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Wohnen am Riedberg: Die aktuelle Übersicht für Studierende

Studentenwohnheim

Das neue Semester steht schon bald wieder an und bringt alte Probleme mit sich: Wie findet man eine bezahlbare Unterkunft in Campusnähe? Der Riedberg hat sich in den letzten Jahren durch den Campus der Goethe-Universität zum echten Studentenhotspot entwickelt. Gerade zu Semesterbeginn im Herbst sind günstige Studenten-Wohnungen deshalb heiß begehrt. Wir haben einige Wohnmöglichkeiten in Campusnähe zusammengestellt.

Günstig wohnen in einem Wohnheim des Studentenwerks

In der Max-von-Laue-Straße 14 vermietet das Studentenwerk möblierte Einzelapartments mit bis zu 21 qm für 419 € im Monat. Wer hier wohnt, kann unter anderem den Fitness-, Musik- und Waschraum im Haus mitbenutzen.

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Etwas günstiger wird es in dem Studierendenwohnheim in der Riedbergallee 4. Dort gibt es möblierte Einzelzimmer in WGs mit geteilter Küche. Die Zimmer sind zwischen 16 qm und 30 qm groß und kosten 366 € bis 379 € warm im Monat. Für mehr Privatsphäre bietet das Wohnheim auch möblierte Einzelapartments mit 18 qm bis 25 qm für jeweils 378 € inklusive Nebenkosten. Verschiedene Angebote wie ein Fitnessraum, Nähstube und Kinoraum runden das Angebot ab.

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Bei Interesse an einem Zimmer im klassischen Studentenwohnheim lohnt sich eine frühzeitige Bewerbung. Durch die günstigen Preise ist die Nachfrage hoch, was zu einer verlängerten Wartezeit führen kann.

Mehr Komfort, aber auch höhere Mieten bei privaten Anbietern

Im privaten Wohnheim von Schneider Bau in der Max-von-Laue-Straße 18 bekommt ihr ein Ein-Zimmer-Apartment mit 20 qm inklusive Nebenkosten bereits für 500 € oder ein Zimmer in einer Zweier-WG mit rund 16 qm inklusive Nebenkosten für 460 €. Zusätzlich könnt ihr unter anderem einen gemeinsamen Fahrradkeller und einen Musikraum nutzen. Die Wohnungen sind mit einer Fußbodenheizung ausgestattet.

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Die Zimmerei in der Altenhöferallee 30 ist preislich eher im oberen Bereich angesiedelt. Ein 21 qm großes, möbliertes Einzelapartment kostet inklusive Nebenkosten 895 € im Monat, die 25 qm-Variante 1.000 €. Dafür gibt es einen Fahrradstellplatz und einen Gemeinschaftsraum fürs Co-Working.

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Im mondial campus in der Graf-von-Stauffenberg-Allee 44 sind alle Apartments möbliert und vollständig eingerichtet, beispielsweise inklusive Schreibtisch mit Stuhl, Mikrowelle und Vorhängen. Die 19 qm-Wohnung startet bei 570 € kalt zuzüglich der Nebenkosten, die rund 150 € betragen. Das etwas größere Apartment mit 24 qm liegt bei 700 € kalt plus rund 200 € Nebenkosten. Wer es geräumiger mag, zahlt für 30 qm 800 € kalt und zusätzlich 230 € für anfallende Nebenkosten.

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Das Neon Wood in der Marie-Curie-Straße 20 bietet Einzelapartments mit rund 18 qm Fläche. Die Kosten variieren hierbei je nach Etage zwischen 835 € und 910 € – dazu kommt einmalig eine Bearbeitungsgebühr von 200 €. Im Gegenzug gibt es eine Gaming Area, Gemeinschaftsräume und einen Fitnessraum direkt im Haus.

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Im My Liverty in der Olof-Palme-Straße 31 finden sich moderne und möblierte Einzelapartments zwischen 18 qm und 34 qm. Inklusive der Nebenkosten beträgt die Miete hier monatlich entsprechend zwischen 629 € und 1029 €. Der genaue Preis hängt von der Ausstattung ab: Je nach Wunsch kann man einen TV, Geschirr und Besteck dazubuchen. Ein modernes Design und die Dachterrasse sind die Highlights des Wohnheims.

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Auch The Dorm in der Heddernheimer Landstraße 144 setzt auf möblierte Einzelapartments mit einer Wohnfläche von 18 qm bis 32 qm. Die Preise liegen mit 800 €bis 1.150 € warm etwas höher. Dafür stehen unter anderem ein hauseigenes, rund um die Uhr geöffnetes Fitnessstudio sowie Co-Working Bereiche zur Verfügung.

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Deutlich günstiger wird es noch einmal im Studentenwohnheim Varinia der Wohnungsgesellschaft GWH auf dem Ben-Gurion-Ring 50 C. Die insgesamt 118 Zimmer sind unmöbliert, dafür ist für fast jedes Budget etwas dabei. Ein Einzelapartment mit 19 qm bis 23 qm kostet hier zwischen 450 € und 475 € monatlich inklusive der Nebenkosten. Ein Zimmer in einer Zweier-WG mit ca. 12 qm liegt mit oder ohne Balkon bei 430 € bzw. 445 €. In größeren WGs wird es noch günstiger, ein 12 qm bis 13 qm großes Zimmer in einer Dreier-, Vierer- oder Sechser-WG kostet zwischen 410 € und 430 € inklusive Nebenkosten, mit Balkon jeweils etwas mehr. Wer mehr Platz braucht, findet in der Sechser-WG auch größere Zimmer mit 18 qm bis 19 qm für 420 € bzw. 435 €. Gemeinschaftsräume gehören ebenso zur Ausstattung wie anmietbare Fahrradstellplätze im Keller. Mit dem Fahrrad ist der Campus Riedberg von hier aus in circa 15 Minuten zu erreichen.

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Preis oder Komfort, was zählt mehr?

Wer eine günstige Wohnmöglichkeit sucht, ist beim Studentenwerk am besten aufgehoben, denn dort gibt es mit Abstand die niedrigsten Preise. Ein Nachteil der Wohnheime sind allerdings häufig lange Wartelisten und teils veraltete Gebäude. Auch das Studentenwohnheim Varinia bietet mit seinen unmöblierten WG-Zimmern eine relativ günstige Alternative. Wer hingegen Wert auf ein möbliertes Einzelapartment legt, zahlt bei den privaten Anbietern spürbar mehr, dafür ist die Ausstattung der Zimmer deutlich moderner. Schneider Bau bewegt sich preislich noch am nächsten am Studentenwerk-Niveau, während Wohnheime wie Neon Wood, Die Zimmerei und The Dorm eher im oberen Segment zu verorten sind.

Eine frühzeitige Bewerbung bei mehreren Anbietern gleichzeitig ist in jedem Fall zu empfehlen, um die eigenen Chancen auf ein Zimmer zu erhöhen.

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„International House“ für Gastwissenschaftler und Studierende

Die Goethe-Universität ist attraktiv für internationale Wissenschaftler – und soll durch ein Vorzeige-Projekt noch attraktiver werden: Am Campus Riedberg wird ein Gebäude für Studierende und Gastwissenschaftler gebaut, teilweise aus heimischem Fichtenholz. Jetzt war Richtfest.

Nach etwa einem Jahr Bauzeit konnte auf dem naturwissenschaftlichen Campus Riedberg bereits das Richtfest für das neue Studierendenwohnheim und International House gefeiert werden. Pandemiebedingt nur in einer reduzierten Runde mit den beteiligten Firmen und natürlich mit einem feierlichen Richtspruch, von Kai Laumann, Inhaber der gleichnamigen Zimmerei- und Bedachungs GmbH. Die Holzrohbauarbeiten starteten zu Jahresbeginn und konnten aufgrund der Vorfertigung in Windeseile durchgeführt werden.

Innovativer Bau – mit heimischem Fichtenholz

Der Neubau des Studierendenwohnheims mit International House ist ein innovatives Projekt. Organisatorisch wurde für das gemeinschaftliche Projekt des Studentenwerks Frankfurt mit der Stiftung zur Förderung internationaler Beziehungen der Goethe-Universität eine „Bauherrengemeinschaft IHCR“ gebildet, die Bauherrin und Eigentümerin ist.

Der Bau ist ein energetisch kompaktes hochwärmegedämmtes und nachhaltig gebautes Passivhaus. Bei den zum Einsatz kommenden Baumaterialien wurde nicht nur auf einen guten Primärenergiefaktor, sondern auch auf Umweltverträglichkeit und Rückbaubarkeit Wert gelegt. Die Geschosse oberhalb des Erdgeschoßes wurden binnen weniger Wochen in einer Holzkonstruktion ausgeführt. Die Holzbauweise ist auch vom Inneren des Gebäudes an Decken und Wänden der Individualräume sichtbar.

Die Fertigstellung ist Mitte 2022 geplant

Insgesamt werden 2.900 Kubikmeter heimisches Fichtenholz verbaut und auch viele Ausbauelemente, die Mineralwolldämmungen, die Holzfenster, der natürliche Bodenbelag etc. genügen den selbstgesteckten Anforderungen zur Nachhaltigkeit. Der Baustoff Holz reduziert den ökologischen Fußabdruck nachhaltig. Aufgrund der Holzbauweise können 2.300 t CO² eingespart werden. Um diese Menge CO² zu emittieren, könnte man 13 Millionen km mit einem Mittelklassewagen mit Verbrennungsmotor fahren oder 1.500 Mal von Frankfurt nach New York und zurückfliegen.

Die Fertigstellung der 324 Wohneinheiten mit 359 Plätzen für Studierende und weiteren 27 Wohneinheiten für internationale Gastwissenschaftler ist für Mitte des Jahres 2022 geplant.

Die voraussichtlichen Projektkosten sollen sich auf rund 38,5 Millionen Euro belaufen. Davon rund 35 Millionen Euro für das Studentenwerk und 3,5 Mio. Euro für die Stiftung. Gefördert wird die Maßnahme unter anderem durch ein Darlehen aus dem Landesprogramm „Studentisches Wohnen“. Die Stiftung finanziert das Vorhaben aus ihrem Vermögen und sucht die Förderung durch Mäzene.

Bezahlbarer Wohnraum für Studierende

Wirtschafts- und Wohnungsbauminister Tarek Al-Wazir sagt: „Gerade in Frankfurt besteht ein hoher Bedarf an bezahlbarem Wohnraum für Studierende. Die hier entstehenden 359 Wohnplätze, die das Land mit 17,6 Mio. Euro fördert, werden dringend gebraucht. Mit unserem Förderprogramm setzen wir genau hier an und unterstützen Bauvorhaben für bezahlbare Unterkünfte in Hochschulnähe.“

Hessische Staatsministerin für Wissenschaft und Kunst, Angela Dorn nennt das Gebäude einen „Ort der Zusammenkunft und des Austausches“. Hessens Finanzminister Michael Boddenberg gratuliert ebenfalls zum Richtfest, auch OB Peter Feldmann.

Prof. Dr. Enrico Schleiff, Präsident der Goethe-Universität betont: „Ich bin begeistert, wie schnell das International House auf dem Universitätscampus Riedberg Gestalt angenommen hat! Danke an alle Beteiligten von Stadt, Land und Stiftung, aber insbesondere auch an die umsetzenden Baufirmen, die trotz der großen Herausforderungen der Pandemie im Zeitplan geblieben sind. Für die Goethe-Universität hat dieses Haus eine wichtige Symbolfunktion: Wenn wir hier demnächst Studierende sowie Gastwissenschaftlerinnen und Gastwissenschaftler aus aller Welt begrüßen, bieten wir Ihnen das inspirierende Umfeld echter internationaler Begegnungs- und Austauschmöglichkeiten.“

„Große Rolle bei der internationalen Vernetzung der Universität“

Achim Meyer auf der Heyde, Generalsekretär des Deutschen Studentenwerks, nennt „das Teamwork hier in Frankfurt ist einzigartig“ und modellhaft für ganz Deutschland.

„Die an der Universität als Gäste Forschenden erhalten inmitten einer hervorragenden Institutslandschaft die Möglichkeit nahe am Arbeitsplatz zu arbeiten.“, so Prof. Dr. Jürgen Bereiter-Hahn, Vorsitzender des Stiftungsrates der Stiftung zur Förderung der internationalen wissenschaftlichen Beziehungen der Goethe-Universität. „Ihnen kommt eine große Rolle zu bei der internationalen Vernetzung der Universität, denn trotz aller elektronischer Kommunikationsmöglichkeiten ist auf das persönliche Zusammentreffen der Forschenden nicht zu verzichten.“

„Dass wir mit der Stiftung zur Förderung der internationalen wissenschaftlichen Beziehungen der Goethe-Universität dieses Vorzeigeprojekt auf die Beine gestellt haben, führt zu insgesamt deutlich mehr Plätzen für Studierende, weil das Grundstück besser ausgenutzt werden kann und ist ein großer Erfolg.“, freut sich der Geschäftsführer des Studentenwerks Frankfurt am Main, Konrad Zündorf.„

Link zum virtuellen Richtfest mit den Grußworten unter www.studentenwerkfrankfurt.de/wohnen/riedberg

Foto: MAINRiedberg Magazin

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