüber und über weitere Baumaßnahmen in den Sommerferien bei U-Bahn und Straßenbahn werden traffiQ und VGF rechtzeitig gesondert informieren.

Die Maskenpflicht in Bahn und Bus gilt weiterhin

TraffiQ weist alle Fahrgäste nachdrücklich darauf hin, dass in Bahnen und Bussen unverändert die Pflicht zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes besteht. Ausgenommen hiervon sind Kinder unter 6 Jahren. Ein Verstoß hiergegen kann mit einem Ordnungsgeld oder einer Vertragsstrafe geahndet werden.

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Vulkanische Aktivitäten messen

Vulkanische Aktivitäten

Ein 20-jähriger Bachelorstudent am „Frankfurt Institute for Advanced Studies“ (FIAS) am Riedberg hat ein effektives Verfahren entwickelt, um vulkanische Erschütterungen am Beispiel des italienischen Vulkans Stromboli schnell zu erkennen.

Dazu erstellte die FIAS-Gruppe „Seismologie und Künstliche Intelligenz“ einen umfassenden Katalog dieser Ereignisse, der nicht nur die Bewertung der vulkanischen Gefahren, sondern auch die eingehende Untersuchung möglicher Vorläufer großer Ausbrüche auf der Grundlage historischer Daten ermöglicht.

Um vulkanische Aktivitäten zu verstehen und vorherzusehen, werden weltweit Daten zu ihren Aktivitäten gesammelt. Das ist besonders aufwendig für Vulkane vom Typ Stromboli, für die regelmäßige leichte Eruptionen charakteristisch sind. Es kann jedoch auch zu gefährlichen großen Explosionen kommen. So brach der Stromboli zuletzt 2019 heftig aus, was zu einer kilometerhohen Asche-Gas-Wolke und einem Todesopfer führte.

Für die detaillierte Analyse dieser Vulkane werden aufwendig gesammelte Datensätze mit Informationen über vulkanische Erdbeben-Ereignisse benötigt. Diese Daten werden von Computerprogrammen analysiert (Deep-Learning). Vulkane werden weltweit überwacht und analysiert, was allerdings noch viel „Handarbeit“ erfordert.

Um seismische Daten automatisch zu analysieren und zu identifizieren, entwickelte Darius Fenner aus dem FIAS-Forschungsteam von Nishtha Srivastava in Zusammenarbeit mit Georg Rümpker und Horst Stöcker das „Adaptive-Window Volcanic Event Selection Analysis Module“ (AWESAM).

Diese exakte Schritt-für-Schritt-Anleitung für Computer – verwendet unbearbeitete seismische Rohdaten (Erdbeben), um Zeitabstände und Amplituden (Intensitäten) genauer zu messen. Ein spezieller Filter ermöglicht es, sowohl seltene heftige als auch regelmäßige kleine Ereignisse zu registrieren. In einem zweiten Schritt werden diese Messungen mit einer weiteren Station abgeglichen, um lokale Störfaktoren auszuschließen.

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BmBF) fördert Srivastavas Forschungsteam im Rahmen des Programms „Förderung des weiblichen Nachwuchses“ mit mehr als 1,6 Millionen Euro. Die Gruppe wendet Methoden der künstlichen Intelligenz auf seismische Signale an, um Erdbebenfrühwarnsysteme (EEWs) und die seismische Signalanalyse zu verbessern. Außerdem wollen sie die mit der Freisetzung seismischer Spannungen verbundenen Muster besser verstehen.


Publikation
Darius Fenner, Georg Rümpker, Wei Li, Megha Chakraborty, Johannes Faber, Jonas Köhler, Horst Stöcker and Nishtha Srivastava, Automated Seismo-Volcanic Event Detection Applied to Stromboli (Italy), Front. Earth Sci. 10:809037, doi: 10.3389/feart.2022.809037, https://www.frontiersin.org/articles/10.3389/feart.2022.809037/full

Weitere Informationen
https://www.youtube.com/watch?v=8e-mzhxX3zc

Kontakt
Dr. Nishtha Srivastava
Theoretische Naturwissenschaften
Frankfurt Institute for Advanced Studies (FIAS)
Tel.: +49 69 798 47618
eMail: srivastava@fias.uni-frankfurt.de
Web: https://www.fias.science/de/theoretische-naturwissenschaften/gruppen/nishtha-srivastava

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