Schlagwort: Ortsbeirat 12

Der neue Ortsbeirat (12) ist fertig zum Start

Glückwünsche für Frank Weißke

In der gestrigen Sitzung trat der neue Ortsbeirat das erste Mal zur (konstituierenden) Sitzung in der 13. Wahlperiode zusammen.

CDU Carolin Friedrich
Dr. Matthias Heiler
Eva Maria Lang
Axel Leonhardt
Daniela Reinmann-Rhinow
Jakob Seubert
Frank Weißke
Grüne Ronald Bieber
Ulrike Neißner
Janina Strahl
Rebecca Sünder
SPD Sabrina Geller
Matthias Jakob
Susanne Kassold
FDP Dr. Rainer Behrend
Eva Bieber
Volt Sandra Thoms
Linke Filiz Akbas
BFF Manuel Brück
  • Als Ortsvorsteher wurde Frank Weißke gewählt.
  • Als stellvertretender Ortsvorsteher wurde Dr. Rainer Behrend gewählt.
  • Als parlamentarische Schriftführerin wurde Frau Sabrina Geller gewählt.
  • Als hauptamtliche Bedienstete der Stadt Frankfurt zur Schriftführerin wurde Tanja Zelenic gewählt.

Nach der Verpflichtung der neuen Ortsbeiratsmitglieder und der öffentlichen Fragestunde und der Besprechung der Anträge zog sich das neue Gremium zur internen Beratung und zur Besetzung der folgenden Ämter zurück:

  • Wahl der Sozialbezirksvorsteher
  • Wahl des Seniorenbeirats / der Seniorenbeiräte
  • Kinderbeauftragte für Kalbach und den Riedberg

Die Wahlergebnisse können auf den Seiten des Statistikportals noch einmal nachgelesen werden: https://statistikportal.frankfurt.de/fwa/kw2026/kap2/Ortsbeirat-12.html

Wer sich über Vertreter im Ortsbeirat informieren möchte, findet Infos auf den folgenden Seiten:

An dieser Stelle noch herzliches Dankeschön an die Mitglieder des Ortsbeirat (12) aus der 12. Wahlperiode für ihren ehrenamtlichen Einsatz und das was sie alles geleistet haben.

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Zwischen Idee und Umsetzung: Die Calisthenics-Anlage in Kalbach

Calisthenics Anlage

Zunächst eine gute Nachricht für alle, die sich gerne draußen bewegen: Im Kalbacher Freizeitpark könnte schon bald eine neue Calisthenics-Anlage entstehen. Die Idee hatte der Ortsbeirat 12 bereits im Oktober 2016 gegenüber dem Magistrat der Stadt Frankfurt geäußert. Trotz einer positiven Rückmeldung Seitens der Stadt besteht das Konzept bis heute jedoch nur in der Theorie. Mehrere darauffolgende Anfragen des Ortsbeirats Kalbach-Riedberg blieben ebenso erfolglos wie der Antrag zur Genehmigung der zum Bau benötigten rund 15.000 Euro. Anfang März äußerte sich die Stadt nun mit einer erneuten Stellungnahme bezüglich der geplanten Sportanlage.

Laut aktuellem Stand werde sich der Start der Planung „aufgrund fehlender personeller Kapazitäten“ noch weiter verzögern, so der Magistrat. Immerhin wird in der Stellungnahme auch angekündigt, die Prioritäten so anzupassen, dass noch in diesem Jahr mit der konkreten Planung der Calisthenics-Anlage begonnen werden könne. Die potenziellen Nutzer, vor allem aus Kalbach, müssen sich also noch ein wenig gedulden.

Was ist Calisthenics?

Der Begriff kommt aus dem Griechischen und bedeutet so viel wie „schöne Stärke“. Dahinter steckt ein Training mit dem eigenen Körpergewicht. Dies kann beispielsweise aus Klimmzügen, Liegestützen, sogenannten Dips oder anderen Übungen an Stangen und Gerüsten bestehen. Anders als im Fitnessstudio braucht man dafür keine Maschinen oder Gewichte. Stattdessen wird draußen trainiert, oft in Parks oder auf speziell dafür gebauten Anlagen.

Genau das macht Calisthenics so attraktiv: Es ist kostenlos, jederzeit zugänglich und für viele Altersgruppen geeignet. Gleichzeitig wird der ganze Körper trainiert, wobei man nicht nur seine Muskeln beansprucht, sondern auch Koordination, Beweglichkeit und Ausdauer trainiert.

Gerade für die Jugend in Kalbach bietet eine derartige Anlage also große Chancen. Sie schafft einen Treffpunkt im Freien, der Bewegung mit sozialem Austausch verbindet. Statt alleine im Fitnessstudio zu trainieren, können Jugendliche hier gemeinsam Zeit verbringen, sich gegenseitig motivieren und neue Leute kennenlernen. Das stärkt nicht nur die körperliche Fitness, sondern auch das Gemeinschaftsgefühl im Stadtteil.

Auch gesundheitlich hat Calisthenics viele Vorteile. Regelmäßige Bewegung an der frischen Luft wirkt sich positiv auf Herz, Muskeln und Psyche aus. Gleichzeitig ist das Verletzungsrisiko oft geringer als bei schwerem Gewichtstraining, da lediglich mit dem eigenen Körpergewicht gearbeitet wird.

Die geplante Anlage im Kalbacher Freizeitpark könnte also weit mehr sein als nur ein paar Stangen und Geräte. Vielmehr wäre sie ein echter Gewinn für den Stadtteil: ein Ort für Bewegung, Begegnung und Lebensqualität. Dass der Bedarf vorhanden ist, zeigt sich schon an anderen Standorten im Umfeld: Für Jugendliche gibt es auf dem Riedberg seit einiger Zeit eine Calisthenics-Anlage am Südende der »Römischen Straße« und auch für Senioren wurde am Stiftung-Waisenhaus-Weg 27 ein entsprechendes Angebot geschaffen. Nun bleibt zu hoffen, dass die Planung in Kalbach bald voranschreitet, denn das Interesse ist bereits groß.

Weiterführende Links

 

 

 

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Kommunalwahl 2026: So hat Kalbach-Riedberg gewählt

Symbolbild hessische Kommunalwahl in FFM

Am 15. März war es wieder soweit: Auch die Kalbach-Riedberger waren zur hessischen Kommunalwahl aufgerufen. Inzwischen stehen die offiziellen Ergebnisse fest – ein Anlass, um einen genaueren Blick auf das Wahlergebnis im Stadtteil zu werfen.

Wer seine Stimme am Wahlsonntag nutzte, konnte seine Kreuzchen auf zwei oder drei Wahlzetteln setzen. Neben der Stadtverordnetenversammlung wurde auch die künftige Ausländervertretung gewählt. Für diese dürfen nur diejenigen eine Stimme abgeben, die in Frankfurt gemeldet und volljährig sind, aber keinen deutschen Pass besitzen. Außerdem wurde in allen Frankfurter Stadtteilen ein Wahlzettel für den jeweils zuständigen Ortsbeirat zur Verfügung gestellt.

Was macht der Ortsbeirat?

Der Ortsbeirat ist ein gewähltes kommunalpolitisches Gremium auf der Ebene von Stadt- oder Ortsteilen. Seine zentrale Aufgabe besteht darin, die Interessen der Bürger eines Ortsbezirks gegenüber der Stadt- oder Gemeindeverwaltung zu vertreten und als erstes Bindeglied zwischen der Bevölkerung und der kommunalen Politik zu fungieren. Ortsbeiräte beschäftigen sich deshalb vor allem mit konkreten lokalen Anliegen, die den Alltag der Menschen direkt betreffen. Dazu gehören unter anderem Spielplätze, Probleme mit der Verkehrssicherheit oder Fragen der Ausstattung von Grünflächen und öffentlichen Einrichtungen.

Die Mitglieder eines Ortsbeirats werden bei den Kommunalwahlen für eine Amtszeit von fünf Jahren gewählt, wobei die Mitgliederanzahl des Gremiums je nach Größe des Bezirks zwischen drei und 19 Personen variiert. Angesichts der recht hohen Bevölkerungszahl von Kalbach-Riedberg (23.500 Einwohner) setzt sich der zuständige Ortsbeirat 12 aus 19 Mitgliedern zusammen. In der kommunalpolitischen Hierarchie stehen Ortsbeiräte unter der Stadtverordnetenversammlung oder Gemeindevertretung und verfügen meist über begrenzte Entscheidungskompetenzen. Ihre ehrenamtliche Rolle besteht vor allem darin, Anträge einzubringen, Vorschläge zu formulieren und Stellungnahmen zu wichtigen Vorhaben der Stadt abzugeben, die den jeweiligen Stadtteil betreffen. Die endgültigen Entscheidungen trifft jedoch in der Regel das zentrale kommunale Parlament – im Falle Frankfurts ist das die Stadtverordnetenversammlung.

Trotz dieser eingeschränkten formalen Macht können Ortsbeiräte in der Praxis Einfluss ausüben, indem sie Probleme sichtbar machen und politische Initiativen anstoßen. Durch ihren lokalen Bezug agieren sie nah am Interesse der Bürger, nehmen deren Anliegen auf und tragen dazu bei, dass kommunalpolitische Prozesse insgesamt transparenter und partizipativer gestaltet werden.

Wie setzt sich der Ortsbeirat (12) nun zusammen?

Im Ortsbeirat 12 werden insgesamt 19 Sitze vergeben. Wie viele Sitze jede Partei oder Wählergruppe erhält, richtet sich zunächst nach dem Anteil ihrer Stimmen am Gesamtergebnis. Dabei gilt in Hessen das sogenannte Hare-Niemeyer-Verfahren: Die Gesamtzahl der Sitze wird mit der Stimmenzahl einer Parteienliste multipliziert und anschließend durch die Summe aller gültigen Stimmen geteilt. So entsteht vorerst ein rechnerischer Sitzanteil, der häufig keine ganze Zahl ergibt.

Da Sitze natürlich nicht geteilt werden können, erhält jede Liste zunächst so viele Mandate, wie dem ganzzahligen Anteil ihres Ergebnisses entsprechen. Die noch verbleibenden Sitze werden anschließend an die Parteienlisten mit den größten Nachkommastellen vergeben. Auf diese Weise wird das Wahlergebnis möglichst proportional in Sitze übersetzt.

Erst im zweiten Schritt wird entschieden, welche Personen tatsächlich in den Ortsbeirat einziehen. Maßgeblich ist dann nicht primär der Listenplatz, sondern die Zahl der persönlichen Stimmen, die die Kandidaten innerhalb ihrer jeweiligen Liste erhalten haben. Wer innerhalb der eigenen Partei oder Wählergruppe die meisten Stimmen erzielt, bekommt die entsprechenden Sitze. So wird sichergestellt, dass sowohl das Kräfteverhältnis zwischen den Parteien als auch die individuelle Unterstützung einzelner Kandidaten berücksichtigt wird. Im Ortsbeirat 12 wird sich die Sitzverteilung für die kommende Wahlperiode also wie folgt gestalten:

Darstellung der Sitzverteilung für den künftigen Ortsbeirat 12.

Grafik von M. Barth

Mit der neuen Sitzverteilung beginnt für Kalbach-Riedberg nun eine neue kommunalpolitische Wahlperiode, in der zentrale Zukunftsfragen des Stadtteils verhandelt werden. Ob Verkehrsanbindungen, Schul- und Betreuungsangebote oder die Gestaltung öffentlicher Plätze, wie beispielsweise des Riedbergplatzes: Viele Entscheidungen, die den Alltag der Kalbach-Riedberger unmittelbar betreffen, werden im Ortsbeirat 12 diskutiert und angestoßen. Gerade in einem wachsenden Stadtteil wie Kalbach-Riedberg zeigt sich, wie wichtig Kommunalpolitik für das direkte Lebensumfeld ist. Die Wahlentscheidung vom 15. März ist damit mehr als ein politisches Stimmungsbild- sie legt den Grundstein dafür, wie sich der Stadtteil in den kommenden fünf Jahren weiterentwickeln wird.

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Wenn die Heizung kalt bleibt und Informationen fehlen

Martin Giehl, Vorstand Mainova AG (links) und Dirk Remmert, Geschäftsführer FES (rechts)

Am 23. Oktober 2025 blieb es am Riedberg sowie in Teilen der Nordweststadt und des Mertonviertels plötzlich kalt. Für viele begann der Herbstmorgen ungewohnt unerquicklich: Die Dusche war höchstens lauwarm und die Wohnung wollte einfach nicht richtig warm werden. Ursache war ein Ausfall der Fernwärmeversorgung.

Wer in dieser Situation zum Smartphone griff und online nach einer schnellen Erklärung suchte, wurde zunächst jedoch nicht fündig. Auf der Website der Mainova AG war keine aktuelle Störungsmeldung veröffentlicht. So blieben viele Betroffene erst einmal ratlos und suchten die Ursache in den eigenen vier Wänden. Nicht wenige vermuteten einen Defekt an der eigenen Heizungsanlage. Manche Anwohner reagierten deshalb umgehend und beauftragten vorsorglich einen Fachbetrieb – nur um später zu erfahren, dass die Störung gar nicht im eigenen Haus lag. Zu den kalten Räumen und dem ausgefallenen Warmwasser kam bei einigen somit auch noch der Ärger über vermeidbare Kosten hinzu.

Der Ortsbeirat 12 forderte daraufhin in einem Antrag vom 31. Oktober 2025, die Störungskommunikation der Mainova deutlich spürbar zu verbessern. Eine gut sichtbare Rubrik „Aktuelle Störung: Status und Ausblick“ auf der Startseite der Website sei aus Sicht des Gremiums diesbezüglich ein wichtiger Fortschritt. Zudem solle geprüft werden, ob betroffene Kunden aktiv per E-Mail oder SMS informiert werden können- dem Energieversorger liegen viele dieser Kontaktdaten ohnehin schon vor.

Als positives Beispiel nannte der Ortsbeirat die Verkehrsgesellschaft Frankfurt am Main (VGF), die bei Störungen im Nahverkehr schnell und zuverlässig auf ihrer Website informiert. Bei der Fernwärmeversorgung käme es glücklicherweise seltener zu Ausfällen. Gerade dann sei aber eine klare Kommunikationsstrategie für den Ernstfall von großer Bedeutung.

Stellungnahme der Mainova AG

In der Folge des Antrags hat der Magistrat der Stadt Frankfurt die Mainova um Stellungnahme gebeten. Das Unternehmen verweist nun in einer aktuellen Äußerung vom 09. Februar 2026 auf einen standardisierten Ablauf für öffentlichkeitswirksame Störungen. Im konkreten Fall vom Oktober war das Müllheizkraftwerk Frankfurt am Main GmbH betroffen, an dem neben Mainova auch die Frankfurter Entsorgungs- und Service GmbH (FES) beteiligt ist. Die FES übernahm die Kommunikation im konkreten Fall federführend und informierte nach eigenen Angaben am Morgen des 23. Oktobers per E-Mail-Verteiler. Darüber hinaus beantwortete die FES Presseanfragen und veröffentlichte Beiträge in sozialen Medien. Auch Mainova meldete sich über ihren Service-Account auf der Plattform X.

Die Wärmeversorgung konnte noch am selben Vormittag wieder aufgenommen werden. Andere Kraftwerke im Verbund erhöhten ihre Leistung zwischenzeitlich, um den Ausfall auszugleichen. Allerdings braucht ein Fernwärmesystem Zeit: Bis die Wärme wieder alle Wohnungen erreichen konnte, vergingen mehrere Stunden- teils hielt die Störung sogar bis zum nächsten Tag an.

Der Vorfall vom 23. Oktober zeigt, wie eng technische Versorgung und eine transparente Kommunikation zusammenhängen. Wenn die Heizung und die Warmwasserversorgung im Stadtteil ausfallen, geht es nicht nur um Infrastruktur, sondern konkret um den Alltag der Riedberger. Eine schnelle, zugängliche Meldung kann Unsicherheiten vermeiden und unnötigen Ärger leicht umgehen. Ob die bestehenden Informationswege im Ernstfall nun ausreichen oder gegebenenfalls optimiert werden müssen, wird nun weiter zu diskutieren sein.

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SPD fordert Überdachung der Bushaltestelle Campus Riedberg

Bushaltestelle Uni Campus Riedberg

Wer derzeit am Uni Campus Riedberg auf den Bus wartet, braucht vor allem zwei Dinge: eine wetterfeste Jacke und Geduld. An der zugehörigen Haltestelle fehlt es bislang an überdachten Wartebereichen und Sitzmöglichkeiten. Gerade bei Regen, Wind oder winterlichen Temperaturen stehen Fahrgäste oft ungeschützt am Straßenrand. Um die Situation langfristig zu verbessern, fordert die SPD-Fraktion im Ortsbeirat 12 entsprechende Maßnahmen.

Im Rahmen des Antrags vom 09. Januar plädierte Susanne Kassold dafür, in beide Richtungen Wartehäuschen mit Sitzgelegenheiten zu errichten. Die Forderung knüpft unmittelbar an die Alltagserfahrung vieler Menschen vor Ort an. Neben Studierenden und Mitarbeitern der Universität nutzen auch zahlreiche Schulkinder sowie einkaufende Anwohner die Busverbindung regelmäßig. Besonders ältere Menschen sind auf ausreichende Sitzgelegenheiten angewiesen.

Dabei zählt der Campus Riedberg zu den dynamischsten Standorten in Frankfurt am Main. Als naturwissenschaftlicher Schwerpunkt der Goethe-Universität Frankfurt zieht er täglich tausende Studierende, Forschende und Beschäftigte an. Mit weiteren geplanten Gebäuden und wachsender Infrastruktur dürfte die Bedeutung des Standorts in den kommenden Jahren noch zunehmen – und damit auch die Zahl der Fahrgäste, die auf eine funktionierende und komfortable Busanbindung angewiesen sind.

Ursprünglich stand eine Verlegung der Haltestelle in Richtung Riedbergplatz im Raum. Angesichts seines geplanten Umbaus ab Herbst 2026 wurde dieses Vorhaben jedoch verworfen. Stattdessen soll der Fokus nun darauf liegen, die bestehenden Haltepunkte aufzuwerten und an die Bedürfnisse der Nutzer anzupassen.

Formell kann der Ortsbeirat lediglich eine Anregung gegenüber der Stadt Frankfurt aussprechen. Es liegt nun also erst einmal am Magistrat, die zuständige Nahverkehrsgesellschaft traffiQ um Prüfung und Umsetzung der Ideen zu bitten. Dabei müssen Fragen der baulichen Voraussetzungen ebenso wie die Finanzierung und die zeitliche Planung geklärt werden.

Ab wann tatsächlich neue Wartehäuschen entstehen könnten, bleibt noch offen. Erfahrungsgemäß vergehen zwischen einem solchen Antrag und dessen Umsetzung oft mehrere Monate oder sogar Jahre. Für die Fahrgäste am Campus Riedberg wäre ein überdachter Unterstand jedoch eine einfache, aber bedeutsame Erleichterung im Alltag. Gerade bei schlechtem Wetter würde er das Warten angenehmer machen und den öffentlichen Nahverkehr zukunftstauglicher gestalten. Nun bleibt abzuwarten, wie der Magistrat und traffiQ auf die Anregung reagieren und ob die Haltestelle künftig besser auf die Bedürfnisse seiner vielen Nutzer vorbereitet wird.

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Kinderwanderweg vor Neugestaltung

Kinderwanderweg

Es war einmal vor vielen Jahren, da erkannte man, dass Kinder immer weniger zu Fuß unterwegs sind und ihren Stadtteil daher auch nur wenig erkunden. Elterntaxis haben eben auch ihre Nebenwirkungen. Auch auf dem Riedberg kannten Kinder die schönen Grünalgen und landwirtschaftlichen Nutzflächen nicht.

So entwickelten Pädagogen der Grundschule Riedberg mit der damaligen Klasse 4b einen Kinderwanderweg, der 2012 fertiggestellt wurde. Der Rundwanderweg umfasste 15 Stationen und zog sich über 4,5 km hin. Start und Ziel sind am Bonifatiusbrunnen. Sie hatten sich mit dieser Idee am Bildungswettbewerb „Stadt der Zukunft“ beteiligt, um Menschen für das Wandern zu begeistern. Dabei tüftelten sie nicht nur die Route aus, sondern entwickelten auch Fragen und Aktionen für die Wegstationen.

Die Kosten von rund 11.000 Euro übernahmen das Grünflächenamt sowie etliche Sponsoren. Inzwischen ist ein Teil der Holzstelen verschmutzt, verwittert, oder beschädigt. Und die Texte lassen sich oft nicht mehr entziffern. 2020 wollten die Parteien im Ortsbeirat (12) dies ändern. Entsprechende Anträge wurden verabschiedet.

Und so sieht die Planung derzeit aus:

  • Die Zahl der Stelen soll um 2 auf 17 erhöht werden.
  • Die Stelen sollen die 17 Nachhaltigkeitsziele der UN aufgreifen.
  • Eine Arbeitsgruppe aus Kinderbeauftragten, Grund- und Gymnasiallehrer*innen sowie der Ortsvorsteherin hat sich des Themas angenommen. Die Lehrkräfte erarbeiten zusammen mit Kindern Fragen und Antworten für die neue Beschriftung. Beteiligt sind sowohl das Gymnasium Riedberg als auch eine dritte Klasse der Marie-Curie-Grundschule.
  • Es sollen nicht nur die jüngeren Kinder, sondern auch die Heranwachsenden altersgerechte Fragestellungen bekommen.
  • Für jüngere Kinder soll es die Fragen weiterhin analog auf den Stelen geben, für die Älteren soll statt eines Textes auf der Oberfläche ein QR-Code aufgedruckt werden, der mit dem Handy gescannt werden kann und dann über einen Internet-Link zu der Seite führt auf der die Fragen und Antworten stehen. So können die Fragen bei Bedarf auch wieder aktualisiert oder ausgetauscht werden.

Die Kosten könnten über einen Zuschuss der Stadt oder aus dem Budget des Ortsbeirates (12) getragen werden.


Verwandter Link

 

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Der Stadtteilpreis wird wieder ausgeschrieben

Urkunde Stadtteilpreis

Der Ortsbeirat 12 lobt den Stadtteilpreis 2024 für Aktivitäten, die das Zusammenleben in den Ortsteilen Kalbach und/oder Riedberg fördern, aus. Dazu sollen Ideen entwickelt und Projekte gestartet werden mit dem Ziel, die Weiterentwicklung des sozialen Zusammenlebens im Stadtteil zu fördern.

Der Stadtteilpreis wird für Arbeiten von Bürgern, Vereinen, Schulen und Initiativen, die sich im oben genannten Sinne verdient gemacht haben, ausgelobt. Als Preis stellt der Ortsbeirat 500 Euro aus den verfügbaren Haushaltsmitteln für Öffentlichkeitsarbeit bereit.

Über die Vergabe entscheidet der Ortsbeirat in nicht öffentlicher Sitzung durch einfache Mehrheit nach Vorsichtung einer Jury, bestehend aus je einem Mitglied jeder Fraktion sowie den fraktionslosen Mitgliedern des Ortsbeirates.

Der Vorsitz der Jury wird innerhalb der Jury bestimmt. Der Preis kann nicht zweimal in Folge demselben Preisträger verliehen werden. Die Übergabe an den Preisträger erfolgt im Rahmen einer öffentlichen Ortsbeiratssitzung im Jahr 2025.

Das Ende der Bewerbungsfrist ist der 31.10.2024.

Bitte reichen Sie Ihre Bewerbung oder Vorschläge mit einer Kurzbeschreibung bis zum 31.10.2024 beim Büro der Stadtverordnetenversammlung, Stichwort „Stadtteilpreis des Ortsbeirates 12“, Bethmannstraße 3, 60311 Frankfurt am Main, oder per eMail an ortsbeiraete@stadt-frankfurt.de ein.

Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an Frau Ortsvorsteherin Ulrike Neißner – eMail: Ortsvorsteherin-Kalbach-Riedberg@web.de.


Die letzten Stadtteilpreise wurden vergeben an:

  • 2023: Riedberger Sport- und Kulturverein
  • 2022: Erweiterte Schulische Betreuung (ESB) der Grundschule Kalbach
  • 2021: Demenzzentrum „Trotzdem Aktiv“
  • 2020: Riedberger Sport- und Kulturverein
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Ortsvorsteherin wegen Wahlwerbung in der Kritik

Es ist Freitag, gegen 21 Uhr. Ortsvorsteherin Carolin Friedrich verlässt vorübergehend den Saal in der Alten Turnhalle in Kalbach. Wolfgang Diel (Grüne) übernimmt. Ein nicht ganz gewöhnlicher Vorgang. Doch es steht auch ein Punkt auf der Tagesordnung, der ebenso ungewöhnlich ist. Auf Antrag von SPD, Grünen und FDP geht es um „Rechte und Pflichten der Ortsvorsteherin“. Konkret darum, dass die Politikerin ihr Amt missbraucht habe, um Wahlwerbung für ihre CDU-Parteikollegin, die ehemalige OB-Kandidatin Bernadette Weyland zu machen. Sowohl in einem Wahlaufruf war sie mit ihrem offiziellen Titel zu finden als auch in einem MAINRiedberg-Artikel zum Besuch Weylands im Familienzentrum Billabong im Februar.

Eine Ortsvorsteherin sollte „unparteiisch und neutral“ die Interessen des Stadtteil-Gremiums insgesamt vertreten. Dem entspreche diese Wahlwerbung nicht. Thorsten Lieb (FDP) sagte, gerade bei einem wichtigen Thema wie Wahlen, „muss man sich bewusst sein, welche Tragweite das hat“. Er fordert „ein bisschen mehr Demut“ und „Sensibilität“. Die SPD drückte ihren „Missmut“ aus und sprach davon, dass es nicht das erste Mal sei, dass so etwas passiert ist. Die Grünen missbilligten ausdrücklich dieses Verhalten.

„Ich möchte mich entschuldigen“

Carolin Friedrich äußerte sich in einer mündlichen Erklärung. Sie sagte unter anderem: „Hätte ich ein Mal darüber nachgedacht, hätte ich das anders formuliert. Ich möchte mich entschuldigen.“ Sie sei sich dessen „nicht so bewusst“ gewesen.

Das betrifft insbesondere den beanstandeten Wahlaufruf. Dass sie auch im MAINRiedberg-Artikel als Ortsvorsteherin statt als CDU-Mitglied auftrete, sei so nicht abgestimmt gewesen. Allerdings hat Carolin Friedrich den Artikel auf Facebook mit einem „Gefällt mir“ geliked.

Die Parteikollegen nahmen sie in Schutz und sprachen davon, dass Friedrich keine Schuld trifft. Eine schriftliche Stellungnahme muss die Ortsvorsteherin dennoch verfassen. Mit ihrer Erklärung ist, wie eine Ortsbeirätin der Linken formulierte, die Sache „vom Tisch“.

Foto: CDU Frankfurt

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Dritte Grundschule gefordert

Der Riedberg wächst – was Kinder betrifft, wesentlich stärker als prognostiziert. Die erste Grundschule hat inzwischen keine Kapazitäten mehr. Die zweite, die Marie-Curie-Schule im Westflügel, wurde erst im Herbst 2014 eröffnet und für rund 450 Kinder erbaut – doch ab Sommer sollen 600 Kinder hier zur Schule gehen. Tendenz steigend. Die Elternvertreter sind schon seit Monaten alarmiert und jetzt wird von FDP und Grünen in der heutigen Ortsbeiratssitzung am Abend folgender Eilantrag gestellt: Der Magistrat wird gebeten, „unverzüglich die notwendigen Schritte zur Errichtung einer Grundschule für den Stadtteil Riedberg einzuleiten“. Die Sitzung (siehe unten) ist öffentlich.

Bildungsdezernentin stellt im Juni Aktionsplan für Kitas und Schulen vor

Zugleich aber hat das Bildungsdezernat bereits mit Ortsvorsteherin Carolin Friedrich vereinbart, dass die zuständige Stadträtin Weber „am 15. Juni in den Ortsbeirat kommen wird, um eine Gesamtlösung für die Kita- und Schulsituation vorzustellen“. Das hat Jetta Lüdecke, Sprecherin des Dezernats für Integration und Bildung von Sylvia Weber (SPD), soeben MAINRiedberg bestätigt.

Aber geht das schnell genug? Im heutigen Antrag wird gefordert, dass „ein pragmatisches Vorgehen bei der Suche nach Grundstücken erforderlich“ sei. Mit der Vorgabe, zunächst vorrangig dem Platzbedarf für die Grundschulplätze nachzukommen und andere Planungsabsichten zurück zu stellen. Platz wäre etwa noch am nördlichen Ende der Altenhöferallee, wo die Sportplatz-Erweiterung entstehen wird und früher bereits ein Kita-Provisorium stand.

Die Marie-Curie-Schule wird im Herbst um vier Pavillons erweitert – doch auch das wird den Bedarf nicht decken

Holzpavillons für neue 1. Klassen zu Schulstart NICHT fertig

Aktuell herrscht auch folgende Problematik: „Wir platzen aus allen Nähten“, hatten Elternvertreter der Marie-Curie-Schule schon seit Monaten gemahnt. Bereits für das laufende Schuljahr muss ein Raum der Ganztagsbetreuung als Klassenzimmer genutzt werden, die Eltern sehen generell die Ganztagsbetreuung für alle Schüler gefährdet, wenn ab Herbst vier weitere 1. Klassen dazukommen, die in Holzpavillons auf dem Schulhof untergebracht werden. Dieses Pavillons werden aber „erst zu den Herbstferien bezugsfertig sein“, wie in dieser Woche die Auskunft aus dem Amt für Bau und Immobilien auf MAINRiedberg-Frage lautete. Auch hier aber sollen aktuell Pläne für eine Übergangslösung erarbeitet werden.

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Die Ortsbeiratssitzung findet am heutigen Freitag, dem 16. März 2018, um 20 Uhr im Familienzentrum Billabong, Graf-von-Stauffenberg-Allee 46b, am Riedberg statt. Die Sitzung ist öffentlich.

(Für Interessierte besteht im Vorfeld der Sitzung die Möglichkeit, um 19.30 Uhr an einer Führung durch das Familienzentrum teilzunehmen)

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Fotos: Fotolia/ MAINRiedberg

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Ampel, Eisbahn & „Tohuwabohu“

Von der Sorge um die Kita Weltraum bis zu Ampel-Plänen, vom Raumbedarf für Vereine bis zur Idee einer Winter-Eisbahn: Auf der Tagesordnung der Ortsbeiratssitzung am vergangenen Freitag waren viele interessante Themen. Das sind die wichtigsten Infos:

Einsatz für die Kita Weltraum

Der Ortsbeirat macht sich nochmals für die Kita Weltraum stark. Die Fakten: Seit Monaten sorgt ein Insolvenzverfahren für viel Verunsicherung bei Eltern und Kindern. Zwar wurde von Seiten der Stadt immer betont, dass der Weiterbetrieb der Kindertagesstätte gesichert ist. Aber noch immer ist unklar, ob die Stadt ein Vorkaufsrecht auf das Gebäude geltend machen kann, und ob das Grundstück definitiv planungsrechtlich für den Gemeinbedarf ausgewiesen ist. Jetzt bittet der Ortsbeirat einstimmig um den „aktuellen Informationsstand zum Sachverhalt“ – damit Eltern, Kinder und Träger langfristig Planungssicherheit bekommen. Die Kita Weltraum ist am 28.1. auch Thema im Magistrat. Die Stadtverordnete Eva-Maria Lang (CDU) wird offiziell fragen: „Wann werden Entscheidungen getroffen, damit die Eltern wissen, woran sie sind?“

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Neue Ampel am Riedbergzentrum?

Fußgänger, die vom Riedbergplatz Richtung Temma-Markt gehen, leben gefährlich. Insbesondere, wenn die Auto-Ampel an der Kreuzung zur Otto-Schott-Straße unbemerkt auf Grün schaltet und die Autos zügig rechts abbiegen. Deshalb beantragten die Grünen, den Überweg durch einen Zebrastreifen oder eine Fußgängerampel „sicherer zu gestalten“. In der Diskussion wurde klar, dass das neue Gefahren bergen könnte. Allerdings könnte eine „Blink“-Ampel, die Fußgänger wie Autofahrer warnt, eine Lösung sein. Die Wahl der geeigneten Maßnahmen ließ der Ortsbeirat offen. Der Magistrat wurde aber einstimmig gebeten, hier für mehr Sicherheit zu sorgen

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Initiative für mehr Räume für Vereine

Am Riedberg gibt es zwei Sportvereine, die IG Riedberg, das Familienzentrum Billabong und weitere Bürgeraktivitäten – doch Räume für Veranstaltungen, Kurse und Besprechungen gibt es kaum. Deshalb möchte jetzt der Ortsbeirat nach einem Grünen-Antrag „rechtzeitig darauf hinweisen“, dass bei der geplanten Integrierten Gesamtschule (IGS) am Riedberg auch „Räume für Gemeinschaftsaktivitäten“ berücksichtigt werden sollten. Diese frühzeitige Bitte ist insofern wichtig, da diese Räumlichkeiten öffentlich zugänglich und separat abschließbar sein sollten. Der Ortsbeirat stimmte dem Antrag zu. Die SPD wies allerdings darauf hin, dass ihr Antrag für die Öffnung des bereits bestehenden Gymnasiums für Vereine vor Monaten noch klar abgelehnt worden war.

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NEIN zu geplanter Grünfläche

Ursprünglich war gar nicht geplant, dass zwischen Kita und Bebauung am Margarethenzehnten und Max-Born-Straße eine kleine Grünfläche entstehen könnte. Da sich jetzt aber dieser Freiraum von 1200 Quadratmetern ergibt, möchte die Stadt die Fläche mit Bäumen, Bänken, einigen Spielgeräten, Gittertoren und mit umlaufenden Hecken inklusive schützenden Drähten plus einem Gehweg bebauen. Das erläuterte Jörg Sander vom Grünflächenamt am Freitag. Der Ortsbeirat jedoch sieht unter anderem die „Mitbenutzung der Grünfläche durch die angrenzende Kindertagesstätte“ nicht berücksichtigt. Man mutmaßt, dass auch Radfahrer den Gehweg zu stark nutzen könnten. Der Experte vom Grünflächennamt betonte, dass das Grün „der Allgemeinheit“ zur Verfügung stehen sollte. Der Ortsbeirat aber lehnte mehrheitlich die Pläne ab. Der kleine Park kann erst mal nicht gebaut werden, bis der Ortsbeirat einem (neuen) Plan zustimmt.

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Gibt es 2017 eine Eisbahn?

Der alte Flugplatz Bonames mit Tower-Café und der großen Rollbahn für Skateboarder, Blades, Radler und Kinderwagen ist auch bei Riedberger Familien sehr beliebt – allerdings weniger im Winter. Die Grünen möchten deshalb für mehr Publikum im nächsten Winter sorgen, mit einer kleinen Eisbahn. Ihr Argument: „Das Beispiel der Eisbahn in Bad Homburg zeigt, dass schon eine Bahn von 15 x 20 Meter Ausdehnung ein starkes Interesse findet“. Umstritten war am Freitag im Ortsbeirat, ob eine Lauffläche aus recycelten Kunststoffplatten tatsächlich ein gute Lösung wäre, ob das Ganze finanzierbar wäre und obendrein die Zustimmung der unteren Naturschutzbehörde bekäme. Das soll jetzt der Magistrat prüfen.

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Ein bisschen „Tohuwabohu“

Turbulent war die Diskussion um Nummer 13 der Tagesordnung. Die SPD wollte mit dem Antrag den Schilderwald in Riedberg und Kalbach lichten. Das heißt: Man wollte das Straßenverkehrsamt bitten, Straßenschilder zu Adressen, die gar nicht existieren, abzumontieren. Etwa am Stiftung-Waisenhaus-Weg, wo es definitiv keine Nummer 43 gibt. Allerdings war am Ende dieses SPD-Antrags der Satz „Vielen Dank für Ihre Unterstützung“ plus der Name der CDU-Ortsvorsteherin zu lesen. Man entschuldigte sich dafür, das sei „durch die Finger gerutscht“. Ortsvorsteherin Carolin Friedrich indes erklärte: „Ich betrachte das als Affront gegen mich.“ Da ihre Zustimmung sozusagen vorausgesetzt sei. Es kam sogar die Vermutung auf, dass die SPD den Namen und die vermeintliche Unterstützung der CDU-Ortsvorsteherin als Wahlwerbung für sich nutzen würde.

Da meldete sich Rainer Venino (FDP) zu Wort, der zur Wahl im März nicht mehr antritt (und sich in seiner letzten Sitzung eigentlich zurückhalten wollte). Er sprach von „Tohuwabohu“ und bat darum, das Ganze „etwas tiefer zu hängen“. Letztlich wurde die Abstimmung ausgesetzt. Stattdessen wird die Stadtbezirksvorsteherin schlicht einen Brief ans Straßenverkehrsamt schreiben.

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