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20 Jahre moderne Schmerzmedizin: Das Hospital zum Heiligen Geist feiert Jubiläum

Symbolbild Ärzte und Patient

Chronische Schmerzen sind eine schwere Belastung für den gesamten Körper und die Psyche. Seit nunmehr zwei Jahrzehnten setzt das Hospital zum Heiligen Geist in Frankfurt am Main auf einen besonderen Behandlungsansatz: die Interdisziplinäre Multimodale Schmerztherapie (IMS).

Was im Jahr 2006 als innovatives und wegweisendes Projekt begann, feiert in diesem Jahr sein 20-jähriges Bestehen und hat sich zu einer tragenden Säule der medizinischen Versorgung in der Region entwickelt.

Ein Blick auf den ganzen Menschen

Bei chronischen Schmerzen reicht es oft nicht aus, nur die rein körperlichen Ursachen zu behandeln. Sie erfordern vielmehr eine ganzheitliche Betrachtung des Betroffenen. Genau hier setzt das Konzept der multimodalen Schmerztherapie an. Die Fachbereiche Anästhesiologie und Psychosomatik erkannten früh, dass eine fachübergreifende Zusammenarbeit der Schlüssel zum Erfolg ist, und riefen das Angebot im Jahr 2006 ins Leben.

Die Anfänge waren bescheiden: Die Schmerzeinheit startete vor 20 Jahren mit gerade einmal 4 Behandlungsplätzen auf einer chirurgischen Station. Doch der Bedarf war enorm, und das Angebot wuchs schnell. Bereits zwei Jahre nach der Gründung wurde die Kapazität auf 8 Plätze verdoppelt.

Vernetzung von stationärer und ambulanter Hilfe

Ein entscheidender Meilenstein folgte im Jahr 2010. Um Patienten auch außerhalb des Krankenhauses optimal zu unterstützen, baute das Medizinische Versorgungszentrum (MVZ) des Hospitals eine ambulante schmerztherapeutische und psychotherapeutische Versorgung auf. Diese enge Verzahnung von stationärer und ambulanter Betreuung besteht bis heute. Sie ermöglicht den Patienten einen reibungslosen Übergang zwischen den Klinikbereichen und verhindert unnötige Doppeluntersuchungen.

Im Jahr 2021 investierte das Krankenhaus weiter in diesen Schwerpunkt, erweiterte das Angebot auf 16 Betten und richtete eine eigene Schmerzstation ein. Nur ein Jahr später, 2022, wurde die offizielle und eigenständige Sektion „Interdisziplinäre Multimodale Schmerztherapie“ gegründet. Damit wurde die fachübergreifende Arbeit auf ein festes organisatorisches Fundament gestellt.

Teamarbeit gegen den Schmerz

Der Kern des dreiwöchigen stationären Programms ist die intensive Zusammenarbeit verschiedener Berufsgruppen. Ein Team aus Spezialisten der Anästhesiologie, Psychosomatik, Physiotherapie, Pflege und Kunsttherapie erstellt für jeden Patienten einen maßgeschneiderten Behandlungsplan. In regelmäßigen Konferenzen stimmen die Experten alle Schritte eng miteinander ab.

Dabei geht es nicht immer nur darum, den Schmerz vollständig zu beseitigen. Das primäre Ziel ist es, die Funktionsfähigkeit der Patienten im Alltag wiederherzustellen. Die Betroffenen sollen lernen, die Kontrolle über ihren Körper zurückzugewinnen und kompetent mit ihrer Schmerzerkrankung umzugehen.

Seit November 2025 leitet Dr. David Beckers als Chefarzt die Klinik für Anästhesiologie, operative Intensivmedizin und Schmerztherapie. Er möchte das Angebot in Zukunft konsequent weiterentwickeln. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf der Prävention: Erkenntnisse aus der Schmerzmedizin sollen verstärkt genutzt werden, um chronische Schmerzen nach Operationen von vornherein zu verhindern.

Tradition und Moderne im ältesten Krankenhaus Frankfurts

Das Hospital zum Heiligen Geist blickt auf eine über 760-jährige Geschichte zurück und ist damit das älteste Krankenhaus in Frankfurt am Main. Als akademisches Lehrkrankenhaus der Goethe-Universität und Teil der gleichnamigen Stiftung mit rund 2.400 Beschäftigten sichert es die medizinische Regel- und Notfallversorgung. Jährlich werden hier rund 10.900 stationäre und 17.000 ambulante Patienten auf hohem Niveau versorgt.

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Naturverbundenheit verstehen und erleben: Kostenfreie Online-Vortragsreihe lädt zum Mitdenken und Handeln ein

Meet & Talk 2026

Wie tief ist unsere Beziehung zur Natur wirklich verankert, und was bedeutet sie für unseren Alltag, unsere Gesundheit und unsere Zukunft? Die neue Online-Vortragsreihe „Naturverbundenheit – verstehen und erleben“ bietet spannende Einblicke in ein Thema, das uns alle angeht. In insgesamt 14 kostenfreien Online-Vorträgen beleuchten Experten aus Wissenschaft und Praxis die vielschichtigen Facetten unserer Verbindung zur Umwelt.

Vielfältige Perspektiven aus Wissenschaft und Praxis

Was verbindet uns eigentlich mit der Natur? Die Veranstaltungsreihe nähert sich dieser zentralen Frage aus ganz unterschiedlichen Blickwinkeln: Psychologie, Bildung, Gesundheit, Kunst, Wirtschaft, Religion und Naturschutz fließen in die Diskussionen ein.

Das Programm erstreckt sich von Herbst 2026 bis Sommer 2027 und wartet mit hochkarätigen Referenten auf:

2026:
o 07.10.: Paul Michael Zulehner – Schöpfungsverantwortung
o 21.10.: Peer Holthuizen – Kunst & Natur
o 04.11.: Eike von Lindern – Umweltpsychologie
o 02.12.: Ludwig Kalthoff – Planetary Health

2027:
o 13.01.: Alexander Büssing – Naturverbundenheit lernen
o 27.01.: Marie-Luise Meinhold – Natur & Geld
o 03.02.: Ulrich Gebhard – Natur & seelische Entwicklung
o 17.02.: Ronja Lehmkuhl – Natur & Ernährung
o 03.03.: Michael Rademann – Naturerlebnis Wald
o 17.03.: Maraja Riechers – Natur, Wirtschaft & Wandel
o 07.04.: Karl Ploberger – Natur im Garten
o 21.04.: Franziska Kaufmann – Natur im Arbeitsalltag
o 19.05.: Matthias Kleespies – Naturverbundenheit messen
o 02.06.: Jennifer Schulz – Urbane Waldgärten

Kompakt, interaktiv und unkompliziert

Die Veranstaltungen finden jeweils mittwochs von 20:00 Uhr bis 21:00 Uhr online via Zoom statt. Das Format ist optimal für einen inspirierenden Feierabend gestaltet: Nach einem prägnanten, 30-minütigen Impulsvortrag bleiben 30 Minuten Zeit für Fragen, Austausch und gemeinsame Diskussion.

Die Teilnahme ist komplett kostenfrei. Unterstützt und getragen wird die Reihe unter anderem von Rotary (Eco Planet D1900), der Stiftung für Mensch & Umwelt sowie dem Interreg-Projekt „New Roots Project“ (Deutschland-Nederland)

Nutzen Sie die Gelegenheit, frische Impulse für den Alltag mitzunehmen und neue Perspektiven auf unser Verhältnis zur Natur zu gewinnen!


Webseite: https://www.deutschland-summt.de/veranstaltungen-leser/kann-kunst-uns-der-natur-naeherbringen-kuenstlerische-und-kreative-methoden-fuer-neue-perspektiven-auf-mensch-natur-und-organisation.html

Zoom-Link: Klicken Sie zum Veranstaltungsbeginn auf diesen Link: https://zoom.us/j/94156798453?pwd=vvZQvyRZ3j3FlRzBvQniONJEzmOmTN.1

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Musik, Schokolade und Zeitgeschichte: 80 Jahre AFN im Frankfurter Raum

Sender Weisskirchen AFN

Vor genau 80 Jahren begann im Frankfurter Raum ein neues Kapitel der Rundfunk- und Kulturgeschichte: Der US-amerikanische Soldatensender American Forces Network (AFN) nahm im Herbst 1946 im Höchster Schloss seinen regulären Sendebetrieb als Europazentrale auf.

Für die von den Schrecken des 2. Weltkriegs gezeichnete Bevölkerung brachte der Sender nicht nur Nachrichten für die US-Truppen, sondern auch den Sound einer neuen Freiheit – mit Jazz, Blues und dem aufkommenden Rock ’n’ Roll.

Die geschichtliche Entwicklung des AFN in Frankfurt

Die Wurzeln des Senders lagen im Jahr 1943, als AFN in London gegründet wurde, um amerikanische Soldaten in Europa zu unterhalten und zu informieren. Nach der Befreiung Frankfurts richteten die US-Streitkräfte 1945 zunächst provisorische Sendestudios ein, darunter in einem Wohnhaus sowie mit behelfsmäßigen Anlagen unter dem Namen „Radio Frankfurt“.

Auf der Suche nach einer geeigneten Europazentrale stießen die Verantwortlichen auf das Höchster Schloss. Am 1. Oktober 1946 bezog AFN die Räumlichkeiten im Alten und Neuen Schloss. Von hier aus wurde das Programm für Millionen Hörer in ganz Europa ausgestrahlt. Zwei Jahrzehnte lang blieb das Höchster Schloss das Herzstück des Netzwerks, bis der Sender am 1. September 1966 in ein eigens errichtetes Sendegebäude an der Bertramstraße im Dornbusch umzog – in direkter Nachbarschaft zum Hessischen Rundfunk.

Die lokalen Auswirkungen und die Sendeanlage am Riedberg

AFN war weit mehr als ein Militärsender: Er prägte das gesellschaftliche und musikalische Leben der Nachkriegszeit entscheidend. Die lockere, unkonventionelle Moderation der US-Diskjockeys auf „Ohrenhöhe“ bildete einen deutlichen Kontrast zum damals steifen deutschen Rundfunk. Prominente Musiker wie Bill Ramsey arbeiteten in den Studios in Höchst, während unzählige deutsche Jugendliche über den Äther erstmals mit modernster Musik aus Übersee in Kontakt kamen.

Auch abseits der Radiowellen hinterließen die US-Soldaten Spuren im Stadtbild. Kontakte zwischen GIs und der Bevölkerung führten zu prägenden Begegnungen. Süßigkeiten wie Hershey-Schokolade oder Kaugummis wurden für viele Kinder zu Symbolen einer friedlicheren Zukunft.

Eine direkte Verbindung in den Norden Frankfurts bestand über die technische Infrastruktur: Am Ostrand des Oberurseler Stadtteils Weißkirchen, unmittelbar angrenzend an den Ortsbezirk Kalbach-Riedberg, betrieb der Sender über Jahrzehnte eine eigene Mittelwellen-Sendeanlage.

Die prägenden Masten im Feld blieben bis zur Abschaltung der Frequenz im Jahr 2013 ein vertrautes Bild für Anwohner am Riedberg. Im April 2015 wurden die Masten schließlich gesprengt und das Areal schrittweise zurückgebaut.

Der AFN brachte nicht nur moderne Radiostandards und Musik nach Frankfurt, sondern schuf auch dauerhafte Brücken zwischen der lokalen Bevölkerung und den amerikanischen Streitkräften. Die Geschichte des Senders bleibt mit Höchst und den technischen Anlagen nahe dem Riedberg fest in der Region verwurzelt.

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