Alle Artikel von Melinka Barth

Tauschen statt wegwerfen: Ein Schrank für die Riedberger Familien

Symbolbild Spiel-Tauschschrank

Das Kinderzimmer quillt über, aber das eine Spielzeug, das sich der Nachwuchs gerade wünscht, fehlt trotzdem. Wer mit Kindern am Riedberg lebt, kennt dieses Problem sicherlich. Genau hierbei soll bald ein Tauschschrank unterstützen. Das Angebot gestaltet sich ganz nach dem Vorbild eines Projekts, das in Griesheim schon seit fast zwei Jahren erfolgreich läuft.

Die Idee kommt von CDU, FPD und Volt aus dem Ortsbeirat 12. In einem gemeinsamen Antrag wurde die Stadt gebeten, das Griesheimer Modell auf Kalbach-Riedberg zu übertragen. Der Ortsbeirat hat dem Vorhaben Ende August einstimmig zugestimmt und schlägt gleich zwei Standorte verteilt über den Ortsbezirk vor. Ein Standort soll in der Graf-von-Stauffenberg-Allee 64b, direkt neben dem Familienzentrum Billabong entstehen. Für den zweiten Schrank wäre das Kinder- und Jugendhaus Kalbach in der Straße »Am Brunnengarten« denkbar.

Dass der Tauschschrank am Riedberg ausgerechnet neben Billabong stehen soll, ist kein Zufall. „Die Zielgruppe geht hier tagtäglich ein und aus“, erklärt Anja Hohmann vom Billabong-Familienzentrum Riedberg e.V. Wer im Schrank ein Spielzeug finde, könne es bei jedem Wetter gleich im angeschlossenen Café ausprobieren. Und noch ein Argument spricht für die Lage: Der bestehende Bücherschrank auf dem Riedbergplatz wird immer wieder zum Ziel von Vandalismus. Am Familienzentrum, so die Hoffnung, sorgt der aufmerksame Blick der Mitarbeitenden dafür, dass der Schrank länger unbeschadet bleibt.

Wie das Ganze konkret aussehen wird, zeigt das Vorbild in Griesheim. Dort hat die Frankfurter Entsorgungs- und Service GmbH (FES) im November 2024 einen Tauschschrank aus einer ausgedienten Telefonzelle gebaut, samt Solarpanel für die Beleuchtung am Abend. Ob die Riedberger Tausch-Schränke genauso entstehen und was das gesamte Vorhaben kostet, hängt von der weiteren Prüfung durch die Stadtverwaltung ab.

Was in die Schränke hineindarf, ist bereits klar. Bücher, Gesellschaftsspiele und Spielzeug dürfen gerne getauscht werden, während Kleidung und Elektrogeräte bewusst nicht vorgesehen sind. Ohne fachliche Prüfung, könne niemand garantieren, dass ein gebrauchtes Gerät sicher sei, so Hohmann. Mit dem Tausch von Kleidung hat man am Riedberg bereits Erfahrung gesammelt. Viele brachten Kleidung vorbei, jedoch nahm kaum jemand etwas mit. Im Laufe der Zeit erinnerte der Schrank beim Familienzentrum daher eher an einen überquellenden Altkleidercontainer als an ein einladendes Tauschregal. Trotz dieser Erfahrungen will man am Riedberg nun einen neuen Versuch wagen.

Damit der neue Schrank langfristig funktioniert, braucht es aber vor allem eines: Menschen, die sich um ihn kümmern. Billabong hat bereits angeboten, eine Patenschaft für den Schrank zu übernehmen, sucht dafür aber noch ehrenamtliche Unterstützung aus der Nachbarschaft. Im Rahmen der Patenschaft mit dem Familienzentrum entfernen die Helfer unter anderem kaputtes Spielzeug oder Müll und melden der Stadt am Schrank entstandene Schäden. Wer Lust hat, sich für den Tauschschrank mit einzubringen, ist herzlich willkommen, sich bei Billabong zu melden.

Mehr Informationen zu den Kontaktdaten finden Sie hier: https://www.billabong-family.de/kontakt.

Wann genau der erste Spatenstich fällt, steht noch nicht fest. Der Bedarf für ein derartiges Angebot besteht am Riedberg allerdings schon seit längerer Zeit. Der Ortsbezirk wächst stetig, und mit ihm auch die Zahl junger Familien. Was bislang fehlt, sind niedrigschwellige Orte, an denen Nachbarschaft und Nachhaltigkeit ganz selbstverständlich zusammenfinden. Genau diese Lücke könnte ein Tauschschrank füllen. Er schenkt gebrauchten Spielsachen ein zweites Leben und wird nebenbei zu einem kleinen Treffpunkt für die vielen jungen Familien am Riedberg.

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Wohnen am Riedberg: Die aktuelle Übersicht für Studierende

Studentenwohnheim

Das neue Semester steht schon bald wieder an und bringt alte Probleme mit sich: Wie findet man eine bezahlbare Unterkunft in Campusnähe? Der Riedberg hat sich in den letzten Jahren durch den Campus der Goethe-Universität zum echten Studentenhotspot entwickelt. Gerade zu Semesterbeginn im Herbst sind günstige Studenten-Wohnungen deshalb heiß begehrt. Wir haben einige Wohnmöglichkeiten in Campusnähe zusammengestellt.

Günstig wohnen in einem Wohnheim des Studentenwerks

In der Max-von-Laue-Straße 14 vermietet das Studentenwerk möblierte Einzelapartments mit bis zu 21 qm für 419 € im Monat. Wer hier wohnt, kann unter anderem den Fitness-, Musik- und Waschraum im Haus mitbenutzen.

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Etwas günstiger wird es in dem Studierendenwohnheim in der Riedbergallee 4. Dort gibt es möblierte Einzelzimmer in WGs mit geteilter Küche. Die Zimmer sind zwischen 16 qm und 30 qm groß und kosten 366 € bis 379 € warm im Monat. Für mehr Privatsphäre bietet das Wohnheim auch möblierte Einzelapartments mit 18 qm bis 25 qm für jeweils 378 € inklusive Nebenkosten. Verschiedene Angebote wie ein Fitnessraum, Nähstube und Kinoraum runden das Angebot ab.

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Bei Interesse an einem Zimmer im klassischen Studentenwohnheim lohnt sich eine frühzeitige Bewerbung. Durch die günstigen Preise ist die Nachfrage hoch, was zu einer verlängerten Wartezeit führen kann.

Mehr Komfort, aber auch höhere Mieten bei privaten Anbietern

Im privaten Wohnheim von Schneider Bau in der Max-von-Laue-Straße 18 bekommt ihr ein Ein-Zimmer-Apartment mit 20 qm inklusive Nebenkosten bereits für 500 € oder ein Zimmer in einer Zweier-WG mit rund 16 qm inklusive Nebenkosten für 460 €. Zusätzlich könnt ihr unter anderem einen gemeinsamen Fahrradkeller und einen Musikraum nutzen. Die Wohnungen sind mit einer Fußbodenheizung ausgestattet.

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Die Zimmerei in der Altenhöferallee 30 ist preislich eher im oberen Bereich angesiedelt. Ein 21 qm großes, möbliertes Einzelapartment kostet inklusive Nebenkosten 895 € im Monat, die 25 qm-Variante 1.000 €. Dafür gibt es einen Fahrradstellplatz und einen Gemeinschaftsraum fürs Co-Working.

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Im mondial campus in der Graf-von-Stauffenberg-Allee 44 sind alle Apartments möbliert und vollständig eingerichtet, beispielsweise inklusive Schreibtisch mit Stuhl, Mikrowelle und Vorhängen. Die 19 qm-Wohnung startet bei 570 € kalt zuzüglich der Nebenkosten, die rund 150 € betragen. Das etwas größere Apartment mit 24 qm liegt bei 700 € kalt plus rund 200 € Nebenkosten. Wer es geräumiger mag, zahlt für 30 qm 800 € kalt und zusätzlich 230 € für anfallende Nebenkosten.

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Das Neon Wood in der Marie-Curie-Straße 20 bietet Einzelapartments mit rund 18 qm Fläche. Die Kosten variieren hierbei je nach Etage zwischen 835 € und 910 € – dazu kommt einmalig eine Bearbeitungsgebühr von 200 €. Im Gegenzug gibt es eine Gaming Area, Gemeinschaftsräume und einen Fitnessraum direkt im Haus.

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Im My Liverty in der Olof-Palme-Straße 31 finden sich moderne und möblierte Einzelapartments zwischen 18 qm und 34 qm. Inklusive der Nebenkosten beträgt die Miete hier monatlich entsprechend zwischen 629 € und 1029 €. Der genaue Preis hängt von der Ausstattung ab: Je nach Wunsch kann man einen TV, Geschirr und Besteck dazubuchen. Ein modernes Design und die Dachterrasse sind die Highlights des Wohnheims.

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Auch The Dorm in der Heddernheimer Landstraße 144 setzt auf möblierte Einzelapartments mit einer Wohnfläche von 18 qm bis 32 qm. Die Preise liegen mit 800 €bis 1.150 € warm etwas höher. Dafür stehen unter anderem ein hauseigenes, rund um die Uhr geöffnetes Fitnessstudio sowie Co-Working Bereiche zur Verfügung.

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Deutlich günstiger wird es noch einmal im Studentenwohnheim Varinia der Wohnungsgesellschaft GWH auf dem Ben-Gurion-Ring 50 C. Die insgesamt 118 Zimmer sind unmöbliert, dafür ist für fast jedes Budget etwas dabei. Ein Einzelapartment mit 19 qm bis 23 qm kostet hier zwischen 450 € und 475 € monatlich inklusive der Nebenkosten. Ein Zimmer in einer Zweier-WG mit ca. 12 qm liegt mit oder ohne Balkon bei 430 € bzw. 445 €. In größeren WGs wird es noch günstiger, ein 12 qm bis 13 qm großes Zimmer in einer Dreier-, Vierer- oder Sechser-WG kostet zwischen 410 € und 430 € inklusive Nebenkosten, mit Balkon jeweils etwas mehr. Wer mehr Platz braucht, findet in der Sechser-WG auch größere Zimmer mit 18 qm bis 19 qm für 420 € bzw. 435 €. Gemeinschaftsräume gehören ebenso zur Ausstattung wie anmietbare Fahrradstellplätze im Keller. Mit dem Fahrrad ist der Campus Riedberg von hier aus in circa 15 Minuten zu erreichen.

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Preis oder Komfort, was zählt mehr?

Wer eine günstige Wohnmöglichkeit sucht, ist beim Studentenwerk am besten aufgehoben, denn dort gibt es mit Abstand die niedrigsten Preise. Ein Nachteil der Wohnheime sind allerdings häufig lange Wartelisten und teils veraltete Gebäude. Auch das Studentenwohnheim Varinia bietet mit seinen unmöblierten WG-Zimmern eine relativ günstige Alternative. Wer hingegen Wert auf ein möbliertes Einzelapartment legt, zahlt bei den privaten Anbietern spürbar mehr, dafür ist die Ausstattung der Zimmer deutlich moderner. Schneider Bau bewegt sich preislich noch am nächsten am Studentenwerk-Niveau, während Wohnheime wie Neon Wood, Die Zimmerei und The Dorm eher im oberen Segment zu verorten sind.

Eine frühzeitige Bewerbung bei mehreren Anbietern gleichzeitig ist in jedem Fall zu empfehlen, um die eigenen Chancen auf ein Zimmer zu erhöhen.

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Die Nacht zum Tag machen: 20 Jahre Night of Science

Goethe Uni Night of Science 2025

Die Frankfurter Night of Science feiert in diesem Jahr ein besonderes Jubiläum. Am 12. Juni 2026 lädt die kostenfreie Veranstaltung bereits zum 20. Mal auf den Campus Riedberg der Goethe-Universität ein. Von 17 Uhr bis 5 Uhr morgens verwandelt sich das Unigelände in einen Treffpunkt für alle, die Wissenschaft entdecken, verstehen und erleben möchten.

Was 2006 als studentische Initiative für einen freien Zugang zu Bildung und Wissenschaft begann, hat sich in den vergangenen zwei Jahrzehnten zu einer der größten studentisch organisierten Wissenschaftsveranstaltungen ihrer Art entwickelt. Noch heute wird die Night of Science vollständig ehrenamtlich von Studierenden organisiert und steht ganz unter dem Leitgedanken: „Wissen will frei und für alle zugänglich sein.“

Besucher erwartet ein vielfältiges Programm mit mehr als 90 Vorträgen aus den unterschiedlichsten naturwissenschaftlichen Disziplinen. Neben Themen aus Biologie, Chemie, Physik, Mathematik oder Medizin spielt im Jubiläumsjahr besonders die Informatik eine zentrale Rolle. Als Leitfigur wurde die Informatik-Pionierin Grace Hopper ausgewählt, deren Arbeit die moderne Softwareentwicklung entscheidend prägte.

Doch die Night of Science ist weit mehr als eine Reihe von Vorträgen. Führungen, Mitmachangebote, Experimentierstationen, Informationsstände und Studienberatungen ermöglichen spannende Einblicke in Forschung und Hochschulleben. Das Programm richtet sich ausdrücklich an Menschen jeden Alters und kann ohne fachspezifisches Vorwissen besucht werden. Wer sich also für diese Themengebiete interessiert oder einfach neugierig ist, kann hier Wissenschaft aus nächster Nähe erleben.

Die Veranstalter versprechen eine lange Nacht voller Entdeckungen, überraschender Experimente und faszinierender Einblicke in aktuelle Forschung. Ob Schüler, Studierende, Familien oder Wissenschaftsbegeisterte: Die Night of Science zeigt auch 2026 wieder, wie spannend und nahbar Wissenschaft sein kann.

Weitere Informationen und das vollständige Programm finden Sie auf der offiziellen Website der Veranstaltung unter https://nightofscience.de/.

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Mehr Platz für die Europäische Schule: Stadt plant Erweiterungsbau in Niederursel

Europäische Schule

Die Europäische Schule Frankfurt soll am bisherigen Standort am Praunheimer Weg in Niederursel einen Erweiterungsbau erhalten. Der Magistrat der Stadt Frankfurt hat dem Vorhaben am 8. Mai zugestimmt. Geplant ist ein modernes Gebäude in Holzmodulbauweise mit zusätzlichen Klassenräumen, Fachräumen und einer Mensa. Die Kosten für das Projekt liegen laut Magistratsvorlage bei rund 58 Millionen Euro.

Das Projekt „Europäische Schule“

Die Europäische Schule Frankfurt wurde 2002 gegründet und ist eine der europaweit 13 Schulen, die von den Mitgliedsstaaten der Europäischen Union getragen werden. Unterrichtet wird am Standort in Frankfurt auf Deutsch, Englisch, Französisch, Italienisch und Spanisch, da viele Kinder von Mitarbeitenden europäischer Institutionen die Schule besuchen. Durch das Wachstum Frankfurts als internationaler Standort steigt seit Jahren die Anzahl der Schüler, die sich aktuell bereits auf rund 1.600 beläuft. Auch die Ansiedlung der neuen europäischen Anti-Geldwäschebehörde AMLA in Frankfurt dürfte den Bedarf weiter erhöhen.

Langfristig soll die Schule auf den sogenannten „Campus Ginnheim“ auf das Gelände der Bundesbank umziehen. Bis dieser Neubau fertig ist, soll die Zwischenlösung am Praunheimer Weg den dringend benötigten Platz schaffen. Vorgesehen sind bis zu 30 zusätzliche Klassenräume sowie Räume für Naturwissenschaften, Musik, Werken und die Verwaltung. Insgesamt soll der Erweiterungsbau rund 7.600 Quadratmeter Nutzfläche umfassen.

Damit das Projekt schneller umgesetzt werden kann, soll es nachträglich in die Frankfurter Schulbauoffensive aufgenommen werden. Nach Angaben der Stadt könnte sich die Bauzeit dadurch um bis zu einem Jahr verkürzen. Die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) soll das Gebäude später von der Stadt anmieten. Die Stadt rechnet dadurch mit Mieteinnahmen, die einen Teil der Investitionskosten ausgleichen sollen. Auch nach dem späteren Umzug der Europäischen Schule soll das Gebäude weiterhin für schulische Zwecke genutzt werden.

Offene Fragen bei Kosten und Refinanzierung

Parallel zur politischen Zustimmung gibt es innerhalb der Stadtverwaltung allerdings Diskussionen über Finanzierung und Kalkulation des Projekts. Interne Stellungnahmen von Kämmerei und Revisionsamt äußern Zweifel daran, ob die Finanzierung bislang vollständig dargestellt wurde. Kritisiert werden unter anderem unterschiedliche Angaben zu eingeplanten Mitteln im Investitionsprogramm sowie offene Fragen bei Folgekosten und der späteren Refinanzierung des Gebäudes.

Auch einzelne Kostenansätze werden laut interner Angaben noch überprüft. So sehen die Kritiker unter anderem bei Ausstattungskosten und technischen Planungen weiteren Klärungsbedarf. Grundsätzliche Einwände gegen den Erweiterungsbau selbst erheben weder Kämmerei noch Revisionsamt. Beide betonen die Dringlichkeit zusätzlicher Schulplätze.

Bevor das Projekt endgültig starten kann, müssen noch die Stadtverordneten zustimmen. Für viele Familien und Beschäftigte rund um die Europäische Schule dürfte die Entscheidung dennoch ein wichtiges Signal sein: Die seit Jahren diskutierte Erweiterung bekommt erstmals eine konkrete Perspektive.

Was ist eine Kämmerei?

Die Kämmerei bildet einen Teil der Finanzverwaltung in der Kommunalverwaltung Frankfurts. Sie befasst sich u.a. mit dem Haushaltsplan und dessen Durchsetzung sowie mittelfristigen Finanz- und Investitionsplänen der Stadt.

Was ist das Revisionsamt?

Das Revisionsamt ist die unabhängige Innenrevision der Stadt. Es unterstützt die Gremien bei ihrer Entscheidungsfindung, wobei die Aufgaben hauptsächlich die Prüfung der Haushaltswirtschaft und des gesamten wirtschaftlichen Handelns der Stadtverwaltung umfassen.

 

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Zwischen Idee und Umsetzung: Die Calisthenics-Anlage in Kalbach

Calisthenics Anlage

Zunächst eine gute Nachricht für alle, die sich gerne draußen bewegen: Im Kalbacher Freizeitpark könnte schon bald eine neue Calisthenics-Anlage entstehen. Die Idee hatte der Ortsbeirat 12 bereits im Oktober 2016 gegenüber dem Magistrat der Stadt Frankfurt geäußert. Trotz einer positiven Rückmeldung Seitens der Stadt besteht das Konzept bis heute jedoch nur in der Theorie. Mehrere darauffolgende Anfragen des Ortsbeirats Kalbach-Riedberg blieben ebenso erfolglos wie der Antrag zur Genehmigung der zum Bau benötigten rund 15.000 Euro. Anfang März äußerte sich die Stadt nun mit einer erneuten Stellungnahme bezüglich der geplanten Sportanlage.

Laut aktuellem Stand werde sich der Start der Planung „aufgrund fehlender personeller Kapazitäten“ noch weiter verzögern, so der Magistrat. Immerhin wird in der Stellungnahme auch angekündigt, die Prioritäten so anzupassen, dass noch in diesem Jahr mit der konkreten Planung der Calisthenics-Anlage begonnen werden könne. Die potenziellen Nutzer, vor allem aus Kalbach, müssen sich also noch ein wenig gedulden.

Was ist Calisthenics?

Der Begriff kommt aus dem Griechischen und bedeutet so viel wie „schöne Stärke“. Dahinter steckt ein Training mit dem eigenen Körpergewicht. Dies kann beispielsweise aus Klimmzügen, Liegestützen, sogenannten Dips oder anderen Übungen an Stangen und Gerüsten bestehen. Anders als im Fitnessstudio braucht man dafür keine Maschinen oder Gewichte. Stattdessen wird draußen trainiert, oft in Parks oder auf speziell dafür gebauten Anlagen.

Genau das macht Calisthenics so attraktiv: Es ist kostenlos, jederzeit zugänglich und für viele Altersgruppen geeignet. Gleichzeitig wird der ganze Körper trainiert, wobei man nicht nur seine Muskeln beansprucht, sondern auch Koordination, Beweglichkeit und Ausdauer trainiert.

Gerade für die Jugend in Kalbach bietet eine derartige Anlage also große Chancen. Sie schafft einen Treffpunkt im Freien, der Bewegung mit sozialem Austausch verbindet. Statt alleine im Fitnessstudio zu trainieren, können Jugendliche hier gemeinsam Zeit verbringen, sich gegenseitig motivieren und neue Leute kennenlernen. Das stärkt nicht nur die körperliche Fitness, sondern auch das Gemeinschaftsgefühl im Stadtteil.

Auch gesundheitlich hat Calisthenics viele Vorteile. Regelmäßige Bewegung an der frischen Luft wirkt sich positiv auf Herz, Muskeln und Psyche aus. Gleichzeitig ist das Verletzungsrisiko oft geringer als bei schwerem Gewichtstraining, da lediglich mit dem eigenen Körpergewicht gearbeitet wird.

Die geplante Anlage im Kalbacher Freizeitpark könnte also weit mehr sein als nur ein paar Stangen und Geräte. Vielmehr wäre sie ein echter Gewinn für den Stadtteil: ein Ort für Bewegung, Begegnung und Lebensqualität. Dass der Bedarf vorhanden ist, zeigt sich schon an anderen Standorten im Umfeld: Für Jugendliche gibt es auf dem Riedberg seit einiger Zeit eine Calisthenics-Anlage am Südende der »Römischen Straße« und auch für Senioren wurde am Stiftung-Waisenhaus-Weg 27 ein entsprechendes Angebot geschaffen. Nun bleibt zu hoffen, dass die Planung in Kalbach bald voranschreitet, denn das Interesse ist bereits groß.

Weiterführende Links

 

 

 

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Kommunalwahl 2026: So hat Kalbach-Riedberg gewählt

Symbolbild hessische Kommunalwahl in FFM

Am 15. März war es wieder soweit: Auch die Kalbach-Riedberger waren zur hessischen Kommunalwahl aufgerufen. Inzwischen stehen die offiziellen Ergebnisse fest – ein Anlass, um einen genaueren Blick auf das Wahlergebnis im Stadtteil zu werfen.

Wer seine Stimme am Wahlsonntag nutzte, konnte seine Kreuzchen auf zwei oder drei Wahlzetteln setzen. Neben der Stadtverordnetenversammlung wurde auch die künftige Ausländervertretung gewählt. Für diese dürfen nur diejenigen eine Stimme abgeben, die in Frankfurt gemeldet und volljährig sind, aber keinen deutschen Pass besitzen. Außerdem wurde in allen Frankfurter Stadtteilen ein Wahlzettel für den jeweils zuständigen Ortsbeirat zur Verfügung gestellt.

Was macht der Ortsbeirat?

Der Ortsbeirat ist ein gewähltes kommunalpolitisches Gremium auf der Ebene von Stadt- oder Ortsteilen. Seine zentrale Aufgabe besteht darin, die Interessen der Bürger eines Ortsbezirks gegenüber der Stadt- oder Gemeindeverwaltung zu vertreten und als erstes Bindeglied zwischen der Bevölkerung und der kommunalen Politik zu fungieren. Ortsbeiräte beschäftigen sich deshalb vor allem mit konkreten lokalen Anliegen, die den Alltag der Menschen direkt betreffen. Dazu gehören unter anderem Spielplätze, Probleme mit der Verkehrssicherheit oder Fragen der Ausstattung von Grünflächen und öffentlichen Einrichtungen.

Die Mitglieder eines Ortsbeirats werden bei den Kommunalwahlen für eine Amtszeit von fünf Jahren gewählt, wobei die Mitgliederanzahl des Gremiums je nach Größe des Bezirks zwischen drei und 19 Personen variiert. Angesichts der recht hohen Bevölkerungszahl von Kalbach-Riedberg (23.500 Einwohner) setzt sich der zuständige Ortsbeirat 12 aus 19 Mitgliedern zusammen. In der kommunalpolitischen Hierarchie stehen Ortsbeiräte unter der Stadtverordnetenversammlung oder Gemeindevertretung und verfügen meist über begrenzte Entscheidungskompetenzen. Ihre ehrenamtliche Rolle besteht vor allem darin, Anträge einzubringen, Vorschläge zu formulieren und Stellungnahmen zu wichtigen Vorhaben der Stadt abzugeben, die den jeweiligen Stadtteil betreffen. Die endgültigen Entscheidungen trifft jedoch in der Regel das zentrale kommunale Parlament – im Falle Frankfurts ist das die Stadtverordnetenversammlung.

Trotz dieser eingeschränkten formalen Macht können Ortsbeiräte in der Praxis Einfluss ausüben, indem sie Probleme sichtbar machen und politische Initiativen anstoßen. Durch ihren lokalen Bezug agieren sie nah am Interesse der Bürger, nehmen deren Anliegen auf und tragen dazu bei, dass kommunalpolitische Prozesse insgesamt transparenter und partizipativer gestaltet werden.

Wie setzt sich der Ortsbeirat (12) nun zusammen?

Im Ortsbeirat 12 werden insgesamt 19 Sitze vergeben. Wie viele Sitze jede Partei oder Wählergruppe erhält, richtet sich zunächst nach dem Anteil ihrer Stimmen am Gesamtergebnis. Dabei gilt in Hessen das sogenannte Hare-Niemeyer-Verfahren: Die Gesamtzahl der Sitze wird mit der Stimmenzahl einer Parteienliste multipliziert und anschließend durch die Summe aller gültigen Stimmen geteilt. So entsteht vorerst ein rechnerischer Sitzanteil, der häufig keine ganze Zahl ergibt.

Da Sitze natürlich nicht geteilt werden können, erhält jede Liste zunächst so viele Mandate, wie dem ganzzahligen Anteil ihres Ergebnisses entsprechen. Die noch verbleibenden Sitze werden anschließend an die Parteienlisten mit den größten Nachkommastellen vergeben. Auf diese Weise wird das Wahlergebnis möglichst proportional in Sitze übersetzt.

Erst im zweiten Schritt wird entschieden, welche Personen tatsächlich in den Ortsbeirat einziehen. Maßgeblich ist dann nicht primär der Listenplatz, sondern die Zahl der persönlichen Stimmen, die die Kandidaten innerhalb ihrer jeweiligen Liste erhalten haben. Wer innerhalb der eigenen Partei oder Wählergruppe die meisten Stimmen erzielt, bekommt die entsprechenden Sitze. So wird sichergestellt, dass sowohl das Kräfteverhältnis zwischen den Parteien als auch die individuelle Unterstützung einzelner Kandidaten berücksichtigt wird. Im Ortsbeirat 12 wird sich die Sitzverteilung für die kommende Wahlperiode also wie folgt gestalten:

Darstellung der Sitzverteilung für den künftigen Ortsbeirat 12.

Grafik von M. Barth

Mit der neuen Sitzverteilung beginnt für Kalbach-Riedberg nun eine neue kommunalpolitische Wahlperiode, in der zentrale Zukunftsfragen des Stadtteils verhandelt werden. Ob Verkehrsanbindungen, Schul- und Betreuungsangebote oder die Gestaltung öffentlicher Plätze, wie beispielsweise des Riedbergplatzes: Viele Entscheidungen, die den Alltag der Kalbach-Riedberger unmittelbar betreffen, werden im Ortsbeirat 12 diskutiert und angestoßen. Gerade in einem wachsenden Stadtteil wie Kalbach-Riedberg zeigt sich, wie wichtig Kommunalpolitik für das direkte Lebensumfeld ist. Die Wahlentscheidung vom 15. März ist damit mehr als ein politisches Stimmungsbild- sie legt den Grundstein dafür, wie sich der Stadtteil in den kommenden fünf Jahren weiterentwickeln wird.

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Weniger Müll, mehr Stadt: Frankfurts Weg zur Zero Waste City

Müll rund um den Eimer

Ein schneller Kaffee to-go am Morgen, der Wocheneinkauf samt Obst, Gemüse oder Milchprodukten und eine Online-Bestellung mit neuer Kleidung für den Frühling- und schon ist der Mülleimer wieder voll. Obwohl der Einsatz von Plastik in Bau, Verkehr, Verpackung oder Konsumgütern erst seit dem Zweiten Weltkrieg seinen weltweiten Durchbruch erlebte, ist der Werkstoff nicht einmal 100 Jahre später aus unserem Leben kaum mehr wegzudenken. Jährlich werden demnach rund 280.000 Tonnen an Haushaltsabfällen produziert- nicht etwa deutschlandweit, sondern alleine in Frankfurt am Main. Gemeinsam mit vielen anderen Städten will Frankfurt deshalb zur „Zero Waste City“ werden.

Was ist der Zero Waste Guide?

Entgegen der direkten Übersetzung soll der Müll aber nicht auf Null reduziert werden: Vielmehr bemüht man sich um eine möglichst geringe Ressourcenverschwendung. Bereits 2022 konzipierte die Stadt Frankfurt einen entsprechenden Maßnahmenplan zur Abfallvermeidung, der seitdem Schritt für Schritt umgesetzt wird. Durch Bürgerbeteiligung an Workshops und diversen Projekten soll zusätzlich ein bewussterer Umgang mit Ressourcen im Alltag entstehen. Gemeinsam mit Klima- und Umweltdezernentin Tina Zapf-Rodríguez und dem oekom Verein hat das Umweltamt der Stadt nun den „Zero Waste Guide“ als alltagstaugliche Hilfestellung entwickelt. Der rund 100-seitige Ratgeber ist seit Februar 2026 für alle Frankfurter Bürger kostenlos zugänglich und sowohl online als auch in gedruckter Form erhältlich. Die Broschüre soll mit praktikablen Tipps unter anderem zeigen, wie man an verschieden Stellen im Alltag einen Teil des eigenen Abfalls vermeiden kann. Dabei stößt man zunächst unweigerlich auf das Herzstück des Ratgebers: die 5 großen »R«.

Refuse: Ablehnen, was wir nicht brauchen

Der erste Schritt klingt simpel, ist aber überraschend wirkungsvoll: freundlich „Nein“ sagen. Gratisproben, Werbeflyer oder das fünfte Stoffbeutel-Give-away landen oft ungenutzt in der Schublade. Wer bewusst ablehnt, verhindert also Müll, bevor er entstehen kann. Ein „Bitte keine Werbung“-Aufkleber am Briefkasten oder das Mitbringen eines eigenen Kaffeebechers sind ebenso kleine Gesten mit großer Wirkung. Refuse bedeutet in dem Sinne nicht unhöflich zu sein, sondern sich klarzumachen, dass man nicht alles, was kostenlos ist, auch wirklich benötigt.

Reduce: Weniger besitzen und bewusster konsumieren

„Weniger ist mehr“- auch dieser Gedanke zieht sich durch den Guide. In vielen Haushalten sammeln sich unbenutzte Küchengeräte, doppelte Pflegeprodukte oder Kleidung, die nicht richtig passt. Reduce heißt, vor dem Kauf kurz innezuhalten und sich selber zu fragen: Brauche ich das wirklich? Kann ich es alternativ leihen oder gebraucht kaufen? Gerade bei Kleidung oder Elektronik spart bewusster Konsum eine Menge Ressourcen und CO₂. Wer zwei passende Kleidungsstücke vor Ort kauft, statt mehrere online zu bestellen und zurückzuschicken, spart ein Kilogramm CO₂ ein. Weniger Besitz schafft zudem Übersicht und oft auch ein Gefühl der Leichtigkeit.

Reuse: Wiederverwenden statt wegwerfen

Alte Dinge wiederzuverwenden, ist kreativ und gemeinschaftlich zugleich. Mehrwegflaschen, Brotdosen und Stofftaschen sind im Alltag schnell integriert. Auch Glasbehälter für Vorräte oder Essensreste ersetzen Plastikverpackungen dauerhaft. Besonders spannend wird Reuse, wenn Dinge repariert oder weitergegeben werden. Im Repaircafé Riedberg im Billabong Familienzentrum zeigen Ehrenamtliche immer am letzten Mittwoch des Monats, wie Toaster, Lampen oder Fahrräder wieder fit gemacht werden können. Hier wird nicht nur geschraubt, sondern Wissen geteilt. Reuse bedeutet also, zu nutzen, statt wegzuwerfen und dabei vielleicht sogar neue Fähigkeiten zu entdecken.

Recycle: Wertstoffe im Kreislauf halten

Auch wenn Vermeiden und Wiederverwenden Vorrang haben, bleibt Recycling ein wichtiger Baustein. Papier, Glas, Bioabfall oder Verpackungen gehören getrennt entsorgt, damit sie verwertet werden können. Mehrwegflaschen aus der Region schneiden in der Gesamtbilanz besser ab als Einwegverpackungen, da sie mehrfach genutzt werden. Wer beim Einkauf auf Pfandsysteme achtet und Müll korrekt trennt, unterstützt funktionierende Kreisläufe. Recycling allein löst das Problem freilich nicht, aber es ist unumstritten ein unverzichtbarer Teil der Lösung.

Rot: Zurück zur Erde

„Rot“ steht für Kompostieren. Organische Abfälle wie Obst- und Gemüseschalen sind kein Müll, sondern wertvoller Rohstoff. In der Biotonne oder im eigenen Kompost verwandeln sie sich in nährstoffreiche Erde. Gerade in einem Stadtteil mit einigen Grünflächen und Gärten kann Kompost einen sichtbaren Beitrag leisten- egal, ob im Balkonkasten oder dem Gemeinschaftsgarten. Wer Bioabfälle richtig trennt, schließt den natürlichen Kreislauf und reduziert gleichzeitig Restmüll.

Der Zero Waste Guide zeigt: Nachhaltigkeit beginnt nicht mit radikalen Umbrüchen, sondern mit bewussten Entscheidungen im Alltag. Niemand muss von heute auf morgen plastikfrei leben, denn schon kleine Schritte summieren sich. Neben dem bewussten privaten Konsum sind allerdings gute Rahmenbedingungen, zugängliche Angebote und Orte der Begegnung genauso wichtig. Wenn Stadtverwaltung, lokale Initiativen, Bildungseinrichtungen und engagierte Bürger zusammenwirken, entsteht eine Kultur, in der Ressourcenschonung zu einem präsenteren Thema wird. Der Riedberg bietet mit Initiativen wie dem Repaircafé gute Voraussetzungen dafür. Zero Waste soll dabei kein perfektes Endziel, sondern vielmehr ein Prozess sein, der gemeinsam gestaltet wird. Je sichtbarer nachhaltige Alternativen im Stadtteil werden, desto leichter fällt es den Konsumenten, Teil dieser Entwicklung zu sein und Schritt für Schritt auf ein Frankfurt hinzuarbeiten, das Ressourcen klug nutzt und Verantwortung teilt.

Download Link Zero Waste Guide

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Wenn die Heizung kalt bleibt und Informationen fehlen

Martin Giehl, Vorstand Mainova AG (links) und Dirk Remmert, Geschäftsführer FES (rechts)

Am 23. Oktober 2025 blieb es am Riedberg sowie in Teilen der Nordweststadt und des Mertonviertels plötzlich kalt. Für viele begann der Herbstmorgen ungewohnt unerquicklich: Die Dusche war höchstens lauwarm und die Wohnung wollte einfach nicht richtig warm werden. Ursache war ein Ausfall der Fernwärmeversorgung.

Wer in dieser Situation zum Smartphone griff und online nach einer schnellen Erklärung suchte, wurde zunächst jedoch nicht fündig. Auf der Website der Mainova AG war keine aktuelle Störungsmeldung veröffentlicht. So blieben viele Betroffene erst einmal ratlos und suchten die Ursache in den eigenen vier Wänden. Nicht wenige vermuteten einen Defekt an der eigenen Heizungsanlage. Manche Anwohner reagierten deshalb umgehend und beauftragten vorsorglich einen Fachbetrieb – nur um später zu erfahren, dass die Störung gar nicht im eigenen Haus lag. Zu den kalten Räumen und dem ausgefallenen Warmwasser kam bei einigen somit auch noch der Ärger über vermeidbare Kosten hinzu.

Der Ortsbeirat 12 forderte daraufhin in einem Antrag vom 31. Oktober 2025, die Störungskommunikation der Mainova deutlich spürbar zu verbessern. Eine gut sichtbare Rubrik „Aktuelle Störung: Status und Ausblick“ auf der Startseite der Website sei aus Sicht des Gremiums diesbezüglich ein wichtiger Fortschritt. Zudem solle geprüft werden, ob betroffene Kunden aktiv per E-Mail oder SMS informiert werden können- dem Energieversorger liegen viele dieser Kontaktdaten ohnehin schon vor.

Als positives Beispiel nannte der Ortsbeirat die Verkehrsgesellschaft Frankfurt am Main (VGF), die bei Störungen im Nahverkehr schnell und zuverlässig auf ihrer Website informiert. Bei der Fernwärmeversorgung käme es glücklicherweise seltener zu Ausfällen. Gerade dann sei aber eine klare Kommunikationsstrategie für den Ernstfall von großer Bedeutung.

Stellungnahme der Mainova AG

In der Folge des Antrags hat der Magistrat der Stadt Frankfurt die Mainova um Stellungnahme gebeten. Das Unternehmen verweist nun in einer aktuellen Äußerung vom 09. Februar 2026 auf einen standardisierten Ablauf für öffentlichkeitswirksame Störungen. Im konkreten Fall vom Oktober war das Müllheizkraftwerk Frankfurt am Main GmbH betroffen, an dem neben Mainova auch die Frankfurter Entsorgungs- und Service GmbH (FES) beteiligt ist. Die FES übernahm die Kommunikation im konkreten Fall federführend und informierte nach eigenen Angaben am Morgen des 23. Oktobers per E-Mail-Verteiler. Darüber hinaus beantwortete die FES Presseanfragen und veröffentlichte Beiträge in sozialen Medien. Auch Mainova meldete sich über ihren Service-Account auf der Plattform X.

Die Wärmeversorgung konnte noch am selben Vormittag wieder aufgenommen werden. Andere Kraftwerke im Verbund erhöhten ihre Leistung zwischenzeitlich, um den Ausfall auszugleichen. Allerdings braucht ein Fernwärmesystem Zeit: Bis die Wärme wieder alle Wohnungen erreichen konnte, vergingen mehrere Stunden- teils hielt die Störung sogar bis zum nächsten Tag an.

Der Vorfall vom 23. Oktober zeigt, wie eng technische Versorgung und eine transparente Kommunikation zusammenhängen. Wenn die Heizung und die Warmwasserversorgung im Stadtteil ausfallen, geht es nicht nur um Infrastruktur, sondern konkret um den Alltag der Riedberger. Eine schnelle, zugängliche Meldung kann Unsicherheiten vermeiden und unnötigen Ärger leicht umgehen. Ob die bestehenden Informationswege im Ernstfall nun ausreichen oder gegebenenfalls optimiert werden müssen, wird nun weiter zu diskutieren sein.

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SPD fordert Überdachung der Bushaltestelle Campus Riedberg

Bushaltestelle Uni Campus Riedberg

Wer derzeit am Uni Campus Riedberg auf den Bus wartet, braucht vor allem zwei Dinge: eine wetterfeste Jacke und Geduld. An der zugehörigen Haltestelle fehlt es bislang an überdachten Wartebereichen und Sitzmöglichkeiten. Gerade bei Regen, Wind oder winterlichen Temperaturen stehen Fahrgäste oft ungeschützt am Straßenrand. Um die Situation langfristig zu verbessern, fordert die SPD-Fraktion im Ortsbeirat 12 entsprechende Maßnahmen.

Im Rahmen des Antrags vom 09. Januar plädierte Susanne Kassold dafür, in beide Richtungen Wartehäuschen mit Sitzgelegenheiten zu errichten. Die Forderung knüpft unmittelbar an die Alltagserfahrung vieler Menschen vor Ort an. Neben Studierenden und Mitarbeitern der Universität nutzen auch zahlreiche Schulkinder sowie einkaufende Anwohner die Busverbindung regelmäßig. Besonders ältere Menschen sind auf ausreichende Sitzgelegenheiten angewiesen.

Dabei zählt der Campus Riedberg zu den dynamischsten Standorten in Frankfurt am Main. Als naturwissenschaftlicher Schwerpunkt der Goethe-Universität Frankfurt zieht er täglich tausende Studierende, Forschende und Beschäftigte an. Mit weiteren geplanten Gebäuden und wachsender Infrastruktur dürfte die Bedeutung des Standorts in den kommenden Jahren noch zunehmen – und damit auch die Zahl der Fahrgäste, die auf eine funktionierende und komfortable Busanbindung angewiesen sind.

Ursprünglich stand eine Verlegung der Haltestelle in Richtung Riedbergplatz im Raum. Angesichts seines geplanten Umbaus ab Herbst 2026 wurde dieses Vorhaben jedoch verworfen. Stattdessen soll der Fokus nun darauf liegen, die bestehenden Haltepunkte aufzuwerten und an die Bedürfnisse der Nutzer anzupassen.

Formell kann der Ortsbeirat lediglich eine Anregung gegenüber der Stadt Frankfurt aussprechen. Es liegt nun also erst einmal am Magistrat, die zuständige Nahverkehrsgesellschaft traffiQ um Prüfung und Umsetzung der Ideen zu bitten. Dabei müssen Fragen der baulichen Voraussetzungen ebenso wie die Finanzierung und die zeitliche Planung geklärt werden.

Ab wann tatsächlich neue Wartehäuschen entstehen könnten, bleibt noch offen. Erfahrungsgemäß vergehen zwischen einem solchen Antrag und dessen Umsetzung oft mehrere Monate oder sogar Jahre. Für die Fahrgäste am Campus Riedberg wäre ein überdachter Unterstand jedoch eine einfache, aber bedeutsame Erleichterung im Alltag. Gerade bei schlechtem Wetter würde er das Warten angenehmer machen und den öffentlichen Nahverkehr zukunftstauglicher gestalten. Nun bleibt abzuwarten, wie der Magistrat und traffiQ auf die Anregung reagieren und ob die Haltestelle künftig besser auf die Bedürfnisse seiner vielen Nutzer vorbereitet wird.

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Bürgerverein Nordweststadt-Niederursel unterstützt erneut »KinderEngel RheinMain«

Scheckübergabe an Verein KinderEngel

Im vergangenen Dezember bewies der Bürgerverein Nordweststadt-Niederursel e. V. erneut, wie viel sich mit Engagement und Gemeinschaftssinn bewegen lässt. Die Tombola, die traditionell zu den festen Programmpunkten des vom Verein organisierten Weihnachtsmarkts gehört, erzielte eine erfreuliche Summe von 810 Euro. Wie schon in den Jahren zuvor kommt die Spende auch diesmal dem gemeinnützigen Verein KinderEngel RheinMain e. V. zugute.

Im Rahmen einer kleinen Übergabezeremonie überreichte die Vorsitzende des Bürgervereins, Karin Kuhn, gemeinsam mit ihren Vorstandskollegen Harald und Thomas Helfrich den symbolischen Scheck an Astrid Pflug und Petra Bickermann von KinderEngel RheinMain. Die Freude über die erneute Unterstützung war den beiden Vertreterinnen deutlich anzusehen. Sie betonten, wie wertvoll solche verlässlichen Partnerschaften für die Arbeit des Vereins sind.

Der Verein KinderEngel RheinMain wurde im April 2020 in Frankfurt gegründet. Er unterstützt seitdem schwer oder lebensverkürzend erkrankte Kinder und Jugendliche sowie deren Angehörige im gesamten Rhein-Main-Gebiet. Ziel ist es, den betroffenen Familien dort zu helfen, wo notwendige Maßnahmen von Krankenkassen oder anderen Kostenträgern nicht oder nicht vollständig übernommen werden.

Die Liste ist entsprechend lang: Gefördert werden unter anderem Behandlungsformen wie Reit- oder Musiktherapie, notwendige Hilfsmittel wie Rollstühle oder Pflegebetten sowie Familien in besonders schwierigen Lebenssituationen. Der Verein arbeitet eng mit ambulanten Kinder- und Jugendhospizdiensten sowie weiteren Einrichtungen der Kinderhospiz- und Palliativarbeit in der Region zusammen.

Für einen gemeinnützigen Verein wie KinderEngel RheinMain bedeutet eine Spende von 810 Euro eine wertvolle Unterstützung. Mit Beiträgen wie diesen können beispielsweise Therapieeinheiten ermöglicht oder wichtige Hilfsmittel mitfinanziert werden. Das lokale Engagement des Bürgervereins Nordweststadt-Niederursel trägt so dazu bei, schwer erkrankten Kindern und ihren Familien konkrete Hilfe und neue Zuversicht im Alltag zu geben.

Auch Petra Bickermann von KinderEngel RheinMain unterstreicht die Bedeutung solcher Initiativen und verweist auf die vielen gemeinsamen Erfolge der Vergangenheit: „Haben wir nicht immer fast alles irgendwie zusammen geschafft, was wir uns vorgenommen haben?“ Ehrenamt und Unterstützung gehen Hand in Hand – und zeigen, wie viel ein soziales Engagement ermöglicht.

Der Bürgerverein Nordweststadt-Niederursel und die Freiwillige Feuerwehr Niederursel sind seit vielen Jahren wichtige soziale Anker im Stadtteil. Mit Veranstaltungen wie dem Weihnachtsmarkt schaffen sie nicht nur Begegnungsmöglichkeiten für die Nachbarschaft, sondern engagieren sich zugleich für soziale Projekte in der Region. Auch künftig ist geplant, die Tombola fortzuführen und mit den Erlösen erneut gemeinnützige Organisationen zu unterstützen. Damit zeigt sich einmal mehr, welche Außenwirkung starkes und lokales Engagement entfalten kann – weit über die Grenzen des eigenen Stadtteils hinaus.

Wer die Arbeit von KinderEngel RheinMain selbst unterstützen möchte, findet unter Unterstützen – KinderEngel RheinMain e.V. Informationen zur Mitgliedschaft sowie Möglichkeiten für einmalige oder regelmäßige Spenden.

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