Kategorie: AktuelleNEWS

Pandemie und Pizza

Pizzastück

Homeoffice, Homeschooling sowie die Angst vor Ansteckung in der Pandemie führen dazu, dass sich das Leben der Familien vermehrt in den eigenen vier Wänden abspielt. Die Möglichkeiten des Online-Bestellens via Internet und Handy sowie die Lieferservice-Dienstleistungen der Logistik-Branche führen dazu, dass statt auswärts Essen zu gehen, geliefertes Essen in den privaten Räumen vermehrt Einzug genommen hat.

Spätestens, wenn wieder angenehme Frühlings-Temperaturen herrschen, wird das Essen wieder in den öffentlichen Raum verlagert. Die anfallenden Verpackungen (Pizza-Kartons, …) führen zu überfüllten Papierkörben und stapeln sich an diversen Stellen.

Die Frankfurter Entsorgungs- und Service GmbH (FES) hat daher bereits etwa 400 zusätzliche Behälter (Müllgaragen) angebracht und nimmt weitere Überprüfungen vor. Diese Behälter wurden an besonders kritischen Stellen installiert. Sie verfügen über einen größeren Einwurf-Schlitz und nehmen Pizzakartons problemlos auf.

Trotz der hohen Nachfrage sind weitere Aufstellungen dieser Müllgaragen derzeit nicht möglich. Aufgrund der Corona-bedingten Lieferschwierigkeiten und da die Kosten pro Müllgarage von 1.800 Euro das vorhandene Budget überschreiten, sind flächendeckende Aufstellungen nicht darstellbar.

Die jeweiligen Ortsbeiräte haben unlängst angemeldet, dass weitere Behälter benötigt werden. Ansprechpartner ist die FES GmbH beziehungsweise das Grünflächenamt. Die FES hofft, dass es sich bei den Überfüllungssituationen lediglich um vorübergehende Zustände handelt. Diese werden im Rahmen der täglichen Satzungsreinigungen beziehungsweise im Rahmen der vereinbarten Zusatzreinigungen mit enormem Aufwand behoben.

Der Ortsbeirat (12) hat nun den Magistrat aufgefordert, zur Erhöhung der Sauberkeit Pizzakarton-Abfallboxen auf öffentlichen Plätzen und in Grünanlagen im Ortsteil Kalbach-Riedberg aufzustellen, und zwar dort, wo sich viele Menschen aufhalten und entsprechend mitgebrachte Pizza verzehren. Die Ortsbeiräte sollen in die Suche nach geeigneten Stellen in den Ortsbezirken eingebunden werden. Zudem soll eine regelmäßige Überprüfung der Standorte stattfinden.

Die Bewohner und Gäste des Riedbergs können die FES unterstützen, indem sie …

  • Kartonagen mit nach Hause nehmen und im Hausmüll entsorgen, sofern dort noch Platz ist
  • Speisenanbieter bevorzugen, die das Essen in Mehrwegpackungen liefern und diese anschließend wieder zurücknehmen
  • sofern möglich, Essen selbst abholen und dabei mitgebrachtes Geschirr/Boxen verwenden
  • oder einfach wieder normal Essen gehen, da die Gaststätten inzwischen sich auf die Pandemie-Bedingungen eingestellt haben und ihre Gäste geimpft und geboostert sind.

Ein schönes Beispiel, wie man diese Müllprobleme in den Griff bekommt, findet man auf der Internetseite https://julienne.com/. Der Initiator lebt übrigens selbst hier auf dem Riedberg.

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Wohin mit der Europäischen Schule in Niederursel?

Europäische Schule

Diese Schule wurde 2002 errichtet. Ihr typisches Klientel sind Kinder von Eltern, die bei Europäischen Institutionen arbeiten (EZB, ESRB, EIOPA). Ziel der Schule ist, dass die Kinder der Familien, die oft umziehen müssen, jederzeit nahtlos in das jeweilige nationale Bildungssystem zurückkehren können. Das Abitur wird in allen Ländern anerkannt.

Die Schule wird von den Mitgliedstaaten der Europäischen Union getragen und mitfinanziert. Die Europäische Schule ist aber weder eine Privatschule noch eine EZB-Schule, wie Schulleiter Ferdinand Patscheider immer wieder betont. Auch Kinder aus Frankfurter Familien können die Bildungseinrichtung besuchen, sofern es die Platzkapazitäten zulassen. Doch auch diese Schule platzt aus allen Nähten!

Die Europäische Schule am Praunheimer Weg 126 in Niederursel (Nordweststadt) wurde für maximal 900 Schüler konzipiert. Derzeit wird sie aber von 1.600 Kindern und Jugendlichen besucht. In den nächsten Jahren rechnet die Schule mit 2.200 Schülerinnen und Schülern.

Die Stadt Frankfurt hat vom Bund – der für den Bau dieser Bildungseinrichtungen verantwortlich ist – diese Aufgabe übernommen. Seit 2012 sucht sie nun nach einem neuen Standort für diese Schule auf Frankfurter Gebiet. Derzeit werden drei potenzielle Standorte geprüft:

  • ein Gelände in der Nähe des Kaiserleikreisels (Mainwasen)
    allerdings zu viel Verkehr und andere Hindernisse
  • der Festplatz am Ratsweg
  • eine Fläche nördlich der Heerstraße in Praunheim

Sollte sich in absehbarer Zeit in Frankfurt kein Platz finden lassen, könnte die Schule auch ins Umland ziehen. Für das Renommee der Stadt als Ort für Wissenschaft und Bildung ein herber Rückschlag. Für die Kinder der Familien in Frankfurt wäre das mit längeren Fahrtzeiten (und damit erhöhtem CO2-Ausstoß) verbunden.

Auch die kulturellen Impulse, die diese Schule in den Ortsteil ausstrahlt, kämen dann dem Frankfurter Speckgürtel zu Gute. Für die weitere Ansiedlung europäischer Institutionen in Frankfurt wäre das kein Aushängeschild.

Die Kommunikation zwischen der Stadt und der Schule bietet Optimierungspotenzial: Bisher erfuhr der Schulleiter aktuelle Entwicklungen (welche Gelände gerade im Gespräch sind) zuerst aus der Zeitung.

Vielleicht wären die gerade frei werdenden Flächen im Mertonviertel (Nähe zum Unicampus Riedberg!) hier eine Chance?

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Der Anschluss des Riedbergs an den Hauptbahnhof wird noch dauern

U-Bahn-Gleise

Bevor so mancher Käufer auf dem Riedberg investierte, hat er sich vielleicht im Internet informiert und konnte schon ab 2010 lesen, dass es konkrete Überlegungen gibt, die Verbindung der U9 vom Riedberg nach Ginnheim zu verlängern durch einen U-Bahn-Schluss zwischen der U-Bahn-Endhaltestelle Ginnheim und der Bockenheimer Warte (U4).

Wird die Lücke der U4 zwischen Bockenheimer Warte und Ginnheim geschlossen, sollen die U-Bahnen direkt unter dem Campus Westend der Goethe-Universität halten. Fast 73.000 Fahrgäste täglich könnten 2030 ab der Bockenheimer Warte mit der U4 im 5-Minuten-Takt nach Norden fahren. Im Tunnel würden die Züge erst unter den Adorno-Platz fahren und mitten auf dem Uni-Campus-Westend halten. Anschließend ginge es in der Nagel-Kurve – nach Ideengeber Frank Nagel benannt – zur Miquelanlage, dann oberirdisch zum Europaturm mit einer Haltestelle für die Bundesbank.

Schließlich führen die Züge unter der Rosa-Luxemburg-Straße nach Ginnheim und zum Nordwestzentrum. Von dort würden die U4-Bahnen abwechselnd via Riedberg nach Nieder-Eschbach fahren oder als U1 über Heddernheim zurück in die Innenstadt und zum Südbahnhof.

Der Lückenschluss würde nicht nur die A-Strecke (U3, U8) entlasten, sondern auch den Studenten einen schnellen Wechsel zwischen dem Campus Riedberg und dem Campus Westend ermöglichen.

Dieser Lückenschluss wurde erstmals 1963 diskutiert. In einem Gespräch mit einem gut informierten Politiker der Stadt Frankfurt konnte man 2015 erfahren, dass mit einer Realisierungszeit von gut und gerne noch 15 Jahren zu rechnen ist.  Inzwischen sind 7 weitere Jahre ins Land gegangen. Nun haben sich acht Gruppen und Verbände zusammengeschlossenen und in einer gemeinsamen Erklärung gegen eine unterirdische Streckenführung und für eine „oberirdische Variante“ ausgesprochen (aus ökologischen Gründen).

Die derzeit favorisierte aufwendigere Tunnellösung – die aber den größeren Nutzen bietet – würde den Autoverkehr stärker reduzieren und es müssten nicht 100 große alte Kastanien gefällt werden, wie bei der oberirdischen Variante. Alle bisher vorgeschlagenen Varianten sind volkswirtschaftlich sinnvoll. Daher übernehmen Bund und Land 90 % der Kosten – nach bisheriger Rechtslage. Wie schnell sich solche Rechtslagen ändern können, mussten eine Reihe von Bauherren bei der kürzlich erfolgten Abschaffung der „KfW-55“/„KfW 40“-Förderung erleben.

Durch die erfolgten Einsprüche ist die Stadt gezwungen, durch Sachverständige ermitteln zu lassen, welche Variante die ökologisch Beste ist. Es wurden daher Baumgutachten und Grundwassergutachten in Auftrag gegeben. Allein die Uhr tickt weiter und unser Ziel Autoabgase durch öffentlichen Personennahverkehr zu ersetzen, liegt immer noch in weiter Ferne. Aber der Klimawandel läuft unvermindert weiter.


Weitere Infos unter:

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Das BIAzza im Nordwestzentrum

Liebevolle Hände

Das Diakonische Werk für Frankfurt und Offenbach betreibt im Nordwestzentrum das „BIAzza-Nordwest“, eine Begegnungs-, Beratungs- und Informationsstelle für Senioren.

Im BIAzza-Komitee setzen sich engagierte Bürger ehrenamtlich für die Interessen der Senioren (in der Nordweststadt) ein. Sie geben Anregungen, bringen Ideen mit ein und unterstützen bei der Umsetzung. Wer Zeit und Lust hat, sich für andere Menschen zu engagieren, kann sich mit einbringen und das kommende Programm mit planen.

Das Begegnungszentrum wird von der Stadt Frankfurt und einigen anderen Institutionen finanziell gefördert. Details dazu finden sich auf der BIAzza-Homepage.

Ab sofort bietet das BIAzza nun auch an jedem 3. Dienstag im Monat einen „offenen Treff“ im neuen Kultur- und Sozialzentrum „Tassilo-Sittmann-Haus“ im Gerhart-Hauptmann-Ring 398, an.

Mit Ausflügen, Museums- und Kinobesuchen, sportlichen und kreativen Veranstaltungen lädt das Begegnungszentrum Senioren ein und bietet auch Beratung zu vielen Fragen des Alterns.

Am Dienstag, den 15.02.2022, gibt es von 9:00 Uhr bis 13:00 Uhr Informationen zum Forschungsprojekt „Allein aber vernetzt?“ der Goethe-Universität. Im Fokus steht die Auseinandersetzung mit Lebensbedingungen alleinlebender Menschen über 60 Jahren.

In Zusammenarbeit mit Interessierten soll mehr über das Beziehungsnetzwerk der Menschen im Alter herausgefunden werden. Unter anderem, wie es gelingt, praktische Aufgaben des Alltags zu bewältigen und welche Rolle dabei digitale Geräte spielen. Ziel des Projekts ist es, Handlungsempfehlungen zu entwickeln.

Um Anmeldung bis Freitag, den 11.02.2022, unter der
Rufnummer 069-24751496920 oder per
eMail an sandra.erb@diakonie-frankfurt-offenbach.de
wird gebeten.

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Hessische Verkehrswende auf dem Riedberg unterstützen

Bessere Radwege, ausgebautere Fußwege und ein vergrößertes Angebot des öffentlichen Nahverkehrs – das sind alles Ziele der „Verkehrswende Hessen“. Die Kampagne wurde von mehreren Vereinen und Organisationen ins Leben gerufen. Das große Ziel: gute und angenehme Alternativen zum Autofahren zu schaffen.

Seit dem 1. September 2021 werden fleißig Unterschriften für die Kampagne gesammelt. Unterstützt wird die Aktion unter anderem von Greenpeace, dem BUND Hessen und dem Radentscheid einiger hessischer Städte. Da das Volksbegehren nach abgeschlossener Unterschriftenaktion beim Land Hessen eingereicht wird, dürfen die Unterschriften nur an eingetragenen Sammelstellen, nicht online, abgegeben werden. Durch die Klimaschutz-Initiative Riedberg sind auch zwei dieser Sammel- und Abgabestellen am Riedberg vertreten: eine im Billabong Familienzentrum, die andere im Centre for Dialogue am Campus Riedberg.

Die Unterschriftensammlung läuft noch ein paar Monate mit dem Ziel bis dahin 43.728 Unterschriften von wahlberechtigten Bürgern eingesammelt zu haben. Diese können dann, zusammen mit einem Gesetzesentwurf für ein „Verkehrswendegesetz Hessen“ dem Land Hessen vorgelegt werden, welches im Anschluss über das neue Gesetz abstimmen wird.

Weitere Informationen zu der Kampagne unter folgendem Link:

https://verkehrswende-hessen.de/

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Schulmediator – ein spannendes Ehrenamt in Frankfurt!

Mediationsgespräch

Nicht nur Erwachsene haben Konflikte, sondern auch Kinder. Streitigkeiten auf dem Schulhof sind keine Seltenheit. Wie schön, wenn dann ehrenamtliche Schulmediatoren helfen, den Streit beizulegen.

Dies ist eine tolle Aufgabe für Männer und Frauen, die nicht mehr berufstätig sind oder im Übergang zur nachberuflichen Phase. Das durchschnittliche Alter liegt zwischen 55 – 75 Jahren. Sie können bei dieser Gelegenheit Neues erlernen und sich auf interessante Erfahrungen freuen. Das Konzept des Vereins gibt es seit mehr als 20 Jahren bundesweit.

Der Verein »Seniorpartner in School – Landesverband Hessen e. V.« bietet eine Qualifizierung zum Schulmediator über 10 Tage hinweg an. Die angehenden Mediatoren sind an einem Vormittag pro Woche in einer Schule in Frankfurt aktiv. Die Tätigkeit wird regelmäßig durch Supervision betreut und durch Fortbildungen weiterqualifiziert.

Ihr Aufgabengebiet

Sie sprechen mit den Schulkindern über deren Konflikte und lösen nach der Methode der Mediation Streitfälle einvernehmlich. Ebenso unterstützen sie die Kinder bei der Lösung ihrer persönlichen Probleme durch empathische Gespräche. So hilft der Verein Ihnen, Ihre persönlichen und sozialen Kompetenzen zu stärken.

Information

Erfahren Sie mehr in einer Online-Infoveranstaltung:

Datum: 10.03.2022, Uhrzeit: 16:00 Uhr

Software: Zoom (alles, was Sie dazu benötigen, ist ein Rechner oder Tablet mit Kamera und Mikrofon.)

Anmeldung: per eMail über info@sis-hessen.de

Am Tag vor der Veranstaltung erhalten Sie eine eMail mit einem Einladungslink. Klicken Sie kurz vor dem Termin auf diesen Link. Installieren in weniger als einer Minute Zoom und treten dem Online-Meeting bei. Ihre Daten bleiben geschützt.

Kosten

Die Qualifizierung zum Schulmediator ist für unsere Mitglieder kostenfrei und erfolgt durch professionelle Trainer.

Rückfragen zur Schulmediator-Schulung jederzeit an:

Ernst Kucharczyk, Regionalsprecher Stützpunkt Frankfurt
Seniorpartner in School – Landesverband Hessen e.V.
Am Himmerich 7
60438 Frankfurt

Tel.: 069-587145
Mobil: 0170-3375134
eMail: ernst.kucharczyk@t-online.de
Web: https://www.seniorpartnerinschool.de/ueber-uns/hessen.html

Mediationsgespräch

Foto: SiS e.V.

Der Verein: Seniorpartner in School – Landesverband Hessen e. V.

Der Verein hat seine Arbeit an den Schulen während der Pandemie zeitweise unterbrechen müssen und leider auch einige Mitglieder verloren. Er blickt nun wieder optimistisch nach vorne und plant eine neue Weiterbildungsstaffel in Frankfurt.

Das SiS-Konzept hat sich seit 2001 bundesweit bewährt und ist inzwischen in 13 Bundesländern vertreten. In der Bundesrepublik sind an 300 Schulen 1.300 ehrenamtliche Seniorpartner tätig. In Hessen ist der Verein seit 2006 mit aktuell 65 Mitgliedern an Schulen in Frankfurt, Marburg und Gießen aktiv.

Im Ortsteil Kalbach-Riedberg ist der Verein bereits an folgenden Schulen aktiv:

  • Grundschule Kalbach
  • Marie-Curie-Schule

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Auto überschlägt sich – Mutmaßlicher Pkw-Dieb festgenommen

Polizeikelle

In der Nacht zu Sonntag (06.02.2022) kam es in der Marie-Curie-Straße zu einem schweren Verkehrsunfall, als ein 31-jähriger Mann von der Fahrbahn abkam und mit einer Straßenlaterne und einem Stromkasten kollidierte. Das verunfallte Fahrzeug war offenbar gestohlen.

Der 31-Jährige befuhr gegen 1:30 Uhr mit einem Subaru die Marie-Curie-Straße aus Richtung A661 kommend. In Höhe des 14. Polizeireviers verlor er offenbar die Kontrolle über das Fahrzeug und kam von der Fahrbahn ab. Er prallte mit dem Pkw gegen eine Straßenlaterne und einen Stromkasten. Im weiteren Verlauf überschlug sich das Fahrzeug bis dieses schließlich seitlich auf der Fahrerseite zum Liegen kam. Polizeibeamte stellten dann vor Ort den unverletzten Autofahrer fest, sowie dass das verunfallte Fahrzeug offensichtlich ohne Fahrzeugschlüssel gefahren wurde. Weitere Ermittlungen deuten darauf hin, dass der Subaru zuvor entwendet wurde. Die Beamten stellten das beschädigte Fahrzeug daraufhin sicher.

Eine Streife verbrachte den 31 Jahre alten Mann, welcher über keinen festen Wohnsitz verfügt und keinen Führerschein besitzt, in die Haftzellen des Polizeipräsidiums. Bei seiner Fahrt stand er mutmaßlich unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln, sodass außerdem eine Blutentnahme bei ihm durchgeführt wurde. Unter anderem wegen des Verdachts des Fahrzeugdiebstahls wurde ein Strafverfahren eingeleitet. Die Ermittlungen in der Sache dauern an.

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Der „Alte Flugplatz Bonames“ im Wandel

Tower am Alten Flugplatz Kalbach-Bonames

Obwohl immer die Rede vom alten Flughafen Bonames ist, liegt der Flughafen eigentlich zum größten Teil auf Kalbacher Gebiet. Erst die Flächen vom Tower bis zum Labyrinth liegen auf Bonameser Grund. Auch eine ehemalige römische Straße führt vom Bonifatiusbrunnen auf dem Riedberg aus über das Flughafengelände.

Als 1945 die Amerikaner Frankfurt erreichten, wurden viele Flächen von den Besatzern in Anspruch genommen. Der Flughafen Kalbach/Bonames wurde ausgebaut. Dort wurden vor allem Hubschrauberstaffeln stationiert. Die dafür benötigten Flächen wurden den ortsansässigen Bauern mit Waffengewalt abgenommen. Auf Gemeindegrenzen wurde dabei keinerlei Rücksicht genommen.

Bodenmahnmal Alter Flugplatz Bonames

Zur Erinnerung an die Amerikanischen Truppen

Anfang der Neunzigerjahre deutete sich erst mal ein Rückzug der Amerikaner an. Entsprechend traten Vertreter der Kalbacher und Bonameser Bürger mit dem Frankfurter Magistrat in erste Diskussionen über eine mögliche weitere Nutzung ein. Als 1992 die Amerikaner dann tatsächlich das Flughafengelände aufgaben, wurde es in den Grüngürtelplan der Stadt Frankfurt mit aufgenommen und als Landschaftsschutzgebiet der erhöhten „Klasse II“ eingestuft.

Die Natur hat sich in den vergangenen 30 Jahren viel Terrain zurückerobert. Das Areal wurde zum beliebten Freizeitort, zum Biotop und zum Ort des Lernens. Naturwissenschaftler untersuchten die biologischen Veränderungsprozesse. Nun soll der Ort über Zeitgeschichte (Themen Flucht und Migration) informieren, das Thema Klimawandel mit beleuchten und allgemein Umweltbildung betreiben.

Die Stadt will „ein Konzept erarbeiten, dass den Alten Flugplatz zum Lernort für Artenschutz und Biodiversität in Frankfurt und Umgebung macht“. In das Konzept soll das seit langer Zeit leer stehende „Towercafé“ eingebunden werden, um dort Feste und Veranstaltungen anzubieten.

Durch die Corona-Pandemie werden Orten der Naherholung für die Stadtbewohner immer wichtiger. Zur Finanzierung des Konzepts tragen die Regionalpark Ballungsraum RheinMain gGmbH und die Regionalpark RheinMain Taunushang GmbH insgesamt 200.000 Euro bei.

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Sportanlagen in Kalbach-Riedberg – Bedarf versus Angebot

Laufwettbewerb Kinder

Im Rahmen der Pandemie entstanden zahlreiche neue Wortschöpfungen. Eine davon war die „Pandewampe“. Das Ergebnis aus immer weniger Bewegung – gefördert durch Heimarbeit – und zu viel Nahrungsaufnahme – gesteigert durch Einsamkeit und Frustration – führt zu deutlichen Spuren an der Figur (auch Jahresringe genannt). Eine Möglichkeit gegenzusteuern ist regelmäßiger Sport. Diesen allein zu betreiben ist eher langweilig. Aber in einer Gruppe – zum Beispiel in Vereinen – Sport zu machen, stärkt die Motivation. Doch dazu bedarf es auch Sportflächen vor Ort.

Wie sieht es nun mit Sportmöglichkeiten bei uns aus? Wo wurde Bedarf angemeldet und wie lange dauert es noch, bis die Bauvorhaben umgesetzt werden? Hier dazu ein kleiner Auszug der laufenden Projekte:

Der Tennenplatz des FC Kalbach

Der im nördlichen Teil des Geländes gelegene Tennenplatz soll in ein Kunstrasenspielfeld umgewandelt werden. In diesem Zuge sollen auch die Umkleiden und Funktionsbereiche ausgebaut werden. Der bereits beleuchtete Tennenplatz würde die Kapazität gerade für die Jugendmannschaften spürbar erhöhen und somit bei überschaubaren Investitionen eine nachhaltige Förderung des Jugend- und Breitensports ermöglichen. Eine Bitte an den Magistrat, diesbezüglich Gespräche mit dem Verein aufzunehmen, wurde Anfang 2022 vom Ortsbeirat übermittelt.

Zweite Sportanlage östlich der Altenhöferallee

Die Sporterweiterungsfläche war bereits Bestandteil des Bebauungsplans Nr. 803. Bereits vor 10 Jahren wurde mit Verweis auf die Bedarfsanalyse der Sportentwicklungsplanung über den Zeitpunkt der Realisierung berichtet. 2015 wurde dem Stadtteil ein konsensfähiger Vorentwurf präsentiert. Seit 2016 wird regelmäßig über die vielfachen Beeinträchtigungen für die Schulen und Vereine aufgrund der erreichten Kapazitätsgrenzen der bestehenden Sportinfrastruktur diskutiert. Zuletzt wurde die Planung um den Mehrbedarf einer Mehrfeldhalle für Schul- und Vereinssport erweitert. Realisierung nicht vor 2023.

Alte Turnhalle in Kalbach

Die Alte Turnhalle ist unersetzlich als Treffpunkt bei Veranstaltungen für den Stadtteil und bietet mit allen ihren Eigenschaften und Voraussetzungen eine breite Nutzungsmöglichkeit. Eine Sanierung kommt aus wirtschaftlichen Gründen nicht in Betracht. Notwendige Instandhaltungsmaßnahmen werden ungeachtet dessen durchgeführt. Ende 2018 wurde die Verwaltung und Betreuung der Halle vom Riedberger SV in Eigenregie übernommen. In diesem Zusammenhang hat der Verein erhebliche Eigenmittel und persönliches Engagement in die Halle und das Außengelände gesteckt, um ein Sport- und Kulturangebot für den Stadtteil langfristig zu sichern. Die Planungen konzentrieren sich auf das Gelände am Kalbacher Stadtpfad. Ab September 2021 erfolgten hier „konkretere Abstimmungen zur Aufteilung der Fläche, Bau und Zeitplanung“. Ziel ist es, zügig mit dem Neubau zu beginnen. Ein Termin für den Beginn ist derzeit der Redaktion nicht bekannt.

Leichtathletikhalle Am Martinszehnten

Mitte 2021 erfuhr die Öffentlichkeit aus der der Frankfurter Rundschau, dass die Leichtathletikhalle abgerissen werden soll. Daraufhin hat der Ortsbeirat den Magistrat gebeten, ihn bezüglich der weiteren Planung zu informieren. Erledigung derzeit noch offen.

Skaterpark

Der Skatepark ist ein Wunsch zahlreicher Jugendlicher aus dem Stadtteil. Daher hat der Ortsbeirat Anfang 2022 den Magistrat gebeten für die Fläche – zwischen Lärmschutzwall der Autobahn BAB 5 bis zur Graf-von-Stauffenberg-Allee bzw. bis zur Sportanlage westlich der Altenhöferallee – ein Bebauungsplanverfahren einzuleiten und eine Fläche für Gemeinbedarf auszuweisen. Ein Realisierungstermin liegt daher noch in weiter Ferne.

Fazit: Hier ist noch viel Geduld angesagt, bis sich die Flächen für das Sportangebot in unserem Ortsteil erweitern werden.

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Temporäre Engpässe im Internetverkehr

Internet

In den letzten Wochen gab es bei einigen Riedbergern Frustration, wenn die Verbindung ins Internet nur „tröpfelte“ oder sogar ganz abbrach.

Auf Nachfrage bei Vodafone erfuhr MainRiedberg, dass die Firma im Festnetz am Riedberg zwei unabhängige Netze betreibt: ein Kabel-Glasfasernetz (das sie im August 2019 von Unitymedia übernommen hatten) und ein DSL-Netz (das Vodafone auf der letzten Meile bei der Telekom anmietet).

In einem Teil des DSL-Netzes herrschte zuletzt immer ab 17:00 Uhr bis spätabends ein sehr starker Internetverkehr. Vodafone hat daraufhin in der Nacht vom 1. Februar auf den 2. Februar 2022 eine Neuverteilung der Datenströme vorgenommen, so dass der Internetverkehr im DSL-Netz wieder besser fließen sollte.

Im Kabel-Glasfasernetz wurde für den Riedberg ein starker Verkehr festgestellt, aber noch keine durchgängigen Kapazitätsengpässe. Allerdings hat Vodafone innerhalb des Riedbergs auch einen Kabelstrang (also ein „Segment“) mit mehr als 1.000 Kunden. Das ist auf Dauer zu viel. Daher wollen sie eine zusätzliche Datenautobahn für den Ortsteil bauen – vergleichbar dem Ausbau einer zweispurigen Straße zu einer vierspurigen Autobahn im Straßenverkehr.

Diese Segmentierungsmaßnahme wird gerade intensiv geplant. Dank zahlreicher Vorarbeiten (u. a. mit dem Grünflächenamt und mit den Energieversorgern) konnte bereits die genaue Trassenführung erarbeitet werden. Aktuell befindet sich die geplante Maßnahme in der Trassengenehmigung bei der Stadt Frankfurt. Vodafone rechnet mit der Genehmigung im April/Mai 2022. Anschließend werden sie die Bauarbeiten vor Ort starten.

Bis dahin werden sich einige Internet-Nutzer mit den Kapazitätsbeschränkungen herumschlagen müssen. Aber danach soll es deutlich besser werden … 🙂

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