Schlagwort: Bonames

Zwei Gemeinden, eine Geschichte: Die Kirchen in Bonames

Aufrisszeichnung des Oktogons

Die Kirchengeschichte des Frankfurter Stadtteils Bonames blickt auf eine über 1200-jährige, eng miteinander verwobene Historie zurück. Ihre Ursprünge reichen bis in das Jahr 799 n. Chr. zurück, als das Stift Fulda die Crutzen-Kirche auf dem nahegelegenen Riedberg errichten ließ. Diese betreute die umliegenden Siedlungen, darunter auch Bonames, bis der Pfarr- und Kirchensitz im 15. Jahrhundert direkt in den befestigten Kern des Ortes verlegt wurde.

Statue des Sankt Bonifatius

Sankt Bonifatius

Mit dem Jahr 1532 hielt die Reformation Einzug in Bonames, und es wurde der erste lutherische Gottesdienst abgehalten. Nur wenige Jahre später, im Schmalkaldischen Krieg 1546, zerstörten kaiserliche Truppen unter Graf Maximilian von Beuren die spätgotische Dorfkirche sowie die hiesige Burg vollständig. Bedingt durch Folgebrände und die Wirren des Dreißigjährigen Krieges blieb das Gotteshaus fast ein Jahrhundert lang eine Ruine. Erst 1642 begann auf den alten Fundamenten der Wiederaufbau im frühbarocken Stil. Die 1643 fertiggestellte Kirche prägt bis heute das Ortsbild und dient der evangelischen Gemeinde als spirituelle Heimat. Während Bonames lutherisch blieb, kehrten ehemalige Filialen wie Kalbach und Harheim ab 1618 zum katholischen Bistum Mainz zurück.

Symbolbild: Jesus der Zimmermann

Jesus der Zimmermann

Die katholische Gemeinde in Bonames entstand erst im 20. Jahrhundert neu, als nach dem 1. Weltkrieg durch den Bezug einer Kriegsbeschädigtensiedlung (1921) wieder viele Katholiken in den Ort zogen. Unter der Leitung des Kalbacher Pfarrers wurde 1932 eine Kapelle – das sogenannte „Oktagon“ – nach Plänen des Architekten Martin Weber errichtet und dem Heiligen Bonifatius geweiht. Im November 1939 stieg die Gemeinde zu einem selbstständigen Seelsorgebezirk auf.

In der Nachkriegszeit erlebten beide Konfessionen eine rege Bautätigkeit. Die katholische Gemeinde ersetzte das zu klein gewordene Oktagon im Jahr 1966 durch einen modernen Kirchenneubau samt Kindergarten und Pfarrheim; das historische Oktagon wurde später zum Pfarrsaal umgestaltet. Die evangelische Gemeinde erweiterte ihre Infrastruktur 1962 um einen Kindergarten und 1977 um einen Sakristeianbau. Nach umfassenden Renovierungen und Modernisierungen – darunter die Instandsetzung der evangelischen Kirche im Jahr 1994 und die Anschaffung einer katholischen Pfeifenorgel 1987 – präsentieren sich beide Gemeinden heute als lebendige Säulen der lokalen Gemeinschaft.

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Infrastruktur-Modernisierung in Bonames: Seulberger Straße vor umfangreichen Bauarbeiten

Symbolbild

In der Siedlung Galgenstraße im Osten von Bonames steht ein größeres Bauprojekt bevor. Ab Ende April 2026 startet die Netzdienste Rhein-Main GmbH (NRM), eine Tochtergesellschaft der Mainova, mit einer umfassenden Modernisierung der Versorgungsleitungen in der Seulberger Straße. Diese Maßnahmen sind Teil eines größeren Infrastrukturprojekts, das bereits im April 2024 im östlichen Teil des Stadtteils begonnen hat und nun in die nächste Phase geht.

Umfangreiche Erneuerung der Versorgungsnetze

Auf einer Länge von etwa 230 Metern werden grundlegende Verbesserungen an der Infrastruktur vorgenommen. Im Zentrum der Arbeiten steht der Austausch des Stromnetzes, bei dem veraltete Kabel durch moderne und leistungsfähige Leitungen ersetzt werden. Parallel dazu ist die Erneuerung der Trinkwasser- und Erdgasleitungen vorgesehen.

Zusätzlich zu den Hauptleitungen werden rund 40 Gebäude in der Straße neue Hausanschlüsse erhalten. Auch die Sicherheit und Effizienz der Straßenbeleuchtung wird verbessert: Hier ist geplant, die vorhandene Beleuchtung auf energieeffiziente LED-Technik umzurüsten.

Zeitplan und Verkehrsbeeinträchtigungen

Die Bauarbeiten in der Seulberger Straße sind in zwei Abschnitte unterteilt. Nach dem geplanten Start Ende April sollen die Maßnahmen bis zum Ende des Jahres 2026 vollständig abgeschlossen sein.

Da die Modernisierungen für das Energie- und Wassernetz zeitgleich ablaufen, sind umfangreiche Tiefbauarbeiten im öffentlichen Raum notwendig. Aufgrund der beengten Platzverhältnisse in der Seulberger Straße müssen Anwohner und Verkehrsteilnehmer mit spürbaren Einschränkungen rechnen:

  • Es wird zu punktuellen Sperrungen im Straßenverlauf kommen.
  • Die Verkehrsführung wird vorübergehend angepasst.
  • Öffentliche Parkplätze können während der Bauphasen zeitweise entfallen.

Die beteiligten Unternehmen betonen, dass die aufeinander abgestimmte Ausführung der verschiedenen Gewerke dazu dient, die Bauzeit insgesamt so kurz wie möglich zu halten.

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Endspurt für die Planungen „Nordwestlich Auf der Steinernen Straße“

Die letzte Phase des Bebauungsplans Nr.923 ist eingeläutet: der Plan und die erforderlichen Stellungsnahmen müssen noch der Stadtverordnetenversammlung zum Satzungsbeschluss vorgelegt werden, bevor dieser im Amtsblatt bekannt gemacht werden und in Kraft treten kann.

Ein genaues Datum bis zum Abschluss aller administrativen Schritte und bis zu Baubeginn hat die Stadt Frankfurt in ihrem letzten Update zum Bebauungsplan nicht genannt. Der Plan selbst hat seine Anfänge im Jahr 2018 und ist auch schon in unserem Stadtteilmagazin thematisiert worden.


© Stadtplanungsamt Stadt Frankfurt am Main, Kartengrundlage: Stadtvermessungsamt Frankfurt am Main

Kernstück des Plans ist die Errichtung zweier neuer Schulen und einer Kindertagesstätte (auf der Karte oben in lila):
– das Gymnasium Nord, das seinen Betrieb bereits auf einem provisorischen Standort in Praunheim/Westhausen aufgenommen hat; ein Termin und die Modalitäten für den Umzug nach Bonames/Nieder-Eschbach stehen noch nicht fest.
– eine Grundschule, die neben der Steffi-Jones-Schule in Bonames und der Michael-Grzimek-Schule in Nieder-Eschbach den gestiegenen Bedarf an Grundschulplätzen abdecken soll.
– da ebenfalls drei- bis viergeschossiger Wohnungsbau vorgesehen ist (auf der Karte in rot), ist ein zusätzlicher Bedarf an Betreuungsplätzen für Kinder m Vorschulalter absehbar: eine auf dem Schulgelände integrierte Kindertagesstätte soll dem gerecht werden.

Zusätzlich ist die Neuanlage öffentlicher Grünflächen vorgesehen: neben der Begrünung  der Straßenräume und Baugrundstücke dienen südliche Teile davon als Retentionsfläche. Einen Bolzplatz im nördlichen Teil des Baugebietes soll es ebenfalls geben.
Eine weitere U-Bahn-Station (Linien U2 und U9) soll die Erreichbarkeit des Wohngebietes und der Schulen im öffentlichen Nahverkehr verbessern.

Links:
https://www.region-frankfurt.de/Services/Presseportal/Pressemitteilungen/Neuer-Wohn-und-Schulstandort-in-Nieder-Eschbach-Ver%C3%B6ffentlichung-des-Planentwurfs-und-Beteiligung-der-%C3%96ffentlichkeit.php?object=&ModID=7&FID=3255.1351.1&NavID=3255.86&La=1

 

 

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Millionenkosten und Leerstand: Frankfurts zäher Weg zur Schulraum-Offensive

Symbolbild zum Thema Geldverschwendung beim Schulneubau

Von der Büroimmobilie zum Schulstandort – was 2021 als zukunftsweisendes Projekt begann, entwickelt sich zum Symbol für Frankfurts zähen Kampf gegen den Schulraummangel. Ein Bericht über ambitionierte Pläne, teure Leerstände und politische Zerwürfnisse.

Das Projekt: Vom Bürokomplex zum Bildungszentrum

Im März 2021 beschloss die Stadtverordnetenversammlung einstimmig ein Millionenprojekt: Für 33 Millionen Euro Umbaukosten sollte der 13.000 qm große Bürokomplex am Ben-Gurion-Ring 158-164 zu einem flexiblen Schulstandort werden. Jahrelange Verhandlungen mit dem Eigentümer der Immobilie waren vorausgegangen. Das Konzept von Bildungsdezernentin Sylvia Weber (SPD) und Baudezernent Jan Schneider (CDU) sah vor:

  • Multifunktionale Nutzung (Schulbetrieb tagsüber, Stadtteilaktivitäten abends)
  • Auslagerungsstandort für bis zu 5 sanierungsbedürftige Schulen
  • 20-Jahres-Mietvertrag zu 4 €/m² mit Verlängerungsoption auf weitere 10 Jahre

„Das rechnet sich für die Stadt über die Laufzeit von 20 Jahren in jedem Fall“, so Frau Weber damals. Parallel wurde das ehemalige Postbankzentrum am Marbachweg gekauft, um es ab 2029/2030 als weiteren Schulstandort zu nutzen.

4 Jahre Stillstand – 6 Millionen Euro Verlust

Heute, im Oktober 2025, präsentiert sich die Realität ernüchternd:

  • 1,6 Mio. € Jahresmiete bei vollständigem Leerstand seit 2021
  • 6 Mio. € Gesamtkosten ohne bauliche Veränderungen
  • Erste Bauarbeiten frühestens 2026, Inbetriebnahme für 2028/2029 geplant

Die Gründe für die Verzögerung laut Frau Weber:

„Der akute Mangel an Gymnasialplätzen zwang uns zur Priorisierung anderer Projekte. Für Zwischennutzungen fehlten die Kapazitäten.“

Politisches Echo: Kritik von allen Seiten

  • CDU-Stadtverordnete Carolin Friedrich: „6 Millionen Euro Verbrennen öffentlicher Gelder – das ist ein Skandal !“
  • Grünen-Fraktion: „13.000 qm ungenutzter Raum mitten in der Wohnraumkrise – hier wurde Chancen vertan.“

Selbst Befürworter des Projekts kritisieren das Fehlen von:

  1. Notfallnutzungskonzepten während der Bauphase
  2. Transparenz bei Entscheidungsprozessen
  3. Kurzfristigen Alternativlösungen für sanierungsbedürftige Schulen

Die Steffi-Jones-Schule: Ein Opfer der Verzögerungen

Während am Ben-Gurion-Ring gebaut wird, zeigt sich an der Steffi-Jones-Schule in Bonames das andere Extrem:

  • Sanierungsbedürftige Bausubstanz seit 2022
  • Auslagerung erst möglich nach Fertigstellung des Neubaugebiets »Nordwestlich Auf der Steinernen Straße«
  • Bebauungsplan seit Jahren in Bearbeitung (Stadtplanungsamt)

Ein Elternsprecher kommentiert: „Unsere Kinder lernen zwischen provisorischen Sicherungsmaßnahmen – das ist der Preis der Prioritätenpolitik.“

Lichtblicke oder Schönfärberei?

Das Bildungs- und Baudezernat verweist auf aktuelle Fortschritte:

  • Ausschreibung der Planungsleistungen (Oktober 2025)
  • Flexible Raumkonzepte mit veränderbaren Wänden
  • Energetische Modernisierung (PV-Anlagen, Gründach)
  • Budgetsicherung durch Schulbauoffensive (130 Mio. €/Jahr)

Kritiker entgegnen: „Was 2021 als Sparmodell beworben wurde, entwickelt sich zum teuren Prestigeprojekt. Bei 20 Jahren Mietdauer bleiben nur 12 Nutzungsjahre nach Fertigstellung.“

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Die »Alte Schmiede« in Bonames

Die alte Schmiede Westerfeld in Bonames

In Bonames gibt es noch Bauwerke mit historischer Patina. Ein herausragendes Beispiel ist das Haus Westerfeld in der Homburger Landstraße 631. Es wurde 1780 erbaut und ist damit nun 245 Jahre alt.

Gut, Bonames selbst wurde erstmals 1030 urkundlich erwähnt. Als eine der Frankfurter Landgemeinden siedelten sich dort Wollweber an. Dann entstanden ein Färberhaus, eine Waffenschmiede, eine Büchsenmacherei und mehrere Mühlen. Und vor über zwei Jahrhunderten eben das Haus Westerfeld mit seiner Schmiede. Wobei ein Vertreter der Familie Westerfeld bereits seit 1710 als Schmiedemeister in Bonames tätig war.

Seitdem lebten dort Generationen von Westerfeld-Familien. Auf einer verkürzten Ahnentafel, die am Haus angebracht ist, kann man es noch nachlesen:

  • Johann Philipp Westerfeld: 1682 – 1751
  • Heinrich Kaspar Westerfeld: 1721 – 1769
  • Johann Jakob Westerfeld: 1751 – 1812
  • Johann Hektor Westerfeld: 1770 – 1847
  • Johann Jakob Westerfeld: 1796 – 1857
  • Hektor Westerfeld: 1829 – 1899
  • Johann Jakob Westerfeld: 1862 – 1936
  • Philipp Jakob Westerfeld: 1892 – 1988

Vermutlich gab es mehrere wichtige Gründe, warum an dieser Stelle eine Schmiede erforderlich war:

Wartung von Rüstung und Waffen

Bereits seit dem 13. Jahrhundert gab es Hinweise auf eine Burganlage. Ab 1345 durften auch Soldaten aus Frankfurt – von der Burg als Dienstsitz aus – ihren Dienst verrichten. Ihre Waffen mussten repariert und geschliffen werden. Ebenso verlangten ihre Rüstungen nach Instandhaltung.

Wartung von Fuhrwerken und Reisegefährten

Kaufmannszüge von und nach Frankfurt machten in Bonames Halt. Oft übernachteten die Kaufleute dort und ließen ihre Fuhrwerke reparieren. Egal ob Einspänner oder Zweispänner, wer auf den ehemaligen römischen Fernstraßen unterwegs war, brauchte immer wieder mal kleinere Reparaturen.

Wartung für Bauern, Mühlenbesitzer und andere Handwerker

Auch die Bauern, die damals auf den umliegenden Feldern ihr Getreide (vorwiegend Gerste) anbauten, brauchten jemanden, der ihre Geräte instand hielt. Die Eigentümer der etwa fünf Mühlen, die es in der Region gab, brauchten auch jemanden, der ihre Mechaniken und Mühlräder wartete und instand setzte. Auch die Webstühle der Wollweber erforderten gelegentlich eine Reparatur.

Die Konkurrenz war „weit“ weg

Die nächste verfügbare Schmiede wäre erst wieder in Niederursel zu finden gewesen. Sie wurde dort vermutlich um 1880 errichtet. Der erste Schmiedemeister war der 1801 geborenen Johann Heß und das Schmiedehandwerk wurde ebenfalls von Generation zu Generation weitergegeben.

Die Gebäude werden nun grundlegend renoviert

Es wird keinen überraschen, zu erfahren, dass das Gebäudeensemble unter Denkmalschutz steht. Bauliche Änderungen müssen daher von der zuständigen Behörde genehmigt werden. Das charakteristische Erscheinungsbild der Gebäude ist zu erhalten, auch wenn aktuell eine Weiterentwicklung der Räume zu einem zeitgemäßen Wohnort erfolgt.

Folgende Maßnahmen sind geplant:

  • Die energetische Eigenschaft der wärmeübertragenden Hülle wird schrittweise verbessert.
  • Sämtliche historischen Fenster werden erhalten aber zu Kastenfenstern umgebaut, um die Wärmedämmung zu verbessern.
  • Durch Tiefenbohrungen wird Erdwärme für die Gebäude erschlossen (Heizung- und Warmwasser).
  • Strom wird zukünftig über eine Photovoltaik-Anlage erzeugt.
  • Die bestehenden Scheunen werden durch Einbau von Geschossdecken und Öffnungen in den Fassaden zu Wohnungen umgebaut.
  • Die Freiflächen werden – wo möglich – entsiegelt und bepflanzt.

Auf das Ergebnis können wir gespannt sein

Bonames hat noch viel original erhaltene historische Bausubstanz. Ein guter Teil davon ist in Fachwerkbauweise errichtet worden. Wer sich damit näher beschäftigen möchte: Der Bonameser Heimat und Geschichtsverein bietet Stadtführungen im historischen Ortskern an und in seinem Museum finden sich noch eine Reihe von historischen Aufnahmen und Gemälden.


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Mehr Verkehrssicherheit und Nachhaltigkeit an Grundschulen durch Schrankenbau

Sicherer Schulweg

Mehr Schulstraßen durch Schrankenbau

Ein bekanntes Problem an vielen Grundschulen ist die hohe Unfallgefahr auf den schmalen Straßen zur Grundschule. Elterntaxis müssen sich in den schmalen Straßen hin- und herbewegen, während Schüler zu Fuß die Straße zur Schule überqueren. Gerade im Winter, wenn es zu Schulbeginn noch dunkel ist, kann dies sehr gefährlich werden.

An der Theobald-Ziegler-Grundschule in Eckenheim sowie an der Riedhofschule in Sachsenhausen wurde dieses Problem angegangen: Um mehr Verkehrssicherheit an Frankfurter Grundschulen zu gewährleisten, werden die – zu Stoßzeiten –  dicht befahrenen Straßen durch Schranken zu Schulstraßen umfunktioniert. Elterntaxis sollen ihre Kinder stattdessen an Bring- und Abholzonen rauslassen. Die neuen Regelungen sorgen nicht nur für mehr Verkehrssicherheit, sondern fördern Nachhaltigkeit und die Selbstständigkeit von Grundschülern.

Schranke bewährt sich als effizientestes Mittel

Die Theobald-Ziegler-Schule leitete als erste Grundschule im März 2022 das Pilotprojekt ein. Diese wird täglich eine Stunde vor Schulbeginn heruntergelassen. Die Schule hatte zuvor mit verschiedenen Ideen mühevoll versucht, das Problem an der dichtbefahrenen, schmalen Straße zur Schule zu lösen, habe aber erst mit der Errichtung einer Schranke, das Risiko für Verkehrsunfälle senken können, erklärt die ehemalige Schulleiterin Annita Weber. Zuvor hätten Lehrer während der Pausen auf der Straße eingreifen müssen, auch habe man den direkten Kontakt zu Eltern gesucht. Doch ohne dauerhaften Erfolg.

Planung eines weiteren „Schrankenprojekts“

Nun möchte auch eine weitere Grundschule, dieses Mal in Bonames diese Idee umsetzen. Vertreter des Straßenverkehrsamtes sowie Vertreter des Büros bueffee eGbR („Büro für Fortschritt, Entwicklung und Evaluation“), das für die Planung neuer Mobilitätskonzepte für Schulen verantwortlich ist, werden in der nächsten Sitzung des Ortsbeirats 10 (Dienstag, dem 2. September, 19:30Uhr, im Saalbau Nidda, Harheimer Weg 18) das Projekt „Schulstraße an der Steffi-Jones-Schule“ besprechen.

Hierbei betonte der Mobilitätsdezernent Wolfgang Siefert (Grüne) bereits, dass weitere Maßnahmen ergriffen werden müssten, um eine langfristige Verkehrssicherheit an Schule zu gewährleisten. So sei es wichtig, Eltern, Lehrer und Schüler frühzeitig auszubilden oder auch genug Abstellplatz für Fahrräder zu schaffen. Außerdem erklärt er, dass diese neue Regelung Teil der Verkehrserziehung der Schüler sei, weil sie ihr Verkehrs- und Nachhaltigkeitsbewusstsein fördere, indem sie dazu angeregt werden, selbstständig zu Fuß zu Schule zu laufen.

Weitere Vorteile

Die Reduktion von Elterntaxis ist auch Teil des Projekts „Schulweg-Safari“ des Frankfurter Straßenverkehrsamtes, das darauf abzielt, die Selbstständigkeit von Grundschülern zu fördern und sie für ihre Umwelt zu sensibilisieren, indem sie den Schulweg gemeinsam zu Fuß zurücklegen.

Schrankenausbau im größeren Rahmen umsetzen

Die Stadt Frankfurt plant, den Ausbau von Schranken weiter zu fördern. So führte sie eine Onlinebefragung durch, in der Grund- und weiterführende Schulen ihre Lage und ihre Erfahrungen schildern konnten. Außerdem wurden 170 Schulen in Frankfurt angeschrieben, von denen sich 10 für den Bau einer Schranke beworben haben.


Weiterführende Links:

 

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Das Freizeitangebot für Jugendliche in Bonames

Jugendliche Teenager

Kinder- und Jugendhaus Bonames

Eine zentrale Anlaufstelle für Jugendliche (Altersgruppe 13 bis 21 Jahre) mit vielfältigen Angeboten ist das Kinder- und Jugendhaus Bonames:

  • Workshops: Kochangebote, Computerwerkstatt, Bewerbungstraining
  • Unterstützung: Hausaufgabenhilfe, Beratung
  • Events: Ausflüge, Aktionstage, Ferienspiele

Alter Flugplatz

Auch am »Alten Flugplatz Frankfurt Kalbach-Bonames« gibt es viel Platz zum Chillen, Spazieren oder Picknicken. Ideal für entspannte Nachmittage mit Freunden.

Vereine

Die Sport- und Freizeitvereine in Bonames bieten sportliche Aktivitäten und Vereinsleben für Jugendliche – von Fußball bis zu anderen Freizeitangeboten.

Jugendhilfeeinrichtung

Die Jugendhilfeeinrichtung »Alte Schule Bonames« bietet für Jugendliche (Altersgruppe 12 bis 18+ Jahre) mit besonderem Unterstützungsbedarf pädagogisch betreute Wohngruppen und Freizeitangebote in einem historischen Gebäude. (Homburger Landstraße 626)

Nordpark

Ein großer Park mit Fußballplatz direkt an der Nidda – ideal zum Treffen, Spielen oder einfach zum Relaxen.

Neuplanung Unterstand

Der Ortsbeirat 10 hatte nach einem Antrag der SPD einen Unterstand in der Grünanlage zwischen Ben-Gurion-Ring und Oberer Kalbacher Weg angeregt. Einen ähnlichen Ort für Jugendliche gebe es in Bonames sonst nicht.

Unterstand im Martin-Luther-King Park in Niederursel

Unterstand im Martin-Luther-King Park in Niederursel

Der Magistrat hat seine Zusage zu diesem Unterstand für Jugendliche in Bonames bekräftigt und angekündigt, mit dem Kinder- und Jugendhaus ins Gespräch zu gehen, wie er gestaltet werden soll.

Unterstand für Jugendliche am Riedberg

Unterstand für Jugendliche am Riedberg (Römische Straße)

Als Beispiel könnten Unterstände im Martin Luther-King Park in Niederursel oder am südlichen Ende der »Römischen Straße« auf dem Riedberg dienen.


Weiterführende Links

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Gestern: Tötungsdelikt in Bonames

Polizeifahrzeug aus Hessen

Frauendezernentin Zapf-Rodríguez fordert Konsequenzen für den Schutz
gefährdeter Personen

Die Tat

Am Mittwoch, den 2. Juli, kam es in einem Wohnhaus in Bonames zu einem tödlichen Angriff. Ein 46-jähriger Mann wurde erstochen, eine 31-jährige Frau – die getrenntlebende Ehefrau des Tatverdächtigen – verletzt. Die Polizei nahm den 36-jährigen mutmaßlichen Täter am Tatort fest. Gegen den polizeibekannten Mann wird wegen Mordes und versuchten Mordes ermittelt.

Tiefe Betroffenheit

Dazu erklärt Tina Zapf-Rodríguez, Dezernentin für Klima, Umwelt und Frauen: „Die schreckliche Tat in Bonames macht mich tief betroffen. Mein Mitgefühl und mein aufrichtiges Beileid gelten den Angehörigen des getöteten Mannes, ebenso wünsche ich der verletzten Frau viel Kraft und eine schnelle Genesung.“

Die derzeit bekannten Hintergründe

Dieser Fall zeigt auf tragische Weise eine politische Dimension: Der mutmaßliche Täter war bereits einschlägig polizeibekannt. Laut gemeinsamer Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft und des Polizeipräsidiums Frankfurt am Main stand er wegen häuslicher Gewalt und Vergewaltigung unter einer richterlich angeordneten elektronischen Aufenthaltsüberwachung. Das Tötungsdelikt passierte nur gut eine Woche nach Ablauf der Vier-Monats-Frist.

„Gut Rat ist teuer“

Frau Zapf-Rodríguez sagt weiter: „Hier wird ein gravierendes Problem sichtbar: Die derzeitige gesetzliche Befristung der elektronischen Fußfessel kann in Fällen massiver Gewaltandrohungen oder anhaltender Gefährdungslagen unzureichend sein. Der Fall zeigt, dass gefährliche Täter die Überwachung möglicherweise lediglich ,absitzen‘. Der Gesetzgeber muss jetzt prüfen, wie der Schutz gefährdeter Personen auch über starre Fristen hinaus gewährleistet werden kann!“

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Neuer Radweg entlang der Kalbacher Hauptstraße

Radweg Bonames-Kalbach-Riedberg 2025

– Ein Meilenstein für die Verkehrssicherheit –

In einer Zeit, in der die Förderung umweltfreundlicher Verkehrsmittel immer wichtiger wird, steht die Stadt Frankfurt kurz vor der Freigabe eines neu geschaffenen Radwegs entlang der Kalbacher Hauptstraße. Dieser Schritt markiert nicht nur einen Fortschritt für die Radfahrer und Fußgänger, sondern auch einen bedeutenden Meilenstein in der Geschichte der Verkehrsinfrastruktur in der Region.

Historie der Maßnahme

Die Planung für das Sport- und Freizeitzentrum am Martinszehnten, das 1992 eröffnet wurde, legte den Grundstein für die Notwendigkeit eines sicheren Zugangs für Fußgänger und Radfahrer aus Richtung der U-Bahnstation Kalbach sowie dem Park & Ride-Platz. Bereits am 30.08.1991 präsentierte der Magistrat Frankfurt eine Vorlage zur Beschlussfassung in der Stadtverordnetenversammlung. Trotz des positiven Beschlusses kam es über die Jahre hinweg immer wieder zu Verzögerungen beim Bau des Fuß- und Radweges.

Die Fertigstellung des Radwegs, die nun im Jahr 2025 erfolgt, ist das Ergebnis jahrelanger Planung und Hartnäckigkeit. Der neue Weg führt über die Straße »Am Martinszehnten« hinaus und stellt eine direkte Verbindung zum Begleitweg entlang der Umgehungsstraße L 3019 her. Damit wird eine seit 1991 geplante Maßnahme endlich realisiert.

Verbesserung der Verkehrssicherheit

In den letzten 33 Jahren war der rückwärtige Zugang zum Sport- und Freizeitzentrum über die Straße »Am Zedernholz« nicht nur unübersichtlich, sondern auch ein Unfallrisiko für Fußgänger und Radfahrer.

Zahlreiche Bemühungen des Ortsbeirats 12, die Situation zu verbessern, blieben ergebnislos. Mit der Schaffung des neuen Fuß- und Radwegs wird nun eine sichere Anbindung an das Sport- und Freizeitzentrum gewährleistet.

Die Bedeutung dieser Maßnahme kann nicht hoch genug eingeschätzt werden. Sie fördert nicht nur die Sicherheit der Verkehrsteilnehmer, sondern auch die Nutzung von Fahrrädern und „zu Fuß gehen“ als alltägliche Fortbewegungsmittel. In einer Zeit, in der die Stadtentwicklung zunehmend auf nachhaltige Mobilität ausgerichtet ist, ist dies ein Schritt in die richtige Richtung.

Radweg Bonames-Kalbach-Riedberg 2025

Ausblick auf zukünftige Entwicklungen

Trotz der positiven Entwicklungen bleibt abzuwarten, wie schnell weitere geplante Maßnahmen umgesetzt werden können. Besonders der Ausbau der Bonifatiusstraße, der ebenfalls seit 1991 in Aussicht gestellt wurde und beidseitige Parkbuchten sowie Fußwege vorsieht, steht noch auf der Agenda. Die Hoffnung ist groß, dass auch dieses Projekt bald verwirklicht wird, um die Verkehrsinfrastruktur in der Region weiter zu verbessern.


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Spielplatzpläne in Bonames – Ein Streit um Flächen und Natur

Symbolbild Waldkronen

Ein vergessener Spielplatz

Im kleinen Waldstück zwischen Kalbach und der Ludwig-Ruppel-Straße in Bonames sollte in den 1980er-Jahren ein Spielplatz entstehen. Doch aus den ursprünglichen Plänen wurde nichts. Stattdessen hat sich das Gebiet in ein dichtes Gestrüpp verwandelt, das den Blick auf die einstige Spielfläche versperrt. Fußgänger und Radfahrer, die den Weg zum Alten Flugplatz nutzen, nehmen die Fläche kaum wahr. Dabei ist der Bedarf an Spielplätzen in Bonames groß.

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Am Burghof

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Am Burghof 50.180581, 8.658868

 

Mangel an Spielflächen

Michael Bartram-Sitzius, der SPD-Fraktionsvorsitzende im Ortsbeirat 10, hat die alten Bebauungspläne entdeckt und ist verwundert über die Tatsache, dass die Stadt immer wieder erklärt hat, es gäbe keine Flächen für neue Spielplätze. In einem aktuellen Antrag forderte er die Stadt auf, zu erklären, warum der Spielplatz nie gebaut wurde und welche Schritte notwendig wären, um dies nachzuholen.

Für die rund 900 Kinder bis 13 Jahre in Bonames gibt es nur zwei Spielplätze: einen im Nordpark, der weit außerhalb liegt, und einen im Zentrum an der Straße „Am Storchenhain“. Bartram-Sitzius argumentierte, dass ein Spielplatz an der Straße „Am Burghof“ ideal wäre, um den Bedürfnissen der Familien in der Siedlung gerecht zu werden und den bestehenden Spielplatz zu entlasten.

Alternative zur Erweiterung

Um dem Mangel an Spielflächen entgegenzuwirken, hat die Bürgerinitiative „Mein Bonames“ in Zusammenarbeit mit dem Ortsbeirat eine Vergrößerung des Spielplatzes „Am Storchenhain“ angeregt. Diese Idee wurde von der Stadt geprüft. Allerdings möchten Bartram-Sitzius und die SPD diese Erweiterung verhindern, da sie den Parkplatz am Friedhof erhalten wollen. Der nie gebaute Spielplatz „Am Burghof“ sollte eine Alternative zur Erweiterung darstellen.

Die Bürgerinitiative hatte jedoch Bedenken. Julia, eine Vertreterin der Initiative, berichtete, dass die Stadt auf ihre Anfrage hin erklärt hatte, dass das Gebiet nun als „Vogelschutzgehölz“ gilt. Dies hat bei den Eltern den Eindruck hinterlassen, dass die Bedürfnisse der Kinder in Bonames weniger zählen als die der Vögel.

Naturschutz und politische Hürden

Die Diskussion um den Spielplatz wirft auch Fragen des Naturschutzes auf. Das Grünflächenamt erklärte, dass die Fläche ein Habitat für Vögel darstellt, jedoch nicht unter Naturschutz steht. Dies bedeutet, dass die politischen Hürden für die Errichtung eines Spielplatzes nicht unüberwindbar sind, aber es ist auch klar, dass der Weg nicht einfach sein würde.

Bartram-Sitzius verfolgte mit seiner Initiative zwei Ziele: den Mangel an Spielflächen in Bonames zu beheben und die Erweiterung des Spielplatzes „Am Storchenhain“ zu verhindern. Dies ist ein heikles Thema, da die Bürgerinitiative und Teile des Ortsbeirats für die Erweiterung plädieren. Ortsvorsteherin Wera Eiselt hat jedoch klargestellt, dass der Parkplatz nicht vollständig in Frage gestellt wird, sondern nur ein kleiner Teil für die Erweiterung des Spielplatzes genutzt werden soll.

Lesermeinung: Ein kritischer Blick auf die Politik

In einem Leserbrief äußerte Ralf Jäger aus Bonames seine Bedenken gegenüber der SPD und der Stadtregierung. Er fragte sich, warum es so lange gedauert hat, bis der fehlende Spielplatz entdeckt wurde, und kritisiert die Prioritätensetzung der Stadt. Jäger betont, dass alte Bäume und der bestehende Wald wertvoll für das Klima und die Biodiversität sind und nicht einfach beseitigt werden sollten.

Ein schwieriger Weg zur Lösung

Die Diskussion um den Spielplatz in Bonames ist ein komplexes Thema, das viele Facetten hat. Auf der einen Seite steht der dringende Bedarf an Spielflächen für Kinder und Familien, auf der anderen Seite die berechtigten Anliegen des Naturschutzes und der Erhalt von Grünflächen.

Der Baumbestand wird nicht angetastet

Im April kam nun die Entscheidung der Stadtregierung. Dem Biotop und damit dem Rest an Natur, die den Bürgern noch verblieben ist, wird der Vorrang gewährt. Ein Spielplatz wird daher auf dieser Fläche nicht errichtet werden. So das Ergebnis nach einer Abstimmung mit der Unteren Naturschutzbehörde. Noch dazu befindet sich das bewaldete Stück im Privatbesitz. Außerdem hat die Pflanzenstruktur inzwischen den Character eines „Tiny Forest“ oder eines Vogelschutzgehölzes angenommen und ist damit im Sinne der Klimaanpassung und der Artenvielfalt ein „großer Gewinn und sollte unbedingt erhalten werden“.

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