Kategorie: RiedbergNEWS

Bauarbeiten in der Talstraße in Kalbach

Symbolbild Straßenbauarbeiten Talstraße

Das Amt für Straßenbau und Erschließung (ASE) erneuert von Montag, den 8. Juni, bis voraussichtlich Freitag, den 19. Juni, die beschädigte Fahrbahndecke in der Talstraße zwischen der Bonifatiusstraße und der Brücke der A661.

Im Zuge der Maßnahme werden zunächst rund 2.000 Quadratmeter der alten Fahrbahn abgefräst. Anschließend werden vorhandene Straßeneinbauten angepasst. Den Abschluss der Arbeiten bildet der Einbau einer neuen Asphaltdeckschicht, welche die Verkehrssicherheit verbessert und den Fahrkomfort für die Verkehrsteilnehmer erhöht.

Während der Bauarbeiten ist der betroffene Straßenabschnitt voll gesperrt. Eine Umleitung wird ausgeschildert. Der Fuß- und Radverkehr kann den Baustellenbereich jederzeit passieren, die Erreichbarkeit der Grundstücke bleibt gewährleistet. Kurzzeitige Beeinträchtigungen sind jedoch nicht auszuschließen.

Die Kosten der Maßnahme belaufen sich auf rund 125.000 Euro.

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Zwei Gemeinden, eine Geschichte: Die Kirchen in Bonames

Aufrisszeichnung des Oktogons

Die Kirchengeschichte des Frankfurter Stadtteils Bonames blickt auf eine über 1200-jährige, eng miteinander verwobene Historie zurück. Ihre Ursprünge reichen bis in das Jahr 799 n. Chr. zurück, als das Stift Fulda die Crutzen-Kirche auf dem nahegelegenen Riedberg errichten ließ. Diese betreute die umliegenden Siedlungen, darunter auch Bonames, bis der Pfarr- und Kirchensitz im 15. Jahrhundert direkt in den befestigten Kern des Ortes verlegt wurde.

Statue des Sankt Bonifatius

Sankt Bonifatius

Mit dem Jahr 1532 hielt die Reformation Einzug in Bonames, und es wurde der erste lutherische Gottesdienst abgehalten. Nur wenige Jahre später, im Schmalkaldischen Krieg 1546, zerstörten kaiserliche Truppen unter Graf Maximilian von Beuren die spätgotische Dorfkirche sowie die hiesige Burg vollständig. Bedingt durch Folgebrände und die Wirren des Dreißigjährigen Krieges blieb das Gotteshaus fast ein Jahrhundert lang eine Ruine. Erst 1642 begann auf den alten Fundamenten der Wiederaufbau im frühbarocken Stil. Die 1643 fertiggestellte Kirche prägt bis heute das Ortsbild und dient der evangelischen Gemeinde als spirituelle Heimat. Während Bonames lutherisch blieb, kehrten ehemalige Filialen wie Kalbach und Harheim ab 1618 zum katholischen Bistum Mainz zurück.

Symbolbild: Jesus der Zimmermann

Jesus der Zimmermann

Die katholische Gemeinde in Bonames entstand erst im 20. Jahrhundert neu, als nach dem 1. Weltkrieg durch den Bezug einer Kriegsbeschädigtensiedlung (1921) wieder viele Katholiken in den Ort zogen. Unter der Leitung des Kalbacher Pfarrers wurde 1932 eine Kapelle – das sogenannte „Oktagon“ – nach Plänen des Architekten Martin Weber errichtet und dem Heiligen Bonifatius geweiht. Im November 1939 stieg die Gemeinde zu einem selbstständigen Seelsorgebezirk auf.

In der Nachkriegszeit erlebten beide Konfessionen eine rege Bautätigkeit. Die katholische Gemeinde ersetzte das zu klein gewordene Oktagon im Jahr 1966 durch einen modernen Kirchenneubau samt Kindergarten und Pfarrheim; das historische Oktagon wurde später zum Pfarrsaal umgestaltet. Die evangelische Gemeinde erweiterte ihre Infrastruktur 1962 um einen Kindergarten und 1977 um einen Sakristeianbau. Nach umfassenden Renovierungen und Modernisierungen – darunter die Instandsetzung der evangelischen Kirche im Jahr 1994 und die Anschaffung einer katholischen Pfeifenorgel 1987 – präsentieren sich beide Gemeinden heute als lebendige Säulen der lokalen Gemeinschaft.

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Neues vom Lurgi-Gelände: Magistrat lehnt breitere Wege und Umplanungen ab

Lovely Lurgi Plan, Siegerentwurf

Auf dem ehemaligen Lurgi-Gelände im Mertonviertel schreiten die Planungen für das neue Wohnquartier voran, doch die Wünsche des Ortsbeirats 8 fanden beim Frankfurter Magistrat größtenteils kein Gehör. In einer aktuellen Stellungnahme hat die Stadtspitze die Änderungsvorschläge des lokalen Gremiums zum Bebauungsplan „Nördlich Lurgiallee“ weitgehend abgelehnt. Basis für die weitere Ausarbeitung bleibt damit das unveränderte Strukturkonzept, dem die Stadtverordnetenversammlung bereits am 29.01.2026 zugestimmt hatte.

Fußgängerzonen und Grünflächen bleiben wie geplant

Ein zentraler Streitpunkt war die Gestaltung der Verkehrs- und Freiflächen. Der Ortsbeirat hatte gefordert, die Fußgängerzone im Osten in Richtung der Olof-Palme-Straße und der U-Bahn-Haltestelle „Sandelmühle“ doppelt so breit wie geplant anzulegen. Zudem sollte die öffentliche Grünfläche entlang der Olof-Palme-Straße mindestens auf die Breite der Straße selbst erweitert werden.

Der Magistrat wies diese Forderungen mit der Begründung zurück, dass das an die Olof-Palme-Straße angrenzende Fußgängerareal bereits eine ausreichende Breite aufweise. Das Konzept berücksichtige schon jetzt die Wegeverbindungen, die Freiraumqualität, die Belichtung sowie die notwendige Klimaanpassung und Belüftung. Der Abstand zwischen den geplanten Gebäuden wird hier mindestens 20 Meter betragen.

Auch an der bestehenden Olof-Palme-Straße, die aktuell inklusive Fußweg 8,5 Meter misst, wird sich im Grundsatz nichts ändern. Allerdings soll der Straßenraum durch die Neuanlage eines beidseitigen Radweges sowie eines breiten Fußweges entlang der Baufelder C und D direkt in das neue Plangebiet hinein verbreitert werden.

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Lurgi-Gelände

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Lurgi-Gelände 50.170438, 8.641623

Keine Änderungen bei den Gebäudehöhen

Ebenfalls abgelehnt wurde der Vorschlag, die Gebäuderiegel entlang der Olof-Palme-Straße (Baufelder C und D) auf maximal drei Vollgeschosse zu begrenzen und dafür im Baufeld E aufzustocken. Der Magistrat argumentiert hier aus städtebaulicher Sicht: Das neue Quartier benötige eine homogene Höhenentwicklung und dürfe die bestehende Umgebungsbebauung nicht überragen. Eine Absenkung der Gebäude an der Olof-Palme-Straße würde zudem laut städtischen Analysen zu keinerlei zusätzlicher thermischer Entlastung des Wohnquartiers beitragen.

Belebung des Quartiersplatzes und Prüfung eines Kreisverkehrs

Trotz der Absagen gibt es auch konkrete Zusagen für die Detailplanung. Die Anregungen für eine qualitätvolle Begrünung der Fußgängerbereiche und des zentralen Quartiersplatzes sollen in der anstehenden Erschließungsplanung berücksichtigt werden. Auf dem Quartiersplatz sollen künftig kleinere Veranstaltungen und das Aufstellen von Infowagen möglich sein. Ob dort oder in der „Grünen Mitte“ auch ein Brunnen installiert wird, steht hingegen noch nicht fest und muss in weiteren Abstimmungen geprüft werden.

Spannung bleibt beim Thema Verkehr. Der Magistrat versichert, dass die Leistungsfähigkeit der Hauptverkehrsstraßen gewahrt bleibt und wertvolle Bäume in den Randbereichen erhalten werden. Neben neuen Radwegen wird aktuell intensiv geprüft, ob an der stark frequentierten Kreuzung Lurgiallee/Olof-Palme-Straße eine Kreisverkehrsanlage verkehrstechnisch sinnvoll und realisierbar ist.

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Ein Euro für das Lieblingsstück: Miriams Wunderkiste verabschiedet sich in die frühe Sommerpause

Logo Miriams Wunderkiste

In Nieder-Eschbach gibt es einen Ort, der seinem Namen alle Ehre macht. „Miriams Wunderkiste“, der beliebte Secondhand-Laden der evangelischen Miriamgemeinde, ist für viele Anwohner am Bügel weit mehr als nur ein Geschäft. Es ist eine Institution, in der man nach Schätzen stöbert, einen Plausch hält und ganz nebenbei Gutes tut.

Beispielkleider aus Miriams Wunderkiste

© Miriams Wunderkiste

Doch wer vor den Sommerferien noch einmal das eigene Outfit auffrischen oder die Haushaltsvorräte ergänzen möchte, sollte sich beeilen: In diesem Jahr verabschiedet sich das Team der Wunderkiste bereits ungewöhnlich früh in die wohlverdienten Ferien.

Beispielkleider aus Miriams Wunderkiste

© Miriams Wunderkiste

Das große Finale: Alles für einen Euro

Der letzte Öffnungstag vor der Pause ist Donnerstag, der 28. Mai 2026. Zwischen 15:00 Uhr und 18:00 Uhr haben Schnäppchenjäger die Gelegenheit, nach Herzenslust zuzugreifen. Und wie es die Tradition verlangt, endet die Saison mit einem echten Knaller: Bei der beliebten Sonderaktion „jedes Teil 1 Euro“ wechselt jedes Stück – egal ob Kleidung, Spielzeug oder Haushaltsware – für nur eine „Geldmünze“ den Besitzer.

Beispielkleider aus Miriams Wunderkiste

© Miriams Wunderkiste

Das Sortiment, das im Keller der Gemeinde am Ben-Gurion-Ring auf Entdeckung wartet, ist gewaltig. Von gut erhaltener Kinderkleidung über schicke Damen- und Herrenmode bis hin zu Schuhen, Taschen, Kinderbüchern und sogar Bettwäsche ist alles dabei. Wer hier kauft, schont nicht nur den Geldbeutel, sondern setzt auch ein Zeichen gegen die Wegwerfgesellschaft.

Beispielkleider aus Miriams Wunderkiste

© Miriams Wunderkiste

Ehrenamt mit Herz und Geschichte

Was heute als moderner Secondhand-Shop betrieben wird, hat eine lange Geschichte. Bereits Ende der 1980er Jahre als Kleiderkammer für Flüchtlinge und Spätaussiedler gegründet, wurde das Projekt vor einigen Jahren von engagierten Gemeindemitgliedern zu neuem Leben erweckt. Heute wird der Laden von 5 Frauen ehrenamtlich geführt, die jede Woche viele Stunden investieren, um Spenden zu sortieren und den Verkauf zu organisieren.

Besonders schön: Die Erlöse bleiben nicht in der Kasse. Sie fließen direkt in soziale Projekte. Zuletzt durften sich die Kinderkrebshilfe Frankfurt und das Autonome Frauenhaus Frankfurt über Unterstützung aus den Verkäufen der Wunderkiste freuen.

Beispielkleider aus Miriams Wunderkiste

© Miriams Wunderkiste

Wann geht es weiter?

Nach dem 28. Mai bleibt die Wunderkiste bis zum Ende der hessischen Sommerferien geschlossen. Erst am Donnerstag, den 13. August 2026, öffnen sich die Türen im Ben-Gurion-Ring 39 wieder. Ab 15 Uhr startet dann der reguläre Verkauf. Wer während der Ferienzeit den Kleiderschrank ausgemistet hat, kann seine Spenden am ersten Öffnungstag zwischen 17 Uhr und 18 Uhr direkt vor Ort abgeben. Bitte achten Sie darauf, nur saubere und gut erhaltene Dinge abzugeben.

Beispielkleider aus Miriams Wunderkiste

© Miriams Wunderkiste

Für Rückfragen steht Gabriele Blechschmidt unter der Telefonnummer 0172-575 58 00 oder per E-Mail an g.blechschmidt@alice.de zur Verfügung. Nutzen Sie die Chance am 28. Mai – für ein tolles Schnäppchen und den guten Zweck!

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Z(w)eitzeuginnengespräch: Das vererbte Trauma in den Familien der Holocaust-Überlebenden

Eva Szepesi & ihre Tochter Anita Schwarz

Ein außergewöhnlicher und tief bewegender Abend erwartet die Besucher auf dem Riedberg: Im Rahmen der etablierten Veranstaltungsreihe „Riedberg ökumenisch“ laden die Organisatoren zu einem besonderen Zeitzeugengespräch ein. Unter dem Titel „Das vererbte Trauma in den Familien der Holocaust-Überlebenden“ berichten die Auschwitz-Überlebende Eva Szepesi und ihre Tochter Anita Schwarz von einem schmerzvollen Kapitel ihrer Familiengeschichte und dem Weg aus dem jahrzehntelangen Schweigen.

Die Lebensgeschichte von Eva Szepesi ist von unvorstellbarem Leid, aber auch von unbändigem Lebensmut geprägt. 1932 in Budapest geboren, wurde sie als elfjähriges Mädchen von ihrer Mutter getrennt und floh in die Slowakei. Mit zwölf Jahren wurde sie entdeckt und in das Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau deportiert. Dort überlebte sie nur, weil sie sich auf Anraten einer fremden Frau als 16-Jährige ausgab. Als die Rote Armee das Lager am 27.01.1945 befreite, war sie eines von nur rund 400 überlebenden Kindern – halb verhungert und schwer krank.

Nach der ungarischen Revolution gelangte die Familie im Jahr 1956 nach Frankfurt. Fünfzig Jahre lang schwieg Eva Szepesi aus Scham und Angst über die erlebten Schrecken – selbst gegenüber ihrem Ehemann und ihren Kindern. Erst 1995 brach sie während einer Auschwitz-Reise unerwartet ihr Schweigen. Seither hat sie das Aufklären zu ihrer Lebensaufgabe gemacht: Sie verfasste das Buch „Ein Mädchen allein auf der Flucht“, spricht unermüdlich an Schulen und hielt im Februar 2024 eine vielbeachtete Rede vor dem Deutschen Bundestag. Für ihr Engagement wurde sie 2017 mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet.

Doch das Trauma endet nicht mit der Befreiung. An diesem Abend kommt auch die zweite Generation zu Wort: Ihre Tochter Anita Schwarz, die 1964 in Frankfurt geboren wurde und heute das elterliche Traditionsgeschäft „Pelze am Dornbusch“ leitet, berichtet eindrücklich über das vererbte Trauma. Sie schildert, wie die transgenerationale Traumatisierung das Leben der Nachkommen durch Ängste und Tabus überschattet und wie wichtig es ist, diese Last aktiv aufzuarbeiten.

Dieser Abend verspricht tiefe Einblicke, bewegende persönliche Entdeckungen – wie das späte Wiederfinden von überlebenden Verwandten über DNA-Tests im Jahr 2022 – und eine hochaktuelle Mahnung gegen das Schweigen und das Wegschauen.

Die Veranstaltungsdetails auf einen Blick:

  • Termin: Mittwoch, 17. Juni 2026, um 19:30 Uhr
  • Ort: Evangelische Riedberggemeinde, Riedbergallee 61, 60438 Frankfurt a.M.
  • Veranstalter: die evangelische Riedberggemeinde, die katholische Gemeinde Sankt Edith Stein und die Josua Gemeinde
  • Eintritt: Frei

Alle Interessierte sind herzlich eingeladen, an diesem bedeutenden Gespräch teilzunehmen und ein Zeichen des gemeinsamen Erinnerns zu setzen.

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Mehr Platz für die Europäische Schule: Stadt plant Erweiterungsbau in Niederursel

Europäische Schule

Die Europäische Schule Frankfurt soll am bisherigen Standort am Praunheimer Weg in Niederursel einen Erweiterungsbau erhalten. Der Magistrat der Stadt Frankfurt hat dem Vorhaben am 8. Mai zugestimmt. Geplant ist ein modernes Gebäude in Holzmodulbauweise mit zusätzlichen Klassenräumen, Fachräumen und einer Mensa. Die Kosten für das Projekt liegen laut Magistratsvorlage bei rund 58 Millionen Euro.

Das Projekt „Europäische Schule“

Die Europäische Schule Frankfurt wurde 2002 gegründet und ist eine der europaweit 13 Schulen, die von den Mitgliedsstaaten der Europäischen Union getragen werden. Unterrichtet wird am Standort in Frankfurt auf Deutsch, Englisch, Französisch, Italienisch und Spanisch, da viele Kinder von Mitarbeitenden europäischer Institutionen die Schule besuchen. Durch das Wachstum Frankfurts als internationaler Standort steigt seit Jahren die Anzahl der Schüler, die sich aktuell bereits auf rund 1.600 beläuft. Auch die Ansiedlung der neuen europäischen Anti-Geldwäschebehörde AMLA in Frankfurt dürfte den Bedarf weiter erhöhen.

Langfristig soll die Schule auf den sogenannten „Campus Ginnheim“ auf das Gelände der Bundesbank umziehen. Bis dieser Neubau fertig ist, soll die Zwischenlösung am Praunheimer Weg den dringend benötigten Platz schaffen. Vorgesehen sind bis zu 30 zusätzliche Klassenräume sowie Räume für Naturwissenschaften, Musik, Werken und die Verwaltung. Insgesamt soll der Erweiterungsbau rund 7.600 Quadratmeter Nutzfläche umfassen.

Damit das Projekt schneller umgesetzt werden kann, soll es nachträglich in die Frankfurter Schulbauoffensive aufgenommen werden. Nach Angaben der Stadt könnte sich die Bauzeit dadurch um bis zu einem Jahr verkürzen. Die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) soll das Gebäude später von der Stadt anmieten. Die Stadt rechnet dadurch mit Mieteinnahmen, die einen Teil der Investitionskosten ausgleichen sollen. Auch nach dem späteren Umzug der Europäischen Schule soll das Gebäude weiterhin für schulische Zwecke genutzt werden.

Offene Fragen bei Kosten und Refinanzierung

Parallel zur politischen Zustimmung gibt es innerhalb der Stadtverwaltung allerdings Diskussionen über Finanzierung und Kalkulation des Projekts. Interne Stellungnahmen von Kämmerei und Revisionsamt äußern Zweifel daran, ob die Finanzierung bislang vollständig dargestellt wurde. Kritisiert werden unter anderem unterschiedliche Angaben zu eingeplanten Mitteln im Investitionsprogramm sowie offene Fragen bei Folgekosten und der späteren Refinanzierung des Gebäudes.

Auch einzelne Kostenansätze werden laut interner Angaben noch überprüft. So sehen die Kritiker unter anderem bei Ausstattungskosten und technischen Planungen weiteren Klärungsbedarf. Grundsätzliche Einwände gegen den Erweiterungsbau selbst erheben weder Kämmerei noch Revisionsamt. Beide betonen die Dringlichkeit zusätzlicher Schulplätze.

Bevor das Projekt endgültig starten kann, müssen noch die Stadtverordneten zustimmen. Für viele Familien und Beschäftigte rund um die Europäische Schule dürfte die Entscheidung dennoch ein wichtiges Signal sein: Die seit Jahren diskutierte Erweiterung bekommt erstmals eine konkrete Perspektive.

Was ist eine Kämmerei?

Die Kämmerei bildet einen Teil der Finanzverwaltung in der Kommunalverwaltung Frankfurts. Sie befasst sich u.a. mit dem Haushaltsplan und dessen Durchsetzung sowie mittelfristigen Finanz- und Investitionsplänen der Stadt.

Was ist das Revisionsamt?

Das Revisionsamt ist die unabhängige Innenrevision der Stadt. Es unterstützt die Gremien bei ihrer Entscheidungsfindung, wobei die Aufgaben hauptsächlich die Prüfung der Haushaltswirtschaft und des gesamten wirtschaftlichen Handelns der Stadtverwaltung umfassen.

 

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Spannungsfeld am Riedberg: Vogelschutz, Bürgerinnovation und städtische Infrastruktur

Mülleimer mit Frankfurter Klappe

Die Gestaltung moderner Stadtquartiere wie dem Frankfurter Ortsbezirk Kalbach-Riedberg unterliegt einer ständigen Aushandlung zwischen Ästhetik, Funktionalität und unvorhergesehenen ökologischen Dynamiken. Ein prägnantes Beispiel für diese Komplexität ist die Müllentsorgung in öffentlichen Parks, die durch die anpassungsfähige Intelligenz von Saatkrähen und Elstern massiv erschwert wird. Während der Riedberg für Modernität steht, offenbaren die dortigen Abfallbehälter eine signifikante Schwachstelle in der urbanen Infrastruktur.

Mülleimer des Grauens

Mülleimer des Grauens

Die Rolle des Ortsbeirats und die administrative Stagnation

Der Ortsbeirat 12 sieht sich mit einer paradoxen Situation konfrontiert: Ein offensichtliches Problem, das die Lebensqualität und Sauberkeit beeinträchtigt, kann trotz jahrelanger Debatten nicht gelöst werden. Die Mitglieder des Gremiums fungieren als erste Anlaufstelle für Bürgerbeschwerden über die zunehmende Verschmutzung von Spielplätzen und Wegen. Die Frustration im Beirat resultiert dabei weniger aus einem Mangel an Ideen, sondern aus den trägen Entscheidungswegen innerhalb der Frankfurter Stadtverwaltung und der Diskrepanz zwischen lokaler Notwendigkeit und gesamtstädtischer Standardisierung.

Seit Jahren ist das Thema „krähensichere Mülltonnen“ ein fester Punkt auf der Tagesordnung. Protokolle dokumentieren zahlreiche Anträge und Ortstermine mit dem Ziel, die Vermüllung einzudämmen. Besonders an Standorten wie der U-Bahn-Haltestelle Kalbach angeln Saatkrähen mit hoher Geschicklichkeit Essensreste aus den Behältern. Der Wind verteilt diese Reste anschließend bis in Wald und Flur, was die ökologischen Auswirkungen weit über das Stadtviertel hinaus ausdehnt. Trotz der Unterstützung lokaler Ansätze durch den Ortsbeirat blieb eine Lösung aus, da die finale Entscheidungsgewalt beim Magistrat und dem Grünflächenamt liegt, die oft andere Prioritäten setzen oder Bedenken hinsichtlich Hygiene und Wartbarkeit äußern.

Urbane Ökologie: Die Intelligenz der Vögel

Um die Dauerhaftigkeit des Problems zu verstehen, muss man das Verhalten der Tiere betrachten. In Frankfurt hat sich die Population der hochintelligenten Saatkrähen stabilisiert, da sie im urbanen Raum ideale Bedingungen vorfinden. Da natürliche Agrarflächen im Umland abnehmen, erschließen die Vögel alternative Nahrungsquellen. Zivilisationsabfälle bieten eine energetisch weitaus attraktivere Bilanz als Insekten oder Sämereien. Das Entleeren der Tonnen ist dabei das Ergebnis eines Lernprozesses: Die Vögel beobachten einander und geben erfolgreiche Techniken innerhalb der Kolonie weiter. Dies führt dazu, dass herkömmliche, offene Behälter in kürzester Zeit systematisch geleert werden. Eine bloße Erhöhung der Reinigungsfrequenz bekämpft zwar die Symptome, ändert jedoch nichts an der grundsätzlichen Zugänglichkeit der Behälter.

 

Spielplatz der Raben

Spielplatz der Saatkrähen

Die „Frankfurter Klappe“: Eine ausgebremste Innovation

Ein bemerkenswertes Kapitel ist die Geschichte der „Frankfurter Klappe“. Der Riedberger Tüftler Sören Pürschel entwickelte ein System, das bestehende Müllbehälter mit einer schwingenden Klappe nachrüstet. Diese Innovation war kostengünstig, konnte ohne Beschädigung der Behälter montiert werden und erwies sich in Feldversuchen als äußerst effektiv gegen Vögel.

Die technische Entwicklung war ein iterativer Prozess, bei dem Pürschel Prototypen kontinuierlich optimierte und Metallkomponenten für den Brandschutz einsetzte. Wirtschaftlich war der Ansatz hocheffizient: Während die Stadt für neue „Müllgaragen“ etwa 1.800 Euro pro Stück kalkulieren muss, beläuft sich eine Nachrüstung mit der Klappe auf nur ca. 100 Euro. Zudem erhöhte die Klappe das nutzbare Volumen der Behälter um bis zu 50 %, da der Müll gesichert im Inneren verbleibt.

Obwohl der Ortsbeirat die Idee unterstützte, verweigerte der Magistrat die dauerhafte Übernahme. Die Ablehnung wurde primär mit hygienischen Bedenken begründet: Man befürchtete, Bürger könnten vor verschmutzten Klappen zurückschrecken und Abfall daneben werfen. Diese Einschätzung widersprach den Erfahrungen der Anwohner, die eine kurze Reinigung der Klappe als weitaus weniger aufwendig empfanden als das Aufsammeln verteilten Mülls. Im Mai 2022 wurde Pürschel schließlich aufgefordert, die Klappen zu entfernen – eine Entscheidung, die trotz einer Petition mit über 200 Unterstützern bei vielen Bürgern auf Unverständnis stieß.

Oase des Mülls

Oase des Mülls von #cleanffm

Strategische Ansätze der Stadt und Ausblick

Anstatt auf dezentrale Innovationen setzt die Stadt Frankfurt auf industrielle Standardisierung und digitale Logistik. Aktuell wird das Modell „Dinova“ getestet, das über eine spezielle krähensichere Haube und optimierte Einwurföffnungen verfügt. Parallel dazu treibt die FES die digitale Transformation voran: Durch RFID-Chips an den Behältern können Leerungszyklen in Echtzeit überwacht und Routen optimiert werden. Zudem setzt die FES auf neue, emissionsarme Fahrzeugtechnologien wie den Mercedes-Benz eEconic.

Die Situation am Riedberg offenbart ein tiefgreifendes Dilemma: Den Konflikt zwischen schneller Problemlösung vor Ort und den Anforderungen an eine einheitliche, haftungssichere Infrastruktur. Die geringe Risikobereitschaft der Verwaltung führt dazu, dass lieber auf teure, industrielle Lösungen gewartet wird, anstatt pragmatische Interimslösungen wie die Frankfurter Klappe zu akzeptieren.

Zukünftig ist es zwingend erforderlich, die Testphasen neuer Modelle zu beschleunigen und eine klare Strategie für die Umrüstung zu kommunizieren. Gleichzeitig sollte die Erfahrung mit der Frankfurter Klappe als Anlass dienen, die Prozesse für bürgerschaftliches Engagement zu überdenken und lokale Erfinder enger einzubinden. Solange die Vögel die Schwachstellen des Systems ausnutzen, bleibt die Sauberkeit des Stadtteils ein fragiles Gut.


Weiterführender Link

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Turnerinnen des TV Kalbach weiter erfolgreich

Bild der beiden erfolgreichen Turnerinnen

Starker Auftritt der Turnerinnen beim Zwingerpokal in Dresden

Beim bundesoffenen Zwingerpokal 2026 des Dresdner Sportclub 1898 e.V. am 25.04.206 in Dresden präsentierten sich die Turnerinnen des TV Kalbach in starker Form. Heidi Nele Sieh und Elenia Krick überzeugten mit gelungenen Wettkämpfen gegen starke Konkurrenz aus mehreren Landesverbänden.

In der Altersklasse 12 dominierte Heidi Nele Sieh den Wettkampf eindrucksvoll und sicherte sich mit 47,900 Punkten souverän den Sieg. Bereits am Sprung setzte die Turnerin des Leistungszentrums Frankfurt mit 12,800 Punkten ein Ausrufezeichen. Auch am Balken zeigte sie mit starken 13,000 Punkten die höchste Wertung des Wettkampfs. Mit konstant guten Übungen an allen vier Geräten ließ sie der Konkurrenz keine Chance und gewann deutlich vor Nele Schultz vom SV Halle.

Für Heidi Sieh war der Erfolg in Dresden zugleich eine wichtige Bestätigung ihrer aktuellen Form. Die Bundeskaderathletin übertrumpfte die erforderliche Qualifikationspunktzahl für den Bundeskadertest im November bei Weitem und unterstrich damit ihre starke Entwicklung in dieser Saison.

Auch Elenia Krick zeigte in der Altersklasse 13 einen gelungenen Wettkampf. Die ebenfalls im Leistungszentrum Frankfurt trainierende Turnerin belegte mit 40,900 Punkten einen starken sechsten Platz in einem leistungsstarken Teilnehmerfeld. Besonders am Sprung überzeugte sie mit 12,000 Punkten, zudem gelangen ihr solide Übungen an allen weiteren Geräten.

Mit ihrem Auftritt in Dresden erreichte Elenia Krick zudem die erforderliche Qualifikationspunktzahl für die Deutschen Jugendmeisterschaften im Sommer und bestätigte damit ihre gute Form auf nationaler Ebene.

Der Zwingerpokal gilt traditionell als wichtiger Vergleichswettkampf im Nachwuchsbereich und bot den Turnerinnen des TV Kalbach eine wertvolle Standortbestimmung gegen starke Konkurrenz aus ganz Deutschland.

Bild der beiden erfolgreichen Turnerinnen

Heidi und Elenia beim Pre Olympic Youth Cup in Berlin, Bild: © TV Kalbach

Starke Leistungen der Turnerinnen des beim Pre Olympic Youth Cup in Köln

Beim renommierten POYC-Wettkampf (Pre Olympic Youth Cup) der Altersklassen 12 und 13 trafen am 02.05.2026 in Köln zahlreiche talentierte Nachwuchsturnerinnen aus ganz Deutschland, den Niederlanden und Luxenburg aufeinander. Der Wettkampf gilt als wichtiger Leistungsvergleich im Nachwuchsbereich. Mit dabei waren auch Heidi Nele Sieh und Elenia Krick vom Turnverein Kalbach 1890 e.V., die beide im Leistungszentrum Frankfurt trainieren.

Besonders erfolgreich verlief der Wettkampf für Heidi Nele Sieh. Die Bundeskaderathletin sicherte sich mit starken 43,70 Punkten den Sieg in der Gesamtwertung und setzte sich damit gegen hochklassige Konkurrenz durch. Mit ihrem Ergebnis bestätigte sie zugleich erneut die erforderliche Qualifikationspunktzahl für den Bundeskadertest im November. Vor allem durch ihre konstant starken Leistungen an allen vier Geräten überzeugte sie im gesamten Wettkampfverlauf. Besonders am Boden und Sprung zeigte sie souveräne Übungen und sammelte wichtige Punkte für den ersten Platz.

Auch Elenia Krick präsentierte sich in starker Form. Mit 41,10 Punkten erreichte sie einen hervorragenden fünften Platz im Gesamtklassement. Gleichzeitig turnte sie erneut die notwendige Qualifikationspunktzahl für die Deutschen Jugendmeisterschaften im Sommer. Besonders am Boden überzeugte sie mit einer ausdrucksstarken Übung und bewies über den gesamten Wettkampf hinweg große Konstanz und Nervenstärke.

Das Abschneiden der beiden Turnerinnen unterstreicht die erfolgreiche Nachwuchsarbeit des TV Kalbach sowie die hochwertige Förderung im Leistungszentrum Frankfurt. Gegen zahlreiche leistungsstarke Vereine aus dem gesamten Bundesgebiet konnten sich die beiden Athletinnen eindrucksvoll behaupten und ein starkes Ausrufezeichen setzen.

Bild der erfolgreichen Turnerin

Heidi beim Pre Olympic Youth Cup in Berlin, Bild: © TV Kalbach

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Kinderrechten eine Stimme geben: Ausstellungs-Führer gesucht

Plakat zum Kinderrechte-Ehrenamt

Kinderrechte sind das Fundament für eine gerechte Zukunft, doch sie brauchen Menschen, die sie sichtbar machen. Im Frankfurter Ortsbezirk Kalbach-Riedberg bietet sich nun eine besondere Gelegenheit für alle, die sich ehrenamtlich engagieren und einen echten Unterschied machen möchten: Das Familienzentrum Billabong sucht motivierte Ausstellungs-Guides für die Wanderausstellung „Kinder haben Rechte“.

Die Ausstellung, die in Kooperation mit dem Frankfurter Kinderbüro realisiert wird, hat ein klares Ziel: Bewusstsein, Respekt und bessere Zukunftschancen für Kinder weltweit zu fördern. Als Guide sind Sie das Gesicht dieser Botschaft. Sie begleiten Gruppen, treten in den Austausch mit Besuchern und helfen dabei, dieses wichtige Thema im Stadtteil lebendig zu vermitteln.

Warum sich ein Mitmachen lohnt

Es handelt sich um ein sinnvolles Ehrenamt mit echter Wirkung. Wer seine Zeit schenkt, trägt direkt dazu bei, die Rechte von Kindern in die Öffentlichkeit zu tragen. Zudem ist nach vorheriger Absprache eine Aufwandsentschädigung möglich.

Werden Sie Teil dieses wichtigen Projekts und geben Sie den Kinderrechten Ihre Stimme! Interessierte können sich ab sofort direkt per E-Mail bei Anja Hohmann unter anja.hohmann@billabong-family.de melden.

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