Kategorie: RiedbergNEWS

Riedberger SV gewinnt den neuen Stadtteil-Preis

Es ist eine Auszeichnung für besonderes ehrenamtliches Engagement – und vermutlich auch für die Hartnäckigkeit, mit der das Team um Gaby Nagel für den Fortbestand der Alten Turnhalle am Grubweg als Sportstätte und Veranstaltungsort für Vereine kämpfte: Anlässlich des Neujahrsempfangs des Ortsbeirates am vergangenen Freitag wurde dem 2015 gegründeten Riedberger Sport- und Kulturverein (RSV) der neue Stadtteilpreis verliehen. 

Der Preis wurde im vergangenen Jahr zum ersten Mal ausgeschrieben und wird vom Ortsbeirats 12 Kalbach/ Riedberg an Vereine und Institutionen, aber auch an Einzelpersonen vergeben, die sich um die Weiterentwicklung und das soziale Zusammenleben im Stadtteil bemühen. Zudem gibt es einen Spendenscheck über 250 Euro. 

Die Ortsbeirats-Vorsitzende Carolin Friedrich würdigte in ihrer Rede das „unermüdliche Eigreifen“ des RSV für den Erhalt des maroden Gebäudes aus den 20er und 60er Jahren. Als man sich letztlich als Betreiber ins Spiel brachte, als der Abriss schon unausweichlich schien. Gaby Nagel wiederum erinnert sich an diesen „besonderen Moment“ Ende 2018, als Baudezernent Jan Schneider im Ortsbeirat dann plötzlich doch den Erhalt der alten Schulturnhalle in Aussicht stellte. Es soll eine Übergangslösung sein, bis eine neue Mehrzweckhalle im Stadtteil gebaut ist.

Von Sport bis Kinderbuchmesse – so wird die Alte Turnhalle genutzt

Am Boden ist braunes Holzparkett, wie man noch aus richtig alten Schulturnhallen kennen. Vorne eine große Bühne. Hinten eine Küche mit einem Vitrinenschrank, wie er noch bei Großmüttern stand. Die Alte Turnhalle in Kalbach ist nur mit den dringendsten Maßnahmen in puncto Lüftung, Heizung und Brandschutz saniert worden – da es aber zu wenige Sportstätten gibt, gerade in unserem Stadtteil, ist das Gebäude mehr als eine Alternative.

Aktuell wird die Halle von 25 Sportgruppen genutzt, auch von anderen Vereinen. Hinzu kommen Veranstaltungen wie die große Kinderbuchmesse des Kindervereins Kalbach im November, bei der im Vorfeld mehr als 450 Kinder aus dem Frankfurter Norden ihre Bewertungen für das „beste Kinderbuch“ abgegeben haben. 

Und da liegt auch eines der verbliebenen Probleme für Betreiber RSV: Denn seit der Sanierung sind aus feuerpolizeilichen Gründen nur noch 199 Personen zugelassen. Bei der Kinderbuchmesse gab’s – zum Glück bei erstaunlich gutem Wetter – die Preisverleihung außerhalb der Halle und dann wurde jeder einzelne kleine und große Besucher gezählt, der die Halle betreten wollte oder diese verlies. Jetzt hofft man, zumindest Ausnahmeregelungen für wenige Veranstaltungen im Jahr zu bekommen, wie das in anderen Bundesländern möglich ist.

Als der Preis am Freitag verliehen wurde, röhrte im Hintergrund die Heizung. Mal lauter, mal etwas leiser. War sie für kurze Zeit aus, wurde es ziemlich schnell ziemlich kalt. Auch das, so Gaby Nagel, soll bald der Vergangenheit angehören. Wenn die provisorische Anlage richtig eingestellt ist. Dann kann sie auch diese Baustelle endlich abhaken.

Foto oben: Die Ortsbeirats-Vorsitzende Carolin Friedrich und Gaby Nagel vom Riedberger SV bei der Preisverleihung am Freitag

Der Riedberger SV hat sich hartnäckig für den Erhalt der „Alten Turnhalle“ als Sportstätte und Veranstaltungsort für Vereine im Stadtteil eingesetzt Foto: MAINRiedberg

Statt Fitness-Studio: Boot Camp an der frischen Luft

Ein Angebot für alle, die nach Ostern endgültig raus aus dem „Winterschlaf“ kommen wollen: Ab dem 22. April 2020 startet der FC Kalbach ein Boot Camp für Mitglieder und Nicht-Mitglieder. „Bei uns gibt es kein stickiges Fitnessstudio, wir trainieren an der frischen Luft“, heißt es beim FCK.

Willkommen sind alle, die Lust auf ein Ganzkörper-Outdoortraining haben. Ob Anfänger oder Fortgeschrittene, männlich, weiblich, jung oder alt. Für jeden soll „das optimale Workout“ möglich sein, dank Fitness-Coach Nadine Orfao Pereira. Es geht darum, die Muskeln zu kräftigen, die Ausdauer zu trainieren und auch darum, effektiv Kalorien zu verbrennen. „Wir nutzen unser eigenes Körpergewicht sowie Tools, die das Training intensivieren, etwa Autoreifen, Medizinbälle, Gewichte oder Seile.“

Eine Schnupperstunde ist kostenlos. Weitere Informationen unter https://fc-kalbach.de/boot-camp/

Wann? ab 22. April immer mittwochs (19.00 – 20.30 Uhr) & freitags (20.00 – 21.30Uhr)

Wo? separater Bereich auf dem Sportgelände FC Kalbach

Foto: FC Kalbach

40 Reifen abgeschraubt und geklaut

In der Nacht von Freitag, den 14.02.2020, auf Samstag, den 15.02.2020, gelangten bislang unbekannte Täter im Gewerbegebiet von Kalbach auf das Gelände eines Zentrums für Nutzfahrzeuge und schraubten dort vierzig Kompletträder von Fahrzeugen der Marke Mercedes ab.

Die Unbekannten nutzten für ihre Tat auf dem Grundstück befindliche Unterlegkeile mit denen sie zehn Mercedes Vito aufbockten, welche im Außenbereich standen. Anschließend montierten sie an dem jeweiligen Fahrzeug Felgen und Reifen ab und verschwanden mit insgesamt vierzig Kompletträdern unbemerkt vom Gelände in der Heinrich-Lanz-Allee. Der Sachschaden beziffert sich auf etwa 40.000 Euro.

Die Polizei bittet Personen, welche in diesem Zusammenhang verdächtige Wahrnehmungen gemacht haben, mit dem 14. Polizeirevier unter der Rufnummer 069/755-11400 Kontakt aufzunehmen.

Informationen: Polizei Frankfurt

Foto: Archiv

„Billabong ist ein Zuhause für viele geworden“

Elternberatung, Hilfe bei Babys und Kleinkindern, Mehrgenerationenhaus, Stadtteilcafé, Weiterbildungs-Plattform FEMALE FUTURE Riedberg, Treff für „Digitale Senioren“, Repair Café, Sport – das Familienzentrum Billabong ist längst nicht mehr aus unserem Stadtteil wegzudenken. Vergangene Woche wurde bei der Mitgliederversammlung Bilanz gezogen. Das Resümee des Vorstandes: 2017 war mit den Bauarbeiten und der Unterschrift unter einen Mietvertrag für das neue Zentrum wohl eins der spannendsten Jahre der 11-jährigen Geschichte des gemeinnützigen Vereins, 2018 war „nervenaufreibend, fast pubertär“, mit allen emotionalen Höhen und Tiefen. In 2019 „sind wir angekommen und haben uns wohlgefühlt“. Jetzt hat man sich das Ziel gesetzt, dass „wir nicht mehr in der Größe, aber in der Qualität wachsen“.

Spätestens beim Rechenschaftsbericht wurde klar, dass das, was einst als Initiave jünger Mütter in einem Container des Gymnasiums startete, längst ein Verein mit dem Betriebseinnahmen und -ausgaben eines kleinen Unternehmens geworden ist. Auf mehr auf 550.000 Euro belaufen sich Einnahmen wie Ausgaben, wobei Letztere die Summe aus Einnahmen, öffentlichen Förderungen und Spenden etwas übersteigen. Durch Rücklagen konnte das kompensiert werden, soll aber die Ausnahme bleiben. „Auch dieses Jahr haben wir wieder gemerkt, dass wir oft nicht 100 Prozent planen können. Grund dafür ist, dass wir sehr eng an den Bedürfnissen des noch wachsenden Riedbergs entlang arbeiten“, erklärt Finanz-Vorstand Judith McCrory. Mit dieser Strategie sei man auch in 2019 wieder sehr erfolgreich gewesen. Vorstands-Kollegin Sabine Fiedler sagte später den Satz: „Billabong ist ein Zuhause für viele geworden.“ Vor allem das zählt.

Aktivitäten, Kurse, Mitarbeiter – die Billabong-Bilanz

Die Räume, inklusive des Stadtteilcafés werden Montag bis Freitag von 9:30 bis 20:30 intensiv genutzt. Im Tagesgeschäft sind 3 bis 5 parallel laufende Aktivitäten normal. Ohne die Café-Öffnungszeiten mit einzuberechnen, bietet das Familienzentrum bis zu 35 Stunden Aktivitäten und Kurse für unterschiedliche Zielgruppen pro Tag an. An manchen Tagen laufen rund 240 Menschen ein und aus. Zusätzlich sind dann im Café noch wartende Eltern, die Senioren von der benachbarten Seniorenwohnanlage, Lehrer der Marie-Curie-Schule, neben der Laufkundschaft. „Wir sind ein wahrer Treffpunkt geworden.“

Im vergangenen Jahr gab es 27 Kursleiter und rund 1200 Kursteilnehmer und 73 Kurse. An den 15 regelmäßigen Offenen Treffen haben 1750 Menschen im Alter von 0 bis 92 Jahren teilgenommen. Die Elternberatung ist verstärkt in Anspruch genommen worden mit insgesamt 10 Gesprächen. Schwerpunktthemen sind hier Finanzen und Erziehungsberatung.

Während der Vorstand ehrenamtlich arbeitet, wurde das Team von hauptamtlichen Mitarbeitern vergrößert. So konnten Verwaltung und Programm weiter ausgebaut werden. Ein Programm, das inzwischen eine Broschüre von 80 Seiten umfasst. 

Drei Vorstände wiedergewählt – Simone Hoppe legt Amt nieder, hat aber „Billabong immer im Herzen“

Bei den turnusgemäßen Vorstandswahlen wurden Sabine Fiedler, Judith McCrory und Melani Hummel wiedergewählt. Nur Simone Hoppe legte nach neun Jahren ehrenamtlicher Vorstandsarbeit ihr Amt als Personalvorstand nieder. Sie betonte aber, dass sie Billabong „weiter in meinem Herzen tragen wird“ und auch im Verein aktiv bleiben will. Ihre Vorstandskolleginnen sprachen auf der Billabong-Homepage nochmals einen großen Dank aus: „Der Verein hat sich in den letzten Jahren, auch dank Simones Einsatz bei den Personalthemen, zu einem vorbildlichen Arbeitgeber entwickelt. Wir wünschen Simone alles Gute für Ihren weiteren persönlichen Weg und sind uns ganz sicher, das wir uns wiedersehen.“

Frühjahrsmarkt, Zirkus-Projekt für Kinder, Prävention – das ist 2020 geplant

Ach ja, und langweilig wird es 2020 garantiert noch nicht: Ende März findet der erste Riedberger Frühjahrsmarkt für Kreative statt. Bereits seit Anfang des Jahres gibt es immer dienstags ein „offenes Atelier“. In der zweiten Osterferien-Woche wird ein Zirkus-Projekt für Kinder angeboten. Die Präventionsarbeit in Kooperation mit der Polizei wird weitergeführt. Für die von den Frankfurter Kinderbüros initiierten Aktionstage in 2020 zum Thema Kinderrechte sind auch im Familienzentrum zahlreiche Aktivitäten geplant. Zudem wird demnächst ein Konzept zur Vermietung des Medienraums und auch für die Außenbewirtschaftung des Cafés erarbeitet.

Ziel bleibt es weiterhin, dass Billabong eine „Plattform für ein gemeinschaftliches und freundliches Riedberg“ ist.

Foto: Archiv

Losverfahren: Schulleiterin warnt vor „Panikmache“

Es ist ein derzeit heißdiskutiertes Thema, das viele Eltern verunsichert: Ab sofort spielt beim Übertritt an die weiterführenden Schulen das Los eine entscheidende Rolle. Die Neuregelung wurde vom Staatlichen Schulamt eingeführt, um Rechtssicherheit zu schaffen, da es in der Vergangenheit regelmäßig zu Widersprüchen und Gerichtsverfahren kam. Es gab auch eine Klage vor dem Bundesverfassungsgericht. Helmut Kühnberger, Direktor des Riedberg-Gymnasiums, kritisiert das neue Verfahren scharf, da der naturwissenschaftliche und bilinguale Schwerpunkt der Schule nicht mehr als Auswahlkriterium gilt. Elternwille und Wohnortnähe zählen ebensowenig. Dr. Susanne Gölitzer, Schulleiterin der benachbarten IGS Kalbach-Riedberg, warnt im MAINRiedberg-Gespräch aber vor „Panikmache“.

„Es ist nicht so, dass jetzt kein Kind mehr in seine Wunschschule gehen kann“, sagt Gölitzer, die das neue Auswahlverfahren mit Blick auf die erst 2017 eröffnete Gesamtschule erläutert. Sie spricht auch von einem „Gerechtigkeitsfaktor“, nennt die neue Regelung „beinahe radikal demokratisch“. So werden weiterhin Härtefälle und Inklusionskinder bevorzugt, in der Regel auch Geschwisterkinder. Die übrigen Schulplätze aber werden unter allen Anmeldungen verlost.

Warum das Losverfahren für mehr Gerechtigkeit sorgen könnte

Bisher nahm man Kinder aus den Grundschulen im Stadtteil auch gruppenweise auf. Das ist nun nicht mehr möglich, „begünstigt aber Kinder, die außerhalb des Riedbergs wohnen und die bisher oft das Nachsehen hatten, ein bisschen mehr, während es für Kinder hier vor Ort vielleicht ein bisschen schwieriger wird“. Für die IGS insgesamt sei es aber kein so gravierender Unterschied, weil die Frankfurter Gesamtschulen immer schon alle Kinder ungeachtet der jeweiligen Empfehlung aufgenommen haben.

Susanne Gölitzer geht davon aus, dass die meisten Kinder, die mit Erstwunsch die Gesamtschule Kalbach-Riedberg wählen, hier einen Platz bekommen werden. Deshalb liegt sozusagen der Ball bei den Eltern, die eine bewusste Auswahl treffen sollten. Am liebsten würde sie ihnen mit auf den Weg geben: „Machen Sie sich keine so großen Sorgen. Wir haben 100 Plätze und die werden wir natürlich vergeben.“

Ärgerlich sei allerdings, dass man keine Gruppen aus Grundschulen, mit denen man kooperiere, mehr aufnehmen könne. Hinzu kommt, dass das besondere Profil, das alle hessischen Schulen angehalten sind zu entwickeln, kein Auswahlkriterium mehr ist. Das Sprach- und Kommunikationsprofil der IGS, „in das wir viel Zeit und Mühe investiert haben“, darf bei der Platzvergabe kaum noch eine Rolle spielen. Das beliebte Französisch- und Spanischangebot an der Schule wird aber definitiv bestehen bleiben.

Foto: Archiv 

Warum benötige ich eine Vorsorgevollmacht?

Es ist genau das, wofür sich Menschen im Alter fürchten: Plötzlich schwinden die Kräfte und man ist nicht mehr in der Lage, die wichtigsten Dinge im Leben selbst zu regeln. Sogar Ehegatte und Kinder sind nur berechtigt, den Betroffenen zu vertreten, wenn eine Bevollmächtigung vorliegt – aber das wissen leider viele nicht.

Der Sozialverband VdK Deutschland wird heute, 12. Februar 2020, von 16 bis 19 Uhr im Familienzentrum Billabong einen Vortrag zu den Themen Vorsorgevollmacht, Betreuungsverfügung und Patientenverfügung halten.

Wo? Graf-von-Stauffenberg-Allee 46 b, Frankfurt/ Riedberg. Es ist keine Anmeldung notwendig. Die Veranstaltung ist kostenfrei.

Was ist eine Vorsorgevollmacht?

Mit einer Vorsorgevollmacht bevollmächtigen Sie eine andere Person, zu der Sie unbedingtes und uneingeschränktes persönliches Vertrauen haben. Nur diese kann dann im Falle einer Notsituation alle oder bestimmte Aufgaben für Sie erledigen und rechtskräftige Entscheidungen treffen. So können beispielsweise Eheleute nicht alleine deshalb, weil sie verheiratet sind, ohne weiteres füreinander rechtsgeschäftlich handeln. Dies gilt auch für erwachsene Angehörige untereinander. Im Weiteren werden auch die Patienten- und Betreuungsverfügung heute ergänzend besprochen.

„In unserer Veranstaltung erklären wir Ihnen verständlich, was eine Vorsorgevoll- macht bedeutet und was es zu beachten gilt. Im Anschluss sind wir auch gerne für Ihre Fragen da“, heißt es beim VdK. Musterformulare für die Vorsorgevollmacht, Patienten- und Betreuungsverfügung liegen bei der Veranstaltung zum Mitnehmen bereit.

Symbolfoto: Luis Machado / Unsplash

Sturmwarnung! An diesen Schulen im Stadtteil fällt der Unterricht aus – auch eine Kita geschlossen

Nach Auskunft des Deutschen Wetterdienstes ist im Großraum Frankfurt in der Nacht zum Montag sowie am Montagvormittag mit schweren Sturm- und Orkanböen zu rechnen. Bedingt durch die Sturmwarnung fällt der Unterricht am heutigen Montag, 10. Februar, am Gymnasium Riedberg, an der IGS Kalbach-Riedberg sowie an der Marie-Curie-Schule und der Grundschule Kalbach aus. „Diese Maßnahme erfolgt, da die Sicherheit aller Betroffenen oberste Priorität hat“, heißt es beispielsweise in einer Mitteilung des Gymnasiums, die Sonntagabend kurz nach 18 Uhr die Eltern aller Schülerinnen und Schüler per Mail erhalten haben.

An der Grundschule Kalbach gibt es die Möglichkeit einer Notbetreuung bis 11.30 Uhr.

Laut hessenschau.de fällt im Frankfurter Norden auch im Gymnasium Nord, der Ernst-Reuter-Schule, Wöhlerschule und Ziehenschule der Unterricht aus.

Die Kita Krambambuli in Kalbach hat heute ebenfalls geschlossen, allerdings wird es eine Notgruppe geben.

Das hessische Kultusministerium hatte mitgeteilt, es unterstütze alle Schulleitungen, die sich dafür entschieden, den Unterricht für Montag aus Sicherheitsgründen abzusagen. Grundsätzlich sollte in diesen Fällen, wenn es möglich und zumutbar ist, eine Notbetreuung gewährleistet werden. Jedoch sollte bei extremen Witterungsverhältnissen der Schulweg nicht angetreten werden.

Sobald wir weitere Rückmeldungen aus Riedberg und Kalbach erhalten, werden wir diese ebenfalls hier bekannt geben. Informationen gerne an mail@main-riedberg.de

Erwartet werden auch spürbare Auswirkungen auf den Berufsverkehr. Bereits am Sonntag warnte der RMV vor „Ausfällen und Verspätungen aufgrund des Unwetters“.

Die Deutsche Bahn stellte bereits Sonntagabend den Fernverkehr bundesweit ein. Aktuelle Informationen finden Sie unter http://bahn.de/aktuell 

Auch der Flugverkehr ist stark beeinträchtigt: Wegen der Wetterlage sind am Sonntag bereits 150 von 1200 geplanten Starts und Landungen am Frankfurter Flughafen gestrichen worden. Dabei handelte es sich vor allem um Flüge innerhalb Europas. Für den Montag gab es im Laufe des Sonntags bereits 130 Annullierungen bei geplanten 1300 Flugbewegungen. Reisende können sich bei ihrer Airline, die Hotline 01806-3724636 oder über www.frankfurt-airport.com über den Status ihres Fluges informieren.

Foto: MAINRiedberg

Riedberg: Schulleiter kritisiert neues Losverfahren

Rund 300 Viertklässler aus Riedberg und Kalbach wechseln im Sommer auf die weiterführenden Schulen. Doch die Verunsicherung ist groß. Denn aufgrund einer Neuregelung wird mehr und mehr das Los über die Platzvergabe entscheiden. Helmut Kühnberger, Schulleiter des Riedberg-Gymnasiums, kritisiert gegenüber hessenschau.de das neue Verfahren und erklärt: „Nun verbietet uns das Staatliche Schulamt, die Wünsche der Eltern zu berücksichtigen.“

Das Gymnasium Riedberg, inzwischen eine der beliebtesten Schulen Frankfurts, hat das sich vor Jahren für den sogenannten MINT-Schwerpunkt (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) in Verbindung mit zweisprachigem Unterricht entschieden. Das gilt ab sofort nicht mehr als Auswahlkriterium. Ebensowenig der Sprachschwerpunkt der IGS Kalbach-Riedberg, die Französisch und Spanisch ab der sechsten Klasse anbietet. Als einzige Gesamtschule im Norden. 

Die wichtigsten Fragen und Antworten zum neuen Losverfahren

Was ändert sich ab sofort bei der Platzvergabe?

Bei der Vergabe von Plätzen an die weiterführenden Schulen wird das Los eine viel größere Rolle als in den vergangenen Jahren spielen. Melden sich zu viele Schüler für eine Schule an, werden die meisten Plätze verlost – nur wenige gesetzliche Kriterien, die Härtefallregelung und die Geschwisterkindregelung können vorab zu einer Auswahl von Schülern führen.

Welche Kriterien zählen beim Auswahlverfahren? 

Härtefälle oder Inklusionskinder erhalten den Vorzug. Bevorzugt werden auch Kinder, wenn sie eine Fremdsprache (außer Englisch) wählen, die mit der Sprachenfolge der Schule übereinstimmt. Daneben gelten derzeit nur zwei zertifizierte Schwerpunkte, nämlich „Sport“ und „Musik“, wie sie beispielsweise die Wöhlerschule (Musik) oder die Carl-von-Weinberg-Schule (Sport) anbieten. Der Schwerpunkt Naturwissenschaften zählt nicht mehr. Hat die Schule die gesetzlichen Kriterien unter allen Anmeldungen geprüft, kann die Schule entscheiden, ob sie Geschwisterkinder bevorzugt aufnimmt.

Welche Kriterien zählen nicht mehr?

Wohnortnähe, Schulkooperationen und Bewerbungsschreiben der Eltern werden nicht mehr berücksichtigt.

Wann und wie entscheidet das Los?

Alle Schulplätze, die nicht nach den oben genannten Kriterien vorab vergeben wurden, werden verlost. Das Losverfahren findet an den einzelnen Schulen statt, dabei gilt das 6-Augen-Prinzip. Wenn es mehr Anfragen als Plätze gibt und die Losverfahren an den möglichen Erst- und Zweitschulen durchgeführt wurden, kommt das Staatliche Schulamt ins Spiel und ruft die sogenannte Verteilkonferenz ein. Hier treffen sich die Schuldirektoren der gewünschten Schulform mit freien Plätzen, um die verbliebenen Kinder zu „verteilen“.

Warum gibt es diese Neuregelung?

Das Staatliche Schulamt will mehr Rechtssicherheit bei der Schulplatzvergabe schaffen. Beim bisherigen Verfahren kam es regelmäßig zu rechtlichen Widersprüchen und Gerichtsverfahren. Es gab sogar eine Klage vor dem Bundesverfassungsgericht.

Wird das neue Losverfahren bleiben oder sind in Zukunft weitere Auswahlkriterien denkbar?

Das Gymnasium Riedberg und vier weitere Frankfurter Schulen haben beim Kultusministerium bereits beantragt, dass der MINT-Schwerpunkt als Auswahlkriterium staatlich anerkannt wird. Dann könnte man zur bisherigen Praxis zurückkehren und vor einem Losverfahren die Schülerinnen und Schüler bevorzugt aufnehmen, die das naturwissenschaftliche Profil konkret wünschen.

Foto: MAINRiedberg

Kinderfasching in Riedberg und Kalbach

Pirat, Ninja oder Indianer? Elfe, Prinzessin oder lieber doch ein starkes Cowgirl? Laut Umfragen liegen 2020 diese Karnevalskostüme bei den Kids weit vorne. Und für die ganz Kleinen werden Babykostüme immer beliebter, wie Tiger, Affe oder Lämmchen. Die beste Nachricht so kurz vor den närrischen Tagen aber ist: In diesem Jahr wird es zwei kunterbunte Feste für Kinder im Stadtteil geben – allerdings am gleichen Tag.

Am Faschingssonntag, den 23. Februar 2020, findet im gesamten Billabong Familienzentrum wieder eine Kinder-Faschingsfeier von 15 – 18 Uhr statt.

Es gibt Glitzertattoos, Zauberer, Musik, Tanz, leckere Kreppel, Brezeln und Getränke, Ruheraum für ganz Kleine. Der Eintritt kostet 2 Euro. Wo? Kinderzentrum Billabong, Graf-von-Stauffenberg-Allee 46 b, Frankfurt-Riedberg. Informationen unter www.billabong-family.de

Auch der Riedberger SV lädt am 23. Februar zu einer tollen Faschingsfeier ab 15 Uhr in der Alten Turnhalle, Grubweg 6, 60437 Frankfurt.

Karten gibt es für 3 Euro, solange der Vorrat reicht. Ticketbestellung ist unter Kartenvorverkauf@riedberger-sv.de möglich. Weitere informationen unter www.riedberger-sv.de

Und noch eines ist wichtig: Verkleidung ist unbedingt erwünscht! 

Foto: Archiv

 

So machen Eltern Kinder stark

Neues Angebot im Riedberger Eltern-Kind-Treff: Der Kinderschutzbund bietet ab 19. Februar Mittwoch abends einen Elternkurs zum Thema „Starke Eltern – Starke Kinder“  an. „Es ist ein präventives Kursangebot an alle Eltern, die sich Gedanken um das Miteinander in der Familie und die Entwicklung ihrer Kinder machen“, heißt es beim Kinderschutzbund. „Wir möchten Eltern in Ihrem Selbstvertrauen als Erziehende stärken und darin unterstützen, den Erziehungsalltag positiv wahrzunehmen.“ So könne man Kindern die Sicherheit geben, die sie für eine gute Entwicklung brauchen. Ziel ist es, den Umgang in der Familie unter Beteiligung aller mit mehr Humor, Freude und Gelassenheit zu meistern.

Der Kurs beinhaltet zehn Einheiten. Jedes Treffen steht unter einem Thema und einem Motto, beispielsweise „Achte auf die positiven Seiten Deines Kindes“. Neben kurzen theoretischen Einführungen stehen praktische Übungen und der Austausch unter den Kursteilnehmerinnen und Kursteilnehmern im Mittelpunkt der Treffen. Diskussionen und Austausch zeigen auf, wie das Alltagsleben mit Kindern positiv gestaltet werden kann.

Jede Kurseinheit endet mit einer praktischen Aufgabe für den Familienalltag. „Kleine und große Kinder urteilen, dass sie mit ihren Eltern nach dem Kurs besser klar kommen“, ist man beim Kinderschutzbund überzeugt.

Der Kurs findet ab 19. Februar immer mittwochs von 19.30 bis 21.30 Uhr im Eltern-Kind-Treff Riedberg, Riedbergallee 15 (Haltestelle U8/U9 Uni Campus Riedberg), statt.

Informationen und Anmeldung unter https://www.kinderschutzbund-frankfurt.de/starke-eltern-starke-kinder/