Kategorie: AktuelleNEWS

Portal für Reparaturen aller Art

Die FES will mit einem neuen Reparatur-Portal „Dingen ein zweites Leben geben“.

Ob defekter Staubsauger, verschrammtes Antik-Möbel, in die Jahre gekommenes Holland-Rad oder verstaubtes Tonband-Gerät von den Großeltern – was dem Anschein nach kaputt ist, kann oft mit ein paar kundigen Handgriffen oder mit Hilfe eines Ersatzteils noch gerettet werden. Die FES Frankfurter Entsorgungs- und Service GmbH stellt auf ihrer Internetseite dazu jetzt einen Reparaturführer bereit.

„Immer mehr Menschen sprechen uns auf unseren Wertstoffhöfen an und fragen, welche Alternativen es zur Entsorgung gibt“, berichtet FES-Geschäftsführer Benjamin Scheffler. „Mit der Einführung von Wertstofflotsen und dem in Kürze startenden Internetportal ReYOUrs reagieren wir auf dieses veränderte Konsumverständnis. Der neue Reparaturführer hilft zusätzlich dabei, Dingen ein zweites Leben zu geben.“

Verändertes Konsumverständnis

Ähnlich dem Gelbe-Seiten-Prinzip können sich die Nutzerinnen und Nutzer anhand von Produktkategorien, gewünschten Leistungen und einer offenen Schlagwortsuche zu einem von aktuell 79 Partnerbetrieben und Unternehmen aus der Rhein-Main-Region führen lassen. Die Kategorien reichen von Haushalt bis Freizeit, von Einrichtung über Elektronik bis Werkzeug, die Teilleistungen von Reparatur und Ersatzteilbestellung über Verleih bis Second-Hand-Verkauf.

Die Nutzung des Reparaturführers ist kostenlos. Auch die Aufnahme der Reparaturbetriebe ins Verzeichnis kostet nichts, der Eintrag kann auf der Webseite selbst vorgenommen werden.

Weitere Informationen gibt es auf http://www.fes-frankfurt.de/wissenswertes/reparaturfuehrer im Internet

Foto: Jonny Caspari on Unsplash

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Großer Andrang beim Impfen in den Hausarzt-Praxen

Neben den Impfzentren sind seit zwei Wochen auch bei rund 2000 Hausärzten in Hessen die Corona-Impfungen gestartet. Der Impfstoff ist momentan noch begrenzt, der Andrang übertrifft aber auch am Riedberg alle Erwartungen.

„Seit zwei Wochen impfen wir auch hier in der Praxis. Die Patienten können sich online über die Homepage anmelden. Hier finden sie auch alle notwendigen Informationen und die entsprechenden Aufklärungsbögen“, berichtet der Internist Dr. Sven Jungblut, der eine hausärztliche Praxis am Riedbergplatz hat. Der Andrang auf die Impfungen habe alle Erwartungen übertroffen. „Wir hatten bereits innerhalb kürzester Zeit mehrere hundert Anmeldungen, die wir jetzt nach der üblichen Priorisierung versuchen abzuarbeiten.“ Jungblut bedauert, dass momentan der Impfstoff noch sehr knapp ist und man nur einen Bruchteil der Impfwünsche erfüllen kann.

„Hausärzte könnten deutlich mehr verimpfen“

Laut der aktuellen Statistik des Robert-Koch-Instituts sind in Hessen inzwischen mehr als 1,6 Millionen Impfdosen verabreicht worden, fast 500.000 Hessinnen und Hessen sind bereits vollständig gegen Corona geimpft. Während am Anfang Impfungen nur in den Impfzentren, bei Mobilen Teams und in den Krankenhäusern durchgeführt wurden, da sehr wenig Impfstoff vorhanden war und die besonders vulnerablen Bevölkerungsgruppen wie Über-80jährige geschützt werden sollten, ist seit 7. April auch das Impfen bei niedergelassenen Ärzten erlaubt. 

„Wir haben unsere Mitglieder aufgefordert, hier den Hausärzten den Vortritt zu lassen“, erklärt Alexander Kowalski, Sprecher der Kassenärztlichen Vereinigung Hessen.  Hausärzte sind in der Regel schnell und unkompliziert zu erreichen, Impfungen gehören zum Praxis-Alltag. In jeder Influenza-Saison impfen Haus- und Fachärzte innerhalb kurzer Zeit zwischen zehn und zwanzig Millionen Menschen.

Auch der KVH-Sprecher bestätigt, dass der Andrang bei den Praxen groß ist. Inzwischen sind fast 2000 Hausärzte in Hessen in die Kampagne eingebunden. Bis zum heutigen Tag sind dort 138.000 Corona-Impfungen durchgeführt wurden. Alexander Kowalski: „Die Hausärzte könnten aber noch deutlich mehr verimpfen.“ Und damit das Impftempo deutlich erhöhen.

Derzeit steht ihnen nur eine begrenzte Menge an Impfstoff zur Verfügung. Ab der Woche vom 26. April bis 2. Mai soll die mögliche Bestellmenge pro Arzt auf 24 bis 48 Dosen erhöht werden, da bundesweit mit einer Zunahme der Lieferungen gerechnet wird.

Sonderimpfaktion für Bürger über 60 im Frankfurter Impfzentrum

Wichtige Nachricht der Stadt Frankfurt: Für das kommende Wochenende vom 24. bis 25. April werden für Frankfurter Bürgerinnen und Bürger über 60 Jahren zusätzliche Impftermine mit AstraZeneca auf dem Portal Terminland unter https://www.terminland.de/impfzentrum-frankfurt/ freigeschaltet. Bereits am vergangenen Wochenende wurden kurzfristig 2.471 Personen über 60 Jahre im Impfzentrum zusätzlich geimpft.

Gesundheitsdezernent Stefan Majer wirbt für die zusätzlichen Termine: „Aufgrund der hohen Nachfrage hat unser Team im Impfzentrum für Freitag weitere 1500 und für Samstag und Sonntag jeweils 900 zusätzliche Impftermine in unserem Frankfurter Portal freigeschaltet. Endlich geht es voran und wir können allen Frankfurterinnen und Frankfurtern über 60 Jahren ein Impfangebot machen. Bitte ergreifen Sie dieses tolle Angebot, mit dem wir noch mehr Schwung in unsere Impfkampagne bringen.“

Die Sonderimpfaktion mit AstraZeneca im Frankfurter Impfzentrum gilt ausschließlich für in Frankfurt gemeldet Personen über 60 Jahren. Bei der Anmeldung wird auch bereits der zweiten Impftermin vereinbart. 

Foto: Markus Spiske / Unsplash

 

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Zahl der Riedberger steigt – trotz Pandemie

Das Wachstum der Frankfurter Bevölkerungszahl stagnierte 2020 nahezu, auch bedingt durch die Corona-Pandemie. Die Einwohnerzahlen in Riedberg und Kalbach aber steigen weiterhin.

Zum Jahresende hatte Frankfurt exakt 758.847 Einwohnerinnen und Einwohner. Mit einem Plus von 273 Personen entspricht die Zahl etwa dem Vorjahresniveau. Während in der ersten Jahreshälfte 2020 trotz der aufkommenden Corona-Pandemie noch ein Anstieg um 343 Personen verzeichnet wurde, sank die Zahl der Frankfurterinnen und Frankfurter in der zweiten Jahreshälfte um 70 Personen. Der Hauptgrund für diese Entwicklung dürften die erheblichen Einschränkungen der Mobilität der Bürgerinnen und Bürger in Folge der Pandemie sein. Dementsprechend gab es auch weniger Arbeitsplatzwechsel und damit einhergehende Zuzüge nach Frankfurt, auch aus dem Ausland. 2019 war noch ein Plus von 10.726 Einwohnerinnen und Einwohner verzeichnet worden.

Mehr als 22.000 Einwohner in Riedberg und Kalbach

Riedberg und Kalbach aber wachsen weiter – wenn auch nicht mehr so stark wie in den Vorjahren. In unserem Stadtbezirk wohnen jetzt 22.170 Bürgerinnen und Bürger, der Großteil davon in den Neubaugebieten am Riedberg. Das ist ein Plus von 375 Personen. Gleichzeitig müsste man hinzufügen, dass in den nächsten Jahren noch mehrere hundert Haushalte hinzukommen, da noch nicht alle Bauvorhaben beendet sind.

Die Statistik verrät auch: In Riedberg und Kalbach wohnen 11.210 Frauen und 10.960 Männer. 16.960 Einwohnerinnen und Einwohner haben einen deutschen Pass, 1700 kommen aus EU-Staaten, 3500 aus Nicht-EU-Staaten. Frühere Erhebungen haben gezeigt, dass am Riedberg Menschen aus mehr als 100 Nationen wohnen und auch jeder vierte Deutsche einen Migrationshintergrund hat – wir sind damit einer der internationalsten Stadtteile Frankfurts.

Auswirkungen der Corona-Pandemie

Zurück zu den allgemeinen Frankfurter Zahlen: Der Stillstand beim Bevölkerungswachstum spiegelt sich auch in der Zahl der ausländischen Staatsangehörigen wider. Ihr Anteil betrug zum Jahresende 2020 unverändert knapp 30 Prozent. Insgesamt ist die Anzahl der Frankfurterinnen und Frankfurter mit ausländischer Staatsangehörigkeit um 94 auf 227.486 Personen gestiegen, die der deutschen Frankfurterinnen und Frankfurter um 179 auf 531.361.

„Die Auswirkungen der Corona-Pandemie für die Stadt lassen sich deutlich an der Bevölkerungszahl ablesen“, sagt der für Statistik zuständige Stadtrat Jan Schneider. Für 2021 sei zwar damit zu rechnen, dass Frankfurt als Folge der Pandemie und der nach Wahlen üblichen Bereinigung des Melderegisters Einwohnerinnen und Einwohner verliert. Schneider ist aber überzeugt, dass die Stadt nach Ende der Pandemie wegen ihrer Wirtschaftskraft und der attraktiven Lebensbedingungen ihr Wachstum fortsetzen wird.

Detaillierte Zahlen sind in den Ausgaben 7 und 8/2021 von „frankfurt statistik aktuell“ zu finden, die unter http://www.frankfurt.de/statistik_aktuell als kostenlose PDF-Downloads zur Verfügung stehen und hier beigefügt sind.

Foto von Simon Matzinger on Unsplash

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Schule & Kita: Kein überdurchschnittlicher Anstieg an Infektionen

Die Stadt sieht sich im „Frankfurter Weg“ bestätigt, wonach umfassende Schließungen derzeit nicht sinnvoll sind. Gesundheitsdezernent Stefan Majer erläutert das Vorgehen des Gesundheitsamtes und neue Erkenntnisse über das Infektionsgeschehen an Schulen und Kitas.

Seit Wochen wird über eine rasante Zunahme von Infektionen im Kindes- und Jugendalter berichtet und diskutiert. „Dies hat mich sehr besorgt, und ich danke dem Gesundheitsamt, dass es sofort eine differenzierte Auswertung seiner Daten vorlegt“, berichtet Stadtrat Majer. „Auch in Frankfurt nehmen die Meldungen bei Kindern und Jugendlichen zu und die altersabhängige Inzidenz steigt – wie im ganzen Bundesgebiet. Die genaue Auswertung der Meldungen aus Kitas und Schulen gibt keine Hinweise, dass Frankfurter Kitas und Schulen überproportional betroffen sind.“

Mit einem aktuellen Infoblatt des Gesundheitsamtes wolle man „gerade im Hinblick auf den Schulstart nach den Osterferien Klarheit für besorgte Eltern und Kindern schaffen“. Absolut notwendig bleibt weiterhin, das die AHA-Regeln auch außerhalb der Klassenzimmer eingehalten werden. Kinder und Jugendliche sind durch die Reduzierung ihrer sozialen Kontakte und das fehlende Miteinander in den Kitas und Schulen besonders belastet. Der Dezernent: „Für das Kindeswohl ist eine gute und differenzierte Abwägung zwischen Maßnahmen zum Infektionsschutz und der Möglichkeiten von Begegnungen mit Hygieneregeln sehr wichtig.“

Häufungen durch wenige Ausbrüche

Dr. Katrin Steul, zuständig für die Überwachung des Infektionsgeschehen in Schulen und Kitas, ergänzt: „Seit Anfang Januar haben wir 25 Fälle in Schulen und 142 Fälle in Kitas durch umfangreiche Untersuchungen der Kontaktpersonen bearbeitet. Insgesamt wurden in dieser Zeit mehr als 3600 PCR-Tests bei Kontaktpersonen in den Einrichtungen durchgeführt. In den Schulen wurde bei diesen Testungen 0,5 Prozent der Erwachsenen und 2,4 Prozent der Schülerinnen und Schüler positiv auf SARS-CoV-2 getestet. In Kitas waren seit Januar 3,1 Prozent der getesteten Erwachsenen und 5,1 Prozent der getesteten Kinder SARS-CoV-2-positiv. Im Herbst hatte der Anteil positiv getesteter erwachsener Kontaktpersonen in Kitas bei 4,5 Prozent, der Kinder bei 2,5 Prozent gelegen.“

Ein deutlicher Anstieg sei nicht erkennbar. Stehl weiter: „Häufungen in einzelnen Kalenderwochen sind durch wenige Ausbrüche verursacht. Bei mehr als 60 Prozent der Fälle wurden keine weiteren Fälle in der Kita gefunden, obwohl ein ungeschützter Kontakt stattgefunden hatte. Im Schulbereich war es seit Weihnachten in etwa zwei Drittel der Fälle zu keinen weiteren positiven Fällen gekommen, selbst wenn ungeschützte Kontakte stattgefunden hatten.“

Infektionen identifizieren und gezielt unterbinden

Stadtrat Majer sagt: „Die Stadt Frankfurt sieht sich somit in ihrem Weg bestätigt, bei Meldungen positiver Fälle aus Kitas oder Schulen detaillierte Erhebungen und insbesondere Testungen sowie Untersuchungen der Kontaktpersonen vorzunehmen. So können eventuelle Infektionsketten in der Einrichtung zuverlässig unterbunden werden. Zudem kann so das Infektionsgeschehen in diesen Einrichtungen bewertet werden. Dieser Weg hat sich bewährt.“

Die Daten aus Schulen und Kitas in Frankfurt stehen im Einklang mit vielen Publikationen aus aller Welt. Mit Einhaltung der Hygieneregeln (insbesondere durch den Einsatz von Masken) können diese Einrichtungen ohne besonderes Risiko betrieben werden. Die Ergebnisse der Daten aus den Frankfurter Schulen und Kitas bis Ende 2020 sind bereits in wissenschaftlichen Fachzeitschriften veröffentlicht worden. Diese und alle weiteren Daten aus den Krankenhäusern, Altenpflegeheimen und sozialen Einrichtungen in Frankfurt werden in Kürze der Bevölkerung in Form ausführlicher Berichte vorgelegt werden.

Informationen: Stadt Frankfurt

Foto:  Kelly Sikkema / Unsplash

 

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Reifen von parkenden Autos zerstochen

Teil eines Polizeiwagens

An insgesamt zwölf Autos wurden am Riedberg in einer Nacht die Reifen zerstochen. Die Polizei bittet um Hinweise.

Durch bislang unbekannte Täter wurden in der Zeit zwischen Dienstag, den 13. April, 23 Uhr,  und Mittwoch, 14. April, 7 Uhr, insgesamt zwölf Pkw beschädigt. An den Fahrzeugen, die in den Straßen Prozessionsweg, Cezanneweg, Utrilloweg, Matisseweg, Helene-Lange-Straße und Hannah-Arendt-Straße geparkt standen, wurden zumindest einer, an manchen Fahrzeugen auch alle vier Reifen zerstochen.

Es gab bereits ähnliche Vorfälle

Den dabei entstandenen Sachschaden beziffert die Polizei auf mehrere tausend Euro. Es handelte sich um Fahrzeuge der Hersteller Mercedes-Benz, Audi, Ford, BMW, VW, Nissan und Seat.

Es sei auffällig, dass Fahrzeuge beschädigt wurden, die offenbar nicht ordnungsgemäß in den Parkbuchten standen, ist von Anwohnern zu hören. Weiter wird berichtet, dass Ähnliches bereits vor rund zwei Monaten geschehen sein soll. Damals wurden Reifen von mindestens zwei Autos im Riedberger Quartier „Schöne Ansicht“ zerstochen. Am Ende einer Straße, wo es keine gekennzeichneten Parkplätze gibt.

Polizei bittet um Hinweise

Die Polizei bittet Personen, die ebenfalls geschädigt wurden und bislang noch keine Anzeige erstattet haben, und Personen, die in dieser Angelegenheit sachdienliche Hinweise geben können, sich mit dem 14. Polizeirevier unter der Telefonnummer 069-75511400 in Verbindung zu setzen.

Foto: Maximilian Scheffler on Unsplash

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Vorsicht! Schadsoftware per SMS

In den vergangenen Tagen sind bei der Frankfurter Polizei zahlreiche Strafanzeigen wegen einer perfiden Betrugsmasche eingegangen. Alles beginnt mit einem per SMS versendeten Link, der angeblich von einem Paketdienstleister stammt.

„Ihr Paket wurde verschickt. Bitte überprüfen und akzeptieren Sie es. https:://…org“ – So oder so ähnlich kann eine solche SMS lauten. Doch Achtung! Hierbei handelt es sich um eine Fake-SMS. Sie stammt nicht von einem Transportdienstleister – darauf macht die Polizei mit Nachdruck aufmerksam.

Da derzeit viele Personen im Internet Ware bestellen und auf eine Lieferung warten, klicken viele gutgläubig auf den in der SMS enthaltenen Link. Dies hat zur Folge, dass sich auf dem Gerät automatisch eine Schadsoftware installiert, welche anschließend wie ein Schneeballsystem an die gespeicherten Kontaktdaten weitergeleitet wird. Teilweise kommt es zu Funktionsbeeinträchtigungen des mobilen Endgerätes.

Wie kann ich mich schützen?

Die Polizei rät: Klicken Sie auf keinen Fall einen Link an, wenn Ihnen der Absender unbekannt ist oder! Überprüfen Sie den Link auf Plausibilität. Bestätigen Sie keine Installation von fremden Apps auf Ihrem Handy und aktivieren Sie, sofern möglich, die Drittanbietersperre. Das ist meist direkt über den jeweiligen Provider möglich. Wer den Link bereits angeklickt hat, sollte das Handy in den Flugmodus schalten und den Provider informieren.

„Helfen Sie mit weitere Taten zu verhindern. Klären Sie Ihre Bekannten und Verwandten über diese Betrugsmasche auf“, rät die Frankfurter Polizei.

Weitere Informationen sind auf der Internetseite des Hessischen Landeskriminalamtes abrufbar https://k.polizei.hessen.de/1593301717

Foto: privat

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Testpflicht an Schulen – aber keine weiteren Öffnungen

Es wird jetzt doch eine Testpflicht, aber keine weitere Öffnung der Schulen nach Ostern geben. Darüber haben Ministerpräsident Volker Bouffier und Kultusminister Alexander Lorz gestern im Nachgang zur Sitzung des hessischen Kabinetts über die weiteren Pandemie-Maßnahmen informiert.

„Wann haben wir wieder Schule?“ Diese Frage werden nach fast vier Monaten Lockdown sicher auch Kinder und Jugendliche jenseits der Klassenstufen 1 bis 6 stellen. Denn während die unteren Klassen ab Montag weiterhin Wechselunterricht haben, bleiben alle ab Klasse 7 auch nach den Osterferien zu Hause im Distanzunterricht – schon seit Mitte Dezember. Ausgenommen davon sind nur die Abschlussjahrgänge.

Keine weiteren Öffnungen

„Verlässlichkeit und Sicherheit sind für unsere Schulen in diesen Zeiten von großer Bedeutung. Gleichzeitig müssen wir als Landesregierung jederzeit auf sich verändernde Rahmenbedingungen reagieren. Es schmerzt mich sehr, dass wir aufgrund der sich bedauerlicherweise weiterhin negativ entwickelnden Infektionszahlen anders als geplant nach den Osterferien ab dem 19. April zunächst keine weiteren Öffnungen in den Schulen vornehmen können. Wir starten folglich nach den Ferien so, wie es Eltern und Schülerinnen und Schüler und deren Lehrkräfte vor den Ferien gewöhnt waren“, erklärte Kultusminister Alexander Lorz. Die Regelung gilt zunächst für vier Wochen, wobei bei einer sich bessernden Infektionslage auch vorher weitere Öffnungen möglich sind.

Teststrategie an Schulen

„Den Präsenz-Schulbetrieb werden wir darüber hinaus intensiv mit einer Test-Strategie, die ab dem 19. April ein negatives Testergebnis als notwendige Voraussetzung für die Teilnahme von Schülerinnen und Schüler sowie die Lehrkräfte am Präsenzunterricht macht, begleiten. Die Testverpflichtung ist derzeit unerlässlich für einen sicheren Schulbetrieb. Darin haben uns auch die Rückmeldungen unserer Pilot-Schulen, die den Ablauf der Selbsttests vor den Osterferien erprobt haben, bestätigt“, heißt es von der Landesregierung.

Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte können für den Nachweis zwischen dem kostenfreien Bürgertest außerhalb der Schule oder den ebenfalls kostenfreien Antigen-Selbsttests, welche den Schulen vom Land zur Verfügung gestellten wurden, wählen. Akzeptiert werden Nachweise, die mit zeitlichem Bezug auf den Beginn des jeweiligen Schultages nicht älter als 72 Stunden sind. Das bedeutet, dass alle Schülerinnen und Schüler, die keinen Test vorweisen können oder diesen nicht in der Schule machen, zu Hause im Distanzunterricht beschult werden. Schülerinnen und Schüler können durch ihre Eltern, volljährige Schülerinnen und Schüler durch sich selbst von der Teilnahme an der Präsenzbeschulung schriftlich abgemeldet werden.

Das gilt bei den Abiturprüfungen

Die Abiturprüfungen finden, wie bereits angekündigt, ganz regulär ab dem 21. April statt. Alle Prüflinge erhalten vor jeder Prüfung die Möglichkeit eines freiwilligen Selbsttests. Schülerinnen und Schüler, die diesen nicht machen möchten, können auch an der Prüfung teilnehmen. Sie müssen dann jedoch eine medizinische Maske tragen. Das bedeutet aber auch: Beim Abitur gilt die Testpflicht nach den aktuellen Planungen nicht.

Informationen: Hessisches Kultusministerium

Foto:  Azzedine Rouichi / Unsplash

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Demenzzentrum dankt für Unterstützung

Corona stellt auch soziale Initiativen vor große Probleme. Das Demenzzentrum „TrotzDem-Aktiv“ in Kalbach dankt deshalb für die schnelle und unkomplizierte finanzielle Unterstützung aus dem Budget des Ortsbeirats 12 und dem Magistrat der Stadt Frankfurt.

Hier heißen die Senioren „Gäste“. Und an der großen Wand im Flur hängt neben den Bildern von Betreuern und Aktivitäten ein Schild mit dem Satz „Die Würde der Demenzkranken ist unantastbar“, frei nach dem ersten Artikel des Grundgesetzes. Die Arbeit und das Engagement von TrotzDem-Aktiv in Frankfurt-Kalbach ist für Angehörige und Betroffene seit Jahren eine wichtige Stütze, über die Stadtteilgrenzen hinaus. Doch auch das Demenzzentrum ist von den Folgen der Pandemie betroffen, zumal man in den vergangenen Monaten eine Umstrukturierung und die Trennung der Tagespflege vom Angebot der häuslichen Einzelbetreuung wagte. Plus den Schritt vom gemeinnützigen Unternehmen zu einem Verein.

Ausgerechnet während der zweiten Corona-Welle gab es dadurch weniger Einnahmen bei höheren Personalkosten – denn durch die Umstrukturierung wurde eine weitere Pflegefachkraft plus Pflegedienstleitung benötigt. Hinzu kam, dass in der zweiten Welle  wieder alle Zusatzangebote  wie Sport, Kunstprojekte oder Besuche beim Lernbauernhof Rhein-Main eingestellt werden mussten. Ebenso die drei Angehörigengruppen. Dank der finanziellen Unterstützung von Ortsbeirat und Stadt kann das Zentrum jetzt beispielsweise endlich die Angehörigengruppen online anbieten.

Das ist das Demenzzentrum „TrotzDem-Aktiv“

Für Initiatorin Hannelore Schüssler (72) war die Gründung des Betreuungszentrums 2015 eine Herzensangelegenheit, obwohl sie selbst schon im Rentenalter war. Bei ihrem früheren Arbeitgeber war sie für den Aufbau solcher Tagesbetreuungsgruppen zuständig, als diese aber nach und nach als unrentabel geschlossen werden sollten, nahm sie die Angelegenheit selbst in die Hand. „Ich habe auch privat Erfahrungen mit der Betreuung von Dementen und weiß, wie wichtig es für die Angehörigen ist, mal für ein paar Stunden pro Tag entlastet zu werden. Als die Anfrage von der evangelischen Miriamgemeinde in Kalbach kam, die Untermieter für das Gemeindezentrum suchten, habe ich die Initiative ergriffen.“ Kein selbstverständliches Engagement, das 2019 unter anderem mit dem Bürgerpreis der Stadt Frankfurt belohnt wurde.

Der Tagesablauf bei TrotzDem-Aktiv wird in der Tagespflege ganz individuell gestaltet. Ab 9 Uhr kommen die Gäste an, ein eigener Fahrdienst holt sie nach Wunsch ab. In der Einrichtung sind ehrenamtliche und hauptamtliche Betreuer für sie da. Dann wird gespielt, gebastelt, sich unterhalten oder zusammen gekocht. Die Selbstständigkeit soll so lange wie möglich erhalten bleiben

Auch die Betreuung zu Hause ist möglich

Neben der „Tagespflege“ ist nun auch das Angebot einer Einzelbetreuung zu Hause möglich. Die Trennung der beiden Bereiche innerhalb des Demenzzentrums ist inzwischen vollzogen. Die Abrechnung mit den Pflegekassen und der Stadt Frankfurt ist in beiden Bereichen vorhanden. Die Vereinsgründung hat noch im Dezember stattgefunden, die Satzung ist anerkannt. Nun wartet man noch auf den Eintrag im Vereinsregister, der Pandemie-bedingt länger dauert.

Weitere Informationen unter www.trotzdem-aktiv.de

Foto: MAINRiedberg Magazin

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Wie schnelles Impfen Lockdowns vermeidet

Corona Virus

Trotz steigender Infektionszahlen wäre es möglich, auf Kontaktbeschränkungen zu verzichten, wenn die Impfrate hoch genug wäre. Prof. Claudius Gros von der Goethe-Universität Frankfurt und Dr. Daniel Gros vom Center for European Policies Studies in Brüssel haben eine einfache mathematische Formel entwickelt, nach der sich abschätzen lässt, bei welcher Impfgeschwindigkeit die Pandemie auch ohne Lockdown beherrschbar bliebe.

Nach wie vor sind durch die Pandemie in erster Linie ältere Menschen betroffen: Wenn sich jeder in der Bevölkerung mit SARS-CoV-2 infizieren würde, würden in Deutschland statistisch gesehen 1,5 Millionen der Menschen über 60 sterben, von den Unter-60-Jährigen wären es „nur“ 75.000. Daher setzen Impfstrategien – abgesehen von bestimmten besonders exponierten Bevölkerungsgruppen – häufig bei den älteren Menschen an mit dem Ziel, eine Überlastung des Gesundheitssystems durch schwere COVID-19-Verläufe und hohe Todeszahlen zu vermeiden. Denn das Impfen von nur einem Viertel der Bevölkerung kann 95 Prozent der Todesfälle verhindern.

Warum Europa so anfällig für die dritte Welle ist

Prof. Claudius Gros vom Institut für Theoretische Physik der Goethe-Universität Frankfurt am Campus Riedberg und Dr. Daniel Gros vom Center for European Policies Studies (CEPS) haben bei der Entwicklung ihrer Impfformel daher den älteren Teil der Bevölkerung in den Blick genommen. Denn die COVID-19-Todeszahlen werden von drei Faktoren bestimmt. Der Infektionsrate, der Abhängigkeit der Sterberate vom Alter, sowie von der Struktur der Alterspyramide. Deutschland ist daher, wie fast alle Länder Europas, besonders anfällig für die dritte Welle: Das Durchschnittsalter der Bevölkerung ist hoch, die neue Mutante ist hochinfektiös, die Impfgeschwindigkeit hingegen nimmt nur langsam zu. Um die Pandemiefolgen beherrschbar zu halten, müssen daher umfangreiche Kontaktbeschränkungen die Infektionsrate niedrig halten.

Die Impf-Formel der Wissenschaftler

Ab welchem Punkt gelockert werden kann, lässt sich den beiden Wissenschaftlern aus Frankfurt und Brüssel zufolge mit einer Faustformel bestimmen: Sie setzt die wöchentliche Zunahme der Infektionszahlen in Relation zur Steigerung der pro Woche vorgenommenen Impfungen. Vereinfacht lautet der Zusammenhang: Erkranken x Prozent der Bevölkerung mehr pro Woche, müssen im selben Zeitraum x*f/100 Prozent der Bevölkerung mehr geimpft werden. Der Faktor f, der am Anfang der Impfkampagne f=2 war, steigt, wenn schon ein Teil der Bevölkerung vollständig geimpft wurde. Derzeit haben wir f=6. Das heißt, wenn die Inzidenz um x=20 Prozent pro Woche steigt, müssten 20*6/100=1,2 % der Bevölkerung zusätzlich (vollständig) geimpft werden. Diese gilt für die Impfdosen, die nach Alter verabreicht werden. Dabei ist zu berücksichtigen, dass zwei Impfdosen für eine vollständige Immunisierung notwendig sind.

Dr. Daniel Gros erläutert: „Da diese Impfgeschwindigkeit derzeit verhältnismäßig gering ist, dürfte nach unseren Berechnungen die 7-Tagesinzidenz pro Woche nicht mehr als 13 bis 16 Prozent ansteigen, damit die Todesraten gering bleiben und das Gesundheitssystem nicht überlastet wird. Im Laufe der vergangenen Woche allerdings stiegen die Infektionszahlen um 25 Prozent, damit sind umfangreiche Kontaktbeschränkungen unausweichlich, und aggressive Mutanten haben mehr Möglichkeiten, sich auszubreiten.“

Wissenschaftler hatten vor Schneckentempo gewarnt

Prof. Claudius Gros meint: „Die von uns entwickelte Formel erlaubt eine einfache und schnelle Abschätzung, die zeigt, wie schnell wir impfen müssten, um die Folgen der Pandemie für das Gesundheitswesen beherrschbar zu halten. Wir haben es leider versäumt, zum Beispiel durch höhere Preise für früh hergestellte Impfdosen Anreize für die Pharmaunternehmen zu setzen, ihre Produktion rasch zu steigern, was immer sehr kosten- und ressourcenintensiv ist. Daher haben sich die Unternehmen, wie wir in einer früheren Arbeit vorhergesagt haben, für eine lineare Produktionssteigerung entschieden. Aus unternehmerischer Sicht ist das kosteneffektiv, aber es führt dazu, dass wir nicht schnell genug über ausreichend Impfstoff verfügen.“

Informationen: Goethe-Universität

Foto: CDC / Unsplash.com

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„Unsere Schulen stecken in der Krise“

Unser Schulmodell ist nicht mehr zeitgemäß – davon sind die beiden Riedberger Soziaplädagog*innen Naomi Wille und Hendrik Lang überzeugt. In einem Meinungsbeitrag für MAINRiedberg beschreiben sie, warum Corona auch eine einmalige Chance für die Zukunft der Bildung ist.

Unsere Schulen stecken in der Krise. Das war bereits vor Corona so und daran hat Corona nichts geändert. Durch die Einschränkungen aufgrund des Corona-Virus hat sich nun jedoch der Fokus auf das Thema geändert. Als Soziaplädagog*innen der frühkindlichen Bildung setzen wir uns mit dem Thema Lernen an einer ganz besonders sensiblen auseinander: dem Beginn. Das lebenslange Lernen beginnt mit der Geburt, die Kita ist in der Regel die erste institutionelle Bildungsinstanz. Als Wegbereiter*innen für den weiteren Bildungsverlauf ist es wichtig, sich ebenso mit dem Lernen in der späteren Schule auseinanderzusetzen.

Die Wissenschaft weiß bereits, dass unser Schulmodell nicht zeitgemäß ist. Die Uhrzeit des Schulbeginns und die Länge der Unterrichtseinheiten entsprechen nicht den Entwicklungsbedürfnissen der Schüler*innen, Prüfungen, wie wir sie durchführen, bilden nicht immer die korrekte Leistung ab und setzen Schüler*innen zunehmend unter Druck, Frontalunterricht führt nicht zu nachhaltigem Lernen bei den Schüler*innen. Das weiß die Wissenschaft bereits seit langem, die Politik scheint sich langsam dahingehend zu öffnen. Das war vor Corona.

Homeschooling macht Probleme sichtbar

Doch Corona macht alles anders, auch in der Schule. Von heute auf morgen wurden die Schulen geschlossen und wir mussten uns nach neuen Lern- und Lehrformen umschauen. Das Homeschooling wurde geboren – mit starken qualitativen Unterschieden von Schule zu Schule und von Lehrer*in zu Lehrer*in. Die Familien standen plötzlich vor großen Problemen, nicht nur, was die Schule betrifft. Die Diskussion darüber, wie wir die Schüler*innen schnellstmöglich wieder in die Schule bekommen, bestimmte den Diskurs der Bildungspolitik. Wie die Schule aussehen soll, in die die Schüler*innen zurückkehren sollen, wird nicht diskutiert. Dabei birgt die Situation eine große Chance.

Corona ist eine große Chance

Denn: Corona macht alles anders. Unsere Schulform wurde von heute auf morgen komplett umgestaltet und steht nun vor einem Neuanfang. Also Tabula rasa. Wir haben die einmalige Chance, die Schule, in der wir lernen wollen, neuzugestalten. Homeschooling verlangt von den Schüler*innen ein hohes Maß an Verantwortung ab. Dadurch erfahren sie Selbstwirksamkeit, was wiederum zu Lernfreude führt. Das sind wichtige Kompetenzen, die wir fördern sollten. Sie gelten als Schlüsselkompetenzen für Resilienz und als Erfolgsfaktoren im späteren Berufsleben. Doch anstatt unseren Schüler*innen das Vertrauen und die Möglichkeit zu geben, sich auch in der Krise auf ihr späteres Leben vorbereiten zu können, diskutieren wir darüber, wie wir sie am besten wieder in das alte Schulmodell zurückbringen können. Damit wir dann wieder darüber diskutieren können, dass unser Schulmodell nicht zeitgemäß ist.

Medienkompetenz ist der Schlüssel

Homeschooling findet, wie der Name es bereits suggeriert, zu Hause statt. Mit Medien, welche zuvor kaum oder gar nicht im Unterricht eingesetzt wurden. Der Umgang mit den Medien fördert die Medienkompetenz. Ebenfalls eine Schlüsselkompetenz für einen erfolgreichen Berufseinstieg. Doch Medienkompetenz vermitteln können nur medienkompetente Lehrer*innen – und hier liegt das Problem. Medien im Unterricht werden von den Lehrkräften häufig abgelehnt. Die Hoffnung lag auf der nachrückenden Generation, doch auch diese erkennt keinen Mehrwert am Medieneinsatz in der Bildung. Die Ausbildung der Lehrkräfte berücksichtigt es ebenso nicht ausreichend.

Wir brauchen eine Bildungs-Diskussion

Die derzeitige Situation in den Schulen ist eine große Herausforderung. Sie birgt jedoch auch eine große Chance. Wir müssen die Diskussion darüber, wie die Schule gestaltet werden soll, mit der Diskussion, wie die Schulen wieder geöffnet werden können, verbinden. Corona macht alles anders. Nun sind wir gefragt, die Dinge ebenfalls etwas anders zu machen als zuvor.

Foto: Taylor Wilcox/ Unsplash

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