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Der Lahme Esel bekommt einen Bruder – „Die Eselei“!

Die Kult-Gaststätte „Zum Lahmen Esel“ in Niederursel kennt fast jeder in Frankfurt. Jetzt startet Esel-Gastronom Thomas Metzmacher ein zweites mutiges Projekt: Er hat mitten in der Corona-Krise ein Ladengeschäft umgebaut und wird im NordWestZentrum ein Lokal mit frischer, regionaler Küche und Biergarten eröffnen. Der Name: „Die Eselei“!

Ein Mal Doppelherz, bitte! Diese gute, alte Herz-Arznei könnte Gastronom Thomas Metzmacher jetzt ziemlich gut gebrauchen. Schon mitten in der Corona-Krise hatte er gegenüber MAINRiedberg erklärt: „Aufgeben? Niemals! Es ging bei mir schon immer darum, nach vorne zu schauen. Mein Herz schlägt jetzt doppelt und ich werde alles dafür geben, dass der Lahme Esel gestärkt aus der Krise hervorgeht und auch das zweite Restaurant ein Erfolg wird.“

Das zweite Restaurant – damit ist seine „Eselei“ gemeint, die noch im Juli eröffnet wird. Nach monatelanger Umbauzeit und einem Jahr, das an keinem Wirt spurlos vorübergegangen ist. Doch zu einem Zeitpunkt, als viele Kollegen noch über die Folgen der ersten Corona-Welle klagten, entschied sich Metzmacher, die Räume direkt am zentralen Lichthof des NWZ zu übernehmen. Wie aber kommt traditionelle Frankfurter Küche ins Nordwestzentrum? Metzmacher: „Es gibt hier sehr viel zu essen verschiedenster Couleur, aber eben keine deutsche Küche. Das war auch ein Grund, warum das Management des Zentrums selbst auf mich zukam.“

Das Centermanagement unter Leitung von Rainer Borst wiederum freut sich, dass man den erfolgreichen Koch und Gastronomen als Betreiber gewinnen konnte und so das kulinarische Angebot des NWZ entscheidend bereichert wird.

Frisch. Regional. Lecker.

Und das ist kein Spruch, denn hier gibt es eben keinen Wein, der 13.000 km Flugstunden hinter sich hat, sondern Weine aus dem Weingut der Stadt Frankfurt, Tee aus dem Teehaus Ronnefeldt in Bockenheim, Kaffee aus der Frankfurter Kaffeerösterei, Brot, Brötchen und Kuchen aus der Bäckerei Huck in Rödelheim, Kartoffeln aus Stierstadt, Salate aus Bad Vilbel usw. usw. Getreu dem Motto: Das Gute liegt so nah!

Drinnen in der neuen „Eselei“ wird’s traditionell, modern und gemütlich zugleich 3D-Grafik: Die Eselei

Innen in der Eselei gibt’s behagliche Gemütlichkeit, draußen „den größten und schönsten Biergarten des Zentrums, noch dazu an präsenter Stelle“, so Metzmacher. Zwischen vier großen Magnolienbäumen. Eigentlich kaum zu übersehen für alle, die von der Tiefgarage die Treppe ins Zentrum nehmen und dann fast schon mitten im Biergarten stehen. Mit schützendem Dach überm Kopf, also perfekt für alle Wetterlagen. 

Frankfurt-Klassiker, Frühstück und Biergarten

Die Eselei öffnet bereits eine halbe Stunde vor dem normalen Geschäftsbetrieb des NWZ und bietet unter anderem ein herzhaftes Frühstück. Nachmittags warten Kaffeespezialitäten, Eis, Dessert und Kuchen, während abends auch noch nach 20 Uhr geöffnet bleibt. An Sonntagen können die Räume auch für Feierlichkeiten gebucht werden.

In der „Eselei“ gibt’s natürlich Frankfurt-Klassiker, aber auch Frühstück, Flammkuchen und vegane Gerichte Foto: Die Eselei

Und was gibt’s zu essen? Auf diese nicht unwichtige Frage antwortet Thomas Metzmacher: „Die Eselei wird wie der Lahme Esel, nur ganz anders.“ Auf der Speisekarte stehen neben Klassikern wie Schnitzel, Bratkartoffeln und Co. auch Flammkuchen, hippe Bowls sowie vegetarische Speisen – alles selbstverständlich auch zum Mitnehmen. Übrigens soll’s sogar eine vegane Variante der Grünen Soße und ein Schnitzel aus roten Berglinsen geben, so dass man ab sofort das Frankfurter Schnitzel vegan genießen kann. Der Eselei-Wirt rät: „Lassen sie sich einfach überraschen!“

Weitere informationen zur neuen „Eselei“ unter unter www.meineeselei.de und https://www.facebook.com/NordWestZentrum/?ref=py_c 

Fotos/ 3D-Grafiken: Die Eselei

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Nach der Wahl: Das Macht-ABC im Römer

Nach der Kommunalwahl am 14. März wird eine neue Koalition die Geschicke Frankfurts lenken. Dies wird sich auch in den politischen Kräfteverhältnissen in der Stadtregierung widerspiegeln, dem Magistrat. Die städtische Presseabteilung erklärt, wie das funktioniert und welche Besonderheiten zu beachten sind.

Was macht der Magistrat und wie setzt er sich zusammen?

Nach der Hauptsatzung der Stadt und dem hessischen Kommunalrecht handelt es sich um den Gemeindevorstand, weshalb auch die Bezeichnung Stadtregierung geläufig ist. Diese besteht aus dem Oberbürgermeister, dem Bürgermeister, bis zu zehn weiteren hauptamtlichen und vierzehn ehrenamtlichen Stadträten. Letztere werden entsprechend der Stärke der Fraktionen in der Stadtverordnetenversammlung gewählt, voraussichtlich nach der Sommerpause.

Praktisch führen der Oberbürgermeister, seine Vertreterin oder sein
Vertreter und die hauptamtlichen Stadträtinnen sowie Stadträte als Wahlbeamte – auch Dezernenten genannt – die Geschäfte der Gemeinde. Sie leiten die Verwaltung und kümmern sich um die kommunalen Betriebe. Bei den zehn hauptamtlichen Stadtratsstellen handelt es sich allerdings nicht um eine zwingende Vorgabe, es können auch weniger sein. Aktuell sind neun besetzt.

Wie wird man hauptamtlicher Stadtrat oder Dezernentin?

Die Stadtverordnetenversammlung wählt den Bürgermeister und die hauptamtlichen Stadträte, die Stadtbevölkerung den Oberbürgermeister direkt. Die Amtszeit beträgt nach der Hessischen Gemeindeordnung (HGO) jeweils sechs Jahre.

Voraussetzung für die Wahl ist allerdings, dass die Stellen frei sind. Das kann der Fall sein, wenn die Amtszeit des bisherigen Amtsinhabers abgelaufen ist – aktuell in einem Fall – oder die bisherigen hauptamtlichen Magistratsmitglieder ihre Stellen verlieren, etwa durch Abberufung.

Eine neue Mehrheit in der Stadtverordnetenversammlung möchte ihre politischen Ziele mit eigenen Vertretern im Magistrat umsetzen. Wie kann sie das tun?

Sie kann – mit Ausnahme des Oberbürgermeisters – die bisherigen hauptamtlichen Magistratsmitglieder ersetzen, indem sie diese abwählt. Dieser Vorgang heißt nach dem Wortlaut der HGO „Abberufung“. Hierfür ist normalerweise eine Zwei-Drittel-Mehrheit im Stadtparlament erforderlich. In den ersten sechs Monaten nach einer Kommunalwahl geht dies in den größeren Städten Hessens allerdings auch mit absoluter Mehrheit, also mit der Mehrheit der Stimmen der gesetzlichen Zahl der Stadtverordneten: In Frankfurt werden bei 93 Stadtverordneten mindestens 47 Stimmen benötigt. Dabei ist der Tag des Beginns der Wahlperiode maßgeblich, also der 1. April. Der Gesetzgeber wollte mit diesem Verfahren Regierungswechsel vereinfachen.

Dieser Vorgang muss daher bis zum 30. September abgeschlossen sein, wie Brigitte Palmowsky erläutert. Sie leitet das Büro der Stadtverordnetenversammlung und hat bereits verschiedene Regierungswechsel im Rathaus administrativ begleitet. Dabei gehört es auch zu ihren Aufgaben, die jeweils neuen Mehrheiten zu beraten, damit die parlamentarischen Abläufe möglichst „wasserdicht“ sind.

Warum dauert es so lange, bis neue Dezernentinnen oder Dezernenten im Amt sind? Auf Landes- oder Bundesebene geht das doch viel schneller.

Bei Bund oder Land beginnt nach der Wahl eines neuen Regierungschefs quasi die Amtszeit eines neuen Kabinetts; die Ministerinnen und Minister müssen nur noch ernannt werden. Das ist ein relativ einfacher Vorgang, verglichen mit dem kommunalen Geschehen.

„Bei uns gibt die Hessische Gemeindeordnung das Verfahren vor“, beschreibt Palmowsky den Ablauf. So verlangt die HGO, dass für die vorzeitige Abberufung zwei Beratungen und Abstimmungen stattfinden, die mindestens vier Wochen auseinanderliegen müssen. Die Neuwahl von hauptamtlichen Beigeordneten – hierzu zählen Bürgermeister und Stadträte – ist dann nochmal ein separater Vorgang, der vom Wahlvorbereitungsausschuss vorbereitet wird, zu dessen Sitzungen die Stadtverordnetenvorsteherin einlädt. In seinen insgesamt drei Sitzungen befindet der Ausschuss zunächst über die Ausschreibung der neuen Stellen, sichtet später die eingegangenen Bewerbungsunterlagen und bereitet letztlich die Wahlvorschläge für die Stadtverordnetenversammlung vor.

Vier Wochen sind an sich doch keine sehr lange Zeit. Warum ist immer wieder zu lesen, dass die neuen Dezernentinnen und Dezernenten voraussichtlich erst im September gewählt werden?

„Weil Abberufungen und Stadtratswahlen zwei Vorgänge sind, die aufeinander aufbauen und von unterschiedlichen Fristen bestimmt werden. Der Wahlvorbereitungsausschuss kann mit seiner Arbeit erst loslegen, wenn die erste Abberufung stattgefunden hat. Bei mehreren zu besetzenden Stellen ist zudem überlegenswert, beide Verfahren terminlich so zu koordinieren, dass sie am selben Tag enden, damit erhebliche Vakanzen im Magistrat vermieden werden. Das alles kann im Rahmen von zwei regulären Plenarsitzungen gelingen, oder es wird eine Sondersitzung festgelegt, wenn es ein Viertel der Stadtverordneten beantragt“, erläutert Palmowsky.

Die nächste reguläre Sitzung findet am Donnerstag, 15. Juli, statt. An diesem Tag ist die erste Abstimmung über die vier Abberufungen vorgesehen. Die entsprechenden Anträge liegen vor. Für Mittwoch, 8. September, ist eine Sondersitzung des Stadtparlamentes beantragt. Hier werden voraussichtlich die zweiten Abstimmungen und die Neuwahlen stattfinden.

Was verdienen die bisherigen Dezernenten nach der Abwahl?

Nach der Abwahl erhalten abberufene Magistratsmitglieder für die folgenden drei Monate ihre bisherigen Bezüge ohne Aufwandsentschädigungen weiter. Danach werden bis zum Ablauf der ursprünglichen Amtszeit, längstens für fünf Jahre, 71,75 Prozent der ruhegehaltfähigen Dienstbezüge gewährt.

Der Bürgermeister verdient entsprechend der Besoldungsgruppe B9 jährlich 142.614,48 Euro. Nach der Abwahl erhält er bis zum Ablauf der Amtszeit 100.045,56 Euro jährlich. Bei den Stadträtinnen und Stadträten belaufen sich die Bezüge aus der Besoldungsgruppe B8 auf 134.430,12 Euro jährlich; sie erhalten nach der Abwahl 94.304,16 Euro jährlich. Hier handelt es sich um Brutto-Angaben ohne familienbezogene Leistungen.

Der Gesetzgeber sichert mit dieser Regelung kommunale Wahlbeamte gegen das wirtschaftliche Risiko vorzeitigen Ausscheidens ab, ähnlich wie in der Wirtschaft: Scheiden dort Kräfte auf Ebene der Unternehmensführung vor Vertragsende aus, erhalten sie meist eine Abfindung, die sich an den bisherigen Bezügen orientiert.

Wer entscheidet über die Aufgabengebiete der neuen Dezernentinnen und Dezernenten?

Dem Oberbürgermeister steht das Recht der Geschäftsverteilung im Magistrat zu. Er kann sich dabei an politischen Abmachungen wie Koalitionsvereinbarungen orientieren, ist dazu aber nicht verpflichtet. Daher kommt es bei einem Wechsel der politischen Mehrheitsverhältnisse regelmäßig vor, dass Magistratsmitglieder neue Zuständigkeiten übernehmen oder bisherige abgeben.

Auch können sich die Zuschnitte der Dezernate ändern, also Ämter oder Betriebe von einem anderen Ressort als bisher betreut werden. Aus diesem Grund wurden bisher hauptamtliche Stadtratsstellen in Frankfurt mit dem Hinweis ausgeschrieben, dass die Bereitschaft gegeben sein muss, jedes Aufgabengebiet zu übernehmen. Darüber entscheidet der Wahlvorbereitungsausschuss, der in seiner ersten Sitzung über den Ausschreibungstext berät.

Foto: Aufnahme von der Luminale 2019 / Rainer Rueffer / Stadt Frankfurt

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Homeschooling so effektiv wie Sommerferien

Wie effektiv lernen Kinder und Jugendliche beim Distanzunterricht? Eine Studie von Forschern der Goethe-Universität gibt für den ersten Lockdown eine ernüchternde Antwort. Später scheint sich die Situation etwas verbessert zu haben.

Trotz Distanzunterricht und Homeschooling während der Lockdowns sind bei vielen Schülerinnen und Schülern enorme Leistungsdefizite entstanden. Das zeigt eine Studie aus der Pädagogischen Psychologie an der Goethe-Universität. Forscherinnen und Forscher haben aus wissenschaftlichen Datenbanken weltweit jene Studien ausgewertet, in denen die Auswirkungen der coronabedingten Schulschließungen auf die Leistungen und Kompetenzen von Schülerinnen und Schülern berechnet wurden.

„Wir haben nur forschungsmethodisch hochwertige Publikationen berücksichtigt, die eindeutige Rückschlüsse auf die Wirkung coronabedingter Schulschließungen auf den Kompetenzerwerb von Schülerinnen und Schülern erlauben und geeignete Tests zur Leistungs- oder Kompetenzmessung einsetzten“, erklärt Prof. Dr. Andreas Frey, der an der Goethe-Universität Pädagogische Psychologie mit Schwerpunkt Beratung, Diagnostik und Evaluation lehrt und einer der Verfasser der Studie ist. Dabei habe sich gezeigt, dass der Kompetenzerwerb während der Schulschließungen im Vergleich zu Präsenzbedingungen deutlich geringer ausfiel.

Kinder aus sozial schwachen Familien verlieren

„Die durchschnittliche Kompetenzentwicklung während der Schulschließungen im Frühjahr 2020 ist als Stagnation mit Tendenz zu Kompetenzeinbußen zu bezeichnen und liegt damit im Bereich der Effekte von Sommerferien“, sagt Frey. Besonders stark zu beobachten seien Kompetenzeinbußen bei Kindern und Jugendlichen aus sozial benachteiligten Elternhäusern. „Hiermit sind die bisherigen Vermutungen durch empirische Evidenz belegt: Die Schere zwischen Arm und Reich hat sich während der ersten coronabedingten Schulschließungen noch weiter geöffnet“, schlussfolgert Frey.

Allerdings gebe es auch erste Anhaltspunkte dafür, dass die Effekte der späteren Schulschließungen ab Winter 2020/21 nicht zwangsläufig ebenso drastisch ausfallen müssen. Inzwischen habe sich die Online-Lehre vielerorts verbessert, dies scheint die negativen Effekte abfedern zu können.

Foto:  Archiv

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Bürgeramt Nordwest öffnet wieder

Von Pass-Dokumenten bis zur Meldebescheinigung – in den vergangenen Monaten waren die Wege dazu aus dem Frankfurter Norden lang. Und Termine nur begrenzt verfügbar. Jetzt soll die Wiedereröffnung des Bürgeramtes Nordwest für Entlastung sorgen.

Am Montag, 14. Juni, eröffnet das Bürgeramt im Nordwestzentrum nach Sanierungs- und Modernisierungsmaßahmen. Damit präsentiert sich die Anlaufstelle für Meldewesen, Ausweisangelegenheiten und viele andere Dienstleistungen nicht nur optisch und technisch völlig neu. Auch die Kapazitäten wurden erhöht, um den wachsenden Einwohnerzahlen im Frankfurter Norden Rechnung zu tragen.

Mehr Fläche, mehr Service, mehr Mitarbeiter

„Ich freue mich, dass wir nun auch im Nordwestzentrum in einem deutlich vergrößerten Standort einen zeitgemäßen Bürgerservice leisten können“, betont der für das Bürgeramt zuständige Dezernent Jan Schneider.

Bisher war das Bürgeramt Nordwest sehr beengt untergebracht. Es gab keinen separaten Wartebereich und die elf Serviceplätze entsprachen nicht mehr den aktuellen Standards des Arbeitsschutzes. Das neue Bürgeramt ist barrierefrei und bietet auf mehr als 1300 Quadratmetern genügend Raum, um den Behördenbesuch an 20 Bedienplätzen angenehm, funktional und unter Beachtung von Diskretionsabständen zu gestalten. Dafür wird auch das Obergeschoss genutzt. Die angemieteten Räume wurden vom Eigentümer, der KG Nordtrakt, nach den Erfordernissen der Stadt Frankfurt am Main umgebaut.

Terminals für Foto und Fingerabdruck

Die Besucherinnen und Besucher erwarten darüber hinaus einige technische Neuerungen: An Selbstbedienungsterminals können demnächst Lichtbild und Fingerabdruck für den Pass oder Personalausweis direkt vor Ort selbständig aufgenommen werden. Und im Anschluss steht am Ausgang ein Feedback-Terminal bereit, an dem unmittelbar Lob und Kritik geäußert werden können.

„Gerade im Frankfurter Norden ist das Bevölkerungswachstum besonders groß“, begründet Schneider die Erweiterung. Zuletzt haben mehr als 5000 Besucherinnen und Besucher im Monat das Bürgeramt Nordwest besucht. „Von den zusätzlichen Flächen profitieren nicht nur die Bürgerinnen und Bürger, sondern auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, deren Arbeitsbedingungen sich deutlich verbessern.“

20 Dienstleistungen von Führerschein bis Führungszeugnis

Das Angebot im Bürgeramt ist breit und vielfältig: Mehr als 20 verschiedene Dienstleistungen werden von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern erbracht. Von der Anmeldung bei einem Umzug nach Frankfurt über den ersten Kinderreisepass, den Führerschein, ein Führungszeugnis für den neuen Arbeitsplatz bis hin zur Lebensbescheinigung für den Rentenversicherungsträger reicht das Dienstleistungsspektrum.

„Das Bürgeramt ist die einzige Behörde, die alle Frankfurterinnen und Frankfurter mindestens einmal besuchen. Umso wichtiger ist, dass dies möglichst bürgernah funktioniert. Dafür bietet das neue Bürgeramt Nordwest ideale Voraussetzungen“, betont Oliver Becker, Leiter des Bürgeramtes, Statistik und Wahlen. „Es ist mir außerdem wichtig, dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die gerade während der Corona-Pandemie großen Belastungen ausgesetzt sind, angenehme Arbeitsbedingungen vorfinden.“

Zugleich wirbt Stadtrat Schneider für Dienstleistungen, die bereits online erbracht werden können. Meldebescheinigungen und Melderegisterauskünfte gehören dazu. Um diese Dienstleistungen kümmern sich die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Bürgeramtes in den Zeiten ohne Publikumsverkehr. „Die fortschreitende Digitalisierung wird den Bürgerservice verändern, aber die persönliche Bedienung wird auch weiterhin eine große Rolle spielen“, beschreibt Schneider die künftige Entwicklung.

Termine am Bürgeramt Nordwest können ab morgen online unter http://www.frankfurt.de/buergeramt_termine oder telefonisch unter 069/212-31600 vereinbart werden.

Foto oben: Dezernent Jan Schneider im sanierten Bürgeramt Nordwest mit den Mitarbeiterinnen Eleni Mavridou und Sarina Azizi

Copyright: Stadt Frankfurt / Bernd Kammerer

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Impfzentrum soll Ende September schließen

Das Land Hessen will alle Impfzentren, auch das zentrale Impfzentrum an der Frankfurter Messe, Ende September schließen. Die Stadt kritisiert das Vorgehen und sieht den Impferfolg gefährdet.

Die Task Force Impfen des Landes Hessen hat heute angekündigt, dass der Betrieb der hessischen Impfzentren nicht über den 30. September hinaus erfolgen und der Impfprozess danach ausschließlich in die Regelversorgung überführt werden soll.

Gesundheitsdezernent kritisiert die Entscheidung

Frankfurts Gesundheitsdezernent Stefan Majer kritisiert: „Die Entscheidung des Hessischen Innenministeriums bedeutet, den zweiten Schritt vor dem ersten zu machen. Erst brauchen wir ein einvernehmlich zwischen allen Beteiligten abgestimmtes Konzept für die Sicherstellung der Immunisierungsraten zum Schutz der Bevölkerung. Und erst dann kann man die bewährten Impfzentren schließen. Diese Vorgehensweise bedroht die Nachhaltigkeit der Impfbemühungen – nicht nur – in Frankfurt.“

In der Konsequenz ergibt sich daraus, dass Auffrischungs- und nachträgliche Impfungen ausschließlich durch die niedergelassenen Ärzt:innen erfolgen sollen. Dezernent Majer: „Wir erwarten, dass die Impfungen der Allgemeinbevölkerung von den niedergelassenen Ärzt:innen sichergestellt wird und, dass besonders vulnerable Gruppen und solche außerhalb des gesetzlichen Krankenversicherungssystems vom Gesundheitsamt geimpft werden können. Uns liegen bisher keine Konzepte vor, wie diese nächste Mammutaufgabe erfüllt werden könnte.“

Die Ankündigung der Schließung der Impfzentren kommt zu einem Zeitpunkt, an dem der öffentliche Gesundheitsdienst sich auch in Frankfurt noch einmal verstärkt den ungleichen Gesundheitschancen und Krankheitsrisiken in der Corona-Pandemie zuwendet. Die Frage nach sozialen Aspekten und Zugangshindernissen bei Impfungen in den Stadtteilen spielt hier eine wichtige Rolle. Diese werden auch nach dem 30. September relevant sein und erfordern gezielte und dauerhafte Impfangebote.

Sorge um das Frankfurter „Erfolgsmodell“

Die Impfzentren haben eine große Zahl von Menschen in kurzer Zeit entsprechend der Priorisierung geimpft und hätten bei Verfügbarkeit einer entsprechenden Impfstoffmenge auch noch wesentlich mehr Menschen impfen können. „Gerade die besonders gefährdeten Gruppen erreichen wir in Frankfurt sehr gut über das Impfzentrum und die daran angeschlossenen mobilen Impfteams. Ich habe die große Sorge, dass unser Erfolgsmodell, so viele Menschen wie möglich mit Impfungen zu versorgen, dadurch unterbrochen wird. Eine Schließung des Impfzentrums darf nicht dazu führen, dass die damit verbundenen mobilen Teams ihre Arbeit einstellen müssen“, fordert Gesundheitsdezernent Majer.

Eine mögliche Schließung der Impfzentren im September fällt zudem mit dem Einsetzen der kälteren Jahreszeit zusammen, in der im letzten Jahr, nach einem entspannten Sommer, die Infektionszahlen schnell in die Höhe geschossen sind. Dazu kommt die schon jetzt absehbare Notwendigkeit von Auffrischungsimpfungen. Eine kurzfristige Wiedereinrichtung des Impfzentrums bei Bedarf wäre aufgrund der aufwendigen Logistik aber nicht umsetzbar.

Majer betont: „Ich plädiere dringend dafür, dass insbesondere die Arbeit der mobilen Teams, die den Impfstoff bisher über das Impfzentrum erhalten haben, fortgeführt werden kann. Wir brauchen dauerhaft mehrere Säulen für einen erfolgreichen Impfprozess. Denn die gesellschaftlich und ökonomisch teuerste Variante wäre eine vierte Corona-Welle im Herbst.“

Foto: CDC / Unsplash.com

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Ab 11.25 Uhr verschwindet ein Stück Sonne

Magisches Phänomen am Himmel über Frankfurt: Am Donnerstag ist ab 11.25 Uhr eine teilweise Sonnenfinsternis zu sehen. Das Gymnasium Riedberg plant dazu eine Aktion am Schulhof. In Kooperation mit dem Physikalischen Verein wird auch ein Online-Vortrag auf YouTube gestreamt.

Der Anblick einer verfinsterten Sonne fasziniert uns Menschen schon seit Jahrtausenden. Ein kurzer Blick in die Geschichtsbücher gefällig? Im Jahr 584 v. Chr. kam es im alten Griechenland während einer Schlacht zu einer totalen Sonnenfinsternis. Als sich dabei der Himmel verdunkelte, ließen die Kämpfer augenblicklich die Waffen fallen. Noch am selben Tag wurde auf dieses Zeichen des Himmels hin ein Friedensvertrag geschlossen.

Nach altem chinesischem Glauben nähert sich bei einem solchen Ereignis ein riesiger Drache der Sonne, um sie zu verschlingen. Um ihn von dieser Tat abzuhalten und den Verlust ihres lebensspendenden Gestirns zu verhindern, zogen die Chinesen mit Trommeln und vielen anderen Gerätschaften los, um ihn durch lauten Krach und schrilles Schreien in die Flucht zu schlagen. Was durch Jahrtausende hindurch offenbar erfolgreich gelang.

Schul-Aktion zur teilweisen Sonnenfinsternis

Keine totale Finsternis, aber eine teilweise Sonnenfinsternis ist in Frankfurt am Donnerstag zwischen circa 11.25 und 13.25 Uhr zu beobachten. Zum ersten Mal nach der teilweisen Sonnenfinsternis vom 20. März 2015 schiebt sich der Mond in Deutschland wieder ein kleines Stück vor die Sonne, um exakt 11,3 Prozent.

Die Wahlunterrichts-Kurse Astronomie und Astrophysik am Gymnasium Riedberg haben zu diesem Anlass eine Aktion auf dem Schulhof bei der Sonnenuhr geplant. Vor Ort erwarten die Schülerinnen und Schüler – nach vorheriger Anmeldung – neben einem Infostand auch ein Sonnenteleskop und ausreichend Sonnenfinsternis-Brillen.

Niemals mit ungeschütztem Auge in die Sonne schauen!

Denn auch eine partielle Sonnenfinsternis darf in keiner Phase ohne Augenschutz beobachtet werden. Ein Blick ohne Augenfilter in die Sonne kann schwere Augenschäden bis hin zur Erblindung zur Folge haben, warnen Experten vorab. Daher muss man bei direktem Blick mindestens immer eine Sonnenfinsternisbrille, also eine zertifizierte Spezial-Schutzbrille, nutzen. Diese gibt es beispielsweise beim Optiker. Von der Wiederverwendung alter Sofi-Brillen wird abgeraten, da die Schutzwirkung mit der Zeit schwindet. 

Anlässlich der partiellen Sonnenfinsternis bietet der Physikalische Verein am Donnerstagabend auch einen Online-Vortrag über Sonnenfinsternisse im Allgemeinen an. „Der Vortrag ist extra für das Gymnasium Riedberg und in Kooperation mit uns entstanden“, heißt es in einer Mitteilung des Gymnasiums. Sehen können ihn aber alle Menschen weltweit unter https://www.youtube.com/physikalischerverein

Totale Sonnenfinsternis erst wieder 2081

Die nächste partielle Sonnenfinsternis kann wieder am 25.10.2022 (23% Bedeckung) oder am 12.08.2026 (88% Bedeckung) in Frankfurt beobachtet werden. Eine totale Finsternis gibt’s leider erst wieder in 60 Jahren, exakt am 3.09.2081.

Donnerstag, 10. Juni 2021, 19 Uhr: Online-Vortrag des Physikalischen Vereins in Kooperation mit dem Gymnasium Riedberg, „Sonnenfinsternis – ein physikalischer Himmelszauber“ / https://www.youtube.com/watch?v=YpmUAgM9_O4

Foto: N. Diehl / Physikalischer Verein

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Hier wird ein Bienenvolk gerettet!

Mit Schutzkleidung, viel Erfahrung, Humor und etwas Wasser retten die Hobby-Imker Holmer Drews und Matthias Adler einen Bienenschwarm am Riedberg. MAINRiedberg hat die Bienenfreunde begleitet.

Es sieht nur wie eine kleine schwarze Wolke in einem Ahornbaum aus, unmittelbar neben dem Kätcheslachpark. Wer aber genauer hinsieht, wird in dieser Wolke beinahe unzählige schwarze Punkte bemerken. Bienen, die dicht an dicht an einem Ast hängen. Ihr Summen ist nicht zu überhören. „Das dürften hier ein paar Tausend Bienen sein. Dass ein Schwarm plötzlich auszieht und sich irgendwo niederlässt, ist um diese Jahreszeit nichts Ungewöhnliches“, erklärt Holmer Drews.

Hobby-Imker Matthias Adler versucht den Schwarm mit einem Plastikbehälter einzufangen…

… während um ihn herum Hunderte Bienen fliegen Fotos: MAINRiedberg

Er spricht von einem „normalem Teilverhalten“. Wenn es den Bienen an ihrem normalen Standort, beispielsweise in einem Bienenhaus, so gut geht, dass sie eine neue Prinzessin produzieren können, schwärmt die alte Königin mit ihrem Hofstaat aus. „Das sieht gefährlicher aus, als es ist“, so der passionierte Imker. Wenn die Insekten uns Menschen oder wenn wir Menschen ihnen dann aber zu nahe kommen, könnte es gefährlich werden. Deshalb waren Holmer Drews und Matthias Adler vom Verein Bee Friends Frankfurt auch an einem Feiertag sofort bereit dazu, die Bienen zu retten.  

Es klappt mit zwei Versuchen

Sie haben einen Bienenkasten mitgebracht. Dazu eine einfache große Plastikbox und einen Wassersprüher. „Die Wasserwolke wird die Bienen ein bisschen beruhigen“, sagen die Experten. Während Holmer vom Boden aus die Lage sondiert, steigt Matthias auf die Leiter, die etwas schief an dem noch jungen Baum lehnt. Dann muss alles schnell gehen. Erst kommt etwas Wasser, dann schlägt Matthias Adler auf den Ast, an dem die Bienen dicht an dicht hängen. Gleichzeitig hält er den großen Plastikbehälter darunter, um die Bienen einzufangen. Und lässt diesen Sekunden später in die Arme von Holmer Drews fallen. Der geht nur wenige Schritte zum Bienenkasten, öffnet die Holzklappe, versucht die Bienen hineinzulocken, verschließt den Kasten wieder.

Währenddessen schwirren um den Baum herum und auch um die Gesichter der Imker immer noch Hunderte Bienen hektisch umher. Die beiden lassen sich davon nicht aus der Ruhe bringen. Versuch 1 war schon ziemlich geglückt. „Trick 17 ist es aber, die Königin einzufangen. Dann zieht der ganze Hofstaat nach.“

„So Mädels, hier könnt ihr einziehen“

Also steigt Matthias Adler nochmals auf die Leiter. Im zweiten Versuch klappt die Rettungsaktion so gut, dass Holmer Drews beim Öffnen des Bienenkastens zufrieden sagt: „So Mädels, hier könnt ihr einziehen!“

„Trick 17 ist es, die Königin einzufangen. Dann zieht der ganze Hofstaat nach“, sagt Holmer Drews. Foto: MAINRiedberg

Der Arzt und Bienenfreund spricht noch „ein Lob auf den Radfahrer“ aus, der die Bee Friends verständigt hatte. In den nächsten Tagen wird dann ein neuer Standort für die Bienen gesucht. 

Der Verein hat unter der Telefonnummer 0162-155 7312 eine „Schwarmhotline“ eingerichtet.

Unter dieser Nummer kann man uns Bienenschwärme melden. Sofern es möglich ist, werden wir versuchen, den Schwarm zu fangen und die Bienen zu retten“, erklärt Drews. Ein wichtiger Zusatz: Bei der Hotline geht es nur um Bienenschwärme und nicht um Fragen zu Bienen oder bienenähnliche Insekten. Dafür ist das Umwelttelefon der Stadt Frankfurt unter 069/ 212 39 100 die richtige Anlaufstelle.

Weitere Informationen zu den Riedberger Bienenfreunden im Internet unter bee-friends.org

Foto: MAINRiedberg Magazin

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Ab Montag gibt’s endlich wieder Bade-Spaß!

Die niedrige Corona-Inzidenz macht’s möglich: Am Montag kann endlich die Saison in den Frankfurter Freibädern starten. Auch im frisch sanierten Freibad Nieder-Eschbach und in Eschersheim.

Mit den nächsten Lockerungen kommt zum Glück auch der Bade-Spaß zurück: Am Montag um 10 Uhr wird in Nieder-Eschbach die Freibadsaison 2021 eröffnet. Die umfangreichen Sanierungsarbeiten konnten pünktlich abgeschlossen werden. Alleine 3,4 Millionen Euro hat die Stadt hier in den Neubau des Hauptbeckens investiert, insgesamt rund 40 Millionen sind in den nächsten Jahren für das Sanierungsprogramm in die bereits bestehenden 13 Bäder und für zwei neue Hallenbäder eingeplant.

Geöffnet werden das Silobad, Brentanobad, Freibad Hausen, Freibad Eschersheim, Freibad Nieder-Eschbach, Freibad Riedbad Bergen-Enkheim und das Stadionbad.

Wie im vergangenen Jahr geht es mit dem schrittweisen Öffnungs- und Hygienekonzept los. Alle Gäste müssen fürs Freibadvergnügen die bekannten Verhaltensregeln unter Pandemiebedingungen einhalten: Mundschutz beim Einlass tragen, Abstände einhalten, Hände waschen. In den Bädern sind genaue Informationen ausgeschildert. Von 14 bis 15 Uhr werden die Freibäder für Desinfektions- und Reinigungsmaßnahmen geschlossen.

Heute startet der Verkauf der e-Tickets

Der Verkauf der E-Tickets für die zwei Zeitfenster vormittags und nachmittags soll bereits am heutigen Mittwoch bei Frankfurt Ticket RheinMain  beginnen – allerdings war dies bis zur Fertigstellung dieses MNAINRiedberg-Beitrags noch nicht möglich.

Alternativ können Gäste die Vorteilskarte der Frankfurter Bäder an den Kassen kaufen und mit ihren Kontaktdaten personalisieren. Damit erhalten Gäste Einlass ohne vorherige Buchung der E-Tickets.

Auch die Kursangebote der Frankfurter Bäder sollen bald wieder an den Start gehen. Aktuell laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren. Der genaue Starttermin der Kurse wird so schnell wie möglich auf der Homepage der Frankfurter Bäder veröffentlicht.

Ausführliche Informationen zu Einlassbedingungen und Ticketverkauf sind auf der Homepage der Frankfurter Bäder unter http://www.frankfurter-baeder.de veröffentlicht.

Foto: Archiv

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Von Äppelwoi-Kneipe bis Imbiss: Immer mehr Gastronomen öffnen draußen

Endlich wieder essen, plaudern und genießen: Mit neuer Markise, sogar mit einem Testcenter und mit der Hoffnung auf mehr Sonne und eine weiter fallende Inzidenz öffnen immer mehr Gastronomen in Riedberg und Umgebung die Außenbereiche.

Als es am Pfingstmontag erstmals wieder erlaubt war, öffneten die ersten Restaurants rund um den Riedbergplatz, beispielsweise das Café  Karrys & Barrys und das zentrale Park Avenue. Andere, wie das House of Waffles in der Altenhöferallee oder die Traditionsgaststätte Zum Lahmen Esel in Niederursel  blieben wegen der hohen Corona-Auflagen noch bei To-go-Betrieb. Und auch wegen des anhaltend schlechten Wetters.

Bereits im Vorfeld hatte Gastronom Thomas Metzmacher erklärt: „Ich habe 200 Sitzplätze draußen. Wo sollen die Gäste hin, wenn ein Regenguss kommt? Der Gast, der gerade sein Schnitzel bekommen hat, wird es nicht bezahlen. Zusätzlich soll ich noch einen Test unter medizinischer Aufsicht vornehmen und weitere Auflagen erfüllen. Wenn ich das durchkalkuliere, kostet das Schnitzel 35 Euro. Es ist eine gute Idee, die Außengastronomie zu öffnen. Aber es ist noch mit vielen ungelösten Problemen behaftet.“

Testcenter im Restaurant, Markise gegen Regen

Jetzt aber heißt es: „Auf Regen folgt Sonnenschein und deshalb öffnet der Lahme Esel am Mittwoch, den 2. Juni, ab 11.30 Uhr wieder. Auf jeden Fall unseren Garten und, mit ein bisschen Glück und weiter sinkenden Inzidenzen, sogar auch Innen.“

Kaum eine Branche ist von der Corona-Krise so gebeutelt ist wie die Gastronomie. Trotz allem versuchen viele Betriebe immer wieder, kreativ auf die sich ständig verändernde Lage zu reagieren. Beispiel 1: Im Park Avenue gibt es mittlerweile ein kleines Testzentrum, das nicht nur Gäste des Lokals, sondern jeder nutzen kann. Beispiel 2: Wenige Minuten entfernt, im kebabiss  in der Altenhöferallee, setzt Inhaberin Nevin Örtülü auf eine neue Markise, um auch gegen Regenschauer gewappnet zu sein. Die Markise muss erst noch angebracht werden, die Terrasse ist aber schon geöffnet. Zum Glück kommt ja die Sonne langsam in Fahrt…

Foto oben: Zum Lahmen Esel, privat, Archiv, Dennis Schmidt / Unsplash

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Bye, bye Plastikmüll! Frankfurter Essens-App startet Mehrwegsystem

Essen mit gutem Gewissen: Zumindest in Frankfurt und Umgebung könnten sich demnächst weniger Einweggeschirr und Wegwerfprodukte stapeln. Denn die Gründer der Bestell-App „Julienne“ setzen auf ein neues digitales Mehrwegsystem.

Der Riedberger IT-Unternehmensberater Maxim Beizerov sowie die Düsseldorfer Management-Experten Eugen Beizerov und Rolf Reinecke erklären: „Wir bieten BPA-freie Mehrwegschalen in zunächst drei verschiedenen Größen an. Diese Schalen sind nicht nur wertig, sondern auch auslaufsicher und halten das Essen länger warm.“ Bisher einmalig ist, dass die Nutzung sowohl für Kunden als auch für die Restaurants pfandfrei und kostenlos ist.

„Julienne“ erfüllt damit bereits heute die künftigen gesetzlichen Anforderungen. Von den EU-Mitgliedsstaaten wurde beschlossen, Einwegkunststoffe ab Juli 2021 schrittweise zu verbieten. Die Verordnung betrifft zunächst Wegwerfprodukte wie Einwegbesteck und -teller aus Plastik sowie Behälter aus Styropor. Eine weitere Verschärfung kommt in naher Zukunft: Restaurants, die Essen „to go“ verkaufen, sind ab 2023 verpflichtet, ihre Produkte auch in Mehrwegverpackungen anzubieten. Das Kalkül der App-Gründer: Die Mehrwegvariante darf dabei nicht teurer sein als das Produkt in der Einwegverpackung – oder eben gar nichts kosten. Eine echte Unterstützung für Gastronomen, die durch die Pandemie schon gebeutelt wurden.

Hinzu kommt: „Das Thema Plastikmüll hat durch die Corona-Pandemie und die damit verbundenen Lockdown-Maßnahmen nochmal an Wichtigkeit gewonnen“, heißt es bei Julienne. Durch das Außer-Haus-Geschäft ist deutlich mehr Müll entstanden. In der App kann man deshalb ab Mitte Mai frei von Plastikmüll bestellen. Wenn nicht anders gewünscht, gibt’s das Essen komplett ohne Einwegbesteck und Plastik-Verpackungen. Serviert in schönen, schwarzen Mehrwegschalen. Selbstverständlich auch bei den teilnehmenden Restaurants und Cafés am Riedberg.

So funktioniert das Mehrwegsystem

Maxim Beizerov von „Julienne“ erklärt: „Man kann das Essen wie gewohnt mit unserer App bestellen und es wird pfandfrei und ohne zusätzliche Kosten in Mehrweg-Schalen verpackt.“ Dann einfach abholen oder liefern lassen. Und bon Appétit! Wichtiges Detail: Die Schalen werden per QR-Code registriert. Denn sie müssen innerhalb von 14 Tagen bei einem der teilnehmenden Restaurants abgegeben werden. Danach werden die Schalen fachgerecht gereinigt und zurück in den Kreislauf gegeben.

Julienne-Partner in Riedberg & Umgebung: Zum Lahmen Esel/ Niederursel, Sandys/ Riedberg, Karrys & Barrys/ Riedberg, LabRestaurant im FIZ/ Riedberg, House of Waffles/Riedberg, Pizzeria da Amo/ Niederursel, Pizzeria Pisa/ Niederursel.

Foto: Julienne

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