Kategorie: AktuelleNEWS

Abitur und Gendern

Abitur 2024 Plakat

Am Mittwoch ging es mit den Abiturprüfungen los. Eine Vielzahl hübscher Plakate zur Ermunterung der Sprösslinge zeugt seitdem an den Zäunen des Gymnasiums davon.

Damit die diesjährige Abiturprüfung auch spannend wird, gab es kurz vorher noch eine politische Debatte über das Thema „Gendern“.

Abitur 2024 Plakat

Kurz vor Ostern hatte die Landesregierung beschlossen, die Korrekturregeln zu ändern. Die Entscheidung des Kabinetts steht jedoch auf juristisch wackligen Füßen, da das hessische Schulrecht bisher überhaupt kein Genderverbot vorsieht. Blöd auch, dass die neuen Bedingungen erst so kurz vor dem diesjährigen Abiturjahrgang angepasst wurden und auch sofort greifen sollen, statt die Anpassung etwas in die Zukunft zu verlagern, damit sich die Betroffenen an die neue Situation umfassend anpassen können.

Wie so oft bei Regeln, die vorher nicht hinreichend erprobt worden sind, sind auch in diesem Fall nicht alle Varianten geklärt. Beispielsweise, ob mehrfaches Gendern mit Sonderzeichen (*/:/-/.) als Wiederholungsfehler gewertet wird und wie es mit gendergerechten Sprechweisen in den mündlichen Abiturprüfungen aussehen soll.

Abitur 2024 Plakat

Die Korrektur der Arbeiten wird von den Lehrkräften parallel zum laufenden Unterricht durchgeführt. Man kann gespannt sein, ob die Regeländerung zu erhöhtem Korrekturaufwand führen wird.

Im Extremfall könnte ein Prüfling aufgrund der Verwendung von Sonderzeichen durch das Abitur fallen. Da muss man sich dann schon fragen, ob das dann noch sinnvoll ist.

Aber denken wir positiv und hoffen, dass unsere Jugend so flexibel ist, dass sie diese politischen Kapriolen nicht aus der Bahn werden. Auf jeden Fall drücken wir die Daumen für ein erfolgreiches Abitur.

Teile diesen Beitrag mit Freunden

Multifunktionaler Sportplatz entsteht

Sportplatz, linke Seite

Der Bau des multifunktionalen Sportplatzes der Goethe-Universität in der Nähe des Wissenschaftsgartens schreitet voran.

Wer in der Nähe des Wissenschaftsgartens auf dem Unicampus Riedberg vorbeikommt, kann sich vom Baufortschritt überzeugen. Nachdem die Grasschicht abgetragen worden war, wurde der Boden geebnet und vorbereitet für den neuen Sportboden sowie Grünpflanzungen drum herum.

Sportplatz, rechte Seite

Etwa die Hälfte der Platten war gestern schon verlegt. Um Reparaturen zu erleichtern, werden etwa 1 qm große Hartplastikplatten mosaikförmig verlegt und miteinander verbunden. Zu erkennen sind Aussparungen in die (später) Metallhülsen versenkt werden, damit dort zum Beispiel Basketballkörbe aufgestellt werden können.

Sportplatz, graue Platten

Die bisher erkennbaren Bodenmarkierungen deuten auf ein Basketballfeld hin, ggf. kombiniert mit einer Volleyballfläche. So schnell wie der Bau voranschreitet, wird die Fläche voraussichtlich noch dieses Jahr in Betrieb genommen werden können.

Sportplatz - Aussparung

Aussparung für Basketballkorb

Ein guter Anreiz, für die Studenten sich nach längerer sitzender Tätigkeit wieder zu bewegen und so die Gesundheit zu erhalten.

Teile diesen Beitrag mit Freunden

Bürgeramt Kalbach bis August geschlossen

Bürgeramt im Alten Rathaus in Kalbach

Die Bürgeramtsstandorte Harheim, Kalbach und Nieder-Erlenbach werden vorübergehend geschlossen. Die Beschäftigten des Bürgeramts sind vorübergehend für die Europawahl tätig.

Ab Montag, dem 29. April, werden die Außenstellen des Bürgeramtes in Harheim, Kalbach und Nieder-Erlenbach vorübergehend geschlossen.

Der Grund hierfür ist die anstehende Europawahl. Ein Teil der Sachbearbeiter wird in den nächsten Wochen bei der Vorbereitung und Durchführung der Wahl eingesetzt. Das Briefwahllokal öffnet bereits am Montag, 29. April.

Zudem steigt saisonbedingt die Nachfrage nach Pässen und Personalausweisen stark an, was zu hohen Besucherzahlen in den Bürgerämtern führt. Um der Nachfrage nach Dienstleistungen so weit wie möglich entsprechen zu können, müssen alle Synergien ausgeschöpft werden. Dazu gehört es, die Beschäftigten in den größeren Standorten gebündelt einzusetzen.

Individuelle Termine können für den Besuch der Bürgerämter über das Online-Terminbuchungssystem unter https://frankfurt.de/buergeramt_termine oder telefonisch über die Behördennummer 115 gebucht werden. Montags können die Bürgerämter von 09:00 Uhr bis 17:00 Uhr und mittwochs von 07:30 Uhr bis 13:00 Uhr ohne Termin besucht werden.

Aufgrund der hohen Nachfrage können jedoch Termine häufig schnell ausgebucht sein und es kann an den terminfreien Tagen auch zu längeren Wartezeiten kommen. Im Zuge dessen kann es sein, dass die Wartenummernausgabe auch vorzeitig beendet werden muss.

Die Außenstellen in Harheim, Kalbach und Nieder-Erlenbach werden ab dem 19. August wieder alle Dienstleistungen für Frankfurter anbieten. Alle anderen Standorte, das heißt das Zentrale Bürgeramt, die Bürgerämter Höchst, Nordwest, Dornbusch, Sachsenhausen, Nieder-Eschbach, Bergen-Enkheim und auch die Außenstelle in Fechenheim, bleiben durchgängig geöffnet.

Teile diesen Beitrag mit Freunden

Kopfgesundheit

Kopfgesundheit

Frankfurt will eine gesunde Stadt sein. Neben gesundheitsfördernden Sportplätzen, Schwimmbädern, Fitnessvereinen und sonstige Einrichtungen zur körperlichen Ertüchtigung und des Wohlbefindens betrifft es in besonderem Maße aber auch die „Kopfgesundheit“.

Die Psyche vieler Menschen steht besonders unter Druck. Sowohl gesellschaftlich als auch im privaten Alltäglichen. Die Polytechnische Gesellschaft fördert Projekte der Stadt Frankfurt mit Ihrer Förderlinie zur „psychischen Gesundheit“. Es steht ein finanzielles Volumen von 150.000 Euro in diesem Jahr zur Verfügung, um neue oder bestehende Projekte zu fördern.

Dies können z. B. Projekte sein, die einen wichtigen Beitrag leisten zur Umsetzung von gesundheitsfördernden und präventiven Angeboten, zur Aufklärung über psychische Erkrankungen und zum Abbau von Stigmatisierungen, aber auch zur Unterstützung von Betroffenen und ihren Angehörigen sowie zur Förderung ihrer Teilhabe.

Mit dieser Förderlinie möchte die Stiftung in einer Zeit der Umbrüche und Krisen die psychische Gesundheit und die Resilienz der Bürger in Frankfurt stärken. „Gemeinnützige Träger können sich mit besonders wirkungsvollen Projekten um eine Förderung bewerben“ beschreibt die Stiftung Polytechnische Gesellschaft ihre Bestrebung.

Welche Projekte könnten den Ortsteil Kalbach-Riedberg bereichern?

Um die Vielfältigkeit und Mehrsprachigkeit des Stadtteils zu bewahren, ist die körperliche und psychische Gesundheit der Bewohner außerordentlich wichtig. Viele Bevölkerungsgruppen, die in unseren Stadtteil ihr Zuhause gefunden haben, leben hier mit sehr unterschiedlichen gesundheitlichen Biografien zusammen. So könnten individuelle Seminare mit interessanten Themen zur psychischen Gesundheit das Zusammenwachsen in unserem Ortsteil erleichtern. Für diese besondere finanzielle Unterstützung kann die Stiftung Polytechnische Gesellschaft sorgen, um somit ihren Beitrag zu leisten.

 

Teile diesen Beitrag mit Freunden

Gute Musik geht auf dem direkten Weg ins Herz

Soundwichmaker

Im Zentrum stehen die charismatischen Sängerinnen Claudia Lemperle und Alexandra Kolbe, Teil des feinen Ensembles »Soundwichmaker«. Am Samstag, den 20. April ab 19:30 Uhr tritt diese Gruppe im Rahmen von Kultur in der Aula in der Grundschule Riedberg (Zur Kalbacher Höher 15) auf.

Die Gruppe beeindruckt ihre Zuhörer mit ihrer Virtuosität und ihrer emotionalen Bandbreite. Die Musiker bieten eine stilvolle Show voller Spielfreude, Leidenschaft und Seele.  Sie experimentieren mit unterschiedlichen musikalischen Stilrichtungen und erschaffen so ihre eigene Musik-Persönlichkeit.

Ihr Repertoire besteht aus leichtfüßigem Bossa, coolem Smooth Jazz, leidenschaftlichem Tango oder groovigem Soul-, Blues-, Pop- & Danceclassics – gerne auch funky mit Polkatouch. Immer ist bei jedem Stück dieser Band ein Augenzwinkern mit dabei. In teils eigenen Interpretationen hochkarätiger Songs der verschiedenen Genres als auch eigenen Kompositionen führt das Ensemble sein Publikum durch Gefühlswelten der Freude, Melancholie und Gelassenheit.

Dem Zuhörer zaubert der Auftritt ein Lächeln auf die Lippen und gerne erinnert man sich an gefühlvolle Momente des eigenen Lebens. Dabei arbeitet die Band mit minimalem Equipment – das ist es, was diese Band so einzigartig und charmant macht.

Die Künstler

  • Claudia Lemperle – Gesang
  • Dennis Bergmann – Bass
  • Daniel Tochtermann – Gitarre
  • Ralf Göldner – Percussion

Alle Musiker von »Soundwichmaker« verfügen über eine umfangreiche Erfahrung in der Musik- und Eventbranche und sind seit vielen Jahren im Musikgeschäft mit unterschiedlichen Formationen im In- und Ausland professionell tätig.

Eine musikalische Kostprobe findet sich auf Youtube: https://www.youtube.com/watch?v=4av-LO0aMrA


Veranstaltungsort: Grundschule Riedberg (Zur Kalbacher Höhe 15)

Eintritt: 14 Euro (im Vorverkauf 12 Euro)
Info & Vorverkauf unter: info@josua-gemeinde.net

Termin: 20.04.2024 um 19:30 Uhr

 

Teile diesen Beitrag mit Freunden

Jam-Session vor dem „Fliegenden Künstlerzimmer“

Zu Besuch beim „Fliegenden Künstlerzimmer“ in Frankfurt-Preungesheim

Selbst für alteingesessene Frankfurter ist die Siedlung Frankfurter Bogen unbekannt.
Hier ist seit 1999 eine neue Siedlung am östlichen Rand des Stadtteils Preungesheim entstanden. Der Gravensteiner Platz ist das Zentrum der Siedlung mit verschiedenen Geschäften und einem Wochenmarkt. Der Zugang zum weiträumigen Platz ist für den Straßenverkehr – bis auf den öffentlichen Linienbus – durch Schranken  gesperrt.

der Gravensteiner Platz in Preungesheim; Foto: D.Walz

Hier hat man im Februar 2023 einen hölzernen Pavillon aufgestellt, der für die Dauer von zwei Jahren als Ausgangspunkt für vielerlei künstlerische Aktivitäten im Quartier fungiert.
Das fliegende Künstlerzimmer … dient an einem Standort zwei Jahre lang als Arbeits- und Wohnort für Künstler:innen, die als „Artists in Residence“ gemeinsam mit der ganzen Schulgemeinschaft bzw. mit Bewohner:innen des Stadtteils kreative Arbeitsprozesse erproben.
Das Atelier gastiert mittlerweile an sieben Standorten:

  • das „Fliegende Künstlerzimmer an Schulen“ mit sechs mobilen Künstlerateliers auf sechs Schulhöfen im ländlichen Raum in Hessen
  • das „Fliegende Künstlerzimmer im Quartier“ (= das siebte der mobilen Künstlerateliers) befindet sich in Preungesheim/Frankfurter Bogen. Hier arbeitet z.Z. Frau Janis Jirotka seit Januar bis April 2024 als „Artist in Residence“.  Als nächster Standort für das Atelier ist Frankfurt-Ginnheim geplant.

das Atelier des Fliegenden Klassenzimmers; Foto: D.Walz

Über das aktuelle Angebot an Veranstaltungen am Gravensteiner Platz informiert die Home-Page:    (https://quartier.fliegendes-kuenstlerzimmer.de/kalender/) .

Veranstaltungen Fliegendes Künstlerzimmer/Preungesheim; Foto: D.Walz

Gegründet wurde das „Fliegende Künstlerzimmer“ von der Crespo Foundation, einer gemeinnützigen Stiftung mit Sitz in Frankfurt. Die Stiftung initiierte im Jahr 2018 das Programm „Das fliegende Künstlerzimmer“ vorerst an hessischen Schulen auf dem Land. Dabei wurde ein Artist-in-Residence-Stipendium mit kultureller Schulentwicklung verknüpft. Die mobilen Ateliers sollten dort einen Ort erschaffen mit „kreativer und kollektiver Begegnungen auf Augenhöhe, der allen Beteiligten einen partizipativen Zugang zu künstlerischen Prozessen“ ermöglicht. Mit dem Programm „Das fliegende Künstlerzimmer im Quartier“ hat sich dieses Konzept auf ein ganzes Stadtquartier mit all seinen Bewohnern ausgeweitet.
Die Crespo Foundation steuert und finanziert die Architektur, die Bauantragsstellung sowie den Antransport, die Aufstellung und den anschließenden Weitertransport. Daneben koordiniert und finanziert sie die Künstler-Stipendien und Materialkosten, die Honorierung und Steuerung von begleitenden Praktikanten sowie die mit dem fliegenden Künstlerzimmer verbundene Presse- und Öffentlichkeitsarbeit. Unterstützung und Kooperation erfährt das Projekt finanziell durch das Land Hessen und die Stadt Frankfurt. In der Projektarbeit stehen die Deutsche Kinder- und Jugendstiftung, das Jugend- und Sozialamt der Stadt Frankfurt, das Quartiersmanagement Preungesheim u.v.m. zur Seite.

Infokarte; Foto: D.Walz

Die Jam-Session fand letzten Donnerstag in Kooperation mit der Aufsuchenden Jugendarbeit Preungesheim sowie dem Arbeitskreis Musik in der Sozialen Arbeit statt. Zur Jam-Session waren Kinder und weitere Bewohner der Stadtteils aufgetreten: auf den Congas lieferten die Kinder den Grundbeat, ein Gitarrist steuerte die Akkorde hinzu, ein Saxophonist solierte über das Ganze – die Improvisationen hörten sich wunderbar an und fanden Gefallen beim Publikum.

die Jam-Session in Preungesheim; Foto: D.Walz

Links:

zum „Frankfurter Bogen“:
https://preungesheim.net/frankfurter-bogen/
https://de.wikipedia.org/wiki/Frankfurter_Bogen

zum „Fliegenden Künstlerzimmer“:
https://preungesheim.net/eroeffnung-des-fliegenden-kuenstlerzimmers/
https://www.fliegendes-kuenstlerzimmer.de/

 

Teile diesen Beitrag mit Freunden

Dem Ortsbeirat gelingt es, einen Arztsitz für den Ortsteil zu reservieren

Stethoskop

An die 23.000 Menschen leben in unserem Ortsteil. Etwa 17.000 davon am Riedberg. Vor Ort werden Allgemeinmediziner und vor allem Kinder- und Jugendärzte vermisst. Von daher sind viele Familien gezwungen, sich in den umliegenden Stadtteilen ihre Ärzte zu suchen. Doch auch da ist vielerorts Annahmestopp.

Entsprechend intensiv ist der Wunsch nach einer Verbesserung der Versorgungssituation an den Ortsbeirat herangetragen worden. Die Mitglieder des Ortsbeirates (12) haben daher in vielen Gesprächen mit Vertretern der Stadt, des Gesundheitsamtes und der Kassenärztlichen Vereinigung die Nöte der Bevölkerung vorgetragen und gemeinsam nach Lösungen gesucht.

Nicht nur in Kalbach-Riedberg ist die Situation angespannt. Auch viele andere Stadtteile bräuchten dringend weitere Arztsitze. Wenn ein Arztsitz dann doch mal genehmigt wird, muss aber auch erst noch ein Arzt gefunden werden, der den Sitz in Anspruch nimmt und vor Ort praktiziert.

Glücklicherweise waren die Bemühungen unseres Ortsbeirats um einen weiteren Arztsitz erfolgreich!

Letztes Jahr im November nahm die Ortsvorsteherin an einer Informationsveranstaltung der Kassenärztlichen Vereinigung im Gesundheitsamt Frankfurt teil. Dort wurde eine Untersuchung präsentiert, aus der hervorging, dass der Ortsbezirk 12 eine nur 37-prozentige Versorgung mit Allgemeinärzten hat.

Der Vorsitzende der Kassenärztlichen Vereinigung verriet aber auch, dass 2024 sieben Arztsitze in Frankfurt frei werden. Zusätzlich sagte er auch seine Unterstützung bei der Vergabe zu.

Vergleich der Versorgungsgrade

Und wie sieht es mit der Versorgung in anderen Stadtteilen aus?

Stadtteil Versorgungsgrad
Bergen-Enkheim 107 %
Berkersheim 0 %
Bonames 55 %
Dornbusch 78 %
Eckenheim 66 %
Eschersheim 119 %
Frankfurter Berg 45 %
Ginnheim 64 %
Harheim 98 %
Heddernheim 147 %
Nieder-Erlenbach 93 %
Nieder-Eschbach 121 %
Niederursel 31 %
Preungesheim 71 %

Normalerweise sollte auf etwa 1.600 Einwohner ein Hausarzt kommen (Stand 2023).

Eine Arbeitsgruppe wird aktiv

So wurde eine kleine Arbeitsgruppe aus Ortsbeiratsmitgliedern gebildet, die zum einen alle ansässigen Allgemeinärzte ansprach, ob sie Interesse an einem weiteren Arztsitz hätten, und zum anderen wurde nach Räumen für eine mögliche Neuansiedlung gesucht.

Auf der Zielgeraden

Die Hausarztpraxis Sfendonis in Kalbach zeigte sich sehr interessiert an einem weiteren Arztsitz und hat sich umgehend dafür beworben. Die Praxisinhaberin bat die Ortsvorsteherin um Begleitung zum Zulassungsausschuss im April dieses Jahres.

Die aus beiden Perspektiven vorgetragenen Argumente konnten das Entscheidungsgremium überzeugen. Mehr als 20 Bewerber hatten Interesse an diesen angekündigten Arztsitzen gezeigt. Das Kalbacher Duo konnte somit einen der heiß begehrten Arztsitze für unseren Ortsbezirk gewinnen!

Gut zu wissen

Die Hausarztpraxis Sfendonis behandelt auch Kinder (ohne Vorsorgeuntersuchungen) und hat keinen Aufnahmestopp für Einwohner des Ortsbezirks Kalbach-Riedberg!

Der Blick auf das Ganze

Auch wenn ein großer Erfolg für unseren Ortsteil errungen wurde. Die grundlegenden Probleme der ärztlichen Versorgung sind noch nicht gelöst. Aber das können auch nicht Politiker vor Ort lösen, sondern hier ist die Landes- und Bundespolitik gefordert.

Vor zwei Jahren schon schlug der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte entsprechend Alarm: Seit Jahren wird die Kinderheilkunde (Pädiatrie) finanziell aushungert (Kliniken sparen und dünnen die Zahl der Betten aus), den Ärzten werden aber gleichzeitig immer mehr Aufgaben aufbürdet. Kinderärzte arbeiten durchschnittlich weit mehr als 50 Stunden pro Woche, ohne finanziellen Ausgleich. Kein Wunder, dass der Nachwuchs für diesen Beruf nicht mehr begeistert werden kann.

Bei Facharztpraxen sieht es noch extremer aus: Mehr als zwei Drittel befinden sich im Zentrum oder in innenstadtnahen Gebieten. Dazu kommt, dass seit Jahren mehrere Tausend Medizinstudienplätze in Deutschland fehlen. Wo nicht ausgebildet wird, fehlt bald der benötigte Nachwuchs.

Strukturelle Probleme

Das Zuteilungssystem hat sich nicht die Kassenärztliche Vereinigung ausgedacht. Die Richtlinien für die Bedarfsplanung wurden Anfang der 1990er-Jahre eingeführt. Vorher hatte sich jeder qualifizierte Arzt niederlassen können, wo er wollte. „Die Politik glaubte, je mehr Ärzte da sind, desto mehr Kosten würden entstehen.“ Also sei die Zahl der Ärzte begrenzt worden. 95 % der Bürger sollten innerhalb von 20 Autominuten einen Hausarzt erreichen können, so die Vorgabe.

In einer alternden Gesellschaft ist der Bedarf an ärztlicher Unterstützung am Wachsen. Fehlendes politisches Gegensteuern beim Zuckerkonsum führt noch dazu zu kräftig ansteigenden Zahlen des metabolischen Syndroms (Adipositas, Hypertonie, Fettstoffwechselstörung, Diabetes). Folge: Die Gesundheit der Bevölkerung sinkt signifikant, die Kosten des Gesundheitssystems (eigentlich des Krankheitsreparatur-Systems) explodieren.

Unter Ärzten stehen die Hausärzte am unteren Ende der Einkommensskala. Verschreibt der Hausarzt angeblich zu teure Medikamente, drohen ihm Strafzahlungen. Ständig neue Vorgaben erforderten einen immensen finanziellen und zeitlichen Aufwand.

Ein Hausarzt arbeite im Schnitt 50 bis 60 Stunden in der Woche. Dazu noch Pflichtdienste im ärztlichen Bereitschaftsdienst. Junge Hausärzte arbeiteten allenfalls in Teilzeit. Das bedeutet, dass man für einen Kassensitz bald zwei Ärzte braucht.

Fazit

Es wird Zeit, dass wir die Probleme anpacken!


Weiterführende Links

Teile diesen Beitrag mit Freunden

Mehr Hinweistafeln auf die Bonifatiusquelle

Bonifatiusbrunnen

Das Denkmalamt hat nun zu dem Antrag des Ortsbeirates 12 Stellung bezogen. Weitere Hinweisschilder sollten angebracht werden, so der Vorschlag des Ortsbeirates.

Der Bonifatiusbrunnen ist ein anerkanntes historisches Kulturdenkmal und im Bonifatiuspark auf dem Riedberg gelegen. Für Pilger aus Nah und Fern soll die Ausschilderung zu dieser heiligen Quelle – die inzwischen in Stein gefasst wurde – nun verbessert werden, so der Bericht des Magistrats.

Hinweistafel Talstraße / Bonifatiusstraße

Ein Hinweisschild steht in Kalbach an der Talstraße – Ecke Bonifatiusstraße.

Hinweistafel Talstraße / Alte Riedbergstraße

Ein Hinweisschild steht in Kalbach an der Talstraße – Ecke „Alte Riedbergstraße“

Hinweistafel „Zur Kalbacher“ Höhe/Marie-Curie-Straße

Ein weiteres Hinweisschild steht an der Einmündung „Zur Kalbacher Höhe“ von der „Marie-Curie-Straße“.

Immerhin handelt es sich doch um einen geschichtsträchtigen Ort – so ruhten 754 n. Chr. während der Überführung von Mainz nach Fulda dort die Gebeine des heiligen Bonifatius.


Bonifatius
St. Bonifatius, ein Schutzpatron vieler Gemeinden, gilt als der Apostel der Deutschen. Aus Südengland kommend, verkündete er ab 716 den Germanen das Evangelium. Seine nicht immer sanfte Art der Verkündigung brachte ihm nicht selten Konflikte mit den damaligen Germanenstämmen ein. Das Fällen der Donar-Eiche, ein Symbol für den Naturgottglauben der Germanen, ist wohl das bekannteste Ereignis, das von dem mutigen Einsatz dieses „Apostels“ zeugt. Der Märtyrertod, der Bonifatius im Jahr 754 nach Christus in Friesland ereilte, war eine traurige Konsequenz seines unerschrockenen Eintretens für den christlichen Glauben. Nach seinem Tod wurde sein Körper von Mainz nach Fulda überführt.

Stein mit Überführung des Bonifatius

Stein mit Überführung des Bonifatius

Teile diesen Beitrag mit Freunden

Was gibt es Neues beim neuen Konsulat für Südkorea?

Südkoreanisches-Generalkonsulat

Südkorea unterhält in Deutschland eine Botschaft in Berlin, dazu eine Außenstelle der Botschaft in Bonn sowie zwei Generalkonsulate. Eines in Hamburg und eines in Frankfurt, in der Lyoner Str. 34, in Niederrad. Seit etwa 2008 ist das Generalkonsulat dort untergebracht. Das Gebäude selbst ist noch einmal 40 Jahre älter.

Ende 2015 wurde über das neue Bauvorhaben am Riedberg berichtet. Groß war die Hoffnung 2018 in neue Räume mit mehr Platz und besserer Sicherheitstechnik umziehen zu können.

icon-car.png
Südkoreanisches Generalkonsulat

Karte wird geladen - bitte warten...

Südkoreanisches Generalkonsulat 50.174947, 8.633419

Doch der Bau verzögerte sich immer wieder. Die wichtigsten Hindernisse waren:

  • Ärger mit der Bauleitung
  • Die Covid-19-Pandemie
  • Die Baubudgets wurden überschritten und mussten erhöht werden.
  • Ergänzungspläne, die noch umgesetzt werden müssen.

Derzeit wird ein „Einzug im Jahr 2026“ angestrebt. Ein Jahr vorher soll der Neubau endlich fertiggestellt sein. Noch in diesem Jahr sollen die Bauarbeiten wieder aufgenommen werden.

Die Stadtverwaltung konnte letztes Jahr noch keine Auskunft über den weiteren Bauverlauf geben, da sie von Informationen aus Südkorea abhängig war.


Weiterführende Info

Teile diesen Beitrag mit Freunden

Linien U1, U3, U8 und U9: Gleisbauarbeiten am Zeilweg

Betriebsstörung

Presse-Information von traffiQ und VGF:
Umleitungen bei U-Bahn und Bus wegen Streckensperrung / SEV im Einsatz

Von Montag, 15. April, circa 4 Uhr, bis Montag, 13. Mai, circa 3 Uhr, kommt es auf den Linien U1, U3, U8 und U9 zu einer Streckenunterbrechung am Zeilweg, die Umleitungen erfordert. Ein Schienenersatzverkehr (SEV) wird eingerichtet.

In der Nähe der Station Zeilweg müssen Gleisbauarbeiten durchgeführt werden, da sich hier der Boden durch eingesickertes Regenwasser abgesenkt hatte. Die A-Strecke, auf der die Linien U1, U2, U3, U8 und U9 unterwegs sind, ist die längste und am stärksten befahrene Strecke im Frankfurter Nahverkehr. Deshalb sind gerade hier regelmäßige Instandhaltungsarbeiten unverzichtbar.

Um die Auswirkungen der Bauarbeiten für die Fahrgäste so gering wie möglich zu halten, wird die anstehende Streckensperrung auch genutzt, um Vorarbeiten für den Anschluss eines neuen Gleichrichterwerks durchzuführen.

Schienenersatzverkehr und viele alternative Fahrtmöglichkeiten

Im Bauzeitraum verkehrt die Linie U1 verkürzt zwischen Südbahnhof und Heddernheim. Sie fährt in verstärktem Takt, um die Linien U3 und U8 in diesem Abschnitt zu ersetzen. Die Linien U2 und U9 sind tagsüber auf ihrem gewohnten Linienweg unterwegs.

Die Linie U3 wird von Ginnheim kommend über die Station Heddernheimer Landstraße zur Station Wiesenau umgeleitet. Von dort fährt sie wie gewohnt nach Oberursel-Hohemark. Ein SEV verkehrt zwischen Heddernheim und Heddernheimer Landstraße. Für Fahrten zum Bahnhof Oberursel kann auch die S-Bahn der Linie S5 als Ersatz dienen.

Die Linie U8 wird in besagtem Zeitraum eingestellt. Zwischen Südbahnhof und Heddernheim dient die Linie U1 als Ersatz, zwischen den Stationen Heddernheimer Landstraße und Riedberg die U9. Um die U8 gut ersetzen zu können, verlängert sich die Betriebszeit der U9 in den Abendstunden. Von montags bis freitags verkehrt sie zudem durchgehend mit Drei-Wagen-Zügen.

In den Nächten von Freitag auf Samstag und Samstag auf Sonntag sowie vor Feiertagen fährt die Linie U2 als Ersatz für die sonst den Nachtverkehr übernehmende U8 vom Südbahnhof bis zur Station Nieder-Eschbach. Zwischen Heddernheim und Riedberg fahren im Nachtverkehr Busse des Schienenersatzverkehrs.

Buslinie 29 und Metrobuslinie M60 ebenfalls betroffen

Betroffen von der Baumaßnahme sind auch die Buslinie 29 und die Metrobuslinie M60. Die Buslinie 29 umfährt den Zeilweg über die parallel verlaufende Hessestraße. Dort ist eine Ersatzhaltestelle Zeilweg eingerichtet. Ab der Haltestelle Sandelmühle verkehrt die Linie 29 auf ihrem gewohnten Weg.

Um Platz für den SEV zu schaffen, fährt die Metrobuslinie M60 in Heddernheim nicht durch die Schleife an der U-Bahnstation, sondern bedient in beide Richtungen die Nachtbushaltestellen der Linie N8. Fahrten, die regulär in Heddernheim enden, werden bis zur Haltestelle Im Uhrig verlängert.

RMV-Fahrplanauskunft ist aktuell

VGF und traffiQ bitten darum, etwas mehr Reisezeit einzuplanen. Über die App RMVgo und online unter rmv-frankfurt.de können sich Fahrgäste über die Fahrpläne und ihre besten Verbindungen informieren. Auch die Mitarbeitenden am RMV-Servicetelefon 069/2424-8024 sind rund um die Uhr erreichbar und beraten gerne.

Informationen zum geänderten Linienweg und zu alternativen Fahrtmöglichkeiten finden sich auch auf dem Plakat zur Fahrgastinformation im Anhang.

 

Teile diesen Beitrag mit Freunden