Schlagwort: IG Riedberg

Die IG Riedberg organisiert in diesem Winter keinen Weihnachtsmarkt

Weihnachtsmarkt-Symbol

Leider wird es dieses Jahr keinen „großen Weihnachtsmarkt“ am Riedberg geben.

Die Gründe dafür sind vielfältiger Natur. Sowohl die organisatorische Lage, als auch der schlechte Finanzpuffer nach einem verregneten Sommerfest erlauben es nicht, den Weihnachtsmarkt im gewohnten Umfang zu veranstalten.

Der Vorstand der IG Riedberg hat sich die Entscheidung nicht leicht gemacht. Er arbeitet aber mit Nachdruck daran die zwei großen Veranstaltungen (Sommerfest & Weihnachtsmarkt) im kommenden Jahr zu organisieren.

Als kleinen Trost können die treuen Kunden der IG Riedberg die Vereinserzeugnisse wie Apfelsaft, Apfelmark und Apfelwein – alles von Riedberger Äpfeln – in einer Verkaufshütte im Nordwestzentrum am 22. Dezember zu erwerben. Außerdem besteht die Möglichkeit, ganzjährig am Vereinssitz im „Skylineblick 27“ oder nach Absprache mit den Vorstandsmitgliedern (eMail: kontakt@ig-riedberg.de) erwerben.

Darüber hinaus gibt es die Möglichkeit an einem professionellen Obstbaumschnittkurs an den beiden Samstagen 19. und 26. November für 80,- € teilzunehmen. Für IG Riedberg-Mitglieder gibt es einen Preisnachlass von 20 € (das ist mehr als der Jahresbeitrag für eine Familie).

Im Winter 2022/2023 wird der Verein sicher auch wieder eine „kulinarische Weltreise“ veranstalten und das Osterfeuer 2023 steht ebenfalls auf der Agenda.

Die IG Riedberg wünschen allen eine schöne Weihnachtszeit und freut sich, wenn Sie den Verein nicht nur als Gäste, sondern auch als Fördermitglieder oder noch besser als aktive Mitglieder unterstützen, um in 2023 wieder richtig durchstarten zu können.

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Obsternte der IG Riedberg

Keltertag am Kautenhof

Drei Tage Arbeitseinsatz auf den Riedberger Streuobstwiesen haben sich gelohnt. Mehrere Hundert Kilogramm leckeren Obstes konnten geerntet und am Sonntag am Kautenhof gekeltert werden. Der Erlös aus dem Verkauf des Saftes fließt zunächst in die Vereinskasse und wird in den Folgemonaten eingesetzt, um so das eine oder andere Event am Riedberg zu finanzieren.

Dieses Jahr merkte man die lang anhaltende Trockenheit den Obstbäumen und ihren Früchten an. Insektenbefall hatte die Fruchtentwicklung bei der Hälfte der Bäume unterbunden. Bei den anderen Bäumen waren die Früchte überwiegend klein und nicht so saftig, wie man das aus dem letzten Jahr gewohnt war.

Dafür hatte aber die viele Sonne dazu geführt, dass die Äpfel reichlich Fruchtzucker entwickeln konnten und daher angenehm süß schmeckten. Vor allem bei den Quitten hingen viele, große, feste Früchte an den Bäumen und konnten sogar jetzt schon geerntet werden, da sie – schneller als sonst üblich – reif geworden waren.

Am Sonntag Vormittag trafen sich die Helfer dann schon frühmorgens, um die Quitten noch schnell von ihrem Flaum zu befreien, damit dieser die Filter an der Kelteranlage nicht zusetzt. Dann ging das Obst ab in die Presse und heraus kam ein herrlich duftender Strom heißen Quittensaftes.

Das MainÄppelHaus am Lohrberg war mit seiner mobilen Kelteranlage vorbeigefahren und über ein Förderband wurden die Äpfel in den Schredder und anschließend in die Presse befördert. Dort wurde das Obst aufgeteilt in den trockenen Trester, der für Tiere eine Leckerei darstellt und in den Saft, der im Anschluss schonend bei 82° Celsius pasteurisiert, erhitzt und danach luftdicht in Plastiksäcke (Bag-In-Box Beutel) abgefüllt wurde.

Durch diesen hygienischen Verarbeitungsprozess halten sich die Säfte sehr lange (weit über ein Jahr) und die enthaltenen Vitamine werden dadurch auch nicht zerstört. Sogar angebrochene Saftboxen sind über einen Monat haltbar und müssen dabei nicht im Kühlschrank aufbewahrt werden.

Auf Wunsch können die Beutel noch in praktische Standboxen verpackt werden. Wer immer sich für die Verarbeitung mit seinem Obst angemeldet hatte, konnte so seine Ernte in leckeren, platzsparenden Saft umwandeln lassen. Kein Streuobst musste mehr ungenutzt auf der Wiese liegen bleiben und verfaulen. Das hilft, unsere wertvollen Streuobstwiesen mit ihren alten Obstsorten zu nutzen und zu erhalten.

Zum sofortigen Trinken stellte die IG Riedberg ihre eigene kleine Presse zur Verfügung, an der die Kinder unter Anleitung selbst frischen Süßen pressen konnten.

Den frisch gepressten Saft gibts natürlich auch zu kaufen. Saftmenge und Abholungstermin können per eMail: kontakt@ig-riedberg.de vereinbart werden.


Historie
Der erste Riedberger Keltertag fand übrigens am 30.10.2016 statt. Nach einem Ausfall im Jahr 2017 fanden in den Folgejahren noch 4 weitere Keltertage statt. Dieses Jahr war es somit schon der 6. Riedberger Keltertag!

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Alle Jahre wieder – Apfelernte am Riedberg

Keltertag der IG Riedberg

Nach einem sonnenreichen (und wasserarmen) Sommer ist es wieder Zeit das Obst (Äpfel/Quitten) von den Bäumen zu holen. Daher lädt die IG Riedberg ihre Mitglieder und alle Gäste, die gerne mithelfen wollen dazu ein, am kommenden Freitag, den 7. Oktober ab 13:30 Uhr und am Samstag, den 8. Oktober in der Zeit von 10:00 Uhr bis 17:00 Uhr dazu zu kommen. Am Einfachsten, kurz vorher anrufen, an welchem Standort das Obst-Ernteteam gerade unterwegs ist. Tel.: 0172-66 01 737.

Der Ernte folgt die Kelter

Am Tag nach der Ernte, am Sonntag, den 9. Oktober, werden die Mitglieder der IG Riedberg zusammen mit der mobilen Kelterei des MainÄppelHauses Lohrberg und dem Restaurant Villa Belvedere den Keltertag durchführen.

Die gesammelten Äpfel werden gepresst, sofort schonend pasteurisiert und ist dann mindestens 18 Monate haltbar (Bag-in-the-box). Nachdem er geöffnet ist, bleibt er ungekühlt noch mindestens 8 Wochen frisch. Am Keltertag bietet die IG Riedberg auch den Saft von der letztjährigen Ernte zum Kauf an. Wer also Apfelsaft oder auch Quittensaft „made in Riedberg“ kauft, unterstützt damit die IG Riedberg und ermöglicht so im kommenden Jahr wieder Veranstaltungen (Sommerfest, …) am Riedberg durchzuführen!

Keltern für Kinder

Die IG Riedberg wird wieder eine kleine Handpresse und einen Schredder aufbauen und ab 13:00 Uhr können kleine Apfelbegeisterte selbst mit anpacken und ihren eigenen frischen „Süßen“ kosten.

Meditatives Quitten-Streicheln

Je nachdem, wie reif die Quitten am Riedberg schon sind, werden auch sie eingesammelt und müssen dann von ihrer haarigen Außenschicht befreit werden. Mit einem geeigneten Lappen, Handschuhen und viel geduldiger Arbeit werden wir sie für den Kelterprozess vorbereiten.

Einen herzlichen Dank …

An die Adresse des Restaurants Villa Belvedere für die zur Verfügungstellung von Wasser, Strom und die Stellplätze. Das Restaurant hat an dem Tag wegen Betriebsferien nicht offen. Die IG Riedberg wird daher eine mobile Toilette für die Helfer und Besucher bereitstellen.

Eigensaft keltern

Wer sein selbst gesammeltes Obst aus eigenem Garten bei dieser Gelegenheit keltern lassen möchte, muss folgendes Prozedere beachten: Anmeldung bis 15:00 Uhr am Vortag des gewünschten Termins beim MainÄppelHaus Lohrberg unter der eMail-Adresse: kelterei@mainaeppelhauslohrberg.de oder unter der Rufnummer: 0179-34 00 251. Benötigt werden Name, Rufnummer, Wunsch-Uhrzeit, Obstarten, Menge und gewünschte Verarbeitungsform.

Historie

Der erste Keltertag der IG Riedberg fand übrigens schon 2016 statt. Hat also inzwischen auch schon ein wenig Tradition!

Ernteergebnis am Keltertag

Ernteergebnis am Keltertag, Foto: A. Woitun

Flyer der Mobilen Kelterei

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Vom Wert urbaner Gärten

Rodung Kleingartenanlage

In Frankfurt gibt es ca. 15.000 Kleingärten in 107 Vereinen. Dazu kommen noch viele Freizeitgärten außerhalb von traditionellen und durch das Bundeskleingartengesetz geschützten Kleingartenanlagen sowie zunehmend auch Gemeinschaftsgärten.

Wie eine Studie ergab, die in Berlin und Stuttgart durchgeführt wurde, tragen urbane Gärten im doppelten Sinn reiche Früchte. Allein die Gärten in Berlin können den jährlichen Gemüsebedarf von etwa 50.000 Einwohnern decken. Viel wichtiger ist allerdings der gesellschaftliche Wert, der sich auch „in Mark und Pfennig“ berechnen lässt. So haben die Forscher ermittelt das beispielsweise der Berliner Gemeinschaftsgarten „Himmelbett“ einen gesellschaftlichen Nutzen von 1,5 Millionen Euro jährlich erbringt.

Auch am Riedberg leben viele Menschen, deren tägliches Leben von Büroarbeit geprägt ist und die von ihrem Homeoffice-Fenster aus keinen teuer bezahlten Skylineblick genießen können, sondern auf die Fassaden von Nachbarschaftsbauten blicken. Glücklicherweise bietet der Riedberg – noch viel mehr als andere Stadtteile – die Möglichkeit einen eigenen Garten zu bewirtschaften, die zahllosen Grünflächen in den Parks zu nutzen oder in nächster Zeit einen eigenen Schrebergarten zu bewirtschaften.

Auch bieten ortsansässige Vereine wie die IG Riedberg oder die Kalbacher Kerbeburschen die Möglichkeit, die örtlichen Streuobstwiesen in gemeinschaftlicher Arbeit zu hegen und zu pflegen. Das bietet einem die Möglichkeit, sich gärtnerisch einzubringen, wann immer der eigene Kalender eine passende Lücke anbietet.

Wie die Forscher weiterhin ermittelten, wurden in Berlin 7,6 Millionen kg Gemüse, Kräuter und Kartoffeln pro Jahr geerntet, was etwa 10 Millionen Euro Marktwert entspricht. Darüber hinaus wurde von den Forschern noch ermittelt, wie viel ein Berliner Bürger pro Quadratmeter Gartenanlage zahlen würde. Der Mix aus naturnahem Erholungsraum, Treffpunkt mit kulturellen Angeboten und Kontaktfläche zu Nachbarn ergab hochgerechnet einen gesellschaftlichen Nutzen von 1 bis 2 Millionen Euro jährlich.

Die Kleingartenanlagen bieten insbesondere denjenigen Frankfurtern einen Platz zur Naherholung, aber auch zum Anbau von Obst und Gemüse zur Selbstversorgung, die nicht über einen eigenen Garten an ihrer Wohnung verfügen. Sie bieten damit Abwechslung vom Alltag, schaffen Raum für Bewegung und bieten Familien die Möglichkeit, Kinder im Umgang mit der Natur zu schulen. Insbesondere in restriktiveren Pandemiezeiten waren Kleingärten für die Menschen ein Zufluchtsort und oft die einzige Möglichkeit, aus den eigenen vier Wänden rauszukommen.

Was sich nicht messen und in Geldwerten ausdrücken lässt, sind die sozialen und kulturellen Leistungen der städtischen Grünflächen. Doch man kann davon ausgehen, dass der Wert umso höher ist, je intensiver eine Stadt besiedelt wird. Und steigende Einwohnerzahlen verzeichnet Frankfurt seit Jahren.

Rodung Kleingartenanlage

Aufgrund der begrenzten Fläche der Stadt Frankfurt gehört es zu einer nachhaltigen Stadtentwicklung beziehungsweise zu einer umfassenden Stadtplanung, dass auf diesem begrenzten Raum auch Platz für Grün-, Frei- und Freizeitflächen und eben für Kleingärten geschaffen wird. Der Magistrat sollte daher bestehende Anlagen im Bestand schützen und die Möglichkeit zur Erweiterung oder Ausweisung neuer Anlagen schaffen. Daher hatte schon 2017 die Stadtverordnetenversammlung den Magistrat aufgefordert, eine Kleingärten- und Freizeitgärtenstrategie zu erarbeiten, um Entwicklungsperspektiven für Gärten aufzuzeigen.

Der Magistrat hat daraufhin die Erstellung eines Kleingartenentwicklungskonzeptes beauftragt. Leider ist festzuhalten, dass 5 Jahre später immer noch keinen Konzeptentwurf vorgelegt wurde.

Zum Glück haben aber inzwischen die Rodungsarbeiten für die Kleingartenanlagen hier am Riedberg begonnen. Von daher besteht berechtigte Hoffnung, dass spätestens im nächsten Frühling die Pächter hier vor Ort eine Blütenpracht hervorzaubern können.

 


Weitere Ergebnisse zu den Untersuchungen zur Bedeutung von Gärten und Parkanlagen in Berlin und Stuttgart gibt es in einer Factsheet-Reihe auf http://www.gartenleistungen.de.

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