Kategorie: AktuelleNEWS

Neue Methode zur Beschreibung von Proteinstrukturen verbessert Forschung

Superoxid-Dismutase im Modell

Wissenschaftler am Frankfurt Institute for Advanced Studies (FIAS) haben eine innovative Methode entwickelt, um die Struktur und Flexibilität von Proteinen genauer zu berechnen. Dies könnte bedeutende Fortschritte in der biomedizinischen Forschung ermöglichen.

Was ist neu?

Die internationale Forschungsgruppe unter der Leitung des FIAS-Fellow Dr. Sebastian Thallmair hat einen Weg gefunden, die Berechnungen von Proteinstrukturen effizienter zu gestalten. Bisher war es sehr aufwendig, die genaue Struktur großer Proteine oder Proteinkomplexe zu bestimmen – ein Prozess, der Jahre in Anspruch nehmen konnte. Mit der neuen Methode können die Forscher nun die Flexibilität und mechanischen Eigenschaften von Proteinen besser darstellen, ohne dabei jedes Atom einzeln zu betrachten.

Vorteile der neuen Methode

  • Weniger Rechenaufwand: Anstatt jedes Atom einzeln zu berechnen, werden Atome in Gruppen zusammengefasst. Dadurch reduziert sich der Rechenaufwand erheblich.
  • Bessere Flexibilität: Die Methode ermöglicht es, die Beweglichkeit von Proteinen besser zu beschreiben, was wichtig ist, da Proteine oft ihre Form ändern, um mit anderen Molekülen zu interagieren.
  • Vielfältige Anwendungen: Die Verbesserungen könnten helfen zu verstehen, wie Medikamente an Proteine binden oder wie Mutationen in Proteinen zu Krankheiten führen.

Beispiele aus der Forschung

Die Wissenschaftler haben ihre Methode an verschiedenen Proteinen getestet, darunter:

  • Superoxid-Dismutase: Ein Protein, das mit der Nervenkrankheit Amyotrophe Lateralsklerose (ALS) in Verbindung steht. Die neue Methode zeigt, wie Mutationen die Funktion dieses Proteins beeinträchtigen können.
  • Membranproteine: Diese Proteine sind entscheidend für den Austausch von Informationen zwischen der Zelle und ihrer Umgebung. Die neue Methode beschreibt deren Struktur und Beweglichkeit besser.
  • Spike-Protein des Corona-Virus: Die Forscher konnten zeigen, wie Mutationen in diesem Protein die Interaktion zwischen Virus und Wirt beeinflussen.

Ausblick

Das Team plant, die Methode weiter zu optimieren, um eine noch realistischere Beschreibung der Proteinflexibilität zu ermöglichen. Diese Fortschritte könnten nicht nur die Grundlagenforschung bereichern, sondern auch neue Ansätze für die Entwicklung von Medikamenten bieten.


Kontakt
Dr. Sebastian Thallmair
Frankfurt Institute for Advanced Studies (FIAS)
Tel.: +49 69 798 47658
eMail: thallmair@fias.uni-frankfurt.de

Das FIAS (Frankfurt Institute for Advanced Studies) ist eine interdisziplinäre Forschungseinrichtung in Frankfurt am Main. Hier entwickeln international ausgewiesene Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler Theorien zu komplexen naturwissenschaftlichen Zukunftsthemen in den Bereichen theoretische Naturwissenschaften, Computerwissenschaften und KI-Systeme sowie Lebens- und Neurowissenschaften. Über die Grenzen der Disziplinen hinweg erforschen sie mit Hilfe mathematischer Algorithmen und Simulationen die komplexen selbstorganisierenden Systeme der Natur. Das FIAS ist eine gemeinnützige Stiftung zwischen der Goethe-Universität und privaten Stiftern und Sponsoren. https://fias.institute/

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Ingolf Grabow: Ein Vorbild für den Naturschutz in Frankfurt

Klima- und Umweltdezernentin Zapf Rodríguez - Ingolf Grabow

Ingolf Grabow, ein unermüdlicher Kämpfer für den Naturschutz in Frankfurt, wurde am 7. Mai, im Frankfurter Römer mit der Ehrenplakette der Stadt ausgezeichnet. Die Klima- und Umweltdezernentin Tina Zapf-Rodríguez würdigte in ihrer Ansprache Grabows herausragendes Engagement für die Natur und den Artenschutz in der Stadt.

Ein Leben für den Naturschutz

Herr Grabow, der seit Jahrzehnten aktiv ist, hat sich besonders für den Schutz von Mauerseglern, Wanderfalken und Amphibien eingesetzt. „Ihr Engagement für den Schutz unserer Tierwelt hat Frankfurt entscheidend geprägt“, betonte Frau Zapf-Rodríguez. Durch seine Initiative wurden unzählige Nisthilfen für Mauersegler geschaffen, die in Stadtteilen wie Heddernheim, Praunheim und Niederursel wieder vermehrt ihre Kreise ziehen können. Auch die Wanderfalken finden auf Frankfurts höchsten Gebäuden ideale Brutstätten, dank Grabows Mut, Nisthilfen an schwer zugänglichen Orten anzubringen.

Rückkehr der Biber und Umweltbildung

Doch nicht nur Vögel profitieren von Grabows Arbeit. Auch die Biber sind zurück an der Nidda und am Main. Grabows Engagement für naturnahe Flächen hat dazu beigetragen, dass sich diese Tiere wieder sicher in Frankfurt ansiedeln können. Neben seiner Arbeit für den Naturschutz engagiert sich Grabow auch in der Umweltbildung und war fast zwei Jahrzehnte lang ehrenamtlicher Wegewart des Grüngürtel-Rundwanderwegs. Hierbei pflegte und reparierte er Wegweiser, um den Frankfurtern sowie Gästen der Stadt den Zugang zur Natur zu erleichtern.

Ein Vorbild für die Gemeinschaft

„Ihre Arbeit ist weit mehr als ein ehrenamtliches Engagement. Sie sind ein echtes Vorbild, das uns immer wieder daran erinnert, wie wichtig der Schutz unserer Umwelt auch in einer Großstadt wie Frankfurt ist“, fasste Frau Zapf-Rodríguez zusammen. Die Stadt bedankte sich mit der Verleihung der Ehrenplakette bei Herrn Grabow für seine jahrzehntelange, unermüdliche Arbeit und seinen herausragenden Beitrag zum Natur- und Artenschutz. „Ingolf Grabow ist ein unverzichtbarer Berater und Vermittler für den Naturschutz in Frankfurt“, steht in der Urkunde, die ihm überreicht wurde.

Eine bewegende Ehrung

Die Feierstunde im Limpurgsaal des Römers wurde zu einem emotionalen Höhepunkt, als Grabow von seinen Wegbegleitern gewürdigt wurde. Franziska Nori, Direktorin des Frankfurter Kunstvereins und ehemalige Vorsitzende des Naturschutzbundes (Nabu), hob hervor, wie Herr Grabow Menschen motiviert und inspiriert, sich für die Natur einzusetzen. Sie erzählte von einem Projekt, bei dem Grabow ihr half, ein Stück Land in Niederursel der Natur zurückzugeben, was zur Schaffung einer kleinen Oase in der Agrarlandschaft führte.

Ein Leben voller Taten

Ingolf Grabow, geboren in Lüneburg und ausgebildeter Landmaschinenschlosser, kam 1959 nach Frankfurt. Nach einer Ausbildung als Entwicklungshelfer und jahrzehntelanger Arbeit als Schlossermeister prägte er in seiner Freizeit die Frankfurter Stadtnatur. Viele der heutigen Naturschutzgebiete, wie das Nachtigallenwäldchen an der Nidda, gehen auf sein Engagement zurück. Grabow selbst sagt: „Naturschutz macht auch Spaß“, und sein norddeutscher Zungenschlag verleiht seinen Worten eine besondere Note.

Ein Appell für die Zukunft

In einer Zeit, in der der Naturschutz oft als Hemmschuh für wirtschaftliche Interessen betrachtet wird, erinnert Grabows Arbeit daran, wie wichtig es ist, sich für die Umwelt einzusetzen. „Es braucht mehr Menschen wie Ingolf Grabow“, so die Dezernentin. Seine unermüdliche Leidenschaft und sein unerschütterlicher Glaube an den Naturschutz sind ein Beispiel für uns alle.

Mit der Auszeichnung der Ehrenplakette wird nicht nur Grabows Lebenswerk gewürdigt, sondern auch ein Zeichen gesetzt für den wertvollen Beitrag, den jeder Einzelne für den Schutz unserer Umwelt leisten kann. Ingolf Grabow ist nicht nur ein Umweltheld; er ist ein inspirierendes Beispiel für die Gemeinschaft und ein Mahnmal für den fortwährenden Einsatz für die Natur.

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Die Zukunft des gemeinschaftlichen Wohnens

Symbolbild Gemeinschaftliches Wohnen

Ein Blick auf Prowokulta und alternative Wohnformen auf dem Riedberg

In der heutigen Zeit gewinnt das gemeinschaftliche Wohnen zunehmend an Bedeutung. Am Frankfurter Berg steht das Projekt Prowokulta exemplarisch für eine moderne Wohnform, die nicht nur alternative Lebensstile fördert, sondern auch das soziale Miteinander stärkt. Der Magistrat hat kürzlich eine Vertragsverlängerung mit Prowokulta beschlossen, was die Zukunft dieses einzigartigen Wohnprojekts sichert.

Prowokulta: Ein Modell für gemeinschaftliches Wohnen

Prowokulta ist seit über zwei Jahrzehnten ein Ort, an dem Menschen unterschiedlichster Herkunft und Lebensweise zusammenleben. Die Bewohner genießen ein gemeinschaftliches Umfeld, das durch regelmäßige Aktivitäten, gemeinsames Kochen und eine lebendige Nachbarschaft geprägt ist. Diese Form des Wohnens fördert nicht nur den Austausch, sondern schafft auch ein Gefühl von Zugehörigkeit und Gemeinschaft.

Mit der jüngsten Ankündigung des Magistrats, den Vertrag mit Prowokulta um weitere 24 Monate zu verlängern, wird die vertragliche Sicherheit für dieses Projekt gestärkt. Die ABG Frankfurt Holding, die die Gebäude verwaltet, hat bereits ihre Bereitschaft signalisiert, einen Generalmietvertrag abzuschließen. Dies ist ein wichtiger Schritt, um das gemeinschaftliche Wohnen in Frankfurt weiter zu etablieren.

Alternative Wohnformen auf dem Riedberg

Der Riedberg bietet bereits eine Vielzahl alternativer Wohnformen. Dazu gehören unter anderem Wohnprojekte, die auf nachhaltige Lebensweisen und gemeinschaftliches Miteinander setzen. Diese Initiativen sind nicht nur ein Spiegelbild des Wandels in der Wohnkultur, sondern auch eine Antwort auf die Herausforderungen des urbanen Lebens.

Ein Beispiel ist das „Wohnen für Hilfe“-Projekt, bei dem Studierende und Senioren zusammenleben, um gegenseitige Unterstützung zu bieten. Solche Modelle zeigen, dass gemeinschaftliches Wohnen nicht nur eine Wohnform, sondern auch eine Lebensphilosophie ist, die soziale Isolation verringert und den Austausch zwischen Generationen fördert.

Gemeinschaftliches Wohnen – ein Zukunftstrend?

Die Zukunft des gemeinschaftlichen Wohnens in Frankfurt, insbesondere am Frankfurter Berg und in Kalbach-Riedberg, sieht vielversprechend aus. Projekte wie Prowokulta sind nicht nur Vorreiter in der Schaffung von Wohnraum, sondern auch in der Förderung eines aktiven und gleichberechtigten Zusammenlebens. Mit der Unterstützung der Stadt und dem Engagement der Bewohner wird gemeinschaftliches Wohnen zu einem wichtigen Bestandteil der Frankfurter Wohnungspolitik und trägt zur Lebensqualität im Stadtteil bei.

Die Entwicklung solcher Wohnformen ist ein Schritt in Richtung einer inklusiveren und solidarischen Gesellschaft, die den Bedürfnissen aller Bürger gerecht wird.


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A. Woitun & R. Staiger

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Erfolgreiche Wettkampftage für die Turnerinnen des TV Kalbach

Turnerinnen-Mannschaft Landesliga 2

Vom 01.05.-04.05.2025 standen den Turnerinnen des TV Kalbach anspruchsvolle Wettkampftage bevor.

Den Anfang machten am 01.05.2025 die hessischen Nachwuchsmannschaftsmeisterschaften im AK Programm des Deutschen Turnerbundes. Hier gingen für den TV Kalbach in der Altersklasse 7/8 Elisa Rygol, Katharina Konieczny, Mila Moosmann, Aliyah Bentaha, Laura Benz und Noemi Pisch sowie die im Leistungszentrum trainierende AK 11 Turnerin Heidi Sieh mit der Mannschaft des TSV Ginsheim an den Start.

Heidi Nele Sieh bei den Hessischen Mannschaftsmeisterschaften

Heidi Nele Sieh bei den Hessischen Mannschaftsmeisterschaften, Foto: TV Kalbach

Die AK 7/8 Turnerinnen turnten einen schönen Wettkampf und konnten vor allem am Sprung mit guten Leistungen überzeugen. Sie sicherten sich in einem starken Teilnehmerfeld Platz 9.

Turnerinnen-Mannschaft der Altersklasse 7-8

Turnerinnen-Mannschaft der Altersklasse 7-8, Foto: TV Kalbach

Heidi turnte im darauffolgenden Wettkampf der Altersklasse 11 einen starken Vierkampf. Sie überzeugte vor allem am Balken und Barren mit sauber geturnten und schwierigen Übungen und zeigte sogar an beiden Geräten die maximale Anzahl an Bonuselementen. An diesen beiden Geräten sowie am Sprung erreichte sie das Tageshöchstergebnis und siegte auch in der Einzelgesamtwertung. Zudem wurde sie zusammen mit ihren Mannschaftskolleginnen Hessenmeister der AK 11.

Am Nachmittag ging dann die ebenfalls im Leistungszentrum trainierende Elenia Krick in der Altersklasse 12 an den Start. Ziel war es, die erforderliche Qualifikationspunktzahl für die Deutschen Jugendmeisterschaften zu erreichen, die bei 37 Punkten liegt. Nach einem sehr guten Start am Stufenbarren zeigte Elenia auch an den folgenden Geräten sehr gute Leistungen und schwierige Übungen. Bei der Siegerehrung war die Freude riesig, denn sie schaffte mit Platz 3 nicht nur den Sprung auf das Podest, sondern überbot mit einer Gesamtpunktzahl von 40,85 Punkten auch deutlich die Qualifikationsnorm für die Deutschen Jugendmeisterschaften der Altersklasse 12, die in diesem Jahr im Rahmen des Deutschen Turnfestes in Leipzig ausgetragen werden.

Elenia Krick bei den Hessischen Meisterschaften 2025

Foto: TV Kalbach

Am dritten Mai startete Elenia zudem beim bundesoffenen »Pre Olympic Youth Cup« in Köln. Auch hier zeigte sie sehr schöne Übungen und konnte die erreichte Qualifikation für die Deutschen Jugendmeisterschaften mit einer Gesamtwertung von 38,65 Punkten nochmals bestätigen.

Am vierten Mai startete dann das Landesliga 2 – Team des TV Kalbach mit Heidi Sieh, Hanna Reinwald, Elisa Caps, Malin Mayers, Maila Peters und Charleen Meiß. Nachdem das Team erst im letzten Jahr in die zweithöchste hessische Liga aufgestiegen war und zudem einige der älteren Turnerinnen in diesem Jahr aufgrund von Abiturvorbereitungen nicht mitstarten können, war das Ziel der jungen Mannschaft, sich in dem starken Teilnehmerfeld gut zu behaupten und den Ligaplatz zu halten.

Das Team zeigte einen starken Wettkampf. Am Stufenbarren, Boden und Sprung klappten die Übungen sehr gut. Am Balken musste das Team ein paar Absteiger in Kauf nehmen. Heidi gelang es mit sehr schwierigen Übungen am Stufenbarren mit 12,9 Punkten und am Boden mit 15,1 Punkten die Tageshöchstwertung zu erzielen.

Bei der Siegerehrung war die Freude riesig, denn die Mannschaft hatte sich mit knapp 5 Punkten Vorsprung den 1. Platz gesichert, sodass nunmehr sogar der Aufstieg in die höchste hessische Landesliga möglich erscheint. In diese steigen die ersten beiden Mannschaften nach dem dritten Wettkampftag auf. Der nächste Landesligawettkampf findet am 29.06. in Fulda statt.

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Wissenschaft im Freien entdecken

Frühlingsfest Wissenschaftsgarten

Das Frühlingfest auf dem Campus Riedberg steht bevor

Das Frühlingsfest der Goethe-Universität Frankfurt lockt auch in diesem Jahr mit zahlreichen Angeboten aus den Bereichen Wissenschaft, Kultur und Unterhaltung. Am Sonntag, den 18. Mai, können sich Besucher im Wissenschaftsgarten auf dem Campus Riedberg in lockerer Atmosphäre hauptsächlich naturwissenschaftlichen Themen zuwenden. Interessierte können zwischen 10 und 17 Uhr kostenlos über das Festgelände auf dem Riedberg, Max-von-Laue-Straße 13, schlendern und dabei den Campus, seine Wissenschaftsgebiete und den Garten entdecken.

Der Wissenschaftsgarten wurde 2014 eröffnet und ist seitdem wichtiger Bestandteil von Forschung und Lehre am Campus Riedberg. Er beheimatet mehrere Gewächshäuser und 8 Klimakammern und verfügt außerdem über eine rund 3 Hektar große Freifläche, auf der auch die diesjährigen Festivitäten stattfinden werden. Jährlich kommt der Garten mit der Ausrichtung des Frühlingsfests seinem selbsternannten Anspruch nach, zu ,,wachsen und zu erblühen“ und zu einer Attraktion des Campus Riedberg zu werden.

Stände informieren über naturwissenschaftliche Themen

Dieses Jahr wartet der Garten mit Ständen zu Klima und Atmosphäre, Ökosystemen und Nachhaltigkeit auf. Am Stand des QSL-Projekts* „Goethe Teaches Sustainability“ etwa können Besucher sich über die anstehende Ringvorlesung zum Thema Nachhaltigkeit, beim Nachhaltigkeitsbüro über die Frankfurter Biodiversitätswoche informieren. Die Themen an den Ständen sind breit gefächert: Es gibt Informatives zum Lernen im Schulgarten, zu Pilzen und zur Zellbiologie in der dritten Dimension. Nicht zuletzt können Besucher durch das mobile Sonnenteleskop des Physikalischen Vereins faszinierende Phänomene auf der Sonnenoberfläche erspähen. 45-minütige Führungen auf dem Gelände bieten erweiternde oder vertiefende Einblicke in die dargebotenen Themen.

Kultur- und Sportangebote lockern das Fest auf

An eine ansprechende Untermalung der Themen ist gedacht, und so finden sich zwischen den wissenschaftlichen Angeboten Kunst und Comedy. Das Improvisationstheater Schauspielhelden wird gemeinsam mit dem Publikum für Überraschungen sorgen, der Comedy Club will die Bühne zum Beben und das Publikum zum Lachen bringen (13:00 – 13:30 Uhr). Künstler wie The Odd Project (13:00 – 13:15 Uhr), Lia J (13:30 – 14:30 Uhr) oder die Jazz Sisters (15:30 – 17:00 Uhr) begleiten das Treiben auf dem Campus musikalisch. Für das Auge gibt es einen Fotospaziergang (15:00 Uhr) sowie Kunstwerke aus der Kunstsammlung der Goethe-Universität. Wer sich sportlich betätigen möchte, kann zum Beispiel an einem Zumba Tanzkurs teilnehmen, bei diversen Ballspielen mitmachen (ab 11:30 Uhr) oder sich beim Yoga entspannen (14:30 – 15:30 Uhr).

Bei alledem kommen auch Hilfsangebote und praktische Tipps für den Alltag nicht zu kurz. Es gibt einen Pop-up-Fahrradreparaturstand der AStA Fahrradwerkstatt e.V. und eine Fahrradcodierung durch den ADFC Frankfurt e.V. Wer will, kann Pflanzen bei der Pflanzenbörse kaufen und sich von den Gärtnern des Wissenschaftsgartens beraten lassen. Für die Kleinsten gibt es ein Kinderprogramm mit Offenem Atelier und Kinderschminken.

Für Essen und Trinken ist gesorgt

Im vergangenen Jahr ist das Frühlingsfest mit geschätzt 2.500 bis 2.800 Besuchern auf großes Interesse gestoßen. Auch bei ungewöhnlich kühlem Mai-Wetter können Besucher dieses Jahr, ausgestattet mit einem Jäckchen und gegebenenfalls einem Schirm, Spannendes über die Natur lernen und sie gleichzeitig selbst genießen.


Das Frühlingsfest ist mit den Öffentlichen Verkehrsmitteln gut erreichbar:

Mit der Bahn:
Die Station Uni Campus Riedberg befindet sich nördlich des Campus.

Frankfurt Hauptbahnhof
S1 – S9 über Taunusanlage → Station Hauptwache → U8 Richtung Riedberg → Station Uni Campus Riedberg

Tram 16 über Bockenheimer Warte Richtung Ginnheim → U9 Richtung Nieder-Eschbach → Station Uni Campus Riedberg

Flughafen Frankfurt Regionalbahnhof
S8, S9 über Frankfurt Hauptbahnhof und Taunusanlage → Station Hauptwache → U8 Richtung Riedberg bis Station Uni Campus Riedberg

Mit dem Bus:
Der Bus 29 (Nordwestzentrum → Nieder-Erlenbach) fährt die Station Uni Campus Riedberg an, sowie Bus 251 (Nordwestzentrum → Kronberg, Berliner Platz) die Stationen Geozentrum und Max-Planck-Institut/FIZ.

Außerdem bietet der Campus Fahrradstellplätze für alle, die mit dem Rad anreisen. Für Essen und Trinken sorgen das Catering von Taunuskamm Catering & Mutti freut sich!, Wein von ebb&flow, das Kaffee-Röstmobil, Eis von Allora Main, und es gibt Crêpes.

Das vollständige Programm findet sich unter: https://www.puk.uni-frankfurt.de/60978782/Fr%C3%BChlingsfest_2023_im_Wissenschaftsgarten___Campus_Riedberg

 

* QSL = Verbesserung der Qualität der Studienbedingungen und der Lehre

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Ein Programm der polytechnischen Gesellschaft fördert Pflanzenwachstum und Zusammenhalt

Frau Barbara Albrecht am Hochbeet

Frau Barbara Albert ist seit einiger Zeit Stipendiatin im Programm »Nachhaltigkeitspraktiker« der Stiftung Polytechnische Gesellschaft. In diesem Programm werden die Teilnehmer angeleitet, ein individuelles Nachhaltigkeitsprojekt aufzusetzen und gegebenenfalls mit entsprechender finanzieller Unterstützung der Öffentlichkeit vorzustellen.

Frau Albert hatte die schöne Idee, auf einem Gelände der evangelischen Riedberggemeinde ein zweites Urban Gardening Projekt am Riedberg umzusetzen.

Hochbeet des Urban Gardening Projektes

Durch ihr rühriges Engagement konnte sie die Josephine-Baker-Gesamtschule als Mitwirkende gewinnen. Als Erzieherin der evangelischen Kita hatte sie sowieso den engen Kontakt zum Kirchenvorstand und zu den Eltern der ihr anvertrauten Kinder. So war sichergestellt, dass das Projekt von den nötigen Mitstreitern getragen wird. Auch aus dem Kreis der Klimainitiative Riedberg kam weitere Unterstützung. Ihre Mitglieder hatten bereits Erfahrung beim ersten Urban Gardening Projekt am Riedberg gesammelt und konnten so mit Rat und Tat zur Seite stehen.

Die Errichtung und Befüllung sowie die spätere Bepflanzung von drei Hochbeeten erfordert eben nicht nur körperlichen Einsatz, sondern auch einiges an Erfahrung und Know-how. Von daher waren viele Köpfe und Hände an der Realisierung beteiligt.

Beet mit Einpflanzung

Mitte März wurde ein Sandbett gelegt und Pflastersteine als Auflage für die Hochbeete gesetzt. So war der 14. März im wörtlichen Sinne ein Tag der Grundsteinlegung.

Jetzt, Anfang Mai stehen die Hochbeete und auch die Bepflanzung zeigt sich mit grünen Trieben und Blättern. Es sprießen verschiedene Blattkohlsorten, diverse Kräuter und noch so einige andere Pflanzen.

Eines der Beete wurde nach dem Prinzip von „Market Gardening“ bepflanzt. Dieses Konzept stammt aus dem 19. Jahrhundert und ermöglicht den Anbau von Gemüse mit hoher Effizienz auf kleinen Flächen.

Mit diesem Projekt will Frau Albert zeigen, wie schön es ist, wenn sich Menschen gemeinsam nachhaltig engagieren. Daher wurden die Beete auch mit plastikfreier Gartenerde aus Altenstadt befüllt, auch wenn das Erdmaterial und der Transport zum Riedberg einen recht teuren Posten in der Gesamtrechnung darstellen.

Blumenfahrrad an der Kirche

Die Kirchengemeinde lieferte das dazugehörige Programm für die Gäste: Waffeln backen, Getränke, Brot, Wildkräuter-Salat, Kräuterquark, … Für die Kinderbespaßung gab es verschiedene Malmöglichkeiten und Bastelaktionen. Auch ein Pflanzenquiz war ausgehängt. Die Initiatoren hatten sich mit viel Fantasie und Arbeitseinsatz für das Wohlfühlambiente der Gäste eingesetzt.

Verköstigung

Hier ein paar Auszüge aus dem Projekttagebuch:

  • Am Anfang war die Idee: Hier könnte Essen wachsen, nachhaltig, regional, ressourcenschonend.
  • Gebrauchte Steine aus Niederursel. Sie wurden für das Projekt verschenkt und sogar angeliefert.
  • Damit die Holzkanten der Beete nicht auf dem feuchten Boden stehen, wurden die Steine im Untergrund verlegt.
  • Der Boden in der Mitte der Beete bleibt frei. Dadurch können wichtige Bodenlebewesen in die Beete wandern. Zum Beispiel Regenwürmer und viele andere nützliche Helfer.
  • Die ausgestochene Grasnarbe wird später zusammen mit Strukturmaterial wieder in die Beete gefüllt. So wird weniger Erde benötigt und das Material muss nicht weggeworfen werden.
  • Der Besuch bei einer integrativen Gärtnerei in Hattersheim brachte die Mannschaft auf viele neue gute Ideen.
  • Die Bausätze der Beete kommen vom »Hochbeet-Profi« aus der Oberpfalz. Sie waren plastikfrei auf einer Palette verpackt! Super für ein Nachhaltigkeitsprojekt.
  • Die Noppenfolie zum Stopp von Nässe erwies sich als recht sperrig. Das Befestigen förderte bei den Mitarbeitern ungeahntes Vokabular an den Tag.
  • Jedes Beet hat nun eine Birke als Blickachse und die Beete verbinden den Kiesplatz mit der Wiese neben der Kirche.
  • Die plastikfreie Erde der Firma Scherz aus Altenstadt wird geliefert. Die Frankfurter Gemüseheldinnen schwören drauf.
  • Das Strukturmaterial kommt aus der direkten Nachbarschaft. Eine kleine Spende der IG Riedberg. Auf ihrem Grundstück hatte sich etwas Obstbaumschnitt angesammelt.
  • Zehn Kinder der Kita Riedberg waren einen ganzen Vormittag lang damit beschäftigt, das Obstholz zu den Beeten zu transportieren. Aber sie waren mit Begeisterung dabei.
  • Im Rahmen einer „Meditativen Nachverdichtung“ gab es einen kleinen Tanz auf den Beeten. So wurde sichergestellt, dass die Erde in den Beeten kompakt genug eingefüllt war.
  • Zu guter Letzt kam die Bepflanzung der Beete. Auch das eine Wissenschaft für sich. Größere Pflanzen beschatten die Gewächse, die sich im Halbschatten wohlfühlen. Nebeneffekt: es passen mehr Pflanzen ins Beet rein.
  • Nach kurzer Zeit ist der Boden bedeckt. Ein wichtiger Faktor für den Wasserhaushalt und die Bodenqualität.
  • Schlussendlich erfolgte noch die Beschriftung. Die Namen der Pflanzen wurden auf kleine Tonscherben geschrieben: Wiederverwendetes, plastikfreies und kostenloses Material.
  • Bis zum ersten Regen dient unbehandelte Schafwolle, die noch das Wollfett enthält, als Schneckenschutz. Später schiebt man die Wolle unter die Erde und hat damit einen Langzeitdünger.
  • Mit Strohmulch werden die gestressten Jungpflanzen verschattet und durch diese Bodenbedeckung trocknet der Boden nicht so schnell aus. Auch bei Starkregen sind Boden und Pflanzen etwas geschützt.


Das Programm Nachhaltigkeitspraktiker

In diesem Programm unterstützt die Stiftung Polytechnische Gesellschaft interessierte Menschen ab 18 Jahren dabei, ihren eigenen Einfluss­bereich zu identifizieren und diesen langfristig hin zu einem nachhaltigeren Alltag zu verändern.

Weitere Infos unter: https://sptg.de/projekte/engagement/nachhaltigkeitspraktiker

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Radweg wird aus dem Radwegenetz genommen

Steinstraße am Riedberg - Schäden am Belag

Der Zustand des derzeit ausgewiesenen Fahrradweges entlang der »Steinstraße« auf dem Niederurseler Hang ist alles andere als optimal. In einer kürzlich getroffenen Entscheidung hat der Magistrat beschlossen, diesen Radweg aus dem offiziellen Radwegweisungsnetz zu entfernen.

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Steinstraße

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Steinstraße 50.171593, 8.627079

Gründe für die Entscheidung

Die Gründe für diese Maßnahme sind vielfältig. Der Fahrradweg ist nicht nur in einem schlechten Zustand, sondern auch recht schmal. Dadurch ist die Sicherheit der Radfahrer gefährdet. Zukünftig sollen die über die Steinstraße führenden Routen über die Straße »Kreuzerhohl« sowie den Radweg entlang der »Rosa-Luxemburg-Straße« laufen. Diese Umleitung bietet eine alternative Verbindung zum Riedberg und nach Bad Homburg.

Ausbau des Fußwegs abgelehnt

Trotz der Anregungen des Ortsbeirats 8 (Heddernheim, Niederursel, Nordweststadt) zum Ausbau des ehemaligen Fahrradweges zu einem modernen und regelgerechten Fußweg, hat der Magistrat diese Vorschläge abgelehnt. Ein wesentlicher Grund dafür ist, dass es sich bei dem betreffenden Gelände nicht um städtisches Eigentum handelt.

Wegweiser bleiben erhalten

Um sicherzustellen, dass Radfahrer auch weiterhin den richtigen Weg finden, werden die vorhandenen Wegweiser an den nördlichen und südlichen Endpunkten der Strecke beibehalten, jedoch neu ausgerichtet. Damit bestünde weiterhin die Möglichkeit die Steinstraße zu ertüchtigen und für den Radverkehr aufrechtzuerhalten, so der Magistrat.

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Neuer Radweg entlang der Kalbacher Hauptstraße

Radweg Bonames-Kalbach-Riedberg 2025

– Ein Meilenstein für die Verkehrssicherheit –

In einer Zeit, in der die Förderung umweltfreundlicher Verkehrsmittel immer wichtiger wird, steht die Stadt Frankfurt kurz vor der Freigabe eines neu geschaffenen Radwegs entlang der Kalbacher Hauptstraße. Dieser Schritt markiert nicht nur einen Fortschritt für die Radfahrer und Fußgänger, sondern auch einen bedeutenden Meilenstein in der Geschichte der Verkehrsinfrastruktur in der Region.

Historie der Maßnahme

Die Planung für das Sport- und Freizeitzentrum am Martinszehnten, das 1992 eröffnet wurde, legte den Grundstein für die Notwendigkeit eines sicheren Zugangs für Fußgänger und Radfahrer aus Richtung der U-Bahnstation Kalbach sowie dem Park & Ride-Platz. Bereits am 30.08.1991 präsentierte der Magistrat Frankfurt eine Vorlage zur Beschlussfassung in der Stadtverordnetenversammlung. Trotz des positiven Beschlusses kam es über die Jahre hinweg immer wieder zu Verzögerungen beim Bau des Fuß- und Radweges.

Die Fertigstellung des Radwegs, die nun im Jahr 2025 erfolgt, ist das Ergebnis jahrelanger Planung und Hartnäckigkeit. Der neue Weg führt über die Straße »Am Martinszehnten« hinaus und stellt eine direkte Verbindung zum Begleitweg entlang der Umgehungsstraße L 3019 her. Damit wird eine seit 1991 geplante Maßnahme endlich realisiert.

Verbesserung der Verkehrssicherheit

In den letzten 33 Jahren war der rückwärtige Zugang zum Sport- und Freizeitzentrum über die Straße »Am Zedernholz« nicht nur unübersichtlich, sondern auch ein Unfallrisiko für Fußgänger und Radfahrer.

Zahlreiche Bemühungen des Ortsbeirats 12, die Situation zu verbessern, blieben ergebnislos. Mit der Schaffung des neuen Fuß- und Radwegs wird nun eine sichere Anbindung an das Sport- und Freizeitzentrum gewährleistet.

Die Bedeutung dieser Maßnahme kann nicht hoch genug eingeschätzt werden. Sie fördert nicht nur die Sicherheit der Verkehrsteilnehmer, sondern auch die Nutzung von Fahrrädern und „zu Fuß gehen“ als alltägliche Fortbewegungsmittel. In einer Zeit, in der die Stadtentwicklung zunehmend auf nachhaltige Mobilität ausgerichtet ist, ist dies ein Schritt in die richtige Richtung.

Radweg Bonames-Kalbach-Riedberg 2025

Ausblick auf zukünftige Entwicklungen

Trotz der positiven Entwicklungen bleibt abzuwarten, wie schnell weitere geplante Maßnahmen umgesetzt werden können. Besonders der Ausbau der Bonifatiusstraße, der ebenfalls seit 1991 in Aussicht gestellt wurde und beidseitige Parkbuchten sowie Fußwege vorsieht, steht noch auf der Agenda. Die Hoffnung ist groß, dass auch dieses Projekt bald verwirklicht wird, um die Verkehrsinfrastruktur in der Region weiter zu verbessern.


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Anna Liebst: Eine Leidenschaft für Musik und Gesang

Anna Liebst singt Reinhard Mey

Am Samstag, den 10. Mai singt Anna Liebst Lieder von Reinhard Mey im Rahmen von »Kultur in der Aula«. Beginn ist 19:30 Uhr in der Aula der »Grundschule Riedberg« (Zur Kalbacher Höhe 15) am Riedberg.

Anna Liebst ist eine inspirierende Persönlichkeit, die sich ganz der Musik und der Gesangspädagogik verschrieben hat. Ihre Reise begann in Köln, wo sie das Fundament für ihre musikalische Karriere legte und bis heute als freiberufliche Musik- und Gesangspädagogin im Rhein/Main-Gebiet und darüber hinaus tätig ist.

Musikalische Anfänge

Anna studierte Schulmusik in Köln und schloss 2007 mit dem zweiten Staatsexamen ab. Bereits während ihres Studiums, von 1999 bis 2004, sammelte sie wertvolle praktische Erfahrungen. Sie leitete das Samba-Batucada-Ensemble der Universität zu Köln, baute ein Juniororchester am Friedrich-Wilhelm Gymnasium auf und begleitete den Schulchor des Gymnasiums Grotenbach Gummersbach auf seinen Chorreisen. Ihre Leidenschaft für das Singen und Musizieren in Chören und Ensembles begleitete sie stets.

Der Weg zur Chorleiterin

Nach ihrem Referendariat in Köln zog es Anna nach Berlin, wo sie die Möglichkeit erhielt, im SING!-Projekt als Chorleiterin zu arbeiten. Hier entschied sie sich für die JEKISS-Methode, die sich hervorragend für die Kinderchorarbeit eignet. Von 2007 bis 2015 leitete sie mehrere Kinderchöre und gab Fortbildungen in der Landesmusikakademie Berlin. Zudem gründete sie den Frauenchor „Libellenzucker“, der sich unter ihrer Leitung zu einem stattlichen Chor entwickelte.

Zweite Leidenschaft: Klavier- und Cembalobau

In Berlin erfüllte sich Anna Liebst einen weiteren Traum: 2011 schloss sie die Ausbildung zur Klavier- und Cembalobauerin ab. Diese Fähigkeiten nutzte sie bis zum Sommer 2015, bevor sie sich gänzlich der Musikpädagogik widmete.

Selbstständigkeit in Frankfurt

Nach ihren Berliner Jahren wagte Anna den Neustart in Frankfurt, wo sie ihre Berufung fand: das Singen mit anderen Menschen. Heute ist sie als freiberufliche Musik- und Gesangspädagogin tätig. Ihre Angebote sind vielfältig und reichen von Complete Vocal Technique (CVT)-Gesangsunterricht über Chorleitung bis hin zu Stimmbildung und Coachings für Chöre. Ein besonderes Highlight sind die CVT-Pop- und Jazzchorwochenenden für Frauen, die sie zusammen mit ihrer Kollegin Alexandra Ziegler-Liebst organisiert.

Weiterbildung und persönliche Entwicklung

Anna Liebst bildete sich kontinuierlich weiter und hat an zahlreichen Fortbildungen teilgenommen, um ihre Fähigkeiten zu erweitern. Besonders hervorzuheben ist ihre Ausbildung zur autorisierten Gesangslehrerin für die CVT am CVT-Institute in Kopenhagen, die sie seit 2016 absolviert. Diese Gesangstechnik ermöglicht es ihr, ihre Schüler bestmöglich in ihrer Stimmentwicklung zu unterstützen.

Eine Persönlichkeit

Anna Liebst ist ein Beispiel für die Verwirklichung von Träumen und Leidenschaften. Ihre Reise von der Schulmusik über die Chorleitung bis zur Selbstständigkeit zeigt, wie wichtig es ist, das zu tun, was man liebt. Mit ihrem Engagement und ihrer Expertise bringt sie die Stimmen von Kindern und Erwachsenen zum Klingen und sorgt dafür, dass das Singen Freude und Spaß bereitet. Sie ist nicht nur eine talentierte Musikerin, sondern auch eine leidenschaftliche Pädagogin, die ihr Wissen und ihre Liebe zur Musik mit anderen teilt.

Reinhard Mey

Geboren 1942 in Berlin ist deutsch- und französischsprachiger Chansonsänger, Texter und Komponist. Seit Ende der 1960er Jahre gilt er als einer der populärsten Vertreter der deutschen Liedermacher-Szene. Sein Werk umfasst zahllose Lieder, die zu Evergreens wurden. Meys eigentlicher Berufswunsch war Pilot.

Evergreens:

  • Der Mörder ist immer der Gärtner
  • Über den Wolken
  • Mann aus Alemannia
  • Gute Nacht, Freunde
  • Nein, meine Söhne geb’ ich nicht
  • Ein Antrag auf Erteilung eines Antragformulars
  • Die heiße Schlacht am kalten Buffet
  • Ankomme Freitag, den 13.
  • Ich bin Klempner von Beruf

Weitere Liedtexte finden sich unter: https://www.reinhard-mey.de/texte-fuer-alle/


Veranstaltungsort: Aula der Grundschule Riedberg, Zur Kalbacher Höhe 15, 60438 Frankfurt
Eintritt: 14 € (ermäßigt: 12 €)
Im Vorverkauf: 12 € (ermäßigt: 10 €)
Vorverkauf & Infos per eMail: info@josua-gemeinde.net

 

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Wo die Bewohner fehlen, können auch die Geschäfte nicht gedeihen

Blick auf Merton's Passage

Leerstand auf dem Gewerbe-Immobilienmarkt ist nichts Ungewöhnliches. Die Gründe dafür sind vielfältig. Für die Investoren von Gewerbeimmobilien wird es allerdings ungemütlich, wenn sich die Leerstände häufen.

Beispiel Riedbergzentrum

Nach dem Weggang der Spieltruhe/Buchtruhe Ende 2023 blieb eine große Leerfläche zurück, die bisher noch nicht neu vermietet werden konnte. Auch die Schließung der „Stratmann – Hören und Sehen“-Filiale am Riedberg hat eine leere Gewerbefläche hinterlassen.

Beispiel Merton’s Passage

Um wie viel schlimmer geht es da der Merton’s Passage, die keine 2 Kilometer entfernt vom Riedbergzentrum gelegen ist. Sie leidet gleich unter mehreren Faktoren:

  1. Der Abriss des Lurgi-Gebäudes und des Telekom-Rechenzentrums haben riesige Brachflächen im Umfeld hinterlassen. Dadurch fehlen Wohnbevölkerung oder Arbeitsbevölkerung, je nachdem, wie die leerstehenden Flächen wieder bebaut werden. Ein Blick auf Google Maps zeigt, wie groß die leerstehende Fläche im Verhältnis zum gesamten Areal ist.
  2. Weitere Leerstände sind zum Beispiel in der Emil-von-Behring Straße 2 (dieses Gebäude soll revitalisiert werden) und in der Lurgiallee 14-16 (hier soll die Erasmus Grundschule einziehen).
  3. Die Gaststätte Il Gondoliere hatte 2021 den Standort aufgegeben. Bisher konnte die Fläche nicht neu an einen anderen Gastronomen vermietet werden.
  4. 2008 hatte sich der Wochenmarkt im Mertonviertel aufgelöst. Gerade mal 2 Händler kamen noch. Anfangs, das heißt 2003, waren hier noch 15 Händler aktiv gewesen. Die Grundstücksverwaltungsgesellschaft in Händen der Investmentbank UBS, die sowohl den Platz als auch die Merton’s Passage besaß, erhoffte sich eine Belebung, von der auch die Geschäfte in der Passage profitieren sollten. Die Umsätze der Markbetreiber gingen aber zu Lasten der Geschäfte in der Merton’s Passage, die sich daraufhin zur Wehr setzten. Das war in Frankfurt der einzige Wochenmarkt auf einem Privatgelände.

Leerstand nach Auszug von Il Gondoliere

Leerstand nach Auszug von Il Gondoliere

Da sich die Voraussetzungen für die Markbeschicker seitdem nicht verbessert haben, wird sich der Wunsch des Ortsbeirates 8 (Heddernheim, Niederursel, Nordweststadt) auf eine Wiederbelebung des Marktes erst mal nicht realisieren lassen.

Kein Wochenmarkt, hoher Leerstand, kaum noch Bewohner und Angestellte in der näheren Umgebung, fehlende Parkplätze, und die Konkurrenz durch die Geschäfte auf dem Riedberg und im Nordwestzentrum lassen die Nutzung der Merton’s Passage dahinvegetieren. Von einem schlüssigen Entwicklungskonzept für dieses Niederurseler Gewerbegebiet war bislang nichts zu hören.

Gähnende Leere in der Passage an einem Sonntag

Wenn jedoch die leerstehenden Gebäude eines Tages wieder mal bevölkert sind und das Lurgigelände neu bebaut ist, dann kann sich die Situation drehen. Bis dahin werden die Gewerbetreibenden und Immobilienbesitzer jedoch noch durch ein langes Tal der Tränen gehen müssen.


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