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Keine Maskenpflicht mehr in der City – und kein Alkoholverkaufsverbot

Frankfurt macht sich langsam locker. Seit Wochen sinkt die Sieben-Tage-Inzidenz in der Mainmetropole, liegt aktuell nur noch bei 25,8. Jetzt hebt die Stadt die Maskenpflicht in der City und weitere Beschränkungen auf.

Ab morgen entfällt die Pflicht, im Bereich des Anlagenrings, am Mainufer und in Einkaufsstraßen eine Maske zu tragen, wenn der Mindestabstand von 1,50 Meter eingehalten werden kann. Bislang war dies dort zwischen 8 und 22 Uhr vorgeschrieben.

Es bleibt bis 20. Juni beim geregelten Alkoholkonsumverbot auf den öffentlichen Plätzen – der Ausschank auf Märkten ist aber wieder erlaubt. Auch das stadtweite Alkoholverkaufsverbot zwischen 24 Uhr und 6 Uhr wird ausgesetzt.

„Die Einschränkungen sind kein Selbstzweck“, erklären Oberbürgermeister Peter Feldmann und Gesundheitsdezernent Stefan Majer in einer gemeinsamen Erklärung. „Sie dienen dem Schutz der Bevölkerung und müssen das Infektionsgeschehen angemessen berücksichtigen. Im Herbst haben wir die Regeln angesichts dramatisch steigender Zahlen verschärfen müssen. Nun ist es an der Zeit, den Bürgerinnen und Bürgern möglichst viele Freiheiten zurückzugeben. Dennoch bitten wir Sie: Bleiben Sie umsichtig. Die Pandemie ist noch nicht vorbei.“

Dezernent appelliert: Lassen Sie sich impfen!

Feldmann sagt: „Wir haben den Frankfurterinnen und Frankfurtern in den vergangenen Monaten viel zugemutet. Die jetzt auf den Weg gebrachten Lockerungen sind nicht der Verdienst der Politik – sie sind der Verdienst der Frankfurterinnen und Frankfurter, die mit uns an einem Strang gezogen haben.“

Gesundheitsdezernent Stefan Majer: „Auch wenn wir jetzt große Lockerungsschritte gehen, gelten nach wie vor die vom Land vorgegebenen Regeln. An den von uns ausgewiesenen Plätzen wird es weiterhin ein Alkoholkonsumverbot geben, das auch kontrolliert werden wird. Ich möchte außerdem alle, die vielleicht noch zögern, ermuntern, sich unbedingt impfen zu lassen.“

Feldmann und Majer erinnerten daran, dass die Maske in vielen Bereichen Pflicht bliebe. Die Regelungen des Landes seien von der Lockerung in Frankfurt unberührt. So müsse nach wie vor in Geschäften sowie in Bussen und Bahnen ein Mund-Nase-Schutz getragen werden. Auch an Haltestellen gelte die Maskenpflicht weiter.

„Wir müssen vorsichtig bleiben“

„Wir müssen vorsichtig bleiben“, erklären die Magistratsvertreter. „In Innenräumen ist das Ansteckungsrisiko höher als im Freien. Gerade in Geschäften, wo in kurzer Zeit viele ein- und ausgehen, oder wenn man zum Beispiel in die Kneipe reinkommt, ist die Maske derzeit noch ein unverzichtbarer Schutz. Unter freiem Himmel muss die Maske dort getragen werden, wo es eng zugeht. Damit schützen Sie sich und andere.“

Eine Übersicht über die aktuellen Verordnungen des Landes und die wichtigsten bundeseinheitlichen Regelungen findet sich unter https://www.hessen.de/fuer-buerger/corona-hessen/verordnungen-und-allgemeinverfuegungen

Foto: MAINRiedberg

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Bürgeramt Nordwest öffnet wieder

Von Pass-Dokumenten bis zur Meldebescheinigung – in den vergangenen Monaten waren die Wege dazu aus dem Frankfurter Norden lang. Und Termine nur begrenzt verfügbar. Jetzt soll die Wiedereröffnung des Bürgeramtes Nordwest für Entlastung sorgen.

Am Montag, 14. Juni, eröffnet das Bürgeramt im Nordwestzentrum nach Sanierungs- und Modernisierungsmaßahmen. Damit präsentiert sich die Anlaufstelle für Meldewesen, Ausweisangelegenheiten und viele andere Dienstleistungen nicht nur optisch und technisch völlig neu. Auch die Kapazitäten wurden erhöht, um den wachsenden Einwohnerzahlen im Frankfurter Norden Rechnung zu tragen.

Mehr Fläche, mehr Service, mehr Mitarbeiter

„Ich freue mich, dass wir nun auch im Nordwestzentrum in einem deutlich vergrößerten Standort einen zeitgemäßen Bürgerservice leisten können“, betont der für das Bürgeramt zuständige Dezernent Jan Schneider.

Bisher war das Bürgeramt Nordwest sehr beengt untergebracht. Es gab keinen separaten Wartebereich und die elf Serviceplätze entsprachen nicht mehr den aktuellen Standards des Arbeitsschutzes. Das neue Bürgeramt ist barrierefrei und bietet auf mehr als 1300 Quadratmetern genügend Raum, um den Behördenbesuch an 20 Bedienplätzen angenehm, funktional und unter Beachtung von Diskretionsabständen zu gestalten. Dafür wird auch das Obergeschoss genutzt. Die angemieteten Räume wurden vom Eigentümer, der KG Nordtrakt, nach den Erfordernissen der Stadt Frankfurt am Main umgebaut.

Terminals für Foto und Fingerabdruck

Die Besucherinnen und Besucher erwarten darüber hinaus einige technische Neuerungen: An Selbstbedienungsterminals können demnächst Lichtbild und Fingerabdruck für den Pass oder Personalausweis direkt vor Ort selbständig aufgenommen werden. Und im Anschluss steht am Ausgang ein Feedback-Terminal bereit, an dem unmittelbar Lob und Kritik geäußert werden können.

„Gerade im Frankfurter Norden ist das Bevölkerungswachstum besonders groß“, begründet Schneider die Erweiterung. Zuletzt haben mehr als 5000 Besucherinnen und Besucher im Monat das Bürgeramt Nordwest besucht. „Von den zusätzlichen Flächen profitieren nicht nur die Bürgerinnen und Bürger, sondern auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, deren Arbeitsbedingungen sich deutlich verbessern.“

20 Dienstleistungen von Führerschein bis Führungszeugnis

Das Angebot im Bürgeramt ist breit und vielfältig: Mehr als 20 verschiedene Dienstleistungen werden von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern erbracht. Von der Anmeldung bei einem Umzug nach Frankfurt über den ersten Kinderreisepass, den Führerschein, ein Führungszeugnis für den neuen Arbeitsplatz bis hin zur Lebensbescheinigung für den Rentenversicherungsträger reicht das Dienstleistungsspektrum.

„Das Bürgeramt ist die einzige Behörde, die alle Frankfurterinnen und Frankfurter mindestens einmal besuchen. Umso wichtiger ist, dass dies möglichst bürgernah funktioniert. Dafür bietet das neue Bürgeramt Nordwest ideale Voraussetzungen“, betont Oliver Becker, Leiter des Bürgeramtes, Statistik und Wahlen. „Es ist mir außerdem wichtig, dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die gerade während der Corona-Pandemie großen Belastungen ausgesetzt sind, angenehme Arbeitsbedingungen vorfinden.“

Zugleich wirbt Stadtrat Schneider für Dienstleistungen, die bereits online erbracht werden können. Meldebescheinigungen und Melderegisterauskünfte gehören dazu. Um diese Dienstleistungen kümmern sich die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Bürgeramtes in den Zeiten ohne Publikumsverkehr. „Die fortschreitende Digitalisierung wird den Bürgerservice verändern, aber die persönliche Bedienung wird auch weiterhin eine große Rolle spielen“, beschreibt Schneider die künftige Entwicklung.

Termine am Bürgeramt Nordwest können ab morgen online unter http://www.frankfurt.de/buergeramt_termine oder telefonisch unter 069/212-31600 vereinbart werden.

Foto oben: Dezernent Jan Schneider im sanierten Bürgeramt Nordwest mit den Mitarbeiterinnen Eleni Mavridou und Sarina Azizi

Copyright: Stadt Frankfurt / Bernd Kammerer

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NEU! Die aktuelle MAINRiedberg

Ein Jahr Pandemie hinterlässt Spuren – bei unseren Kindern, in unserer Seele, im Einzelhandel und in der Gastronomie auch hier vor Ort. Im neuen MAINRiedberg-Magazin ziehen wir Bilanz und wagen zugleich den Blick nach vorne. Mit Zuversicht!

Wie werden wir später auf mehr als ein Jahr Ausnahmezustand zurückblicken? Wird es eine Zeit des Aufbruchs werden oder die größte Krise seit dem Zweiten Weltkrieg bleiben? Wird es neue Formen des Unterrichts geben oder werden wir uns vor allem daran erinnern, wie die Kinder die Schule und ihre Freunde vermissten? Oder an die Schicksale, die es auch bei uns im Stadtteil gab, etwa in einem Seniorenpflegeheim mit 100 Corona-Fällen und zahlreichen Todesfällen. Sicher aber auch an den Mut, den viele aufbrachten, um eine Perspektive für die Zukunft zu finden. Das MAINRiedberg-Team hat mit Gastronomen, Künstlern, Eltern, Ärzten und Therapeuten gesprochen und wir wagen den Versuch einer Bilanz.

Wobei selbst der graue Pandemie-Alltag ein bisschen magisch sein kann. Magier-Weltmeister Nicolai Friedrich erzählt im Interview, warum er binnen kürzester Zeit eine Online-Show auf die Beine stellte und die Menschen verzaubern wollte. Junge Erwachsene berichten, wie sie nach der Schule ihren ganz persönlichen Lebensweg fanden. Wir informieren auch über neue Ärzte im Stadtteil, neue Pläne für Sportstätten und ein neues Restaurant.

Es gibt also viele tolle Geschichten und Informationen rund um den wohl schönsten Stadtteil Frankfurts in diesem Magazin. Lassen Sie sich einfach überraschen!

Die MAINRiedberg-Magazine werden in Frankfurt-Riedberg verteilt und liegen bei unseren Kooperationspartnern in angrenzenden Stadtteilen, sowie in Cafés und Gaststätten, Arztpraxen und sozialen Einrichtungen kostenlos zum Mitnehmen aus. Sollten Sie in den nächsten Tagen kein neues Magazin bekommen oder Nachfragen haben – eine Nachricht an mail@main-riedberg.de genügt.

Viel Spaß beim Lesen wünscht

Ihr Team von MAINRiedberg

Foto: MAINRiedberg

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Polizei startet Tag der Verkehrssicherheit

Die Frankfurter Polizei führt am Mittwoch erstmals einen „Tag der Verkehrssicherheit“ durch. Im Fokus der mehr als 25 Maßnahmen liegt die Sicherheit im Straßenverkehr.

„Die Verkehrsunfallstatistik 2020 zeigt, dass die Anzahl der Verkehrsunfälle im vergangenen Jahr deutlich zurückgegangen ist. Trotz der erfreulichen Entwicklung ist jeder Unfall einer zu viel. Aus diesem Grund stellen wir die Verkehrssicherheitsarbeit ganz bewusst in den Mittelpunkt“, so der Leiter der Direktion Verkehrssicherheit, Erik Hessenmüller. Im Fokus steht vor allem der Schutz und die Sicherheit der schwächeren Verkehrsteilnehmer. Mit der Hilfe von präventiven Gesprächen sowie dem konsequenten Ahnden von Verstößen möchte die Polizei die Menschen noch einmal dafür sensibilisieren, wie wichtig die Thematik ist. „Denn wir alle bewegen uns im Verkehrsraum und möchten sicher ankommen. Dies kann nur mit gegenseitiger Rücksichtnahme und Verständnis füreinander gelingen.“

Auch Kontrollen gegen „Autoposer“

An dem „Tag der Verkehrssicherheit“ wird die Frankfurter Polizei im Stadtgebiet sowie auf der Autobahn unter anderem Geschwindigkeitsmessungen, Kontrollen im Bereich des gewerblichen Güterverkehrs, Abstandskontrollen sowie Ablenkungs- und Gurtkontrollen durchführen. Es werden eine Vielzahl von spezialisierten Einheiten der Direktion für Verkehrssicherheit im Einsatz sein, so zum Beispiel die Kontrolleinheit gewerblicher Güter- und Personenverkehr, die Fahrradstaffel, die Fahndung der Unfallsachbearbeitung, die Polizeiautobahnstation, die Kontrolleinheit Autoposer, Raser und Tuner (KART) sowie die Jugendverkehrsschule. Unterstützung erhält die Frankfurter Polizei von Kooperationspartnern wie dem Straßenverkehrsamt, der Autobahnmeisterei Rüsselsheim und der Verkehrszentrale Deutschland.

Foto: Maximilian Scheffler / Unsplash

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Weiterer Meilenstein im Kampf gegen Corona

Wichtiger Schritt für die Entwicklung von Medikamenten und Impfstoffen gegen Corona: Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern am Campus Riedberg und von internationalen Partnerlaboren ist es gelungen, die Baupläne von 23 der 30 Proteine des Virus zu entschlüsseln und diese in großen Mengen herzustellen.

Die Laboranleitungen und die dafür erforderlichen gentechnischen Werkzeuge stehen jetzt Forscherinnen und Forschern der ganzen Welt frei zur Verfügung, wie die Goethe-Universität betont.

Wenn das SARS-CoV-2-Virus mutiert, bedeutet das zunächst einmal nur eine Änderung im Virenbauplan. Die Mutation führt dazu, dass zum Beispiel an einer Stelle in einem Virus-Protein eine Aminosäure ausgetauscht wird. Um schnell abschätzen zu können, welche Auswirkung diese Änderung hat, ist ein dreidimensionales Bild des Virus-Proteins extrem hilfreich.

Forschung in Frankfurt – und rund um den Globus

Forscherinnen und Forscher der Goethe-Universität Frankfurt und der TU Darmstadt haben bereits zu Beginn der Pandemie damit begonnen, sich international zu vernetzen. Ihr Ziel: die dreidimensionalen Strukturen von SARS-CoV-2-Molekülen mithilfe der Kernspinresonanzspektroskopie (NMR) zu beschreiben. Dabei werden Moleküle zunächst mit speziellen Atomsorten (Isotopen) markiert und dann einem starken Magnetfeld ausgesetzt. Mittels NMR kann dann auch im Detail geschaut werden, wie sich potenzielle Wirkstoffe an die Proteine binden. Dies geschieht unter anderem am Biomolekularen Magnet-Resonanz-Zentrum der Goethe-Universität. Grundvoraussetzung ist jedoch, große Mengen der Proteine in hoher Reinheit und Stabilität sowie korrekter Faltung für die vielen Tests zu produzieren.

Dr. Martin Hengesbach (links) und Dr. Andreas Schlundt am Kernspinresonanz-Spektrometer der Goethe-Universität Frankfurt Foto: Uwe Dettmar / Goethe-Universität

Das Netzwerk, das von Prof. Harald Schwalbe vom Institut für Organische Chemie und Chemische Biologie der Goethe-Universität koordiniert wird, umspannt den ganzen Globus. Die Erstellung von Laboranleitungen für die Proteine ist bereits der zweite Meilenstein. Das Virus besteht neben den Proteinen aus RNA, und das Konsortium konnte bereits im vergangenen Jahr alle wichtigen RNA-Fragmente zugänglich machen. Damit wurde auch die weitere Suche nach Impfstoffen beschleunigt.

Corona-Proteine können jetzt im Labor hergestellt werden

Mit der Expertise von 129 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern ist es nun gelungen, 23 der insgesamt knapp 30 Proteine von SARS‑CoV‑2 komplett oder in wichtige Teilen „im Reagenzglas“ herzustellen, und zwar in großen Mengen.

Dr. Martin Hengesbach vom Institut für Organische Chemie und Chemische Biologie der Goethe-Universität erläutert: „Wir haben die funktionellen Einheiten der Proteine so isoliert, dass ihre Struktur, ihre Funktion und ihre Interaktionen nun von uns selbst und anderen charakterisiert werden können. Damit liefern wir die Arbeitsvorschriften, mit deren Hilfe Labore weltweit schnell an SARS‑CoV‑2-Proteinen und auch den kommenden Mutanten arbeiten können.“

„Wir beschleunigen die Suche nach Wirkstoffen weltweit“

Dr. Andreas Schlundt vom Institut für Molekulare Biowissenschaften der Goethe-Universität meint: „Mit unseren Arbeiten beschleunigen wir die weltweite Suche nach Wirkstoffen: Entsprechend ausgerüstete wissenschaftliche Labore müssen nicht mehrere Monate lang Systeme zur Herstellung und Untersuchung der SARS-CoV-2-Proteine etablieren und optimieren, sondern können nun dank unserer Laborprotokolle innerhalb von zwei Wochen mit ihren Forschungsarbeiten beginnen.“

Die Forschungsarbeiten an der Goethe-Universität wurden und werden mit Mitteln der Deutschen Forschungsgemeinschaft sowie des Goethe-Corona-Fonds gefördert.

Foto: CDC / Unsplash.com

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Kostenlose Schnelltests auch bei Receptura

Jetzt gibt es zwei Standorte für kostenlose „Bürgertests“ am Riedberg: Neben dem Zelt von dm am Riedbergplatz bietet auch die Receptura Apotheke in der Altenhöferallee Corona-Schnelltests mit Zertifikat an.

Wer einen zertifizierten Schnelltest benötigt, muss nicht lange warten. „Bei uns ist kein Termin erforderlich“, erklärt Carolin Cornelius von der Receptura Apotheke am Campus Riedberg. „Die Durchführung des Tests übernimmt dann unser qualifiziertes Fachpersonal.“ Der so genannte Bürgertest ist ein Mal in der Woche pro Person kostenlos. Das Ergebnis erhält man binnen 15 Minuten. Sind Mehrfachtestungen pro Woche nötig, können diese gegen ein Entgelt ebenfalls durchgeführt werden. Stets erhält man ein Zertifikat, das in der Regel für 24 Stunden gültig ist. „Bitte informieren Sie sich vorab, wie alt der Test für Ihre geplante Aktivität sein darf“, rät Cornelius.

Wie gut sind Schnelltests für Laien?

Wer kein Zertifikat benötigt, kann Covid-19 Schnelltests für Laien nutzen. Doch wie gut sind diese? „Sicherlich können bei der richtigen Anwendung des Testes unentdeckte und symptomlose Infektionen durch Covid-19 aufdeckt werden, jedoch ist die richtige Anwendung für ein korrektes Testergebnis essenziell“, erklärt Apothekerin Carolin Cornelius. Des Weiteren sei wichtig zu wissen, dass bei einer niedrigen Viruslast, trotz bestehender Corona-Infektion, ein negatives Ergebnis angezeigt werden kann. Darum sollte sich jeder auch nach dem Test weiterhin an alle Hygienemaßnahmen halten. 

Generell gilt: Ein negatives Testergebnis ist nur eine Momentaufnahme. 

Worauf muss man bei Selbsttests achten?

Leider befinden sich auch Covid-19-Tests im Umlauf, die nicht für Laien zugelassen sind. 
Sicher zugelassene Test findet man unter https://www.bfarm.de/DE/Medizinprodukte/Antigentests/_node.html;jsessionid=4F3D066A1BAB04CBFD7B0C7ACE1BA6B2.1_cid506

Die Laientests beruhen alle auf dem Prinzip der Antigen-Testung. Der Ort der Probenname spielt somit für die Aussagekraft der Tests eine große Rolle. Am besten eignet sich laut Experten ein Nasen-Rachen Abstrich, den man in Testzentren, beim Arzt oder in Apotheken machen lassen kann.

In der Receptura Apotheke werden auch Fragen zu den zugelassenen Selbsttests beantwortet Foto: privat

Die Abstriche bei Selbsttests werden nur im unteren Nasenbereich entnommen. Das heißt, die Sensitivität und Aussagekraft der Tests sinkt.

Was sind sogenannte „Spucktests“?

„Für Kinder und einige Erwachsene ist es sehr unangenehm, einen Nasen-Abstrich über sich ergehen zu lassen. Hierfür gibt es als Alternative den Spuck- oder Gurgel-Test“, berichtet Carolin Cornelius, fügt aber umgehend hinzu: „Auch diese Tests können durch Speisen, Getränke oder Tabak-Konsum falsche Ergebnisse erzielen. Lesen Sie bei solchen Test unbedingt die Voraussetzungen für ein korrektes Testergebnis in der Packungsbeilage durch!“

Das Fazit: Laientest sind zwar etwas weniger genau als die Tests in den Test-Zentren, die von medizinischen oder pharmazeutischen Fachkräften durchgeführt werden. Allerdings sind sie eine gute Möglichkeit, symptomfreie Infektionen mit Covid-19 schneller aufdecken und somit die Verbreitung des Virus weiter verhindern zu können. 

„Wir beantworten auch gerne weitere Fragen zum Thema Bürgertest, zu Schnelltests im Allgemeinen und zu den Selbsttests, die viele bereits in der Arbeit oder bald wieder in den Schulen durchführen“, heißt es in der Apotheke an der Altenhöferallee.

Foto: Receptura Apotheke

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Großer Andrang beim Impfen in den Hausarzt-Praxen

Neben den Impfzentren sind seit zwei Wochen auch bei rund 2000 Hausärzten in Hessen die Corona-Impfungen gestartet. Der Impfstoff ist momentan noch begrenzt, der Andrang übertrifft aber auch am Riedberg alle Erwartungen.

„Seit zwei Wochen impfen wir auch hier in der Praxis. Die Patienten können sich online über die Homepage anmelden. Hier finden sie auch alle notwendigen Informationen und die entsprechenden Aufklärungsbögen“, berichtet der Internist Dr. Sven Jungblut, der eine hausärztliche Praxis am Riedbergplatz hat. Der Andrang auf die Impfungen habe alle Erwartungen übertroffen. „Wir hatten bereits innerhalb kürzester Zeit mehrere hundert Anmeldungen, die wir jetzt nach der üblichen Priorisierung versuchen abzuarbeiten.“ Jungblut bedauert, dass momentan der Impfstoff noch sehr knapp ist und man nur einen Bruchteil der Impfwünsche erfüllen kann.

„Hausärzte könnten deutlich mehr verimpfen“

Laut der aktuellen Statistik des Robert-Koch-Instituts sind in Hessen inzwischen mehr als 1,6 Millionen Impfdosen verabreicht worden, fast 500.000 Hessinnen und Hessen sind bereits vollständig gegen Corona geimpft. Während am Anfang Impfungen nur in den Impfzentren, bei Mobilen Teams und in den Krankenhäusern durchgeführt wurden, da sehr wenig Impfstoff vorhanden war und die besonders vulnerablen Bevölkerungsgruppen wie Über-80jährige geschützt werden sollten, ist seit 7. April auch das Impfen bei niedergelassenen Ärzten erlaubt. 

„Wir haben unsere Mitglieder aufgefordert, hier den Hausärzten den Vortritt zu lassen“, erklärt Alexander Kowalski, Sprecher der Kassenärztlichen Vereinigung Hessen.  Hausärzte sind in der Regel schnell und unkompliziert zu erreichen, Impfungen gehören zum Praxis-Alltag. In jeder Influenza-Saison impfen Haus- und Fachärzte innerhalb kurzer Zeit zwischen zehn und zwanzig Millionen Menschen.

Auch der KVH-Sprecher bestätigt, dass der Andrang bei den Praxen groß ist. Inzwischen sind fast 2000 Hausärzte in Hessen in die Kampagne eingebunden. Bis zum heutigen Tag sind dort 138.000 Corona-Impfungen durchgeführt wurden. Alexander Kowalski: „Die Hausärzte könnten aber noch deutlich mehr verimpfen.“ Und damit das Impftempo deutlich erhöhen.

Derzeit steht ihnen nur eine begrenzte Menge an Impfstoff zur Verfügung. Ab der Woche vom 26. April bis 2. Mai soll die mögliche Bestellmenge pro Arzt auf 24 bis 48 Dosen erhöht werden, da bundesweit mit einer Zunahme der Lieferungen gerechnet wird.

Sonderimpfaktion für Bürger über 60 im Frankfurter Impfzentrum

Wichtige Nachricht der Stadt Frankfurt: Für das kommende Wochenende vom 24. bis 25. April werden für Frankfurter Bürgerinnen und Bürger über 60 Jahren zusätzliche Impftermine mit AstraZeneca auf dem Portal Terminland unter https://www.terminland.de/impfzentrum-frankfurt/ freigeschaltet. Bereits am vergangenen Wochenende wurden kurzfristig 2471 Personen über 60 Jahre im Impfzentrum zusätzlich geimpft.

Gesundheitsdezernent Stefan Majer wirbt für die zusätzlichen Termine: „Aufgrund der hohen Nachfrage hat unser Team im Impfzentrum für Freitag weitere 1500 und für Samstag und Sonntag jeweils 900 zusätzliche Impftermine in unserem Frankfurter Portal freigeschaltet. Endlich geht es voran und wir können allen Frankfurterinnen und Frankfurtern über 60 Jahren ein Impfangebot machen. Bitte ergreifen Sie dieses tolle Angebot, mit dem wir noch mehr Schwung in unsere Impfkampagne bringen.“

Die Sonderimpfaktion mit AstraZeneca im Frankfurter Impfzentrum gilt ausschließlich für in Frankfurt gemeldet Personen über 60 Jahren. Bei der Anmeldung wird auch bereits der zweiten Impftermin vereinbart. 

Foto: Markus Spiske / Unsplash

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Schule & Kita: Kein überdurchschnittlicher Anstieg an Infektionen

Die Stadt sieht sich im „Frankfurter Weg“ bestätigt, wonach umfassende Schließungen derzeit nicht sinnvoll sind. Gesundheitsdezernent Stefan Majer erläutert das Vorgehen des Gesundheitsamtes und neue Erkenntnisse über das Infektionsgeschehen an Schulen und Kitas.

Seit Wochen wird über eine rasante Zunahme von Infektionen im Kindes- und Jugendalter berichtet und diskutiert. „Dies hat mich sehr besorgt, und ich danke dem Gesundheitsamt, dass es sofort eine differenzierte Auswertung seiner Daten vorlegt“, berichtet Stadtrat Majer. „Auch in Frankfurt nehmen die Meldungen bei Kindern und Jugendlichen zu und die altersabhängige Inzidenz steigt – wie im ganzen Bundesgebiet. Die genaue Auswertung der Meldungen aus Kitas und Schulen gibt keine Hinweise, dass Frankfurter Kitas und Schulen überproportional betroffen sind.“

Mit einem aktuellen Infoblatt des Gesundheitsamtes wolle man „gerade im Hinblick auf den Schulstart nach den Osterferien Klarheit für besorgte Eltern und Kindern schaffen“. Absolut notwendig bleibt weiterhin, das die AHA-Regeln auch außerhalb der Klassenzimmer eingehalten werden. Kinder und Jugendliche sind durch die Reduzierung ihrer sozialen Kontakte und das fehlende Miteinander in den Kitas und Schulen besonders belastet. Der Dezernent: „Für das Kindeswohl ist eine gute und differenzierte Abwägung zwischen Maßnahmen zum Infektionsschutz und der Möglichkeiten von Begegnungen mit Hygieneregeln sehr wichtig.“

Häufungen durch wenige Ausbrüche

Dr. Katrin Steul, zuständig für die Überwachung des Infektionsgeschehen in Schulen und Kitas, ergänzt: „Seit Anfang Januar haben wir 25 Fälle in Schulen und 142 Fälle in Kitas durch umfangreiche Untersuchungen der Kontaktpersonen bearbeitet. Insgesamt wurden in dieser Zeit mehr als 3600 PCR-Tests bei Kontaktpersonen in den Einrichtungen durchgeführt. In den Schulen wurde bei diesen Testungen 0,5 Prozent der Erwachsenen und 2,4 Prozent der Schülerinnen und Schüler positiv auf SARS-CoV-2 getestet. In Kitas waren seit Januar 3,1 Prozent der getesteten Erwachsenen und 5,1 Prozent der getesteten Kinder SARS-CoV-2-positiv. Im Herbst hatte der Anteil positiv getesteter erwachsener Kontaktpersonen in Kitas bei 4,5 Prozent, der Kinder bei 2,5 Prozent gelegen.“

Ein deutlicher Anstieg sei nicht erkennbar. Stehl weiter: „Häufungen in einzelnen Kalenderwochen sind durch wenige Ausbrüche verursacht. Bei mehr als 60 Prozent der Fälle wurden keine weiteren Fälle in der Kita gefunden, obwohl ein ungeschützter Kontakt stattgefunden hatte. Im Schulbereich war es seit Weihnachten in etwa zwei Drittel der Fälle zu keinen weiteren positiven Fällen gekommen, selbst wenn ungeschützte Kontakte stattgefunden hatten.“

Infektionen identifizieren und gezielt unterbinden

Stadtrat Majer sagt: „Die Stadt Frankfurt sieht sich somit in ihrem Weg bestätigt, bei Meldungen positiver Fälle aus Kitas oder Schulen detaillierte Erhebungen und insbesondere Testungen sowie Untersuchungen der Kontaktpersonen vorzunehmen. So können eventuelle Infektionsketten in der Einrichtung zuverlässig unterbunden werden. Zudem kann so das Infektionsgeschehen in diesen Einrichtungen bewertet werden. Dieser Weg hat sich bewährt.“

Die Daten aus Schulen und Kitas in Frankfurt stehen im Einklang mit vielen Publikationen aus aller Welt. Mit Einhaltung der Hygieneregeln (insbesondere durch den Einsatz von Masken) können diese Einrichtungen ohne besonderes Risiko betrieben werden. Die Ergebnisse der Daten aus den Frankfurter Schulen und Kitas bis Ende 2020 sind bereits in wissenschaftlichen Fachzeitschriften veröffentlicht worden. Diese und alle weiteren Daten aus den Krankenhäusern, Altenpflegeheimen und sozialen Einrichtungen in Frankfurt werden in Kürze der Bevölkerung in Form ausführlicher Berichte vorgelegt werden.

Informationen: Stadt Frankfurt

Foto:  Kelly Sikkema / Unsplash

 

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Reifen von parkenden Autos zerstochen

An insgesamt zwölf Autos wurden am Riedberg in einer Nacht die Reifen zerstochen. Die Polizei bittet um Hinweise.

Durch bislang unbekannte Täter wurden in der Zeit zwischen Dienstag, den 13. April, 23 Uhr,  und Mittwoch, 14. April, 7 Uhr, insgesamt zwölf Pkw beschädigt. An den Fahrzeugen, die in den Straßen Prozessionsweg, Cezanneweg, Utrilloweg, Matisseweg, Helene-Lange-Straße und Hannah-Arendt-Straße geparkt standen, wurden zumindest einer, an manchen Fahrzeugen auch alle vier Reifen zerstochen.

Es gab bereits ähnliche Vorfälle

Den dabei entstandenen Sachschaden beziffert die Polizei auf mehrere tausend Euro. Es handelte sich um Fahrzeuge der Hersteller Mercedes-Benz, Audi, Ford, BMW, VW, Nissan und Seat.

Es sei auffällig, dass Fahrzeuge beschädigt wurden, die offenbar nicht ordnungsgemäß in den Parkbuchten standen, ist von Anwohnern zu hören. Weiter wird berichtet, dass Ähnliches bereits vor rund zwei Monaten geschehen sein soll. Damals wurden Reifen von mindestens zwei Autos im Riedberger Quartier „Schöne Ansicht“ zerstochen. Am Ende einer Straße, wo es keine gekennzeichneten Parkplätze gibt.

Polizei bittet um Hinweise

Die Polizei bittet Personen, die ebenfalls geschädigt wurden und bislang noch keine Anzeige erstattet haben, und Personen, die in dieser Angelegenheit sachdienliche Hinweise geben können, sich mit dem 14. Polizeirevier unter der Telefonnummer 069-75511400 in Verbindung zu setzen.

Foto: Maximilian Scheffler on Unsplash

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Rassistisches Graffiti im Kätcheslachpark

Der Riedberg ist ein moderner, multikultureller Stadtteil. Menschen aus über 100 Nationen leben hier. Umso größer ist das Entsetzen über ein offenbar rassistisches Graffiti, das gestern Spaziergänger im Kätcheslachpark entdeckten.

„Rassismus hat keinen Platz in so einer liebevollen Gesellschaft wie Riedberg! Dafür bitten wir um Solidarität und Unterstützung.“ Mit diesen Worten und einer Mail mit Bildern wandte sich ein chinesischer Riedberger gestern an unser Magazin, sichtlich geschockt von dem, was er zufällig im Vorbeigehen entdeckt hatte. Auf der kleinen Brücke vor dem Kätcheslachweiher, wo gerne gefeiert wird und schon in der Vergangenheit einige Kritzeleien zu finden waren, ist zum ersten Mal ein diskriminierendes Graffiti zu lesen. In schwarzer Schrift steht „Chinese go home“. In einem Stadtteil, in dem von rund 16.000 Einwohnern mehr als 3000 aus Nicht-EU-Staaten kommen. Oft aus Asien – wobei viele hier schon in zweiter Generation leben und bestens integriert sind.

Umso größer ist das Entsetzen, nicht nur in der asiatischen Community. Zumal zeitgleich in den USA Hassattacken gegen Asiaten zunehmen, ausgelöst durch Donald Trumps Äußerungen über das „chinesische Virus“ und weitere Anschuldigungen in Zusammenhang mit Covid-19. „Ich hoffe, dass uns die Asia-Hate-Welle hier nie erreichen wird“, schreibt der Mann, der das Graffiti im Park als einer der ersten bemerkte.

Die Polizei ermittelt – und bittet um Hinweise

Die Polizei ist eingeschaltet. Andreas Wagner, einer der beiden Schutzmänner vor Ort des 14. Polizeireviers in der Marie-Curie-Straße, bestätigt, dass der Vorfall zur Anzeige gebracht wird und die SoKo Graffiti der Frankfurter Polizei Ermittlungen aufnimmt. Sein Appell: „Je früher wir über solche Vorfälle informiert werden, desto früher können wir aktiv werden.“ Einerseits, um den oder die Täter ausfindig zu machen, und andererseits, um die Entfernung der Schmierereien in die Wege zu leiten. Denn in den Parks ist dafür das Grünflächenamt zuständig. 

Der Riedberg gilt als Vorzeige-Stadtteil. Schutzmann Andreas Wagner spricht davon, dass es seines Wissens bisher keine rassistischen Vorfälle gab. Auch die bisherige Ortsbeiratsvorsitzende Carolin Friedrich (CDU) erklärt, „dass wir so etwas Gottseidank noch nicht hatten“, und setzt auf die Arbeit der Polizei.

„Am Riedberg ist jeder willkommen“

Ronald Bieber, Fraktionsvorsitzender der Grünen, weist darauf hin, dass neben EU-Ausländern und Nicht-EU-Ausländern auch rund ein Viertel der Deutschen im Stadtteil einen Migrationshintergrund hat. „Fremdenfeindlichkeit betrifft also in Summe etwas über 50 Prozent unserer Mitmenschen!“ Der Ortsbeirat betont: „Es geht nicht darum, verquere Denkmuster inhaltlich verstehen zu wollen, sondern der Konsequenz dieses Denkens die Position entgegenzusetzen, dass hier jede*r willkommen ist, der friedlich mit uns zusammenleben möchte.“

Das Graffiti wurde noch gestern mit roter Farbe übermalt und soll im Laufe der nächsten Woche vom Grünflächenamt entfernt werden.

Das 14. Polizeirevier in der Marie-Curie-Straße ist unter 069/ 755-11400 erreichbar. Die beiden Schutzmänner vor Ort kann man unter 069/ 755-11470 (Adrian Homeier) sowie 069/ 755-11472 (Andreas Wagner) kontaktieren. Per Mail unter adrian.homeier@polizei.hessen.de sowie andreas.wagner@polizei.hessen.de 

Foto: MAINRiedberg Magazin

Das Graffiti wurde offenbar noch gestern mit roter Farbe übermalt Foto: privat

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