Kategorie: AktuelleNEWStop

Online-Veranstaltung zum Holocaust-Gedenktag

Am internationalen Holocaust-Gedenktag bringt das Centre for Dialogue at Campus Riedberg Lebenzeugnisse von Marcel Reich-Ranicki und Schriftstellerin Ruth Klüger auf die Bühne – in einer Online-Veranstaltung zum Innehalten und Nachdenken.

Auschwitz ist das Synonym für den Massenmord der Nazis an Juden, Sinti und Roma und anderen Verfolgten. Auschwitz ist Ausdruck des Rassenwahns und das Kainsmal der deutschen Geschichte, wie das Centre for Dialogue at Campus Riedberg (CfD) in seiner Einladung betont. Der 27. Januar, der Tag der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz, ist daher auch ein internationaler Tag der Reflexion. Deshalb bringt das CfD „Lebenszeugnisse“ von zwei Überlebenden der Shoah, von Literaturkritiker Marcel Reich- Ranicki (1920-2013) und Schriftstellerin Ruth Klüger (1931-2020), auf die Bühne. 

Die Veranstaltung am Mittwoch, 27. Januar, von 19 bis 21 Uhr kann im Live-Stream des Centre for Dialogue at Campus Riedberg verfolgt werden https://www.youtube.com/channel/UCKBH-hD1YfbDS_xSp4FthqA

Foto: CfD

Teile diesen Beitrag mit Freunden

Preise für Neubauten steigen langsamer

Der Gutachterausschuss für Immobilienwerte für den Bereich der Stadt Frankfurt hat gemeinsam mit Planungsdezernent Mike Josef die wichtigsten Entwicklungen auf dem Immobilienmarkt im Jahr 2020 vorgestellt. Die Nachfrage nach Wohnimmobilien ist weiterhin ungebrochen – die Preise steigen aber langsamer.

Die Umsätze von neuen Eigentumswohnungen gingen um rund 35 Prozent zurück. Eine neue Eigentumswohnung wurde in Frankfurt im Schnitt für rund 7.670 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche gehandelt (8,7 Prozent mehr als 2019). Damit stiegen die Preise für neue Eigentumswohnungen auch im Krisenjahr weiter, die Steigerung schwächte sich aber im Vergleich zu den Vorjahren ab.

Die Kaufpreise der Eigentumswohnungen betrugen durchschnittlich bei Baujahren bis 1949 rund 6000 Euro pro Quadratmeter, bei den Baujahren 1950 bis 1977 4.420 Euro, bei den Baujahren 1978 bis 1990 4.250 Euro und ab dem Baujahr 1991 (ohne Neubauten) 6.350 Euro.

Im Europaviertel und in der Innenstadt wurden neue Eigentumswohnungen durchschnittlich mit Preisen von 12.600 €/m2 Wohnfläche bzw. 13.000 €/m2 Wohnfläche gehandelt, was nicht zuletzt auf die neuen Wohntürme an der Messe zurückzuführen ist. Im Nordend lagen die Preise im Schnitt bei 8.500 €/m2 Wohnfläche. Auch in den dezentralen Lagen wurden für Neubau- Eigentumswohnungen zumeist Preise von über 6.000 €/m2 Wohnfläche erzielt.

Bei Wohnungen mit Baujahren vor 1919 fallen vor allem die sehr hohen Kaufpreise im Westend mit durchschnittlich 10.100 €/m2 Wohnfläche auf. Diese Kaufpreise beziehen sich auf verschiedene Objekte (Stilaltbau) mit neuwertiger Ausstattung. Andere gute Lagen wie Sachsenhausen und Nordend/Ostend erzielten Durchschnittspreise von 6.600 €/m2 Wohnfläche.

Neue Reihenhäuser kosten eine Million Euro

Der gesamte Wohnungsmarkt weist bei weiter steigenden Preisen einen Umsatzrückgang von 24 Prozent auf. Auch durch die Pandemie bedingt, wurden in 2020 rund 20 Prozent weniger Mehrfamilienhäuser und 5 Prozent weniger Einfamilienhäuser verkauft. Die steigenden Preise führen zusammen mit der guten Ausstattung und der Hausgröße dazu, dass vor allem neue Reihenhäuser um über 15 Prozent (1.075.000 Euro) höhere Preise erzielten als im Vorjahr. Reihenhäuser mit Baujahren vor 1949 konnten im Schnitt für einen Preis von 332.000 Euro erworben werden. 

40 Prozent Rückgang bei Büroimmobilien

Bemerkenswert ist die Entwicklung der Bodenpreise: Bereits im zweiten Jahr in Folge schwächte sich im Jahr 2020 die Bodenpreissteigerung für Wohnbauland gegenüber den Vorjahren erheblich ab und betrug im Durchschnitt 5 Prozent.

Der Gewerbeimmobilienmarkt wird in Frankfurt wie seit Jahrzehnten vom Bürosektor dominiert. Bei den Gewerbeimmobilien wurde bisher ein Umsatz von 2,21 Milliarden Euro registriert. Wegen der schwierigen Marktlage auf Grund der Auswirkungen der Pandemie war ein Umsatzrückgang von 40 Prozent zu verzeichnen.

Informationen: Stadt Frankfurt

Foto: Stadt Frankfurt

Teile diesen Beitrag mit Freunden

Corona-Ausbruch im „Bettinahof“: Das sagt der Träger

Mehr als ein Drittel der Bewohner des Altenpflegeheims „Bettinahof“ am Riedberg ist in den vergangenen Wochen an Corona erkrankt. 18 Personen sind verstorben. Auch Mitarbeiter sind infiziert. Jetzt erläutert der Träger, wie künftige Infektionen verhindert werden sollen.

„Wir haben nichts zu verbergen und wollen genauso wie die Angehörigen auch die Öffentlichkeit informieren“, erklärt Tanja Kurz, Sprecherin der Münchner KORIAN-Gruppe, zu der auch das Pflegeheim in der Altenhöferallee mit 132 Plätzen gehört.

Der große Ausbruch geschah im Dezember, als 53 Pflegedürftige erkrankten und 18 in der Folge mit oder an Corona verstarben. Aktuell sind noch 5 Personen betroffen, drei davon sind sogenannte „Altfälle“, haben sich also schon während des ersten Ausbruchs infiziert. Jetzt gab die Einrichtungsleitung bekannt, dass „auch Mitarbeiter des Bettinahofes positiv auf Covid-19 getestet wurden“. Sie befinden sich in häuslicher Quarantäne.

Auch ein Wohnbereich steht noch unter Quarantäne. Negativ getestete Bewohner können aktuell die Einrichtung verlassen und unter verstärkten Schutz- und Hygienebedingungen Besuche empfangen.

Test-Konzept soll weitere Ausbrüche verhindern

Seit Beginn des Ausbruchsgeschehens steht die Einrichtung in engem Kontakt mit dem Gesundheitsamt. Sie stimmen alle Maßnahmen ab. Ein Test-Konzept soll jetzt weitere Ausbrüche verhindern. „Dazu gehören auch die regelmäßigen Testungen für Bewohner und Mitarbeiter“, so KORIAN-Sprecherin Tanja Kurz. Ergänzend zu den regelmäßigen PCR-Tests durch die Behörden führt die Einrichtung jetzt zweimal wöchentlich Corona-Schnelltests durch.

Wann werden die Heimbewohner geimpft?

Von Seiten des Trägers heißt es, dass die Einrichtung auf die Impfungen vorbereitet sei. Alle notwendigen Dokumente liegen vor, die Behörden sind informiert. Ein Impftermin wurde der Einrichtung noch nicht genannt.

Fünf mobile Impf-Teams sind bereits in Frankfurt im Einsatz. Dr. Katrin Steul, im Gesundheitsamt zuständig für das Ausbruchsmanagement, hatte MAINRiedberg vorab erklärt: „In Ausbruchssituationen können wir keine Impfaktionen durchführen.“ Das Amt bestätigt die enge Abstimmung mit den betroffenen Heimen, wollte aber keine einrichtungsspezifischen Auskünfte, etwa zum Bettinahof, geben.

Momentan gibt es in rund der Hälfte der 49 Altenpflegeheime im Stadtgebiet mindestens einen Corona-Fall.

Foto: MAINRiedberg

Teile diesen Beitrag mit Freunden

Frankfurter Impfzentrum nimmt Betrieb auf

Die Frankfurter Impfkampagne geht in die zweite Phase: Heute öffnete das Impfzentrum in der Festhalle – als eines von sechs regionalen Impfzentren in Hessen. Zuvor lagen die Corona-Impfungen ausschließlich in der Hand von mobilen Impfteams. Bis Ende Januar sind 12.000 Impfungen geplant.

Zum Auftakt an der Messe standen insgesamt 500 Impfdosen zur Verfügung. Als erstes an der Reihe: Odores (90) und Gisela (91) – die beiden Frankfurterinnen wurden von Oberbürgermeister Peter Feldmann und Gesundheitsdezernent Stefan Majer persönlich begrüßt.

Oberbürgermeister Peter Feldmann sagte unter anderem: „Ich freue mich, dass die Impfung diesen Menschen jetzt ein wichtiges Stück Lebensqualität zurückgibt. Zugleich hoffe ich inständig, dass die Schwierigkeiten bei der Terminvergabe bald der Vergangenheit angehören – und dann hoffentlich auch mehr Impfstoff zur Verfügung steht.“ Gesundheitsdezernent Stefan Majer ergänzte: „Endlich können wir unser Impfangebot ausweiten. Für all diejenigen, die jetzt noch nicht geimpft werden können, gilt weiterhin: Abstand halten und Masken auf.“

Der Leiter des Frankfurter Gesundheitsamtes, Prof. René Gottschalk, sprach von einer „großen Herausforderung“ und betonte: „Eine derartige Impfkampagne gab es in Deutschland noch nie. Der Start des Impfzentrums Frankfurt ist der entscheidende Schritt in der Bekämpfung der Covid-19-Pandemie. Wir sind froh, dass mit der Eröffnung heute einen großen Schritt vorwärtsgeht.“

Bereits morgen sollen 1000 Hochbetagte geimpft werden

Die Zahl der Impfungen in der Festhalle soll schnell steigen. Bereits morgen werden dort knapp 1000 Hochbetagte versorgt. Geplant: 11.725 Impfungen bis Ende Januar. Das Ziel ist, dass alle Menschen, die eine Impfung wollen, in den nächsten Monaten in der vorgegebenen Reihenfolge der Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO) geimpft werden können.

Zum Start am heutigen 19. Januar waren zwei der vorhandenen fünf Impfstraßen beziehungsweise 17 von 43 Impfkabinen in Betrieb. Ausgelegt ist das Frankfurter Impfzentrum für 4000 Impfungen am Tag. Zeitaufwand pro Impfung: etwa eine Stunde – davon 30 Minuten Ruhezeit, um allergische Reaktionen auszuschließen.

Die Impfungen werden unter Federführung des Gesundheitsamtes vom Deutschen Roten Kreuz durchgeführt.

Stadt bietet kostenfreien Transport zum Impfen an

Der Zugang zur Festhalle über den Eingang „Eingang City“ ist einfach zu finden. Sobald man aus der U-Bahn steigt, kann man über die Rolltreppe direkt in den Anmeldebereich des Impfzentrums hochfahren. Und wer aus der Straßenbahn steigt, kann den Eingang direkt sehen. Der Weg ist zusätzlich ausgeschildert.

Zusätzlich gibt es einen Eingang nur für Impfberechtigte mit einer Mobilitätseinschränkung, beispielsweise einer Gehbehinderung, die mit einem PKW anreisen müssen. Zur Unterstützung der Patientinnen und Patienten ist jeweils eine Begleitperson zulässig.

Die Stadt bietet Frankfurtern ab dem 80. Lebensjahr aber auch einen kostenfreien Transport zum Impfzentrum an – in Form von Taxi-Gutscheinen. Per Brief werden rund 30.000 Bürgerinnen und Bürger in den kommenden Tagen darüber informiert.

Weitere Informationen zum Thema Impfen und Impfzentrum in Frankfurt unter https://frankfurt.de/service-und-rathaus/verwaltung/aemter-und-institutionen/hauptamt-und-stadtmarketing/buergerbuero-und-ehrenamt/coronavirus–fragen-und-antworten/gesundheitswesen/impfzentren

Foto: Stadt Frankfurt / Maik Reuss

Teile diesen Beitrag mit Freunden

Lichtblick beim Thema Ärzte-Versorgung

Es sind die ersten positiven Nachrichten seit der Schließung des Fachärztezentrums Riedberg und der wachsenden Sorge um die Ärzte-Versorgung im Stadtteil: Ein bisheriger FÄZ-Kinderarzt eröffnet eine eigene Praxis im Mertonviertel. Eine Gynäkologin wird ab Mitte Januar wieder am Riedbergplatz praktizieren.

Für viele Patientinnen und Patienten war es ein Schock, als die städtische FÄZ Frankfurt GmbH zum 30. September ihr Ärztezentrum am Riedberg mit den Bereichen Gynäkologie, Kinderheilkunde, Neurologie und Psychiatrie schloss. Man plane „eine strategischen Neuausrichtung“ der Standorte, hieß es damals als Begründung. 

Kritik an dieser abrupten und schwer nachvollziehbaren Entscheidung wurde im Stadtteil laut, verstärkt im Ortsbeirat und darüber hinaus, wie MAINRiedberg ausführlich berichtete. Auch bei der Kassenärztlichen Vereinigung Hessen sprach man hinter vorgehaltener Hand davon, dass in puncto Riedberg „ordentlich Druck im Kessel“ sei. Jetzt gibt es eine neue Geschäftsführung in der Stiftung Hospital zum Heiligen Geist, zu der das Nordwest-Krankenhaus und die FÄZ Frankfurt GmbH gehören und in deren Vorstand der Frankfurter Gesundheitsdezernent Stefan Majer ist. Und plötzlich scheint ein Umdenken stattzufinden. „Wichtig ist, dass die fachärztliche Versorgung am Standort Riedberg weiter gewährleistet ist“, erklärt Unternehmenssprecherin Brigitte Ziegelmayer auf Anfrage. Deshalb sollen jetzt Ärzte „in Eigenregie“ übernehmen. Als Untermieter des bisherigen Betreibers, denn der Mietvertrag läuft trotz der Schließung des Fachärztezentrums ja noch weiter.

Neue Gynäkologie-Praxis am Riedbergzentrum

Fest steht inzwischen, dass die Gynäkologin Caroline Gatzka, die früher schon am Riedberg tätig war, in den alten Räumen eine neue Praxis eröffnet. Die Umbauarbeiten laufen bereits, als Eröffnungstermin ist Mitte Januar avisiert. Die Psychotherapeutin Christina Kengne-Meuschel arbeitet weiterhin am Riedbergplatz, allerdings selbstständig. Es soll auch wie bisher einen gemeinsamen Empfangsbereich für alle Patientinnen und Patienten geben.

Aber es ist noch nicht bekannt, welche Fachärzte noch an den Riedbergplatz ziehen könnten. Interessenten haben bisher auch die hohen Mietkosten als Problem bezeichnet. 

Kinderarzt eröffnet heute Praxis im Mertonviertel

Unter anderem deshalb hat sich der bisherige FÄZ-Kinderarzt Dominik Dunsch dazu entschieden, sich mit einer Praxis im Mertonviertel selbstständig zu machen. Am heutigen 22. Dezember war die Eröffnung in den Räumen in der Lurgiallee 6 – 8, in der Merton-Passage. Dunsch hatte immer betont, dass er während der vier Jahre am Riedberg eine enge Verbindung zu seinen kleinen Patienten aufgebaut habe und umso mehr freue es ihn, dass es nur wenige Minuten davon praktizieren wird. „Da wir zunächst zu zweit, also eine Medizinische Fachangestellte und ein Arzt, starten, werden wir telefonisch nur eingeschränkt zu erreichen sein“, erklärt Dunsch. Termine könnten zunächst am besten per Email oder über das Kontaktformular der Homepage vereinbart werden.

Im Mertonviertel praktiziert ebenfalls der Kinder- und Jugendarzt Stefan Behr, der schon seit Jahren auf den Mangel an Kinderärzten in den nördlichen Stadtteilen hinweist. Allein am Riedberg leben inzwischen rund 4500 Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren. Aktuell gibt es keinen einzigen Kinderarzt im Stadtteil, aber zwei Praxen sind jetzt zumindest in wenigen Minuten erreichbar.

Einen ausführlichen Bericht zur Fachärzte-Versorgung im Stadtteil lesen Sie in der aktuellen Print-Ausgabe von MAINRiedberg. Weitere Informationen unter https://main-riedberg.de/neu-die-aktuelle-mainriedberg-6/

Foto: Hush Naidoo on Unsplash

Teile diesen Beitrag mit Freunden

Sonderregeln für Mieter mit Corona-Einbußen

In der Aufsichtsratssitzung der ABG FRANKFURT HOLDING wurde der Wirtschaftsplan für das kommende Jahr beschlossen und so nicht zuletzt die Grundlage für viele soziale Wohnbauprojekte gelegt. Die Frankfurter Wohnbaugesellschaft ist damit für das kommende Jahr auch unter den anhaltenden Bedingungen der Pandemie gut gerüstet.

Gesellschafter und Geschäftsführung einigten sich darüber hinaus darauf, Mieter und Mieterinnen, die pandemiebedingt in eine wirtschaftliche Notlage geraten sind, individuell zu unterstützen. Für Härtefälle, die nicht auf die engmaschige Unterstützung des Sozialstaats oder Wohngeld zurückgreifen können, aber glaubhaft machen können, dass ihre pandemiebedingte wirtschaftliche Situation zu Einkommensverlusten führt, soll eine bedarfsgerechte Individuallösung gefunden werden.

Das kann im Falle einer bereits ausgesprochenen Mieterhöhung beispielsweise Stundung, Aussetzung und gegebenenfalls Rückzahlung der Mieterhöhung bedeuten. Die Mieter werden seitens der ABG entsprechend informiert und beraten.

Die Vertreter des Gesellschafters zeigen sich über dieses Vorgehen erfreut. Auch Oberbürgermeister Peter Feldmann, Bürgermeister und Stadtkämmerer Becker und Planungsdezernent Mike Josef begrüßten die Einigung und sprachen von einem guten Kompromiss und einer fairen Lösung.

Informationen: Stadt Frankfurt

Foto: Maria Ziegler on Unsplash

Teile diesen Beitrag mit Freunden

NEU! Die aktuelle MAINRiedberg

Corona, Pandemie, Lockdown und nur noch wenige Tage bis Weihnachten – das sind die Schlagworte, die momentan unser Leben bestimmen und die uns vermutlich noch Monate begleiten werden. Wir von MAINRiedberg haben lange überlegt, mit welchen Themen wir dieses denkwürdige Jahr ausklingen lassen und Richtung 2021 starten wollen. Wir wollten, trotz und gerade wegen der aktuellen Lage, Mut machen und Mut-Macher finden. Menschen, die den Sprung ins buchstäblich kalte Wasser wagten und mit viel Hartnäckigkeit und einer innovativen Idee ein Start-up gründeten, das der Krise trotzt und neue Möglichkeiten eröffnet. Wir berichten über Gründerinnen und Gründer von Mitte 20 bis Anfang 70. Wie App-Entwickler Maxim Beizerov, „Backheldin“ Luwam Tecle-Debesay und Hannelore Schüssler, die eine Tagesbetreuung für Demenzkranke leitet.

Doch das Thema Corona lässt uns nicht los. Was berichten Ärzte, wie stemmen sich Gastronomen und Künstler gegen die Krise? Und wie wirkt sich Homeoffice auf unsere Familien aus? Neben diesen Umfragen sind wir auch ein bisschen stolz darauf, dass sich der scheidende Senckenberg-Generaldirektor Volker Mosbrugger Zeit für ein Gespräch zu den großen Fragen des Klimawandels, dem Thema Biodiversität und – natürlich – zum Riedberg genommen hat. Unser Urteil: Unbedingt lesen!

Bleibt nur noch die Frage: Wer hat den schwarz-weißen Oma-Sessel in den Kätcheslachpark gestellt, um ein Cover-Foto zu zaubern, das auch in dieser Zeit positive Impulse gibt und sämtlichen Corona-Regeln standhält? Das verraten wir erst im Magazin…

Die MAINRiedberg-Magazine werden in Frankfurt-Riedberg verteilt und liegen bei unseren Kooperationspartnern in angrenzenden Stadtteilen, sowie in Cafés und Gaststätten, Arztpraxen und sozialen Einrichtungen kostenlos zum Mitnehmen aus. Sollten Sie in den nächsten Tagen kein neues Magazin bekommen oder Nachfragen haben – eine Nachricht an mail@main-riedberg.de genügt.

Wir wünschen Ihnen und Euch allen viel Glück, Zuversicht, Mut für das nächste Jahr und vor allem Gesundheit!

Euer/ Ihr

Team von MAINRiedberg

Foto: MAINRiedberg

Teile diesen Beitrag mit Freunden

Frankfurt wird Sitz der EURO 2024 GmbH

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) und die Europäische Fußball-Union (UEFA) haben heute in der Frankfurter DFB-Zentrale ein Joint Venture zur Organisation der UEFA EURO 2024 in Deutschland gegründet.

Die unter dem Namen EURO 2024 GmbH fungierende Organisationseinheit und deren Beschäftigte werden in der Stadt am Main arbeiten, worüber sich Sportdezernent Markus Frank außerordentlich freut: „Die Entscheidung von DFB und UEFA, die Fußball-Europameisterschaft 2024 von Frankfurt am Main aus zu organisieren, bedeutet für die Sportstadt Frankfurt ein absolutes Highlight und erfüllt uns mit großem Stolz. Es zeigt, dass wir mit unserem attraktiven Standort, vielen infrastrukturellen Vorteilen und unserer Sportbegeisterung überzeugen und mehr noch, dass das Miteinander funktioniert. Ich bin glücklich, dass sich die Sportverbände bei uns wohl fühlen, und wir werden uns anstrengen, dass das auch künftig so bleibt.“

Die EURO 2024 GmbH hat angekündigt, nun die anstehenden zentralen Themen wie Personal-, Budget- und Organisationsplanungen voranzutreiben und die operative und strategische Umsetzung des Turniers vorzubereiten. Stadtrat Frank sagt dazu: „Die UEFA EURO 2024 ist ein Megaprojekt, dem sich die Stadt Frankfurt als Spielort und Mitausrichter von voraussichtlich fünf Turnierspielen bereits seit einiger Zeit intensiv widmet. Nun schauen wir gespannt auf die weitere Zusammenarbeit mit unseren Partnern, mit denen wir gemeinsam eine erfolgreiche und unvergessliche EM 2024 auf die Beine stellen werden.“

Weitere Informationen zur UEFA EURO 2024 gibt es unter http://www.dfb.de/die-mannschaft/euro-2024/ im Internet.

Foto: Sandro Schuh / Unsplash

Teile diesen Beitrag mit Freunden

Große Weltkriegsbombe erfolgreich entschärft

Die 500kg-Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg im Frankfurter Stadtteil Gallus konnte am Sonntagnachmittag vom Kampfmittelräumdienst des Landes Hessen unschädlich gemacht werden.

Zuvor hatten fast 13.000 Menschen eine festgelegte Gefahrenzone vorsorglich verlassen müssen. Aufgrund der Lage der Bombe und der Rolle Frankfurts als Verkehrsknotenpunkt hatte die Entschärfung auch Auswirkungen auf viele Verbindungen im Fernverkehr der deutschen Bahn.

Die Erleichterung bei Anwohnern und bei den beteiligten Behörden und Hilfsorganisationen war groß, als gegen 15:30 Uhr die Nachricht kam, dass die Bombe britischer Bauart erfolgreich entschärft sei. Die Evakuierungsaktion war aus mehreren Gründen aufwändiger gewesen als bei ähnlichen, in Frankfurt durchaus nicht seltenen Entschärfungen. Vor allem hatte der Kampfmittelräumdienst aufgrund der Bauart und des Zustands der Bombe im Vorfeld keine Prognose abgeben können, wie lange die eigentliche Entschärfung dauern würde. So hatten sich alle im schlimmsten Fall auf einen sehr langen und wenig adventlichen Sonntag einstellen müssen.

Pandemie-Situation machte die Aktion noch komplizierter

Die momentane Pandemie-Situation mit den geltenden Kontaktbeschränkungen machte die Aktion am Nikolaus-Sonntag für alle ebenfalls komplizierter. Mehr als 750 Anwohner, deutlich mehr als sonst, nahmen die Corona-gerecht eingerichtete Betreuungsstelle an der Messe Frankfurt in Anspruch. Dort wurden sie von ehrenamtlichen Kräften des Katastrophenschutzes betreut und verpflegt. Bewohner des Stadtteils, die eine Quarantäneverpflichtung hatten, mussten gesondert abgeholt, untergebracht und wieder nach Hause gebracht werden.

Auswirkungen auf den bundesweiten Bahnverkehr

Es waren 135 Transporte notwendig für Anwohner, die den Evakuierungsbereich aus medizinischen Gründen nicht selbstständig verlassen konnten. In dem Bereich lagen außerdem Altenwohnheime, einige andere Sonderobjekte wie Fernwärmeleitung, Internetknotenpunkte und Umspannanlagen sowie zentrale Einrichtungen der Deutschen Bahn. Da unter anderem auch der Frankfurter Hauptbahnhof betroffen war, hatte die Bombenentschärfung sowohl in Frankfurt, als auch bundesweit Auswirkungen auf den Bahnverkehr.

Am Ende konnte der Entschärfer vom Kampfmittelräumdienst die Zündermechanik des großen Blindgängers, der vergangenen Donnerstag bei Arbeiten in einer Baugrube gefunden worden war, zügig entfernen. Die Gefahr war damit gebannt. Wenig später wurden Straßensperren aufgehoben und Anwohner konnten wieder in ihre Häuser. Rücktransporte und der Abbau der Betreuungsstelle nehmen noch einige Stunden in Anspruch.

Beteiligt an der ganzen Aktion waren das Frankfurter Ordnungsamt mit der Stadtpolizei, das städtische Gesundheitsamt, die Feuerwehr Frankfurt mit Haupt- und ehrenamtlichen Kräften aller Stadtteilfeuerwehren, die Polizei sowie die Hilfsorganisation DRK, ASB, Johanniter-Unfallhilfe und Malteser Hilfsdienst und natürlich der Kampfmittelräumdienst. Insgesamt waren rund 600 Kräfte, zum Teil ab vier Uhr morgens, im Einsatz.

Foto: Kampfmittelräumdienst RP Darmstadt

Teile diesen Beitrag mit Freunden

Ist der Klimawandel Frauensache?

Diese Veranstaltung des Centre for Dialogue at Campus Riedberg (CfD) geht davon aus, dass Frauen durch den Klimawandel oft stärker betroffen sind als Männer. Diese – für einige überraschende – Tatsache wird aus verschiedenen Gesichtspunkten betrachtet. „Zudem ist es unser Anliegen, zu erörtern, ob und wenn ja, warum Frauen sich häufig stärker für Belange des Klimaschutzes einsetzen als Männer“, heißt es beim CfD.

Der Online-Workshop wird das Thema interdisziplinär und praxisnah beleuchten und steht alle Interessierten als Zoom-Link zur Verfügung. Man möchte sowohl Naturwissenschaftler*innen, Gesellschaftswissenschaftler*innen und Philosoph*innen sowie betroffene Aktivist*innen zu Wort kommen zu lassen. Die Veranstaltung wird Formate wie Kurzvorträge, Interviews und Austausch in Teilgruppen beinhalten.

Dialogparter*innen sind Dr. phil. Christine Zunke, Institut für Philosophie, dezentrale Gleichstellungsbeauftragte, Oldenburg, Dr. Rebecca Hofmann, Institut für Soziologie, Pädagogische Hochschule Freiburg sowie Ina Mirel, Klimaschutz Initiative Riedberg.

Weitere Informationen zum Online-Seminar „Klimawandel – eine Frauensache?“ am Donnerstag, 10. Dezember, von 19.30 bis 21 Uhr sowie der Zoom-Link zur Veranstaltung unter https://cfd-frankfurt.de/beitrag/klimawandel-eine-frauensache/

Foto: Centre for Dialogue

Teile diesen Beitrag mit Freunden