Kategorie: AktuelleNEWS

Sozialversicherungen – Bund spart bei denen, die sich nicht wehren

Geldscheine

Am Donnerstag hat der Haushaltsausschuss des Bundestages den Etat für das laufende Jahr final überarbeitet. Jetzt soll dieser Entwurf im Bundestrag beschlossen werden.

Der Sozialverband VdK hat sich das Vorhaben im Detail angeschaut und festgestellt:

„12 Milliarden Euro – so viel wird allein in den kommenden Jahren in der Arbeitslosen- und Rentenversicherung fehlen, wenn der Haushalt wie im Moment geplant verabschiedet wird. Die Folgen: steigende Versicherungsbeiträge und immer härtere Debatten um Leistungskürzungen.“

Der Bundeskanzler Olaf Scholz hatte versprochen, dass es keinen Abbau des Sozialstaates geben wird. Dieses Versprechen ist jetzt auf dem Weg in die Mülltonne. Die Bundeszuschüsse zur Renten- und Arbeitslosenversicherung sollen wegfallen.

Rentenversicherung

Die gesetzliche Rentenversicherung soll um weitere 600 Millionen Euro gekürzt werden! Die eingesparte Summe summiert sich in den kommenden Jahren nach Angaben der Deutschen Rentenversicherung auf mehr als 6,8 Milliarden Euro. Damit fehlen der Rentenversicherung in den kommenden Jahren hohe finanzielle Mittel, die zur Stabilität der Beitragszahlungen und zukünftiger Rentenanpassungen eingeplant waren.

Es ist nicht das erste Mal, dass sich die Regierung an den Rücklagen der Rentenversicherung vergreift. Doch diese werden dringend benötigt, um die Folgen des demografischen Wandels und die damit verbundenen steigenden Ausgaben abzufedern.

Arbeitslosenversicherung

Hier will die Bundesregierung in den kommenden Jahren über 5 Milliarden Euro einsparen. Wichtigen Leistungen der Bundesagentur für Arbeit, wie das Arbeitslosengeld, die Qualifizierung und Weiterbildung sowie das Kurzarbeitergeld sind potenziell betroffen. Auch hier drohen Beitragssteigerungen. In Zeiten schwächelnder Konjunktur keine schönen Aussichten.

Pflege, Krankenkassen und Bürgergeld

Hier sind ebenfalls Kürzungen geplant. Was das für die Bürger im Einzelnen bedeuten wird, ist noch nicht abzusehen. Jedenfalls wird auch hier wieder bei denen gespart, die sich nicht wehren können und auf Hilfe und Unterstützung angewiesen sind.

Alternative

Ein Ausbau der Verfolgung von Steuerhinterziehung und ein Schließen von Steuerschlupflöchern hätte weit mehr gebracht als die jetzt geplanten Einsparungen. Dadurch wären die Wohlhabenden allerdings etwas mehr belastet worden. Kein Wunder, dass diese Alternative erst gar nicht ins Auge gefasst worden ist.

Überraschendes

In einer ZDF-Talkshow wurde dieser Tage eine der führenden Köpfe in der Bundesregierung nach ihrer Einschätzung zur Durchschnittsrente in Deutschland befragt. Die Schätzung lag bei 2.000 Euro pro Monat. Und die Wirklichkeit: Rentner mit mindestens 45 Versicherungsjahren haben in Deutschland Ende 2022 durchschnittlich 1.543 Euro Rente im Monat erhalten. Männer erhielten im Schnitt 1.637 Euro, Frauen 1.323 Euro. Wer Aussicht auf staatliche Pensionsansprüche hat, lebt halt in einer anderen Welt.

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Motivierend sieht anders aus

Motivation

Bürgernah wollten die Stadtpolitiker sein. Die Kommunikation mit der Basis suchen, wollten sie. Aber dann kamen Tagesgeschäft, Parteiinteressen und persönliche Karrieretaktiken. Auf der Strecke blieb – wie so oft die Bürgernähe.

Der Transmissionsriemen zwischen Stadtpolitikern und Bürgern ist der Arbeitseinsatz der Ortsbeiräte. Hier wird die eigentliche Basisarbeit geleistet. Gespräche mit genervten Bürgern, Sachverhaltsklärungen, Ortstermine, Diskussionen über Handlungsalternativen, Dokumentationen, Erstellen von Vorlagen, Gespräche mit Vertretern der Ämter und vieles mehr.

Das alles für ein anerkennendes Schulterklopfen, denn die Arbeit wurde als Ehrenamt definiert, was sie besonders preiswert macht. Aber über Budgetmittel entscheiden, Genehmigungen erteilen oder verwehren, auf festlichen Veranstaltungen sich zu präsentieren, das ist Sache der Mitglieder des Magistrats und der Stadtverordneten.

Im Jahr 2022 hat der Ortsbeirat (12) in 10 Sitzungen 531 Tagesordnungspunkte behandelt und insgesamt 225 Anträge gestellt. Im Protokoll vom Oktober 2023 wurden allein 15 unerledigte Drucksachen angemahnt, deren Frist gemäß § 4,10 der Geschäftsordnung der Ortsbeiräte abgelaufen war.

Daher wurde im Dezember ein Antrag (NR837) im Namen aller Ortsbeiräte an die Stadtverordnetenversammlung gerichtet, um zu beschließen, dass die Missachtung der Ortsbeiräte endlich zu beenden sei und in Zukunft

  • die Anträge und Anfragen der Ortsbeiräte zwingend in der Frist von 3 Monaten zu beantworten ist,
  • inhaltliche und relevante Antworten und keine vorläufigen Stellungnahmen zur Zeitgewinnung abzugeben sind,
  • Vorlagen des Magistrats so rechtzeitig einzubringen sind, dass eine Anhörung des zuständigen Ortsbeirats möglich ist bzw. der Ortsbeirat Stellung dazu nehmen kann,
  • die von den Ortsbeiräten beschlossenen und vom Magistrat angenommenen Anregungen entsprechend umzusetzen sind,
  • die Ortsbeiräte über die Verwirklichung und Umsetzung ihrer beantragten Maßnahmen vorab zu informieren sind und erst dann die Umsetzung an die Presse weiterzuleiten ist.

Neben der Vielzahl der unerledigten Anträge wurden Anliegen trotz Zustimmung des Ortsbeirats von der Verwaltung öfters nicht umgesetzt. Selbst eine Begründung, warum keine Umsetzung erfolgte, wurde manchmal nicht geliefert. Umgesetzte Maßnahmen dagegen werden von den Mandatsträgern der Stadtverwaltung dann lieber auf Pressekonferenzen gefeiert, anstatt sie erst mal dem Ortsbeirat vorzustellen, so wie das eigentlich vorgesehen ist.

Das Ende vom Lied:

  • Frustration bei den ehrenamtlichen Ortsbeiräten
  • Ärger bei den Bürgern, die daran zweifeln, ob ihr Anliegen auch mit Nachdruck an die Verwaltung weitergegeben worden ist.
  • Anwachsen von Problembereichen in der Stadt
  • Weiter zunehmende Politikverdrossenheit

Diese Probleme sind nicht neu und unabhängig von der jeweils existierenden Koalition im Römer. Aber, Besserung ist in Sicht. Nach aktueller Einschätzung des Ortsbeirats (12) werden die Anträge eher zügiger als früher abgearbeitet. Hoffen wir, dass der kleine Trend sich noch verstärkt. Das Jahr hat ja gerade erst begonnen.

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Riedberg: Versuchte räuberische Erpressung

Polizeiwagen

Am Sonntag, den 14. Januar 2024 war ein 14-Jähriger gegen 18:00 Uhr fußläufig im Bereich des Kätcheslachpark im Stadtteil Riedberg unterwegs, als er von einem unbekannten Täter angesprochen und gefragt wurde, ob er Geld bei sich habe.

Als der 14-Jährige dies verneinte, forderte der unbekannte Täter die Herausgabe der Jacke sowie des Mobiltelefons. Anschließend stieß der Täter den Geschädigten zu Boden und trat und schlug ihn. Dem 14-Jährigen gelang es aufzustehen und zu flüchten. Der Täter lies nach einer kurzen Verfolgung von ihm ab und verschwand dann ohne Beute in unbekannte Richtung. Der 14-Jährige wurde durch die Tat leicht verletzt.

Der unbekannte Täter kann wie folgt beschrieben werden: Männlich, 15-17 Jahre alt, orientalisches Erscheinungsbild, ca. 175 cm groß, kräftige Statur; bekleidet mit einer schwarzen Jacke, einer schwarzen Hose sowie schwarzen Sneakern. Er trug zudem eine Kappe mit Erdbeermotiv der Marke „Gucci“.

Zeugen, die sachdienliche Angaben machen können, werden gebeten, sich beim 14. Polizeirevier unter der Rufnummer 069 – 755 – 11400 oder bei jeder anderen Polizeidienststelle zu melden.

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Ausbildung zum kommunalen Gesundheitslotsen (M/W/D)

Gesundheitslotsen

Die Stadt Frankfurt bietet im Rahmen der interkulturellen Gesundheitsaufklärung eine Ausbildung zum kommunalen Gesundheitslotsen der als ehrenamtliche Tätigkeit ausgeübt wird.

Der Ausbildungszeitraum geht von Mitte Januar und bis Anfang März dieses Jahres und umfasst pro Woche 1 bis 3 Veranstaltungen. Die Schulungen finden in Präsenz statt. Das Thema ist »Gesundes Aufwachsen« und die Tätigkeit wird im Umfeld von Grippe, Kita und Grundschulen ausgeübt. Die vermittelten Inhalte sollen dann im Rahmen von Veranstaltungen an die jeweilige Zielgruppe niederschwellig auf Deutsch und der eigenen Muttersprache weitergegeben werden.

Voraussetzungen sind interkulturelle Kompetenz, Mehrsprachigkeit, ausreichende Deutschkenntnisse sowie möglichst ein pädagogischer oder medizinischer Hintergrund. Bewerbung können bis zum 11. Januar eingereicht werden. Erforderlich sind ein Lebenslauf und ein Motivationsschreiben. Die Unterlagen sind per eMail zu schicken an kogi@kiz-gallus.org.

Kommunale Gesundheitsinitiativen interkulturell

Das Gesundheitsprojekt „Kommunale Gesundheitsinitiativen interkulturell (KoGi)“ wird vom Frankfurter Gesundheitsamt in Kooperation mit dem Mehrgenerationenhaus Gallus betreut. Das Projektziel ist mehrsprachige und kultursensible Gesundheitsaufklärung anzubieten, gegenseitige interkulturelle Öffnung zu fördern, die Selbstwirksamkeit und Gesundheitskompetenz zu stärken sowie die direkte Gesundheitskommunikation in Frankfurt am Main zu ermöglichen. Die Auswahl und die Schulung der interkulturellen Gesundheitslotsen (KoGi-Lotsen) erfolgt nach festen Kriterien: Gute Deutschkenntnisse, entsprechendes Bildungsniveau und aktives Engagement in einem Migrantenverein oder eine pädagogische beziehungsweise medizinische Ausbildung.

Einsatzmöglichkeiten

Gesundheitsveranstaltungen anbieten in:  Stadtteileinrichtungen, Krippen, Kindergärten und Schulen, Familienbildungsstätten, Kirchengemeinden, Moscheevereinen, Kulturzentren, Sportvereinen, Selbsthilfegruppen, Kliniken, Frauenhäusern und Gemeinschaftsunterkünften. Die Einsätze sind für die Einrichtungen kostenlos. Die Frankfurter Gesundheitslotsen werden im Auftrag des Gesundheitsamtes und der jeweiligen Trägereinrichtung ehrenamtlich tätig. Die Vorträge, Präsentationen und Gruppenmoderationen dauern in der Regel 2 bis 3 Stunden und werden jeweils durch eine Aufwandsentschädigung in Höhe von 25 Euro pro Zeitstunde vergolten.

Veranstaltungsthemen

Erwachsenen-Themen:

  • Patienten- und Verbraucherrechte im deutschen Gesundheitswesen
  • Familienplanung, sexuelle Gesundheit
  • Umgang mit Medikamenten
  • Frauengesundheit, Schwangerschaft
  • Abhängigkeitserkrankungen
  • Deutsches Gesundheitssystem
  • Demenz
  • Selbsthilfegruppen
  • Seelische Gesundheit, Depressionen,
  • Stressbewältigung
  • Übertragbare Krankheiten, Hygiene, Impfungen
  • Vorsorgeuntersuchungen

Erwachsenen- + Kinderthemen:

  • Mund- und Zahngesundheit
  • COVID-19
  • Bewegung
  • Ernährung
  • Seelische Gesundheit

Kindergesundheitsthemen / Eltern-Vorträge:

  • Bewegung
  • Ernährung
  • Gewalt
  • Zahngesundheit
  • Unfälle vermeiden / Erste Hilfe
  • Einschulungsuntersuchung und Impfungen
  • COVID-19 und Impfungen
  • Kinderrechte
  • Sprachkompetenz
  • Medienkompetenz
  • Seelische Gesundheit
  • Deutsches Schulsystem, Inklusion
  • Kindliche Entwicklung


Kontaktdaten
Stadt Frankfurt am Main Gesundheitsamt
Dr. Manuela Schade, MPH
Tel.: 069-212-33569
eMail: manuela.schade@stadt-frankfurt.de

 

Kooperationspartner
Kinder im Zentrum Gallus e.V.
Mehrgenerationenhaus Frankfurt
Isabelle Lorenz, Fatma Atay
Tel.: 069-9732-1155
Mobil: 0157-52466865
eMail: kogi@kiz-gallus.org

Das Projekt wird gefördert durch die BzgA im Auftrag und mit Mitteln der gesetzlichen Krankenkassen nach § 20a Sozialgesetzbuch V

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Aus der Traum vom Tannenbaum

Tannenbaum

Mit Ablauf der Weihnachtszeit sinkt auch die Begeisterung für die damit verbundenen Tannenbäume. In die Tage gekommen, werfen sie mit Nadeln um sich und werden zu wahren Staubfängern.

Etwa 80.000 von ihnen müssen dann allein in Frankfurt entsorgt werden. So stellt sich nun die Frage wohin mit dem Altholz. Die FES bietet dabei Unterstützung an. Wer den Baum nicht zerhäckselt und über die Biotonne entsorgt, kann ihn mit Unterstützung der Straßenreinigung loswerden. Voraussetzung dafür ist, dass der Baum so zerteilt wird, dass die einzelnen Stücke maximal 1 Meter lang sind, und dass die weihnachtliche Dekoration vorher entfernt wurde.

Am 20. Januar kommt dann ein Sonderfahrzeug der Straßenreinigung in die Gebiete Kalbach-Riedberg, Niederursel, Eschersheim und Mertonviertel, dass nur die bereitgestellten Weihnachtsbäume einsammelt.

Die Bürger können die Bäume am Abholtag an der Grundstücksgrenze bereitlegen. Dabei sollte der Baum gut sichtbar sein und leicht mit dem Fahrzeug erreicht werden können. Wer es eilig hat, oder wer den Termin verpasst hat, kann seinen Weihnachtsbaum aber auch bei der RMB Rhein-Main Bio Kompost im Osthafen oder auch beim Kofferraumservice auf den FES-Wertstoffhöfen zum Beispiel im Gewerbegebiet in Kalbach kostenlos abgeben.

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KiTa Zauberberg am Campus Riedberg soll geschlossen werden

Balancierendes Kind

Aus dem Aufruf der Eltern der „Kita Zauberberg“:

„Die Goethe-Universität beabsichtigt, die betriebsnahe KiTa Zauberberg bereits im Sommer 2024 zu schließen, ohne für den Zeitpunkt einen Grund zu nennen oder für Ersatz zu sorgen. Ohne Not oder gute Begründung fallen diese KiTa-Plätze ersatzlos weg. Die KiTa ist ein Gemeinschaftsprojekt der Stadt Frankfurt und der Goethe-Universität. Für beide Verantwortlichen wäre es ein Leichtes, den Betrieb für ein paar Jahre fortzusetzen, aber beide behaupten nur die jeweils andere Seite würde den Fortbestand blockieren. Es gibt Bundes- und Landesweit sowie in Frankfurt viel zu wenige KiTa-Plätze. Dabei steigt der Bedarf.“

Hinzu kommen 330 Wohneinheiten in den „Berghöfen“, was zu einem weiteren erheblichen Bedarf an zusätzlichen KiTa-Plätzen führen wird.

Jetzt (am 07.01.24) haben die Eltern der KiTa Zauberberg eine Online-Petition gestartet: Unter dem Link https://chng.it/p9J87pK7FK können Unterstützer ihre Stimme abgeben und sich über das Thema ausführlicher informieren. Über 250 Unterstützer haben ihre Stimme schon abgegeben.


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Verkehrsunfall am Bahnübergang

Polizeiwagen

Am Sonntagmorgen (07.01.2024) ereignete sich am Bahnübergang des Kreisverkehrs „Riedbergallee/Altenhöferallee“ ein Unfall, bei dem ein Polizeiauto mit einer U-Bahn zusammenstieß.

Ein Funkwagen befuhr die „Riedbergallee“ aus Richtung „Ludwig-Fulda-Weg“ kommend. Dieser fuhr in den Kreisverkehr der „Altenhöferallee“ ein, um diese in Richtung „Marie-Curie-Straße“ weiter zu befahren. Ebenfalls aus selbiger Richtung kommend fuhr ein Schienenfahrzeug auf dem dortigen Bahnübergang Richtung Uni Campus Riedberg. Im Kreisverkehr im Bereich des unbeschränkten Bahnübergangs kollidierte das Polizeifahrzeug mit der heranfahrenden U-Bahn.

Die Polizeibeamten begaben sich mit leichten Verletzungen ins Krankenhaus. Der Fahrer der Bahn blieb unverletzt. Die Ermittlungen zum Unfallgeschehen dauern an.

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Thomas Drach wandert für den Rest seines Lebens hinter Gitter

Polizeikelle

Eine lange Geschichte kommt nun zu einem unrühmlichen Ende.

Im November 2019 wurde auf einen Geldboten vor der IKEA-Filiale in Nieder-Eschbach ein Überfall verübt. Als Fluchtauto diente ein Audi A8, der auf einem Feldweg am Riedberg gefunden wurde. Wagen und Kennzeichen waren zuvor gestohlen worden. Der oder die Täter hatten ihn in Brand gesteckt, um Spuren zu vernichten. Der damals 56 Jahre alte Geldbote wurde noch am gleichen Tag am Oberschenkel operiert und überlebte den Anschlag.

Der Überfall war von langer Hand vorbereitet worden. Ein ähnlicher Überfall war in Köln schon ein Jahr vorher verübt worden. Jetzt wurde der 63-jährige Thomas Drach vor dem Landgericht Köln zu 15 Jahre Freiheitsstrafe und anschließende Sicherungsverwahrung verurteilt. Das Gericht entsprach dabei in vollem Umfang dem Antrag der Staatsanwaltschaft.

Verurteilt wurde Herr Drach nach etwa 100 Verhandlungstagen wegen schweren Raubes und versuchten Mordes. Seine kriminelle Karriere war schon legendär. Drach hatte zahlreiche Vorstrafen – insgesamt hatte er bislang 25 Jahre im Gefängnis verbracht. Sozialverträglicher ist er dadurch nicht geworden.

Allein für die Entführung von Jan Philipp Reemtsma im Jahr 1996 war der aus Erftstadt bei Köln stammende Drach zu fast 15 Jahren Haft verurteilt worden. Erst nach 33 Tagen hatte er seine Geisel wieder freigelassen – gegen ein Lösegeld von 15 Millionen Deutsche Mark und 12 Millionen Schweizer Franken.

Drachs oberstes Ziel ist, „ein Leben in Luxus“ zu führen – allerdings ohne sich dafür anstrengen zu müssen. Dafür ist ihm jedes Mittel recht.

Nach Überzeugung des Gerichts hatte Drach 2018 und 2019 drei Werttransporter in Köln und Frankfurt überfallen und dabei insgesamt rund 142.000 Euro erbeutet. Bei zwei der Taten schoss er auf die Geldboten – in einem Fall mit einer Kalaschnikow – und verletzte die beiden Männer schwer. Mitgefühl mit seinen Opfern kannte er nicht.

Noch am Vormittag hat der Reemtsma-Entführer in seinem „letzten Wort“ einen „glasklaren Freispruch“ für sich reklamiert. Nach der Urteilsverkündung wollte er gleich Revision einlegen. Auch wenn die Verbrecherkarriere hier zu Ende ist, den Opfern bleiben die Verletzungen und Traumatisierungen. Wir können ihnen in Gedanken nur unser Mitgefühl aussprechen.


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Neuer Führungsdienst der Feuerwehr Frankfurt im Einsatz

CBRN-Einsatzstelle

Als großer Chemiestandort verzeichnet Frankfurt einen hohen Umschlag an Gefahrgut, sowohl auf der Straße und der Schiene, als auch auf dem Wasser. Um auf Unfälle gut vorbereitet zu sein, ist die Feuerwehr Frankfurt seit jeher im Bereich Umweltschutz breit aufgestellt. Ab dem 02.01.2024 ist ein neuer Führungsdienst im Einsatz, mit dem die Feuerwehr Frankfurt bei Alarmierungen aufgrund chemischer, biologischer, radiologischer oder nuklearer (CBRN) Gefahren ein noch schnelleres und sicheres Eingreifen gewährleistet.

„Der neue Führungsdienst C5 wird in Zukunft unter anderem als CBRN-Fachberater bereitstehen. Für diese Zusatzaufgabe werden Kollegen besonders ausgebildet“, berichtet Dr. Sebastian Foraita, Sachgebietsleitung Grundsatz und Umweltschutz. „Nicht nur als Chemiestandort, sondern auch als Metropolregion mit regelmäßigen Großereignissen, wie zum Beispiel der bevorstehenden Fußball-Europameisterschaft 2024, ist die Vorbereitung auf Einsätze mit gefährlichen Stoffen von großer Bedeutung.“

Der neue C-Dienst 5 entsteht aus einer internen Umstrukturierung. 13 Kollegen haben die freiwillige Zusatzweiterbildung absolviert. Regelmäßige Übungen und Fortbildungen bereiten sie auf den Ernstfall vor. Der C5 ist ab sofort im 24h-Dienst aktiv. Er übernimmt reguläre C-Dienst-Aufgaben, die Fachberatung für CBRN-Gefahren sowie die Leitung der Befehlsstelle. Hier koordiniert die Einsatzleitung komplexe Lagen und gewährleistet reibungslose Abläufe.

Neben der Schulung der Einsatzkräfte wird auch technisch und logistisch aufgestockt. In der Leitstelle am Hauptsitz der Feuerwehr Frankfurt wurde bereits eine neue Messzentrale eingerichtet. Darüber hinaus soll im kommenden Jahr zusätzliche Messtechnik angeschafft werden.

„Gefährdet ein chemischer, biologischer, radiologischer oder nuklearer Stoff die Bevölkerung, müssen wir schnellstmöglich die potenziellen Folgen und die Entwicklung der Situation analysieren. Dafür steht uns modernste Messtechnik zur Verfügung“, erklärt Andreas Ruhs, Direktionsbereichsleitung Exekutiver Schutz und Rettung. „Insbesondere wenn wir es mit einem unbekannten Stoff zu tun haben, benötigen wir Geräte für komplexe Analysen. Um für Frankfurt und die Region noch besser aufgestellt zu sein, werden wir in den kommenden Monaten in Analysetechnik investieren. Dabei orientieren wir uns an den Standards der Analytischen Task Force Deutschland.“

Die Messfahrzeuge der Feuerwehr Frankfurt sind auf den Feuerwachen 1 (Eckenheim) und 10 (Nieder-Eschbach) stationiert und stets einsatzbereit. Die nächsten Standorte, die Expertise und Geräte für CBRN-Schutz in diesem Umfang vorhalten, liegen Richtung Süden in Mannheim und Richtung Norden in Köln. Dementsprechend unterstützt die Feuerwehr Frankfurt auch bei Mess-Einsätzen über das Stadtgebiet hinaus.

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Niederursel: Sachbeschädigung durch Explosion

Teil eines Polizeiwagens

Am Mittwoch, den 03.01.2024 kam es in der Selbstbedienungs-Geschäftsstelle einer Bank im Bereich Alt-Niederursel zu einer Sachbeschädigung durch eine Explosion. Nach derzeitigen Erkenntnissen wurde niemand verletzt. Die Täter sind flüchtig.

Mehrere unbekannte Täter warfen gegen 22:20 Uhr einen pyrotechnischen Gegenstand in den Aufstellungsraum der SB-Geschäftsstelle. Dieser explodierte und verursachte einen Sachschaden an dem Gebäude in noch unbekannter Höhe. Verletzte Personen wurden bislang nicht bekannt. Der Geldautomat selbst blieb unbeschädigt. Die Bewohner des mehrgeschossigen Hauses wurden evakuiert, konnten aber zwischenzeitlich wieder in ihre Wohnungen zurückkehren. Im Rahmen der Fahndung kam auch ein Polizeihubschrauber zum Einsatz. Die Täter sind jedoch weiterhin flüchtig. Die Ermittlungen dauern an.

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