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Invasion der Papierfischchen: Wenn das Paket zum Risiko für den Bücherschrank wird

Symbolbild Silberfischchen - Papierfischchen

Im Ortsbezirk Kalbach-Riedberg mit seinen rund 10.000 teils sehr modernen Wohnungen herrscht meist ein ideales Raumklima – nicht nur für die Bewohner, sondern zunehmend auch für einen neuen Materialschädling. Während das bekannte Silberfischchen meist nur im Bad auftaucht, breitet sich das Papierfischchen lautlos in Wohn- und Schlafzimmern aus. Ein genauer Blick auf die flinken Ur-Insekten ist ratsam.

Wer nachts das Licht im Badezimmer einschaltet, bekommt sie oft zu Gesicht: kleine, silbrig glänzende Insekten, die flink in den Fugen verschwinden. Lange Zeit handelte es sich dabei fast ausschließlich um das Silberfischchen (Lepisma saccharina). Doch in den letzten Jahren hat sich ein naher Verwandter in deutschen Haushalten etabliert, der weitaus mehr Schadpotenzial besitzt: das Papierfischchen (Ctenolepisma longicaudata). Besonders in modernen, gut gedämmten Stadtteilen wie dem Riedberg findet dieser Schädling optimale Lebensbedingungen vor.

Der feine Unterschied: Biologie und Lebensraum

Obwohl sie sich auf den ersten Blick ähneln, unterscheiden sich die beiden Arten in ihren Ansprüchen grundlegend. Das Silberfischchen ist ein Feuchtigkeitsanzeiger. Es benötigt eine relative Luftfeuchtigkeit von über 70 Prozent und Temperaturen zwischen 20 und 30 Grad. Deshalb bleibt sein Vorkommen meist auf Bäder, Waschküchen oder feuchte Keller beschränkt.

Das Papierfischchen hingegen ist ein wahrer Überlebenskünstler des modernen Wohnungsbaus. Es benötigt keine hohe Feuchtigkeit und gedeiht prächtig bei den für Wohnräume typischen 50 % Luftfeuchtigkeit. Während Silberfischchen ohne Feuchtigkeit schnell austrocknen, besiedeln Papierfischchen problemlos das Wohnzimmer, das Büro oder das Schlafzimmer.

Optisch lässt sich das Papierfischchen durch seine Größe (bis zu 15 mm ohne Anhänge) und seine deutlich längeren Fühler und Schwanzanhänge identifizieren. Zudem wirkt sein Körper eher grau-braun matt und ist behaart, während das Silberfischchen namensgetreu metallisch glänzt.

Kalbach-Riedberg: Ein Paradies für Papierfischchen?

Mit seinen rund 10.000 Wohneinheiten bietet der Ortsbezirk Kalbach-Riedberg eine gewaltige Fläche an potenziellem Lebensraum. Die moderne Bauweise mit Fußbodenheizungen, Trockenbauwänden und kontrollierter Wohnraumlüftung sorgt für ein konstantes, warm-trockenes Klima. Für das Papierfischchen ist dies eine Einladung zur Massenvermehrung.

Ein weiterer Faktor ist das Einkaufsverhalten. Papierfischchen werden fast ausschließlich passiv verschleppt. In Zeiten des boomenden Online-Handels gelangen sie in Wellpappe-Kartons direkt in die Wohnungen. Einmal im Haus, nutzen sie die Hohlräume von Leichtbauwänden oder Kabelschächte in den großen Wohnkomplexen, um sich von einer Wohnung zur nächsten auszubreiten. Da ein Weibchen während seines mehrjährigen Lebens hunderte Eier legen kann, wird aus einer einzelnen Einschleppung schnell ein flächendeckendes Problem im gesamten Gebäude.

Warum sie mehr als nur ein Ärgernis sind

Während Silberfischchen als „Lästlinge“ gelten und im Bad sogar helfen können, Schimmelpilze zu reduzieren, ist das Papierfischchen ein echter Materialschädling. Es besitzt Enzyme, mit denen es reine Cellulose verdauen kann. Auf dem Speiseplan stehen:

  • Bücher (insbesondere Bindungen und Papieroberflächen)
  • Dokumente und Urkunden
  • Tapeten (der Kleister ist eine Delikatesse)
  • Fotos und Kunstdrucke
  • Textilien aus Synthetik oder Baumwolle

In Archiven und Bibliotheken ist das Tier bereits gefürchtet, doch auch im privaten Haushalt kann der Loch- und Schabfraß an wertvollen Erinnerungsstücken irreparabel sein.

Strategien gegen die flinken Untermieter

Die Bekämpfung gestaltet sich beim Papierfischchen schwieriger als beim Silberfischchen. Klassisches Lüften, das gegen Silberfischchen im Bad hilft, zeigt beim Papierfischchen keine Wirkung, da es die trockene Zimmerluft liebt.

  1. Prävention: Pakete und Kartonagen sollten idealerweise nicht in der Wohnung gelagert, sondern direkt nach dem Auspacken entsorgt werden. Eine Kontrolle der Falze von Versandkartons kann bereits helfen, Tiere oder Eier zu entdecken.
  2. Monitoring: Mit Klebefallen (Monitorfallen) aus dem Fachhandel lässt sich feststellen, wie stark der Befall ist und in welchen Räumen die Tiere schwerpunktmäßig auftreten.
  3. Bekämpfung: Hausmittel wie Lavendel oder Backpulver erweisen sich beim Papierfischchen meist als wirkungslos. Fachleute setzen auf spezielle Fraßködergele (z. B. mit den Wirkstoffen Fipronil oder Clothianidin). Diese Gele werden punktförmig in Ritzen und hinter Fußleisten ausgebracht. Da die Tiere sehr langlebig sind und sich über lange Zeiträume entwickeln, ist bei der Bekämpfung Geduld gefragt – oft sind mehrere Behandlungen über Monate hinweg nötig.
  4. Kieselgur: Entlang von Fußleisten kann auch Diatomeenerde (Kieselgur) ausgebracht werden. Der feine Staub wirkt mechanisch, indem er den Chitinpanzer der Insekten verletzt und sie austrocknen lässt.

Was bedeutet das für die Anwohner?

Die Sichtung eines einzelnen Fischchens im Bad ist kein Grund zur Sorge. Tauchen die Tiere jedoch im Wohnbereich oder am Bücherregal auf, sollte man handeln. In den eng vernetzten Wohnstrukturen des Riedbergs ist es zudem sinnvoll, sich mit den Nachbarn abzusprechen, da eine isolierte Bekämpfung in nur einer Wohnung bei einem starken Befall im Gebäude oft nicht von dauerhaftem Erfolg gekrönt ist.


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Lachmuskel-Training mit Tiefgang: Dietrich Faber kommt an den Riedberg!

Dietrich Faber

Bereiten Sie sich auf eine Achterbahnfahrt der Emotionen vor! Im Rahmen der beliebten Reihe „Kultur in der Aula“ holt die Josua Gemeinde einen echten Hochkaräter nach Frankfurt: Der Gießener Bestsellerautor, Kabarettist und Musiker Dietrich Faber gastiert am Samstag, den 25. April 2026, in der Aula der Grundschule Riedberg.

Ein Abend, tausend Gesichter

Wer Dietrich Faber kennt, weiß: In diesem Mann steckt ein ganzes Ensemble. Mit seinem neuen Programm „Mit Gefühl!“ präsentiert er eine Show, die so vielseitig, wechselhaft und unberechenbar ist wie die menschliche Gefühlswelt selbst. Faber ist ein Meister des rasanten Rollenwechsels und der punktgenauen Parodie. Ob als tiefsinniger Beobachter des Zeitgeists oder als schräger Unterhaltungskünstler – er trifft immer den richtigen Ton.

Kult-Figuren und politische Seitenhiebe

Natürlich dürfen auch seine legendären Alter Egos an diesem Abend nicht fehlen. Freuen Sie sich auf:

  • Manni Kreutzer: Der oberhessische Cowboyphilosoph und „Gefühlsexperte“ mit dem markanten Lederschlapphut bereichert die Bühne mit aberwitzigen Gedichten und Liedern.
  • Orgel-Willi: Als ekstatischer Ganz-Alleinunterhalter sorgt er an seiner Hammond-Orgel für wahre „Gefühlsexplosionen“, wenn er Pop-Songs im immergleichen Takt schmettert.

Doch Faber kann mehr als „nur“ witzig. Sein aktuelles Programm ist politischer denn je. Er schlüpft in die Rollen von Karl Lauterbach, Friedrich Merz, Robert Habeck oder Donald Trump und lädt sie kurzerhand zu einem gefühlvollen Achtsamkeits-Seminar ein. Dabei balanciert er gekonnt zwischen bissiger Satire und ernsten Themen wie Kriegstüchtigkeit oder dem Umgang mit Fakten in unserer Gesellschaft.

Musikalisches Multitalent

Zwischen den skurrilen Beobachtungen und rasanten Sketchen greift Faber immer wieder zu Klavier und Gitarre. Sein musikalisches Repertoire ist dabei so grenzenlos wie seine Spielfreude: Von schmalzigen Schlagern und Countrysongs über Musical-Melodien bis hin zu schallenden Opernarien ist alles dabei – natürlich vorgetragen mit vollster Inbrunst.

Warum Sie dabei sein sollten

In einer Welt, in der Gefühle oft zu Wahrheiten erklärt werden und Mitgefühl manchmal zu kurz kommt, liefert Dietrich Faber die passende Antwort. Er bietet dem Publikum ein großes Programm voller Feingeist, Humor und Ironie, das zwar sanft durchinszeniert ist, aber dennoch herrlich spontan wirkt.

Kommen Sie vorbei und erleben Sie einen Abend, an dem Ihnen das Lachen manchmal im Halse stecken bleibt, nur um im nächsten Moment in befreiendes Gelächter auszubrechen.

Alles auf einen Blick

  • Was: Dietrich Faber mit der Show „Mit Gefühl!“
  • Wann: Samstag, 25.04.2026
  • Beginn um 19:30 Uhr
  • Wo: Aula der Grundschule Riedberg, Zur Kalbacher Höhe 15, 60438 Frankfurt
  • Veranstalter: Josua Gemeinde
  • Eintritt: 14 € (ermäßigt: 12 €)
  • Im Vorverkauf: 12 € (ermäßigt: 10 €)
    Vorbestellte Karten müssen bis spätestens 20 Minuten vor Beginn abgeholt werden.
  • Vorverkauf & Infos per eMail: info@josua-gemeinde.net

Sichern Sie sich Ihre Plätze für dieses kulturelle Highlight im Stadtteil!

Dank freundlicher Unterstützung durch das Kulturamt der Stadt Frankfurt.

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Niederursel: Betrunkener greift Frau an – Festnahme

Teil eines Polizeiwagens

Ein 43-jähriger alkoholisierter Mann griff am gestrigen Samstagmorgen (18. April 2026) eine Frau, mit der er zuvor zusammen im Auto gefahren war, auf der Straße an und verletzte sie. Die Polizei nahm den Mann fest.

Der Vorfall trug sich gegen 09:30 Uhr auf der Emil-von-Behring-Straße zu. Die beiden fuhren nach aktuellen Erkenntnissen zunächst zusammen im Auto, das Fahrzeug wurde durch den alkoholisierten Mann gefahren. Als die 37-jährige Frau dann in besagter Straße ausstieg, stieg der Mann ebenfalls aus und soll mehrfach auf sie eingeschlagen haben, auch als sie am Boden lag soll er sie weiter geschlagen haben, dabei habe er auch ihr Mobiltelefon an sich genommen. Eine couragierte Passantin wurde auf die Situation aufmerksam und eilte der Geschädigten zu Hilfe. Kurz darauf traf die Polizei ein und nahm den Mann noch am Tatort fest.

Ein durchgeführter Atemalkoholtest vor Ort ergab einen Wert knapp unter 2 Promille. Neben den schon genannten Straftatbeständen verfügt der Beschuldigte weiterhin nicht über eine gültige Fahrerlaubnis.

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