Schlagwort: Corona

Keine Maske mehr im Unterricht

Für die Schüler ist es vermutlich die beste Nachricht seit Langem: Ab Freitag fällt die Maskenpflicht im Unterricht weg. Kita-Kinder können wieder gruppenübergreifend und ohne Maske betreut werden. Im Handel fallen die Quadratmeter-Schranken. Doch die Landesregierung mahnt weiter zur Vorsicht.

Die Hessische Landesregierung hat gestern angesichts zurückgehender Infektionszahlen weitere Öffnungsschritte beschlossen. „Wir freuen uns, dass die Inzidenzen deutlich sinken, die Maßnahmen erfolgreich waren, und wir deshalb weitere Lockerungen verantworten können. Stand heute liegt die landesweite Inzidenz bei 9,2 und alle hessischen Landkreise liegen deutlich unter 50. Das ist zuallererst die Leistung der Menschen, die sich in ganz weiten Teilen an die Regeln gehalten haben“, sagte der Hessische Ministerpräsident Volker Bouffier im Anschluss an die Kabinettsitzung.

Ab Freitag wird daher eine weitgehende Rückkehr zu mehr Normalität möglich. Die Maskenpflicht im Freien entfällt und es sind wieder Treffen mit mehr Personen möglich. Bouffier weiter: „Zugleich müssen wir aber vorsichtig bleiben, da die Auswirkungen der neuen Delta-Variante noch nicht eingeschätzt werden können. Sollten die Infektionen wieder zunehmen, könnten auch erneute Einschränkungen notwendig werden. Wir müssen auch weiterhin besonnen und achtsam bleiben.“

Von Schule bis Kita: Das sind die neuen Freiheiten

Kontaktregeln: Die Kontaktbeschränkungen werden im öffentlichen Raum weitestgehend aufgehoben. Grundsätzlich sind somit Treffen mit einer unbegrenzten Zahl an Personen zulässig. Allerdings sollen Zusammenkünfte von mehr als 25 Personen als Veranstaltungen gelten – womit eine Erfassung der Teilnehmer notwendig wird, um Infektionsketten nachverfolgen zu können. 

Maskenpflicht: Die Maskenpflicht im öffentlichen Raum und damit auch auf Einkaufsstraßen wird aufgehoben, es bleibt lediglich die Empfehlung zum Tragen einer Maske. In Geschäften und im Öffentlichen Personennahverkehr bleibt die medizinische Maske jedoch Pflicht.

Veranstaltungen: Veranstaltungen in Innenräumen bedürfen bis zu einer Teilnehmerzahl von 250 keiner Genehmigung mehr. Im Außenbereich dürfen sogar bis zu 500 Teilnehmer zusammenkommen. Geimpfte und Genesen zählen nicht mit. Größere Veranstaltungen müssen nach wie vor vom Gesundheitsamt genehmigt werden. T

Schulen: Es gilt Präsenzunterricht für alle Klassen. Die Maskenpflicht wird für den Außenbereich aufgehoben. Auf den Fluren und in den Klassenräumen gilt die Maskenpflicht nur noch für den Weg bis zum Sitzplatz. Während des Unterrichts dürfen Schülerinnen und Schüler die Masken absetzen. Die Corona-Testpflicht zweimal pro Woche bleibt bestehen.

Kitas: Die Kindertagesstätten sollen ab 5. Juli zum Regelbetrieb zurückkehren. Damit kann auch wieder gruppenübergreifend gearbeitet werden. Für die Erzieherinnen und Erzieher wird die Maskenpflicht aufgehoben.

Sport: Mannschaftssport ist weiter möglich. Schwimmbäder dürfen mit Personenbegrenzung öffnen. Eine Anmeldung ist erforderlich. Fitnessstudios können mit Kontaktdatenerfassung sowie Abstands- und Hygienekonzept öffnen.

Einzelhandel: Alle Geschäfte können ohne Quadratmeterbegrenzung ihre Türen öffnen. Es gilt eine Maskenpflicht.

Sollten die Inzidenzen in einem Landkreis oder einer kreisfreien Stadt sieben Tage in Folge über die 50-Marke steigen, kommt es vor Ort zu kreisgenauen Verschärfungen. Sollte das Infektionsgeschehen eingrenzbar sein, sind Hotspot-Maßnahmen vorgesehen. Ab einer Inzidenz höher 100 greifen weitergehende Maßnahmen entsprechend des bisherigen Eskalationskonzepts. 

Foto:  Kuanish Reymbaev / Unsplash

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Jetzt ist wieder täglich Schule

Nach sechs Monaten Ausnahmezustand kehrt auch für die älteren Schüler ab der 7. Klasse endlich mehr Normalität zurück. Sie haben ab heute wieder täglich Schule. Auch Kitas und Horte in Frankfurt wechseln in den Regelbetrieb.

Aufgrund weiter sinkender Infektionszahlen in Frankfurt wechseln die Frankfurter Betreuungseinrichtungen ab heute, 7. Juni, in den Regelbetrieb unter Pandemiebedingungen. Integrations- und Bildungsdezernentin Sylvia Weber gab dies vorab in einem Schreiben an die Eltern bekannt und zeigte sich erfreut über diese Entwicklung: „Familien und Kinder haben lange auf diesen Schritt warten müssen. Die reduzierten Öffnungszeiten waren ein notwendiges Mittel, um das Pandemiegeschehen zu entschleunigen und dennoch Bildungs- und Betreuungsangebote zur Verfügung stellen zu können. Diese Zeit hat den Eltern viel abverlangt und darum freue ich mich umso mehr, dass unsere Einrichtungen nun wieder öffnen.“

Hygiene-Regeln gelten weiter

Soweit es die Gegebenheiten in den Einrichtungen zulassen, können die gewohnten Öffnungszeiten unter Beachtung der gültigen Hygieneverordnung angeboten werden. Zusammen mit den Trägern der Betreuungseinrichtungen, dem Gesundheitsamt und dem Stadtschulamt habe man sich auf diesen Öffnungsschritt verständigt.

Abweichungen und Einschränkungen der regulären Öffnungszeiten könne es geben, wenn nicht ausreichend Personal oder Räume vorhanden seien. In diesen Fällen seien auch weiterhin angepasste Öffnungszeiten notwendig, um die gute Betreuung der Kinder zu jedem Zeitpunkt sicherzustellen. Die Einrichtungen entscheiden so im Rahmen ihrer Gegebenheiten vor Ort über die Ausgestaltung und schrittweise Öffnung der Betreuung bis zu den Sommerferien. Prinzipiell gelte aber, dass die Sieben-Stunden-Regelung aufgehoben sei und wann immer möglich wieder die regulären Öffnungszeiten angeboten werden sollen.

„Ich möchte mich bei den Frankfurter Familien für die Geduld, das Durchhalten und vor allem die Unterstützung in diesen schwierigen Zeiten bedanken. Bedanken möchte ich mich aber auch bei den Fachkräften in den Einrichtungen und bei allen anderen Mitarbeitenden, die seit der Pandemie einen so engagierten Beitrag zur Aufrechterhaltung unseres gesellschaftlichen Lebens leisten“, sagte die Dezernentin.

Foto: Element5 Digital /  Unsplash

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Von Äppelwoi-Kneipe bis Imbiss: Immer mehr Gastronomen öffnen draußen

Endlich wieder essen, plaudern und genießen: Mit neuer Markise, sogar mit einem Testcenter und mit der Hoffnung auf mehr Sonne und eine weiter fallende Inzidenz öffnen immer mehr Gastronomen in Riedberg und Umgebung die Außenbereiche.

Als es am Pfingstmontag erstmals wieder erlaubt war, öffneten die ersten Restaurants rund um den Riedbergplatz, beispielsweise das Café  Karrys & Barrys und das zentrale Park Avenue. Andere, wie das House of Waffles in der Altenhöferallee oder die Traditionsgaststätte Zum Lahmen Esel in Niederursel  blieben wegen der hohen Corona-Auflagen noch bei To-go-Betrieb. Und auch wegen des anhaltend schlechten Wetters.

Bereits im Vorfeld hatte Gastronom Thomas Metzmacher erklärt: „Ich habe 200 Sitzplätze draußen. Wo sollen die Gäste hin, wenn ein Regenguss kommt? Der Gast, der gerade sein Schnitzel bekommen hat, wird es nicht bezahlen. Zusätzlich soll ich noch einen Test unter medizinischer Aufsicht vornehmen und weitere Auflagen erfüllen. Wenn ich das durchkalkuliere, kostet das Schnitzel 35 Euro. Es ist eine gute Idee, die Außengastronomie zu öffnen. Aber es ist noch mit vielen ungelösten Problemen behaftet.“

Testcenter im Restaurant, Markise gegen Regen

Jetzt aber heißt es: „Auf Regen folgt Sonnenschein und deshalb öffnet der Lahme Esel am Mittwoch, den 2. Juni, ab 11.30 Uhr wieder. Auf jeden Fall unseren Garten und, mit ein bisschen Glück und weiter sinkenden Inzidenzen, sogar auch Innen.“

Kaum eine Branche ist von der Corona-Krise so gebeutelt ist wie die Gastronomie. Trotz allem versuchen viele Betriebe immer wieder, kreativ auf die sich ständig verändernde Lage zu reagieren. Beispiel 1: Im Park Avenue gibt es mittlerweile ein kleines Testzentrum, das nicht nur Gäste des Lokals, sondern jeder nutzen kann. Beispiel 2: Wenige Minuten entfernt, im kebabiss  in der Altenhöferallee, setzt Inhaberin Nevin Örtülü auf eine neue Markise, um auch gegen Regenschauer gewappnet zu sein. Die Markise muss erst noch angebracht werden, die Terrasse ist aber schon geöffnet. Zum Glück kommt ja die Sonne langsam in Fahrt…

Foto oben: Zum Lahmen Esel, privat, Archiv, Dennis Schmidt / Unsplash

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Schnelltest-drive-in jetzt bei IKEA

Ab ins Auto und hin zur Teststation: Rund um Riedberg und Kalbach gibt es inzwischen  immer mehr Möglichkeiten für kostenlose Bürgertests – neuerdings auch auf dem Parkplatz bei IKEA in Nieder-Eschbach. Bequem als Drive-in.

Als das Testcenter in der Züricher Straße vergangene Woche öffnete, brauchte man auch noch einen negativen Test fürs Shoppen. Was die Kooperation von IKEA und Test-Anbieter Preventim auch hier in Frankfurt sicher beflügelte. Inzwischen liegt die Main-Metropole schon mehr als fünf Tage unter 100 „und die Kunden dürfen auch ohne Test zu uns zum Einkaufen kommen“, wie IKEA-Sprecherin Theresa Nonn erklärt.

1000 Tests pro Tag möglich

Doch die neue Test-Infrastruktur bleibt selbstverständlich bestehen. Mit Online-Anmeldung, volldigitaler Abwicklung per App, mit einem Ergebnis nach etwa 15 Minuten – und damit einer geringen Wartezeit. Egal, ob man den Test zur Sicherheit machen möchte, für Beruf oder Friseur oder für den langersehnten Besuch im Lieblingscafé oder Restaurant benötigt. Denn dort können bekanntlich seit Pfingstmontag die Außenbereiche geöffnet werden. Allerdings nur für Geimpfte, Genesene und alle mit zertifizierten Test.

Das sind die Öffnungszeiten

Alle Bürger haben von Montag bis Samstag von 8 bis 20 Uhr die Möglichkeit, sich kostenlos testen zu lassen. Die Preventim-Mitarbeiter sind vom DRK geschult und nehmen die Tests auf dem Außengelände des Frankfurter Einrichtungshauses vor.

Weitere Informationen unter www.kalbach-testet.de 

Foto: CDC / Unsplash.com

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1500 Kinder gehen ab heute wieder täglich in die Schule

Frankfurt liegt konstant unter der so wichtigen Inzidenz von 100. Das bedeutet: 1500 Schülerinnen und Schüler aus dem Stadtteil gehen ab heute wieder täglich in die Schule.

Frankfurt darf endlich vorsichtig öffnen und ist die sogenannte Bundes-Notbremse los. Das steht erst seit Samstag definitiv fest. Deshalb haben die drei Grundschulen und zwei weiterführenden Schulen am Riedberg sowie die Grundschule in Kalbach Eltern und Schüler über die Pfingsttage per Mail darüber informiert, dass bereits ab dem heutigen Dienstag für die Klasse 1 bis 6 wieder täglich Schule ist. Das betrifft allein am Riedberg rund 1500 Kinder.

In einer Information des Gymnasiums Riedberg heißt es beispielsweise: „Für die Klassenstufen 5 und 6 bedeutet dies, dass es ab Dienstag keinen Wechselunterricht mehr gibt. Für alle Schülerinnen und Schüler der Klassenstufe 5 und 6 findet ab Dienstag normaler Präsenzunterricht statt.“ Die Hygieneregeln bleiben bestehen und zwei Selbsttests pro Woche sind an allen Schulen in Hessen weiterhin Pflicht. Ohne Tests dürfen die Schülerinnen und Schüler auch nicht am Unterricht teilnehmen.

Weiter nur Wechselunterricht ab Klasse 7

Das Nachsehen haben immer noch die älteren Kinder und Jugendlichen ab Klasse 7, mit Ausnahme der Abschlussklassen. Denn sie hatten fünf Monate lang keinen Präsenzunterricht und haben auch erst seit Mitte Mai Wechselunterricht. Zahlreiche Eltern berichten allerdings, dass an den Tagen zuhause kein Unterricht via Zoom oder Webcam stattfindet und „die Kinder im Endeffekt noch weniger Unterricht haben als im Lockdown“.

Das wird sich erst ändern, wenn Frankfurt für weitere 14 Tage unter der Inzidenz von 100 bleibt oder fünf Tage unter der Inzidenz von 50. Das ist theoretisch schon in der ersten Juni-Woche möglich.

Foto:  Kelly Sikkema / Unsplash

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Wieder ohne Test in den Palmengarten und den Zoo

Die Stadt Frankfurt verzeichnet eine weiter sinkende Inzidenz – und voraussichtlich ab Pfingstmontag sind Besuche im Zoo oder im Palmengarten wieder ohne Test möglich.

Wenn am Samstag, 22. Mai, die Zahl der Neuinfektionen den fünften Tag in Folge unter 100 je 100.000 Einwohner liegen sollte, greift die Bundesnotbremse ab Pfingstmontag, 24. Mai, um 0 Uhr nicht mehr. Stattdessen gelten dann die Corona-Regeln des Landes Hessen. Für den Palmengarten bedeutet dies Erleichterungen beim Einlass der Besucher. So ist es nur noch empfohlen, einen negativen Test vorzuweisen.

Nach wie vor vergibt der Palmengarten Besuchstermine in zwei Zeitfenstern – jeweils von 9 bis 14 Uhr und von 14.30 bis 19 Uhr. Die Termine werden an der Kasse am Eingang Palmengartenstraße vergeben. Der Eingang an der Siesmayerstraße bleibt weiterhin geschlossen. Bestehen bleibt, dass Gäste weiterhin das Formular zur Kontaktnachverfolgung ausfüllen. Das kann auch vorab auf www.palmengarten.de heruntergeladen werden. Auch die Maskenpflicht auf dem gesamten Gelände bleibt vorerst bestehen.

Die Öffnung der Schauhäuser ist für Anfang Juni geplant. Die Grüne Schule bleibt voraussichtlich bis Mittwoch, 30. Juni, weiterhin geschlossen.

Mit Online-Ticket in den Zoo

Wie beim Palmengarten, so entfällt auch beim Zoo die Testpflicht vorbehaltlich einer anhaltend niedrigen Inzidenz unter 100 in Frankfurt am Main.

Tickets gibt es derzeit ausschließlich online. Es können zwei Zeitfenster gebucht werden: 9 bis 14 oder 14.30 bis 19 Uhr. Der Eingang in der Rhönstraße bleibt bis auf Weiteres geschlossen. Die Kontaktdaten aller Besucherinnen und Besucher müssen weiterhin erfasst werden. Auch die Maskenpflicht im gesamten Zoogelände bleibt vorerst bestehen. Aktuell sind noch alle Tierhäuser geschlossen.

Darüber, wann diese wieder geöffnet werden können, informiert der Zoo sobald als möglich auf seiner Website unter www.zoo-frankfurt.de .

Da es größere Menschenansammlungen nach wie zu vermeiden gilt, finden bis auf Weiteres keine Schaufütterungen, Führungen und Veranstaltungen statt.

Foto: Zoo Frankfurt

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Ab Pfingstmontag geht’s wieder los!

Mehr Freiheit statt Lockdown: Wegen der sinkenden Corona-Inzidenz gibt es endlich auch in Frankfurt Lockerungen. Außengastronomie und Kultur können ab Pfingstmontag unter strengen Auflagen starten. Es wird auch mehr Präsenzunterricht und mehr Sport möglich sein. 

In der Wetterau gilt schon, was für Frankfurt bisher noch unendlich weit entfernt schien. Aufgrund der konstant niedrigen Inzidenz darf hier sogar schon wieder die Innengastronomie öffnen, alle Schüler gehen in den Präsenzunterricht und auch Sportmannschaften dürfen starten.

Corona-Inzidenz liegt nur noch bei 79, 5

Bis diese sogenannte Stufe 2 der neuen hessischen Corona-Regeln auch in Frankfurt gilt, dürfte es noch etwas dauern. Aber zumindest ein Ende der Bundes-Notbremse inklusive eine Aufhebung der Ausgangssperre und mehr Freiheiten für alle Bürgerinnen und Bürger sind jetzt in Sicht. Denn nach aktuellen Zahlen des Robert Koch-Instituts (RKI) liegt die 7-Tage-Inzidenz heute bei 79,5. Damit ist Frankfurt seit fünf Werktagen unter dem kritischen Wert von 100 und ab Pfingstmontag um 0 Uhr gelten neue Regeln. Diese bringen zahlreiche Lockerungen für Gastronomie, Handel und Sport mit sich.

„Die zusätzlichen Freiheiten haben sich die Frankfurter redlich verdient“, sagten Oberbürgermeister Peter Feldmann und Gesundheitsdezernent Stefan Majer in einer gemeinsamen Erklärung. „Anfang des Monats lag die Inzidenz in unserer Stadt noch bei mehr als 180 und hat sich seitdem fast halbiert.“

Mehr Präsenzunterricht, mehr Sport!

Die Lockerungen unterteilen sich in Hessen in zwei Stufen. In der ersten Stufe mit einer Inzidenz unter 100 gilt ab Montag in Frankfurt: Die Ausgangssperre von 22 bis 5 Uhr fällt weg. Schulunterricht für die Klassen 1 bis 6 ist in Präsenz und für ältere Schüler im Wechselunterricht wieder möglich. Abschlussklassen haben auch Präsenzunterricht. Die Testpflicht gilt unverändert zwei Mal in der Woche.

Mit entsprechenden Kontaktregeln (zwei Hausstände plus Geimpfte/Genesene) ist Amateur- und Freizeitsport – außer in Schwimmbädern – möglich. Sport im Innenbereich wie beispielsweise in Fitnessstudios ist nach Terminvereinbarung mit Kontaktdatenerfassung, zum Beispiel über eine App, und tagesaktuellem Test möglich. Die Frankfurter Schwimmbäder müssen in der Stufe 1 allerdings vorerst noch geschlossen bleiben.

Endlich wieder Kultur und Außengastronomie

Kultur- und Freizeitstätten wie der Zoo, die Museen und der Palmengarten können ihre Außenbereiche uneingeschränkt und die Innenbereiche nach Terminvereinbarung mit Zugangsbeschränkungen und Hygienekonzept öffnen.

Veranstaltungen sind draußen mit bis zu 100 Teilnehmenden ohne Genehmigung des Gesundheitsamtes möglich. Hierbei werden Genesene und Geimpfte jedoch nicht mitgezählt. Es muss ein Hygienekonzept vorliegen und die Teilnehmer müssen, wenn sie nicht genesen oder vollständig geimpft sind, ein negatives Testergebnis vorweisen.

Die Außengastronomie und Hotels können mit Auflagen öffnen. Gäste müssen einen negativen, tagesaktuellen Test vorweisen.

Weitere Lockerungen schon Ende Mai?

Die nächsten Lockerungsschritte sind dann in Stufe 2 möglich, wenn die Sieben-Tage-Inzidenz für weitere 14 Tage unter 100 liegt oder weitere fünf unter 50. Das könnte theoretisch schon Ende Mai möglich sein! Dann gelten unter anderem folgende Regelungen:

Für alle Kinder und Jugendlichen geht’s zurück in die Schule: In „Stufe 2“ ist für alle erstmals wieder „normaler“ Präsenzunterricht mit Testpflicht zweimal pro Woche möglich. Mannschaftssport ist mit Auflagen und Öffnung der Schwimmbäder, Thermalbäder, Saunen und ähnlichen Einrichtungen mit Personenbegrenzung und Zutrittsregelung sowie Terminvereinbarung, ebenfalls mit Testempfehlung möglich. Hinzu kommt: Öffnung aller Geschäfte mit Zugangsbeschränkungen und Maskenpflicht.

Mehr Freiheit dank Einsatz der Luca-App

Die Stadt Frankfurt erfüllt bereits alle technischen Voraussetzungen zur Anbindung an die vom Land Hessen vorgesehene Luca-App – das Gesundheitsamt Frankfurt kann die App zur Kontaktpersonennachverfolgung nutzen, sobald die Freischaltung durch den Anbieter erfolgt ist.

„Persönlich freuen mich vor allem die Lockerungen im Schulbereich“, sagte Frankfurts OB Peter Feldmann. „Kinder und Jugendliche haben die Einschränkungen besonders hart getroffen. Aber auch die Öffnung der Außengastronomie ist ein wichtiges Zeichen. Es kehrt wieder etwas mehr Leben ein. Das haben viele – auch ich – in den vergangenen Wochen und Monaten vermisst.“

„Es freut uns sehr, dass die Inzidenzen in Frankfurt konstant sinken. Das zeigt uns, dass die ergriffenen Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie greifen. Wir danken allen Bürgerinnen und Bürgern für ihre Disziplin und ihre Umsicht. Weitere Schritte in Richtung Normalität sind nun möglich“, sagte Gesundheitsdezernent Majer.

Das gilt für Genesene und Geimpfte

Genesene und Geimpfte sind seit dem 9. Mai von vielen Regelungen ausgenommen, so besteht für sie beispielweise keine Testpflicht mehr vor einem Friseurbesuch. Bürgerinnen und Bürger, die mittels PCR-Test positiv auf COVID-19 getestet wurden und genesen sind, erhalten ihren Genesenennachweis in der kommenden Woche per Post – das Gesundheitsamt bereitet derzeit über 36.000 Schreiben vor. Für alle gilt jedoch weiterhin, dass die AHA-Regeln eingehalten werden müssen. Sowohl das Tragen einer Maske als auch das Abstandsgebot gilt unabhängig von den Inzidenzzahlen.

Die Inzidenz für Frankfurt findet sich täglich aktualisiert unter https://frankfurt.de/service-und-rathaus/verwaltung/aemter-und-institutionen/gesundheitsamt/informationen-zum-neuartigen-coronavirus-sars-cov-2/aktuelle-lage im Internet.

Weitere Informationen zum Hessischen Stufenmodell:
https://soziales.hessen.de/gesundheit/corona-in-hessen/wo-gelten-welche-bundes-und-landesregeln#Inzidenz%20%C3%BCber%20100%20an%20drei%20aufeinanderfolgenden%20Tagen

Fotos: Stadt Frankfurt/ Moritz Bäuml, Zoo Frankfurt, Element5 Digital / Unsplash.com, Unsplash.com

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Impfungen für Schüler noch vor den Ferien

Wichtiger Schritt im Kampf gegen Corona: Das Land Hessen möchte noch vor den Sommerferien mit dem Impfen von Schülerinnen und Schülern ab dem 12. Lebensjahr beginnen.

Die Bundesregierung hat angekündigt, dass voraussichtlich ab Juni 2021 die Impf-Priorisierung entfällt. Vor diesem Hintergrund hat die Hessische Landesregierung jetzt eine Ausweitung der Corona-Impfkampagne beschlossen, die auch Kinder und Jugendliche ab zwölf Jahren betrifft.

Das Land möchte noch vor den Sommerferien damit beginnen, den älteren Schülerinnen und Schülern ein Impfangebot zu unterbreiten, damit diese im Idealfall bis zum Start des neuen Schuljahrs mindestens einmal geimpft sind. In Hessen umfasst diese Gruppe an den allgemeinbildenden sowie den beruflichen Schulen rund 500.000 Schülerinnen und Schüler.

Bund stellt Impfstoff bereit

Die Länder hatten sich in der Gesundheitsministerkonferenz auf das Ziel verständigt, allen 12- bis 18-Jährigen bis zum Ende der Sommerferien ein Impfangebot zu machen. Der Bund hat zugesichert, den Ländern den hierfür erforderlichen Impfstoff zusätzlich bereitzustellen. Von den derzeit in Deutschland zugelassenen Impfstoffen ist lediglich das Vakzin der Firma von Biontech für eine Verimpfung bei Personen bereits ab dem 16. Lebensjahr zugelassen. Eine Zulassung ab dem 12. Lebensjahr wird in Kürze erwartet.

„Das Impfen der älteren Schülerinnen und Schüler ist ein bedeutender Meilenstein für einen sicheren Schulbetrieb. Gemeinsam mit den Impfungen der Lehrkräfte und den Selbsttests bin ich sehr optimistisch, dass wir schon sehr bald im neuen Schuljahr weitgehend zu dem Schulalltag zurückkehren, den wir vor Corona kannten. Und darauf freuen wir uns alle sehr“, erklärt Kultusminister Alexander Lorz.

Erstimpfungen ab 28. Juni

Jetzt wird angestrebt, die Erstimpfungen ab 28. Juni bis zum Beginn der Sommerferien am 19. Juli durchzuführen. Die Schülerinnen und Schüler können sich dann im Vorfeld in ihrem Impfzentrum registrieren und es wird im Rahmen der Terminvergabe sichergestellt, dass alle hierfür Registrierten innerhalb dieses Zeitfensters ihre Impftermine erhalten. Der Start für die Registrierung über das Impfportal wird separat „zu einem späteren Zeitpunkt kommuniziert“, so das Ministerium in einer aktuellen Mitteilung.

Die Impfungen der Registrierten finden grundsätzlich in den Impfzentren selbst statt. Ab der Aufhebung der Priorisierung können aber auch Impf-Termine für Schülerinnen und Schüler bei den Kinder- und Jugendärzten sowie den Hausärzten vereinbart werden. Um eine möglichst große Zahl an Personen erreichen zu können, soll im Rahmen der Schüler-Impfaktion der jeweiligen erziehungsberechtigten Begleitperson ebenfalls ein Impfangebot gemacht werden.

Foto: Markus Spiske / Unsplash

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Schule, Gastro, Sport: So öffnet Hessen ab Montag

Lockerungen statt Lockdown: In Kreisen mit einer Inzidenz unter 100 können ab Montag Schulen schrittweise wieder komplett öffnen. Außengastronomie und Kultur starten unter strengen Auflagen. Amateursport für alle ist erst in Stufe 2 der Lockerungen erlaubt.

„Die aktuellen Entwicklungen geben uns Grund zur Hoffnung: Die Zahlen sind nicht explodiert, die Bundesnotbremse beginnt, langsam zu wirken, die Inzidenzzahlen sinken – vielerorts auch schon unter 100. Parallel steigt die Impfquote stetig an. Zwar sind wir noch immer mitten in der Pandemie, doch die momentane Lage erlaubt es uns, einen zuversichtlichen Blick in die Zukunft zu werfen“, erklärten Ministerpräsident Volker Bouffier und sein Stellvertreter Tarek Al-Wazir gestern nach Beratungen des hessischen Corona-Kabinetts.

Der Stufenplan für die Lockerungen

Bereits ab kommenden Montag sollen in Kreisen und kreisfreien Städten, deren Inzidenz an mindestens fünf aufeinanderfolgenden Werktagen unter 100 liegt, erste Lockerungen in Kraft treten. In einer zweiten Stufe – nach 14 Tagen unter 100 oder fünf Tagen unter 50 – kommen weitere Erleichterungen hinzu.

Der Stufenplan soll vor allem in Bereichen wie den Kindertagesstätten, den Schulen, dem Einzelhandel, dem Hotelgewerbe, der Gastronomie, der Kulturbranche und dem Sport wichtige Öffnungsperspektiven geben. Bouffier mahnt aber weiterhin zur Besonnenheit,  da die dritte Corona-Welle noch nicht vorbei sei.

Konkrete Lockerungen gibt es in der Gastronomie, die ab Montag unter strengen Auflagen wieder Außenbereiche öffnen darf. Auch Hotels, Campingplätze und Ferienwohnungen sind für touristische Übernachtungen geöffnet. Kitas gehen in den Regelbetrieb über und Schüler dürfen zumindest im zweiten Schritt zu einem kompletten Präsenzunterricht zurückkehren.

Diese Regeln gelten ab Montag

Kontakte: Stufe 1: Zwei Haushalte (plus Geimpfte/Genesene). Stufe 2: Zwei Haushalte oder 10 Personen (Geimpfte/Genesene/Kinder unter 14 zählen nicht mit).

Kita: Stufe 1 und 2: Regelbetrieb unter Pandemiebedingungen

Schule: Stufe 1: Klassen 1 bis 6 sowie Abschlussklassen im Präsenzunterricht, Klassen 7 bis 11 im Wechselunterricht; Testpflicht 2 Mal pro Woche. Stufe 2: Alle Klassen im Präsenzunterricht, Testpflicht: 2x pro Woche

Einzelhandel: Stufe 1: Erweiterter täglicher Bedarf wie bislang; übriger Einzelhandel „Click and meet“ mit Maske, aktueller Test wird empfohlen. Stufe 2: Alle Geschäfte geöffnet mit Zugangsbeschränkungen und Maskenpflicht, aktueller Test wird empfohlen.

Gastronomie: Stufe 1: Außengastronomie geöffnet mit Testpflicht, Abstand, Sitzplatzpflicht, Kontaktdaten. Stufe 2: Innenbereiche mit gleichen Auflagen geöffnet

Clubs & Diskotheken: Stufe 1: Öffnung als Außen-Gastronomie möglich. Stufe 2: Öffnung als Bar/Gastronomie möglich

Hotels, Ferienhäuser, Jugendherbergen, Campingplätze: Stufe 1: Öffnung mit maximaler Auslastung von 60 Prozent, Test bei Anreise + 2 Mal pro Woche. Stufe 2: Auslastung maximal 75 Prozent, Test bei Anreise + 2x pro Woche

Sport: Stufe 1: Gruppensport für Kinder (bis einschließlich 14), Fitnessstudios (mit Kontaktdatenerfassung, Test und Terminvereinbarung). Schwimmbäder bleiben geschlossen. Stufe 2: Mannschaftssport mit Hygieneauflagen möglich. Test empfohlen. Schwimmbäder geöffnet.

Kultur und Freizeit: Stufe 1: Außenbereiche von Zoos & Freizeitparks mit Auflagen und Anmeldung geöffnet. Museen mit Anmeldung und Maske, Test empfohlen. Stufe 2: Alle Bereiche mit Auflagen geöffnet. Test empfohlen.

Veranstaltungen: Stufe 1: Innenräume nur zu bestimmten Zwecken (insbesondere beruflich, Gottesdienste, öffentliches Interesse) mit Auflagen möglich; Außenbereiche bis 100 (ungeimpfte) Personen unter Auflagen und Testpflicht möglich. Stufe 2: Drinnen bis 100 (ungeimpfte) Personen mit Auflagen und Testpflicht möglich. Außenbereiche bis 200 (ungeimpfte) Personen, Test empfohlen. Mehr Teilnehmer jeweils nur mit Genehmigung.

Fotos: Stadt Frankfurt/ Moritz Bäuml, Element5 Digital / Unsplash.com, Unsplash.com, Archiv

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Wieder Shoppen mit Click & Meet

Die Corona-Zahlen sinken weiter, die 7-Tage-Inzidenz in Frankfurt liegt aktuell bei 129,4. Damit darf der Einzelhandel Kunden mit negativem Corona-Test ab Freitag wieder Shopping-Termine mit „Click & Meet“ anbieten.

Als „ein wichtiges Signal für den Frankfurter Einzelhandel“ bezeichneten Oberbürgermeister Peter Feldmann, Gesundheitsdezernent Stefan Majer und Wirtschaftsdezernent Markus Frank diese Entwicklung. Das Stadtoberhaupt: „Endlich sehen wir Licht am Ende des Tunnels. Die Ansteckungszahlen sinken – und langsam kehrt wieder Leben in die Einkaufsstraßen und Geschäfte ein. ‚Click & Meet‘ ist ein erster, vorsichtiger Schritt in Richtung Öffnung des Einzelhandels. Ich bin überzeugt: Weitere werden in absehbarer Zeit folgen. Als Stadt werden wir dem Handel unter anderem mit unserem ‚Frankfurt-Plan‘ unter die Arme greifen.“

„Mit sinkenden Inzidenzen und Fortschritten beim Impfen sind wir auf einem guten Weg“, sagte Gesundheitsdezernent Stefan Majer. Wirtschaftsdezernent Markus Frank betont: „Die Erfahrungen der vorhergehenden ‚Click & Meet‘-Möglichkeit zeigen, dass diese Einkaufsmöglichkeit sowohl von Kundinnen und Kunden als auch vom Einzelhandel gut angenommen wurde und Hoffnung auf baldige Normalität gibt.“

Die Stadt weiß, dass es noch weiterer Impulse bedarf, um den sich ohnehin durch den boomenden Onlinehandel im Umbruch begriffenen Einzelhandel zu stärken und die Innenstadt und die vielen Einkaufslagen in den Stadtteilen zu beleben. Zusammen mit Gewerbevereinen und dem Handelsverband Hessen wurde ein „Visionsbüro“ ins Leben gerufen, das gerade inhabergeführten, stationären Einzelhandelsbetrieben Instrumente und Maßnahmen an die Hand gibt, auf der Grundlage der jeweiligen Kernkompetenzen ihr Geschäftskonzept zukunftsfähig weiter zu entwickeln.“ Die finanzielle Unterstützung des Landes im Rahmen des Programmes „Bündnis für die Innenstadt“ stellt dabei einen wichtigen weiteren Baustein dar.

Foto:  Claudio Schwarz | @purzlbaum / Unsplash

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