Kategorie: AktuelleNEWS

Auf der Kinderbuchmesse wird die Kalbacher Klapperschlange verliehen

Kinderbuchmesse Kalbacher Klapperschlange

Am Wochenende 12./13. November heißt es im Frankfurter Stadtteil Kalbach an der Alten Turnhalle am Grubweg wieder Vorhang auf für die 37. Kinderbuchmesse. Nach zwei Jahren pandemiebedingtem Ausfall bzw. eingeschränktem Angebot findet endlich wieder eine „richtige“ Kinderbuchmesse statt, mit allem, was dazugehört.

Es dreht sich wieder einmal alles um das Kinderbuch. Da aus Gründen des Brandschutzes nur 199 Besucher gleichzeitig in der Alten Turnhalle sein dürfen finden einige der Aktionen auf der Wiese neben der Halle statt.

Eröffnet wird die Buchausstellung am Samstag, den 12. November um 14:00 Uhr. Während der Eröffnung erfolgt die Übergabe einer Spende durch die Wirtschafts- und Infrastrukturbank Hessen (WIBank), die bei der Auftaktveranstaltung des Robert Gernhardt-Preises unter den Gästen gesammelt und von der hessischen Förderbank aufgestockt wurde.

Der Höhepunkt der Kinderbuchmesse Kalbach-Riedberg für die Kinder folgt dann am Samstag um 15:00 Uhr für die Jurykinder der Grundschulen bzw. um 16:30 Uhr für die Jurykinder der weiterführenden Schulen: die Verleihung der Kalbacher Klapperschlange. Dann wird die Kinderjury 2022 die Wiese neben der Alten Turnhalle erobern, um das Geheimnis um den Siegertitel der 35. Kalbacher Klapperschlange feierlich zu lüften.

In diesem Jahr haben 315 Kinder insgesamt 2.038 Bewertungen abgegeben. Davon haben 221 Kinder in der Zeit von Mai bis Oktober mindestens 5 Bücher gelesen und bewertet und gehören somit zur diesjährigen Kinderjury. Es gab in diesem Jahr auch wieder zwei Mädchen, die alle 60 Bücher gelesen und bewertet haben!

Umrahmt wird die zweitägige Messe wieder von einem bunten Programm. Eine Bastelecke gehört ebenso zum Angebot wie das beliebte Rätsel um die Klapperschlange, die Buchmesse und Bücher. Das Bilderbuchkino wird am Samstag um 16:00 Uhr und am Sonntag um 15:00 Uhr in der Kinderbücherei im Alten Rathaus angeboten.

Am Sonntag, den 13. November wird um 11:00 Uhr das Kinderkonzert „Schräge Typen“ von Herrn Müller und seiner Gitarre für Kinder ab 3 Jahren präsentiert, das der Kinderverein Kalbach in bewährter Kooperation mit dem Kinder-Kultur-Programm der Stadt Frankfurt, den Frankfurter Flöhen, organisiert. Eintrittskarten für das Kinderkonzert gibt es im Vorverkauf im Kinder- und Jugendhaus Kalbach (http://kiju-kalbach.junetz.de/) während der Öffnungszeiten zu erwerben.

Ein weiterer Höhepunkt ist die traditionelle Autorenlesung am Samstagabend um 19:00 Uhr. In diesem Jahr liest die Autorin Angela Kirchner aus Ihrer Kinderbuchreihe „Victor Flec – Jagd durch die Stadt der Geister“. Wer es bei der Lesung gerne kuschelig haben möchte, darf gerne eine Decke mitbringen.

Für das leibliche Wohl ist an beiden Messetagen in einem Zelt neben der Halle gesorgt. Aussteller und Partner der diesjährigen Buchmesse ist die Buchhandlung „bücher im bogen“ aus Frankfurt-Preungesheim. Die Bühnendekoration basiert auf einem Aquarell der Kalbacher Künstlerin Jana Zahn, welches auch auf dem Programm und dem Plakat zur Kinderbuchmesse zu sehen ist.

Das komplette Programm der Kinderbuchmesse Kalbach-Riedberg finden Sie auf der Homepage des Kalbacher Kindervereins unter www.kinderverein-kalbach.de oder unter www.kalbacher-klapperschlange.de auf der Internetseite der Kalbacher Klapperschlange.


Hintergrundinfos

1983 von der Autorin Regina Rusch gegründet, hat der Kinderverein heute fast 500 Mitglieder. Regina Rusch war es auch, die 1988 den Preis Kalbacher Klapperschlange initiierte, einen Kinderbuchpreis, der seitdem ausschließlich von Kindern vergeben wird und lange Zeit der erste und einzige Preis seiner Art in Deutschland war. Inzwischen genießen Kalbacher Klapperschlange und Kinderbuchmesse deutschlandweit einen einzigartigen Ruf. Zu den Autorinnen, die seit der Gründung bereits in der Alten Turnhalle am Grubweg gelesen haben, gehören neben Regina Rusch selbst auch international bekannte Autorinnen wie Cornelia Funke, Nele Neuhaus, Nina Blazon, Kirsten Boie oder Sabine Ludwig.

Zu der Jury gehören alle Schüler der zweiten bis neunten Schulklassen, die bis Mitte Oktober mindestens 5 Bücher der Auswahlliste gelesen und bewertet haben. Im Rahmen der jährlich im November stattfindenden Kalbacher Kinderbuchmesse bekommt der Autor des Siegerbuches den Ehrenpreis, die Kalbacher Klapperschlange.

Die Kinderbuchmesse Kalbach-Riedberg und die Klapperschlange werden von einem Team von Ehrenamtlichen organisiert. Bis heute beteiligen sich jedes Jahr weit über 200 Schüler an der Kinderjury.

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Der Corona-Aktionsplan der Stadt FFM

Corona Virus

Die Auswahlkommission zur Umsetzung des Corona-Aktionsplans hat grünes Licht für zahlreiche neue Projekte gegeben, welche die Folgen der Pandemie für die Frankfurter abmildern sollen. Bei ihrer ersten Sitzung am 17. Oktober dieses Jahres beschieden die Fachleute 46 von 60 Anträge positiv, die dahinterstehenden Angebote können somit umgesetzt werden.

Bereits in der ersten Antragsphase wird verschiedenen Vereinen, Trägern und Initiativen damit eine Summe von insgesamt circa 1,1 Millionen zur Verfügung gestellt. Nachdem unter Federführung des Jugend- und Sozialamtes 23 Ämter und Betriebe der Stadt gemeinsam den Corona-Aktionsplan erarbeitet hatten, befindet sich dieser nun in die Umsetzungsphase.

Die Bandbreite der Angebote ist vielfältig und reicht von einer App für Risikopatienten, diversen Kulturangeboten in sozialen Einrichtungen, Sozialberatungen an unterschiedlichen Orten bis zu Familienfreizeiten. So werden verschiedene Zielgruppen erreicht.

Eine Übersicht der Projekte findet sich unter Corona-Aktionsplan.

Weitere Anträge können bis Montag, den 10. Dezember, eingereicht werden. Über diese wird in der 2. Sitzung der Auswahlkommission Mitte Januar kommenden Jahres entschieden.

Alle weiteren Fragen rund um die Antragsstellung werden in einer digitalen Informationsveranstaltung am Freitag, den 25. November, von 10:00 bis 12:00 Uhr beantwortet. Interessierte können sich per eMail an auswahlkommission-cap.amt51@stadt-frankfurt.de anmelden und erhalten dann die Zugangsdaten zur Teilnahme.

Der gesamte Corona Aktionsplan, die Übersicht über die bewilligten Anträge, die Antragsformulare sowie eine aktuelle Handreichung mit den entsprechenden Antragsfristen sind unter Corona-Aktionsplan zu finden.

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Wenn am 8. Dezember das Handy klingelt, …

Blaulicht-Sirene

… nein, dann ist es nicht der Nikolaus, der sich erkundigen möchte, ob man seine Geschenke inzwischen auch gefunden hat, sondern es handelt sich um einen Test, ob die Bevölkerung im Notfall erreichbar ist, für den Fall einer Warnung.

Damit das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) die Bevölkerung bestmöglich erreicht, werden dafür dieses Jahr gleich mehrere Wege der Kommunikation ausprobiert – auch das Handy kommt zum Einsatz.

Bei dieser Warnung handelt es sich diesmal jedoch nur um eine Übung. So etwas fand in der Vergangenheit schon einmal statt. Am 10.09.2020 wurde das erste Mal seit der deutschen Wiedervereinigung versucht, möglichst die ganze Bevölkerung mithilfe von Sirenen zu erreichen, allerdings mit mäßigem Erfolg. Am Riedberg gibt es – soweit der Redaktion bekannt – gar keine Sirenen.

Bevölkerungswarnung 2020

Bevölkerungswarnung 2020

Wer prüfen möchte, wo sich die nächst gelegene Sirene befindet, kann unter dem Link https://www.sirenenstandorte.de fündig werden.

Vielerorts war am Testtag nur ein leises Surren oder gar keine Sirenen zu hören. „Wir müssen uns für die Zukunft besser für Krisenlagen wie Wetterextreme, Waldbrände oder Hochwasser wappnen“, sagt Bundesinnenministerin Nancy Faeser.

Nutzung aktueller Technologie

Zwei Jahre später setzt man auf Technologie und versucht sich den neuen täglichen Begleiter der Menschen zunutze zu machen – das Handy. Ermöglicht werden soll das beispielsweise durch „Social Media“ oder die Warn-App NINA, die das Smartphone benachrichtigen, berichtet das BBK.

Für die kommende Probewarnung sollen allerdings nicht nur Handys verwendet werden, sondern auch andere Medien wie Fernsehen und Radio. Zum Einsatz kommt dann auch eine neue Technik.

Cell Broadcast

Aktuell arbeitet das BBK gemeinsam mit den Mobilfunknetzbetreibern unter Hochdruck an der Einführung dieses neuen Warnkanals. Für ihn soll der kommende Warntag ein erster Testlauf sein. Künftig will das BBK ganz auf diese Technik setzen. Mit Cell Broadcast können Nachrichten an alle Nutzer einer Funkzelle gesendet werden.

In den kommenden Jahren soll der Warntag jeweils am zweiten Sonntag im September stattfinden, um die Akzeptanz und das Wissen der Bevölkerung in Notlagen zu verbessern. Dadurch soll sich die Selbstschutzfähigkeit im Katastrophenfall, wie beispielsweise bei Hochwasser, erhöhen.


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Hannah Elfner zum Senior Fellow ernannt

Hannah Elfner

FIAS beruft theoretische Physikerin als erste Frau und jüngstes Mitglied.

Pünktlich zum 40. Geburtstag „Senior“ zu werden, klingt erst mal nicht so schmeichelhaft. Und dennoch ist die Ernennung von Prof. Dr. Hannah Elfner zum Senior Fellow am Frankfurt Institute for Advanced Studies (FIAS) eine Auszeichnung.

Sie ist damit die erste Frau, die es im theoretischen Forschungsinstitut in diese höchste Kategorie geschafft hat – vergleichbar einer W3-Professur an der Universität. Die Senior Fellows, aktuell 12 an der Zahl, bilden die FIAS Faculty, beraten das unabhängige Forschungsinstitut, leiten die Forschungsgruppen und ernennen die Fellows.

Schon der vorige runde Geburtstag bescherte Frau Elfner eine verdiente Beförderung: Mit 30 Jahren wurde sie zu einer der jüngsten Physik-Professorinnen Deutschlands ernannt – zumindest in der theoretischen Physik noch eine Ausnahme. „Mich fasziniert, wie die kleinsten Bausteine unserer Welt funktionieren – das will ich verstehen,“ so Frau Elfner.

Sie beschäftigt sich mit einem Materiezustand, wie er im frühen Universum nur Mikrosekunden nach dem Urknall existierte. „Danach verwandelten sich die kleinsten und freien Bestandteile der Materie, das Quark-Gluon-Plasma, in die heutigen Bausteine der Materie, die Protonen und Neutronen“.

In energieintensiven Teilchenbeschleunigern lässt sich dies nachahmen, indem Atomkerne aus Blei oder Gold auf nahezu Lichtgeschwindigkeit beschleunigt werden, sodass bei ihrer Kollision miteinander Temperaturen und Dichten entstehen, wie sie kurz nach dem Urknall existiert haben.

Frau Elfner beschreibt diese Vorgänge in mathematischen Modellen: Sie berechnet die zeitliche Entwicklung der mikroskopischen Schwerionenkollisionen und gleicht verschiedene Annahmen für die Eigenschaften der Materie mit experimentellen Daten ab.

Aktuell 16 Wissenschaftler ihrer Gruppe forschen in 7 nationalen und internationalen Kooperationen. So versuchen sie im Cluster-Projekt ELEMENTS mit Kollegen aus Darmstadt zu verstehen, wie die Eigenschaften von Materie bei hohen Dichten aus Schwerionenkollisionen bestimmt werden können, um die astrophysikalischen Prozesse beim Verschmelzen von Neutronensternen aufzuklären.

Frau Elfner engagiert sich sehr für den wissenschaftlichen Nachwuchs. So hat sie bereits fast 40 Nachwuchswissenschaftler erfolgreich zum wissenschaftlichen Abschluss begleitet. Neben der Ausbildung von Studierenden und Promovierenden gewährt sie regelmäßig der Öffentlichkeit Einblick in ihre Forschung in Vorträgen und bei Veranstaltungen – dabei zeigt sie ganz nebenbei, wie erfolgreich Frauen in der Physik sein können.

Für ihre wissenschaftliche Leistung wurde Frau Elfner mehrfach mit renommierten Preisen ausgezeichnet, darunter kürzlich als „Scientist of the Year“ der Alfons und Gertrud Kassel-Stiftung sowie 2016 mit dem Heinz-Maier-Leibnitz-Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG). Ihre außergewöhnliche Leistung und ihr hohes Engagement hat nun das FIAS mit der Ernennung zum Senior Fellow unterstrichen.

Der Stiftungsrat berief sie einstimmig in die Reihen der FIAS Faculty. „Ich freue mich über die Ernennung“, so die gebürtige Frankfurterin – „und dass ich weiterhin am FIAS und seiner Gestaltung mitwirken kann“. FIAS-Direktor Elsen ergänzt: „Mit dieser Berufung wird die theoretische Beschreibung der Wechselwirkung von Kernbausteinen auch zukünftig kompetent und prominent am FIAS vertreten sein“.

Die Erforschung der Welt im Kleinen wird Hannah Elfner auch in Zukunft nicht loslassen: „Ein besseres Verständnis des Übergangs von Protonen/Neutronen zum Quark-Gluon-Plasma bei hohen Dichten wäre großartig“. Im Fokus steht künftig zudem ein kleiner Mensch: In diesen Tagen beginnt Frau Elfners Mutterschutz und damit zeitnah zur Senior-Auszeichnung auch ein Junior-Leben.


Kontakt
Prof. Dr. Hannah Elfner
Frankfurt Institute for Advanced Studies (FIAS)
Ruth-Moufang-Straße 1
60438 Frankfurt am Main

Tel.: +49 69 798 47652

eMail: elfner@fias.uni-frankfurt.de
Web: https://www.fias.science/de/theoretische-naturwissenschaften/gruppen/hannah-elfner-petersen/

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Windpark vor den Toren Frankfurts soll ausgebaut werden

Windrad auf der Hohen Straße

„Am Schäferköppel“, wo die Winde wehen und da wo Frankfurt, Karben und Bad Homburg aufeinandertreffen, stehen seit 20 Jahren vier Windräder etwa 100 bis 150 Meter hoch, auf einer Fläche von 34 Hektar. Wer auf der Riedbergallee nach Osten schaut, sieht manchmal eine der Spitzen der Windräder.

Wie die Deutsche Flugsicherung (DFS), eine Bundesbehörde, nun bekannt gegeben hat, werden 2024 analoge Drehfunkfeuer durch digitale ersetzt. Dadurch kann der Anlagenschutzbereich auf 7 Kilometer reduziert werden. Bisher galt ein 15 Kilometer Schutzradius, in dem Windräder nur mit Genehmigung der DFS gebaut werden dürfen.

Daher lag das Projekt „Erweiterung des Windparks“ seit 2014 auf Eis. Jetzt, sollen nach Freigabe durch die DFS drei der Windräder durch neuere Modelle ersetzt werden, die bis in eine Höhe von 246 Metern reichen und mit 5 Megawatt viel leistungsfähiger sind als die bisherigen Rotoren. Zudem sollen drei weitere Anlagen entstehen, die dann auf Frankfurter Grund errichtet werden.

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Am Schäferköppel

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Am Schäferköppel 50.222041, 8.720568

 

Das Gelände ist schon lange als Windvorrangfläche in der Regionalplanung hinterlegt. Ganz in der Nähe, unweit des Wetterau-Dörfchens Bönstadt, ein Teil der Stadt Niddatal, liegt das Drehfunkfeuer „Metro“ (etwa 11 Kilometer entfernt). Das Drehfunkfeuer ermöglicht Piloten die Navigation bei Starts und Landungen am Frankfurter Flughafen. Der Schutz der Signale von Metro behinderte bisher den weiteren Ausbau der Windenergie. Denn Sicherheit für das Flugpersonal und die Passagiere geht vor.

Da die Technikumrüstung viele Windkraftstandorte in ganz Deutschland möglich macht, brachte schon der vorige Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) ein Förderprogramm auf den Weg. Nachfolger Robert Habeck (Grüne) gab es dieses Frühjahr frei. Für die Umsetzung des Projektes sind jedoch etwa sechs Jahre anzusetzen.

Ob der Schutzbereich tatsächlich wie vorgesehen reduziert werden kann, wird sich erst nach dem Umbau zeigen. Dann wird die Flugsicherung die neue Situation vermessen. Es könne ja sein, dass in der Zwischenzeit gebaute Gebäude zu so starken Störungen führten, so dass die Verkleinerung nicht im geplanten Umfang möglich sein wird.

Jede der 5-Megawatt-Anlagen produziert rechnerisch genug Strom für 6.000 Haushalte. Das bedeutet Strom für fast 10 % der Frankfurter Haushalte. Der Windpark wird zwar nur eine Ergänzung beim Frankfurter Strommix sein, da die Solarenergie in der Stadt aufgrund der Lage weit im Binnenland grundsätzlich mehr Potenzial bietet. Aber die Nutzung des Windes ist trotzdem ein wichtiger Baustein. Jedes Windrad ist ein kleiner Beitrag gegen den Klimawandel.

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Niederursel-Mertonviertel: Bedrohung im Jobcenter

Polizeiwagen

Zwei Mitarbeiter des Jobcenters wurden gestern Morgen (02.11.2022) mit einem Messer bedroht. Durch deren besonnenes Handeln konnte die Situation entschärft werden. Polizisten nahmen den Täter fest.

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Jobcenter

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Jobcenter 50.167611, 8.633782

Ein 34-Jähriger erschien gegen 09:30 Uhr am Jobcenter und beschwerte sich über einen nicht funktionierenden Lebensmittelgutschein. Ein 33-jähriger Sachbearbeiter der Behörde sprach mit dem Beschwerdeführer im Eingangsbereich des Gebäudes. Im Laufe des Gesprächs wurde der 34-Jährige jedoch zunehmend aggressiv und richtete ein Messer gegen den Sachbearbeiter mit den Worten „wenn du nicht machst, was ich sage, passiert was“. Der Täter bedrohte ebenfalls einen 49-jährigen Sicherheitsmitarbeiter. Sowohl der Sachbearbeiter als auch der Sicherheitsmitarbeiter reagierte besonnen. Sie begaben sich unter einem Vorwand in das Gebäude, verriegelten die Tür und alarmierten die Polizei.

Die eingesetzte Funkstreife nahm den am Eingang wartenden Täter fest. Bei der Überprüfung der Personalien wurde festgestellt, dass gegen diesen auch noch ein offener Haftbefehl bestand. Der 34-Jährige wurde daher in eine umliegende Justizvollzugsanstalt eingeliefert und muss sich nun wegen des Verdachts der Bedrohung verantworten.

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Wo können Riedberger bestattet werden?

Trauer J. Mühlbauer

Der Riedberg ist ein junger Stadtteil. Von daher gibt es hier alles für junge Familien: Familienzentren, Kinderbetreuung, Kindergärten, Grundschulen, Jugendhäuser, weiterführende Schulen und anderes. Für die Erwachsenen gibt es Lokale, Sportmöglichkeiten, Parkanlagen und gute öffentliche Personennahverkehrs-Anbindungen. Auch die Senioren wurden mit betreutem Wohnen, einem Pflegeheim und sozialen Begegnungsstätten bedacht. Nur für Beerdigungen, da war am Riedberg kein Platz mehr.

Von daher müssen die Riedberger auf die umliegenden Friedhofsanlagen ausweichen. Prinzipiell besteht in Frankfurt freie Friedhofswahl. Die Bestattungsformen reichen inzwischen von der traditionellen Erdbestattung über die Feuerbestattung bis zur Baumbestattung oder gelegentlich auch zur Seebestattung. Eine fachkundige Beratung durch einen örtlichen Bestatter ist hier oft sehr hilfreich.

Die nächstgelegenen Friedhöfe sind:

Der größte Friedhof in Frankfurt ist mit Abstand der Hauptfriedhof. Er umfasst 70 Hektar und ist damit so groß wie ein Viertel des Riedbergs. Den zweiten Platz teilen sich dann der Friedhof Westhausen und der Waldfriedhof in Oberrad mit jeweils etwa 20 Hektar, wobei der Waldfriedhof in Oberrad einen ganz besonders schönen Charme durch die Kombination von Wald und Friedhof besitzt.

Etwa 90 % der Angehörigen entscheiden sich heutzutage für die Feuerbestattung und damit gegen den Sarg. Heute zählt die Individualität. Jeder wird anders bestattet. Früher war es einheitlicher. Das Thema nachhaltige Bestattung rückt dabei immer mehr in den Fokus. Daher sind Holzurnen immer mehr gefragt. Ein Zukunftstrend ist die Reerdigung, bei der der Leichnam in einen Kokon gelegt wird und Mikroorganismen in nur 40 Tagen den Körper wieder in Humus verwandeln. Aus dieser Erde könnte später dann zum Beispiel ein Baum wachsen.

Grabstein oder anonyme Bestattung

Je nach Bestattungsart wird noch ein Grabstein benötigt. Grabstein oder die Grabplatte werden bei einem Steinmetz ausgesucht. Der meistgenutzte Stein ist Granit, da er günstig ist, witterungsresistent ist und es gibt ihn in allen Farben. In 4 bis 12 Wochen meißelt der Steinmetz jeden Wunsch in den ausgewählten Stein. Viele wollen inzwischen keine kirchlichen Symbole mehr. Die Grabsteine sollen dagegen eher einen Bezug zum geliebten Hobby haben, um die Persönlichkeit zum Ausdruck zu bringen.

Anonyme Bestattung bedeutet, dass am Beisetzungsort keine Namensnennung erfolgt. Meistens sind anonyme Bestattungen gleichzeitig auch Feuerbestattungen. Auf einigen wenigen Friedhöfen in Deutschland sind auch anonyme Erdbestattungen möglich. Da die individuelle Gestaltung des Grabes ausgeschlossen ist, entfällt auch die Verpflichtung zur Grabpflege. Anonyme Grabfelder auf Friedhöfen bieten aber in der Regel eine zentrale Ablagestelle für Blumen und Kerzen.

Grabpflege: Bepflanzung oder Bodenplatte

Jetzt im Herbst ist für Friedhofs-Floristen Hochsaison. Gestecke sind zu formen und auf den Gräbern auszulegen. Bis auf Weiß sind alle Farben willkommen. Zu Beginn des Ukraine-Krieges wollten viele gelbe und blaue Blumen. Diese Bepflanzung hält, bis die kalten Jahrestage vorbei sind. Dann, im Frühling folgen helle und bunte Pflanzen. Besonders beliebt sind dabei Stiefmütterchen. Die Pflanzen, die man vom eigenen Garten oder Balkon her kennt, sind oft erste Wahl. Doch sie müssen in das Klima, das auf dem Friedhof herrscht, hineinpassen. Inzwischen kommt es jedoch immer öfters vor, dass nur Bodenplatten für Urnen angefertigt werden sollen.


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Erhalt der Kita Sonnenwind

Kita Sonnenwind

Auf der Fläche „Am Bonifatiusbrunnen“, Gemarkung 0499, Flur 12, Flurstück 224 mit einer Gesamtfläche von 1.648 m² wird die Stadt Frankfurt (ABI) eine viergruppige Kita bauen.

Die Kita Sonnenwind wird nach Fertigstellung des neuen Gebäudes dorthin umziehen. Als Betreiber wird weiterhin die Caritas fungieren (ebenso wie bei der KiTa Himmelsbogen).

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Am Bonifatiusbrunnen

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Am Bonifatiusbrunnen 50.175159, 8.641854

Die als Betriebsträgerschaft an die Caritas vergebene Kita Sonnenwind kann so weiterhin in gleicher Form weiter betrieben werden. Das Gebäude bleibt im Eigentum der Stadt Frankfurt. Gleichzeitig kann in dem Neubau die KiTa noch um eine Kindergartengruppe erweitert werden, was in der ursprünglich angedachten Lösung (Umwandlungen) im Ergebnis ebenfalls umgesetzt worden wäre.

Der Magistrat ist damit den Vorschlägen des Ortsbeirat (12) gefolgt. Die Kita Sonnenwind ist eine der ältesten Kindertagesstätten im Stadtteil und genießt einen hervorragenden Ruf. Auch entscheiden sich viele Familien bewusst für eine konfessionell ausgerichtete Kinderbetreuung.

Die bisherigen Räumlichkeiten werden für die Nachmittagsbetreuung (ESB) der Grundschulkinder gebraucht. Daher hatte man 2019 ursprünglich daran gedacht, die KiTa Sonnenwind zu schließen. Aber eine Petition der Eltern mit mehr als 800 Unterstützerunterschriften zeigte Wirkung. Die neue Lösung klingt vielversprechend.


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Halloween: Gruseliger Ort in Niederursel

Gustav-Adolf-Kirche: Gehorsam

Oben auf einer Anhöhe, von alten Bäumen umgeben, thront die Gustav-Adolf-Kirche, an einem stillen, entrückten Ort, dem früheren Kirchhof. Noch ehe der Nachfolgebau stand, war beschlossen, dass die Kirche nach dem Schwedenkönig Gustav Adolf heißen sollte – zur Erinnerung an die „Blutzeugen evangelischen Glaubens“ im Dreißigjährigen Krieg.

Eines Tages ist ein feingliedriger nackter Fuß an der Altarwand der Gustav-Adolf-Kirche erschienen. Dem Restaurator Thorsten Moser kam der Fuß und einige Blutspuren auf dem Spann, direkt unter das Messer, mit dem er am bräunlichen Putz kratzte. Gemeindepfarrer Michael Stichling erinnert sich: „Der arme Restaurator hat vor Überraschung laut geschrien.“

In die Gustav-Adolf-Kirche wurden Überbleibsel ihres Vorgängerbaus einbezogen, so finden sich z. B. in der Außenwand des östlichen Treppenturms bis heute drei historische Grabsteine.

Aus dem Vermächtnis des Mainzer Erzbischofs Adalbert geht hervor, dass Niederursel 1132 eine Filiale der Praunheimer Pfarrei war. Aufgrund von Funden bei den Ausschachtungsarbeiten für den Kirchenneubau stellte man fest, dass die Baugeschichte der Niederurseler Kirche bis in die frühkarolingische Zeit zurückreicht. Einzelne Teile der Kirche waren fast 1000 Jahre alt.

Im Jahr 1917 wurde die 1750 angeschaffte Glocke beschlagnahmt, und da man Schwierigkeiten beim Abtransport hatte, an Ort und Stelle zertrümmert!

Außerdem ist der sogenannte „Gehorsam“ mit der noch immer vorhandenen Prangerkette am Fuße der ehemaligen Sankt Georgskapelle zu erwähnen. Hier wurden die Verbrecher tagsüber zum Gespött der Bewohner angekettet und des Nachts wieder in das hinter der Türe befindliche „dunkle Loch“ verbracht.

Fußfesseln aus Eisen, um 1800, Mittelalterliches Kriminalmuseum Rothenburg ob der Tauber G11376m

Vorher waren die Verdächtigen oft im »Peinlichen Verhöramt« der Stadt Frankfurt, „der dunklen Seele der städtischen Polizeigewalt” gefoltert worden.

Um sich vor den Flüchen der so Gepeinigten und Bestraften zu schützen, hat der Bauherr des gegenüber liegenden Frankfurter Rathauses folgenden Bann in den Türstock schreiben lassen:

„Recht tun hat betrogen.
Ich täd Recht und ward belogen.
Fuxschwenzer sind bei Herren lieb.
Stehlen mehr als ander Dieb.
Gleich wie der Fux den Hahn tud rechen,
Also wird der Teufel den Fuxschwenzer den Hals zuletzt brechen.“

Wer das Pech hatte, im Winterhalbjahr einzusitzen, konnte leicht erfrieren, da der „Gehorsam“ nicht beheizt war. Und früher waren die Winter teilweise noch richtig kalt, da die Klimaerwärmung noch keine Rolle spielte…


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Pop-up-Store: Weihnachts-Geschenke aus dem Oberurseler Kreativ-Paradies

Pop-up-Store

Für kurze Zeit öffnet ein buchstäblich „wundervoller“ Laden in der Oberurseler Innenstadt. Regionale Vielfalt verspricht kunstvolle Kostbarkeiten für jeden Geschmack.

Besonders, kreativ, sympathisch, knallbunt, elegant, einzigartig und unglaublich verrückt: Mit diesem Treibstoffgemisch wird Anfang November ein Laden aus dem Boden schießen, den Oberursel so noch nie gesehen hat.

Vom 5. November bis zum 23. Dezember öffnet in der »Eppsteiner Straße 1« ein sogenannter „Pop-up-Store“ seine Türen – der es wirklich in sich hat. 18 Künstlerinnen und Kunsthandwerkerinnen werden in diesen beiden Monaten – die Räume des ehemaligen Restaurants „Sabai Sabai“ in ein wahrhaftes Kreativ-Kaufhaus verwandeln.

Kurz vor Weihnachten wird dies ein idealer Ort sein, um sich mit außergewöhnlichen Weihnachtsgeschenken einzudecken, die es einfach sonst nirgendwo geben wird. Für fast jeden Geschmack, für den großen und den kleinen Geldbeutel. Für Menschen die schon alles haben und für jene denen eine ganz besondere Sache einfach noch gefehlt hat.

„Ich bin unglaublich aufgeregt, aber es ist eine richtig freudige Aufregung“, gesteht Petra Langeneckert, die mit ihrem Label „Holzwild“ den neuen Altstadtmarkt und mit zu Hockern upgecycelten Weinkisten das Stadtbild bereichert. Gemeinsam mit vier anderen Power-Frauen hat sie das Organisationsteam gebildet, um die originellen Ideen des ganzen Kollektivs in die Zielgerade zu lenken.

Zu diesem Team gehört auch Tine Stock, die ihre traumhaften Bilder als Postkarten und ihr eigenes zauberhaftes Camper-Quartett über das Internet vertreibt. Sie ist berührt von allem, was gerade um sie herum geschieht. „Wir sind so viele, so unterschiedliche Charaktere, machen so unterschiedliche Sachen und doch vereinen uns gleiche Werte und die Idee etwas zu erschaffen, um es in die Welt hinaus zu tragen“, schwärmt sie. Wir geben uns hier gemeinsam die Chance etwas auf die Beine zu stellen, was keiner von uns alleine gemacht oder sich auch nur erträumt hätte.“

Erträumt hätte sich das wahrscheinlich wirklich niemand von den Mädels, die im Frühsommer in eine Whatsapp-Gruppe eingeladen wurden. Anna-Maria Philipp hatte zu diesem Zeitpunkt gerade ihre „Galerie 360“ gegründet. In einem umgebauten Eier-Automat bietet sie seitdem Kunsthandwerkenden aus der Region eine außergewöhnliche Plattform für Eigenkreationen. Gegen Münzgeld ist es seitdem für Groß und Klein, Jung und Alt täglich möglich ein regionales Unikat zu erstehen. Dafür wollte sie ein Netzwerk gründen was – wie man nur wenige Monate später sieht – richtig gut geklappt hat.

„Es ist wirklich Wahnsinn, was in dieser kurzen Zeit alles passiert ist und was alles gemacht wurde“, betont Langeneckert, „man muss aber auch echt sagen, dass wir ohne die super Unterstützung durch die Stadt Oberursel lange nicht so weit wären.“ Bürgermeisterin Antje Runge freut sich über die Entwicklung sehr: „Die Stadt Oberursel unterstützt Kreativschaffende bei der Vermarktung und Professionalisierung, etwa durch den Austausch beim Gründerdialog und Gründer-Seminaren, Werbeplattformen oder aktuell bei der Eröffnung des Galerie 360 – Pop-up-Stores. Die aktive Szene ist eine große Bereicherung für die Stadt. Uns ist wichtig, dass Kreativschaffende hier guten Boden finden, um ihre wirtschaftliche Existenz nachhaltig aufbauen und sichern zu können.“

Die nächsten drei Wochen wird jetzt mit vereinten Kräften gestrichen, dekoriert, produziert und herausgeputzt. „Noch ist richtig viel zu tun“, so Tine Stock, „wenn wir fertig sind, führt eigentlich kein Weg daran vorbei, uns zu besuchen, weil alles was wir jetzt hier beschreiben könnten, wird nicht ausreichen, um das zu sehen, was jede Einzelne von uns in Ihren Werken ausdrückt.

Der Store öffnet am 05.11.2022 ab 10:00 Uhr mit einer grandiosen Eröffnungsfeier. Danach ist Weihnachtsshopping zu folgenden Zeiten möglich: Montag, Mittwoch, Donnerstag und Freitag 10:00 Uhr bis 19:00 Uhr und samstags von 10:00 Uhr bis 16:00 Uhr. Weitere Infos im Web unter: https://www.galerie-360-oberursel.de/pop-up-store.

Pop-up-Store Flyer

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