Kategorie: AktuelleNEWS

Zu Besuch auf der Streuobstwiese von Wolfgang Diel

Wolfgang Diel ist ein Kalbacher Urgestein und hat in seinem Stadtteil bereits tiefe Spuren hinterlassen: ob als Grünen-Fraktionschef im Ortsbeirat oder als stellvertretender Ortsvorsteher, im Vorstand des  Bürgervereins Kalbach oder Ortsgerichtsvorsteher für den Ortsgerichtsbezirk 12 – wahrscheinlich ist die Liste längst nicht vollständig.
Er hat MainRiedberg auf die von ihm betreute Streuobstwiese eingeladen.

Ab der 1950er Jahren wurden hochstämmige Obstbaumflächen zunehmend durch Ackerflächen der modernen Landwirtschaft und niederwuchsige Obstplantagen ersetzt. Vielerorts wurden Streuobstwiesen aber auch durch Bebauung (Straße, Wohnraum, Gewerbe) verdrängt. Um die Obstplantagen zu fördern, hat die EG bis 1974 sogar Rodungsprämien für jeden Hochstammobstbaum gezahlt. Das Ergebnis dieser Entwicklung ist heute noch sichtbar:
Obwohl Streuobstwiesen in Hessen mittlerweile geschützt sind und als Kulturlandschaft gelten, gibt es nur noch etwa 17.500 Streuobstbiotope auf einer Fläche von insgesamt etwa 9.100 Hektar.“ *

Seit den 1980er Jahren setzte ein Umdenken ein und man begann, Streuobstwiesen in Hinblick auf den Naturschutz und Biodiversität neu zu bewerten. Streuobstwiesen werden heute als „gefährdete“ Lebensräume in der „Roten Liste“ aufgeführt und mittlerweile durch das Bundes- und das Hessische Naturschutzgesetz als geschützte Biotope eingestuft.

Eine allgemeine Definition von Streuobstwiese lautet wie folgt:
Streuobstanbau ist eine Form des extensiven Obstbaus, bei dem größtenteils starkwüchsige, hochstämmige und großkronige Obstbäume in weiträumigen Abständen stehen. Charakteristisch für Streuobstbestände ist die regelmäßige Unternutzung als Dauergrünland. Daneben gibt es Streuobstäcker mit ackerbaulicher oder gärtnerischer Unternutzung, Streuobstalleen sowie sonstige linienförmige Anpflanzungen. Häufig sind Streuobstbestände aus Obstbäumen verschiedener Arten  und Sorten, Alters- und Größenklassen zusammengesetzt, sie sollten eine Mindestflächengröße von 0,15 ha umfassen. Im Unterschied zu modernen Dichtpflanzungen mit geschlossenen einheitlichen Pflanzungen ist in Streuobstbeständen stets der Einzelbaum erkennbar.*
Wesentlich für die Pflege der Bäume und der dauerhaften Obstproduktion ist ein regelmäßiger Baumschnitt, „der die Erhaltung der Bäume bis ins hohe Alter sichert und die Baumhöhlen-entstehung fördert„.*
Im Rahmen einer extensiven Landwirtschaft (Bodennutzung mit geringem Einsatz von Arbeitskraft und Kapital) wird auf Düngung und den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln verzichtet. Neben dem Baumschnitt ist die Pflege des Unterwuchses unter den Obstbäumen wichtig: das Mähen entzieht dem Boden Nährstoffe und fördert damit die krautigen Blühpflanzen.

Rentabilität und Vermarktung sind also nicht die zentralen Motive für den Erhalt einer Streuobstwiese; man muss schon Begeisterung für die Pflege eines kleinräumigen Biotops mitbringen und es als Erfolg der eigenen Bemühungen sehen, wenn ein Spechtpaar in einem der alten Bäume brütet oder ansässige Bienen die Blüten der eigenen Obstbäume bestäuben. Und sicher schmeckt der auf der eigenen Wiese gewonnene Apfelsaft oder -wein viel besser als der, den man im Supermarkt erhält.

Die von Wolfgang Diel gepflegte Streuobstwiese liegt am Weißkirchener Berg, eingeklemmt zwischen landwirtschaftlich genutzten Feldern, am äußeren Rand Kalbachs. Der Kalbacher Kerbeverein betreut ebenfalls eine Obstwiese auf der anderen Straßenseite.
Das Feld von Herrn Diel – er ist Pächter des Grundstücks – misst etwa 20 auf 80 Meter, gepflanzt sind dort in der Hauptsache Apfelbäume, aber auch Edelkastanie, Mirabelle und Kirche. Die Bäume sind in zwei Reihen gesetzt, darunter finden sich alte wie auch junge.

Neue Pflanzen müssen durch einen Drahtkorb, der um die Pflanzenwurzeln gelegt wird, vor den Wühlmäusen geschützt werden. Aktiv bekämpft werden die Nager jedoch nicht – sie leben hier unbehelligt. An einigen Stellen zeichnen sich entlang ihrer festen Routen sogar richtige Trampelpfade ab.
Kleintiere, Insekten und Vögel fühlen sich hier ohnehin wohl – was auch durchaus gewollt ist. Auf kleineren Flächen wird eine Verbuschung (Brombeere) zugelassen oder wurde Altholz zusammengetragen und liegen gelassen, damit dort Kleinsäugetiere (Kaninchen, oder doch ein Fuchs?) Unterschlupf finden und Bienen, Wespen oder andere Insekten heimisch werden können.


Verschiedene Nistkästen und Steinkauzröhren bieten neben den natürlichen Baumnestern eine Brutgelegenheit für Vögel. Alte Bäume bleiben stehen, solange es geht; auch hier siedeln sich gerne Insekten und Vögel an, bevorzugt Spechte, an. So manch alter Baum konnte durch radikalen Astschnitt sogar revitalisiert werden, wenn nämlich anschließend neue Asttriebe schießen und diese wieder Früchte tragen.


Die benachbarte Landwirtschaft bietet den Vorteil, dass die Rasenfläche einmal im Jahr durch einen großen Mäher geschnitten werden kann. Die Insellage der Streuobstwiese inmitten agrarwirtschaftlicher Nutzflächen kann aber eine begrenzte Anwendung chemischer Hilfsmittel an den äußeren Rändern der Streuobstwiese nicht ganz ausschließen. Die Ackerflächen als auch die Obstwiese zwischen Kalbach und Riedberg sind als Landschaftsschutzgebiet ausgewiesen, so dass eine andere Nutzung durch Bebauung weitestgehend ausgeschlossen ist.

Der Arbeitsaufwand hält sich für Herrn Diel insgesamt in Grenzen: die extensive Bewirtung erlaubt es, nicht täglich, und auch nicht jede Woche, auf der Streuobstwiese aktiv sein zu müssen: Baumschnitt, wenn nötig, einmal im Jahr, eigenhändiges Rasenmähen zwei Mal jährlich, die Ernte im Herbst, die Prüfung der Nistkästen und Steinkauzröhren, das Wässern der jungen Bäume in trockenen Sommern, regelmäßig nach dem Zustand der Fläche schauen. Bei der jährlichen Mostäpfel-Ernte helfen Freunde und Bekannte – die gewonnenen 300-400 Liter Saft und Apfelwein teilt man sich.


                                                                                                                                                           Foto: W.Diel

Trotzdem bemüht sich Herr Diel um einen (jüngeren) Partner, um sich Verantwortung und Arbeit teilen zu können und vor allem den Fortbestand der Streuobstwiese auch für die Zukunft zu gewährleisten.  Wünschenswert wäre, wenn die Pflege dieser Obstwiese am Ortsrand Kalbachs nicht nur eine One-Man-Show bliebe.

Links:
Allgemein
https://de.wikipedia.org/wiki/Streuobstwiese#Begriffsentwicklung
https://www.mainaeppelhauslohrberg.de/index.php/streuobst-erleben/lebensraum-streuobstwiese.html
https://www.mainaeppelhauslohrberg.de/index.php/streuobst-erleben/lebensraum-streuobstwiese.html

Das Hessische Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt, Weinbau, Forsten, Jagd und Heimat:
https://landwirtschaft.hessen.de/naturschutz/streuobstwiesenstrategie

Das Hessisches Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie:
https://www.hlnug.de/themen/naturschutz/lebensraeume-und-biotopkartierungen/gesetzlich-geschuetzte-biotope

Streuobst-Wissen
https://www.klimaenergie-frm.de/Nachhaltigkeit/Streuobst/Streuobst-Wissen/
https://www.mainaeppelhauslohrberg.de/

unverzichtbar:
https://www.mainaeppelhauslohrberg.de/images/dokumente/Handbuch_Biotopmanager.pdf

 

 

 

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Gefährlicher Abfall: Zigarettenkippen schaden der Umwelt doppelt

Zigarettenstummel auf dem Boden

Zigarettenstummel gehören nicht in die Umwelt. Und doch landen sie dort, oft auch in der Nähe von Gewässern. Wie eine Untersuchung des Leibniz-Instituts für Gewässerökologie und Binnenfischerei (IGB) gezeigt hat, finden sich in vielen Berliner Gewässern erhebliche Mengen an Nikotin, das auch für Wasserlebewesen giftig ist.

Eine neue Studie des IGB zeigt nun, dass Organismen indirekt davon profitieren könnten: Zum Beispiel giftige Cyanobakterien. Denn Zigarettenkippen im Wasser schädigen ihre Parasiten.

Weltweit werden jährlich etwa 5 Billionen1 Zigaretten konsumiert, von denen Studien zufolge etwa 90 % (4,5 Billionen) unsachgemäß entsorgt werden. Damit gehören Zigaretten zu den weltweit häufigsten Abfallarten.

Nikotin gelangt vor allem durch Niederschläge in die Berliner Gewässer

Zigarettenstummel werden am Ufer weggeworfen oder sogar im Gewässer entsorgt. Selbst in die Kanalisation geworfene Zigarettenkippen können in Süßwasser-Ökosystemen Schaden anrichten: Denn Nikotin ist sehr gut wasserlöslich. Bei Regen ist bereits nach 30 Minuten etwa die Hälfte der Substanz aus der Zigarettenkippe gelöst.

Ein Team hat im Sommer 2019 die Nikotinkonzentration in verschiedenen Berliner Gewässern gemessen. Die Forschenden beprobten dazu 4 Seen, 9 Teiche, 8 Kanäle und 2 kanalisierte Bäche.

Nach Regenfällen stieg die Nikotinkonzentration in fast allen untersuchten Gewässern deutlich an, am stärksten in den Kanälen mit Anschluss an die Kanalisation, dort im Durchschnitt um das 16-fache. Im Sommer bei Trockenheit waren die Nikotinwerte in Badeseen wie der »Krummen Lanke« erhöht.

Für Süßwasserlebewesen gilt die Unbedenklichkeitsschwelle von 400 Nanogramm2 pro Liter als „Konzentration ohne schädliche Wirkung“ bei kurzfristiger Exposition3. Die mittlere Konzentration in allen im Untersuchungszeitraum beprobten Gewässern lag bei 28 Nanogramm pro Liter also überwiegend unterhalb der Unbedenklichkeitsschwelle.

Aber nach Regenfällen lagen sie jedoch im Mittel bei 148 Nanogramm pro Liter, am höchsten im Teltowkanal mit 1.470 Nanogramm pro Liter nach Regenfällen.

Gelöste Chemikalien aus Zigarettenkippen schädigen „positive Parasiten“, die giftige Cyanobakterien in Schach halten.

Es ist bereits bekannt, dass Nikotin und andere Inhaltsstoffe von Zigarettenkippen verschiedene Wasserorganismen wie Fische, Weichtiere, Krebstiere und Phytoplankton4 schädigen können, indem sie das Überleben, das Wachstum, die Mobilität oder die Entwicklung beeinträchtigen.

Dr. Erika Martinez-Ruiz, eine Forscherin in der Arbeitsgruppe „Disease Evolutionary Ecology“ der Professorin Justyna Wolinska, hat in einer Laborstudie eine überraschende Entdeckung gemacht: Sie untersuchte die Wechselwirkungen zwischen Parasiten und ihren Wirten am Beispiel von Pilzen und Cyanobakterien.

Dabei fand sie heraus, dass Verbindungen, die aus Zigarettenkippen ausgewaschen werden, darunter Metalle und Nikotin, die Infektion von Cyanobakterien durch parasitische Chytridpilze hemmen können.

„Diese Hemmung wiederum fördert indirekt das Wachstum der Cyanobakterien und zeigt damit bisher unbekannten ökologischen Auswirkungen von Zigarettenabfällen auf die aquatische Umwelt“, erklärt Erika Martinez-Ruiz.

„Toxische Cyanobakterien können ein Problem für die Herstellung von Trinkwasser oder für die Nutzung von Freizeitgewässern darstellen. Ihr Wachstum wird durch verschiedene Faktoren wie Temperatur und Nährstoffverfügbarkeit, aber auch durch Parasitismus und Fraßdruck reguliert.

Chytridpilze sind wichtige Parasiten, die eine entscheidende Rolle bei der Regulierung von Cyanobakterienpopulationen spielen, indem sie die von ihnen infizierten Cyanobakterienzellen abtöten“, so Justyna Wolinska.

Nahrungskette im See

Bild von Hati at de.wikipedia

Komplexe Schadstoffgemische wirken auf Artengemeinschaften

Herkömmliche Ökotoxizitätstests konzentrieren sich in der Regel auf die Auswirkungen einzelner Schadstoffe auf einzelne Arten. Die aktuelle Studie zeigt, dass dies zu kurz greift: Schadstoffe kommen in der Umwelt meist in Gemischen vor und wirken auf Systeme mit mehreren Arten. Dies zu berücksichtigen, würde die realen Bedingungen besser widerspiegeln und ein tieferes Verständnis der Auswirkungen von Schadstoffen auf aquatische Ökosysteme ermöglichen.

Was bedeutet das für den Riedberg?

Die Niederschläge auf den Riedberger Oberflächen werden im lokalen Abwassernetz gesammelt, und landen dann entweder über den Kätcheslachpark im Kalbach oder über die Quellen (Bonifatiusquelle, Bornfloßquelle) im Naturschutzgebiet im Mertonviertel. So werden auch hier die Gifte weggeworfener Zigarettenkippen ausgewaschen, konzentriert und landen wieder im Wasserkreislauf.


1 1 Billion = 1.000 Milliarden oder 1 Million Millionen = 1 x 1012
2 1 Nanogramm = 1 Milliardstel Gramm
3 Exposition bedeutet Kontakt zwischen Zellen und einer Substanz, einem Mikroorganismus oder Strahlung.
4 Phytoplankton bezeichnet frei schwebendes, pflanzliches Plankton, welches am Beginn der Nahrungskette steht.


Cigarette butts enable toxigenic cyanobacteria growth by inhibiting their lethal fungal infections, Ecotoxicology and Environmental Safety, Volume 286, 2024, 117149, ISSN 0147-6513, https://doi.org/io.ioi6/j.ecoenv.2O24.ii7i49.
Quelle: https://www.igb-berlin.de/news/gefaehrlicher-abfall-zigarettenkippen-schaden-gewaessern-doppelt

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Ende der Desinfektionsmaßnahme des Trinkwassers im Frankfurter Norden

Trinkwasserbrunnen

Die Desinfektion des Trinkwassers der Behälteranlage Heiligenstock wird nach Angaben des Betreibers Hessenwasser in Abstimmung mit dem Gesundheitsamt Frankfurt am Main im Laufe der 50. Kalenderwoche eingestellt werden. Bis dahin wird die Baustelle des Rohrschadens, der Veranlassung für die vorsorgliche Desinfektionsmaßnahme war, vollständig zurückgebaut sein.

Durch die vorbeugende Chlorierung kam es in den nördlichen Stadtteilen zu Geruchs- und Geschmacksbeeinträchtigungen beim Trinkwasser. Der Genuss des Wassers war jedoch jederzeit gesundheitlich unbedenklich.

Nach einem Rohrbruch an dem Wasserspeicher im Heiligenstock chlorte der Wasserversorger Hessenwasser auf Anweisung des Gesundheitsamts das Wasser als Vorsichtsmaßnahme.
Die Reparaturarbeiten im Heiligenstock sind inzwischen weit fortgeschritten. Die defekte Stelle wurde ausgetauscht. Die Arbeiten waren allerdings besonders schwierig, da das Rohr in 8 Meter Tiefe unter einer harten Gesteinsschicht lag.

Unangenehm war der Chlorgeruch aber dennoch für viele Bewohner des Frankfurter Nordens, auch wenn der Geruch nicht in allen Stadtteilen gleich stark wahrgenommen wurde und es auch große Unterschiede in der individuellen Wahrnehmung der Menschen gab, wie ein Sprecher von Hessenwasser erklärte.

Der Wasserversorger selbst hatte zudem aufgrund eines internen Missverständnisses zuletzt mitgeteilt, die Desinfektion würde erst im Januar abgestellt. Diese Aussage zog Hessenwasser dann wieder zurück.

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Römisches Nida im Bibliothekszentrum Nordweststadt

Eine Kooperation zwischen zwei Kulturinstitutionen der Stadt Frankfurt

Das Archäologische Museum Frankfurt zeigt im Bibliothekszentrum Nordweststadt eine informative Präsentation zur römischen Geschichte Frankfurts: „Das römische Nida im Bibliothekszentrum Nordweststadt“. Bis Samstag, 21. Dezember, haben Besucherinnen und Besucher die Möglichkeit, die faszinierende Geschichte der antiken Stadt Nida hautnah zu erleben – und das direkt in ihrer Nachbarschaft. Unweit des heutigen Standorts des Bibliothekszentrums Nordweststadt verliefen vor 1800 Jahren zwei wichtige Fernstraßen. Sie führten aus einem Tor der römischen Stadt Nida, heute Heddernheim, in die Wetterau und zu den Limeskastellen im Taunus. Das antike Nida, um 75 nach Christus aus der zivilen Ansiedlung bei einem Militärlager entstanden, entwickelte sich im Laufe des 2. Jahrhunderts nach Christus mit öffentlichen Großbauten wie Bädern und Heiligtümern zu einer der bedeutendsten Siedlungen im römischen Germanien. Heute sind nur noch wenige Überreste der Stadt in der modernen Nordweststadt sichtbar.

Umso bedeutender sind die Ergebnisse der Archäologinnen und Archäologen, die seit über 200 Jahren das antike Stadtgebiet erforschen. Die Präsentation des Archäologischen Museums Frankfurt im Bibliothekszentrum Nordweststadt gibt anhand von originalen Funden, hochwertigen Kopien und Texten einen Einblick in die Ergebnisse neuerer Ausgrabungen sowie die Geschichte von Nida. Dabei wird auch deutlich, dass bereits bei den Menschen in der Römerzeit Lesen und Schreiben gefragte Fertigkeiten waren.

Diese Präsentation ist ein hervorragendes Beispiel für die flexible und produktive Zusammenarbeit zweier Kulturinstitutionen der Stadt Frankfurt: Das Archäologische Museum Frankfurt und die Stadtbücherei bündeln ihre Expertise und Ressourcen, um archäologische und historische Forschungen einem breiten Publikum zugänglich zu machen – und das kostenfrei.

Die Präsentation läuft bis Samstag, 21. Dezember, im Bibliothekszentrum Nordweststadt, Nidaforum 6. Sie kann montags, mittwochs und freitags von 11 bis 17 Uhr, dienstags, donnerstags von 13 bis 19 Uhr und samstags von 10 bis 14 Uhr besucht werden.

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Familienzentrum Billabong sucht Unterstützung

Weihnachtswichtel

Kreative Weihnachtswichtel

Weil es uns letztes Jahr so viel Freude bereitet hat, suchen wir wieder fleißige und kreative Weihnachtswichtel die uns Weihnachtsbilder oder Basteleien anfertigen, um den Senioren und Seniorinnen unserer Kooperationspartner (Bettinahof, Parea, Sozialwerk Main Taunus) eine Freude zu bereiten. Bringen Sie uns Ihre Kunstwerke bis zum 08.12.2024 vorbei und wir verteilen sie in den verschiedenen Einrichtungen.

Welcome Engel

Wellcome Engel

Gesucht werden engagierte Menschen, die unsere jungen Familien unterstützen möchten! Wenn Sie kinderlieb sind und etwas Zeit zu verschenken hast, dann sind Sie bei uns genau richtig.

Was wir suchen: Ehrenamtliche Helfer, die Freude daran haben, Zeit mit Kindern zu verbringen und Familien in der Eingewöhnungszeit zu unterstützen.

Infos und Anmeldung: riedberg@wellcome-online.de

Digitale Senioren

Handy & Computertreff Digitale Senioren

Sie haben Erfahrung im Umgang mit Mobiltelefon, Laptop, Tablet und/oder PC. Dann sind Sie bei uns richtig. Sie brauchen kein Experte sein. Wir bilden uns gegenseitig fort und teilen unser Wissen mit anderen Menschen die Einstiegsschwierigkeiten überwinden müssen. Wir sind eine kleine ehrenamtliche Truppe und haben viel Spaß bei unseren Einsätzen. Schauen Sie einfach mal vorbei. Kostet nix.

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Und zum Kuckuck sprach der Specht, auf einem Bein da steht’s sich schlecht!

Last / Haken für Schwerlast

Kalbach-Riedberg hat trotz seiner großen Einwohnerzahl nur eine Stadtbezirksvorsteherin!

Frankfurt hat 46 Stadtteile. Diese Einteilung dient aber nur statistischen Zwecken. Aber sie ist im Bewusstsein der Bevölkerung tief verankert.

1973 wurde politisch entschieden, die Stadt in Stadtbezirke (Ortsbezirke, derzeit 16) aufzuteilen und dafür Bezirksvorsteher zu ernennen. „Zur Festigung des Vertrauens der Bevölkerung in die Stadtverwaltung und zur Förderung der Beziehungen zwischen der Bevölkerung und der Verwaltung“, so hieß es damals.

Für jeden durch einen Stadtbezirksvorsteher zu verwaltenden Bezirk kann [noch] ein Stellvertreter bestellt werden. Die Bezirksvorsteher und ihre Stellvertreter sind Ehrenbeamte der Stadt Frankfurt und erhalten eine Anstellungsurkunde. Sie sind dem Oberbürgermeister dienstlich unterstellt. Es handelt sich um ein (unbezahltes) Ehrenamt. Allerdings gibt es eine Aufwandsentschädigung von 409 Euro1.

Das Aufgabengebiet ist erheblich:

  • Beratung vorsprechender Bürger
  • Weiterleitung von Anträgen, Anregungen und Beschwerden
  • Mithilfe bei der Vorbereitung und Durchführung von Wahlen
  • Mithilfe bei der Vorbereitung von Informationsveranstaltungen des Magistrats
  • Ehrung von Ehe- und Altersjubilaren
  • Beglaubigung von Unterschriften in Ruhegehalts- und Rentenangelegenheiten (Lebensbescheinigung)
  • Melden von Mängeln im Stadtbezirk

Etwas willkürlich scheint die Zahl der Plätze für Stadtbezirksvorsteher

19 Stadtteile haben nur einen Stadtbezirksvorsteher. Leider gehört auch Kalbach-Riedberg mit über 22.000 Einwohnern dazu. Der kleinste Stadtteil mit Stadtbezirksvorsteher hat dagegen nur 3.700 Einwohner.

Werfen wir einen Blick auf das andere Ende der Versorgung mit Plätzen: Es gibt zwei Stadtteile mit 6 Plätzen. Pro Stadtbezirksvorsteher werden dort etwa 10.000 Bürger betreut. Umgerechnet auf Kalbach-Riedberg währen daher auch hier 2 Plätze mindestens angemessen.

Alles auf eine Karte

Derzeit ruht die Betreuung von über 22.000 Einwohnern auf den Schultern einer Stadtbezirksvorsteherin. Fällt sie aus, gibt es zum Glück eine Stellvertretung.

Auch das Amt der Stadtbezirksvorsteherinnen ist zeitlich beschränkt. Rechtzeitig Nachwuchs zu finden und auszubilden scheint aber nicht die höchste Priorität zu genießen. Die „Amtszeit“ läuft mit Ende der Kommunalwahlperiode aus und es muss ein neuer Ehrenbeamter für diese Funktion gefunden und berufen werden. Wie dann eine ordentliche Übergabe des umfangreichen Arbeitsgebietes, im Falle eines Wechsels aussehen soll, bleibt ein Rätsel.

Und noch ein Arbeitspaket …

Um zu prüfen, wie viele Arbeitspakete eine Stadtbezirksvorsteherin schultern kann, wurde dann noch entschieden, ein weiteres Wahllokal, immerhin das elfte des Stadtteils, auf dem Riedberg zu eröffnen. Weil es so viele Neubürger gibt.

Die Bundestagswahlen finden dieses Jahr schon am 23.02.025 statt. Am 5.03.2025 ist Aschermittwoch. Während der Faschingssaison freiwillige Wahlhelfer zu finden, um ein neues Wahllokal auszustatten, wird sicherlich anspruchsvoll sein!

Zum Glück kann die amtierende Stadtbezirksvorsteherin auf ein gut ausgebautes Netzwerk zurückgreifen, das in solchen Situationen natürlich „Gold wert ist“.


1 Satzung über die Entschädigung von ehrenamtlich Tätigen

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Die Bundestagswahlen stehen vor der Tür

Bundestagswahl - Wahlzettel

Die Wahl zum 21. Deutschen Bundestag soll als vorgezogene Neuwahl voraussichtlich am 23.02.2025 stattfinden. Voraussetzung für diesen Termin ist eine gescheiterte Vertrauensfrage von Bundeskanzler Olaf Scholz, der diese Vertrauensfrage sowie vorzeitige Neuwahlen nach dem Bruch der regierenden Ampelkoalition am 06.11.2024 angekündigt hatte. (Als Termin für eine turnusmäßige Wahl war ursprünglich der 28.09.2025 festgelegt worden.)

Bei bisherigen Neuwahlen wurden die bei einer „regulären“ Bundestagswahl geltenden Fristen, etwa zur Anzeige der Beteiligung an der Wahl oder zur Einreichung von Kreiswahlvorschlägen und Landeslisten, in der Regel halbiert. Es ist weiterhin davon auszugehen, dass der Start der Briefwahl, der regulär sonst 6 Wochen vor dem Wahltag beginnt, erheblich verkürzt wird, so der Kreiswahlleiter.

„Alle potenziellen Wahlvorschlagsträger sind insofern aufgefordert, schnellstmöglich ihre Versammlungen abzuhalten, um möglichst zeitnah ihre Bewerber in Form von Kreiswahlvorschlägen bei meiner Geschäftsstelle einzureichen. Dies gilt ebenso für Einzelbewerber“, sagte der Kreiswahlleiter Gerhard Budde weiter. Zudem weist er darauf hin, dass die erforderliche Zahl der Unterstützungsunterschriften für Parteien, die diese für ihren Kreiswahlvorschlag benötigen, trotz verkürzter Fristen, unverändert bleibe.

Was ändert sich am Riedberg?

Durch den Bevölkerungszuwachs wird es auf dem Riedberg nach ersten Informationen aus der Stadt – Bürgeramt, Statistik und Wahlen – ein weiteres Wahllokal geben. Wieder einmal werden Freiwillige für die ehrenamtliche Tätigkeit als Mitglied in einem der insgesamt dann 11 Wahlvorstände im Ortsteil Kalbach-Riedberg benötigt.

Bei der Bundestagswahl ist wahlberechtigt, wer deutscher Staatsbürger ist und das 18. Lebensjahr am Wahltag vollendet hat. Die Wahlhelfenden sollen vorzugsweise im Stadtbezirk wohnen, in dem sie zum Einsatz kommen.

Fragen zum Thema Wahlhelfer?

Auskünfte erteilt: Frau Gudrun Sulzer-Gram
Stadtbezirksvorsteherin Kalbach/Riedberg – 12.79 –
Am Höllenberg 43
60437 Frankfurt am Main
Tel.: 069-53 05 83 62
Mobil: 0170-34 22 584
eMail: sulzer.gram@googlemail.com


Weiterführende Links
https://de.wikipedia.org/wiki/Bundestagswahl_2025
https://frankfurt.de/service-und-rathaus/stadtpolitik/wahlen
https://wahlen.hessen.de/

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Unverpackt-Läden auf dem Rückzug

Weinflaschen im Laden "Die Schütte"

Wenn es dem Einzelhandel nicht gut geht, dann merkt man das besonders an den Umsätzen bei den Unverpackt-Läden. Vor allem die Inflation macht den kleinen Läden zu schaffen. 224 Unverpackt-Läden sind beim bundesweiten Branchenverband gemeldet, 5 Angebote gibt es in Frankfurt: 3 Geschäfte, 1 Marktstand und 1 Online-Lieferdienst.

Kalt erwischt hat es in diesem Jahr »Gramm.genau« in Bockenheim und »Die Schütte« in Oberursel. »Gramm.genau« hatte die Bewegung mit seiner Eröffnung 2019 nach Frankfurt gebracht. Der Kampf mit sinkenden Umsätzen konnte auch durch die Übernahme durch eine Genossenschaft nicht beendet werden. Anfang des Jahres musste »Gramm.genau« schließen – und hinterlässt eine Lücke in der städtischen Einkaufsszene. Um ohne großen Druck wirtschaften zu können, hätte es 25 % mehr Umsatz gebraucht.

Laut einer repräsentativen Ipsos-Studie im März bleiben 39 % der Befragten nachhaltigen, bzw. Bio-Produkten treu, mit 37 % greifen aber fast genauso viele auf Alternativen zurück. Die Bereitschaft der Menschen, mehr für nachhaltige Produkte auszugeben, ist seit 2022 um 8 % gesunken. Ganze 49 deutsche Betriebe mit Unverpackt-Konzept mussten im letzten Jahr schließen, 22 Betriebe sind es bereits in diesem Jahr.

Der Oberurseler Unverpacktladen »Die Schütte« wird am 21. Dezember schließen. Mit viel Elan und einer bis ins Detail ausgearbeiteten Geschäftsidee hatten Christine Greve und Nina Sünder vor ziemlich genau 2 Jahren den Laden in der Ackergasse 9 in Oberursel eröffnet. Sie führen seither ein Sortiment mit Lebensmitteln, Badezimmer- und Putzmitteln, Haushalts- und Geschenkartikeln.

Doch es gibt leider nicht ausreichend Kundschaft für dieses Konzept in der Brunnenstadt. Auch zahlreiche Marketing-Aktivitäten, wie Rabattaktionen und Werbung, sowie interessante Veranstaltungen rund um die Themen Nachhaltigkeit und Zero Waste brachten nur halb so viel Kunden, wie das Geschäft zum Überleben benötigt hätte.

Die Bereitschaft der Kundschaft, Neues auszuprobieren, sich umzustellen und unverpackt einzukaufen ist einfach noch nicht zum Mainstream geworden, sondern immer noch ein Nischensegment, trotz Klimawandel und Umweltverschmutzung. Statt Lippenbekenntnissen wäre praktisches Anpacken und Umstellen der eigenen Gewohnheiten in der Bevölkerung notwendig gewesen.

Stattdessen schaut man sich schaudernd die Katastrophenbilder im Fernsehen an und hofft, dass man nicht als Nächstes zu den Betroffenen gehört. Selbst ein Parkplatz vor dem Laden, oder Preise, die teilweise unter dem lagen, was große Biohändler verlangen, führen nicht zur Umstellung im Konsumverhalten. Für viele Menschen ist es kein Problem, billige Lebensmittel wegzuschmeißen, aber sie sind nicht bereit, etwas Teureres in kleinen Mengen zu kaufen.

Da am Ende nichts weggeworfen werden soll, beginnt ab sofort der Abverkauf. Lebensmittel werden individuell rabattiert, die non-food Artikel, mit Ausnahme von Büchern und wenigen anderen Produkten, werden ab 19. November um 20% reduziert. Ab 26.11. purzeln die Preise weiter, bis hoffentlich am 21. Dezember nichts mehr übrig ist. Auch das Mobiliar, die Deko, die Spender, Bonbongläser, Trichter und Abfüllhilfen werden ab sofort verkauft. Wer die Schütte noch nicht kennt, hat also jetzt noch einen weiteren Grund, dem Laden einen (letzten) Besuch abzustatten.

Viele Kunden sind nun traurig – ja manchmal sogar verzweifelt – weil sich ein Laden wie »Die Schütte« in der schönen Brunnenstadt nicht halten kann. Es tut gut zu wissen, dass es viele gleich gesinnte Menschen gibt, die die Vision von nachhaltigem Konsum teilen. Bleiben wir hoffnungsvoll, dass wieder bessere Zeiten für Klimaschutz und Nachhaltigkeit kommen und das Thema „Unverpackt“ hier in Oberursel und Frankfurt eine zweite Chance erhält.

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Bonames: Mobile Toilettenkabine beschädigt

Polizeiwagen

Am Sonntagabend (17. November 2024) gegen 22:00 Uhr fand ein großer Polizeieinsatz im »Oberen Kalbacher Weg» in Höhe der Bundesautobahn 661 statt. Mehrere Zeugen riefen den Notruf, da sie einen lauten Knall vernahmen.

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Oberen Kalbacher Weg

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Oberen Kalbacher Weg 50.183959, 8.656846

Die eingesetzten Polizeistreifen fanden ein zerstörtes mobiles Toilettenhäuschen im »Oberen Kalbacher Weg« auf der Höhe der BAB 661 vor. Nach bisherigen Ermittlungen habe ein selbst gebauter Sprengkörper den lauten Knall und die Beschädigung verursacht. Die Beamten fanden Teile der Kabine 30 Meter weit entfernt. Die Ermittlungen dauern an.

In diesem Zusammenhang möchte die Polizei hinsichtlich des Umgangs mit Silvesterfeuerwerk für den anstehenden Jahreswechsel ausdrücklich sensibilisieren. Das Bauen und Zünden von selbst erstellten Sprengkörpern ist nicht nur verboten sondern überdies lebensgefährlich.

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