Schlagwort: Digitalisierung

Durchblick im Rentendschungel: Die Digitale Rentenübersicht als Lotse für die Altersvorsorge

Symbolbild zur Digitalen Rentenübersicht

Die deutsche Rentenlandschaft galt lange Zeit als eines der komplexesten Gebiete für Verbraucher. Wer wissen wollte, wie viel Geld im Alter tatsächlich zur Verfügung steht, musste meist mühsam jährliche Standmitteilungen aus verschiedenen Papierordnern zusammensuchen, Formate vergleichen und komplizierte Prognosen selbst addieren. Seit dem Start der „Digitalen Rentenübersicht“ steht den Bürgern nun ein Werkzeug zur Verfügung, das dieses Informationschaos beenden soll.

Ein zentrales Portal für alle Vorsorgesäulen

Die Kernleistung der Digitalen Rentenübersicht besteht in der Konsolidierung von Daten aus allen drei Säulen der Altersvorsorge: der gesetzlichen Rentenversicherung, der betrieblichen Altersversorgung und der privaten Vorsorge (wie Riester- oder Rürup-Verträge). Das kostenlose Online-Portal, das unter der Adresse https://www.rentenuebersicht.de/ erreichbar ist, führt diese Informationen an einem Ort zusammen.

Nutzer erhalten dort eine strukturierte Übersicht über bereits erreichte garantierte Ansprüche sowie Prognosen über zukünftig erreichbare Rentenwerte. Ein besonderes Merkmal ist das integrierte „Renten-Labor“. Da nominale Rentenbeträge durch die Inflation an Wert verlieren, bietet das Portal einen Inflationsrechner an. Mit diesem Tool können Bürger fiktiv durchspielen, wie sich unterschiedliche Teuerungsraten auf die Kaufkraft ihrer zukünftigen Rente auswirken könnten.

Von der Gesetzesinitiative zum Regelbetrieb

Die Entstehung dieses digitalen Werkzeugs ist eng mit der Digitalisierungsstrategie der Bundesregierung verknüpft. Den rechtlichen Grundstein legte das im Februar 2021 in Kraft getretene Rentenübersichtsgesetz. Mit der Umsetzung wurde die Deutsche Rentenversicherung Bund betraut, die hierfür die „Zentrale Stelle für die Digitale Rentenübersicht“ einrichtete.

Die Entwicklung des Portals erfolgte in Rekordzeit unter Anwendung „agiler Methoden“. Bereits im Dezember 2022 startete eine erste Pilotphase mit Testnutzern. Im Juni 2023 ging die Plattform für die breite Öffentlichkeit online, bevor sie im Dezember 2023 offiziell in den Regelbetrieb überging. Ein wesentlicher Teil der Finanzierung wird bis Ende 2026 durch den Europäischen Aufbauplan (NextGenerationEU) gedeckt, was den Stellenwert des Projekts als digitales Vorzeigevorhaben unterstreicht.

Warum die persönliche Planung jetzt wichtiger ist

Die Relevanz einer frühzeitigen und präzisen Altersvorsorgeplanung ist angesichts sinkender Rentenniveaus und einer alternden Gesellschaft massiv gestiegen. Die Digitale Rentenübersicht dient dabei als entscheidendes Kontrollinstrument. Sie ermöglicht es, etwaige Versorgungslücken frühzeitig zu identifizieren, bevor es für Gegenmaßnahmen zu spät ist.

Besonders wertvoll ist die Plattform für Menschen mit fragmentierten Erwerbsbiografien. Wer häufig den Arbeitgeber gewechselt hat, verliert oft den Überblick über kleine Anwartschaften in der betrieblichen Altersvorsorge. Das Portal macht diese „vergessenen“ Ansprüche wieder sichtbar. Experten weisen jedoch darauf hin, dass das Portal eine professionelle Beratung nicht ersetzt, sondern die dafür notwendige Datenbasis liefert. Die exportierbaren Daten (als PDF oder CSV) können direkt als Grundlage für Gespräche bei Rentenberatern oder Verbraucherzentralen genutzt werden.

Die Kehrseite: Hohe Hürden für digital weniger affine Menschen

Trotz des hohen Nutzens steht das Portal auch in der Kritik, da der Zugang eine signifikante Hürde darstellt. Um die sensiblen Finanzdaten zu schützen, ist ein hohes Sicherheitsniveau erforderlich. Nutzer benötigen für die Anmeldung einen Personalausweis mit aktivierter Online-Ausweisfunktion (eID), ein NFC-fähiges Smartphone sowie die „AusweisApp“.

Diese Anforderungen stellen insbesondere ältere Generationen oder Menschen, die mit digitalen Endgeräten weniger vertraut sind, vor große Herausforderungen. Viele wissen nicht, ob ihre eID aktiviert ist oder haben den dazugehörigen PIN-Brief verlegt. Kritiker bemängeln, dass genau die Gruppen, für die eine Rentenplanung am dringlichsten wäre, durch diese technologischen Eintrittsbarrieren ausgeschlossen werden könnten.

Während digital versierte „Digital Natives“ das Portal mühelos nutzen, bleibt die Registrierungsquote im Vergleich zu den Zugriffszahlen gering. Zwar wurde der Prozess bereits optimiert – etwa durch die Möglichkeit, sich mit neu ausgestellten Ausweisen einfacher anzumelden –, doch bleibt der „digitale Graben“ ein zentrales Problem für die gesellschaftliche Durchdringung des Angebots.


Die Digitale Rentenübersicht ist ein mächtiges Instrument zur finanziellen Souveränität. Sie schafft die notwendige Transparenz in einem zuvor undurchsichtigen System, erfordert von den Bürgern jedoch eine gewisse digitale Bereitschaft, um von diesen Vorteilen zu profitieren.


Wer sich über das Thema Rente generell informieren möchte, kann einen Einführungsvortrag bei Billabong besuchen. Terminlink

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FES setzt auf digitale Zukunft: Neues Portal „Frankfurt Plus“ startet im März

Mülltonnenleerung der FES

Die Frankfurter Entsorgungs- und Servicegesellschaft (FES) treibt ihre digitale Transformation voran. Am Mittwoch, den 4. März, geht das neue Online-Portal „Frankfurt Plus“ an den Start, das die bisherige Service-App ersetzt und die Abfallentsorgung in der Mainmetropole moderner und kundenfreundlicher gestalten soll. Mit dem neuen Angebot reagiert das Unternehmen auf die gesellschaftliche Entwicklung, bei der Kunden zunehmend transparente digitale Dienstleistungen und Echtzeit-Informationen erwarten.

Einheitlicher Service für alle Endgeräte

Das Herzstück der Neuerungen ist die Zusammenführung von App- und Web-Lösungen unter einer identischen Bedienoberfläche. Ob am Computer oder auf dem Smartphone – Nutzer finden künftig alle relevanten Services an einem Ort gebündelt. Dies ermöglicht einen schnellen Gerätewechsel bei gewohnter Handhabung. Bereits jetzt nutzen mehr als 20.000 Frankfurter die digitalen Angebote der FES, um beispielsweise Leerungstermine für Müll- oder Papiertonnen abzurufen oder die Öffnungszeiten des Kofferraumservices einzusehen.

Vielfältige Funktionen und Barrierefreiheit

Das neue Portal bietet ein breites Spektrum an Dienstleistungen:

  • Abfall-Kalender mit Erinnerungsfunktion: Bürger können sich einen Tag im Voraus per E-Mail oder Push-Benachrichtigung an die nächste Müll-Leerung erinnern lassen.
  • Abfall-ABC: Eine Suchfunktion hilft bei der richtigen Entsorgung. So erfahren Nutzer etwa, dass Backpapier in den Restmüll gehört, während Grünschnitt bei der FES-Tochter Rhein-Main Biokompost GmbH (RMB) oder auf Wertstoffhöfen abgegeben werden kann.
  • Sperrmüll und Container: Die Buchung der in Frankfurt kostenfreien Sperrmüllabholung sowie die Konfiguration von Containern für Renovierungen sind mit wenigen Klicks möglich.

Besonderes Augenmerk liegt auf der Barrierefreiheit und der Mehrsprachigkeit. Inhalte können in 12 Sprachen ausgegeben werden. Dank künstlicher Intelligenz lässt sich das Angebot innerhalb weniger Minuten in die gewünschte Sprache übersetzen und sogar vorlesen.

Innovationen und Ausblick

Über die reinen Entsorgungsdienste hinaus plant die FES weitere innovative Funktionen. Ab März oder April soll ein CO2-Rechner zur Verfügung stehen, der ein klimabewusstes Abfallverhalten unterstützt. Ab Mai werden sukzessive zusätzliche Dienste integriert, darunter der „Klamoddekurier“ für die Abholung von Altkleidern sowie Services für Elektrogeräte.

Auch intern nutzt die FES moderne Technik zur Stadtsauberkeit: Ein neues Meldeportal ermöglicht es dem Personal, wilde Müllablagerungen per KI-Kategorisierung direkt weiterzugeben, um deren Beseitigung effizienter zu koordinieren.

Mit „Frankfurt Plus“ hebt die FES ihre digitalen Dienstleistungen auf eine neue Ebene, um den Alltag der Frankfurter Bürger durch einfache Handhabung und transparente Prozesse zu erleichtern.

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Solaranlagen einfach digital anmelden

Solarpanel

Die Netzdienste Rhein-Main (NRM) haben einen neuen, effizienten Prozess zur Anmeldung von ortsfesten Solaranlagen auf Gebäuden eingeführt. Damit beschleunigt der Verteilnetzbetreiber den direkten Zugang zu sauberer Energie. Dank der neuen digitalen Lösung der Mainova-Tochter geht es schneller zur Sonne.

In Deutschland gilt: Mit Ausnahme sogenannter Balkonkraftwerke muss derzeit jede mit dem Stromnetz verbundene Solaranlage vor Inbetriebnahme beim zuständigen Netzbetreiber angemeldet werden. Das dient insbesondere der Netzsicherheit und Netzstabilität, die für einen Verteilnetzbetreiber zwei wesentliche Säulen seiner Arbeit darstellen. Mit Blick auf die zunehmende Anzahl dezentraler Anlagen zudem eine immer herausforderndere Aufgabe, der sich die NRM gerne annimmt.

Bisher war die Anmeldung von ortsfesten privaten und gewerblichen Solaranlagen auf Hausdächern oder Gebäuden wie Schulen mit dem Versenden vieler Formulare verbunden. Um diesen Prozess zu vereinfachen, bietet die NRM eine digitale Anmeldung auf ihrer Website unter nrm-netzdienste.de/de/einspeisungen/strom/einspeisung-eeg  an.

Mainova-Vorstand Peter Arnold unterstreicht: „Die Stadt Frankfurt am Main hat ehrgeizige Ziele für den Ausbau von erneuerbaren Energien und den Klimaschutz. Als Mainova wollen wir gemeinsam mit unserer Netz-Tochter NRM Netzdienste Rhein-Main aktiv dazu beitragen, dass sich private, gewerbliche und städtische Photovoltaik-Engagements einfach umsetzen lassen. Unsere neue kundenfreundliche Online-Anmeldung ist ein wichtiger Beitrag dazu, neue Anlagen so schnell wie möglich ans Netz zu bringen.“

Das System führt durch den gesamten Ablauf. Es gibt klare Vorgaben zu den notwendigen Unterlagen und Schritten. Dadurch steigt die Qualität der abgegebenen Daten. Das ermöglicht eine schnellere und zuverlässigere Prüfung durch den Verteilnetzbetreiber. Kunden können zusätzlich den aktuellen Stand jederzeit im System einsehen. So hilft die neue Online-Strecke, die steigende Anzahl der Anmeldungen von Solaranlagen effizienter zu bedienen. So verdreifachte sich im Jahr 2023 die Zahl der Anmeldungen im Vergleich zum Vorjahr und allein 70 Anmeldungen gingen in den ersten beiden Monaten 2024 digital bei der NRM ein.

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Ausstattung der Schulen im Ortsteil Kalbach-Riedberger mit WLAN

Funknetz (WLAN)

Wie die Stadt Frankfurt Mitte Februar bekannt gab, sind seit Ende des Jahres 2021 alle beruflichen Schulen in Frankfurt flächendeckend mit WLAN ausgestattet.

Aufgrund der besonderen Anforderungen an digitaler Kompetenz, der Vielzahl der Fachanwendungen und der notwendigen Kompatibilität mit den Ausbildungsbetrieben waren die beruflichen Schulen auf Wunsch der Stadträtin vorgezogen worden.

Sie habe versprochen, so Frau Weber, Stadträtin und Dezernentin für Bildung, Immobilien und Neues Bauen, alle beruflichen Schulen innerhalb des ersten Jahres zu versorgen. Dies sei ihr damit gelungen.

Insgesamt sind nunmehr 80 Schulen mit WLAN versorgt worden, sodass nach dem ersten Jahr der Einführung knapp die Hälfte aller Frankfurter Schulen mit WLAN arbeiten können.

„Ich bedanke mich sehr bei den Kollegen im Stadtschulamt, die trotz der Lieferverzögerungen der Geräte die Ausstattung der Schulen unter Pandemiebedingungen so zügig und effizient vorangetrieben haben“, so Frau Weber.

Die technischen und logistischen Herausforderungen gerade bei den großen Liegenschaften der beruflichen Schulen seien sehr anspruchsvoll und bräuchten eine gute Vorbereitung.

„Wie angekündigt werden wir die restlichen Schulen bis Ende dieses Jahres mit WLAN versorgen“, sagte Weber zu. Auch die Mittel des Digitalpakts würden in Frankfurt – wie zugesagt – schnellstmöglich in die Fläche gebracht.

Und wie sieht es nun bei uns im Ortsteil an den nicht beruflichen Schulen aus?
Eine Nachfrage bei Frau Jetta Lüdecke, der Leiterin des Dezernatsbüros ergab folgendes Bild:

Schule Umsetzungsstand
Grundschule Kalbach Wird bis Ende 2022 ausgestattet
Grundschule Riedberg I Wird bis Ende 2022 ausgestattet
Grundschule II Marie-Curie Seit 14.09.2021 ausgestattet
Grundschule III Judith Kerr Seit 21.12.2021 ausgestattet
IGS Kalbach-Riedberg Wird bis Ende 2022 ausgestattet
Gymnasium Riedberg Ist als Pilotschule bereits seit 2019 ausgestattet. Die reguläre WLAN-Ausstattung mit mehr Lernzonen erfolgt bis Ende 2022

Also, ein wenig Geduld werden wir in einigen Schulen noch brauchen, aber die Digitalisierung schreitet voran! Ein Dank für ihren Einsatz an alle Beteiligten.

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