Kategorie: AktuelleNEWS

Wissenslücken schließen

Logo Nachhilfenetz

Corona hinterlässt seine Spuren in unserer Gesellschaft. Nicht nur die erlebten Einschränkungen und die Pandemie-Wampe die mangelnde Bewegung verursachte, sondern auch ersatzlos ausgefallene Unterrichtszeiten für die zahlreichen Schüler.

Die traditionelle Form, einen Nachhilfelehrer zu engagieren, um den Kindern den erforderlichen Lernstoff zu vermitteln, den sie als Basis für ihr späteres Berufsleben benötigen ist in Zeiten der Kontaktbeschränkung sicherlich kein gangbarer Weg. In diese Lücke ist ein innovativer Anbieter aus Oberursel mit dem Namen „Nachhilfenetz Riedberg – Lernen in einer vernetzten Welt“ gestoßen, der speziell für den Riedberg Online-Nachhilfe anbietet.

Seine Online-Nachhilfe ist allerdings viel mehr als das, was sich als Distanzunterricht und Homeschooling in manchen Köpfen negativ festgesetzt hat. Zunächst arbeiten sie seit Jahren mit einer eigenen Lernplattform, in der auch das eigene Videokonferenzsystem eingebettet ist.

Die Lernenden erhalten einen eigenen Zugang, mit dem sie nicht nur die Lehrkrafteinträge der einzelnen Nachhilfesitzungen einsehen können, sondern auch Arbeitsblätter hochladen und die zahlreichen Apps wie „Vokabeltrainer“ und „Diktattrainer“ nutzen können.

Insbesondere für die höheren Klassenstufen erfolgt ein Lerncoaching, in dem aufgezeigt wird, wie man das Internet sinnvoll für eigene Lernrecherchen nutzen kann. Der Unterricht findet regelmäßig im Wochenrhythmus statt, um auch größere Lernlücken zuverlässig zu schließen und um Frustrationen zu überwinden, damit die Kräfte der Selbstwirksamkeit zur Entfaltung gelangen können.

Bei Interesse steht eine kostenlose telefonische Vorab-Beratung unter der Mobil-Rufnummer 0178-508 49 65 zur Verfügung. Einen ersten Eindruck kann man sich auf der Webseite https://nachhilfenetz-oberursel.de/riedberg.php verschaffen.

Teile diesen Beitrag mit Freunden

Grundsteuer: Es könnte teurer werden!

Steuerbescheid und Geld

Eigentümern mit Liegenschaften auf dem Riedberg haben zum Jahresanfang Post von der Hessischen Steuerverwaltung bekommen. Zusammen mit dem aktuellen Grundsteuerbescheid des Kassen- und Steueramtes der Stadt Frankfurt wurde eine Information zur anstehenden Neuregelung der Grundsteuer verschickt.

Die Grundsteuer ist in Deutschland eine Steuer auf das Eigentum, aber auch auf Erbbaurechte an Grundstücken und deren Bebauung, die der Eigentümer zu zahlen hat. Auf Mieter kann sie umgelegt werden. Die Grundsteuer ist eine wichtige Einnahmequelle der Gemeinden, mit einem bundesweiten Aufkommen von rund 14 Mrd. Euro im Jahr 2020.

2018 erklärte das Bundesverfassungsgericht die Verwendung der veralteten Einheitswerte für verfassungswidrig. Nachdem zwischen Bund und Ländern keine Einigung hinsichtlich der Neugestaltung erreicht werden konnte, wurde im Jahr 2019 eine Grundsteuer-Reform beschlossen, die ein Bundesmodell vorsieht sowie optional eine grundgesetzliche Öffnungsklausel für abweichende Ländermodelle.

Zum 01.01.2025 soll nun die neue Grundsteuer als unbürokratische, faire und verfassungsfeste Regelung in Kraft treten. Damit verliert der Einheitswert als Berechnungsgrundlage seine Gültigkeit. Das zugrunde liegende Gesetzespaket wurde 2019 verabschiedet und setzt die Anforderung des Bundesverfassungsgerichts um. Dadurch soll die Grundsteuer als bedeutende Einnahmequelle für die Gemeinden über das Jahr 2019 hinaus erhalten werden.

Das bisherige Verfahren zur Ermittlung der Grundsteuer bleibt erhalten

Die Berechnung funktioniert so:

Grundsteuerwert x Steuermesszahl x Hebesatz = Grundsteuer

  • Den Grundsteuerwert ermittelt das Finanzamt anhand einer Feststellungserklärung
  • Die Steuermesszahl wird gesetzlich festgelegt. Sie legt fest, welcher Teil des Einheitswertes steuerpflichtig ist.
  • Den Hebesatz legt Stadt Frankfurt fest

Allerdings wird der Grundstückswert nun anders ermittelt. Neu ist, dass ihm künftig der Bodenrichtwert sowie eine statistisch ermittelte Nettokaltmiete zugrunde liegen. Um in Zukunft zu vermeiden, dass vergleichbare Grundstücke wieder unterschiedlich besteuert werden, wird die Bewertung in regelmäßigen Abständen aktualisiert. Nun geht es darum, die Grundstückswerte auf Basis des Stichtages 1. Januar 2022 zu ermitteln.

Im Bereich der sogenannten Grundsteuer B (Grundvermögen / Grundstücke) weicht Hessen so wie eine Reihe von anderen Bundesländern vom Bundesmodell ab. In einer Hauptfeststellung auf den 01.01.2022 sind neue Grundsteuerwerte festzustellen, die der Grundsteuer ab dem Kalenderjahr 2025 zugrunde gelegt werden.

Für Wohngrundstücke sind hierzu im Wesentlichen nur folgende Angaben erforderlich:

  • Lage des Grundstücks
  • Grundstücksfläche
  • Wohnfläche
  • Bodenrichtwert
  • Gebäudeart
  • Baujahr des Gebäudes

Diese Angaben übermittelt der Grundstückseigentümer in einer Feststellungserklärung seinem Finanzamt. Entscheidend für alle Angaben ist dabei der Stand zum Stichtag 01.01.2022.

Daher wurde das Schreiben auch jetzt versandt, obwohl die Erfassung über das ELSTER-Portal erst ab 01.07.2022 vorgesehen ist und bis zum 31.10.2022 läuft. (ELSTER= Elektronische Steuererklärung)

Anhand der Angaben in der Grundsteuererklärung berechnet das Finanzamt dann den Grundsteuerwert und stellt einen Grundsteuerwertbescheid aus. Außerdem berechnet das Finanzamt anhand einer gesetzlich festgeschriebenen Steuermesszahl den Grundsteuermessbetrag und stellt einen Grundsteuermessbescheid aus. Beide Bescheide sind keine Zahlungsaufforderungen. Sie sind die Grundlage für die Festsetzung der Grundsteuer durch die Stadt Frankfurt. Den Städten und Gemeinden stellt das Finanzamt elektronisch die Daten zur Verfügung, die für die Berechnung der Grundsteuer erforderlich sind.

Anhand der übermittelten Daten ermittelt dann abschließend die Stadt Frankfurt die zu zahlende Grundsteuer. Dazu multipliziert sie den Grundsteuermessbetrag mit dem festgelegten Hebesatz. Daraus ergibt sich die zu zahlende Grundsteuer, die als Grundsteuerbescheid in der Regel an den beziehungsweise die Eigentümer gesendet wird. Die neu berechnete Grundsteuer ist ab dem Jahr 2025 auf Grundlage des Grundsteuerbescheides zu zahlen, bis dahin gelten bestehende Regelungen fort.

Einfamilienhaus

Wird die Grundsteuer mit der Reform teurer?

Das hängt vom Einzelfall ab. Ziel der Reform jedenfalls ist nicht eine Erhöhung, sondern die Grundsteuer soll für die Gemeinden aufkommensneutral sein. Da der Grund für die Reform aber Ungleichbesteuerungen sind, kann sich die Höhe der fälligen Grundsteuerzahlung in Einzelfällen ab 2025 ändern. 2018 nahm Hessen 1.144 Mio. Euro mit der Grundsteuer B ein bei einem Durchschnittshebesatz von 473 %.

Für die Stadt Frankfurt ist die Grundsteuer nach der Gewerbesteuer die zweitwichtigste Steuer. Die Einkommenssteuer spült zwar mehr Geld in die Kassen, der Stadt fehlt aber der Hebel, um die Höhe der Steuer zu beeinflussen. Die Grundsteuer, für die 2018 Einnahmen von 213 Millionen Euro eingeplant sind, hat mit dem Hebesatz einen frei wählbaren Multiplikator.

Die Grundsteuer macht im Schnitt 0,5 % der monatlichen Ausgaben eines Privathaushaltes aus. Für die 68.000 betroffenen Grundstücke in Frankfurt muss letztlich der Einzelfall zeigen, ob die Grundsteuer höher oder niedriger ausfällt.

In attraktiven Wohnlagen ist die Wahrscheinlichkeit höher, dass es teurer wird. Besonders dort, wo sich die Grundstückswerte überproportional gut entwickelt haben, besteht dieses Risiko.

Ein Blick in die Statistik zeigt: Im Nordend, im Westend oder Bockenheim sind nach Erhebungen des Stadtvermessungsamtes die Immobilienpreise im Vergleich zu Höchst oder Fechenheim in den vergangenen Jahren beinahe viermal so stark gestiegen.

Ein Nordend-Altbau aus den 1920er-Jahren könnte somit deutlich niedriger besteuert sein, als der Neubau direkt nebenan, weil das Finanzamt immer noch mit dem fast 100 Jahre alten Mietpreis von 1,60 DM pro Quadratmeter rechnet – während des Wirtschaftswunders ahnte niemand, wie beliebt Altbau als Wohnraum werden würde.

Obwohl am Riedberg erst mit der Jahrtausendwende die Bagger anrückten, beruht ein Einheitswert auf dem Maximalmietpreis von 1964: rund 5 Deutschen Mark (DM) pro Quadratmeter.

Was bedeutet das für Mieter?

Mieter müssen sich zunächst einmal um nichts kümmern. Denn für die Grundsteuer und die Abgabe der Daten sind die Eigentümer verantwortlich. Doch die Grundsteuer bezahlen viele Mieter im Rahmen ihrer Betriebskostenabrechnung.

Da die neue Grundsteuer erst ab 1.1.2025 erhoben wird, können die Neuberechnungen auch dann erst in der Nebenkostenabrechnung auftauchen.

Geschichtlicher Rückblick

Die Grundsteuer gehört zu den ältesten direkten Steuern und wurde ursprünglich als kirchlicher und grundherrlicher Grundzehnt und Grundzins (daher auch Straßennamen wie „Zum Margarethenzehnten“) eingetrieben.

Im 18. Jahrhundert begann die Erstellung der und die Verfeinerung der Bemessung nach Kulturart und Bodenqualität. Entsprechende Gesetze wurden 1861 in Preußen erlassen. Durch die Miquel’sche Steuerreform (Johannes Miquel, Oberbürgermeister von Frankfurt von 1880 bis 1890) erhielten die Gemeinden in Preußen ab 1893 die Einnahmen aus der Grundsteuer. Nach der Reichsfinanzreform 1920 waren alle Länder zur Ausschöpfung der Grundsteuer verpflichtet.

1936 wurden die unterschiedlichen Regeln reichsweit vereinheitlicht und die Einnahmen aus der Grundsteuer den Gemeinden überlassen. 1951 wurde in Deutschland das Grundsteuergesetz erlassen. Seit 1997 werden die Einheitswerte nur noch für Zwecke der Grundsteuer festgestellt, für die Erbschaft- und Schenkungsteuer gelten seither sogenannte Bedarfswerte.

Teile diesen Beitrag mit Freunden

Freilauffläche für Hunde im Bonifatiuspark

Ball spielender Hund

Das Thema Hunde hat Bumerang-Eigenschaften. Egal wie oft und weit es weggeworfen wird, es kehrt immer wieder zurück. Aktuell bedeutet das…

Am 22.05.2019 berichtete MainRiedberg, dass „bald“ eine sogenannte „Hundeauslauffläche“ am Riedberg entstehen könnte – wenn die Stadt der Bitte des Ortsbeirates nachkommt.

Der Antrag war ein Versuch, die zahlreichen Konflikte zwischen Hundehaltern und Bürgern zu reduzieren. Auch ginge es – im Sinne einer artgerechten Haltung – darum, den Hunden ausreichend Auslauf zu ermöglichen.

Zur Rechtslage (Grünanlagensatzung der Stadt Frankfurt)

  • Auf öffentlichen Grünflächen gilt: Hunde an die Leine nehmen!
    Damit der Hund jederzeit unter Kontrolle ist, darf die Leine nicht länger als zwei Meter sein. Diensthunde und Blindenhunde beim Einsatz oder in der Ausbildung sind davon ausgenommen. Auf Liegewiesen sind Hunde übrigens gar nicht erlaubt.
  • Inzwischen selbstverständlich: Die Tüte für alle Fälle!
    Wer mit dem Hund rausgeht, muss immer eine Tüte dabeihaben, um den Kot einzusammeln. Sie dann an Ort und Stelle liegen zu lassen, gilt übrigens nicht. Sie gehört in den nächsten Abfalleimer.
  • Damit müssen Sie rechnen:
    Nicht entfernte Haufen auf Gehwegen und Plätzen kosten 90 Euro, in öffentlichen Grünanlagen und auf Spielplätzen bis zu 180 Euro.

Immer mehr Menschen fühlen sich am Riedberg zu Hause. Indiz dafür ist auch, dass immer mehr Haustiere gehalten werden. Die Hinterlassenschaften von Hunden werden aber zunehmend zum Gesprächsthema und zum Ärgernis. Gerade während der Pandemiezeiten hat die Zahl der Hunde in den Familien deutlich zugenommen. Diese – in der Regel jungen Hunde –  müssen jedoch erst noch erzogen werden, was so manchen Hundebesitzer leider überfordert.

Aber es werden nicht nur Grünflächen, Gehwege und Spielplätze vollgekotet, sondern auch die angrenzenden Felder, auf denen die Lebensmittel wachsen, die wir im nächsten Jahr essen wollen. Welch appetitlicher Gedanke!

Gründe für die Verschmutzungen durch Hundekot sind Ignoranz, Bequemlichkeit und fehlendes Verantwortungsbewusstsein. Über die geltenden Regeln werden Hundehalter auch beim Anmelden ihres Hundes informiert. Warum trotzdem dagegen verstoßen wird, hängt mit schlechter Erziehung (der Hundehalter) ausgeprägtem Egoismus und fehlenden Sanktionen seitens der Stadt zusammen, die die Steuergroschen lieber in Schulen und Kindergärten als in Ordnungskräfte investieren möchte.

Wie der Magistrat nun mitgeteilt hat, soll im östlichen Teil des Bonifatiusparks die gewünschte Hundeauslauffläche eingerichtet werden. Das Fachamt werde den Beschluss unaufgefordert umsetzen, sobald das notwendige Verfahrensprozedere erfolgt sei. Also, es geht voran… 🙂

Teile diesen Beitrag mit Freunden

Innovative Sitzbänke: iBenches

iBench

Immer mehr Technik erobert unseren Alltag. Neben iPhone, iPad, iRobots gibt es jetzt auch schon iBenches. Seit dem Juni 2020 steht so eine iBench auch auf dem Unicampus Riedberg der Goethe Universität vor dem Eingang des Biozentrums.

Dank auf der Sitzfläche angebrachter Solarmodule produzieren die Sitzbänke der iBench Strom, der in einem integrierten Akku gespeichert wird. Passanten und Studenten können die Bänke daher nicht nur zum Verweilen, sondern per USB-Schnittstelle auch zum Aufladen ihrer Smartphones, Tablets und Laptops nutzen. Die Bank ist aus witterungsbeständigem Material gefertigt und steht den Nutzern kostenfrei zur Verfügung.

Drei monokristalline Solarmodule versorgen die Sitzbank. Die Module mit je 40 Watt Leistung produzieren den Strom für Beleuchtung, Handy-Ladefunktion und LTE-Router. So wird ein nahezu unterbrechungsfreier Betrieb der iBench möglich, und zwar ohne eine zusätzliche Stromversorgung aus dem Netz.

Als Strompuffer sind in der Sitzbank wartungsfreie und langlebige Batterien verbaut, die mithilfe der intelligenten Elektronik geladen werden. Eine bruchsichere Plexiglasscheibe schützt die Technik gegen Feuchtigkeit und äußere mechanische Einflüsse.

So eine iBench liegt preislich bei etwa 6.000 Euro. Die Seitenflächen können als Werbefläche genutzt werden. Im Falle der Bank auf dem Geländer der Goethe-Uni war die „mainFrankfurt-Stiftung“ der Frankfurter Sparkasse der großzügige Geldgeber. Ob für Beruf, Studium oder Entspannung, diese modernen Sitzbänke eignen sich für jeden Zweck gleichermaßen gut.

Die iBench wurde komplett in Deutschland entwickelt und konstruiert und wird auch in Deutschland gebaut. Daher können alle Anforderungen an Sicherheit und Qualität gewährleistet werden.

Politiker aus dem Klimaschutz- und Umweltausschuss in Bad Homburg hatten – inspiriert von der Frankfurter Installation – beschlossen die Einführung solcher Solarbänke auch in ihrem Stadtgebiet zu prüfen.


Ergänzende Info

Inzwischen gibt es verschiedene Anbieter solcher Produkte. Auf Wunsch können je nach Anbieter eine ganze Reihe von Funktionen integriert werden.

iBench

  • mit kabellosen Qi-Ladegeräten und USB-Buchsen für mobile Geräte
  • mit besonders großer Akkukapazität zum Aufladen von elektrisch angetriebenen Fahrrädern, Motorrollern und Seniorenmobilen
  • mit 4G-WLAN-Möglichkeit
  • mit Versorgung ausschließlich über Solarenergie
  • mit Stimmungslicht
  • mit in die Sitzplatte integrierter Sitzheizung
  • mit Wetter- und Vandalismusbeständigkeit
  • mit wartungsarmer Ausgestaltung
  • mit wasserfestem Stereolautsprecher und Radio
  • mit Soundmodul
  • mit Ausrüstung für einen Glasfaseranschluss
  • in nahezu allen RAL-Farben lieferbar
  • mit umfangreicher Software mit Nutzungsdaten der Bank
  • mit Beschriftungen und eigenem Firmenlogo

Teile diesen Beitrag mit Freunden

Der Kampf um den öffentlichen Raum

Wüstes Parken

Als öffentlicher Raum wird ein räumlicher Zusammenhang bezeichnet, welcher aus einer öffentlichen Verkehrs- oder Grünfläche und den angrenzenden privaten oder öffentlichen Gebäuden gebildet wird. Der öffentliche Raum steht dem privat genutzten und besessenen Raum gegenüber (Privateigentum). So die Definition in Wikipedia.

Praktisch geht es um das Recht, wer Vorfahrt auf den Straßen und Gehwegen bekommt. Wer darf wo (kostenlos) parken. Wer darf Bürgersteige mit Mülltonnen, Lokal-Bestuhlungen oder Fortbewegungsmitteln in Beschlag nehmen und so weiter.

Typisches und aktuelles Beispiel sind die E-Scooter, an denen sich die Gemüter erhitzen. Die Bequemlichkeit, batteriebetrieben ohne Abgas und Lärm von A nach B gebracht zu werden, finden viele gut. Da das Abstellen dieser Geräte im ordnungsliebenden Deutschland aber nicht geregelt ist, wird das „wilde“ Abstellen zum stadtweiten Problem.

Um Ordnung in das Chaos zu bringen, hat Verkehrsdezernent Stefan Majer (Grüne) Ende 2021 ein Konzept zum geregelten Abstellen vorgestellt. Im ersten Quartal 2022 sollen zuerst in der Innenstadt feste Stellplätze geschaffen werden.

Ordentliches Parken

Die Schüler der Grundschule I zeigen wie man vorbildlich parkt.

Inwieweit das Rücksichtslosigkeit und Gedankenlosigkeit zurückdrängt, wird man sehen. Jetzt ist aber die Befürchtung in den Außenbezirken entstanden, nachrangig behandelt oder vergessen zu werden. Auch am Riedberg und in den umliegenden Stadtteilen lassen sich Stellen finden, an denen E-Scooter in Haufen und Weg-versperrend herumstehen.

Ein besonderes Problem für gehbehinderte Menschen, Rollstuhlfahrer und Sehbehinderte. Deren Bedürfnisse verlieren ihre Mitbürger leider regelmäßig aus dem Auge!

Der Ortsbeirat 12 wird auf der heutigen Sitzung daher einen Antrag besprechen, welche Flächen sich im Ortsbezirk als geregelte Abstellplätze für E-Scooter-Nutzer eignen könnten.

Wollen wir hoffen, dass die Unordnung im öffentlichen Raum dadurch zurückgedrängt werden kann.

Teile diesen Beitrag mit Freunden

Goethe-Universität: Mongolische Gazellen herausfordernd für den Naturschutz

Forschung Frankfurt

Eine der letzten intakten Graslandschaften befindet sich im Herzen der Mongolei. Etwa 1 Million Gazellen bevölkern eine der letzten intakten Graslandschaften der gemäßigten Zone. Wenn die Gazellen das leckere Gras abgeerntet haben, verschwinden sie wieder in der ungeheuren Weite der Landschaft.

Die Gazellen sind ein bis eineinhalb Meter lang, einen guten Meter groß und bis zu 45 Kilogramm schwer. Sie sind schnell, tauchen in Gruppen von 100 bis 1000 Tieren auf und verschwinden wieder, stets auf der Suche nach frischem Gras. Mobilität ist das A und O, denn Regen und Flächenbrände sind unvorhersehbar und können das Nahrungsangebot rasch ändern. Wer mobil ist, kann auch Winterstürmen und dem Feuer ausweichen, was natürlich gleichermaßen für Paarhufer wie auch für die Hirten gilt.

Prof. Thomas Müller, Senckenberg Biodiversität und Klima Forschungszentrum und Goethe-Universität, untersucht mit seinem Team seit vielen Jahren das scheinbar chaotische Wanderverhalten der Tiere, das weltweit einzigartig ist.

Die wirtschaftliche Entwicklung der Mongolei zeigt sich auch in neuen Straßen, Eisenbahnlinien und Ölförderanlagen, die immer weiter in die Steppe vordringen. Im Laufe ihres Lebens nutzt eine Gazelle ein Gebiet von der Größe Ungarns (93.000 km2). So werden selbst die großen Schutzgebiete, die die Mongolei in den vergangenen Jahren eingerichtet hat, dem Raumbedarf der Tiere nicht gerecht. Hier müssen neue Naturschutzkonzepte entwickelt werden.

Dieser Bericht wurde in der aktuellen Ausgabe von Forschung Frankfurt veröffentlicht. Diese Ausgabe kann kostenlos heruntergeladen und gelesen werden: https://www.forschung-frankfurt.uni-frankfurt.de/111309754.pdf


Quelle: https://idw-online.de/de/news786643

Teile diesen Beitrag mit Freunden

Das Centre for Dialogue at Campus Riedberg lädt ein

Internationaler Holocaust Gedenktag

Thema: Veranstaltung zum Internationalen Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust – Eine Lesung mit musikalischer Begleitung

Wann: 27.01.2022 von 20:00 Uhr bis 22:00 Uhr

Wo: Centre for Dialogue at Campus Riedberg (Katholische Kirche)
Zur Kalbacher Höhe 56, 60438 Frankfurt

Eine Teilnahme an dieser Veranstaltung ist in Präsenz oder online möglich. In Präsenz findet die Veranstaltung unter Beachtung der 2G+ Regelung und mit Maskenpflicht statt. Zur Präsenzteilnahme ist eine Anmeldung erforderlich.

Anmeldungen per E-Mail an: Dr. Dominiek Lootens, d.lootens@cfd-frankfurt.de

Zur Onlineteilnahme gelangt man durch Scannen des QR-Codes:

QR-Codeoder über den Link: https://www.youtube.com/playlist?list=PLcw6lwRNPKxYIuUtFW-eFGR5k5Nfi3c0L

Lesung und Musik

Lesung aus Victor Klemperers Buch „LTI – Notizbuch eines Philologen“ (1947)

Victor Klemperer (1881-1960) war ein Literaturwissenschaftler und Romanist. Bekanntheit erlangte er neben seiner Abhandlung LTI – Notizbuch eines Philologen auch durch seine ab 1995 unter dem Titel „Ich will Zeugnis ablegen bis zum letzten“ (1933-1945) herausgegebenen Tagebücher, in denen er akribisch die alltäglichen Demütigungen und Ausgrenzung schildert, denen er als intellektueller protestantischer Konvertit jüdischer Herkunft in der Zeit des Nationalsozialismus ausgeliefert war.

In seinem Buch LTI – gemeint ist damit die „Lingua Tertii Imperii“, die Sprache des Dritten Reiches – analysiert Klemperer, wie Diktaturen über Sprache Macht ausüben, z.B. durch Diffamierung oder Verbreitung von Unwahrheiten.

Die Beobachtung der Sprache in der Diktatur erhielt Klemperer am Leben: „Mein Tagebuch war in diesen Jahren immer wieder meine Balancierstange, ohne die ich hundertmal abgestürzt wäre. In den Stunden des Ekels und der Hoffnungslosigkeit, in der endlosen Öde mechanischster Fabrikarbeit, an Kranken- und Sterbebetten, an Gräbern, in eigener Bedrängnis, in Momenten äußerster Schmach, bei physisch versagendem Herzen – immer half mir diese Forderung an mich selber: beobachte, studiere, präge dir ein, was geschieht – morgen sieht es schon anders aus, morgen fühlst du es schon anders: halte fest, wie es eben jetzt sich kundgibt und wirkt.“

In unserer Veranstaltung zum Internationalen Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust wollen wir diese Forderung von Victor Klemperer an sich selbst nachverfolgen – die man auch als Forderung an uns begreifen kann: Beobachte, studiere, präge dir ein, was geschieht!

Die Musik wird gespielt vom Ensemble Klezmers Techter. Sie interpretieren traditionelles jüdisches Liedgut neu und komponieren auch eigene Lieder.

Die Lesung wird vorgetragen von der Schauspielerin Friedrike Ott, Ensemblemitglied am Schauspiel Frankfurt und bekannt aus diversen Film- und Fernsehproduktionen. Sie liest drei Stellen aus einem von Klemperers Werken.

Einführung und Reflexion erfolgt durch Herrn Prof. Dr. Harald Schwalbe von der Goethe Universität (Institut für organische Chemie und chemische Biologie). Welche Bedeutung hat das Buch LTI für uns auch heute noch?

x


Centre for Dialogue at Campus Riedberg

Das Center begann seine Arbeit am 09.07.2016 mit einer öffentlichen Veranstaltung zum Thema „The Big Bang Theory“. Das Zentrum ist der neuen katholischen Kirche St. Edith Stein angegliedert.

Zum Auftakt diskutierten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Goethe-Universität aus Natur- und Geisteswissenschaften mit hr-Moderator Thomas Ranft über ihre Lebenswelt als Forscherinnen und Forscher, über Physik und über das Verhältnis von Religion und Wissenschaft.

Das Centre for Dialogue dient dem Gespräch von Glauben und Naturwissenschaften Ein Hauptaugenmerk liegt auf all jenen Erkenntnissen und Ergebnissen der Wissenschaften, die unser Leben, unser Denken und unsere Einstellungen nachhaltig verändern werden.

Neben dem Diskurs spielt aber auch die Möglichkeit zur persönlichen Begegnung und spirituelle Angebote eine wichtige Rolle. Unterstützung erfährt das neu eingerichtete Centre for Dialogue hierbei von einem Kuratorium, dem namhafte Professoren angehören.

Teile diesen Beitrag mit Freunden

U3 fährt mit mehr Wagen in den Taunus

U-Bahn

Wegen des zu erwartenden Ausflugsverkehrs in den Taunus erhöhen die VGF und die Nahverkehrsgesellschaft Traffiq die Kapazität der Linie U3 an den Januar-Wochenenden: Heute sowie am 22., 23., 29. und 30. Januar jeweils von 09:00 Uhr bis 18:00 Uhr fahren die Bahnen mit 3 statt 2 Wagen.

Die Linie U3 verkehrt regulär vom Frankfurter Südbahnhof über Heddernheim und den Bahnhof Oberursel bis zur Hohemark und zurück.

Die VGF möchte damit dazu beitragen, dass sich die Ausbreitung des Coronavirus verlangsamt. Weitere Infos dazu: https://www.vgf-ffm.de/de/aktuellpresse/gesundheit-hat-vorfahrt/.

Teile diesen Beitrag mit Freunden

Kalbach-Riedberger Sportvereine starten gemeinsame Petition

Planung Sportplatz 2

Im Frankfurter Norden haben verschiedene Sportvereine ein Bündnis geschlossen unter Federführung des Sportkreises Frankfurt. Gemeinsam wollen sie erreichen, dass sie von der Stadt Frankfurt eine klare zeitliche Perspektive für den Bau der zweiten Sportanlage auf dem Riedberg erhalten.

Zu dem Bündnis gehören:

  • der SC Riedberg
  • der FC Kalbach
  • der Riedberger Sport- und Kulturverein
  • der TSG Nordwest
  • der TSV Bonames und
  • der TV Kalbach

Um ihr Anliegen zu erreichen, wurde von dem Bündnis eine Online-Petition gestartet. Sie ist zu finden unter dem Link: https://chng.it/j98YKzWZHf

Die sportliche Infrastruktur wird dem ständigen Zuwachs der Bevölkerung im Frankfurter Norden seit Langem nicht mehr gerecht. Daher bitten die Vereine ihre Mitglieder, diese Petition zu unterstützen.

Bei 1.000 Unterschriften wird die Petition mit höherer Wahrscheinlichkeit in den Empfehlungen gelistet! Aktuell haben über 700 Bürger diese Petition unterschrieben.

Screenshot Petition

Teile diesen Beitrag mit Freunden

Aktuelle Entwicklung der E-Mobilität

Strom tanken

Der Magistrat der Stadt Frankfurt gibt grünes Licht für zwei Anbieter, die öffentliche Ladesäulen für Elektroautos vor allem im Stadtzentrum installieren wollen. Aktuell sind 69 Pilotstandorte in Bearbeitung oder sogar schon fertiggestellt.

Da Frankfurt bei der Installation in einem 10-Städte-Vergleich auf einem der hintersten Plätze gelandet ist, kann man ein gutes Aufholpotenzial erkennen. Bei der Auswahl zwischen selbst erstellen oder Vergabe an externe Firmen hatte sich Frankfurt für Letzteres entschieden. Dadurch musste weder Personal aufgestockt werden, noch die notwendige Expertise aufgebaut werden.

Für die Firmen, die den städtischen Zuschlag erhalten hatten, bot sich die Chance, in einem neuen Markt Fuß zu fassen. Doch einige von Ihnen mussten in der Zwischenzeit schon wieder das Handtuch werfen. Der behördliche Arbeitsprozess bis zur endgültigen Genehmigung war zu komplex und dadurch zu langwierig geworden.

Bevor bauliche Maßnahmen, die in bestehende Versorgungstrassen eingreifen, durchgeführt werden dürfen, ist es erforderlich, den Leitungsbestand im unterirdischen Straßenraum zu erkunden. (Trassenerkundungsverfahren oder auch sogenanntes Laufscheinverfahren)

Dazu müssen aus einer Liste von über 30 Behörden und Firmen alle relevanten Betroffenen kontaktiert werden, um zu prüfen, ob das geplante Bauvorhaben mit deren Installationen kollidiert. Um diesen aufwendigen Prozess zu beschleunigen, hatte in der Zwischenzeit die Wirtschaftsförderung ein dezernats- und ämterübergreifendes Verfahren aufgesetzt und dadurch den Prozess beschleunigt. Trotzdem bleibt dieses Abstimmungsverfahren zeitaufwendig und muss sich in dem Netz der Beteiligten erst noch etablieren.

Am Ende des Prozesses steht noch eine finale Abstimmung und Freigabe mit den Fachkräften des „Dezernats XII – Mobilität und Gesundheit“ und des „Dezernat IV – Wirtschaft, Recht und Reformen“.

Stromtankstelle

Pixabay License

Die beiden Firmen, Qwello und OnCharge, die noch im Rennen sind, haben inzwischen die Freigabe für ihre ersten Standorte erhalten und können nun zügig mit der Umsetzung beginnen. Die Installation wird in der Kernstadt starten und dann in den umliegenden Stadtteilen fortgeführt.

Über die Ortsbeiräte sind die Wünsche der Bürger nach öffentlichen Ladesäulen an die Stadtverwaltung herangetragen worden. Die richtigen Adressaten sind jedoch die zukünftigen Betreiberfirmen, die die Standorte bewerten, priorisieren und dann das oben beschriebene Genehmigungsverfahren einleiten.

Allein der Anbieter Qwello hat, wie die Frankfurter Neue Presse berichtet, 680 Ladestandorte beantragt, was den Bestand an öffentlichen Ladepunkten vervierfachen würde. Bis 2030 sind allein in Frankfurt 7.000 bis 8.000 Ladesäulen geplant.

Wer einen geeigneten Standort kennt, kann ihn direkt an die Betreiberfirmen melden. Der Ortsbeirat 12 drängt bereits seit einiger Zeit darauf, dass öffentliche E-Ladestationen gebaut werden. Ideal wären Ladestationen zum Beispiel auf Sportparkplätzen, weil dort nur wenige Stunden lang geparkt wird und die Ladestationen danach wieder frei werden.


Wer Informationen über öffentliche E-Ladesäulen in Frankfurt, vor allem in der Nähe des Riedbergs sucht, wird unter folgenden Links fündig:


Bisher gemeldete öffentliche E-Ladesäulen rund um den Riedberg:

Betreiber Standort Anzahl Ladepunkte
Süwag Energie AG Krebsmühle 1
61440 Oberursel
2
Innogy eMobility Solutions GmbH Erich Ollenhauer Ring 8
60439 FFM
2
IKEA Deutschland GmbH Züricher Straße 7
60437 FFM
2
ALDI Süd Berner Str. 0
60437 FFM
1
E-Bike Ladestation
Uni Campus Riedberg
12 * Schuko 1 Kw
Lidl Nieder-Eschbach

1

Teile diesen Beitrag mit Freunden