Schlagwort: Kalbach

Tag der Feuerwehr in Kalbach

Wenn es am Riedberg einmal brennt, kommt unter anderem die Freiwillige Feuerwehr Kalbach zum Einsatz. Die Feuerwehr befindet sich im alten Kalbacher Ortsteil direkt hinter dem Rathaus. Innerhalb der Wehr gibt es verschiedene Abteilungen. Zunächst wird hier nach Alter unterschieden: Minifeuerwehr (bis zum 10. Lebensjahr), Jugendfeuerwehr (bis zum 18. Lebensjahr) und schließlich die Einsatzabteilung. Aktuell sind um die 20 Mitglieder in der Einsatzabteilung, davon etwa 12 aktiv.

Jeden Montagabend ist Übungsdienst angesagt – erst die Jugendfeuerwehr und ab 20 Uhr die Einsatzabteilung. Die Kinder in der Jugendfeuerwehr lernen spielerisch durch Wettbewerbe oder auf Jugendfreizeiten den verantwortungsbewussten Umgang mit den Aufgaben der Feuerwehr. Im Anschluss übt die Einsatzabteilung jede Woche für den Ernstfall, von Wassersaugübungen am Kätcheslachsee, Löschübungen mit Schaum oder Absturzsicherung bis hin zur theoretischen Übung mit den Gerätschaften auf den Löschfahrzeugen.

Einsätze der Freiwilligen Feuerwehr Kalbach

Im Jahr hat die Freiwillige Feuerwehr Kalbach circa 30 Einsätze verteilt auf die Stadtteile Riedberg und Kalbach. Hierbei wird sie meistens von der Berufsfeuerwehr zur Unterstützung hinzugezogen. Die Einsatzzeit beginnt jeden Tag ab 17 Uhr. Bis das erste Fahrzeug die Halle nach der Alarmierung verlässt vergehen nicht mehr als 3 bis 4 Minuten. Die Einsätze reichen vom Löschen eines Feuers, bis hin zu vollgelaufenen Kellern und der Beseitigung von Sturmschäden. Eine Besonderheit der FF Kalbach sind die Seelsorgefahrten. Hierbei stellt die Feuerwehr einen Fahrer, der einen ausgebildeten Seelsorger abholt und zum Einsatzort bringt.

Erst letztes Wochenende ist die FF Kalbach wieder ausgerückt. Hier wurde gegen 22:30 Uhr ein Waldbrand hinter dem Kautenhof am Riedberg gemeldet. Die Berufsfeuerwehr hatte daher um Verstärkung der Freiwilligen Feuerwehr gebeten. An der Einsatzstelle angekommen stellte sich der Brand als ein außer Kontrolle geratenes Lagerfeuer im Waldstück heraus. Den Einsatzkräften gelang es das Feuer unter Kontrolle zu bekommen und zu löschen.

Bild: Instagram Seite der Feuerwehr Kalbach, ff.kalbach

Tag der Feuerwehr

In zwei Wochen, am 04.09, findet ab 11 Uhr der Tag der Feuerwehr in der Freiwilligen Feuerwehr Kalbach statt. Hier sind alle Interessierten jeden Alters eingeladen sich die Feuerwehr einmal aus nächster Nähe anzuschauen. Es wird Kaffee und Kuchen angeboten und für die Kleinen wird eine Hüpfburg und eine Rollenrutsche aufgebaut. Die Jugendfeuerwehr und die Einsatzabteilung demonstrieren mit einer Showübung ihre Aufgaben und Kenntnisbereiche. Außerdem stellt die Feuerwehr im Rahmen einer Fahrzeugschau die einzelnen Fahrzeuge vor; ein Drehleiterfahrzeug der Feuerwehr und ein Rettungswagen von den Johannitern wird hierfür ebenfalls vor Ort sein.

Wie kann ich mitmachen?

Lust auf mehr? Die Freiwillige Feuerwehr freut sich immer über Unterstützung jeglicher Art. Während es bei der Minifeuerwehr mittlerweile sogar eine Warteliste zur Aufnahme gibt, freut sich die Jugendfeuerwehr und die Einsatzabteilung über jedes neue Mitglied. Die bisherige Spannweite an Berufen reicht hier von Handwerker bis hin zum Bänker. Jede Qualifikation ist gefragt und neue Ideen können in der Feuerwehr immer gerne eingebracht werden, sagte der stellvertretende Wehrführer Benjamin Janny dem MainRiedberg. Wer in die aktive Einsatzabteilung eintreten will muss zu Beginn den Grundlehrgang abschließen, der sich insgesamt auf einen Zeitraum von 5 Wochen streckt. Danach gibt es, seit April diesen Jahres wieder in Präsenz, jeden Montag 2 Stunden Übungsdienst. Wem das noch nicht ausreicht, der kann zusätzlich noch ein Amt innerhalb der Wehr übernehmen und so weitere Verantwortung und Aufgaben übernehmen. Voraussetzungen sind hierbei nur das Interesse an der Feuerwehr und der Wohnort im näheren Umkreis.


Weitere Informationen finden sich unter https://ff-kalbach.de/, am Tag der Feuerwehr am 04.09 direkt vor Ort oder man kann gerne jederzeit bei den Übungsdiensten Montagabends einfach vorbeikommen.

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Täter versucht Apotheke zu überfallen – Kriminalpolizei sucht Zeugen

Teil eines Polizeiwagens

Kalbach-Riedberg

Gestern (29.11.2021) versuchte ein unbekannter Mann am späten Nachmittag eine Apotheke zu überfallen. Schlussendlich ergriff er ohne Beute die Flucht. Die Frankfurter Kriminalpolizei sucht nun nach weiteren Zeugen.

Gegen 18:30 Uhr betrat der Täter in der Kalbacher Hauptstraße eine Apotheke. Dort forderte er mit einem Messer bewaffnet eine 48-jährige Mitarbeiterin dazu auf Bargeld auszuhändigen. Dieser Aufforderung kam sie nicht nach. Stattdessen machte sie laut auf sich aufmerksam. Ihre Reaktion schlug den Täter schlussendlich – ohne Beute – in die Flucht. Laut eines Zeugen soll er zunächst in die Straße „An der Grünhohl“ und anschließend in Richtung „Talstraße“ geflohen sein. Er soll im Verlauf der Flucht auf ein Fahrrad, möglicherweise ein Mountainbike, gestiegen sein.

Der Täter kann wie folgt beschrieben werden: männlich, ca. 20-25 Jahre alt, ca. 170-180 cm groß, schlanke Statur. Er trug eine schwarze OP-Maske und Sonnenbrille, hatte eine Kapuze aufgezogen und soll mit einem blauen Sportoberteil sowie einer dunklen Jogginghose bekleidet gewesen sein.

Wer kann Angaben zu dem Täter und/oder der Tat machen? Sachdienliche Hinweise nimmt die Frankfurter Kriminalpolizei unter der Telefonnummer 069-755-51299 oder jede andere Polizeidienststelle entgegen. Die Ermittlungen dauern an.

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Neuer Pflegedienst für den Frankfurter Norden

„Bei uns stehen die Kranken und Pflegebedürftigen im Mittelpunkt“, sagen Kristin Schewe und Valentina Loncaric. Nach jahrelanger Erfahrung in Seniorenheimen haben sich die beiden Fachkräfte selbstständig gemacht und einen Pflegedienst in Frankfurt-Kalbach gegründet.

Der Schriftzug „Pflegedienst Mittelpunkt“ ist schon außen an den Fenstern in der Kalbacher Hauptstraße zu lesen. „Unsere Tür steht auch immer offen, wenn wir da sind“, sagt Kristin Schewe (34). Zeit, das Büro perfekt auszustatten oder auch ihr Auto mit auffälliger Werbung in eigener Sache zu bekleben, blieb bisher nicht. Denn es ging nach dem Start Anfang Mai sofort los. „Wir haben beide unter anderem im Seniorenpflegeheim Bettinahof am Riedberg gearbeitet. Viele Angehörige und viele hier im Stadtteil kennen uns. Und als bekannt wurde, dass wir uns selbstständig machen, hatten wir schnell die ersten Kunden.“

Viel lieber sagen sie „Kranke und Pflegebedürftige“. Kristin Schewe hat als stellvertretende Pflegedienstleitung gearbeitet und ist auch Palliativfachkraft. Ihre Kollegin Valentina Loncaric (28) hat noch eine Zusatzausbildung zur Wundexpertin. Beide betonen, was ihrer Meinung nach im Alltag in den Heimen, aber auch bei der ambulanten Versorgung fehlt: Zeit und Zuwendung. „Wir wollen auf die Wünsche und Bedürfnisse der Senioren eingehen und auch mitarbeiterorientiert arbeiten.“ Wenn alles klappt, werden sie bald nicht mehr alles alleine stemmen können und weitere Fachkräfte einstellen.

Breites Spektrum der ambulanten Pflege bis hin zur Sterbebegleitung

Mit dem neuen Pflegedienst „Mittelpunkt“ bieten sie ein breites Spektrum von der kompletten Körperpflege, Hauswirtschaft, Behandlungspflege bis zur palliativen Versorgung und Sterbebegleitung an. Sie stehen in engem Austausch mit einer Hausärztin hier vor Ort, haben Kontakt zu Heimen und Krankenhäusern und sind 24 Stunden erreichbar.

Das Einzugsgebiet, wo sie tätig werden können, reicht von Kalbach, Riedberg, Bonames, Heddernheim, Harheim, Frankfurter Berg bis Nieder- und Ober-Erlenbach.

„Wenn nicht jetzt, wann dann?“

Schon seit zwei Jahren haben die beiden Altenpflegerinnen über einen gemeinsamen Weg in die Selbstständigkeit nachgedacht. „Ende Februar 2021 haben wir uns endlich durchgerungen, unser Konzept bei der Krankenkasse einzureichen“, sagt Valentina Loncaric. Nach dem Motto: „Wenn nicht jetzt, wann dann?“

Danach musste alles sehr schnell gehen. Als sie von den leerstehenden Büroräumen in Kalbach erfuhren, noch dazu mit Parkplätzen vor der Tür, war die Entscheidung für den Standort schnell gefallen.

Bis vor Kurzem war hier noch eine Hebammenpraxis. Die musste coronabedingt schließen. Manchmal klopfen Passanten und Mamas an die Tür, die einfach nur erfahren möchten, wer der beliebten Hebamme nachgefolgt ist. „Wir bekommen auch sehr viele Anfragen. Mit so viel Zuspruch haben wir ehrlich gesagt am Anfang noch gar nicht gerechnet“, berichten die beiden Gründerinnen. Sie wollen alles dafür tun, dass das so bleibt.

Weitere Informationen und Kontakt unter der Telefonnummer 01573 / 939 0018 und www.pflegedienst-mittelpunkt.de

Foto: MAINRiedberg

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NEU! Die aktuelle MAINRiedberg

Ein Jahr Pandemie hinterlässt Spuren – bei unseren Kindern, in unserer Seele, im Einzelhandel und in der Gastronomie auch hier vor Ort. Im neuen MAINRiedberg-Magazin ziehen wir Bilanz und wagen zugleich den Blick nach vorne. Mit Zuversicht!

Wie werden wir später auf mehr als ein Jahr Ausnahmezustand zurückblicken? Wird es eine Zeit des Aufbruchs werden oder die größte Krise seit dem Zweiten Weltkrieg bleiben? Wird es neue Formen des Unterrichts geben oder werden wir uns vor allem daran erinnern, wie die Kinder die Schule und ihre Freunde vermissten? Oder an die Schicksale, die es auch bei uns im Stadtteil gab, etwa in einem Seniorenpflegeheim mit 100 Corona-Fällen und zahlreichen Todesfällen. Sicher aber auch an den Mut, den viele aufbrachten, um eine Perspektive für die Zukunft zu finden. Das MAINRiedberg-Team hat mit Gastronomen, Künstlern, Eltern, Ärzten und Therapeuten gesprochen und wir wagen den Versuch einer Bilanz.

Wobei selbst der graue Pandemie-Alltag ein bisschen magisch sein kann. Magier-Weltmeister Nicolai Friedrich erzählt im Interview, warum er binnen kürzester Zeit eine Online-Show auf die Beine stellte und die Menschen verzaubern wollte. Junge Erwachsene berichten, wie sie nach der Schule ihren ganz persönlichen Lebensweg fanden. Wir informieren auch über neue Ärzte im Stadtteil, neue Pläne für Sportstätten und ein neues Restaurant.

Es gibt also viele tolle Geschichten und Informationen rund um den wohl schönsten Stadtteil Frankfurts in diesem Magazin. Lassen Sie sich einfach überraschen!

Die MAINRiedberg-Magazine werden in Frankfurt-Riedberg verteilt und liegen bei unseren Kooperationspartnern in angrenzenden Stadtteilen, sowie in Cafés und Gaststätten, Arztpraxen und sozialen Einrichtungen kostenlos zum Mitnehmen aus. Sollten Sie in den nächsten Tagen kein neues Magazin bekommen oder Nachfragen haben – eine Nachricht an mail@main-riedberg.de genügt.

Viel Spaß beim Lesen wünscht

Ihr Team von MAINRiedberg

Foto: MAINRiedberg

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Führungswechsel im Ortsbeirat

Gereizte Stimmung in der ersten Sitzung: Ulrike Neißner (Grüne) konnte sich bei einer Stichwahl um den Vorsitz im Ortsbeirat 12 überraschend gegen die bisherige Ortsvorsteherin Carolin Friedrich (CDU) durchsetzen. Die CDU, weiter stärkste Fraktion im Ortsbeirat, ging auch bei anderen Ämtern leer aus.

Im Ortsbeirat wird oft betont, dass die Anliegen der Bürgerinnen und Bürger im Fokus stehen und statt Parteipolitik die konstruktive Arbeit für Kalbach und Riedberg das gemeinsame Ziel ist. Bei der ersten Sitzung nach der Kommunalwahl war von Konsens wenig zu spüren. Am Freitag kurz nach 20 Uhr, als klar wurde, dass sich die bisherige Ortsvorsteherin Carolin Friedrich (CDU) nach neun Jahren in diesem Amt einer Gegenkandidatin stellen muss, wurde die Stimmung zunehmend gereizter.

Ist eine Vorstellung gewünscht? Als große Zustimmung kam, hatte zuerst Carolin Friedrich das Wort. Die 53-Jährige, Angestellte der Goethe-Universität und Mutter von drei erwachsenen Kindern, ist im März erstmals in den Römer gewählt worden. Sie verwies auf ihr gutes Wahlergebnis in der Stadt und im Ortsbezirk, auf Erfolge der vergangenen Jahre und erklärte ohne Umschweife: „Ich würde gerne weitermachen.“ Ulrike Neißner von den Grünen war zeitweise schon stellvertretende Ortsvorsteherin, ehe sie auch aus Zeitgründen das Amt aufgab. Nachdem die Diplomsoziologin und Mutter von vier Söhnen nun weniger beruflich eingebunden ist und „freie Kapazitäten“ hat, möchte sie „neutrale Moderatorin“ im Ortsbeirat sein. Ein Seitenhieb auf die bisherige Ortsvorsteherin? Neißner sagte weiter nur: „Ich bin nicht allwissend, aber ich lerne gerne dazu.“

So lief die Stichwahl

Ist eine geheime Abstimmung gewünscht? Auch da gab’s den entsprechenden Antrag. Stühlerücken, Geraschel, kleine Sichtschutzwände aus Pappe wurden aufgestellt – dann wurde gewählt. Ulli Neißner gewann mit zehn zu neun Stimmen. Neben den fünf Voten aus ihrer Fraktion vermutlich noch mit den Stimmen von SPD (3), Linke (1) und der neuen paneuropäischen Partei Volt (1).

Während die SPD später eine „progressive Mehrheit“ feiert, sprach Sascha Vogel, Fraktionsvorsitzender der CDU, von einer „perfekten Choreographie“. Von einem drehbuchartigen Ablauf, der stark darauf hindeute, „dass hier alle interessanten Positionen schon vorher im Hinterzimmer ausgemacht wurden“. Auch bei der Wahl um den Posten der stellvertretenden Ortsvorsteherin und dem Amt des parlamentarischen Schriftführers ging die CDU als stärkste Fraktion leer aus. Die CDU-Kandidaten unterlagen gegen Susanne Kassold (SPD) und den neuen Riedberger Ortsbeirat Nico Richter von Volt.

FDP warnt vor „Frust-Erlebnis“

Der Vorwurf der CDU, dass hier die neue Römerkoalition quasi die parlamentarischen Gepflogenheiten missachtet, hinkte. Denn die FDP vertrat offensichtlich eine andere Position. Der Ortsbeirat und Frankfurter FDP-Vorsitzende Thorsten Lieb hatte mehrmals angemahnt, dass er es „nicht für klug hält, die CDU im Ortsbeirat als stärkste Fraktion außen vor zu lassen“. Er sehe mit Sorge auf Diskussionen in den nächsten fünf Jahren und warnte davor, dass genau solche Personaldebatten schon in der 1. Sitzung nach der Kommunalwahl „ein Frust-Erlebnis“ bei den Bürgerinnen und Bürgern schaffen.

Die Blumen für die Wahlsiegerin Ulrike Neißner und die bisherige Ortsvorsteherin Carolin Friedrich waren schon vorbereitet. Zeit für politische Arbeit blieb in der öffentlichen Sitzung am Freitag keine mehr. Die Vorstellung der Kandidaten und die anschließenden geheimen Abstimmungen im Ortsbeirat 12 dauerten bis kurz nach 21.30 Uhr. Wenige Minuten später wurden die Bürger im Publikum gebeten, den Saal zu verlassen. Damit sie pünktlich vor Beginn der Ausgangssperre zu Hause sind.

Foto oben: CDU Kalbach-Riedberg / Grüne Kalbach-Riedberg

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Versuchter Raubüberfall im Frischezentrum

Drei unbekannte Täter wollten am Donnerstag zur Mittagszeit einen Lebensmittelhändler im Frischzentrum in Kalbach überfallen. Ihr Fluchtfahrzeug hatte keine Nummernschilder.

Gegen 12 Uhr fuhr plötzlich ein silberfarbener oder dunkelgrauer Audi A5/A6 auf das Gelände des Frischezentrums in der Josef-Eicher-Straße. Direkt vor dem Zugang eines Lebensmittel-Großhändlers stiegen zwei Männer aus, liefen ins Büro und attackierten den Angestellten mit Pfefferspray und Schlägen. Ohne Beute sprangen die Täter wieder ins Auto und fuhren über die Ausfahrt davon. Auffällig war, dass das Fluchtfahrzeug keinerlei Nummernschilder hatte. Die Kriminalpolizei geht davon aus, dass diese im Nahbereich des Frischzentrums abmontiert, beziehungsweise später wieder angebracht wurden.

Polizei sucht Zeugen

Die Polizei sucht jetzt Zeugen, die genau diesen Vorgang des Ab- und Anschraubens der Kennzeichen gesehen haben. Hat jemand auch den versuchten Raub beobachtet? Die beiden Täter, die aus dem Auto ausgestiegen waren, konnten wie folgt beschrieben werden: Ein Mann soll etwa 1,80 Meter groß sein, war vermummt, trug einen weißen Kapuzenpulli, dunkle Jacke, dunkle Jogginghose, schwarze Schuhe und Arbeitshandschuhe. Der zweite Täter soll ebenfalls 1,80 Meter groß sein, war vermummt, trug eine dunkle Kapuzenjacke und dunkle Hose, schwarze Schuhe und Arbeitshandschuhe.

Die Polizei verteilt zur Stunde Plakate mit einem Zeugenaufruf in Tatortnähe. Hinweise bitte an das Kommissariat 12 unter der Telefonnummer: 069 – 755 51299.

Foto: Polizei

Mit diesem Plakat sucht die Frankfurter Polizei nach Zeugen Foto: Polizei

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Zahl der Riedberger steigt – trotz Pandemie

Das Wachstum der Frankfurter Bevölkerungszahl stagnierte 2020 nahezu, auch bedingt durch die Corona-Pandemie. Die Einwohnerzahlen in Riedberg und Kalbach aber steigen weiterhin.

Zum Jahresende hatte Frankfurt exakt 758.847 Einwohnerinnen und Einwohner. Mit einem Plus von 273 Personen entspricht die Zahl etwa dem Vorjahresniveau. Während in der ersten Jahreshälfte 2020 trotz der aufkommenden Corona-Pandemie noch ein Anstieg um 343 Personen verzeichnet wurde, sank die Zahl der Frankfurterinnen und Frankfurter in der zweiten Jahreshälfte um 70 Personen. Der Hauptgrund für diese Entwicklung dürften die erheblichen Einschränkungen der Mobilität der Bürgerinnen und Bürger in Folge der Pandemie sein. Dementsprechend gab es auch weniger Arbeitsplatzwechsel und damit einhergehende Zuzüge nach Frankfurt, auch aus dem Ausland. 2019 war noch ein Plus von 10.726 Einwohnerinnen und Einwohner verzeichnet worden.

Mehr als 22.000 Einwohner in Riedberg und Kalbach

Riedberg und Kalbach aber wachsen weiter – wenn auch nicht mehr so stark wie in den Vorjahren. In unserem Stadtbezirk wohnen jetzt 22.170 Bürgerinnen und Bürger, der Großteil davon in den Neubaugebieten am Riedberg. Das ist ein Plus von 375 Personen. Gleichzeitig müsste man hinzufügen, dass in den nächsten Jahren noch mehrere hundert Haushalte hinzukommen, da noch nicht alle Bauvorhaben beendet sind.

Die Statistik verrät auch: In Riedberg und Kalbach wohnen 11.210 Frauen und 10.960 Männer. 16.960 Einwohnerinnen und Einwohner haben einen deutschen Pass, 1700 kommen aus EU-Staaten, 3500 aus Nicht-EU-Staaten. Frühere Erhebungen haben gezeigt, dass am Riedberg Menschen aus mehr als 100 Nationen wohnen und auch jeder vierte Deutsche einen Migrationshintergrund hat – wir sind damit einer der internationalsten Stadtteile Frankfurts.

Auswirkungen der Corona-Pandemie

Zurück zu den allgemeinen Frankfurter Zahlen: Der Stillstand beim Bevölkerungswachstum spiegelt sich auch in der Zahl der ausländischen Staatsangehörigen wider. Ihr Anteil betrug zum Jahresende 2020 unverändert knapp 30 Prozent. Insgesamt ist die Anzahl der Frankfurterinnen und Frankfurter mit ausländischer Staatsangehörigkeit um 94 auf 227.486 Personen gestiegen, die der deutschen Frankfurterinnen und Frankfurter um 179 auf 531.361.

„Die Auswirkungen der Corona-Pandemie für die Stadt lassen sich deutlich an der Bevölkerungszahl ablesen“, sagt der für Statistik zuständige Stadtrat Jan Schneider. Für 2021 sei zwar damit zu rechnen, dass Frankfurt als Folge der Pandemie und der nach Wahlen üblichen Bereinigung des Melderegisters Einwohnerinnen und Einwohner verliert. Schneider ist aber überzeugt, dass die Stadt nach Ende der Pandemie wegen ihrer Wirtschaftskraft und der attraktiven Lebensbedingungen ihr Wachstum fortsetzen wird.

Detaillierte Zahlen sind in den Ausgaben 7 und 8/2021 von „frankfurt statistik aktuell“ zu finden, die unter http://www.frankfurt.de/statistik_aktuell als kostenlose PDF-Downloads zur Verfügung stehen und hier beigefügt sind.

Photo by Simon Matzinger on Unsplash

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Demenzzentrum dankt für Unterstützung

Corona stellt auch soziale Initiativen vor große Probleme. Das Demenzzentrum „TrotzDem-Aktiv“ in Kalbach dankt deshalb für die schnelle und unkomplizierte finanzielle Unterstützung aus dem Budget des Ortsbeirats 12 und dem Magistrat der Stadt Frankfurt.

Hier heißen die Senioren „Gäste“. Und an der großen Wand im Flur hängt neben den Bildern von Betreuern und Aktivitäten ein Schild mit dem Satz „Die Würde der Demenzkranken ist unantastbar“, frei nach dem ersten Artikel des Grundgesetzes. Die Arbeit und das Engagement von TrotzDem-Aktiv in Frankfurt-Kalbach ist für Angehörige und Betroffene seit Jahren eine wichtige Stütze, über die Stadtteilgrenzen hinaus. Doch auch das Demenzzentrum ist von den Folgen der Pandemie betroffen, zumal man in den vergangenen Monaten eine Umstrukturierung und die Trennung der Tagespflege vom Angebot der häuslichen Einzelbetreuung wagte. Plus den Schritt vom gemeinnützigen Unternehmen zu einem Verein.

Ausgerechnet während der zweiten Corona-Welle gab es dadurch weniger Einnahmen bei höheren Personalkosten – denn durch die Umstrukturierung wurde eine weitere Pflegefachkraft plus Pflegedienstleitung benötigt. Hinzu kam, dass in der zweiten Welle  wieder alle Zusatzangebote  wie Sport, Kunstprojekte oder Besuche beim Lernbauernhof Rhein-Main eingestellt werden mussten. Ebenso die drei Angehörigengruppen. Dank der finanziellen Unterstützung von Ortsbeirat und Stadt kann das Zentrum jetzt beispielsweise endlich die Angehörigengruppen online anbieten.

Das ist das Demenzzentrum „TrotzDem-Aktiv“

Für Initiatorin Hannelore Schüssler (72) war die Gründung des Betreuungszentrums 2015 eine Herzensangelegenheit, obwohl sie selbst schon im Rentenalter war. Bei ihrem früheren Arbeitgeber war sie für den Aufbau solcher Tagesbetreuungsgruppen zuständig, als diese aber nach und nach als unrentabel geschlossen werden sollten, nahm sie die Angelegenheit selbst in die Hand. „Ich habe auch privat Erfahrungen mit der Betreuung von Dementen und weiß, wie wichtig es für die Angehörigen ist, mal für ein paar Stunden pro Tag entlastet zu werden. Als die Anfrage von der evangelischen Miriamgemeinde in Kalbach kam, die Untermieter für das Gemeindezentrum suchten, habe ich die Initiative ergriffen.“ Kein selbstverständliches Engagement, das 2019 unter anderem mit dem Bürgerpreis der Stadt Frankfurt belohnt wurde.

Der Tagesablauf bei TrotzDem-Aktiv wird in der Tagespflege ganz individuell gestaltet. Ab 9 Uhr kommen die Gäste an, ein eigener Fahrdienst holt sie nach Wunsch ab. In der Einrichtung sind ehrenamtliche und hauptamtliche Betreuer für sie da. Dann wird gespielt, gebastelt, sich unterhalten oder zusammen gekocht. Die Selbstständigkeit soll so lange wie möglich erhalten bleiben

Auch die Betreuung zu Hause ist möglich

Neben der „Tagespflege“ ist nun auch das Angebot einer Einzelbetreuung zu Hause möglich. Die Trennung der beiden Bereiche innerhalb des Demenzzentrums ist inzwischen vollzogen. Die Abrechnung mit den Pflegekassen und der Stadt Frankfurt ist in beiden Bereichen vorhanden. Die Vereinsgründung hat noch im Dezember stattgefunden, die Satzung ist anerkannt. Nun wartet man noch auf den Eintrag im Vereinsregister, der Pandemie-bedingt länger dauert.

Weitere Informationen unter www.trotzdem-aktiv.de

Foto: MAINRiedberg Magazin

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Trickdiebstahl in Kalbach

Teil eines Polizeiwagens

Gemeine Betrüger-Masche: Trickdiebe gaben sich als Mitarbeiter einer Apotheke aus und verschafften sich so Zutritt zur Wohnung einer 80-Jährigen in Kalbach.

Am Dienstag gegen 16.25 Uhr klingelte es an der Wohnungstür einer 80-jährigen Frau in der Kalbacher Hauptstraße. Vor der Tür stand ein Paar, welches gegenüber der 80-Jährigen angab, von einer hiesigen Apotheke zu sein. Schließlich drängten sie an der Geschädigten vorbei ins Wohnzimmer. Dort wurde dann der Puls der Geschädigten gemessen und nach weiteren Gesundheitsdaten gefragt. Als der Mann das Wohnzimmer verließ, wurde die Geschädigte unruhig. Sie ertappte ihn dabei, als er mit einer Klarsichthülle aus der Küche kam. Anschließend ging alles sehr schnell und das Pärchen verließ die Wohnung.

Die Geschädigte musste nun feststellen, dass man ihre Handtasche durchwühlt und daraus das Portemonnaie mit etwa 55 Euro Bargeld, die Gesundheitskarte sowie den Personalausweis gestohlen hatte.

Diese Täter werden gesucht

Das Paar wird wie folgt beschrieben: Der Mann soll 45 bis 50 Jahre alt und korpulent sein. Er trug eine schwarze Mütze, eine schwarze Jacke und eine schwarze Hose. Heller Teint, Dreitagebart. Die Frau soll ca. 40 Jahre alt und korpulent sein. Sie trug ebenfalls eine schwarze Mütze, eine schwarze Jacke, schwarze Handschuhe und eine hellblaue Mund-Nasen-Bedeckung. Sie hat offenbar einen hellen Teint und spricht akzentfrei Deutsch.

Sachdienliche Hinweise nimmt die Frankfurter Kriminalpolizei unter der Telefonnummer 069/755-52499 oder jede andere Polizeidienststelle entgegen.

Foto: Maximilian Scheffler on Unsplash

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