Kategorie: AktuelleNEWS

U-Bahnlinien U2 und U9 kommen nicht bis Kalbach

U-Bahn auf Gleisen

Kein Betrieb zwischen Heddernheim sowie Riedberg und Gonzenheim – Unterbrechung wegen Fahrstromertüchtigung

Wegen Arbeiten für die Fahrstromverstärkung auf 750 Volt sind die Strecken der U-Bahnlinien U2 ab Heddernheim und der U9 ab Riedberg Richtung Norden von Sonntag, 3. November, circa 4 Uhr bis Montag, 4. November, circa 1.30 Uhr unterbrochen. Auf dem Streckenabschnitt muss der Fahrstrom abgeschaltet werden, um neue Kuppelleistungsschalter zu installieren. Diese sind nötig, um zukünftig die Leistung des Stromnetzes zu erhöhen.

SEV zwischen Heddernheim, Nieder-Eschbach und Gonzenheim – Linie U9 entfällt

Die Linie U2 pendelt zwischen Südbahnhof und Heddernheim. Die Linie U9 (Ginnheim – Riedberg – Nieder-Eschbach) wird in diesem Zeitraum eingestellt. Ab Heddernheim übernimmt ein Schienenersatzverkehr mit Bussen (SEV) den Betrieb über Riedwiese/Mertonviertel, Uni Campus Riedberg, Kalbach, Bonames Mitte, und Nieder-Eschbach bis nach Bad Homburg-Gonzenheim.

Alternativen bestehen wie so oft im Frankfurter Nahverkehrsnetz auch hier: Die U-Bahnlinie U8 fährt weiterhin auf den Riedberg, die Buslinie 29 stellt eine Verbindung zwischen Nordwestzentrum, Riedberg, Kalbach und Nieder-Eschbach her. Auch mit der Linie 27 erreicht man von der U-Bahnstation Preungesheim direkt Bonames und Nieder-Eschbach.

RMV-Fahrplanauskunft ist aktuell

VGF und traffiQ bitten darum, etwas mehr Reisezeit einzuplanen. Über die App RMVgo und unter rmv-frankfurt.de können sich Fahrgäste über die Fahrpläne und ihre besten Verbindungen informieren. Auch die Mitarbeitenden am RMV-Servicetelefon unter 069/2424-8024 sind rund um die Uhr erreichbar und beraten gerne.

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Die Gründung des FIAS war eine kuriose Geschichte

FIAS Gebäude der Stiftung Giersch

20 Jahre Frankfurt Institute for Advanced Studies (FIAS)

Wolf Singer, der Mit-Initiator des Frankfurt Institute for Advanced Studies (FIAS) erinnert sich. Es war die Zeit der Jahrtausendwende. Theorien und Simulationen für sein Fachgebiet, die Neurobiologie und alle Naturwissenschaften wurde immer wichtiger.

„Daher habe ich ganz frech einen Antrag bei der VW-Stiftung für eine theoretische Stiftungsprofessur Neurowissenschaften an der Uni Frankfurt gestellt“, erzählt er. Der Antrag wurde international begutachtet, als tragfähig befunden und die ersten Fördergelder genehmigt.

Auch andere Wissenschaftler, wie zum Beispiel der Physiker Walter Greiner waren zu der Zeit auf der Suche nach mehr theoretischer Physik. Beim damaligen Präsidenten der Goethe-Universität stießen sie auf ein offenes Ohr.

„Komplexe Systeme, egal in welcher Wissenschaftsdisziplin, lassen sich durch die gleichen theoretischen Ansätze beschreiben!“ so die immer noch gültige Zielsetzung.

Das FIAS wurde als gemeinnützige Stiftung bürgerlichen Rechts gegründet. Dies ermöglichte Flexibilität in der Forschung. Zusammen mit Steinberg und Horst Stöcker, dem Vizepräsidenten für Forschung und späteren ersten FIAS-Vorsitzenden, machten sich Wolf Singer und Walter Greiner auf die Suche nach geeigneten Räumlichkeiten und Finanzierungspartnern.

Wichtige Förderer wurden gefunden

  • BMBF (Bundesministerium für Bildung und Forschung)
  • Boehringer Ingelheim
  • DFG (Deutsche Forschungsgemeinschaft)
  • Karin und Carlo Giersch
  • Helmholtz-Gemeinschaft
  • Hertie-Stiftung
  • Hessische Landesregierung
  • Humboldt-Stiftung
  • Merck
  • Siemens
  • Samson
  • VW-Stiftung
  • und andere

100 Millionen Euro Forschungsmittel wurden zur Verfügung gestellt. Stiftungsrat und Kuratorium wurden gegründet. Gründungsdirektoren im neuen Vorstand waren die Herren Greiner und Singer. Aus 250 Bewerbungen wurden 5 künftige Fellows ausgewählt.

„Das Verbindende in der Vielfalt zu erschließen“, war und ist ein Motto des FIAS.

Nach nur 9 Monaten Bauzeit zog das FIAS 2007 in das neue Gebäude am Riedberg. Bauherr Carlo Giersch: „Wenn sich Geist und Geld begegnen, kann Großes entstehen.“

Die Erfolge des FIAS lassen sich sehen: Die computergestützten Neurowissenschaften haben die Forschenden entscheidend vorangebracht. Theorien und Simulationen von molekularen und zellübergreifenden Netzwerken erlauben Aussagen über Zellbewegungen, Signalprozesse und Interaktionen von Zellen bis zu Computermodellen von Infektionskrankheiten und deren Übertragung.

Physiker beschreiben kleinste und extrem dichte Materieformen, Gravitationswellen und Neutronensterne und liefern wichtige Daten zu Klima, Erdbeben und Stromübertragung. Am FIAS entwickelte Hochleistungscomputer gehören zu den energieeffizientesten Systemen weltweit.

„Ein kleines Institut kann wie ein Schnellboot navigieren und jederzeit die Richtung ändern.“

Neben Neurowissenschaft und Physik nutzt heute auch die Biologie am FIAS Simulation und Modellierung. Das FIAS kann mit den modernen Methoden der EDV die Forschung gezielt und effizient voranbringen. Ein Dank an die visionären Gründer.


Das Jubiläumsjahr

Das Frankfurt Institute for Advanced Studies (FIAS) feiert dieses Jahr sein 20-jähriges Jubiläum. Im markanten roten Institut am Riedberg forschen 150 Fellows und Mitarbeitende interdisziplinär an komplexen naturwissenschaftlichen Zukunftsthemen.

Schwerpunkte sind Simulationen und Theorien aus allen naturwissenschaftlichen Bereichen, die Grundlagen zur Bewältigung der Herausforderungen unserer Zeit schaffen. Als gemeinnützige Stiftung arbeitet das FIAS eng mit der Goethe-Universität, benachbarten Forschungsinstituten sowie privaten Stiftern und Sponsoren zusammen.

Das FIAS feiert dieses Jahr mit Veranstaltungen wie Tag der offenen Tür, Sommerfest und Beteiligung an der »Night of Science« sowie dem Museumsuferfest. Höhepunkt ist der Festakt im Casino der Goethe-Universität am 5. Dezember unter der Schirmherrschaft des Universitätspräsidenten.

20 Jahre FIAS das sind

  • 72 Fellows
  • über 100 Promotionen
  • 3 Stiftungsprofessuren
  • 15 eng kooperierende Adjunct und International Fellows
  • über 20 fördernde Stiftungen und Sponsoren
  • jährlich rund 150 forschende Gäste aus über 25 Ländern

Weiterführender Link
UniReport Ausgabe 5-2024 vom 10.10.2024, Seite 3

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Abenteuer Island

Abenteuer Island

Vier Frankfurter Fotografen berichten in einer 4K-Live-Multivision von ihren abenteuerlichen Islandreisen

Zu Fuß, auf dem Pferd und mit dem Allradfahrzeug waren die vier Frankfurter Fotografen der „Operation Aurora“ in Island unterwegs: In den rauchenden Tälern der Geothermalgebiete, bei den Vogelfelsen der Westfjorde und den gigantischen Wasserfällen im Norden, durch die atemberaubenden Landschaften des Hochlands, entlang der endlosen Lavastrände zu den riesigen Gletschern im Süden.

Laugavegur

Laugavegur, © Lena Grothe

Sie sprachen mit Öko-Farmern und Pferdeverrückten, mit Schafzüchtern und Energiepionieren. Von den zahlreichen Reisen im Sommer, Herbst und im Winter bringen sie fantastisches Foto- und Videomaterial mit und erzählen von ihren Erlebnissen in einem faszinierenden Land aus Lava und Eis.

Beeindruckende Fotografien und 4K-Drohnenaufnahmen zeichnen den abwechslungsreichen Multivisionsvortrag ebenso aus wie die abenteuerlichen Reiseerlebnisse der vier Fotofreunde.

Aurora-Stokknes

Aurora-Stokknes, © Lena Grothe


Thema: 4K-Live-Multivision ABENTEUER ISLAND
Termin: am Freitag, den 22.11.2024 um 19:30 Uhr
Ort: Aula des Gymnasiums Riedberg, Friedrich-Dessauer-Str. 2, 60438 Frankfurt
Eintritt: 9 Euro
Organisator: Der Kindervein Kalbach e.V.
Fotografen: Lena Grothe, Andrea Huber, Birger Christiansen und Lars Grothe
Homepage: www.av-show.de
Kontakt: Lars Grothe mobil 0151-16351564

Verwandte Links

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Reorganisation der »Kindernet-Frankfurt«-Plattform

Sommerfest 2017 Kinderschminken

Schon seit einigen Jahren erfolgt die Vermittlung von Kinder-Betreuungsplätzen nicht mehr direkt im Dialog mit Horten und Kitas, sondern über die zentrale Plattform kindernetfrankfurt.de.

Auch gute Dinge können noch besser gemacht werden. Daher startet ab Dezember eine anwendungsfreundlichere neue Version. Die Umstellung findet bereits im November statt.

Seit Monaten laufen die Vorbereitungen für die technische Modernisierung des zentralen Vormerksystems der Stadt Frankfurt, das Betreuungsplätze für Kinder vermittelt. Kommunale IT-Dienstleistungsunternehmen haben das System neu aufgesetzt und weiterentwickelt.

Ab November übernehmen die Dienstleister die Inbetriebnahme und die laufende Wartung. „Die Umstellung eines technischen Systems, das von 35.000 Familien in Frankfurt genutzt wird, ist eine große Herausforderung“, erklärt Sylvia Weber, Dezernentin für Bildung, Immobilien und Neues Bauen. „Umso wichtiger ist es, dass alle Benutzer gut informiert sind und den Fahrplan des Neustarts kennen.“

Das neue kindernetfrankfurt.de soll noch anwendungsfreundlicher sein und sich auch auf dem Smartphone gut nutzen lassen.

Umstellungsphasen

Dieser Fahrplan umfasst 2 Phasen:

Ab dem 01.11.2024 erfolgt zunächst die Software-Umstellung. Das Portal wird den gesamten Monat über nicht nutzbar sein.

Anfang Dezember startet dann kindernetfrankfurt.de neu. Das Portal wird freigeschaltet und wieder verfügbar sein. Alle Benutzer, die dann – noch oder erstmals – einen Betreuungsplatz suchen, müssen sich erneut registrieren und auch Vormerkungen für ihre Wunscheinrichtungen neu eingeben.

„Ab Dezember und für viele Jahre soll das neue Portal dazu beitragen, dass Tausende Frankfurter Familien für ihre Kinder individuell gewünschte Betreuungsplätze finden“, sagt Weber.

Städtische Infoseiten

Das kindernet-Team des Stadtschulamtes hat unter frankfurt.de/kindernet Infoseiten sowohl für Träger und Einrichtungen als auch für Eltern und Sorgeberechtigte eingerichtet und auf verschiedenen Kanälen über die Umstellung aufgeklärt. Alle registrierten Benutzer haben eine eMail mit den wichtigsten Informationen zu Umstellung und Neustart erhalten.

Und wer Fragen zur Umstellung hat, kann sich jederzeit per eMail an die zentrale Servicestelle an kindernetfrankfurt.amt40@stadt-frankfurt.de wenden.

Frau Ute Sauer, Leiterin des Stadtschulamtes, ist eines besonders wichtig: „Niemand wird durch die Umstellung einen Nachteil haben – weder durch die Systempause im November noch durch die im Dezember erforderliche Neuregistrierung.“ Denn: Die Betreuungsplätze werden nach den Frankfurter Aufnahmekriterien und nicht nach dem zeitlichen Eingang der Vormerkung vergeben. Deshalb ist es auch nicht erforderlich, sich möglichst früh im Dezember zu registrieren.

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Niederursel: Geänderte Verkehrsführung im alten Ortskern

Durchfahrtsverbot Praunheimer Weg

Am 06.06.2024 hatte der Ortsbeirat (8) eine Anregung an den Magistrat gerichtet, mit der Bitte, die Verkehrssituation im Praunheimer Weg zwischen dem Weißkirchener Weg und der Niederurseler Landstraße zu verbessern.

Einer der drei Punkte zur Verbesserung der Verkehrssicherheit in diesem Straßenstück war die Straße »Praunheimer Weg« (auf Höhe der Hausnummer 1) von einer zweispurig befahrbaren Straße zu einer Einbahnstraße in Richtung der Straße Alt-Niederursel umzuwidmen.

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Praunheimer Weg

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Praunheimer Weg 50.165733, 8.621446

Mit der Einrichtung der Ladezone vor dem Haus »Alt-Niederursel 2« (Eiscafé) wurde das Schild Halteverbot (Verkehrszeichen 283-30) entfernt und daher ist nunmehr das Parken zwischen der Kreuzung Praunheimer Weg/Niederurseler Landstraße/Alt-Niederursel und der Kreuzung Praunheimer Weg/Weißkirchener Weg auf der rechten Fahrbahnseite erlaubt.

Aufgrund der nunmehr dauerhaft parkenden Fahrzeuge ist die verbleibende Fahrbahn so eng, dass Rettungskräfte bei der Einfahrt nach Niederursel behindert werden (Gefahr im Verzug).

Darüber hinaus können alle Verkehrsteilnehmer die Engstelle nur noch abwechselnd befahren. Die Folgen sind Rückstaus in beide Fahrtrichtungen und gefährliche Situationen mit Fußgängern (am dortigen Zebrastreifen).

Die Stadt Frankfurt ist inzwischen dem Antrag gefolgt und hat die Durchfahrt für Kraftfahrzeuge die aus dem alten Ortskern kommen gesperrt. Nur noch die Zufahrt in den alten Ortskern ist erlaubt. Einzige Ausnahme: Wie in Frankfurt an vielen Stellen üblich, dürfen Fahrradfahrer nach wie vor die Straße in beide Richtungen passieren.

Auf Grund der Parksituation und der Enge der Straße ist das jedoch nicht ungefährlich, da nur wenig Platz für Fahrradfahrer bleibt, wenn größere Fahrzeuge (SUVs, Sprinter, …) den Streckenabschnitt nutzen.

Da die geänderte Verkehrsführung auch vielen (noch) nicht bekannt ist, kann es zu Überraschungen für die beteiligten Verkehrsteilnehmer kommen, wenn die „alte Verkehrsführung“ noch genutzt wird und sich Fahrzeuge in verkehrter Richtung durch dieses Nadelöhr zwängen wollen.


Weiterführender Link

https://www.stvv.frankfurt.de/PARLISLINK/DDW?W=DOK_NAME=%27OM_5601_2024%27

 

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Erfolgreicher Deutschlandpokal 2024 für die Turnerinnen des TV Kalbach

Elenia Krick beim Sprung

Einzelgold für Heidi Nele Sieh und zweimal Mannschaftssilber

Vergangenes Wochenende vertraten mit Heidi Nele Sieh (Altersklasse 10 Jahre) und Elenia Krick (Altersklasse 11 Jahre) zwei Turnerinnen des TV Kalbach die hessischen Farben beim Deutschlandpokal in Berkheim

Dieser nationale Vergleichswettkampf, zu dem nur die besten Turnerinnen des jeweiligen Landesverbandes einer Altersklasse zugelassen werden, gehört zu den Höhepunkten in der zweiten Jahreshälfte.

Die Qualifikation für die jeweiligen Auswahlmannschaften aus Hessen (die besten 4 Turnerinnen bilden eine Mannschaft) hatten sich die beiden Mädchen bei den hessischen Meisterschaften Ende September erturnt.

Den Anfang machten am frühen Samstagmorgen die Turnerinnen der Altersklasse 10. Heidi zeigte an allen vier Geräten saubere und fehlerfreie Übungen. Besonders am Balken und am Boden überzeugte sie die Kampfrichter und erhielt hier die jeweiligen Tageshöchstnoten in ihrer Altersklasse.

Siegerehrung für Heidi Nele Sieh

Siegerehrung für Heidi Nele Sieh, Bild © TV Kalbach

Mit 70,842 Punkten und über 2 Punkten Vorsprung gewann Heidi die Einzelwertung und krönte sich damit zur besten Turnerin Deutschlands der Altersklasse 10. Damit trug Heidi auch maßgeblich zum Mannschaftserfolg bei. Ihr Team aus Hessen gewann die Silbermedaille hinter der Mannschaft des Badischen Turnerbundes.

Mit ihrer erturnten Punktzahl bestätigte Heidi außerdem nochmals ihre bereits in der ersten Jahreshälfte beim Turntalentschulpokal erreichte Qualifikation für den Bundeskadertest und darf sich berechtigte Hoffnungen machen, auch im kommenden Jahr wieder einen Platz im Bundeskader des Deutschen Turnerbundes zu ergattern.

Im anschließenden Wettkampf der Altersklasse 11 zeigte das Team Hessen eine tolle Mannschaftsleistung und holte ebenfalls Silber hinter dem Team aus Sachsen. Elenia überzeugte vor allem am Sprung und am Balken mit persönlichen Bestleistungen, zeigte aber auch am Barren und Boden schöne Übungen. In der Einzelwertung kam Elenia auf einen guten 12. Platz.

Am Ende war die Freude groß, dass auch Elenia mit ihrer erreichten Punktzahl von 64,501 Punkten die Qualifikationsnorm für den Bundeskadertest geknackt hat, mit der sie sich bereits einen Platz im Hessischen Landeskader gesichert hat.

Beide Turnerinnen bereiten sich nun im Landesleistungszentrum Frankfurt intensiv auf den Bundeskadertest vor, der in vier Wochen in Halle an der Saale stattfindet.

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Private Solarstromerzeuger unterstützen

Photovoltaik

Im September 2023 beschloss der Ortsbeirat (12) eine Anfrage an die Stadt Frankfurt als Mehrheitsaktionärin der Mainova AG und der Netzdienste Rhein-Main (NRM) bezüglich einer Unterstützung privater Solarstromerzeuger. Jetzt, ein Jahr später liegt die Antwort vor.

Hintergrund: Viele Bürger, die in PV-Anlagen investieren wollten, klagten über zu lange Genehmigungsverfahren sowie über die lange Zeitdauer bis zum ggf. notwendigen Zählerwechsel. Obwohl die PV-Anlage fix und fertig montiert ist, durfte die erzeugte regenerative Energie wegen fehlender Inbetriebnahme durch die NRM nicht eingespeist werden.

Frage: Wie kann eine schnelle und zügige von bürokratischen Lasten befreite Förderung und Nutzung privat erzeugter Solarenergie gewährleistet werden?

Antwort: Der Magistrat begrüßt den Ausbau Erneuerbarer Energien. Als stadtnaher Versorger baut die Mainova AG eigenes Portfolio an Erneuerbaren Energien-Anlagen stetig aus. Die NRM optimiert und digitalisiert den Anmeldeprozess privater Photovoltaikanlagen, um eine zügige Nutzung der installierten PV-Anlagen in Frankfurt sicherzustellen.

Frage: Wie sehen die Verfahrensabläufe derzeit aus?

Antwort: Bürger, die eine private Photovoltaikanlage in Betrieb nehmen möchten, wenden sich an einen Elektrofachbetrieb oder an einen Anlagenerrichter. Nach Fertigstellung der Planung durch den Fachbetrieb sollte die PV-Anlage bereits bei NRM angemeldet werden.

Der Anmeldeprozess beinhaltet insgesamt 4 Schritte:

  1. Nach einer Online-Anmeldung (von PV-Anlagen: nrmnetzdienste.de/de/einspeisungen/strom/einspeisung-eeg/online-anmeldung von Plug-in-Anlagen: https://www.nrm-netzdienste.de/de/einspeisungen/strom/plug-in-pv-anlagen) durch den Antragssteller oder beauftragten Elektroinstallateur, führt die NRM eine Netzverträglichkeitsprüfung unter Berücksichtigung der örtlichen Netzstruktur durch.
  2. Sofern keine Netzausbaumaßnahmen notwendig sind, erteilt die NRM eine Einspeisezusage. Damit kann die betreffende PV-Anlage errichtet werden.
  3. Sobald die Anlage betriebsbereit ist, erfolgt die Fertigmeldung seitens des Antragsstellers.
  4. Nach Einreichung sämtlicher Unterlagen kann die Zählersetzung von der Mainova ServiceDienste GmbH durchgeführt werden.

Frage: Wie lange dauert es im Durchschnitt, bis private Photovoltaik-Anlagen in Betrieb genommen werden?

Antwort: Die Dauer einer Anmeldung einer PV-Anlage ist abhängig von deren Einspeiseleistung, der entsprechenden Netztopologie am Netzverknüpfungspunkt, der Einhaltung des aufgezeigten Anmeldeprozesses sowie der Qualität und dem Zeitpunkt der eingereichten Unterlagen. Derzeit gibt es ein hohes Anmeldeaufkommen von Einspeiseanlagen unterschiedlichster Betriebs- und Förderungsarten. Dadurch kommt es insbesondere bei komplexem Anlagenaufbau und hohen Anlageleistungen zu einer längeren Bearbeitungsdauer.

Frage: Wie kann das Inbetriebnahme-Verfahren beschleunigt werden?

Antwort: Die Mainova empfiehlt den Bürgern sowie den beauftragten Elektroinstallateuren die Planung frühzeitig zu beginnen, den vorgegebenen Anmeldeprozess einzuhalten und auf Datenkonsistenz zu achten. Es ist zu berücksichtigen, dass jede Änderung oder Korrektur durch den Anlagenerrichter bzw. Elektrofachbetrieb zu Verzögerungen im Anmeldeprozess führt.

Frage: Wie und wen können die Bürger bei der Mainova bzw. bei der NRM gezielt (nicht über eine allgemeine Hotline) kontaktieren, wenn sie ihre PV-Anlage in Betrieb genommen haben möchten?

Antwort: Zu Informationen über den Betrieb von PV-Anlagen können sich die Bürger zunächst an Ihren Elektrofachbetrieb bzw. Anlagenerrichter wenden. Des Weiteren finden private Solarstromerzeuger generelle Informationen auf der Homepage der NRM unter folgendem Link: www.nrmnetzdienste.de/de/einspeisungen/strom/einspeisung-eeg.

Bei Fragen zur EEG-Einspeisung können sich Anlagenbetreiber gerne an folgende eMailadresse wenden: EinspeisungEEG@nrm-netzdienste.de.


Über die Mainova AG

Die Mainova AG ist der führende Energiedienstleister in Frankfurt am Main und Energiepartner für Privat- und Firmenkunden in ganz Deutschland. Das Unternehmen beliefert mehr als eine Million Menschen mit Strom, Gas, Wärme und Wasser und erzielte mit seinen rund 3.100 Mitarbeitern im Jahr 2022 einen bereinigten Umsatz von fast 4,5 Milliarden Euro. Die Mainova erzeugt in großem Maßstab selbst Energie und bietet neben klassischen Versorgungsinfrastrukturen auch Produkte und Dienstleistungen rund um Erneuerbare Energien, Elektromobilität, Car-Sharing, Energieeffizienz und digitale Infrastrukturen. Die Mainova-Tochter NRM Netzdienste Rhein-Main GmbH stellt mit ihrem mehr als 14.000 Kilometer umfassenden Energie- und Wassernetz die zuverlässige Versorgung in Frankfurt und dem Rhein-Main-Gebiet sicher. Die SRM Straßenbeleuchtung Rhein-Main GmbH sorgt mit über 70.000 Straßenleuchten sowie innovativen Dienstleistungen für die Beleuchtung im öffentlichen Raum. Die Aufgaben der Mainova Servicedienste GmbH erstrecken sich auf das Messwesen, die Abrechnung der Lieferungen und Leistungen sowie das Forderungsmanagement. Größte Anteilseigner der Mainova AG sind die Stadtwerke Frankfurt am Main Holding (75,2 %) und die Münchener Thüga (24,5 %). Die übrigen Aktien (0,3 %) befinden sich im Streubesitz.

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Der Sozialverband VdK auf Wachstumskurs

Seniorenhände

Im Ortsverband Kalbach-Riedberg des VdK fanden Neuwahlen statt. Der Vorstand setzt sich jetzt folgendermaßen zusammen:

  1. Harald Mausolf als Vorsitzender
  2. Alfred J. Ströhle als stellvertretender Vorsitzender
  3. Rainer Mehlem als Kassenführer
  4. Rolf Rüdiger Traub als Schriftführer
  5. Walter Schumm und Annemarie Irnersberger als Beisitzer
  6. Ellen Traub als Frauenbeauftragte

Mitgliederentwicklung

Die Mitgliederzahl im Ortsverband Kalbach-Riedberg ist in den vergangenen 10 Jahren von etwa 150 Mitgliedern auf derzeit 237 Mitglieder gewachsen, und es kommen ständig neue Mitglieder hinzu. Etwa 60 Mitglieder wohnen auf dem Riedberg.

Lokale Aktivitäten

Jeden dritten Dienstag im Monat, außer während der hessischen Schulferien findet von 16:00 Uhr bis 17:00 Uhr im »Familienzentrum Billabong« in der Graf-von-Stauffenberg-Allee 46b eine kostenlose Sozialberatung, die auch von (noch) Nichtmitgliedern besucht werden kann, statt.
Themen sind: Alter, Krankheit, Behinderung und Pflege.

Der Sozialverband

Der Sozialverband VdK Deutschland e. V. ist mit 2,2 Millionen Mitgliedern der größte Sozialverband Deutschlands. Er vertritt sozialpolitische Interessen und setzt sich für einen starken Sozialstaat, eine tragfähige gesetzliche Sozialversicherung und soziale Gerechtigkeit ein. Die Themen des als gemeinnützig anerkannten Sozialverbands reichen von Rente, Gesundheit und Pflege bis hin zu Teilhabe, Barrierefreiheit, Leben im Alter und soziale Sicherung.

Kurz nach dem Ende des 2. Weltkrieges initiierten Kriegsüberlebende in Städten und Gemeinden Selbsthilfegruppen, um die Interessen von Kriegsgeschädigten, Witwen und Waisen gegenüber der Verwaltung zu vertreten. In den Jahren zwischen 1946 und 1952 etablierten sich die Landesverbände des VdK e. V.

Nach dem 2. Weltkrieg stand die Abkürzung VdK für Verband der Kriegsbeschädigten, Kriegshinterbliebenen und Sozialrentner Deutschlands. Seit 1994 heißt die Organisation offiziell Sozialverband VdK Deutschland. Der VdK ist konfessionell neutral. Er finanziert sich über die Beiträge seiner Mitglieder und Unternehmenskooperationen.

Neben der sozialpolitischen Interessenvertretung berät der VdK seine Mitglieder im Sozialrecht, vor allem im Bereich der gesetzlichen Sicherungssysteme. (Quelle: Wikipedia)


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Anlage einer neuen Retentionsfläche in Oberursel

Die Bauarbeiten haben im Käsbachtal begonnen

In der vorletzten Woche sind die schweren Baumaschinen im Käsbachtal, unmittelbar am Ortseingang zu Oberursel-Stierstadt, angerückt. Die Bauarbeiten umfassen die Neuanlage von Retentionsbecken, das Anlegen von Versickerungsmulden und das Neuverlegen von Durchlassrohren.  Der Bereichsleiter Forst- und Jagdwesen des Bau & Service Oberursel (BSO), Luis Kriszeleit, beschreibt die Maßnahmen:
„Die Arbeiten sind Teil des im April 2024 von der Betriebsleitung vorgestellten Programms mit kurz- und mittelfristigen Maßnahmen. Ziel ist es, die Überschwemmungsgefahr zu mindern, den Regenwasserabfluss aus dem Wald zu verringern und zu verzögern, die Grundwasserneubildung zu fördern und mehr Wasser im Wald zu halten.


Die Baustellenzufahrt ist bereits angelegt; Foto: D.Walz

Die Arbeiten im Käsbachtal finden im Rahmen eines umfangreichen Hochwasserschutzprogrammes „Wasser im Wald halten“ statt. Im Frühjahr d.J. kündigte die Stadt Oberursel dieses Projekt an, das Baumaßnahmen in Bommersheim, Oberstedten, Weißkirchen und Stierstadt vorsieht. Anlass waren die in letzter Zeit häufiger auftretenden Hochwasserereignisse, speziell im August 2023 und Mai 2024, die sich ebenfalls in Niederursel und Heddernheim auswirkten. „Alle Maßnahmen dienen dem Schutz der Siedlungsgebiete vor Überschwemmungen, dem Schutz der Waldwege vor Ausspülung, der Entlastung der Kanalisation, der besseren Verteilung von Oberflächenabfluss im Wald, um Fließwege zu verlängern, den Wasserabfluss Richtung Siedlungen zu verlangsamen oder zu einem großen Teil durch Versickerung im Wald zu halten“, heißt es in einer Erklärung der Stadt.

Das im Retentionsbecken aufgestaute Wasser könne darüber hinaus  der Feuerwehr als Löschwasser dienen, sollte es in heißen Sommern zu Waldbränden kommen. Dagegen fließt das in den Becken verbliebene Wasser zukünftig nicht mehr (über den Stierstädter Bach) in das Stadtgebiet, sondern versickert vor Ort im Boden und erhöht somit lokal den Grundwasserstand. Sind die Becken voll, gelangt das Wasser durch Überläufe in die Waldfläche. Man hofft auch darauf, dass die dazugewonnen Feuchtgebiete die Entwicklung von mehr Biodiversität fördern: für Amphibien, Kleinsäuger, aber auch Rotwild wären solche Bereiche wertvolle Rückzugsorte. Vor diesem Hintergrund sollen die Bereiche um die Retentionsbecken als „Wildtierruhezone“ deklariert werden, zu denen der Zutritt verboten wird.


Das Käsbachtal: jetzt schon ein schöner Flecken; Foto: D.Walz

Da diese Maßnahmen sicherlich auch Einfluss auf den Wasserstand des Urselbaches haben werden, insbesondere  bei Starkregen, hat MainRiedberg bei der Stadt Oberursel nachgefragt, ob bei diesem konkreten Bauvorhaben als auch bei dem anvisierten Hochwasserschutzprogramm insgesamt eine Zusammenarbeit mit der Stadt Frankfurt stattgefunden hat. Gerade die gewünschte und oft unbefriedigende Kooperation zwischen Frankfurt und seinen Nachbarstädten ist immer wieder Thema, wenn Wasserschäden im Frankfurter Norden zu beklagen sind und nach umfassenden Lösungen gesucht wird. Eine Stadt allein wird das Thema Hochwasserschutz nicht stemmen können.

Leider blieben entsprechende Anfragen an die Stadt Oberursel unbeantwortet.
MainRiedberg bleibt am Thema ….

Links:
Übersicht Handlungsempfehlungen Hochwassermanagement.

Nachtrag:
Kaum war dieser Artikel veröffentlicht, hat uns der Magistrat der Stadt Oberursel/Geschäftsbereich Wirtschaftsförderung, Bürgerbeteiligung und Kommunikation folgende Antwort zukommen lassen:

Das Wasser wird weiter über den Stierstädter Bach (Altbach) abgeführt. Der Abfluss soll verzögert werden. Zudem soll mehr Wasser im Wald versickern.

Die Arbeiten sind Teil des im April 2024 von der Betriebsleitung des Bau & Service Oberursel (BSO) vorgestellten Programms mit kurz- und mittelfristigen Maßnahmen. Ziel ist es, die Überschwemmungsgefahr zu mindern, den Regenwasserabfluss aus dem Wald zu verringern und zu verzögern, die Grundwasserneubildung zu fördern und mehr Wasser im Wald zu halten.

 Eine direkte Wirkung der Maßnahme wird nur ca. ein bis zwei Kilometer entlang des Stierstädter Bachs spürbar sein. Deshalb hat keine direkte Abstimmung mit den Frankfurter Stadtteilen Niederursel und Heddernheim stattgefunden. Eine Zusammenarbeit zwischen den Kommunen Frankfurt, Oberursel und Bad Homburg zu vorbeugenden Hochwasserschutzmaßnahmen findet bereits statt.

 

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Radweg zwischen Niedererlenbach und Niedereschbach nimmt Gestalt an

Das jahrzehntelange Warten nähert sich dem Ende

Haben Sie es gewusst?
Die Bauzeit des Empire State Buildings in New York betrug 1930-31 insgesamt 18 Monate und gilt bis heute als eine der bedeutendsten Logistik- und Bauingenieursleistungen. Die Stadt Frankfurt rechnet dagegen mit rund 15 Monaten Bauzeit für einen Geh- und Radweg zwischen Niedereschbach und Niedererlenbach. Anfang 2025 soll der Weg freigegeben werden.
Momentan befinden sich die Arbeiten in der zweiten Phase, nachdem die Vorarbeiten, die sich auf die Entwässerung der Straße und die Ampelsteuerung konzentrierten, im Herbst letzten Jahres abgeschlossen werden konnten.  In diesem zweiten Bauabschnitt wird seit diesem Februar der kombinierte Geh- und Radweg mit einer Breite von etwa drei Metern auf einer Länge von etwa 1,8 km angelegt.

in Blickrichtung Niedererlenbach; Foto: D.Walz

Es besteht also Grund zur Hoffnung:
das Taj Mahal wurde in 16 Jahren fertig, der Kölner Dom wurde nach mehr als 600 Jahren
vollendet – heutige Radfahrer und Fußgänger können den Weg längs der Niedereschbacher/ Niedererlenbacher Straße sicherlich noch zu ihren Lebzeiten nutzen.

kurz vor Niederelenbach in Blickrichtung Niedereschbach; Foto: D.Walz

Links/Presseberichte:

https://nord.standort-frankfurt.net/aktuelles/das-warten-hat-bald-ein-ende-radweg-wird-endlich-gebaut/

Journal Frankfurt

Frankfurter Rundschau

 

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