Kategorie: AktuelleNEWS

Zwei dreiste Diebstähle

Zwei dreiste Diebstähle haben sich in den vergangenen Tagen in unmittelbarer Nähe von Riedberg und Kalbach ereignet.

Am Donnerstag gegen 11 Uhr konnte bislang unbekannter Täter einem 69 Jahre alten Mann ein Bündel mit Banknoten entreißen und flüchten. Der Geschädigte war mit seinem Pkw zu einer Bankfiliale in die Straße „Oberer Kalbacher Weg“ (Bonames) gefahren, um dort Geld einzuzahlen. Nachdem er das Fahrzeug auf dem Kundenparkplatz der Bank abgestellt hatte und ausgestiegen war, erhielt er plötzlich einen kräftigen Stoß in den Rücken. Der 69-Jährige stürzte daraufhin zu Boden. Dabei verletzte er sich leicht. Der Angreifer nutzte die Gelegenheit und entriss seinem Opfer ein Bündel mit mehreren hundert Euro Bargeld. Anschließend flüchtete der Täter zu Fuß und unerkannt vom Parkplatz.

Aufgrund des Sturzes konnte der Geschädigte lediglich angeben, dass der Täter ein Mann gewesen sein soll, welcher weiße Schuhe getragen habe.

Zeugen, die im Bereich der Bank eine verdächtige Person gesehen haben und / oder Angaben zum Vorfall machen können, werden gebeten, sich bei der Frankfurter Polizei unter der 069 / 755-11400 oder bei jeder anderen Polizeidienststelle zu melden.

Trickdiebe machen große Beute

Am Mittwochmorgen gelang es zwei Trickdieben, unter einem Vorwand in eine Wohnung in Heddernheim zu gelangen. Sie entwendeten dort Wertgegenstände im Wert von mehreren tausend Euro.

Gegen 9.15 Uhr klingelte einer der derzeit unbekannten Täter an der Wohnungstür einer 82-Jährigen Dame und gab vor, Mitarbeiter eines Versorgungsunternehmens zu sein. Unter dem Vorwand, die Wasserleitungen überprüfen zu müssen, erlangte der Täter Zutritt zu der Wohnung der betagten Dame. In der Wohnung wies der Täter die Bewohnerin an, alle Wasserhähne im Haus aufzudrehen, was diese auch tat. Diese Zeit nutzte der Täter vermutlich dazu, einen Komplizen in die Wohnung zu lassen. Während der erste Täter die Dame weiterhin ablenkte, durchsuchte der zweite die gesamte Wohnung nach Wertgegenständen und wurde auch fündig. Die Höhe des Diebesgutes, darunter auch Goldmünzen, beträgt mehrere tausend Euro. Die 82-Jährige bemerkte das Fehlen der Gegenstände erst, nachdem der falsche Mitarbeiter die Wohnung wieder verlassen hatte. Das Opfer erlitt nach der Tat Kreislaufprobleme und musste durch die Besatzung eines Rettungswagens in ihrer Wohnung versorgt werden. Eine durchgeführte Fahndung nach den Tätern verlief ohne Erfolg.

Die 82-Jährige konnte den Täter wie folgt beschreiben: Männlich, circa 30 – 40 Jahre alt, etwa 170 cm groß, südländisches Erscheinungsbild und bekleidet mit dunkler Freizeitkleidung.

„Bedauerlicherweise konnten in jüngster Vergangenheit vermehrt Taten von gleicher oder ähnlicher Begehungsweise und Täuschungsversuchen seitens der Täter festgestellt werden, welche sich häufig als Mitarbeiter diverser Firmen ausgaben, um in die Wohnung zu gelangen. Opfer sind zumeist ältere und alleinlebende Menschen“, heißt es bei der Polizei.

Die Polizei Frankfurt warnt in diesem Zusammenhang noch einmal eindringlich: „Lassen Sie keine fremden Personen ins Haus oder in die Wohnung, welche ohne Termin oder Vereinbarung vor Ihrer Tür stehen.“ Notwendige Arbeiten, Ablesetermine oder Ähnliches werden in der Regel im Vorfeld angekündigt. „Sollten Sie Zweifel haben, lassen Sie die Person nicht rein und rufen Sie die Polizei.“

Informationen: Polizeipräsidium Frankfurt

Foto: Archiv

Kleine Kaiserin ganz groß …

„Die Kaiserkrönung war echt super!“, ruft die sechsjährige Jana begeistert. Der Grund ihrer Euphorie steht direkt vor ihr, denn gerade wurde ihre neue Mitschülerin, die siebenjährige Sonja, zur ersten Kaiserin des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation im Kaiserdom zu Frankfurt gekrönt und mit den Reichsinsignien Krone, Zepter, Schwert und Reichsapfel ausgestattet. Ihr Hofstaat hat sich inzwischen zu einem prunkvollen Zug formiert und steht gespannt in den Startlöchern, um sich mit ihr an der Spitze in Bewegung zu setzen. Bevor die kaiserliche Kinderprozession jedoch den Krönungsweg durch die mittelalterlichen Gassen der frisch sanierten Altstadt, vom Kaiserdom über den Römerberg, bis zu ihrem Ziel im Historischen Museum (HMF) antreten kann, steht zuerst einmal die Frage im Raum, wer denn eigentlich Kaiser oder Kaiserin und damit die unbestrittene Hauptperson des Tages sein darf und wie ausgewählt wird.

Dass Sonja und die 23 anderen Kinder der Adolf-Reichwein-Schule in Zeilsheim während des Ferienprogramms so realitätstreu in die kaiserlich-royale Welt des Mittelalters eintauchen können, ist dem Historischen Museum zu verdanken. Es bietet seit 2006 ganzjährig eine kindgerechte szenische Kostümführung mit dem Titel „Wie man einen Kaiser macht“ für alle Frankfurter Kinder in der Vorschule und den Klassenstufen eins bis sechs aus Schulen und Horten an. Diese ist je nach Entwicklungsstand der Kinder mal spielerischer für die Jüngeren und mal inhaltlich-sachlicher für die Älteren ausgerichtet.

Die Nachfrage ist seit Anbeginn ungebrochen groß. Aufgrund der guten Resonanz werden dienstags, mittwochs und donnerstags jeweils zwei zweistündige Führungen um 11.45 Uhr und um 14.15 Uhr angeboten. „Eine Hortgruppe ist jedoch aufgrund ihrer altersmäßigen Durchmischung eine kleine Herausforderung, da die Bedürfnisse der Kinder je nach Altersstufe andere sind. Der Gruppencharakter gibt die Methode vor“, sagt Julia Bender-Helferstein, welche die Führung leitet. Die Inhalte werden von der Museumspädagogin daher ständig methodisch überprüft und entsprechend angepasst.

Wappentier, Reichsapfel und Krone werden bestaunt

Nach ihrer Ankunft in der belebten Frankfurter Innenstadt geht es für Jana und die anderen direkt in das Historische Museum, wo Bender-Helferstein die jungen Besucher und ihre drei Betreuer empfängt. Die pädagogische Museumsmitarbeiterin entführt die staunenden Kinder in das riesige Reich der Franken des beginnenden 9. Jahrhunderts, wo sie gleich zu Anfang ihrer szenischen Zeitreise eine überlebensgroße Statue Karls des Großen, seines Zeichens stolzer Frankenkönig und erster Kaiser des Heiligen Römischen Reichs Deutscher Nation, erwartet. Er ist wirklich erhaben und gewaltig mit seinem Mantel, Schuhen, Wappentier, Reichsapfel und Krone und hinterlässt bei den Kleinen große Kinderaugen. Sie setzen sich ehrfürchtig vor des Kaisers tönerne Füße und lauschen der Entstehungsgeschichte des Stadtnamens „Frankfurt“, der sich namenskundlich als „Furt der Franken“ übersetzen lässt.

Hernach erraten die Kids eifrig, warum die vor den Sachsen fliehenden Franken Scheu hatten, ins Wasser des Mains zu steigen, an dessen Ufer das spätere Frankfurt entstehen sollte. Viele Ideen schwirren durch den Raum, bis Jana plötzlich ruft: „Ihre Kleider waren zu schwer, da wären sie bestimmt untergegangen.“ „Richtig!“, bestätigt Bender-Helferstein. Die Kinder sind beeindruckt. Noch beeindruckter sind sie wenig später vom strahlenden Funkeln der goldenen Reichsinsignien – Krone, Reichsapfel und Zepter –, die ein jeder Kaiser bei seiner Krönung feierlich verliehen bekommt und die einen Kaiser erst zum Kaiser machen.

1562 in den Rang einer Krönungsstadt erhoben

Die kostbaren Kleinodien sind in einer Art Schatzkammer tief unten in den Katakomben des Museums sicher in einer Vitrine aufbewahrt. Sofort kleben vier Dutzend Kinderaugen gebannt an den juwelenbewehrten Insignien kaiserlicher Macht. Besonders die riesige güldene Krone mit ihren unzähligen Juwelen hat es den kleinen Besuchern angetan. Dass es sich hierbei „nur“ um eine Replik der in Wien verwahrten Originale handelt, tut der Begeisterung der Kinder keinen Abbruch. Sie erkennen die Krone und den Reichsapfel direkt wieder und erfahren, dass Karl der Große, König der Franken, am 25. Dezember 800 von Papst Leo III. zum Kaiser gekrönt wurde. Ihm folgten noch 51 weitere kaiserliche Würdenträger. Der letzte erwählte römische Kaiser war Franz II., der 1806 abdankte und das Ende der Kaiserära einläutete.

Trotz aller Erläuterungen bleibt die entscheidende Frage noch ungeklärt: Seit wann und warum werden die römischen Kaiser eigentlich in Frankfurt gewählt und die Stadt damit in den Stand einer einflussreichen Krönungsstadt erhoben? Julia Bender-Helferstein weiß auch darauf eine Antwort: Frankfurt wurde anno 1356 durch die sogenannte „Goldene Bulle“, das „Grundgesetz“ und kaiserliche Gesetzbuch des Heiligen Römischen Reiches, zum alleinigen Wahlort der deutschen Könige erhoben. Sie beendet gleichzeitig die Pflicht, dass ein Kaiser nur durch die Zustimmung und Gnade des römischen Pontifex im Vatikan die Kaiserwürde erlangen konnte. Stattdessen kam diese Ehre der Kaiserwahl nun sieben weltlichen und geistlichen Kurfürsten zu.

Im Jahr 1562 erlangten Frankfurt und der Römer dann weiteren Ruhm, indem Frankfurt nicht nur Wahlstadt war, sondern auch den zusätzlichen Rang einer Krönungsstadt erhielt. Wie so eine Kaiserwahl und Krönung konkret abläuft, das werden die Kinder gleich hautnah erleben können. Denn jetzt geht es endlich los zu ihrem Wahl- und Krönungsspektakel. Jana und die anderen machen sich auf den Weg zur Kaiserwahl und der Krönungszeremonie im St. Bartholomäus-Dom.

Krönungsmesse im Kaiserdom

Im altehrwürdigen Kaiserdom finden die feierliche Wahl der kleinen Kaiserin und die anschließende Krönungsmesse in sakraler Atmosphäre statt. Zunächst nehmen alle Kinder gespannt auf den hölzernen Kirchenbänken Platz. Dann beginnt das Wahl- und Krönungszeremoniell: „Sieben Kinder hätte ich gerne!“, ruft Bender-Helferstein. Viele kleine Hände schnellen augenblicklich in die Höhe. Aus den Reihen der Freiwilligen wählt Bender-Helferstein sieben Kurfürsten aus, drei geistliche Repräsentanten der Bistümer Mainz, Köln und Trier sowie vier weltliche Repräsentanten des Königreichs Böhmen, der Kurpfalz, dem Kurfürstentum Sachsen und der Mark Brandenburg. Ihnen wird nun die Ehre zuteil, Kaiser oder Kaiserin wählen zu dürfen.

Die sieben Auserwählten begeben sich in eine imaginäre „Wahlkapelle“. Die drei Mädchen erhalten eine traditionelle Bischofsmütze, die Jungen bilden die vier weltlichen Herrscher (sog. Kuren). Sie alle stellen sich die Frage: Wer ist ein guter Kaiser? Wer kann das Amt gut ausfüllen? „Nun dürft ihr abstimmen“, sagt Julia Bender-Helferstein. Die Kinder diskutieren eifrig, Namen werden durcheinandergerufen und am Ende einigt man sich schnell auf Sören, Sonja und Jessi als Kaiserkandidaten.

Abstimmung nach historischem Vorbild

Die Abstimmung beginnt. Nach einem Patt zwischen Sören und Sonja mit je zwei Stimmen und Jessi mit einer Stimme entscheidet die Stichwahl zwischen den beiden Erstplatzierten zugunsten von Sonja. Im Anschluss verkünden die sieben Kurfürsten, dass ihre Wahl auf Sonja als neue Kaiserin fällt, welche die Wahl sichtlich überrascht annimmt. Unter großem Pomp wird die neue Miniherrscherin mit den royalen Krönungsgewändern und den Reichsinsignien als weithin sichtbares Zeichen ihrer Macht ausstaffiert: Einen edlen Krönungsmantel, ein scharfes Schwert, ein Zepter und einen goldenen Reichsapfel als Symbol ihrer weltlichen Herrschaft. Natürlich darf die prunkvolle Reichskrone nicht fehlen.

Jetzt haben die Schüler endlich ihre Kaiserin und der Triumphzug kann beginnen: Mit lautem Getöse setzen sich die neue Kaiserin und ihr Hofstaat in Bewegung, die Prozession zieht aus dem Dom aus und läuft seinem dritten Etappenziel, dem Frankfurter Römer, entgegen. Der siebenjährige Jonas, ein treuer Gefolgsmann Sonjas, prahlt: „Ich bin stolz darauf, das Schwert der Kaiserin zu tragen“. Man sieht es Kaiserin Sonja förmlich an, dass sie sich der Würde ihres Amtes bewusst ist, welches sie gleichermaßen leicht zu überfordern scheint: Zunächst schreitet sie sicheren Schrittes, die goldene Krone auf dem Kopf, aus dem Dom.

Umgeben von Prunk und Gloria

Rasch macht ihr die geballte Aufmerksamkeit, die auf sie gerichtet ist, zu schaffen. Trompeten tröten, lautes Geschnatter erfüllt die Luft, die junge Herrscherin ist umgeben von Prunk und Gloria und leitet ihren Zug dennoch sicher durch die Gassen der Stadt. „VIVAT“ erschallt es immer im Chor. „VIVAAAT!“ Blechernes Trompetentröten erfüllt die Luft. Die Aufmerksamkeit der Passanten und internationalen Besucher der neuen Altstadt ist ihnen sicher. Die Trompetenklänge und die Rufe des Hofstaats sind nicht zu überhören. Der Krönungszug zieht vorbei an schmucken Häuserfassaden und macht das erste Mal auf dem weitläufigen Römerberg halt. Hier dürfen die Kinder nochmal ordentlich die Backen aufblasen und der Reihe nach in die Trompeten pusten, was das Zeug hält! Man hört sie sicherlich noch bis ans Ufer des nahgelegenen Mains.

Später geht es dann weiter entlang des prunkvollen Krönungswegs inmitten des Dom-Römer-Areals, aber wegen des einsetzenden Regens schneller als gedacht zurück ins Warme. Über den Marktplatz des Römers, dann scharf links noch einmal ins Historische Museum. Hier erfahren die Kinder zum Abschluss noch, dass zu Ehren des neuen Kaisers immer ein rauschendes Krönungsfest auf dem Römerberg für das Volke ausgerichtet wurde. Der Kaiser selbst feierte im Römer und ließ sich ein Festessen aus Froschschenkeln, Ochsenfleisch und edlem Wein munden, während draußen auf dem Römerberg ein Turnier ausgetragen wurde, bei dem es einen Ochsenkopf zu gewinnen gab.

Seit 13 Jahren vor historischer Kulisse

Zum Krönungsritual gehörte es, dass die weltlichen Kurfürsten die Diener gaben. Der Erbmarschall füllte einen Becher mit Getreide und reichte ihn dem Kaiser. Es folgte der Erbkämmerer, welcher dem neuen Herrscher ein Handbecken und ein Gießfass mit Wasser übergab. Natürlich durften der pfälzische Kurfürst mit einem Stück Ochsenfleisch und der König von Böhmen, auch Erbschenk genannt, mit einem Krug edlem Rebensaft aus dem sprudelnden Stadtbrunnen, nicht fehlen. Doch die meisten warteten am sehnsüchtigsten auf einen Regen aus Gold- und Silbermünzen, den der Erbschatzmeister über dem armen Volk ergoss. Dann zuckten sogleich tausende Hände in die Höhe und griffen gierig nach den Münzen.

Dieses Treiben endete zuweilen in einer handfesten Rauferei um das begehrte Gut. Solch ein mittelalterliches Spektakel wird der Minikaiserin und ihrem ergebenen Gefolge zwar nicht geboten, die Kinder sind jedoch auch ohne Krönungsmal und rauschendem Volksfest begeistert von ihrer Reise in die Zeit der ersten Kaiserkrönung des Jahres 1562.

Seit 13 Jahren finden das Krönungszeremoniell vor historischer Kulisse und das Abschreiten des Krönungsweges für Frankfurter Kinder in den Gassen der historischen Altstadt bereits statt. Und es wird sicherlich noch viele Male ein donnerndes „VIVAAAT“ durch die Gassen der Altstadt schallen.

Die historische Führung „Wie man einen Kaiser macht“ kann beim Besucherservice des Historischen Museums gebucht werden unter 069/212-35154 sowie besucherservice@historisches-museum-frankfurt.de. Der Eintritt kostet 3 Euro pro Kind und 4 Euro pro Betreuer, wobei ein Betreuer kostenlosen Eintritt hat.

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Text: Katrin Hofmann/Fotos: Rainer Rüffer/ Stadt Frankfurt

Kultur- & Freizeitticket für alle Kinder

Der Magistrat der Stadt Frankfurt hat heute das vom Kulturdezernat erarbeitete Umsetzungskonzept zum Kultur- und Freizeitticket verabschiedet. Das neue Ticket ermöglicht Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren den kostenlosen Eintritt in die nicht-städtischen Museen und in den Zoo Frankfurt. Es kann ab Anfang des nächsten Jahres online oder zusammen mit dem Frankfurt-Pass vor Ort in den Sozialrathäusern beantragt werden. Der Eintritt für junge Besucher in städtische Museen ist bereits seit 2017 frei.

Oberbürgermeister Peter Feldmann sagt dazu: „Ein großer Schritt für die kulturelle Bildung und Teilhabe der Kinder und Jugendlichen in unserer Stadt. Kultur für alle bleibt unser Ziel. Wichtig war uns eine möglichst unbürokratische Umsetzung — niemand soll aus Geldgründen groß überlegen müssen, ob und wie er dieses Ticket für seine Kinder bestellt. Möglichst alle jungen Menschen dieser Stadt sollten es in der Schultasche haben.“

„Auf diesen Beschluss haben wir lange hingearbeitet, wir können jetzt in die technische Umsetzungsphase gehen. Ich kann nicht oft genug wiederholen, wie unverzichtbar kulturelle Bildung als Teil unserer allgemeinen Bildung ist. Gerade in Zeiten, in denen die Gesellschaft auseinanderdriftet, ist es umso wichtiger, dass Museen als öffentliche Orte für alle erlebbar werden, unabhängig vom sozialen, wirtschaftlichen oder kulturellen Hintergrund!“, sagt Kulturdezernentin Ina Hartwig.

Das Kultur- und Freizeitticket, kurz KuFTi, kann von Frankfurter Kindern und Jugendlichen aus Haushalten mit einem Einkommen unter 4500 Euro netto sowie von Kita-Kindern und Frankfurter Schülern kostenlos bestellt werden, für alle anderen Familien wird ein Ticketpreis von jährlich 29 Euro erhoben. Dies entspricht dem durchschnittlichen Jahreskartenpreis der Kultureinrichtungen. Die Stadt Frankfurt rechnet mit 10.000 bis 20.000 Antragsstellern bis 2021. Die ausfallenden Eintrittsgelder werden den Museen in voller Höhe von der Stadt ersetzt. Durch die Nutzung der bewährten Infrastrukturen etwa der bereits bestehenden Museumsufercard, können dabei Zeit und Kosten gespart werden.

Mit dem Kultur- und Freizeitticket wird ein weiterer Arbeitsauftrag aus den „Bad Nauheimer Beschlüssen“ vom Dezember 2018 umgesetzt. Das Kulturdezernat war am 28. Februar dieses Jahres von der Stadtverordnetenversammlung mit der Erstellung eines konkreten Konzepts beauftragt worden. In den Folgemonaten hatte das Dezernat verschiedene Varianten für die technische Umsetzung und die finanziellen Abwicklung der Eintrittserstattung für die nicht-städtischen Häuser geprüft und vor der Sommerpause ein Konzept für die Umsetzung vorgestellt.

Informationen: Stadt Frankfurt

Foto: Städel Museum

Kita-Kind (6) starb an Stromschlag

Laut ersten Ermittlungen der Staatsanwaltschaft ist es am Dienstag in einer städtischen Kita im Frankfurter Stadtteil Seckbach zu einem tragischen Unfall gekommen, bei dem ein kleiner Junge tödlich verletzt wurde. Dass das Kind an eine nicht ausreichend gesicherte oder heraushängende Steckdose oder ein loses Kabel gegriffen habe, seien Vermutungen, die bislang nicht gesichert oder durch Beweise untermauert seien, teilte die Staatsanwaltschaft der Stadt schriftlich mit.

Fakt ist: Laut Staatsanwaltschaft deutet nach dem Ergebnis der gestern durchgeführten Obduktion alles auf einen Strom-Tod hin. Weitere ärztliche Untersuchungen laufen.

Nach derzeitigen Erkenntnissen der Stadt gibt es aktuell keine Hinweise darauf, dass es an den elektrischen Anlagen vor dem Unglück einen Defekt gab. Im Gegenteil, nach Überprüfungen entsprachen die Steckdosen und elektrischen Anlagen dem höchsten Standard der Kindersicherung und waren fest montiert.

Um die Sicherheit der Kinder in den städtischen Kinderzentren zu gewährleisten, werden alle drei Jahre Gefahrenverhütungsschauen vorgenommen – darauf weist die Stadt mit Nachdruck hin. Außerdem gibt es regelmäßige Überprüfungen der ortsveränderlichen Elektrogeräte (jährlich) sowie der ortsfesten Elektroanlagen (alle vier Jahre), die durch Fachfirmen gemäß der Betriebssicherheitsverordnung und der Deutschen gesetzlichen Unfallversicherung durchgeführt werden. In allen städtischen Kinderzentren gibt es Sicherheitsbeauftragte, die geschult Gefahrenquellen erkennen und beseitigen und melden.

Kita Frankfurt überprüft außerdem die eigenen Liegenschaften mindestens jährlich durch eigene fachkundige Liegenschaftsmanager. Diese beauftragen Fachfirmen, wenn Mängel erkennbar sind.

Es gibt außerdem einen regelmäßigen Hausmeisterservice, den die Leitung mit Arbeiten betrauen kann. Elektroarbeiten müssen allerdings immer von Fachfirmen ausgeführt werden.

Im Falle der Kita Atzelberg steht fest, dass es in den Sommerferien bauliche Maßnahmen gab. Die baulichen Maßnahmen an der Elektrik wurden abgeschlossen und „ordnungsgemäß abgenommen“.

Es ist selbstverständlich, dass es nach einem solchen tragischen Unfall eine ausführliche Sicherheitsbegehung durch die Unfallkasse Hessen in einem Kinderzentrum gibt. Diese hat gestern stattgefunden. Nach eingehender Sicherheitsbegehung durch die Unfallkasse Hessen kann der Betrieb des Kinderzentrums Atzelbergstraße wieder aufgenommen werden. Wann das geschieht, wird in den nächsten Tagen entschieden.

Informationen: Stadt Frankfurt

Foto: Archiv

Junge (6) stirbt in Frankfurter Kita

Am Dienstagabend hat sich in einer städtischen Kita im Frankfurter Stadtteil Seckbach ein tödlicher Unfall ereignet. Dabei ist ein sechsjähriger Junge ums Leben gekommen. Es handelt sich um einen Schüler eines Vorlaufkurses der Zentgrafenschule.

Die genauen Umstände werden gerade untersucht. Die Kita ist aktuell geschlossen. Die Todesursache ist Gegenstand der laufenden Ermittlungen der Staatsanwaltschaft. Nach ersten Hinweisen könnte ein Stromschlag die Ursache sein. Das kann zum gegenwärtigen Zeitpunkt weder bestätigt noch dementiert werden.

Die anderen Kinder der Kita sind auf andere Einrichtungen verteilt.
Der Vorfall hat im Eigenbetrieb Kita Frankfurt und im Dezernat große Trauer ausgelöst. Die für den Eigenbetrieb zuständige Dezernentin für Integration und Bildung, Sylvia Weber, zeigte sich zutiefst betroffen von dem tragischen Ereignis: „Ich bin erschüttert über dieses schreckliche Unglück. In meinen Gedanken bin ich bei der Familie und den Angehörigen des Kindes. Ich wünsche ihnen viel Kraft für diese schwere Zeit.“

Eine eingehende Sicherheitsbegehung durch die Unfallkasse Hessen hat bereits stattgefunden und kam zu dem dem Ergebnis, dass der Betrieb des Kinderzentrums wieder aufgenommen werden könnte. Wann das sein wird, wird in den nächsten Tagen geklärt.

Informationen: Stadt Frankfurt

Foto: Archiv

Merton Apotheke

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Gesund werden und gesund bleiben

Nicht nur in der Erkältungszeit hängt unsere Gesundheit sehr von unserer Lebensweise ab. Die Merton Apotheke unweit der Goethe-Universität bietet ein umfangreiches Beratungsangebot zur Vorsorge sowie bei allen gesundheitlichen Problemen. Wohlfühlen und gesund bleiben, lautet die Devise und so fühlt man sich hier einem ganzheitlichen Ansatz verpflichtet. Der Kunde erhält hier auch individuelle Rezepturen, Produkte aus der Aroma-Therapie und der Naturheilkunde. Apotheker Otmar Böckling.“ Wir finden mit unserer persönlichen, kompetenten und unabhängigen Beratung für jedes Anliegen eine passende Lösung.“

Ein großes Warenlager mit dem klassischen Apothekensortiment an verschreibungspflichtigen und frei verkäuflichen, auch pflanzlichen Arzneimitteln, gewährleistet eine hohe Verfügbarkeit. Wenn doch einmal ein Medikament nicht vorrätig ist, wird es umgehend bestellt und steht bereits nach kurzer Zeit zur Verfügung. Bestellt werden kann auch bequem via App „Meine Apotheke“. Dafür das Rezept abfotografieren oder durch Eingabe des Medikamentennamens das gewünschte Präparat vorbestellen. Die Apotheke informiert, sobald die Bestellung abholbereit ist oder sie wird geliefert.

Die Merton Apotheke hat sich auf verschiedene Gesundheitsbereiche wie Ernährungsberatung, Reisemedizin oder Mutter-Kind-Beratung spezialisiert und mit neobömi eine eigene Kosmetiklinie entwickelt.

Strahlend schöne Haut mit neobömi

Die Masken, Seren und Cremes basieren auf dem körpereigenen Wirkstoff Hyaluron, der das 1000fache seines Gewichtes an Wasser binden kann. Somit ist Hyaluron ein wichtiger Feuchtigkeitsspender für die Haut, besonders dann, wenn die körpereigene Produktion mit zunehmendem Alter nachlässt.

Verwendet wird dabei nur reinstes Hyaluron in der für die jeweilige Anwendung bestmöglichen Konzentration. Ziel ist eine maximal fühl- und sichtbare Wirkung bei höchster Verträglichkeit. Die Kombination der drei Hyaluronarten im neobömi Tri-Hyaluron hat sich in der Praxis auch international in vielfacher Hinsicht bewährt und bietet eine nachhaltige Alternative zu invasiven Methoden wie Mirco-Needling oder Injektion.

Zertifizierte Mutter-Kind-Apotheke

Die Ängste, die sich aus der Unwissenheit über das neue Leben entwickeln, betreffen häufig gesundheitliche Themen. Bei drei zertifizierte Beraterinnen sind werdende Mütter in den besten Händen. Sie finden hier ein äußerst umfangreiches Angebot an Produkten rund um die Schwangerschaft bis zu den ersten Kinderjahren. Dazu gehören unter anderem die von Hebammen empfohlenen pflanzlichen Präparate der Bahnhofs-Apotheke gegen Schnupfen, Husten, Bauch- oder Zahnschmerzen.

Gesund unterwegs im Urlaub

Ob man in den Urlaub fährt, um die schönsten Wochen des Jahres zu genießen, oder ob man aus beruflichen Gründen in ein fernes Land reist – gut, wenn man jemanden hat, der weiß, welche Prophylaxe erforderlich ist. Die Merton Apotheke ist vom Centrum für Reisemedizin zertifiziert; hier erhalten Reisende eine qualifizierte und individuelle reisemedizinische Beratung.

Dazu gehören die individuelle Zusammenstellung einer Reiseapotheke, ausführliche Tipps und Informationen rund um das Reiseziel und selbstverständlich auch Auskünfte zu erforderlichen Impfungen. Umfassendes Know how zur Malariaprophylaxe ist selbstverständlich. So kann jeder seine Reise wohlbehalten erleben.

Merton Apotheke – Partner von AVIE
Lurgiallee 6-8
60439 Frankfurt
Telefon: 069 95730223
Telefax: 
069 95730224
merton-apotheke@web.de
https://merton-apotheke-frankfurt.avie.de/merton_apotheke/de/ueber_uns

Polizei warnt „böse Geister“

In der Nacht von Donnerstag auf Freitag ist Halloween, in der wieder viele „Geister“ „Süßes oder Saures!“ fordern. Doch manche Geister übertreiben es mit dem Spuk und sehen die Halloweennacht als Freibrief, um Straftaten oder Ordnungswidrigkeiten zu begehen.

Bewerfen von Hauswänden mit Eiern, Werfen mit Steinen oder Angriffe auf Einsatzkräfte waren einige der Aktionen, die hemmungslose „Gespenster“ in den vergangenen Jahren in Frankfurt begangen haben. Bei Halloweenstreichen, die das Eigentum oder gar die Gesundheit anderer Menschen gefährden oder schädigen, handelt es sich um Straftaten. Die Täter müssen mit Anzeigen beispielsweise wegen Nötigung, Bedrohung, Sachbeschädigung oder Körperverletzung rechnen. Zudem können derartige Umtriebe auch unangenehme finanzielle Folgen nach sich ziehen. Daher appelliert die Frankfurter Polizei ganz deutlich, gruselige Scherze im Rahmen zu halten. Übrigens sollte bei der Wahl der Halloweenverkleidung auf das Tragen von täuschend echten Waffen (Anscheinswaffen) zur Sicherheit aller verzichtet werden.

Die Polizei ist auf die besondere Situation vorbereitet und wird die ganze Nacht entsprechend präsent sein, um einem ausufernden Treiben Einhalt zu gebieten. Straftaten werden konsequent verfolgt.

Am Ende der Polizeimeldung steht der Satz: „Selbstverständlich wünscht die Frankfurter Polizei allen guten Geistern eine schöne und friedliche Halloweennacht.“

Informationen: Polizeipräsidium Frankfurt

Foto: MAINRiedberg

Hauptbahnhof am Wochenende teilweise gesperrt

Wichtige Nachricht – nicht nur für alle Bahnreisenden: Von Freitag, 25. Oktober, 19.30 Uhr, bis Samstag, 26. Oktober, 14.30 Uhr, wird die Bahnstrecke vom Hauptbahnhof über das Stadion bis zum Flughafen komplett gesperrt. In der Zeit von 2.30 Uhr bis 9.30 Uhr am Samstag sind zudem alle Bahnstrecken von und zum Hauptbahnhof gesperrt, inklusive der Tunnelstammstrecke der S-Bahn.

Betroffen sind Fernverkehr, Regionalzüge und S-Bahnen. Die Züge des Fernverkehrs werden größtenteils umgeleitet, Ersatzhalt im Frankfurter Stadtgebiet ist der Bahnhof „Frankfurt Süd“. Vereinzelt kann es zu Ausfällen und zu verkürzten Fahrtstrecken kommen.

Die Arbeiten sind Voraussetzung für die Installation und Prüfung von neuer Leit- und Sicherungstechnik unter anderem  für die S-Bahn-Anbindung Gateway Gardens .

U-Bahnen, Straßenbahnen und Busse fahren

U-Bahnen, Straßenbahnen und Busse sind von der Sperrung nicht betroffen, diese können im Frankfurter Innenstadtbereich genutzt werden. Vom beziehungsweise zum Hauptbahnhof wird ein umfangreicher Ersatzverkehr mit Bussen eingerichtet.

Eine weitere wichtige Information: Von Samstag bis zum 14. Dezember wird die neue S-Bahn-Station „Gateway Gardens“ an das Schienennetz angeschlossen. In diesem Zeitraum halten die S-Bahn-Linien S8 und S9 am Flughafen Fernbahnhof. Die Haltestellen „Frankfurt Flughafen Regionalbahnhof“ und „Kelsterbach Bahnhof“ entfallen.

Weitere Informationen unter www.rmv.de

Foto: Archiv

So finden Sie Frankfurts „Secrets“

Wirtschaftsdezernent Markus Frank und die Gründungsmitglieder der Interessensgemeinschaft „Frankfurt Secret“ laden mit dem dezernatseigenen Projekt zur Schatzsuche im Stadtgebiet ein. Über Monate sorgfältig ausgesuchte 51 Frankfurter „Juwelen“ werden mit dem Signet „Frankfurt Secret“ an ihrer Ladentür ausgezeichnet und sind auf einer auffällig designten Stadtkarte zu finden – ob inhabergeführte Handwerksbetriebe, Modelabels, Künstler, Designer, Bars und Restaurants: Allen gemeinsam ist ihre Einzigartigkeit und die eigene Note, die sie in den Kreis der als „Frankfurt Secret“ zertifizierten Läden aufnimmt. Jede Woche wird eines der im ersten Durchgang auserwählten „Secrets“ über die Social Media-Kanäle ausführlich vorgestellt.

Wirtschaftsdezernent Markus Frank erklärt zu der Projektidee: „Der kleine inhabergeführte Einzelhandel ist ein hohes Gut, dass wir bestmöglich schützen wollen. Mit diesem schönen Projekt von Frankfurtern für Frankfurt und seine Gäste wollen wir zeigen, was die Stadt in Sachen Coolness und verborgenen Qualitäten auszeichnet. Neben den international bekannten Bildern der Banken- und Wirtschaftsmetropole, die unbestritten von ganz hoher Wichtigkeit sind, gibt es aber auch das Frankfurt am Main mit einzigartigen Menschen, mutigen Geschäftsideen und vielen kleinen Juwelen, die es zu entdecken gilt. Ich glaube, diese Entdeckerreise wird vielen verschieden Menschen Freude bereiten und sie fördert den Nährboden für einen wachsenden Zusammenhalt dieser Szene.“

Frankfurt Secret ist ein Gemeinschaftsprojekt vom Think Tank Pantera Rosa (Florian Jöckel, Jörg Schrod, Markus Wendel), dem desres design Studio (Michaela Kessler) und der Kreativagentur „esistfreitag“ (Amin Baghi, Vicky Prüfer).

Florian Jöckel, Founder und CEO der Pantera Rosa GbR weiß: „Selbst für uns Frankfurt-Insider gibt es immer wieder Geheimnisse zu entdecken. Wir hoffen, dass in diesem etwas anderen Szene-Führer für möglichst viele die eine oder andere Neu- oder Wiederentdeckung in unserer geliebten Stadt dabei ist.“

Amin Baghi, der mit dem Magazin „Frankfurt du bist so wunderbar“ ohnehin die besonderen Plätze der Stadt sucht, ergänzt: „Frankfurt wird immer wieder nachgesagt, es müsse attraktiver werden – die Stadt sei zu glatt und zu gewöhnlich. Es macht uns viel Freude zu zeigen, dass dem nicht so ist.“

Am Donnerstag, 17. Oktober, startete das mit viel Frankfurt-Liebe versehene Projekt im B74 SELECTED GOODS in der Berliner Straße 74. Weitere Stationen waren der Frankfurter Lauftreff in der Großen Friedberger 37-39 und das Gewürzhaus Schnorr in der Neuen Kräme 32.

Alle Informationen zum Projekt sind unter http://www.frankfurtsecret.de zu finden.

Informationen: Stadt Frankfurt

Foto: Kreativagentur „esistfreitag“

Schnellere Hilfe im Notfall dank Handy-Daten

Ein schwerer Mountainbike-Sturz, ein Unfall auf der Autobahn, ein Schlaganfall, ein Notfall eines Touristen ohne Ortskenntnis – in allen Fällen muss Hilfe schnell herbei, aber in all diesen Fällen kann es schwer bis unmöglich sein, den eigenen Standort zu bestimmen und beim Notruf anzugeben.

Tatsächlich ist das auch in Frankfurt kein seltenes und kein geringes Problem. Mit der AML-Technologie, die die Frankfurter Feuerwehr als eine der ersten in Deutschland einsetzt, soll sich diese Situation deutlich bessern. AML steht dabei für Advanced Mobile Location und ermöglicht Leitstellen eine genaue und verlässliche Geolokalisierung von Anrufern. Um die Technologie zügig einsetzen zu können, haben IT-Spezialisten der Feuerwehr kurzerhand eine eigene Software für ihre Leitstelle geschrieben. „Im Notfall zählt jede Sekunde. Wir gehen davon aus, dass wir mit AML vielen Menschen in Not deutlich schneller helfen können“, erläutert Karl-Heinz Frank, Direktor der Branddirektion, die auch den Rettungsdienst steuert.

Während Leitstellen bisher für die Ortung bestenfalls auf die recht grobe Information von Funkmasten zurückgreifen konnten, erhalten sie mit AML bei einem Anruf mit dem Smartphone automatisch auf wenige Meter genaue Standort-Daten des Anrufers. AML ist keine App sondern bereits in das Betriebssystem vieler Handys integriert. Die Schnittstelle sorgt dafür, dass automatisch GPS und WLAN aktiviert werden und der Aufenthaltsort innerhalb von rund 20 Sekunden übermittelt wird. Die Daten gehen an einen für ganz Deutschland zentralen AML-Endpunkt-Server, von dem die zuständige Leitstelle die Daten der Notrufe in ihrer Region abrufen kann. Die Information wird nach einem begrenzten Zeitraum automatisch gelöscht.

Auch der Datenschutzbeauftragte der Stadt Frankfurt wurde in die Planungen einbezogen. Sein Urteil, genau wie das der Datenschutzaufsichtsbehörden, die AML stellvertretend für die Bundesländer geprüft hatten: Der Einsatz von AML im Rettungsdiensteinsatz ist datenschutzrechtlich zulässig. Die verbesserte Geolokalisierung von Notrufen ist Bestandteil einer EU-Richtlinie, die im nächsten Jahr für alle Länder verpflichtend wird. Unter anderem in Schweden, Estland und Belgien ist die Technik schon seit einiger Zeit flächendeckend im Einsatz und hat bereits etliche Menschenleben gerettet. „Unsere Feuerwehrkräfte sind technisch sehr versiert und haben bei allen Brandschutzthemen eine gewisse Vorreiterstellung. Nach dem erfolgten ‚Go‘ der Datenschützer werden wir jetzt mit AML eine wertvolle Ergänzung einsetzen, um Menschen in Frankfurt vielleicht in dem einen oder anderen Fall noch schneller helfen zu können“, erklärt Feuerwehr-Dezernent Markus Frank.

Noch funktioniert Advanced Mobile Location nicht für alle Notrufe, sondern zum jetzigen Zeitpunkt nur für etwa 25 Prozent. Bisher unterstützen nämlich in erster Linie Smartphones mit Android-Betriebssystem die Funktion. AML funktioniert zudem nicht, wenn ein Anrufer den Notruf 112 wählt, aber das Netz seines Mobilfunkbetreibers gerade nicht verfügbar ist. Dann ist nur der Sprachanruf möglich, aber keine weitere Datenübertragung. Und von einem älteren Handy, das kein Smartphone ist, werden auch keine GPS-Daten übertragen.

Die Frankfurter Feuerwehr ist aber sicher, dass AML schon jetzt in vielen Fällen und in der Zukunft noch viel häufiger einen entscheidenden Unterschied machen wird. Apple will die Schnittstelle in den kommenden Monaten in ihrem iOS-Betriebssystem implementieren, immer mehr Smartphones lösen herkömmliche Geräte ab. Schon am Tag nach Inbetriebnahme in Frankfurt konnte einem in Not geratenen Mann geholfen werden, der keine Angaben zu seinem Aufenthalt machen konnte. Mit den automatisch gesendeten Informationen waren die Rettungskräfte wenige Minuten nach seinem Notruf vor Ort.

Informationen & Foto: Feuerwehr Frankfurt