Schlagwort: Entsiegelung

Frankfurt setzt Entsiegelung im Bonifatiuspark fort

Die Stadt Frankfurt am Main treibt die ökologische Aufwertung des Riedbergs weiter voran. Am vergangenen Samstag fiel im Bonifatiuspark der Startschuss für weitere Entsiegelungsmaßnahmen, die nicht nur das Stadtklima verbessern, sondern auch den Grundstein für die Verteidigung eines bundesweiten Titels legen sollen.

Mit dem Einzug des Frühlings haben im Bonifatiuspark am Riedberg die Arbeiten zur Beseitigung befestigter Flächen begonnen. Insgesamt werden rund 90 m2 Pflaster und Asphalt entfernt, um Raum für Grünflächen zu schaffen. Klima- und Umweltdezernentin Tina Zapf-Rodríguez gab gemeinsam mit Vertretern des Klimaentscheids Frankfurt und der Klimaschutz-Initiative Riedberg den offiziellen Startschuss für die Maßnahme.

Ökologischer Umbau für gesundes Baumwachstum

Die aktuellen Arbeiten im Bonifatiuspark sind eine direkte Fortsetzung erfolgreicher Projekte aus dem Vorjahr. Dabei geht die Stadt technisch gründlich vor: Nicht nur der sichtbare Pflasterbelag wird entfernt, sondern auch der darunter liegende Unterbau aus Splitt und Schotter. Die frei gewordenen Stellen werden anschließend mit hochwertigem Pflanzsubstrat aufgefüllt.

Ein zentraler Aspekt der Umgestaltung ist die Optimierung des Baumbestands:

  • Bisherige Einzelstandorte von Bäumen werden aufgehoben.
  • Diese werden zu einem durchgängigen, großen Baumbeet verbunden.
  • Die Vernetzung der Wurzelräume fördert ein gesünderes und stabileres Wachstum der Bäume.
  • Abschließend werden hitzeresistente Stauden gepflanzt, die Insekten und anderen Tieren als Lebensraum dienen.

Wettbewerb „Abpflastern“: Frankfurt will Titel verteidigen

Der Termin im Bonifatiuspark markierte gleichzeitig den Beginn der neuen Saison des bundesweiten Wettbewerbs „Abpflastern“, der von Studierenden der Hochschule für Gesellschaftsgestaltung in Koblenz organisiert wird. Im Jahr 2025 konnte Frankfurt den ersten Platz unter den Großstädten über 100.000 Einwohnern belegen.

Zapf-Rodríguez und die AG Stadtgrün des Klimaentscheids werben nun massiv für eine erneute Teilnahme. Jede entsiegelte Fläche, die zwischen dem 21. März und dem 31. Oktober 2026 realisiert wird, kann unter abpflastern.de gemeldet werden. Hierfür sind lediglich Vorher-Nachher-Fotos einzureichen.

Aufruf an Bürger und Unternehmen

Während die Stadt im Bonifatiuspark und an Orten wie der Textorschule oder der Walter-Leiske-Straße vorangeht, betont Bettina Metzler vom Klimaentscheid die Bedeutung privater Initiativen. Das Ziel für 2026 ist es, noch mehr Akteure zu gewinnen. Angesprochen sind Privatpersonen, die ihre Höfe entsiegeln, sowie Unternehmen, Vereine und Schulen, die ihre Flächen ökologisch aufwerten möchten.

Jede noch so kleine Fläche trage im Zusammenspiel dazu bei, Hitzeinseln im Stadtgebiet zu reduzieren und die Lebensqualität sowie die Biodiversität unmittelbar zu steigern.

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Der Bonifatiuspark wird noch „grüner“

Bonifatiuspark - Treppen

Die Stadt Frankfurt treibt ihre Bemühungen zur ökologischen Aufwertung des Bonifatiusparks weiter voran. Das Grünflächenamt plant umfangreiche Maßnahmen zur Flächenentsiegelung sowie zur Schaffung neuer Blühwiesen, die nicht nur das Stadtbild verschönern, sondern auch aktiv zum Klimaschutz beitragen sollen.

Flächenentsiegelung als Beitrag zur Nachhaltigkeit

Ein zentraler Bestandteil der geplanten Maßnahmen ist die Flächenentsiegelung verschiedener Bereiche im Bonifatiuspark. So soll beispielsweise die Treppenanlage „Alter Gerichtsplatz“ teilweise überarbeitet werden, um versiegelte Flächen zu entfernen und diese mit klimaresistenten Gehölz- und Staudenpflanzen aufzuwerten. Ähnlich verhält es sich mit den gepflasterten Wegeausbuchtungen, die auf einer Gesamtfläche von rund 1.200 Quadratmetern entsiegelt und in bestehende Grünstreifen integriert werden sollen.

Bonifatiuspark - Buchten

Bonifatiuspark – Buchten

Durch diese Maßnahmen wird nicht nur der Versiegelungsgrad der Parkflächen reduziert, sondern auch das Mikroklima verbessert. Zusätzlich sollen vorhandene Parkbänke neu angeordnet werden, um entlang der Wege neue Begegnungsräume zu schaffen – ein wichtiger Schritt zur Förderung des sozialen Miteinanders in städtischen Grünanlagen.

Bonifatiuspark Wiesen

Bonifatiuspark – Wiesen

Neue Blühwiesen für mehr Biodiversität

Ein weiteres zentrales Projekt ist die Umwandlung von Teilstücken der Rasenfläche in blühende Wiesen. Insgesamt werden rund 700 Quadratmeter in Blühwiesen umgewandelt, die harmonisch in die bestehende Parklandschaft eingebunden werden. Diese Maßnahme dient nicht nur der optischen Aufwertung des Parks, sondern hat auch positive Auswirkungen auf die heimische Tier- und Pflanzenwelt.

Mit der neuen Bepflanzung wird ein attraktiver Lebensraum für Insekten und Bestäuber geschaffen, was langfristig zur Förderung der Biodiversität beiträgt. Auch die Pflege der Blühflächen wird angepasst: Während herkömmliche Rasenflächen regelmäßig gemäht werden, beschränkt sich die Mahd der Blühwiesen künftig auf ein bis zwei Durchgänge pro Jahr, um die natürliche Entwicklung der Vegetation zu unterstützen.

Stadt Frankfurt setzt auf grüne Zukunft

Mit diesen Maßnahmen zeigt die Stadt Frankfurt ihr Engagement für eine nachhaltige und lebenswerte Stadtgestaltung. Die Entsiegelung von Flächen und die Förderung von naturnahen Vegetationsformen sind essenzielle Bausteine einer modernen Stadtplanung, die sowohl den Herausforderungen des Klimawandels als auch den Bedürfnissen der Bürger Rechnung trägt.

Die Umgestaltung des Bonifatiusparks ist ein vielversprechendes Beispiel dafür, wie Städte aktiv zur Verbesserung des Stadtklimas und zur Förderung der Artenvielfalt beitragen können. Es bleibt spannend zu beobachten, welche weiteren grünen Initiativen Frankfurt in Zukunft umsetzen wird.

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