Kategorie: AktuelleNEWS

Lkw im Gewerbegebiet in Kalbach entwendet

Polizeikelle

Unbekannte haben in der Nacht von Montag (11. Juli 2022) auf Dienstag im Gewerbegebiet von Kalbach einen Lastwagen mit Softgetränken gestohlen.

Die bislang unbekannten Täter begaben sich auf den Hof des in der Max-Holder-Straße ansässigen Getränkemarktes und gelangten auf unbekannte Art und Weise in den dort geparkten Getränkelaster.

Anschließend fuhren sie mit dem mit 20 Paletten beladenen Lkw von dem Grundstück in Richtung Xaver-Fendt-Straße davon. Der dadurch entstandene Schaden dürfte bei fast 100.000 Euro liegen.

Auffällig: Der entwendete Lkw des Herstellers „Daimler Actross“ ist rot lackiert.
Kennzeichen: F-HG 2022.

Zeugen mit sachdienlichen Hinweisen zu dem Fahrzeug werden gebeten, sich mit der Frankfurter Kriminalpolizei unter der Rufnummer 069-755-52199 in Verbindung zu setzen oder bei jeder anderen Polizeidienststelle zu melden.

LKW-Diebstahl

Bild zu Meldung Nummer 220713-0744

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Die letzten Tage auf dem Roßmarkt …

Kräuterwand

Seit dem 24. Juni finden die Grüne Soße Festspiele auf dem Roßmarkt statt. Abends, bei kuscheligen Temperaturen, treffen großartige Künstler auf gut gelaunte Gästen – und den Gourmets sei verraten: auf dem Festspiele-Markt ist wirklich für jeden etwas dabei.

Der Endspurt ist eingeläutet. Noch bis zum 16. Juli wird Abendprogramm angeboten: Jo van Nelsen, Sabine Fischmann & Ali Neander, Michelle Spillner und zum Abschluss die ukrainisch-international besetzte Band ZAITSA.

Frankfurt macht KlimaMeter

Kinder aus 7 Grundschulen haben die KlimaMeter mit allen Flaggen der UN-Mitgliedstaaten bemalt. Auf diese Weise sind 193 kunstvolle kleine Unikate entstanden.

Die KlimaWand auf dem Roßmarkt ist eine wunderschöne Kulisse für die zahlreichen Abendshows und tagsüber ein begehrtes Fotomotiv für die vielen Besucher des Festspiele-Marktes.

Wenn die KlimaMeter Wand sprechen könnten, was würden sie alles erzählen: von rockigen Beats, die die Kräuter ordentlich durchgerüttelt haben, sanften Opernklängen, die durch die zarten Blätter raschelten, von wortgewaltigem Kabarett und nachdenklichem Poetry Slam bis hin zu den hinreißenden Kostümen der Night Queens und einem verzauberten Magic Monday.

Die Veranstalter möchten diesen KlimaMetern nach den Festspielen ein neues Zuhause geben und suchen Käufer, die sich diese tollen KlimaMeter nach Hause holen möchten oder spenden, damit die Organisatoren sie an Schulen, Kitas oder soziale Einrichtungen weitergeben können.

Wer diese tolle Aktion unterstützen möchte, kann sich informieren unter: https://www.grie-soss-united.de/klimameter-2022/

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Goetheplakette für Prof. Dr. rer. nat. Volker Mosbrugger

Goethe-Medaille stilisiert

Die Goetheplakette der Stadt Frankfurt am Main wurde 1932 gestiftet. Sie war ursprünglich als Erinnerungsgabe für Persönlichkeiten gedacht, die sich um die Gestaltung und Durchführung der Tagungen und Veranstaltungen zu Goethes 100. Todestag 1932 verdient gemacht hatten.

Die ersten Empfänger waren Thomas Mann und Albert Schweitzer. 1947 wurde die Auszeichnung vom Magistrat der Stadt Frankfurt am Main neu gegründet. Die Goetheplakette wird seitdem an „Dichter, Schriftsteller, Künstler und Wissenschaftler und andere Persönlichkeiten des kulturellen Lebens […], die durch ihr schöpferisches Wirken einer dem Andenken Goethes gewidmeten Ehrung würdig sind“, vergeben.

In diesem Jahr wird sie unter anderem an den Paläontologen Herrn Volker Mosbrugger verliehen.

Herr Mosbrugger studierte an der Universität Freiburg Biologie und Chemie. Danach arbeitete er als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Biologischen Institut der Universität Freiburg und promovierte dort. Anschließend wechselte er als Hochschulassistent an das Institut für Paläontologie der Universität Bonn, wo er 1989 habilitierte.

Von 2009 bis 2020 war er Professor am Institut für Geowissenschaften der Goethe‐Universität Frankfurt am Main und Generaldirektor der „Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung“. Seit 2007 engagiert sich Prof. Volker Mosbrugger ehrenamtlich für die Polytechnische Gesellschaft. Im Jahr 2010 wurde er in den Stiftungsrat der Stiftung Polytechnische Gesellschaft berufen. Als Nachfolger von Walther von Wietzlow wurde Prof. Volker Mosbrugger am 07.11.2018 zum Präsidenten der Polytechnischen Gesellschaft gewählt. Weiterhin ist Prof. Mosbrugger tätig als Sprecher der BMBF-Forschungsinitiative „Erhalt der Artenvielfalt“.

Grundsätzliche Erkenntnisse über die Ursachen von Vegetationsveränderungen, über Entwicklungen von Ökosystemen und Mechanismen eines deutlich wärmeren globalen Klimasystems sind seine Forschungsziele.

Eigentlich ist der 68-jährige schon längst im Ruhestand. Aber er ist immer noch ein viel gefragter Fachmann und daher rührig wie eh und je.

 

 

Prof. Dr. Dr. h.c. Volker Mosbrugger.
Foto: Sebastian Schramm, 2018

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Riedberg: Zeugensuche nach Einbruchserie in Pkw

Teil eines Polizeiwagens

In der Zeit zwischen Samstag, 09. Juli 2022, 19:00 Uhr und Sonntag, 10. Juli 2022, 09:30 Uhr, entwendeten unbekannte Täter aus einem Tiefgaragenkomplex Bordelektronik aus hochwertigen Fahrzeugen im Wert von mindestens 21.000 Euro.

Unbekannte Täter drangen in einen Tiefgargenkomplex zwischen den Straßen Zur Kalbacher Höhe, Konrad-Zuse-Straße und Im Kreuzegut ein. Dort hielten sie Ausschau nach hochwertigen Fahrzeugen. Sie schlugen bei mindestens 5 Autos die Scheiben ein und entwendeten dann unter anderem Lenkräder samt Airbags. Danach entfernten sie sich unerkannt vom Tatort.

Die Polizei sucht in diesem Zusammenhang Zeugen, die im Zeitraum verdächtige Personen wahrgenommen haben. Die Zeugen werden gebeten, sich mit dem 14. Polizeirevier unter der Telefonnummer 069-755-14000 in Verbindung zu setzen.

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Tatort Ginnheim – Detektivarbeit sorgt für Rekonstruktion der Tat

Tatort Ginnheim

Wer glaubt, Imkern sei langweilig und nur etwas für ältere Leute, der hat sich gewaltig geirrt. Auch Bienenstöcke können mit Umweltfrevel konfrontiert sein und zur Ermittlung der mutmaßlichen Täter ist viel Fachwissen erforderlich.

Der am Riedberg ansässige Imkerverein Bee Friends Frankfurt e. V. wurde am Freitag von einer Imkerkollegin über folgenden Vorfall informiert: Auf dem Parkplatz eines Supermarktes in Frankfurt-Ginnheim war der Teufel (in dem Fall die Bienen) los. Die Tierchen flogen massenhaft um eine und in eine große Mülltonne. Passanten hielten angsterfüllt Abstand. In der Tonne lagen offene Bienenwaben, die ein Imker dort illegal entsorgt haben musste.

Der alarmierte Verein plante einen Einsatzgeplant und suchte Vereinskollegen, die bei der Spurensuche und bei der Entsorgung des angerichteten Schlamassels mithelfen konnten. Freunde halfen mit robusten Müllsäcken der Stadt Frankfurt aus, um fachgerecht entsorgen zu können.

Am Tatort hatte sich das Bild inzwischen geändert. Das Wabenmaterial steckte nun in einem aufgerissenen Umzugskarton und in einer Plastikkiste. Die etwa 20 Rahmen stammten vermutlich aus zwei Bienenstöcken. Die Grifflöcher der Kunststoffkiste waren innen abgeklebt. Hier hatte sich also jemand sehr viel Mühe gemacht, um die Rahmen dezent und heimlich zu entsorgen.

Abfegen der Bienen

Die Vereinsmitglieder fegten die Bienen von den Waben ab und deponierten die Rahmen in die mitgebrachten Müllsäcke. Die Waben waren durchsetzt von Wachsmotten. Diese ernähren sich vom Bienenwachs und zerstören dabei die einzelnen Waben. Sie bilden ein Gespinst von Fäden und Eiern. Die Raupen fressen sich später auch in das Holz und zerstören so den ganzen Rahmen.

Angriff der Wachsmotten

Waben mit Wachsmottengespinst

Die Bienen selbst werden von den Wachsmotten nicht angegriffen. Allerdings wird die Möglichkeit zur Honigspeicherung und zur Aufzucht von Bienennachwuchs zerstört. So wäre der Bienenstock zum Untergang verurteilt. Entsprechend entsetzt sind Imker, wenn sie feststellen, dass ihr Bienenstand von Wachsmotten befallen ist. Vor allem Imker mit wenig Erfahrung geraten dann schnell in Panik.

Imkervereine bieten Kurse in Bienenhaltung und „gute imkerliche Praxis“ an. Dazu zählt, dass der Bienenstand stets hygienisch einwandfrei gehalten wird, keine „Abfälle“ liegen bleiben, sondern fachgerecht beseitigt werden. Gute imkerliche Praxis ist notwendig, um das Ausbreiten von Bienenkrankheiten zu vermeiden. Das eigene Verhalten schützt somit auch die Bienenstände in der Umgebung und ist nicht nur ein kollegiales, sondern auch ein sehr soziales Verhalten.

Die vorgefundene Vorgehensweise zeugt aber keinesfalls von „guter imkerliche Praxis“, was vermuten lässt, dass dieser Imker nicht einem Verein angehörte. Die Fracht stammt möglicherweise aus der näheren Umgebung des Fundortes und ist ziemlich wahrscheinlich mit einem Auto angeliefert worden. Die Mülltonne ist nicht die des Täters, sondern eine gewerbliche Tonne für den zugehörigen Supermarkt. Der nächst gelegene Wertstoffhof wäre gerade einmal 5 Kilometer entfernt gewesen. Dort hätte man die befallenen Waben zur thermischen Entsorgung abgeben können.

Beutel zur Entsorgung

Vorbereitet für die thermische Entsorgung

Der Erhalt von Bienen ist Basis einer gesunden Landwirtschaft und daher ein wichtiger Baustein unserer Umwelt. Ohne die Bestäubungsarbeit der Bienen würde unser Essen noch viel teurer!

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Der Riedberg und seine Plätze

Platz vor Jugendhaus

Wer an den Riedberg denkt, dem fallen sofort die schönen Parkanlagen ein. Auch der Riedbergplatz, der in den nächsten Jahren umgestaltet werden soll, ist im Fokus. Immerhin wurde ausreichend darüber berichtet und wenn man mit der U-Bahn am „Unicampus Riedberg“ ankommt, führt einen sehr oft der Weg über eben diesen Platz, wenn man Einkaufen gehen will.

Aber am Riedberg finden sich noch eine ganze Reihe von kleineren Plätzen, die teilweise versiegelt sind oder eben auch ausreichend begrünt sind. Nicht immer kann man sagen, ob es sich hier um einen kleinen Park oder einen Platz handelt.

Hier ein paar Beispiele:

  • Der Nelly-Sachs-Platz (größtenteils versiegelt)
  • Der „Alte Gerichtsplatz“ (größtenteils versiegelt und mit Containern versehen) und wenn man die Stufen hinunterläuft, der Platz im Bonifatiuspark (auch größtenteils versiegelt)
  • Der Platz an der „Alten Riedbergstraße“ auf Höhe der U-Bahnstation „Riedberg“ (parkähnlich begrünt)
  • Der Platz am Bonifatiusbrunnen (begrünt, enthält Reste der Crutzenkirche)
  • Der Elisabeth-Selbert-Platz (überwiegend begrünt)
  • Der Ewald-Heinrich-von-Kleist-Platz (zur Hälfte begrünt)
  • Der Platz Ecke Mart-Stam-Straße/ Leberecht-Migge-Anlage (zu einem Drittel begrünt)
  • Der Platz an der Max-Born-Straße (überwiegend begrünt)
  • Der Platz am Richard-Bergius-Weg vor dem Jugendhaus (überwiegend versiegelt)
  • Der Rudolf-Schwarz-Platz im Verlauf der „Römischen Straße“ (teilweise versiegelt)

Um die Umwandlung von versiegelten Plätzen in überwiegend begrünte Plätze voranzutreiben, hat nun die SPD-Fraktion im Ortsbeirat 12 den Antrag gestellt, den Platz am Richard-Bergius-Weg vor dem Jugendhaus zu entsiegeln und dort Bäume zu pflanzen und Blühwiesen anzulegen. Auch sollen sowohl die Schulgemeinde, wie auch das Jugendhaus sowie die Sportvereine in die Planungen mit eingebunden werden.

In Zeiten knapper Finanzmittel wird es schwer sein, dafür Mittel bewilligt zu bekommen. Vor allem, da der Grünanteil in anderen Stadtvierteln wesentlich niedriger liegt, als am Riedberg. Trotzdem sollte man das Vorhaben nicht aus den Augen verlieren, denn die Temperaturerhöhungen des Klimawandels machen jedes Fleckchen Grün zu einem nützlichen Schatz.


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Verkehrssicherheit auf unseren Straßen

Augen auf im Verkehr

Kalbach, Talstraße 77

Der Vorschlag des Ortsbeirats, mehrere Stahl-Pfosten am Gehwegrand zu errichten, damit Autofahrer nicht – wie des Öfteren geschehen – den Gehweg mitnutzen und so die Fußgänger gefährden, wurde von der Stadtverwaltung abgelehnt.

Solche Stahlabweiser tragen jedoch zu keiner nennenswerten Erhöhung der Sicherheit bei. Die Straße ist an der Stelle breit genug, sodass der Gehweg nicht befahren werden müsste. Geschehe dies trotzdem, handle es sich dabei um ein absichtliches Fehlverhalten.

Während die Autos immer größer werden und der Verkehr zunimmt, bleiben die Straßenschluchten zwischen den historisch entstandenen Ortskernen in der Breite unverändert. Daraufhin hat man vor Jahren viel Geld in eine Umgehungsstraße (L3019) investiert, um den Durchgangsverkehr aus Kalbach rauszuhalten. Was blieb, ist der Anliegerverkehr, der Verkehr der Dienstleister (Paketdienste, Handwerker, Müllabfuhr,….) und der Öffentliche Personennahverkehr. Würden alle Beteiligten mit der erforderlichen Rücksicht den vorhandenen Verkehrsraum nutzen, gäbe es auch keinen Grund zur Beschwerde.

Um das Oberflächenwasser von den Gebäuden wegzuleiten müssen die Gehwege eine Neigung hin zur Fahrbahn aufweisen. Daher können die Bordsteinkanten auch nicht erhöht werden.

Auch die Schaffung von Einbahnstraßen ist keine Alternative, da der Verkehr dadurch in andere, nur für Anliegerverkehr vorgesehene Straßen umgeleitet würde, deren Anwohner dann unter dem Verkehrsaufkommen leiden müssten. Auch verleiten Einbahnstraßen zu höheren Geschwindigkeiten.

Bewusstsein für Tempo 30 durch Fahrbahnmarkierungen erhöhen

Auch dem Wunsch, in Kalbach und dem Riedberg, an allen Einfahrtsstraßen sowie jeweils in Tempo 30-Bereichen, eine Fahrbahnmarkierung aufzubringen, kann nicht entsprochen werden.

Die Straßenverkehrs-Ordnung (StVO) sagt klar, dass außer in Ausnahmefällen, keine Verkehrsschilder, die nur die gesetzliche Regelung anzeigen, aufzustellen sind [um einer Schilderflut vorzubeugen]. Abweichungen bedürfen der Zustimmung der obersten Landesbehörde.

Ausnahmen können zum Beispiel sein:

  • Ungünstigen Stellen, wenn die Verkehrszeichen sehr schlecht erkennbar sind
  • Wenn es sich um sehr große Zonen handelt
  • Wenn eine permanent deutliche Überschreitung der Geschwindigkeiten oder ein Unfallschwerpunkt vorliegen
  • …

Die in Frage kommenden Stellen wurden von den Behörden daraufhin noch mal geprüft und entsprechende Geschwindigkeitsmessungen veranlasst. Ausnahmetatbestände wurden jedoch nicht festgestellt.

Bei dieser Gelegenheit ergab sich eine interessante Statistik:

  • Messpunkt: Zur Kalbacher Höhe vor der Grundschule
    Von 12.480 Fahrzeugen wurden 1.810 verwarnt (14,5 %)
  • Messpunkt: Altenhöferallee im Bereich des Sportplatzes
    Von 4.996 gemessenen Fahrzeugen wurden 1.357 verwarnt (27,2 %)
  • Messpunkt: Talstraße Hausnummer 119
    Von 40 erfassten Fahrzeugen wurden 5 Fahrzeuge verwarnt (12,5%)

Die gute Nachricht: Im Schnitt halten sich 4 von 5 Autofahrern an die Geschwindigkeitsregeln !
Nach den Erfahrungen der Stadt verändern sich diese prozentualen Verhältnisse auch nicht durch noch mehr Schilder oder Piktogramme.

Modellversuch Tempo 30 auf dem Riedberg

Mit der Bewerbung für einen Modellversuch beim Bundesverkehrsministerium könnte die Stadt Frankfurt zum Vorreiter beim Thema Tempo 30 in der Stadt werden. Daher hat sich der Ortsbeirat (12) in seiner letzten Sitzung für die Teilnahme am Bewerbungsverfahren ausgesprochen und den Magistrat gebeten, entsprechend aktiv zu werden. Auch der Deutsche Städtetag unterstützt diese Forderung.

Der Ortsbezirk bietet sich für einen solchen Modellversuch an, da er neben reinen Wohngebieten auch stärker befahrene Haupt- und Erschließungsstraßen aufweist, auf denen es bereits mehrfach zu Unfällen kam. Ebenfalls könnte der Modellversuch wissenschaftlich begleitet werden, um beispielsweise Veränderungen beim Ausstoß von Luftschadstoffen zu messen.


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Ein Neubauprojekt gerät ins Straucheln

Blick über Felder auf FFM

Vor fünf Jahren entstand die Idee im Norden von Niederursel und Praunheim eine Neubausiedlung noch größer, als der Riedberg entstehen zu lassen. Man dachte an 8.000 bis 11.000 neue Wohnungen auf einem 550 Hektar großen Gelände (doppelt so groß wie der Riedberg) für etwa 30.000 Menschen. Damals fehlten in Frankfurt etwa 40.000 Wohnungen.

Wie in Frankfurt üblich, erfuhren die Ortsbeiräte 7+8 diese Nachricht aus den Medien. Bei den Bewohnern regte sich nach der ersten Überraschung schnell der Unmut. Die betroffenen Bauern wiesen zu Recht darauf hin, dass hier wieder erstklassige landwirtschaftliche Nutzfläche versiegelt würde. Die angrenzenden Nachbargemeinden Oberursel Steinbach/Weißkirchen und Eschborn waren auch nicht begeistert. Auch drei landwirtschaftliche Betriebe würden existenziell betroffen.

Alle drei Koalitionspartner (CDU, SPD und Grüne) hatten sich auf dieses Projekt verständigt und es im Geheimen auf den Weg gebracht. Wie bei solchen Riesenprojekten üblich, rechnete man mit 15 Jahren Vorlaufzeit, bis das erste Bauobjekt steht. Da Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) dem Wohnungsbau oberste Priorität eingeräumt hatte, musste er auch liefern.

Nachdem mit viel persönlichem Einsatz des Dezernenten Mike Josef die Pläne den Bürgern vorgestellt worden waren, zeigten sich folgende Kernproblembereiche ab, die es zu untersuchen und zu entschärfen galt:

  • Teile des neuen Baugebietes liegen in den Landschaftsschutzzonen I und II. Es umfasst ökologische Ausgleichsflächen für den Riedberg, Trinkwassertransportleitungen, Gasleitungen, die Trasse einer Höchstspannungsleitung und Bodendenkmäler aus der Römerzeit.
  • Ein Konzept für die Wasserversorgung und die Wasserentsorgung
  • Ein Infrastrukturkonzept (Straßenanbindungen, Anschluss an den öffentlichen Personennahverkehr inklusive Regionaltangente West) unter Berücksichtigung des Ausbaus der Bundesautobahn 5
  • Ein Frischluftkonzept, damit kühlere Luft aus dem Taunus nach Frankfurt ziehen kann.

2018 kaufte die Stadt Frankfurt über die ABG Holding 1,75 Hektar des Geländes, auf dem gebaut werden soll und eine Option auf weitere 5,55 Hektar Grund, der für die Bebauung infrage kommt. Von den 201 Hektar zwischen A5 und Steinbach gehören 34 Hektar der Stadt, sowie 30 Hektar stadtnahen Stiftungen und Gesellschaften. Zusammen sind das 32 % der westlichen Josefstadt. 124 Hektar (62 % des Gebiets) gehören Privatleuten, Kirchen und Unternehmen. In Summe sind es 150 Eigentümer.

Das Bauprojekt wurde im Volksmund unter dem Namen „Josefstadt“ nach dem Baudezernenten Mike Josef bekannt. Im November 2019 kürt eine Jury den Siegerentwurf, der vier Quartiere – drei östlich und eines westlich der Autobahn – vorsieht, die Platz für 8.800 Menschen bieten könnten.

Der Widerstand wächst

  • Im Kreistag formierte sich in der Folge eine breite Allianz gegen den Bau des neuen Frankfurter Stadtteils. Auch der Hessische Bauernverband und die Umweltschützer des BUND sprachen sich gegen das geplante Bauvorhaben aus.
  • Veljko Vuksanovic, ein entschiedener Gegner des neuen Stadtteils und Ortsvorsteher von Praunheim engagierte sich in einem eigens dazu eingerichteten CDU-Arbeitskreis.
  • Der Landtagsabgeordnete Jürgen Banzer (CDU), half bei der Organisation eines Stern-Marsches gegen den geplanten Stadtteil.
  • 2019 wurde das Consilium „Frankfurt Nord-West“ gegründet. Es sollte die vorbereitenden Untersuchungen zum neuen Stadtteil fachlich begleiten.
  • Im Mai 2019 berichtete die Presse, dass das Projekt „Josefstadt“ zu scheitern droht. Die Regionalversammlung Südhessen mit Vertretern aus Städten und Landkreisen des Rhein-Main-Gebietes entschied über den Regionalplan, der die Entwicklung der Region festlegt. Hier wurde signalisiert, dass es für das Neubauprojekt keine Mehrheit gibt.
  • Im Dezember 2019 war die Regionalversammlung Südhessen mit der geplanten Josefstadt im Frankfurter Nordwesten einverstanden – allerdings nur bis zur Autobahn. Westlich der Autobahn in Richtung Steinbach, Oberursel und Eschborn blieb der Acker tabu. Das hatte die Regionalversammlung einstimmig beschlossen. Die bebaubare Fläche sank auf 100 Hektar.
  • Im Juli 2020 plädierte eine Arbeitsgruppe in Praunheim für eine lockere Randbebauung eine Mischung aus Geschossbau und Eigenheimen aus. Sie schätzten, dass so 2.000 bis 3.000 Wohneinheiten in Mehrfamilien- und 1.000 durch Reihen- oder Doppelhäuser entstehen könnten. Das Wasserwerk Praunheim II, dessen Erhalt als „unverzichtbar“ eingeschätzt wurde, sollte erhalten bleiben.
  • Im Juli 2022 entzieht die CDU dem neuen Stadtteil die Unterstützung. Die Stadt solle die Planungen stoppen, da ein regionalpolitischer Konsens fehle, erklärte Fraktionschef Nils Kößler. Die CDU-Fraktion macht Vorschläge für kleine Baugebiete mit bis zu 3.500 Wohnungen, angrenzend an Praunheim und Niederursel.

Es wird sicherlich noch ein paar Rückzugsgefechte geben, aber der große Wurf ist abgeblockt…


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Humoristische Betrachtungen

  • Die Weisheit der Dakota Indianer
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Kidical Mass Fahrradtour

Fahrrad fahren im Winter

Jedes Jahr rollen hunderte Fahrräder durch Frankfurt beim Kidical Mass. Am Sonntag, 10.07, ist es wieder soweit – die zweite Kidical Mass in diesem Jahr startet und diesmal findet das Event auf dem Riedberg statt.

Um 15:30 Uhr rollen die Fahrräder vom Riedbergplatz aus los. Der SC Riedberg unterstützt die Aktion und ruft Familien mit ihren Kindern dazu auf, mit zu fahren. Das Tempo wird hierbei an die kleinsten Teilnehmer angepasst – bis etwa 17 Uhr haben diese Zeit den Piratenspielplatz im Kätscheslachpark zu erreichen.

Die Protestbewegung Kidical Mass findet seit 2017 regelmäßig in Deutschland statt. Es soll auf Kinder und Jugendliche im Radverkehr aufmerksam gemacht werden. Ziel dahinter ist der Ausbau sicherer Radwege, mehr Spielstraßen und die Förderung nachhaltiger Mobilität.

Dank einer Zusammenarbeit mit der Klimainitiative Riedberg findet die Veranstaltung nun auch einmal auf dem Riedberg statt. Die Fahrraddemo wird von der Polizei begleitet und die entsprechenden Straßen und Wege werden für die Zeit von Ordnern und Ordnerinnen abgesperrt.

Weitere Informationen zu dem Event: https://www.radentscheid-frankfurt.de/kidicalmass/

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Bald hat auch der SVN einen Kunstrasenplatz

Markierung auf Rasen

Für die Sportler in Niederursel gibt es seit über hundert Jahren den „Sportverein 1919 Niederursel e. V.“ (SVN). Seine Spielstätten hat er am Dorfwiesenweg 35. Der Verein stellt zur Saison 2022/2023 insgesamt 12 Mannschaften im Spielbetrieb des Hessischen Fußballverbands, davon eine Herren-Mannschaft, zwei Damen-Mannschaften, sieben Junioren-Mannschaften und zwei Juniorinnen-Mannschaften. Hinzu kommen eine Altherren-Mannschaft, sowie eine G-Jugend zum Einstieg in den Sport.

Aktuell steht dem Verein und seinen Mannschaften ein Rasen- und ein Hartplatz für die Trainingseinheiten und die Heimspiele zur Verfügung. Als Herr Eugen Gross, derzeit der erste Vorsitzende des Vereins 2004, Mitglied beim SV Niederursel wurde, gab es schon den großen Wunsch des Vereins nach einem Kunstrasenplatz.

Der derzeit genutzte Tennenplatz ist hart und staubig. In den heißen, trockenen Sommermonaten ist sportliche Aktivität dort der Gesundheit nicht sehr förderlich. Der alternative Rasenplatz ist durch die häufige Nutzung und die klimatischen Veränderungen schon längst vertrocknet und verdichtet.

Der SV Niederursel ist einer der letzten Vereine in Frankfurt, der noch nicht von dem vom damaligen Sportdezernenten Markus Frank initiierten Kunstrasen-Programm profitieren konnte. In Frankfurt wurden seit 2012 etwa 50 Kunstrasenplätze aus diesem Programm finanziert und an die Vereine übergeben.

Der Grund für die sehr lange Wartezeit ist die herausfordernde Lage der Sportgelände. So liegt der Hartplatz im Überschwemmungsgebiet des Urselbachs. Der Rasenplatz ist zwar etwas weiter vom Platz entfernt, hat aber keine Lichtanlage und ist deswegen nur am Tag bespielbar.

Daher mussten Fachspezialisten an die Planung gesetzt werden. Auch waren besondere Genehmigungen vom Umweltamt erforderlich. Jetzt soll ein großer und ein kleiner Kunstrasenplatz, sowie ein sogenannter Käfig mit noch kleineren Plätzen, erhöht und somit außerhalb der Überschwemmungszone angelegt werden. Auch in eine Flutlichtanlage wird Geld investiert.

Nach dem aktuellen Planungsstand werden über 2 Millionen Euro verbaut werden. Zudem ist die Errichtung einer Fitness- und Calisthenicsanlage geplant. Diese Ertüchtigungen und Erweiterungen sind für den Verein von immenser Bedeutung. Immer mehr Sportler waren zu anderen Vereinen abgewandert, die schon über Kunstrasenplätze verfügten.

In zwei Jahren, vielleicht schon in der Saison 2023/2024, kann der SV – wenn nichts dazwischen kommt – auf der neu gestalteten Anlage kicken. Bis dahin heißt es Zähne zusammenbeißen und sich auf der bisherigen Anlage möglichst nicht verletzen!

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