Kategorie: AktuelleNEWS

Wie Integration von Flüchtlingen gelingen kann

Themenbild Flüchtlinge

Als im März 2023 in der Bürgersprechstunde bei der Sitzung des Ortsbeirats 12 über eine der geplanten Unterkunft für Geflüchtete am Riedberg gesprochen wurde, kamen etwa ein Dutzend Anwohner, um ihrer Furcht, ihrem Unmut und ihrer Empörung Ausdruck zu verleihen.

Sie hatten Angst um ihre Töchter, hatten selbst schlechte Erfahrungen in einer Unterkunft für Geflüchtete gemacht, und auch die Angst vor der Entwertung der eigenen Immobilie trieb die Bewohner um.

Die Polytechnische Gesellschaft beschäftigt sich in diesem Herbst mit der Frage, unter welchen Bedingungen Menschen, die aus ihrem Herkunftsland geflohen sind, hier erfolgreich ein neues Leben aufbauen können.

Die Flüchtlingszahlen in Deutschland entwickeln sich wieder dynamisch nach oben. Allein in Hessen wurden von Januar bis September diesen Jahres 19.360 Erstanträge auf Asyl gestellt. Die Menschen müssen versorgt werden, sie benötigen eine Unterkunft und ärztliche Betreuung. Kinder müssen in die Schulen gehen. Nicht wenige sind durch die Flucht und den Neuanfang im Aufnahmeland psychisch belastet und brauchen Hilfe. Diese Situation stellt Kommunen, Schulen und Behörden vor große Herausforderungen. Inzwischen wird der Ton der Debatte um die politische Steuerung der Migration schärfer.

Die Integration geflüchteter Menschen in das gesellschaftliche Miteinander ist auch unter dem Blickwinkel einer sozial und ökonomisch nachhaltigen Entwicklung der Kommunen ein großes Zukunftsthema. Ihm widmet die Polytechnische Gesellschaft im Rahmen ihrer Vortragsreihe „Frankfurt Next Generation“ den Themenabend „Neue Heimat? Wie Flüchtlinge gut bei uns ankommen können“ am 31.10.2023 um 19:00 Uhr in der Evangelischen Akademie Frankfurt.

„Die Flüchtlingsthematik wird wieder kontrovers diskutiert, die Probleme stehen dabei stark im Vordergrund. Wir möchten bei unserer Veranstaltung jedoch einen Wechsel der Perspektive versuchen und fragen, unter welchen Bedingungen Integration gelingt“, erklärt Prof. Dr. Dr. h. c. Volker Mosbrugger, Präsident der Polytechnischen Gesellschaft. „Es gibt viele Positivbeispiele von geflüchteten Menschen, die sich hierzulande ein neues Leben aufbauen und erfolgreich sind. Die spannende Frage ist, welche Faktoren dazu beitragen, dass eine Fluchterfahrung zu einer Erfolgsgeschichte wird“, so Mosbrugger.

Eine Erfolgsgeschichte kann die Polytechnische Gesellschaft aus ihren eigenen Reihen erzählen: Nedal Altahan, seit 2020 Mitglied der traditionsreichen Bürgervereinigung von 1816, kam 2014 als Flüchtling nach Kronberg im Taunus, wo er viel Unterstützung durch die Kronberger Flüchtlingshilfe e. V. erfuhr. Später machte er eine Ausbildung bei Fresenius Medical Care und arbeitet heute im internationalen Kundendienst des Unternehmens. Inzwischen hat er die deutsche Staatsbürgerschaft erlangt. Am 31. Oktober wird er seinen Werdegang schildern und darstellen, was ihm den Neuanfang im Rhein-Main-Gebiet erleichtert hat. Außerdem zu Gast sind Dr. Schahryar Kananian, Leiter der psychosozialen Beratungsstelle für Flüchtlinge an der Goethe-Universität, und Petra Thiede, Lehrerin in Intensivklassen für geflüchtete Kinder an einer kooperativen Gesamtschule in Kelkheim. Beide stehen sozusagen an der Front der Integrationsarbeit und sehen trotz aller Schwierigkeiten gute Gründe für Optimismus. Am Themenabend diskutieren sie darüber, wie Flüchtlingsarbeit zum Erfolg führt.

Die Arbeit mit Flüchtlingen, insbesondere in der Schule, ist Gegenstand einer weiteren Veranstaltung der Polytechnischen Gesellschaft in diesem Herbst, diesmal in Kooperation mit der Goethe-Lehrkräfteakademie: Die Diplompädagogin und Supervisorin Katarina Rubic gestaltet vom 30. November bis 2. Dezember einen Workshop über „Traumasensible Arbeit mit geflüchteten Menschen“. Er richtet sich insbesondere an Lehrer sowie an pädagogische Fachkräfte und ehrenamtlich Aktive, die mit Kindern und Jugendlichen arbeiten. Geflüchtete Kinder waren durch Fluchterfahrung und Entwurzelung hohen psychischen Belastungen ausgesetzt, Verhaltensauffälligkeiten können die Folge sein. Ziel des Workshops ist es, Pädagogen Instrumente an die Hand zu geben, um frühzeitig Kinder in psychischen Notlagen zu erkennen und ihnen wirksam zu helfen.

Der öffentliche Themenabend am 31.10.2023 findet statt um 19:00 Uhr in der Evangelischen Akademie, der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Für den Workshop am 30. November erfolgt der Anmeldung über die Website der Goethe-Lehrkräfteakademie.

 


Weiterführende Links

  • Informationen zum Themenabend am 31.10.2023: Link
  • Informationen zur Vortragsreihe Frankfurt Next Generation: Link
  • Informationen und Anmeldung zum Workshop an der Goethe-Lehrkräfteakademie: Link
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Turnverein Kalbach 1890 e. V. – Förderung vom Feinsten

Buch-Cover Nackengymnastik

Der Turnverein Kalbach 1890 e. V. ist ein Verein der Vielfalt, der für seine zahlreichen Sportgruppen auch stets die passenden Trainer hat. Neben solchen Personen, die der Verein dafür aus den Reihen seiner eigenen Mitglieder fachlich ausbilden lässt, sowie jenen, die er extern unter Vertrag nimmt, fördert er auch junge Personen, die im Turnverein Kalbach 1890 e. V. ein »Freiwilliges Soziales Jahr« absolvieren.

Ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) im Sport ist ein Bildungs- und Orientierungsjahr, das pädagogisch begleitet wird und Erfahrungsräume für Freiwillige eröffnet. Der Erwerb persönlicher Kompetenzen und sportlicher Lizenzen sowie eine Berufs- und Engagement-Orientierung stehen dabei stets im Mittelpunkt. Diesen Auftrag nimmt der Turnverein Kalbach 1890 e. V. sehr ernst, indem er seine FSJ-Absolventen nicht nur im Rahmen der allgemeinen Auflagen betreut, sondern ihnen auch zusätzliche wegbereitende Fördermaßnahmen anbietet.

Ein ganz besonderes Projekt wird dieses Jahr von dem FSJ-Absolventen Aidan Millman durchgeführt. Denn er hat sich der Herausforderung eines Zweistufenprogramms gestellt, die aus dem eigenständigen Erarbeiten eines vollständigen Trainingsprogramms für den Gesundheitssport sowie dessen anschließender praktischer Umsetzung in Form eines Gruppentrainings besteht.

Selbstverständlich wird der junge Millman während des gesamten Projektes durch eine qualifizierte Kraft des Turnverein Kalbach 1890 e. V. betreut und beraten. Besonders an diesem Projekt ist jedoch, dass die theoretische Ausarbeitung auch gleichzeitig in Form eines Sportratgebers publiziert wird, was Aidan Millman somit offiziell zum Autor für Sportliteratur macht.

Welchen Einfluss dieser Aspekt in seinem Lebenslauf auf seine spätere Berufswahl haben könnte, wird sich in der Zukunft erweisen. Millmans literarisches Werk ist jedoch schon mit dem Titel »Nacken-Gymnastik« veröffentlicht und bereits im Buchhandel erhältlich.

Die praktischen Übungsstunden in Nacken-Gymnastik wird der junge Trainer und Autor ab dem 15.11.2023 im Turnverein Kalbach 1890 e. V. als 10-wöchigen Kurs anbieten.

Wer alltagsbedingte Nackenbeschwerden hat, sollte sich rechtzeitig zur Teilnahme an den Übungsstunden anmelden, denn die Plätze sind begrenzt. Anmeldungen können über die Webseite des Vereins vorgenommen werden.


Über das Buch
Nacken-Gymnastik
Autor: Aidan Millman
ISBN 978-3-942719-55-1
Kubayamashi-Do Studien- und Fachbuchverlag
Preis: 19,90 Euro

Der TV Kalbach
Der Turnverein Kalbach 1890 e. V. bewegt bereits seit 133 Jahren die Menschen in Kalbach, Riedberg und Umgebung. Dabei steht der Sport in Gemeinschaft stets an erster Stelle. Mit den qualifizierten Sportangeboten in Gerätturnen als Freizeit- und Leistungssport sowie Kinderturnen und zahlreichen Angeboten in Gesundheits-, Fitness- und Ballsport bietet der Verein ein vielfältiges Sportprogramm für alle Altersklassen.
Ob Tanzen, Turnen, Gymnastik, Leichtathletik oder eine Ballsportart – im TV Kalbach finden alle den passenden Sport. Werden Sie Mitglied im Verein, fördern Sie Ihre Fitness und knüpfen Sie neue interessante Kontakte.
Web: https://tv-kalbach.de/

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Was verbindet die Uni mit dem Bieneninstitut in Bommersheim

Richtfest Bieneninstitut 2023

Vor über 85 Jahren wurde in Oberursel ein Institut für Bienenkunde gegründet. Schon damals hatten weitsichtige Zeitgenossen geahnt, dass diese Insekten für unser Überleben auf diesem Planeten einen wichtigen Indikator darstellen. Damals hatte die »Bösartige (Gutartige) Faulbrut« die Sterblichkeit der Bienenvölker drastisch erhöht. Nur durch systematische Forschung konnte sie in der Folgezeit wirksam bekämpft werden.

Die Forschung entwickelt sich weiter. Deswegen waren die während der 1950er und 1960er-Jahre neu errichteten Gebäude im Karl-von-Frisch-Weg 2 am Nordrand von Oberursel trotz aller An- und Umbauten für die Ansprüche einer zeitgemäßen Forschung und Bienenhaltung nicht länger ausreichend.

Eine wunderbare Partnerschaft zwischen der Polytechnischen Gesellschaft und der Goethe-Universität ermöglichte einen zügigen Neubau des Bieneninstituts in der Ebertstraße 39 in Bommersheim. Für Neubauten ganz ungewöhnlich die einhellige Zustimmung und Unterstützung der Stadtgesellschaft für dieses zukunftsweisende Gebäude.

Die Bauherren des Bieneninstituts

Architekt T. Schweizer, Dr. Mosbrugger, Präsident Dr. Schleiff, Dr. B. Grünewald (v.l.n.r)

Da die Polytechnische Gesellschaft nicht gezwungen war, über öffentliche Ausschreibung dem billigsten Angebot den Zuschlag zu geben, konnte in Ruhe ein Architekt und eine Reihe von Firmen gefunden werden, die in ihrer besonderen Komposition diesen Neubau in Fertigbauweise errichteten. In dem Architekturwettbewerb 2020 mit 72 teilnehmenden Büros hatte der Entwurf der Arbeitsgemeinschaft Heller/Schweizer aus Frankfurt und Heidelberg gewonnen.

Im April 2021 lag die Baugenehmigung vor. Noch im selben Jahr wurde der 1. Bauabschnitt begonnen. Grundsteinlegung war im Juli 2022. Im April 2023 war dann der Rohbau abgeschlossen und die Holzbaumontage konnte beginnen. Im September begann der 7. Bauabschnitt mit der Montage der Haustechnik. Im Oktober 2023 konnte nun bereits das Richtfest gefeiert werden. Im Herbst 2024 soll der Innenausbau fertiggestellt werden, sodass im Jahr 2025 das Gebäude bezogen werden kann.

Obwohl ein Neubau für die Nachbarn immer mit Lärm und Dreck verbunden ist, hielt sich das bei diesem Gebäude in engen Grenzen, da viele Bauteile beim Hersteller vorgefertigt wurden. Die übersichtlichen Gebäude passen sich trotz der Baumasse, die für das Institut erforderlich ist, der Umgebung gut an.

Das Institut für Bienenkunde wird zum größten Teil als reiner Holzbau ausgeführt. Die Nachhaltigkeit des Gesamtgebäudes wird durch eine Photovoltaik-Anlage unterstützt. Das Niederschlagswasser wird in einer Zisterne gesammelt. Regen, der auf versiegelte Flächen fällt, wird über natürliches Gefälle in die Umgebung entwässert. Heizwärme entsteht durch eine Wärmepumpe und vortemperierte Zuluft.

Das Gebäude verbindet ein zentrales Foyer, das flexibel nutzbar ist, z. B. für verschiedene Veranstaltungsformen und auch für den Honigverkauf. Von dort geht es in Unterrichts- und Seminarräume, die Bibliothek, den Forschungstrakt mit dem Hightech-Flugraum, der Verwaltung, der Bienenhaltung sowie den Sozialräumen. Durch diese Lobby werden Besucher auch in den Lehrgarten geleitet. Holz bzw. Holzwerkstoffe und ein ausgeklügeltes Lichtkonzept prägen die Atmosphäre im Inneren. Die leicht verständliche Aufteilung, viel Tageslicht und Blickbeziehungen in die Umgebung bieten hohe Aufenthaltsqualität. Auch die gute Anbindung an den öffentlichen Personennahverkehr ist ein Standortvorteil.

Den Architekten ist es gelungen, traditionelle Baukunst und zukunftsweisende Innovationen zu verbinden. Offenheit und gute Kooperation prägten dabei den Planungsprozess, bei dem Auftraggeber, Bauherr und die Stadt Oberursel besonders im Mittelpunkt standen.


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Die Polytechnische Gesellschaft
wurde in Frankfurt am Main 1816 gegründet – ein Kind der Aufklärung – und ist seitdem für Bildung und Ausbildung in der Stadt aktiv und engagiert sich sehr für soziale und kulturelle Themen. Inzwischen 7 Tochterinstitute, von denen eins das Institut für Bienenkunde ist, arbeiten in diesen Bereichen. Dazu zählt auch die große Stiftung Polytechnische Gesellschaft, die aus dem Verkaufserlös der 1822 gegründeten Frankfurter Sparkasse entstanden ist. Der Verein selbst mit rund 350 Mitgliedern organisiert darüber hinaus eine öffentliche Vortragsreihe mit langer Tradition, vergibt einen Kammermusikpreis und fördert außergewöhnliche lokale Projekte. Sein Logo ist ein Bienenkorb.

Das Institut für Bienenkunde
Seit über 80 Jahren hat es seinen Sitz in Oberursel. Vor Ort und in der Region ist es durch Führungen für Kinder und Familien, aber auch durch den Honigverkauf beliebt. Seine internationale Bekanntheit in der biologischen Forschung wird durch eine Anbindung an die Goethe-Universität gewährleistet. Der Institutsleiter, Prof. Dr. Bernd Grünewald, hat zugleich am Riedberg den Stiftungslehrstuhl der Polytechnischen Gesellschaft inne, die außerdem für den Betrieb des Instituts in Oberursel aufkommt.

Nachtrag: 30.10.23: Von einer aufmerksamen Leserin erreicht uns der Hinweis, dass die Lage des Bieneninstituts in der Ebertstraße eher zu Oberursel Mitte gehört und nicht zu Bommersheim.

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12. Koreanisches Filmfestival

Koreanisches Filmfestival

Das Koreanische Film Festival Frankfurt präsentiert aktuelle Highlights und beliebte Klassiker des koreanischen Kinos.

Vor 140 Jahren haben Deutschland und Korea ihre diplomatischen Beziehungen aufgenommen. Das Jubiläum ist ein perfekter Anlass, um im Rahmen des diesjährigen Festivals den Fokus auf „Begegnungen und Beziehungen“ zu legen und so auf die freundschaftliche Verbindung der beiden Länder aufmerksam zu machen.

Neben dem traditionellen Veranstaltungsort im CineStar Metropolis werden auch dieses Jahr wieder Filme im Eldorado, dem ältesten Kino Frankfurts, gezeigt. Genießen Sie die aktuellen koreanischen Produktionen in der einmaligen Atmosphäre eines Kinosaals.

Mit insgesamt 30 Kurz- und Spielfilmen, darunter Kassenschlager ist das koreanische Filmfestival in Frankfurt das größte seiner Art in Deutschland. Den Zuschauer werden bislang im deutschsprachigen Raum unbekannte koreanische Filme geboten, die das volle Spektrum des koreanischen Kinos abdecken.

Darüber hinaus gibt es ein kulturelles Rahmenprogramm mit vielen interaktiven Angeboten direkt vor Ort. Das Publikum kann somit nicht nur die Vielfalt des koreanischen Films kennenlernen, sondern auch in die traditionelle Kultur Koreas eintauchen.

Killing Romance

Der Eröffnungsfilm Killing Romance ist eine kuriose »Schwarze Komödie«, welche wieder einmal zeigt, wie wandlungsfähig und mitreißend koreanisches Kino ist.

Die berühmte Schauspielerin HWANG Yeo-rae (LEE Ha-nee) zieht sich nach schlechten Kritiken ihres neuesten Films auf eine Pazifikinsel zurück. Dort verliebt sie sich in den reichen und exzentrischen Unternehmer Jonathan Na (LEE Sun-Kyun) und die beiden heiraten. Doch was anfangs wie ein Traum scheint, entpuppt sich schon bald als toxische Ehe, aus der Yeo- rae nicht ausbrechen kann. Gemeinsam mit ihrem jungen Nachbarn und Fan KIM Bum-woo (GONG Myoung), fasst sie deshalb den Entschluss, Jonathan umzubringen. Doch da die beiden alles andere als Profikiller sind, geht dabei so einiges schief.

Weitere Highlights

Die zwei aktuellen Actionblockbuster The »Roundup: No Way Home« und »The Childe« geben einen Eindruck, wie kraftvoll das südkoreanische Kino auch heute noch ist. Abgerundet wird die Blockbusterauswahl durch aktuelle Produktionen wie »Next Sohee«, »Soulmate« oder »Gyeong-ah’s Daughter«. Durch den Film »Hommage« möchten die Organisatoren auf die ersten mutigen Filmemacherinnen Südkoreas aufmerksam machen. Und natürlich ist auch HONG Sang-soo mit einem neuen Film dabei. In »Walk Up« zeigt er uns einmal mehr die Absurdität des alltäglichen Künstlerdaseins.

Anerkennung

In jüngster Zeit wurden viele koreanische Filme mit bedeutenden Filmpreisen ausgezeichnet und erfuhren international große Anerkennung. Das koreanische Filmgeschehen bietet jedoch nicht erst seit kurzer Zeit bemerkenswerte Filme; zwei moderne Klassiker der koreanischen Filmlandschaft markieren im diesjährigen Programm des Koreanischen Film Festivals cineastische Highlights: Der Horror-Klassiker »A TALE OF TWO SISTERS« ist ein Werk von KIM Jee-won, einem der bekanntesten Regisseure Koreas, und ist unter Horrorfilm-Fans schon längst kein Geheimtipp mehr. Die Produktion »OLDBOY« von dem renommierten Regisseur PARK Chan-wook, ist einer der bekanntesten koreanischen Filme. Der Film gewann zahlreiche Filmpreise – darunter den Großen Preis der Jury auf dem Cannesfestival im Jahre 2004. Dieses Jahr feiert der Film sein 20-jähriges Jubiläum.

Vielfältiges Rahmenprogramm

Neben den Filmvorführungen können Besucher sowohl traditionelle als auch moderne Aspekte der koreanischen Kultur erleben. Auf der Galerie des CineStar bieten wird dem Publikum ein breit gefächertes Rahmenprogramm angeboten. Hier können die Besucher beispielsweise die traditionelle koreanische Tracht HANBOK anprobieren oder mit der KOREAN-FIRE-NOODLE-CHALLENGE die Grenzen ihrer Schärfe-Toleranz testen.

Diverse Stände garantieren außerdem Spaß und Unterhaltung. Am BASTELSTAND können die Gäste ihrer Kreativität freien Lauf lassen, während der SPIELESTAND die Gelegenheit bietet, die koreanische Kultur durch traditionelle Koreanische Spiele zu erkunden. Als besonderes Highlight wird es dieses Mal einen KALLIGRAFIE-STAND geben, an dem Besucher die Möglichkeit erhalten, ihren Namen auf Koreanisch schreiben zu lassen. Zudem haben die Gäste täglich die Chance, ihr Wissen rund um koreanisches Kino bei einem FILMQUIZ unter Beweis zu stellen und großartige Preise zu gewinnen.

Und schließlich erwartet die Gäste am Eröffnungstag, dem 25.10.2023, eine ganz besondere Performance. Sängerin Sun SEO wird Pansori, traditionellen koreanischen Gesang, für die Gäste aufführen.


Das Festival
2012 fand das erste Korean Film Festival in Frankfurt statt. Im Laufe der Jahre entwickelte sich dieses Festival zum größten koreanischen Kino-Event in Deutschland. Das breite Spektrum der vorgestellten Filme bietet dem deutschen Publikum einen vielfältigen Einblick in die Welt des koreanischen Films und trägt gleichzeitig dazu bei, die Film- und Kulturszene Frankfurts international zu bereichern. Das Festival bringt den Frankfurtern die außergewöhnliche, facettenreiche Kultur Koreas näher. Insgesamt wurden in den vergangenen 11 Jahren mehr als 200 Filmproduktionen gezeigt. Die Planung und Umsetzung des Korean Film Festival Frankfurt wird von Mitgliedern des Project K e. V. realisiert. Der Verein besteht zum großen Teil aus Studierenden der Koreastudien der Goethe Universität Frankfurt und anderen Korea- und Filminteressierten. Unterstützt und gefördert wird der Verein dabei vom Generalkonsulat der Republik Korea in Frankfurt.

 

Veranstaltungsorte
CineStar Metropolis
Eschenheimer Anlage 40
60318 Frankfurt am Main

Eldorado Kino
Schäfergasse 29
60313 Frankfurt am Main

 

Programm & Tickets
https://projectkffm.de/
Flyer_12th_Korean_Film_Festival_Frankfurt

 

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Jugendliche sammeln Ideen für ihr Viertel

Eine Ideenwerkstatt für Jugendliche wirft einen kritischen Blick auf Orte und Plätze in Kalbach-Riedberg

Letzten Freitag wurde durch die Solon gGmbH, einer gemeinnützigen GmbH, eine Ideenwerkstatt veranstaltet. Dazu wurden Jugendlichen zwischen 13 und 26 Jahren aus Kalbach und Riedberg eingeladen. Sie sollten, wie es in der Einladung hieß, „darüber sprechen, was ihre Anforderung an Orte sind, was „Unorte“ für sie sind und warum – und vor allem, was konkrete Verbesserungsideen von Ihnen sind“. Ziel sei, „ihre Idee weiterzutragen und gemeinsam … einen Stadtteildialog zu organisieren.“
Die gesammelten Vorschläge – auch die der Ideenwerkstätten anderer Frankfurter Stadtteile – werden am 12. Dezember in einem Ideenforum zentral zusammen getragen.

Die Solon gGmbH versteht sich nach eigenen Worten als „eine gemeinnützige Unternehmung, die in Städten und Gemeinden deutscher Metropolregionen Bürger zur Gestaltung einer lebenswerten Zukunft einlädt.“ Mit unterschiedlichen Veranstaltungs- und Dialogformaten „arbeiten wir an ganz konkreten Zukunftslösungen.“

Organisiert wurde die Veranstaltung in Kalbach-Riedberg mit Unterstützung des Kinder- und Jugendhauses Kalbach und des Billabong Familienzentrum Riedberg.

Geleitet wurde die Werkstatt durch die Solon-Mitarbeiter Elisabeth Primavera und Alexander Michel; die Kinderbeauftragten aus Kalbach und Riedberg, Eva-Maria Lang und Eva Bieber, als auch die Ortsvorsteherin Urlike Neißer besuchten die Veranstaltung.

Die Jugendlichen – insgesamt 7 Teilnehmerinnen (keine Jungs!) – trafen sich zunächst im Jugendhaus Kalbach. Dort wurden die Orte benannt, an denen man zusammen kommt, was man dort mit wem unternimmt. Die positiven und negativen Kriterien wurden auf einem gemeinsamen Arbeitsblatt aufgelistet.

erste Resultate

Anschließend wurden die Treffpunkte benannt und im Einzelnen bewertet in Kalbach:

  • Grundschule Kalbach
  • REWE-Mark
  • vor der Bäckerei Gangel
  • Freizeitpark

auf dem Riedberg:

  • Riedbergplatz
  • Nelly-Sachs-Platz
  • und der alte Flugplatz Bonames

Die Arbeitsblätter für den einzelnen Orte wurden im Billabong bearbeitet; hier eine kleine Auswahl:

Arbeitsblatt Nelly-Sachs-Platz

Arbeitsblatt REWE-Markt

Der Abschluss bildete eine Hitliste der Vorschläge: die Vorschläge mit den meisten Stimmen (blaue Punkte) haben die höchste Priorität bei den Jugendlichen und sollen in naher Zukunft „mit ausgewählten Entscheidungsträgern der Politik ins Gespräch über Jugendorte und Jugendbeteiligung“ eingebracht werden.

Das Gesamtergebnis

Die von den Jugendlichen gemachten Vorschläge (z.B. eine bessere Beleuchtung, mehr Grün, zusätzliche Sitzgelegenheiten und einiges mehr) machen durchaus Sinn. Das bestätigen die bereits geplanten Umgestaltungen des alten Flugplatzes und des Riedbergplatzes, die in eben dieselbe Richtung gehen.

Das persönliche Fazit der Projektleiterin, Frau Elisabeth Primavera:
„Wir sind überrascht, dass den teilnehmenden Jugendlichen Angebote zum Mittagessen am wichtigsten sind. Dafür werden wir uns nochmal mit Ihnen treffen, gemeinsam an die Geschäfte herantreten und mit ihnen Möglichkeiten der Umsetzung ausloten.“


Weiterführender Link

  • http://www.solon-ggmbh.de/projekte/unsere-hood-das-quartier-gestalten-wir/

Verwandter Link

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Die Bürger-Universität ein Hort des Wissens

Dr. Martin Hengesbach (links) und Dr. Andreas Schlundt am Kernspinresonanz-Spektrometer der Goethe-Universität.

Bekanntlich „wird man alt wie eine Kuh und lernt doch immer noch dazu!“ Wer also Interesse hat, seine Gehirnzellen mit neuem Wissen anzuregen, kann dies im Rahmen des Programms »Bürger-Universität« machen.

Welche Themen werden dort beispielsweise behandelt?

  • Wie können Arzneimittel zukünftig gezielt an ihren Wirkort, also etwa eine Tumorzelle, transportiert werden?
  • In der Mathematik wird über Auswirkungen der Spieltheorie auf rationale Entscheidungsfindung in gesellschaftlichen Konflikten nachgedacht.
  • Im Exzellenzcluster zur Herz-Kreislauf-Forschung können Sie Ihr eigenes Herz-Kreislauf-System mit praktischen Übungen erkunden und ganz nebenbei Einblicke in die Grundlagenforschung erhalten.
  • Was hat die Philosophie zur Diskussion über »Künstliche Intelligenz« beizutragen?

Diese und andere spannende Themen werden in unterschiedlichen Formaten wie Vorträgen, Podiumsdiskussionen, Streitgesprächen und neuerdings in lockerer Gesprächsrunde in einer Bar erörtert. Hier können Sie Fragen zu grundlegenden und aktuellen Themen aufgreifen und über Lösungswege diskutieren. So kommt man auf neue Ideen und zu neuen Einsichten.

Viele Wissenschaftler haben sich über Fach- und Landesgrenzen hinweg zusammengetan um den Mitgliedern der Frankfurter Stadtgesellschaft ihr Wissen näherbringen.

Über einen Online-Kalender kann man sich über weitere Veranstaltungen informieren.

Wer besondere Interessen hat, kann sich per eMail (buergeruni@uni-frankfurt.de) an die Bürger-Universität wenden. Die Mitarbeiter dort freuen sich über Herausforderungen.

 


Kontaktdaten
Frau Pia Barth
Telefon: 069 – 798 – 12481
eMail: buergeruni@uni-frankfurt.de
Web: Bürgeruniversität

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Die Planungen des Lurgi-Areals gehen in die nächste Runde

Das Stadtplanungsamt informiert über die Planungen des Baugebiets

Für den letzten Donnerstag hatte der Ortsbeirat 8 (Heddernheim, Niederursel, Nordweststadt) im Rahmen seiner 24. Sitzung zwei Vertreter des Stadtplanungsamtes und der AGB Holding eingeladen, den derzeitigen Stand der Planungen zur Bebauung des ehemaligen Lurgi-Areals vorzustellen. Die Veranstaltung wurde als städtische Bürgerfragestunde durchgeführt und gab der interessierten Öffentlichkeit die Möglichkeit, eigene Fragen und Anregungen zu äußern.

In einer Präsentation wurde der „Bebauungsplan Nr. 992“ – unter diesem Titel firmiert das Projekt – vorgestellt.

Wichtige Punkte:

  • Die Planungen umfassen das Grundstück Lurgiallee 5 (zwischen Olaf-Palme-Straße und Lurgi-Allee) sowie Teile angrenzender Verkehrsflächen. Das Gebiet ist insgesamt circa 8,55 Hektar groß.
  • Ziel der Planungen ist die „Schaffung eines kleinteilig strukturierten urbanen, gemischt genutzten, und durchgrünten Wohnquartiers mit tertiären Gewerbenutzungen, und einem Standort für eine Grundschule“ und zwei Kindertagesstätten
  • Der bisherige Gebäudebestand wurde abgerissen. Das Gelände liegt zur Zeit brach.

Bagger bei der Arbeit auf dem Lurgi-Gelände

zur Zeit beherrschen Bagger die Szenerie

Städtebauliches Ziel ist die „Entwicklung eines es urbanen Quartiers mit überwiegend Wohnnutzungen, wohnverträglichen Gewerbenutzungen (zum Beispiel Büroflächen, Hotel oder Coworking-Spaces), Einzelhandelsflächen, sonstige Kleinflächen und gastronomischen Angeboten“. Entstehen sollen geförderte Wohnungen (mindestens 30 %), gemeinschaftliche Wohnprojekte (15 %) sowie Miet- und Eigentumswohnungen. Es werden 840 bis 940 Wohneinheiten geplant. Die einzelnen Gebäude werden 5 bis 7 Geschosse hoch sein.

Im Areal soll ein „autoarmes Quartier“ verwirklicht werden: Zufahrt zu den Tiefgaragen besteht nur von außerhalb des Gebiets, innerhalb soll der Autoverkehr möglichst vermieden werden. Die Belange der Rettungsdienste, Anlieferung und Müllabfuhr werden eingeplant. Tiefgaragen werden nicht für jede Mieteinheit zur Verfügung stehen (max. 30 %), stattdessen kommt hier ein „reduzierter Stellplatzschlüssel“ zum Tragen.

Weitere Details können in der unten angegebenen „B922-Präsentation“ eingesehen werden.

Während der Veranstaltung wurde wiederholt darauf hingewiesen, dass man immer noch in einer frühen Phase der Planung stecke:

  • zum einen sieht das Baugesetzbuches (BauGB) bis zur rechtsverbindlichen
    Bekanntmachung eine Reihe von Einzelschritten vor. Beim Stadtplanungsamt schätzt man bis zum finalen Entscheid durch die Stadtverordnetenversammlung einen Zeitraum von 3 Jahren.
  • zum anderen werden für diverse Einzelfragen (z.B. Entwässerung, Fernwärme) erst die Konzepte (zum Teil von externen Experten) erstellt.

Prozesskarte Bebauungsplan

Im dicken roten Rahmen die aktuelle Phase

Ein weitere Mitwirkung der Bürger kann bis zum 20.11.2023 erfolgen. Informationen gibt es hier:
Online:
https://www.stadtplanungsamt-frankfurt.de/fr_hzeitige_beteiligung_der_ffentlichkeit_19947.html?prid=24024
Persönlich:
Im Planungsdezernat: montags bis freitags von 8:30 Uhr bis 18:00 Uhr
Atrium, Kurt-Schumacher-Straße 10, 60311 Frankfurt am Main
Telefonisch:
Ansprechpartner: Felix Schoeler und Michael Theis
Telefon: 069 – 212-34598 und 069 – 212-44587
eMail: abteilung-2.amt61@stadt-frankfurt.de

Im letzten Teil der Veranstaltung bestand die Möglichkeit, Anregungen und Kritik
vorzubringen oder einzelne Fragen zu stellen. Die Wortmeldungen wurden allesamt
protokolliert und sollen im Rahmen der Öffentlichkeitsbeteiligung bei den Planungen
berücksichtigt werden.

Eine Auswahl der besprochenen Themen:

  • Abriss des alten Lurgi-Parkhauses: kritisiert wurde, dass eine spätere Nutzung als Park-and-Ride-Fläche nicht berücksichtigt wurde
  • Frischluftschneise: es wurden Zweifel geäußert, das bei der dichten Bebauung mit 5- bis 7-geschossigen Gebäuden eine ausreichende Belüftung des Areals gewährleistet ist
  • Mangelndes Parkplatzangebot
  • Kapazität der U-Bahn-Anbindung: es wurde in Frage gestellt, ob die bestehende U- Bahn-Linie das zusätzliche Aufkommen an Fahrgästen angemessen bedienen kann
  • Der Bedarf nach öffentlichen Sport- und Spielplätzen
  • Niederschlagswasser und Bewirtschaftung des Regenwassers
  • Wie vermeidet man die Entwicklung einer „Schlafstadt“?
  • Gibt es ein Gesamtkonzept für das Heizen im Quartier?


Weiterführende Links

Informationsmaterial des Stadtplanungsamtes:

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Krankenhauskeim im Dornröschenschlaf

Acinetobacter baumannii

Warum Infektionen mit »Acinetobacter baumannii« immer wieder aufflammen können.

Ein Forschungsteam um Beate Averhoff und Volker Müller von der Goethe-Universität Frankfurt hat einen fundamentalen Mechanismus entdeckt, der dem gefürchteten Krankenhauskeim Acinetobacter baumannii (AB) beim Überleben hilft.

Dieser Mechanismus macht deutlich, warum der Keim in Krankenhäusern schwer auszurotten ist und Infektionen in Patienten immer wieder aufflammen: Wenn die Lebensbedingungen für die Bakterien zu ungünstig werden, fallen sie in eine Art Dornröschenschlaf. Dann können sie mit gängigen diagnostischen Standards nicht mehr entdeckt und auch nicht mehr abgetötet werden. Aus diesem „tiefen Schlaf“ erwachen sie, wenn sich die Lebensbedingungen wieder besser werden.

Das Bakterium „AB“ ist ein äußerst gefährlicher Erreger im Krankenhaus: Viele der Bakterienstämme sind gegen Antibiotika aus unterschiedlichen Stoffklassen resistent. Infektionen mit „AB“ wurden erst während des Irak-Krieges vermehrt beobachtet und nehmen seitdem mit rasantem Tempo weltweit zu.

Daher hat die Weltgesundheitsorganisation WHO „AB“ auf Platz eins der Liste der Bakterien gesetzt, gegen die dringend neue Medikamente benötigt werden. Die gefährliche Verbreitung von „AB“ geht aber nicht nur die Antibiotikaresistenzen zurück, sondern auch auf seine enorme Anpassungsfähigkeit: Er wächst auch unter harschen Bedingungen wie Trocken- und Salzstress und kann daher unterschiedliche Ökosysteme im Menschen besiedeln wie Blase, Hautoberfläche und Lunge.

Nun hat das Wissenschaftsteam Prof. Beate Averhoff und Prof. Volker Müller einen zuvor bei „AB“ unbekannten Mechanismus der Anpassung entdeckt. Viele Bakterien gehen bei unwirtlichen Lebensbedingungen in einen fast todesähnlichen Ruhezustand über: Sie entwickeln Dauerformen ohne jegliche Stoffwechselaktivität, so genannte Sporen.

„AB“ kann jedoch, so fand das Wissenschaftsteam heraus, alternativ auch spezielle Zellen ausbilden, die sich in einer Art Tiefschlaf befinden. Diese Zellen zeigen zwar noch Lebenszeichen und atmen, lassen sich aber auf Nährböden in Petrischalen nicht mehr kultivieren. In diesem Zustand können die Bakterien lange überdauern, berichtet Patricia König, die Erstautorin der Studie, die jetzt in der renommierten Zeitschrift mBio publiziert wurde.

Das Problem: In der Medizin ist der Nachweis von Bakterien durch Kultivierung auf Nährböden immer noch der Goldstandard. Frau Dr. Averhoff erläutert: „Man stelle sich Folgendes vor: Ein Patient mit einer „AB“-Infektion bekommt eine Antibiotika-Behandlung, und nach 7 Tagen wachsen auf den Kulturschalen keine „AB“-Bakterien mehr. Arzt und Patient gehen davon aus, dass das Bakterium verschwunden ist, aber in Wirklichkeit schläft es nur in Nischen des Körpers und wartet darauf, bei nächster, besserer Gelegenheit wieder aufzuwachen, sich zu vermehren und erneut Symptome im Patienten hervorzurufen. Das ist insbesondere bei multiresistenten Bakterien äußerst gefährlich.“

Therapeutisch könnten neue Ansatzpunkte in den Proteinen liegen, die beim Übergang in den Dornröschenschlaf eine wichtige Rolle zu spielen scheinen. Eine Reihe solcher Proteine konnte das Wissenschaftsteam bereits identifizieren.


Vollständiger Bericht: https://aktuelles.uni-frankfurt.de/forschung/krankenhauskeim-im-dornroeschenschlaf-warum-infektionen-mit-acinetobacter-baumannii-immer-wieder-aufflammen-koennen/

Publikation: Patricia König, Alexander Wilhelm, Christoph Schaudinn, Anja Poehlein, Rolf Daniel, Marek Widera, Beate Averhoff, Volker Müller. The VBNC state: a fundamental survival strategy for Acinetobacter baumannii. mBio (2023) https://doi.org/10.1128/mbio.02139-23.

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Honigspende für die Frankfurter Tafel

Die Riedbergimker

Die Riedbergimker hatten auch dieses Jahr wieder reichlich Ertrag von ihren fleißigen Bienen. Nach einem Superjahr 2022 mit fast 300 kg Honig konnten ihre „Mädels“ wie sie liebevoll genannt werden, dieses Jahr 150 kg Honig einsammeln.

Das macht das Hobby „Imkerei“ so spannend. Man weiß lange Zeit nicht, was am Ende dabei rauskommt. Je nach Bienenvolk, Standort, Wetterbedingungen, Pflanzen in der Region, Gesundheit des Volkes und anderer Faktoren kann die Ausbeute üppig oder mager ausfallen. Daher ist es sinnvoll, die Imkerei nur als Hobby oder Nebenerwerb zu betreiben, damit man nicht auf die Einkünfte angewiesen ist.

Wenn die Ernte von den Bienen eingefahren wurde und die Waben geschleudert worden sind, befindet sich der Honig in großen Eimern zur Reife. Ja nach vorherrschender Pflanzenart, Standort und Jahreszeit der Ernte durch die Bienen, ist der Zuckeranteil (Traubenzucker, Fruchtzucker) recht unterschiedlich. Je mehr Traubenzucker im Honig enthalten ist, um so früher fängt er an zu kristallisieren.

Dann heißt es den Honig kräftig rühren, damit er cremig wird. Das Rühren muss mehrfach wiederholt werden, bis der Honig dann in Gläser abgefüllt wird. Noch ein hübsches Etikett aufgeklebt und der Honig steht zum Verkauf bereit. Der Riedberger Honig kann entweder bei den Riedbergimkern selbst gekauft werden oder auf den Veranstaltungen der IG Riedberg wie Weihnachtsmarkt, Osterfeuer oder Sommerfest.

Spende an die Tafel

Auch für die Menschen, für die ein Glas Honig nicht in den monatlichen Etat passt, gibt es eine Möglichkeit an dieses Naturprodukt zu gelangen. Etwa ein Drittel der diesjährigen Ernte wurde von dem Riedbergimkern an die Frankfurter Tafel gespendet. Ein Sammel-Team kam mit dem Transporter der Tafel vorbei und nahm die Köstlichkeiten mit, um sie an die Bedürftigen über ihre Ausgabestellen zu verteilen.

Abholung durch die Tafel

Abholung durch die Tafel

Die Riedbergimker bieten drei verschiedene Honigsorten an. Die Eintracht aus der ersten Ernte des Jahres mit hohem Rapsanteil, die Zwietracht (aus der zweiten Ernte) und die Niedertracht mit Pollen aus dem Niddapark.

Honig-Kartons

Honig-Kartons (Eintracht & Zwietracht)

Riedberger Honig kommt weit rum

Die Riedbergimker haben Kunden in ganz Hessen. Doch auch Hanseaten aus Hamburg haben ihren Honig schon gekauft. Manchmal bekommen die Imker dann ein Foto von ihren Kunden, auf dem nicht nur das Honigglas, sondern auch noch ein Wahrzeichen aus der Stadt zu erkennen ist, wo der Honig gerade konsumiert wurde. Solche Bilder veröffentlichen die Imker dann gerne auf ihren Webseiten.

Das leckere Endprodukt

Das leckere Endprodukt

2014 fing alles an

Viele Jahre ist es nun schon her, dass Holmer Drews und Matthias Adler den ersten Riedberger Honig ernteten. Inzwischen haben sie einen Imker-Verein gegründet, betreiben einen Bienen-Blog und haben ein Gelände für den Verein gepachtet auf dem Nachwuchs-Imker ausgebildet werden. Demnächst werden dort auch Apfelbäume gepflanzt, damit ihre Bienen auch ein wenig Schatten und im Frühjahr Apfelblütenpollen zum Futtern haben. Seit 2020 ist Herr Drews einer von 2 Bienensachverständigen in Frankfurt und damit amtlich aktiv für das Veterinäramt. Selbst auf dem Gelände der Europäischen Zentralbank im Ostend betreut er Bienenstöcke.


Verkaufspreise:
Eintracht-Honig 10 € für das 500 g Glas (+1 Euro Glaspfand)

Kontaktdaten
die Riedbergimker
c/o Dr. med. Holmer Drews
Johann-Beyer-Weg 9
60438 Frankfurt am Main

Telefon: 069 – 63 42 18
eMail: imker@bienenblog.eu oder holmer@gmx.ch

 

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Zwei Ehrenamtler gehen in den zweiten Ruhestand

Großes Abschiedsbild

Vor 22 Jahren wurde Karl-Heinz Wensing in seiner Funktion als Briefträger von der Deutschen Bundespost vorzeitig in Ruhestand geschickt. Damals war er 48 Jahre alt und konnte sich ein Leben ohne Arbeit nicht vorstellen. Seine Frau Tilly war zwei Jahre jünger und arbeitete halbtags als Kinderpflegerin. So bewarben sie sich bei Kurdirektor Holger Reuter um die Pacht der Minigolf-Anlage.

Die Vorpächter hatten sich nicht mit Ruhm bekleckert und so rannten Karl-Heinz und Tilly mit ihrer liebenswerten Ausstrahlung offene Türen ein. Sie machten die Minigolf-Anlage zu ihrer Herzensangelegenheit. Nicht nur die Pflege des Geländes, das Management der Geräte, die Reinigung der Toiletten, sondern auch die Bewirtung ihrer Gäste mit selbst gemachtem Kuchen waren ihr Markenzeichen.

Hinter dem Tresen des Minigolfhäuschen

Hinter dem Tresen des Minigolfhäuschens, Foto: Familie Wensing

So mancher Gast kam auch nur wegen des Kuchens und weniger wegen des Minigolf-Spielens. Letztes Jahr wurde die Anlage mit ihren 18 Bahnen überarbeitet. Jetzt spielt man rund um Bad Homburger Wahrzeichen herum seine Bälle ins Loch. Auf Infotafeln kann man bei Bedarf Näheres über die Geschichte der Sehenswürdigkeiten erfahren. Dass damit der Nerv der Kundschaft getroffen wurde, zeigt der Anstieg der Spielerzahl von 7.500 auf 15.500 im letzten Jahr.

So haben kluge Investitionen und persönliches Engagement großen Erfolg hervorgebracht. Die Verdopplung der Kundschaft hat das Arbeitsvolumen auch entsprechend erhöht. Doch Familienmitglieder und Freunde sprangen ein, wenn „Not am Mann“ war.

Dem Ehepaar, das am Riedberg wohnt, fällt der Abschied nach dieser langen Zeit schwer. Eine gestiftete Parkbank erinnert in Bad Homburg an ihr segensreiches Wirken. Drei bis vier selbst gebackene Kuchen wurden pro Woche verkauft. Auch bei der Verabschiedung konnte man sie letztmalig verkosten.

Von April bis Oktober hatten die beiden eine arbeitsintensive Sieben-Tage-Woche. Jetzt wollen sie etwas kürzertreten und sich mehr Zeit für die große Familie (2 Töchter, 3 Enkelinnen, 7 Urenkel) nehmen und auch ein wenig Reisen. Auch andere Städte haben schöne Minigolfanlagen!

Abschiedsbild auf der Parkbank, Ottilie und Karl-Heinz Wensing

Foto: Familie Wensing

Und wer weiß, vielleicht wird auch am Riedberg der eine oder andere Käsekuchen benötigt. …

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