Kategorie: AktuelleNEWS

Die Kalbacher Klapperschlange 2024

Anlässlich der 38.Kinderbuchmesse Kalbach-Riedberg wurden erneut drei Buchtitel mit der Klapperschlange des Kinderverein Kalbach ausgezeichnet.

Es war wieder mal soweit: die 38. Buchmesse wurde am Samstag, den 08.November eröffnet und bereits eine Stunde später wurden sowohl die fleißigsten Leseratten als auch die Buchtitel, die den meisten Zuspruch gefunden hatten, bekannt gegeben.

In einem Zeitraum von März bis Oktober diesen Jahres haben Kinder der zweiten bis neunten Klasse Bücher, die an 12 Frankfurter Ausleihstellen ausgegeben wurden, gelesen und bewertet. Zur Kinderjury gehörten 200 Kinder, die für mindestens fünf der insgesamt 60 Buchtitel eine Beurteilung eingereicht hatten. Die Bücher selbst waren gruppiert in den drei Klassenstufen zweite bis dritte, vierte bis sechste und siebte bis neunte Klasse.
Die Kriterien, die ein Buch für die Teilnahme an der Kalbacher Klapperschlange qualifizierte, waren:
– nur Romane und Erzählungen für Kinder von der 2. bis zur 9. Klasse
– bei Reihen oder Serien nimmt immer nur der erste Band teil
– ausgeschlossen wurden Bilderbücher, Sachbücher und Bücher mit einzelnen Geschichten
– bei den Büchern musste es sich um Neuerscheinungen des Jahres 2023 handeln, um in die Vorauswahl für die diesjährige Klapperschlangen-Saison aufgenommen zu werden.

Das Interesse am Buch ist nach wie vor sehr hoch; Foto: D.Walz

Um ein Buch nicht nur mit ‚toll‘ oder ‚blöd‘ zu bewerten, wurden den jungen Lesern zur Bewertungshilfe angeboten:
– Titel und Bilder
– Thema, z.B. Zauberei
– Wer sind die Hauptfiguren?
– Ist es spannend, abenteuerlich, lustig, traurig oder fantasievoll?
– Ist das Buch verständlich?
– Ist die Handlung wie im richtigen Leben?
– Wie hast du dich beim Lesen gefühlt?
– Wie lange hast du zum Lesen gebraucht?
– Hat das Buch ein schönes Ende?

Darüber hinaus sollten die teilnehmenden Kinder und Jugendlichen in eigenen Worten eine kurze Inhaltsangabe abliefern:
– Worum geht es in dem Buch?
– Wer ist die Hauptperson, was macht sie, was geschieht mit ihr, was erlebt sie?
– Welche anderen Personen kommen vor?
– Was passiert?

Zu guter Letzt sollte eine Bewertung in Punkten erfolgen: maximal 20 Punkte für das beste Buch.

Man sieht, der jungen Leserschaft wurde es nicht leicht gemacht!

Die Bücherauswahl ist wie immer riesig; Foto: D.Walz

Zum Siegerbuch der Klassenstufe 2-3 wurde gekürt:
Juli Zeh und Elisa Hoven:  Der war’s  (Carlsen Verlag)

Das Siegerbuch der Klassenstufe 4-5:
Janelle McCurdy: Die Chroniken von Lunis – Wächterin des Lichts (arsEdition)

Zum Siegerbuch der Klassenstufe 7-9 und damit zum Gesamtsiegerbuch aller Klassenstufen wurde gewählt:
XiXi Tian: Hier ist es immer noch schön (Carlson Verlag)

Zu den Titeln im Einzelnen:
Der war‘s
In der 6a ist ein Verbrechen geschehen: Marie, dem beliebtesten Mädchen der Klasse, wurden die Pausenbrote gestohlen. Schnell scheint klar, dass nur einer als Täter in Betracht kommt: Konrad. Der ist neu in der Klasse und hat noch keine Freunde gefunden. Statt auf dem Schulhof verbringt er die Pausen im Klassenraum. Wer soll es denn sonst gewesen sein? Konrad jedoch ist sich keiner Schuld bewusst. Und als die Kinder auf die Idee kommen, in einem Gerichtsverfahren über Schuld oder Unschuld zu verhandeln, kommt heraus: Es ist alles ganz anders, als sie dachten …

Die Chroniken von Lunis – Wächterin des Lichts
Mia ist in Nubis, einer Stadt in völliger Dunkelheit, aufgewachsen. Wie fast alle Städte im Königreich Lunis wurde auch ihre Heimat vom sagenumwobenen König der Finsternis in ewige Nacht gestürzt. Nur mit Hilfe der Umbra, gestaltwandelnden Fabelwesen mit magischen Kräften, können die Bewohner die Finsternis unter Kontrolle halten und die Stadt schützen. Doch dann wird Nubis erneut von den Schergen des Königs angegriffen und Mias Eltern werden gefangen genommen! Mia muss ihre Ängste überwinden und lernen, ihren eigenen Umbra zu zähmen. Nur so hat sie eine Chance, den König der Finsternis zu besiegen und ihre Eltern zu retten. Sollte sie es nicht schaffen, wird sie ihre Familie für immer an die Dunkelheit verlieren …

Hier ist es immer noch schön
Annalie traut ihren Augen kaum. Mit roter Farbe hat irgendjemand „Schlitzaugen“ auf die Garage geschmiert. Es fühlt sich an wie ein Schlag in den Magen.
Bisher hat Annalie in den Ferien in der örtlichen Eisdiele gejobbt und sich nichts sehnlicher gewünscht, als dass der süßeste Junge der Schule sie endlich wahrnimmt. Ihre ältere Schwester Margaret hingegen will die verschlafene Kleinstadt endlich hinter sich lassen und hat ihr Praktikum in New York auch deshalb angetreten, um ihrem Ex-Freund nicht mehr zu begegnen.
Doch als die Familie Opfer eines rassistischen Anschlags wird, kommt Margaret zurück nach Hause und versucht alles, um die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen. Annalie dagegen will so schnell wie möglich wieder zur Tagesordnung übergehen.

 

Die Bekanntgabe der Preisträger 2024; Foto: D.Walz

Links:
Kalbacher Klapperschlange
Rezensionsheft
Kinderverein Kalbach
Wikipedia

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Luftbilder: Eintauchen in Bonameser Geschichte

Heimat- und Geschichtsverein Bonames e. V.

Der Bonameser Heimat- und Geschichtsverein e. V. bot die Tage einem breiten Publikum die Möglichkeit anhand historischer Luftbildaufnahmen aus dem Jahr 1927 sich mit der Veränderung der damaligen Siedlungsstruktur auseinanderzusetzen.

Horst Ulmer, der Vorsitzende des Heimat- und Geschichtsvereins ist in seinem Element. Seine lange Erfahrung als Stadtplaner kommt ihm zugute. Frankfurt erfuhr eine immense Flächenausdehnung 1910, als 11 umliegende Dörfer eingemeindet wurden. Die nächste Eingemeindungswelle kam dann schon wieder 1928, als Höchst mit 3 Stadtteilen sowie weitere 5 Landgemeinden zum Frankfurter Stadtgebiet hinzukamen.

Die Erschließung neuer Baugebiete und die Integration der eingemeindeten Gemeinden stellten zum Beispiel die Frankfurter Stadtentwässerung vor große Herausforderungen. Aber auch die Neuordnung der öffentlichen Infrastruktur (Straßen, Bahnlinien, Brücken, …) musste geplant werden, damit die Umsetzung überhaupt möglich wurde.

Die bisherigen Kartenwerke stammten meist aus dem vorhergehenden Jahrhundert (1866-1883). Daher nahm Frankfurt Geld in die Hand und beauftragte die Firma Hansa Luftbild, eine Tochter der Lufthansa, die 1923 ihren Geschäftsbetrieb aufgenommen hatte, im Jahr 1927 die Stadt zu überfliegen und Luftaufnahmen zu machen.

An Bord einer Junkers-Maschine wurde die Grundlage der Kartierung mittels Luftbildern ermöglicht. Allerdings steckte die Technik noch in den Kinderschuhen. Mit einer einfachen Handkamera wurde aus den Flugkabinen heraus fotografiert. An fest installierte Boden-Kameras mit automatischer Auslösung und hoher Bildauflösung war damals noch nicht zu denken.
Es gibt drei Glasplatten mit Aufnahmen aus dieser Zeit, die inzwischen vom Institut für Stadtgeschichte Frankfurt digitalisiert wurden. Auch wenn die verwendeten Chemikalien bei der Erstellung der Fotoplatten in der Zwischenzeit an einigen Stellen zu Löchern im Bild geführt haben, sind doch noch viele Details zu erkennen.

Bonames – Frankfurt

Das Verhältnis zwischen Bonames und Frankfurt war traditionell seit dem Mittelalter besonders eng. Bonameser Bürger hatten seit dem 14. Jahrhundert auch das Frankfurter Bürgerrecht. Die Frankfurter stellten bewaffnete Unterstützung für die Wachmannschaften in Bonames, die die Durchgangsstraßen kontrollierten.

Bonames entwickelte sich dann im 19. Jahrhundert zum Naherholungsgebiet von Frankfurt. Die Familien von Metzler und Mouson hatten hier ihre Sommervillen, da Hitze und Gestank in der Frankfurter City im Sommer nicht auszuhalten waren.

Wirtschaftszentrum

Auch Handwerk und Gewerbe blühten in Bonames. Drei Ziegeleien, eine Lederwarenfabrik, eine Schuhfabrik, eine Getreidemühle und viele Handwerksbetriebe waren der wirtschaftlich starke Kern des Ortes. Die Gaststätten (Momberger/Goldene Gerste, Zur Zwiebel, Zum Einhorn, Zur Windmühle) hatten teilweise überregionale Bedeutung.

Wehranlagen

Frankfurt hatte seine Stadtmauer, seine Warten und seine Landwehr, und auch Bonames wurde seit dem frühen 14. Jahrhundert von einer Ortsmauer geschützt. Rund um Frankfurt gab es noch eine Reihe kleinerer Burgen, die aber immer mehr an Bedeutung verloren (Niederursel, Goldstein, Rödelheim, Heddernheim, …). Auch die Wasserburg aus dem 13. Jahrhundert in Bonames wurde mit der Zeit überflüssig und etwa um 1993 an den Immobilienunternehmer Jürgen Schneider verkauft, der dort Wohnungen errichten ließ.

Opfer der Eingemeindung

Ausgerechnet der Heimat- und Geschichtsverein Bonames wurde zum Opfer der Eingemeindung. Bonames war Eigentümer des alten Schulhauses. Im Rahmen des Integrationsprozesses kam dieses Gebäude in die Verwaltung des Liegenschaftsamtes der Stadt Frankfurt. Das Amt reichte die Immobilie weiter an den Allgemeinen Almosenkasten, der es an die evangelische Kirche in Bonames vermietete. Dem Geschichtsverein, der vorher im Schulhaus angesiedelt war, wurden Räumlichkeiten im Saalbau Nidda zur Verfügung gestellt. Die liegen jedoch zu versteckt und sind platzmäßig inzwischen zu klein.


Weiterführende Links

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Weihnachtsmarkt der IG Riedberg in Vorbereitung

Weihnachtsmarkt-Symbol

Auch in diesem Jahr findet der Weihnachtsmarkt der IG Riedberg wieder auf dem Riedbergplatz statt. Nachdem es sich in diesem Jahr um den 10. Weihnachtsmarkt in der Verantwortung der IG Riedberg handelt, kann man wohl schon fast von einer etablierten Tradition sprechen.

Am dritten Advent können die Besucher in gemütlicher Atmosphäre kulinarische Köstlichkeiten probieren, musikalischen Klängen lauschen und einfach ihre Seele baumeln lassen.

Die Öffnungszeiten für das Publikum des Weihnachtsmarktes sind:
Freitag, 13.12.24 von 18:00 Uhr bis 23:59 Uhr
Samstag, 14.12.24 von 15:00 Uhr bis 23:59 Uhr
Sonntag, 15.12.24 von 12:00 Uhr bis 16:00 Uhr

Neben informativen Ständen werden auch zahlreiche Stände mit Eigenerzeugnissen im Kunsthandwerkerzelt zu finden sein. Auch für die kleinen Besucher wird es betreute Programmpunkte geben. (Stockbrot grillen, Basteln, Weihnachtsgeschichten, …)

Gemeinsam mit befreundeten Vereinen, wie dem SC Riedberg, dem Kerbeverein Kalbach, dem Freundeskreis der Judith-Kerr-Schule und der Evangelischen Riedberggemeinde, sowie zahlreichen Standbetreibern freuen wir uns auf viele Besucher.

Wir wollen nicht zu viel verraten … aber vereinzelten Personen aus dem Organisationsteam hat der Weihnachtsmann geflüstert, dass er auch vor Ort sein wird.

Helfer sind die Seele des Festes und daher herzlich willkommen

Die ersten Arbeiten für die Errichtung der Infrastruktur des Marktes (Strom, Wasser, Toiletten, …) werden ab dem Donnerstag, den 12.12.24 durchgeführt.

Am Freitag, den 13.12.24 werden die Stände der teilnehmenden Vereine und anderen Anbieter in Angriff genommen. Für den Aufbau des großen Zeltes für die Kunsthandwerker und für viele andere kleinere Aufgaben werden Helfer benötigt.

Für die Stände der IG Riedberg werden Helfer gesucht, die beim Zusammenbau und beim Betrieb der Stände helfen. (Freitag bis Sonntag in verschiedenen Schichten)

Das Aufräumen nach dem großen Event: Ab Sonntag, den 15.12.24 etwa 16:00 Uhr beginnt der Abbau. An dem Abend wird nicht alles zu bewältigen sein. Von daher wird das große Aufräumen auch noch am Montag, den 16.12.24 stattfinden. Auch hier werden viele Hände benötigt, die mit zupacken können.

Wer sich vorstellen kann dieses Groß-Projekt zu unterstützen, wendet sich bitte per eMail wenden an: veranstaltung@ig-riedberg.de.

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Das Kultevent zum Kultgericht: Grüne Soße Festival 2025

Grüne Soße Festival

Auf geht’s in die nächste Runde: Frankfurts größter kulinarischer Wettstreit startet im kommenden Jahr wie immer im Mai in einem großen Festivalzelt.

Am 7. November 2024 startet der Vorverkauf für die begehrten Tickets.

Das Grüne Soße Festival ist im Frühling mit seiner unvergleichlichen Show und der traditionellen Abstimmung über die beste „Grie Soß“ des Jahres vom 17. bis 24. Mai zu Gast auf dem Frankfurter Roßmarkt. Insgesamt 49 Gastronomiebetriebe aus der Region präsentieren ihre Kreation der Grünen Soße zur Verkostung im Festivalzelt. Dazu werden, traditionell hessisch, Kartoffeln und gekochte Eier gereicht. Das Publikum wählt allabendlich aus 7 Soßen einen Sieger, und im Finale wird die Frage aller Fragen beantwortet: „Wer macht die Beste?“.

Grüne Soße Festival

© Sabine Imhoff

Sieger des Grüne Soße Festivals 2024 war das Gasthaus zum Einhorn aus Bonames!

Die Gastgeber Anton Le Goff und Andy Ost präsentieren im Wechsel Showacts aus Comedy, Magie, Kabarett und Musik. Auf der Bühne stehen Lisa Feller, Johannes Scherer, Gayle Tufts, Woody Feldmann, Sascha Korf, MEDLZ, Reis Against The Spülmachine, Comedian Amjad und Nicolai Friedrich. Sie alle feiern gemeinsam mit dem Publikum, der Hilde aus Bornheim und der einzigartigen Festivalband „Andi und die Gartenzwerge“ das Kultgericht.

Grüne Soße Festival

© Sabine Imhoff

Im Ticket enthalten sind freie Getränke, die Verkostung von 7 Grünen Soßen und ein erstklassiges Programm. Anfragen für Gruppenbuchungen sind über die Webseite möglich.
Tickets und alle Infos gibt es unter www.gruene-sosse-festival.de.


Das Grüne Soße Festival hatte seine Anfänge 2008 in der Brotfabrik. Seit 2010 gastiert der kulinarische Wettbewerb auf dem Roßmarkt und empfängt mittlerweile rund 5.000 Gäste. Nach der pandemiebedingten Abwandlung des Festivals zu dreiwöchigen Grüne Soße Festspielen im Freien ist die Veranstaltung seit 2024 wieder zu ihrem alten Format im Festivalzelt zurückgekehrt.

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Spiritualität, Kunst und Kalligraphie-Wochenende in Vallendar

Kursangebot Kalligrafie

Der November ist ein wunderbarer Monat um sich der Kunst und Spiritualität zu widmen …

„Die Kalligraphie in ihrer schönsten und ausdrucksstärksten Form ist in der Tat der Tanz des Pinsels und der Tinte und erreicht ihren Höhepunkt, wenn Bewegung, Vitalität, Rhythmus und Harmonie im Vordergrund stehen und der intellektuelle Inhalt der geschriebenen Zeichen bei der raschen Wiedergabe durch den perfekt disziplinierten und daher völlig freien Pinsel bewusst aufgegeben wird.

Die absolut natürliche und spontane Pinselführung gleicht dem Flug eines Vogels, und die Werke der Kalligraphie können wahrhaftig als herausragende Beispiele der abstrakten Kunst bezeichnet werden.“

Wie kann ich als Erwachsener meine eigene Spiritualität erleben und vertiefen? An diesem Wochenende können Sie an einem ruhigen Ort die Praxis und Kunst der Kalligraphie kennenlernen und verfeinern.

Sie können die Technik und Disziplin der westlichen Tradition der Kalligrafie ausprobieren. Außerdem können Sie einen Dialog mit dem Trappistenmönch Thomas Merton (1915-1968) führen, einem bekannten spirituellen Autor und Fotografen, der auch die spirituelle Praxis der Kalligrafie für sich entdeckt hat.

Er ließ sich sowohl von der westlichen als auch von der östlichen Tradition der Kalligrafie inspirieren. Ziel dieses Wochenendes ist es, sich selbst und die eigenen Fähigkeiten zu erkunden, die Schöpfung mit Freude zu beobachten und anderen und Gott näher zu kommen.


Referenten

  • Gisela zur Strassen ist leidenschaftliche Kalligraphin und führt seit Jahren Interessierten in die Kunst der Kalligraphie ein.
  • Sylvia Grevel ist Theologin, geistliche Begleiterin und Malerin. Sie ist internationale Beraterin für die Internationale Thomas Merton Gesellschaft (ITMS).
  • Dr. Dominiek Lootens, Leiter des Centre for Dialogue at Campus Riedberg, ist der Autor von Open to the Full Dimension. Thomas Merton, Practical Theology, and Pastoral Practice (Wipf and Stock, 2022).

Termin: Fr. 22.11., 15 Uhr bis So, 24.11.2024, 13:30 Uhr
Ort: Forum Vinzenz Pallotti, Pallottistraße 3, 56179 Vallendar
Kosten: Tagungskosten EZ/VP 208 Euro + 90 Euro Kurskosten = 298 Euro
Tagungskosten: DZ/VP 190 Euro + 90 Euro Kurskosten = 280 Euro
Organisator: Dieses Wochenende ist eine Initiative des Centre for Dialogue at Campus Riedberg (www.cfd-frankfurt.de).

Anmeldung
Eine Anmeldung ist ab sofort unter Angabe von Namen, Adresse, Telefonnummer und Geburtsdatum per eMail an info@cfd-frankfurt.de möglich. Die Teilnehmerplätze sind zwar begrenzt, aber noch sind Plätze vorhanden und eine Anmeldung ist daher noch möglich.

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Grünschnitt recyceln – Gut fürs Klima

Mehr Bio in die Bio-Tonne

Das dauerhafte Hochdruckgebiet über Deutschland war eine prima Unterstützung für all die Hobbygärtner, die in Ruhe ihren Garten winterfest gemacht haben. Dementsprechend sind in vielen Gartenanlagen größere Mengen an Gras, Laub und abgetrennten Ästen angefallen. Da ein Verbrennen dieser Biomasse neben unangenehmen Gerüchen auch entsprechende Mengen an CO2 freisetzen würde, ist die Dienstleistung der FES sehr willkommen.

Seit einiger Zeit sind sie schon in den verschiedenen Stadtteilen unterwegs und holen den angefallenen Grünschnitt der Bevölkerung ab. Bis zum 8. November sollten alle größeren Stadtteile von den zusammengetragenen Grünschnittmengen befreit worden sein.

Jetzt am 4. November sollen laut Tourenplan der FES die Ortsteile Kalbach-Riedberg, Niederursel und Heddernheim an die Reihe kommen.

Damit dieses Arbeitspensum erfolgreich abgearbeitet werden kann, müssen allerdings ein paar organisatorische Rahmenbedingungen erfüllt werden:

  1. Für die Abholung des Grünschnitts ist eine Anmeldung beim FES-Callcenter
    unter 0800-200 800 70 erforderlich.
  2. Der Grünschnitt ist ohne Draht in Bündeln zusammenzuschnüren oder in kompostierbaren Papiersäcken an der Grundstücksgrenze bereitzustellen.
  3. Bündel und Säcke sollten nicht schwerer als 15 Kilogramm sein. (Haben Sie Mitleid mit den Bandscheiben der einsammelnden Mitarbeiter)

Saisonale Aktion hat bereits ein wenig Tradition

Es ist bereits das vierte Mal, dass die FES diesen äußerst komfortablen Service für Frankfurter Bürger anbietet. Und nicht nur das, dieses Angebot ist derzeit auch noch kostenlos. Seit 2021 sind die Mitarbeiter der FES einmal im Frühjahr und einmal im Herbst in den Frankfurter Stadtteilen unterwegs. Innerhalb von 3 Wochen werden alle wesentlichen Stadtteile besucht.

Stetiges Wachstum

Innerhalb von 2 Tagen sind schnell mal 1.000 kg Grünschnitt eingesammelt. Und die anfallenden Mengen wachsen jedes Jahr, nachdem die Stadt immer grüner wird. Neben neuen Parkanlagen werden auch zunehmend Straßen mit Bäumen und anderen Pflanzen begrünt. Auch das eine oder andere Dach wird in ein begrüntes Dach umgewandelt. Darüber hinaus nehmen die Bürger diese Dienstleistung zunehmend in Anspruch. Mehr Einwohner bzw. Haushalte bedeutet zum Beispiel in der Weihnachtszeit auch mehr Tannenbäume, die wieder entsorgt werden müssen.

Die Weiterverarbeitung

Die angefallenen Mengen werden in die Biokompostanlage im Osthafen gebracht. Dort wird die Biomasse zerkleinert, von Verunreinigungen (vor allem Plastik) befreit und dann in einem Komposter vergoren bzw. kompostiert. Am Ende stehen dann wertvolle Produkte zur Verfügung:

  • Kompost
  • Flüssigdünger
  • Nutzbare Wärme
  • Wertvoller Strom
  • und Biomethan, das in das öffentliche Erdgasnetz eingespeist wird

Neben dem Wiederverwertungsprozess wird zusätzlich die (schwarze) Restmülltonne entlastet. Daher möchte die Stadt Frankfurt den Anteil des getrennt gesammelten Bioabfalls auf 70 kg bis 80 kg je Einwohner und Jahr steigern, was beim heutigen Stand eine Verdopplung bedeuten würde.


Weiterführende Links

 

Frankfurter Entsorgungs- und Service GmbH (FES)
Die FES ist in Frankfurt für das Einsammeln aller Abfälle zuständig und betreibt das Müllheizkraftwerk in Heddernheim, in dem nicht nur Hausmüll aus Frankfurt verbrannt wird. Mit der Abwärme des Heizkraftwerks werden große Teile des Fernwärmenetzes der Stadt Frankfurt versorgt.

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Zu Besuch in Miriams Wunderkiste

MainRiedberg sah sich in dem Second-Hand-Laden im Ben-Gurion-Ring 39 in Niedereschbach um und sprach mit dem Team Vorort

Um es gleich vorweg zu nehmen: bei Miriams Wunderkiste handelt es sich nicht um ein Utensil eines Magiers, kein Hokuspokus, keine Zauberei. Hier handelt es sich um Verkaufsräume im Keller der Miriamgemeinde, wo Second-Hand-Kleidung, überhaupt Textilien aller  Art und viele andere gebrauchte Artikel verkauft werden.

Die Wunderkiste gibt es seit Ende der 1980er Jahre und wurde auf Initiative der Miriamgemeinde als ‚Kleiderkammer‘ gegründet, um Spätaussiedler aus Osteuropa und Flüchtlingen des Jugoslawienkriegs mit Kleidung auszustatten. Vor einigen Jahren wäre dieses Angebot der Gemeinde beinahe eingestellt worden, konnte aber auf Initiative einiger aktiver Gemeindemitglieder wiederbelebt werden. Von dann an wurde die Kleiderkammer als Second-Hand-Shop und unter neuem Namen, eben „Miriams Wunderkiste“, betrieben.
Heute wird die Wunderkiste von fünf Frauen betreut, die ihre Arbeit allesamt ehrenamtlich ausüben: mit einem Aufwand von vier bis fünf Stunden pro Woche und Person kümmern sie sich um die Annahme der gebrauchten Artikel, die Sortimentspflege und den Verkauf. MainRiedberg hat am letzten Verkaufsdonnerstag mit Frau Blechschmidt, Frau Karimi und Frau Schlaaff drei engagierte und sympathische Mitarbeiterinnen kennenlernen können.

Die ‚typische‘ Kundschaft kommt auch heute noch vornehmlich wegen des günstigen Preises
der angebotenen Artikel: ob Flüchtling aus der Ukraine, arbeitslos oder schlicht wenig Geld zur Verfügung, das sind weiterhin wichtige Gründe. Es aber kommen auch Menschen, die die Nachhaltigkeit dieser Art des Einkaufs sowie das gemeinnützige und soziale Engagement der Wunderkiste zu schätzen wissen.

Aktive Werbung über selbsterstellte Flyer und die Medien sowie der über die Jahre gewachsene Bekanntheitsgrad haben für einen deutliche Zuwachs an Kunden gesorgt. Sogar die Käuferzahlen bei den Männern sind beachtlich gestiegen: so musste man im April diesen Jahres eine eigene Herrenumkleide einrichten, nachdem die einzige Umkleide (für Damen) nicht mehr ausreichte.
Die Kunden kaufen in der Hauptsache für den eigen Bedarf (und deren Familien) ein. Bei so manchem großen Einkauf gingen aber auch schon Kleidungsstücke für Freunde und Verwandte über den Ladentisch, um ganze Feiergesellschaften mit dem passenden Outfit auszustatten. Natürlich ist bei den günstigen Preisen nicht ausgeschlossen, dass selbst Flohmarkthändler den eigenen Warenbestand aufstocken – das lässt sich aber bei keinem Second-Hand-Laden gänzlich verhindern.

der Verkaufsraum für Kindersachen; Foto: D.Walz

Hauptsächlich kommen die Einnahmen der Wunderkiste aus dem Verkaufserlös. Spenden fallen nur in geringem Ausmaß an, finanzielle Unterstützung durch öffentliche (kommunale oder kirchliche) Institutionen gibt es nicht. Die Kellerräume des Gemeindezentrums am Bügel werden als Verkaufs- und Lagerräume kostenfrei zur Verfügung gestellt. Die zum Verkauf angebotene Kleidung, die Textilien und andere Artikel werden der Wunderkiste allesamt gespendet.
Mit dem über das Jahr erwirtschaftete Geld bedenkt Miriams Wunderkiste soziale und karitative Einrichtungen; so ging im letzten Jahr eine Zuwendung an das Familienzentrum der Kinderkrebshilfe Frankfurt.

ein Blick in die Damenabteilung; Foto: D.Walz

Also, liebe Leserschaft, noch gut tragbare Klamotten sowie brauchbare Textilien, Haushaltswaren und Spielzeug müssen Sie zukünftig nicht mehr wegwerfen. Eine Spende an Miriams Wunderkiste macht andere Menschen glücklich und sorgt bei Ihnen für ein gutes Gefühl.

Das Sortiment umfasst:

  • Kinderkleidung (je nach Größe) von 0,50 (Babybody) € bis 5,00 € (Winterjacken ab
    146)
  • Damen- und Herrenkleidung von 0,50 € (Unterwäsche) bis 10,00 € (Festliches Kleid)
  • Spielzeug, Spiele, Kinderbücher, Schuhe, Gürtel, Schmuck, Mützen, Hüte, Handschuhe, Halstücher, Schals, Taschen, Geschirr, Haushaltswaren, Tisch- und Bettwäsche, Handtücher, Vorhänge

Wegen des bevorstehenden Winters werden verstärkt warme Kleidungsstücke angeboten; Weihnachtsartikel runden das Sortiment jahreszeitlich abgestimmt ab.

Haushaltswaren zum Verkauf; Foto: D.Walz

Termine in 2024:

Annahme:
04.11.2024 zwischen 16:00 – 18:00 Uhr
09.12.2024 zwischen 16:00 – 18:00 Uhr
Es wird gebeten nur gut erhaltene, saubere Stücke abzugeben.

Aus Platzgründen können nur jeweils drei Kartons oder Säcke angenommen werden.
Termine für 2025 werden noch auf der Webseite und im Gemeindebrief der Miriamgemeinde veröffentlicht.

Verkauf:
jeden Donnerstag zwischen 15:00 – 18:00 Uhr
während der Schulferien geschlossen

Sonderverkauf:
Samstag, 16. November 2024 zwischen 11:30 – 13:30 Uhr

Anfragen können Sie richten an:
Gabriele Blechschmidt , Telefon: 0172 – 5755800

Link:
Miriams Wunderkiste

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Niederursel: Alteingesessene Bürger mussten fliehen oder wurden ermordet

Verlegung Stolpersteine in Niederursel

Ludwig Grünebaum wurde 1877 als drittes von zehn Kindern in Niederursel geboren. Sein Vater stammte aus Oberursel. Zusammen mit seiner Ehefrau Amalie betrieben die Grünebaums, die seit 1911 mit ihren Kindern in Niederursel in der Kirchgartenstraße 7 wohnten, eine Metzgerei in der Straße Alt-Niederursel 49.

Er verdiente seinen Lebensunterhalt mit Viehhandel und bezog mit seiner Frau ein eigenes Haus in der Nähe seines Geburtshauses in der Kirchgartenstraße 7. Nach der Geburt des dritten Sohnes starb Ludwig Grünebaum bereits 1923.

Um den Lebensunterhalt der Familie zu sichern, eröffnete Amalie ein Butter-Eier-Käse Geschäft. Die Söhne Bernhard, Walter und Helmut besuchten die Volksschule in Niederursel.

  • Bernhard begann 1926 bei der bekannten Frankfurter Metzgerei Julius Sostmann eine dreijährige Lehre als Fleischer. Im April 1929 bestand er die Gesellenprüfung und arbeitete weiterhin bei der Firma Sostmann als Geselle.
  • Walter absolvierte nach dem Schulabschluss eine kaufmännische Ausbildung und arbeitete als Büroleiter. Beide unterstützten Mutter und Bruder Helmut ab diesem Zeitpunkt finanziell. Helmut war ein sehr guter Schüler und wollte später einmal Lehrer werden.
  • Helmut verließ 1936 die Volksschule in Niederursel und besuchte ab dann das Philanthropin. Da er besonders gute Noten hatte, wurde er einer höheren Klasse zugeteilt und hatte auch Unterricht in Fremdsprachen.

Nach 1933 änderten sich die Lebensbedingungen der Grünebaums unter den Druck der nationalsozialistischen Regierung sehr schnell.

  • Bernhard Grünebaum verlor seine Arbeit, da die Firma Sostmann Schächtverbot erhielt und schließen musste. Er fand keine neue Arbeitsstelle mehr, bezog Arbeitslosengeld und flüchtete schließlich 1936 in die USA zu einem Onkel, der auch die Kosten der Reise übernahm. Er starb 1996.
  • Walter Grünebaum konnte noch bis 1938 seine Arbeitsstelle behalten, wohnte dann für kurze Zeit mit der Mutter und Bruder Helmut in der Scheffelstraße im Nordend, bevor er mithilfe des Bruders Bernhard 1938 zu ihm in die USA flüchtete. Er starb 1997.
  • Helmut Grünebaum musste 1938 das Philanthropin verlassen. Seiner Mutter und ihm gelang mithilfe der beiden Brüder noch die Flucht 1939 über Italien nach New York. Er starb 1993.
  • Amalie Grünebaum konnte wegen der mangelnden Sprachkenntnisse, ihres Alters und fehlender beruflicher Kenntnisse keine Erwerbstätigkeit mehr beginnen. Sie starb 1965.
  • Amalie Grünebaums Schwägerin Therese Wechsler, die ebenfalls noch in Niederursel in ihrem Elternhaus Alt-Niederursel 49 lebte, gelang nach dem erzwungenen Verkauf des Hauses mit ihrem Ehemann Edmund Wechsler und Sohn Erich ebenfalls die Flucht in die USA.
  • Ihr Schwager Moritz Grünebaum, der mit seiner Frau Rosa und dem Sohn Hans in der Kaiserhofstraße 16 wohnte, wurde mit seiner Frau 1942 ins Lager Theresienstadt und weiter nach Auschwitz deportiert und dort ermordet. Sohn Hans starb 1942 im Vernichtungslager Majdanek.

Am 30. Oktober wurde nun in der Kirchgartenstraße 7 die Stolpersteine für die Familie Grünebaum als Opfer der Verfolgung durch die Nationalsozialisten in einer Zeremonie der »Initiative Stolpersteine Frankfurt am Main e. V.« verlegt.

Verlegung Stolpersteine in Niederursel

© A. Droßmann

Dies war in Niederursel die zweite Verlegung. Erstmals wurden 2016 Stolpersteine zum Gedenken an die Familie Schott in der Spielsgasse 8 verlegt.

Die Aktion Stolpersteine wurde initiiert von Helmi Wiesenbach aus Niederursel. Ihr Vater war ein Klassenkamerad von Bernhard Grünebaum. An die Erzählungen des Vaters über dessen Besuch in Frankfurt nach dem Krieg kann sie sich noch gut erinnern. Die Steine wurden von ihr sowie von Franziska Eifert und Martin Lebert, Edgar Kalmbach und Petra Weber finanziert.


Weiterführende Links

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Tierbestattung – wenn ein tierisches Familienmitglied stirbt

Tiefriedhof Bad Homburg

In vielen Familien, vor allem auch in unserem Ortsteil, gibt es Haustiere, zu denen sich eine hohe emotionale Bindung entwickelt hat. Viele Tiere haben aber eine deutlich kürzere Lebenserwartung als wir Menschen. Daher müssen wir uns im Laufe unseres Lebens immer wieder von verstorbenen Haustieren trennen.

Für einige kleinere Haustiere ist behördlicherseits die Bestattung im Garten erlaubt. Dazu gehören Kleintiere wie Hamster, Meerschweinchen und Vögel. Anders sieht es bei größeren Tieren aus wie Hunden oder Katzen. Wer die bei sich zu Hause bestatten möchte, braucht eine Genehmigung vom zuständigen Veterinäramt. Ausnahme: Das Tier ist bereits eingeäschert, dann kann die Bestattung im Garten – sofern man einen hat – auch ohne vorherige Erlaubnis durchgeführt werden.

Viel schwieriger ist es, wenn man keinen eigenen Garten hat. Das Bestatten seines Lieblings im Wald oder in einem Park ist nicht zulässig, selbst wenn das Tier eines natürlichen Todes gestorben ist. War die Todesursache eine meldepflichtige Krankheit oder wurde das Tier vom Tierarzt eingeschläfert, kommen weitere Risiken dazu: Krankheitserreger und Medikamentenrückstände könnten ins Grundwasser gelangen. Daher sind hier besondere Vorschriften zu beachten.

Das fängt beim Abstand zu öffentlichen Wegen an und hört bei der Tiefe des auszuhebenden Grabes auf. Auch die Behältnisse, in denen Tiere begraben werden, müssen speziellen Anforderungen genügen. Die Gefäße müssen z.B. schnell verrotten.

So wie viele Menschen nicht mehr zu Hause, sondern eher im Krankenhaus versterben, ist es auch bei unseren Tieren. Ein guter Teil stirbt beim Tierarzt. In Kooperation mit Bestattungsinstituten für Tiere kann dann dafür gesorgt werden, dass die Tiere eingeäschert werden und entweder in ein Gemeinschaftsgrab kommen, oder dem Eigentümer zugesandt werden, der sich dann um die weitere Bestattung kümmert.

Während es in Frankfurt in vielen Stadtteilen Friedhöfe für Menschen gibt, sind die Zahl der Friedhöfe für Tiere eher dünn gesät. Der Redaktion sind derzeit nur zwei Tierfriedhöfe in Frankfurt bzw. Umgebung bekannt. Der eine liegt in Rödelheim und der andere südlich von Bad Homburg. Natürlich kann die Urne mit der Asche auch zu Hause aufbewahrt werden. Auch exotischere Bestattungsformen, wie die Umwandlung des zurückgebliebenen Kohlenstoffs in einen Diamanten, eine Seebestattung oder eine Weltraumbestattung sind möglich, aber aufgrund der Kosten eher selten.

Die Kostenbelastung

Die Höhe der Beerdigungskosten richtet sich danach, wie groß bzw. schwer das jeweilige Tier ist und ob es einzeln beigesetzt wird oder in einem Gemeinschaftsgrab. Den Markt für Tierbestattung teilen sich in Deutschland etwa 180 Tierbestatter, wobei der Markt auch hier von einigen großen Anbietern dominiert wird.

In ganz Deutschland gibt es allerdings nur etwa 120 Tierfriedhöfe. Begünstigt sind hier Großstädte, die oft einen Friedhof ausschließlich für verstorbene Tiere zur Verfügung halten.

Tiefriedhof Bad Homburg

Neben der klassischen Erdbestattung in einem Sarg gibt es noch die Feuerbestattung. Auch der Trend zur Naturbestattung erfreut sich zunehmender Beliebtheit. Sie findet häufig in Form einer Baumbestattung statt. Auf diese Weise möchte man die sterblichen Überreste durch die Nähe zu den Bäumen wieder in den Naturkreislauf zurückgeben. Durch den nahestehenden Baum haben die Angehörigen einen markanten Ort, an dem sie von Zeit zu Zeit an ihr verlorenes Haustier zurückdenken können.

Da Bestattungen von Tieren auch das Budget einer Familie stark belastet, kann bei Bedarf auch eine Sterbevorsorgeversicherung für Tiere abgeschlossen werden.

Tierbestatter

Professionelle Tierbestatter kümmern sich nicht nur um die ganzen organisatorischen Abläufe, sondern bieten den Hinterbliebenen auch Unterstützung in ihrer Trauerarbeit. Darüber hinaus sind Sie mit den zahlreichen gesetzlichen Bestimmungen vertraut. Diese Bestimmung wurden erlassen, um die Gesundheit der Menschen zu schützen. Das ist gerade in einer Zeit, in der viele Tierseuchen den Menschen bedrohen, ein wichtiger Faktor.

Stehen der Familie keine privaten Grundstücke zur Verfügung oder ist kein Tierfriedhof in akzeptabler Nähe, so gibt es die Möglichkeit, das Gedenken an sein Haustier auf einem virtuellen Friedhof im Internet zu platzieren.

Trauerarbeit

Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Trauerarbeit mit Kindern. Hier ist ein leichter Zugang zu einem physischen Beerdigungsort oder zu einem virtuellen Grab schon mal ein guter Anfang. Darüber hinaus gibt es auch Lesestoff, der den Kindern bei der Verarbeitung hilft.

Tiefriedhof Bad Homburg

Illegale Beisetzungen

Noch ein Hinweis für Zeitgenossen, die sich gerne über gesetzliche Regelungen hinwegsetzen und Tiere im öffentlichen Raum beerdigen. Werden Sie bei einem Verstoß gegen das Tierkörperbeseitigungsgesetz erwischt, können die Verstöße mit Geldstrafen bis zu 15.000 € geahndet werden.

Auch eine Entsorgung über die Biotonne oder den Kompost ist verboten. Für die Entsorgung toter Heimtiere gibt es Spezialbetriebe, die staatlich kontrolliert werden. Aber wie bereits erwähnt, wird diese Aufgabe in der Regel vom Tierarzt übernommen, der diesen Transport dann jedoch in Rechnung stellt.

Pferde

Kleiner Hinweis: Als Besitzer eines Reitpferdes ist der Tod unverzüglich der örtlich zuständigen Tierbeseitigungsanstalt zu melden. Hundebesitzer trifft eine solche Anzeigepflicht jedoch nicht.


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Tierfriedhof Bad Homburg e. V.
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Trappstr. 4
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Tel.: 06172-42100
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Ferdinand-Porsche-Str. 2-4
60386 Frankfurt am Main

Tel.: 069-42603640

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Dunkle Energie und Dunkle Materie in Galaxien

Umlaufgeschwindigkeit zu Entfernung von Sternen und Galaxien

FIAS-Forscher ermöglichen neues Verständnis der Kräfte im Universum

Dunkle Energie beschleunigt die Expansion unseres Universums. Den Einfluss dieser besonderen Form der Energie innerhalb unserer Galaxien untersuchen Forscher am Frankfurt Institute for Advanced Studies (FIAS).

Ihre aktuelle Arbeit zeigt, dass die abstoßende Kraft der dunklen Energie nicht mehr als zwei Größenordnungen über einem bekannten Wert liegen darf, um stabile Galaxien zu gewährleisten. Die Studie deutet darauf hin, dass »Dunkle Energie« auch im nahen Universum eine größere Rolle spielt als bisher angenommen.

Das Diagramm zeigt die Umlaufgeschwindigkeit (Rotational velocity) im Verhältnis zur Entfernung (Distance from the center) für Sterne in Galaxien. Ohne dunkle Materie sollte die Geschwindigkeit der gestrichelten Linie folgen und mit zunehmender Entfernung vom Zentrum abnehmen.

Die beobachtete Geschwindigkeit verläuft jedoch fast als flache Linie, was darauf hinweist, dass es in den Galaxien »Dunkle Materie« geben muss, um diese höher als erwartete Geschwindigkeit in den äußeren Bereichen zu erklären.

Zwei mysteriöse Kräfte formen das Universum: »Dunkle Materie«, die anzieht und Galaxien zusammenführt, und »Dunkle Energie«, die abstößt und sie auseinandertreibt, was die Ausdehnung des Universums verursacht.

»Dunkle Materie« macht etwa 26 % der Masse des Universums aus, während »Dunkle Energie« ungefähr 68 % beiträgt (der Rest von 6 % ist atomare Masse, aus der wir und die Sterne bestehen). Diese Kräfte: eine anziehend und die andere abstoßend – galten lange Zeit als die primären Einflüsse auf die Struktur und Entwicklung des Kosmos.

Neue Forschungsergebnisse von David Benisty und David Vasak aus den Gruppen der FIAS-Fellows Jürgen Struckmeier und Horst Stöcker vom Frankfurter Institute for Advanced Studies legen nahe, dass die Effekte der Dunklen Energie auch innerhalb von Galaxien nachweisbar sind, also auf einer viel kleineren Skala als bisher angenommen.

Durch die Analyse der Rotationskurven (Geschwindigkeit im Verhältnis zur Entfernung von Sternen, siehe Abbildung) in Zwerggalaxien stellten sie fest, dass die obere Grenze des Einflusses der »Dunklen Energie« überraschend nahe an den bekannten Werten liegt (nur zwei Größenordnungen höher).

Diese bahnbrechende Entdeckung deutet darauf hin, dass die »Dunkle Energie« einen viel größeren Einfluss auf die Dynamik von Galaxien hat als bisher angenommen. Sie könnte das Gleichgewicht zwischen der Gravitationskraft der »Dunklen Materie« und dem Druck der »Dunklen Energie« stören und zu galaktischer Instabilität führen.

Die von der Carl-Wilhelm-Fück-Stiftung und der Margarethe- und Herbert-Puschmann-Stiftung geförderte Forschung eröffnet neue Möglichkeiten, die »Dunkle Energie« innerhalb von Galaxien zu untersuchen und bietet neue Einblicke in ihre Beziehung zur »Dunklen Materie«. Die Ergebnisse stellen frühere Annahmen in Frage und deuten darauf hin, dass die »Dunkle Energie« auf viel kleineren Skalen wirkt als bisher angenommen.

Die Arbeit zeigt, dass in Galaxien mit langen Umlaufzeiten der Einfluss der »Dunklen Energie« die Geschwindigkeit in den äußeren Bereichen verringert. Daher nehmen die Forscher an, dass zukünftige Messungen, die sich auf die äußeren Regionen von Galaxien konzentrieren, »Dunkle Energie« auf viel kleineren Skalen erkennen werden, als es derzeit vorstellbar ist. Dies könnte zu einem tiefgreifenden Wandel in unserem Verständnis der fundamentalen Kräfte des Universums führen.


Publikation: David Benisty, David Vasak, Jürgen Struckmeier, Horst Stöcker, Bounding the Cosmological Constant using Galactic Rotation Curves from the SPARC Dataset, Phys.Rev.D 110 (2024) 6, 063028, https://doi.org/10.1103/PhysRevD.110.063028.

Das FIAS (Frankfurt Institute for Advanced Studies)
ist eine interdisziplinäre Forschungseinrichtung in Frankfurt am Main. Hier entwickeln international ausgewiesene Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler Theorien zu komplexen naturwissenschaftlichen Zukunftsthemen in den Bereichen theoretische Naturwissenschaften, Computerwissenschaften und Kl-Systeme sowie Lebens- und Neurowissenschaften.
Über die Grenzen der Disziplinen hinweg erforschen sie mit Hilfe mathematischer Algorithmen und Simulationen die komplexen selbstorganisierenden Systeme der Natur. Das FIAS ist eine gemeinnützige Stiftung zwischen der Goethe-Universität und privaten Stiftern und Sponsoren.

Aktuelle Informationen zu Forschung, Projekten und Veranstaltungen unter https://fias.institute/

Foto: Gemini Observatory, Creative Commons License
http://sitn.hms.harvard.edu/flash/2016/galactic-rotation-curves-revisited-surprise-dark-matter/

 

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