Alle Artikel von Andreas Woitun

Sonne zum Greifen nah – Ein Teleskop bringt den Sternenhimmel an den Frankfurter Berg

Wissenschaft zum Anfassen - Kind schaut durch Sonnenteleskop

Am Frankfurter Berg wird es an diesem Tag nicht nur heiß – es wird auch leuchtend. Denn auf dem Gelände von Reifen-Diehl erwartet Besucherinnen und Besucher ein außergewöhnlicher Blick in die Weiten des Weltalls: Ein professionelles Sonnenteleskop macht es möglich, unsere Sonne ganz aus der Nähe zu betrachten.

Physikalischer Verein & Kommunale Ausländer- und Ausländerinnenvertretung

Organisiert wird die Bildungsaktion vom Physikalischen Verein – Gesellschaft für Bildung und Wissenschaft in Kooperation mit der Kommunalen Ausländer- und Ausländerinnenvertretung (KAV) der Stadt Frankfurt am Main. Die Veranstaltung findet am 23. August 2025 zwischen 11:00 Uhr und 15:00 Uhr statt und ist für alle Interessierten kostenfrei zugänglich.

Wissenschaft zum Mitmachen und Anfassen

Feyyaz Cetiner, stellvertretender Vorsitzender der KAV und Geschäftsführer der Reifen-Diehl-Filiale am Frankfurter Berg, ist treibende Kraft hinter diesem Projekt. Ihm liegt besonders am Herzen, dass Wissenschaft nicht nur in Hörsälen oder Laboren stattfindet:

„Wissenschaft muss dahin, wo die Menschen leben“, betont Cetiner. „Gerade hier am Frankfurter Berg wollen wir jungen Menschen die Chance geben, hautnah zu erleben, wie spannend Astronomie sein kann.“

Instrument zur Sonnenbeobachtung vor Frankfurter Kulisse

Sicherheit beim Blick in die Sonne

Das Teleskop ermöglicht unter fachkundiger Anleitung einen sicheren Blick auf die Sonne – inklusive Sonnenflecken, beeindruckender Oberflächenstrukturen und Informationen über die gewaltigen Kräfte unseres nächsten Sterns.

„Es ist ein Erlebnis, das man nicht vergisst“, sagt Cetiner. „Viele Jugendliche sehen hier zum ersten Mal durch ein wissenschaftliches Instrument in den Himmel – und das kann der Beginn einer großen Neugier sein.“

Mit Herzblut

Für Cetiner ist diese Bildungsaktion mehr als nur ein Event – es ist eine Herzensangelegenheit:

„Ich bin überzeugt, dass Bildung überall stattfinden sollte – an Schulen, in Vereinen, auf Plätzen und, warum nicht, auch hier am Frankfurter Berg. Wir bringen die Sterne zu den Menschen, damit vielleicht auch ein Funke zurückspringt.“

Sonnenprotuberanzen in H-alpha – ein Blick durch das Sonnenteleskop

Sonnenprotuberanzen in H-alpha – ein Blick durch das Sonnenteleskop, © Physikalischer Verein

Die Chance ergreifen

Die Organisatoren hoffen auf zahlreiche Besucherinnen und Besucher, die an diesem Tag die einmalige Gelegenheit nutzen, einen Blick in das Herz unseres Sonnensystems zu werfen.

„Alle sind willkommen – ob jung oder alt, ob Hobbyastronom oder einfach nur neugierig“, lädt Cetiner ein. „Das Wichtigste ist: vorbeikommen, schauen und staunen.“

Feyyaz Cetiner

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Brücke ins Studium: EU-Projekt unterstützt Geflüchtete an der Goethe-Universität

Deutschkurse für Fremdsprachler

Neues Programm eröffnet Bildungswege und stärkt die Integration

Ab Juli 2025 startet an der Goethe-Universität das EU-geförderte „Academic Bridge Program“ (ABP). Das Projekt hilft hochqualifizierten Geflüchteten, sich auf ein Studium in Deutschland vorzubereiten – ein wichtiger Schritt zur Integration und Fachkräftesicherung in der Rhein-Main-Region.

Das Programm im Überblick

  • Laufzeit: 3 Jahre (bis Juni 2028)
  • Budget: 1,65 Mio. Euro (90 % EU-Förderung)
  • Zielgruppe: 210 Geflüchtete mit akademischem Hintergrund
  • Kooperation: Bereich Studium – Lehre – Internationales (SLI) und Internationales Studienzentrum (ISZ)

Praxisnahe Vorbereitung

Herzstück des ABP sind intensive Deutschkurse von Niveau B1 bis C1. Für Studienbewerber mit direkter Hochschulzugangsberechtigung gibt es zusätzliche Vorbereitungskurse für die Deutsche Sprachprüfung für den Hochschulzugang (DSH). Ergänzt wird das Angebot durch:

  • KI-gestützte Lernhilfen für individuelles Sprachtraining
  • Hausaufgabenbetreuung durch Tutorien
  • Praktische Workshops zur deutschen Studienkultur

Ein besonderes Highlight ist das Tandemprogramm: Studierende der Goethe-Universität begleiten ABP-Teilnehmer im Alltag und fördern so den kulturellen Austausch.

Studieren probieren

Ab Sprachlevel B2 können Geflüchtete kostenlos als Gasthörer Lehrveranstaltungen besuchen. „So erhalten sie früh Einblicke in ihr Wunschfach und können sich fachlich orientieren“, erklärt Paul Scherer vom ABP-Team.

Erfolgreiche Vorgeschichte

Das ABP baut auf dem seit 2015 laufenden „Academic Welcome Program“ (AWP) auf. Über 1.200 Geflüchtete haben bisher davon profitiert – viele schlossen erfolgreich ihr Studium ab. Das neue Programm erweitert die Unterstützung und legt besonderen Wert auf:

  1. Arbeitsmarktorientierung
  2. Regionale Vernetzung
  3. Nachhaltige Integration

Eine Investition in die Zukunft

„Jeder Absolvent ist ein Gewinn – für die Universität, die Wirtschaft und unsere Gesellschaft“, betont das ABP-Team. Das Projekt soll nicht nur Bildungschancen eröffnen, sondern auch dazu beitragen, den Fachkräftemangel in Hessen zu mildern.

 


Kontakt für Interessierte
Academic Bridge Program
eMail: abp@uni-frankfurt.de
Tel.: 069-798-17296
Web: https://www.uni-frankfurt.de/134717310/Academic_Bridge_Program__ABP

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Grünes Klassenzimmer: Der Schulgarten als lebendiger Lernort auf dem Riedberg

Laborstation im Wissenschaftsgarten

Seit 2016 verwandelt der Schulgarten der Didaktik der Biowissenschaften auf dem Uni-Campus Riedberg Brachfläche in ein ökologisches Bildungsjuwel. Auf 2.200 m² entsteht hier praxisnahes Lernen für angehende Lehrkräfte – ein Modellprojekt, das Theorie und Nachhaltigkeit innovativ verbindet.

Vom Projekt zur Institution

Initiiert durch das von der Fraport geförderte Projekt „Close to Science – Schule im Wissenschaftsgarten“, bietet der Garten heute:

  • Wildbienenpfad mit Nisthilfen
  • Lehrteich und Sandarium
  • Nutzpflanzenbereich und Kräuterrad
  • Obstbaumallee und Totholz-Biotope

„Hier erleben Studierende ökologische Prozesse mit allen Sinnen“, betont Dr. Marilú Huertas de Schneider, die den Garten didaktisch betreut.

Nachhaltigkeit zum Anfassen

Kern des Konzepts ist klimabewusstes Gärtnern:

  • Regenwassernutzung durch Zisternen
  • Kreislaufwirtschaft mit Komposthaufen
  • Biodiversitätsförderung durch Blühwiesen
  • Nützlingseinsatz statt Pestizide

Daniel Grobbel-Rank, technischer Leiter, erklärt: „Wir zeigen, wie Bodenleben geschützt und Insektenlebensräume gestaltet werden – Wissen, das Studierende direkt an Schüler weitergeben können.“

Pandemie als Katalysator

Die Corona-Jahre bewiesen den Wert des Freiluftklassenzimmers. Das erweiterte Seminarprogramm umfasst nun:

  • Sommer- und Winteraktivitäten
  • Interdisziplinäre Projekte
  • Inklusive Umweltbildung
  • Praxisnahe Forschungsarbeiten

Kooperationen mit Palmengarten und Botanischem Garten Westend erweitern das Spektrum um gartenbauliche Expertise.

Win-Win durch Teamarbeit

Herzstück ist die Zusammenarbeit mit den Gärtnern:

  • Wolfgang Girnus vermittelt Gerätekunde und Kompostwissenschaft
  • Auszubildende üben Wissensvermittlung
  • Winterprogramm mit Obstbaumschnitt und Stecklingsvermehrung
  • Gemeinsame Entwicklung von Führungskonzepten

„Dieser Austausch schärft unseren Blick für schulische Anwendungen“, berichtet eine Lehramtsstudentin.

Zukunftsmodell mit Strahlkraft

Über 30 Abschlussarbeiten entstanden bereits zu Themen wie:

  • Urban Gardening-Konzepte
  • Insektenmonitoring
  • Klimawandelpädagogik
  • Interkulturelle Gartenprojekte

Prof. Dr. Paul Dierkes resümiert: „Hier wächst mehr als Gemüse – hier reift pädagogische Kompetenz.“

 

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Das Freizeitangebot für Jugendliche in Bonames

Jugendliche Teenager

Kinder- und Jugendhaus Bonames

Eine zentrale Anlaufstelle für Jugendliche (Altersgruppe 13 bis 21 Jahre) mit vielfältigen Angeboten ist das Kinder- und Jugendhaus Bonames:

  • Workshops: Kochangebote, Computerwerkstatt, Bewerbungstraining
  • Unterstützung: Hausaufgabenhilfe, Beratung
  • Events: Ausflüge, Aktionstage, Ferienspiele

Alter Flugplatz

Auch am »Alten Flugplatz Frankfurt Kalbach-Bonames« gibt es viel Platz zum Chillen, Spazieren oder Picknicken. Ideal für entspannte Nachmittage mit Freunden.

Vereine

Die Sport- und Freizeitvereine in Bonames bieten sportliche Aktivitäten und Vereinsleben für Jugendliche – von Fußball bis zu anderen Freizeitangeboten.

Jugendhilfeeinrichtung

Die Jugendhilfeeinrichtung »Alte Schule Bonames« bietet für Jugendliche (Altersgruppe 12 bis 18+ Jahre) mit besonderem Unterstützungsbedarf pädagogisch betreute Wohngruppen und Freizeitangebote in einem historischen Gebäude. (Homburger Landstraße 626)

Nordpark

Ein großer Park mit Fußballplatz direkt an der Nidda – ideal zum Treffen, Spielen oder einfach zum Relaxen.

Neuplanung Unterstand

Der Ortsbeirat 10 hatte nach einem Antrag der SPD einen Unterstand in der Grünanlage zwischen Ben-Gurion-Ring und Oberer Kalbacher Weg angeregt. Einen ähnlichen Ort für Jugendliche gebe es in Bonames sonst nicht.

Unterstand im Martin-Luther-King Park in Niederursel

Unterstand im Martin-Luther-King Park in Niederursel

Der Magistrat hat seine Zusage zu diesem Unterstand für Jugendliche in Bonames bekräftigt und angekündigt, mit dem Kinder- und Jugendhaus ins Gespräch zu gehen, wie er gestaltet werden soll.

Unterstand für Jugendliche am Riedberg

Unterstand für Jugendliche am Riedberg (Römische Straße)

Als Beispiel könnten Unterstände im Martin Luther-King Park in Niederursel oder am südlichen Ende der »Römischen Straße« auf dem Riedberg dienen.


Weiterführende Links

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Der Kinderwanderweg kann wieder neu entstehen

Kinderwanderweg

Pädagogen der Klasse 4b an der Grundschule Riedberg zeigten ihren Schülern bei den wöchentlichen Wanderungen im Frankfurter GrünGürtel oder bei Ausflügen im Schullandheim Wegscheide, welche Erfahrungen man machen kann, wenn man ein Gebiet zu Fuß erkundet. Gerade die Schüler, die von ihren Eltern mit dem Auto zur Schule gebracht wurden, hatten keine Möglichkeit, das Neubaugebiet Riedberg näher kennenzulernen.

Am Anfang stand ein Bildungswettbewerb

Im Rahmen des Bildungswettbewerbs „Stadt der Zukunft“ entwickelten die Kinder damals unter Anleitung ihrer Lehrer einen Rundwanderweg, der im Bonifatiuspark begann.

2012 wurde der Rundwanderweg, der 15 Stationen umfasste und sich über 4,5 km erstreckte, fertiggestellt. Die Kosten von rund 11.000 € übernahmen damals das Grünflächenamt sowie etliche Sponsoren.

Der Zahn der Zeit

Wind und Wetter haben über die Jahre den Informationsstelen aus Holz und Plastik zugesetzt. Das zweckgebundene Restguthaben war 2015 der IG Riedberg zur treuhänderischen Verwahrung übergeben worden. Etwa 2020 ergriff die Vorsitzende des Ortsbeirates Frau Neißner die Initiative. Als Mitstreiter fanden sich die Kinderbeauftragten von Kalbach und Riedberg. Der Arbeitskreis erweiterte sich um Lehrkräfte aus zwei Schulen, die sich für die Renovierung und Erweiterung dieses Kinderwanderwegs einsetzten.

Vor Ort Besichtigung

Nach einer Inspektion der bestehenden Stationen im Jahr 2024 zusammen mit der »Unteren Naturschutzbehörde« Anfang Juli, hatte der Ortsbeirat beim Magistrat beantragt, die Erneuerung und den teilweisen Ersatz der Holzstelen des Kinderwanderweges zu genehmigen: Der Kinderwanderweg soll unter Koordination der Kinderbeauftragten Riedberg-Kalbach mit Unterstützung des Ortsbeirats (12) und der IG Riedberg e. V. durch mehrere Schulklassen vom Riedberg neu konzipiert und in diesem Zuge inhaltlich und örtlich erweitert werden.

Ein Teil der Standorte der Holzstelen, an denen die Schilder für die einzelnen Stationen befestigt werden, liegt im Landschaftsschutzgebiet, was eine Freigabe zur Installation erfordert.

Jetzt Genehmigung vorhanden

Inzwischen hat die »Untere Naturschutzbehörde« die Genehmigung erteilt und der Magistrat dem Verlauf und den Stationen des Kinderwanderweges in der vorgelegten Form zugestimmt.

Den Kinderbeauftragten wurden von der Stadt die Ansprechpartner bei den Firmen genannt, die die geplanten neuen Schilder herstellen könnten. Die Aufstellung der Schilder kann nun in Eigeninitiative erfolgen. Die Initiative der Riedbergschule wird die Umsetzung und Pflege des Kinderwanderweges zukünftig übernehmen.

Das Thema des Wanderwegs

Die 17 Stelen werden die Nachhaltigkeitsziele der UN aufgreifen. Es wird Fragen für Jüngere in Schriftform geben, für die Älteren werden die Fragen als QR-Codes hinterlegt.

Bald kann wieder gewandert und gerätselt werden

So hoffen die Kinder und Jugendlichen, die den Riedberg besuchen oder dort zuhause sind, spätestens im kommenden Jahr wieder auf rätselhaften Pfaden am Riedberg wandern zu können.

 


Verwandter Link

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Freude und Leid (nur) zu zweit geteilt?

Ein streitendes Ehepaar mit 3 Kindern im Hintergrund

Wie das Statistische Bundesamt auf seinen Internet-Seiten mitteilt, gab es 2024 bundesweit etwa 350.000 Eheschließungen und 130.000 Ehescheidungen. Eine Ehe hielt im Schnitt 15 Jahre. In Hessen gab es im gleichen Zeitraum 26.000 Eheschließungen und 9.500 Scheidungen. Am häufigsten trennten sich im vergangenen Jahr Ehepartner, die 5 bis 8 Jahre lang verheiratet waren.

Frankfurt ist bei der Scheidungsrate ein Spitzenreiter (53 %) und zum Trost für die „Rote Laterne“: Im Kreis Offenbach ist es noch schlimmer (57 %)!

Umgerechnet auf den Ortsbezirk Kalbach-Riedberg mit seinen 23.652 Einwohnern (etwa 3 % der Frankfurter Bevölkerung) entfallen somit statistisch 85 Eheschließungen und 45 Ehescheidungen.

Von Scheidungen sind nicht nur die beiden Ehepartner betroffen. Oft gibt es in den Familien auch Kinder, die das Auseinanderleben ihrer Eltern hautnah mitbekommen. Daher bietet das Familienzentrum Billabong seit 2023 das Projekt „Elternfreie Zone“ an. Hier können Kinder im Alter von 5 bis 11 Jahren entspannte Spiel- und Bastelzeit genießen, wenn zu Hause die Bude brennt.

Es ist keine Anmeldung erforderlich und die Teilnahme für die Kinder ist kostenfrei. Zwei Sozialpädagogen kümmern sich um das Wohl der Kinder. Doch was ist mit Kindern im Alter zwischen 12 und 16 Jahren. Auch diese leiden unter den familiären Spannungen. Daher will Billabong sein Angebot ausweiten und hat daher einen Antrag auf eine jährliche Förderung über 8.000 Euro über den Ortsbeirat (12) an den Magistrat der Stadt Frankfurt gerichtet.

Jetzt kam die Rückmeldung: Der Magistrat stellt dem Billabong-Familienzentrum finanzielle Mittel in Höhe von maximal 4.000 Euro aus dem Budget des Ortsbeirates für die Realisierung der Einrichtung eines offenen Angebots noch in diesem Jahr für Trennungskinder im Alter von 10 bis 16 Jahren auf dem Riedberg zur Verfügung. „Über die Notwendigkeit eines solchen Angebotes bestehen keine Zweifel. Mit den zugesagten Mitteln hat Billabong die Chance das Projekt nach den Ferien ins Leben zu rufen und bis Ende des Jahres zu evaluieren, ob das Projekt gemäß dem angemeldeten Bedarf auch Anklang findet.


Letzte Aktualisierung: 14.08.2025

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Umbau der U-Bahn-Station Niddapark abgeschlossen – VGF-Mitarbeiter klagen gegen Zulagenkürzung

U-Bahn auf Gleisen

Barrierefreier Ausbau in Rekordzeit

Am Samstag, den 19. Juli, nahm die VGF den modernisierten Halt Niddapark/Ginnheim offiziell wieder in Betrieb. Nach einer Bauzeit von 4 Monaten glänzt die Station in neuem Gewand:

  • Bahnsteighöhe und Gleisniveau wurden millimetergenau angeglichen, Stufen entfallen komplett.
  • Drei neue Vitrinen und eine Überdachung mit moderner LED-Beleuchtung setzen optische Akzente.
  • Bestehende Pfosten erhielten neuen Lack, Blitzschutz und Graffiti-Schutzfolie.

Noch in diesem Jahr folgen die 3 Aufzüge, die den Zugang von der B-Ebene und zu den jeweils 105 Meter langen Bahnsteigen vollständig barrierefrei gestalten. Dann gehört die als „Schandfleck“ bezeichnete Station endgültig der Vergangenheit an. Die Investitionssumme von 9,3 Millionen Euro, davon 3,4 Millionen für Aufzüge und Zugänge, soll künftig auch den S-Bahn-Anschluss Ginnheim komfortabler machen und dem Personalmangel entgegenwirken. Die temporäre Sperrung für den Aufzugseinbau wird voraussichtlich 6 Wochen andauern.

Personalmangel und Zulagenstreit bei der VGF

Parallel zu den Bauarbeiten schwelt bei der Verkehrsgesellschaft Frankfurt (VGF) ein arbeitsrechtlicher Konflikt. Eine niedrige dreistellige Zahl unter den rund 900 U- und Straßenbahnfahrern hat im Juli 2025 Klage eingereicht. Hintergrund sind Kürzungen bei der bislang freiwilligen 8 %igen „Mitarbeitergewinnungszulage“.

Seit 2010 konnte die VGF Zugeständnisse bei individueller Leistungssteigerung freiwillig mit dieser Zulage honorieren. Nach dem kräftigen Tarifabschluss im Frühjahr 2024 fallen die Extraschichten nun stufenweise weg – passend zur Lohnerhöhung, die Hessen vom Schlusslicht zum zweitbesten Bundesland katapultierte.

Die Gewerkschaften Verdi und Komba rieten den Fahrern, gegen die Abschmelzung vorzugehen. Komba-Kreisvorsitzender Arno Poka spricht von einer „Sauerei“, die dem ohnehin angespannten Personalstamm signalisiere, dass Zusatzengagement nicht wertgeschätzt werde.

Forderungen der Kläger

  1. Weiterzahlung der vollen 8 %igen Zulage unabhängig von neuen Tarifstufen
  2. Rückwirkende Auszahlung für die Monate seit Beginn der Kürzung
  3. Rechtssicherheit für künftige freiwillige Vergütungsbestandteile

Firmensprecher Bernd Conrads betont, dass die VGF „aufgrund laufender arbeitsrechtlicher Auseinandersetzungen“ derzeit keine weiteren Aussagen treffe. Die Unsicherheit in der Belegschaft wächst, obwohl die Baumaßnahmen und modernes Design der Station genau darauf abzielen, den Beruf des U-Bahn-Fahrers attraktiver zu machen.

Mobilität trifft Arbeitszufriedenheit

Die Wiederinbetriebnahme der Station Niddapark/Ginnheim ist ein sichtbarer Fortschritt für barrierefreie Mobilität in Frankfurt. Mit insgesamt 33 U-Bahnhöfen, die bis Ende 2026 aufgerüstet sein sollen, rückt die VGF der Vollständigkeit näher.

Gleichzeitig zeigt der Zulagenstreit, wie wichtig transparente und verlässliche Vergütungssysteme sind. Nur wenn sich Fahrdienstmitarbeiter auf faire Lohnbestandteile verlassen können, lassen sich Personalengpässe nachhaltig bekämpfen.

Für Fahrgäste verspricht die renovierte Station Niddapark/Ginnheim einen komfortablen Ein- und Ausstieg. Für die VGF bleibt der Spagat zwischen Investitionen in Infrastruktur und in das wichtigste Kapital – die eigenen Mitarbeiter. Darüber entscheidet nicht nur die Justiz, sondern letztlich auch die Tarifvertragsparteien im Nahverkehr.

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Wasserentnahmeverbot in Frankfurter Gewässern

Gartenschlauch

Der Magistrat der Stadt Frankfurt am Main hat als Reaktion auf die kritischen Niedrigwasserstände in den Frankfurter Bächen und Flüssen ein Wasserentnahmeverbot erlassen. Dieses Verbot gilt bis auf Weiteres für die Entnahme von Wasser aus oberirdischen Bächen im Stadtgebiet sowie aus der Nidda und deren Altarmen.

Hintergrund des Verbots

Die Entscheidung zur Einführung des Wasserentnahmeverbots wurde durch die anhaltende Trockenheit und die extremen sommerlichen Temperaturen beeinflusst. Geringe Niederschläge im Frühjahr führten bereits zu unterdurchschnittlichen Wasserständen und Durchflüssen in den Gewässern. Trotz kurzzeitiger Entspannung durch Regenfälle Anfang Juni sind die Pegelstände in den letzten Wochen erneut deutlich gesunken. Einige Gewässer sind bereits vollständig trocken gefallen, während andere nur noch als Rinnsale existieren.

Frau Tina Zapf-Rodríguez, Dezernentin für Klima, Umwelt und Frauen, betont die Notwendigkeit dieser Maßnahme: „Zur Vermeidung zusätzlicher Stressfaktoren ist die Einschränkung von privaten Wasserentnahmen aus den Bächen, der Nidda sowie den Nidda-Altarmen ein notwendiger Schritt zum Schutz unserer natürlichen Ressourcen.“ Es ist ein klarer Appell an die Bevölkerung, umsichtig mit der wertvollen Ressource Wasser umzugehen.

Auswirkungen auf die Umwelt

Das Wasserentnahmeverbot soll nicht nur die Wasserstände stabilisieren, sondern auch das Gewässerökosystem schützen. In den letzten Jahren hat sich die Situation in vielen Regionen Deutschlands verschärft, und auch Frankfurt bleibt von den Auswirkungen des Klimawandels und der Wasserknappheit nicht verschont. Die anhaltende Trockenheit führt zu einer erhöhten Keimbelastung in vielen Gewässern, insbesondere in Taunusbächen wie dem Urselbach, Erlenbach und Eschbach. Diese Probleme werden durch die steigende Menge an gereinigtem Abwasser in den Gewässern verstärkt.

Bevölkerung und Verantwortliche in der Pflicht

Die Stadtverwaltung appelliert an die Bürger, sich an das Wasserentnahmeverbot zu halten und durch umsichtiges Verhalten einen Beitrag zum Schutz der Wasserressourcen zu leisten. Das Verbot soll bis zum 31. Oktober 2025 oder bis auf Widerruf durch den Magistrat gelten. Zuwiderhandlungen werden mit Bußgeldern geahndet, um sicherzustellen, dass die Regelungen eingehalten werden.

Frau Ulrike Schulz, Pressesprecherin der Mainova AG, die die Frankfurter Haushalte mit Trinkwasser versorgt, weist darauf hin, dass die Wasserversorgung trotz der aktuellen Herausforderungen gesichert sei. Sie betont, dass die Stadt bereits Maßnahmen ergriffen hat, um die Bevölkerung für einen verantwortungsvollen Umgang mit Wasser zu sensibilisieren. Die Kampagne „Frankfurt spart Wasser“ zielt darauf ab, das Bewusstsein für die Wasserknappheit zu schärfen und die Bürger zu einem sparsamen Umgang mit der Ressource zu bewegen.

Schutz der Wasserressourcen

Das Wasserentnahmeverbot in Frankfurt ist ein wichtiger Schritt zum Schutz der Wasserressourcen in der Stadt. Angesichts der sich verschärfenden klimatischen Bedingungen und der damit verbundenen Herausforderungen ist es unerlässlich, dass sowohl die Stadtverwaltung als auch die Bürger Verantwortung übernehmen. Nur durch gemeinsames Handeln kann die Wasserversorgung in Frankfurt langfristig gesichert werden. Die Stadt setzt auf freiwillige Maßnahmen und Sensibilisierung, um sicherzustellen, dass Wasser auch in Zukunft für alle verfügbar bleibt.

In einer Zeit, in der Wasser als wertvolle Ressource gilt, ist es entscheidend, dass wir alle unseren Teil dazu beitragen, diese lebenswichtige Ressource zu schützen und nachhaltig zu nutzen.

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Delikte in Bonames & Nieder-Eschbach

Polizeifahrzeug aus Hessen

Bonames/ Nieder-Eschbach: Unbekannte stehlen Airbags aus Autos – Polizei bittet um Mithilfe

Im Zeitraum von Montag (28. Juli 2025) bis Dienstag (29. Juli 2025) kam es zu mehreren Fällen von Diebstählen aus Fahrzeugen. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen.

Im genannten Zeitraum stahlen Unbekannte im Ben-Gurion-Ring und an der alten Ziegelei sechs Airbags, ein Mercedes-Logo sowie die im Kühlergrill eines Autos befindliche Frontkamera. Bei den Fahrzeugen handelt es sich um verschiedene Fabrikate des Herstellers Mercedes.

Zeugen, die sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten sich mit der Frankfurter Polizei unter der Rufnummer 069-7555-2199 oder jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen.

Bonames: Festnahme nach Verstoß gegen das Gewaltschutzgesetz

Am Dienstagabend (29. Juli 2025) nahmen Polizeibeamte einen 26-jährigen Mann fest, der zuvor gegen das Gewaltschutzgesetz verstoßen hatte.

Die 21-jährige Geschädigte und der Tatverdächtige führten bis vor zwei Jahren eine Beziehung, die von der Geschädigten beendet wurde. Danach wurde sie mehrfach von dem 26-Jährigen aufgesucht und es kam zu Gewaltdelikten, Beleidigungen und Bedrohungen zu ihrem Nachteil. Daraufhin erließ das Amtsgericht Frankfurt im April dieses Jahres eine Gewaltschutzanordnung gegen den Tatverdächtigen. Darin wird ihm untersagt die Wohnung der Geschädigten zu betreten und sich auf eine bestimmte Entfernung zu nähern. Aufgrund mehrerer Verstöße gegen diese Anordnung seitens des 26-Jährigen wurde angeordnet, dass er eine elektronische Fußfessel mit dem Ziel der elektronischen Aufenthaltsüberwachung zu tragen hat.

Gestern Abend gegen 18 Uhr meldete die elektronische Überwachungsstelle bei der Polizei, dass der Tatverdächtige die erlaubte Distanz zu seiner Ex-Partnerin unterschritten habe. Daraufhin begab sich eine Streife zu der gemeldeten Örtlichkeit, wo der Tatverdächtige allerdings nicht mehr angetroffen werden konnte. Die Geschädigte meldete sich kurze Zeit später bei der Polizei und gab an, dass der 26-Jährige ihr mit Gesten gedroht habe. Danach sei er mit seinem Fahrrad geflüchtet.

Polizeibeamte nahmen den Tatverdächtigen kurze Zeit später an seiner Wohnanschrift fest. Er wurde in die Haftzellen des Polizeipräsidiums Frankfurt mit dem Ziel der richterlichen Vorführung verbracht.

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Auftaktveranstaltungen der Stadtteillabore

Stadtteillabor-Symbolbild: Menschen an einem Infostand

Zwischen Mai und Juli dieses Jahres fanden die Auftaktveranstaltungen der Stadtteillabore in allen 4 Pilotstadtteilen Ostend, Höchst, Ginnheim und Kalbach-Riedberg statt. Das Programmteam kam mit zahlreichen Bürgern über bildungsbezogene Themen ins Gespräch, sammelte deren Rückmeldungen und Eindrücke.

Die Dokumentation der Auftakt-Tour ist nun auf unserer Website veröffentlicht: https://frankfurt.de/bildungskommune/veranstaltungen/stadtteillabore/kalbach-riedberg

Derzeit fließen die Ergebnisse aus der Informations- und Auftaktphase in eine umfassende Bestandsaufnahme ein. Auf dieser Grundlage erarbeiten wir thematische Schwerpunkte und planen das weitere Vorgehen in den Stadtteillaboren.

Neben eigenen Formaten werden wir auch bei stadtteilspezifischen Veranstaltungen präsent sein. Über konkrete Termine in Ihrem Stadtteil informieren wir Sie rechtzeitig.

Wir danken Ihnen herzlich für Ihre Unterstützung der Stadtteillabore!

Ihre

Programmstelle Bildungskommune

Team Stadtteillabore

 

Hintergrund zu den Stadtteillaboren der Bildungskommune Frankfurt:
Die Stadtteillabore in unseren 4 Pilotstadtteilen Ginnheim, Höchst, Kalbach-Riedberg und Ostend finden von Mai 2025 bis Sommer 2026 statt und sind offene Räume zum Mitreden und Mitgestalten. Gemeinsam mit Bürger*innen und Bildungsakteur*innen schauen wir darauf, wie Bildung in Frankfurt funktioniert, wo Barrieren bestehen und wie Zugänge verbessert werden können. Dafür wird es vielfältige analoge und digitale Formate mit Teilnahmemöglichkeiten für alle Altersgruppen – von Kindern bis Senior*innen – geben. Weitere Informationen finden Sie auf unserer Internetseite: frankfurt.de/bildungskommune

Sie möchten sich einbringen, haben Fragen oder Anregungen? Schreiben Sie uns gerne an: stadtteillabore.amt40@stadt-frankfurt.de.


Weiterführende Links

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