Kategorie: AktuelleNEWS

Vierlinge bei den Fossas

Eins, zwei, drei – und nach ein paar Tagen war es klar – vier Jungtiere gab es Ende Mai bei den Fossas im Katzendschungel. Zwar bemüht sich Mutter Sissi noch, ihren quirligen Nachwuchs daran zu hindern, die sichere Wurfbox auch tagsüber zu verlassen, aber immer häufiger sind die vier jetzt bei nachmittäglichen Ausflügen zu beobachten.

Am 30. Mai brachte das sieben Jahre alte Fossa-Weibchen Sissi vier Jungtiere zur Welt. Schon knapp drei Wochen zuvor war das sonst sehr harmonische Paar getrennt worden, denn bei den einzelgängerischen Fossas hat das Männchen an der Wurfhöhle nichts verloren, und die siebenjährige Sissi reagierte zunehmend gereizt auf den elfjährigen Boraha. Eine Wurfbox und eine Sichtschutzmatte zwischen den Gehegen wurden eingebracht und nun hieß es warten. Der Leibesumfang der eher zierlichen Sissi ließ schon einen größeren Wurf erwarten.

Das gute, vertrauensvolle Verhältnis zwischen den Tieren und ihrem Pfleger-Team ermöglichte von Beginn an eine wöchentliche Sichtkontrolle der Wurfbox in Anwesenheit der Mutter. Im Alter von knapp sechs Wochen wurden die Vierlinge dann das erste Mal auch in die Hand genommen und von den Tierärztinnen untersucht. Dabei erhielten sie auch ihre Jungtierprophylaxe. Alle vier sind gesund und munter. Die Geschlechtsbestimmung bei sehr jungen Fossas ist nicht ganz einfach. Es sieht aber so aus, als ob es sich um zwei Weibchen und zwei Männchen handelt.

„Für mich ist es immer eine besondere Freude, wenn der Zoo Erfolge in seiner Kernaufgabe, dem Erhalt in der Natur hochbedrohter Arten, vermelden kann“, sagt Ina Hartwig, Dezernentin für Kultur und Wissenschaft. „Angesichts der Bedrohung, der die Fossas in ihrem Ursprungsgebiet in Madagaskar ausgesetzt sind, ist der Erhalt einer Reserve-population in Menschenobhut möglicherweise die letzte Zuflucht vor der endgültigen Ausrottung.“

„Sissi ist eine sehr fürsorgliche Mutter. Ganz arttypisch wechselt sie mit den Jungtieren regelmäßig zwischen den beiden Wurfboxen. Bei vier zunehmend agilen Jungtieren ist das schon eine große Aufgabe, die die Mutter aber prima meistert. Wir freuen uns gemeinsam mit unseren Besucherinnen und Besuchern auf die kommenden Monate, in denen die vier ihre Anlage unsicher machen werden“, erklärt Zoodirektor Miguel Casares.

Wissenswertes über Fossas

Die Fossa (Cryptoprocta ferox) wird gelegentlich auch Frettkatze genannt – dabei ist die Fossa (trotz einiger anatomischer Ähnlichkeiten) gar keine Katze. Sie gehört zur Familie der Madagaskar-Raubtiere (Eupleridae) und ist das größte Raubtier der Insel. Die territorialen Einzelgänger ernähren sich vorwiegend von Lemuren, kleineren Säugetieren und Vögeln.

In ihrer Heimat sind die Fossas als Hühnerdiebe verschrien und werden gezielt bejagt. Aber nicht nur aus diesem Grund gilt die Art als gefährdet. Durch Zersiedlung und Umwandlung von Regen- und Trockenwäldern in Ackerland verlieren sie ihren Lebensraum. Die Weltnaturschutzunion IUCN schätzt den Bestand ausgewachsener Tiere derzeit auf weniger als 3000 Individuen.

Foto: Zoo Frankfurt

Was Internet-Anbieter über uns wissen

Wie soll ein Hotelgast, der aus einem bundesweit bekannten Problemviertel stammt, wissen, dass ihm ein Hotelzimmer zu einem höheren Preis angeboten wird als jemandem aus einem bürgerlichen Viertel? Nicht immer sind es konkrete Daten zu einer bestimmten Person, die zu einer Benachteiligung führen können.

Wenn alle das nutzen, wird es schon nicht so schlimm sein – beim Handy- und Computergebrauch auf „Schwarmintelligenz“ zu setzen, ist nicht unbedingt eine gute Idee. „Denn wir wissen zum einen nicht, wer unsere Daten hat, wir wissen aber auch nicht, was über uns gewusst wird – und was mit diesem Wissen unternommen wird“, so die Frankfurter Datenrechtsexpertin Prof. Indra Spiecker in einem Beitrag im Wissenschaftsmagazin „Forschung Frankfurt“ der Goethe-Universität. Schwerpunktthema der gerade erschienenen jüngsten Ausgabe ist die digitale Transformation. Nur ein Zusammenspiel zwischen Rechtswissenschaft und Informatik, so die Direktorin der Forschungsstelle Datenschutz an der Goethe-Universität Frankfurt, könne Einzelne und bestimmte gesellschaftliche Gruppen vor Diskriminierung schützen.

Moderne Datenauswertung mithilfe künstlicher Intelligenz arbeite längst damit, so Spiecker, „den Einzelnen Gruppen zuzuordnen und ihn nach den Kriterien der Gruppe zu beurteilen. Auf dieser Basis werden dann Preise für Produkte je nach Zielgruppe variabel bestimmt.“

Dabei kommt es nicht immer zu einer „Diskriminierung im juristischen Sinne“, erklärt die Professorin für Öffentliches Recht, Informationsrecht, Umweltrecht und Verwaltungswissenschaften. Diskriminierung könne auch verdeckt erfolgen – indem Ersatzkriterien gewählt werden, die vordergründig in keinem Zusammenhang mit Zuordnungen wie Geschlecht, Rasse, Herkunft oder Religion stehen. Die aber denselben Effekt haben. Solche Ersatzkriterien sind mit Hilfe digitaler Technik leicht zu finden – aber von Datenschützern schwer aufzudecken. So liegt es nicht auf der Hand, dass die Vorliebe einer Fernsehzuschauerin für eine bestimmte Serie ihre Kreditwürdigkeit senkt. Der wirklichen Ursache für die Benachteiligung ist kaum auf den Grund zu kommen, rechtliche Schritte dagegen sind folglich unmöglich.

Rechtswissenschaftlerin Spiecker plädiert deshalb für ein „enges Zusammenspiel von Technologie und der Werteordnung des Rechts“: Es müssten technische Lösungen gefunden werden, die rechtlichen Anforderungen entsprechen. Und umgekehrt müssten rechtliche Anforderungen so formuliert werden, dass sie technische Lösungen akzeptieren könnten. Auch müsse vom konkreten Programmierer oder seinem Unternehmen mehr Verantwortung eingefordert werden.

Hat der Einzelne dennoch eine Chance, sich vor dem ungewollten Datenabfluss zu schützen? „Was immer hilft“, sagt Spiecker im Interview mit „Forschung Frankfurt“, „ist die Macht der Masse.“ Wer seinem Kind nicht beibringe, „google das mal“, als ob es keine alternativen Suchmaschinen gäbe, oder beim Fernsehkauf nicht nur „toll, internetfähig!“ ausrufe, sondern auch mal nachhake, wer denn sonst noch von den familiären Sehgewohnheiten erfahre, trage dazu bei, dass Märkte sich verändern. Jeder intelligente Nutzer, der sein Verhalten ändere, könne etwas bewirken.

Informationen: Goethe-Universität

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Nach Ausschreitungen: Opernplatz ab 1 Uhr nachts gesperrt

Die Eskalation von Gewalt Sonntagnacht am Opernplatz hat bundesweit für Schlagzeilen gesorgt – die Polizei spricht von einem „Höhepunkt der Respektlosigkeit“ gegen Beamte. Neue Maßnahmen wie eine „Sperrstunde“ ab 1 Uhr nachts und verstärkte Alkoholkontrollen sollen Ausschreitungen künftig verhindern. Am Party-Hotspot Alte Oper darf aber weiterhin friedlich gefeiert werden.

Auf einer Pressekonferenz präsentierten heute Sicherheitsdezernent Markus Frank, Umweltdezernentin Rosemarie Heilig und Polizeipräsident Gerhard Bereswill einen Maßnahmenkatalog gegen künftige Gewalt-Exzesse. Für die nächsten Wochen reagieren Stadt und Landespolizei auf die aktuellen Vorfälle mit der Zielsetzung, das friedliche Feiern bis Mitternacht zu ermöglichen und eine „Sperrstunde“ um 1 Uhr zu organisieren. Konkret bedeutet das: Betretungsverbot ab 24 Uhr, Schließung ab 1 Uhr. Überwachung des Platzes und Kontrolle der Zuwege durch die Landespolizei und zusätzliche Reinigung des Opernplatzes ab 24 Uhr.

Hinzu kommen am frühen Abend schon verstärkte Kontrollen der Stadtpolizei. Demnächst soll zudem ein Treffen mit Clubbesitzern und -betreibern zu Alternativangeboten im Freien stattfinden.

Da die meisten Randalierer bereits wegen verschiedener Delikte polizeibekannt sind und aus dem Umland stammen, wird auch eine Aufenthaltsverbotsverfügung für drei Monate für 30 Personen geprüft.

„Den Opernplatz zu sperren, ist aktuell keine Option“

Mit den Sicherheitsmaßnahmen zum Party-Hotspot Alte Oper wolle man auf keinen Fall diejenigen treffen, die bislang friedlich zusammenkamen, um zu chillen. „Den Opernplatz zu sperren, ist aktuell keine Option,“ sagte Sicherheitsdezernent Frank. „Zur liberalen und weltoffenen Stadt passt es nicht, die Freiheit unserer Bürgerinnen und Bürger so zu beschneiden, dass wir Plätze und Parkanlagen sperren und die Aufenthaltsmöglichkeiten so einschränken. Allerdings kann es auch nicht sein, dass wir zugucken, wie eine Bande halbstarker Krawalltouristen unsere Stadt zerlegt und auf Polizeibeamte losgeht.“

Polizeipräsident Bereswill bedankte sich für die schnelle Reaktion der Stadt und dafür, dass bereits an Tag 1 nach den Ausschreitungen eine Sicherheitskonferenz mit den zuständigen Dezernenten stattfinden konnte. „Die verabredeten Maßnahmen sind zielorientiert, geeignet, wohl ausgewogen und verhältnismäßig“, beurteilt er den umfangreichen Maßnahmenkatalog.

Oberbürgermeister Feldmann wird sich am kommenden Samstag vor Ort selbst ein Bild machen, wie die Maßnahmen greifen und ob das vereinbarte Handeln zielführend ist. „Ich begrüße das beschlossene gemeinsame Vorgehen. Wir müssen die Problematik jedoch weiterhin eng begleiten, sodass wir schnell reagieren können, sollten der Maßnahmenplan nicht ausreichen, um die Situation dauerhaft zu befrieden.“

„Rote Linie wurde überschritten“

Das Stadtoberhaupt betonte erneut, dass mit den Übergriffen auf Polizeibeamte eine rote Linie überschritten wurde und die Stadtverwaltung bei aller Nachsicht nicht zulassen dürfe, dass sich solche Szenen widerholten. „Bereits das Müllproblem der vergangenen Woche hat viele Frankfurter zurecht geärgert. Bei allem Verständnis für junge Menschen werden wir nicht hinnehmen, dass unsere Stadt mutwillig vermüllt wird. Und erst recht werden wir nicht tolerieren, dass Rettungs- und Einsatzkräfte beschimpft und attackiert werden“, sagte Feldmann.

Wochenlang wurde in Frankfurt friedlich draußen gefeiert – in der Nacht zum Sonntag aber kippte die Stimmung am Opernplatz und es kam zu Randale und schweren Ausschreitungen gegenüber Polizisten. Die Polizei spricht von einem „Hagel von Flaschen“ gegen Beamte. Die erschreckende Bilanz: 39 vorläufige Festnahmen, mindestens fünf verletzte Polizistinnen und Polizisten, mehrere tausend Euro Schaden.

Text: cd/ Foto: Archiv

Eskalation am Opernplatz – Polizisten mit Flaschen beworfen

Wochenlang wurde in Frankfurt friedlich draußen gefeiert – in der Nacht zum Sonntag aber kippte die Stimmung am Opernplatz und es kam zu Randale und schweren Ausschreitungen gegenüber Polizisten. Die Polizei spricht von einem „Hagel von Flaschen“ gegen Beamte. Die erschreckende Bilanz: 39 Festnahmen, mindestens fünf verletzte Polizistinnen und Polizisten, mehrere tausend Euro Schaden.

In den frühen Morgenstunden gegen 3 Uhr kam es auf dem Opernplatz zu massiven Ausschreitungen gegen die Polizei. Der Platz musste in der Folge von der Polizei geräumt werden. Es kam zu 39 vorübergehenden Festnahmen. Den Festgenommenen wird unter anderem schwerer Landfriedensbruch sowie gefährliche Körperverletzung vorgeworfen.

In den Abend- und Nachtstunden waren, wie an den vergangenen Wochenenden, rund 6000  bis 7000 Menschen in der Stadt feiern. Sie trafen sich am Hafenpark, am Mainufer, im Günthersburgpark, in der Kalbächer Gasse (Fressgasse) sowie am Opernplatz.

So kippte die Stimmung am Opernplatz

Die Frankfurter Polizei war dort überall mit eigenen Beamtinnen und Beamten sowie mit Unterstützung der Bereitschaftspolizei präsent. Mit Ausnahme des Opernplatzes blieb es an allen anderen Örtlichkeiten friedlich. In der Spitze waren am Opernplatz etwa 3000 Menschen zum Feiern zusammengekommen. Zunächst geschah dies auch friedlich, gegen 1 Uhr begann die Stimmung zu kippen. Es blieb nicht friedlich und ausgelassen, „sondern wurde unter den Feiernden zunehmend aggressiver, was sich in kleineren Schlägereien untereinander zeigte“, heißt es in einer Mitteilung der Polizei.

Gegen 3 Uhr entwickelte sich am Brunnen des Opernplatzes eine größere Schlägerei mit 25 bis 30 Personen. Zu diesem Zeitpunkt waren noch 500 bis 800 Personen auf dem Opernplatz. In der Folge stellten die Beamten ein blutendes Opfer der Schlägerei am Brunnen fest. In der Absicht, dem offenkundig verletzten Opfer zu helfen und den Streit zu schlichten, gingen etwa zehn Polizisten Richtung Brunnen. Hierbei wurden die zehn Polizisten unvermittelt und massiv mit Flaschen beworfen.

Aus der Menge kamen „All Cops Are Bastards“-Rufe

Die umstehende Menge klatschte dazu Beifall und skandierte Beleidigungen gegen die Beamten, insbesondere „ACAB“-Rufe („All Cops Are Bastards“).

Aufgrund der hohen Aggressivität und der fortgesetzten massiven Flaschenwürfe wurden weitere Polizeikräfte von anderen Plätzen und von Revieren zusammengeführt. Dabei wurden alarmierte Kräfte bei der Anfahrt bereits mit Flaschen beworfen und deren Fahrzeuge durch die Würfe beschädigt. Die randalierende Menge von rund 500 bis 800 Personen wurden von mit Schildern und Helmen geschützten Beamten in Richtung der Fressgasse abgedrängt.

„Die Flaschenwürfe waren bei der Räumung so heftig, dass die Räumung mehrfach gestoppt werden musste“, so die Polizei. In der Fressgasse selbst konnten dann rund 400 Personen eingeschlossen werden. Aus der Gruppe der Störer nahm die Polizei gezielt 39 Personen fest. Die Personen sind im Alter zwischen 17 – 23 Jahre alt. Bis auf eine Frau waren alle Festgenommenen männlich.

Durch die Angriffe mit Flaschenwürfen wurden mindestens fünf Polizisten verletzt. Sie erlitten Schürfwunden und Prellungen. An mehreren Polizeifahrzeugen entstand erheblicher Sachschaden.

„Höhepunkt der Respektlosigkeit“ gegenüber der Polizei

In der heute Mittag um 12 Uhr durchgeführten Presskonferenz im Polizeipräsidium Frankfurt hat Herr Polizeipräsident Gerhard Bereswill sein Entsetzen über die ungehemmten Gewaltausbrüche zum Ausdruck gebracht. „Heute Nacht war der negative Höhepunkt einer schon seit einigen Wochen festzustellenden zunehmenden Respektlosigkeit und Aggressivität gegenüber der Polizei. Das Verhalten der Menschen in den späten Abendstunden hat sich in den letzten Wochen zu unserem Nachteil verändert, was auch mit den aufgeheizten und den undifferenzierten Vorwurfslagen uns gegenüber zu tun hat. Was dabei besonders schmerzlich ist, dass die gesamte Menschenmenge von 500 bis 800 Personen johlt und Beifall klatscht, wenn unsere Kolleginnen und Kollegen von Flaschen getroffen werden.“

Bereswill dankte zugleich den eingesetzten Beamtinnen und Beamten für ihr couragiertes Einschreiten und den eingesetzten Beamtinnen und Beamten der Bundespolizei, „die uns sehr rasch zur Seite standen und uns unterstützt haben“. Er sei sicher, dass durch besonnenes und konsequentes Vorgehen weitere Ausschreitungen und größerer Schaden abgewendet werden konnte.

Frankfurter Polizei bittet um Hinweise

Für Zeugen- und sonstige Hinweise hat die Frankfurter Polizei ein Hinweistelefon eingerichtet. Dieses ist unter der Rufnummer des Kriminaldauerdienstes 069-755 53110 zu erreichen.

Die Frankfurter Polizei hat einen Hinweisserver für Bilder und Videos eingerichtet. Unter www.polizei-hinweise.de/opernplatz können Aufnahmen hochgeladen werden. Bitte machen Sie davon rege Gebrauch, jeder Hinweis kann dazu beitragen Tatbeteiligte der Ausschreitungen zu identifizieren.

Foto: Archiv

Von Kita bis Hort: So plant die Stadt nach den Ferien

Die städtischen Ämter arbeiten mit Hochdruck an der Planung für die Wiederaufnahme des Schul- und Kitabetriebs nach den Ferien. Zudem sollen 10.000 Laptops an Schülerinnen und Schüler ausgeliehen werden, die keinen Computer haben.

„Die Aufnahme des Regelbetriebs unter so genannten Pandemiebedingungen an den Kitas ist seit dem 6. Juli bereits erfolgreich angelaufen. Alle Träger und Kitas sind sehr bemüht und sich ihrer großen Verantwortung bewusst“, bilanziert Integrations- und Bildungsdezernentin Sylvia Weber die bisherigen Schritte. „Die Eltern sind verständnisvoll und unterstützen den Öffnungsprozess gut. Ihnen allen danke ich sehr herzlich..“

Aktuell werde darum mit Hochdruck an den Vorbereitungen für die Zeit nach den Sommerferien gearbeitet. Vor allem gehe es darum, Informationsketten sicherzustellen, erklärt Weber. „Niemand weiß, wie sich das Infektionsgeschehen entwickelt. Aber wir können dafür sorgen, dass Eltern unverzüglich informiert werden, wenn es in ihrer Schule oder Betreuungseinrichtung einen Corona-Fall gibt und was das für sie konkret bedeutet. Es ist verständlicherweise noch viel Unsicherheit vorhanden, da die Informationslage nicht immer eindeutig ist.“

Ihr Dezernat arbeite darum eng mit den Trägern zusammen, selbstverständlich auch in den Ferien. „Seit Beginn der Pandemie sind wir in engem, wöchentlichen Austausch mit den Trägern der Kinderbetreuung, um alle Schritte abzustimmen, vorzubereiten und zu begleiten. Gemeinsam haben wir den Lockdown, die Notbetreuung, die Ferienbetreuung, den eingeschränkten Regelbetrieb und nun die Wiedereröffnung organisiert“, sagt die Dezernentin.

Dem durch die Dezernentin einberufenen Krisenstab gehören unter anderem auch Vertreter des Gesundheitsamtes, des Kinderschutzbundes und der Gewerkschaften an.

Regulärer Betrieb in Kita und Hort

In den Krippen, Kindergärten und Horten findet nach den Sommerferien und unter der Voraussetzung niedrig bleibender Infektionszahlen ein regulärer Betrieb statt. Nur in Ausnahmefällen, wie etwa aufgrund von Personalmangel, können Öffnungszeiten eingeschränkt werden.

Die Hygienevorschriften des Landes und der Stadt behalten weiterhin Gültigkeit und müssen in den Betreuungseinrichtungen umgesetzt werden. Die Einrichtungen können darüber hinaus weitere individuelle Regelungen, beispielsweise gestaffelte Bring- und Abholzeiten, zur Sicherstellung des Infektionsschutzes treffen. Unter Beachtung der gültigen Regelungen zum Infektionsschutz sind auch teiloffene Konzepte in den Einrichtungen wieder möglich.

Personal und Fachkräfte in den Betreuungseinrichtungen

Für die Zeit nach den Ferien werden Aushilfskräfte mit pädagogischer Erfahrung (Museums- und Theaterpädagogen, Kursleiter, Studierende der Erziehungswissenschaften oder der Sozialen Arbeit) gesucht und eingestellt. Sie sollen die multiprofessionellen Teams in den Einrichtungen unterstützen und so eine Rückkehr zu den gewohnten Öffnungszeiten ermöglichen. Aktuell laufen auch Vorbereitungen für eine Fachkräfteoffensive, die im zweiten Halbjahr startet.

Hygiene und Gesundheitsschutz

Um auch weiterhin den Gesundheitsschutz der Kinder und Erwachsenen in den Einrichtungen sicher zu stellen, werden die Kitas vom Stadtschulamt und dem Gesundheitsamt beraten. Bereits jetzt werden anlassbezogene Testungen in Zusammenarbeit mit den Schulen und Kitas durchgeführt.

Entgelte

Die Stadt Frankfurt möchte alle Familien bestmöglich unterstützen. Dazu gehört auch die Befreiung vom Elternentgelt und Essensgeld für die Monate April und Mai sowie die Reduzierung um 50 Prozent im Juni. „Während andere Bundesländer die Elternentgelte pauschal für drei Monate übernommen haben, konnten wir auf eine solche Unterstützung aus Hessen nicht zurückgreifen. Für diejenigen Eltern, die im Juni gar keine Betreuung in Anspruch nehmen konnten oder darauf verzichtet haben, prüfen wir derzeit die Möglichkeit einer Rückerstattung“, kündigt Weber an.

Homeschooling

„Um nach den Ferien das Homeschooling besser zu unterstützen, haben wir eine Beschaffung von rund 10.000 Laptops gestartet, die an Schülerinnen und Schüler ausgeliehen werden können, die zu Hause keinen Computer haben“, sagt Weber. Ein entsprechendes Infoschreiben wird den Schulen zum Ende der Ferien zugehen. „Wir prüfen auch verschiedene Videokonferenz-Systeme mit dem Ziel, bis Ende des Jahres eine einheitliche Lösung für die Frankfurter Schulen zu installieren. Auch die sukzessive Ausstattung der Schulen mit WLAN und neuen Geräten aus dem Digitalpakt ist gestartet. Dabei haben wir vorgesehen, alle Berufsschulen bis 2021 mit WLAN auszustatten. Für Schulen sowie für Schülerinnen und Schüler, die derzeit noch über keinen Internet-Zugang verfügen, prüfen wir noch verschiedene Lösungen. Gegenüber dem Land haben wir bereits deutlich gemacht, dass wir mehr Fortbildung für Lehrkräfte sowie medienpädagogische Konzepte in den Schulen für dringend notwendig halten.“

Informationen: Stadt Frankfurt

Foto: Archiv

Eintracht & Stadt unterzeichnen Stadion-Mietvertrag

Die Stadt Frankfurt und Eintracht Frankfurt haben gestern ihre Unterschriften unter einen gewerblichen Mietvertrag zur Nutzung des Stadions und des dazugehörenden Areals gesetzt. Dieser normiert, worauf sich beide Seiten bereits Ende des letzten Jahres bei der Unterzeichnung der gemeinsamen Absichtserklärung verständigt hatten. Dem Vertragswerk haben sowohl der Aufsichtsrat der Sport Stadion Frankfurt am Main Gesellschaft für Projektentwicklungen (kurz: SSF) – einer 100%igen Tochter der Stadt Frankfurt am Main – als auch der Aufsichtsrat der Eintracht Frankfurt Fußball einstimmig zugestimmt. Dem Abschluss des Vertrages gingen intensive Verhandlungsrunden zwischen Vertretern der Stadt und Eintracht Frankfurt voraus.

Ab dem heutigen 1. Juli wird Eintracht Frankfurt damit für die Dauer der nächsten 15 Jahre Hauptmieter der Arena, die zukünftig den Namen „Deutsche Bank Park“ trägt und die bis zum Beginn der Saison 2023/24 auf eine Gesamtkapazität von rund 60.000 Plätzen ausgebaut wird.

„Die harten, aber immer konstruktiven Verhandlungen mit der Stadt sind natürlich durch die pandemischen Entwicklungen der letzten Monate beeinflusst worden. Wir haben jetzt eine für beide Seiten tragfähige Lösung gefunden, die den komplexen Auswirkungen einer solchen Ausnahmekrise jetzt und für die Zukunft Rechnung trägt“, sagt Vorstandsmitglied Axel Hellmann. „Für Eintracht Frankfurt ist die Einigung mit der Stadt ein essentieller Baustein für eine weitere eigenständige Entwicklungs- und Handlungsfähigkeit.“

„In wirklich intensiven Gesprächen ist es gelungen, ein gutes Fundament für die künftige Zusammenarbeit der städtischen Sportpark Stadion GmbH mit Eintracht Frankfurt zu schaffen. Gerade der vertrauensvolle Umgang in den – natürlich auch durch die Krise geprägten – vergangenen Monaten lässt uns positiv in die Zukunft blicken und gibt uns Planungssicherheit für die nächsten 15 Jahre“, sagt Stadtrat Markus Frank, der als Aufsichtsratsvorsitzender die Verhandlungen maßgeblich geführt hat. Er dankt auch Stadtrat Claus Möbius und dem Stadtverordneten Jan Klingelhöfer, durch deren verlässliches Mitwirken in der städtischen Verhandlungskommission, dieses Ergebnis erreicht werden konnte.

Bürgermeister und Stadtkämmerer Uwe Becker ergänzt: „Das Stadion der Stadt Frankfurt ist für viele Frankfurterinnen und Frankfurter wie ein zweites Wohnzimmer und ein Ort großer Emotionen. Mit der Vertragsunterzeichnung fällt der Startschuss für eine erfolgreiche Zusammenarbeit und Zukunft. Fußballfans, aber auch Konzertbesucherinnen und -besucher werden hier hoffentlich sehr bald schon wieder gemeinsam jubeln und feiern können.“

Umgesetzt wird der Vertrag durch die eigens gegründete Eintracht Frankfurt Stadion, eine Tochtergesellschaft der Eintracht Frankfurt Fußball, deren Geschäftsführer Julien Zamberk und Patrik Meyer ab 1. Juli das Stadion gemeinsam mit der städtischen Besitzgesellschaft nutzen werden.

Informationen: Stadt Frankfurt

Foto: Eintracht Frankfurt

Müllsünden werden ab 1. Juli deutlich teurer

Bis zu 55 Euro Strafe für ausgeleerte Aschenbecher, Bananenschalen oder Kaugummis am Boden und 250 Euro für die Ablagerung von Sperrmüll ohne Termin – ab 1. Juli drohen Müllsündern in Frankfurt teilweise deutlich höhere Verwarnungs- und Bußgelder.

Der Katalog der möglichen Müllsünden in Frankfurt am Main ist lang. Sei es die weggeworfene Zigarettenkippe, die leere Getränkedose oder der nicht angemeldete Sperrmüll. Auf vielfältige Art und Weise kann in Frankfurt gegen geltendes Abfallrecht verstoßen werden. Und das wird es auch. Nicht überall in der Stadt, aber an vielen Orten.

Sicherheitsdezernent Markus Frank sagt: „Als ich kürzlich spät abends unterwegs war, zeigte sich ein verheerendes Bild. Trotz vieler Mülleimer waren die Wege und Plätze am Main übersät mit Müll. Frankfurt am Main hat so viele schöne Plätze und Parks und investiert viel Zeit und Geld, öffentliche Bereiche ansprechend zu gestalten. Es ist eine Schande, wie diese Orte durch Ignoranz und Unachtsamkeit zunehmend vermüllt werden. Die Entwicklungen am Opernplatz passen hierbei leider ebenfalls ins Bild.“

Der Opernplatz ist das jüngste Beispiel, wie Vermüllung im öffentlichen Raum ein ganzes Stadtbild beschädigen kann. So fällt hier nach den seit geraumer Zeit hauptsächlich an den Wochenenden stattfindenden Treffen vieler Menschen sehr viel Müll an, der statt in bereitgestellte Mülleimer lieber mitten auf den Platz „entsorgt“ wird. Ein untragbarer Zustand. Auch ein Mehr an Mülltonnen und Aufklärungskampagnen zeigen, wenn überhaupt, nur eine marginale Wirkung.

„Höchste Zeit, an den Stellschrauben zu drehen und die Strafen für illegales Müllentsorgen nach oben anzupassen“, sagt Frank. „Andere Städte leiden unter ähnlichen Problemen und haben mit der Erhöhung der Verwarnungs- und Bußgeldsätze reagiert. Ein Schritt, den notwendiger Weise nun auch Frankfurt am Main geht.“

Mit diesen Strafen muss man ab sofort in Frankfurt rechnen Quelle: Stadt Frankfurt

So werden zum Mittwoch, 1. Juli, beispielsweise alle Kleinmüllverstöße auf die nach § 56 Ordnungswidrigkeitengesetz zulässige Obergrenze für Verwarngelder (55 Euro) erhöht oder auch Sperrmüllverstöße um 50 Euro nach oben angepasst.

Sonderbeauftragter für Sauberkeit und Ordnung

Eine weitere Stellschraube ist die Bestellung eines Sonderbeauftragten für Sauberkeit und Ordnung. Dieser Mitarbeiter der Stadtpolizei wird künftig Kontrollmaßnahmen koordinieren, neue Müllhotspots lokalisieren und die Arbeit der bereits vorhandenen Dienstgruppen der Stadtpolizei in Bezug auf Vermüllung unterstützen. Darüber hinaus kann er für besondere Maßnahmen auf die neu eingerichtete Operative Einheit (OPE) der Stadtpolizei zugreifen.

Markus Frank erklärt: „Durch diesen Sonderbeauftragten heben wir die Bearbeitung von Müllproblematiken in der Stadt auf ein höheres Level. Ich verspreche mir davon mehr Effizienz der bereits bestehenden Maßnahmen für mehr Sauberkeit in Frankfurt am Main.“

Frank sieht in den beiden Maßnahmen, Erhöhung der Verwarn- und Bußgelder und Einrichtung eines Sonderbeauftragten bei der Stadtpolizei, ein wichtiges Signal. Er appelliert jedoch an die Vernunft der Menschen in Frankfurt: „Kaum eine Stadt bietet so viele Möglichkeiten, Müll aller Art, in der Regel sogar kostenfrei, zu entsorgen. Bitte nutzen Sie diese Möglichkeiten und helfen Sie uns, unsere schöne Stadt sauber zu halten. All jene, die ihren Müll weiterhin in die Umwelt werfen, können sich sicher sein, dass wir sie mit den erhöhten Regelsätzen an dessen Beseitigung beteiligen werden. Dass Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen der Stadtpolizei künftig auch in zivil verstärkt Müllsündern auf der Spur sind, wird hoffentlich den ein oder anderen Schmutzfinken davon abhalten, seinen Müll achtlos auf Wegen und Plätzen zu verteilen.“

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Schwimmbäder: Freier Eintritt für Jugendliche mit Ferienkarte

Stadträtin Daniela Birkenfeld bedankt sich bei ihrem Amtskollegen Sportdezernent Markus Frank und Boris Zielinski, Geschäftsführer der BäderBetriebe Frankfurt, für die Unterstützung eines zusätzlichen attraktiven Angebots der Ferienkarte in Zeiten von Corona.

Alle Kinder und Jugendlichen unter 14 Jahren haben bereits jetzt freien Eintritt in die Frei- und Erlebnisbäder der BäderBetriebe. Mit der Ferienkarte des Jugend- und Sozialamtes können auch alle 15- und 16-Jährigen in den erfrischenden Genuss von Schwimmbädern kommen. Und das Besondere: Wer sich spontan entscheidet, ins kühle Nass zu springen, muss sich mit der Ferienkarte nicht online bei den Bäderbetrieben anmelden. Ein bestimmtes Kontingent an Tickets wird täglich für die Ferienkarteninhaber freigehalten. Dazu einfach die Ferienkarte an der Kasse vorzeigen, sich namentlich registrieren (Corona-Vorschrift) und dann den Vormittag oder Nachmittag im Freibad genießen.

Auch in diesem Jahr gibt es wieder die beliebte Ferienkarte für alle Kinder und Jugendlichen bis einschließlich 16 Jahren. Sie ist während der gesamten Sommerferien vom 3. Juli. bis einschließlich 16. August gültig. Bestellt werden kann sie in diesem Jahr ausschließlich online über http://www.ferienkarussell-frankfurt.de im Internet. Neben der Fahrt mit den öffentlichen Verkehrsmitteln im Stadtgebiet Frankfurt, ist zum Beispiel auch der Eintritt in den Palmengarten oder das Senckenbergmuseum inklusive. Zudem gibt es Ermäßigungen im Experiminta-Museum und beim Schwarzlichtminigolf.

Die Ferienkarte gibt es für alle bis einschließlich 14 Jahren inklusive RMV für 25 Euro. 15- und 16-Jährige zahlen 25 Euro für die Karte mit Schwimmbädern und 33 Euro für die Ferienkarte inklusive Schwimmbädern und RMV. Für Frankfurt Pass-Inhaber ist die Ferienkarte kostenfrei.

Infos zur Ferienkarte gibt es telefonisch unter 069/212-38517 oder per Mail an Ferienkarten@stadt-frankfurt.de.

Foto: Archiv

Frankfurt will „smart City“ werden

Frankfurt ist auf dem Weg zur Smart City. Dabei geht es unter anderem um die von der Digitalisierung getriebene Vernetzung von Infrastrukturen, Angeboten und Dienstleistungen, die das Leben der Bürger in vielerlei Hinsicht vereinfachen sollen. Zentraler Bestandteil: ein stadtweites Funk-Datennetz – LoRaWAN. Der Frankfurter Oberbürgermeister und Mainova-Aufsichtsratsvorsitzende Peter Feldmann und Mainova-Vorstandsmitglied Diana Rauhut haben am bundesweiten „Tag der Daseinsvorsorge“ (23.6.) das Netz der Zukunft in Betrieb genommen.

In den vergangenen Monaten hat Mainova eine flächendeckende LoRaWAN-Infrastruktur in Frankfurt aufgebaut. „Der Begriff steht für Long Range Wide Area Network – kurz LoRaWAN. Dabei handelt es sich um eine Funktechnologie für Sensoren. Damit können kleine Datenpakete über große Entfernungen sicher und zuverlässig übertragen werden. Rund 20 sogenannte Gateways sind installiert. Sie befinden sich beispielsweise an eigenen Liegenschaften, Umspannwerken oder auf geeigneten Gebäuden von Partnern und verteilen sich über das gesamte Stadtgebiet. Weitere 20 sollen bis Jahresende folgen“, freute sich Oberbürgermeister Feldmann.

Peter Feldmann sagte anlässlich der Inbetriebnahme: „Unsere Stadt ist auf dem Weg in eine digitale Zukunft. Mainova nimmt dabei für Frankfurt Rhein/Main die wichtige Aufgabe der Bereitstellung einer digitalen Infrastruktur wahr. Diese bildet gemeinsam mit zukunftsgerichteten smarten Projekten das Rückgrat für künftiges Wachstum und Prosperität. Für unsere Bürger bedeutet das zudem, dass dank neuer digitaler Services die Lebensqualität in ihrer Heimat weiter gesteigert wird und wir Frankfurt damit für eine weiterhin lebenswerte Zukunft aufstellen.“

Mainova-Vorstandsmitglied Diana Rauhut sagte: „Für Energieversorger ist Smart City eine der größten Marktchancen seit der Liberalisierung der Energiemärkte. Wir werden als regionaler Energiedienstleister künftig dabei helfen, unsere Städte und Kommunen zu smarten Lebensräumen zu entwickeln. Dabei wandeln wir uns weiter vom Operator als Betreiber von Infrastruktur zum Integrator, der gemeinsam mit Partnern vernetzt denkt und arbeitet. Mit dem Start des flächendeckenden Datennetzes haben wir die erste Etappe erfolgreich absolviert.“

Die LoRaWAN-Technologie besitzt verschiedene Vorteile: so können die Sender dank hoher Effizienz mit handelsüblichen Batterien viele Jahre betrieben werden. Auch können Sensoren innerhalb eines Unternehmens oder einer Stadt schnell und einfach vernetzt werden. Die Digitalisierung von Prozessen wird dadurch vorangetrieben. LoRaWAN kann unter anderem zur Zählerablesung oder der Überwachung des Fernwärme-Netzes genutzt werden. Außerhalb der Energie- und Wasserversorgung ist beispielsweise ein Einsatz im Parkraummanagement, bei der smarten Bewässerung von Grünanlagen, bedarfsgesteuertem Winterdienst oder der Zustandsüberwachung von Gebäuden denkbar.

Rauhut betonte: „Künftig wird Mainova auch dank der LoRaWAN-Infrastruktur in der Lage sein, smarte Lösungen bei Partnern zu integrieren sowie neue Dienstleistungen an Dritte zu vertreiben. Damit können wir gemeinsam mit anderen Unternehmen einen Beitrag zur nachhaltigen, vernetzten und lebenswerten Stadt von Morgen leisten und damit das Leben der Bürger erleichtern und verbessern.“

Informationen & Foto: Mainova AG

FES gibt Mehrwertsteuersenkung an Kunden weiter

Die FES Frankfurter Entsorgungs- und Service GmbH gibt die ab Mittwoch, 1. Juli, geltende Mehrwertsteuersenkung an ihre Kunden weiter. Das bedeutet, dass an allen Kassen – etwa am Wertstoffhof Nord, im FES-Service-Center oder bei der Rhein-Main-Biokompostanlage – die steuerpflichtigen Waren und Dienstleistungen bis zum Jahresende 2020 günstiger werden.

Ein Sack mit 40 Litern Reterra-Pflanzerde beispielsweise kostet dann statt bisher 6,99 Euro nur noch 6,81 Euro, für einen Kofferraum mit Bauschutt-Abfällen werden statt 35 Euro nur noch 33,95 Euro in Rechnung gestellt.

Ausgenommen von der Mehrwertsteuersenkung sind der Pfandbetrag von 3 Euro für den Mainbecher sowie der Preis in Höhe von 2 Euro für dessen Deckel.

Die Gebühren für Straßenreinigung und Abfallentsorgung werden durch die Stadt Frankfurt festgelegt. Hierauf hat FES keinen Einfluss. Dies gilt auch für die gebührenpflichtigen Abfallsäcke für Beimengen in Höhe von 3 Euro.

Da die Anpassung der Mehrwertsteuer nur für einen befristeten Zeitraum gilt, werden gedruckte Preislisten aus Kostengründen nicht aktualisiert. An den Kassen werden jedoch ab Juli die Preise mit 16 Prozent Mehrwertsteuer ausgewiesen und abgerechnet.

Foto: fes-frankfurt.de