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Wir sind das neue Team von MAINRiedberg

Das Magazin für den schönsten Stadtteil Frankfurts lebt weiter! Nachdem die Gründerinnen von MAINRiedberg aus beruflichen Gründen Abschied nehmen mussten, wird ab Oktober ein neues Redaktions-Team übernehmen. Wir stellen es jetzt vor!

Für die MAINRiedberg-Gründerinnen Katja Markert und Claudia Detsch waren es sechs unvergessliche Jahre. 18 Magazine, die sie für den schönsten Stadtteil Frankfurts schreiben konnten. Mit einer Auflage von 7500 Exemplaren und insgesamt mehr als 1000 Artikeln, recherchiert von Riedbergern für Riedberger. „Wir danken auch für die immer größere Fangemeinde für unser lokales News-Portal www.main-riedberg.de – mit bis zu 9000 Aufrufen pro Tag. Wir möchten ebenso unseren Kooperationspartnern und treuen Anzeigenkunden danken“, sagten sie, als sie Ende Juni 2021 ihren Abschied bekannt gaben.
 
Jetzt übernimmt ein neues Team die Online-Plattform www.main-riedberg.de und wird ab Oktober News und Stories rund um den Riedberg und die benachbarten Stadtteile veröffentlichen. Insbesondere der IG Riedberg ist dies zu verdanken. Der Verein organisiert schon seit Jahren tolle Sommerfeste und Weihnachtsmärkte, bietet auf seiner Webseite aber auch Veranstaltungshinweise und Informationen an. Die Weiterführung von MAINRiedberg ist da der nächste, logische Schritt.
 
Aber wer sind die neuen Köpfe unseres Stadtteil-Magazins? Was wollen Sie bewegen?
 
Die freie Journalistin Ann Wente-Jaeger hat schon vorher für MAINRiedberg geschrieben, ist jetzt noch aktiver dabei und berichtet: „Seit wir vor vier Jahren hierhergezogen sind, habe ich mich von MAINRiedberg immer bestens informiert gefühlt. MAINRiedberg war nicht irgendein Stadteilmagazin oder News-Portal, sondern professionell, gut geschrieben und unterhaltsam. Eine Plattform, die die Menschen im Stadtteil und darüber hinaus begleitet und verbunden hat. Und das soll auch in Zukunft so sein. Dazu möchte ich gerne beitragen.“
 
Markus Schaufler, Vorsitzender der IG Riedberg, betont: “Was gut ist, soll weiter bestehen. In diesem speziellen Fall bietet es sich sogar an, da so eine viel breitere Redakteurbasis eingebunden ist und ein Ende für den Stadtteil ein großer Verlust wäre.“
 
Andreas Woitun sagt: „Wir wollen mit MAINRiedberg die Menschen hier am Riedberg vernetzen und das Gefühl stärken, dass sie hier eine neue Heimat gefunden haben. Auch dafür lohnt sich dieses ehrenamtliche Engagement.“
 
Sabrina Pölle ist die jüngste Stimme im Team und ist voll Enthusiasmus bei der Sache: „Ich bin in diesem Stadtteil groß geworden und finde die Gemeinschaft, die sich hier entwickelt hat, toll. MAINRiedberg trägt einen guten Teil dazu bei und ich freue mich daher sehr, in Zukunft daran mitarbeiten zu dürfen.“
 
Michel Jan Gladis schließt mit den Worten: „Ich finde, man sollte alles daran setzen, auf dieser Arbeit adäquat aufzubauen, dies jedoch auch nur mit einer neuen Struktur, die das Potential dazu hat, dem Bestehenden gerecht werden zu können. Vielen Dank nochmal, dass Ihr hierzu auf die IG zugekommen seid!“
 
So sagt das Gründer-Team des Stadtteilmagazins endgültig Adieu  – und freut sich umso mehr, dass das Herzensprojekt MAINRiedberg weitergeführt wird. Wir drücken die Daumen und sind schon ganz gespannt!
Sie wollen in Zukunft keine Riedberg-News verpassen?
Dann melden Sie sich am besten sofort für den neuen MAINRiedberg-Newsletter an unter nl-anmeldung@mainriedberg.de Stichwort: Newsletter-Anmeldung.
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Sanfter Waschgang für die verschmutzte Fassade

Gastbeitrag von Alexander Markert

Jeder stolze Häuslebauer am Riedberg kennt das nur zu gut: Die Nachbesserungen seit dem Einzug ins neue schicke Eigenheim sind schon ein paar Jahre her. Man hat es sich gemütlich gemacht. Nach ein paar Jahren kommen die Schreiben der einzelnen Gewerke oder des Bauträgers, dass die Gewährleistung abgelaufen ist und entsprechende Bürgschaftsurkunden auslaufen. Die Kinder werden größer. Die gepflanzten Hecken dichter und die Bäume spenden langsam in den wärmer werdenden Sommern angenehmen Schatten. Alles setzt sich etwas und nimmt auch Patina an. Irgendwann trüben sich die Riedberg-typischen weißen Fassaden aber etwas ein. Von den Regenabläufen sieht man nun deutlich dunklere Schlieren und die eine oder andere Stelle setzt auch etwas Grünliches an. Das komplette Haus einzurüsten und neu streichen zu lassen, kann schnell mehrere Tausend Euro kosten. Rein technisch wäre dies aber meist auch noch gar nicht nötig. Einige Eigenheimbesitzer haben sich daher nach Alternativen umgesehen. Der hauseigene Kärcher soll bei dem einen oder anderen auch schon testweise zum Einsatz gekommen sein. Die Ergebnisse waren allerdings kaum befriedigend. Ganz im Gegenteil sollte man hier sogar besser aufpassen, um die Wärmedämmverbundsysteme nicht komplett kaputt zu machen.

Woher kommen aber die unschönen Verunreinigungen?

Dirk Luther von Algenmax West erklärt: „Die modernen Wärmeverbundsysteme sind mit einer dünnen Putzschicht überzogen. Staub, Ruß und andere Schmutzpartikel in der Luft setzen sich in dieser strukturierten Oberfläche ab und lagern sich in Vertiefungen ab, die nur schwer von ungeübten Laien fachgerecht gereinigt werden können. Druck, Wassermenge und Abstand zur Fassade muss man richtig einschätzen und anwenden. Wir sind Spezialisten für Fassadenreinigung und Algenentferrnung auf Putz- und vertäfelten Fassaden. Seit 2014 haben wir in Deutschland 16 Standorte und mit unserem erprobten und sicheren Verfahren reinigen wir verschmutzte Fassaden gründlich und schonend. Und gegenüber einem neuen Anstrich mit einem netten Kostenvorteil.“

Bei der Vorbehandlung wird organischer Befall wie Algen, Schimmel und Pilze  mit einem alkalischen Reiniger abgereinigt. Staub, Dreck, Ruß und Schmutz wird wie mit einem Shampoo schonend aus der Fassade gezogen und das ablaufende Schmutzwasser mit speziellen Matten aufgefangen, aufbereitet und entsorgt.

Dies ist besonders umweltschonend und die verwendeten Reiniger sind entsprechend zertifiziert. Die Reinigung im Hauptwaschgang erfolgt mit Niederdruck, so werden die Schmutzpartikel nicht in die Fassade gedrückt. Mit einer speziellen Lanze kann man auch an die höheren Stockwerke gelangen ohne ein Gerüst aufzubauen. Im direkten Vergleich erkennt man so auch schnell den Reinigungseffekt. Die Fassade wird aber nicht aufgeraut oder ausgespült. Um auch länger Freude an der gereinigten Fassade zu haben, wird in einem weiteren Arbeitsgang ein transparenter Langzeitschutz aufgetragen.

„In diesem Sommer erstrahlt unser Haus hier am Riedberg in neuem Glanz. Dank der hervorragenden Arbeit des Algenmax-Teams, die in jeder Hinsicht einfach top sind. Pünktlich, flink, sehr genau, sehr freundlich – alle unsere Wünsche wurden erfüllt und unsere Erwartungen wurden übertroffen. Das Team hat zuletzt auch noch alle Reste, die durch die Reinigung entstanden sind, sorgfältig entfernt. Wir können die Firma Algenmax mit sehr gutem Gewissen weiterempfehlen.“ Riedberg-Bewohnerin

In seinem Arbeitsalltag sind Dirk Luther aber auch schon lustige Geschichten passiert: Einmal hatten 6 Papageien in der Fassade ihr Nest gebaut. Sie konnten vor der Reinigung gerettet werden und einer artgerechten Haltung zugeführt werden.

Weitere Informationen zu Fassadenreinigung „Algenmax“ unter www.algenmax.de

Text/Fotos: Alexander Markert

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MAINRiedberg-Abschiedsgeschenk von IKEA

Wollen Sie einfach mal abheben und hoch über der Mainmetropole schweben? IKEA Frankfurt macht’s möglich und schenkt uns zum MAINRiedberg-Abschied 5 x 2 Tickets für eine Fahrt im IKEA-Ballon. Das Gewinnspiel startet sofort!

Und so können Sie gewinnen: Schreiben Sie uns am besten sofort eine Mail an mail@main-riedberg.de mit dem Stichwort „IKEA Ballonfahrt“. Name und Adresse nicht vergessen! Wir werden noch heute jeweils 5 x 2 Tickets verlosen und die Gewinnerinnen und Gewinner umgehend informieren.

Ein riesengroßes DANKESCHÖN auch an unseren langjährigen Kooperationspartner IKEA. Diese tolle Verlosung ist ein Abschiedsgeschenk an uns – und vor allem an die Leserinnen und Leser von MAINRiedberg. Denn wir werden uns beruflich neu orientieren und MAINRiedberg schweren Herzens beenden. Durch unsere neue Tätigkeit können wir leider nicht mehr so viel Zeit investieren, wie es dieses Projekt und dieser Stadtteil verdient haben.

Es gibt noch eine kleine Chance, dass die News-Plattform main-riedberg.de mit einem veränderten Team weiterlebt. Gespräche laufen, Ergebnisse dazu gibt es leider noch nicht. Sobald es – hoffentlich gute – Neuigkeiten gibt, werden wir darüber informieren.

Das ist der IKEA-Ballon

Der IKEA-Ballon wird von Skytours Ballonfahrten betrieben und ist im Passagierbetrieb vorwiegend in der Region Rhein-Main-Taunus betrieben, mit Schwerpunkt im unmittelbaren Frankfurter Raum. Durch den Einsatz eines unterteilten Ballonkorbes ist der IKEA-Ballon für die Gäste besonders komfortabel und sicher. Hier ist Platz für bis zu 14 Passagiere. Der Ballon wurde „made in Germany“ von der Firma Schroeder fire balloons in der Nähe von Trier produziert.

„Einen besseren Alltag für die vielen Menschen schaffen“, das ist die IKEA Vision. Die Geschäftsidee lautet: „Ein breites Sortiment formschöner und funktionsgerechter Einrichtungsgegenstände zu Preisen anzubieten, die so günstig sind, dass möglichst viele Menschen sie sich leisten können“.

Sie möchten mehr über IKEA Frankfurt erfahren? Hier geht’s zur Internetseite: https://www.ikea.com

Fotos: Ralf Oeser / IKEA

 
 
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Riedberg Immobilien zieht an den schönsten Platz im Stadtteil

Sie sind dem schönsten Stadtteil Frankfurts von Anfang an treu: Anton T. Hartl und Patrick Paris ziehen mit „Riedberg Immobilien“ direkt an den neuen Riedberg-Park und sind zu Fuß, mit dem Rad oder Auto bestens erreichbar.

„Aus unsere Sicht macht den Riedberg besonders, dass es sich um einen jungen und neuen Stadtteil handelt, mit einer sehr guten Infrastruktur, besonders beliebt bei jungen Familien aller Regionen und Nationen“, sagen Anton T. Hartl und Patrick Paris, die seit 2003 / 2004 am Riedberg arbeiten. Zunächst waren sie für die Hessen-Agentur Stadtentwicklung und damit die Stadt Frankfurt tätig. „Wir haben den Riedberg vom Anfang an begleitet. Gegen Ende des Projektes 2015/2016 haben wir uns für die Maklertätigkeit privater Wohn-Immobilien am Riedberg entschlossen und uns unter ‚Riedberg Immobilien‘ einen hoffentlich sehr guten Namen gemacht.“

Standort am neuen Riedberg-Park

Als sie dann die Chance hatten, eine der wenigen Gewerbeeinheiten am Riedberg zu bekommen, zum Glück in exponierter Lage direkt am Rudolf-Schwarz-Platz und dem neuen Grünzug „Römische Straße“, haben sie diese gleich umgesetzt. Die beiden Makler erklären: „Wir erleben mit dem schönen Wetter, wie viele Menschen bereits jetzt schon die öffentlichen Flächen für ihre Freizeitaktivitäten, fürs Flanieren oder einfach zum Spielen mit der Familie annehmen und auch gerne in unser Schaufenster gucken oder auf einen Kaffee vorbeischauen.“ Aus ihrer Sicht genau der richtige Standort für „das Maklerbüro am Riedberg“.

Riedberg Immobilien begleitet sowohl Verkäufer als auch Käufer und steht seit Jahren zuverlässig und jederzeit mit Rat und Tat zur Seite. Das Credo ist: Eine Immobilie ist oft der wichtigste Besitz und verdient den besten Preis sowie den richtigen Käufer – und das so schnell wie möglich. Anton Hartl und Patrick Paris sind überzeugt: „Mit unserem individuellen und professionellen Betreuungsansatz mit viel Leidenschaft stehen die Chancen besonders gut!“

Weitere Informationen unter www.riedberg.immo

Fotos: Riedberg Immobilien

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Der Lahme Esel bekommt einen Bruder – „Die Eselei“!

Die Kult-Gaststätte „Zum Lahmen Esel“ in Niederursel kennt fast jeder in Frankfurt. Jetzt startet Esel-Gastronom Thomas Metzmacher ein zweites mutiges Projekt: Er hat mitten in der Corona-Krise ein Ladengeschäft umgebaut und wird im NordWestZentrum ein Lokal mit frischer, regionaler Küche und Biergarten eröffnen. Der Name: „Die Eselei“!

Ein Mal Doppelherz, bitte! Diese gute, alte Herz-Arznei könnte Gastronom Thomas Metzmacher jetzt ziemlich gut gebrauchen. Schon mitten in der Corona-Krise hatte er gegenüber MAINRiedberg erklärt: „Aufgeben? Niemals! Es ging bei mir schon immer darum, nach vorne zu schauen. Mein Herz schlägt jetzt doppelt und ich werde alles dafür geben, dass der Lahme Esel gestärkt aus der Krise hervorgeht und auch das zweite Restaurant ein Erfolg wird.“

Das zweite Restaurant – damit ist seine „Eselei“ gemeint, die noch im Juli eröffnet wird. Nach monatelanger Umbauzeit und einem Jahr, das an keinem Wirt spurlos vorübergegangen ist. Doch zu einem Zeitpunkt, als viele Kollegen noch über die Folgen der ersten Corona-Welle klagten, entschied sich Metzmacher, die Räume direkt am zentralen Lichthof des NWZ zu übernehmen. Wie aber kommt traditionelle Frankfurter Küche ins Nordwestzentrum? Metzmacher: „Es gibt hier sehr viel zu essen verschiedenster Couleur, aber eben keine deutsche Küche. Das war auch ein Grund, warum das Management des Zentrums selbst auf mich zukam.“

Das Centermanagement unter Leitung von Rainer Borst wiederum freut sich, dass man den erfolgreichen Koch und Gastronomen als Betreiber gewinnen konnte und so das kulinarische Angebot des NWZ entscheidend bereichert wird.

Frisch. Regional. Lecker.

Und das ist kein Spruch, denn hier gibt es eben keinen Wein, der 13.000 km Flugstunden hinter sich hat, sondern Weine aus dem Weingut der Stadt Frankfurt, Tee aus dem Teehaus Ronnefeldt in Bockenheim, Kaffee aus der Frankfurter Kaffeerösterei, Brot, Brötchen und Kuchen aus der Bäckerei Huck in Rödelheim, Kartoffeln aus Stierstadt, Salate aus Bad Vilbel usw. usw. Getreu dem Motto: Das Gute liegt so nah!

Drinnen in der neuen „Eselei“ wird’s traditionell, modern und gemütlich zugleich 3D-Grafik: Die Eselei

Innen in der Eselei gibt’s behagliche Gemütlichkeit, draußen „den größten und schönsten Biergarten des Zentrums, noch dazu an präsenter Stelle“, so Metzmacher. Zwischen vier großen Magnolienbäumen. Eigentlich kaum zu übersehen für alle, die von der Tiefgarage die Treppe ins Zentrum nehmen und dann fast schon mitten im Biergarten stehen. Mit schützendem Dach überm Kopf, also perfekt für alle Wetterlagen. 

Frankfurt-Klassiker, Frühstück und Biergarten

Die Eselei öffnet bereits eine halbe Stunde vor dem normalen Geschäftsbetrieb des NWZ und bietet unter anderem ein herzhaftes Frühstück. Nachmittags warten Kaffeespezialitäten, Eis, Dessert und Kuchen, während abends auch noch nach 20 Uhr geöffnet bleibt. An Sonntagen können die Räume auch für Feierlichkeiten gebucht werden.

In der „Eselei“ gibt’s natürlich Frankfurt-Klassiker, aber auch Frühstück, Flammkuchen und vegane Gerichte Foto: Die Eselei

Und was gibt’s zu essen? Auf diese nicht unwichtige Frage antwortet Thomas Metzmacher: „Die Eselei wird wie der Lahme Esel, nur ganz anders.“ Auf der Speisekarte stehen neben Klassikern wie Schnitzel, Bratkartoffeln und Co. auch Flammkuchen, hippe Bowls sowie vegetarische Speisen – alles selbstverständlich auch zum Mitnehmen. Übrigens soll’s sogar eine vegane Variante der Grünen Soße und ein Schnitzel aus roten Berglinsen geben, so dass man ab sofort das Frankfurter Schnitzel vegan genießen kann. Der Eselei-Wirt rät: „Lassen sie sich einfach überraschen!“

Weitere informationen zur neuen „Eselei“ unter unter www.meineeselei.de und https://www.facebook.com/NordWestZentrum/?ref=py_c 

Fotos/ 3D-Grafiken: Die Eselei

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Wir sagen DANKE für….

… sechs unvergessliche Jahre. 18 Magazine, die wir für den schönsten Stadtteil Frankfurts schreiben konnten. Für eine aktuelle Auflage von 7500 Exemplaren und insgesamt mehr als 1000 Artikel, recherchiert von Riedbergern für Riedberger. Wir danken auch für die immer größere Fangemeinde für unser lokales News-Portal www.main-riedberg.de – mit bis zu 9000 Aufrufen pro Tag.

Wir möchten unseren Kooperationspartnern und treuen Anzeigenkunden danken. Nur mit Eurer Unterstützung konnten wir die Corona-Krise bewältigen und sogar neue Partner hinzugewinnen.

MAINRiedberg ist unser „Baby“, unser Herzensprojekt. Wir haben noch im Mai ein – wie wir finden – tolles neues Magazin veröffentlicht. Mit Rückblick auf ein Jahr Pandemie, das Spuren hinterlassen hat. Bei unseren Kindern, in unserer Seele, im Einzelhandel und in der Gastronomie hier vor Ort. Aber auch mit einem zuversichtlichen Blick nach vorne, mit magischen Momenten und Menschen, die den Riedberg bewegen. Denn wir wollten nicht nur detailliert berichten, sondern auch Mut machen.

Vielen Dank für das Abschiedsgeschenk der Frankfurter Bestell-App Julienne www.julienne.com. 50 MAINRiedberg LeserInnen bekommen mit diesem Code 5 Euro Rabatt. Schnell sein lohnt sich!

Doch heißt es nicht, man sollte aufhören, wenn es am schönsten ist? Wir werden uns beruflich neu orientieren und MAINRiedberg Ende Juni schweren Herzens beenden. Durch unsere neue Tätigkeit können wir leider nicht mehr so viel Zeit investieren, wie es dieses Projekt und dieser Stadtteil verdient haben. Vielleicht gibt es noch eine klitzekleine Chance, dass zumindest unsere Online-Plattform main-riedberg.de mit einem veränderten Team weiterlebt. Gespräche laufen, Ergebnisse dazu gibt es leider noch nicht.

Wir wollten eine starke Stimme für diesen Stadtteil und den Frankfurter Norden sein. Liebe Riedbergerinnen und Riedberger, liebe Kalbacherinnen und Kalbacher, liebe Vereine und Initiativen, großen und kleinen Leserinnen und Leser, macht weiter so! Wir bleiben Euch treu! 

Euer MAINRiedberg-Team

Katja Adam-Markert und Claudia Detsch

„MAINRiedberg ist einzigartig!“

Vielen lieben Dank auch für die netten Abschiedsworte, die wir von Weggefährten und Kooperationspartnern und – natürlich! – treuen MAINRiedberg-Fans erhalten haben.

„Schade, dass MAINRiedberg nicht weitergeführt werden kann. Als Riedberger habe ich Ihre Information sehr geschätzt. Berichte aus dem Ortsbeirat, dem Vereinsgeschehen, den Schulen und Aktuelles haben die Kommunikation hier im Stadtteil sehr gefördert. Wichtig sind (ja wohl bald waren) ihre Artikel auch in der Coronazeit, um auch zu erfahren, was nicht gleich in den anderen Medien berichtet wurde.“

Ernst Kucharczyk, Vorsitzender Riedbergchor e. V.

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„Wir bei Julienne sind überzeugt, dass alle glücklicher sind, wenn jeder seine Locals unterstützt. Daher unterstützen wir unsere Gastronomen und Partner wie MAINRiedberg. Mit Katja und Claudia haben wir ein sehr freundschaftliches Verhältnis und sind unendlich traurig, dass das Magazin eingestellt wird und hoffen insgeheim auf ein Revival eines Tages!“

Maxim Beizerov (CEO Julienne)

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Metzger mit sensationellen Ideen: Zu den Wurst-Automaten von Andreas und Alexander Kaiser kommen grillbegeisterte Kunden teils sogar aus Neu-Isenburg und Offenbach

„Mit Euch geht ein Stück Riedberg verloren! Ihr wart eine wichtige Plattform für uns Gewerbetreibende hier vor Ort. Beide Seiten haben davon profitiert, aber es war mehr als das. Es hat richtig Spaß gemacht, mit Euch zusammenzuarbeiten, zu unseren Galloway-Rindern auf die Weide zu fahren oder Euch unsere Pläne für unsere Wurst-to-go-Automaten vorzustellen. Als wir mit dem ersten Automaten angefangen haben, haben uns so einige für verrückt gehalten. Ihr nicht!“

Andreas und Alexander Kaiser, Metzgerei Kaiser, Kalbach

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„Ein Stadtteil, besonders ein junger und neuer, braucht ein Magazin wie MAINRiedberg. Wie sollen sonst alle Infos und Neuigkeiten in die Haushalte gelangen? Aus unserer Sicht dient MAINRiedberg als sympathische und professionelle Informationsplattform, es lädt durch sauber recherchierte Berichte, durch vielfältige Kommentare, Interviews und Stellungnahmen zum Bürger-Dialog ein. Passion & Profession für den Riedberg für Ihr Zuhause ist auch unser Leitbild, deswegen haben wir gerne unterstützt.“

Anton T. Hartl, Riedberg Immobilien

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MAINRiedberg-Fan und Kooperationspartner von Anfang an: Thomas Metzmacher vom „Lahmen Esel“ in Niederursel Foto: Zum Lahmen Esel

„Mit MAINRiedberg geht eine wichtige Informationsquelle und ein Sprachrohr des Riedbergs verloren. Die Tränen der Traurigkeit sind schon am Fuß des Riedbergs im Urselbach bei uns am Lahmen Esel angekommen.“

Thomas Metzmacher, Gastronom, Kult-Gaststätte „Zum Lahmen Esel“

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„Das Ende von MAINRiedberg bedauere ich sehr. Das Magazin war eine Bereicherung für unseren Stadtteil.“

Carolin Friedrich, langjährige Ortsvorsteherin und Stadtverordnete (CDU)

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Der Frankfurter FDP-Vorsitzende Thorsten Lieb ist auch Mitglied im Ortsbeirat Kalbach/Riedberg Foto: FDP

„Mit MAINRiedberg verliert der Stadtteil leider ein wunderbares Projekt, welches viel zum Miteinander im Stadtteil beigetragen hat. Stets hochkompetent und mit einem frischen, zum Stadtteil passenden Stil und durchaus auch mit der notwendigen spitzen Feder geschrieben, ist MAINRiedberg eine der wichtigsten Informationsquellen im Stadtteil – leider bald gewesen. Aus politischer Sicht danke ich für die journalistisch stets faire aber immer griffige Begleitung. Den beiden Initiatorinnen sei auch persönlich ein großes Dankeschön für die wunderbare Arbeit gesagt. Alles Gute für die weiteren Projekte.“

Thorsten Lieb, Frankfurter FDP-Vorsitzender und Ortsbeirat

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„Seit dem ersten Heft habe ich die Berichte über Menschen, Veranstaltungen und, was es sonst noch an Wichtigem und Unwichtigem gab, gerne genossen. Natürlich gab es auch Berichte über die vielen Aufreger, wie fehlende Schul- und Kitaplätze oder Aufenthaltsmöglichkeiten für Jugendliche, die bestimmt dazu geführt haben, dass man sich in der Politik etwas schneller bewegt hat. Letztendlich habt ihr viele Leute zusammengebracht und damit auch den Vereinen und Gruppierungen geholfen. Ihr habt damit den Riedberg als neuen Stadtteil bekannter und, was das Zusammenleben betrifft, auch vorangebracht. Für Eurer Engagement und die viele Arbeit kann man nur Danke sagen!“

Jörg Rohrmann, überzeugter Riedberger und langjähriger Ortsbeirat der SPD

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„Über die Gründungsphase der IGS Kalbach-Riedberg hin habe ich Claudia Detsch als eine differenziert fragende und für Hintergründe interessierte Journalistin schätzen gelernt. Ob Neubau, Holzbau, Willkommensklassen oder Maskenregelung – sie hat immer aktuell und mit dem richtigen Riecher für Texte gearbeitet. Ich konnte mich bei „Frankfurt liest ein Buch“ und anderen Veranstaltungen auf Ihre Werbung verlassen. Mit viel Geschick, aber nie aufdringlich hat sie sich immer mal bei mir gemeldet und ich habe ihr gerne von unserer Schule berichtet, weil ich wusste, sie wird die Informationen ausgewogen verarbeiten. Ich bedauere sehr, dass sie aufhört mit MAINRiedberg. Trotzdem: Alles Gute!“

Susanne Gölitzer, Schulleiterin der IGS Kalbach-Riedberg

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MAINRiedberg-Leserin von Anfang an: Judith McCrory aus dem Vorstand des Familienzentrums Billabong Foto: Billabong Family e. V.

„Schon immer haben sich viele Riedberger sehr aktiv für unseren schönen und auch immer noch jungen Stadtteil eingesetzt. Aber durch euren einzigartigen Einsatz für MAINRiedberg habt ihr – Claudia und Katja – am meisten dazu beigetragen, dass wir uns gegenseitig kennenlernen. Wir haben uns an Aktivitäten beteiligt, weil wir uns informiert und angesprochen gefühlt haben. Durch euch sind Kalbach und Riedberg enger zusammengerutscht. Durch euch war keiner von uns isoliert, sondern wir durften alle am Stadtteilgeschehen teilnehmen – durch eure professionelle Recherche, informative unterhaltsame Geschichten, eingepackt in einem ansprechendem und kreativen Format. Ein Dankeschön scheint etwas wenig hier, aber es kommt von Herzen!“

Judith McCrory, Vorstand Familienzentrum Billabong

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„Der Riedberg ist ein lebendiger Stadtteil. Dafür steht auch das Magazin MAINRiedberg, denn welcher Stadtteil kann so etwas schon vorweisen – dazu ein so junger. Ich habe mich immer auf die nächste Ausgabe gefreut. Es war schön, bekannte Gesichter zu sehen und neue kennenzulernen. Da ich selbst Magazine mache, weiß ich, wie viel Arbeit darin steckte. Bei MainRiedberg auch noch ganz viel Herzblut. Es wird mir und unserem Stadtteil fehlen.“

Fabian Obergföll, Journalist und Kommunikationsberater

Fotos: MAINRiedberg

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Nach der Wahl: Das Macht-ABC im Römer

Nach der Kommunalwahl am 14. März wird eine neue Koalition die Geschicke Frankfurts lenken. Dies wird sich auch in den politischen Kräfteverhältnissen in der Stadtregierung widerspiegeln, dem Magistrat. Die städtische Presseabteilung erklärt, wie das funktioniert und welche Besonderheiten zu beachten sind.

Was macht der Magistrat und wie setzt er sich zusammen?

Nach der Hauptsatzung der Stadt und dem hessischen Kommunalrecht handelt es sich um den Gemeindevorstand, weshalb auch die Bezeichnung Stadtregierung geläufig ist. Diese besteht aus dem Oberbürgermeister, dem Bürgermeister, bis zu zehn weiteren hauptamtlichen und vierzehn ehrenamtlichen Stadträten. Letztere werden entsprechend der Stärke der Fraktionen in der Stadtverordnetenversammlung gewählt, voraussichtlich nach der Sommerpause.

Praktisch führen der Oberbürgermeister, seine Vertreterin oder sein
Vertreter und die hauptamtlichen Stadträtinnen sowie Stadträte als Wahlbeamte – auch Dezernenten genannt – die Geschäfte der Gemeinde. Sie leiten die Verwaltung und kümmern sich um die kommunalen Betriebe. Bei den zehn hauptamtlichen Stadtratsstellen handelt es sich allerdings nicht um eine zwingende Vorgabe, es können auch weniger sein. Aktuell sind neun besetzt.

Wie wird man hauptamtlicher Stadtrat oder Dezernentin?

Die Stadtverordnetenversammlung wählt den Bürgermeister und die hauptamtlichen Stadträte, die Stadtbevölkerung den Oberbürgermeister direkt. Die Amtszeit beträgt nach der Hessischen Gemeindeordnung (HGO) jeweils sechs Jahre.

Voraussetzung für die Wahl ist allerdings, dass die Stellen frei sind. Das kann der Fall sein, wenn die Amtszeit des bisherigen Amtsinhabers abgelaufen ist – aktuell in einem Fall – oder die bisherigen hauptamtlichen Magistratsmitglieder ihre Stellen verlieren, etwa durch Abberufung.

Eine neue Mehrheit in der Stadtverordnetenversammlung möchte ihre politischen Ziele mit eigenen Vertretern im Magistrat umsetzen. Wie kann sie das tun?

Sie kann – mit Ausnahme des Oberbürgermeisters – die bisherigen hauptamtlichen Magistratsmitglieder ersetzen, indem sie diese abwählt. Dieser Vorgang heißt nach dem Wortlaut der HGO „Abberufung“. Hierfür ist normalerweise eine Zwei-Drittel-Mehrheit im Stadtparlament erforderlich. In den ersten sechs Monaten nach einer Kommunalwahl geht dies in den größeren Städten Hessens allerdings auch mit absoluter Mehrheit, also mit der Mehrheit der Stimmen der gesetzlichen Zahl der Stadtverordneten: In Frankfurt werden bei 93 Stadtverordneten mindestens 47 Stimmen benötigt. Dabei ist der Tag des Beginns der Wahlperiode maßgeblich, also der 1. April. Der Gesetzgeber wollte mit diesem Verfahren Regierungswechsel vereinfachen.

Dieser Vorgang muss daher bis zum 30. September abgeschlossen sein, wie Brigitte Palmowsky erläutert. Sie leitet das Büro der Stadtverordnetenversammlung und hat bereits verschiedene Regierungswechsel im Rathaus administrativ begleitet. Dabei gehört es auch zu ihren Aufgaben, die jeweils neuen Mehrheiten zu beraten, damit die parlamentarischen Abläufe möglichst „wasserdicht“ sind.

Warum dauert es so lange, bis neue Dezernentinnen oder Dezernenten im Amt sind? Auf Landes- oder Bundesebene geht das doch viel schneller.

Bei Bund oder Land beginnt nach der Wahl eines neuen Regierungschefs quasi die Amtszeit eines neuen Kabinetts; die Ministerinnen und Minister müssen nur noch ernannt werden. Das ist ein relativ einfacher Vorgang, verglichen mit dem kommunalen Geschehen.

„Bei uns gibt die Hessische Gemeindeordnung das Verfahren vor“, beschreibt Palmowsky den Ablauf. So verlangt die HGO, dass für die vorzeitige Abberufung zwei Beratungen und Abstimmungen stattfinden, die mindestens vier Wochen auseinanderliegen müssen. Die Neuwahl von hauptamtlichen Beigeordneten – hierzu zählen Bürgermeister und Stadträte – ist dann nochmal ein separater Vorgang, der vom Wahlvorbereitungsausschuss vorbereitet wird, zu dessen Sitzungen die Stadtverordnetenvorsteherin einlädt. In seinen insgesamt drei Sitzungen befindet der Ausschuss zunächst über die Ausschreibung der neuen Stellen, sichtet später die eingegangenen Bewerbungsunterlagen und bereitet letztlich die Wahlvorschläge für die Stadtverordnetenversammlung vor.

Vier Wochen sind an sich doch keine sehr lange Zeit. Warum ist immer wieder zu lesen, dass die neuen Dezernentinnen und Dezernenten voraussichtlich erst im September gewählt werden?

„Weil Abberufungen und Stadtratswahlen zwei Vorgänge sind, die aufeinander aufbauen und von unterschiedlichen Fristen bestimmt werden. Der Wahlvorbereitungsausschuss kann mit seiner Arbeit erst loslegen, wenn die erste Abberufung stattgefunden hat. Bei mehreren zu besetzenden Stellen ist zudem überlegenswert, beide Verfahren terminlich so zu koordinieren, dass sie am selben Tag enden, damit erhebliche Vakanzen im Magistrat vermieden werden. Das alles kann im Rahmen von zwei regulären Plenarsitzungen gelingen, oder es wird eine Sondersitzung festgelegt, wenn es ein Viertel der Stadtverordneten beantragt“, erläutert Palmowsky.

Die nächste reguläre Sitzung findet am Donnerstag, 15. Juli, statt. An diesem Tag ist die erste Abstimmung über die vier Abberufungen vorgesehen. Die entsprechenden Anträge liegen vor. Für Mittwoch, 8. September, ist eine Sondersitzung des Stadtparlamentes beantragt. Hier werden voraussichtlich die zweiten Abstimmungen und die Neuwahlen stattfinden.

Was verdienen die bisherigen Dezernenten nach der Abwahl?

Nach der Abwahl erhalten abberufene Magistratsmitglieder für die folgenden drei Monate ihre bisherigen Bezüge ohne Aufwandsentschädigungen weiter. Danach werden bis zum Ablauf der ursprünglichen Amtszeit, längstens für fünf Jahre, 71,75 Prozent der ruhegehaltfähigen Dienstbezüge gewährt.

Der Bürgermeister verdient entsprechend der Besoldungsgruppe B9 jährlich 142.614,48 Euro. Nach der Abwahl erhält er bis zum Ablauf der Amtszeit 100.045,56 Euro jährlich. Bei den Stadträtinnen und Stadträten belaufen sich die Bezüge aus der Besoldungsgruppe B8 auf 134.430,12 Euro jährlich; sie erhalten nach der Abwahl 94.304,16 Euro jährlich. Hier handelt es sich um Brutto-Angaben ohne familienbezogene Leistungen.

Der Gesetzgeber sichert mit dieser Regelung kommunale Wahlbeamte gegen das wirtschaftliche Risiko vorzeitigen Ausscheidens ab, ähnlich wie in der Wirtschaft: Scheiden dort Kräfte auf Ebene der Unternehmensführung vor Vertragsende aus, erhalten sie meist eine Abfindung, die sich an den bisherigen Bezügen orientiert.

Wer entscheidet über die Aufgabengebiete der neuen Dezernentinnen und Dezernenten?

Dem Oberbürgermeister steht das Recht der Geschäftsverteilung im Magistrat zu. Er kann sich dabei an politischen Abmachungen wie Koalitionsvereinbarungen orientieren, ist dazu aber nicht verpflichtet. Daher kommt es bei einem Wechsel der politischen Mehrheitsverhältnisse regelmäßig vor, dass Magistratsmitglieder neue Zuständigkeiten übernehmen oder bisherige abgeben.

Auch können sich die Zuschnitte der Dezernate ändern, also Ämter oder Betriebe von einem anderen Ressort als bisher betreut werden. Aus diesem Grund wurden bisher hauptamtliche Stadtratsstellen in Frankfurt mit dem Hinweis ausgeschrieben, dass die Bereitschaft gegeben sein muss, jedes Aufgabengebiet zu übernehmen. Darüber entscheidet der Wahlvorbereitungsausschuss, der in seiner ersten Sitzung über den Ausschreibungstext berät.

Foto: Aufnahme von der Luminale 2019 / Rainer Rueffer / Stadt Frankfurt

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Keine Maske mehr im Unterricht

Für die Schüler ist es vermutlich die beste Nachricht seit Langem: Ab Freitag fällt die Maskenpflicht im Unterricht weg. Kita-Kinder können wieder gruppenübergreifend und ohne Maske betreut werden. Im Handel fallen die Quadratmeter-Schranken. Doch die Landesregierung mahnt weiter zur Vorsicht.

Die Hessische Landesregierung hat gestern angesichts zurückgehender Infektionszahlen weitere Öffnungsschritte beschlossen. „Wir freuen uns, dass die Inzidenzen deutlich sinken, die Maßnahmen erfolgreich waren, und wir deshalb weitere Lockerungen verantworten können. Stand heute liegt die landesweite Inzidenz bei 9,2 und alle hessischen Landkreise liegen deutlich unter 50. Das ist zuallererst die Leistung der Menschen, die sich in ganz weiten Teilen an die Regeln gehalten haben“, sagte der Hessische Ministerpräsident Volker Bouffier im Anschluss an die Kabinettsitzung.

Ab Freitag wird daher eine weitgehende Rückkehr zu mehr Normalität möglich. Die Maskenpflicht im Freien entfällt und es sind wieder Treffen mit mehr Personen möglich. Bouffier weiter: „Zugleich müssen wir aber vorsichtig bleiben, da die Auswirkungen der neuen Delta-Variante noch nicht eingeschätzt werden können. Sollten die Infektionen wieder zunehmen, könnten auch erneute Einschränkungen notwendig werden. Wir müssen auch weiterhin besonnen und achtsam bleiben.“

Von Schule bis Kita: Das sind die neuen Freiheiten

Kontaktregeln: Die Kontaktbeschränkungen werden im öffentlichen Raum weitestgehend aufgehoben. Grundsätzlich sind somit Treffen mit einer unbegrenzten Zahl an Personen zulässig. Allerdings sollen Zusammenkünfte von mehr als 25 Personen als Veranstaltungen gelten – womit eine Erfassung der Teilnehmer notwendig wird, um Infektionsketten nachverfolgen zu können. 

Maskenpflicht: Die Maskenpflicht im öffentlichen Raum und damit auch auf Einkaufsstraßen wird aufgehoben, es bleibt lediglich die Empfehlung zum Tragen einer Maske. In Geschäften und im Öffentlichen Personennahverkehr bleibt die medizinische Maske jedoch Pflicht.

Veranstaltungen: Veranstaltungen in Innenräumen bedürfen bis zu einer Teilnehmerzahl von 250 keiner Genehmigung mehr. Im Außenbereich dürfen sogar bis zu 500 Teilnehmer zusammenkommen. Geimpfte und Genesen zählen nicht mit. Größere Veranstaltungen müssen nach wie vor vom Gesundheitsamt genehmigt werden. T

Schulen: Es gilt Präsenzunterricht für alle Klassen. Die Maskenpflicht wird für den Außenbereich aufgehoben. Auf den Fluren und in den Klassenräumen gilt die Maskenpflicht nur noch für den Weg bis zum Sitzplatz. Während des Unterrichts dürfen Schülerinnen und Schüler die Masken absetzen. Die Corona-Testpflicht zweimal pro Woche bleibt bestehen.

Kitas: Die Kindertagesstätten sollen ab 5. Juli zum Regelbetrieb zurückkehren. Damit kann auch wieder gruppenübergreifend gearbeitet werden. Für die Erzieherinnen und Erzieher wird die Maskenpflicht aufgehoben.

Sport: Mannschaftssport ist weiter möglich. Schwimmbäder dürfen mit Personenbegrenzung öffnen. Eine Anmeldung ist erforderlich. Fitnessstudios können mit Kontaktdatenerfassung sowie Abstands- und Hygienekonzept öffnen.

Einzelhandel: Alle Geschäfte können ohne Quadratmeterbegrenzung ihre Türen öffnen. Es gilt eine Maskenpflicht.

Sollten die Inzidenzen in einem Landkreis oder einer kreisfreien Stadt sieben Tage in Folge über die 50-Marke steigen, kommt es vor Ort zu kreisgenauen Verschärfungen. Sollte das Infektionsgeschehen eingrenzbar sein, sind Hotspot-Maßnahmen vorgesehen. Ab einer Inzidenz höher 100 greifen weitergehende Maßnahmen entsprechend des bisherigen Eskalationskonzepts. 

Foto:  Kuanish Reymbaev / Unsplash

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Homeschooling so effektiv wie Sommerferien

Wie effektiv lernen Kinder und Jugendliche beim Distanzunterricht? Eine Studie von Forschern der Goethe-Universität gibt für den ersten Lockdown eine ernüchternde Antwort. Später scheint sich die Situation etwas verbessert zu haben.

Trotz Distanzunterricht und Homeschooling während der Lockdowns sind bei vielen Schülerinnen und Schülern enorme Leistungsdefizite entstanden. Das zeigt eine Studie aus der Pädagogischen Psychologie an der Goethe-Universität. Forscherinnen und Forscher haben aus wissenschaftlichen Datenbanken weltweit jene Studien ausgewertet, in denen die Auswirkungen der coronabedingten Schulschließungen auf die Leistungen und Kompetenzen von Schülerinnen und Schülern berechnet wurden.

„Wir haben nur forschungsmethodisch hochwertige Publikationen berücksichtigt, die eindeutige Rückschlüsse auf die Wirkung coronabedingter Schulschließungen auf den Kompetenzerwerb von Schülerinnen und Schülern erlauben und geeignete Tests zur Leistungs- oder Kompetenzmessung einsetzten“, erklärt Prof. Dr. Andreas Frey, der an der Goethe-Universität Pädagogische Psychologie mit Schwerpunkt Beratung, Diagnostik und Evaluation lehrt und einer der Verfasser der Studie ist. Dabei habe sich gezeigt, dass der Kompetenzerwerb während der Schulschließungen im Vergleich zu Präsenzbedingungen deutlich geringer ausfiel.

Kinder aus sozial schwachen Familien verlieren

„Die durchschnittliche Kompetenzentwicklung während der Schulschließungen im Frühjahr 2020 ist als Stagnation mit Tendenz zu Kompetenzeinbußen zu bezeichnen und liegt damit im Bereich der Effekte von Sommerferien“, sagt Frey. Besonders stark zu beobachten seien Kompetenzeinbußen bei Kindern und Jugendlichen aus sozial benachteiligten Elternhäusern. „Hiermit sind die bisherigen Vermutungen durch empirische Evidenz belegt: Die Schere zwischen Arm und Reich hat sich während der ersten coronabedingten Schulschließungen noch weiter geöffnet“, schlussfolgert Frey.

Allerdings gebe es auch erste Anhaltspunkte dafür, dass die Effekte der späteren Schulschließungen ab Winter 2020/21 nicht zwangsläufig ebenso drastisch ausfallen müssen. Inzwischen habe sich die Online-Lehre vielerorts verbessert, dies scheint die negativen Effekte abfedern zu können.

Foto:  Archiv

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