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Engpass auf der A-Strecke: SPD fordert Fahrplan für die Instandsetzung der Maybachbrücke

Maybachbrücke

Ausdünnung des Takts belastet Pendler im Frankfurter Norden – Campus Riedberg wächst ab dem Wintersemester 2027 um über 5.000 Studierende.

Die infrastrukturellen Schwachstellen der Frankfurter Brückenbauwerke treffen den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) an einer empfindlichen Ader. Aufgrund der reduzierten Tragfähigkeit der Maybachbrücke sowie Einschränkungen an der nahen Brücke »Am Weißen Stein« rollen auf der stark frequentierten A-Strecke der U-Bahn weniger Züge als gewohnt. Vor dem Hintergrund des anstehenden Wachstums am Universitätscampus Riedberg fordert die SPD-Fraktion im Ortsbeirat 12 nun Transparenz und einen verbindlichen Zeitplan vom Magistrat.

Statische Defizite drosseln U-Bahn-Takt

Ein intaktes Nahverkehrsnetz bildet das Rückgrat der städtischen Mobilität. Doch ausgerechnet auf der zentralen A-Linie, welche die U-Bahn-Verbindungen U1, U2, U3 und U8 bündelt, müssen Fahrgäste seit dem Frühjahr spürbare Kapazitätskürzungen hinnehmen. Seit den Osterferien wurde das Leistungsangebot auf der Trasse von ursprünglich 24 auf nur noch 20 Fahrten pro Stunde ausgedünnt.

Der Grund für die Ausdünnung liegt im baulichen Zustand der Brückeninfrastruktur. Rein rechnerische statische Defizite – insbesondere im Bereich der Quertragsysteme und der Schubtragfähigkeit der Brückenplatten – haben dazu geführt, dass Sicherheitsauflagen erlassen werden mussten. Auf dem Bauwerk gilt ein striktes Begegnungsverbot für U-Bahn-Züge. Entgegenkommende Bahnen dürfen den kritischen Abschnitt nicht zeitgleich befahren; eine Bahn muss warten, was den Verkehrsfluss bremst und die Gesamtkapazität der Trasse drosselt.

Die Verringerung der Zugzahlen hat direkte Folgen für die Pendlermodelle im Frankfurter Norden. Auf der Linie U2, die früher im 7/8-Minuten-Takt verkehrte und mittlerweile regulär im 10-Minuten-Takt betrieben wird, führen die Ausfälle zu einer erheblichen Überlastung. Selbst beim Einsatz von Vier-Wagen-Zügen sind zu Spitzenzeiten in den Morgenstunden sämtliche Sitzplätze ab der Station Kalbach oft vollständig belegt. Bereits dort müssen Fahrgäste stehen; bis Heddernheim herrscht dichte Enge in den Waggons. Auch in den Abendstunden in Richtung Kalbach ist die Auslastung hoch. Angesichts des gut genutzten Park-and-Ride-Platzes Kalbach droht die Attraktivität des ÖPNV-Umstiegs Schaden zu nehmen.

Neubau der Informatik verstärkt Handlungsdruck

Besondere Dringlichkeit erhält die Debatte durch die städtebauliche und akademische Entwicklung im Stadtteil Riedberg. Mit dem Beginn des Wintersemesters 2027/2028 zieht der Neubau für Mathematik und Informatik der Johann Wolfgang Goethe-Universität auf den Campus Riedberg. Damit werden sich schlagartig gut 5.000 zusätzliche Studierende sowie rund 200 Wissenschaftler am Standort aufhalten.

Dieser Zuwachs an Pendlern ist ohne eine voll leistungsfähige A-Strecke kaum zu bewältigen. Ein funktionierender Takt der U-Bahn-Linien ist essenziell, um die Tausenden Studierenden und Beschäftigten pünktlich zum Campus und wieder zurück in die Innenstadt zu befördern.

Forderungen der SPD: Transparenz und Neubau-Planung

In einem aktuellen Antrag (OF 42/12) bittet die SPD-Fraktion den Magistrat um Aufklärung. Konkret fordert die Partei Antworten auf folgende Punkte:

  1. Planungstand: Inwieweit Ingenieurleistungen der Objekt- und Tragwerksplanung bereits ausgeschrieben sind und wann mit Ergebnissen zu rechnen ist.
  2. Begegnungsverkehr: Wann nach dem Monitoring-System für die Bauwerksdiagnostik wieder mit rechnerisch sicherem Begegnungsverkehr der U-Bahnen gerechnet werden kann.
  3. Neubau-Zeitplan: Wann mittelfristig mit Beginn und Fertigstellung eines Ersatzneubaus zu rechnen ist.
  4. Öffentlichkeitsarbeit: Die Vorstellung der Ergebnisse in einem Bericht und einer Präsentation vor dem Ortsbeirat 12 und der Öffentlichkeit.

Um die Sicherheit zu gewährleisten, wird an den Bauwerken ein System zur automatisierten Bauwerksdiagnostik eingesetzt. Erst nach einer Phase der Datenerhebung kann geprüft werden, ob der Begegnungsverkehr vorübergehend wieder zugelassen werden kann. Ein dauerhafter Ersatzneubau gilt jedoch mittelfristig als unumgänglich, um weitere Schadensentwicklungen und Mehrkosten abzuwenden.

 


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Die Nacht zum Tag machen: 20 Jahre Night of Science

Goethe Uni Night of Science 2025

Die Frankfurter Night of Science feiert in diesem Jahr ein besonderes Jubiläum. Am 12. Juni 2026 lädt die kostenfreie Veranstaltung bereits zum 20. Mal auf den Campus Riedberg der Goethe-Universität ein. Von 17 Uhr bis 5 Uhr morgens verwandelt sich das Unigelände in einen Treffpunkt für alle, die Wissenschaft entdecken, verstehen und erleben möchten.

Was 2006 als studentische Initiative für einen freien Zugang zu Bildung und Wissenschaft begann, hat sich in den vergangenen zwei Jahrzehnten zu einer der größten studentisch organisierten Wissenschaftsveranstaltungen ihrer Art entwickelt. Noch heute wird die Night of Science vollständig ehrenamtlich von Studierenden organisiert und steht ganz unter dem Leitgedanken: „Wissen will frei und für alle zugänglich sein.“

Besucher erwartet ein vielfältiges Programm mit mehr als 90 Vorträgen aus den unterschiedlichsten naturwissenschaftlichen Disziplinen. Neben Themen aus Biologie, Chemie, Physik, Mathematik oder Medizin spielt im Jubiläumsjahr besonders die Informatik eine zentrale Rolle. Als Leitfigur wurde die Informatik-Pionierin Grace Hopper ausgewählt, deren Arbeit die moderne Softwareentwicklung entscheidend prägte.

Doch die Night of Science ist weit mehr als eine Reihe von Vorträgen. Führungen, Mitmachangebote, Experimentierstationen, Informationsstände und Studienberatungen ermöglichen spannende Einblicke in Forschung und Hochschulleben. Das Programm richtet sich ausdrücklich an Menschen jeden Alters und kann ohne fachspezifisches Vorwissen besucht werden. Wer sich also für diese Themengebiete interessiert oder einfach neugierig ist, kann hier Wissenschaft aus nächster Nähe erleben.

Die Veranstalter versprechen eine lange Nacht voller Entdeckungen, überraschender Experimente und faszinierender Einblicke in aktuelle Forschung. Ob Schüler, Studierende, Familien oder Wissenschaftsbegeisterte: Die Night of Science zeigt auch 2026 wieder, wie spannend und nahbar Wissenschaft sein kann.

Weitere Informationen und das vollständige Programm finden Sie auf der offiziellen Website der Veranstaltung unter https://nightofscience.de/.

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Wissenschaft im Grünen mit Musik, Sport und Kulinarik

Frühlingsfest Wissenschaftsgarten

Die Goethe-Universität lädt zum Frühlingsfest auf den Campus Riedberg

Wenn der Frühling in der ersten Maihälfte so richtig in Fahrt kommt, lädt die Goethe-Universität alljährlich zum Fest auf den Campus Riedberg. In der vielfältigen Botanik des nach wissenschaftlichen Kriterien angelegten Wissenschaftsgartens können Besucher beim Frühlingsfest am Sonntag, den 10. Mai, von 11:00 bis 17:00 Uhr auf dem Campus Riedberg der Goethe-Universität, in der Max-von-Laue-Straße 13 an Führungen teilnehmen, Pflanzen kaufen, das musikalische Programm genießen – und einfach einen schönen Tag verbringen.

Nach der Eröffnung durch Vizepräsidentin Prof. Viera Pierker, Biologieprofessorin Meike Piepenbrink und Robert Anton, Leiter des Wissenschaftsgartens, um 11 Uhr informieren zahlreiche Stände über die Forschung an der Goethe-Universität.

Die Themen reichen von Astrophysik über Biodiversität im Schulgarten bis hin zu Pflanzen im globalen Wandel. Was geschieht, wenn Biologie von der Erde ins All fliegt? Welche Pflanzen blühten um 1900 auf dem Riedberg? Und warum ist die Ressource Boden gefährdet?

Diese und andere Fragen lassen sich direkt mit den Experten diskutieren. Auch das Nachhaltigkeitsbüro, die AStA-Fahrradwerkstadt und die Zoofreunde Frankfurt sind mit einem Stand vertreten und andere mehr.

Von 11:30 Uhr bis 15:30 Uhr werden wieder mehr als 20 Führungen angeboten, das Themenspektrum ist groß. Da geht es um Tiny Forests als grüne Inseln in der Stadt, die Flora der Parkplätze, um Arzneipflanzen und die Biologie der Honigbiene; gemeinsam besucht werden aber auch die Kunstwerke auf dem Campus und das Biomolekulare Magnetresonanzzentrum (BMRZ).

Um 11:45 Uhr startet ein abwechslungsreiches Musikprogramm mit den Bands „gelinde gesagt“, „NIEMALS“, „The Odd Projekt“ und Feinschmeckerfolk.

Sportinteressierte können unter anderem an einer Pilates- oder Yogastunde teilnehmen, die Tänze Zouk und Bachate erlernen.

Und es gibt wieder eine Pflanzenbörse – Pflegetipps inklusive –, Kinderbetreuung und ein Kinderprogramm. Und an den kulinarischen Ständen ist für jeden Geschmack etwas dabei.

Das umfangreiche Programm finden Sie hier: https://tinygu.de/Fruehlingsfest2026

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Gedenken am Campus Riedberg: 80. Jahrestag der Befreiung von Auschwitz

Schuhe an der Donau,, Holocaust Memorial, Budapest

„Nur niemals aufgeben“

Am 27.01.2025 jährt sich die Befreiung des Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz zum 80. Mal. Dieser Tag ist weltweit der zentrale Anlass, um der Millionen Opfer des Nationalsozialismus zu gedenken. Auch am Campus Riedberg wird dieses Datum mit einer besonderen Abendveranstaltung gewürdigt. Das „Centre for Dialogue“ (CfD) lädt Anwohner, Studierende und Interessierte ein, gemeinsam ein Zeichen gegen das Vergessen zu setzen.

Die Veranstaltung beginnt am Dienstag, den 3. Februar, um 17:00 Uhr in den Räumlichkeiten der Josephine-Baker-Gesamtschule, in der Gräfin-Dönhoff-Str. 11. Im Mittelpunkt des Abends steht die Auseinandersetzung mit der Geschichte und deren Bedeutung für die heutige Gesellschaft.

Die Schülerinnen und Schüler haben hierzu eindrückliche Kollagen erarbeitet, die unterschiedliche Themenschwerpunkte in der Geschichte des Nationalsozialismus sichtbar machen. Diese werden jeweils mit Rodika Rosenbaum auf besondere Art und Weise beleuchtet und reflektiert.

Begleitet wurden sie vom Lehrer Paul Renk, Dr. Dominiek Lootens und Jan Quirmbach (Centre for Dialogue), Dr. Johannes Lorenz (Katholische Akademie) und Dr. Dr. Peter Noss (Zentrum Ökumene).

Es erwarten Sie an diesem Abend …

  • Die Schülerinnen und Schüler der Josephine-Baker-Schule
  • Rodika Rosenbaum (Zeitzeugin)
  • Paul Renk (Josephine-Baker-Schule)
  • Die »Bosephine Jakers« (Josephine-Baker-Schule)
  • Dr. Dr. Peter Noss (Zentrum Ökumene)
  • Dr. Dominiek Lootens (Centre for Dialogue)
  • Jan Quirmbach (Centre for Dialogue)

Die Schüler moderieren den Abend und führen die Interviews. Die »Bosephine Jakers« sorgen für die musikalische Begleitung.

Alle Besucher sind anschließend eingeladen, am warmen veganen Buffet des israelischen Restaurants Kuli Alma teilzuhaben.

Musikalischer Rahmen und Raum für Austausch

Begleitet wird der Abend durch musikalische Beiträge, die den feierlichen und nachdenklichen Charakter der Veranstaltung unterstreichen. Die Organisatoren legen Wert darauf, dass neben dem Zuhören auch Raum für Begegnung bleibt. Im Anschluss an den offiziellen Teil gibt es bei einem kleinen Empfang die Möglichkeit, miteinander ins Gespräch zu kommen und die Impulse des Vortrags zu vertiefen.

Der 27. Januar ist seit 1996 in Deutschland ein gesetzlich verankerter Gedenktag. Dass eine solche Veranstaltung direkt am Riedberg stattfindet, unterstreicht die Rolle des Campus als Ort des gesellschaftlichen Austauschs, der über den rein wissenschaftlichen Betrieb hinausgeht.

Organisatorische Hinweise

  • Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenfrei.
  • Der Zugang zum Veranstaltungsort ist barrierefrei.


Über das „Centre for Dialogue at Campus Riedberg“
Das Centre for Dialogue (CfD) ist eine gemeinsame Initiative der Evangelischen und Katholischen Hochschulgemeinden in Frankfurt am Main. Es versteht sich als ein offener Ort der Begegnung für Studierende, Wissenschaftler und die Bewohner des Stadtteils Riedberg. Ziel der Institution ist es, den Dialog zwischen Religionen, Kulturen und der Wissenschaft zu fördern. Mit regelmäßigen Veranstaltungen zu gesellschaftspolitischen, ethischen und religiösen Themen bietet das CfD Raum für kritische Reflexion und persönlichen Austausch in einer von Vielfalt geprägten Umgebung.

 

Der Titel „Nur niemals aufgeben“ stammt aus der Autobiographie von Rodika Rosenbaum (Nur niemals aufgeben! Eine jüdische Familiengeschichte, Kelkheim: Pauer, 2024).

 

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Stadt fördert Wohnheim am Campus Riedberg

Die Stadt Frankfurt beteiligt sich an der Finanzierung eines Studierendenwohnheims an der Riedbergallee mit einem Zuschuss von bis zu 3,7 Millionen Euro.

Hierfür hat Planungsdezernent Mike Josef die erste Rate über rund 1,83 Millionen Euro freigegeben. Damit werden 324 Studierendenwohnungen bei einem Vorhaben des Studentenwerks Frankfurt über das „Frankfurter Programm zur Wohnraumförderung für Studierende“ gefördert. Die künftige Miete beträgt 10,80 Euro pro Quadratmeter und Monat.

Studierende brauchen „eine bezahlbare Bleibe“

Zuschüsse gibt es auch für ein Vorhaben des Bauvereines Katholische Studentenwohnheime in Hausen. Mike Josef hat die fünfte Rate über 450.000 Euro freigegeben. Dabei geht es um ein Modernisierungsprojekt in der Friedrich-Wilhelm-von-Steuben-Straße, das mit einem Zuschuss von rund 1,74 Millionen Euro von der Stadt Frankfurt über das „Frankfurter Programm zur Modernisierung des Wohnungsbestandes“ mitfinanziert wird. Das dortige Friedrich-Dessauer-Haus verfügt über Wohnheimplätze für 656 Studierende.

„Frankfurt ist ein attraktiver Studienort. Doch für Studierende ist es angesichts des angespannten Wohnungsmarkts besonders schwer, eine angemessene und bezahlbare Bleibe zu finden. Sie brauchen aber gute Startmöglichkeiten. Dazu gehört ein Dach über dem Kopf. Deshalb unterstützen wir seit dem Jahr 2013 den Neubau von Studierendenwohnheimen mit einem rein kommunalen Förderprogramm“, sagt Josef. Die Förderung studentischen Wohnraums ist „Teil unserer Stadtentwicklungspolitik“.

Weitere Informationen zu den städtischen Wohnungsbauförderprogrammen finden sich unter http://www.stadtplanungsamt-frankfurt.de im Internet.

Foto: Guillaume TECHER / Unsplash

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