Kategorie: AktuelleNEWS

Open Books – Lesefest für alle

Knapp 100 Lesungen mit 187 Mitwirkenden aus 60 Verlagen vereint das städtische Lesefest Open Books zur Frankfurter Buchmesse. Es findet auch 2020 live vor Publikum statt und wurde um einige neue Orte erweitert hat.

Open Books setzt unter Berücksichtigung der geltenden Verordnungen und Empfehlungen zum Infektionsschutz auf Präsenzveranstaltungen. Ausgewählte Lesungen werden zusätzlich gestreamt. Für den Buchmessensamstag, 17. Oktober, ist zudem ein Aktionstag für den lokalen Buchhandel in Frankfurt und Offenbach geplant, zu dem die Buchhandlungen selbst ein vielfältiges Programm anbieten. Dieser Open Book Store Day findet aus Anlass der Sonderedition der Frankfurter Buchmesse statt. Alle beteiligten Buchhandlungen in Frankfurt und Offenbach sind mit den Standorten in einem Flyer zu finden.

„Mit Open Books und dem Open Book Store Day gibt es zwei attraktive Angebote für die Frankfurterinnen und Frankfurter, etwas Buchmessenluft in der Stadt zu schnuppern. Wenn auch nichts das geschäftige Treiben in den Messehallen ersetzen kann, so sind Lesungen vor Publikum und das Flanieren durch Buchhandlungen zumindest ein kleiner Trost. Vor allem freue ich mich, dass Open Books Kids in der Deutschen Nationalbibliothek stattfindet und so viele junge Leserinnen und Leser erreicht“, sagt Kulturdezernentin Ina Hartwig.

Auch in diesem Jahr präsentiert Open Books die wichtigsten Neuerscheinungen in den Sparten Belletristik, Sachbuch, Lyrik und Comic. Die Einteilung der Häuser nach Sparten bleibt weitgehend erhalten. Des Weiteren wird der traditionelle Lesemarathon „Literatur im Römer“ am Buchmessenmittwoch und donnerstag, 14. und 15. Oktober, durchgeführt.

Open Books freut sich in diesem Jahr über neue Kooperationspartner: Neben der schon traditionell gemeinsam veranstalteten Eröffnung ist „Das Blaue Sofa“ mit zwei prominent besetzten Krimiabenden zu Gast. Zudem werden unter dem Dach von Open Books die 3sat Buchzeit, die SWR Bestenliste, eine Veranstaltung der DFB-Kulturstiftung sowie die für den Schweizer Buchpreis 2020 nominierten Autorinnen und Autoren vertreten.

Der Frankfurt-Abend, an dem neue Bücher über Frankfurt vorgestellt werden, findet erstmalig in der Volksbühne am Großen Hirschgraben statt, es moderiert der Hausherr Michael Quast. Dort wird auch ein Abend mit Debütantinnen und Debütanten seinen Ort haben. Die Frankfurter Rundschau hat ein eigenes Panel zum Thema Klimawandel erstellt, das im Sonnenmannsaal des Historischen Museums durchgeführt wird, die Crespo Foundation präsentiert die jüngst mit dem Wortmeldungen-Literaturpreis ausgezeichnete Autorin Kathrin Röggla. Open Books Kids erhält in der Deutschen Nationalbibliothek einen großzügigen Raum für Familienveranstaltungen am Wochenende, in diesem Jahr unter anderem mit Martin Baltscheit, Charlotte Habersack, Jennifer Sieglar und Oliver Scherz.

„Wir waren schier überwältigt von der Zahl an tollen Vorschlägen, die uns die Verlage für Open Books gemacht haben. So ist Open Books auch in diesem Jahr ein Lesefest der besonderen Art, das an seinem Markenkern festhält; die besten neuen Bücher des Herbstes an schönen Orten in der Frankfurter Innenstadt vorzustellen“, stellt die Leiterin von Open Books, Sonja Vandenrath, fest.

Auf diese Autoren können wir uns freuen

Zu den Teilnehmenden gehören unter anderem Jan Assmann, Zsuzsa Bánk, Zoë Beck, Christian Berkel, Nico Bleutge, Helmut Brandstätter, Andreas Buck, Friedrich Curtius, Denis Scheck, Katja Ebstein, Roman Ehrlich, Wolfram Eilenberger, Melisa Erkurt, Veit Etzold, Jürgen Goldstein, Iris Hanika, Alexa Hennig von Lange, Oliver Hilmes, Alfons Kaiser, Bas Kast, Michael Kleeberg, Helmut Lethen, Andrea Petkovic, Peter Prange, Ijoma Mangold, Kristof Magnusson, Alfons Kaiser, Ralf König, Wladimir Klitschko, Wladimir Kaminer, Benjamin Moser, Ulrike Almut Sandig, Rüdiger Schaper, Jennifer Sieglar, Peter Stamm, Ronen Steinke, Tilman Spreckelsen, Andreas Winkelmann, Philipp Winkler, Johannes Willms und Nell Zink.

Das Lesefest Open Books findet unter Einhaltung der Gesundheits- und Hygieneauflagen statt. Um sicher zu gehen, dass die Platzkapazitäten gewahrt bleiben und im Zweifelsfall die Nachverfolgung der Daten möglich ist, müssen die Besucherinnen und Besucher sich in diesem Jahr Tickets gegen eine Servicegebühr in Höhe von 1,50 Euro vorab buchen. Der Buchung ist je nach Verfügbarkeit bis 12 Uhr am Veranstaltungstag möglich. Im Fall von Open Books Kids trägt der Veranstalter diese Umlage. Der Ticketanbieter ist AD Ticket.

Das gesamte Programm und die Hinweise auf Orte, Zeiten und Tickets finden sich auf  openbooks-frankfurt.de im Internet. Dort findet sich auch eine Mediathek. Gestreamt werden die Lesungen im Haus am Dom, in der Evangelischen Akademie Frankfurt sowie die Eröffnung mit dem Blauen Sofa und die Lesung mit Katja Ebstein im Ignatz-Bubis-Gemeindezentrum der Jüdischen Gemeinde Frankfurt.

Eine willkommene Ergänzung erfährt Open Books zudem durch eine gemeinschaftliche Aktion der Frankfurter Buchhandlungen – den Open Book Store Day. Am Samstag, 17. Oktober, laden Frankfurter und Offenbacher Buchhändlerinnen und Buchhändler zu Gesprächen und Begegnungen im persönlichen Rahmen ein. Weitere Informationen zum Open Books Store Day sind auf  www.literaturstadt-frankfurt.de zu finden.

Informationen: Stadt Frankfurt

Foto: Alexander Paul Englert

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Corona: Frankfurt erreicht Warnstufe 3 (Orange)

Mit 41,4 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in Frankfurt in den letzten sieben aufeinanderfolgenden Tagen tritt für die Stadt Frankfurt heute die dritte Warnstufe des Präventions- und Eskalationskonzeptes des Landes Hessen in Kraft.

Stadtrat Stefan Majer sagt: „Wir befinden uns seit heute in der dritten Eskalationsstufe. Das Infektionsgeschehen ist nicht in der breiten Fläche zu finden, sondern kann zu einem erheblichen Teil auf ein konkretes lokales Ereignis eingegrenzt werden.“

Ausgehend von einem Ausbruch in einem Postverteilzentrum außerhalb von Frankfurt haben sich sehr viele Personen in und außerhalb des Landkreises Offenbach infiziert. In Frankfurt ist eine Gemeinschaftsunterkunft betroffen, in der Geflüchtete, osteuropäische EU-Bürgerinnen und -Bürger und Wohnsitzlose leben. Mittlerweile sind hier insgesamt 114 Kontaktpersonen, Bewohner sowie Mitarbeiter, infiziert.

Die hohen Infektionszahlen sind offensichtlich auf das Nichteinhalten der Hygieneregeln und der Maskenpflicht zurückzuführen. Die positiv getesteten Personen sowie Familienangehörige sind in anderen Unterkünften isoliert worden. Die Kontaktpersonen stehen unter Quarantäne. Mehr als 50 Prozent der Infizierten sind asymptomatisch, manche geben leichte Beschwerden an, zwei Personen mit ausgeprägteren Beschwerden werden von Ärzten des Gesundheitsamtes regelmäßig besucht. Ein Patient mit einer schweren Grunderkrankung wird in der Uniklinik behandelt.

Zur schnellen Eindämmung des Infektionsgeschehens führt das Gesundheitsamt alle erforderlichen Maßnahmen durch. In der betroffenen Einrichtung finden bei Bewohnern sowie den Mitarbeitern weitere Folgetestungen statt. Darüber hinaus arbeitet das Gesundheitsamt zusammen mit dem Träger der Einrichtung unter Hinzuziehung von Sprachmittlern daran, dass die Hygienevorschriften und die Maskenpflicht strikt eingehalten werden.

Außerdem treten die vom Hessischen Präventions- und Eskalationskonzept vorgegebenen Maßnahmen in Kraft, zu finden unter https://soziales.hessen.de/presse/pressemitteilung/hessen-erlaesst-praeventions-und-eskalationskonzept-zur-eindaemmung-der-weiteren-ausbreitung-von im Internet.

Der stellvertretende Leiter des Frankfurter Gesundheitsamtes, Antoni Walczok, hat in diesem Zusammenhang Eintracht Frankfurt informiert, dass das Heimspiel gegen die TSG Hoffenheim am Samstag, 3. Oktober, mit der geplanten Zuschauerzahl stattfinden kann: „Wir sehen keine Überschneidungen zwischen dem lokalen Infektionsgeschehen und den Gästen des Eintracht Frankfurt-Spiels. Daher ist eine Reduktion der Zuschauerzahlen infektiologisch nicht notwendig.“

Foto: CDC on Unsplash.com

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Mehr Radspuren, mehr Busse und modernes Verkehrs-Management für bessere Luft

„Der Luftreinhalteplan für Frankfurt berücksichtigt viele Maßnahmen, die die Stadt attraktiver machen: Mehr Rad- und Busspuren, eine engere Taktung des öffentlichen Nahverkehrs, mehr emissionsarme Busse und ein intelligentes Verkehrsleitsystem. So entsteht ein modernes und nachhaltiges Verkehrssystem. Mit dem Luftreinhalteplan haben wir aber vor allem den Gesundheitsschutz der Frankfurterinnen und Frankfurter im Blick. Deshalb ist es wichtig, dass wir die Stickoxid-Grenzwerte schnellstmöglich einhalten. So hat es auch der Verwaltungsgerichtshof entschieden, falls nötig, Fahrverbote zu berücksichtigen“, hat Umweltministerin Priska Hinz am heutigen Montag in Wiesbaden erklärt.

Mithilfe umfangreicher Verkehrs- und Immissionsgutachten hat das Umweltministerium in den vergangenen Monaten die Belastung innerhalb der Stadt sowie die Wirksamkeit von Maßnahmen berechnen lassen. Neben den von der Stadt Frankfurt vorgeschlagenen Maßnahmen wurden nach der Vorgabe des Verwaltungsgerichts ebenfalls streckenbezogene oder kleinräumig-zonale Fahrverbote geprüft.

„Wir haben alle Maßnahmen, die die Stadt Frankfurt vorgeschlagen hat, im Luftreinhalteplan berücksichtigt. Die Verkehrs- und Immissionsgutachten verdeutlichen, dass wir an einigen Straßen voraussichtlich auch Fahrverbote vorsehen müssen. Innerhalb des Anlagenrings ergibt sich daraus eine kleinräumige Zone. Wir haben aber einen Vorbehalt im Planentwurf festgeschrieben: Nur wenn die tatsächlichen Messwerte nächstes Frühjahr über dem Grenzwert liegen, müssen die Fahrverbote auch wirklich umgesetzt werden. Die Corona-Pandemie hat den Verkehr verringert. Viele sind auf das Fahrrad umgestiegen und auch das mobile Arbeiten von zuhause aus trägt zur Luftverbesserung bei. Sollte es dabei bleiben, brauchen wir keine Fahrverbote“, ergänzte Hinz.

Klaus Oesterling, Verkehrsdezernent der Stadt, erklärte: „Mit unseren verkehrlichen Maßnahmen konnten wir die Anzahl der Straßenabschnitte mit Grenzwertüberschreitungen von 119 auf rund 40 senken, für die jetzt noch Einfahrtverbote drohen. Wir werden weiter daran arbeiten, dass diese Zahl gesenkt wird, um Fahrverbote zu vermeiden. Dafür muss der Anteil des Autoverkehrs reduziert werden, indem wir die Attraktivität des ÖPNV und des Radverkehrs weiter verbessern.“

Umweltdezernentin Rosemarie Heilig fordert eine Verkehrswende. „Wir brauchen ein Verkehrskonzept, das den Fahrradfahrerinnen und Fahrradfahrern, den Fußgängerinnen und Fußgängern Vorrang einräumt und den Individualverkehr zurückdrängt. Die autogerechte Stadt gehört der Vergangenheit an. Wir wissen, dass die Aufenthaltsqualität der Innenstädte gesteigert wird, wenn der Autoverkehr abnimmt. Eine Verkehrswende reduziert die Luftbelastung in der Stadt und schützt die Bevölkerung vor gesundheitlichen Schäden.“

Der CDU-Fraktionsvorsitzende Nils Kößler hält es für richtig, sich beim Thema „Fahrverbote“ ausschließlich auf die tatsächlichen Messwerte zu beziehen. „Modellberechnungen dürfen dafür nicht die Grundlage sein. Gut, dass das im Planentwurf jetzt klargestellt ist. Fahrverbote müssen das allerletzte Mittel bleiben, selbst wenn sie nur für einzelne Strecken oder kleine Zonen angeordnet werden. Denn sie bedeuten faktisch eine Enteignung und sind sozial ungerecht. Mit der konsequenten Modernisierung der ÖPNV-Flotten, mehr Park-and-Ride-Plätzen, mehr Infrastruktur für Elektromobilität, Carsharing-Modellen und dem Ausbau des öffentlichen Nah- und des Radverkehrs werden wir in Frankfurt eine bessere Luftqualität erzielen. Das Verkehrsdezernat muss diese Maßnahmen jetzt vorantreiben. Dann wird die Gefahr von Fahrverboten erheblich reduziert.“

Bürger sollen Anregungen einbringen

Bürger können ab Dienstag, 29. September, bis einschließlich Mittwoch, 11. November, Einwendungen und Anregungen zu dem Entwurf des Luftreinhalteplans machen. Der Luftreinhalteplan soll bis Ende des Jahres aufgestellt werden.

Der Luftreinhalteplanentwurf ist auf der Homepage des Hessischen Ministeriums für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz unter https://umwelt.hessen.de/umwelt-natur/luft-laerm-licht/luftreinhalteplanung zur Einsichtnahme eingestellt. Außerdem wird der Luftreinhalteplanentwurf im Atrium des Stadtplanungsamtes in der Kurt-Schumacher-Straße 10 ausgelegt.

Informationen: Stadt Frankfurt

Foto: Archiv/ MAINRiedberg

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Streik: Am Dienstag fahren keine U-Bahnen

Die angekündigten bundesweiten Warnstreiks im öffentlichen Nahverkehr werden vermutlich auch die U-Bahnen und Straßenbahnen in Frankfurt betreffen. Es ist daher damit zu rechnen, dass am Dienstag, 29. September, ab etwa 3 Uhr für 24 Stunden alle neun U-Bahnlinien und zehn Straßenbahnlinien bestreikt werden.

Vor allem das Bestreiken der U-Bahn als Rückgrat des städtischen Nahverkehrsnetzes wird viele Fahrgäste schmerzhaft treffen. Da aber S-Bahnen, Regionalzüge und Buslinien planmäßig verkehren, können sie im dicht gestrickten Frankfurter Nahverkehrsnetz vielfach als Alternative weiterhelfen – ein vollwertiger Ersatz für die bestreiken Linien können sie aber natürlich nicht sein.

Die städtische Nahverkehrsgesellschaft traffiQ und die VGF empfehlen ihren Fahrgästen, sich möglichst kurz vor Fahrtantritt noch einmal aktuelle Informationen einzuholen. Man erhält sie über die Radiosender, am RMV-Servicetelefon 069/242480-24, das rund um die Uhr erreichbar ist, im Internet unter www.rmv-frankfurt.de und in den sozialen Medien.

In der Internet-Fahrplanauskunft lassen sich die U-Bahn- und Straßenbahnverbindungen ausblenden, so dass nur die alternativen S-Bahnen, Regionalbahnen und Busse angezeigt werden, die tatsächlich verkehren: Unter „Womit“ wählt man „Optionen anzeigen“ und entfernt dort die Häkchen bei „U-Bahn“ und bei „Straßenbahn“.

Busse und S-Bahnen fahren

Da die Gewerkschaft ihre Streikstrategie nur begrenzt offenlegt, stehen diese Hinweise unter Vorbehalt und können sich auch kurzfristig ändern. traffiQ und VGF werden im Internet, auf den Social-Media-Kanälen und mit Hinweisen insbesondere an die Radiosender regelmäßig und möglichst aktuell zur Streiklage informieren.

Diese Linien verkehren voraussichtlich trotz des Warnstreiks im öffentlichen Dienst: alle S-Bahn-Linien (S1 – S9), alle Regionalzüge und alle Buslinien

Informationen gibt es im Internet unter www.rmv-frankfurt.de und in den sozialen Medien https://www.facebook.com/VGFffm oder  http://www.twitter.com/vgf_ffm .

Informationen: Stadt Frankfurt

Foto: MAINRiedberg

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Frankfurter lieben Frankfurt – und kritisieren Wohnungsmarkt und Verkehr

Die öffentliche Sicherheit wird von den Frankfurtern weiterhin kaum als großes Problem wahrgenommen. Das ist eine der wichtigsten Botschaften der 27. Frankfurter Bürgerbefragung, deren Ergebnisse der für die Statistik zuständige Dezernent Jan Schneider vorgestellt hat. „Die Bürgerinnen und Bürger fühlen sich in ihrer Stadt erfreulicherweise sehr sicher“, sagte Schneider. Dagegen werden der Autoverkehr und die öffentlichen Verkehrsmittel deutlich kritischer betrachtet.

Die Ergebnisse der Frankfurter Bürgerbefragung vom Dezember 2019 sind nach einigen im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie aufgetretenen Verzögerungen jetzt ausgewertet und liegen in den Ausgaben 09-12/2020 von „frankfurt statistik aktuell“ vor. Da die Umfrage abgeschlossen wurde, bevor die ersten Corona-Fälle am 25. Januar in Europa bekannt wurden, sind die Auswirkungen der Corona-Pandemie nicht in den Ergebnissen enthalten.

Bindungen an die Stadt ungebrochen hoch

Vier von fünf befragten Frankfurtern leben gerne in der Stadt, nur jeder Sechste würde lieber woanders wohnen. „Das zeigt, dass die Bindung an die Stadt ungebrochen hoch ist“, stellt Schneider fest. „Damit werden die sehr guten Werte der letzten Jahre wieder erreicht.“ Auch die Globalzufriedenheit mit der Stadt liegt weiter auf dem seit Jahren gehaltenen Niveau. Fast zwei Drittel zeigen sich mit Frankfurt allgemein zufrieden und nur eine Minderheit ist unzufrieden.
Lebensqualität höher bewertet

Bei der Einschätzung der Stadt durch die Frankfurter dominieren nach wie vor die Beschreibungen als internationale (86 Prozent/+2 Prozentpunkte) und wirtschaftskräftige (81 Prozent/unverändert) Stadt. Im Vergleich zum Vorjahr deutlich gestiegen ist die Überzeugung, dass „man in der Stadt gut leben kann“ (65 Prozent/+4 Prozentpunkte). Über die Hälfte aller Befragten findet Frankfurt auch gastlich (51 Prozent/+2 Prozentpunkte), das ist der höchste Wert seit 2011. Deutlich niedriger ausgefallen sind demgegenüber die Einschätzungen zur „Modernität“ der Stadt (66 Prozent/-4 Prozentpunkte). Zugleich wird die bereits im Vorjahr stark thematisierte Sauberkeit weiter in den Vordergrund gerückt. Noch nie beurteilten so viele Frankfurter ihre Stadt als schmutzig (37 Prozent/+5 Prozentpunkte).

Wohnungsmarkt weiter größtes Stadtproblem

In den Augen der Frankfurter ist der Wohnungsmarkt weiterhin das zentrale Problemfeld der Stadt. Auf die wie immer ohne Antwortvorgabe gestellte Frage nach den größten Stadtproblemen gaben mehr als die Hälfte der deutschen (62 Prozent/+6 Prozentpunkte) und fast die Hälfte der ausländischen Frankfurter eine den Wohnungsmarkt betreffende Antwort.

Vor allem hohe Mieten (36 Prozent/+2 Prozentpunkte) und das als nicht ausreichend empfundene Wohnungsangebot (23 Prozent/+4 Prozentpunkte) standen im Mittelpunkt der Kritik. Von den ausländischen Frankfurtern werden das Wohnungsangebot (18 Prozent/unverändert) und hohe Mieten (30 Prozent/+1 Prozentunkt) etwas weniger häufiger genannt.

Kritik an der Verkehrssituation und öffentlichen Verkehrsmitteln auf Allzeithoch

Mit hoher Dynamik auf ein Allzeithoch wird die Verkehrssituation (38 Prozent/+11 Prozentpunkte) auf Platz zwei der drängendsten Stadtprobleme gesetzt, gefolgt von der ebenfalls noch nie so hoch ausgefallenen Kritik an den öffentlichen Verkehrsmitteln (21 Prozent/+6 Prozentpunkte). Bei ausländischen Frankfurtern sind die Werte ebenfalls stark gestiegen.

Öffentliche Sicherheit gilt derzeit kaum als großes Problem

Der schon immer unter besonderer Aufmerksamkeit der Frankfurter stehende Themenbereich „öffentliche Sicherheit“ liegt nach dem zwischenzeitlichen Hochstand des Jahres 2017 diesmal auf dem zweitniedrigsten Wert der letzten drei Jahrzehnte, nur leicht über dem absoluten Tiefststand des Vorjahres. Noch nie fühlten sich die Frankfurter sicherer als in den letzten beiden Jahren.

Ansehen der Stadtverwaltung weiterhin hoch

Bei weit über der Hälfte der Frankfurter (57 Prozent/-1 Prozentpunkt) genießt die Stadtverwaltung ein gutes Ansehen und bestätigt damit erneut die Höchststände der Vorjahre. Gleichzeitig hält sich auch der Anteil der Befragten mit gegenteiliger Ansicht seit vielen Jahren auf niedrigem Niveau (6 Prozent/unverändert).

Das Ansehen, von dem die Befragten meinen, dass es in der Öffentlichkeit vorherrscht, wird zwar immer deutlich schlechter eingestuft, aber auch hier halten sich die positiven Äußerungen seit Jahren relativ stabil über der 30-Prozent-Marke, während eine negative öffentliche Wahrnehmung nur von etwa jeder jedem Siebten (14 Prozent/unverändert) geteilt wird. Die gute persönliche und öffentliche Wahrnehmung wird auch in der allgemeinen Zufriedenheit mit der Arbeit der Stadtverwaltung bestätigt. Von den befragten Frankfurtern waren 43 Prozent (+1 Prozentpunkt) zufrieden und nur 6 Prozent (unverändert) äußerten sich unzufrieden.

Die Frankfurter schätzen an ihrer Stadtverwaltung vor allem die Zuverlässigkeit. Diese Eigenschaft steht seit Jahren an der Spitze der abgefragten Imagekomponenten und liegt mit einer Zustimmung von 57 Prozent (-2 Prozentpunkte) leicht unter dem Allzeithoch des Vorjahres, nur fünf Prozent (unverändert) stimmen nicht zu. Auch der Vorjahreshöchstwert bei der „Bürgerorientierung“ wurde mit 45 Prozent (-1 Prozentpunkt) nur knapp verfehlt.

„Die Meinung der Bürgerinnen und Bürger ist eine wichtige Arbeitsgrundlage für den Magistrat“, betonte Stadtrat Schneider. „Die jährliche Umfrage liefert wertvolle Daten und zeigt, wo Handlungsbedarf besteht.“ Für das nächste Jahr werde das Bürgeramt, Statistik und Wahlen die Bürgerbefragung komplett überarbeitet, kündigte der Dezernent an. Dann werde es auch möglich sein, den Fragebogen online auszufüllen. „Wir rechnen damit, dass wir dann einen noch größeren Rücklauf als bisher haben werden.“

Die Informationen von „frankfurt statistik aktuell“ stehen unter www.frankfurt.de/statistik_aktuell als kostenloses PDF-Download zur Verfügung.

Foto: Stadt Frankfurt

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RMV verschiebt Preiserhöhung

Der RMV-Aufsichtsrat hat sich dafür ausgesprochen, die traditionell am 1. Januar stattfindende Tarifanpassung im Jahr 2021 auf den 1. Juli zu verschieben. So profitieren die Fahrgäste sechs zusätzliche Monate von den Fahrpreisen des Jahres 2020.

In Kombination mit umfangreichen Aktionen wie der verbundweiten Gültigkeit aller Jahreskarten an Sommerferienwochenenden 2020 gibt der RMV auf diese Weise die von der Bundesregierung beschlossene temporäre Mehrwertsteuersenkung unbürokratisch an seine Fahrgäste weiter. „Wir wollen die Menschen motivieren, wieder in den öffentlichen Nahverkehr einzusteigen. Das geht mit attraktiven Angeboten und attraktiven Fahrpreisen“, sagt der RMV-Aufsichtsratsvorsitzender und Oberbürgermeister von Frankfurt. Feldmann fügt hinzu: „Viele Fahrgäste konnten im Sommer schon mit der ausgeweiteten Gültigkeit der Jahreskarten oder erweiterten Tageskarten-Mitnahmeregelung ganz ohne zusätzliche Kosten das RMV-Gebiet erkunden und so indirekt von der Mehrwertsteuersenkung profitieren. Mit der jetzt beschlossenen großen Maßnahme bleiben nun erstmals in der Geschichte des Verbundes die Fahrpreise über den Jahreswechsel konstant. So entlasten wir all jene, die von Corona gebeutelt sind.“

„Der öffentliche Nahverkehr ist eine der wichtigsten Säulen der Verkehrswende, auch in der Corona-Pandemie. Um seinen Fahrgästen unkompliziert entgegenzukommen, hat der RMV in den vergangenen Monaten mit der Abopause, der Auslastungsprognose und dem RMV-PrepaidRabatt bereits viel getan. Mit der Verschiebung der Tarifanpassung verfolgt der Verbund diese Strategie weiter. Damit bleiben Bus und Bahn auch preislich attraktiv. Das ist ein wichtiges Signal an alle, die weiterhin unter den Folgen der Pandemie leiden und trotzdem auf den öffentlichen Nahverkehr angewiesen sind“, sagt Hessens Verkehrsminister Tarek Al-Wazir.

„Jeden Tag nutzen Millionen Menschen den RMV und hunderttausende von ihnen sind mit Zeitkarten unterwegs. Die Verschiebung spart ihnen allen nicht nur bares Geld im ersten Halbjahr 2021, sondern vermeidet auch umständliche Erstattungsverfahren für alle Zeitkartenbesitzer“, sagt Krebs, der zugleich Landrat des Hochtaunuskreises ist.

„Ein Verbundtarif ist ein komplexes Gebilde, das man nicht im Handumdrehen hoch- oder herunterfahren kann“, erläutert RMV-Geschäftsführer Knut Ringat. „Wollen wir den Tarif ändern, muss dies vom Aufsichtsrat beschlossen und den Behörden genehmigt werden, bevor wir in die Umsetzung gehen können – das dauert normalerweise mehrere Monate. Die Verschiebung ist daher die einfachste und unbürokratischste Lösung, um die befristete Mehrwertsteuersenkung an unsere Fahrgäste weiterzureichen.“

Aufnahme der Maskenpflicht in die Beförderungsbedingungen wird geprüft

Zudem stimmte der Aufsichtsrat dafür, dass der RMV prüft, auf welche Weise die Maskenpflicht im ÖPNV noch besser durchgesetzt werden kann. Der Verbund entwickelt ein Konzept, unter welchen Bedingungen die Maskenpflicht in die Beförderungsbedingungen aufgenommen und regelmäßige Kontrollen sichergestellt werden können. Da weder den Verkehrsunternehmen noch dem Verbund aktuell das Personal für flächendeckende Maskenkontrollen zur Verfügung steht, beinhaltet das Konzept auch die Prüfung, wie ein entsprechender Stamm an geschulten Sicherheits-Mitarbeitern aufgebaut werden könnte, um die Regelung umzusetzen.

Informationen: Stadt Frankfurt

Foto: RMV

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Frankfurter Weihnachtsmarkt soll stattfinden

Wie kann die Wirtschaft nach dem Corona-Einbruch wieder Tritt fassen? Das war das zentrale Thema eines Treffens von Oberbürgermeister Peter Feldmann mit Vertretern von Handel, Gastronomie und anderen Wirtschaftszweigen in der vergangenen Woche. Ebenfalls am Tisch: Wirtschaftsförderung, Tourismus+Congress GmbH (TCF), zahlreiche Ämter und Dezernate.

Die Runde diskutierte mögliche Vorhaben, die entweder alleine durch die Stadt oder gemeinsam umgesetzt werden können. „Wir werden alle Vorschläge intensiv auf ihre Machbarkeit prüfen“, versprach das Stadtoberhaupt und sicherte zu, diese in den Magistrat weiterzutragen.

„Wir wissen, dass Einzelhandel und Gastronomie schwere Zeiten hinter und vor sich haben. Die Stadt will sie nicht alleine lassen.“

Die Ideen-Liste, wie Frankfurt der Wirtschaft unter die Arme greifen kann, ist lang – und die Bereitschaft zu helfen groß.

Außengastronomie auch im Winter – Weihnachtsmarkt unter Corona-Bedingungen

Stadtrat Klaus Oesterling kündigte an, die aktuell geltenden Sonderregelungen für die Erweiterung der Außengastronomie bis zum 30. April 2021 zu verlängern, so dass weiterhin großflächig bestuhlt werden kann. Mit Blick auf die kalte Jahreszeit sicherte Oberbürgermeister Feldmann zu, mit seinen Kolleginnen und Kollegen im Magistrat darüber zu sprechen, Regen- und Kälteschutz für Gäste im Freien zu ermöglichen. „Manches ist jedoch durch übergeordnetes Recht wie die Hessische Bauordnung geregelt. Hier werden wir wahrscheinlich dickere Bretter zu bohren haben“, erklärte Feldmann. Er fügte hinzu: „Ich fordere von allen Verantwortlichen in der Stadtverwaltung und Landesregierung, dass Pragmatismus und Lösungsorientierung die Richtschnur ihres Handelns sind!“

Für zusätzliche Belebung könnte der Weihnachtsmarkt sorgen. Er soll trotz Corona stattfinden, wenn das Infektionsgeschehen dies zulässt. Noch seien jedoch viele Details zu klären, so TCF-Geschäftsführer Thomas Feda. So würden unter anderem zusätzliche Flächen für eine Entzerrung benötigt.

Auch für das Hotelgewerbe gibt es Ideen! Freie Kapazitäten sollen den Frankfurtern angeboten werden – damit die ihre Stadt aus einem anderen Blickwinkel neu erleben. Die Aktion „Gast in der eigenen Stadt“, die sich seit Jahren bewährt hat, soll hierzu ausgeweitet werden.

Feldmann dazu: „Mich persönlich beeindruckt die kreative Bandbreite der Ideen. Wir sollten schnellstmöglich prüfen, was machbar ist und dann die Umsetzung vorbereiten. Denn Corona wird uns leider noch etwas begleiten. Daher müssen wir Handel und Gastronomie gemeinsam stärken“, sagte das Stadtoberhaupt.

Foto: Stadt Frankfurt

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Frankfurt will Moria-Flüchtlinge aufnehmen

Zehn Städte, 15 Oberbürgermeister sowie etliche weitere Politiker haben einen offenen Brief des Bündnisses „Seebrücke“ unterzeichnet. Darin fordern sie Bundeskanzlerin Angela Merkel auf, Solidarität mit den obdachlos gewordenen Flüchtlingen aus dem abgebrannten Camp Moria zu zeigen und ihnen in Deutschland Zuflucht zu gewähren. Die Städte sichern dabei ihre Bereitschaft zu, Geflüchtete in Not aufzunehmen. Nun hat Oberbürgermeister Peter Feldmann den Appell für die Stadt Frankfurt am Main unterzeichnet.

„Es ist unsere humanitäre Pflicht, in dieser Notlage zu helfen. Ich begrüße den Beschluss der Bundesregierung, 1553 Geflüchtete aus dem griechischen Lager Moria aufzunehmen. Frankfurt wird hier seinen Teil leisten“, sagt Feldmann. Er fügt hinzu: „Ich bin aber überzeugt, dass Frankfurt darüber hinaus noch mehr Geflüchteten ein neues Zuhause geben kann.“ Es sei nicht die Zeit, auf europäische Lösungen zu warten, sondern notwendig, sofort zu handeln.

Durch den verheerenden Brand in dem Flüchtlingslager auf der griechischen Insel Lesbos sind 12.000 Geflüchtete, darunter 4000 Kinder, obdachlos geworden. Die Aufnahme von Flüchtlingen ohne europaweite Zusammenarbeit ist politisch umstritten.

Foto oben: Demonstration des Bündnisses „Seebrücke“ nach dem Brand des Flüchtlingslagers Moria auf Lesbos/ Photo by noah eleazar on Unsplash

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Frankfurt verbrennt 11 Millionen Euro

Wenn Bioabfall in der Restmüll- statt in der Biotonne landet, geht Rohstoff für Kompost und die Erzeugung von Biogas verloren. Die Fehlwürfe haben aber auch finanzielle Folgen. Denn die Verbrennung des Restmülls ist deutlich teurer als die Kompostierung. Wie viel, das haben Fachleute im Umweltamt jetzt ermittelt. Demnach geben die Frankfurter jährlich mehr als elf Millionen Euro mehr für die Abfallentsorgung aus als nötig.

Grundlage für die Berechnung sind eigene Untersuchungen und eine aktuelle Analyse des Umweltbundesamtes. Demnach bestehen etwa 40 Prozent des Abfalls in der Restmülltonne aus Bioabfall, der damit dem Recycling entzogen und teuer verbrannt wird. Hierzu zählen insbesondere Garten- und Küchenabfälle, aber auch verpackte abgelaufene Lebensmittel. Die müssten ausgepackt und über die Biotonne sowie die gelbe Tonne für Verpackungsabfälle entsorgt werden.

Durch die falsche Entsorgung werden diese Abfälle dem Stoffkreislauf entzogen. Statt in der Biokompostanlage im Osthafen, wo aus Bioabfall wertvoller Kompost und Biogas gewonnen wird, landen sie im Müllheizkraftwerk in der Heddernheimer Landstraße und werden verbrannt. Kurz: Bioabfall im Restmüll ist Verschwendung von Rohstoffen, die obendrein die Entsorgung verteuert.

Dies alles ist Grund genug für das Umweltamt, den Aufruf der bundesweiten „Aktion Biotonne Deutschland“ zu unterstützen. Das Netzwerk aus Umweltministerien, Kommunen, Abfallbetrieben und Umweltverbänden hat die Kampagne „Das Biotonnenversprechen“ gestartet. Und auch dort hat man gerechnet: „Wenn alle Haushalte in Deutschland pro Woche zusätzlich zwei Kilo kompostierbare Küchenabfälle getrennt sammeln, sind das wöchentlich knapp 100.000 Tonnen Rohstoffe zur Erzeugung von erneuerbarer Energie und Kompost.“

Wer sein Versprechen auf der Homepage der Kampagne http://www.aktion-biotonne-deutschland.de abgibt, kann attraktive Preise gewinnen, unter anderem eine dreitägige Reise zum UNESCO-Welterbe Neusiedler See. Das Versprechen lautet: „Auch ich werfe meine Bioabfälle in die Biotonne – für mehr Klima- und Umweltschutz“. Mit einem Klick auf der Website auf den Button „Ich bin dabei“ wird das Versprechen eingereicht und ein Bioabfall-Barometer zeigt, wie viele Biotonnen-Versprechen im Verlauf der Kampagne abgegeben wurden. Die Kampagne läuft bis Ende 2020.

Informationen: Stadt Frankfurt

Foto: FES

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6500 Eintracht-Fans dürfen wieder ins Stadion

Gute Nachricht für alle Fußball-Fans: Zum Bundesliga-Auftakt dürfen – zum ersten Mal seit dem Corona-Lockdown – wieder 6500 Zuschauer ins Stadion. Das Gesundheitsamt hat das Hygienekonzept von Eintracht Frankfurt genehmigt.

Das Gesundheitsamt Frankfurt hat heute Eintracht Frankfurt darüber informiert, dass es das vom Verein beantragte und mit dem Gesundheitsamt abgestimmte und geprüfte Hygienekonzept für Spiele mit Zuschauern genehmigt hat. Für die Heimspiele gegen Arminia Bielefeld am Samstag, 19. September, sowie gegen die TSG Hoffenheim am Samstag, 3. Oktober, sind 6500 Zuschauende zugelassen, die in einem aufwendigen Losverfahren ausgewählt werden. Der FSV Frankfurt darf bei seinem Heimspiel gegen Bayern Alzenau am Samstag, 12. September mit 650 Zuschauenden das erste Heimspiel bestreiten.

Oberbürgermeister Peter Feldmann freut sich, „dass – zumindest teilweise – wieder Zuschauer in den Stadien von Eintracht und FSV zugelassen werden. Spiele ohne Fans, da fehlen Atmosphäre und Stimmung. Sie sind das Salz in der Suppe. Jedem Fußballfan muss aber klar sein, dass wir diesen Weg nur weitergehen können, wenn wir das Infektionsgeschehen unter Kontrolle behalten. Jeder kann im Alltag seinen Teil dazu beitragen, indem er sich an die Regeln hält. Eine Maske in der U-Bahn und der Schule mag unangenehm sein. Aber das ist ein Sicherheitsgurt auch – und beide retten Leben.“

Gesundheitsdezernent Stefan Majer sieht Vorteile in dem von den beiden Frankfurter Vereinen garantierten, geregelten Ablauf der Spiele: „Bei den richtig guten Hygienekonzepten von FSV und Eintracht Frankfurt sind die Abstands- und Hygieneregeln machbar und durchsetzbar. Außerdem ist durch das ausgeklügelte System der Ticketvergabe die Kontaktnachverfolgung durch unser Gesundheitsamt jederzeit gewährleistet. Mir sind solche geregelten Veranstaltungen, bei denen auch eine Evaluierung der Umsetzung der Hygienekonzepte vorgenommen wird, allemal lieber als verantwortungslose Party-Hotspots, in denen sich keiner um Abstands- und Hygieneregeln schert.“

Der Leiter des Frankfurter Gesundheitsamtes Prof. René Gottschalk bewertet die Konzepte ebenfalls positiv: „Aus infektiologischer Sicht sind die Hygienekonzepte von Eintracht Frankfurt und dem FSV stimmig. Die Genehmigungen gelten selbstverständlich immer vorbehaltlich der infektiologischen Entwicklung. An dieser Stelle möchten wir betonen, dass es entgegen anderslautender Presseberichte zwischen dem Gesundheitsamt und Eintracht Frankfurt schon lange einen intensiven Austausch und eine konstruktive Zusammenarbeit gibt. Sei es in Form von Gesprächen oder Emails zu den Hygienekonzepten oder in der Vergangenheit zur Betreuung von positiv getesteten Spielern oder bei Verdachtsfällen.“

Neben der Einhaltung der Abstands- und Hygieneregeln gibt es von Seiten Eintracht Frankfurts eine enge Absprache mit den Verkehrsbetrieben und dem Ordnungsamt, um auch die An- und Abreise der Zuschauerinnen und Zuschauer zu entzerren und das Infektionsrisiko gering zu halten.

Auch das Land habe grünes Licht für die Öffnung der Stadien für Zuschauer gegeben, so Gesundheitsdezernent Stefan Majer: „Neben der Begutachtung der Hygienekonzepte durch das Gesundheitsamt war für uns eine grundlegende Voraussetzung, dass die Hessische Landesregierung die Entscheidung mitgeht und in welcher Größenordnung wir Zuschauende zulassen.“

Informationen: Stadt Frankfurt

Foto: Eintracht Frankfurt

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