Kategorie: AktuelleNEWS

Haben diese Kids die gleichen Chancen?

Seit Wochen protestieren die Schülerinnen und Schüler der Ernst-Reuter-Schulen in Niederursel gegen zehn Jahre Sanierungsstau und gegen Pläne für einen Neubau der benachbarten Europäischen Schule teils auf ihrem Gelände. Heute Abend berichtet das ARD-Magazin „ttt“ über das einstige reformpädagogische Pilot-Projekt der Stadt Frankfurt unter dem Thema: Gleiche Chancen für alle?

Es war einmal das bürgerliche Glücksversprechen der sozialen Marktwirtschaft: Alle sollten die Möglichkeit haben, den Aufstieg zu schaffen. Niemand sollte durch Elternhaus, Vermögen und Herkunft eingeschränkt, kein Kind zurückgelassen werden. Dabei entscheidend: Bildung und gesellschaftliche Teilhabe. Wie aber ist es heute darum bestellt? Einer aktuellen Studie des World Economic Forum zufolge schneidet Deutschland in der Chancengleichheit nur mittelmäßig ab. Eine der größten Hürden für den sozialen Aufstieg sind ungleiche Bildungschancen.

Für die Autoren der ARD-Sendung ist das Beispiel Ernst-Reuter-Schule „ein besonderes Trauerspiel dieser Art“. Hier würden die beiden Einrichtungen, die seit Jahrzehnten integrativ und inklusiv arbeiten und besonders auch Kindern aus sozial schwächeren Schichten gute Bildungschancen ermöglichen, und die benachbarte Europäische Schule, auf die vor allem Kinder von Angestellten der Europäischen Zentralbank gehen, gegeneinander ausgespielt. „Jahrelang hat die Politik es versäumt, die Reuter-Schulen zu sanieren, und gleichzeitig der rasant wachsenden Europäischen Schule keinen neuen Standort zugewiesen – trotz gegenlautender Versprechungen.“ Jetzt gibt es Pläne, dass die integrativen Reuter-Schulen (ERS) der Europäischen Schule ausgerechnet das Gelände abtreten soll, auf dem ihre inklusiven Bildungsangebote angesiedelt sind.

Fakt ist aber auch: Die Leitung der benachbarten Europäischen Schule lehnt einen Neubau zu Lasten der ERS derzeit ab und sieht die Stadt in der Pflicht, alternative Vorschläge zu entwickeln.

Demo und Petition für die Ernst-Reuter-Schulen

Schon im Dezember protestierten Schülerinnen und Schüler der Ernst-Reuter-Schulen lautstark gegen die Pläne der Stadt Frankfurt. An einem Freitagnachmittag, bei strömendem Regen. Auf den Plakaten standen Sätze wie „Hände weg von unserer Schule“, „Wir sind keine Bau-Masse“ und „Ernst-Reuter-Schulen fordern Raum für Bildung“. Sie hatten Trillerpfeifen, Töpfe, Deckel und andere Dinge, die „möglichst viel Krach“ machten, dabei. Eltern gingen mit, teilweise auch Lehrer.

Seit kurzem läuft auch eine Petition auf dem Bürgerbeteiligungs-Portal der Stadt Frankfurt mit der Überschrift „Rettet die Ernst-Reuter-Schule“. Die notwendigen Unterschriften wurden bereits erreicht, die Initiatoren sammeln aber noch weiter. Online ist auch noch einmal kurz zusammengefasst, was die Betroffenen so bewegt: „Wir sollen 19.000 Quadratmeter an die benachbarte Europäische Schule abgeben. Dann funktioniert unser pädagogisches Konzept nicht mehr.“ Hier gab es schon Inklusion, „als kaum einer wusste, was das ist“. Jetzt sei nicht nur die Inklusion in Gefahr. Die Sanierung der in die Jahre gekommenen Gebäude wird seit zehn Jahren verschleppt, das Schwimmbad ist seit 2009 geschlossen. Jetzt sollen Schwimmbad und Turnhalle zugunsten der Europäischen Schule abgerissen werden und allerdings nur die Halle an anderer Stelle erbaut werden. Dagegen stemmen sich Schüler, Elternvertreter und auch die Schulleitung.

Der Protest begann, als Einzelheiten einer Machbarkeitsstudie des Amts für Bau und Immobilien (ABI) bekannt wurden. Diese kam zu dem Ergebnis, dass die Europäische Schule an ihrem Standort neben der Ernst-Reuter-Schule wachsen kann.

Die Petition für die Ernst-Reuter-Schule ist unter https://www.ffm.de/frankfurt/de/ideaPtf/45035/single/1256 zu finden.

Die ARD-Sendung „Titel, Thesen, Temperamente“ (ttt) mit einem Bericht über die Ernst-Reuter-Schule läuft heute Abend um 23.20 Uhr und ist in der ARD-Mediathek abrufbar.

Foto: MAINRiedberg

Die Narren erobern das Rathaus

Bis Aschermittwoch ist Frankfurt sicher in Narrenhand: Am Samstag, 22. Februar, haben die Fastnachter das Rathaus erfolgreich gestürmt. Oberbürgermeister Peter Feldmann hisste die Narrenfahne und übergab den Stadtschlüssel an das Prinzenpaar „Seine Tollität“ Jonas I. und „Ihre Lieblichkeit“ Sandra I. Verstärkung bekamen die Hoheiten vom Kinderprinzenpaar „Seine Kindertollität“ Tim I. und „Ihre Kinderlieblichkeit“ Anna I. mit Wortführer Axel Heilmann und Begleitungen.

Die versammelten Menschen gedachten auf Aufforderung des Oberbürgermeisters der Opfer des Terroranschlags von Hanau mit einer Schweigeminute. Begonnen hatte die Erstürmung mit Musik der Fastnachtsband „Wir2 singen für Euch“. Salutschüsse läuteten ein heiteres Wortgefecht zwischen Stadtoberhaupt und dem Großen Rat ein, nachdem der Präsident des Großen Rates zu Beginn klarstellte, dass in der Frankfurter Fastnacht kein Platz für Rassismus sei und somit die schrecklichen Ereignisse von Hanau verurteilte.

Vom Justitia-Brunnen herüber stellte Wortführer Axel Heilmann sein erstes Ultimatum vor der Erstürmung des Rathauses. Feldmann entgegnete: „Ich rate Euch nun kurz und knapp, jetzt das Feuer einzustellen. Also zieht Euch, Stück für Stück hier vom Römerberg zurück!“

Kurz darauf wurde ein weiteres Ultimatum, begleitet von Salutschüssen, gestellt. „Der Römer, der wird niemals fallen, auch wenn die Kanonen knallen, wir sind zum Widerstand bereit, heute und zu jeder Zeit. Eure Fastnacht, die ist schön, allerdings das müsst Ihr sehn, macht Fastnacht bei Euch in den Vereinen, denn man weiß im allgemeinen, dass Rathaus unserer Stadt, die Fastnacht nichts zu suchen hat!“, rief Feldmann vom Römerbalkon den Narren zu.

Das Stadtoberhaupt versuchte den Römer zu verteidigen, indem er ins Feld führte, dass Kinder nun kostengünstig zum Klaa Pariser Umzug mit der Bahn fahren können; selbst der Erfolg der Eintracht oder ein lieblicher Seitenhieb Richtung Offenbach halfen nichts. Die Hartnäckigkeit der Narren siegte. Mit den Worten „Ich lass´ die Prinzenpaare rein, leg´ meine Amtskette nun ab und wird´ danach ganz kurz und knapp dann Frankfurts Prinzenpaar im Anschluss jetzt unmittelbar, diesmal ohne Widerstreben, den Stadtschlüssel hier übergeben“, ließ das Stadtoberhaupt die Narren im Rathaus gewähren. Drinnen wurde dann gefeiert, gegessen und getrunken.

Der zweite Höhepunkt der Kampagne ist der Karnevalszug am Sonntag, 23. Februar. 97 Vereine und Verbände, 3769 Teilnehmer, 36 Garden, 19 Kapellen und Spielmannszüge, 602 Spielleute, 29 Motivwagen, 60 Witz- und Komitee Wagen und 6 Kanonen schlängeln sich auf der vier Kilometer langen Strecke durch die Frankfurter Innenstadt. Die vielen närrischen Zuschauer am Straßenrand werden mit reichlich Süßigkeiten belohnt.

Zum Start des närrischen Zugs ruft das Stadtoberhaupt vom Römerbalkon: „Der Umzug ist im vollen Gange, eine endlose Schlange von Menschen, die sehr fröhlich sind, wir sind fastnachtlich gesinnt und jubeln Frankfurts Narren zu, der Fastnachtsumzug ist der Clou, eine richtige Schau darauf ein dreifach donnerndes ‚Frankfurt Helau!‘“

Ein Novum gibt es dieses Jahr zudem: Der Große Rat veranstaltet eine „After-Zug-Party“ auf dem Fastnachts-Jahrmarkt, der ebenfalls zum ersten Mal auf der Hauptwache statt findet.

Weitere Informationen zum Zug und zum Frankfurter Karneval gibt es unter https://www.grosser-rat.de/ im Internet.

Foto: Maik Reuß / Stadt Frankfurt

„Wir müssen aufstehen gegen Hass und Gewalt“

Nach den schrecklichen Anschlägen von Hanau erklärt Frankfurts Oberbürgermeister Peter Feldmann seine Solidarität und Verbundenheit mit der Nachbargemeinde: „Wir alle verabscheuen diese Tat, wir alle sind bei unseren Polizisten und Ermittlungsbehörden, dafür, dass diese Tat aufgeklärt wird.“ In Gedanken sei man bei allen Opfern und Angehörigen.

„Die Morde haben mich tief erschüttert“, sagt Feldmann, der am Donnerstagnachmittag, 20. Februar, bei einer Mahnwache in Hanau im Namen der Stadt Frankfurt einen Kranz niederlegte. Er drückte dabei auch Oberbürgermeister Claus Kaminsky seine Anteilnahme aus. „Wir sind bei Ihnen in diesen schweren Stunden!“ Das Frankfurter Stadtoberhaupt appellierte auch daran, dass die Gesellschaft gegen geistige Brandstifter aufstehen und Haltung zeigen müsse: „Hass, Fremdenfeindlichkeit, Rassismus und Antisemitismus wird erst in Worte verpackt, und dann wird Hass zu offener Gewalt. Wir müssen einstehen für Zusammenhalt, Nähe und Liebe – und unveräußerliche Werte und Rechte.“

Informationen: Stadt Frankfurt

Foto: Holger Menzel

Stand der Ermittlungen zum Anschlag von Hanau

Die Bundesanwaltschaft hat heute Nacht gegen 4 Uhr die Ermittlungen wegen des Anschlagsgeschehens in Hanau übernommen. Nach dem bisherigen Ergebnis der Ermittlungen hat der 43-jährige deutsche Staatsangehörige Tobias R. am 19. Februar 2020 gegen 22:00 Uhr in den Bereichen Heumarkt, Kesselstadt sowie Kurt-Schumacher-Platz neun Menschen erschossen und mehrere Personen verletzt, darunter ein lebensgefährlich Verletzter. Das Alter der Todesopfer lag zwischen 21 und 44 Jahren. Unter ihnen waren sowohl ausländische als auch deutsche Staatsangehörige.

Nachdem sich im Rahmen der Ermittlungen Hinweise auf den Täter ergeben hatten, wurde dessen Wohnung in Hanau von einem Sondereinsatzkommando der Polizei durchsucht. Die eingesetzten Beamten haben Tobias R. sowie dessen 72-jährige Mutter tot aufgefunden. Beide wiesen Schussverletzungen auf. Neben dem mutmaßlichen Täter lag eine Schusswaffe. Sein Vater wurde von den Polizeibeamten äußerlich unverletzt angetroffen.

Es liegen gravierende Indizien für einen rassistischen Hintergrund der Tat vor. Diese ergeben sich aus den augenscheinlich von Tobias R. herrühenden Videos und Dokumenten.

Derzeit liegen keine Erkenntnisse zu etwaigen Vorstrafen oder Ermittlungsverfahren mit politischem Bezug gegen ihn vor. Die weiteren Ermittlungen werden sich insbesondere auch darauf konzentrieren, ob es noch bislang unbekannte Mitwisser oder Unterstützer gibt. Auch wird das Umfeld des mutmaßlichen Täters durchleuchtet und untersucht werden, ob und welche nationalen und internationalen Kontakte bestanden haben.

Mit den weiteren Ermittlungen wurde inzwischen das Bundeskriminalamt beauftragt. Dieses wird in Kooperation mit dem Landeskriminalamt Hessen tätig. Unter anderem werten die Ermittler Videos und Dokumente aus, die augenscheinlich von Tobias R. stammen. Zudem laufen kriminaltechnische Untersuchungen zu der oder den bei der Tat verwendeten Schusswaffen.

Informationen: Der Generalbundesanwalt beim Bundesgerichtshof (GBA)/ Pressemitteilung

Foto: Archiv

Möblierte Apartments & Co. : Stadt geht gegen „illegales Residenzwohnen“ vor

In Frankfurt werden zahlreiche möblierte Wohnungen unter Namen wie „Wohnen auf Zeit“, „Businessapartments“, „Residenzapartments“ oder „Service-Apartments“ vermietet, die aber faktisch Beherbergungsbetriebe oder Hotels sind – übrigens inzwischen auch am Riedberg! Da Wohnen und Beherbergen bauplanungsrechtlich aber nicht überall gleichermaßen zulässig ist, hatte Planungsdezernent Mike Josef Ende Oktober 2019 ein hartes Vorgehen gegen illegales Residenzwohnen angekündigt. Gemeinsam mit der Leiterin der Bauaufsicht, Simone Zapke, hat er auf einer Pressekonferenz eine erste Zwischenbilanz präsentiert.

„Wir konnten bereits jetzt 395 Wohnungen für den allgemeinen Wohnungsmarkt zurückgewinnen und Einziehungsbescheide über 1 Million Euro erlassen, mit denen wir den wirtschaftlichen Vorteil abschöpfen. Das ist ein riesiger Erfolg und in dieser Höhe einmalig und damit ein klares Zeichen in die Branche, dass wir illegales Residenzwohnen in Frankfurt nicht dulden“, verkündete Josef. Nach Recherchen der Bauaufsicht werden in Frankfurt in etwa 3000 baurechtlich genehmigten Wohnungen solche Angebote betrieben.

„Die Anbieter haben sich inzwischen größtenteils der Rechtsprechung hinsichtlich der Aufenthaltsdauer angepasst und geben eine Mindestmietzeit von sechs Monaten auf den Internetseiten an“, sagt Zapke. „Ob die Wohnungen auch zu kurzen Zeiten überlassen werden, kann dann immer erst im Rahmen eines konkreten Verwaltungs- oder Ordnungswidrigkeitsverfahrens geprüft werden, was sehr aufwendig ist. Wir werden aber nicht nachlassen, um gegen diese Rechtsverstöße vorzugehen.“

Illegales Residenzwohnen kann je nach dem Einzelfall gegen das Baurecht, gegen die Ferienwohnungssatzung oder gegen das Mietrecht verstoßen. Die Miethöhen überschreiten dabei meist eklatant die für Wohnraum bestehenden rechtlichen Regelungen. Der angebotene Wohnraum ist meist mit einfachsten Möbeln ausgestattet und wird dann kurzfristig Interessenten überlassen, die früher echte Hotels genutzt haben. Das Nutzerspektrum reicht von Touristen bis zu Montagearbeitern, die nur für einen kurzen Zeitraum in Frankfurt tätig sind. Durch die erhebliche Nachfrage ist das Segment äußerst lukrativ und das Geschäftsmodell schnell expandiert. Die Anbieter sind gewerblich organisiert.

„Wir werden auch weiterhin diese Fehlentwicklung des Wohnungs- und Hotelmarkts nicht dulden“, sagt Josef. „Der ohnehin äußerst knappe und schützenswerte Wohnraum in Frankfurt darf nicht durch eine unzulässige Nutzungsänderung diesem Zweck entzogen werden und zur rein kommerziellen Ware verkommen. Er muss dem allgemeinen Wohnungsmarkt wieder zur Verfügung stehen.“

Stadtrat Josef berichtete außerdem zum Thema Ferienwohnungen. In Frankfurt gilt seit dem Jahr 2018 eine Ferienwohnungssatzung. Seit deren Inkrafttreten wurden rund 400 Verwaltungsverfahren wegen des Verdachts der ungenehmigten Vermietung eingeleitet. Die Verfahren wurden hauptsächlich abgeschlossen, weil die Nutzung aufgegeben wurde oder ein Antrag gestellt und genehmigt wurde. Es wurden 83 Wohnungen aus illegaler Feriennutzung für den Wohnungsmarkt zurückgewonnen. In 24 Fällen ergingen Bußgeldbescheide in Höhe von rund 100.000 Euro, in sechs Fällen wurden sie vor Gericht bestätigt.

Auf Grundlage der Satzung wurden 494 Ferienwohnungen beantragt, davon wurden 377 genehmigt. Die Hauptablehnungsgründe bei den Ferienwohnungsanträgen sind entweder, dass die Antragsteller nicht Hauptnutzer der beantragten Räumlichkeiten sind oder der Vermieter eine entsprechende Nutzung ablehnt. Der größte Teil sowohl der Anträge (440) als auch der Genehmigungen (364) betrifft lediglich ein Zimmer einer Wohnung oder den Zeitraum von acht Wochen innerhalb eines Jahres. Laufender Ausgleichszahlung wurden lediglich in 14 Fällen beantragt und in zwölf genehmigt, die Zurverfügungstellung von Ersatzwohnraum wurde in fünf Fällen beantragt und in zwei genehmigt.

Durch das Vorgehen der Bauaufsicht gegen illegales Residenzwohnen und illegale Ferienwohnungen konnten dem Wohnungsmarkt somit insgesamt über 15.000 Quadratmeter an Wohnraum wieder zurückgegeben werden

Informationen: Stadt Frankfurt

Foto: Archiv

Wer will bei der Pflege der Obstbäume helfen?

Wie jedes Jahr geht es jetzt an die Pflege der Obstbäume auf der „Stromwiese“, das ist die Streuobstwiese entlang des Schallschutzdamms an der A5. „Wer unter Anleitung mithelfen möchte, soll einfach am nächsten Sonntag vorbeikommen“, lädt Markus Schaufler von der IG Riedberg ein und fügt hinzu: „Es gibt für Groß und Klein etwas zu tun!“

Die „Obstbaumpflege“ findet am Sonntag, 23. Februar, von 13 bis 16.30 Uhr im Norden des Riedbergs, an der Streuobstwiese in der Nähe der Stromtrasse, also vor dem Schutzwall zur A5 statt. Wo genau? „Wir sind in der Nähe des IG-Riedberg-Anhängers zu finden.“ Jeder, der mithelfen möchte, ist willkommen.

Wussten Sie eigentlich, dass jetzt nicht nur Obstbäume geschnitten und gepflegt, sondern auch private Hecken zurückgeschnitten werden müssen? Die Stadt Frankfurt erinnert aktuell an die „Rückschnittpflicht“ jenseits der Grundstücksgrenze. Das Amt für Straßenbau und Erschließung (ASE) erklärt, dass vom Grundstück auf öffentliche Straßen ragender Bewuchs bis spätestens 1. März beseitigt werden muss. Dazu verpflichten das Hessische Straßengesetz und das Bürgerliche Gesetzbuch (BGB) im Rahmen der Verkehrssicherheit und der Gefahrenabwehr.

Zum Glück sind am Riedberg die meisten privaten Bäume und Sträucher noch nicht so groß gewachsen, dass viel zu tun ist. Bei den öffentlich zugänglichen Streuobstwiesen aber umso mehr. Auch damit’s in diesem Jahr wieder den selbstgepressten Apfelsaft von der IG Riedberg gibt…

Weitere Informationen unter ig-riedberg.de

Foto: IG Riedberg

Große Müllfahrzeuge bekommen Abbiegeassistenten

Die Frankfurter Entsorgungs- und Service GmbH (FES) rüstet im Lauf dieses Jahres sämtliche Nutzfahrzeuge über zwölf Tonnen nachträglich mit Abbiegeassistenten aus. Das betrifft insgesamt 115 Fahrzeuge aus der kommunalen und gewerblichen Entsorgung sowie aus der Straßenreinigung. Neue Müllfahrzeuge werden schon seit Herbst 2017 nur noch mit Abbiegeassistent gekauft.

Geschäftsführer Dirk Remmert: „Sicherheit steht für uns als großes Fuhrparkunternehmen der Region ganz oben auf der Agenda. Dabei denken wir an alle Verkehrsteilnehmer inklusive unserer Fahrer. Mit unseren Fahrzeugen sind wir täglich im Frankfurter Stadtverkehr und auf den Straßen von Rhein-Main unterwegs. Nicht selten geht es eng zu. Wenn wir mit Hilfe der Technik die Risiken minimieren können, dann tun wir das.“

Die FES-eigene Werkstatt rüstet ab sofort im Schnitt alle zwei Tage ein Nutzfahrzeug nach. Pro Lastwagen investiert FES zwischen 1600 und 2000 Euro – in Summe also einen deutlich sechsstelligen Betrag. Zehn Prozent davon werden vom Bundesministerium für Verkehr und Infrastruktur gefördert.

Im vergangenen Jahr testete das Unternehmen Nachrüstbausätze verschiedener Anbieter, um Lösungen für die sehr unterschiedlichen Fahrzeugtypen zu finden, die bei FES zum Einsatz kommen. Den Zuschlag erhält nun ein kamerabasiertes System der Firma Luis.

Abbiegeassistenten erkennen mit Hilfe von Radarsensoren oder Kamera an der rechten Fahrzeugseite Radfahrer oder Fußgänger im toten Winkel und warnen den Fahrer mit optischem und akustischem Signal. EU-weit zur Pflicht werden Abbiegeassistenten nach heutigem Stand erst ab 2022 bei neuen Bus- und Lkw-Modellen, ab 2024 müssen dann alle neuzugelassenen Lkw und Busse den Assistenten haben.

Foto & Informationen: FES

Neu & praktisch: Stadt überarbeitet frankfurt.de

Die Stadt Frankfurt hat ihren Internetauftritt überarbeitet. Heute geht das völlig neu gestaltete http://www.frankfurt.de online. Die neue Website bietet nicht nur ein zeitgemäßes Design, sondern lässt sich auch auf mobilen Geräten wie Smartphones und Tablets gut lesen und bedienen. Außerdem ist die Darstellung barrierefrei. „Alle Frankfurter sind eingeladen, das neue Angebot auszuprobieren“, heißt es bei der Stadt.

„Die Online-Welt ist schnelllebig, da ist eine über zehn Jahre alte Website schon eine halbe Ewigkeit nicht mehr zeitgemäß. Es ist gut, dass wir nun eine moderne Website haben“, sagt Oberbürgermeister Peter Feldmann. IT-Dezernent Jan Schneider hebt die Vorteile für die Nutzer hervor, welche die städtische Homepage bietet: „Die Inhalte sind klar strukturiert, Orientierung und Navigation wurden vereinfacht. Mit der Technik, auf der die neue Website basiert, schaffen wir zudem die Grundlage für weitere Online-Dienstleistungen der Stadtverwaltung.“

Die Website, deren Inhalte in einem arbeitsintensiven Prozess von der gesamten Stadtverwaltung entwickelt wurden, wird nun für die Öffentlichkeit freigeschaltet. In den vergangenen Monaten wurden die mehrere tausend Seiten umfassenden Texte und Bilder in ämterübergreifenden Themenredaktionen erarbeitet. Künftig werden die Informationen bürgerfreundlicher präsentiert. Die bisherige ämterzentrierte Strukturierung wurde durch eine themenorientierte Darstellung ersetzt. Die neue Website zeigt die Angebote der Stadt Frankfurt am Main übersichtlich in verschiedenen Themenfeldern, gegliedert in die drei Hauptrubriken „Service & Rathaus“, „Frankfurt Themen“ sowie „Frankfurt entdecken & erleben“. Neben dem Service der Ämter wie Sprechzeiten und Online-Formularen sind auf der Website unter anderem aktuelle News aus Magistrat, Ämtern und Betrieben, Veranstaltungen und allgemeine Informationen zur Stadt Frankfurt und den Stadtteilen zu finden. Auch Videos gehören zum Angebot.

Informationen: Stadt Frankfurt

Foto: Archiv

 

Ein Kamel ist nach Frankfurt gezogen…

Einige Monate war Trampeltier Hira alleine auf der Kamel-Anlage im Frankfurter Zoo. Nun leistet ihr die elf Monate alte Arya, die vorgestern aus dem Thüringer Zoopark Erfurt an den Main kam, Gesellschaft.

Im August 2019 musste die 21 Jahre alte Kamelstute Efrah eingeschläfert werden. Sie litt unter starker Arthrose. Durch die enge Kooperation der Zoos konnte schnell eine neue Mitbewohnerin für die 18-jährige Hira gefunden werden. Die knapp einjährige Trampeltier-Stute Arya kam mittags in Frankfurt an und durfte sogleich auf die Kamel-Anlage. Dort wird sie mit Hira und einigen Zwergziegen zusammenleben.

„Die Trampeltier-Haltung im Zoo Frankfurt hat eine sehr lange Tradition. Die zweihöckrigen Lebenskünstler, die mehrere Tage ohne Wasser auskommen und auch sehr dornige Pflanzen fressen können, faszinieren die Zoobesucherinnen und Zoobesucher schon seit der Eröffnung im Jahr 1858“, sagt Ina Hartwig, Dezernentin für Kultur und Wissenschaft. „Für unsere Bildungsarbeit spielen die großen Trampeltiere mit ihren physiologischen Besonderheiten eine wichtige Rolle. Wir sind daher froh, mit der jungen Arya eine neue Gefährtin für Hira gefunden zu haben“, so Zoodirektor Miguel Casares.

Trampeltiere (Camelus bactrianus) zählen zu den Paarhufern und gehören innerhalb dieser Ordnung zur Familie der Kamele (Camelidae). Die Gesamtpopulation wird auf über zwei Millionen geschätzt, dabei handelt es sich jedoch im Wesentlichen um Haustiere. Die Wildform stammt ursprünglich aus den Trockensteppen und Halbwüsten Asiens und zählt gerade noch etwa 950 Individuen; der Populationstrend ist abnehmend. Die Gründe dafür liegen in der Jagd durch den Menschen und in sich verändernden Umweltbedingungen. In der roten Liste der Weltnaturschutzunion (IUCN) wird die Wildform daher als „vom Aussterben bedroht“ eingestuft.

Die Stuten Hira und Arya werden in Frankfurt nicht züchten. Die Kamel-Anlage aus den 1950er Jahren lässt die Haltung einer Zuchtgruppe nach aktuellen Haltungsrichtlinien nicht zu. Um einen Kamelhengst zu halten, müsste das Areal deutlich größer und in unterschiedliche Bereiche teilbar sein.

Foto: Zoo Frankfurt

Frankfurter Dom: Umgeknickter Kran geborgen

Der Kranausleger, der in der Nacht zum Montag, 10. Februar, auf das Dach des Doms gestürzt war, konnte am Mittwochvormittag, 12. Februar, erfolgreich geborgen werden. Mit zwei Autokränen wurde das rund 45 Meter lange Stahlteil, das durch den Sturm umgeknickt war, angehoben, auf der Straße vor dem Dom abgelegt und anschließend abtransportiert. Die Bergung des Auslegers dauerte insgesamt fast fünf Stunden. Jetzt werden die beschädigten Bauteile überprüft. Derzeit finden Abdichtungs- und Sicherungsarbeiten statt. Nach deren Abschluss können Dom und Domturm wieder geöffnet werden. Das Dommuseum steht bereits ab Donnerstag, 13. Februar, wieder offen.

„Trotz großer Herausforderungen bei schwierigen Wetterverhältnissen konnten die Spezialisten den circa fünf Tonnen schweren Kranausleger erfolgreich bergen“, sagt Bürgermeister und Kirchendezernent Uwe Becker. „Bereits heute wird mit den Arbeiten begonnen, um die Spuren des Unfalls bei unserem Wahrzeichen der Frankfurter Skyline schnellstmöglich zu beseitigen.“

„Ich bin sehr erleichtert, dass der Kranausleger sicher geborgen werden konnte und keine weiteren Schäden am Dom entstanden sind“, sagt Jan Schneider, Dezernent für Bau und Immobilien. „Mein Dank gilt allen Beteiligten, von Dombaumeisterin Julia Lienemeyer über den Architekten der Domsanierung und die Mitarbeiter der Kranverleihfirma bis hin zu Stadtpolizei und Feuerwehr, die durch ihr schnelles Handeln Schlimmeres verhindert haben. Jetzt können die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Amt für Bau und Immobilien die Reparatur des gerade erst frisch gedeckten Daches in Angriff nehmen. Ich bin sicher, dass man von den Folgen des tragischen Unglücks schon bald nichts mehr sehen wird.“

Durch den Absturz des Nadelauslegers wurden die östliche und westliche Dachfläche des südlichen Seitenschiffs beschädigt. Auch die Firstkonstruktion ist betroffen. Die Höhe des Schadens steht noch nicht fest. Das Dach wird zunächst notdürftig abgedichtet, damit kein Regen eindringt. Der rund 50 Meter hohe Kran wurde in den vergangenen Jahren für die Dach- und Fassadensanierung am Dom eingesetzt. Der reguläre Abbau war für Donnerstag, 13. Februar, geplant.

Informationen: Stadt Frankfurt

Foto: Bernd Kammerer