Alle Artikel von Andreas Woitun

Wie geht es weiter mit der Wohngemeinschaft Bonameser Straße?

Wohnsiedlung Bonameser Straße

1953 hatte die Stadtverordnetenversammlung entschieden, dass ambulante Gewerbetreibende, die bisher an verschiedenen Orten in der Stadt lebten, auf einem neuen Platz am Rand der Stadt anzusiedeln sind. Zwischen 600 und über 1.000 Menschen wurden auf den Platz an der Bonameser Straße umgesiedelt. Inzwischen leben dort weniger als 100 Menschen.

Anfangs gab es weder asphaltierte Wege noch Strom und Wasser. Die wurden erst später in Eigenregie errichtet. Das Gelände war mit Draht umzäunt. Unterstützung erhielten die Bewohner von der evangelischen Kirche. Der damalige Kirchenpräsident Martin Niemöller schilderte Oberbürgermeister Werner Bockelmann die unzumutbaren Zustände.

Erst 1983 änderten sich diese Zustände – die Wege wurden asphaltiert sowie in die städtischen Leitungen und die Sanierung kontaminierten Bodens aus Zeiten der Nachkriegsbesetzung investiert.

Die Mehrheit der Bewohner stammt aus einer Bevölkerungsgruppe fahrender und teilstationärer Händler-, Handwerker- und Artistenfamilien. Der Erhalt der Wohngemeinschaft wichtig, weil es ein Ort ist, mit dem sich die dort lebenden Menschen identifizieren. Und weil sie zum Stadtteil dazugehören, auch wenn das Gebiet jenseits der Autobahn liegt.

1984 schloss die Stadt einen Vertrag mit der ABG Holding und übertrug ihr die Aufgabe eine langfristige Lösung zu finden, die einen Ausgleich zwischen den Interessen der Wohngemeinschaft, dem Umland und der weiteren Stadtentwicklung schafft (dieses Gelände war inzwischen zu einem sehr wertvollen Grundstück geworden).

Der Magistrat – in seiner momentanen Zusammensetzung – bekennt sich in einer aktuellen Stellungnahme zur politischen, sozialen, historischen Verantwortung der Stadt gegenüber den in der Wohngemeinschaft lebenden Menschen. Im Sinne dieser Verantwortung hat das Amt für multikulturelle Angelegenheiten einen umfangreichen Aktenbericht erstellt. Damit unternehme man „transparent einen ersten Schritt zur Sachstandsklärung“.

Knapp 40 Seiten lang ist der Bericht, der dem Ortsbeirat 9 (Dornbusch, Eschersheim, Ginnheim) mitsamt einer Stellungnahme zugegangen ist. Nachdem sich das Stadtteilgremium bereits vor mehr als zwei Jahren für einen „Runden Tisch“ zur Zukunft der Wohngemeinschaft eingesetzt hatte. Doch dann kam die Corona-Pandemie und der „Runde Tisch“ musste immer wieder verschoben werden.

Seit mehreren Jahren erlaubt die Stadt keine Zuzüge mehr. Wird eine Parzelle geräumt, darf sie nicht mehr bebaut werden. Nicht einmal von Familienmitgliedern. Damit kein Mieterschutz greift, wurden nur Pachtverträge abgeschlossen.

Die Dienstleistungen auf der Dippemess oder anderen Volksfesten werden aber von der Stadt gerne in Anspruch genommen. „Zuckerwatte ist süß, aber uns will keiner“ so einer der Bewohner. Hoffen wir, dass die Toleranz inzwischen gewachsen ist und für die dortigen Menschen eine tragfähige Lösung gefunden wird.

Weiterführende Links

Teile diesen Beitrag mit Freunden

Benefizkonzert des Riedbergchors

Benefiz-Konzert

Nach einem gelungenen Probenwochenende lädt der Riedbergchor zu seinem Frühlingskonzert am Samstag, den 21.05.2022 um 18:00 Uhr in die Aula des Riedberg Gymnasiums ein.

Die Menschen sehnen sich nach Normalität, doch diese ist durch den Krieg in der Ukraine gestört. Die Mitglieder des Riedbergchors wollen ein Zeichen der Solidarität setzen und haben daher beschlossen, dass ihr erster Chorauftritt nach 2 Jahren Pandemie ein Benefizkonzert werden soll.

Unter dem Motto “MAKE MUSIC – NOT WAR” beteiligen sie sich an der Spendenaktion des Frankfurter Sängerkreises zugunsten der 1946 gegründete Organisation UNICEF. Die Spenden kommen Kindern und Jugendlichen zu Gute, die vom Krieg in der Ukraine betroffen sind.

Den Anfang macht die Frankfurter Volksbank, die das Benefizkonzert mit einer Spende unterstützt. Jetzt hofft der Chor auf viele Besucher und freut sich, den Reinerlös des Abends für die gute Sache zu spenden.

Der Eintritt ist kostenlos.

 


Sängerkreis Frankfurt am Main e. V.
Der Sängerkreis Frankfurt am Main e. V. wurde 1947 als Dachorganisation Frankfurter Chöre gegründet. Ziel des Sängerkreises ist es, die Frankfurter Chöre zu vernetzen, Beratung und Service rund um chorspezifische Themen anzubieten und nicht zuletzt kulturpolitische Akzente zu setzen. Inzwischen haben sich mehr als 60 Mitgliedschöre unterschiedlichster Größen, Zielgruppen und Musikstile mit insgesamt weit über 2.500 Sängerinnen und Sängern dem Sängerkreis Frankfurt angeschlossen.

 

UNICEF
Das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen ist eines der entwicklungspolitischen Organe der Vereinten Nationen. Es wurde 1946 gegründet, zunächst um Kindern in Europa nach dem Zweiten Weltkrieg zu helfen. Heute arbeitet das Kinderhilfswerk vor allem in Entwicklungsländern und unterstützt in ca. 190 Staaten Kinder und Mütter in den Bereichen Gesundheit, Familienplanung, Hygiene, Ernährung sowie Bildung und leistet humanitäre Hilfe in Notsituationen. Außerdem betreibt es auf politischer Ebene Lobbying, so etwa gegen den Einsatz von Kindersoldaten oder für den Schutz von Flüchtlingen. Die Organisation tritt weltweit für die Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention ein.

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/UNICEF

 

Frankfurter Volksbank

Die Frankfurter Volksbank eG ist eine Genossenschaftsbank und hat ihren Sitz in Frankfurt am Main. Zum Geschäftsgebiet der Bank gehören die Stadt Frankfurt sowie Teile des Umlandes. Die Geschichte der Frankfurter Volksbank geht zurück ins Jahr 1862. Die Bank nahm einen schnellen Aufschwung. Hierzu trug das Ende der Zunftbeschränkungen in Frankfurt im Januar 1864 bei, dass die Entwicklung des Handwerks beflügelte. Inzwischen beschäftigt die Bank 1.500 Mitarbeiter und hat 240.000 Genossenschafts-Mitglieder. In der Liste der größten Volksbanken in Deutschland steht sie an 5. Stelle.

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Frankfurter_Volksbank

 

Teile diesen Beitrag mit Freunden

Mertonviertel: Neue Polizeiliegenschaft mit tierischen Außenbewohnern

9 kleine Küken

Eine frisch gebackene, neunfache Entenmama, getauft auf den Namen Erna, hatte sich die neue Polizeiliegenschaft in der Marie-Curie-Straße 30 (MC30) als ihr neues Zuhause ausgesucht. Genau genommen das Dach des 1. OG – zu gefährlich für die Kleinen.

Am 11.05.2022 wurden Kollegen durch hektisches Fiepsen und lautem Geschnatter auf eine Notsituation aufmerksam. Neun kleine Entenküken, gerade mal zwei Tage jung, waren offensichtlich auf dem begrünten Dach des 1. OG der MC30 geschlüpft.

Mama Erna befand nun, dass ein Umzug notwendig sei. Sie flog bereits auf die Wiese neben dem Haus, merkte dann aber schnell, dass ihre um Hilfe fiepsenden Sprösslinge nicht folgen konnten. Zwei Krähen hatten sich mittlerweile, bereits lauernd auf die leichte Beute, positioniert.

Doch die Hilfe ließ nicht lange auf sich warten: Das behandschuhte Eingreifen zweier Zivilpolizisten rettete die neun Hilflosen erst in einen Karton und schließlich an den Teich hinter der MC30.

Erna folgte den beiden Rettern in gekonnter Observationsmanier und ließ sie nicht aus den Augen. Am Wasser angekommen wurden die neun Entlein wieder ihrer Mutter überlassen und die führte ihren Nachwuchs zielstrebig zum ersten Bad.

Eine im nahelegenden Gebäudeteil ansässige Dienststelle war natürlich gleich Feuer und Flamme und übernahm die Aufsicht. In diesem Sinne: Alles Gute wünschen die Retter vom MC 30.


Rückfragen bitte an:
Polizeipräsidium Frankfurt am Main
Pressestelle
Adickesallee 70
60322 Frankfurt am Main
Direkte Erreichbarkeit von Mo. – Fr.: 07:30 Uhr bis 17:00 Uhr
Telefon: 069 / 755-82110 (CvD)
Fax: 069 / 755-82009
E-Mail: pressestelle.ppffm@polizei.hessen.de
Homepage Polizeipräsidium Ffm.: http://www.polizei.hessen.de/ppffm

Verwandter Link:

Teile diesen Beitrag mit Freunden

Wer zählt die vielen Vögel nur

Vogelzählung

Der Naturschutzbund (NABU) ruft gemeinsam mit dem Landesbund für Vogelschutz (LBV) und der Naturschutzjugend im NABU (NAJU) zur 18. „Stunde der Gartenvögel“ auf. Vom 13.05. bis zum 15.05.2022 sollen die Bewohner Frankfurts Vögel zählen.

Seit Frühlingsbeginn bieten uns Vögel in Gärten und Parks ihre einmaligen Frühlingskonzerte. Welche Arten und wie viele es noch sind, die uns vor allem morgens mit ihrem Gesang erfreuen, wird das kommende Wochenende zeigen.

Deutschlands größte wissenschaftliche Mitmachaktion

Je mehr Menschen bei der Stunde der Gartenvögel mitmachen, desto besser können die unsere NABU-Ornithologen den Zustand der Vogelpopulationen in unseren Siedlungen einschätzen. Im letzten Jahr nahmen mehr als 140.000 Menschen an der Aktion teil und meldeten aus über 95.000 Gärten und Parks mehr als 3,1 Millionen Vögel. Gemeinsam mit der Schwesteraktion „Stunde der Wintervögel“ handelt es sich daher bei dieser Aktion um Deutschlands größte wissenschaftliche Mitmachaktion.

Ziel der Aktion ist es, Trends bei den Beständen über die Jahre hinweg zu verfolgen. Weil die „Stunde der Gartenvögel“ bereits seit 2006 stattfindet, können die Ornithologen beim NABU bereits auf einen umfangreichen Datenschatz zurückgreifen. Aber auch wer wenig über Vögel weiß, kann an der Aktion teilnehmen.

Für unerfahrene Teilnehmer macht eine Zählhilfe das Erkennen der Vögel einfach. Außerdem bietet der NABU eine kostenlose App, die „NABU-Vogelwelt“, welche beim Identifizieren hilft. Wichtig ist es außerdem, eigene Beobachtungen zu melden, selbst wenn während der Zählung nur wenige Vögel gesichtet werden, denn auch diese Informationen stellen wichtige Daten für die Auswertungen des NABU dar. Schlussendlich geht es nicht um einen Wettbewerb, wer die meisten Vögel zählt, sondern darum, eine realistische Momentaufnahme zu erhalten.

Wer piept dort auf dem Schulgelände?

Mit der „Schulstunde der Gartenvögel“ lädt die Jugendorganisation NAJU vom 16. bis 20. Mai alle jungen Vogelfreunde dazu ein, sich mit der heimischen Vogelwelt zu beschäftigen.

Stunde der Gartenvögel gibt Aufschluss über die Lage der Schwalben

Die Aktion gibt auch Aufschluss über den Brutbestand der Vögel. Denn im Mittelpunkt stehen Arten, die in Deutschland brüten. Somit hat beispielsweise der Bestand der Schwalben, welche Ende März aus ihren Winterquartieren in Afrika zurückgekommen sind, in den vergangenen Jahrzehnten stark abgenommen. Die Rauchschwalbe steht bereits auf der Vorwarnliste und die Mehlschwalbe gilt schon als gefährdet. Daher ist es wichtig, Garten und Hinterhof als Mini-Naturschutzgebiet zu gestalten, Insekten zu fördern und Brutmöglichkeiten am Haus und im Garten zu schaffen.

Und so funktioniert die Vogelzählung

Von einem ruhigen Plätzchen im Garten, Park, auf dem Balkon oder vom Zimmerfenster aus wird von jeder Vogelart die höchste Anzahl notiert, die im Laufe einer Stunde gleichzeitig beobachtet werden konnte.

So können die Beobachtungen gemeldet werden

Die Beobachtungen können am besten online unter www.stundedergartenvoegel.de gemeldet werden, aber auch per Post oder Telefon – kostenlose Rufnummer am 14. Mai von 10:00 Uhr bis 18:00 Uhr: 0800 – 11 57 115.
Gemeldet werden kann auch mit der kostenlosen NABU-Vogelwelt-App, erhältlich unter http://www.nabu.de/vogelwelt. Meldeschluss ist der 23.05.2022.


Quelle: https://www.nabu.de/news/2022/04/31562.html

Teile diesen Beitrag mit Freunden

„Percussion Posaune Leipzig“ gastiert am Riedberg

Percussion Posaune Leipzig

Am kommenden Samstag, den 14.05.2022 ab 19:30 Uhr sind drei Posaunisten und ein Schlagzeuger zu Gast in der Aula der Grundschule I am Riedberg (Anschrift: Zur Kalbacher Höhe 15). Das Konzert hat den vielversprechenden Titel: „Der weiße Hai im Alpensee und Johann Sebastian Bach“.

Die Künstler kamen zur Musik durch die Förderung der Eltern und später dann durch die Mitarbeit in verschiedenen Posaunenchören. Die Mitglieder des Ensembles haben alle an der Hochschule Leipzig Musik studiert und sich über diese Schiene kennengelernt. Joachim Gelsdorf, der Leiter des Ensembles, gründete die Gruppe vor etwa 30 Jahren.

Während der Corona-Krise entfielen sämtliche Live-Auftritte. Digitale Auftritte wurden ersatzweise genutzt. Highlight während dieser schwierigen Zeit war ein Auftrag für einen Märchenfilm die musikalische Untermalung zu erarbeiten. Es wurde komponiert, arrangiert und auch bei den Filmaufnahmen selbst waren die Gruppe mit dabei.

Die Musiker fühlen sich der klassischen Musik von Johann Sebastian Bach ebenso verbunden, wie der neuen Musik von Musicalklassikern wie »Westside Story« bis hin zu lateinamerikanischen Rhythmen, Jazz und Weltmusik. Sie verbinden dabei die alte traditionelle Musik mit neueren und modernen Musikstilen.

In den letzten Jahren haben sie an zahlreichen Festivals teilgenommen (Sauerland-Herbst – International Brass Festival, Berliner Orgelsommer, MDR Musiksommer, um nur drei von sehr vielen zu nennen).

Ihre Fans sind Menschen, die Freude an Blechmusik haben, vielleicht selbst ein Blechinstrument spielen. Aber auch ganz normale Musikliebhaber unterschiedlichster Altersgruppen, die Freude an der Vielfältigkeit der verschiedenen Stilrichtungen haben.

Veranstaltet wird der bezaubernde Abend von der Josua Gemeinde am Riedberg.

Karten gibt es an der Abendkasse am Eingang der Grundschule I.
Der Preis pro Karte beträgt 14 Euro.

Zwei Euro sparen kann der Besucher, wenn der den Vorverkauf nutzt und sich eine Karte reservieren lässt. Info und Vorverkauf: info@josua-gemeinde.net
oder telefonisch unter 069-57 00 32 49 (mit Anrufbeantworter)

 


Weiterführender Link:

Teile diesen Beitrag mit Freunden

Das FIAS unterstützt ukrainische Wissenschaftler

FIAS-Gebäude

Vom Schutzbunker in Kiew zur Forschungsinstitution in Frankfurt

Sieben Wissenschaftler haben eine vorläufige Forschungsstelle am Frankfurt Institute for Advanced Studies (FIAS) gefunden. Persönliches Engagement und die Unterstützung der Alexander von Humboldt-Stiftung und der Stiftung Polytechnische Gesellschaft Frankfurt am Main sichern zwei Professoren, fünf (Post-)Doktoranden und ihren Familienmitgliedern finanzielle Sicherheit, Forschungsmöglichkeiten und eine vorläufige Heimat in Frankfurt.

Roman Poberezhnyuk, promovierter Theoretischer Physiker aus Kiew, traf der Krieg gegen sein Heimatland unvorbereitet im Urlaub in Spanien. Da er schon mehrfach einige Monate als Gastwissenschaftler am FIAS verbracht hatte, lud FIAS-Mitbegründer Horst Stöcker ihn umgehend nach Frankfurt ein. Die FIAS-Verwaltung half bei der Suche nach einer Unterkunft. „Ich bin froh und freue mich über die Hilfe und die produktive Atmosphäre hier“, so Poberezhnyuk. Er erhielt zunächst ein befristetes Stipendium der Stiftung Polytechnische Gesellschaft und wird nun für ein halbes Jahr mit einem Stipendium der Alexander von Humboldt-Stiftung unterstützt. Poberezhnyuk arbeitet schon seit Jahren mit Forschenden am FIAS zusammen, um die thermodynamischen Eigenschaften dichter elementarer Materie zu verstehen.

Oleh Savchuk war ebenfalls bereits ein Jahr als Gastwissenschaftler am FIAS. Er hat jetzt ein Jahresstipendium am GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung und ist Doktorand bei Prof. Mark Gorenstein. Gorenstein ist Forschungsleiter am Bogolyubov-Institut für Theoretische Physik an der Nationalen Akademie für Wissenschaften der Ukraine in Kiew. „Wir erlebten die ersten Bombardements in Kiew, hausten praktisch in einem Schutzbunker und entschieden schließlich im März, mit dem Auto nach Deutschland zu fliehen,“ berichtet der Alexander von Humboldt-Preisträger 2001. Dank eines Stipendiums der Alexander von Humboldt-Stiftung kann Gorenstein nun mit Frau, Tochter und Enkeltochter in Frankfurt leben und am FIAS forschen sowie Phasenübergänge und deren Signaturen in Kooperation mit der GSI experimentell untersuchen.

Auch Maria Khelashvili berichtet von Bombardierungen und häufigem Luftalarm in Kiew. Sie arbeitete am Bogolyubov-Institut an ihrer Promotion über ultraleichte dunkle Materie. „Ich bin sehr froh, dass ich am FIAS die Möglichkeit bekommen habe, meine Forschung fortzusetzen“, so die Physikerin. Sie kann dank eines Stipendiums der Stiftung Polytechnische Gesellschaft ihren Lebensunterhalt bestreiten. Khelashvili forscht auf dem Gebiet der allgemeinen Relativitätstheorie und setzt am FIAS ihre Arbeiten zur statistischen Analyse von Kandidaten der dunklen Materie fort.

Oleksandr Stashko, ein Doktorand aus Kiew, arbeitet ebenfalls auf dem Gebiet der allgemeinen Relativitätstheorie, Gravitation und Materie. Im Herbst wird er als Postdoc nach Princeton, USA, gehen. Bis dahin ist er als Gastwissenschaftler am FIAS untergekommen, finanziert von der Stiftung Polytechnische Gesellschaft: „Ich bin unglaublich dankbar für die Rundum-Unterstützung meines Forschungsaufenthalts hier“.

Im Spätsommer wird Dmitri Anchyshkin mit Frau, eventuell Tochter und Enkel erwartet, der ebenfalls Professor am Kiewer Bogolyubov-Institut für Theoretische Physik ist. Eine weitere Doktorandin, Zhanna Huranova, die ihren Master in Physik und Astronomie vor zwei Jahren in Kiew abschloss, wird im FIAS als Doktorandin zu Big-Data-Analysen arbeiten.

Alle 7 geflüchteten ukrainischen Forschende unterstützen den FIAS-Forschungsschwerpunkt „MAGIC – Matter, Astrophysics, Gravitation, Ions, Cosmology“. Zu diesen Themen bestand bereits von Kiew aus eine enge Zusammenarbeit mit den internationalen MAGIC-Arbeitsgruppen am FIAS.

Die ukrainischen Wissenschaftler und ihre Angehörigen konnten vorübergehend in Gästehäusern der Stiftungen der Goethe-Universität und des Forschungskollegs Humanwissenschaften in Bad Homburg untergebracht werden. Das schnelle und große Engagement haben die Gastwissenschaftler am FIAS vor allem Horst Stöcker zu verdanken: „Es ging mir um rasche Übergangshilfe für Kollegen, die ich persönlich kannte, die teils zögerlich und verängstigt waren“.

Ebenso wie die Allianz der Wissenschaftsorganisationen verurteilt der FIAS-Vorstand den Angriffskrieg auf die Ukraine aufs Schärfste. Auch wenn die Wissenschaft weitgehend politikfrei sein sollte und immer wieder Brücken über internationale Konflikte geschlagen hat, darf niemand diesen Kriegshandlungen tatenlos zusehen. Daher bietet das FIAS ukrainischen Wissenschaftlern Hilfe an, wo auch immer möglich.


Aktuelle Informationen zu Forschung, Projekten und Veranstaltungen unter https://fias.institute/

Das FIAS (Frankfurt Institute for Advanced Studies)
ist eine interdisziplinäre Forschungseinrichtung in Frankfurt am Main. Hier entwickeln international ausgewiesene Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler Theorien zu komplexen naturwissenschaftlichen Zukunftsthemen in den Bereichen theoretische Naturwissenschaften, Computerwissenschaften und KI-Systeme sowie Lebens- und Neurowissenschaften. Über die Grenzen der Disziplinen hinweg erforschen sie mit Hilfe mathematischer Algorithmen und Simulationen die komplexen selbstorganisierenden Systeme der Natur. Das FIAS ist eine gemeinnützige Stiftung zwischen der Goethe-Universität und privaten Stiftern und Sponsoren.

Teile diesen Beitrag mit Freunden

Haus des Jugendrechts klärt Reihe von Straftaten im Grüneburgpark auf

Fahrrad-Polizei

Frankfurt-Westend-Nord

In den Sommermonaten des vergangenen Jahres kam es zu einer Reihe von Straftaten im Grüneburgpark, bei denen insbesondere Jugendliche und Heranwachsende zu Opfern wurden. Dabei traten 15 begangene Gewaltdelikte, wie gefährliche Körperverletzungen und Raubstraftaten, besonders hervor.

Der Frankfurter Polizei ist es nach umfangreichen kriminalpolizeilichen Ermittlungen des „Haus des Jugendrechts Mitte/Ost“ gelungen, einen Großteil dieser 15 Fälle zu klären und Tatverdächtige zu ermitteln. Bei diesen handelt es sich um eine mehrköpfige Gruppe aus dem Raum Groß-Gerau. Die Ermittlungen ergaben, dass sich diese Gruppierung in unterschiedlichen Zusammensetzungen im und um den Grüneburgpark herum aufhielt und ein Teil dieser Gruppe wiederum in unterschiedlicher Besetzung besagte Straftaten beging. Bisher wies die Polizei 7 jungen Männern im Alter zwischen 16 und 21 Jahren einzelne Taten oder Tatbeteiligungen nach.

Durch die in diesem Zusammenhang geführten Ermittlungen klärte die Polizei bis heute noch drei weitere Gewalttaten auf, die bis dato noch nicht angezeigt worden waren. Dabei handelt es sich um zwei weitere Raubstraftaten im Grüneburgpark sowie eine gefährliche Körperverletzung in der Holzhausenstraße.

Die weiteren Ermittlungen gegen die Tätergruppierung wurden, wie bei jugendlichen Tatverdächtigen üblich, durch die für den Wohnort zuständige Kriminalpolizei in Groß-Gerau übernommen.

Die Häuser des Jugendrechts führen als behördenübergreifende Einrichtungen alle am Jugendstrafverfahren beteiligten Institutionen (Polizei, Staatsanwaltschaft, Jugendhilfe im Strafverfahren) unter einem Dach zusammen. Zielsetzung ist ein abgestimmtes und schnelles Reagieren auf strafbares Verhalten junger Menschen. Damit soll ein Beitrag zur nachhaltigen Bekämpfung und Reduzierung der Jugendkriminalität in Frankfurt am Main geleistet werden. Aktuell gibt es in Frankfurt 4 solcher Einrichtungen. Eine davon hat ihren Sitz im Mertonviertel.


Rückfragen bitte an:
Polizeipräsidium Frankfurt am Main
Pressestelle
Adickesallee 70
60322 Frankfurt am Main
Direkte Erreichbarkeit von Mo. – Fr.: 07:30 Uhr bis 17:00 Uhr
Telefon: 069 / 755-82110 (CvD)
Fax: 069 / 755-82009

Weiterführender Link:

Teile diesen Beitrag mit Freunden

Beruf Hebamme – als duales Studium

Baby mit Decke

Erstmals zum Wintersemester 2022/2023 bietet das Hospital zum Heiligen Geist in Kooperation mit der Technischen Hochschule Aschaffenburg das duale Studium Hebammenkunde an. Das Vollzeitstudium ist untergliedert in Theorie- und Praxisphasen, wodurch Lerninhalte und Erfahrungen aus der Praxis miteinander verknüpft werden.

Bis zum 31. Mai 2022 können sich Interessierte für den neuen Studiengang bewerben.

Die Absolventinnen und Absolventen erwerben nach erfolgreichem Abschluss zum einen die staatliche Berufszulassung als Hebamme und zum anderen den akademischen Grad Bachelor of Science (B.Sc.).

Die Lerninhalte des Studiums erstrecken sich über die Themen Schwangerschaft, Geburt, Wochenbett, Stillzeit und die Bezugswissenschaften der Hebammenkunde bis hin zu weiteren Modulen wie bspw. hochkomplexe Betreuungsprozesse sowie Gesundheitswissenschaften.

Die Theoriephasen finden auf dem Campus der TH Aschaffenburg statt, wobei auch hier die Praxis nicht zu kurz kommt: In neu eingerichteten „Skill Labs“ lernt man direkt an modernsten Simulationspuppen in einer Kreißsaal-Umgebung. Die ausgewiesenen Praxisphasen finden im Hospital zum Heiligen Geist statt, das eines der klinischen Kooperationspartner der TH Aschaffenburg ist.

„Wir freuen uns, viele Studierende der Hebammenkunde im Hospital zum Heiligen Geist begrüßen und anlernen zu können, denn unsere Klinik für Geburtshilfe ist ein optimaler Ort, um alle wesentlichen Inhalte, die für den Beruf der Hebamme notwendig sind in familiärer Atmosphäre vermittelt zu bekommen“, so Pflegedirektor Klaus Engel vom Hospital. „Wir sind überzeugt, dass der neue duale Studiengang nicht nur optimal theoretisches Wissen mit der praktischen Anwendung verknüpft, sondern auch hoch professionell konzipiert ist und eine qualitativ anspruchsvolle Ausbildung zur Hebamme garantiert.“

Am Hospital zum Heiligen Geist kommen jedes Jahr durchschnittlich 1.200 Babys zur Welt. Die Geburtshilfe-Abteilung ist für ihre familienfreundliche Atmosphäre, individuelle Betreuung und qualitativ hochwertige Versorgung bekannt.


Über das Hospital zum Heiligen Geist

Das Hospital zum Heiligen Geist ist ein Akutkrankenhaus der Regelversorgung mit 276 Betten und 50 tagesklinischen Plätzen in der Psychosomatischen Klinik in der Innenstadt Frankfurts. Es ist Akademisches Lehrkrankenhaus der Goethe-Universität in Frankfurt am Main und einer von 6 ausgewiesenen unabdingbaren Notfallstandorten für das Versorgungsgebiet Frankfurt am Main und Offenbach. Die Patienten werden in 7 Fachkliniken und Instituten auf höchstem medizinischen und pflegerischen Niveau versorgt. Die Fachdisziplinen umfassen die Medizinische Klinik (Kardiologie, Gastroenterologie, Notfallmedizin und Pulmonologie), die Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie, die Klinik für Orthopädie, Unfall- und Wirbelsäulenchirurgie, die Psychosomatische Klinik, die Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe, die Klinik für Anästhesiologie sowie das Zentralinstitut für Radiologie. Zum Angebot zählen zudem die Onkologische Ambulanz, das Interdisziplinäre Schmerzzentrum sowie das zertifizierte Endoprothetikzentrum (EPZ). Weitere Informationen finden sich im Internet unter: www.hospital-zum-heiligen-geist.de.

Teile diesen Beitrag mit Freunden

Projekt „Foodtruck 4 Ukraine“

Foodtruck

Die Macher des Grüne Soße Festivals mussten in den vergangenen zwei Jahren immer wieder umdenken, Neues ausprobieren und zusätzliche Herausforderungen annehmen. Das hat dazu geführt, dass die Festivalbetreiber jetzt auch noch einen „Foodtruck“ (Imbisswagen) angeschafft haben. Bis der Wagen auch kommerziell eingesetzt wird, hat er eine sinnvolle Bestimmung gefunden:

Seit dem 22.04.2022 steht dieser Foodtruck an einer Flüchtlingsunterkunft im Norden Frankfurts. Natürlich werden alle Menschen, die in dieser Notunterkunft leben, durch die Stadt Frankfurt mit Essen versorgt. Um das Ankommen und Hiersein zu erleichtern, bereitet ein ehrenamtliches Team gemeinsam mit den Bewohnern der Unterkunft Pommes für Kinder und heiß begehrte ukrainische Suppen zu.

So lernt man sich kennen, übt die verschiedenen Sprachen und lebt ein bisschen Gemeinschaft in einer so plötzlich entstandenen fremden Umgebung.

Der Verein Grie Soß United e. V. hat dieses Projekt mit initiiert und freut sich über jede Spende, denn der Foodtruck soll so lange wie möglich dort stehen bleiben und Mittelpunkt für Freizeitkochen, Lernen und Spielen sein.

Foodtruck - Grüne-Soße-Festival

Eine einfache Möglichkeit seine Spende auf den Weg zu schicken, findet sich auf der Seite des Vereins: https://www.grie-soss-united.de/foodtruck-4ukraine/.

Foodtruck - Grüne-Soße-Festival


Verwandte Links

Teile diesen Beitrag mit Freunden

Spielplatz bauen mit Kindern – Mit wem denn sonst?

Bau Spatz-Spielplatz

Das Besondere an einem „Spatz“-Kinderspielplatz ist, dass die zukünftigen Nutzer bei Bau und Planung mit einbezogen werden. So ein Spielplatz wurde nun im „Kalbacher Stadtpfad“ errichtet und den Beteiligten hat es riesig Spaß gemacht.

Der Prozess war langwierig: die Kinderbeauftragte des Ortsbeirates, Frau Lang, hatte vor 3 Jahren den dafür notwendigen Antrag gestellt. Unter Federführung des Kinderbüros Frankfurt und zusammen mit dem Grünflächenamt der Stadt Frankfurt sind die Pläne ausgearbeitet worden und die Planungen entstanden.

Die Kinder und Jugendlichen aus Kalbach und Umgebung waren von Anfang an dabei. Weit über 140 Vorschläge sind gemacht und gesammelt worden. Auch 5 Entwürfe von Eltern waren dabei.

Bau Spatz-Spielplatz

In der Phase 1 durften die Kinder Pläne zeichnen, auf denen ihr Vorstellung des neuen Spielplatzes zu sehen war. Fragen nach Prioritäten, besonders wichtigen Elementen und was auf keinen Fall fehlen darf, unterstützten diesen Prozess.

In Phase 2 wurden die Pläne dann mit den Kindern zusammen besprochen. Ein Gesprächsleitfaden sorgte dafür, dass die Kinder nicht zugunsten der Erwachsenen untergingen, sondern mit Ihnen auf Augenhöhe kommunizieren konnten. Sicherlich eine interessante Erfahrung für beide Seiten. Auch die Themen Datenschutz (=Kinderschutz) und Infektionsschutz wurde dabei berücksichtigt.

Bau Spatz-Spielplatz

Am Ende standen dann die Spiel-Themen und die dafür infrage kommenden Spielgeräte fest. Im Juni 2021 hat das Projektteam die entstandenen Entwürfe für den neuen Spielplatz vor Ort vorgestellt.

Interessierte Kindergruppen waren dazu eingeladen, aber auch Erwachsene kamen zur Begutachtung mit ihren Kindern vorbei. Fragen wurden beantwortet und Änderungs- und Ergänzungsvorschläge wurden eingesammelt und für die weitere Planung mitgenommen.

Dann, Anfang Mai 2022 begann die praktische Umsetzung. 15 Mitarbeiter vom Alea-Team haben mit insgesamt 400 Freiwilligen (Kindern, Eltern, Großeltern, Nachbarn und ehrenamtlichen Helfern der Deutschen Bank) alles aufgebaut. An einigen Tagen waren bis zu 100 Helfer gleichzeitig da, um zu helfen. Innerhalb einer Woche ist so ein Spiele-Paradies entstanden, auch wenn noch ein paar Teile fehlen, weil zum Beispiel der Mörtel erst noch aushärten muss.

Bau Spatz-Spielplatz

Die letzte Phase – praktische Erprobung und finale Nutzung, hat somit begonnen und wird hoffentlich noch lange dauern …


Verwandte Links

Teile diesen Beitrag mit Freunden