Kategorie: AktuelleNEWS

Ortsbeirat für Skatepark im Kätcheslachpark

Kein Bikepark. Kein Skatepark. Kein Pavillon zum Chillen. Drei Initiativen von Jugendlichen aus dem Stadtteil wurden von der Stadt bisher abgelehnt. Doch zum Thema Skatepark sind die Signale inzwischen positiv. Der Ortsbeirat hat sich jetzt auf den Kätcheslachpark als möglichen Standort geeinigt.

Am Riedberg gibt es bald mehr als 20 Spielplätze, aber außer dem Jugendhaus und einem großen Basketballplatz kaum Freiraum für Jugendliche – obwohl bereits 2.300 Kinder und Teenager im Alter von 6 bis 14 Jahren plus 600 Jugendliche zwischen 15 und 18 Jahren hier leben. Tendenz stark steigend.

MAINRiedberg hat bereits mehrmals darüber berichtet, auch über verschiedene Initiativen für einen Pavillon als Rückzugsort in einem der Parks, für einen Bikepark und auch für einen Skatepark am Riedberg, wofür 2019 ein damals 11-jähriger Schüler eine erfolgreiche Online-Petition startete. Erst kam ein klares und unmissverständliches „Nein“ von der Stadt, doch seit einer weiteren Stellungnahme scheinen die Chancen für die Skatepark-Initiative plötzlich zu steigen. Dort heißt es ausdrücklich: „Der Magistrat begrüßt den Vorschlag zur Errichtung eines Skater-Parcours auf dem Riedberg.“

Neben der Basketballanlage im Kätcheslachpark ist Platz

Da nun offenbar ämterübergreifend Zustimmung besteht und nur noch die Standort-Frage offen ist, gab es in der vergangenen Sitzung des Ortsbeirates Kalbach/ Riedberg einen Antrag für einen konkreten Standort: Im westlichen Kätcheslachpark, neben der schon bestehenden Basketballanlage und dem Jugendhaus, wo man sich schon vorab für einen Skatepark in unmittelbarer Nähe stark gemacht hatte.  

Hier im Kätcheslachpark, neben dem großen Basketballfeld und in unmittelbarer Nähe zum Jugendhaus könnte der Skatepark errichtet werden Foto: MAINRiedberg

Der Skatepark soll „hoffentlich bald“ gebaut werden

Bei der Abstimmung im Ortsbeirat gab es zehn Ja-Stimmen von SPD, Grünen, FDP, Linken und BFF, zwei Nein-Stimmen und eine Enthaltung. „Es ist ein sehr gutes Zeichen für die Jugendlichen im Stadtteil, dass sich der Ortsbeirat endlich auf einen Standort geeinigt hat. Wir sind sehr zuversichtlich, dass die Stadt dem Vorschlag folgt und der Skatepark im westlichen Kätcheslachpark hoffentlich bald gebaut wird“, sagte Sven Moulden, jugendpolitischer Sprecher der SPD-Fraktion, nach der Sitzung.

Jetzt liegt der Ball wieder bei der Stadt. Eigentlich war bereits ein runder Tisch zu dem Thema geplant, unter anderem mit Vertretern der zuständigen Ämter und dem Ortsbeirat. Dieser konnte aber wegen Corona bisher nicht stattfinden. 

Foto: Mikolaj Felinski / Unsplash

 

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Hessen will Wechselunterricht ab 22. Februar

Morgen beraten Bund und Länder erneut über den derzeit geltenden Lockdown und mögliche Öffnungsschritte. Hessen möchte aber ab 22. Februar mit dem Wechselunterricht in den unteren Klassen starten.

Noch gibt es nur eine Beschlussvorlage für das Treffen von Bundesregierung und Ländern morgen in Berlin. Laut Medienberichten soll der Lockdown verlängert werden. Unter anderem Hessen aber möchte mit der Öffnung im Bildungsbereich möglichst noch im Februar beginnen. In einer aktuellen Erklärung des hessische Kultusministeriums heißt es: „Vorbehaltlich des Infektionsgeschehens und der Entscheidungen des Treffens sollen in den hessischen Schulen in einem nächsten Schritt die Jahrgangsstufen 1 bis 6 im Wechselmodell unterrichtet werden.“

Damit die entsprechenden Vorbereitungen getroffen werden können, soll das Wechselmodell in den Jahrgangsstufen 1 bis 6 noch nicht am Montag, dem 15. Februar, sondern frühestens am Montag, dem 22. Februar, beginnen. Die aktuelle Regelung gilt bis dahin weiter. Damit folgt Hessen auch den Empfehlungen aus den Reihen der Schulleitungen, so das Kultusministerium.

Alle Schulen und Eltern erhalten voraussichtlich am Freitag weitere Informationen.

Foto: Taylor Wilcox/ Unsplash

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So macht Babys Essen-Lernen Spaß

Sie hat ihr Herzensprojekt zum Beruf gemacht: Marie-Odile Schwarzhoff (35) hat sich nach der Geburt ihrer Tochter zur Fachkraft für babygeleitete Beikost weitergebildet und ihr kleines Unternehmen „satt & glücklich“ am Riedberg gegründet. Sie erklärt, wie Babys mit Spaß mit dem Essen beginnen.

Warum ist das Thema Beikost so wichtig?

Marie-Odile Schwarzhoff: „In der Beikostzeit wird ein wichtiger Grundstein für die späteren Ernährungsgewohnheiten gelegt. Es ist der Übergang von der ausschließlichen Ernährung des Babys durch Mutter- oder Premilch zum Familientisch. Möglicherweise ist dies Thema bei der U4-Untersuchung beim Kinderarzt. Fast immer geht es aber darum, dass das Baby Brei bekommt und alternative Möglichkeiten sind meist gar nicht bekannt. Wenn es dann nicht wie gedacht klappt, weil das Baby zum Beispiel gar keinen Brei mag, kann das unheimlich viel Druck erzeugen und für eine negative Einstellung dem Essen gegenüber sorgen.“

Sie sind selbst Mutter. Wussten Sie von Anfang an, was das Beste für Ihr Baby ist?

Schwarzhoff: „Nein, das war bei uns ein Prozess. Die U4-Untersuchung war ein Wendepunkt. Die Kinderärztin sagte mir, dass es jetzt Zeit für den Brei wäre und gab mir eine Brotdose mit Löffel und Breirezepten mit. Damit war das Thema für sie beendet, für mich fing es aber erst an. Denn mein Bauchgefühl sagte mir, dass das falsch ist, und so stieß ich auf das Thema „Baby-led Weaning“, also eine vom Baby selbst gesteuerten Weg zur Beikost. Ein Buch darüber habe ich regelrecht verschlungen und wir waren uns sofort einig, dass wir unserer Tochter Fingerfood anbieten wollen, wenn sie soweit ist. Trotzdem ließen wir uns die Option offen, ihr Brei zu geben, wenn es nicht klappt.“

Wann ist der ideale Zeitpunkt, um damit zu starten?

Schwarzhoff: „Es gibt keinen festen Zeitpunkt, der für alle Babys gleich ist. Die Babys zeigen uns, wann sie so weit sind. Der beste Hinweis ist, wenn das Baby etwas vom Teller klaut und in seinen Mund steckt. Diese Möglichkeit bieten wir meist aber nicht an. Daher gibt es die drei sogenannten Beikostreifezeichen, an denen wir uns orientieren können: Vorhandene Rumpfspannung (nicht zu verwechseln mit selbständigem Hinsetzen), verschwundener Zungenstoßreflex und Auge-Hand-Mund-Koordination. Wenn alle drei erfüllt sind, das ist meist mit etwa sechs Monaten der Fall, kann man starten.“

Was essen Babys besonders gerne?

Schwarzhoff: „Auch das ist sehr individuell, wie bei uns Erwachsenen. Da Babys uns nachahmen wollen, möchten sie am liebsten von unserem Essen mitessen. Was ihnen dann am besten schmeckt, muss man herausfinden. Mit weichem oder weich gegartem Obst und Gemüse, Nudeln oder Brot mit einem Aufstrich wie beispielsweise Nussmus kann man bei den meisten Babys aber nichts falsch machen.“

Aber wie kann ich denn verhindern, dass mein Baby sich am Anfang verschluckt? Die Unsicherheit ist bei vielen Eltern doch sicher groß.

Schwarzhoff: „Das ist definitiv ein Thema, das vielen Eltern Angst macht. Um dem Verschlucken vorzubeugen, ist es wichtig, dass das Baby immer aufrecht sitzt, also nicht in einem Babyaufsatz. So kann es im Fall des Falles abhusten und sich nach vorne beugen, um auszuspucken. Außerdem sollten keine leicht verschluckbaren Lebensmittel angeboten werden, also keine harten, stückigen Speisen wie etwa rohe Äpfel, rohe Möhren oder Nüsse, oder prallelastische Lebensmittel, etwa ganze Trauben, kleine Tomaten oder Blaubeeren. Dann kommt es zum Glück selten vor, dass sich ein Baby ernsthaft verschluckt. Trotzdem ist es in allen Lebenslagen sinnvoll, wenn man weiß, wie man helfen kann. Ich kann daher sehr empfehlen, an einem Erste-Hilfe-Kurs für Babys und Kleinkinder teilzunehmen, die jetzt auch online angeboten werden.“

Marie-Odile Schwarzhoff hat sich nach der Geburt ihrer Tochter zur Fachkraft für babygeleitete Beikost weitergebildet und ihr kleines Unternehmen „satt & glücklich“ am Riedberg gegründet Foto: privat

Gibt es den perfekten Weg zur Beikost?

Schwarzhoff: „Es gibt immer den Weg, der zu einem Baby und seiner Familie passt. Der kann ganz verschieden aussehen, wenn auch anderes als erwartet. Dabei ist es egal, ob am Ende Brei, Baby-led Weaning oder eine Mischform für unser Baby der richtige Weg ist. Wichtig ist in jedem Fall, dass wir auf die Signale unseres Babys wie Hunger oder Sättigung achten und dass Essen ohne Druck und Zwang abläuft. Damit sorgen wir dafür, dass unser Baby eine positive Einstellung zum Essen und seine angeborenen Fähigkeiten wie das Hunger-Satt-Gefühl behält. Dem Spaß am Essen-Lernen steht dann nichts mehr im Weg.“

Sie arbeiten normalerweise eng mit den Familien zusammen. Ist das derzeit überhaupt möglich?

Schwarzhoff: „Bisher bin ich zu Wohnzimmer-Workshops zu den Familien nach Hause und in verschiedenen Familienräume gefahren. Zurzeit finden alle Workshops und Beratungen online statt. Der Kontakt ist bei der Video-Konferenz trotzdem gut und die interaktiven Inhalte lassen sich auch überwiegend digital vermitteln. Es gibt sogar ein paar Vorteile, denn die Babys können in ihrer vertrauten Umgebung bleiben und oftmals kümmert sich der Partner um das Baby. Trotzdem freue ich mich schon sehr darauf, die Familien hoffentlich bald wieder vor Ort sehen zu können.“

Die nächsten Online-Workshop-Termine sind: Mittwoch, 10. Februar 2021, 13:00-15:30 Uhr, Donnerstag, 25. Februar 2021, 15:00-17:30 Uhr, Dienstag, 23. März 2021, 11:00-13:30 Uhr, Freitag, 23. April 2021, 10:00-12:30 Uhr (Je nach Lage finden dann auch die in den Familienräumen geplanten Workshops online statt.)

Weitere Informationen unter www.sattundgluecklich.info

Foto: privat

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Corona-Mutation in Kita – aber sinkende Inzidenz

Corona Virus

Die Infektionszahlen in Frankfurt sind weiter leicht rückläufig, die Sieben-Tage-Inzidenz lag gestern bei 71,8. „Die große Mehrheit der Bevölkerung hält sich an die Maßnahmen, vermeidet Kontakte, trägt Maske, arbeitet, wann immer möglich, im Home-Office und ist wachsam“, erklärt Gesundheitsdezernent Stefan Majer. Und auch das Gesundheitsamt ist wachsam: „Ihm ist es zu verdanken, dass COVID-19-Fälle mit einer der neuen Virus-Mutationen in einer Frankfurter Kita zeitnah gefunden wurden. Das Gesundheitsamt hat sofort wirksame Maßnahmen ergriffen und damit einen größeren Ausbruch verhindert“, sagt Majer.

Britische Virus-Variante in Kita nachgewiesen

Nach der Meldung von positiven COVID-19-Fällen in der Elternschaft veranlasste das Gesundheitsamt bereits am 27. Januar Testungen in einer Frankfurter Kita. Zu diesem Zeitpunkt war kein positiver Fall in der Einrichtung selbst bekannt. Die Testungen von zwölf Kindern und zehn Mitarbeitenden ergaben einen positiven Befund bei einem Kind und zwei positive Befunde bei Mitarbeitenden. Am 1. Februar erfolgten weitere Testungen mit jeweils einem positiven Befund bei einem Kind und einem Mitarbeiter. Außerhalb der Einrichtung durchgeführte Tests erbrachten vier weitere positive Befunde bei Mitarbeitenden. In mehreren Fällen konnte eine die britische Variante des Virus bereits nachgewiesen werden, in den anderen Fällen ist davon auszugehen, dass es sich ebenfalls um Infektionen mit der Mutation handelt.

Aufgrund der Häufung positiver Fälle und des Nachweises der britischen Variante, wurde am Dienstag, 2. Februar, vom Gesundheitsamt für alle Kontaktpersonen Quarantäne angeordnet. Sowohl die verordneten Quarantänen, als auch die Isolierungsmaßnahmen werden aufgrund der nachgewiesenen Mutation strenger gehandhabt. Die Einrichtung bleibt bis auf Weiteres geschlossen. Eine weitere Reihentestung erfolgte am vergangenen Freitag.

Gesundheitsdezernent Majer erklärt dazu: „Unsere Maßnahmen zeigen die erhoffte Wirkung. Dennoch und gerade mit Hinblick auf eine mögliche schnelle Ausbreitung durch die Virus-Mutationen müssen wir konsequent weiter durchhalten, bis wir genügend Impfstoff zur Verfügung haben und unser Impfpotential in Frankfurt voll ausschöpfen können. Bis dahin dürfen wir das Erreichte nicht aufs Spiel setzen und es gilt weiterhin: „Frankfurt trägt Maske! Denn für alle Virus-Varianten gilt, dass die AHA-L-Regeln gut funktionieren.“

Foto: CDC / Unsplash.com

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Steengrafe schließt, doch dank dieser mutigen Frau geht’s weiter

Die Damenboutique „Steengrafe“ im Riedbergzentrum wird Ende Februar schließen. Doch Katerina Hirsch, deren Kindermode-Geschäft unmittelbar angrenzt, wird den Bereich weiterführen und die Arbeitsplätze erhalten. Sie hat diese Entscheidung schon vor dem zweiten Lockdown getroffen.

Aufgeben ist für sie keine Option – das hatte Katerina Hirsch schon in den ersten Wochen der Corona-Krise erklärt. Die Inhaberin von Leonell-Kindermode, eines der ersten und wohl bekanntesten Ladengeschäfte hier am Riedberg, wollte dank ihrer treuen Stammkunden und einer größeren Online-Präsenz diese Zeit bewältigen. Jetzt wagt sie einen weiteren Schritt: Sie wird ab Anfang März auch die Fläche der unmittelbar angrenzenden Damenboutique „Steengrafe“ übernehmen. Dort hatte man bereits vor einem Jahr die Entscheidung zur Schließung getroffen und den Mietvertrag gekündigt. Steengrafe-Chefin Susanne Schaab, die noch weitere Filialen betreibt, wollte kürzer treten.

„Die Entscheidung fiel mir nicht leicht“

„Da der Durchgang zwischen beiden Läden und die Möglichkeit, von der Mall direkt zu uns zu kommen, überlebenswichtig für uns ist, habe ich die Entscheidung getroffen, den Laden mit Damenmode selber weiter zu führen und die Arbeitsplätze der Mitarbeiter zu erhalten“, schreibt Katerina Hirsch heute in einer Facebook-Nachricht. „Die Entscheidung fiel mir nicht leicht, da meine Belastung und Engagement mit der Kindermode bereits nah am Limit ist.“

Die Pandemie macht alles noch schwieriger. Dennoch ist sie langfristig optimistisch und hofft, „dass ich mit den ausgesuchten Marken und Kleidungsstücken den Geschmack der Damen treffen werde und die sich in einer schönen gemütlichen Atmosphäre austoben wollen“.

Die Eröffnung ist für den Anfang März geplant – mit neuer Frühjahrsmode. Katerina Hirsch will auch das Team von Steengrafe übernehmen.

Foto: MAINRiedberg

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Oralchirurg verstärkt Zahnärzte-Zentrum

Das Fachärzte-Problem am Riedberg bleibt. Doch nach der Eröffnung einer neuen Praxis für Gynäkologie gibt es weitere positive Nachrichten aus dem einst als „Ärztehaus“ geplanten Gebäude am Riedbergplatz 1, wo inzwischen nur noch wenige Flächen leer stehen. In der 2020 eröffneten Zahnarztpraxis arbeitet jetzt auch ein Oralchirurg.

„Wir freuen uns, den Zahnarzt, Implantologen und Oralchirurgen Rahil Korkis in unserem Team begrüßen zu dürfen“, heißt es im MVZ Zahnärzte und Kinderzahnärzte, das erst im vergangenen Jahr im Stadtteil eröffnet wurde. Zahnarzt Korkis arbeitet seit Anfang Februar hier und wird das gesamte Spektrum von Implantationen bis zur Entfernung von Weisheitszähnen, Entzündungen im Kiefer-Gesichtsbereich und traumatologischen Behandlungen nach Unfällen abdecken. Die Behandlungen sind laut MVZ „in Vollnarkose, Dämmerschlaf und mit Lachgas möglich“. 

Damit gibt es im Bereich Zahnheilkunde eine immer bessere Versorgung. Schon seit Jahren praktizieren die Kieferorthopäden Henrik C. Schulze und Paul C. Wnuk in der „Praxis am Riedberg“ in der Altenhöferallee. 2020 kam direkt am Riedbergplatz das MVZ mit Kinderzahnärzten und Zahnärzten hinzu, das jetzt noch durch einen Oralchirurgen verstärkt wird.

Weitere Informationen unter www.zahnaerzte-riedberg.de

Foto: MVZ Zahnärzte und Kinderzahnärzte Riedberg

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Bundeswehr unterstützt bei Testung in Altenheimen

Corona Virus

Ab heute helfen Bundeswehrsoldaten dabei, Personal und Besucher von Frankfurter Pflegeeinrichtungen auf Infektionen mit dem Coronavirus zu testen. Vorher durchlief die erste Bundeswehr-Abordnung die dafür notwendige Schulung.

„Eigentlich bleibt mir nur eines zu sagen“, sagte OB Peter Feldmann zur Begrüßung. „Danke, dass Sie hier sind. Wir brauchen Sie. Frankfurt braucht Sie. Und vor allem: Die Menschen in den Pflegeheimen brauchen Sie.“

Bislang sind 60 Soldatinnen und Soldaten in Frankfurt eingetroffen. Sie stammen etwa zur Hälfte aus dem Artiilleriebataillon 325 in Munster (Niedersachsen) und dem ABC-Abwehrbataillon 7 in Höxter (Nordrhein-Westfalen). Insgesamt werden 90 Soldatinnen und Soldaten erwartet. Die verbliebene Abordnung kommt am Samstag vom Marinefliegerkommando Nordholz (Schleswig-Holstein).

Die Todeszahlen seien bedrückend, sagte Feldmann. Sie zeigten, dass es bislang nicht gelungen ist, Bewohner von Pflegeeinrichtungen ausreichend zu schützen: „Mehr als 500 Menschen sind in unserer Stadt an Corona gestorben. Davon leider viele in Alten- und Pflegeheimen. Jeder einzelne Fall schmerzt, mahnt uns, mehr zu tun.“

Er sei überzeugt, dass die Zahl der schweren Verläufe in Heimen durch konsequentes Testen verringert werden könne: „Sie machen den Unterschied! Im Zusammenspiel mit den Impfungen bringen Sie den Menschen in diesen Einrichtungen ein Stück Freiheit zurück. Ich bin mir sicher: Das werden die Menschen Ihnen nicht vergessen.“

Foto: CDC / Unsplash.com

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Bauarbeiten: Talstraße wird abschnittweise einspurig

Die Erneuerung der Talstraße in Kalbach ist schon lange ein großes Thema – jetzt erfolgen wichtige Ausbesserungsarbeiten. Die Stadt erneuert ab Montag ein Teilstück der Straße, die dann abschnittweise einspurig wird.

„Die Straße hat etliche Jahre auf dem Buckel, deshalb müssen wir den Fahrbahnbelag erneuern“, sagt die Leiterin des Amtes für Straßenbau und Erschließung (ASE), Michaela C. Kraft. Die jetzigen Arbeiten „dienen lediglich dazu, die Verkehrssicherheit aufrechtzuerhalten“, betont die Amtsleiterin.

Am Montag, 8. Februar, beginnen die Bauarbeiten in dem Abschnitt von An der Grünhohl bis Am Hang. Um die neue Asphaltdecke auftragen zu können, werden zuvor – je nach Beschaffenheit des Untergrunds – zwischen vier und acht Zentimetern des alten Belages abgefräst. Anschließend wird der neue Asphalt aufgetragen. Die Kosten für die Maßnahme belaufen sich auf etwa 180.000 Euro.

Die wichtigste Nachricht für die Kalbacher dürfte aber lauten: Das ASE plant mittelfristig eine Grunderneuerung der Talstraße, mit der eine Umgestaltung einhergehen soll. Die hierzu erforderlichen Abstimmungsprozesse laufen bereits.

Auswirkungen auf den Verkehr

Wegen Deckenerneuerung durch das ASE wird die Talstraße zwischen der Straße An der Grünhohl und der Straße In den Seewiesen von Montag, 8. Februar, bis Samstag, 20. März, abschnittsweise zu einer Einbahnstraße in Richtung der Straße In den Seewiesen.

Für den abschließenden Deckeneinbau wird die Talstraße am Dienstag, 23. Februar, sowie am Donnerstag, 18. März, für den Fahrverkehr abschnittsweise voll gesperrt. Es wird empfohlen, über die Straße An der Grünhohl und Kalbacher Hauptstraße zu umfahren.

Fußgänger können die Baustelle passieren. Die Buslinien fahren eine Umleitung über die parallel verlaufende Kalbacher Hauptstraße. Die Haltestellen Schule und Alte Riedbergstraße werden dorthin verlegt.

Weitere aktuelle Verkehrsinformationen finden sich unter https://mainziel.de/ im Internet.

Symbolbild: Iván Guerrero on Unsplash

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Der neue Sportpark mit Halle kommt nicht vor 2025

Planung Sportplatz 2

Die gute Nachricht lautet: Der Riedberg wird ein zweites Sportgelände bekommen, mit Dreifeld-Halle für Schulen und Vereine plus 400-Meter-Bahn, Fußball- und Multifunktionsfeldern. Allerdings wird die Anlage wohl frühestens 2025 fertig sein.

Der bisher einzige Sportplatz am Riedberg platzt schon länger aus allen Nähten. Der SC Riedberg mit über 1300 Mitgliedern benötigt mehr Platz, der 2015 gegründete Riedberger SV verfügt noch über keine eigene Spielstätte, aber auch Vereine aus Kalbach und angrenzenden Stadtteilen haben dringenden Bedarf. Hinzu kommt, dass die neue Grundschule 3 keine Turnhalle hat und auch die anderen Schulen im Stadtteil wegen wachsender Schülerzahlen an Kapazitäts-Grenzen stoßen.

Deshalb ist seit eineinhalb Jahren klar, dass das für eine „Sportplatz-Erweiterung“ reservierte Gelände östlich der Altenhöferallee, also die Fläche direkt gegenüber von Sportplatz Nummer 1, umgeplant und um eine große Turnhalle für Schulen und Vereine ergänzt werden soll. Kürzlich stellte Wirtschafts- und Sportdezernent Markus Frank im Ortsbeirat weitere Details vor.

Die neuen Planungen im Detail

Mit Blick auf die Verzögerungen erinnerte Frank nochmals an den „Hilferuf“ aus dem Bildungsdezernat und betonte, dass sich der zusätzliche Bau einer Sporthalle „doppelt lohnt“, tagsüber für die Schulen und abends für die Sportvereine. Und die vorhandene Sportinfrastruktur optimal ergänzt.

Die Kosten für den Sportpark werden sich auf insgesamt rund 15 Millionen Euro belaufen, ein Teil der Mittel steht noch aus der städtebaulichen Entwicklungsmaßnahme Riedberg zur Verfügung. Frank gibt sich zuversichtlich, dass auch die übrige Summe im Frankfurter Haushalt bereitgestellt wird. Trotz der Corona-Einbußen. „Wir werden weiter investieren, das ist hier auch eine Frage der Prioritäten.“ 

Das Stadtplanungsamt hat grundsätzlich grünes Licht dafür gegeben, dass hier eine Dreifeld-Halle mit Umkleiden und Funktionsgebäude plus außen eine 400-Meter-Laufbahn entsteht, dazu Einrichtungen für Leichtathletik-Disziplinen wie Weitsprung, Hochsprung und Kugelstoßen, ein großes Kunstrasenspielfeld sowie Klein- und Multifunktionsspielfelder und Parkplätze. Demnächst, wenn es in die Detailplanung geht und auch die Wünsche der Vereine gehört werden, ist man immer noch „bereit zu Veränderungen bei der Feinjustierung“, so Markus Frank.

Wichtig für die Anwohner dürfte sein, dass die große Halle – vergleichbar mit der Sporthalle am Gymnasium – tiefergelegt wird und nicht über das Niveau der Häuser ringsum hinausragen soll. Hin zum Sportplatz sind die Fronten fast vollkommen aus Glas, was den Bau transparent erscheinen lässt. Es wird auch eine Zuschauertribüne mit 199 Plätzen geben.

Stadt will die Anlage betreiben

Neben den Schulen wird die Anlage zu 60 bis 70 Prozent den Vereinen vor Ort zur Verfügung stehen. Die übrige Zeit soll Sportvereinen außerhalb des Stadtteils gehören. 

Fest steht inzwischen auch, dass der neue Sportpark nicht von einem Verein, sondern durch das Sportamt selbst betreut werden soll. Ähnlich wie eine vergleichbare neue Anlage in Preungesheim, auch wegen der Größe und der Komplexität der Technik.

Was der Feldhamster mit der Verspätung zu tun hat…

Zur (un)endlichen Geschichte des zweiten Sportplatzes am Riedberg gehört auch, dass die Anlage schon seit Jahren fertiggestellt sein sollte. Zur Erinnerung: Die Planungen ruhten, weil man zunächst untersuchen musste, ob hier geschützte Feldhamster leben. Als sich herausstellte, dass nur noch zwei Männchen zu finden sind, die wiederum nur in einer Erhaltungsstation gerettet werden können, konnte es weitergehen. Das war 2016…

„Große Projekte brauchen einen langen Atem“, sagte die Ortsbeirats-Vorsitzende Carolin Friedrich nach der Vorstellung der überarbeiteten Pläne. Sie äußerte im Namen des Ortsbeirates zugleich die Bitte, möglichst schnell mit dem Bau zu beginnen.

Wann könnte „möglichst schnell“ sein? Sportdezernent Frank spricht von einem voraussichtlichen Baubeginn 2023. „Wir brauchen rund zwei Jahre für die komplette Anlage und könnten 2025 fertig sein.“ Wenn alles gut läuft, wie er noch hinzufügt.

Die große Dreifeld-Halle wird tiefergelegt und soll die Häuser ringsum nicht überragen, die Fassade ist transparent und aus Glas Foto: Stadt Frankfurt

Fotos / Grafiken: Stadt Frankfurt

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Lockdown-Unterricht: Was Eltern und Schüler bewegt

Wie geht es den Frankfurter Schülerinnen und Schülern während des Lockdown? Mit dieser Frage hat sich OB Peter Feldmann in Online-Gesprächen mit dem Stadtschülerrat (SSR) und dem Stadtelternbeirat (StEB) auseinandergesetzt. Im Mittelpunkt standen die Digitalisierung der Schulen, der Online-Unterricht sowie die dadurch entstehenden Probleme und Konsequenzen.

Vergangene Woche sprach Feldmann mit Nila Minneker und Harrison Krampe von der Schillerschule sowie Lasse Weigelt von der Musterschule, die alle drei dem Vorstand des Stadtschülerrates angehören. Aktuell sind in Hessen die Abschlussklassen und die ersten bis sechsten Klassen der Schulen vor Ort, alle weiteren Klassen werden auf Distanz unterrichtet. Die drei SSR-Vertreter berichteten, dass sich die Situation aktuell an den Schulen sehr unterschiedlich entwickele. Manche kämen sehr gut zurecht, aber vor allem Schulen mit weniger finanziellen Mitteln hätten Probleme.

Defizite im Umgang mit Plattformen und Programmen

Oftmals fehle bei Schülerinnen und Schülern die technische Ausrüstung oder die Netzwerkqualität sei schlecht und es sei dementsprechend schwierig, dem Unterricht zu folgen. „Der Online-Unterricht verlangt den Schülerinnen und Schülern viel Disziplin ab – ihnen sollten nicht noch zusätzlich Steine in den Weg gelegt werden“, erklärte Krampe. Zudem würden sich sowohl bei Lehrern als auch bei jüngeren Schülern Defizite im Umgang mit Programmen und Plattformen zeigen. An dieser Stelle wünschen sich die Schülerinnen und Schüler die Unterstützung der Stadt, beispielsweise in der Erstellung eines Leitfadens für die Nutzung der wichtigsten Lernplattformen. „An diesem Thema müssen wir dranbleiben“, stimmte das Stadtoberhaupt zu.

Eltern fordern frühere Digitalisierung der weiterführenden Schulen

Julia Frank und Andrea Herschbach vom StEB waren wenige Tage später Feldmanns Gesprächspartnerinnen. Für sie steht die Digitalisierung der Schulen auf der Prioritäten-Liste an oberster Stelle. Dabei sollte auf die Reihenfolge geachtet werden, wann die 170 Frankfurter Schulen mit WLAN ausgestattet werden: „Qualität geht hier vor Quantität“, betonte Frank. „Das Wichtige ist, dass erst einmal die weiterführenden Schulen ausgestattet werden, auch wenn es bei den kleineren Grundschulen wesentlich einfacher ist. Sie sind auf das Internet vor Ort angewiesen.“ Große weiterführende Schulen, wie beispielsweise die Ziehenschule, sollen aktuell erst Ende 2022 WLAN bekommen – das sei keine Perspektive, sagten die Vertreterinnen des StEB.

Viele Lehrer müssen mit privaten Laptops unterrichten

Ein weiterer wichtiger Punkt war die technische Ausstattung der Lehrer. Es werde oft darüber gesprochen, dass die Lehrer nicht für den Online-Unterricht ausgebildet wären; dass sie jedoch in vielen Fällen nicht über das mögliche Equipment verfügten, würde oft nicht beachtet, erklärten die StEB-Vertreterinnen. „Viele Lehrer bringen ihre privaten Laptops gemäß der Idee ‚Bring your own device‘ mit in die Schule. Jedoch benötigen sie auch dafür eine Freischaltung, die bereits für Anfang des Jahres zugesagt war, aber noch nicht stattgefunden hat. So können sie nicht arbeiten – man kann nicht Auto fahren lernen, wenn man kein Auto hat“, machte Herschbach deutlich. Oberbürgermeister Feldmann versprach seine Unterstützung und sagte zu, Gespräche zu diesen beiden Punkten zu führen.

Foto:  Azzedine Rouichi / Unsplash

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