Schlagwort: Frankfurt

Führungswechsel im Ortsbeirat

Gereizte Stimmung in der ersten Sitzung: Ulrike Neißner (Grüne) konnte sich bei einer Stichwahl um den Vorsitz im Ortsbeirat 12 überraschend gegen die bisherige Ortsvorsteherin Carolin Friedrich (CDU) durchsetzen. Die CDU, weiter stärkste Fraktion im Ortsbeirat, ging auch bei anderen Ämtern leer aus.

Im Ortsbeirat wird oft betont, dass die Anliegen der Bürgerinnen und Bürger im Fokus stehen und statt Parteipolitik die konstruktive Arbeit für Kalbach und Riedberg das gemeinsame Ziel ist. Bei der ersten Sitzung nach der Kommunalwahl war von Konsens wenig zu spüren. Am Freitag kurz nach 20 Uhr, als klar wurde, dass sich die bisherige Ortsvorsteherin Carolin Friedrich (CDU) nach neun Jahren in diesem Amt einer Gegenkandidatin stellen muss, wurde die Stimmung zunehmend gereizter.

Ist eine Vorstellung gewünscht? Als große Zustimmung kam, hatte zuerst Carolin Friedrich das Wort. Die 53-Jährige, Angestellte der Goethe-Universität und Mutter von drei erwachsenen Kindern, ist im März erstmals in den Römer gewählt worden. Sie verwies auf ihr gutes Wahlergebnis in der Stadt und im Ortsbezirk, auf Erfolge der vergangenen Jahre und erklärte ohne Umschweife: „Ich würde gerne weitermachen.“ Ulrike Neißner von den Grünen war zeitweise schon stellvertretende Ortsvorsteherin, ehe sie auch aus Zeitgründen das Amt aufgab. Nachdem die Diplomsoziologin und Mutter von vier Söhnen nun weniger beruflich eingebunden ist und „freie Kapazitäten“ hat, möchte sie „neutrale Moderatorin“ im Ortsbeirat sein. Ein Seitenhieb auf die bisherige Ortsvorsteherin? Neißner sagte weiter nur: „Ich bin nicht allwissend, aber ich lerne gerne dazu.“

So lief die Stichwahl

Ist eine geheime Abstimmung gewünscht? Auch da gab’s den entsprechenden Antrag. Stühlerücken, Geraschel, kleine Sichtschutzwände aus Pappe wurden aufgestellt – dann wurde gewählt. Ulli Neißner gewann mit zehn zu neun Stimmen. Neben den fünf Voten aus ihrer Fraktion vermutlich noch mit den Stimmen von SPD (3), Linke (1) und der neuen paneuropäischen Partei Volt (1).

Während die SPD später eine „progressive Mehrheit“ feiert, sprach Sascha Vogel, Fraktionsvorsitzender der CDU, von einer „perfekten Choreographie“. Von einem drehbuchartigen Ablauf, der stark darauf hindeute, „dass hier alle interessanten Positionen schon vorher im Hinterzimmer ausgemacht wurden“. Auch bei der Wahl um den Posten der stellvertretenden Ortsvorsteherin und dem Amt des parlamentarischen Schriftführers ging die CDU als stärkste Fraktion leer aus. Die CDU-Kandidaten unterlagen gegen Susanne Kassold (SPD) und den neuen Riedberger Ortsbeirat Nico Richter von Volt.

FDP warnt vor „Frust-Erlebnis“

Der Vorwurf der CDU, dass hier die neue Römerkoalition quasi die parlamentarischen Gepflogenheiten missachtet, hinkte. Denn die FDP vertrat offensichtlich eine andere Position. Der Ortsbeirat und Frankfurter FDP-Vorsitzende Thorsten Lieb hatte mehrmals angemahnt, dass er es „nicht für klug hält, die CDU im Ortsbeirat als stärkste Fraktion außen vor zu lassen“. Er sehe mit Sorge auf Diskussionen in den nächsten fünf Jahren und warnte davor, dass genau solche Personaldebatten schon in der 1. Sitzung nach der Kommunalwahl „ein Frust-Erlebnis“ bei den Bürgerinnen und Bürgern schaffen.

Die Blumen für die Wahlsiegerin Ulrike Neißner und die bisherige Ortsvorsteherin Carolin Friedrich waren schon vorbereitet. Zeit für politische Arbeit blieb in der öffentlichen Sitzung am Freitag keine mehr. Die Vorstellung der Kandidaten und die anschließenden geheimen Abstimmungen im Ortsbeirat 12 dauerten bis kurz nach 21.30 Uhr. Wenige Minuten später wurden die Bürger im Publikum gebeten, den Saal zu verlassen. Damit sie pünktlich vor Beginn der Ausgangssperre zu Hause sind.

Foto oben: CDU Kalbach-Riedberg / Grüne Kalbach-Riedberg

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Sondertermine im Frankfurter Impfzentrum

Corona Virus

Das Impfzentrum Frankfurt in der Festhalle bietet von Mittwoch, 28. April, bis Dienstag, 4. Mai, nun auch unter der Woche Sondertermine für alle unter 60-jährigen Impfberechtigten der Priorisierungsgruppen 1 bis 3 mit dem Impfstoff AstraZeneca an. Natürlich gilt das Angebot auch für alle über 60-Jährigen, die bisher noch nicht geimpft worden sind. Die Anmeldungen für die zusätzlichen Impftermine erfolgen über das Portal Terminland unter https://www.terminland.de/impfzentrum-frankfurt/ im Internet.

Gesundheitsdezernent Stefan Majer sieht Frankfurt beim Impfen auf dem richtigen Weg: „Für die Aktion stehen circa 5500 Sondertermine zur Verfügung. Zusammen mit den über die Landeshotline vergebenen Terminen erreicht unser Impfzentrum damit seine Maximalkapazität von täglich 4000 Terminen. Mit der Erweiterung auf die nächste Impfpriorität, mit den Impfungen durch unsere mobilen Teams und die zunehmende Zahl an Impfungen durch die Hausärztinnen und Hausärzte können wir zuversichtlich in die Zukunft blicken. Wir rechnen im Mai mit einer großen Zahl an Impfdosen, dann beschleunigen wir nochmal.“

4000 Impfungen pro Tag möglich

„Die Sondertermine mit AstraZeneca sind ein weiterer Schritt in die richtige Richtung. Unser Ziel ist es nach wie vor, schnellstmöglich alle Frankfurterinnen und Frankfurter zu impfen. Auf die volle Auslastung von 4000 Impfungen am Tag sind wir gut vorbereitet“, ergänzt Dierk Dallwitz, Geschäftsführer des DRK-Bezirksverbands Frankfurt am Main.

Detaillierte Informationen zu den Priorisierungsgruppen finden sich unter https://www.bundesregierung.de/breg-de/themen/corona-informationen-impfung/corona-impfverordnung-1829940 im Internet.

Foto: CDC / Unsplash.com

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Schulen & Kitas (noch) offen, Sportanlagen teilweise auch

Wichtige aktuelle Meldung! Wegen der hohen Inzidenzwerte müssen die Schulen in Frankfurt bereits ab morgen schließen. Das hat das Sozialministerium am Samstag angeordnet. Die Stadt will mit einem Stufenplan die Betreuung sicherstellen.

Schulen schließen doch!

 

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Die Corona-Notbremse kommt – aber noch keine Schließung von Schulen und Kitas. Die Stadt Frankfurt versucht, mit folgenden Informationen den Bürgern Durchblick bei den neuen Regelungen zu verschaffen. Das betrifft auch das Thema Sport.

Das Infektionsschutzgesetz sieht folgende Regelung vor: Liegt ein Kreis oder eine kreisfreie Stadt an drei Tagen nacheinander über einer Inzidenz von 100, gehen die Schulen am übernächsten Tag in den Wechselunterricht. Für die Jahrgänge 1 bis 6 ist das bereits Alltag, ab Klasse 7 soll dies ab den 6. Mai möglich sein. Näheres dazu regelt das Kultusministerium.

Nächste Woche noch keine Schließungen

Ab einer Inzidenz von 165 an drei aufeinanderfolgenden Tagen werden die Schulen und Kitas ab dem übernächsten Tag, geschlossen. Ausnahmen gelten für Abschlussklassen und die Förderschulen. Eine Unterscheidung nach Klassenstufen sieht das Gesetz nicht vor. In diesem Fall wird es eine Notbetreuung geben. Genauere Regelungen dazu werden im Laufe der kommenden Woche erarbeitet und zeitnah mitgeteilt.

Dann folgt eine Information, die für viele Eltern und Kinder zumindest kurzfristig Klarheit schafft: „Unabhängig von der Inzidenz sind für die kommende Woche keine Schließungen von Kitas oder Schulen vorgesehen“, heißt es in einer Mitteilung der Stadt Frankfurt.

Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte müssen sich außerdem zweimal in der Woche testen, um am Präsenzunterricht teilnehmen zu dürfen. Alle Regeln für die Schulen gelten auch für Hochschulen, Berufsschulen und Bildungsangebote für Erwachsene.

Sportanlagen bleiben teilweise offen

Entsprechend der Ausgangssperre werden die Öffnungszeiten der Sportanlagen angepasst. Die Sportanlagen Babenhäuser Landstraße, Hahnstraße und der Sportpark Preungesheim schließen von Samstag, 24. April, an bereits um 21 Uhr. Sie sind also nunmehr täglich von 7 bis 21 Uhr geöffnet, respektive von 8 bis 21 Uhr im Sportpark Preungesheim. Die Leichtathletikanlage auf dem Sportplatz Hahnstraße bleibt nach wie vor ausschließlich dem Leistungssport vorbehalten.

Bei der Nutzung der Sportanlagen sind die geltenden bekannten Corona-Beschränkungen für den Freizeit- und Amateursport einzuhalten. 

Tennis und Badminton in Kalbach möglich

Von der Änderung betroffen ist auch das Sport- und Freizeitzentrum Kalbach mit der Tennishalle und den Badminton-Feldern, die in der Mehrzweckhalle gemietet werden können. Buchungen der Spielfelder für beide Sportarten sind demnach künftig täglich in der Zeit von 8 bis 21 Uhr möglich, weiterhin über www.frankfurtticket.de .

Weitere Vorgaben für den künftigen Sportbetrieb will die Stadt am Montag bekannt geben.

Foto:  Kelly Sikkema / Unsplash

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Ab heute Ausgangssperre in Frankfurt

Das verschärfte Infektionsschutzgesetz ist in Kraft getreten – mit unmittelbaren Folgen:  Aufgrund der erhöhten Inzidenzwerte gilt ab heute eine Ausgangssperre in Frankfurt. Neu ist auch, dass unter anderem Frisörbesuche nur noch mit Negativtest möglich sind.

Die bundesweite „Corona-Notbremse“ sieht für den Fall vor, dass die Zahl der Neuinfektionen an drei aufeinander folgenden Tagen den Schwellenwert von 100 Neuinfektionen je 100.000 Einwohnern und sieben Tage überschreitet, den Aufenthalt von Personen außerhalb der eigenen Wohnung von 22 Uhr bis 5 Uhr zu untersagen. 

Dies ist in Frankfurt bereits ab morgen der Fall, da die letzten drei Tage vor Inkrafttreten des Gesetzes – in diesem Fall also Dienstag, Mittwoch und Donnerstag – mitzuzählen sind. Darüber informierte die Stadt in einer Mitteilung. Die Ausgangssperre gilt so lange, bis die Sieben-Tage-Inzidenz an fünf aufeinanderfolgenden Tagen den Schwellenwert von 100 unterschreitet.

Das sind die Ausnahmen

Nur zur „Abwendung einer Gefahr für Leib, Leben oder Eigentum“ darf man das Haus verlassen, insbesondere bei einem medizinischen oder veterinärmedizinischen Notfall oder anderen medizinisch unaufschiebbaren Behandlungen. Ausnahmen gelten auch für die Berufsausübung, bei Wahrnehmung des Sorge- oder Umgangsrechts, für die Betreuung unterstützungsbedürftiger Personen oder Minderjähriger, für die Versorgung von Tieren oder anderen gewichtigen Gründen.

Sport alleine im Freien, beispielsweise Joggen, bleibt zwischen 22 und 24 Uhr erlaubt, allerdings nur für Einzelpersonen und nicht in Sportanlagen.

Hier braucht man jetzt Negativtests

Während die Museen und der Goetheturm schließen müssen, bleiben Palmengarten und Zoo geöffnet. Aber nur nach Online-Buchung und für alle, die einen negativen Corona-Test einer offiziellen Teststation vorweisen können. Dieser darf nicht älter als 24 Stunden sein. 

Medizinische Dienstleistungen, Frisöre und Fußpflege bleiben geöffnet, es gilt eine FFP2-Maskenpflicht. Neu ist hingegen: Auch beim Frisör-Besuch oder der Fußpflege ist jetzt ein maximal 24 Stunden alter negativer Corona-Test vorzulegen.

Foto: Martin Sanchez / Unsplash

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Daumen drücken fürs Abi

Viele bunte Mutmach-Plakate hängen wieder am Gymnasium Riedberg. Denn heute haben die schriftlichen Abiturprüfungen für 23.500 Schülerinnen und Schüler in Hessen begonnen.

Der erste Lockdown vor exakt einem Jahr. Dann Lernen in Kleingruppen in der fast menschenleeren Schule. Und die Angst, in den Corona-Monaten etwas verpasst zu haben. Die heute beginnenden Abiturprüfungen in Hessen sind alles außer gewöhnlich. Auch für 130 Schülerinnen und Schüler am Gymnasium Riedberg. Doch Familie und Freunde versuchen auch in diesem Jahr mit vielen bunten und teilweise sehr witzigen Plakaten vor der Schule den Abiturienten Mut zu machen.

Allzu chillig dürfte es in den nächsten Tagen allerdings leider nicht werden… Foto: MAINRiedberg Magazin

Heute Chemie, morgen Kunst, Politik und Informatik

Für die Abiturprüfungen ist aufgrund unterschiedlicher Leistungskurskombinationen ein Zeitraum von elf Tagen notwendig. Die schriftlichen Prüfungen finden bis 5. Mai, die Nachprüfungen vom 18. Mai bis 2. Juni statt.

Am heutigen Mittwoch ging’s los mit Chemie, Leistungskurs und Grundkurs. Morgen folgen Leistungskurse von Kunst, Musik, Politik, Geschichte, Informatik bis Sport. Am Freitag sind die Schüler der Grund- und Leistungskurse Englisch an der Reihe sowie die Grundkurse weiterer Sprachen. Nächste Woche werden unter anderem die Fächer Physik, Biologie und Deutsch geprüft. 

Keine Klassenfahrten, keine Abifeier

Wegen der Corona-Umstände bekommen die Abiturientinnen und Abiturienenten in diesem Jahr bis zu einer halben Stunde mehr Prüfungszeit. Das teilte das Kultusministerium mit. Die Lehrkräfte bekommen eine zusätzliche Aufgabe zur Auswahl.

Mit dem Satz „Es ist ein trauriger Abschluss des Lebensabschnitts“ wird Landesschulsprecher Dennis Lipowski im Hessischen Rundfunk zitiert. Es habe für den Jahrgang keine Klassenfahrten gegeben. Auch auf die traditionell große Abifeier müsse verzichtet werden. Das bedrücke und betrübe schon sehr viele Schüler, so Lipowski.

Es gilt keine Testpflicht

Zurück zum Abi: Alle Prüflinge erhalten vor jeder Prüfung die Möglichkeit eines freiwilligen Selbsttests. Schülerinnen und Schüler, die diesen nicht machen möchten, können auch an der Prüfung teilnehmen. Sie müssen dann jedoch eine medizinische Maske tragen. Das bedeutet aber auch: Beim Abitur gilt in Hessen keine Testpflicht – anders als beim „normalen“ Wechselunterricht der Klassen 1 bis 6.

Fotos: MAINRiedberg Magazin

Diese Plakate müssen einfach Mut machen! Foto: MAINRiedberg Magazin

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Schule & Kita: Kein überdurchschnittlicher Anstieg an Infektionen

Die Stadt sieht sich im „Frankfurter Weg“ bestätigt, wonach umfassende Schließungen derzeit nicht sinnvoll sind. Gesundheitsdezernent Stefan Majer erläutert das Vorgehen des Gesundheitsamtes und neue Erkenntnisse über das Infektionsgeschehen an Schulen und Kitas.

Seit Wochen wird über eine rasante Zunahme von Infektionen im Kindes- und Jugendalter berichtet und diskutiert. „Dies hat mich sehr besorgt, und ich danke dem Gesundheitsamt, dass es sofort eine differenzierte Auswertung seiner Daten vorlegt“, berichtet Stadtrat Majer. „Auch in Frankfurt nehmen die Meldungen bei Kindern und Jugendlichen zu und die altersabhängige Inzidenz steigt – wie im ganzen Bundesgebiet. Die genaue Auswertung der Meldungen aus Kitas und Schulen gibt keine Hinweise, dass Frankfurter Kitas und Schulen überproportional betroffen sind.“

Mit einem aktuellen Infoblatt des Gesundheitsamtes wolle man „gerade im Hinblick auf den Schulstart nach den Osterferien Klarheit für besorgte Eltern und Kindern schaffen“. Absolut notwendig bleibt weiterhin, das die AHA-Regeln auch außerhalb der Klassenzimmer eingehalten werden. Kinder und Jugendliche sind durch die Reduzierung ihrer sozialen Kontakte und das fehlende Miteinander in den Kitas und Schulen besonders belastet. Der Dezernent: „Für das Kindeswohl ist eine gute und differenzierte Abwägung zwischen Maßnahmen zum Infektionsschutz und der Möglichkeiten von Begegnungen mit Hygieneregeln sehr wichtig.“

Häufungen durch wenige Ausbrüche

Dr. Katrin Steul, zuständig für die Überwachung des Infektionsgeschehen in Schulen und Kitas, ergänzt: „Seit Anfang Januar haben wir 25 Fälle in Schulen und 142 Fälle in Kitas durch umfangreiche Untersuchungen der Kontaktpersonen bearbeitet. Insgesamt wurden in dieser Zeit mehr als 3600 PCR-Tests bei Kontaktpersonen in den Einrichtungen durchgeführt. In den Schulen wurde bei diesen Testungen 0,5 Prozent der Erwachsenen und 2,4 Prozent der Schülerinnen und Schüler positiv auf SARS-CoV-2 getestet. In Kitas waren seit Januar 3,1 Prozent der getesteten Erwachsenen und 5,1 Prozent der getesteten Kinder SARS-CoV-2-positiv. Im Herbst hatte der Anteil positiv getesteter erwachsener Kontaktpersonen in Kitas bei 4,5 Prozent, der Kinder bei 2,5 Prozent gelegen.“

Ein deutlicher Anstieg sei nicht erkennbar. Stehl weiter: „Häufungen in einzelnen Kalenderwochen sind durch wenige Ausbrüche verursacht. Bei mehr als 60 Prozent der Fälle wurden keine weiteren Fälle in der Kita gefunden, obwohl ein ungeschützter Kontakt stattgefunden hatte. Im Schulbereich war es seit Weihnachten in etwa zwei Drittel der Fälle zu keinen weiteren positiven Fällen gekommen, selbst wenn ungeschützte Kontakte stattgefunden hatten.“

Infektionen identifizieren und gezielt unterbinden

Stadtrat Majer sagt: „Die Stadt Frankfurt sieht sich somit in ihrem Weg bestätigt, bei Meldungen positiver Fälle aus Kitas oder Schulen detaillierte Erhebungen und insbesondere Testungen sowie Untersuchungen der Kontaktpersonen vorzunehmen. So können eventuelle Infektionsketten in der Einrichtung zuverlässig unterbunden werden. Zudem kann so das Infektionsgeschehen in diesen Einrichtungen bewertet werden. Dieser Weg hat sich bewährt.“

Die Daten aus Schulen und Kitas in Frankfurt stehen im Einklang mit vielen Publikationen aus aller Welt. Mit Einhaltung der Hygieneregeln (insbesondere durch den Einsatz von Masken) können diese Einrichtungen ohne besonderes Risiko betrieben werden. Die Ergebnisse der Daten aus den Frankfurter Schulen und Kitas bis Ende 2020 sind bereits in wissenschaftlichen Fachzeitschriften veröffentlicht worden. Diese und alle weiteren Daten aus den Krankenhäusern, Altenpflegeheimen und sozialen Einrichtungen in Frankfurt werden in Kürze der Bevölkerung in Form ausführlicher Berichte vorgelegt werden.

Informationen: Stadt Frankfurt

Foto:  Kelly Sikkema / Unsplash

 

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Vorsicht! Schadsoftware per SMS

In den vergangenen Tagen sind bei der Frankfurter Polizei zahlreiche Strafanzeigen wegen einer perfiden Betrugsmasche eingegangen. Alles beginnt mit einem per SMS versendeten Link, der angeblich von einem Paketdienstleister stammt.

„Ihr Paket wurde verschickt. Bitte überprüfen und akzeptieren Sie es. https:://…org“ – So oder so ähnlich kann eine solche SMS lauten. Doch Achtung! Hierbei handelt es sich um eine Fake-SMS. Sie stammt nicht von einem Transportdienstleister – darauf macht die Polizei mit Nachdruck aufmerksam.

Da derzeit viele Personen im Internet Ware bestellen und auf eine Lieferung warten, klicken viele gutgläubig auf den in der SMS enthaltenen Link. Dies hat zur Folge, dass sich auf dem Gerät automatisch eine Schadsoftware installiert, welche anschließend wie ein Schneeballsystem an die gespeicherten Kontaktdaten weitergeleitet wird. Teilweise kommt es zu Funktionsbeeinträchtigungen des mobilen Endgerätes.

Wie kann ich mich schützen?

Die Polizei rät: Klicken Sie auf keinen Fall einen Link an, wenn Ihnen der Absender unbekannt ist oder! Überprüfen Sie den Link auf Plausibilität. Bestätigen Sie keine Installation von fremden Apps auf Ihrem Handy und aktivieren Sie, sofern möglich, die Drittanbietersperre. Das ist meist direkt über den jeweiligen Provider möglich. Wer den Link bereits angeklickt hat, sollte das Handy in den Flugmodus schalten und den Provider informieren.

„Helfen Sie mit weitere Taten zu verhindern. Klären Sie Ihre Bekannten und Verwandten über diese Betrugsmasche auf“, rät die Frankfurter Polizei.

Weitere Informationen sind auf der Internetseite des Hessischen Landeskriminalamtes abrufbar https://k.polizei.hessen.de/1593301717

Foto: privat

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Testpflicht an Schulen – aber keine weiteren Öffnungen

Es wird jetzt doch eine Testpflicht, aber keine weitere Öffnung der Schulen nach Ostern geben. Darüber haben Ministerpräsident Volker Bouffier und Kultusminister Alexander Lorz gestern im Nachgang zur Sitzung des hessischen Kabinetts über die weiteren Pandemie-Maßnahmen informiert.

„Wann haben wir wieder Schule?“ Diese Frage werden nach fast vier Monaten Lockdown sicher auch Kinder und Jugendliche jenseits der Klassenstufen 1 bis 6 stellen. Denn während die unteren Klassen ab Montag weiterhin Wechselunterricht haben, bleiben alle ab Klasse 7 auch nach den Osterferien zu Hause im Distanzunterricht – schon seit Mitte Dezember. Ausgenommen davon sind nur die Abschlussjahrgänge.

Keine weiteren Öffnungen

„Verlässlichkeit und Sicherheit sind für unsere Schulen in diesen Zeiten von großer Bedeutung. Gleichzeitig müssen wir als Landesregierung jederzeit auf sich verändernde Rahmenbedingungen reagieren. Es schmerzt mich sehr, dass wir aufgrund der sich bedauerlicherweise weiterhin negativ entwickelnden Infektionszahlen anders als geplant nach den Osterferien ab dem 19. April zunächst keine weiteren Öffnungen in den Schulen vornehmen können. Wir starten folglich nach den Ferien so, wie es Eltern und Schülerinnen und Schüler und deren Lehrkräfte vor den Ferien gewöhnt waren“, erklärte Kultusminister Alexander Lorz. Die Regelung gilt zunächst für vier Wochen, wobei bei einer sich bessernden Infektionslage auch vorher weitere Öffnungen möglich sind.

Teststrategie an Schulen

„Den Präsenz-Schulbetrieb werden wir darüber hinaus intensiv mit einer Test-Strategie, die ab dem 19. April ein negatives Testergebnis als notwendige Voraussetzung für die Teilnahme von Schülerinnen und Schüler sowie die Lehrkräfte am Präsenzunterricht macht, begleiten. Die Testverpflichtung ist derzeit unerlässlich für einen sicheren Schulbetrieb. Darin haben uns auch die Rückmeldungen unserer Pilot-Schulen, die den Ablauf der Selbsttests vor den Osterferien erprobt haben, bestätigt“, heißt es von der Landesregierung.

Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte können für den Nachweis zwischen dem kostenfreien Bürgertest außerhalb der Schule oder den ebenfalls kostenfreien Antigen-Selbsttests, welche den Schulen vom Land zur Verfügung gestellten wurden, wählen. Akzeptiert werden Nachweise, die mit zeitlichem Bezug auf den Beginn des jeweiligen Schultages nicht älter als 72 Stunden sind. Das bedeutet, dass alle Schülerinnen und Schüler, die keinen Test vorweisen können oder diesen nicht in der Schule machen, zu Hause im Distanzunterricht beschult werden. Schülerinnen und Schüler können durch ihre Eltern, volljährige Schülerinnen und Schüler durch sich selbst von der Teilnahme an der Präsenzbeschulung schriftlich abgemeldet werden.

Das gilt bei den Abiturprüfungen

Die Abiturprüfungen finden, wie bereits angekündigt, ganz regulär ab dem 21. April statt. Alle Prüflinge erhalten vor jeder Prüfung die Möglichkeit eines freiwilligen Selbsttests. Schülerinnen und Schüler, die diesen nicht machen möchten, können auch an der Prüfung teilnehmen. Sie müssen dann jedoch eine medizinische Maske tragen. Das bedeutet aber auch: Beim Abitur gilt die Testpflicht nach den aktuellen Planungen nicht.

Informationen: Hessisches Kultusministerium

Foto:  Azzedine Rouichi / Unsplash

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Das Große Stadtgeläut live, im Radio – und als Klingelton

Es ist eine wunderbare Tradition und für viele ein liebgewonnenes Ritual: Zum ersten Mal seit zehn Monaten erklingt das „Große Stadtgeläut“ am Karsamstag wieder in der Frankfurter Innenstadt – und wird live bei Radio Frankfurt übertragen. Es gibt jetzt auch einen Handy-Klingelton.

„Das Große Stadtgeläut soll neben dem Klangerlebnis in unserer Innenstadt zukünftig immer auch bei Radio Frankfurt erklingen und kann so noch mehr Fans erreichen und neue dazu gewinnen“, sagt Bürgermeister und Kirchendezernent Uwe Becker. „Die Kooperation ist ein großer Gewinn für die Stadt. Ich bin mir sicher, dass das Große Stadtgeläut nun viele Frankfurterinnen und Frankfurter erreicht, die es bisher noch nicht kennen.“

Das Große Stadtgeläut wird bei Radio Frankfurt am Karsamstag ab 16.30 Uhr auf UKW 95,1, DAB+ oder im Livestream exklusiv übertragen.

Becker und Stephan Schwenk, Geschäftsführer bei Radio Frankfurt machen gemeinsam das besondere und einmalige Klangerlebnis zu einem regelmäßigen Radioevent.

„Für viele Frankfurterinnen und Frankfurter ist das Große Stadtgeläut vor den Feiertagen ein liebgewonnenes Ritual, daher freuen wir von Radio Frankfurt uns den Sound of Frankfurt über unsere Kanäle für alle Fans hörbar zu machen“, sagt Schwenk.

Am Karsamstag erklingen die Glocken wieder live

Zusätzlich wird das Große Stadtgeläut seit zehn Monaten das erste Mal wieder in der Frankfurter Innenstadt erklingen. Für Becker stellt das Geläut immer wieder einen besonderen Moment im Jahr dar, in diesen Zeiten besonders.

„Die Glocken der Innenstadtkirchen läuten das bevorstehenden Osterfest ein und erinnern an die Auferstehung Jesu Christi von den Toten nach seiner Kreuzigung und damit an den Sieg des Lebens über den Tod. Dieses Jahr sollen die Glocken aber auch ein zusätzliches Zeichen der Hoffnung und der Zuversicht sein“, sagt der Bürgermeister und Kirchendezernent. „Für diejenigen Frankfurterinnen und Frankfurter, die aus eigenen Überlegungen heraus den Weg in die Innenstadt nicht nehmen möchten, bietet Radio Frankfurt die perfekte Alternative. Auch wenn es sich dabei um Aufnahmen handelt, kann trotzdem das Große Stadtgeläut ein besonderes Wir-Gefühl entstehen lassen, wenn wir es alle gemeinsam im Radio erleben“, fügt Becker hinzu.

Übrigens: Wer ganzjährig das Stadtgeläut erklingen lassen möchte, der kann unter http://www.frankfurt.de/stadtgelaeut sich auch den passenden Klingelton für sein Handy downloaden.

Foto: Stadt Frankfurt

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Testen und öffnen: Frankfurt will Modellregion werden

Kultur, Veranstaltungsbranche und Gastronomie brauchen eine Perspektive – und die Stadt benötigt ein verbessertes Infektionsschutz-Konzept. Deshalb will sich Frankfurt als Modellregion des Landes Hessen bewerben.

Das hat der Verwaltungsstab der Stadt heute beschlossen. „Diese Wirtschaftszweige wurden bisher stark benachteiligt“, so Oberbürgermeister Peter Feldmann. Und weiter: „Dazu kommt, dass Kultur und Veranstaltungen für uns Menschen essenziell sind, wir müssen hier dringend Perspektiven bieten. Frankfurt ist ideal für ein solches Projekt – denn hier sind nicht nur national bedeutende Kultur- und Veranstaltungsinstitutionen beheimatet, sondern auch das nötige fachkundige wissenschaftliche Personal.“

Negativer Test vor dem Eintritt

Für Gesundheitsdezernent Stefan Majer steht fest, dass zugleich alles dafür getan werden muss, die Inzidenzzahlen wieder zu senken: „Deswegen favorisieren wir ein Modellprojekt, bei dem der Gesundheitsschutz im Vordergrund steht.“ Geplant ist das Projekt unter der Federführung des Gesundheitsamtes und mit wissenschaftlicher Begleitung in ausgewählten Kultur-, Veranstaltungs- und Gastronomiebetrieben in einem begrenzten Gebiet des Frankfurter Stadtgebiets.

Kultur und Veranstaltungen könnten dort wieder stattfinden – mit den üblichen derzeit geltenden Hygienestandards, mit negativen Schnelltests beim Eintritt und digitaler Kontakpersonennachverfolgung. Besucherinnen und Besucher von Veranstaltungen bekommen bei negativem Test eine entsprechende Bescheinigung via QR-Code, die einen Tag gültig ist. Die Veranstalterinnen und Veranstalter kontrollieren die Einhaltung der Hygienestandards sowie die Testergebnisse und melden die Besucherinnen und Besucher per App an.

Öffnung ist „überlebensnotwendig“

Wirtschaftsdezernent Markus Frank freut sich über die Chance für die betroffenen sowie wirtschaftlich angeschlagenen Betriebe, einen wissenschaftlich fundierten Nachweis für sichere Orte erbringen zu können: „Das hiesige Gastgewerbe hat sich selbst hohe Qualitätsstandards auferlegt. Organisierte Räume schaffen Sicherheit und Perspektiven für einen höheren Infektionsschutz. Überlebensnotwendig ist die gesamtheitliche Betrachtung für Tourismus, Hotels und Restaurants, sowohl in Bezug auf Wirtschaftlichkeit und fachliche Qualifikation auch für pandemische Sondersituationen.“

Kulturdezernentin Ina Hartwig begrüßt die Initiative: „Dringender denn je benötigt der Frankfurter Kulturbetrieb eine Öffnungsperspektive. Bereits in der Vergangenheit haben unsere städtischen Museen sowie viele weitere Kultureinrichtungen mit ihren professionellen Hygienekonzepten bewiesen, dass sie alle Standards erfüllen und damit einen verantwortungsvollen Betrieb gewährleisten können. Digitale Hilfsmittel, die uns hierbei unterstützen, sind hochwillkommen.“

Modellprojekt mit „Signalwirkung“ für andere Städte

Von dem Modellprojekt erhofft sich die Stadt außerdem eine Signalwirkung für andere Städte und übrige Wirtschaftszweige, wie auch eine weitere Öffnung unter den gegebenen Voraussetzungen. Die wissenschaftliche Begleitung soll in der Tat Hinweise liefern, wie das Übertragungsrisiko insgesamt gesenkt werden kann.

Die Stadt Frankfurt möchte sich mit dieser Strategie als eine von drei Modellregionen des Landes Hessen bewerben. Erste Gespräche auf Landesebene haben bereits stattgefunden.

Foto: Stadt Frankfurt/ Moritz Bäuml

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