Kategorie: AktuelleNEWS

Heddernheim: Hotelzimmer beschädigt und Mann nach Sprung verletzt

Polizeiabsperrung

Am Donnerstag, den 15. 12.2022, kam es in einem Hotel im Nordwestzentrum zu einem Polizeieinsatz. Ein 48-jähriger Mann, der im Verdacht steht, ein Hotelzimmer beschädigt zu haben, verletzte sich bei einem Sprung aus einem Fenster.

Ein Mitarbeiter eines Hotels im Nordwestzentrum meldete gegen 22:50 Uhr verdächtig laute Geräusche aus einem Hotelzimmer. Auf Ansprache durch das Personal habe jedoch niemand reagiert.

Eine daraufhin entsandte Polizeistreife begab sich nach Eintreffen zusammen mit dem Hotelpersonal zu dem besagten Zimmer, das Stunden zuvor von einer Frau angemietet worden war.

Auf Klopfen meldete sich ein Mann und fragte, „was das Problem sei“. Da der Mann die an ihn gerichtete Aufforderung der Beamten, die Tür zu öffnen, ignorierte, kam es in der Folge zur Türöffnung mit einem Generalschlüssel.

Nun versuchte der Mann, die noch durch eine Türkette gesicherte Zimmertür wieder zu schließen, und stemmte sich mit aller Kraft gegen diese. Ferner blockierte zusätzlich eine Schranktür auf dem Boden hinter der Zimmertür den Zutritt in die Räume.

Da auch von der Frau bislang noch nichts zu hören war, entschlossen sich mehrere Streifenbeamte des zuständigen Reviers und ein Diensthundeführer die Tür gewaltsam zu öffnen und gelangten so in das völlig verwüstete Hotelzimmer.

Zwischenzeitlich hatte sich der Mann von der Tür entfernt und zum Fenster begeben, aus welchem er unvermittelt nach draußen sprang und auf ein Vordach stürzte. Außer dem Mann befand sich niemand in dem Zimmer.

Durch den Sprung zog sich der 48-jährige diverse Verletzungen zu. Er war ansprechbar und kam mit einem Rettungswagen in ein Krankenhaus. Mutmaßlich stand der Mann unter dem Einfluss von berauschenden Mitteln. Eine Alkoholmessung ergab bei ihm einen Wert von 0,9 Promille. Die Ermittlungen zu der Sachbeschädigung dauern an.

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Die Initiative „Mein Bonames“ macht mobil

Wohnen am Bügel in Bonames

Die Initiative „Mein Bonames“ will den Stadtteil aufwerten, die Bürger vernetzten und örtliche Flächen zu Treffpunkten entwickeln.

Wenn man sich zum Beispiel den Platz „Am Wendelsgarten“ einmal näher ansieht, wird man feststellen, dass die Boulebahn eher wie ein Blumenbeet aussieht und deswegen auch nicht wie vorgesehen genutzt wird.

Die Beton/Pflastersteinwüste des Platzes wird zwar im Frühling schnell warm, aber in unseren tropischen Sommertagen entwickelt sich dort eine höllische Glut. Ab dem Moment möchte sich dann kein Bürger mehr dort aufhalten und sucht Unterflucht in schattigen „Oasen“ wie nahe gelegenen Eisdielen. Auch Sitzgelegenheiten werden schmerzlich vermisst, nicht nur von Senioren, sondern auch von Eltern, die ihre Sprösslinge beaufsichtigen wollen.

Zum Glück gibt es inzwischen die Initiativgruppe „Mein Bonames“, die ähnlich gelagerte Interessen der Bürger bündelt und in Kooperation mit dem Ortsbeirat beim Magistrat vorträgt.

Anders als in Kalbach-Riedberg, wo es ein Familienzentrum gibt, findet sich nichts Vergleichbares in Bonames. Daher fehlt jungen Familien die Möglichkeit, während ihrer Elternzeit auch mal Gleichgesinnte zu treffen und sich mit ihnen auszutauschen.

Auch ein Quartiersmanagement wie in anderen Stadtteilen sucht man hier vergebens. Das nächstgelegene Quartiersmanagement findet sich in der Nordweststadt oder in Eckenheim. Die nordwestlichen Ortsteile sind leider nicht vertreten (Übersicht Quartiersmanagement: https://frankfurt-sozialestadt.de/wp-content/uploads/2022/11/Uebersicht-Quartiere-Stadtplan-2022.pdf).

So kommt schnell das Gefühl auf, Bonames ist ein vergessener Stadtteil. Das erinnert mich an den alten makabren Witz, wo ein Patient zum Doktor kommt: Herr Doktor, Herr Doktor, ich habe das Gefühl, mich nimmt keiner wahr! Darauf der Arzt: „Der nächste Patient bitte …“

Ähnlich wie Kalbach ist Bonames ein Ort mit jahrhundertealter Tradition. Dementsprechend fließen auch hier die Verkehrsströme durch den alten Ortskern. Fast 6.500 Bürger hat der Ort inzwischen. Er leidet noch heute unter den Bausünden der 1970er-Jahre als der Ben-Gurion-Ring, eine Hochhaussiedlung entstand, die bald den Spitznamen „Golanhöhen“ weg hatte. Entsprechend hoch ist dort die Fluktuation und um so schwerer fällt es den Bewohnern, Wurzeln zu schlagen.

Im Sommer will die Initiativgruppe „Mein Bonames“ ein Fest der Höfe auf den Weg bringen. Das soll die Identifikation mit dem alten Ortskern fördern und die Vernetzung der Bürger unterstützen. Die Initiativgruppe sucht weitere Mitstreiter. Wer mitmachen möchte, erreicht die Gruppe unter mein.bonames@gmx.de.


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Kooperationen mit grünen Ideen gesucht

Kinder helfen beim Bepflanzen

Wer sich in nachbarschaftlichen Gruppen zusammenschließt und eine Begrünungs-Idee samt Foto des versiegelten Ortes noch vor Weihnachten auf www.greenit-up.de hochlädt, ist in der Wettbewerbs-Ausscheidung dabei.

Initiiert wurde diese Fördermaßnahme von »Lust auf besser Leben«, ein gemeinnütziges Unternehmen, das die globalen Nachhaltigkeitsziele bis 2030 alltagstauglich machen möchte. Deshalb fördern sie mit ihren Angeboten im ideellen Bereich und im Dienstleistungsbereich nachhaltiges Handeln in Wirtschaft und Gesellschaft – unabhängig und lokal verwurzelt in Frankfurt.

Zu viele Flächen sind versiegelt, wodurch Bürger im Sommer unter zunehmender Hitze leiden. Auch Überschwemmungen mehren sich (Urselbach, Kalbach, …). Begrünungsaktionen durch Entsiegelungen schaffen Abhilfe.

Wo diese nötig sind, wissen die Bewohner in Frankfurts Quartieren selbst am besten. Deshalb wurde diese Entsiegelungskampagne gestartet, bei der sich Bürger und Organisationen für ihr Quartier bewerben, um dort in Folge Begrünungsaktionen für bis zu 250 qm zu gewinnen.

Bisher wurden folgende Projektideen eingereicht:

  1. FF-Projekt (Innenstadt)
    Wir würden uns freuen, wenn der Platz vor unserem Büro und dem Eingang der Anna Schmidt Schule, der komplett asphaltiert ist und auf dem nur ein Altglascontainer steht, entsiegelt wird und ein paar Bäume gepflanzt werden. Der Platz liegt an der Bockenheimer Anlage / Ecke Fellnerstraße.
  2. Pflanzgruppe Riederwald
    Entsiegelung und Begrünung verschiedener Bereiche im Stadtteil Riederwald. Die Pflanzgruppe Riederwald hat schon Insektenwiesen zusammen mit dem BUND Frankfurt angelegt, Nisthilfen für Wildbienen aufgestellt, Hochbeete gebaut und bepflanzt.
  3. MertonLichtGrün (Heddernheim)
    Ein unwirtlicher mit Verbundsteinen gepflasterter Platz umrahmt von Garagen und Absperrgittern wird zu einer grünen Oase umgestaltet. Nachbarn bepflanzen, pflegen und gießen. Die neue Bepflanzung mit Baum, Sträuchern und trockenverträglichen Stauden leistet einen kleinen Beitrag zur Anpassung der Stadt an den Klimawandel.
  4. Nachbarschaft (Sachsenhausen)
    Hallo, wir sind eine Gruppe von Anwohnern vom Großen Hasenpfad und würden uns freuen, wenn anstatt des hässlichen und ungepflegten langen Pflanzkübels ein Baum oder gern auch mehrere gepflanzt werden würden.
  5. Erstgrünhel (Nied)
    Anlieger dazu anhalten, den Bewuchs auf den ‚,entsiegelten’ Flächen zu erhalten. Alle Siedlungsstraßen in Nied mit Pflanzkübeln ausstatten.
  6. Ausfahrt nach Bad Vilbel (Bornheim)
    Rückbau der durch Alleenspangenplanung historisch bedingt überlangen Ausfahrt von der A661 nach Bad Vilbel auf die verkehrstechnisch notwendige Mindestlänge. Entsiegeln und Begrünen der dadurch gewonnenen Fläche im Rahmen des zurzeit beantragten Ausbaus der A661. Gießwasser aus dem benachbarten Regenrückhaltebecken …
  7. Die Grünen im Süden (Sachsenhausen)
    Hier befindet sich eine große, dreieckige Asphaltfläche. Sie ist abgepollert und bis auf 2 Glascontainer ungenutzt. Diese wollen wir gerne entsiegeln und bepflanzen. Zum Beispiel mit einem Mini-Wald (Miyawaki-Wald), zumindest aber mit dicht wachsenden insektenfreundlichen Sträuchern.
  8. Kinder- und Familienzentrum Nordwest (Niederursel)
    Der Durchgang in einem kleinen Einkaufszentrum soll schöner, begrünter und mit Sitzgelegenheiten zum Verweilen einladen. In dem kleinen Zentrum befindet sich unser KiFaZ mit Kita, Schülerladen und Familienbildung. Hier gibt es einige Einkaufsmöglichkeiten, Jugendclub und Jugendbüro und einige Restaurants. Hier gehen tagtäglich Familien mit Kindern.
  9. Grüne Lunge (Nordend-Ost)
    Bewahrung der Bäume, Entsiegelung der Fläche, Nutzung für den Abenteuerspielplatz, Hochbeete, weitere Spieleinrichtungen, Einbindung der Kinder in die Anlage einer Wildnis, Spalierobst zum selber pflücken, Flächen für allgemeine öffentliche Nutzung (Ruhezone für Spaziergänger, Picknickstation, Spieletisch für Dame/Mühle, Schachspiele…)

Wer kann mitmachen?

  • Bürger, die sich zusammentun, um in ihrer Nachbarschaft etwas zu verändern
  • Bürger, die ehrenamtliche in Gremien/Organisationen engagiert sind und sowieso begrünen wollten, wie z.B. Sozial- und Kultureinrichtungen oder auch Mitglieder aus Ortsbeiräten

Und wie startet man? (Anleitung)

  1. Potentielle Fläche ausmachen
  2. Gruppe gründen
  3. In das Formular eintragen

Die Einreichung ist bis Weihnachten 2022 möglich. Im Januar tagt die Jury und entscheidet auf Basis der Kriterien, welche Projekte in die nächste Runde kommen – dabei ist zunächst offen, ob viele kleinere Projekte oder wenige größere gefördert werden.

»Lust auf besser Leben«, das gemeinnützige Unternehmen, welches das Projekt initiiert hat, kümmert sich um die Finanzierung und die Verwaltung – die Gruppen um die Pflege vor Ort.

Anfang Januar wird entschieden, welche Ideen in die engere Auswahl kommen. In den ausgewählten Quartieren finden daraufhin Aktionen und Sensibilisierungsmaßnahmen statt.

Im März wird dann final entschieden, welche bis zu 250 Quadratmeter entsiegelt und begrünt werden. Danach werden Genehmigungen bei Ämtern beantragt und eine Ko-Finanzierung beim städtischen Klimabonus. Hier spielen die Ortsbeiräte eine zentrale Rolle.

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Das Brandschutzinformationszentrum der Feuerwehr

Kinder im Brandschutzerziehungszentrum

Die klassische Brandschutzerziehung hatte für die Feuerwehr Frankfurt schon immer einen hohen Stellenwert. Über Gefahren aufzuklären gehört zu ihrem Auftrag, aber gerade kleine Bürger sind eine besonders wichtige Zielgruppe. Seit einiger Zeit können Gruppen eine nach pädagogischen Gesichtspunkten aufwendig gestaltete Ausstellung bei der Feuerwache 1 in Eckenheim besuchen.

Welche Brandgefahren gibt es zu Hause? Eine Kindergruppe steht vor einem großen grauen Kasten, in dem ein Wohnzimmer nachgebaut ist. Der Vorhang hängt über einer Stehlampe, die ein beschädigtes Kabel hat und wenn man genau hinsieht, hat irgendjemand an der Decke den Rauchmelder abgeklebt. „Die Kleinen kommen oft schneller als Erwachsene drauf, was hier nicht sicher ist“, erklärt Katrin Sgroi, die das Team hinter der Brandschutzausstellung leitet. Als Feuerwehrfrau ist sie auch selbst im Einsatz tätig. Die Kinder hören ihr gespannt zu.

Insgesamt gibt es rund 15 dieser Module, die wie Dioramen eine Gefahrensituation darstellen. Die Kinder können viel anfassen und ausprobieren. Als Großstadtkinder lernen sie etwas über Fluchtwege in großen Gebäuden und dürfen tatsächlich auch einen Hausalarmknopf drücken.

Alle Kästen haben einen Rollvorhang, so können immer gezielt Szenen geöffnet und gemeinsam erarbeitet werden. Dadurch kann die Führung an das Alter und Vorwissen der Gruppe angepasst werden. Im hinteren Bereich der Ausstellung geht es auch um mögliche Gefahren an Silvester und an Bahngleisen.

Eine ganze Ecke in der Ausstellung ist ein Nachbau der Zentralen Leitstelle der Feuerwehr Frankfurt, komplett mit einem echten Disponenten-Tisch. Einer der Kollegen von Katrin Sgroi setzt sich an die Bildschirme, während eines der Kinder an einem richtigen Telefon die 112 wählen darf – und übt, wie es ist, wenn man den Notruf wählt, weil es brennt oder weil jemand einen Unfall hatte und den Rettungsdienst braucht. Die Kinder lernen, welche Informationen die Leitstelle benötigt und dass man mit dem Auflegen warten soll, falls der Mitarbeitende in der Leitstelle noch Fragen hat.

Es steht auch eine lebensgroße Puppe mit dicker, dunkler Schutzkleidung und Atemschutzgerät in der Halle. Auf Knopfdruck erklingt das Geräusch, das es macht, wenn ein Feuerwehrmann oder eine Feuerwehrfrau durch die typische, dicke Atemschutzmaske atmet. Man denkt sofort an „Darth Vader“. Es ist sinnvoll, dass Kinder diese Eindrücke sammeln, bevor es zum Ernstfall kommt, wenn es z. B. in der Wohnung brennt. „Dann nicht wegrennen und unter dem Bett verstecken. So sehen wir aus, wir kommen und helfen“, sagt Sgroi.

Anders als Verkehrserziehung ist Brandschutzerziehung für Grundschulen nicht vorgeschrieben, für Kindergärten auch nicht. Deshalb geht die Feuerwehr auf die Einrichtungen zu und wirbt für die wichtigen Themen gerade im jungen Alter. Auch Erzieher- oder Lehrergruppen können sich für spezielle Schulungen anmelden. Das Team um Katrin Sgroi kooperiert außerdem mit dem Frankfurter Struwwelpeter Museum, das mit der Geschichte um Paulinchen auf seine Art ja auch Brandschutzerziehung betreibt.

Die Feuerwehr Frankfurt baut die Ausstellungsinhalte für Erwachsene weiter aus, etwa mit Schulungen zum Thema häuslicher Brandschutz für Senioren oder mit Brandschutzunterweisungen für Pflegekräfte. Deshalb heißt die Halle in Eckenheim mit vollem Namen auch schon Brandschutz- und Bevölkerungsschutz-Informationszentrum (BBI). Auch wenn die Geschichten aus den grauen Kästen jetzt schon viele erwachsene Frankfurter erreichen, wie Katrin Sgroi lächelnd berichtet: „Die Kinder erzählen nämlich zu Hause und erklären dann ihren Eltern, dass man vorsichtig sein muss mit Zigaretten und mit dem kaputten Kabel“.


Auf der Webseite der Feuerwehr Frankfurt können sich Gruppen unkompliziert anmelden www.feuerwehr-frankfurt.de/service/brandschutzaufklaerung.

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Bundesweiter Warntag am 8. Dezember

Cell Broadcast kommt, aber Frankfurter sollten sicherstellen, dass ihre Geräte die Warnungen auch empfangen können.

Was am bundesweiten Warntag in Frankfurt passiert und was alle Frankfurter zum Thema Bevölkerungswarnung wissen (und tun) sollten.

Am bundesweiten Warntag wird die technische Infrastruktur der Bevölkerungswarnung in ganz Deutschland mit einer Probewarnung getestet. Zentral vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) wird um 11:00 Uhr ein entsprechender Warntext an alle sogenannten Warnmultiplikatoren geschickt, die an das nationale Warnsystem (MoWaS) angebunden sind.

Deshalb sollten auch in Frankfurt die Sender des Hessischen Rundfunks die Probewarnung weitergeben, die WarnApps auslösen und die in der Stadt seit einem Jahr angeschlossenen Ströer-Displays die Testwarnung spiegeln.

Erstmals soll auch die Warntechnologie Cell Broadcast ausprobiert und eine Testwarnmeldung in der höchsten Warnstufe an alle Handys in Deutschland versandt werden. Es sollten am Warntag also auch sämtliche Frankfurter Mobiltelefone Alarm geben – wenn die Einstellungen stimmen.

Von der Zentralen Leitstelle der Feuerwehr Frankfurt aus werden am Warntag außerdem die Sirenen der Industrieparks Fechenheim und Höchst ausgelöst. 45 Minuten später soll es überall Entwarnung geben.

Was funktioniert in Frankfurt noch nicht: stadtweit heulen aktuell keine Sirenen. Der Magistrat beabsichtigt aber, ein flächendeckendes und modernes Sirenennetz aufzubauen. Die von der Feuerwehr erarbeitete Vorlage dazu, für die nötigen Planungsmittel wurden beschlossen.

Flutkatastrophen und Waldbrände in Deutschland als Folge der Klimakrise, Krieg in nächster Nähe – es wird in 2022 von niemandem mehr bezweifelt, dass es elementar wichtig ist, Menschen bei Gefahr schnell und effektiv warnen zu können. Dazu gehört zum einen die funktionierende Warninfrastruktur. Aber genauso, dass Bürger ein Grundwissen darüber haben, wer warnt, wie gewarnt wird und was sie selbst tun sollten, damit sie gewarnt werden können.

WarnApp NINA

Am Warntag und bei bundesweiten Krisenlagen warnt das BBK. Bei nicht-polizeilichen Gefahren, die Frankfurt betreffen, wird die Warnung in der Leitstelle der Feuerwehr Frankfurt ausgelöst. Dort steht eine Station (MoWaS), über die alle gerade erwähnten Warnmittel ausgelöst werden.

Die Feuerwehr Frankfurt empfiehlt die nationale WarnApp NINA

Die Feuerwehr Frankfurt empfiehlt die nationale WarnApp NINA Foto: Feuerwehr Frankfurt

Die Frankfurter Feuerwehr, ebenso wie das BBK, empfiehlt ausdrücklich die WarnApp NINA. Die App unterscheidet zwischen Wetterwarnungen, Hochwasserinformationen und Bevölkerungsschutz-Warnungen wie etwa Großbrand oder Gefahrstoffausbreitung. Allerdings ist es wichtig, die App nicht nur herunterzuladen, sondern sie mit geringem Zeitaufwand zu verstehen und so einzustellen, dass es zu Wohnort und Lebenssituation passt. Wer kann, sollte älteren Angehörigen oder Nachbarn dabei helfen.

Cell Broadcast (CB) soll zwar ohne Apps einfach alle Mobiltelefone erreichen, die sich im gefährdeten Bereich befinden, aber das geht trotzdem nur unter bestimmten Bedingungen: Das Betriebssystem muss mit dem jüngsten Update versorgt werden, sinnvollerweise vor dem Warntag. Eine Warnung im Test- oder Ernstfall kommt außerdem nur an, wenn das Telefon nicht aus oder im Flugmodus ist.

Wer in der Nacht Ruhe will: besser andere Einstellungen wählen. Bei einigen Geräten muss zudem manuell freigegeben werden, dass und welche CB-Warnungen empfangen werden. Auch hier legt die Feuerwehr den Frankfurtern ans Herz: Wer gut mit Mobiltelefonen umgehen kann, sollte denen helfen, die Unterstützung brauchen, damit bei Gefahr alle gewarnt werden können.

Mit dem Warntag geht Cell Broadcast übrigens in die Testphase, richtig betriebsfertig soll CB ab dem kommenden Frühjahr sein.

Informieren und Vorbereiten

Eine Warnung ist in der Regel laut und knapp. Und sie enthält in der Regel die Aufforderung, sich im Anschluss aktiv zu informieren: im Lokalradio oder auf den Kanälen der warnenden Behörde. Auch wenn es im Krisenfall gegebenenfalls einen Moment dauert, dort werden alle wichtigen Informationen und Handlungshinweise verfügbar sein, aus zuständiger und vertrauenswürdiger Quelle.

Wichtig ist aber auch, dass wir vor einer Warnung auf Krisenfälle schon, so gut es geht, vorbereitet sind. Und zwar auch, wenn sie nicht sehr wahrscheinlich sind. Die Feuerwehr Frankfurt empfiehlt, das so zu sehen wie den Anschnallgurt im Auto: Den legen wir auch an, obwohl wir nur mit geringer Wahrscheinlichkeit in einen schweren Unfall geraten. Neben einer begrenzten Vorratshaltung und Zugang zu Information gehört zum Vorbereitet sein dabei auch: Sicherstellen, dass Warnungen Sie erreichen können.


Mehr Informationen zum Warntag hat die Frankfurter Feuerwehr auf ihrer Webseite www.feuerwehr-frankfurt.de bereitgestellt.

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Offizielle Einweihung der „Römischen Straße“ am Riedberg

Römische Straße

Vor 7 Jahren wurde die „Römischen Straße“ am Riedberg geplant. Jetzt ist sie weitgehend fertig und Vertreter der Politik haben die letzte große Grünfläche am Riedberg offiziell eröffnet.

Mutig trotzen Frau Rosemarie Heilig, Herr Stefan Majer (beide Grüne) und Herr Mike Josef (SPD) den eiskalten Winden, die durch die neu geschaffene Frischluftschneise pfiffen. Was im Sommer für angenehme Kühlung sorgt, führt im angehenden Winter dazu, dass die Menschen schnellstmöglich die nächst gelegene „warme Stube“ aufsuchen und heiße Getränke bestellen.

Der Riedberg ist ja bautechnisch in seiner Abschlussphase. Nur noch wenige Bauprojekte sind am Laufen und die Zahl der unbebauten Grundstücke ist sehr überschaubar geworden. So zählt auch die jetzt eingeweihte Grünfläche zu den letzten großen Baumaßnahmen im Rahmen der Erschließung des Westflügels.

Fertiggestellt und doch nicht ganz fertig

Am oberen und am unteren Ende der 1,4 km langen Parkanlage sollten noch Schrebergärten entstehen. Doch anscheinend hat das beauftragte Unternehmen Probleme und so wurde die Fertigstellung der Gärten kurzfristig „auf Eis“ gelegt. Wann es da weitergeht, ist derzeit noch nicht bekannt.

Auch die fünf errichteten römisch geprägten Stelen mit ihren Aussparungen für Metallplatten sind noch nicht mit den vorgesehenen Infotafeln bestückt. Der Einbau soll im Nachgang, Anfang 2023 erfolgen.

Die Bepflanzung der „Römischen Straße“

Für die Begrünung der Anlage wurden über 100 Bäume aus 7 verschiedenen widerstandsfähigen Arten eingepflanzt:

  • 20 Europäische Zürgelbäume
  • 3 Vogelkirschen
  • 19 Urweltmammutbäume
  • 8 Amerikanische Amberbäume
  • 17 Manna-Eschen
  • 9 Mispeln
  • 33 Hainbuchen

Darüber hinaus wurden 15.000 Sträucher und eine Reihe von Wildblumenwiesen angelegt.

Schwammstadt, Hitze-Schutz und Barrierefreiheit

Bei der Konzeption des Parks wurde erstmals in Frankfurt Wert auf Barrierefreiheit gelegt. An den Straßenübergängen sind Leitsystem für sehbehinderte Menschen (Taktile Markierungen) und abgesenkte Bordsteine eingebaut worden. Die Wegränder sind mit Steinen gepflastert und dadurch ertastbar.

Regelmäßige Mulden nehmen Regen auf, der dort versickern kann. Die dort gepflanzten Bäume nutzen das gesammelte Wasser.

Die Bodendecke des Weges erhielt eine weiße Beimischung, um mehr Sonne zu reflektieren und sich weniger stark thermisch aufzuladen.

Beleuchtung

Die Parkanlage wurde nur da beleuchtet, wo sie als Schulweg genutzt wird. Die anderen Teile sollen ohne Beleuchtung auskommen, nicht nur um Strom zu sparen, sondern auch zum Schutz der Insekten und anderer Tiere.

Spiel und Sport

Neben einer Reihe von Spielpunkten wurden 3 größere Spielplätze für unterschiedliche Altersstufen errichtet. Für die Leistungssportler gibt es eine Calisthenics-Anlage (Boot-Camp-Workout). Dazu eine Tischtennis-Platte, sowie eine Überdachung (Pavillon) zum Chillen, als Regenschutz/Sonnenschutz.

Konzeption und Kosten

Planung und Umsetzung der „Römischen Straße“ erfolgte durch das Berliner Landschaftsarchitektenbüro Weidinger. Die Gesamtkosten beliefen sich auf 6,5 Millionen Euro.

Archäologie

Um die „Römischen Straße“ anzulegen mussten entsprechende Erdarbeiten durchgeführt werden. Dabei konnten die Archäologen des Frankfurter Denkmalamtes noch so einige archäologische Funde machen.

Unter anderem wurde ein Skelett aus der Römerzeit gefunden. Neben dem Skelett lag eine Bronzemünze, die eine zeitliche Einordnung des Fundes ermöglichte.

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Unfall zwischen U9 und Lkw am Riedbergkreisel

Unfall am Riedbergkreisel

20:30 Uhr

Am heutigen Abend gab es einen Unfall zwischen einem Sattelzug und einer U9 auf der Fahrt in Richtung Stadtmitte. Der Unfall ereignete sich am Kreisel, an dem die Altenhöferallee und die Riedbergallee sich kreuzen. Die Frankfurter Feuerwehr und einige Einsatzwagen der Polizei sowie ein Einsatzleitwagen der VGF sind am Unfallort im Einsatz.

Bei der Kollision wurden zwei Personen leicht verletzt. Der defekte Tank des Lkw wurde abgedichtet und ausgelaufener Treibstoff aufgenommen. Der Lkw wurde bei dem Unfall aus der Fahrbahnspur geschoben. Der Anhänger weist Schleifspuren auf. Der Tank wurde beschädigt.

Die Scheibe der U9 ist im Frontbereich zersplittert. Der U-Bahn-Verkehr in Richtung Innenstadt ist unterbrochen. An der Weiterfahrt gehindert sind die Linien U8 und U9. Weitere Infos werden auf der Seite der VGF veröffentlicht. Die Störung wird voraussichtlich mindestens bis 22:00 Uhr andauern.

Der Riedbergkreisel wird sicherlich auch noch eine Zeit lang gesperrt sein, da durch auslaufenden Treibstoff oder Öl die Fahrbahn glitschig ist.

21:34

Eine weitere Zugmaschine hat den Sattelzug abgeschleppt. Polizei und Feuerwehr sind abgerückt. Die FES hilft mit die Straße von dem gebundenen Treibstoff zu säubern.

21:41

Die beteiligte U-Bahn hat die Unfallstelle verlassen. Derzeit sind 3 von 4 Einfahrten in den Kreisel schon wieder nutzbar.

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Verlauf von Grippe-Infektionen vorhersagen

Grippe Infektion und Künstliche Intelligenz

Wenige Tropfen Blut könnten ausreichen, um den Verlauf einer Grippeerkrankung vorherzusagen. Das legt eine Studie des Teams um Esteban Hernandez-Vargas am Frankfurt Institute for Advanced Sciences (FIAS) nahe, gemeinsam mit Infektiologen des Helmholtz-Zentrums für Infektionsforschung (HZI) in Braunschweig und dem Universitätsklinikum Magdeburg.

An echter Grippe (Influenza) erkranken jedes Jahr weltweit bis zu 5 Millionen Menschen. Viele von ihnen sterben. Daher ist es wichtig, die Viruslast in der Lunge und die Immunreaktionen der Patienten auf das Virus im Auge zu behalten.

Herkömmliche Methoden nutzen beispielsweise die Bestimmung viraler Antigene1 oder von Entzündungsmarkern aus Abstrichen der Atemwege. Sie sind nicht sehr empfindlich, dafür aber recht aufwendig.

Die größte Hürde ist die Probenahme in der Lunge, die für akut infizierte Patienten riskant ist. Eine nicht-invasive Methode2 zur Vorhersage des Verlaufs einer Grippe wäre daher eine Erleichterung. Ein Ansatzpunkt ist die veränderte Zusammensetzung von Blutzellen im Verlauf der Grippeerkrankung. Solche Blutwerte sind einfach und schnell zu gewinnen und bereits Routine in der Diagnose und Patientenversorgung.

Die Gruppe von Hernandez-Vargas setzte nun verschiedene Machine-Learning-Modelle3 ein, um diagnostische Daten aus Blut- und Lungen-Proben zu bewerten, die im Verlauf einer Grippeinfektion in Mäusen gewonnen wurden. Sie nutzten Machine-Learning-Algorithmen, die mehrere Schichten an Informationen verarbeiten können.

So können sie die Viruslast und die Immunreaktion in der Lunge (Zytokine4 und Leukozyten5) aus Blutwerten vorhersagen. Umfangreiche Daten für das Training und die anschließende praktische Überprüfung der Modelle stammen aus Infektionsexperimenten in Mäusen am HZI.

„Wir konnten zudem zeigen, dass bestimmte weiße Blutkörperchen (neutrophile Granulozyten) sowie Blutplättchen (Thrombozyten) eine entscheidende Rolle bei der Vorhersage des Infektionsverlaufs in der Lunge spielen und stark an der Immunantwort gegen Grippeviren beteiligt sind“, erklärt Herr Dr. Esteban Hernandez-Vargas.

Die Methode ebnet den Weg zur besseren klinischen Überwachung von Grippe-Infektionen und möglicherweise auch anderen Atemwegsinfektionen auf der Grundlage von Blutwerten. „Eines Tages sind diese Vorhersagen hoffentlich präzise genug für eine wertvolle Hilfestellung zur weiteren Behandlung von Patienten“, so FIAS-Doktorand Suneet Jhutty, einer der beiden Erstautoren der Studie.

Künftig könnte möglicherweise jedes Routine-Blutbild auch eine Einschätzung zum Zustand in der Lunge und damit Hinweise auf den Verlauf von Infektionskrankheiten liefern.

Die Studie lässt sich noch nicht vollständig auf den Menschen übertragen, etwa weil anders als im zugrunde liegenden Tierversuch Menschen sich mehr als einmal mit Grippe infizieren können, was den Verlauf der Infektion und die Immunantwort auf das Grippevirus erheblich beeinflusst. Weitere Studien sollen klären, wie im Modell die genetische Vielfalt der Patienten nachgeahmt werden kann.

Jüngste Untersuchungen des Teams weisen darauf hin, dass auch die Diagnose von COVID-19 aus dem Blut möglich sein könnte.


1 Das Virus wird anhand bestimmter Eiweiße (sog. Antigene) nachgewiesen. Die Funktionsweise eines Antigen-Tests ist ähnlich wie bei einem Schwangerschaftstest.

2 Mit „nicht invasiv“ sind Untersuchungen und Behandlungen gemeint, bei denen kein Gewebe verletzt wird und die nötigen Instrumente nicht in den Körper eingeführt werden.

3 Machine Learning (Maschinelles Lernen) ist eine Anwendung der künstlichen Intelligenz (KI). IT-Systeme lernen automatisch Muster und Zusammenhänge aus Daten und verbessern sich, ohne explizit programmiert zu sein. Ein Machine Learning-Modell ist eine Datei, die darauf trainiert wurde, bestimmte Arten von Mustern zu erkennen. Sie trainieren ein Modell anhand von Daten, indem Sie einen Algorithmus bereitstellen, mit dem diese Daten analysiert und zum Lernen verwendet werden können.

4 Zytokine, sind körpereigene Eiweiße, die sich für einen wesentlichen Teil der Zellsteuerung verantwortlich zeigen. Die Tragweite ihres Potenzials steht bis heute nicht fest.

5 Leukozyten sind Blutzellen, die im Gegensatz zu roten Blutkörperchen (Erythrozyten) keinen roten Blutfarbstoff enthalten. Sie erscheinen deshalb „weiß“ beziehungsweise farbarm. Man nennt sie daher auch weiße Blutkörperchen. Die Hauptaufgabe der Leukozyten ist die Abwehr von Krankheitserregern.


Das FIAS (Frankfurt Institute for Advanced Studies)
ist eine interdisziplinäre Forschungseinrichtung in Frankfurt am Main. Hier entwickeln international ausgewiesene Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler Theorien zu komplexen naturwissenschaftlichen Zukunftsthemen in den Bereichen theoretische Naturwissenschaften, Computerwissenschaften und KI-Systeme sowie Lebens- und Neurowissenschaften. Über die Grenzen der Disziplinen hinweg erforschen sie mithilfe mathematischer Algorithmen und Simulationen die komplexen selbstorganisierenden Systeme der Natur. Das FIAS ist eine gemeinnützige Stiftung zwischen der Goethe-Universität und privaten Stiftern und Sponsoren. https://fias.institute/

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Die ESB gewinnt den Stadtteilpreis

Preisverleihung

Der diesjährige Stadtteilpreis mit 500 Euro geht an die Erweiterte Schulische Betreuung (ESB) der Grundschule Kalbach. Die Kinder sowie ihre Betreuer der ESB führen schon seit Längerem in ihren Ferienspielen Müllsammelprojekte durch.

Aus diesen Aktionen heraus entstand die Idee ihres »Mülligen Mittwochs«. Die Mannschaft zieht jeden Mittwoch durch die Straßen und Felder von Kalbach und sammelt mit ihrem Bollerwagen Müll ein. Ein Kehrblech mit Besen ist ebenfalls mit dabei, um auch Glasscherben zu entfernen, die eine besondere Gefahr für die Reifen der zahlreichen Fahrradfahrer, für die Pfoten der Vierbeiner und für eine Brandgefahr in den heißen Monaten sind.

Die Kinder verrichten diese Aufgabe mit viel Herzblut und die Betreuer können gar nicht immer so viele Kinder mitnehmen, wie sich freiwillig melden!

 

ESB der GS Kalbach in Aktion

ESB der GS Kalbach in Aktion,
Foto: S. Waldhäusl

Ein Schild an ihrem Wagen informiert die Mitbürger über die Aktion und die Spenden, die uns Passanten und auch ansässige Geschäfte geben. Die Spenden werden an Umweltorganisationen in Absprache mit den Kindern weitergeleitet.

So werden Kinder schon frühzeitig für das Müllproblem zu sensibilisieren, um einen wertschätzenden Umgang mit unserer Erde und ihren Ressourcen zu fördern und sich sozial in unserem Stadtteil zu engagieren. Die gute Idee wurde schon vom Kinder- und Jugendhaus in Kalbach aufgegriffen. Da gute Ideen weitergetragen werden, ist die Hoffnung berechtigt, dass noch weitere Akteure diese Idee aufgreifen und weiterentwickeln.


Der Stadtteilpreis

Die Auslobung des Stadtteilpreises soll Bürgerinnen und Bürger in ihrem ehrenamtlichen Engagement unterstützen und ihren ehrenamtlichen Einsatz würdigen.

Ausgezeichnet werden mit dem Preis bereits umgesetzte Ideen, Projekte oder Initiativen von freien Initiativen oder Einrichtungen, Gruppen oder Einzelpersonen, Vereinen, Schulen oder Kirchengemeinden, die ihren Sitz im Ortsbezirk 12 haben oder von Bürgern, die hier arbeiten und sich in unserem Stadtteil engagieren.

Prämiert werden können grundsätzlich alle Ideen, Projekte und Initiativen, die das Zusammenleben im Stadtteil oder die Zusammenarbeit mit dem Stadtteil verbundener Partner (z. B. Städte-, Kirchen, Vereinspartnerschaften) verbessern.

Details finden sich unter folgendem Link: Parlis

 

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Obstbaumpflege braucht geschulte Pfleger

Frisches Obst

Am Riedberg stehen mehrere Hundert Obstbäume. Vor allem Apfelbäume. Was vielen nicht bekannt ist, ist dass es sich nicht um wilde Sorten handelt, sondern um eine Kulturpflanze, die aus einem Basisstamm besteht, der durch eine Züchtung, die oben aufgesetzt wurde, veredelt ist.

Bei guter Pflege können solche Bäume bis zu 120 Jahre alt werden. Bei fehlender Pflege und/oder falscher Behandlung können die Bäume aber auch schon nach wenigen Jahren zugrunde gehen.

Mit großem Bedauern muss man zur Erntezeit mit ansehen, wie ganze Äste von den Bäumen heruntergerissen werden oder schwere Teile in die Bäume geworfen werden, um Äpfel herunterregnen zu lassen. Dabei wird den Bäumen oft erheblicher Schaden zugefügt, der ihre Lebensdauer deutlich reduziert.

Gegen das Aufsammeln der auf natürliche Weise heruntergefallenen Äpfel hat die betreuende IG Riedberg nichts einzuwenden. Aber die am Baum hängenden Äpfel sind Eigentum des pflegenden Vereins und kein Allgemeingut. Nach dem Motto: Wer pflegt, darf auch ernten!

Wer die Natur fördern und etwas für die Artenvielfalt an Insekten, Vögeln und Pflanzen tun möchte, der konnte sich an den beiden letzten Samstagen von einem versierten Fachmann in die Thematik der systematischen Obstbaumpflege einweisen lassen.

Hierbei galt es zwischen den verschiedenen Asttypen zu unterscheiden und zu lernen, welche Astteile unbedingt erhalten werden sollen und welche Astteile man auch mal stehen lassen kann und erst im kommenden Jahr bearbeitet.

Ebenso wichtig war es, zu lernen, zu welchen Jahreszeiten einzelne Pflegemaßnahmen sinnvoll und für den Baum förderlich sind. Auch der richtige Umgang mit den zahlreichen Werkzeugen musste erst erlernt werden. Nicht nur um sich vor Schnittverletzungen zu schützen, sondern auch um den behandelten Bäumen keinen irreparablen Schaden zuzufügen. Wer zum Beispiel gerade an einem kranken Baum gearbeitet hat, muss erst mal sein Werkzeug desinfizieren, bevor er an anderen Bäumen weiterarbeitet.

Sind die Bäume noch sehr jung, müssen sie mit Erziehungsschnitten zu gesundem Wachstum geleitet und angeregt werden. Später dann sind die älteren Bäume von totem Holz und vor zu dichtem Blattwachstum zu befreien. Damit ein guter Apfel heranwächst, braucht er frischen Wind (wegen der Bestäubung) und viel Sonnenlicht.

Auch wenn allgemein von Apfelbäumen die Rede ist, handelt es sich doch eigentlich um eine Buschart, die zur Familie der Rosengewächse (Rosaceae) gehört. Äpfel werden sowohl als Nahrungsmittel im Obstbau als auch zur Zierde angepflanzt. Außerdem wird ihnen eine Wirkung als Heilmittel zugeschrieben! Ursprünglich kommt er aus dem Kaukasus, wo er auch heute noch in seiner wilden Form wächst.

Wer sich für die Pflege von Streuobstwiesen interessiert, kann gerne Mitglied der IG Riedberg werden. Dort werden die Erfahrung im Umgang mit Obstbäumen gerne weitergegeben und auf den derzeit betreuten Wiesen gibt es reichlich Gelegenheit das erlernte Wissen nutzbringend anzuwenden.


Riedberger Apfelsaft

Aufgewachsen, geerntet, gepresst und gekeltert vor Ort. Abgefüllt in einem 3-Liter-Beutel der in einem Pappkarton steckt. Kostet nur 9 Euro. Benötigt keine Kühlung und hält sich nach dem ersten Anzapfen noch mindestens 3 Monate. Eine super Alternative zum täglichen Glas Orangensaft. Man reduziert dabei noch den persönlichen CO2-Fußabdruck. Dazu noch der leckere Geschmack. Wer den Saft erwerben will, einfach anrufen unter 0172-6601737 und einen Übergabetermin vereinbaren.

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“Apple juice from Frankfurt. Grown, harvested, squeezed and pasteurized in town. Packed in 3l Bag-in-Box System for just 9 €. Needs no cooling and stays fresh min 3 months after opening. Use it instead of the daily orange juice to improve your carbon footprint or simply enjoy the taste. Always on stock, just call / message to arrange a pickup 0172-6601737.”

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