Kategorie: AktuelleNEWS

SPD-Römerfraktion informiert sich in Niederursel

Unwetterfolgen vom 17.08.2023 in Niederursel

Der SPD-Ortsverein NordWest weist seit langem auf eines der drängendsten Probleme in Niederursel hin, insbesondere im historischen Dorfkern: das immer häufiger wiederkehrende Hochwasser des Urselbachs.

Über dieses Thema wollte sich jetzt auch die SPD-Fraktion im Römer informieren, um die Anliegen der Bürger in der Stadtverordneten­versammlung besser vertreten zu können. Stefan Ziegler, Mitglied des Vorstandes des SPD-Ortsvereins NordWest und der Freiwilligen Feuerwehr, beschäftigt sich seit langem mit diesem Thema und erläuterte der Delegation und zahlreich erschienenen Bürgern des Ortsteils kompetent die Problemlage.

Bei Starkregen verwandelt sich beispielsweise der Dorfwiesenweg immer wieder und immer häufiger in einen reißenden Fluss und setzt Wohnungen, Keller und Fahrzeuge unter Wasser. Die anwesenden Anwohner berichteten von massiven Schäden, für die es spätestens nach der zweiten Flut keine Versicherung mehr gibt. Sie schilderten auch, dass das Wasser häufig so schnell komme, dass Schutzmaßnahmen kaum ergriffen werden könnten.

Auch die Verkehrsprobleme in den engen Straßen des alten Ortskerns von Niederursel wurden von den Bürgern angesprochen. Seit bald 20 Jahren liegt ein Rahmenplan für den Ortskern vor, von dem bisher nichts verwirklicht wurde. Die Hoffnung ist jetzt, dass es durch die jüngsten Änderungen der Straßenverkehrsordnung mehr Spielraum für Verbesserungen auch in einer 30er-Zone gibt.

Die SPD-Stadtverordneten zogen ein positives Fazit aus ihrem Besuch im Stadtteil. Sie hätten ihr Ziel erreicht, die Probleme vor Ort besser zu verstehen und wollen sich entsprechend für deren Lösung einsetzen.

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Bin ich gefährdet, oder bereits süchtig?

Beratungsgespräch bei Sucht

Die Antwort auf diese Frage kann Leben verändern und Leben retten. Deshalb lädt die Freiwillige Suchtkrankenhilfe e.V. zu einem äußerst interessanten Vortrag mit anschließender Diskussionsmöglichkeit ein.

Oft ist es für Betroffene und Angehörige schwierig, den Punkt zu erkennen, an dem gelegentlicher Konsum in eine Sucht übergeht. Beleuchtet werden daher die charakteristischen Merkmale und Warnzeichen, die auf eine sich entwickelnde Abhängigkeit hinweisen können.

Im Fokus stehen dabei sowohl körperliche als auch psychische und soziale Anzeichen, die auf eine Sucht hindeuten. Darüber hinaus werden die gängigen Diagnosekriterien vorgestellt.

Ziel des Vortrags ist es, ein besseres Verständnis für die Erkennung einer Abhängigkeitserkrankung zu schaffen und Wege aufzuzeigen, wie Betroffene und ihr Umfeld rechtzeitig Hilfe in Anspruch nehmen können.

Tobias Mann, Facharzt

Das Thema: „Wie erkenne ich, dass ich süchtig bin?“ wird von Herrn Tobias Mann vorgestellt. Er ist Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie sowie Facharzt für Neurologie und arbeitet als Leitender Arzt der Salus-Suchtklinik im Zentrum für psychische Gesundheit in Bad Nauheim.

Die Freiwillige Suchtkrankenhilfe freut sich, möglichst viele Interessierte am Samstag, den 09.11.2024 um 14:30 Uhr (Einlass ab 14 Uhr) im Bürgerzentrum am Montgeronplatz 1, in 65760 Eschborn Niederhöchstadt begrüßen zu können.

Die Teilnahme ist kostenfrei und Kaffee und Kuchen stehen bereit.

Für Rückfragen steht der Vorstand der FSH jederzeit gerne zur Verfügung.
Freiwillige Suchtkrankenhilfe e.V.
Telefon: 0800-7824823
Web: www.f-s-h.de
eMail: info@f-s-h.de


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Riedbergplatz: Brunnenwasser hat keine Trinkwasserqualität

Brunnen auf dem Riedbergplatz

Ein Brunnen ist in der Regel eine teure Angelegenheit. Wer eine natürliche Quelle sucht, die Wasser liefert, das man gleich vor Ort trinken kann, wird vielleicht in Harheim fündig. Ansonsten sind Frankfurts Brunnen zwar an die städtischen Wasserleitungen angebunden, aber sie erfüllen in der Regel nicht die Anforderungen, die ein »Trinkwasserbrunnen« erfüllen muss.

Damit auch aus den Trinkwasserbrunnen konstant frisches Wasser sprudelt, sorgt eine zeitgesteuerte automatische Spülung dafür, dass die Leitungen alle halbe Stunde durchspült werden. Eine regelmäßige hygienische Beprobung durch ein zertifiziertes Labor garantiert zudem die Reinheit des Trinkwassers. Der Einsatz von Materialien, die durch den Deutschen Verein des Gas- und Wasserfaches e. V. zertifiziert sind, gewährleistet zusätzlich die hohe Trinkwasserqualität. Ein Brunnen mit solchen Qualitätsmerkmalen kostet etwa 3.000 Euro Unterhalt pro Jahr.

Doch solche „Spezialbrunnen“ sind damit erheblich teurer als ein Standard-Brunnen. Diese laufenden Kosten sind daher nur dann angebracht, wenn zum Beispiel im Schnitt rund 400 bis 600 Passanten täglich so einen Trinkwasserbrunnen nutzen. Daher gibt es in Frankfurt derzeit nur 1 bis 2 Dutzend Brunnen dieses Typs. Der erste wurde 2016 installiert.

In der Altstadt gibt es noch eine ganze Menge unscheinbare und versteckt gelegene, historische Laufbrunnen, die mit Trinkwasser gespeist werden. Auch im Stadtteil Sachsenhausen gibt es sie gehäuft. Insgesamt spenden 44 aktive Brunnen frisches Wasser, meist unerkannt.

Unter https://geoportal.frankfurt.de/erfrischungsbrunnen sind sowohl die neu errichteten Trinkbrunnen zu finden, als auch die historischen Trinkbrunnen. Auf das Schild „Trinkwasser“ am Brunnen ist zu achten, denn nur die Brunnen mit einem entsprechenden Hinweis werden regelmäßig beprobt, gereinigt und gewartet.

Der Brunnen auf dem Riedbergplatz

Wie der Magistrat dem Ortsbeirat (12) bestätigte, hat dieser Brunnen keine Trinkwasserqualität. Immerhin kann jeder durch den Brunnen laufen, alle möglichen Dinge im Wasser waschen, mit dem Fahrrad durchfahren, Hunde können drin rumtollen und so weiter. Von daher ist es ein Vergnügungsbrunnen und kein Trinkbrunnen.

Das Wasser, das dort fließt, wird immer wieder aufgefangen und erneut durch die Düsen gepresst (Umwälzverfahren). Daher erübrigt sich auch die Anbringung eines Schildes, dass es sich nicht um Trinkwasser handelt, da es hier besonders offensichtlich ist. Nur größere Springbrunnen würden gechlort und seien dann mit der Wasserqualität in Schwimmbädern vergleichbar.


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Urban Gardening – Ein Wunschgarten zusammen mit den Nachbarn

Urban Gardening Projekt: Wunschgarten

Auch wenn der gesellschaftliche Trend – vor allem in den Großstädten – dahin geht, dass Menschen sich voneinander abschotten und die Gefahr besteht, dass sie vereinsamen, hat man an manchen Stellen die Möglichkeit, diesem Trend Einhalt zu gebieten.

Ein schönes Beispiel dafür war die Initiative von zwei Familien am Riedberg, sich für ein Urban Gardening Projekt stark zu machen. Ein kurzer Aufruf im lokalen Stadtteilmagazin, ein Zetteleinwurf in den Briefkästen der umliegenden Nachbarn und schon waren die ersten Mitstreiter gefunden. Flüsterpropaganda und der Anblick von Menschen, die gemeinsam Hochbeete errichteten, führte dazu, dass noch mehr Interessierte zu der Gruppe hinzustießen.

Urban Gardening Projekt: Wunschgarten

Erstbepflanzung, © Christina Herzbach

Im Vorfeld war die Idee dem Grünflächenamt mitgeteilt worden und stieß dort auf Zustimmung und Unterstützung. Weitere Recherchen führten dazu, dass auch ein bis zwei Geldgeber bereit waren, die erheblichen Anlaufkosten zu schultern. Die Klimaschutz-Initiative Riedberg e. V. war bereit die Abwicklung der Fördergelder zu übernehmen.

So standen die Gelder für insgesamt drei Hochbeete (Holzkisten und Fundament) mit Erstbefüllung (klein gehäckseltes Holz, Stroh, Pferdemist und Komposterde) sowie für den Erwerb der ersten Pflanzen bereit.

Glücklicherweise fanden sich in der Gruppe sowohl Menschen, die sich um die Organisation kümmerten, als auch handwerklich Begabte und Rentner, die an den verschiedensten Stellen einspringen konnten, wenn Not am Mann war.

Urban Gardening Projekt: Wunschgarten

Ergänzungsbepflanzung, © Christina Herzbach

So wurden im Frühjahr 2024 die ersten beiden Hochbeete errichtet und im Herbst folgte dann das dritte Beet. Auch rund um die Hochbeete wurde noch die eine oder andere Pflanze in unmittelbarer Nachbarschaft im Boden eingesät. Auch ein zusätzlicher Blühstreifen für Insekten wurde noch angelegt.

Einmal in der Woche hat sich die Truppe getroffen und das Pflanzenwachstum in den Beeten begutachtet. Auch ein regelmäßiger Gießdienst war schnell eingerichtet. Dass das so schnell alles klappte, hing auch damit zusammen, dass die Gruppe externe Unterstützung bekam, von Menschen mit Enthusiasmus und grünen Daumen.

Gepflanzt wurden die unterschiedlichsten Gemüsesorten. Dies fand bei Passanten und Anwohnern so viel Anklang, dass oft die eine oder andere Salatpflanze schneller geräubert war, als man hinschauen konnte. “Sie säen nicht, sie ernten nicht, sie sammeln nicht in die Scheunen …” (Matthäus 6,26), bekam da plötzlich eine ganz aktuelle Bedeutung. Doch man tröstete sich gegenseitig, dachte daran, dass auch viele arme Menschen am Riedberg leben und machte trotzdem munter weiter.

Urban Gardening Projekt: Wunschgarten

Gemüseernte, © Christina Herzbach

Unter finanziellen Gesichtspunkten macht so ein Urban Gardening Projekt nicht unbedingt Sinn. Gerade die hohen Anlaufkosten amortisieren sich vielleicht erst in vielen, vielen Jahren. Aber dafür sind andere Effekte viel wichtiger:

  1. Die Biodiversität an dieser Stelle im Stadtteil konnte deutlich erhöht werden. Viele Insekten haben eine neue Nahrungsquelle erhalten. Auch wenn die Gärtner über Schnecken, Läuse, Körner pickende Vögel und andere Futterkonkurrenten nicht gerade begeistert waren. Aber Bienen, Hummeln, Schmetterlinge und andere Insekten haben sich auch gezeigt und die Gärtnergemeinde erfreut. Nicht zu vergessen die Vögel und Fledermäuse, die wiederum von diesen Insekten leben.
  2. Jetzt hatte man in der Nachbarschaft eine gemeinsame Aufgabe, gemeinsame Interessen und viel Stoff zum Diskutieren und Lernen.
  3. Nach erfolgreich abgeschlossenen Etappen traf man sich gelegentlich in einer der Riedberger Gaststätten und freute sich über das, was man erreicht hatte, und tauschte sich aus über zukünftige Entwicklungen.
  4. Und vor allem: Gemeinsam ist man nicht einsam! Dies zeigte sich auch daran, dass so mancher zufällig vorbeikommende Passant die gärtnernde Truppe ansprach und sich über die botanischen Aktivitäten austauschte.

Danksagung

Einen herzlichen Dank an die Mitarbeiter des Grünflächenamtes, die das Projekt wohlwollend begleitet haben, an die Stiftung Polytechnische Gesellschaft, die das nachbarschaftliche Miteinander finanziell unterstützte, sowie an die vielen Helfer und Ratgeber, die dafür sorgten, dass die Herausforderungen, die so ein Projekt mit sich bringt, erfolgreich gemeistert werden konnten.

Fazit: Auch andere Ecken in Kalbach-Riedberg könnten im Rahmen eines Urban Gardening Projektes begrünt werden und so zur Vernetzung der Anwohner beitragen.

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Neues KI-Modell verhindert Schäden an industriellen Leitungen

FIAS-Projekt: Cavitation - Propellerdamage

Schäden wie an diesem Propeller entstehen durch Dampfblasen. FIAS-Forschende ermöglichen die rechtzeitige Erkennung derartiger Kavitationsschäden, was hohe Kosten für Wartung und Reparaturen vermeiden kann. (Foto: Erik Axdahl, CC 2.5)

FIAS-Forscherteam erzielt hohe Genauigkeit bei der Erkennung von Kavitationen.

Dampfblasen sind in Industrieanlagen gefürchtet. Sie entstehen in Leitungen, wenn Flüssigkeit unter Druck anfängt zu sieden oder zu verdampfen. Die sich bildenden und schlagartig zusammenfallenden Blasen schaden Pumpen und Geräten.

Eine Forschergruppe am Frankfurt Institute for Advanced Studies (FIAS) stellt nun einen neuartigen Ansatz zur Erkennung dieser „Kavitationen“ vor, der das industrielle Rohrleitungsmanagement deutlich verbessern könnte. Alle Branchen mit Flüssigkeitssystemen könnten davon profitieren.

Unter der Leitung von FIAS-Fellow Kai Zhou stellt Doktorand Yu Sha in einer aktuellen Studie in der renommierten Fachzeitschrift „Expert Systems with Applications“ das Sub-Master Transition Network (SMTNet) vor. Dahinter verbirgt sich ein innovatives Deep-Learning-Modell, das die kritischen Grenzen aktueller Methoden zur Erkennung solcher Kavitationen überwindet.

Zu den wichtigsten Innovationen des SMTNet gehört ein mehrstufiger Mechanismus, der die optische Kavitationserkennung von Experten nachahmt, aber gleichzeitig intuitivere und genauere Klassifizierungen ermöglicht.

Zudem signalisiert eine Filterstufe langfristige Veränderungen mit akustischen Signalen und erfasst feine Muster, die anderen Modellen entgehen. Ein spezieller Netzwerkbaustein misst sensible Merkmale akustisch. Zudem bildet eine mehrstufige Baumstruktur die Struktur von Kavitationszuständen ab und liefert damit informativere und besser interpretierbare Ergebnisse.

Das SMTNet-Modell wurde an drei realen Kavitationsdatensätzen des Ventiltechnikherstellers Samson AG in Frankfurt eingehend getestet und zeigte dabei eine bemerkenswerte Leistung. Es erreichte eine Genauigkeit für Kavitation von bis zu 100 % und übertraf damit bestehenden Methoden deutlich.

Der Ansatz stellt einen Paradigmenwechsel in der Erkennung und Klassifizierung von Kavitationsereignissen dar. Die Forschungsgruppe nutzt die hierarchische Natur von Kavitationszuständen, um ein Modell zu entwickeln, das nicht nur die aktuellen Methoden übertrifft, sondern auch Ergebnisse liefert, die besser mit den Vorstellungen von Fachleuten auf dem Gebiet der Kavitation übereinstimmen.

Dieser Durchbruch hat weitreichende Auswirkungen auf Branchen, die auf Flüssigkeitssysteme angewiesen sind, darunter die Wasserwirtschaft, die Energieerzeugung und die Fertigung. Die verbesserte Genauigkeit und Interpretierbarkeit des SMTNet-Modells verspricht eine verbesserte Wartungsstrategien, weniger Anlagenausfälle und verbesserte Gesamtsystemeffizienz.

„Es gibt noch Verbesserungsmöglichkeiten, insbesondere bei der Erkennung von beginnender Kavitation in einigen Szenarien“, räumt Zhou ein. „Unsere künftigen Forschungsarbeiten werden sich auf die weitere Verfeinerung des Modells und die Entwicklung einer direkten Ein-Schritt-Methode für die Erkennung der Kavitationsintensität konzentrieren“. Die aktuelle Studie sei bereits ein bedeutender Schritt nach vorne.


Publikation: Shuiping Gou,Yu Sha, Bo Liu, Ningtao Liu, Johannes Faber, Stefan Schramm, Horst Stoecker, Thomas Steckenreiter, Domagoj Vnucec, Nadine Wetzstein, Andreas Widl, Kai Zhou, Hierarchical cavitation intensity recognition using Sub-Master Transition Network-based acoustic signals in pipeline systems. Systems with Applications, Volume 258, 15. Dezember 2024, 125155, ISSN 0957-4174, 125155. https://doi.org/10.1016/j.eswa.2024.125155.

 

Kontakt
Kai Zhou
Frankfurt Institute for Advanced Studies (FIAS)
Tel.: 069-798-47619
eMail: zhou@fias.uni-frankfurt.de
Web: https://www.fias.science/de/theoretische-naturwissenschaften/gruppen/kai-zhou/

Das FIAS (Frankfurt Institute for Advanced Studies) ist eine interdisziplinäre Forschungseinrichtung in Frankfurt am Main. Hier entwickeln international ausgewiesene Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler Theorien zu komplexen naturwissenschaftlichen Zukunftsthemen in den Bereichen theoretische Naturwissenschaften, Computerwissenschaften und Kl-Systeme sowie Lebens- und Neurowissenschaften. Über die Grenzen der Disziplinen hinweg erforschen sie mit Hilfe mathematischer Algorithmen und Simulationen die komplexen selbstorganisierenden Systeme der Natur. Das FIAS ist eine gemeinnützige Stiftung zwischen der Goethe-Universität und privaten Stiftern und Sponsoren.
Aktuelle Informationen zu Forschung, Projekten und Veranstaltungen unter https://fias.institute/

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Kinderwanderweg vor Neugestaltung

Kinderwanderweg

Es war einmal vor vielen Jahren, da erkannte man, dass Kinder immer weniger zu Fuß unterwegs sind und ihren Stadtteil daher auch nur wenig erkunden. Elterntaxis haben eben auch ihre Nebenwirkungen. Auch auf dem Riedberg kannten Kinder die schönen Grünalgen und landwirtschaftlichen Nutzflächen nicht.

So entwickelten Pädagogen der Grundschule Riedberg mit der damaligen Klasse 4b einen Kinderwanderweg, der 2012 fertiggestellt wurde. Der Rundwanderweg umfasste 15 Stationen und zog sich über 4,5 km hin. Start und Ziel sind am Bonifatiusbrunnen. Sie hatten sich mit dieser Idee am Bildungswettbewerb „Stadt der Zukunft“ beteiligt, um Menschen für das Wandern zu begeistern. Dabei tüftelten sie nicht nur die Route aus, sondern entwickelten auch Fragen und Aktionen für die Wegstationen.

Die Kosten von rund 11.000 Euro übernahmen das Grünflächenamt sowie etliche Sponsoren. Inzwischen ist ein Teil der Holzstelen verschmutzt, verwittert, oder beschädigt. Und die Texte lassen sich oft nicht mehr entziffern. 2020 wollten die Parteien im Ortsbeirat (12) dies ändern. Entsprechende Anträge wurden verabschiedet.

Und so sieht die Planung derzeit aus:

  • Die Zahl der Stelen soll um 2 auf 17 erhöht werden.
  • Die Stelen sollen die 17 Nachhaltigkeitsziele der UN aufgreifen.
  • Eine Arbeitsgruppe aus Kinderbeauftragten, Grund- und Gymnasiallehrer*innen sowie der Ortsvorsteherin hat sich des Themas angenommen. Die Lehrkräfte erarbeiten zusammen mit Kindern Fragen und Antworten für die neue Beschriftung. Beteiligt sind sowohl das Gymnasium Riedberg als auch eine dritte Klasse der Marie-Curie-Grundschule.
  • Es sollen nicht nur die jüngeren Kinder, sondern auch die Heranwachsenden altersgerechte Fragestellungen bekommen.
  • Für jüngere Kinder soll es die Fragen weiterhin analog auf den Stelen geben, für die Älteren soll statt eines Textes auf der Oberfläche ein QR-Code aufgedruckt werden, der mit dem Handy gescannt werden kann und dann über einen Internet-Link zu der Seite führt auf der die Fragen und Antworten stehen. So können die Fragen bei Bedarf auch wieder aktualisiert oder ausgetauscht werden.

Die Kosten könnten über einen Zuschuss der Stadt oder aus dem Budget des Ortsbeirates (12) getragen werden.


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Riedberg: Frau wird von U-Bahn erfasst – Zeugenaufruf

U-Bahn

Am Montagabend, den 7. Oktober ereignete sich kurz hinter der U-Bahnhaltestelle „Unicampus Riedberg“ ein Unfall, bei dem eine Fußgängerin mit einer U-Bahn zusammenstieß und sich dabei schwere Verletzungen zuzog.

Eine 74-jährige Frau betrat gegen 22:59 Uhr die Gleise der U-Bahnstrecke Unicampus Riedberg in Richtung Südbahnhof. Zu diesem Zeitpunkt fuhr die U-Bahn der Linie 8 in westliche Richtung und erfasste die von links kommende Fußgängerin.

Die Frau erlitt schwerste Verletzungen und wurde in ein Krankenhaus verbracht. Die Ermittlungen zum Unfallgeschehen dauern an.

Zeugen, die sachdienliche Hinweise zum Unfallhergang geben können, werden gebeten, sich unter der Rufnummer 069 – 755 – 11400 zu melden oder mit jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen.

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Großzügige Spende eines Fotospektrometers stärkt naturwissenschaftliche Bildung im Phorms Taunus Campus

Phorms Taunus Campus Spendenübergabe

Das Phorms Taunus Campus ist stolz darauf, dass ihr MINT Fachbereich1 kürzlich die bedeutende Spende eines Fotospektrometers entgegennehmen durfte.

Oliver Büttel, ein engagierter Vater und Mitglied der Phorms-Gemeinschaft, stellte zusammen mit der Firma Analytik Jena ein Fotospektrometer für den Einsatz im Unterricht zur Verfügung. Diese Spende entstand durch einen Austausch zwischen Herrn Büttel und dem Chemielehrer Tomi Hercig, nachdem die Tochter im Unterricht über die Arbeit des Vaters berichtet hatte. In diesem Rahmen erwähnte der Vater die Möglichkeit, ein älteres, aber voll funktionsfähiges Gerät zu spenden, eine Gelegenheit, die nun in die Tat umgesetzt wurde.

Das Fotospektrometer wird eine wichtige Rolle im Chemieunterricht spielen und den Schülern dabei helfen, komplexe und abstrakte Konzepte der Chemie besser zu verstehen. Zudem stellt das Gerät eine Bereicherung für außerschulische Projekte im Phorms Science Center dar, die den experimentellen Zugang zur Wissenschaft fördern.

Durch diese Spende erhalten die Lernenden die Möglichkeit, ihre praktischen Fähigkeiten weiter auszubauen und naturwissenschaftliche Zusammenhänge in einem anwendungsnahen Umfeld zu erleben.

Das Phorms Taunus Campus möchte sich daher recht herzlich bei Herrn Büttel und der Firma Analytik Jena für ihre großzügige Spende bedanken. Dank dieser Unterstützung wurde ein weiterer Beitrag zur Förderung der naturwissenschaftlichen Bildung geleistet.


1 MINT = MINT-Fächer ist eine zusammenfassende Bezeichnung von Unterrichts- und Studienfächern beziehungsweise Berufen aus den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik.

Über Phorms Frankfurt
Phorms Frankfurt ist eine bilinguale Privatschule mit zwei Standorten in Frankfurt City und Steinbach/Taunus. Während der City Campus eine reine Grundschule ist, finden sie an unserem Taunus Campus Kita, Grundschule und Gymnasium unter einem Dach vereint. Bei uns lernen Kinder und Jugendliche, die Welt zu verstehen. In ihrer kulturellen und sprachlichen Vielfalt, sowie in ihren lokalen Besonderheiten und globalen Zusammenhängen.

Kontakt:
PHORMS Taunus Campus
Shanja Voelkel
Waldstraße 91
61449 Steinbach/Taunus
Tel.: 06171-2060270
eMail: Shanja.Voelkel@phorms.de
Web: www.frankfurt.phorms.de

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Niederursel: Tag der offenen Hoftore

Alte Bausubstanz

Am Tag der Deutschen Einheit feiert Niederursel traditionell seinen „Tag der offenen Hoftore“. Auch Niederursel war einst ein geteiltes Dorf. Ein Schild mit der Aufschrift „Niederursel – kleines gallisches Dorf“ erinnert an diese Zeit, in der die Bürger von Kriegen und Krankheiten drangsaliert wurden und die Grenze zwischen den beiden Dorfhälften mitten durch die Hauptstraße ging. Aus dieser Zeit stammen auch die beiden historischen Rathäuser.

Zu Feiern gab es aber noch mehr. Der Verein »der hof«, eine Reihe liebevoll renovierter Fachwerk-Hofreiten in Alt-Niederursel entstand 1974 durch eine Gruppe von Menschen, die sich um ihre Mitbürger und deren Nachwuchs kümmerten. Sie feiern dieses Jahr ihr 50-jähriges Bestehen. Eine hübsch gestaltete Broschüre berichtet von ihren Anfängen.

An einem Vorfrühlingstag im März des Jahres 1974 nahm ein Häuflein reformbewegter Menschen einen heruntergekommen Fachwerkhof in Niederursel in Besitz. Sie hatten Großes vor, Weltverbesserndes gar, denn sie waren vom Geist des Aufbruchs von 1968 ebenso bewegt wie von der die Anthroposophie Rudolf Steiners, besonders der von ihm entwickelten Idee einer Gliederung des sozialen Organismus in drei je eigenen Gesetzmäßigkeiten folgende Bereiche – Geistesleben, Rechtsleben und Wirtschaftsleben – sowie der Waldorfpädagogik.

Die Alte Schmiede

Die Alte Schmiede

Auch die Schmiede in Niederursel feierte ihr Jubiläum. Sie kann immerhin auf 100 Jahre Schmiedearbeit zurückblicken. Seit 1924 wurde im alten Dorfkern von Niederursel geschmiedet, wurden Hufe beschlagen und Werkzeuge gefertigt. Seit vielen Jahren liegen Amboss und Esse in den kräftigen und immer noch unermüdlich tätigen Händen von Wolfgang Tapp, dem einzigen noch lebenden Mit-Gründer des »hofs«. Seitdem sind unzählige Schulklassen zu Besuch gewesen, viele Menschen in den Genuss eines Schmiedekurses gekommen und eine Fülle schönster Werkstücke und Kunstobjekte aus verschiedensten Metallen im Feuer entstanden.

Der Popcorn-Wagen

Der Popcorn-Wagen

Neben der Möglichkeit, sich Innenhöfe alter Bauernhöfe und modernisierter Hofreiten anzusehen, gab es viel „hausgemachte Kost“ im Angebot. Von leckeren Waffeln, diversen Kuchen über Popcorn bis hin zu Spundekäs und Kochkäse war Vielfältigstes im Angebot.

Die Schilasmühle öffnet nicht nur ihre Tore, sondern die Naturfarm am Urselbach weihte bei der Gelegenheit auch einen Fühlpfad ein. Ertasten konnte man beispielsweise Luftballons oder Handtaschen. Auch Badewannen konnten – sofern man die Schuhe ausgezogen hatte – die Besucher testen. Sie waren wahlweise gefüllt mit Korken, Aprikosen oder mit Kirschkernen.

Die Kürbis-Schnitz-Station

Die Kürbis-Schnitz-Station

Auch für Kinder wurde viel angeboten. Neben Flohmarktständen, einer Kürbis-Schnitz-Station bis hin zu einer kindgerechten Minigolfanlage vor der Kirche. Und wer Tiere kennenlernen wollte, kam in der Schilasmühle zum Zug.

Die Band Lacour

Die Band Lacour

Derweil konnten die Eltern dem Schlagzeuger Jean-Philippe Lacour mit seiner Truppe, der französischen Gruppe K & Co Folk Blues, dem Gesang von Frau Ziegler-Liebst oder einem Konzert für Cello ihre Aufmerksamkeit schenken.

 


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Dritter Bauabschnitt für Geh- und Radweg bei Bonames

Vollsperrung der Kalbacher Hauptstraße ab 7. Oktober

Hessen Mobil startet am Montag, 7. Oktober, mit dem dritten Bauabschnitt eines neuen Geh- und Radwegs zwischen Bonames und Kalbach. Hierfür wird die Kalbacher Hauptstraße zwischen der Kreuzung zur Bonifatiusstraße und der U-Bahn-Station Kalbach voll gesperrt. Bis voraussichtlich Freitag, 8. November, werden dort Verkehrsinseln gebaut.

Von Bonames nach Kalbach wird der Verkehr umgeleitet über Fleckenbühlstraße, Unterer Kalbacher Weg, Talstraße und Bonifatiusstraße.

Von Kalbach nach Bonames wird der Verkehr umgeleitet über Bonifatiusstraße, Talstraße, Kalbacher Weg und Mühlackerstraße.

Der Bau des neuen Geh- und Radwegs erfolgt entlang der Kalbacher Hauptstraße (L 3019) von der Kreuzung zur Straße Am Martinszehnten bis zur U-Bahnstation Kalbach. Der Weg wird 900 Meter lang und auf der früheren Auf- und Abfahrtsrampe der Autobahn 661 gebaut.

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