Alle Artikel von Andreas Woitun

Musik, Schokolade und Zeitgeschichte: 80 Jahre AFN im Frankfurter Raum

Sender Weisskirchen AFN

Vor genau 80 Jahren begann im Frankfurter Raum ein neues Kapitel der Rundfunk- und Kulturgeschichte: Der US-amerikanische Soldatensender American Forces Network (AFN) nahm im Herbst 1946 im Höchster Schloss seinen regulären Sendebetrieb als Europazentrale auf.

Für die von den Schrecken des 2. Weltkriegs gezeichnete Bevölkerung brachte der Sender nicht nur Nachrichten für die US-Truppen, sondern auch den Sound einer neuen Freiheit – mit Jazz, Blues und dem aufkommenden Rock ’n’ Roll.

Die geschichtliche Entwicklung des AFN in Frankfurt

Die Wurzeln des Senders lagen im Jahr 1943, als AFN in London gegründet wurde, um amerikanische Soldaten in Europa zu unterhalten und zu informieren. Nach der Befreiung Frankfurts richteten die US-Streitkräfte 1945 zunächst provisorische Sendestudios ein, darunter in einem Wohnhaus sowie mit behelfsmäßigen Anlagen unter dem Namen „Radio Frankfurt“.

Auf der Suche nach einer geeigneten Europazentrale stießen die Verantwortlichen auf das Höchster Schloss. Am 1. Oktober 1946 bezog AFN die Räumlichkeiten im Alten und Neuen Schloss. Von hier aus wurde das Programm für Millionen Hörer in ganz Europa ausgestrahlt. Zwei Jahrzehnte lang blieb das Höchster Schloss das Herzstück des Netzwerks, bis der Sender am 1. September 1966 in ein eigens errichtetes Sendegebäude an der Bertramstraße im Dornbusch umzog – in direkter Nachbarschaft zum Hessischen Rundfunk.

Die lokalen Auswirkungen und die Sendeanlage am Riedberg

AFN war weit mehr als ein Militärsender: Er prägte das gesellschaftliche und musikalische Leben der Nachkriegszeit entscheidend. Die lockere, unkonventionelle Moderation der US-Diskjockeys auf „Ohrenhöhe“ bildete einen deutlichen Kontrast zum damals steifen deutschen Rundfunk. Prominente Musiker wie Bill Ramsey arbeiteten in den Studios in Höchst, während unzählige deutsche Jugendliche über den Äther erstmals mit modernster Musik aus Übersee in Kontakt kamen.

Auch abseits der Radiowellen hinterließen die US-Soldaten Spuren im Stadtbild. Kontakte zwischen GIs und der Bevölkerung führten zu prägenden Begegnungen. Süßigkeiten wie Hershey-Schokolade oder Kaugummis wurden für viele Kinder zu Symbolen einer friedlicheren Zukunft.

Eine direkte Verbindung in den Norden Frankfurts bestand über die technische Infrastruktur: Am Ostrand des Oberurseler Stadtteils Weißkirchen, unmittelbar angrenzend an den Ortsbezirk Kalbach-Riedberg, betrieb der Sender über Jahrzehnte eine eigene Mittelwellen-Sendeanlage.

Die prägenden Masten im Feld blieben bis zur Abschaltung der Frequenz im Jahr 2013 ein vertrautes Bild für Anwohner am Riedberg. Im April 2015 wurden die Masten schließlich gesprengt und das Areal schrittweise zurückgebaut.

Der AFN brachte nicht nur moderne Radiostandards und Musik nach Frankfurt, sondern schuf auch dauerhafte Brücken zwischen der lokalen Bevölkerung und den amerikanischen Streitkräften. Die Geschichte des Senders bleibt mit Höchst und den technischen Anlagen nahe dem Riedberg fest in der Region verwurzelt.

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Bonames: Festnahme nach gefährlicher Körperverletzung mit Schreckschusswaffe

Teil eines Polizeiwagens

Im Zuge eines Streits zwischen mehreren Personen soll ein 13-jähriger eine Schreckschusswaffe gezogen und mit dieser in Richtung eines Geschädigten geschossen haben. Polizisten nahmen ihn fest.

Der Vorfall ereignete sich gegen 19:05 Uhr auf der Friedrichsdorfer Straße.

Nach aktuellen Erkenntnissen soll sich ein Streit zwischen vier Personen entwickelt haben. Im Zuge dessen soll besagter 13-jähriger eine Schreckschusswaffe gezogen und aus kurzer Entfernung mindestens einmal in Richtung eines Geschädigten geschossen haben. Danach soll sich noch ein Gerangel zwischen den weiteren anwesenden Personen entwickelt haben. Der 13-jährige Schütze konnte bis zum Eintreffen einer Streife festgehalten werden.

Die eingesetzten Polizisten nahmen wechselseitige Anzeigen auf. Die Hintergründe der Auseinandersetzung sind nun Teil der Ermittlungen.

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Komfortabel durchs Niddatal: Uferweg zwischen Heddernheim und Berkersheim wird umfassend saniert

Niddaufer-Radweg Sperrung

Das Niddatal gehört zu den wichtigsten Naherholungsgebieten und zentralen Radverbindungen im Frankfurter Norden. Ob für den täglichen Pendelverkehr, Ausflüge ins Grüne oder sportive Freizeitmöglichkeiten – die Strecken entlang des Flusses erfreuen sich enormer Beliebtheit. Nun hat die Stadt Frankfurt am Main ein lang erwartetes Infrastrukturprojekt gestartet: Seit Ende August wird der südöstliche, linksseitige Nidda-Uferweg auf einer Länge von rund 2.600 Metern grundlegend erneuert und mit einer festen Decke ausgestattet.

Schluss mit Schlaglöchern und Matsch

Die Maßnahme betrifft den Streckenabschnitt zwischen Heddernheim beziehungsweise dem Freibad Eschersheim und dem Berkersheimer Weg. Bisher war dieser Wegabschnitt durch eine unbefestigte, wassergebundene Oberfläche geprägt. Im Sommer führten Auswaschungen zu Buckelpisten und Staubentwicklung, während langanhaltender Regen immer wieder tiefe Pfützen hinterließ.

Mit der aktuellen Sanierung wird die veraltete Oberfläche durch eine durchgängige, rund drei Meter breite Asphaltdecke ersetzt. Ziel der Stadtverwaltung ist es, eine ganzjährig witterungsunabhängige, sichere und komfortable Verbindung für Radfahrer, Fußgänger, Inliner sowie Menschen mit Kinderwagen oder Mobilitätseinschränkungen zu schaffen.

Ökologische Bauweise durch hellen Asphalt

Ein wesentliches Merkmal des Ausbaus ist der Einsatz eines speziellen hellen Asphalts. Im Vergleich zu herkömmlichem dunklem Straßenbelag heizt sich diese Oberfläche im Sommer um bis zu 20 Grad weniger auf. Das erhöht nicht nur das Wohlbefinden der Vorbeigehenden an heißen Tagen, sondern berücksichtigt auch ökologische Belange des Naturschutzes. Für Amphibien und Insekten, die den Weg überqueren, stellt der helle Belag keine Hitzebarriere dar. Zudem verbessert die hellere Oberfläche die Sichtbarkeit und Verkehrssicherheit in den Dämmerungs- und Abendstunden. Der Uferweg auf der gegenüberliegenden Niddaseite bleibt als naturnaher Pfad erhalten, sodass ein ausgewogener Kompromiss zwischen Nutzbarkeit und Naturraum gewahrt wird.

Enge Kooperation innerhalb der Stadtverwaltung

Eigentümer und Verwalter der Uferwege ist in erster Linie die Stadtentwässerung Frankfurt am Main (SEF), da die Pfade primär als Betriebswege für die Unterhaltung und Pflege des Gewässers dienen. Für das Sanierungsprojekt übernimmt die SEF die Gesamtplanung, Ausschreibung und Bauabwicklung. Die Finanzierung der Gesamtkosten von gut 1,2 Millionen Euro erfolgt durch das städtische Amt für Straßenbau und Erschließung (ASE) als zuständiger Baulastträger für den öffentlichen Fuß- und Radverkehr.

Niddaufer-Radweg Ausschilderung Umleitung

Vollsperrung und ausgeschilderte Umleitungen

Die Bauarbeiten haben am 24. August begonnen und dauern voraussichtlich 8 bis 10 Wochen. Die Gesamtstrecke gliedert sich in einen rund 400 Meter langen Abschnitt südlich der Autobahnunterquerung der A 661 sowie einen etwa 2.200 Meter langen Abschnitt flussaufwärts.

Für die Dauer der Arbeiten ist der betroffene Uferweg vollständig gesperrt. Eine großräumige Umleitung für den Rad- und Fußverkehr ist vor Ort ausgeschildert. Die Verkehrsführung verläuft unter anderem über die Bonameser Straße sowie in Eschersheim über die Straßenzüge „An der Nachtweide“ und „Im Uhrig“ entlang der lokalen Sportplätze. Die Stadtverwaltung bittet alle Verkehrsteilnehmer um Verständnis und die Beachtung der Absperrungen, um einen zügigen und sicheren Bauablauf zu gewährleisten.


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TV Kalbach überzeugt beim DTG-Pokal in Dortmund – Heidi Nele Sieh gewinnt Gold, Elisa knackt Qualinorm für Bundeskadertest

Heidi Nele Sieh

Beim 41. Pokalturnen der Dortmunder Turngemeinde am 3. und 4. Oktober 2026 präsentierten sich die im Leistungszentrum Frankfurt trainierenden Turnerinnen des TV Kalbach bei einem nationalen Vergleichswettkampf in starker Form.

Neben den Platzierungen ging es bei dem Wettkampf auch um wichtige Qualifikationspunkte für anstehende Kadernominierungen. Besonders erfreulich waren der Sieg von Heidi Nele Sieh in der Altersklasse 12 und die wichtige Punktzahl von Elisa Rygol von über 60 Punkten in der Altersklasse 9, mit der sie zugleich die Qualifikation für den Bundeskadertest im November erreichte. Auch Elenia Krick überzeugte mit einem fünften Platz in der Altersklasse 13 und Erfüllung der Punktanforderungen für den Landeskader des Hessischen Turnerbundes.

Heidi Nele Sieh triumphiert in der Altersklasse 12 mit deutlichem Vorsprung

Für das sportliche Highlight aus Kalbacher Sicht sorgte Heidi Nele Sieh. In der Altersklasse 12 setzte sie sich mit hervorragenden 51,500 Punkten an die Spitze des Teilnehmerinnenfeldes. Mit einem Vorsprung von über 8 Punkten auf die Zweitplatzierte sicherte sie sich souverän den Pokalsieg.
Besonders bemerkenswert: Heidi übertraf damit bereits zum wiederholten Mal die für ihre Altersklasse geforderte Qualifikationspunktzahl von 42 Punkten für den Bundeskadertest deutlich. Diese Punktzahl ist eine wichtige Voraussetzung auf dem Weg zur erneuten Berufung in den Bundeskader des Deutschen Turner-Bundes. Ihr Erfolg in Dortmund unterstreicht eindrucksvoll ihr Leistungsvermögen und ihre konstant starken Wettkampfleistungen.

Elisa Rygol knackt die 60-Punkte-Marke und qualifiziert sich für den Bundeskadertest

Auch Elisa Rygol zeigte in der Altersklasse 9 eine starke Leistung. In einem großen Teilnehmerinnenfeld mit 55 Turnerinnen erturnte sie sich 61,900 Punkte und belegte damit einen hervorragenden 11. Platz.
Mit diesem Ergebnis erreichte Elisa nicht nur ein erfreuliches Wettkampfergebnis, sondern erfüllte zugleich die Voraussetzung für die Qualifikation zum Bundeskadertest im November. Dieser Erfolg ist ein bedeutender nächster Schritt auf ihrem sportlichen Weg.

Elisa Rygol

Elisa Rygol, © TV Kalbach

Elenia Krick auf Platz fünf

In der Altersklasse 13 stellte sich Elenia Krick einem starken Teilnehmerinnenfeld und erturnte sich mit 43,050 Punkten den fünften Platz. Damit platzierte auch sie sich unter den besten Turnerinnen ihrer Altersklasse und trug zum gelungenen Auftritt des TV Kalbach bei.
Besonders erfreulich ist, dass Elenia mit ihrer Leistung zum zweiten Mal die erforderliche Punktzahl für die Berufung in den Landeskader des Hessischen Turnerbundes erreichte.
Mit einem Pokalsieg, einer wichtigen Qualifikation und einer weiteren Top-5-Platzierung blickt der TV Kalbach auf ein erfolgreiches Wettkampfwochenende in Dortmund zurück. Die Ergebnisse zeigen, dass sich die intensive Trainingsarbeit auszahlt und die Kalbacher Turnerinnen auch im überregionalen Vergleich überzeugen können.
Der nächste Höhepunkt steht bereits bevor: Heidi Nele Sieh und Elenia Krick bereiten sich nun auf den Deutschlandpokal am 17. und 18. Oktober in Frankfurt vor. Bei diesem bedeutenden Wettkampf des zweiten Halbjahres werden beide Turnerinnen gemeinsam in der Mannschaft des Hessischen Turnerbundes in der Altersklasse 12/13 an den Start gehen.
Für Elisa und Heidi steht dann noch als Abschluss des Turnjahres der Bundeskadertest im November an. Wir drücken die Daumen.

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15. Korean Film Festival Frankfurt: Neuer Ausweichort nach Brand im CineStar Metropolis

Korean Film Festival Frankfurt Festivaldesign Logo Project K

Kurz vor der Eröffnung des 15. Korean Film Festival Frankfurt steht das Organisationsteam des Vereins »Project K e. V.« vor einer großen Herausforderung: In der Nacht zum 8. Oktober beschädigte ein unerwarteter Brand das Frankfurter CineStar Metropolis, sodass das Kino bis auf Weiteres geschlossen bleibt.

Trotz dieser Ausnahmesituation können Filmbegeisterte aufatmen. Dank des schnellen und tatkräftigen Einsatzes des ehrenamtlichen Teams wurden rasch hervorragende Ausweichmöglichkeiten gefunden. Alle Vorführungen, die im CineStar geplant waren, ziehen kurzerhand in das CinemaxX nach Offenbach um.

Vom 20. bis zum 25. Oktober 2026 werden wie geplant insgesamt 27 südkoreanische Langfilme und 11 Kurzfilme auf der großen Leinwand präsentiert. Sämtliche Anfangszeiten bleiben unverändert, lediglich die Spielstätte wechselt. Die Anreise gestaltet sich dabei gewohnt komfortabel: Das CinemaxX Offenbach ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln schnell zu erreichen – es liegt nur 10 Minuten von der Frankfurter Hauptwache und etwa 15 Minuten vom Festivalkino Eldorado entfernt. Vor Ort empfängt das Festivalteam die Gäste herzlich.

Eröffnung und bewährtes Programm im Überblick

Auch der feierliche Auftakt mit der Eröffnungsvorstellung des Films Once We Were Us findet am 20. Oktober 2026 ab 19:00 Uhr im CinemaxX Offenbach statt. Im Verlauf des Festivalwochenendes folgen dort weitere Highlights wie My Daughter is a Zombie, Train to Busan, Pretty Crazy, The World of Love, Boss sowie Salmokji: Whispering Water.

Alle weiteren Spielstätten laufen ungestört weiter: Die Aufführungen in den Arthouse-Kinos Eldorado und Cinéma sowie im Kino des DFF (Deutsches Filminstitut & Filmmuseum) finden wie gewohnt statt. Auch der beliebte Korea Culture Day wird am 24. Oktober 2026 planmäßig in der Jugend-Kultur-Kirche Sankt Peter veranstaltet und bietet mit bunten Ständen vielfältige Einblicke in die koreanische Kultur.

Bereits erworbene Tickets behalten ihre Gültigkeit und werden an die neuen Sitzplätze im CinemaxX angepasst; Ticketinhaber werden hierzu per E-Mail informiert. Der reguläre Ticketverkauf läuft weiterhin online über den offiziellen Ticketshop.

Das Jubiläumsprogramm bietet eine eindrucksvolle Mischung aus Blockbustern, Dokumentationen, Indiefilmen und Kurzfilmen im Original mit Untertiteln. Zudem entscheidet das Publikum über die Vergabe des KFFF Newcomer Awards. Das Engagement des Teams zeigt eindrucksvoll, mit wie viel Herzblut die Filmkultur in der Region gelebt wird.


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Zwei neue Sprudler sollen den Kätcheslachweiher wieder aufatmen lassen

Kätcheslachweiher mit 2 Perlatoren

Nach mehr als einem Jahr Wartezeit hat die Stadtentwässerung Frankfurt (SEF) zwei Sprudler im Kätcheslachweiher installiert. Sie sollen die Wasserqualität verbessern und den Tieren im Weiher helfen. Doch niedrige Wasserstände und Algen bleiben ein Problem.

Wer in diesen Tagen durch den Kätcheslachpark spaziert, entdeckt ein neues Bild: Zwei Wasserfontänen steigen aus dem Weiher auf und fallen in glitzernden Bögen auf die Wasseroberfläche zurück. Die größere Fontäne bildet einen breiten Wasserkranz, die kleinere ergänzt das Wasserspiel. Seit spätestens Mitte Oktober sind beide Anlagen in Betrieb.
Was auf den ersten Blick wie eine Verschönerungsmaßnahme aussieht, hat vor allem einen praktischen Zweck. Die beiden Sprudler, auch Perlatoren genannt, sollen die Wasserqualität im Kätcheslachweiher verbessern.

Mehr Sauerstoff für den Weiher

Gerade in warmen Sommermonaten können stehende Gewässer unter Sauerstoffmangel leiden. Hohe Temperaturen verringern die Menge an Sauerstoff, die Wasser aufnehmen kann. Gleichzeitig verbrauchen Fische, Kleinstlebewesen und die Zersetzung abgestorbener Pflanzen Sauerstoff.

Die neuen Sprudler setzen das Wasser in Bewegung und vergrößern den Kontakt zwischen Wasser und Luft. Dadurch kann der Sauerstoffaustausch unterstützt werden. Vor allem Fische und andere wasserbewohnende Tiere können davon profitieren.

Auch gegen übermäßiges Algenwachstum sollen die Anlagen helfen. Die Durchmischung des Wassers kann die Wachstumsbedingungen für bestimmte Algenarten abschwächen. Eine Garantie für algenfreies Wasser ist das allerdings nicht. Entscheidend sind ebenso die Nährstoffbelastung, die Wassertemperatur und die Sonneneinstrahlung.

Ganz nebenbei bereichern die beiden Fontänen den Park auch optisch. Das bewegte Wasser verleiht dem Weiher eine neue Lebendigkeit. Besonders bei Sonnenschein entsteht ein reizvoller Anblick, der zum Verweilen einlädt.

Kätcheslachweiher Perlator und Kanadagänse

Aus wenigen Tagen wurde mehr als ein Jahr

Der Installation ging eine ungewöhnlich lange Wartezeit voraus. Bereits im Juli 2025 machte die damalige Ortsvorsteherin Ulrike Neißner (Grüne) die Stadtentwässerung auf starke Algenbildung und nach Luft schnappende Fische aufmerksam. Damals wurde eine kurzfristige Installation von Sprudlern in Aussicht gestellt.

Doch zunächst geschah nichts Sichtbares. Ende Juli 2026 waren die Geräte nach Auskunft der SEF zwar bestellt, aber noch nicht geliefert.

Niedriger Wasserstand und verbliebene Algen

Mit der Inbetriebnahme sind allerdings nicht alle Probleme des Weihers gelöst. Aktuelle Beobachtungen zeigen weiterhin grünliche Algenansammlungen in den flachen Uferbereichen. Auch der Wasserstand ist auffallend niedrig. An mehreren Stellen liegen breite Uferstreifen und Teile der befestigten Böschung frei.

Kätcheslachweiher mit Algenbildung im Uferbereich

Eine mögliche Ursache ist die Trockenheit. Besonders der Juli 2026 war in Frankfurt außergewöhnlich niederschlagsarm. Nach Wetterdaten der Station Frankfurt/Main fielen lediglich 9,4 Liter Regen pro Quadratmeter.

Hinzu kommt die besondere Konstruktion des Kätcheslachparks. Er ist nicht nur Erholungsgebiet, sondern zugleich eine große Anlage zur Regenwasserbewirtschaftung. Das Niederschlagswasser aus den umliegenden Wohngebieten wird zunächst in vorgelagerten Mulden zurückgehalten und kann dort teilweise versickern. Erst überschüssiges Wasser gelangt über weitere Anlagen zum Weiher.

Dieses Prinzip, heute häufig als „Schwammstadt“ bezeichnet, entlastet bei Starkregen die Kanalisation und fördert die Versickerung. In längeren Trockenperioden kann dadurch allerdings auch der Nachschub für den Weiher gering ausfallen.
Ob allein fehlender Regen für den niedrigen Wasserstand verantwortlich ist oder weitere technische beziehungsweise wasserwirtschaftliche Ursachen hinzukommen, bleibt offen.

Entscheidend ist die Wirkung

Die Sprudler sind ein sinnvoller erster Schritt. Ob sie tatsächlich ausreichend Sauerstoff ins Wasser bringen und das Algenwachstum nachhaltig begrenzen, lässt sich jedoch nicht allein an den schönen Fontänen erkennen.

Dafür wären regelmäßige Messungen des Sauerstoffgehalts, der Wassertemperatur und wichtiger Nährstoffe notwendig. Auch die Entwicklung der Algenbestände und des Wasserstands sollte dokumentiert werden.

Frau Neißner war es vor ca. 4 Jahren gelungen, dass der Kätcheslachweiher in die Untersuchung der Oberflächengewässer aufgenommen wurde! Ein Untersuchungsbericht der Behörden liegt dem Ortsbeirat 12 allerdings bisher nicht vor.

Je nach Messergebnis könnten ergänzende Maßnahmen erforderlich werden, etwa die Entfernung größerer Algenansammlungen, die Pflege der vorgelagerten Reinigungsanlagen oder eine Überprüfung der Wasserzuflüsse und des geregelten Abflusses.
Die beiden neuen Fontänen sind damit ein erfreulicher Gewinn für den Kätcheslachpark. Ob sie auch dauerhaft zu einem gesünderen Weiher beitragen, muss sich erst zeigen.

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Vielfalt, Gemeinschaft und neue Kurse: Aktuelles vom Riedberger SV

Symbolbild Jugendliche beim Sport

Beim Riedberger Sport- und Kulturverein e. V. (RSV) geht es in den kommenden Wochen nicht nur um sportliche Höchstleistungen, sondern ganz besonders um Miteinander, Kreativität und Spielfreude. Passend zur herbstlichen Jahreszeit stellt der Verein neue Kurse vor, belebt den Begegnungsraum in der Alten Turnhalle Kalbach und ruft die Gemeinschaft zum Mitmachen auf.

Neue Angebote für Gesundheit, Kunst und Spiel

  • Fit & Vital Ü65: Für alle Junggebliebenen ab 65 Jahren startet ein neues, altersgerechtes Bewegungsangebot. Jeden Mittwoch von 17:30 bis 18:45 Uhr steht in der Sporthalle der Grundschule Kalbach ein sanftes Kraft-, Balance- und Mobilisationstraining auf dem Programm, um ohne Leistungsdruck die Gesundheit und Selbstständigkeit im Alltag zu fördern. Interessierte für eine Schnupperstunde melden sich per E-Mail an warteliste@riedberger-sv.de (Betreff: Fit & Vital).
  • Kreativ-Angebot „Farbrausch – Art & Connect“: Im November zieht die Kunst in den RSV ein. In gemütlicher Runde in der Alten Turnhalle Kalbach können Erwachsene mit Acrylfarben und Leinwänden ohne Vorkenntnisse kreativ werden. Sämtliche Materialien werden gestellt; mitzubringen sind lediglich Freude am Malen sowie ein Unkostenbeitrag von 8 Euro für Mitglieder bzw. 16 Euro für Nichtmitglieder für den gesamten Monat. Über die genaue wöchentliche Uhrzeit (Freitag- oder Samstagvormittag sowie Donnerstagabend) stimmen die Teilnehmenden ab. Stimmabgabe und Anmeldung erfolgen unter kontakt@riedberger-sv.de (Betreff: Farbrausch).
  • Schachtreff & Spiele-Treff im neuen Begegnungsraum: Die frisch renovierte Alte Turnhalle (Grubweg 6, Kalbach) öffnet ihre Türen für alle Spielebegeisterten ab 16 Jahren. Sowohl für eine Partie Schach als auch für klassische und moderne Brett- oder Kartenspiele (von Skat bis »Siedler von Catan«) werden Gleichgesinnte gesucht. Termin und Uhrzeiten werden flexibel über WhatsApp-Gruppen vereinbart. Wer dabei sein möchte, sendet seine Kontaktdaten und Handynummer an kontakt@riedberger-sv.de (Betreff: Schachspiel bzw. Spielbegeistert).

Aktivitäten im Lauftreff

Auch der Lauftreff des RSV ist weiterhin hochaktiv. Bei den regelmäßigen Trainingszeiten (dienstags und donnerstags um 18:30 Uhr sowie sonntags um 8:30 Uhr) findet Lauftrainer Matthias für jedes Niveau die passende Gruppe. Dass sich das Training auszahlt, bewiesen die Läufer zuletzt erfolgreich beim Volkslauf in Rodheim. Auch beim anstehenden Frankfurt-Marathon gehen Aktive des Vereins an den Start und freuen sich über Unterstützung an der Strecke. Wer mitlaufen möchte, meldet sich unter warteliste@riedberger-sv.de (Betreff: Lauftreff).

Verstärkung für das RSV-Team gesucht

Damit das Vereinsleben weiterhin so dynamisch bleibt, sucht der RSV engagierte Personen, die sich einbringen möchten:

  • Initiative für einen Familienspieletreff: Für den Aufbau eines regelmäßigen Treffs, bei dem Eltern und Kinder gemeinsam spielen können, wird eine organisatorische Leitung gesucht. Der Verein stellt die Räumlichkeiten und unterstützt bei der Organisation.
  • Schwimmtrainer für Samstagnachmittag: Das Wassersport-Team sucht Verstärkung durch einen Schwimmtrainer für die beliebten Kinderschwimmkurse am Samstagnachmittag. Vorausgesetzt werden Erfahrung im Kinderschwimmen sowie das Rettungsschwimmabzeichen in Silber.
  • Unterstützung für die „Fußball Allinclusive-Kids“: Das Inklusionsangebot für Kinder mit körperlichen oder geistigen Einschränkungen wächst stetig. Gesucht werden Empathische Helfer, Co-Trainer oder Haupttrainer, die mit Geduld und Herz das Training unterstützen.
  • Übungsleitung fürs Eltern-Kind-Turnen: Für die Zweijährigen bis Vierjährigen wird ab sofort eine liebevolle Leitung für die Turnstunde am Mittwochnachmittag gesucht. Engagierte Quereinsteiger sind ebenso willkommen wie lizenzierte Trainer.

Interessierte an den offenen Positionen oder Projekten wenden sich direkt per E-Mail an kontakt@riedberger-sv.de. Weitere Informationen zum Verein gibt es auf riedberger-sv.de.

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Erinnerung an dunkle Zeiten: Gedenktafel für ehemaliges Zwangsarbeiterlager in Kalbach beschlossen

Zwangsarbeiterlager - Deutsche Carbone AG

In der Talstraße 107 in Kalbach steht ein unscheinbares Bauwerk mit historisch bedeutendem Hintergrund. Es handelt sich um eine ehemalige Baracke der früheren Kohlenbürsten- und Elemente-Fabrik Deutsche Carbone AG (heute Mersen Deutschland), die während des 2. Weltkriegs als Unterkunft für Zwangsarbeiter diente.

Dieses Gebäude gilt heute als die letzte noch erhaltene Zwangsarbeiterbaracke in ganz Frankfurt am Main. Nun erhält der historische Ort nicht nur den Status eines Kulturdenkmals, sondern auch eine offizielle Gedenktafel.

Die Historie des Zwangsarbeiterlagers in der Talstraße

Während des 2. Weltkriegs arbeiteten im Deutschen Reich Millionen von zivilen Zwangsarbeitern und Kriegsgefangenen, um die Kriegswirtschaft und die Versorgung aufrechtzuerhalten. Auch in Frankfurt schufteten rund 25.000 Menschen unter oft menschenunwürdigen Bedingungen.

Auf dem Werksgelände der Carbone AG existierte ab November 1942 bis zum Einmarsch der Alliierten ein solches Zwangsarbeiterlager. Aus historischen Unterlagen des Instituts für Stadtgeschichte und Bauscheinen aus dem Jahr 1943 geht hervor, dass die Anlage aus zwei Mannschaftsbaracken sowie einer Küchenbaracke mit Speiseraum bestand. Diese erstreckten sich entlang der damaligen Horst-Wessel-Straße (heute Carbonestraße).

Dokumente und historische Untersuchungen belegen, dass dort mindestens 44 französische Zwangsarbeiter – darunter auch eine Frau – untergebracht waren. Andere Nachkriegsberichte der Polizei sprechen von bis zu 50 Insassen. Während deutsche Angestellte in Vorarbeiterpositionen aufstiegen, mussten die ausländischen Arbeitskräfte unter extremen Belastungen für die Industrieproduktion arbeiten.

Die Initiative des Ortsbeirats 12

Dass dieses dunkle Kapitel der Lokalgeschichte nicht in Vergessenheit gerät, ist vor allem dem engagierten Einsatz des Ortsbeirats 12 zu verdanken. Bereits im Mai 2023 fasste das Gremium auf Antrag der SPD den einstimmigen Beschluss, an dem historischen Gebäude eine Gedenktafel anbringen zu lassen. Diese soll über das Schicksal der dort untergebrachten Menschen informieren und an die Zwangsarbeit während des Nationalsozialismus erinnern.

Der Magistrat der Stadt Frankfurt begrüßte die Anregung ausdrücklich. Um eine zügige Umsetzung zu gewährleisten, bewilligte der Ortsbeirat im Dezember 2023 aus seinem eigenen Budget Finanzmittel in Höhe von 3.500 Euro für die Herstellung und Anbringung der Tafel.

Denkmalschutz und wissenschaftliche Aufarbeitung

Parallel zum Errichten der Erinnerungstafel setzte sich die Lokalpolitik für den Erhalt des gesamten historischen Komplexes ein. Der Magistrat und das Landesamt für Denkmalpflege Hessen leiteten eine Denkmalwertprüfung ein. Im Oktober 2026 folgte das erfolgreiche Ergebnis: Die letzte Frankfurter Zwangsarbeiterbaracke wurde offiziell unter Denkmalschutz gestellt und in das Denkmalverzeichnis aufgenommen.

Für die inhaltliche Gestaltung der Gedenk- und Informationstafel erarbeitet das Institut für Stadtgeschichte in Abstimmung mit den städtischen Fachämtern und dem Ortsbeirat den passenden Text. Neben der Aufstellung der Informationstafel ist geplant, das denkmalgeschützte Gebäude künftig auch für die Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Damit entsteht in Kalbach ein zentraler Lern- und Erinnerungsort für die gesamte Region.

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Mehrere Verstöße bei E-Scooter-Kontrollen

Wüstes Parken

Bei gezielten Kontrollen zur Überprüfung von E-Scootern kamen gestern Nachmittag (8. Oktober 2026) im Bereich Kalbach-Riedberg mehrere Verstöße zutage und führten zu Sicherstellungen der Fahrzeuge.

Zunächst fielen den Beamten im Bereich der Feldwege zwischen Kalbach und Riedberg zwei E-Scooter-Fahrer auf, die dort mit ihren Fahrzeugen unterwegs waren. Während bei dem einen E-Scooter nichts zu beanstanden war, stellte sich schnell heraus, dass der andere E-Scooter nicht über einen erforderlichen Versicherungsschutz verfügte. Zudem wies das Fahrzeug technische Veränderungen auf, die eine deutlich höhere Höchstgeschwindigkeit als die zulässigen 20 km/h ermöglichten.

In drei weiteren Fällen hielten die Beamten E-Scooter an, die ebenfalls nicht über einen gültigen Versicherungsschutz verfügten. Einer davon wies ebenfalls Veränderungen zur Erhöhung der zulässigen Geschwindigkeit auf. Insgesamt stellten die Beamten vier E-Scooter aufgrund der festgestellten Verstöße sicher und leiteten mehrere Verfahren ein.

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Alles zu teuer?!

Die Kosten für Wohnen, Energie und alltägliche Wege steigen stetig und belasten viele Haushalte. Das Forschungsprojekt WoEnMo der FH Erfurt und Hochschule Harz untersucht zurzeit mit einer Befragung diese Ausgabenbelastung.

Dabei geht es unter anderem um Miete, Kredit, Strom und Heizung sowie Kosten für PKW und Nahverkehr. Mit Ihrer Teilnahme helfen Sie dabei, besser sichtbar zu machen, wie sich die Kosten gegenseitig beeinflussen und wie Haushalte damit umgehen.

Die Befragung richtet sich an alle Haushalte – unabhängig von Einkommen, Wohnort oder Lebenssituation. Die Angaben werden anonym erfasst und für wissenschaftliche Auswertungen genutzt.

Als Dankeschön für einen vollständigen Fragebogen erhalten Sie einen Wunschgutschein in Höhe von 15 €.

Alle Informationen zum Projekt und zur Befragung gibt es unter woenmo.de.

Die Teilnahme ist online oder telefonisch möglich. Hilfreich für die Befragung sind z.B. Mietvertrag/Kreditvertrag, Abrechnung für Strom und Nebenkosten. Die Befragung dauert durchschnittlich 25 Minuten.

Kontakt für Fragen: Jenny Kunhardt, woenmo@fh-erfurt.de, 0361-6700-4418

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