Kategorie: RiedbergNEWS

17-Jähriger im Bonifatiuspark ausgeraubt

Am Dienstagabend raubten zwei 15 und 16 Jahre alte Jugendliche einen 17-Jährigen im Bonifatiuspark aus. Eine Polizeistreife konnte die beiden Täter festnehmen.

Der 17 Jahre alte Schüler war gegen 17 Uhr im Bonifatiuspark am Riedberg unterwegs, als er von den späteren Beschuldigten angesprochen und nach Tabak gefragt wurde. Während des Gesprächs packte ihn einer der beiden plötzlich von hinten und hielt ihn fest. Der Zweite versuchte ihm daraufhin, eine Wellensteyn-Jacke auszuziehen. Mit vorgehaltenem Schraubenzieher forderte man die Wertsachen des 17-Jährigen.

Die zwei Angreifer raubten schließlich Jacke, Mütze, Umhängetasche sowie ein Smartphone. Anschließend flüchteten sie. Anhand der Personenbeschreibung gelang es aber einer Streife des 14. Reviers (Mertonviertel), die zwei Flüchtigen im Rahmen der Fahndung aufzuspüren und einer Kontrolle zu unterziehen. Bei ihnen fanden die Polizisten auch einen Teil der Beute.

Nach ihrer Festnahme wurden die beiden Jugendlichen auf das Polizeirevier gebracht und im Anschluss der polizeilichen Maßnahmen an ihre Erziehungsberechtigten übergeben.

Foto: Maximilian Scheffler on Unsplash

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Märchen-Magie und Musiktheater per Videostream

Von Monika Nowicka

Mit einem Klick zum Glück – abenteuerlich, romantisch, bezaubernd: In wenigen Tagen, am 29. November, ist es soweit, dann dürfen alle Märchenfans die Premiere von MärchenMusigg@home mit „Hans im Glück auf Reisen“ in den eigenen vier Wänden genießen. Auch eine Riedberger Musikerin ist dabei.

Zünden Sie in Ihrem Wohnzimmer Kerzen an, lassen Sie den Duft von frisch gebackenen Plätzchen in die Nase steigen und vergessen Sie für einige Augenblicke die Welt da draußen…

Denn ein besonderes Musik-Projekt macht das Unmögliche möglich und zaubert per Videostream eines der schönsten Märchen der Brüder Grimm, „Hans im Glück“, mit Orchester-Begleitung zu uns nach Hause. Ein tolles Event für die ganze Familie!

Einer der Menschen, die hinter diesem kreativen Konzept stehen, ist die Riedbergerin Anneke Hammer. Sie ist Co-Autorin des Musiktheaterprojekts und Mitglied im Blasorchester von „Endlisch Musigg“, das im Jahr 2006 gegründet wurde. Ganz nach dem Motto „Es ist nie zu spät, seine Kindheitsträume zu erfüllen“, wollen Musikbegeisterte hier ihre Chance nutzen und gemeinsam musizieren. Normalerweise sind die Konzerte live. So wurden bereits „Spieglein, Spieglein an der Wand“, „Frohe Weihnachten Mr. Scrooge“ oder „Pinocchios abenteuerliche Reise“ aufgeführt.

Doch mit Corona war ein Umdenken nötig. „Da wir bereits im Frühjahr überlegten, wie ein Konzert aussehen könnte, falls Konzerte nicht wie gewohnt mit Publikum stattfinden dürften, entstand schon früh die Idee eines Onlineprojekts“, erzählt Anneke. So entstand die Idee für MärchenMusigg@home.

Das Engagement vieler Menschen, viele Arbeitsstunden und die entsprechenden Hygiene-Schutzmaßnahmen waren nötig, um das Projekt zu verwirklichen. Die SNR Musikproduktion und 100above Media Filmproduktion unterstützten die Aufnahmen in der Kulturhalle Rödermark. Die 45 Musigger des Orchesters wurden von Andreas Zöller dirigiert. Gesprochen wird das Märchen von Jürgen Fritsche. Der Illustrator Joël Keßler lässt durch seine einzigartigen Zeichnungen die kleine Welt des „Hans im Glück“ Wirklichkeit werden. Eine weitere Besonderheit ist, dass es ein Mitmach-Musiktheater ist. So wurden im Vorfeld kleine Percussion-Instrumente, so genannte Eggshaker, verkauft. Diese können während des Konzerts nach Anweisung des Dirigenten von den Kindern eingesetzt werden.

Ab 29. November ist „Hans im Glück“ über MärchenMusigg.de und auf dem YouTube-Kanal von „Endlisch Musigg“ kostenlos abrufbar.

Foto: Endlisch Musigg

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Tolles Jubiläum: 25 Jahre Weihnachts-Aktion für Frankfurter Kinder

In einer von Sorgen geprägten Zeit möchte das Frankfurter Kinderbüro ein kleines Licht der Freude aussenden. Zum 25-jährigen Jubiläum der Aktion „Ihr Weihnachtsgeschenk für Frankfurter Kinder“ dürfen sich wieder bedürftige Kinder über Geschenke freuen – ein „Wunschbaum“ steht demnächst auch wieder im Nordwestzentrum!

Jetzt hängen wieder Wunschkarten an Weihnachtsbäumen, die in verschiedenen Geschäften von Sachsenhausen bis zum Norden Frankfurts aufgestellt werden. Wer etwas schenken möchte, nimmt eine Karte ab, kauft ein Gesellschaftsspiel oder Buch der eigenen Wahl für die angegebene Altersgruppe. Wer möchte kann auch eine individuelle Grußbotschaft auf der Karte verfassen. Das mit der Wunschkarte versehene Geschenk gibt er oder sie bis Montag, 14. Dezember, in einem der beteiligten Geschäfte oder im Kinderbüro ab. Die Geschenke werden vom Kinderbüro eingesammelt und kurz vor Weihnachten an die beteiligten Einrichtungen, etwa Flüchtlingseinrichtungen und Einrichtungen der Drogenhilfe, verteilt.

Der Baum im Nordwestzentrum wird erst in den nächsten Tagen aufgestellt. Wunschkarten man sich aber bereits jetzt Montag bis Samstag von 10 bis 20 Uhr in der Kundeninformation des Nordwestzentrums im Untergeschoss holen.

Vor 25 Jahren ersann die Wirtschaftsförderung der Stadt Frankfurt die Idee, von Armut betroffenen Kindern ein schöneres Weihnachten zu bescheren. Die beeindruckende Bilanz: Seit 1996 konnten über 70.000 Präsente übergeben werden – zu Beginn waren es jährlich 600, mittlerweile sind es 5000. „Ich freue mich, dass sich die Menschen schon so lange für diese Aktion begeistern. Sie alle übernehmen gesellschaftliche Verantwortung und bringen Kinderaugen zum Leuchten“, sagt Sylvia Weber, Dezernentin für Integration und Bildung.

Diesmal steht die Überraschung im Mittelpunkt

Um in der Pandemie die Weihnachtsaktion durchführen zu können, ändert sich diesmal ein entscheidender Punkt: Die Kinder können keinen persönlichen Wunsch angeben, sondern werden mit einem Geschenk überrascht. „Ganz bewusst haben wir die beiden Kategorien ‚Gesellschaftsspiel‘ und ‚Buch‘ gewählt. Für einige Zeit in eine andere Welt eintauchen zu können, tut uns momentan allen gut – Kindern wahrscheinlich noch ein bisschen mehr“, sagt Sylvia Weber. „Wir freuen uns, trotz der widrigen Umstände die Jubiläumsauflage der Weihnachtsaktion durchführen zu können. Bitte unterstützen Sie die Aktion auch in diesem Jahr. Ich wünsche allen erholsame und friedliche Feiertage und ein gesundes neues Jahr.“

Auf der Homepage des Frankfurter Kinderbüros unter http://www.frankfurter-kinderbuero.de finden sich weitere Informationen.

Der für uns nächste Weihnachtsmarkt-Wunschbaum steht im Nordwestzentrum. Weitere Standorte unter kinderbuero-frankfurt.de/images/stories/weihnachtsktion

Foto: Frankfurter Kinderbüro

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Mehr Wildpflanzen für den Riedberg – Kita-Kinder helfen mit

Mehr Natur wagen – das will die Klimaschutz-Initiative Riedberg (KIR). Jetzt wurden gemeinsam mit der Kita TraumBaum zwei Wildpflanzenbeete angelegt. Auch die kleinen Gärtner haben fleißig mit angepackt. Doch das soll erst der Anfang sein.

Der Einsatz von Pestiziden und das mangelnde Angebot an ursprünglichen Futterpflanzen machen den Insekten zu schaffen. Wissenschaftler gehen davon aus, dass sich der Bestand an fliegenden Insekten seit den 90er Jahren um 50% verringert hat. „Wir möchten dazu beitragen, dass Insekten bei uns wieder Futter und Brutflächen finden, denn sie sind nicht nur wichtige Bestäuber, sie leisten auch einen erheblichen Beitrag zum Erhalt der Artenvielfalt“, heißt es bei der Klimaschutz-Initiative Riedberg, wo man eine besondere Pflanzaktion gestartet hat. An einzelnen Baumscheiben – also Flächen rund um Stadtbäume – sollen immer mehr Wildpflanzen auf öffentlichen Flächen wachsen. 

Seit Mitte November gibt es jetzt zwei Beete vor der Riedberger Kita TraumBaum. Die Leitung hat die Idee der Klimaschützer aufgenommen und zwei Wildpflanzenbeete mit den Kindern der Kita angelegt, die unter anderem mit Spendengeldern der Eltern finanziert werden konnten. Die Kinder der Kita haben fleißig mit angepackt, gerodet, umgegraben und gepflanzt. Einige Kinder waren so motiviert, dass sie sogar ihre eigenen Handschuhe und Arbeitshosen von zu Hause mitbrachten.

Jetzt gibt es zwei Wildpflanzenbeete vor der Kita TraumBaum. Hier bei der Einweihung: Kita-Leiterin Naomi Wille, Hendrik Lang (stellv. Leitung) sowie Heike Maucher und Ina Mirel von der Klimaschutzinitiative Foto: KIR

Das Projekt Naturnahes Gärtnern soll helfen, Kindern die Faszination für die Natur näherzubringen. „Wir freuen uns sehr, dass die Kita sogar im Frühjahr noch weitere Beete manlegen möchte. Dafür laufen schon die Vorbereitungen und Abstimmungen mit dem Grünflächenamt“, berichtet KIR-Sprecherin Ina Mirel. Bei der Pflanzenauswahl wird auf die Trockenheitsresistenz sowie auf eine lange Blütezeit über das Jahr geachtet, „um den Insekten über viele Monate Nahrung anbieten zu können“.

Die ersten Beete – bei der Einweihung mit einem goldenen Blätterteppich bedeckt – sehen noch etwas unscheinbar aus. Die Pflänzchen sollen über den Winter ruhen und im Frühling zu neuem Leben erwachen. Die Beete wurden mit Infotafeln ausgestattet, die das Projekt „Naturnahes Gärtnern“ vorstellen, die Beetpatin KitaTraumBaum benennen und Infos zu den verwendeten Wildpflanzen geben.

Weitere Informationen unter klimaschutz-initiative-riedberg.de. Kontakt über naturgaertnern@klimaschutz-initiative-riedberg.de

Foto oben: Klimaschutz-Initiative Riedberg

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So könnte der neue Stadtteil Nordwest aussehen

Zwischen Niederursel und Praunheim, also nicht weit vom Riedberg entfernt, könnte der neue Stadtteil „Frankfurt Nordwest“ mit mehr als 8000 Wohnungen entstehen. Jetzt hat eine Jury das Siegerkonzept vorgestellt. Weitere Untersuchungen laufen.

Seit März haben sieben Teams aus Stadt- und Landschaftsplanern begleitet durch einen breit angelegten Bürgerdialog für den Neuen Stadtteil der Quartiere Studien zu Stadt und Landschaft erarbeitet. Am Mittwoch hat eine hochkarätig besetzte Jury diese Studien zu Stadt- und Landschaft bewertet – und als überzeugendsten Beitrag das Konzept „Quartiere im Kreislauf“ des Teams Cityförster und Urbane Gestalt ausgewählt. Mitglieder der Jury waren Vertreter der Frankfurter Regierungskoalition, Vertreter des Planungsdezernats und des Umweltdezernats sowie nationale und internationale Experten aus den Bereichen Stadtplanung, Landschaftsplanung, Verkehrsplanung, Ökologie, Wirtschaft und Gesellschaft.

8600 Wohnungen und „autoarme“ Quartiere

Planungsdezernent Mike Josef stellte die Ergebnisse gemeinsam mit der Jury-Vorsitzenden Barbara Ettinger-Brinckmann, Präsidentin der Bundesarchitektenkammer, und weiteren Stadtplanern und Experten vor. „Mit dem Konzept ‚Quartiere im Kreislauf‘ haben wir eine sehr gute Grundlage für die weiteren Untersuchungen und einen guten ersten Eindruck davon, wie das Gebiet künftig aussehen könnte.“ Geplant sind rund 8600 Wohnungen, die sich auf vier Quartiere mit vielfältigen Wohnformen verteilen. In den einzelnen autoarmen Quartieren sind sogenannte ‚Hubs‘ mit Mobilitätsangeboten, Einkaufsmöglichkeiten, Gastronomie, Bildungseinrichtungen, Jugendzentrum und Quartiersgaragen anstelle von Tiefgaragen geplant.

Der Entwurf sieht vor, dass von dem Untersuchungsraum von 425 Hektar rund 75 Prozent für Landwirtschaft, Grünflächen, Gärten, Parks und begrünte Innenhöfe reserviert werden. Rund um den neuen Öko-Bauernhof ‚Agro-Hub‘ sollen kleinteilige Anbauflächen und Gartenland für die Bewohner der bestehenden und neuen Quartiere entstehen. „Der Entwurf hat die Frage, wie Stadt und Landschaft gemeinsam geplant werden können, hervorragend beantwortet“, sagte Planungsdezernent Mike Josef.

„Es hat sich gezeigt, dass der breit angelegte Bürgerdialog maßgeblich zur Qualität der Studien beigetragen hat“, sagte die Präsidentin der Bundesarhcitektenkammer. „Die vier vorgeschlagenen Quartiere respektieren gepaart mit einem schlüssigen Erschließungskonzept Landschaftsraum und Klimatologie vor Ort und geben gleichzeitig der Landwirtschaft eine Zukunftsperspektive“, fasste Martin Hunscher die Bewertung des Preisgerichts zusammen.

Bürgerbeteiligung bei den Planungen

Die vorbereitenden Untersuchungen zu „Frankfurt Nordwest – neuer Stadtteil der Quartiere“ werden als sogenanntes „kooperatives Verfahren“ mit einer breit aufgestellten Bürgerbeteiligung durchgeführt. Die unterschiedlichen Lösungsansätze wurden schon während der Bearbeitung diskutiert, die Entwürfe verbessert, geändert und konkretisiert. 

Die Empfehlung der Jury, die Studien, Wirtschaftlichkeitsberechnungen und die fachlichen Grundlagen fließen bis Ende 2021 in einen Abschlussbericht ein. Erst danach kann die Stadtverordnetenversammlung entscheiden, ob diese städtebauliche Entwicklungsmaßnahme sinnvoll ist und eingeleitet werden soll.

Informationen & Foto: Stadt Frankfurt

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Billabong: Sorgentelefon und Speisen „to go“ im Café

Rat und Hilfe beim Familienzentrum Billabong: Ab sofort ist wieder das „Sorgentelefon“ erreichbar. Zudem werden im Café Speisen „to go“ angeboten.

„Für die Zeit der Schließung bieten wir wieder wochentags von 10 bis 13 Uhr unser Sorgentelefon an. Hier können sich Menschen melden, die einfach einmal reden wollen oder sich bei Problemen beraten lassen möchten. Sie erreichen uns unter 069/98957795“, erklärt Sabine Fiedler vom Billabong-Vorstand.

Zudem werden im Café Billabong Speisen wieder „to go“ angeboten. Das aktuelle Tagesangebot plus Speisekarte findet man unter billabong-family.de/cafe-billabong, Quiche gibt es nach Verfügbarkeit. „Wir erbitten eine telefonische Vorbestellung unter 069 – 98957795, um Warteschlangen und -zeiten zu minimieren“, heißt es im Familienzentrum in der Graf-von-Stauffenberg-Allee. Die Abholung kann zwischen 12 und 14 Uhr gegen Barzahlung erfolgen. Das Tagesangebot kann auch vorbestellt und im Raum Kalbach/ Riedberg geliefert werden. Suppen kosten 5,50 Euro und andere Gerichte 6,50 Euro.

Weitere Informationen unter billabong-family.de

Foto: Archiv

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Digitaler Workshop zum Thema „COVID 19 – wo stehen wir?“

Corona – wo stehen wir? Im Centre for Dialogue at Campus Riedberg (CfD) informieren und diskutieren renommierten Wissenschaftler*innen am 15. November über den neuesten Stand der Entwicklung von Medikamenten und Impfstoffen. Der Workshop wird im Live-Stream übertragen.

Der Ausbruch von COVID-19 wurde nach rapider globaler Ausbreitung am 12. März 2020 von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zur Pandemie erklärt. In Europa gibt es bisher noch keinen zugelassenen Impfstoff gegen SARS-CoV-2. Im Rahmen des Workshops am Centre for Dialogue at Campus Riedberg (CfD) werden aktuelle Aspekte der Coronaforschung und der Arzneimittel- sowie Impfstoffentwicklung referiert.

Es geht aber auch um weitere Fragestellungen. Denn neue Entwicklungen in der Biologie liefern bahnbrechende Erkenntnisse und Methoden für Medizin, Landwirtschaft und Bioökonomie. Werden wir zukünftig unsere Gene gezielt verändern und optimieren können? Wird es neben friedlichen Anwendungen auch neuartige Bedrohungen aus der Biologie für unsere Gesellschaft geben? Naturwissenschaftliche Friedensforschung und angewandte Ethik ermöglichen, Chancen und Risiken biologischer Forschung besser zu verstehen und verantwortungsvolles Handeln in den Lebenswissenschaften zu fördern – davon ist der Theologe und Philosoph Dr. Dominiek Lootens, Leiter des CfD, überzeugt.

Das sind die Experten vor Ort

Zu den Experten vor Ort zählen: Prof. Dr. med. Sandra Ciesek, Institut für Medizinische Virologie/ Goethe-Universität, Prof. Dr. Heinz Osiewacz, Institut für Molekulare Biowissenschaften, Universitätsklinikum Frankfurt, Prof. Dr. Manfred Schubert-Zsilavecz, Pharmazeutische Chemie, Goethe-Universität, sowie Dr. Mirko Himmel, Zentrum für Naturwissenschaft und Friedensforschung der Universität Hamburg und Prof. Dr. phil. Birgit Beck, Institut für Philosophie, Literatur-, Wissenschafts- und Technikgeschichte, TU Berlin.

Der Corona-Workshop am CfD findet am Sonntag, 15. November, von 14.30 Uhr bis 18 Uhr statt.  Zoom-Link https://us02web.zoom.us/j/82585239791?pwd=ODJidGIxcGVIR0Y4RUtJRHFOcEQzUT09 / Meeting-ID: 825 8523 9791
Kenncode: 552187

Weitere Informationen unter https://cfd-frankfurt.de/beitrag/covid-19-wo-stehen-wir/

Foto: CfD

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Wochenmärkte bleiben geöffnet – auch der Markt am Riedberg

Trotz des teilweisen Lockdowns können die Frankfurter Wochenmärkte weiterhin stattfinden, auch der Markt samstags von 9 bis 16 Uhr am Riedbergplatz. Speisen und Getränke gibt es nur noch „to go“.

Die Wochenmärkte und die Kleinmarkthalle sind weiter geöffnet, um die Versorgung der Bevölkerung mit Lebensmitteln zu gewährleisten – das teilte die Stadt Frankfurt mit. Der Verzehr vor Ort ist nach Angaben der Stadt „jedoch befristet nicht möglich“. Speisen und Getränke dürfen nur noch zur Mitnahme angeboten werden, so dass von den Behörden geforderte Mindestabstände gewährleistet werden können. Sitzmöglichkeiten für die Kunden der Wochenmärkte werden daher nicht mehr zur Verfügung gestellt.

Besucher werden durch Aushänge auf die Einhaltung von Hygieneregeln hingewiesen. Hierbei geht es insbesondere darum, die Menschen anzuhalten, das breite Angebot der Märkte zu nutzen, um den Bedarf an Lebensmitteln abzudecken. Auf längere Beratungsgespräche und Kontakte soll jedoch verzichtet werden.

Der Frankfurter Flohmarkt wird als Veranstaltung bis auf Weiteres nicht mehr stattfinden.

Photo by Peter Wendt on Unsplash

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Was dieser Milchzahn über die Neanderthaler verrät

Als Grund für das Aussterben der Neanderthaler vermuten einige Forscher, dass die damaligen Mütter ihre Säuglinge lange stillten und die Säuglinge so nicht früh genug vielfältige Nährstoffe für eine Höherentwicklung des Gehirns erhielten. Ein internationales Forscherteam mit Experten des Campus Riedberg hat nun vier bis zu 70.000 Jahre alte Milchzähne untersucht und erstaunliche Erkenntnisse gewonnen.

Aus Höhlen in Nordostitalien stammen die Milchzähne, die vier Kinder vor 40.000 bis 70.000 Jahren beim Zahnwechsel verloren hatten. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Frankfurt Isotope and Element Research Center (FIERCE) am Institut für Geowissenschaften der Goethe-Universität am Campus Riedberg untersuchten sie mit chemischen Methoden.

„Wir betteten die Zähne in Harz ein und schnitten sie dann in hauchdünne Schichten – ein für solch seltene Funde äußerst ungewöhnliches Vorgehen, zumal wir die kostbaren Proben hinterher wieder zusammensetzen mussten“, erklärt Wolfgang Müller, Leiter der Arbeitsgruppe. Jede dieser Lagen ist höchstens 150 Mikrometer dünn, das entspricht etwa der Dicke von zwei Blatt Papier. Anschließend trug ein spezieller Laser das Zahnmaterial ab. Dieses Material untersuchte Müllers Arbeitsgruppe mit moderner Massenspektrometrie auf den Gehalt der natürlichen Elemente Strontium und Kalzium: „Beides ist in Zähnen und Knochen enthalten“, erklärt Müller, „aber Strontium als natürliche Unreinheit von Kalzium scheidet der Körper nach und nach aus, sodass uns das Verhältnis von Strontium zu Kalzium Hinweise auf die Nahrung gibt“. Bei Muttermilch ist dieses Verhältnis anders als etwa bei Körnern, Gemüse, Fleisch oder tierischer Milch.

Der Zahnschmelz bildet tägliche Wachstumsringe

Das Faszinierende: Jeden Tag lagert sich eine messbare Schicht Zahnschmelz ab, sodass jeder Zahn wie die Wachstumsringe eines Baums die Lebenstage widerspiegelt. Schon in der Zahnanlage im Ungeborenen zeigt eine klare Linie den Tag der Geburt an, die „Neonatallinie“. Jeder weitere Lebenstag bei gestillten Kindern ist geprägt von der Kalzium-reichen, Strontium-ärmeren Muttermilch – oder eben mit dem Beginn des Abstillens von höheren Konzentrationen an Strontium. Dank ihrer feinaufgelösten Methoden konnten die Arbeitsgruppen diesen Zeitpunkt anhand der Milchzähne sehr genau auf 3,8 bis 5,3 Monate – je nach Individuum – datieren.

Zähne erzählen auf den Tag genau von Geburt und Ortswechsel

Ein Vergleich mit in den jeweiligen Höhlen gefundenen Nagetierzähnen zeigt zudem, wie lange die Kinder oder ihre Mütter in dieser Umgebung lebten. Die Zähne erzählen damit Lebensgeschichten: So verbrachte eine der Mütter das Ende der Schwangerschaft sowie die ersten 25 Tage nach Geburt nicht am Fundort, denn die Isotopenzusammensetzung des Milchzahns berichtet von einer anderen Umgebung. Diese Mutter und ihr Kind zählen zu den modernen Menschen des Paläolithikums (40.000 Jahre) und unterscheiden sich deutlich von den früheren Neanderthalern (50.000 Jahre) aus derselben Höhle: Der jüngere Zahn weist – verglichen mit einem Neanderthaler-Zahn vom selben Fundort – auf unterschiedliche Nahrung und größere Migration in einem kälteren Klima hin. Alle drei Neanderthaler-Mütter und -Kinder lebten hingegen die ganze Zeit in derselben Region, waren also anders als bisher vermutet, sehr ortstreu.

Die Erkenntnisse des internationalen Forschungsteams aus Anthropologen, Archäologen, Chemikern, Physikern und Geologen aus den untersuchten vier Milchzähnen weisen darauf hin, dass spätes Abstillen nicht für das Aussterben der Neanderthaler verantwortlich ist. Die täglich angelagerten Zahnschmelzschichten ähneln chemisch jener heutiger Babys – ein Hinweis darauf, dass die Ernährung und Entwicklung erstaunlich ähnlich verliefen.

Informationen: Goethe-Universität

Foto: ERC project SUCCESS, University of Bologna, Italy

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Bäder müssen schließen, das Schauspiel auch

Die Frankfurter Bäder müssen auf Grundlage der neuen Corona-Beschlüsse ab Montag, 2. November, bis auf Weiteres alle Schwimmbäder sowie die zugehörigen Saunaanlagen schließen, auch die Titus Thermen im Nordwestzentrum.

Nach dem ersten Hessischen Lockdown von Mitte März bis Mitte Juni ist dies nun die zweite Stilllegung des öffentlichen Badebetriebs, den die BäderBetriebe umzusetzen verpflichtet sind.

Das Team der Frankfurter Bäder will alles daran setzen, die Wiedereröffnung für die Badegäste ab dem ersten erlaubten Öffnungstag zu ermöglichen. „Bis dahin sind alle Schwimmfreunde aufgerufen, solidarisch und konsequent die aufgestellten Regeln der Hessischen Landesregierung zu befolgen, um dadurch mitzuhelfen die Gesundheitsvorsorge zu unterstützen“, heißt es in einer Mitteilung.

Weitere aktuelle Informationen finden Badegäste auf der Homepage der Frankfurter Bäder unter www.frankfurter-baeder.de

Das Schauspiel muss Premieren verschieben

Auch das Schauspiel Frankfurt stellt seinen Spielbetrieb ab Montag, 2. November bis Montag, 30. November, ein. „Wenn die nun getroffenen Maßnahmen dazu beitragen, die gesamtgesellschaftliche Situation zu verbessern, werden wir gemeinsam mit den Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen der städtischen Bühnen diese erneute Herausforderung stemmen“, sagt Intendant Anselm Weber.

Der Probenbetrieb wird derzeit unter strenger Einhaltung aller Hygieneschutzmaßnahmen fortgesetzt. Die in diesem Zeitraum geplanten Premieren „Rund oder spitz. Weltordnungen“ (6. November), „Die Wahlverwandtschaften“ (7. November) und „Eternal Peace“ (20. November) werden verschoben und so bald wie möglich gezeigt. Alle bereits erworbenen Eintrittskarten für den Zeitraum der Unterbrechung werden ab sofort rückerstattet oder lassen sich umtauschen.

Informationen: Stadt Frankfurt

Foto: Archiv

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