Kategorie: AktuelleNEWS

Gestern: Tötungsdelikt in Bonames

Polizeifahrzeug aus Hessen

Frauendezernentin Zapf-Rodríguez fordert Konsequenzen für den Schutz
gefährdeter Personen

Die Tat

Am Mittwoch, den 2. Juli, kam es in einem Wohnhaus in Bonames zu einem tödlichen Angriff. Ein 46-jähriger Mann wurde erstochen, eine 31-jährige Frau – die getrenntlebende Ehefrau des Tatverdächtigen – verletzt. Die Polizei nahm den 36-jährigen mutmaßlichen Täter am Tatort fest. Gegen den polizeibekannten Mann wird wegen Mordes und versuchten Mordes ermittelt.

Tiefe Betroffenheit

Dazu erklärt Tina Zapf-Rodríguez, Dezernentin für Klima, Umwelt und Frauen: „Die schreckliche Tat in Bonames macht mich tief betroffen. Mein Mitgefühl und mein aufrichtiges Beileid gelten den Angehörigen des getöteten Mannes, ebenso wünsche ich der verletzten Frau viel Kraft und eine schnelle Genesung.“

Die derzeit bekannten Hintergründe

Dieser Fall zeigt auf tragische Weise eine politische Dimension: Der mutmaßliche Täter war bereits einschlägig polizeibekannt. Laut gemeinsamer Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft und des Polizeipräsidiums Frankfurt am Main stand er wegen häuslicher Gewalt und Vergewaltigung unter einer richterlich angeordneten elektronischen Aufenthaltsüberwachung. Das Tötungsdelikt passierte nur gut eine Woche nach Ablauf der Vier-Monats-Frist.

„Gut Rat ist teuer“

Frau Zapf-Rodríguez sagt weiter: „Hier wird ein gravierendes Problem sichtbar: Die derzeitige gesetzliche Befristung der elektronischen Fußfessel kann in Fällen massiver Gewaltandrohungen oder anhaltender Gefährdungslagen unzureichend sein. Der Fall zeigt, dass gefährliche Täter die Überwachung möglicherweise lediglich ,absitzen‘. Der Gesetzgeber muss jetzt prüfen, wie der Schutz gefährdeter Personen auch über starre Fristen hinaus gewährleistet werden kann!“

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So bleiben Sie auch bei Hitze gesund und kühl

Sonne Wärme Energie

Mit den steigenden Temperaturen in den Sommermonaten stehen viele Menschen vor der Herausforderung, ihre Wohnungen kühl zu halten und gleichzeitig gesundheitliche Risiken zu vermeiden. Besonders für ältere Menschen und Personen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen können hohe Temperaturen gefährlich werden. In diesem Ratgeber erfahren Sie, welche gesundheitlichen Risiken bei extremer Hitze bestehen und wie Sie Ihre Wohnung erträglicher gestalten können.

Gesundheitliche Risiken durch Hitze

Hohe Temperaturen, insbesondere über 30 Grad Celsius, können für viele Menschen eine erhebliche Belastung darstellen. Laut der Deutschen Herzstiftung sind besonders ältere Menschen sowie Patienten mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Bluthochdruck, Herzschwäche oder koronare Herzkrankheit gefährdet. Bei solchen Erkrankungen kann die Fähigkeit des Körpers, sich selbst zu kühlen, stark eingeschränkt sein. Dies führt oft zu Symptomen wie Müdigkeit, Schwindel, Muskelkrämpfen und sogar Kreislaufkollaps.

Wichtige Vorsichtsmaßnahmen

  • Trinkmenge anpassen: Es ist entscheidend, ausreichend Flüssigkeit zu sich zu nehmen, um einem Flüssigkeitsverlust vorzubeugen. Dies gilt besonders für Personen, die Diuretika einnehmen, da diese die Ausscheidung von Wasser fördern.
  • Blutdruck überwachen: Bei extremen Temperaturen kann der Blutdruck steigen oder fallen. Regelmäßiges Messen ist wichtig, um rechtzeitig reagieren zu können.
  • Körperliche Aktivität reduzieren: Anstrengende Tätigkeiten sollten in kühlere Tageszeiten verlagert werden, um den Körper nicht zusätzlich zu belasten.

Für Menschen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen ist es ratsam, vor der Sommerhitze Rücksprache mit dem behandelnden Arzt zu halten, um individuelle Vorsichtsmaßnahmen zu besprechen.

Tipps für eine kühlere Wohnung

Um die Wohnung auch bei hohen Außentemperaturen angenehm zu gestalten, gibt es verschiedene Strategien:

  1. Richtiges Lüften
  • Früh und spät lüften: Öffnen Sie die Fenster in den frühen Morgenstunden oder spät abends, wenn die Außentemperatur niedriger ist.
  • Fenster schließen: Halten Sie tagsüber Fenster und Türen geschlossen, um die Hitze draußen zu halten.
  1. Sonnenschutz
  • Außenliegende Maßnahmen: Installieren Sie Rollläden, Jalousien oder Markisen, um die direkte Sonneneinstrahlung zu minimieren. Außenliegender Sonnenschutz ist effektiver als Vorhänge oder Innenjalousien.
  • Reflektierende Fensterfolien: Diese können helfen, die Wärme im Inneren zu reduzieren.
  1. Aktive Kühlung
  • Ventilatoren nutzen: Stellen Sie einen Ventilator in der Nähe einer Schüssel mit Eiswürfeln auf, um kühle Luft zu erzeugen.
  • Nasse Tücher aufhängen: Durch Verdunstung kann die Luftfeuchtigkeit erhöht und die Temperatur gesenkt werden.
  1. Natürliche Kühlung durch Pflanzen
  • Zimmerpflanzen: Pflanzen wie Farn oder Areca-Palme verbessern die Luftfeuchtigkeit und sorgen für ein angenehmes Raumklima.
  • Balkon bepflanzen: Begrünte Balkone oder Fensterbänke wirken als natürliche Sonnenschutzmaßnahmen.

Sie können es beeinflussen

Die Sommerhitze kann für viele eine Herausforderung darstellen, insbesondere für gesundheitlich angeschlagene Personen. Durch einfache Maßnahmen zur Wohnungskühlung und das Bewusstsein für gesundheitliche Risiken können Sie jedoch dafür sorgen, dass Sie die heißen Tage besser überstehen. Achten Sie darauf, regelmäßig zu trinken, Ihren Blutdruck zu kontrollieren und Ihre Wohnung kühl zu halten, um gesund durch den Sommer zu kommen.

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Sportkreis Frankfurt: Erfolge und Baustellen

Planung Sportplatz 2 der Stadt FFM

Der Sportkreis Frankfurt kann auf eine erfolgreiche Entwicklung zurückblicken, doch während die Mitgliederzahlen in den Vereinen stetig steigen, bleibt der Bau des dringend benötigten Sportplatzes am Riedberg weiterhin aus.

Erfolgreiche Mitgliederentwicklung

In den letzten Jahren hat der Sportkreis Frankfurt bemerkenswerte Fortschritte gemacht. Unter der langjährigen Führung von Roland Frischkorn, der seit 25 Jahren Vorsitzender ist, hat sich die Mitgliederzahl der Sportvereine in Frankfurt erheblich erhöht.

Aktuell zählt der Sportkreis über 341.000 Mitglieder, was einen Zuwachs von 7 % im Vergleich zum Vorjahr und sogar von 31 % innerhalb der letzten vier Jahre bedeutet.

Herr Frischkorn führt diesen Anstieg auf das Engagement der Vereine sowie auf die Unterstützung durch den Sportkreis zurück. Initiativen wie „Sport vor Ort“ haben dazu beigetragen, das Interesse an verschiedenen Sportarten zu fördern und das Bewusstsein für die Vielfalt des Sports zu schärfen.

Dringender Bedarf an Sportstätten

Trotz dieser positiven Entwicklungen gibt es jedoch erhebliche Herausforderungen, insbesondere im Bereich der Sportstätten. Herr Frischkorn hat wiederholt auf den Mangel an geeigneten Sportanlagen hingewiesen. Der Sportkreis benötigt dringend 10 weitere Dreifelderhallen, um dem steigenden Bedarf gerecht zu werden. Diese infrastrukturellen Defizite stehen im Kontrast zu den erfreulichen Mitgliederzahlen und werfen einen Schatten auf die Erfolge des Sportkreises.

Baustelle Riedberg: Ein Versprechen bleibt unerfüllt

Ein besonders dringendes Projekt ist der Bau des neuen Sportplatzes am Riedberg, dessen Pläne bereits vor mehreren Jahren vorgestellt wurden. Die Sportanlage soll einen Kunstrasen-Fußballplatz, eine 400-Meter-Bahn sowie verschiedene Spielfelder und eine Halle umfassen.

Trotz der Ankündigung und der vorgesehenen Kosten von rund 15 Millionen Euro bleibt der Bau bislang auf der Strecke. Das Gelände östlich der Altenhöferallee liegt nach wie vor brach und wurde nur sporadisch für andere Zwecke genutzt.

Politische Diskussionen und Unsicherheiten

Die Situation rund um den Sportplatz hat zu politischen Diskussionen geführt. Der Ortsbeirat hat 2024 einen Antrag der SPD-Fraktion abgelehnt, der eine offizielle Klärung der Bauaktivitäten forderte.

Während die CDU argumentierte, dass es noch keine verlässlichen Daten für den Baubeginn gebe, forderte die SPD mehr Transparenz und Informationen für die Anwohner. Ortsvorsteherin Ulrike Neißner konnte damals zumindest teilweise Aufklärung bieten. Sie erklärte, dass das Areal vorübergehend als Lagerplatz für eine Maßnahme der Netzdienste Rhein-Main genutzt wird, was jedoch nicht zu Verzögerungen beim Bau führen sollte. Dennoch bleibt die Unsicherheit über den tatsächlichen Baubeginn bestehen.

Ein Erfolg mit Schatten

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der Sportkreis Frankfurt in den letzten Jahren bemerkenswerte Erfolge erzielt hat, insbesondere in Bezug auf die Mitgliederzahlen und die Förderung des Sports in der Stadt.

Dennoch bleibt der Bau des Sportplatzes am Riedberg ein ungelöstes Problem, das dringend angegangen werden muss. Die Anwohner und Sportinteressierten warten auf die Umsetzung eines Projekts, das für die Entwicklung des Sports in der Region von entscheidender Bedeutung ist. Es bleibt zu hoffen, dass die Verantwortlichen der Stadtverwaltung bald verlässliche Informationen und konkrete Schritte zur Realisierung des Bauvorhabens präsentieren können.


Aktuelles aus dem Ortsbeirat: Am Freitag, dem 27.06.2025 hat der Ortsbeirat (12) der Vorlage M 98 zugestimmt, in der Mittel für die Sportanlage Altenhöferallee im Haushalt eingestellt sind (Anlage 3).

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Weiter Redebedarf hinsichtlich Stadtteils der Quartiere im Frankfurter Nordwesten

Neuer Stadtteil der Quartiere

Bauvorhaben östlich der A 5

Die Frage nach der Umsetzung des Neubaugebiets „Stadtteil der Quartiere“ im Frankfurter Nordwesten ist noch nicht ausdiskutiert. Am Donnerstag, 26. Juni, erläuterte Planungsdezernent Marcus Gwechenberger (SPD) den aktuellen Planungsstand des Projekts und stellte sich im Saalbau Titus-Forum den Fragen der Bürger. In der Sitzung des Ortsbeirats 8 nahm Form an, wie künftig rund 6.800 Wohneinheiten entlang der A 5 ein neues Zuhause für 17.000 Menschen schaffen können, wohlgemerkt unter Berücksichtigung ökologischer Faktoren.

Bei der aktuellen Fassung des Projekts handelt es sich um eine Überarbeitung. Im Februar dieses Jahres hatte die Regionalversammlung Südhessen dem „Zielabweichungsantrag“ der Stadt Frankfurt zugestimmt. Dieser strich die geplanten 12.000 Wohneinheiten auf rund die Hälfte zusammen und beschnitt die zu bebauende Fläche um den gesamten Westanteil: Nicht beidseitig der A 5, sondern ausschließlich im Osten der Autobahn sollen sich die nunmehr drei statt vier Quartiere erstrecken. Anstelle der Schaffung eines Ballungsraums soll im Westen Platz für eine „koproduktive Landschaft“ entstehen – ein multifunktionaler Grünraum unter Erhalt der dort angesiedelten landwirtschaftlichen Flächen.

Zwischen Umweltschutz und Wohnungsnot

Mit dem abgeänderten Entwurf reagierte die Stadt Frankfurt auf Sorgen von Nachbarkommunen und Naturschützern: Der Umweltverband BUND befürchtete durch die Bodenversiegelung eine signifikante Beeinträchtigung der Kaltluftproduktion sowie die Vergeudung des fruchtbaren Lehmlössbodens im Frankfurter Nordwesten. Die Kommunen Oberursel, Eschborn und Steinbach sahen durch die geplante Bebauung an der A5 eine Zerstörung von Erholungsgebieten und eine Überlastung der Infrastruktur auf sich zukommen: Eine gesteigerte Lärm- und Schadstoffbelastung verringere die Lebensqualität vor Ort.

Befürworter des Projekts dagegen hoben von Beginn an die Bedeutung des Neubaugebiets für die Beruhigung des angespannten Frankfurter Wohnungsmarktes hervor. Das Stadtplanungsamt Frankfurt geht davon aus, dass allein bis 2030 rund 68.000 neue Wohnungen gebraucht werden, denn die Bevölkerung der Main-Metropole wächst beständig. Die Neubebauung entlang der A 5 soll dem Wohnungsmangel in der Region aktiv entgegenwirken. Unter anderem soll der Stadtteil der Quartiere sozial verträgliches Wohnen durch Förderprogramme für Auszubildende, systemrelevante Gruppen und einkommensschwache Familien ermöglichen.

Schrittweise Entwicklung

Ob der vorgenommenen Änderungen, die Gwechenberger bereits Ende Februar als „besseres Ergebnis“ konstruktiver Gespräche mit der Regionalversammlung lobte, ist das Thema weiter debattenfähig. Kritik kommt nach wie vor von Seiten der Kommunen, die sich auch am Donnerstag mit ihren Anliegen nicht ausreichend berücksichtigt sahen. Wie die Frankfurter Rundschau berichtete, herrscht vor allem Unmut hinsichtlich des vorliegenden Mobilitätskonzepts: Es überlaste die Heerstraße (Oliver Schulte, CDU) und sei zu autofreundlich (Yvonne Gondolf, Grüne).

Wie Stephanie Mohr-Hauke (SPD), die ein „übergreifendes Mobilitätskonzept Nord-West“ fordert, zeigen sich die Mitglieder des Ortsbeirats aber lösungsorientiert und werfen bereits neue Ideen in den Raum. Schon die Jury zur vorbereitenden Untersuchung zum Stadtteil der Quartiere aus dem Jahr 2020 hatte den Wert des Diskutierens, Verbesserns, Änderns und Konkretisierens betont (wir berichteten). Schrittweise wird sich der neue Stadtteil auch heute im Dialog weiterentwickeln. Das 2018 ins Leben gerufene Projekt hat bereits eine 7-jährige Planungsgeschichte hinter sich und dürfte die Region noch einige Jahre beschäftigen: Vor 2029 soll der Bau der Quartiere nicht starten. Bis dahin wird die schrittweise Erarbeitung des Stadtteils weiter für Redebedarf im Frankfurter Nordwesten sorgen.

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Preiserhöhungen bei Fernwärme: Ein Blick auf die aktuellen Entwicklungen

Geplanter Mainova Wärmespeicher

Die Mainova AG hat angekündigt, die Preise für Fernwärme ab dem 1. Juli 2025 um bis zu 36 % zu erhöhen. Diese Maßnahme betrifft etwa 60.000 Haushalte in Frankfurt, darunter sowohl private als auch gewerbliche Kunden.
Die Preiserhöhung wird mit gestiegenen Produktionskosten und notwendigen Investitionen im Rahmen der Transformationspolitik begründet. Dies hat zu massiven Protesten und rechtlichen Überprüfungen durch die Verbraucherzentrale geführt.

Geplante Preisänderungen

Die angekündigte Preiserhöhung ist für viele Kunden ein Schock. Laut Mainova soll der Preis für Fernwärme im Durchschnitt um 26 % steigen, während einige Kunden mit einem Anstieg von bis zu 36 % rechnen müssen. Die Begründung für diese drastischen Erhöhungen liegt in den veränderten Rahmenbedingungen für die Wärmeproduktion, die unter anderem durch den Kohleausstieg und steigende Kosten für Personal und Materialien bedingt sind.

Protestaktionen, organisiert vom Bündnis Wärmewende, fordern die Rücknahme der Preiserhöhung und eine sozial gerechte Wärmewende. Die Verbraucherzentrale Hessen hat bereits angekündigt, die Rechtmäßigkeit der Preisanpassungen zu prüfen, da viele Kunden aufgrund des Monopolstatus der Mainova keine Alternativen haben.

Parallelen und Unterschiede zu Preisanpassungen in der Vergangenheit

In den vergangenen Jahren gab es bereits mehrfach Preisanpassungen bei der Fernwärme in Frankfurt, die oft mit der allgemeinen Entwicklung der Energiepreise und den Kosten für fossile Brennstoffe begründet wurden. Zum Beispiel stiegen die Preise im Jahr 2024, als die Fernwärme aufgrund der Energiekrise und der damit verbundenen Rohstoffpreiserhöhungen um bis zu 225 € pro Jahr anstieg. Diese Preiserhöhungen wurden häufig von der Mainova mit der Notwendigkeit begründet, sich an die Marktbedingungen anzupassen und die Infrastruktur zu modernisieren.

Allerdings gab es auch Jahre, in denen die Preise gesenkt wurden, etwa als die staatlichen Energiepreisbremsen in Kraft traten. Diese Maßnahmen führten dazu, dass die Fernwärme kurzfristig günstiger war als in den Vorjahren.

Die aktuelle Preiserhöhung unterscheidet sich jedoch in ihrer Dimension: Während frühere Anpassungen oft moderater ausfielen, wird die jetzige Erhöhung als besonders drastisch wahrgenommen und hat zu einer breiten öffentlichen Diskussion geführt.

Hintergründe und Alternativen

Die Notwendigkeit der Preisanpassungen wird von Mainova vor allem mit den Herausforderungen des Kohleausstiegs und den damit verbundenen Investitionen in die Infrastruktur begründet. Das Unternehmen plant, das bestehende Heizkraftwerk West bis 2026 auf ein wasserstofffähiges Gaskraftwerk umzustellen, was erhebliche Kosten verursacht.

Zudem soll das Fernwärmenetz von derzeit etwa 310 Kilometern auf über 700 Kilometer ausgebaut werden, um den steigenden Bedarf zu decken und gleichzeitig die Klimaziele der Stadt zu erreichen.

Die Umstellung auf erneuerbare Energien und die Integration von Technologien wie Geothermie und Biomasse sind langfristige Ziele, die jedoch ebenfalls mit hohen Investitionen verbunden sind.

Kritiker bemängeln, dass die Mainova nicht ausreichend auf alternative, nachhaltige Energieträger setzt und stattdessen weiterhin auf Gas und Wasserstoff setzt, die nicht alle Klimaprobleme lösen können.

In der Diskussion um die Preiserhöhungen wird häufig auf die Notwendigkeit hingewiesen, die Energieversorgung zu dezentralisieren und den Wettbewerb zu fördern. Viele Verbraucher sind der Meinung, dass die Abhängigkeit von einem einzigen Anbieter wie der Mainova zu intransparenten Preisgestaltungen und ungerechtfertigten Preiserhöhungen führt.

Insgesamt zeigt sich, dass die aktuellen Preiserhöhungen bei der Fernwärme in Frankfurt nicht nur eine wirtschaftliche, sondern auch eine politische Dimension haben. Die Forderung nach einer sozial gerechten Wärmewende und einer transparenten Preisgestaltung wird von vielen Seiten unterstützt.

Ob die Mainova in der Lage sein wird, die Herausforderungen der Energiewende zu meistern, bleibt abzuwarten. Die nächsten Monate werden entscheidend dafür sein, wie die Stadt Frankfurt und ihre Bürger auf die steigenden Kosten reagieren und welche Maßnahmen ergriffen werden, um eine nachhaltige und gerechte Energieversorgung sicherzustellen.


Kommentar

  • Wer sich mit Frankfurter Geschichte beschäftigt, kennt die historischen Bierbatzenkrawalle. Die aktuell anlaufenden Proteste und die damaligen Ereignisse waren eine Reaktion auf die steigenden Preise für wichtige Güter des täglichen Lebens und die damit verbundenen sozialen Spannungen.
  • Erschwerend kommt dazu, dass die Bürger zum guten Teil keine Wahlmöglichkeiten haben und die Kostenanstiege zwangsweise hinnehmen müssen. Beide Bewegungen zeigen, dass die Bevölkerung bereit ist, sich gegen als ungerecht empfundene Maßnahmen zur Wehr zu setzen.
  • Sowohl die Bierbatzenkrawalle als auch die aktuellen Proteste haben eine politische Dimension. Die Bierbatzenkrawalle führten zu einer Diskussion über die Preispolitik und die Rolle der Stadt in der Regulierung von Preisen. Die aktuellen Proteste gegen die Fernwärmepreise werfen ähnliche Fragen auf, insbesondere in Bezug auf die Verantwortung der Stadt und der Energieversorger, faire und transparente Preise zu gewährleisten.
  • Der Fairness halber muss hier erwähnt werden, dass die mangelhafte Gesetzgebung des Bundes ihren Teil zu der Gesamtproblematik beiträgt.
  • Beide Ereignisse haben in der Öffentlichkeit und den Medien große Aufmerksamkeit erregt: Die Bierbatzenkrawalle wurden als bedeutendes gesellschaftliches Ereignis wahrgenommen, das die Stimmung in der Bevölkerung widerspiegelte. Auch die aktuellen Proteste gegen die Fernwärmepreise finden in den Medien viel Beachtung und sind Teil einer breiteren Diskussion über soziale Gerechtigkeit und nachhaltige Energieversorgung.
  • Die Bierbatzenkrawalle hatten langfristige Auswirkungen auf die Politik und die Gesellschaft in Frankfurt, indem sie zu einem Bewusstsein für soziale Gerechtigkeit und die Notwendigkeit einer fairen Preisgestaltung führten. Die aktuellen Proteste könnten ähnliche Folgen haben, indem sie die Diskussion über Energiepreise und die Notwendigkeit einer sozial gerechten Wärmewende weiter anregen.
  • Beide Ereignisse sind Ausdruck des Widerstands gegen als ungerecht empfundene Maßnahmen und zeigen, wie wichtig es ist, dass die Stimmen der Bürger und ihre persönliche Betroffenheit bei politischen und wirtschaftlichen Entscheidungen einbezogen werden.
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„Spirale für mehr Toleranz“ am Alten Flugplatz Frankfurt Kalbach-Bonames

Steinlabyrinth vor dem Hangar

Am Alten Flugplatz Kalbach-Bonames wurde anlässlich des Weltflüchtlingstags eine eindrucksvolle Ausstellung eröffnet, die die Fluchtgeschichte des Syrers Khaled Morad nach Deutschland nachzeichnet. Diese Ausstellung, die ursprünglich vor Jahren im Weidenlabyrinth hinter dem Feuerwehrmuseum zu sehen war, wurde nun erneut aufgestellt – diesmal in einer frisch errichteten Steinspirale auf dem großen Hangarvorplatz.

Die Fluchtgeschichte

Die Ausstellung besteht aus 12 Tafeln, die die Stationen von Morads gefährlicher Reise dokumentieren. Khaled Morad, ein Friseurmeister ist Kurde. Er war dadurch Teil einer angefeindeten Minderheit in Syrien. Angesichts der Bedrohungen entschloss er sich zur Flucht. Der gefährliche Weg führte ihn über eisige Bergkämme in die Türkei, wo er letztendlich die Entscheidung traf, zunächst allein nach Europa zu reisen, um seine Familie später nachzuholen.

Die Tafeln bieten anschauliche und prägnante Texte, die die verschiedenen Episoden seiner Flucht beschreiben, unterstützt von kleinen Karten, die den Lesern einen geografischen Überblick geben. Nach anderthalb Jahren Wartezeit in Deutschland konnte Morad schließlich seine Familie gesund und munter empfangen.

Symbolik der Steinspirale

Die Steinspirale, als Teil der Ausstellung, hat eine tiefere symbolische Bedeutung. Sie steht für den Kreislauf von Leben, Tod und Wiedergeburt, ähnlich wie ein Labyrinth. Stephanie König und Torsten Jens von der Naturschule Hessen, die die Ausstellung organisiert haben, betonen, dass die Installation ein sichtbares Zeichen für Toleranz, Rücksicht und Menschlichkeit setzen soll. „Die Ausstellung verliert auch nach Jahren nicht an Aktualität, angesichts der anhaltenden Weltkrisen und der damit verbundenen Flüchtlingswellen“, so Frau König.

Zugang und Dauer der Ausstellung

Die Ausstellung ist für die Besucher kostenfrei und nur kurze Zeit geöffnet. Sie bietet die Möglichkeit, die Erlebnisse von Herrn Morad nachzulesen und nachzuempfinden. Die Tafeln sind auf stabilen Holzstelen montiert, sodass die Besucher durch die Spirale ins Zentrum spazieren können, um die Geschichten zu entdecken. Bei den derzeitigen Temperaturen empfiehlt sich ein Besuch allerdings in den noch kühlen Morgenstunden oder in den Abendstunden, wenn die Sonnenstrahlung nachlässt.

Bedeutung der Ausstellung

Die Wiedereröffnung der Ausstellung am »Alten Flugplatz« ist nicht nur eine Hommage an Morads persönliche Geschichte, sondern auch ein Appell an die Gesellschaft, mehr Toleranz und Verständnis für die Herausforderungen von Geflüchteten zu zeigen. In einer Zeit, in der viele Menschen aufgrund von Konflikten und Krisen ihre Heimat verlassen müssen, ist es wichtiger denn je, Empathie und Mitgefühl zu fördern.

Die Naturschule Hessen hat sich in der Vergangenheit aktiv für die Integration von Geflüchteten eingesetzt und zeigt mit dieser Ausstellung erneut ihr Engagement für eine weltoffene und tolerante Gesellschaft. Die Ausstellung lädt alle Bürger ein, sich mit den Themen Flucht und Integration auseinanderzusetzen und ein Zeichen für Menschlichkeit zu setzen.

Für Informationen zur Ausstellung und zur Vorbereitung eines Besuchs können Interessierte die Webseite der Naturschule Hessen besuchen:

 

Wer die Ausstellung verpasst hat, kann die Inhalte hier nachlesen: Ein Flüchtlingsschicksal wurde dokumentiert

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Waldbrandgefahr in und um Frankfurt

Feuerskala zeigt hohe Waldbrandgefahr

Aufgrund der anhaltenden Trockenheit und der extrem hohen Temperaturen hat der Deutsche Wetterdienst (DWD) für Sonntag die höchste Warnstufe vor möglicher Waldbrandgefahr in Frankfurt am Main angekündigt. Die Bevölkerung wird dringend zur Wachsamkeit aufgerufen.

Aktuelle Situation

Die Wetterlage in Frankfurt zeigt alarmierende Anzeichen: Der Waldbrandgefahrenindex ist in fünf Stufen unterteilt, wobei aktuell Stufe 4 gilt und am kommenden Sonntag mit Stufe 5 gerechnet wird. Dies bedeutet, dass ein sehr hohes meteorologisches Potenzial für Waldbrände besteht. Die Warnung basiert auf einem Prognosemodell, das Faktoren wie Lufttemperatur, Windgeschwindigkeit, Luftfeuchtigkeit und Niederschlagswerte berücksichtigt.

Das hessische Landwirtschaftsministerium hat daher begleitende Maßnahmen zur Risikominderung ergriffen. Bei Sichtung von Rauch oder Feuer ist die Notrufnummer 112 umgehend zu kontaktieren.

Waldbrandgefahrenindex

Der DWD stellt während der Waldbrandsaison von März bis Oktober täglich aktualisierte Prognosen für Deutschland zur Verfügung. Der Waldbrandgefahrenindex wird in 5 Stufen gegliedert: Stufe 1 signalisiert eine sehr geringe, während Stufe 5 eine sehr hohe Waldbrandgefahr anzeigt. Die Berechnungen fließen aus verschiedenen Datenquellen ein, darunter die relative Luftfeuchtigkeit, Windgeschwindigkeit und die Niederschlagsrate.

Zudem kann das Hessische Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz Alarmstufen auslösen, die zusätzliche Maßnahmen zur Sicherheit der Wälder beinhalten. Alarmstufe A signalisiert eine fortgesetzt hohe Waldbrandgefahr, während Alarmstufe B die sehr hohe Gefahr anzeigt und weitreichende Maßnahmen zur Brandbekämpfung erfordert.

Verhalten im Wald

Die Bevölkerung wird aufgefordert, sich an bestimmte Verhaltensregeln zu halten, um das Risiko von Waldbränden zu minimieren:

  • Offenes Feuer: Verboten in Wäldern. Grillen nur an ausgewiesenen Plätzen.
  • Rauchen: In Wäldern grundsätzlich untersagt.
  • Parken: Nur auf ausgewiesenen Parkplätzen parken; trockene Grasflächen unter Fahrzeugen können sich entzünden.
  • Zufahrten freihalten: Feuerwehrzufahrten sind wichtige Rettungswege.
  • Feuer melden: Bei Beobachtung von Bränden oder Rauch sofort die Notrufnummer 112 wählen.

Trockenheit und ihre Folgen

Trotz des regenreichen Jahres 2024 ist der Frankfurter Stadtwald stark von Trockenheit betroffen. Der Boden ist in vielen Bereichen staubtrocken, und die Waldbrandgefahr steigt. Besonders an der Kelsterbacher Terrasse, einer wichtigen Geländestufe im Stadtwald, sind die Auswirkungen der Trockenheit deutlich sichtbar. Viele Bäume zeigen Anzeichen von Stress, und die Grünflächenämter müssen bereits gießen, um das Überleben der Pflanzen zu sichern.

Die aktuelle Wetterlage wird durch ein stabiles Hochdruckgebiet über Mitteleuropa bestimmt, was zu einer anhaltenden Trockenheit führt. Prognosen deuten darauf hin, dass sich die Lage vor Sonntag nicht ändern wird, was die Gefahr weiterer Waldbrände erhöht.

Jeder ist gefordert

Die Stadt Frankfurt und das hessische Landwirtschaftsministerium appellieren an die Bevölkerung, verantwortungsbewusst mit der aktuellen Situation umzugehen. Nur durch gemeinsames Handeln und die Einhaltung von Sicherheitsmaßnahmen kann das Risiko von Waldbränden minimiert werden. Die Bürger werden ermutigt, wachsam zu sein und im Falle eines Brandes sofort zu reagieren.


Weiterführende Links

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Installation einer Kinder-Nottoilette

Die Oilette

In der heutigen Zeit, in der Familien und Kinder viel Zeit im Freien verbringen, stellt die Verfügbarkeit von Toilettenanlagen ein ständiges Problem dar. Insbesondere Kinder, die beim Spielen oft in ihrer Tätigkeit vertieft sind, benötigen manchmal dringend eine Toilette. Eine innovative Lösung für dieses Problem wurde von zwei Frankfurterinnen entwickelt: die Oilette – eine Not-Toilette für Kinder.

Eine praktische Lösung

Die Oilette ist ein Outdoor-WC, das speziell für Kinder konzipiert wurde. Es handelt sich um ein leichtes, platzsparendes Gestell mit einem Edelstahlsitz in Kinderhöhe, das mit einem runden Mülleimer und einem Fach für Hygienetüten ausgestattet ist. Die Tüten können aus verschiedenen Materialien bestehen, darunter recyceltes Plastik oder biologisch abbaubare Optionen. Diese hygienische Lösung bietet Kindern die Möglichkeit, ihre Notdurft in einem geschützten und sauberen Umfeld zu verrichten.

Der Prototyp steht derzeit in einem Garten in Zeilsheim und hat bereits großes Interesse geweckt. Die Oilette kostet etwa 3.000 Euro und könnte eine kostengünstige Alternative zu herkömmlichen Toilettenanlagen darstellen, die oft mit hohen Bau- und Betriebskosten verbunden sind.

Pilotversuch im Kätcheslachpark West

Die Fraktion der Grünen im Ortsbezirk Kalbach-Riedberg hatte im September letzten Jahres einen Antrag gestellt, um die Oilette testweise für einen Zeitraum von 6 bis 12 Monaten an einem Spielplatz im Kätcheslachpark West, auch bekannt als „Piratenspielplatz“, einzuführen. Dieser Standort wurde aufgrund seiner Zugänglichkeit und der häufigen Nutzung durch Familien ausgewählt. Ein Pate zur Befüllung der Toilettentüten steht bereits zur Verfügung, was die praktische Umsetzung des Projekts unterstützt.

Die Idee hinter der Kinder-Nottoilette ist es, den Kindern eine würdevolle Möglichkeit zu bieten, ihre Bedürfnisse zu erledigen, ohne dass sie auf öffentliche Toiletten angewiesen sind. Besonders für Mädchen stellt dieses Konzept einen Gewinn an Privatsphäre und Würde dar.

Stellungnahme des Magistrats

Die Stadtverwaltung hat auf den Antrag reagiert und betont, dass die Umsetzung der Oilette noch geprüft wird. Der Magistrat bedauert, dass zum aktuellen Zeitpunkt keine abschließende Antwort gegeben werden kann, da verschiedene Ämter in die Prüfung der Umsetzung involviert sind. Es werden Gespräche mit dem Grünflächenamt und dem Frankfurter Kinderbüro geführt, um alle erforderlichen rechtlichen und praktischen Aspekte zu klären.

Zudem wurde ein Austausch mit den Erfinderinnen der Oilette initiiert, um offene Fragen zu klären und die Zuständigkeit für die Organisation der Hygienebeutel zu besprechen. Der Magistrat hat angekündigt, dass das Konzept der Kinder-Nottoilette auch in umliegenden Gemeinden getestet werden soll, was auf ein wachsendes Interesse an dieser praktischen Lösung hinweist.

Ausblick

Die Einführung der Oilette als Kinder-Nottoilette könnte einen bedeutenden Fortschritt für die Familien im Kalbach-Riedberg darstellen. Mit ihrer praktischen und hygienischen Ausführung bietet sie eine zeitgemäße Lösung.

Der Pilotversuch im Kätcheslachpark könnte der erste Schritt in Richtung einer flächendeckenden Bereitstellung von kinderfreundlichen Toilettenanlagen in öffentlichen Räumen sein. Die Resonanz der Bürger und die Ergebnisse des Tests werden entscheidend dafür sein, ob dieses Konzept auch in anderen Stadtteilen umgesetzt werden kann.


Weiterführende Links

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Landwirtschaftlichen Verkehr zwischen Kalbach und Riedberg neu ordnen

Blick auf den Kätcheslachpark Ost

Egoismus weniger geht zu Lasten vieler Bürger

Im Ortsbezirk Kalbach-Riedberg gibt es Bestrebungen, den landwirtschaftlichen Verkehr zwischen Kalbach und Riedberg neu zu ordnen. Diese Initiative, die vom Ortsbeirat (12) angestoßen wurde, zielt darauf ab, die Felder und Wiesen für landwirtschaftliche Nutzfahrzeuge zugänglich zu halten und gleichzeitig unberechtigten motorisierten Verkehr zu unterbinden.

Hintergrund der Anregung

Die Anregung zur Neuordnung des landwirtschaftlichen Verkehrs wurde am 05.07.2024 eingereicht. Der Magistrat wurde gebeten zu prüfen, ob Maßnahmen ergriffen werden können, um den Zugang zu landwirtschaftlichen Flächen zu sichern und gleichzeitig den unberechtigten Verkehr von Autos und Lieferwagen zu reduzieren. Dies wurde wichtig, da die engen landwirtschaftlichen Straßen zwischen Kalbach und Riedberg immer wieder von Freizeitnutzern und unberechtigten Fahrzeugen frequentiert werden, was zu gefährlichen Situationen mit landwirtschaftlichen Nutzfahrzeugen führte.

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Felder zwischen dem Riedberg und Kalbach

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Felder zwischen dem Riedberg und Kalbach 50.183769, 8.629675

 

Konflikte zwischen Landwirten und Freizeitnutzern

In den Fluren zwischen Kalbach und Riedberg treffen unterschiedliche Nutzergruppen aufeinander: Landwirte, Radfahrer, Fußgänger und Pferdereiter. Diese Vielfalt ist grundsätzlich positiv, doch der zusätzliche unrechtmäßige motorisierte Verkehr stört die Harmonie und gefährdet die Sicherheit aller Beteiligten. Die Anregung des Ortsbeirates sollte den Konflikt zwischen diesen Gruppen zu beenden.

Eine der vorgeschlagenen Maßnahmen wäre die Installation eines abschließbaren Pollers, um den Durchgang für unberechtigte Fahrzeuge zu verhindern. Doch der Magistrat hat Bedenken geäußert: Ähnliche Maßnahmen in der Vergangenheit haben sich als ineffektiv erwiesen, da die Einrichtungen häufig zerstört wurden und daher der gewünschte Effekt ausblieb. Dies wirft ein Licht auf ein größeres Problem: Der private Eigennutz einiger weniger gefährdet die Lebensqualität der gesamten Gemeinschaft.

Auswirkungen auf die Gemeinschaft

Die Entscheidung des Magistrats, keine baulichen Maßnahmen zur Absicherung öffentlicher Flächen zu ergreifen, zeigt die Schwierigkeiten, mit denen der Ortsteil konfrontiert ist. Der Wunsch einiger Anwohner, die Straßen für den privaten Gebrauch zu nutzen, führt nicht nur zu Konflikten mit Landwirten, sondern auch zu einer Gefährdung der Sicherheit von Freizeitnutzern. Wenn private Interessen über das Gemeinwohl gestellt werden, leidet eben die gesamte Gemeinschaft.

Der Magistrat hat auch darauf hingewiesen, dass eine Asphaltierung dieser Wege in einem Landschaftsschutzgebiet nicht möglich ist und dass eine Verbesserung des Belags zu noch mehr unerwünschtem Schleichverkehr führen könnte.

Hier wird deutlich, dass der private Eigennutz (Befahren der Wege mit eigenem Fahrzeug), durchaus negative Auswirkungen auf das Wohl der Gemeinschaft hat.

Fazit

Die Anregungen zur Neuordnung des landwirtschaftlichen Verkehrs zwischen Kalbach und Riedberg war ein wichtiger Schritt, um die Balance zwischen landwirtschaftlichem Nutzen und Freizeitgestaltung zu finden. Doch es hat sich gezeigt, dass privater Eigennutz, zu Konflikten mit den Interessen der Gemeinschaft und einer Gefährdung der Sicherheit führt.

Nur wenn die Bürger gemeinsam an Lösungen arbeiten, die nicht nur den eigenen Interessen dienen, sondern auch das Wohl der gesamten Gemeinschaft im Blick haben, kann ein harmonisches Miteinander zwischen Landwirtschaft und Freizeitnutzung gewährleistet werden.


Quellen

  1. Anregung an den Magistrat vom 05.07.2024, OM 5754
  2. Stellungnahme des Magistrats vom 13.06.2025, ST 977
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Linie U2 wird wegen Gleisarbeiten über den Riedberg umgeleitet

U-Bahn

Die U-Bahnlinie U2 fährt von Montag, 30. Juni, circa 2 Uhr, bis Montag, 7. Juli, circa 3 Uhr, zwischen Heddernheim und Kalbach eine Umleitung über den Riedberg. An den Stationen Sandelmühle und Riedwiese/Mertonviertel halten in dem Zeitraum keine Bahnen.

Zwischen Heddernheim und Riedberg über Sandelmühle und Riedwiese/Mertonviertel wird ein Schienenersatzverkehr mit Bussen eingerichtet. Grund für die Umleitung sind Gleisbauarbeiten zwischen Kalbach und Sandelmühle. Insgesamt werden 500 Holzschwellen ausgetauscht und 90 Meter Schiene erneuert.

RMV-Fahrplanauskunft ist aktuell

Über die RMV-App und auf rmv-frankfurt.de können sich Fahrgäste über die Fahrpläne und ihre neuen Verbindungen informieren. Auch die Mitarbeiter am RMV-Servicetelefon sind unter 069-2424-8024 rund um die Uhr erreichbar und beraten.

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