Kategorie: RiedbergNEWS

Petition für Bikepark am Riedberg gestartet

Es gibt rund 20 Spielplätze am Riedberg – aber kaum Raum für ältere Kids und Jugendliche. Das Problem ist bekannt, geändert hat sich bislang wenig. Ein 11-jähriger Schüler hat deshalb eine Petition für einen Bikepark im Stadtteil gestartet und wird seine Ideen heute in der Online-Bürgerfragestunde des Ortsbeirates vorstellen.

Daddeln am Handy? Ist auf Dauer langweilig. Die vielen schönen Spielplätze am Riedberg? „Die sind für uns doch auch langweilig“, sagen Anton (11), seine Schwester Marie (9) und sein Freund Alexander (11). Mit den Bikes im Stadtteil herumzufahren, macht ebenfalls nur begrenzt Spaß, weil sich schnell Fußgänger gestört fühlen und es andererseits nur wenige Gelegenheiten für Sprünge und Fahrten durchs Gelände gibt. Obwohl gerade der Riedberg mit reichlich Gefälle eigentlich ideal dafür wäre.

Vermutlich kam dann auch noch ein bisschen Langeweile in den Corona-Wochen ohne Schule hinzu, die Anton sehr kreativ nutzte. Er erinnerte sich an die Bikeparks bei einem Urlaub in Österreich und, wesentlich näher, am Großen Feldberg im Taunus und begann, in mühevoller Kleinarbeit ein Modell für einen kleineren Bikepark hier am Riedberg zu basteln. Mit Sprüngen, Rampen und allem, was dazu gehört. Und verblüffte damit selbst seine Eltern, die ihn und seine Idee auch heute Abend bei der Online-Bürgerfragestunde im Ortsbeirat unterstützen werden. Schließlich biete ein Bikepark die Möglichkeit, dass „die Kinder zeitlich ungebunden und sportlich aktiv sein können“. Bei geringen Lärmemissionen und überschaubaren Kosten.

Petition ist heute gestartet

Parallel dazu wurde heute die Petition „Bikepark am Riedberg – mehr Raum für Jugendliche“ unter https://www.openpetition.de/petition/online/bikepark-am-riedberg-mehr-raum-fuer-jugendliche gestartet. „Wir haben jetzt zwei Monate Zeit, um die notwendigen 260 Unterschriften zu sammeln“, erklärt Antons Mutter. In der Vergangenheit gab es bereits mehrere Petitionen von Riedberger Bürgern, die erfolgreich waren und in Anträge des Ortsbeirates an den Magistrat mündeten – allerdings teilweise (noch) nicht realisiert wurden.

Mögliche Standorte für den Bikepark sind aus Sicht von Anton und seinen Freunden das Gelände unmittelbar neben der Wiese der IG Riedberg an der Alten Riedbergstraße, das Gelände direkt um den Kautenhof, der Lärmschutzwall an der A5 oder auch das Gelände unterhalb der Konrad-Zuse-Straße.

Dieses Modell für einen Bikepark am Riedberg hat Anton (11) in den „Corona-Ferien“ gebastelt Foto: privat

Um Spaß zu haben, müsse die Fläche auch nicht riesig sein. Laut einer Fachfirma würden rund 100 x 70 Meter für einen kleineren Park genügen. Die Kosten liegen im niedrigen fünfstelligen Bereich. Denn im Prinzip versucht man, das natürliche Gelände zu nutzen und mit Erdaushub und Holzrampen coole „Lines“ für größere und kleinere Biker zu schaffen. Betonarbeiten sind nicht notwendig.

„Keine Konkurrenz zur Skatepark-Initiative“

Eines ist Anton und seinen Freunden und vor allem auch ihren Eltern sehr wichtig: „Wir wollen keineswegs der Initiative für einen Skatepark am Riedberg Konkurrenz machen, sondern am liebsten dabei helfen, dass sich beide Projekte realisieren lassen.“ Zur Erinnerung: Seit einem Jahr kämpft Sebastian Reißmann, ebenfalls ein Schüler vom Riedberg, für einen Skatepark im Stadtteil. Nach einem doppelten Nein von der Stadt kam zuletzt die Nachricht vom Magistrat, dass man bis Juni 2020 mögliche Standorte prüfen und dann Bericht erstatten wolle.

Anton, seine Schwester Marie und sein Freund Alexander hoffen auf einen Bikepark im Stadtteil, „wo man Spaß an der frischen Luft haben kann und keiner sagt dir, was du machen sollst…“

Immer mehr Kinder am Riedberg, übrigens dem jüngsten und familienreichsten Frankfurter Stadtteil, werden in nächster Zeit dem Spielplatz-Alter entwachsen. „Da wäre es doch nur gerecht, wenn es neben den 20 Spielplätzen für die kleinen Kinder auch etwas für uns gibt“, meint Anton, der Ideengeber für die neue Bikepark-Petition.

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Die erste Online-Bürgerfragestunde des Ortsbeirates findet heute um 19.30 Uhr statt. Dazu muss man sich per Computer, Tablet oder Handy unter der Adresse https://tinyurl.com/yceqlzod einwählen oder per Telefon 069 5050 2596, Meeting-ID: 965 9036 8085, Passwort: 336562 (Zoom). Die Einwahl ist ab 19.15 Uhr möglich.

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Fotos: MAINRiedberg (2), privat

Vorsicht! Zwei Unfälle behindern U-Bahn-Verkehr

Zwei Zwischenfälle behindern den Betrieb auf der stark befahrenen A-Strecke. U1 und U9 bleiben bis Donnerstag Morgen unterbrochen. Die U8 fährt nur bis Heddernheim.

Zunächst fuhr um 1.35 Uhr in der Nacht eine U1 auf einen Prellbock an der Endstation Ginnheim. Im Zug wurden drei Fahrgäste leicht verletzt, mussten aber nicht medizinisch behandelt werden. Der Zug und die Oberleitung wurden schwer beschädigt, denn hinter dem Prellbock steht ein Fahrleitungsmast, der beim Aufprall ebenfalls in Mitleidenschaft gezogen wurde. Die VGF mußte die Station für U1, U9 und die Straßenbahnlinie 16 sperren.

VGF und Feuerwehr gleisten den Zug wieder ein, danach wurde die Oberleitung gesichert. Bis Mittag soll der Betrieb der Linie 16 wieder aufgenommen werden, U1 und U9 bleiben bis auf weiteres unterbrochen, da der Havarist erst in der Nacht in den Betriebshof Heddernheim gebracht werden kann und die Oberleitung geprüft werden muss. Mit einer Aufnahme des Verkehrs ist nicht vor Betriebsbeginn in der Nacht auf Donnerstag, 28. Mai, zu rechnen. Zu Unfallursache oder Schadenshöhe kann die VGF noch keine Angaben machen.

Dier Linie 16 wurde während der Arbeiten zum Westbahnhof umgeleitet, U1 und U9 enden bis auf weiteres an der Station Römerstadt. Auf den unterbrochenen Abschnitten wurden Ersatzverkehre mit Taxen eingerichtet.

Oberleitungsschaden am Schweizer Platz

Noch während der Bergungsarbeiten in Ginnheim unterbrach ein Oberleitungsschaden im Tunnel zwischen Willy-Brandt-Platz und Schweizer Platz den U-Bahnbetrieb der Linien U1, U2, U3 und U8. Warum eine U2 die Oberleitung beschädigte, ist noch nicht bekannt. Aus dem Zug führte die VGF die Fahrgäste zurück zur Station Willy-Brandt-Platz. Bergungsarbeiten und Instandsetzung der Oberleitung laufen, wie lange sie dauern und der Betrieb zwischen Willy-Brandt-Platz und Südbahnhof unterbrochen ist, steht noch nicht fest.

Die Linien U1 und U2 enden bis auf weiteres an der Station Willy-Brandt-Platz, U3 und U8 fahren bis Heddernheim. Fahrgäste bis Südbahnhof verweist die VGF auf die an der Hauptwache fahrenden S-Bahn-Linien.

Informationen: Stadt Frankfurt

Foto: Archiv

Therapie mit Harry-Potter-Effekt

Von Eva Maria Koch

Corona kam und ich stand, wie viele andere, vor der Herausforderung, meinen Arbeitsalltag flexibel umzugestalten. Normalerweise arbeite ich als Logopädin und klinische Lerntherapeutin in meiner Praxis – was plötzlich nicht mehr möglich war.

Schnell kam die Idee, mit den älteren Schulkindern Videotherapien durchzuführen. Nur leider war ich auf diesem Gebiet völlig unerfahren. Also schnell eine geeignete Plattform finden und rein ins kalte Wasser springen!

Was ich dann erlebt habe und immer noch erlebe, ist einfach herrlich. Und sehr lehrreich. Die Kinder gehen so kreativ mit den Möglichkeiten der Technik um, dass ich fast täglich in Staunen versetzt werde. Alles fing damit an, dass ich Victor (alle Namen geändert) sagte, er solle bestimmte Wörter auf ein Blatt schreiben und das Blatt dann zur Kontrolle in die Kamera halten. Er schaute mich ungläubig an, blendete sein Whiteboard ein und schrieb direkt die Wörter mit der Maus auf das Board und hatte einen Heidenspaß, in mein verblüfftes Gesicht zu schauen. Ok, dachte ich, so geht das auch! Hatte ich schon erwähnt, dass ich eine totale Technik-Niete bin?

Logopädin setzt Corona-bedingt auf Videotherapie – und ist immer wieder begeistert vom Engagement und der Kreativität der Kinder  Foto: privat

In der Therapie mit Anton  hatte ich dann bereits stolz entdeckt, dass ich auch mit einem Chat arbeiten kann und die Kinder die von mir diktierten Wörter und Sätze direkt in den Chat schreiben können. Anton hat eine schwere Lese-Rechtschreib-Störung und die meisten Wörter sind in der Regel von Fehlern durchzogen. Diesmal war es allerdings anders und ich wunderte mich, dass die meisten Wörter richtig geschrieben waren. Irgendwann fiel mir auf, dass er den Bildschirm etwas nach oben gekippt hatte und sein Mund dadurch nicht mehr sichtbar war. Außerdem hörte ich keine Hintergrundgeräusche mehr…

Ich fragte ihn daraufhin, ob er das Mikrophon ausgemacht habe und der Schelm fing direkt an zu grinsen. Erst dann zählte ich eins und eins zusammen und kam dahinter, dass er die Wörter per Spracheingabe dem PC diktiert hatte. 

Wir zwei lachten zusammen und anstatt ihn zu rügen, entschied ich mich dafür, ihn für diese kreative Art mit seiner LRS umzugehen und die Möglichkeiten der Technik zu nutzen, zu loben.

Magnus setze meinem Erstauen allerdings die Krone auf. Er hatte vor der Videotherapie ein Video von sich gemacht, wie er denkend vor dem PC sitzt. Während unserer Onlinetherapie schaltete er kurz die Kamera aus und sagte mir, er müsse nur kurz etwas einstellen. Als die Kamera wieder eingeschaltet wurde, saß Magnus wieder vor dem PC und dachte scheinbar nach. In Wirklichkeit lief aber nur sein Video ab und er hatte sich vom PC entfernt. Er löste es natürlich schnell auf und wieder musste ich ehrlich lachen. Es erinnerte mich an einen Harry-Potter-Film, in dem sich Harry verdoppelte, um somit an zwei Stellen gleichzeitig sein zu können…

Ich bin fest davon überzeugt, dass wir genau diese Kreativität und Fantasie bei unseren Kindern fördern sollten. Denn dann können sie mit den technischen Möglichkeiten jonglieren und Großartiges auf die Beine stellen. Zeitgleich heben sie sich genau dadurch von einem Computer ab. Denn Kreativität und Fantasie sind durch eine Maschine nicht zu ersetzen. 

Vielen Dank an all meine Video-Therapiekinder, die mich täglich zum Lachen bringen und mir zeigen, wie toll unsere technischen Möglichkeiten zu nutzen sind!

Eva Maria Koch ist Kinder-Logopädin und Expertin für klinische Lerntherapie. Ihre Praxis ist in Frankfurt-Riedberg

Fotos: privat

Hier eröffnen ein Biobäcker und Ernsting’s family

Mehr als zwei Jahre standen die Räume der ehemaligen Temma-Filiale leer. Während kurz sogar über die Nutzung als Kita-Provisorium nachgedacht und die Pläne schnell verworfen wurden, kommt jetzt wieder Leben in das Ladenlokal am Riedbergplatz. Am Freitag eröffnet dort eine Filiale des Textilunternehmens Ernsting’s family. Ein Biobäcker wird folgen.

Attraktiv und bestens zu Fuß und per U-Bahn erreichbar war die Gewerbefläche schon immer. Doch nach der Temma-Schließung standen die Räume lange leer, da 800 Quadratmeter für einen Supermarkt zu klein, für viele andere Anbieter zu groß und die Räume für Gastronomie ebenfalls nicht geeignet waren. Außerdem kam anscheinend hinzu, dass Temma-Mutter Rewe die Miete ohnehin noch weiter zahlen musste.

Nach umfangreichen Umbaumaßnahmen darf man sich aber nun auf mehr Einkaufsmöglichkeiten im Stadtteil freuen. Ernsting’s family eröffnet am Freitag, 29. Mai, bereits um 8 Uhr, danach sind die Öffnungszeiten 9 bis 20 Uhr. „Wie üblich feiern wir die Neueröffnung mit 20 Prozent Rabatt auf das gesamte Sortiment. Um die Abstandsregeln bestmöglich einhalten zu können, gewähren wir den Rabatt an den ersten beiden Tagen, um die Frequenz ein wenig zu strecken“, heißt es in einer Pressemitteilung.

Eine Sprecherin fügt hinzu: „Wir freuen uns sehr, nun in dem neu entstandenen Stadtteil Riedberg vertreten zu sein.“ Da es noch an Möglichkeiten der Nahversorgung mangelt, setzt man gezielt auf die vielen jungen Familien, die hier wohnen. Das Unternehmen mit Sitz in Coesfeld/ Westfalen bietet Bekleidung mit Schwerpunkt auf Damen- und Kindermode, weiterhin Wäsche, Heimtextilien, Dekorationsartikel und Spielwaren, in mehr als 1800 Filialen in Deutschland und Österreich.

Biobäckerei mit Café an der Ecke

Direkt an der Ecke Riedbergallee/ Otto-Schott-Straße wurde ein Teil der ehemaligen Temma-Fläche räumlich getrennt und umgebaut. Hier wird demnächst „Biokaiser“ inklusive Café eröffnen. Die Vollkornbäckerei Kaiser aus Mainz-Kastel ist bisher schon am Riedberger Wochenmarkt vertreten und hat zahlreiche Filialen im Rhein-Main-Gebiet. 

Der Biobäcker ist damit die fünfte Bäckerei im Stadtteil. Hinzu kommen die Einkaufsmöglichkeiten von frischen Backwaren bei Aldi und Lidl. Die ersten sprechen schon von einem „Verdrängungswettbewerb“. Kunden von Bioprodukten jedoch wird die Neueröffnung freuen.

Fotos: MAINRiedberg

Riedberger Opernsängerin startet mit kleinem Konzert

Endlich wieder Kultur…

Stefanie Schaefer, Riedberger Opernsängerin, startet am Mittwoch um 19 Uhr wieder zaghaft mit einem kleinen Konzert in der großen Aula des Lessing-Gymnasiums. Es gibt noch wenige freie Plätze. 

An dem Ort, an dem sie ihre ersten Auftritte hatte, gibt Stefanie Schaefer unter den aktuellen Corona-Regeln ein Konzert für maximal 50 Zuhörer. Begleitet von Andreas Sommer am Klavier singt und berichtet Stefanie Schaefer charmant und lebhaft von Kuriositäten, Überraschungen, Enttäuschungen und Wünschen, die das Leben als Sängerin bereithält. Die äußerst amüsanten Geschichten und Anekdoten werden durch Lieder und Arien aus Oper, Operette und Musical lebendig umrahmt. Das Programm dauert rund 60 Minuten.

Noch gibt es ein paar wenige Plätze, es ist jedoch eine namentliche Anmeldung erforderlich. Das Konzert findet statt am Mittwoch, 27. Mai, um 19 Uhr in der Aula des Lessing-Gymnasiums, Fürstenbergerstr. 166, 60322 Frankfurt.

Es gibt aufgrund der Corona-Regeln keine Pause und weder vor noch nach dem Konzert Getränke oder Speisen. Der Eintritt ist frei.

In der Konzert-Ankündigung steht aber noch ein kleiner Zusatz, der sicher vielen anderen Künstlern und Kulturschaffenden aus der Seele spricht: „Bedenken Sie bitte, dass uns Künstlern in dieser Zeit fast alle Einnahmen weggebrochen sind.“ Um eine Spende als Form von Wertschätzung wird gebeten.

Weitere Informationen unter mezzosopranistin.de

Foto: Katrin Paul/ mezzosopranistin.de

Ortsbeirat lädt zur Bürgerfragestunde – erstmals online!

Der Ortsbeirat Kalbach/ Riedberg lädt am Freitag, den 29. Mai, um 19.30 Uhr zu seiner ersten Online-Bürgerfragestunde ein. Dazu muss man sich per Computer, Tablet oder Handy unter der Adresse https://tinyurl.com/yceqlzod einwählen oder per Telefon 069 5050 2596, Meeting-ID: 965 9036 8085, Passwort: 336562 (Zoom). Die Einwahl ist ab 19.15 Uhr möglich.

Nach zwei ausgefallenen Ortsbeiratssitzungen ist der Wunsch der Ortsbeiratsmitglieder groß, wieder direkt mit den Bürgern ins Gespräch zu kommen. „Die Bürger haben derzeit bestimmt genauso viele Fragen wie sonst und wir wollen versuchen, diese mit ihnen zu besprechen“, erklärt Ortsvorsteherin Carolin Friedrich (CDU).

Dies sei in den letzten Wochen verstärkt per Mail, Telefon oder im persönlichen Gespräch beim Spaziergang oder Einkauf mit den Ortsbeiratsmitgliedern geschehen. „Eine Video- und Telefon-Konferenz bietet die Möglichkeit zum parteiübergreifenden Austausch“, so Friedrich, „vielleicht können wir dadurch auch Bürger ansprechen, die nicht so oft zu unseren Ortsbeiratssitzungen kommen.“

Ein Thema wird vermutlich die Schließung des Fachärztezentrum

Inhaltlich soll es vorrangig um aktuelle Themen im Ortsbezirk gehen, etwa die plötzliche Ankündigung der Schließung des Fachärztezentrums am Riedbergplatz. Aber auch um alle anderen Fragen, die die Bürger aktuell bewegen. Zur besseren Strukturierung der Online-Bürgerfragestunde können Fragen und Themenwünsche gerne vorab an die Ortsvorsteherin Carolin Friedrich (E-Mail: c.friedrich-mail@web.de) oder an die anderen Mitglieder des Ortsbeirates 12 gesendet werden.

„Mit der Online-Bürgerfragestunde betreten wir Neuland“, sagt Friedrich. „Rein formal können online keine Beschlüsse gefasst werden können, aber wir können uns zu Themen austauschen und vielleicht weitere Schritte vorbereiten.“ Die nächste reguläre Ortsbeiratssitzung ist am 19. Juni geplant und wird voraussichtlich im Titus-Forum im Nordwestzentrum oder im Plenarsaal des Römers stattfinden.

Foto: Archiv

Rote Radspur in der gesamten Altenhöferallee

Noch ist die Farbe leuchtend Rot und frisch gestrichen. Bald werden schon ein paar schwarze Reifenspuren sichtbar sein, aber die Signalwirkung soll bleiben: Die gesamte Altenhöferallee bekommt gerade eine rote Radspur, selbstverständlich in beiden Fahrtrichtungen. Das soll für mehr Sicherheit auf der meistbefahrenen Straße im Stadtteil sorgen.

Im vergangenen Jahr hatte der Ortsbeirat Kalbach/ Riedberg den Magistrat gebeten, den gesamten Radweg entlang der Altenhöferallee mit einer roten Markierung zu versehen. Eine kurze Wegstrecke direkt am Riedbergzentrum war nur der Anfang.

Die Stadt färbt Gefahrenzonen im gesamten Stadtgebiet Rot, um so eine größere Sensibilität der Kraftwagenfahrerinnen und Kraftwagenfahrer zu erreichen. „Was nach ein bisschen Farbe aussieht, hat eine große Wirkung. Die Radfahrenden sind sicherer unterwegs. Das motiviert auch andere, sich aufs Rad zu schwingen und sich umweltfreundlicher fortzubewegen“, resümierte Michaela Kraft, Leiterin des Amts für Straßenbau, bei einem Pressetermin.

Neuer Mindestabstand beim Überholen

Die Stadt weist aktuell darauf hin, dass der neue Bußgeldkatalog auch zahlreiche Änderungen zum Thema Radfahrer vorsieht. So müssen Kraftfahrzeuge beim Überholen von Radfahrern innerorts einen Mindestabstand von 1,5 Metern einhalten und rechtsabbiegende Fahrzeuge über 3,5 Tonnen müssen beim Rechtsabbiegen Schritt fahren. Für Radschnellwege und Fahrradzonen werden neue Verkehrszeichen eingeführt. Auch Parkflächen für elektrisch betriebene Fahrzeuge können durch ein „Sinnbild“ auf der Fahrbahn hervorgehoben werden.

Kommt auch Tempo 30?

Der roten Radspur auf der Altenhöferallee könnte eine noch weitreichendere Regelung folgen. In der letzten Sitzung des Ortsbeirates vor den Corona-Beschränkungen wurde der Magistrat gebeten, einstimmig zu prüfen, „ob und wenn ja in welchen Bereichen auf den inneren Erschließungsstraßen des Riedbergs, der Riedbergallee, Altenhöferallee, Graf-von-Stauffenberg-Allee und Carl-Hermann-Rudloff-Allee ein Tempolimit von 30 km/h angeordnet werden kann“. Das bedeutet: Die Stadtverwaltung soll prüfen, ob Tempo 30 auf den Hauptstraßen unseres Stadtteils möglich ist – um mehr Sicherheit für alle Bürger zu gewährleisten.

Foto: MAINRiedberg

SC Riedberg: Training startet wieder!

Auch beim nach Mannschaften größten Fußballverein Hessens rollt seit gestern der Ball wieder. Um präzise zu sein: Der Trainingsbetrieb beim SC Riedberg wird stufenweise wieder hochgefahren. Vorab wurden die Trainer in einer Trainingssimulation mit mehreren Mannschaften gleichzeitig auf dem Sportplatz in der Altenhöferallee geschult. Das große Areal macht es möglich, getrennte Laufwege für Zu- und Abgang zum Training zu realisieren, so dass sich auf der Anlage möglichst wenige Sportler begegnen. „Erhöhte Disziplin und Beachtung der Hygiene- und Abstandsregeln werden es möglich machen, dass wir ab sofort wieder eine Art Sportbetrieb auf der Anlage haben können“, heißt es in einer Mitteilung des Vereins.

Den Anfang machen die U12-Mannschaften und älter. Die „alten Herren“ hatten bereits am Freitag zum ersten Mal wieder gegen den Ball getreten, selbstverständlich  ohne Grätschen und Körperkontakt, sondern hauptsächlich mit Übungen, die den Spaß am Fußball zurückholen.

Basketballer trainieren auf dem Sportplatz

Auch die mehr als 250 Basketballer des SC Riedberg nehmen das Training wieder auf – allerdings nicht in der Halle, sondern auf der Sportanlage in der Altenhöferallee und unter den dort geltenden strengen Auflagen. So wird es einen Sammelpunkt geben, wo die Kids bereits 15 Minuten vor Beginn eintreffen sollen. Dann kann nur maximal zu fünft trainiert werden.

Das Training ist kontaktfrei. Es wird also keine Zweikämpfe geben und eher Individual-Training sein. Auch ein Mindestabstand muss eingehalten werden und Hände sollen vorab desinfiziert werden. Die Umkleiden sind geschlossen, die Toiletten dürfen benutzt, sollen aber stets ebenfalls desinfiziert werden.

Doch die allermeisten sind sicher froh, dass es endlich wieder losgehen kann!

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Schulstart mit Kleingruppen, Masken und Laufwegeplan

Buchstäblich bis zuletzt haben Schulleitung, Kollegium und Schulelternbeirat am Konzept für den Neustart nach der Corona-Auszeit gearbeitet. Ab morgen wird jeweils ein Drittel der Schülerinnen und Schüler wieder das Gymnasium Riedberg besuchen, in Kleingruppen und im täglichen Wechsel. Unter strengen Hygiene-Regeln, Masken inklusive. 

Es wird bis zu den Sommerferien keine offiziellen Schularbeiten geben. Anders als die Jugendlichen des nächsten Abi-Jahrgangs, die bereits seit 27. April wieder die Schule besuchen, werden die Schülerinnen und Schüler der anderen Jahrgangsstufen nur ein- bis zwei Mal pro Woche Präsenzunterricht haben. Was viele Eltern weiterhin vor Betreuungsprobleme stellt, während sich so manche Kids freuen, „dass wir nur noch neun oder zehn Schultage bis zu den Sommerferien haben“.

Das alles ist den strengen Corona-Vorgaben geschuldet. Vorab hatte Schulleiter Helmut Kühnberger erklärt, dass unter Einhaltung der neuen Vorschriften zeitgleich maximal 500 Schüler das Gymnasium an der Friedrich-Dessauer-Straße besuchen könnten. Es musste also ein Schichtplan entwickelt werden, der sich am bisherigen Stundenplan orientiert. Was bei mehr als 1400 Schülern insgesamt eine Unterteilung der meisten Klassen in drei Lerngruppen notwendig machte. Jeweils rund zehn Schüler pro Klasse werden dann in täglichem Wechsel unterrichtet.

Der Unterricht geht mit den Verhaltensregeln los

Morgen zum Neustart sollen die Verhaltensregeln, Fragen zur Organisation des Präsenzunterrichts und zur Notengebung geklärt werden. Danach beginnt der normale Unterricht.

Die wichtigsten Regeln werden auch auf Plakaten im Schulgebäude erläutert: Mindestens 1,5 Meter Abstand halten, keine Gruppenbildung, keine Umarmungen, die Schule nur durch den für die Klasse oder Klassenstufe vorgesehenen Ein- und Ausgang betreten und verlassen, das „Einbahnstraßensystem“, das mit Pfeilen am Boden und Absperrbändern markiert ist, beachten. Und natürlich Hände regelmäßig waschen. Desinfektionsmittel und Seife sind ausreichend vorhanden, warmes Wasser gibt es allerdings wie in vielen anderen Schulen in Frankfurt nicht.

Im Schulgebäude müssen alle Schutzmasken tragen

Die Lehrer haben sogar ein Video erstellt, das nochmals alle wichtigen Regeln erklärt. Insbesondere das Thema Schutzmasken. Denn im Schulgebäude müssen alle einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen. Der darf nur am Sitzplatz abgenommen werden. „Bitte bringt alle eine eigene Maske mit“, heißt es in einer Info-Mail an die Schülerinnen und Schüler. Die Maske sollte möglichst aus Stoff und wiederverwertbar sein. Einwegmasken seien zwar in ausreichender Zahl vorhanden, jedoch werden diese nur im Notfall morgens an den Eingängen ausgegeben. 

Auch die Pausenregelung wurde verändert, um die Kontakte in den Pausen zu reduzieren.

Keine Schularbeiten bis zu den Sommerferien 

Der teilweise Präsenzunterricht könne, auch zusammen mit dem Arbeiten zu Hause, kein vollwertiger Ersatz zum normalen Unterricht sein, schreibt Schulleiter Kühnberger in einem Brief an die Eltern. Es gehe vielmehr darum, auch verbesserte Lernchancen zu eröffnen und das Wesentliche für die Zeit nach den Sommerferien im Gedächtnis zu verankern. Klassenarbeiten und schriftliche Lernkontrollen sind wegen der Einteilung in Lerngruppen nicht mehr möglich. Kurze schriftliche Abfragen der Hausaufgaben sind jedoch möglich und dürfen auch benotet werden. Mündliche Leistungen dürfen auch bewertet werden. Für die Zeugnisnoten werden  aber die Leistungen bis 13. März, dem letzten Schultag vor dem Lockdown, entscheidend sein.

Notbetreuung Montag bis Freitag bis 13.30 Uhr

Weiterhin gibt es eine Notbetreuung von Montag bis Freitag von 8  bis 13.30 Uhr. Ein Antrag auf Notbetreuung kann über die KlassenlehrerInnen gestellt werden.

Das Corona-bedingte Unterrichts-Konzept gilt bis zu den Sommerferien.

Foto: Archiv

Neustart und Boot Camp beim FC Kalbach

Endlich kann auch das Training in den Vereinen wieder beginnen – unter Einhaltung eines strengen Hygienekonzeptes und mit 1,5 Metern Mindestabstand. Beim FC Kalbach geht’s morgen wieder los und auch das angekündigte „Outdoor Boot Camp“, an dem auch Nicht-Mitglieder teilnehmen können, soll ab dieser Woche stattfinden.

„Wir im FC Kalbach starten mit eingeschränkten Trainings ab Montag, den 18. Mai. Unsere Jugendmannschaften ab D aufwärts beginnen morgen, ab E-Jugend und jünger schrittweise zeitlich versetzt“, erklärt Sprecherin Doreen Abelt. Die Alten Herren und SoMa dürfen ebenfalls ab morgen ran. Das Training findet unter strikten Corona-Vorschriften, die auch auf der Vereinswebseite und in den sozialen Medien zu finden sind. Nähere Abstimmungen, wer in welcher Größe und wie lange trainieren wird, nehmen die Abteilungsleiter und Trainer gerade vor.

„Boot Camp“ startet am Mittwoch

Auspowern unter freiem Himmel – das ist dann insbesondere ab Mittwoch möglich, auch für Nicht-Mitglieder. Das „Boot Camp“, das eigentlich schon nach Ostern starten sollte, ist kontaktlos und kann somit jetzt endlich beginnen. 

Ob Anfänger oder Fortgeschrittene, männlich, weiblich, jung oder alt. Für jeden soll „das optimale Workout“ möglich sein, dank Fitness-Coach Nadine Orfao Pereira. Es geht darum, die Muskeln zu kräftigen, die Ausdauer zu trainieren und auch darum, effektiv Kalorien zu verbrennen. „Wir nutzen unser eigenes Körpergewicht sowie Tools, die das Training intensivieren, beispielsweise Autoreifen.“ Eine Schnupperstunde ist kostenlos

„Der Auftakt unseres Outdoor Boot Camps ist am nächsten Mittwoch, was uns sehr freut! Wir trainieren auf dem Sportplatz dann immer mittwochs um 19 Uhr und freitags um 20 Uhr“, so Doreen Abelt.

TeilnehmerInnen sind noch gern willkommen. Interessenten sollen sich direkt an bootcamp@fc-kalbach.de wenden. 

Weitere Informationen unter fc-kalbach.de

Foto: FC Kalbach