Kategorie: RiedbergNEWS

Spitzenforschung auf dem Campus Riedberg: Von Quantensprüngen in der Magnettechnologie zur europäischen Bio-Datenbank

Kernspinresonanz-Spektrometer

Der Campus Riedberg der Goethe-Universität Frankfurt hat seine Position als eines der europaweit führenden Zentren für biomolekulare Spitzenforschung im Bereich der Kernspinresonanzspektroskopie (NMR) weiter gefestigt.

Mit der Inbetriebnahme eines der weltweit größten NMR-Spektrometer und dem aktuellen Aufbau einer neuen europäischen Forschungsdatenbank schlägt das Zentrum für Biomolekulare Magnetische Resonanz (BMRZ) eine Brücke zwischen technologischer Innovation und digitaler Zukunft.

Ein technologischer Meilenstein: Das 1,2-Gigahertz-Spektrometer

Bereits im Jahr 2014 bewilligte der Wissenschaftsrat Mittel in Höhe von 24 Millionen Euro für ein NMR-Spektrometer der nächsten Generation. Davon flossen 18 Millionen Euro in das Großgerät und 6 Millionen Euro in einen eigens dafür errichteten Anbau auf dem Campus Riedberg. Die Investition, die je zur Hälfte vom Bund und vom Land Hessen getragen und später durch die Goethe-Universität ergänzt wurde, belief sich am Ende auf insgesamt 30 Millionen Euro für Gerät und Gebäude.

Das im Jahr 2023 offiziell eingeweihte 1,2-Gigahertz-Spektrometer ist ein technologisches Schwergewicht: Es wiegt rund 10 Tonnen und ragt 4 Meter in die Höhe. Um die Anlage baulich sicher zu betreiben, wurde die Gebäudehülle mit einer speziellen Glasfaser-Bewehrung im Beton ausgestattet.

Die Konstruktion des Magneten stellte den Entwickler Bruker vor extreme technische Herausforderungen. Das Magnetfeld in der kleinen Untersuchungskammer ist 600.000-mal so stark wie das Erdmagnetfeld und muss in einem aktiven Kernvolumen von nur einem Kubikzentimeter zu 99,99999999 Prozent absolut homogen sein. Da klassische Niedertemperatur-Supraleiter auf Niobzinn-Basis bei einer Feldstärke nahe 23,5 Tesla versagen, kamen neuartige Hybrid-Drähte zum Einsatz. Diese nutzen Hochtemperatur-Supraleiter aus mit Yttrium-Barium-Kupferoxid (YBCO) beschichtetem Edelstahlband. Da diese Bänder kilometerlang sein müssen, war die Erreichung der notwendigen Homogenität eine Meisterleistung der Ingenieurskunst.

Neue Dimensionen für die Medizin und Biologie

Für die Wissenschaftler um den geschäftsführenden BMRZ-Direktor Prof. Clemens Glaubitz und den Hauptantragsteller Prof. Harald Schwalbe eröffnet das Gerät völlig neue Dimensionen. Durch die gesteigerte Empfindlichkeit und höhere Auflösung lassen sich chemische und biochemische Reaktionen in biologisch relevanten Zeitskalen beobachten. Die Beobachtung von Proteinfaltungen ist nun um den Faktor 10 schneller möglich als zuvor.

Dies liefert wichtige Impulse für die Frankfurter RNA- und Membranproteinforschung. Forscher können damit:

  • Kurzlebige Zwischenprodukte und Proteine (wie Insulin oder RNAs) direkt in der Zelle strukturell charakterisieren.
  • Die Entstehung von Krankheiten wie Alzheimer, Krebs und Herzerkrankungen besser verstehen, die oft durch Fehler in sogenannten „intrinsisch ungeordneten Proteinen“ ausgelöst werden.
  • Die Mechanismen der Signalweiterleitung an G-Protein-gekoppelten Rezeptoren (GPCRs) – der pharmakologisch wichtigsten Klasse von Membranproteinen – entschlüsseln.

Frankfurt als Knotenpunkt der europäischen Datenvernetzung

Da ein immer größerer Anteil der weltweiten NMR-Strukturdaten aus Europa stammt, folgt nun der nächste logische Schritt in der Digitalisierung. Unter der Leitung von Harald Schwalbe baut das BMRZ derzeit eine neue europäische Forschungsdatenbank namens BMRBe auf. Das Projekt wird von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) zunächst für eineinhalb Jahre mit 530.000 Euro gefördert und vom Center for Scientific Computing der Universität begleitet.

Die BMRBe fungiert künftig als zentraler europäischer Knotenpunkt und ergänzt die bestehenden Datenbanken in den USA (BMRB) und Japan (BMRBj). Ziel ist die Entwicklung einer Software, die experimentelle NMR-Daten direkt von den Spektrometern aus ganz Europa fehlergeprüft in die Datenbank überträgt und der internationalen Forschungsgemeinschaft bereitstellt.

Obwohl das jährliche Datenvolumen mit etwa einem Terabyte relativ gering ist, soll die europäische Datenbank inhaltlich über die US-amerikanische Schwester hinausgehen. Neben den reinen dreidimensionalen Strukturdaten wird die BMRBe auch die Reaktivität von Biomolekülen erfassen. Sie wird präzise dokumentieren, welche Substanzen bestimmte Proteine am besten hemmen.

Diese sorgfältig kuratierte Datengrundlage ist von unschätzbarem Wert für die moderne Arzneimittelforschung und die Analyse von Stoffwechselprodukten (Metabolomics). Sie dient insbesondere dazu, verlässliche Trainingsdaten für künstliche Intelligenzen bereitzustellen, die in der medizinischen Wirkstoffentwicklung eine immer zentralere Rolle einnehmen. Der Campus Riedberg festigt damit eindrucksvoll seine Rolle als internationaler Schrittmacher in der biomedizinischen Forschung.

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Bürgerfest markiert offiziellen Baustart für den Windpark Schäferköppel

Entwicklungsweg eines Windrads

Mit einem gemeinsamen Bürgerfest haben der Energiedienstleister Mainova, die Partnerkommunen Frankfurt am Main, Bad Homburg und Karben sowie die Frankfurter Bürgerenergiegenossenschaft eG (FraBeG) den Baustart des Windparks „Schäferköppel“ offiziell eingeläutet. Am gestrigen Freitag, dem 3. Juli, nutzten zahlreiche interessierte Bürger die Gelegenheit, sich direkt vor Ort auf dem zukünftigen Windparkgelände über das Großprojekt zu informieren.

Das Fest, welches nachmittags stattfand und über die Steinstraße erreichbar war, bot neben umfassenden Informationsständen auch ein Rahmenprogramm für Familien. Der Energieversorger stellte hierbei kostenlose Snacks, Getränke sowie ein spezielles Kinderprogramm bereit. Die Besucher gewannen direkt auf dem Areal im Dreieck zwischen Nieder-Erlenbach, Ober-Erlenbach und Kloppenheim einen persönlichen Eindruck vom aktuellen Baufortschritt.

Aufsichtsratsvorsitzender der FraBeG Andreas Heming und Oberbürgermeister Mike Josef im Gespräch

Aufsichtsratsvorsitzender der FraBeG Andreas Heming und Oberbürgermeister Mike Josef (rechts)

Erstes Windenergieprojekt auf Frankfurter Gemarkung

Der Windpark Schäferköppel gilt als ein zentraler Meilenstein für die regionale Energiewende, da er die erneuerbare Stromerzeugung unmittelbar in das Rhein-Main-Gebiet bringt. Es handelt sich dabei um das erste Windenergieprojekt, welches anteilig auf Frankfurter Stadtgebiet realisiert wird. In einem ausgewiesenen Windvorranggebiet entstehen insgesamt 4 moderne Windenergieanlagen des Typs Nordex N175.

Die technischen Dimensionen der Anlagen sind beachtlich: Bei einer Nabenhöhe von 179 Metern und einem Rotorradius von 87,5 Metern weisen die Windräder eine Gesamthöhe von 266,5 Metern auf. Jede Anlage verfügt über eine Nennleistung von 6,8 Megawatt, was eine Gesamtleistung des Windparks von 27,2 Megawatt ergibt. Mit einem prognostizierten Jahresertrag von rund 54 Gigawattstunden grünem Strom können rechnerisch etwa 22.000 Zwei-Personen-Haushalte in der Region verlässlich versorgt werden. Der erzeugte Strom wird über eine noch zu verlegende Kabeltrasse in das bestehende Umspannwerk in Ober-Erlenbach eingespeist.

Politisches Lob für regionale Kooperation

Frankfurts Oberbürgermeister Mike Josef hob im Rahmen des Baustarts die Bedeutung der interkommunalen Zusammenarbeit hervor: Wenn Kommunen Hand in Hand agieren und die Bürger aktiv beteiligt werden, schaffe dies das notwendige Vertrauen, Akzeptanz und einen konkreten Nutzen für die gesamte Region. Auch der Vorstandsvorsitzende der Mainova AG unterstrich den partnerschaftlichen Ansatz auf Augenhöhe, der eine faire Teilhabe an der Energiewende sichere.

Die umliegenden Kommunen profitieren auch finanziell direkt von dem Projekt. Über die gesetzliche Regelung nach § 6 des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) erhalten betroffene Städte und Gemeinden eine freiwillige Zuwendung von 0,2 Cent pro erzeugter Kilowattstunde Strom.

Modell zur finanziellen Bürgerbeteiligung

Ein Kernaspekt des Projekts ist die direkte finanzielle Einbindung der Bevölkerung über die Frankfurter Bürgerenergiegenossenschaft (FraBeG). Die Genossenschaft übernimmt einen Anteil von 15 % am gesamten Windparkprojekt. Um eine faire und ausgewogene lokale Teilhabe zu garantieren, werden die Beteiligungen schrittweise in drei Zeichnungsrunden vergeben. In der ersten Runde haben ausschließlich Einwohner der direkt angrenzenden Ortsteile Nieder-Erlenbach, Ober-Erlenbach, Kloppenheim und Petterweil Zugriff auf die Anteile. Erst in den darauffolgenden Runden wird der Radius erweitert.

Ein Strohhut der FraBeG

Bauarbeiten im Plan

Die vorbereitenden Maßnahmen auf dem Gelände laufen bereits seit März dieses Jahres. Bislang konzentrierten sich die Erdarbeiten auf den Ausbau der Transportwege sowie die Stabilisierung der Kranstellflächen und Fundamentbereiche. Der Zeitplan sieht vor, dass im vierten Quartal dieses Jahres der eigentliche Fundamentbau sowie die Verlegung der internen und externen Kabeltrassen beginnen. Die Anlieferung und Montage der tonnenschweren Turmbauteile und Rotorblätter sind für das Jahr 2027 projektiert.

Mit dem offiziellen Baustart wandelt sich die Schäferköppel nun sichtbar in einen modernen Produktionsort für saubere Energie, der Klimaschutz und regionale Wertschöpfung erfolgreich miteinander verknüpft.

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Bevölkerungsschutz in Kalbach-Riedberg: Magistrat nimmt Stellung zur Krisenvorsorge

Symbolbild zum Thema Krisenvorsorge

Wie gut ist der Stadtteil Kalbach-Riedberg auf langanhaltende Stromausfälle oder andere Krisenszenarien vorbereitet? Diese Frage warf die FDP-Fraktion im Januar 2026 mit einem Antrag unter dem Titel „Bevölkerungsschutz in Kalbach-Riedberg – Zeitenwende jetzt!“ auf.

Hintergrund waren unter anderem großflächige Stromausfälle in Berlin sowie die Sorge vor Sabotageakten auf kritische Infrastrukturen. Die Antragsteller forderten einen lokalen Vorsorgeplan und warnten davor, den Zivilschutz rein als Aufgabe des Bundes zu sehen. Nun liegt die offizielle Stellungnahme des Magistrats aus dem Mai 2026 vor, die detailliert auf die verschiedenen Infrastrukturbereiche eingeht.

Notunterkünfte und öffentliche Einrichtungen

Im Krisenfall sieht die Frankfurter Krisenplanung Liegenschaften im Stadtgebiet vor, die als Notunterkünfte eingerichtet werden können. Die dafür notwendige Ausstattung, wie etwa Feldbetten, wird zentral im Katastrophenschutzlager der Stadtverwaltung vorgehalten und im Bedarfsfall in den Ortsbezirk transportiert. Eine feste Bevorratung direkt vor Ort in den Sporthallen des Stadtteils existiert somit nicht.

Schulen und Kindertageseinrichtungen im Ortsbezirk 12 verfügen zudem über keine Notstromaggregate, um den regulären Betrieb bei einem Stromausfall aufrechtzuerhalten. Der Magistrat verweist darauf, dass hierzu keine rechtliche Verpflichtung besteht und derzeit keine entsprechenden Nachrüstungen vorgesehen sind.

Nahversorgung und öffentlicher Nahverkehr

Auch für das Nahversorgungszentrum am Riedbergplatz sowie die Supermärkte in Kalbach und am Riedberg sind keine städtischen Notstromaggregate eingeplant. Eine rechtliche Pflicht zur Vorhaltung solcher Geräte existiert für die privaten Betreiber nicht.

Beim öffentlichen Nahverkehr hängt der Betrieb der U-Bahnen direkt am öffentlichen Stromnetz. Die Stadtwerke Verkehrsgesellschaft Frankfurt am Main mbH (VGF) transformiert die Netzspannung in eigenen Gleichrichterwerken für den Fahrstrom. Fällt ein Versorgungsabschnitt aus, kann die Leitung teilweise über benachbarte Abschnitte gespeist werden. Auf die generelle Sicherheit der externen Netzeinspeisung hat die VGF jedoch keinen Einfluss.

Energieversorgung, Feuerwehr und Altenheime

Die Fernwärmeversorgung, die große Teile des Riedbergs versorgt, wird durch die Netzdienste Rhein-Main GmbH (NRM) und die Mainova AG sichergestellt. Beide Unternehmen verfügen über interne Krisenpläne sowie ein abgestuftes Last- und Engpassmanagement. Da das Frankfurter Fernwärmenetz als Verbundnetz organisiert ist und von mehreren Erzeugungsanlagen gespeist wird, gilt die Versorgung als hochverfügbar.

Die Freiwillige Feuerwehr Kalbach ist im Krisenfall voll einsatzbereit und dient zudem als offizielle Notfallmeldestelle für die Bevölkerung. Keine konkreten Angaben konnte der Magistrat hingegen zu den Alten- und Pflegeheimen machen. Die Krisenvorsorge und eventuelle Evakuierungsplanungen liegen in der alleinigen Verantwortung der jeweiligen Träger.

Eigenvorsorge und Informationsangebote

Der Magistrat betont deutlich, dass der Katastrophenschutz den Ausfall kritischer Infrastruktur bei extremen Schadenslagen nicht vollständig kompensieren kann. Daher wird nachdrücklich an die Eigenvorsorge der Bürger appelliert. Informationsmaterialien des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) sowie spezielle Hinweise der Feuerwehr Frankfurt stehen hierzu online bereit.

Auf Aufklärung wird bereits gesetzt: Die Branddirektion erreicht mit Brandschutz-Erziehungen jährlich rund 6.000 Vorschul- und Grundschulkinder. Für ältere Schüler gibt es im aktuellen Lehrplan zwar noch keine Pflichtschulungen, die Kultusministerien beraten jedoch darüber. Aktuell wird ein Konzept für Projekttage in der 9. Jahrgangsstufe erarbeitet, dessen flächendeckende Umsetzung jedoch personalintensiv ist. Nachhaltig soll vor allem die Fortbildung von Lehrkräften gestärkt werden.

Zusätzlich informieren die Feuerwehren und Hilfsorganisationen bei Festen, Tagen der offenen Tür sowie in kostenlosen Erste-Hilfe-Kursen über den Selbstschutz. Entsprechende Kurse der Volkshochschule stießen in der Vergangenheit allerdings auf nur geringe Nachfrage, sollen aber weiter vorgehalten werden. Eine weitergehende Ausweitung des Angebots im Stadtteil erfordert laut Magistrat zusätzliche personelle und strukturelle Rahmenbedingungen.

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Frankfurt investiert in die digitale Zukunft von Senioren: Neues Förderprogramm gestartet

Digitale Teilhabe im Alter: Berung von Senioren durch junge Helfer

Die fortschreitende Digitalisierung verändert den Alltag grundlegend. Ob die Vereinbarung von Arztterminen, das Buchen von Fahrkarten oder Behördengänge – viele zentrale Dienstleistungen verlagern sich zunehmend in den digitalen Raum.

Um ältere Menschen nicht von gesellschaftlichen Angeboten auszuschließen und ihre Selbstständigkeit zu bewahren, hat die Stadt Frankfurt ein umfassendes Förderprogramm zur digitalen Teilhabe im Alter initiiert. Das Angebot richtet sich gezielt an Senioren, die bislang kaum Zugang zur digitalen Welt haben oder von finanzieller Armut betroffen sind.

Finanzielle Zuschüsse für Endgeräte

Ein wesentlicher Baustein des Programms ist die finanzielle Unterstützung bei der Anschaffung der notwendigen Hardware. Das Jugend- und Sozialamt stellt für berechtigte Personen ab 65 Jahren einen einmaligen Zuschuss von 250 Euro bereit. Dieses Geld ist zweckgebunden für den Kauf eines Laptops, Tablets oder Smartphones gedacht.

Anspruchsberechtigt sind Frankfurter Bürger, die zum Zeitpunkt der Antragstellung Sozialleistungen wie Grundsicherung oder Wohngeld beziehen oder Inhaber eines Frankfurt-Passes sind. Die Abwicklung und Auszahlung des Zuschusses erfolgt direkt über die zuständigen Sozialrathäuser in den Stadtteilen Bockenheim, Gallus und Ost, wo die Bedarfslage für Unterstützung im Alter besonders hoch eingestuft werden.

Kostenlose Schulungsangebote und das Projekt „DiTA“

Neben der Bereitstellung von Geräten spielt die Vermittlung von digitalem Wissen eine zentrale Rolle. Unter dem Titel „Digitale Teilhabe im Alter – Quartiersnahe Versorgung in Frankfurt am Main“ (DiTA) setzt das Jugend- und Sozialamt gemeinsam mit der Frankfurt University of Applied Sciences ein wissenschaftlich begleitetes Projekt um. Gefördert wird diese Initiative bis Mai 2027 durch das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt.

Aktuell werden passgenaue, kostenlose Schulungsangebote erarbeitet. Diese richten sich an Empfänger von Sozialtransfers über 65 Jahre sowie generell an alle Frankfurter Bürger über 75 Jahre. Zudem soll eine umfassende Bestandsaufnahme bereits existierender Angebote für Senioren stattfinden, um diese in Kooperation mit freien Trägern, Initiativen und Fachkräften gezielt weiterzuentwickeln. Durch eine zusätzliche Förderung des Frankfurter Almosenkastens in Höhe von 26.000 Euro ist die Teilnahme an allen entsprechenden städtischen Angeboten für ältere Menschen kostenfrei möglich. Eine Übersicht stellt die städtische Leitstelle Älterwerden bereit.

Ehrenamtliches Netzwerk und soziale Integration

Flankiert werden die städtischen Maßnahmen durch das Engagement des »Frankfurter Verbands für Alten- und Behindertenhilfe«. Der Verband setzt auf den gezielten Aufbau wohnortnaher Infrastrukturen in Bibliotheken, Pflegeeinrichtungen und öffentlichen Computerräumen. Um bestehende Berührungsängste und Sicherheitsbedenken beim Datenschutz abzubauen, wird ein Netzwerk aus geschulten, ehrenamtlichen Helfern aufgebaut.

Prävention gegen soziale Isolation

Die Verantwortlichen betonen die Dringlichkeit des Vorhabens. Fehlende digitale Kompetenzen oder mangelnde finanzielle Ressourcen führen in vielen Fällen zu einer unfreiwilligen Isolation. Besonders betroffen sind ältere, pflegebedürftige Menschen, mobilitätseingeschränkte Personen sowie statistisch gesehen alleinlebende Frauen. Laut Sozialdezernentin Elke Voitl bedeutet die Teilnahme am digitalen Leben heute unweigerlich die Teilnahme am gesellschaftlichen Leben. Ziel des Gesamtprogramms ist es, älteren Bürgern ein selbstbestimmtes Leben im gewohnten Umfeld zu sichern, das geistige Wohlbefinden zu stärken und der Vereinsamung nachhaltig entgegenzuwirken.

Beantragungsweg

Die Pauschale für digitale Grundausstattung kann in den Sozialrathäusern angefragt werden. Der Fokus liegt auf den drei Sozialrathäusern Ost, Bockenheim und Gallus, da in diesen Sozialbezirken die Teilhabebelastung im Alter besonders hoch ist. Alle Sozialrathäuser das heißt auch das Sozialrathaus Nord haben die Möglichkeit Gutscheine für die kostenfreie Inanspruchnahme digitaler Schulungsangebote auszuhändigen. Die Zielgruppe hier sind: Frankfurter mit Alter ab 65 Jahren, die Sozialtransfers erhalten oder die über 75 Jahre alt sind. Der Gutschein gilt sowohl für Einzelhilfe als auch für Kurse und Workshops.

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Wanderausstellung „Kinder haben Rechte“ zu Gast am Riedberg: Kinderrechte können entdeckt werden

Wanderausstellung

Von Montag, 29. Juni, bis Donnerstag, 6. August, ist die Wanderausstellung „Kinder haben Rechte“ erstmals zu Gast im Familienzentrum und Mehrgenerationenhaus Billabong am Riedberg. Kinder, Familien und Interessierte sind eingeladen, Kinderrechte spielerisch zu entdecken, auszuprobieren und miteinander ins Gespräch zu kommen.

Wie funktioniert Mitbestimmung im Alltag? Warum haben Kinder ein Recht auf Schutz, Bildung und Freizeit? Und wo spielen Kinderrechte im eigenen Leben eine Rolle? An 6 interaktiven Mitmach-Stationen lädt die Ausstellung dazu ein, diesen Fragen nachzugehen. Besucher können ausprobieren, rätseln, diskutieren und eigene Gedanken einbringen.

„Die Umsetzung der Kinderrechte ist eine zentrale Voraussetzung für eine gerechte und zukunftsfähige Stadt. Sie müssen im Alltag sichtbar und wirksam werden. Die Ausstellung macht deutlich, was das konkret heißt“, sagt die Dezernentin für Bildung, Immobilien und Neues Bauen.

Nach dem großen Erfolg der Ausstellung im Jungen Museum ist sie nun erstmals in einem Frankfurter Stadtteil zu sehen. Ziel ist es, Kinderrechte direkt dorthin zu bringen, wo Kinder und Familien leben, lernen und ihre Freizeit verbringen.

„Dass die Ausstellung jetzt bei uns am Riedberg Station macht, ist für uns etwas Besonderes“, sagt Anja Hohmann, Leiterin des Familienzentrums Billabong. „Mit der Ausstellung setzen wir die Kinderrechte in den Mittelpunkt und schaffen einen Ort für Begegnung, Austausch und gemeinsames Entdecken. Wir freuen uns darauf, viele Kinder, Familien und Interessierte bei uns begrüßen zu dürfen.“

Der Besuch der Ausstellung ist kostenfrei und ohne Anmeldung möglich. Für Gruppen werden vormittags Führungen angeboten. Termine können per E-Mail an info@billabong-family.de vereinbart werden. Informationen zu den Öffnungszeiten finden sich auf der Website des Familienzentrums unter billabong-family.de.


Hintergrund

Kinderrechte sind das Fundament für gutes Aufwachsen. Die Wanderausstellung „Kinder haben Rechte“ macht ausgewählte Artikel der UN-Kinderrechtskonvention anschaulich und alltagsnah zugänglich. Sie lädt Kinder und Erwachsene dazu ein, sich mit Kinderrechten auseinanderzusetzen und gemeinsam darüber nachzudenken, wie sie im Alltag gelebt werden können. Die Ausstellung eignet sich für Kinder ab 6 Jahren.

Weitere Informationen finden sich unter kinderbuero-frankfurt.de.

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Baustopp am Urselbach: Gift-Fund stoppt Renaturierung im Mertonviertel

Symbolbild Kontaminierter Boden am Urselbach

Kontaminierte Erde und fehlende Deponiekapazitäten verzögern ökologische Ausgleichsmaßnahmen am Eschersheimer Wehr.

Mertonviertel

Die ambitionierten Renaturierungsmaßnahmen am Urselbach im Mertonviertel sind unerwartet zum Stillstand gekommen. Bei Ausgrabungsarbeiten im Bereich der Sandelmühle und am Oberwasser des Eschersheimer Wehrs stießen Arbeiter auf erheblich kontaminierten Boden. Da die belastete Erde aufgrund akuten Deponiemangels nicht abgetragen werden kann, ruhen die Arbeiten vorerst komplett. Dies sorgt für erhebliche Unruhe im Ortsbeirat 8, der nun eine rasche Aufklärung fordert.

Das Ausmaß der Kontamination

Konkret betrifft der Fund eine Tieferlegung des Urselbach-Bachbetts auf einer Länge von rund 400 Metern sowie die Schaffung einer neuen Verbindung zwischen der Nidda und dem Urselbach. Nach Angaben von Christine Holch, Fraktionsmitglied der Grünen im Ortsbeirat 8, sind die Arbeiter bei den Ausgrabungen auf giftige Schichten gestoßen. Besonders brisant: Auf dem Gelände des ehemaligen Campingplatzes wurde eine Verseuchung mit Bromabfall festgestellt, die bis in eine Tiefe von 30 Zentimetern reicht.

Gesundheitsgefahren durch offene Lagerung

Neben der Verzögerung des Projekts wirft die aktuelle Situation akute Sicherheitsfragen auf. Die Fraktionsmitglieder des Ortsbeirats äußerten sich besorgt über den Zustand der Baustelle. Die kontaminierte Erde liegt derzeit völlig ungeschützt auf dem Gelände – sie ist weder abdeckungstechnisch gesichert noch in Schutztüten verpackt. Angesichts der anhaltend trockenen Witterung besteht die Gefahr, dass giftiger Staub weit über das Areal verweht wird. Dies stellt eine ernsthafte gesundheitliche Gefährdung für Anwohner und Passanten dar, da das Niddaufer rund um die Urselbachmündung als Naherholungsgebiet sehr beliebt ist.

Politischer Druck im Ortsbeirat

Der Ortsbeirat 8 (Heddernheim, Niederursel, Nordweststadt) reagierte prompt. Die Fraktionen von Grünen und SPD brachten separate Dringlichkeitsanträge ein, die im Gremium zu einem gemeinsamen interfraktionellen Antrag zusammengefasst und einstimmig verabschiedet wurden. Die Lokalpolitik fordert von der Stadt Frankfurt eine zügige Aufklärung über die genauen Fundorte, unverzügliche Schutzmaßnahmen gegen Staubaufwirbelungen sowie einen verlässlichen Zeitplan für den Fortgang der Arbeiten.

Hintergrund: Historische Altlasten an der Sandelmühle

Für Kenner der Region kommt der Gift-Fund nicht völlig überraschend. Das Areal an der Sandelmühle blickt auf eine jahrzehntelange industrielle Nutzung zurück. Neben dem ehemaligen städtischen Gaswerk Heddernheim betrieb hier auch die VDO Adolf Schindling AG (später Continental AG) Produktionsstätten. Obwohl bis zum Jahr 2013 umfangreiche Altlastensanierungen stattfanden und die Stadt im Jahr 2024 eine akute Gefährdung des Grundwassers weitgehend ausschloss, warnte der Magistrat bereits damals, dass schadstoffhaltige Reste künstlicher Auffüllungen im Boden verblieben sein könnten. Bereits 2021 hatte der Ortsbeirat aufgrund von Berichten über einen im Jahr 2013 ausgelaufenen Großtank sowie Spuren einer Phosphorbombe zusätzliche Bodenproben gefordert.

Systemisches Problem: Der hessische Deponienotstand

Dass die Arbeiten nun komplett ruhen müssen, deckt ein tiefgreifendes infrastrukturelles Problem in Hessen auf: den akuten Mangel an Deponiekapazitäten. Hessen leidet seit Jahren unter einer drastischen Verknappung von Deponieraum für mineralische Abfälle. Während die Entsorgungskosten im Bereich der Erdarbeiten in den vergangenen Jahren massiv gestiegen sind, hat sich die Lage im Jahr 2026 zu einem echten Notstand zugespitzt. Belasteter Erdaushub kann regional kaum noch ordnungsgemäß untergebracht werden, was kritische Infrastruktur- und Naturschutzprojekte massiv ausbremst.

Bedeutung für die lokale Infrastruktur

Die Verzögerung am Urselbach betrifft ein wichtiges ökologisches Großprojekt. Die Renaturierung wird von der Deutschen Bahn als gesetzliche Ausgleichsmaßnahme für den viergleisigen Ausbau der Bahnstrecke von Frankfurt nach Bad Vilbel durchgeführt. Sie ist eng mit dem Umbau des Eschersheimer Wehrs verknüpft, das seit Anfang 2025 für rund 5 Millionen Euro ökologisch aufgewertet wird. Hier entstehen ein naturnaher Umfluter zur Wiederherstellung der Durchgängigkeit für Fische sowie verbesserte Hochwasserschutzanlagen. Eigentlich sollten die Arbeiten Ende 2026 abgeschlossen sein – ob dieser Zeitplan durch den jetzigen Baustopp zu halten ist, bleibt ungewiss.

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Deine Stimme zählt – Elternbefragung zum Bildungs- und Teilhabepaket in Hessen

Symbolbild Teilhabepaket

Liebe Eltern und Erziehungsberechtigte,
wissen Sie eigentlich, welche staatlichen Unterstützungen Ihnen für die schulische und gesellschaftliche Entwicklung Ihrer Kinder zustehen? Das sogenannte Bildungs- und Teilhabepaket bietet finanzielle Hilfen für viele Bereiche des Familienalltags – vom gemeinsamen Mittagessen in der Kita oder Schule über Ausflüge bis hin zu Lernförderung und Vereinsbeiträgen. Doch die Realität zeigt: Viele dieser bereitgestellten Mittel werden von den berechtigten Familien noch lange nicht komplett abgerufen.

Woran liegt das? Fehlen verständliche Informationen? Ist die Beantragung zu kompliziert? Um genau das herauszufinden, wird aktuell eine wichtige wissenschaftliche Untersuchung durchgeführt. Das Deutsche Institut für Menschenrechte hat das ISG Institut für Sozialforschung und Gesellschaftspolitik aus Köln mit einer Online-Elternbefragung beauftragt. Das erklärte Ziel: Es soll ermittelt werden, wie gut Familien in Hessen über das Paket informiert sind und an welchen Stellen gezielte Aufklärung fehlt.

Jeder kann mitmachen – Ihre Erfahrung ist gefragt!

Bei dieser Untersuchung stehen die Familien im Mittelpunkt und sollen selbst zu Wort kommen. Daher ist jeder Beitrag wertvoll. Es spielt überhaupt keine Rolle, ob Sie die Leistungen für Bildung und Teilhabe bereits bestens kennen, ob Sie schon einmal einen Antrag gestellt haben oder ob Sie bisher noch nie etwas davon gehört haben. Jede Rückmeldung hilft dabei, das System für die Zukunft zu verbessern.

Die Teilnahme an der Online-Umfrage dauert lediglich 15 bis 20 Minuten. Sie ist absolut freiwillig und wird vollkommen anonym durchgeführt; niemand kann Ihre Antworten zu Ihnen zurückverfolgen. Am bequemsten lässt sich der digitale Fragebogen am PC, Laptop oder Tablet ausfüllen, aber auch eine Teilnahme über das Smartphone ist problemlos möglich.

Attraktive Gewinne als Dankeschön

Als kleines Dankeschön für Ihre Unterstützung und Zeit wird die Teilnahme belohnt: Unter allen Teilnehmenden werden 20 Einkaufsgutscheine des »dm-Drogeriemarktes« im Wert von jeweils 50 Euro verlost. Wenn Sie an dieser Verlosung teilnehmen möchten, können Sie am Ende der Befragung einfach Ihre Kontaktdaten hinterlassen. Diese werden selbstverständlich getrennt von Ihren inhaltlichen Antworten verarbeitet.

Zögern Sie nicht und gestalten Sie die Zukunft der Familienförderung aktiv mit! Die Befragung läuft nur noch für kurze Zeit bis zum 17.07.2026.

Sie erreichen die Umfrage direkt im Internet unter folgendem Link:

https://umfrage.isg-institut.de/uc/hessen/

Nutzen Sie diese Gelegenheit, um direktes Feedback zu geben und dafür zu sorgen, dass finanzielle Hilfen genau dort ankommen, wo sie am dringendsten gebraucht werden – bei unseren Kindern. Das ISG Institut freut sich auf Ihre Teilnahme!

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Eine Genossenschaft expandiert in bedachten Schritten

Generalversammlung der Frankfurter Bürgerenergiegenossenschaft e. G.(FraBeG) 2026

Am 8 Juni fand die 3. Generalversammlung der Frankfurter Bürgerenergiegenossenschaft (FraBeG) statt. Nach der Entlastung von Vorstand und Aufsichtsrat war Zeit, sich ausgiebig mit den aktuellen und kommenden Projekten auseinanderzusetzen.

Mitgliederwachstum und Zeichnung von Anteilen

Derzeit bietet die Genossenschaft keine weiteren Anteile zur Zeichnung an, da es noch keinen zusätzlichen Finanzbedarf für neue Projekte gibt. Die Zahl der Mitglieder hat sich seit Ende 2024 von 120 auf 160 Mitglieder erhöht. Es werden noch weitere ehrenamtliche Mitarbeiter gesucht, die das Thema Reduzierung von CO2 -Emissionen in Frankfurt und Umgebung vorantreiben wollen.

Aktuelle Projektplanung

Es stehen derzeit zwei Vertragsabschlüsse kurz vor Abschluss. Mit der Umsetzung könnte noch dieses Jahr begonnen werden.

Die Kommunale Wärmeplanung

Ein weiteres großes Betätigungsfeld eröffnet die »Kommunale Wärmeplanung«. Der erste Entwurf dazu ist inzwischen veröffentlicht und die Verbände, die sich mit diesen Themen beschäftigen, sind aufgefordert, ihre Verbesserungsvorschläge dazu einzureichen. Wichtigster Kernpunkt in diesem Konzept ist, dass Bürger, Firmen und Verwaltungen im Stadtgebiet jährlich über eine Milliarde Euro ausgeben für das Heizen mit fossilen Brennstoffen (Öl, Gas, Kohle).

Dieses Geld fließt komplett ins Ausland und sorgt dort für den Erhalt und den Ausbau von Arbeitsplätzen. Frankfurt und sein Umland profitieren davon nicht mehr. Wenn die »Kommunale Wärmeplanung« richtig umgesetzt wird, kann ein guter Teil dieses Geldes im Rhein-Main-Gebiet zum Einsatz kommen. Das bedeutet lokale Wertschöpfung und Reduzierung der Abhängigkeit von ausländischen Rohstofflieferungen.

Windpark Schäferköppel

Zwei Dinge werden mit diesem Projekt in Frankfurt ein Novum sein: Zum ersten Mal wird ein Windpark auf Frankfurter Fläche entstehen. Zum anderen wird hier eine Kooperation zwischen einer Bürgerenergiegenossenschaft und Mainova ins Leben gerufen.

Seit März ist die Projektgesellschaft der Mainova mit den ersten Baumaßnahmen unterwegs. Zuerst mussten die bestehenden Wege zu den Standorten ausgebaut und stabilisiert werden. Danach wurden Kranstellflächen und Fundamentflächen vorbereitet. Derzeit wird schon an den zukünftigen Fundamenten gearbeitet. Danach werden Kabeltrassen verlegt, um den Windpark an das Frankfurter Stromnetz anzubinden.

Die 4 neuen Windenergieanlagen des Typs Nordex N163/6.X verfügen über eine Nennleistung von 6,8 Megawatt. Man erwartet einen jährlichen Ertrag von etwa 54 Gigawattstunden grünen Strom. Damit soll der jährliche Strombedarf von etwa 22.000 Zwei-Personen-Haushalten gedeckt werden.

Das besondere hierbei: Den umliegenden Anwohnern des Windparks wird die Möglichkeit gegeben, Genossenschaftsanteile zu zeichnen und so das Projekt direkt finanziell zu fördern und von den zukünftigen Erträgen einen entsprechenden Anteil zu bekommen.

Wenn die Kooperation in diesem Projekt zu einer erfolgreichen Umsetzung führt, werden sicherlich in Zukunft gemeinsam noch weitere interessante Projekte im Rhein-Main-Gebiet angegangen werden.


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Neue Rekorde beim STADTRADELN: Frankfurter Teams auf der Eurobike ausgezeichnet

Stadtradeln 2026 - Siegerteams

Die diesjährige Klimaschutz-Kampagne „STADTRADELN“ in Frankfurt am Main war ein historischer Erfolg. Mit insgesamt 8.586 Radelnden und 400 angemeldeten Teams wurden gleich zwei neue Bestmarken aufgestellt. Auf der internationalen Fahrrad- und Mobilitätsmesse Eurobike wurden die erfolgreichsten Teilnehmer am vergangenen Samstag offiziell geehrt.

Klima- und Umweltdezernentin Tina Zapf-Rodríguez sowie Mobilitätsdezernent Wolfgang Siefert zeichneten die fahrradbegeisterten Teams für ihre herausragenden Leistungen in insgesamt 10 Kategorien aus. Die anhaltende Begeisterung zeigt Wirkung: Vom 1. bis 21. Mai legten die Frankfurter insgesamt 1.522.737 Kilometer zurück – eine Strecke, die etwa 38 Erdumrundungen entspricht. Dadurch wurden rund 250 Tonnen CO2 im Vergleich zur Autonutzung vermieden.

Großer Erfolg für Kalbach-Riedberg

Ein besonderes Highlight aus lokaler Sicht betrifft den eigenen Stadtteil: Bei der diesjährigen Kampagne wurden erstmals die teilnehmerstärksten Stadtteile prämiert. Hierbei schaffte Kalbach-Riedberg den Sprung auf das Siegertreppchen und teilte sich gemeinsam mit dem Nordend einen hervorragenden zweiten Platz. Den Gesamtsieg in dieser neuen Wertung sicherte sich der Stadtteil Fechenheim. Dieser Erfolg unterstreicht das große Engagement der Bürger vor Ort für eine klimafreundliche Mobilität.

Urkunde für Gruppe Kalbach-Riedberg

Die Gewinner-Teams im Überblick

In den klassischen Teamwertungen lieferten sich zwei Großteams ein beeindruckendes Kopf-an-Kopf-Rennen:

  • KfW-Radelteam: Erreichte in der Kategorie über 100 Teilnehmer gleich dreimal den ersten Platz – für die meisten Fahrten (7.475), die meisten Teilnehmer (461) und die meisten Kilometer (90.814).
  • Roberts Team e.V.: Landete in allen drei Kernkategorien knapp dahinter auf dem zweiten Platz (7.427 Fahrten, 409 Teilnehmer, 88.170 Kilometer).

Aus Fairness und Teamgeist vereinbarten beide Spitzenreiter, ihre gewonnenen Catering-Gutscheine im Wert von 1.000 und 500 Euro geschwisterlich aufzuteilen.

In der Teamgröße von 51 bis 100 Teilnehmenden siegte „AUMOVIO Frankfurt“ mit 26.094 Kilometern, dicht gefolgt von den „Industrieparkradlern“ (24.025 Kilometer). Bei den kleineren Teams bis 50 Personen sammelten die „Sektion Frankfurt des DAV“ sowie die „DieBahnRadler“ die meisten Kilometer. Die höchste Pro-Kopf-Leistung erbrachte das Team „Wiesen-Klee“ mit erstaunlichen 1.151 Kilometern pro Person.

Nachwuchs und Verwaltung zeigen vollen Einsatz

Parallel wurde auch der Wettbewerb „SCHULRADELN“ ausgewertet, an dem eine Rekordzahl von 56 Frankfurter Schulen teilnahm. In der Kategorie des größten Schulteams im Verhältnis zur Gesamtschülerzahl siegte die Grundschule Freie Schule Frankfurt vor dem Stadtgymnasium Frankfurt.

Bei der „Ämterchallenge“ der Stadtverwaltung bewies die „Stabsstelle 38“ (Zivile Verteidigung) mit 29 Fahrten pro Kopf den längsten Atem, gefolgt vom „Klimareferat“ mit 28 Fahrten. Als fahrradaktivste Familien wurden die „Großstadtbiker“ vor dem Team „Ruffy“ ausgezeichnet.

Alle Sieger durften sich über Bembel, Gutscheine für alkoholfreien Apfelwein, Urkunden und Sachpreise freuen. Für die Teamkapitäne gab es zudem Eintrittskarten für den Palmengarten. Das Frankfurter Umweltamt zieht eine durchweg positive Bilanz und setzt auch im nächsten Jahr auf eine starke Beteiligung der Bürger.

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