Kategorie: AktuelleNEWS

Tempo 40 für den Riedberg

Tempo 40

Im Oktober 2021 hatte der Ortsbeirat (12) den Magistrat gebeten für die folgenden Haupterschließungsstraßen des Riedbergs die zulässige Höchstgeschwindigkeit auf 40 km/h festzulegen:

  • Altenhöferallee,
  • Riedbergallee,
  • Graf-von-Staufenberg-Allee und
  • Carl-Herrmann-Rudloff-Allee

Grundlage für diesen Antrag war eine Vereinbarung aus dem neuen Frankfurter Koalitionsvertrag: „Auf allen Grundnetzstraßen in/an dicht besiedelten Wohngebieten innerhalb der Stadtgrenzen gilt grundsätzlich Tempo 40 […]“.

Damit ist ein klarer politischer Wille definiert, den geltenden Rechtsrahmen anders auszulegen als dies bislang der Fall war und wie es in anderen Gemeinden, z. B. Freiburg oder Oberursel, bereits jetzt der Fall ist. Gemäß der Stellungnahme des Magistrats 1346 vom 19.07.2021 sind die genannten Straßen als Haupterschließungsstraßen definiert und dürften somit dem Grundnetz zuzurechnen sein.

In einer aktuellen Stellungnahme des Magistrats kann dem jedoch nicht entsprochen werden. Die Straßenverkehrsordnung (StVO) sieht in § 3 Absatz 3 Ziffer 1 unverändert 50 km/h als Regelgeschwindigkeit innerorts vor. Insbesondere Beschränkungen und Verbote des fließenden Verkehrs dürfen nur angeordnet werden, wenn aufgrund der besonderen örtlichen Verhältnisse eine Gefahrenlage besteht, die das allgemeine Risiko einer Beeinträchtigung der in den vorstehenden Absätzen genannten Rechtsgüter erheblich übersteigt. (§ 45 Absatz 9).

Solange der Verordnungsgeber auf Bundesebene hieran festhält, ist das straßenverkehrsbehördliche Ermessen eindeutig beschränkt. Dass der Magistrat die laufenden Diskussionen zu einer Umkehr des Regel-Ausnahme-Verhältnisses mit Interesse und Wohlwollen verfolgt und die seit 1998 im Wesentlichen unveränderte Position des Deutschen Städtetages für Tempo 30 als Regelgeschwindigkeit innerorts hierzu teilt, hat auf das Ermessen keinen Einfluss.

Es bedarf unverändert des politischen Willens und einer Entscheidung auf Bundesebene, um diesen – für alle Beteiligten unbefriedigenden – Zustand zu ändern.

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Mahnwache für die Einstellung der Kriegshandlungen Putins

Mahnwache - Live-Bericht

Am gestrigen Abend ab 19:00 Uhr versammelten sich Hunderte von Menschen auf dem Riedbergplatz, um für Frieden und eine Einstellung der Kriegshandlungen zu demonstrieren.

Viele Bürger hatten sich der Aufforderung des Ortsbeirats (12) angeschlossen und sich zu einer friedlichen Mahnwache auf dem Riedbergplatz getroffen. Nach kurzen einleitenden Worten der Ortsbeiräte, Frau Carolin Friedrich und Frau Ulrike Neißner berichtete ein Ehepaar aus der Ukraine sozusagen „live“ von den aktuellen Ereignissen in ihrer Heimat.

Über Smartphone zugeschaltet waren Mitglieder ihrer Familie, die auf diese Weise das trostspendende Moment der Mahnwache erleben konnten und mit kurzen Hinweisen dem Publikum einen ergreifenden Moment der Nähe zu den Opfern des Krieges vermittelten. Es waren Momente der Ergriffenheit zu spüren und so manchem Zuschauer bzw. Zuhörer lief ein Schaudern den Rücken runter.

Was heute den Menschen der Ukraine passiert, kann „morgen“ den Polen und „übermorgen“ uns passieren. Diese Botschaft kam an und ein Gefühl der Solidarität ergriff die Menge. Den Abschluss der Veranstaltung bildete ein gemeinsames Gebet.

Am dringendsten werden nun Wohnraum für die flüchtenden Kriegsopfer sowie Verbandsmaterial und blutstillende Medikamente benötigt. Wer immer etwas zu spenden hat, kann es – gut verpackt – abgeben beim Familienzentrum Billabong, die die Aktion mit ihren Räumlichkeiten unterstützen.

Unter folgenden Internet-Links / eMail-Adressen gibt es Hinweise wo Spenden gesammelt werden oder Wohnraum zur Verfügung gestellt werden kann:

Das Land Hessen stellt zudem auf einer separaten Internetseite für alle mittelbar oder unmittelbar vom Krieg in der Ukraine betroffenen Menschen Infos bereit. Dort werden Fragen beantwortet wie: Wie ist die Lage aktuell in der Ukraine? Wie kann ich helfen? Sie haben eine ukrainische Staatsangehörigkeit und Fragen zu Ihrem Aufenthalt? Per E-Mail an ukraine@hmdis.hessen.de sowie an der Hotline 0800-110 3333 stehen außerdem Mitarbeiter des Landes für Fragestellungen zur Verfügung.

Auch die Jüngsten halfen mit

Auch die Jüngsten halfen mit …

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Mahnwache gegen den Krieg am Riedbergplatz geplant

Mahnwache für den Frieden

Morgen, am Dienstag, den 01.03.2022 findet am Riedbergplatz ab 19:00 Uhr eine stille Mahnwache unter dem Motto „Kalbach-Riedberg steht für Frieden und Freiheit“ statt.

Kalbach-Riedberg steht für Frieden und Freiheit – Kalbach-Riedberg steht an der Seite der Ukraine

Es handelt sich dabei um eine Initiative des Ortsbeirates (12) für Kalbach-Riedberg unter Mitwirkung der Fraktionen CDU, SPD, Bündnis 90/Die Grünen, Volt, Die Linke & BFF in nachbarschaftlicher Kooperation mit …

  • dem TSV Bonames,
  • dem FC Kalbach,
  • dem Riedberger SV,
  • dem SC Riedberg,
  • dem TV Kalbach,
  • dem Kerbeverein und den Kerbeburschen Kalbach,
  • dem Billabong-Familienzentrum,
  • der Klimaschutz-Initiative Riedberg
  • der IG Riedberg
  • sowie dem Riedberger Net(t)zwerk

Wir wollen gemeinsam unseren Nachbarn und Freunden aus der Ukraine unsere Solidarität beweisen und der bisherigen Opfer zu gedenken. Lasst uns unseren Ukrainischen Nachbarn und Freunden zeigen, dass sie nicht alleine sind 💙💛🙏.

Einen Eindruck über die breite Resonanz bekommt man bereits jetzt unter dem Hashtag: #WESTANDFORUKRAINE auf Twitter.

Die FNP berichtet heute über Putins Plan für die Ukraine.

Am Sonntag haben in Berlin auf der „Straße des 17. Juni“ deutlich mehr Menschen als erwartet gegen den Krieg in der Ukraine demonstriert. Auch dort folgten Zehntausende von Menschen dem Aufruf eines breiten Bündnisses aus zahlreichen zivilgesellschaftlichen Organisationen. Die Veranstalter schätzten, dass etwa eine halbe Million Bürger sich versammelt hatten. Protestaktionen gegen den Krieg gab es nicht nur in vielen deutschen und europäischen Städten, sondern etwa auch in New York und Tel Aviv.

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Stratmann Filiale am Riedberg wird geschlossen

Stratmann am Riedberg

Wie Herr Andreas Stratmann seinen Stamm-Kunden in einem netten Abschiedsbrief heute mitteilte, muss er aus gesundheitlichen Gründen die Optik- und Akustik-Filiale in der Otto-Schott-Straße 3 am Riedbergplatz zum Monatsende schließen.

Er bedauert es sehr, den Kunden seine Dienstleitungen nicht mehr direkt vor Ort anbieten zu können. Aber an seinem Stammsitz am Dornbusch in der Eschersheimer Landstraße 248 ist er weiterhin mit allen Dienstleistungen für seine gegenwärtigen und zukünftigen Kunden da.

Das Geschäft liegt an der Eschersheimer Landstraße, Ecke Marbachweg im „Haus Dornbusch“. Über die U-Bahn Haltestellen „Fritz-Tarnow-Straße“ oder „Dornbusch“ kann man mit der U 8 vom Riedberg aus direkt zu ihm gelangen. Auch ein öffentlicher Parkplatz befindet sich dort um die Ecke in der Carl-Goerdeler-Straße.

Herr Stratmann bedankt sich herzlich für die Kundentreue in den vergangenen Jahren hier am Riedberg und würde sich freuen, seine Kunden am Dornbusch wieder begrüßen zu dürfen.

Die Frankfurter Vereine bedanken sich vor allem auch für die finanziellen Unterstützungen, die sie in der Vergangenheit für soziale Aktivitäten am Riedberg erfahren durften, und wünschen ihm weiterhin geschäftlichen Erfolg und gesundheitliche Besserung.

 


Andreas Stratmann
Andreas Stratmann ist Gründer und Inhaber des Fachgeschäfts für Augenoptik und Hörgeräteakustik Stratmann hören & sehen in Frankfurt am Main. Der Handwerksmeister für Augenoptik und Hörakustik verfügt über mehr als 25 Jahre Erfahrung in der bedarfsgerechten Versorgung seiner Kunden.

Kontinuierliche Fort- und Weiterbildung genießen bei Andreas Stratmann seit jeher einen hohen Stellenwert. Auf diese Weise ist sichergestellt, dass er stets mit den neuesten Entwicklungen bei Hörgeräten vertraut ist. Ein Schwerpunkt seiner Zusatzqualifikation liegt in der Tinnitusbehandlung, der Hörtherapie und dem Hörtraining.

Des weiteren verfügt er über die Befähigung zur Anpassung und Herstellung von vergrößernden Sehhilfen und Hörbrillen.

Kontaktdaten
Stratmann hören & sehen
Eschersheimer Landstraße 248
60320 Frankfurt am Main

Tel.: 069-90 50 18 06
E-Mail: info@stratmann-online.de
Web: https://www.stratmann-hoeren-und-sehen.de/

Um Wartezeiten zu ersparen, wird um Terminvereinbarung gebeten.

Stratmann auf Plan

Google Maps, Kartendaten © 2022 GeoBasis-DE/BKG (©2009)


Nachrichtlich
Am 09.09.2022 teilte die Firma Stratmann mit, dass sie seit dem 07.06.2022 unter neuer Leitung wieder geöffnet haben.

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Umbau des Freibads Nieder-Eschbach

Als einziges Freibad im Frankfurter Norden ist das Freibad Nieder-Eschbach im Sommer immer gut besucht. Nun soll es eine Traglufthalle bekommen, damit die Becken auch bei kälteren Temperaturen genutzt werden können. Vor allem für Schulen und deren Schwimmunterricht soll der Umbau Entlastung schaffen. Diese müssen sich für Schwimmkurse teilweise kostenpflichtig in private Schwimmbäder einmieten oder die Kurse komplett aus dem Sportangebot streichen.

Laut den Frankfurter Bäderbetrieben soll die geplante Halle das gesamte Becken, die Technikgebäude und die Umkleiden umschließen. Die Maßnahmen zum Umbau sollen dieses Jahr fertig geplant, im kommenden Jahr gestartet werden und ab Herbst 2024 soll die neue Traglufthalle dann endlich stehen, nach dem Vorbild der neu gebauten Halle im Freibad Hausen. Die ungefähren Kosten des Umbaus dürften sich auf 600.000 Euro belaufen. Damit ist die Errichtung einer Traglufthalle allerdings immer noch deutlich kostengünstiger als die Neueröffnung eines gesamten Hallenbades.

Weitere Informationen zu dem Projekt unter folgendem Link:

https://frankfurt.de/aktuelle-meldung/meldungen/wie-laesst-sich-ein-freibad-ganzjaehrig-nutzen

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Frankfurter Kinderschutzbund von Orkan „Ylenia“ getroffen

Sturmschaden Kinderschutzbund

Der Orkan „Ylenia“ hat in der Nacht vom 16./17. Februar auch den Frankfurter Kinderschutzbund getroffen. Ein großer, alter Baum (Esche oder Eiche) ist umgestürzt und hat das Dach und das erste Obergeschoss mit den Räumen der Beratungsstelle so beschädigt, dass hier bis auf Weiteres keine Therapien und Beratungen stattfinden können.

Die Mitarbeiter des Berliner Vereins, der 1953 in Hamburg gegründet worden war, müssen jetzt schnell die Reparaturen und alternative Räumlichkeiten organisieren, damit die wichtige Arbeit weitergehen kann.

Zum Glück ist der Kinderschutzbund gegen Sturmschäden versichert, aber das Ausmaß der Begleitkosten, die darüber hinaus noch auf sie zukommen, ist ungewiss. Daher bitten sie die Bevölkerung Frankfurts um eine Spende, damit sie die Turbulenzen gut überstehen und schnell wieder für die Kinder da sein können. Denn jede Spende hilft!

Spendenlink: https://spenden.twingle.de/kinderschutzbund-frankfurt/sturmschaden/tw6213aeef64bd5/page


Ziele des Verbands

Der Deutsche Kinderschutzbund (DKSB) setzt sich für die Rechte aller Kinder und Jugendlichen in Deutschland ein. Er möchte eine kinderfreundliche Gesellschaft, in der die geistige, seelische, soziale und körperliche Entwicklung von Kindern und Jugendlichen gefördert wird. Dabei sollen diese an allen Entscheidungen, Planungen und Maßnahmen, die sie betreffen, beteiligt werden. Der Verband mischt sich zugunsten der Kinder ein – in der Bundes- und Landesgesetzgebung, bei Planungen und Beschlüssen in unseren Städten und Gemeinden. Sie fordern eine Verbesserung der materiellen Lebensbedingungen der Kinder und Familien, eine kinderfreundliche und gesunde Umwelt und gute Einrichtungen für Kinder und Jugendliche.

Verbandsstruktur

Der DKSB besteht aus dem Bundesverband, 16 Landesverbänden und über 400 Ortsverbänden. Die Ortsverbände bieten Kindern und Jugendlichen sowie Eltern praktische Hilfe vor Ort. Die Landesverbände unterstützen die Ortsverbände in ihrer praktischen Kinderschutzarbeit, indem sie Fortbildung anbieten und sie bei der Konzeption von Angeboten beraten. Als Lobbyverbände bringen sie zudem die Interessen der Kinder in die Landespolitik ein. Dank dieser Verbandsstruktur kann der DKSB auf unterschiedlichen Ebenen aktiv sein und gestalten. Seit 1978 ist der DKSB Bundesverband als Träger der freien Jugendhilfe anerkannt.

Mitarbeiter

Mehr als 15.000 Ehrenamtliche und 7.000 Hauptamtliche engagieren sich in der Kinderschutzarbeit vor Ort. Ihre professionelle Zusammenarbeit prägt den DKSB. Ihnen gebühren die Anerkennung und der Dank des gesamten Verbandes. Auch die mehr als 50.000 Mitglieder des DKSB unterstützen durch ihre Beiträge die Kinderschutzarbeit vor Ort.

Finanzen

Der DKSB Bundesverband wie auch alle Orts- und Landesverbände sind als gemeinnützige Vereine anerkannt. Sie finanzieren ihre Aktivitäten ausschließlich durch Mitgliedsbeiträge, Spenden, Bußgelder und öffentliche Zuschüsse. Selbstverständlich unterstützen auch einige Unternehmen Projekte des DKSB.

Quelle: https://www.dksb.de/

Auf Facebook: https://www.facebook.com/Kinderschutzbund.Frankfurt/

Die jüngsten Orkane

Der Orkan Ylenia war ein Orkan, der in der Nacht vom 16. auf den 17. Februar über Europa zog. Das Windfeld überquerte vor allem die Nordhälfte Deutschlands von West nach Ost. Ylenia war der erste von drei Orkanen, die im Abstand von jeweils zwei Tagen über Europa zogen, es folgten vom 18. auf den 19. Februar Orkan Zeynep und vom 20. auf den 21. Februar Orkan Antonia.

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Orkan_Ylenia

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Neugestaltung des SPATZ-Spielplatzes am Kalbacher Stadtpfad

SPATZ-Programm

Wenn Kindern die Möglichkeit gegeben wird, ihren Spielplatz umzugestalten, dann erfolgt das in Frankfurt im Rahmen des SPATZ-Programms, das vom Frankfurter Kinderbüro in Zusammenarbeit mit dem Grünflächenamt und dem Verein Discorso e. V. bereits in vielen Stadtteilen mit großem Erfolg durchgeführt worden ist.

Bisher wurden in Frankfurt mehr als 70 Spielplätze mit SPATZ umgestaltet. Kinder haben ihre eigene Planung durchgesetzt. Sie wollten nicht warten bis Experten große Lösungen erarbeiten, die erst dann realisiert sind, wenn sie selbst bereits Jugendliche sind. Ein Spielplatz wird nur dann in das Spatz-Programm aufgenommen, wenn die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen sichergestellt ist.

In Kürze bekommen die Kinder nun im Kalbacher Stadtpfad einen nagelneuen Spielplatz. Die dortige Anlage soll nach den Osterferien umgestaltet werden. Anfang März beginnt das Grünflächenamt mit den Vorarbeiten zur Neugestaltung des Spielplatzes. Dann werden erst mal die alten Spielgeräte und Einbauten entfernt. Danach erfolgt eine Kampfmittel-Sondierung.

Die Stadtentwässerung Frankfurt wird anschließend den Kalbach, der entlang des Spielplatzes fließt, sanieren und es werden Landschaftsbauarbeiten zur Vorbereitung der Fläche für die Kinderbeteiligung ausgeführt. In der Zeit von Anfang März bis Anfang Mai ist der Spielplatz daher gesperrt und nicht benutzbar. In der anliegenden Straße „Kalbacher Stadtpfad“ und dem teilweise gesperrten Kerbe-Platz ist mit Verkehrsbehinderungen zu rechnen.

Spielplatzentwurf SPATZ-SpielplatzEin Spielplatz mit einem eigenen Bachlauf am Rande. Animation: Stadt FFM

Danach, etwa Anfang Mai erfolgt der Prozess der Kinderbeteiligung im Rahmen des SPATZ-Programms.

Auf dem Gelände direkt am Kalbach sollen 5 verschiedene Abschnitte entstehen.

  • Der 1. Bereich ganz im Westen – im Entwurf „Kalbach-Piraten“ genannt – ist aufgebaut wie ein Dreimaster-Wrack und soll Kindern Möglichkeiten zum Klettern, Rutschen und Hüpfen bieten.
  • Im 2. Abschnitt werden die Spielgeräte Schiffs-Wrackteilen nachempfunden.
  • Ein Sandbereich bildet den 3. Bereich des Spielplatzes.
  • Am östlichen Ende entsteht als 4. Abschnitt des Areals eine Hügellandschaft.
  • Im 5. Bereich soll eine Rückzugsecke mit Hütten, Tunneln und Tastelementen entstehen.

In der Planung sollen auch soziale Aspekte berücksichtigt werden: Es wird einige Geräte geben, auf denen man zusammen besser klarkommt als allein.

Bei allen neu zu errichtenden oder gestaltenden Spielplätzen im Ortsbezirk Kalbach-Riedberg soll nach Wunsch des Ortsbeirates immer ein inklusives Spielgerät eingeplant und der Zugang barrierefrei gestaltet werden.

Um dies zu erleichtern, sollte der Magistrat zusammen mit den Stadtteilpolitikern ein entsprechendes Konzept erarbeiten. Ein Wunsch, den der Magistrat so jedoch nicht erfüllen kann. Die Erstellung von Konzepten für einzelne Ortsbezirke sei nicht möglich, teilt er jüngst in einer Stellungnahme mit. Begründet wird dies mit personellen und finanziellen Ressourcen.

Die Stadt verwalte rund 440 Spielplätze. Die vorhandenen Personalkapazitäten und das zur Verfügung stehende Budget pro Jahr erlauben keine sofortige, flächendeckende Umsetzung von inklusiven Spielgeräten. Sie werde deswegen schrittweise durchgeführt.

In der Praxis heißt das: Seit 2009 werde beim Neubau oder der Umgestaltung von Spielplätzen geprüft, in wie weit der Aspekt der Inklusion verwirklich werden kann. Abhängig ist dies stets von Größe und Lage. Im Grundsatz wird aber stets versucht, zumindest einige Elemente anzubieten, die der Inklusion Rechnung tragen, so der Magistrat.

Wir sind gespannt, wie das finale Bestückungskonzept mit Spielgeräten dann aussehen soll…


Discorso – Alltag Stadt Kultur – e. V. Kultur in Frankfurt
Appelsgasse 12
60487 Frankfurt
Tel.: 069-7075647
Fax: 069-7071735

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Die Wege des Urselbaches durch Niederursel

Urselbach

Der 18 km lange Urselbach kommt aus der Hohemark über Oberursel in unseren Nachbar-Stadtteil Niederursel. Dabei unterquert er zahlreiche Brücken. Die bekannteste davon ist die Urselbachtalbrücke der Bundesautobahn 5, die 1936 während des Ausbaus der Reichsautobahn eröffnet wurde. Von Oberursel bis zur Mündung bei Heddernheim sind insgesamt 42 historische, die Wasserkraft nutzende Gewerbebetriebe bekannt. Von 20 davon sind durch Abriss und jüngere Überbauungen keine oberirdisch sichtbaren Spuren mehr vorhanden.

In Niederursel befanden sich im Jahr 1885 insgesamt 10 Wassermühlen. Sechs Fruchtmühlen, eine Tabaksmühle, eine Papiermühle, eine Farbmühle und eine Ölmühle. Den meisten bekannt sein, dürften die Krebsmühle und die Schilasmühle. Mitten im alten Ortskern von Niederursel gelegen, befindet sich die Obermühle – die alte Bannmühle von Niederursel – auf dem Gelände der ehemaligen Burg.

Noch vor dem alten Ortskern gibt es einen Abzweig des Urselbaches hin zu Obermühle. Es handelt sich um den sogenannten Mühlgraben. Er wurde 1720 angelegt, um die Obermühle mit Wasserenergie zu versorgen. Seit der Stilllegung der Obermühle 1952, entlastet der Mühlgraben nur noch gelegentlich den Urselbach bei Hochwasser. Auf Höhe der Obermühle fließt der Bach inzwischen unterirdisch. Erst an der Obermühlgasse tritt er wieder ans Tageslicht.

Mühlgraben

Kartendaten © 2022 GecBasis-DE/BKG (®2009).Google

Von seiner Abzweigung bis zur Obermühlgasse fließt der Bach über Privatgelände. Danach, bis zur Spielsgasse kommt er wieder in die Obhut der Stadt Frankfurt. Da fließendes Wasser Erosion in seinem Bachbett erzeugt, wurde die Wasserzufuhr für den Graben durch einen Schieber gesperrt. Dies ist für die Hochwassergefahr insoweit nicht bedeutend, als der Mühlgraben sowieso nur einen kleinen Teil (≈ 1,5 m3 pro Sekunde) eines Urselbach-Hochwassers aufnehmen könnte.

Bei Normalwasser wäre der Bach eine Bereicherung des Altstadtkerns. Murmelnde Bachgeräusche und die kühlende Wirkung sind willkommen. Allerdings müsste dazu sichergestellt sein, dass es zu keinerlei Schäden an den Gebäuden kommt. Auch muss geregelt werden, wer die Kosten für die laufende Pflege dieses Bachabschnitts übernimmt.

Da der Mühlgraben nicht mehr durch fließendes Wasser regelmäßig freigespült wird, kommt es dort wegen des vorhandenen Schlamms gelegentlich zu erheblichen Geruchsbelästigungen.

2021 wurde letztmals bei einem Starkregen die Spielsgasse in Teilen überflutet. Fast jedes Jahr sind die Straßen rund um den Bach überflutet, wenn es heftig regnet oder es Schneeschmelze im Taunus gibt. Weiter unten in Heddernheim sind viele Flächen versiegelt, die somit als Ablaufflächen wegfallen. Bei einem Jahrhunderthochwasser, das zum Beispiel durch sehr hohe Niederschläge am Taunuskamm hervorgerufen werden kann, muss beim Urselbach statt mit 0,3 m3 Wasser pro Sekunde mit etwa 20 m3 Wasser pro Sekunde (= 20.000 Liter) gerechnet werden.

Im Januar 2022 hat der Verein „Deutsch-Bengalische Gesellschaft“ (aus der Franziska-Kessel-Str. 21) die Mitbürger aufgefordert, mit einer Unterschriftenaktion für mehr Hochwasserschutz einzutreten. Über die Ufer tretendes Wasser hatte schon Vereinstiere ertrinken lassen und das, obwohl die Gehege neben dem gepflasterten Weg leicht erhöht sind, damit das Wasser sie nicht erwischt. Auch das Aufschütten von Erde und bereitstehende Sandsäcke konnte die Tiere nicht retten. Mehr als 30 Anwohner waren zusammengekommen, um sich zu informieren, Anwohner, die Sorge haben, dass ihre Häuser und Wohnungen wie im Jahr 2003 wieder voller Wasser laufen.

Einmal im Jahr, meistens im Frühjahr, erfolgt durch die Vertreter der Unteren Naturschutzbehörde eine Gewässerschau. Dabei wird der Urselbach in seiner vollen Länge von 4,5 km (nur Frankfurter Gebiet) abgeschritten. Bei den Überprüfungen wird die Wasserqualität des Gewässers und seines Umfeldes geprüft. Ob es irgendwelche Verstöße gibt (illegale Bauten), ob man irgendetwas verbessern kann, oder ob Anzeigen erstattet werden müssen …

Gegenüber vom Freibad Eschersheim fließt der Urselbach letztendlich in die Nidda. Urselbach und Nidda sind als einzige Flüsse Frankfurts Teil des Renaturierungsprogramms „100 wilde Bäche“ des hessischen Umweltministeriums. Von 2020 bis 2023 soll den Gewässern ein unberührtes Ufer und ein natürliches Bachbett zurückgegeben werden. Damit verbunden ist auch die Hoffnung, dass seltene Fischarten wie die Groppe oder das Bachneunauge zurückkehren.

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Sepsis reißt Menschen aus dem Leben

Plakatmotiv "Hans"

Neue Zahlen zeigen, dass wir in Deutschland pro Jahr von mindestens 340.000 im Krankenhaus behandelten Fällen und ca. 100.000 Todesfällen ausgehen müssen. Die Mehrzahl dieser Todesfälle ist laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) vermeidbar: durch bessere Infektionsvorbeugung, Kenntnis der Frühsymptome und die Behandlung als Notfall.

Eine Sepsis kann jeden treffen, besonders gefährdet sind jedoch ältere Menschen und solche mit chronischen Erkrankungen. Eine Reihe von namhaften medizinischen Instituten haben zusammen mit der Charité Berlin daher das „SepWiss“-Projekt ins Leben gerufen.

„Eine Sepsis ist ein Notfall, der schnell ärztlich behandelt werden muss. Es ist daher besonders wichtig, die Bevölkerung über die Krankheitszeichen aufzuklären. Die einfach über das Handy abrufbare Checkliste (https://www.sepsis.science/checklist) ermöglicht nicht nur, das persönliche Sepsis-Risiko einzuschätzen, sondern sie hilft auch bei der Entscheidung, wann eine sofortige ärztliche Abklärung oder der Ruf des Rettungsdienstes nötig sind.

Um die Menschen auf die Bedeutung der richtigen Reaktion auf eine Sepsis aufmerksam zu machen, wurde eine groß angelegte Sepsis-Informationsoffensive „Aus dem Leben gerissen“ gestartet. Die Plakatkampagne wird über das Jahr verteilt an verschiedenen Standorten und zu strategisch relevanten Zeitpunkten auf das Thema Sepsis hinweisen, etwa dem World Sepsis Day am 13.09.2022.

Auch die Berliner Senatorin für Wissenschaft, Gesundheit, Pflege und Gleichstellung Ulrike Gote unterstreicht die Wichtigkeit der Kampagne: „Die Mehrheit der Bürgerinnen und Bürger weiß nicht, dass Sepsis oder Blutvergiftung nicht nur durch infizierte Wunden entsteht. Sepsis kann durch alltägliche Infektionen, wie zum Beispiel eine Lungenentzündung oder Grippe entstehen, gegen die man sich gut mit einer Impfung schützen kann. Da viele Menschen aber nicht wissen, wer besonders anfällig für Infektionen ist, die letztlich zu einer Sepsis führen können, begrüße ich diese Kampagne sehr“.

Sepsis ist die schwerste Verlaufsform einer Infektion. Sie entsteht, wenn die körpereigenen Abwehrkräfte die Ausbreitung einer lokalen Infektion nicht mehr verhindern können und die Erreger in den Blutkreislauf eindringen. Der Körper reagiert mit einer Aktivierung der Abwehrsysteme, insbesondere des Immun- und Gerinnungssystems. Dadurch werden jedoch auch körpereigene Organe wie Lunge, Herz und Niere geschädigt. Es kommt zum Multiorganversagen und zum septischen Schock. Unbehandelt verläuft eine Sepsis immer tödlich.

 


Alle Informationen zu „SepWiss“ sowie Materialien und Veranstaltungen sind auf der Website erhältlich bzw. buchbar: https://www.sepsiswissen.de

Wissenschaftliche Ansprechpartner:
Prof. Dr. Konrad Reinhart ML
Sepsis-Stiftung
Hindenburgdamm 27
12203 Berlin
T: +49 30 450551415
eMail: office@sepsis-stiftung.de
Web: https://www.sepsis-stiftung.de

Quelle: idw – Informationsdienst Wissenschaft

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Monument im Kalbacher Stadtpark soll beschildert werden

Stele im Freizeitpark in Kalbach

Anlässlich der 1200-Jahrfeier Kalbachs wurde 1979 im Stadtpark (Freizeitpark) eine 4,80 Meter hohe Säule aus Muschelkalk-Kernstein (der aus der Nähe von Würzburg stammt), des Harheimer Bildhauers Reiner Uhl aufgestellt. Wer davor steht, fragt sich, was uns dieses Kunstwerk sagen soll. Damit das in Zukunft für Handybesitzer leichter wird, könnte künftig ein QR-Code die Besucher der Grünanlage informieren.

Der Ortsbeirat 12 hatte bei der Stadt angeregt, entsprechende Informationen bereitzustellen. Jetzt liegt die Antwort vor: Montiert werden könnte auf dem Kunstobjekt eine kleine Tafel aus Edelstahl mit Kurzinformationen sowie dem Code, der über das Handy eingescannt, dann auf die Internetseite des Kulturamtes weiterleitet.

Stein mit Überführung des Bonifatius

Stein mit Überführung des Bonifatius

Die Kosten dafür liegen bei rund 700 Euro einmalig. Da es allerdings an Geld mangelt, wäre jetzt ein Sponsor sehr willkommen. Mit der Unterstützung der zuständigen Ämter kann der Ortsbeirat rechnen.

Die Geschichten, die auf den sechs unterschiedlich hohen und breiten, aufeinandergestapelten Quadersteinen der Säule gezeigt werden, sind recht interessant: Sie zeigen Szenen aus der Geschichte des 779 erstmals urkundlich erwähnten Dorfs, das damals noch Caltebach hieß. Als Motive erkennt man den Bachlauf des Kalbachs mit Wiesen, Feldern und Landwirtschaft. Auf der anderen Seite sieht man den Durchzug des heiligen Bonifatius, die Gerichtsbarkeit mit dem Kalbacher Galgen, die Gänsewiese, die Zehntscheuer sowie Weinpressen und das weiß-rote Wappen von Kalbach.

Eine nähere Beschreibung und detailreiche Bilder finden sich im Internet unter anderem auf der Seite des Kulturamtes Frankfurt zur Kunst im öffentlichen Raum: https://www.kunst-im-oeffentlichen-raum-frankfurt.de/de/page110.html?id=272&kuenstler=159

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