Zwischen Idee und Umsetzung: Die Calisthenics-Anlage in Kalbach

Calisthenics Anlage

Calisthenics Anlage am Südende der »Römischen Straße«

Zunächst eine gute Nachricht für alle, die sich gerne draußen bewegen: Im Kalbacher Freizeitpark könnte schon bald eine neue Calisthenics-Anlage entstehen. Die Idee hatte der Ortsbeirat 12 bereits im Oktober 2016 gegenüber dem Magistrat der Stadt Frankfurt geäußert. Trotz einer positiven Rückmeldung Seitens der Stadt besteht das Konzept bis heute jedoch nur in der Theorie. Mehrere darauffolgende Anfragen des Ortsbeirats Kalbach-Riedberg blieben ebenso erfolglos wie der Antrag zur Genehmigung der zum Bau benötigten rund 15.000 Euro. Anfang März äußerte sich die Stadt nun mit einer erneuten Stellungnahme bezüglich der geplanten Sportanlage.

Laut aktuellem Stand werde sich der Start der Planung „aufgrund fehlender personeller Kapazitäten“ noch weiter verzögern, so der Magistrat. Immerhin wird in der Stellungnahme auch angekündigt, die Prioritäten so anzupassen, dass noch in diesem Jahr mit der konkreten Planung der Calisthenics-Anlage begonnen werden könne. Die potenziellen Nutzer, vor allem aus Kalbach, müssen sich also noch ein wenig gedulden.

Was ist Calisthenics?

Der Begriff kommt aus dem Griechischen und bedeutet so viel wie „schöne Stärke“. Dahinter steckt ein Training mit dem eigenen Körpergewicht. Dies kann beispielsweise aus Klimmzügen, Liegestützen, sogenannten Dips oder anderen Übungen an Stangen und Gerüsten bestehen. Anders als im Fitnessstudio braucht man dafür keine Maschinen oder Gewichte. Stattdessen wird draußen trainiert, oft in Parks oder auf speziell dafür gebauten Anlagen.

Genau das macht Calisthenics so attraktiv: Es ist kostenlos, jederzeit zugänglich und für viele Altersgruppen geeignet. Gleichzeitig wird der ganze Körper trainiert, wobei man nicht nur seine Muskeln beansprucht, sondern auch Koordination, Beweglichkeit und Ausdauer trainiert.

Gerade für die Jugend in Kalbach bietet eine derartige Anlage also große Chancen. Sie schafft einen Treffpunkt im Freien, der Bewegung mit sozialem Austausch verbindet. Statt alleine im Fitnessstudio zu trainieren, können Jugendliche hier gemeinsam Zeit verbringen, sich gegenseitig motivieren und neue Leute kennenlernen. Das stärkt nicht nur die körperliche Fitness, sondern auch das Gemeinschaftsgefühl im Stadtteil.

Auch gesundheitlich hat Calisthenics viele Vorteile. Regelmäßige Bewegung an der frischen Luft wirkt sich positiv auf Herz, Muskeln und Psyche aus. Gleichzeitig ist das Verletzungsrisiko oft geringer als bei schwerem Gewichtstraining, da lediglich mit dem eigenen Körpergewicht gearbeitet wird.

Die geplante Anlage im Kalbacher Freizeitpark könnte also weit mehr sein als nur ein paar Stangen und Geräte. Vielmehr wäre sie ein echter Gewinn für den Stadtteil: ein Ort für Bewegung, Begegnung und Lebensqualität. Dass der Bedarf vorhanden ist, zeigt sich schon an anderen Standorten im Umfeld: Für Jugendliche gibt es auf dem Riedberg seit einiger Zeit eine Calisthenics-Anlage am Südende der »Römischen Straße« und auch für Senioren wurde am Stiftung-Waisenhaus-Weg 27 ein entsprechendes Angebot geschaffen. Nun bleibt zu hoffen, dass die Planung in Kalbach bald voranschreitet, denn das Interesse ist bereits groß.

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