Kategorie: Allgemein

Wir sind das neue Team von MAINRiedberg

Das Magazin für den schönsten Stadtteil Frankfurts lebt weiter! Nachdem die Gründerinnen von MAINRiedberg aus beruflichen Gründen Abschied nehmen mussten, wird ab Oktober ein neues Redaktions-Team übernehmen. Wir stellen es jetzt vor!

Für die MAINRiedberg-Gründerinnen Katja Markert und Claudia Detsch waren es sechs unvergessliche Jahre. 18 Magazine, die sie für den schönsten Stadtteil Frankfurts schreiben konnten. Mit einer Auflage von 7500 Exemplaren und insgesamt mehr als 1000 Artikeln, recherchiert von Riedbergern für Riedberger. „Wir danken auch für die immer größere Fangemeinde für unser lokales News-Portal www.main-riedberg.de – mit bis zu 9000 Aufrufen pro Tag. Wir möchten ebenso unseren Kooperationspartnern und treuen Anzeigenkunden danken“, sagten sie, als sie Ende Juni 2021 ihren Abschied bekannt gaben.
 
Jetzt übernimmt ein neues Team die Online-Plattform www.main-riedberg.de und wird ab Oktober News und Stories rund um den Riedberg und die benachbarten Stadtteile veröffentlichen. Insbesondere der IG Riedberg ist dies zu verdanken. Der Verein organisiert schon seit Jahren tolle Sommerfeste und Weihnachtsmärkte, bietet auf seiner Webseite aber auch Veranstaltungshinweise und Informationen an. Die Weiterführung von MAINRiedberg ist da der nächste, logische Schritt.
 
Aber wer sind die neuen Köpfe unseres Stadtteil-Magazins? Was wollen Sie bewegen?
 
Die freie Journalistin Ann Wente-Jaeger hat schon vorher für MAINRiedberg geschrieben, ist jetzt noch aktiver dabei und berichtet: „Seit wir vor vier Jahren hierhergezogen sind, habe ich mich von MAINRiedberg immer bestens informiert gefühlt. MAINRiedberg war nicht irgendein Stadteilmagazin oder News-Portal, sondern professionell, gut geschrieben und unterhaltsam. Eine Plattform, die die Menschen im Stadtteil und darüber hinaus begleitet und verbunden hat. Und das soll auch in Zukunft so sein. Dazu möchte ich gerne beitragen.“
 
Markus Schaufler, Vorsitzender der IG Riedberg, betont: “Was gut ist, soll weiter bestehen. In diesem speziellen Fall bietet es sich sogar an, da so eine viel breitere Redakteurbasis eingebunden ist und ein Ende für den Stadtteil ein großer Verlust wäre.“
 
Andreas Woitun sagt: „Wir wollen mit MAINRiedberg die Menschen hier am Riedberg vernetzen und das Gefühl stärken, dass sie hier eine neue Heimat gefunden haben. Auch dafür lohnt sich dieses ehrenamtliche Engagement.“
 
Sabrina Pölle ist die jüngste Stimme im Team und ist voll Enthusiasmus bei der Sache: „Ich bin in diesem Stadtteil groß geworden und finde die Gemeinschaft, die sich hier entwickelt hat, toll. MAINRiedberg trägt einen guten Teil dazu bei und ich freue mich daher sehr, in Zukunft daran mitarbeiten zu dürfen.“
 
Michel Jan Gladis schließt mit den Worten: „Ich finde, man sollte alles daran setzen, auf dieser Arbeit adäquat aufzubauen, dies jedoch auch nur mit einer neuen Struktur, die das Potential dazu hat, dem Bestehenden gerecht werden zu können. Vielen Dank nochmal, dass Ihr hierzu auf die IG zugekommen seid!“
 
So sagt das Gründer-Team des Stadtteilmagazins endgültig Adieu  – und freut sich umso mehr, dass das Herzensprojekt MAINRiedberg weitergeführt wird. Wir drücken die Daumen und sind schon ganz gespannt!
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Wie sinnvoll sind Lern-Apps?

Bildung und Unterricht haben sich in der Pandemie stark verändert. Das Kinderzimmer ersetzt den Klassenraum, der Bildschirm die Lehrkraft. Eine Studie der Goethe-Universität soll jetzt klären, wie sinnvoll Lern-Apps sind. Hierfür werden noch Teilnehmerinnen und Teilnehmer gesucht.

Die Corona-Krise hat auch die Bildungslandschaft vor neue Herausforderungen gestellt, digitale Methoden der Vermittlung und des Lernens haben an Bedeutung gewonnen. Doch wie sinnvoll sind die unterschiedlichen Ansätze? Im Rahmen des Homeschoolings werden Lernapps empfohlen, die teilweise als Belohnung kurze Videospiele einsetzen. Können sich Schülerinnen und Schüler die Vokabeln dadurch besser merken? Oder führt eine solche Software auch zu unerwünschten Abhängigkeiten?

Ein Team von DIPF – Leibniz-Institut für Bildungsforschung und Bildungsinformation und Goethe-Universität Frankfurt möchte den Wirkungen des App-basierten Vokabellernens auf den Grund gehen. Insbesondere werden die Effekte auf die Motivation sowie auf die Lernleistung der Kinder untersucht. Die Studie mit dem Titel MoCoLA entsteht im Rahmen zweier Masterarbeiten bei Prof. Dr. Garvin Brod in der Pädagogischen Psychologie.

Gesucht werden ab sofort Kinder, die derzeit in die 4. bis 6. Klasse gehen. Sie sollten über gute Deutschkenntnisse verfügen. Als Belohnung locken Buchgutscheine und eine Verlosung. 

Die Anmeldung ist möglich unter https://redcap.link/mocola.info.

Foto: Goethe-Universität

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Was dieser Milchzahn über die Neanderthaler verrät

Als Grund für das Aussterben der Neanderthaler vermuten einige Forscher, dass die damaligen Mütter ihre Säuglinge lange stillten und die Säuglinge so nicht früh genug vielfältige Nährstoffe für eine Höherentwicklung des Gehirns erhielten. Ein internationales Forscherteam mit Experten des Campus Riedberg hat nun vier bis zu 70.000 Jahre alte Milchzähne untersucht und erstaunliche Erkenntnisse gewonnen.

Aus Höhlen in Nordostitalien stammen die Milchzähne, die vier Kinder vor 40.000 bis 70.000 Jahren beim Zahnwechsel verloren hatten. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Frankfurt Isotope and Element Research Center (FIERCE) am Institut für Geowissenschaften der Goethe-Universität am Campus Riedberg untersuchten sie mit chemischen Methoden.

„Wir betteten die Zähne in Harz ein und schnitten sie dann in hauchdünne Schichten – ein für solch seltene Funde äußerst ungewöhnliches Vorgehen, zumal wir die kostbaren Proben hinterher wieder zusammensetzen mussten“, erklärt Wolfgang Müller, Leiter der Arbeitsgruppe. Jede dieser Lagen ist höchstens 150 Mikrometer dünn, das entspricht etwa der Dicke von zwei Blatt Papier. Anschließend trug ein spezieller Laser das Zahnmaterial ab. Dieses Material untersuchte Müllers Arbeitsgruppe mit moderner Massenspektrometrie auf den Gehalt der natürlichen Elemente Strontium und Kalzium: „Beides ist in Zähnen und Knochen enthalten“, erklärt Müller, „aber Strontium als natürliche Unreinheit von Kalzium scheidet der Körper nach und nach aus, sodass uns das Verhältnis von Strontium zu Kalzium Hinweise auf die Nahrung gibt“. Bei Muttermilch ist dieses Verhältnis anders als etwa bei Körnern, Gemüse, Fleisch oder tierischer Milch.

Der Zahnschmelz bildet tägliche Wachstumsringe

Das Faszinierende: Jeden Tag lagert sich eine messbare Schicht Zahnschmelz ab, sodass jeder Zahn wie die Wachstumsringe eines Baums die Lebenstage widerspiegelt. Schon in der Zahnanlage im Ungeborenen zeigt eine klare Linie den Tag der Geburt an, die „Neonatallinie“. Jeder weitere Lebenstag bei gestillten Kindern ist geprägt von der Kalzium-reichen, Strontium-ärmeren Muttermilch – oder eben mit dem Beginn des Abstillens von höheren Konzentrationen an Strontium. Dank ihrer feinaufgelösten Methoden konnten die Arbeitsgruppen diesen Zeitpunkt anhand der Milchzähne sehr genau auf 3,8 bis 5,3 Monate – je nach Individuum – datieren.

Zähne erzählen auf den Tag genau von Geburt und Ortswechsel

Ein Vergleich mit in den jeweiligen Höhlen gefundenen Nagetierzähnen zeigt zudem, wie lange die Kinder oder ihre Mütter in dieser Umgebung lebten. Die Zähne erzählen damit Lebensgeschichten: So verbrachte eine der Mütter das Ende der Schwangerschaft sowie die ersten 25 Tage nach Geburt nicht am Fundort, denn die Isotopenzusammensetzung des Milchzahns berichtet von einer anderen Umgebung. Diese Mutter und ihr Kind zählen zu den modernen Menschen des Paläolithikums (40.000 Jahre) und unterscheiden sich deutlich von den früheren Neanderthalern (50.000 Jahre) aus derselben Höhle: Der jüngere Zahn weist – verglichen mit einem Neanderthaler-Zahn vom selben Fundort – auf unterschiedliche Nahrung und größere Migration in einem kälteren Klima hin. Alle drei Neanderthaler-Mütter und -Kinder lebten hingegen die ganze Zeit in derselben Region, waren also anders als bisher vermutet, sehr ortstreu.

Die Erkenntnisse des internationalen Forschungsteams aus Anthropologen, Archäologen, Chemikern, Physikern und Geologen aus den untersuchten vier Milchzähnen weisen darauf hin, dass spätes Abstillen nicht für das Aussterben der Neanderthaler verantwortlich ist. Die täglich angelagerten Zahnschmelzschichten ähneln chemisch jener heutiger Babys – ein Hinweis darauf, dass die Ernährung und Entwicklung erstaunlich ähnlich verliefen.

Informationen: Goethe-Universität

Foto: ERC project SUCCESS, University of Bologna, Italy

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Polizei mit Steinen, Flaschen und Eiern attackiert

In der zweiten Nacht in Folge sind Polizisten in der Innenstadt attackiert worden. Es gab zahlreiche Festnahmen, ein 17-Jähriger kam in U-Haft. Polizeipräsident Gerhard Bereswill nennt die gezielten Angriffe „unerträglich“ und fordert gerechte Strafen.

Bereits Freitagnacht war es zu einem tätlichen Angriff auf eine Polizeistreife gekommen, die eine Auseinandersetzung zwischen zwei Männern schlichten wollte. Samstagnacht kam es erneut zu tätlichen Angriffen gegen Polizeibeamte. Mehrere Tatverdächtige wurden festgenommen.

Auch aufgrund der Vorfälle Freitagnacht war gestern die Polizei in der Innenstadt mit zahlreichen Beamtinnen und Beamten im Einsatz. Als eine Polizeistreife gegen 22.45 Uhr auf der Zeil entlangfuhr, wurde diese ohne ersichtlichen Grund mit Steinen, Flaschen und Eiern beworfen. Das Geschehen verlagerte sich schließlich an die Hauptwache, wo kurze Zeit später etwa 500 bis 800 Personen zusammengekommen waren, ohne die Corona-Verordnung einzuhalten. Dort wurden weitere Polizisten mit Flaschen und Eiern beworfen. Zwischenzeitlich klickten für einige Tatverdächtige bereits die Handschellen. 

Insgesamt nahm die Frankfurter Polizei neun Tatverdächtige fest. Nach der Durchführung der polizeilichen Maßnahmen wurden acht Tatverdächtige mangels Haftgründen wieder entlassen. Ein 17-Jähriger, der polizeibekannt ist, blieb dahingegen über Nacht in den Zellen des Präsidiums und wurde heute dem Haftrichter vorgeführt.

Weiterhin führten umfangreiche Ermittlungen im Zusammenhang mit dem Angriff auf eine Polizeistreife von Freitagnacht zu einem 18-jährigen Tatverdächtigen. Der 18-Jährige steht nun unter anderem im Verdacht, einen 27-jährigen Polizeibeamten tätlich angegriffen zu haben. Der Beamte war im Anschluss nicht mehr dienstfähig.

„Für mich ist es unerträglich, wenn sich Personen gegen die Polizei spontan zusammenrotten. Die Kolleginnen und Kollegen setzen sich tagtäglich für den Schutz und die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger ein. Dass sich Personen zusammentun, um die Kolleginnen und Kollegen massiv tätlich anzugehen und billigend in Kauf nehmen, dass sie eventuell schwere Verletzungen davontragen, verurteile ich auf das Schärfste! Seien Sie gewiss, dieses Verhalten lassen wir uns nicht bieten und werden konsequent dagegen vorgehen. Wir werden nun alles tun, um weitere Täter zu ermitteln, die durch ihr Verhalten Bürgerinnen und Bürger in Angst und Schrecken versetzen. Ich gehe davon aus, dass sie eine gerechte Strafe erhalten“, so Gerhard Bereswill, Polizeipräsident des Polizeipräsidiums Frankfurt.

Die Frankfurter Polizei führt in Zusammenhang mit den Vorfällen umfangreiche Ermittlungen durch. Zeugen werden gebeten, sich mit sachdienlichen Hinweisen unter der Telefonnummer 069/755-53111 an den Kriminaldauerdienst oder an jede andere Polizeidienststelle zu wenden.

Foto: Archiv

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Bäder müssen schließen, das Schauspiel auch

Die Frankfurter Bäder müssen auf Grundlage der neuen Corona-Beschlüsse ab Montag, 2. November, bis auf Weiteres alle Schwimmbäder sowie die zugehörigen Saunaanlagen schließen, auch die Titus Thermen im Nordwestzentrum.

Nach dem ersten Hessischen Lockdown von Mitte März bis Mitte Juni ist dies nun die zweite Stilllegung des öffentlichen Badebetriebs, den die BäderBetriebe umzusetzen verpflichtet sind.

Das Team der Frankfurter Bäder will alles daran setzen, die Wiedereröffnung für die Badegäste ab dem ersten erlaubten Öffnungstag zu ermöglichen. „Bis dahin sind alle Schwimmfreunde aufgerufen, solidarisch und konsequent die aufgestellten Regeln der Hessischen Landesregierung zu befolgen, um dadurch mitzuhelfen die Gesundheitsvorsorge zu unterstützen“, heißt es in einer Mitteilung.

Weitere aktuelle Informationen finden Badegäste auf der Homepage der Frankfurter Bäder unter www.frankfurter-baeder.de

Das Schauspiel muss Premieren verschieben

Auch das Schauspiel Frankfurt stellt seinen Spielbetrieb ab Montag, 2. November bis Montag, 30. November, ein. „Wenn die nun getroffenen Maßnahmen dazu beitragen, die gesamtgesellschaftliche Situation zu verbessern, werden wir gemeinsam mit den Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen der städtischen Bühnen diese erneute Herausforderung stemmen“, sagt Intendant Anselm Weber.

Der Probenbetrieb wird derzeit unter strenger Einhaltung aller Hygieneschutzmaßnahmen fortgesetzt. Die in diesem Zeitraum geplanten Premieren „Rund oder spitz. Weltordnungen“ (6. November), „Die Wahlverwandtschaften“ (7. November) und „Eternal Peace“ (20. November) werden verschoben und so bald wie möglich gezeigt. Alle bereits erworbenen Eintrittskarten für den Zeitraum der Unterbrechung werden ab sofort rückerstattet oder lassen sich umtauschen.

Informationen: Stadt Frankfurt

Foto: Archiv

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Umfrage: So trifft uns der 2. Lockdown!

Keine Gastronomie, keine Kunst, kein Amateursport, keine Reisen – der „Lockdown light“ bringt ab Montag schmerzhafte, aber wohl notwendige Einschnitte. Doch wie trifft er die Menschen, die in diesen Branchen arbeiten, wie trifft er uns alle? Hier die spontanen Statements, die uns aus Riedberg, Kalbach und Umgebung erreichten.

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Das tut weh – aber wir geben nicht auf!

Baris Celik, Cafe Karrys & Barrys, Riedberg: Wir mussten leider die ganze Zeit damit rechnen. Aber es tut weh und ist ärgerlich, weil wir akribisch alle Corona-Regeln umgesetzt haben, alles regelmäßig desinfiziert und auch nachgehakt haben, wenn beim Ausfüllen der Gäste-Registrierung etwas fehlte. Hinzu kommt, dass bei uns in der Gastronomie die Ansteckungsgefahr mit am geringsten war, das hat sogar das Robert-Koch-Institut bestätigt.

Wir stecken aber auch jetzt nicht den Kopf in den Sand und werden wieder alle Speisen und Getränke zum Mitnehmen und einen Lieferdienst anbieten. Wer ein Frühstück bei uns bestellt, dem bringen wir das auch nach Hause. Gemeinsam mit unseren Gästen stehen wir das durch! (Karrys & Barrys an der Riedbergallee bietet ab sofort täglich von 8 bis 16 Uhr Speisen & Getränke „to go“ an)

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Ab Donnerstag gibt’s beim „Lahmen Esel“ wieder einen Drive-in – wie schon beim ersten Lockdown Foto: privat

Die weltweit erste Äppelwoi-Kneipe mit Drive-in

Gastronom Thomas Metzmacher vom „Lahmen Esel“ in Niederursel: Es ist, wie es ist. Wir dürfen unsere Gäste im November nicht bedienen. Aber vorbestellen und abholen darf man immerhin und unseren äußerst beliebten und kontaktlosen Drive-in eröffnen wir ab Donnerstag, 5. November, auch wieder – wie schon beim ersten Lockdown.

Vielen Dank für das Verständnis unserer lieben Gäste in dieser schwierigen Zeit! Wir stehen das (mit Abstand) gemeinsam durch! Die neue Drive-in- und Abhol-Speisekarte gibt’s in Kürze unter www.lahmer-esel.de/Drive-in

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Das Thom Hecht Ballettförderzentrum bietet wieder digitalen Ballettunterricht an Foto: privat

Wir trotzen der Krise mit digitalem Ballett

Dr. Thom Hecht vom Ballettförderzentrum: Es war abzusehen, dass es nochmal einen Lockdown oder zumindest teilweise Schließungen geben wird, und wir haben uns entsprechend vorbereitet. Ab Montag, 2. November 2020, startet nahtlos unser „Digital Ballett“ zu den regulären Unterrichtszeiten. Viele unserer Balletteleven sind im Online-Modus schon gut visiert durch den digitalen Unterricht im Frühjahr.

Als Themenschwerpunkt für die nächsten Wochen haben wir das Nussknackerballett gewählt, welches wir in allen Leveln mit den Ballettschülern digital erarbeiten, sowohl musikalisch als auch tänzerisch. Wir hoffen natürlich auf einen baldigen Rückkehr zum Präsenzunterricht, aber bis dahin trotzen wir der Coronakrise auf allen Ebenen und trainieren fleißig online weiter. Wer Tänzer oder Tänzerin werden möchte, muss ehrgeizig, fleißig und motiviert sein. Aufgeben ist keine Option!

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Leider vorerst nur online möglich: Basketball-Training beim SC Riedberg Foto: MAINRiedberg

Online ist leider kein Vergleich zum „richtigen“ Training

Sylvia Pölle, Spartenleiterin Basketball beim SC Riedberg: Im Amateursport wird ab dem 2. November bis zum 30. November weder ein Spiel- noch ein Trainingsbetrieb stattfinden können. Für die Basketball-Sparte ist das natürlich sehr schade, hatten wir doch unser Hygienekonzepte erfolgreich entwickelt und befolgt, aber bei den steigenden Corona-Fällen gerade in der Stadt Frankfurt ist der Teil-Lockdown verständlich. Zumal die Corona-Fälle früher als erwartet exponentiell anstiegen sind, dabei hat die kalte Jahreszeit noch nicht richtig begonnen.

Für die Kinder und Jugend ist Sport als Ausgleich sehr wichtig. Wir werden wieder versuchen, online Übungen an die Kinder und Jugend zu kommunizieren. Klar ist das kein Vergleich mit dem Training!

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Kein Fußball, aber auch kein „Boot Camp“: Auch beim FC Kalbach steht der Trainingsbetrieb ab Montag still Foto: MAINRiedberg

Hoffentlich sind wir bald zurück auf den Spielfeldern!

Doreen Abelt, Sprecherin des FC KalbachDen erneuten Lockdown im Amateursport tragen wir im FC Kalbach mit Verantwortung und bedauern sehr, dass dies trotz funktionierender Hygiene-Konzepte wieder notwenig ist. Nicht nur Fußball, sondern alle Vereinssportarten sind wichtig für Körper und Geist, gerade in dieser jetzigen schwierigen Situation. Das Leben unserer kleineren Kicker findet aktuell die Hälfte des Tages in engen Klassenzimmern statt, mit dauerhaftem Masketragen. Schulsport fällt aus oder findet abgespeckt statt. Da war das Fußballtraining an frischer Luft auch für das Immunsystem umso wichtiger.

Die Eindämmung des Virus und die Gesundheit aller ist jedoch unumstritten oberstes Gebot und so gehen wir ab Montag in eine trainings- und spielfreie Zeit, um nach Aufhebung der Maßnahmen wieder mit viel Motivation, Spaß und Abstand zurück auf die Spielfelder zu laufen.

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Die große „Grüne Soße Gala“ konnte am 10. Oktober gerade noch stattfinden, doch die Sorgen vieler Künstlerinnen und Künstler sind groß Foto: Grüne Soße Festival

Es ist bitter für uns Künstlerinnen und Künstler

Maja Wolff, Schauspielerin und Erfinderin des „Grüne Soße Festivals“: Es ist so bitter für die Gastronomie und die Kunst, wo doch alle ihr Bestes gegeben haben, um die Corona-Vorschriften einzuhalten. Und jetzt stehen wir wieder vor einem Lockdown! Aber es ist natürlich ein Drahtseilakt, ich möchte auch nicht die politische Verantwortung in dieser Zeit tragen.

Was das Grüne Soße Festival im nächsten Jahr betrifft, so sind wir schon bei den Planungen. Mit Plan A, Plan B und notfalls auch Plan C. Wir glauben leider nicht, dass 2021 ein „normales“ Festival mit Events mit mehreren hundert Zuschauern stattfinden kann. Unsere Grüne Soße Gala am 10. Oktober, die wir trotz Corona gestemmt haben, hätte keine fünf Tage später stattfinden können. Die Belastung war enorm, aber es lohnt sich definitiv zu kämpfen.

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Auch das beliebte Café Billabong schließt, die Kurse im Familienzentrum fallen aus  Foto: Billabong

Café Billabong zu, alle Kurse fallen vorerst aus

Sabine Fiedler, Familienzentrum Billabong:  Wir haben erst morgen Mittag hierzu eine Sitzung, um zu sehen, was noch irgendwie geht. Sicher ist aber das auch, dass wir ab Montag wieder geschlossen haben und alle Kurse/Treffen ausfallen. Welche Angebote wir dann noch machen können oder neu ins Leben rufen, müssen wir schauen.

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Jörg Niegemann, Vater und Elternvertreter, wirft dem Kultusministerium „Planlosigkeit“ vor Foto: Archiv

Kein uneingeschränktes Ja zur Schul-Öffnung

Jörg Niegemann, Vater und Elternbeiratsvorsitzender der Grundschule 3: Grundsätzlich ist es eine gute Entscheidung, dass die Schulen erstmal weiterhin geöffnet bleiben. Allerdings kann es nicht sein, dass der jetzige Betrieb bei diesen hohen Inzidenzwerten in Hessen und Frankfurt im besonderen weiter so fortgeführt wird. Die von mir bereits im Sommer angesprochene Planlosigkeit des Kultusministeriums hat sich in den letzten Wochen eindrucksvoll bestätigt. Nach sieben Monaten Pandemie ist den Verantwortlichen nichts Besseres eingefallen als „Augen zu und durch und zwischendurch mal ein Fenster zu öffnen“.

Es ist zu befürchten, dass es im Winter und bei weiter sinkenden Temperaturen zu einer deutlichen Verschärfung kommen wird. Zwar sind Grundschulen bisher nicht als wichtige Infektionsquellen identifiziert worden, aber bei größerer, fortlaufender Verbreitung des SARS-COV 2 Virus in der Bevölkerung könnte sich dies ändern und zu einer weiteren Beschleunigung beitragen. Daher ist es wichtig, dass die vorhandenen Hygienekonzepte überarbeitet und konsequent umgesetzt werden, damit die Schulen am Ende nicht doch wieder flächendeckend geschlossen werden müssen. Damit wäre nämlich niemandem geholfen. Weder den Eltern, noch der Wirtschaft und in erster Linie nicht den Schulkindern.

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Fotos: Archiv, MAINRiedberg, privat, Tevarak Phanduang/ Unsplash.com

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Ist der IGS-Neubau erst Ende 2021 fertig?

Im Sommer 2021 sollte der Umzug der IGS Kalbach-Riedberg in den Neubau in der Gräfin-Dönhoff-Straße stattfinden. Nur so ist Platz genug für bald 500 Schülerinnen und Schüler. Jetzt wurde bekannt, dass sich die Fertigstellung auf voraussichtlich Ende nächsten Jahres verschiebt. Elternbeirat und Schulleitung schlagen Alarm und sprechen von einer „mittelschweren Katastrophe“.

Noch im Mai war Baudezernent Jan Schneider zuversichtlich, dass der 47 Millionen teure Neubau inklusive Turnhalle und Beratungs- und Förderzentrum wie geplant im Sommer 2021 fertiggestellt werden kann. Dann muss die Integrative Gesamtschule aus dem Provisorium im Westen des Riedbergs ausziehen, um dort Platz für die neue Grundschule 3 zu machen – die wiederum eine vorübergehende Containeranlage im Stadtteil verlassen muss. Jetzt aber bestätigte das Baudezernat auf MAINRiedberg-Nachfrage: „Auf der Baustelle hat es verschiedene coronabedingte Verzögerungen gegeben, die dazu führen, dass sich die Fertigstellung voraussichtlich auf Ende 2021 verschiebt.“

Der Brand an der IGS-Baustelle im September ist offenbar nicht die Ursache, sondern Corona-bedingte Verzögerungen Foto: MAINRiedberg

Das Feuer auf der Baustelle, als vor wenigen Wochen Dämmmaterial beim Verschweißen der Dachabdeckung in Brand geraten ist, sei dafür nicht ursächlich. Für die Übergangszeit bis zur Fertigstellung des Neubaus prüfen das Amt für Bau und Immobilien und das Stadtschulamt eine Zwischenlösung.

Was das konkret bedeuten könnte, ist derzeit mehr als unklar. Fest steht für Susanne Gölitzer, Schulleiterin der IGS Kalbach-Riedberg: „Für die Schulgemeinde ist eine Bauzeitverzögerung eine mittelschwere Katastrophe.“ Einerseits weil sich im nächsten Schuljahr der erste Abschlussjahrgang in Ruhe auf die Prüfungen vorbereiten muss und das reformpädagogische Konzept der IGS bei engem Raum und bei 100 neuen Schülerinnen und Schülern im Provisorium in der Carl-Hermann-Rudloff-Allee nicht mehr realisierbar ist. Ganz abgesehen von Corona und den verschärften Hygiene-Regeln.

„Wir müssen im nächsten Kalenderjahr umziehen und das ist vermutlich trotz der Verzögerungen immer noch realisierbar, wenn die Stadt weitere Mittel in die Hand nimmt“, so Schulleiterin Gölitzer. Zumindest ein Teilumzug müsste im Sommer erfolgen. Notfalls sei auch ein Umzug in den Herbstferien denkbar. Doch im laufenden Schuljahr wäre das eine große, nicht nur logistische Herausforderung.

Elternvertreter haben sich bereits an den Ortsbeirat gewandt, mit der Bitte um Unterstützung für die IGS Kalbach-Riedberg.

Foto: MAINRiedberg

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Teil-Lockdown ab Montag

Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Ministerpräsidenten der Länder haben sich heute auf einen Teil-Lockdown verständigt. Ab Montag gilt: Die Gastronomie muss vorerst schließen, Museen, Kinos und Bäder ebenfalls. Das Reisen wird beschränkt, Besuche in Krankenhäusern und Pflegeheimen auch – aber Schulen und Kitas sollen offen bleiben.

Ab Montag, 2. November, bis Ende des Monats sollen Freizeiteinrichtungen deutschlandweit schließen, gastronomische Betriebe Speisen nur noch Außer-Haus-Verzehr anbieten. Im Einzelhandel gelten neue Beschränkungen von nur einem Kunden pro zehn Quadratmetern. Profi-Sport ist nur noch ohne Zuschauer erlaubt und Amateursport, also auch das normale Training in den Vereinen, ist vorerst nicht mehr möglich. Hinzu kommen weitere Kontaktbeschränkungen.

OB Feldmann: „Die Beschlüsse sind hart, aber eine große Chance für uns alle“

Oberbürgermeister Peter Feldmann hat die Einigung begrüßt. Das Stadtoberhaupt sagt: „Die Beschlüsse sind hart. Aber sie sind auch eine große Chance. Wenn wir jetzt alle an einem Strang ziehen, können wir das Virus eindämmen. Ich appelliere an jede Frankfurterin und an jeden Frankfurter: Machen Sie mit, schützen Sie durch Ihren Verzicht die Schwächsten unserer Gesellschaft. Die Alten und Kranken, für die Corona eine tödliche Bedrohung ist. Und die Kinder, für die Kitas und Schulen auch wegen dieser Einschränkungen weiter geöffnet bleiben können. Die Bedürfnisse der Kleinsten als oberste Priorität – so muss es sein, dafür haben auch wir in Frankfurt gekämpft.“

Bundesregierung verspricht Unterstützung für geschlossene Betriebe

Dass die Bundesregierung die von der Schließung bis Ende November betroffenen Betriebe finanziell unterstützen will, bezeichnete Feldmann als „richtig und wichtig“: „Aus meinen Gesprächen mit Betrieben und Verbänden in Frankfurt weiß ich: Vielen steht das Wasser schon jetzt bis zum Hals. Sie brauchen Hilfe – und zwar schnell.“

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Die Stadt habe in den vergangenen Wochen ihre Spielräume ausgeschöpft, um bei steigenden Infektionszahlen klare, manchmal auch unangenehme Gegenmaßnahmen zu organisieren. Das Signal soll eindeutig sein: Die Party ist vorbei, wir müssen die Infektionsketten durchbrechen. Man ist überzeugt, dass auch Frankfurt nur so eine Chance hat, die Zahl der Neuinfektionen im Zusammenspiel mit den neuen, bundesweit gültigen Beschlüssen zu bremsen. Dort, wo in Frankfurt schon jetzt schärfere Maßnahmen gelten, bleiben diese natürlich bestehen.

Foto: CDC on Unsplash.com

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Helen Doron English für Kids neu in der Altenhöferallee

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Neueröffnung am Riedberg: Ab November finden die beliebten Kurse von Helen Doron English für Kinder in einem neuen Lernzentrum in der Altenhöferallee 80 statt.

Helen Doron English – “Where Children Come First!” Bei der Helen Doron English Methode wird Englisch als Muttersprache vermittelt und nicht als Fremdsprache. Interaktives Spiel, positive Verstärkung, wiederholtes Hören und natürlich Spaß beim Lernen stehen im Vordergrund. In kleinen Gruppen von vier bis maximal acht Kindern und mit fundierten Unterrichtsmaterialien, die weltweit identisch sind. Der Unterricht erfolgt nur durch zertifizierte Lehrer, die Muttersprachler sind oder muttersprachliches Niveau sprechen.

Helen Doron English (HDE) ist ein anerkanntes internationales Sprachinstitut, in dem Kinder im Alter von 2 bis 18 Jahren seit über 30 Jahren lernen, sich sicher in Englisch auszudrücken. In Oberursel, im alten Bahnhof ansässig, gibt es HDE jetzt schon seit über 15 Jahren. Der Riedberg gehört auch seit zehn Jahren zum Franchisegebiet des Lernzentrums in Oberursel. Dort wird jetzt ein eigenes Lernzentrum gegründet und die knapp 20 Kurse ziehen vom Familienzentrum Billabong ab November 2020 um in die neuen Räumlichkeiten in der Altenhöferallee 80!

Fundiertes Unterrichtsmaterial und Spaß am Lernen

Kern des Lernkonzepts bei HDE ist, dass die Kinder die englische Sprache wie ihre Muttersprache erfahren, nicht als „Fremd“-Sprache. Geschickt verknüpft und gut durchdacht regen der HDE-Unterricht und das Begleitmaterial (Arbeitsbücher, Bilder, Experimente, Rollenspiele und Musik, CDs, DVDs und Onlinespiele) auf jede Altersgruppe abgestimmt alle Sinne an, wobei auch hier die guten alten CDs und DVDs von Streaming Apps und Online-Videos abgelöst werden. Spaß und ein positives Lernumfeld führen hier zum Erfolg, Lerndruck gibt es nicht.

HDE ist ein Kurskonzept, das sowohl neueste Aspekte der Gehirnforschung und der Kindesentwicklung berücksichtigt, altersgerechte Kursmaterialien bietet sowie mit speziell ausgebildeten Helen Doron Lehrern arbeitet, die sich regelmäßig fortbilden müssen. In einer zunehmend globalisierten Welt ist es ein großer Vorteil, dass es für Helen-Doron-Schüler ganz normal ist, zwei Sprachen zu beherrschen.

Es gibt aber noch weitere Vorzüge. Durch die Kurse erhalten die Kinder einen großen, englischen Wortschatz, ein Gehör für Aussprache, Betonung und grammatikalische Struktur der englischen Sprache, ein positives Lernerlebnis beim Spracherwerb, ein gesteigertes Selbstbewusstsein, eine Horizonterweiterung und Fähigkeit zur Abstraktion, eine Steigerung der kognitiven Fähigkeiten und des Konzentrationsvermögens und ganz viel Spaß!!!

Wer die HDE-Methode einmal testen möchte, kann dies in einer unverbindlichen kostenlosen Schnupperstunde tun. Nähere Infos gibt es unter Telefon 06171-699986 oder per E-Mail unter hochtaunus@helendoron.de.

Auch die Kurse am Riedberg werden über das Büro Oberursel gebucht unter https://helendoron.de/branch/oberursel/ .

Foto: Helen Doron English

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Riedberger Start-up ausgezeichnet

Per Livestream aus dem ehrwürdigen Kaisersaal des Römers wurden gestern die Preisträger des Frankfurter Gründerpreises 2020 verkündet. Auch ein Riedberger Start-up wurde ausgezeichnet.

Mit dem ersten Preis hat die 14-köpfige Jury in diesem Jahr das Start-up „raumvonwert“ ausgezeichnet. Die Mission der Gründer Lukas Wagner, Bastian Amberg und Katja Becker ist es, mit kreativen Ideen individuelle Lösungen im Bereich Innenausbau, Möbel- und Produktdesign zu entwickeln, um jeden noch so kleinen Wohnraum aufzuwerten. Gelungen ist ihnen das bereits mit ihrem ersten Highlight-Produkt, der raumsparenden Klapptreppe Klapster, die so konstruiert ist, dass alle Baukastenteile individuell zusammengestellt werden können. Damit lässt sich, passgenau zur Geschosshöhe oder Winkelgröße, exakt die Treppe zusammenstellen, die zu den eigenen vier Wänden passt. Der erste Platz des Frankfurter Gründerpreises 2020 ist mit einem Preisgeld von 12.500 Euro dotiert.

Mit dem zweiten Preis und 10.000 Euro wurde das Architekturbüro Lithium Designers von Alamir Mohsen ausgezeichnet. Nicht nur, dass die erfolgreiche junge Firma komplexe Gebäudehüllen plant – Alamir Mohsen entwickelte zudem den ersten 3D-gedruckten Fassadenknoten, der so leicht und so variabel ist, dass damit frei gestaltete Fassaden einfacher und viel kostengünstiger hergestellt werden können. Der Knoten und das Druckverfahren sind so innovativ, dass er darauf ein Patent anmeldete. Schon Ende 2020 soll das erste Gebäude weltweit stehen, in dem die Fassadenknoten aus dem 3D-Drucker verbaut werden.

Dritter Preis für „Die Backhelden“

Die Jury überzeugten auch die Unternehmen „Die Auffüllerei“ sowie „Die Backhelden“, ein Start-up made in Riedberg, weshalb beide mit dem dritten Preis und einem Preisgeld von jeweils 3750 Euro ausgezeichnet wurden. Während „Die Auffüllerei“ der Lebensmittelverschwendung und dem Verpackungsmüll den Kampf angesagt hat und von Cornflakes bis hin zum Waschmittel alles ohne Verpackung verkauft, haben die Backhelden-Gründerin Luwam Tecle-Debesay und ihr Bruder Joel eine zeitsparende Lösung gefunden, die jede Feier versüßt. Fertig gepackt mit abgemessenen Zutaten und liebevollen Deko-Elementen wird eine Backbox nach Hause geliefert, mit der beeindruckende Geburtstags- und Motivtorten gezaubert werden können. Die Idee klingt wunderbar einfach, ist genial für alle im Dauer-Stress zwischen Job, Kids und Haushalt und auch für Back-Anfänger mit wenig Erfahrung und Lust auf tolle Kreationen.

Torten zaubern kann jetzt jeder: Gründerin Luwam Tecle-Debesay punktete mit ihrem Konzept für Backboxen mit allen Zutaten für Motiv- und Geburtstagstorten Foto: Die Backhelden

„Für uns war es schon eine Ehre, dass wir hier zu den Finalisten zählten. Umso mehr freuen wir uns natürlich, dass wir sogar den dritten Preis bekommen haben“, sagt Luwam Tecle-Debesay. Was 2017 mit der Suche nach den Zutaten für die perfekte Geburtstagstorte für ihre kleine Tochter begann, ist längst ein Unternehmen geworden, das in Magazinen von „Instyle“ und „Freundin“ erwähnt wird und seine Backboxen quer durch Deutschland und darüber hinaus versendet.

Die ehemalige Lean & CSR Managerin, Zweifach-Mama und „Backheldin“ sieht in der Auszeichnung nicht nur „eine tolle Sache für uns“. Ihr ist es auch wichtig zu betonen: „Der Standort Frankfurt ist toll und der Gründerpreis ist ein wichtiger Beitrag dafür, dass sich junge Unternehmen wie wir hier entwickeln können.“ Sie selbst wohnt mit ihrer Familie am Riedberg. Mit der Firma ist sie inzwischen in die Heddernheimer Landstraße gezogen, „denn wir brauchten einfach mehr Platz.“

Sonderpreis an ein junges Modelabel

Zusätzlich verkündete Oliver Schwebel, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Frankfurt und Vorsitzender der Jury, zu Beginn der Preisverleihung die Verleihung eines Sonderpreises an das junge Modelabel Zemuye (Einzelunternehmen). Das Recht Sonderpreise zu vergeben, behält sich die Jury jedes Jahr vor – nur in wirklich großen Ausnahmefällen machte sie in den letzten 20 Jahren davon Gebrauch. Mit ihrem jungen Label verbindet die Gründerin und Designerin Rahel Zemuye lässige Streetwear mit traditionellen Stoffelementen aus Ostafrika. Die Jury sieht in Frau Zemuyes Gründerpersönlichkeit und ihrer fachlichen Professionalität ein Aushängeschild für den Fashion-Standort Frankfurt.

„Der Frankfurter Gründerpreis hat einen besonders hohen Stellenwert in unserer Startup- und Gründerlandschaft. Wer mit dem Frankfurter Gründerpreis ausgezeichnet wurde, ist mit einem Qualitätssiegel geadelt“, sagt Stadtrat Markus Frank. In diesem Jahr wurde der Frankfurter Gründerpreis zum 20. Mal verliehen. Um die aktuellen Hygiene- und Abstandregelungen im Zuge der Pandemie einzuhalten, wurde die Preisverleihung durch Rhein-Main TV via Livestream aus dem Römer übertragen.

Im 20. Wettbewerbsjahr reichten 26 Unternehmen aus Frankfurt ihre Bewerbungen für den Frankfurter Gründerpreis ein. Insgesamt haben sich seit Bestehen des Preises 612 Unternehmen mit ihren Geschäftsideen beworben. Die Jury zeigte mit der Auswahl der Preisträger in der Vergangenheit ein gutes Gespür. „Über 80 Prozent der 70 Preisträger, die bislang ausgezeichnet wurden, sind nach wie vor erfolgreich am Markt. Das zeigt, wie nachhaltig und solide die Geschäftsideen der Preisträger sind“, freut sich Oliver Schwebel.

Die Aufzeichnung der Preisverleihung ist auf dem Youtube Kanal der Wirtschaftsförderung Frankfurt und unter http://bit.ly/frankfurtergruenderpreis2020 verfügbar.

Foto: Wirtschaftsförderung Frankfurt

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