Schlagwort: Feuerwehr

Neuer Führungsdienst der Feuerwehr Frankfurt im Einsatz

CBRN-Einsatzstelle

Als großer Chemiestandort verzeichnet Frankfurt einen hohen Umschlag an Gefahrgut, sowohl auf der Straße und der Schiene, als auch auf dem Wasser. Um auf Unfälle gut vorbereitet zu sein, ist die Feuerwehr Frankfurt seit jeher im Bereich Umweltschutz breit aufgestellt. Ab dem 02.01.2024 ist ein neuer Führungsdienst im Einsatz, mit dem die Feuerwehr Frankfurt bei Alarmierungen aufgrund chemischer, biologischer, radiologischer oder nuklearer (CBRN) Gefahren ein noch schnelleres und sicheres Eingreifen gewährleistet.

„Der neue Führungsdienst C5 wird in Zukunft unter anderem als CBRN-Fachberater bereitstehen. Für diese Zusatzaufgabe werden Kollegen besonders ausgebildet“, berichtet Dr. Sebastian Foraita, Sachgebietsleitung Grundsatz und Umweltschutz. „Nicht nur als Chemiestandort, sondern auch als Metropolregion mit regelmäßigen Großereignissen, wie zum Beispiel der bevorstehenden Fußball-Europameisterschaft 2024, ist die Vorbereitung auf Einsätze mit gefährlichen Stoffen von großer Bedeutung.“

Der neue C-Dienst 5 entsteht aus einer internen Umstrukturierung. 13 Kollegen haben die freiwillige Zusatzweiterbildung absolviert. Regelmäßige Übungen und Fortbildungen bereiten sie auf den Ernstfall vor. Der C5 ist ab sofort im 24h-Dienst aktiv. Er übernimmt reguläre C-Dienst-Aufgaben, die Fachberatung für CBRN-Gefahren sowie die Leitung der Befehlsstelle. Hier koordiniert die Einsatzleitung komplexe Lagen und gewährleistet reibungslose Abläufe.

Neben der Schulung der Einsatzkräfte wird auch technisch und logistisch aufgestockt. In der Leitstelle am Hauptsitz der Feuerwehr Frankfurt wurde bereits eine neue Messzentrale eingerichtet. Darüber hinaus soll im kommenden Jahr zusätzliche Messtechnik angeschafft werden.

„Gefährdet ein chemischer, biologischer, radiologischer oder nuklearer Stoff die Bevölkerung, müssen wir schnellstmöglich die potenziellen Folgen und die Entwicklung der Situation analysieren. Dafür steht uns modernste Messtechnik zur Verfügung“, erklärt Andreas Ruhs, Direktionsbereichsleitung Exekutiver Schutz und Rettung. „Insbesondere wenn wir es mit einem unbekannten Stoff zu tun haben, benötigen wir Geräte für komplexe Analysen. Um für Frankfurt und die Region noch besser aufgestellt zu sein, werden wir in den kommenden Monaten in Analysetechnik investieren. Dabei orientieren wir uns an den Standards der Analytischen Task Force Deutschland.“

Die Messfahrzeuge der Feuerwehr Frankfurt sind auf den Feuerwachen 1 (Eckenheim) und 10 (Nieder-Eschbach) stationiert und stets einsatzbereit. Die nächsten Standorte, die Expertise und Geräte für CBRN-Schutz in diesem Umfang vorhalten, liegen Richtung Süden in Mannheim und Richtung Norden in Köln. Dementsprechend unterstützt die Feuerwehr Frankfurt auch bei Mess-Einsätzen über das Stadtgebiet hinaus.

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Hedderheim: Feuer macht Wohnung unbewohnbar

Feuerwehr - Notrufnummer

Heute gegen 0:30 Uhr meldet eine Bewohnerin ein Feuer in der Küche in der Serverusstraße.

Vor Ort wird durch die Einsatzkräfte sofort die Brandbekämpfung im 1.OG begonnen und das Wohngebäude geräumt.

Zwei Trupps bekämpfen das Feuer, eine Ausbreitung auf andere Wohnungen konnte verhindert werden. Die Brandwohnung ist nicht mehr bewohnbar.

Die Bewohnerin wurde vom RD betreut und extern untergebracht.

Die übrigen Hausbewohner konnten zurück in das Gebäude.

Vor Ort war ein Rettungswagen, die Freiwillige Feuerwehr Heddernheim, sowie die Wachen 1und 21 der Berufsfeuerwehr – mit insgesamt 28 Einsatzkräften.

Rückfragen bitte an:

Feuerwehr Frankfurt am Main
Informations- u. Kommunikationsmanagement
Florian Erbacher
Feuerwehrstraße 1
60435 Frankfurt am Main
Telefon: 0170 / 338 2008 (PvD)
E-Mail: pressestelle.feuerwehr@stadt-frankfurt.de
Internet: http://www.feuerwehr-frankfurt.de

Original-Content von: Feuerwehr Frankfurt am Main, übermittelt durch news aktuell

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Niederursel: Wohnungsbrand durch brennende Gasflasche

Feuerwehr - Notrufnummer

Gegen 20 Uhr wurde am Samstag (14.10.23) der Leitstelle der Berufsfeuerwehr Frankfurt ein Brand auf einem Balkon in der Niederurseler Landstraße gemeldet.

Aufgrund der Vielzahl an Anrufern und der geschilderten Meldebilder von gefährdeten Personen im betroffenen Objekt, wurde das Stichwort „Feuer 3 – Menschenleben in Gefahr“ alarmiert.

Beim unmittelbaren Eintreffen der ersten Feuerwehreinheiten stand eine Gasflasche auf einem Balkon im 3. OG und das Inventar auf dem Balkon in Vollbrand. Das Feuer hatte sich in Teilen bereits auf die dazugehörende Wohnung ausgebreitet und drohte auf darüberliegende Stockwerke überzuschlagen.

Durch einen direkten und massiven Löschangriff über eine Drehleiter konnte die Ausbreitung unterbunden werden. Drei weitere, auf dem Balkon gelagerte Gasflaschen wurden von außen gekühlt, sodass ein Übergreifen des Feuers und ein möglicher, explosionsartiger Druckgefäß-Zerknall verhindert werden konnte.

Drei Trupps unter Atemschutz kamen im Inneren des Gebäudes zum Einsatz. Mit zwei Rohren wurde die Brandbekämpfung in der betroffenen Wohnung vollzogen und die Kühlmaßnahmen auf dem Balkon in Folge unterstützt. Der Treppenraum in dem 9-geschossigen Objekt wurde durch Kräfte unter Atemschutz auf betroffene oder verletzte Personen durchsucht. Es kam im gesamten Objekt zu einer umfänglichen Ausbreitung des Brandrauches. Dieser wurde im weiteren Einsatzverlauf mittels elektrischer Lüfter aus dem Gebäude entfernt.

In Summe wurden drei Personen leicht verletzt. Sie wurden vor Ort durch den Rettungsdienst in Empfang genommen und erstversorgt.

Zur Höchstzeit waren über 60 Einsatzkräfte der Berufs- und Freiwilligen Feuerwehr sowie des Rettungsdienstes im Stadtteil Niederursel tätig. Schon nach kurzer Einsatzdauer konnte „Feuer aus“ gemeldeten werden. Die erforderlichen Nachlöscharbeiten und das Kühlen der Gasflaschen, sowie umfängliche Arbeiten zur Brandnachbereitung dauerten jedoch insgesamt über 3 Stunden an. Die Brandwohnung, sowie die betroffenen Balkone im 3. und 4. Obergeschoss sind aufgrund der Feuerausbreitung nicht bewohnbar bzw. nutzbar.

Gegen 23 Uhr konnte die Einsatzstelle abschließend an die Polizei, durch den feuerwehrtechnischen Einsatzleiter übergeben werden. Eine Schadenssumme konnte zu diesem Zeitpunkt noch nicht beziffert werden. Die Brandursachenbewertung wird Teil der kriminaltechnischen Ermittlungen durch die Polizei Frankfurt sein.

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Die Feuerwehr im Kampf gegen die Wassermassen in Frankfurt

Teamwork und Leitung in der zentralen Leitstelle der Berufsfeuerwehr FFM

Brandschutzdezernentin Annette Rinn sagte nach Abschluss der Unwettereinsätze: „Die starken Gewitter über unserem Stadtgebiet haben erneut gezeigt, wie leistungsfähig alle an der Gefahrenabwehr Beteiligten sind. Die Einsätze haben sich bis heute, am Freitagvormittag vor allem wegen der überfluteten Keller hingezogen. Ich danke allen Einsatzkräften und Helfern für die vielen, stundenlangen und hilfreichen Einsätze gegen die Wassermassen. Auch hat sich mit diesem Ereignis gezeigt, wie wichtig und richtig es war, die Zentrale Leitstelle der Feuerwehr zu modernisieren und personell aufzustocken.“

550 Unwettereinsätze bewältigten die Einsatzkräfte insgesamt seit Mittwochabend. Eine unglaublich hohe Zahl im Vergleich zu einem normalen Frankfurter Tag, an dem diese Summe von Einsätzen über 24 Stunden verteilt anfällt. Das alles „on top“ zum Tagesgeschäft zu koordinieren ist Aufgabe der Zentralen Leitstelle, der trockenen Seite des Unwetters.

Diese Leitstelle wurde erst vor zwei Wochen nach einer umfassenden Sanierung neu eröffnet: größere Räumlichkeiten, mehr Arbeitsplätze und eine personelle Aufstockung an der Notrufnummer »112«. An einem normalen Wochentag sind hier abends noch 7 Einsatzbearbeiter an ihrem Platz und koordinieren die Einsätze für Frankfurt.

Vier weitere Disponenten haben Inhouse-Rufbereitschaft und können bei großen Einsätzen sofort verstärken. Der Lagedienst führt das Team, das seit Januar 2023 in 24-Stunden-Schhichten arbeitet. Seine Aufgabe: die Lage im Blick behalten, Veränderungen bewerten, auf Entwicklungen reagieren.

Genau das geschah am Mittwoch, als um 20:30 Uhr ein heftiges Unwetter über Frankfurt zieht und im Verlauf des Abends mit Wassermassen für einen stundenlangen Großeinsatz sorgt. Vollalarm für alle Freiwilligen Feuerwehren in Frankfurt, Einsatz für THW und DLRG, Alarm für die 12 Wachen der Berufsfeuerwehr.

Das sind die Menschen, die für ihren Einsatz nass werden, die hinausfahren und unmittelbar vor Ort helfen. Der Notruf »112« explodierte förmlich. Ein Dashboard unterstützte den Lagedienst. Es zeigte, dass die Notrufe um mehr als das 10-fache im Vergleich zu sonst anstiegen.

Zentrale Leitstelle: Notrufzahlen explodieren förmlich

Notrufzahlen explodieren förmlich, © Berufsfeuerwehr FFM

Der Lagedienst löst den Alarm für die Inhouse-Bereitschaft und dienstfreie Kollegen der Leitstelle aus der Freizeit aus. Innerhalb kürzester Zeit wurde das Team auf 25 Disponenten aufgestockt und alle Plätze besetzt. Damit konnte die hohe Zahl der Notrufe deutlich schneller bearbeitet und in Not befindlichen Menschen geholfen werden.

Denn auch in einer solchen Lage gibt es Menschen in akuter Lebensgefahr. Am Klingeln des Notruftelefons ist leider nicht zu erkennen, ob Anrufende „nur“ einen überflutenden Keller oder einen lebensbedrohenden Notfall melden wollen. Die Arbeit in der Leitstelle ist Teamwork, das höchste Konzentration erfordert, aber es ist immerhin die „trockene Seite des Unwetters“.

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Feuerwehr: Zahlreiche Unwettereinsätze bewältigt

Unwetterfolgen vom 17.08.2023 in Niederursel

Die schweren Unwetter in der vergangenen Nacht führten in Frankfurt zu zahlreichen Einsätzen von Feuerwehr und anderen Rettungskräften. Die Berufs- und freiwillige Feuerwehr, das Technische Hilfswerk (THW) und die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) waren im Einsatz, um den Bürgern in Notsituationen zur Hilfe zu kommen.

Insgesamt wurden zwischen 21 Uhr und 5 Uhr morgens über 500 Einsätze verzeichnet. Dabei handelte es sich unter anderem um:

  • 17 Brände kleineren Ausmaßes wie Brandmeldeanlagen oder Rauchentwicklungen durch Wasser in der Elektroverteilung.
  • 357 Wassereintritte in Gebäude
  • 17 umgestürzte Bäume

Die Einsatzkräfte waren bis in die frühen Morgenstunden im Einsatz. Aufgrund der Vielzahl von Notrufen wurde die Schichtstärke der Leitstelle um dienstfreies Personal ergänzt. Dadurch konnte eine schnelle und effiziente Koordination der Einsätze gewährleistet werden.

Die Feuerwehr Frankfurt bedankt sich bei allen Einsatzkräften für ihren unermüdlichen Einsatz und ihre Professionalität. Besonders hervorzuheben ist die gute Zusammenarbeit mit dem THW und der DLRG, die ebenfalls einen wichtigen Beitrag zur Bewältigung der Unwetterlage geleistet haben.

Die Feuerwehr Frankfurt appelliert an die Bevölkerung, bei Unwetterlagen besondere Vorsicht walten zu lassen und die Anweisungen der Einsatzkräfte zu befolgen. Nur so kann eine effektive Hilfe gewährleistet werden.

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hatte (auch über die NINA-Warnapp) gewarnt mit Blick auf das schwere Gewitter:

  • vor heftigem, lokal auch extremem Starkregen mit Mengen zwischen 30 und 60 Litern pro Quadratmeter.
  • mit teils schweren Sturmböen.
  • mit Hagel mit einem Durchmesser von bis zu 2 Zentimetern

Erst heute Morgen um 8 Uhr endete die Unwetterwarnung des DWD.

Der Frankfurter Südbahnhof war vollgelaufen. Am Flughafen waren zahllose Flüge ausgefallen. Besonders betroffen waren die Frankfurter Stadtteile Sachsenhausen, Niederrad und Zeilsheim. Menschen mussten aus einer überfluteten U-Bahn gerettet werden, in die Wasser eingedrungen war.

Während südlicher gelegene Stadtteile vom Unwetter intensiver betroffen worden sind, kam der Norden etwas glimpflicher davon, da eher am Rand der Gewitterzelle gelegen.

Nur Niederursel bekam wieder mal die Entwässerung der Taunushänge über den Urselbach ab. In der Spielsgasse staute sich das Wasser kniehoch. Mit Sandsäcken versuchten die Bewohner der Flut Herr zu werden.

Unwetterfolgen vom 17.08.2023 in Niederursel

Sandsäcke zum Schutz vor der Überflutung

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Weltkriegsbombe am „Frankfurter Berg“ gefunden. Entschärfung noch heute.

Weltkriegsbombe

Eine 250-Kilo-Weltkriegsbombe wurde heute Vormittag während Bauarbeiten im Bereich „Im Hilgenfeld“, westlich der S-Bahn-Station „Frankfurter Berg“, im gleichnamigen Frankfurter Stadtteil gefunden. Die Entschärfung der Bombe ist für heute, Mittwoch, den 17. Mai, vorgesehen.

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Hilgenfeld

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Hilgenfeld 50.171766, 8.669660

Aufgrund der Gefahr für Leib und Leben, die im Falle einer Detonation besteht, muss die Bombe laut Kampfmittelräumdienst des Landes Hessen (RP Darmstadt) noch heute unschädlich gemacht werden. Der Bereich musste bis 16:00 Uhr verlassen werden.

Der Evakuierungsbereich von 500 Metern Radius um die Bombe „Im Hilgenfeld“ wurde vom Kampfmittelräumdienst festgelegt. Die A 661, die Homburger Landstraße und der Berkersheimer Weg liegen außerhalb des Sperrbereiches und dürfen somit weiterhin befahren werden. Der Bahnverkehr auf der betroffenen Strecke wird ab 18:00 Uhr eingestellt. Betroffen sind rund 1.800 Menschen.

Die Feuerwehr hat eine genaue und interaktive Karte mit Suchfunktion erstellt, mit deren Hilfe Anwohnende und Unternehmen prüfen können, ob sie von der Evakuierung betroffen sind: https://feuerwehr-ffm.de. Eine Betreuungsstelle ist bei der Johanniter-Unfall-Hilfe in der Berner Straße 103-105 eingerichtet.

Transporthilfe für eingeschränkt gehfähige Personen, die im Evakuierungsbereich wohnen, wird ebenfalls von der Feuerwehr koordiniert. Wer Hilfe benötigt, sollte sich schnellstmöglich telefonisch beim eingerichteten Bürgertelefon melden unter: 069-212-111.

Polizei und Stadtpolizei werden ab 16 Uhr kontrollieren, ob der Bereich vollständig geräumt ist und diesen bis zum Ende der Maßnahmen sperren. Hierzu kommt auch ein Hubschrauber der Polizei zum Einsatz. Wann die eigentlichen Entschärfungsarbeiten des Kampfmittelräumdienstes beginnen können, und wie lange diese dauern werden, kann zu diesem Zeitpunkt noch nicht gesagt werden.

Aktuelle Informationen werden auf www.feuerwehr-frankfurt.de veröffentlicht. Die Stadt Frankfurt, Feuerwehr und Polizei informieren auch auf ihren Twitter-Kanälen: www.twitter.com/Stadt_ffm, www.twitter.com/feuerwehrffm bzw. www.twitter.com/polizei_ffm.


Nachrichtlich: Um kurz vor 19 Uhr konnte der Kampfmittelräumdienst Hessen die Entschärfung der 250-Kilo-Weltkriegsbombe als erfolgreich abgeschlossen melden. Alle von der Evakuierung betroffenen Anwohnerinnen und Anwohner konnten den Weg nach Hause antreten. Die Evakuierung verlief ohne nennenswerte Vorkommnisse. Wenige mobilitätseingeschränkte Menschen mussten eine Transporthilfe in Anspruch nehmen.

An den Maßnahmen waren der Kampfmittelräumdienst vom Regierungspräsidium Darmstadt, das Frankfurter Ordnungsamt mit der Stadtpolizei, die Feuerwehr Frankfurt mit haupt- und ehrenamtlichen Kräften, das Gesundheitsamt, die Hilfsorganisationen Deutsches Rotes Kreuz, Johanniter-Unfall-Hilfe sowie die Polizei beteiligt. Rund 200 Einsatzkräfte waren von Polizei, Feuerwehr und Hilfsorganisationen aus Frankfurt im Einsatz.

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Das Brandschutzinformationszentrum der Feuerwehr

Kinder im Brandschutzerziehungszentrum

Die klassische Brandschutzerziehung hatte für die Feuerwehr Frankfurt schon immer einen hohen Stellenwert. Über Gefahren aufzuklären gehört zu ihrem Auftrag, aber gerade kleine Bürger sind eine besonders wichtige Zielgruppe. Seit einiger Zeit können Gruppen eine nach pädagogischen Gesichtspunkten aufwendig gestaltete Ausstellung bei der Feuerwache 1 in Eckenheim besuchen.

Welche Brandgefahren gibt es zu Hause? Eine Kindergruppe steht vor einem großen grauen Kasten, in dem ein Wohnzimmer nachgebaut ist. Der Vorhang hängt über einer Stehlampe, die ein beschädigtes Kabel hat und wenn man genau hinsieht, hat irgendjemand an der Decke den Rauchmelder abgeklebt. „Die Kleinen kommen oft schneller als Erwachsene drauf, was hier nicht sicher ist“, erklärt Katrin Sgroi, die das Team hinter der Brandschutzausstellung leitet. Als Feuerwehrfrau ist sie auch selbst im Einsatz tätig. Die Kinder hören ihr gespannt zu.

Insgesamt gibt es rund 15 dieser Module, die wie Dioramen eine Gefahrensituation darstellen. Die Kinder können viel anfassen und ausprobieren. Als Großstadtkinder lernen sie etwas über Fluchtwege in großen Gebäuden und dürfen tatsächlich auch einen Hausalarmknopf drücken.

Alle Kästen haben einen Rollvorhang, so können immer gezielt Szenen geöffnet und gemeinsam erarbeitet werden. Dadurch kann die Führung an das Alter und Vorwissen der Gruppe angepasst werden. Im hinteren Bereich der Ausstellung geht es auch um mögliche Gefahren an Silvester und an Bahngleisen.

Eine ganze Ecke in der Ausstellung ist ein Nachbau der Zentralen Leitstelle der Feuerwehr Frankfurt, komplett mit einem echten Disponenten-Tisch. Einer der Kollegen von Katrin Sgroi setzt sich an die Bildschirme, während eines der Kinder an einem richtigen Telefon die 112 wählen darf – und übt, wie es ist, wenn man den Notruf wählt, weil es brennt oder weil jemand einen Unfall hatte und den Rettungsdienst braucht. Die Kinder lernen, welche Informationen die Leitstelle benötigt und dass man mit dem Auflegen warten soll, falls der Mitarbeitende in der Leitstelle noch Fragen hat.

Es steht auch eine lebensgroße Puppe mit dicker, dunkler Schutzkleidung und Atemschutzgerät in der Halle. Auf Knopfdruck erklingt das Geräusch, das es macht, wenn ein Feuerwehrmann oder eine Feuerwehrfrau durch die typische, dicke Atemschutzmaske atmet. Man denkt sofort an „Darth Vader“. Es ist sinnvoll, dass Kinder diese Eindrücke sammeln, bevor es zum Ernstfall kommt, wenn es z. B. in der Wohnung brennt. „Dann nicht wegrennen und unter dem Bett verstecken. So sehen wir aus, wir kommen und helfen“, sagt Sgroi.

Anders als Verkehrserziehung ist Brandschutzerziehung für Grundschulen nicht vorgeschrieben, für Kindergärten auch nicht. Deshalb geht die Feuerwehr auf die Einrichtungen zu und wirbt für die wichtigen Themen gerade im jungen Alter. Auch Erzieher- oder Lehrergruppen können sich für spezielle Schulungen anmelden. Das Team um Katrin Sgroi kooperiert außerdem mit dem Frankfurter Struwwelpeter Museum, das mit der Geschichte um Paulinchen auf seine Art ja auch Brandschutzerziehung betreibt.

Die Feuerwehr Frankfurt baut die Ausstellungsinhalte für Erwachsene weiter aus, etwa mit Schulungen zum Thema häuslicher Brandschutz für Senioren oder mit Brandschutzunterweisungen für Pflegekräfte. Deshalb heißt die Halle in Eckenheim mit vollem Namen auch schon Brandschutz- und Bevölkerungsschutz-Informationszentrum (BBI). Auch wenn die Geschichten aus den grauen Kästen jetzt schon viele erwachsene Frankfurter erreichen, wie Katrin Sgroi lächelnd berichtet: „Die Kinder erzählen nämlich zu Hause und erklären dann ihren Eltern, dass man vorsichtig sein muss mit Zigaretten und mit dem kaputten Kabel“.


Auf der Webseite der Feuerwehr Frankfurt können sich Gruppen unkompliziert anmelden www.feuerwehr-frankfurt.de/service/brandschutzaufklaerung.

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Tag der Feuerwehr in Kalbach

Wenn es am Riedberg einmal brennt, kommt unter anderem die Freiwillige Feuerwehr Kalbach zum Einsatz. Die Feuerwehr befindet sich im alten Kalbacher Ortsteil direkt hinter dem Rathaus. Innerhalb der Wehr gibt es verschiedene Abteilungen. Zunächst wird hier nach Alter unterschieden: Minifeuerwehr (bis zum 10. Lebensjahr), Jugendfeuerwehr (bis zum 18. Lebensjahr) und schließlich die Einsatzabteilung. Aktuell sind um die 20 Mitglieder in der Einsatzabteilung, davon etwa 12 aktiv.

Jeden Montagabend ist Übungsdienst angesagt – erst die Jugendfeuerwehr und ab 20 Uhr die Einsatzabteilung. Die Kinder in der Jugendfeuerwehr lernen spielerisch durch Wettbewerbe oder auf Jugendfreizeiten den verantwortungsbewussten Umgang mit den Aufgaben der Feuerwehr. Im Anschluss übt die Einsatzabteilung jede Woche für den Ernstfall, von Wassersaugübungen am Kätcheslachsee, Löschübungen mit Schaum oder Absturzsicherung bis hin zur theoretischen Übung mit den Gerätschaften auf den Löschfahrzeugen.

Einsätze der Freiwilligen Feuerwehr Kalbach

Im Jahr hat die Freiwillige Feuerwehr Kalbach circa 30 Einsätze verteilt auf die Stadtteile Riedberg und Kalbach. Hierbei wird sie meistens von der Berufsfeuerwehr zur Unterstützung hinzugezogen. Die Einsatzzeit beginnt jeden Tag ab 17 Uhr. Bis das erste Fahrzeug die Halle nach der Alarmierung verlässt vergehen nicht mehr als 3 bis 4 Minuten. Die Einsätze reichen vom Löschen eines Feuers, bis hin zu vollgelaufenen Kellern und der Beseitigung von Sturmschäden. Eine Besonderheit der FF Kalbach sind die Seelsorgefahrten. Hierbei stellt die Feuerwehr einen Fahrer, der einen ausgebildeten Seelsorger abholt und zum Einsatzort bringt.

Erst letztes Wochenende ist die FF Kalbach wieder ausgerückt. Hier wurde gegen 22:30 Uhr ein Waldbrand hinter dem Kautenhof am Riedberg gemeldet. Die Berufsfeuerwehr hatte daher um Verstärkung der Freiwilligen Feuerwehr gebeten. An der Einsatzstelle angekommen stellte sich der Brand als ein außer Kontrolle geratenes Lagerfeuer im Waldstück heraus. Den Einsatzkräften gelang es das Feuer unter Kontrolle zu bekommen und zu löschen.

Bild: Instagram Seite der Feuerwehr Kalbach, ff.kalbach

Tag der Feuerwehr

In zwei Wochen, am 04.09, findet ab 11 Uhr der Tag der Feuerwehr in der Freiwilligen Feuerwehr Kalbach statt. Hier sind alle Interessierten jeden Alters eingeladen sich die Feuerwehr einmal aus nächster Nähe anzuschauen. Es wird Kaffee und Kuchen angeboten und für die Kleinen wird eine Hüpfburg und eine Rollenrutsche aufgebaut. Die Jugendfeuerwehr und die Einsatzabteilung demonstrieren mit einer Showübung ihre Aufgaben und Kenntnisbereiche. Außerdem stellt die Feuerwehr im Rahmen einer Fahrzeugschau die einzelnen Fahrzeuge vor; ein Drehleiterfahrzeug der Feuerwehr und ein Rettungswagen von den Johannitern wird hierfür ebenfalls vor Ort sein.

Wie kann ich mitmachen?

Lust auf mehr? Die Freiwillige Feuerwehr freut sich immer über Unterstützung jeglicher Art. Während es bei der Minifeuerwehr mittlerweile sogar eine Warteliste zur Aufnahme gibt, freut sich die Jugendfeuerwehr und die Einsatzabteilung über jedes neue Mitglied. Die bisherige Spannweite an Berufen reicht hier von Handwerker bis hin zum Bänker. Jede Qualifikation ist gefragt und neue Ideen können in der Feuerwehr immer gerne eingebracht werden, sagte der stellvertretende Wehrführer Benjamin Janny dem MainRiedberg. Wer in die aktive Einsatzabteilung eintreten will muss zu Beginn den Grundlehrgang abschließen, der sich insgesamt auf einen Zeitraum von 5 Wochen streckt. Danach gibt es, seit April diesen Jahres wieder in Präsenz, jeden Montag 2 Stunden Übungsdienst. Wem das noch nicht ausreicht, der kann zusätzlich noch ein Amt innerhalb der Wehr übernehmen und so weitere Verantwortung und Aufgaben übernehmen. Voraussetzungen sind hierbei nur das Interesse an der Feuerwehr und der Wohnort im näheren Umkreis.


Weitere Informationen finden sich unter https://ff-kalbach.de/, am Tag der Feuerwehr am 04.09 direkt vor Ort oder man kann gerne jederzeit bei den Übungsdiensten Montagabends einfach vorbeikommen.

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Wohnmobil und Laubsammelstelle in Niederursel abgebrannt

Feuerwehr-Signallicht

Am Dienstagabend, den 26.07.2022, kam es zum Brand eines Wohnmobils der Marke Volkswagen und einer Laubsammelstelle.

Nach aktuellen Ermittlungen kam es gegen 19:30 Uhr im Weißkirchener Weg zu einem bis dato unerklärlichen Brand eines dort geparkten und abgeschlossenen Wohnmobiles.

Einige Minuten nach dem Brand am Wohnmobil teilte ein Zeuge der Polizei mit, dass die Laubsammelstelle auf dem Friedhofsgelände, ebenfalls am Weißkirchener Weg, am Brennen sei.

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Weißkirchener Weg

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Weißkirchener Weg 50.165855, 8.620534

Hierbei konnten zwei männliche Personen, etwa 170 cm groß, auf Fahrrädern beobachtet werden, wovon einer eine Glatze besaß. Die Beiden flüchteten in unbekannte Richtung.

Ob ein Zusammenhang zwischen den beiden Bränden besteht, kann bislang nicht gesagt werden, da die Ermittlungen noch andauern. Der Schaden beim Wohnmobil beläuft sich auf ca. 25.000 Euro.

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Feuerwehr und Rettungsdienste können sich über Arbeitsmangel nicht beklagen

Feuerwehr - Notrufnummer

In den letzten Jahren ist die Arbeitsbelastung für Feuerwehr und Rettungsdienste stetig gestiegen.

Wie sieht das in der täglichen Praxis aus?

07:00 Uhr  Schichtbeginn an einem Samstagmorgen

08:20 Uhr  Die Feuerwehr rückt aus zu einem Brand in Alt-Rödelheim in einer Dachgeschoss Wohnung. Durch den Brand wurden 2 Wohnungen unbewohnbar. Zusammen mit einem Bewohner wurde eine Katze gerettet.
Im Einsatz waren 2 Trupps unter Atemschutz der Freiwilligen Feuerwehr Rödelheim und zwei Trupps der Berufsfeuerwehr Frankfurt.
Im Gebäude musste Strom und Gas abgestellt werden. Bei der Erkundung wurde zudem die Aufklärungsdrohne für Luftbilder eingesetzt.

11:00 Uhr  Wasserrettungseinsatz am Main. Ein Mensch konnte durch Unterstützung der Wasserschutzpolizei das Gewässer wieder lebend verlassen.

15:45 Uhr  Verkehrsunfall in Niederursel. Da eine Person eingeklemmt vermutet wurde, war ein Großaufgebot dorthin unterwegs. Vor Ort waren jedoch bereits alle Personen befreit und konnten direkt durch den Rettungsdienst versorgt werden. Es wurden noch auslaufende Betriebsstoffe aufgenommen.

Zudem kam an diesem Tag eine hohe Anzahl an ausgelösten Brandmeldeanlagen, Kleinbränden sowie Hilfeleistungs-Einsätzen zum Tragen, die dafür sorgten, dass die Feuerwehr ständig im gesamten Stadtgebiet Einsätze bewältigen musste.

Im Rettungsdienst zeigte sich klar die gleiche Tendenz. Im Innenstadtbereich, aber auch in den Stadtteilen kam es zu einem spürbar erhöhten Einsatzaufkommen und hoher Auslastung der verfügbaren Einsatzmittel.

Der Rettungsdienst ist personell am Limit

Die Frankfurter Einsatzkräfte operieren inzwischen personell am Limit. Über die Jahre hinweg haben sich die Aufgaben stetig erhöht. Selbst der Bereichsleiter der Frankfurter Feuerwehr, Markus Röck, spricht von Extrem-Belastungen seiner Kollegen.

Wegen Infektionen oder Quarantäne fallen zum Teil ganze Rettungsdienstmannschaften aus. Auch die Zahl der Rettungsdienstfahrten wegen Covid-Erkrankungen oder Quarantäne erreichen neue Rekordzahlen. Das können dann schon mal 600 Einsätze pro Tag werden, nur aufgrund von Covid-19-Infektionen.

Dazu kommen jahreszeitliche Spitzen. Im Sommer verunglücken viele Menschen bei ihren sportlichen Freizeitaktivitäten. Die Einsatzzahlen liegen inzwischen deutlich höher als vor zwei Jahren, als die Pandemie ausbrach. Erst hatten die Menschen Angst vor Ansteckung im Krankenhaus und wollten daher nicht zu den medizinischen Versorgungszentren transportiert werden.

Inzwischen ist diese Angst ersetzt worden durch die Angst, in den Krankenhäusern keinen Platz mehr zu bekommen. Die personelle Situation in vielen Krankenhäusern ist ebenfalls angespannt. Es gibt Kliniken, die keine Patienten mehr aufnehmen können, weil auch sie am Limit angekommen sind.

Eigentlich sollen die Patienten ja in das nächstgelegene Krankenhaus gebracht werden. Je mehr Krankenhäuser aber überfüllt sind, umso länger werden die Transportwege für die Patienten. Dies werden einige Menschen nicht überleben. Und womöglich sind wir noch nicht am Ende der Spirale angelangt. Wenn jetzt noch ein Großereignis wie damals im Ahrtal dazukommt, …

Missbrauch der Notrufnummern

Leider werden Notrufnummern absichtlich oder aus Unkenntnis missbraucht, sodass wirklich dringende Fälle nicht zeitnah abgearbeitet werden können.

Anrufe wegen Nasenbluten, leichten Schmerzen in der Schulter, Bauchweh sind fehl am Platz. Eine Kontaktaufnahme tagsüber zum Hausarzt, oder außerhalb der üblichen Sprechstunden zum Ärztlichen Bereitschaftsdienst (ÄBD) kann viele Fragen klären. Auch bei schwereren Krankheitsverläufen oder Unfällen sollte der Betroffene oder seine Helfer zuallererst zum Telefon greifen und die bundesweite gültige und kostenlose Nummer 116 117 wählen.

Dort sitzt am anderen Ende der Leitung 24 Stunden rund um die Uhr medizinisch geschultes Personal und kann aus ihrer Dispositionszentrale die richtige Beratung vornehmen und helfen, die nächste geöffnete Zentrale des Ärztlichen Bereitschaftsdienstes zu finden.

Der Notruf 112 ist für lebensbedrohliche Situationen gedacht. Nur bei jedem 10. Anrufer stellen die Ärzte des ÄBD am Telefon tatsächlich einen lebensbedrohlichen Notfall fest. In diesem Fall wird von den Ärzten am Telefon dann sofort unter 112 der Rettungsdienst aktiviert. Hat ein Patient schwere Verbrennungen erlitten, ist bewusstlos oder zeigt Symptome eines Herzinfarktes, sollte der Notruf 112 sofort und direkt gewählt werden. Ohne eine lebensbedrohliche Situation ist der Patient aber in jedem Fall beim ÄBD besser aufgehoben.

Vorbereitung vor dem Anruf

Wer die Nummer des Ärztlichen Bereitschaftsdienstes wählt, sollte Folgendes bereithalten. Die persönlichen Daten von sich selbst und der betroffenen Person. Das heißt, Vorname, Name, Alter und Geburtsdatum. Dazu die Adresse inklusive genauer Angabe von Hausnummer und Stockwerk. Außerdem eine Rückruf-Telefonnummer, den Namen der Krankenkasse und möglichst konkrete und detaillierte Angaben zum Zustand des Patienten. Machen sich die betroffenen Personen auf den Weg zu einer ÄBD-Zentrale sollten sie ebenfalls wichtige Dokumente dabeihaben. Dazu gehört die Krankenversicherungskarte, Befundberichte und – wenn vorhanden – der Plan zur Medikation.

Selbsthilfe – Nächstenhilfe

Was ist, wenn Ihnen was passiert und kein Telefon oder Handy ist in der Nähe. Da kann „Erste Hilfe“ mit lebensrettenden Sofortmaßnahmen essenziell wichtig werden. Doch diese Ersthilfe muss regelmäßig geübt werden. Eine günstige Möglichkeit sind Online-Auffrischungskurse, die sogar kostenlos angeboten werden. (https://www.erstehilfe-onlinekurs.de/)

Bei Präsenzkursen mit üblicherweise 9 Lerneinheiten a 45 Minuten sind etwa 50 Euro Teilnahmegebühr einzukalkulieren. Sie werden von den meisten Rettungsdiensten angeboten. Alle zwei Jahre sollte man seine Kenntnisse wieder auffrischen. In einer Gruppe macht das Lernen meist sogar viel Spaß.


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