Kategorie: Allgemein

Spendenaktion für Kirchenglocken

Vor drei Jahren, exakt am 3. Juli 2016, wurde die katholische Kirche St. Edith Stein feierlich geweiht und damit auch das „Centre for Dialogue at Campus Riedberg“, das Edith Stein Zentrum, dort eröffnet. „Die katholischen Bürger in Frankfurt/Riedberg haben eine Heimat gefunden“, wie der Kirchbauförderverein betont. Der moderne Bau an der Kreuzung Riedbergallee/ Kalbacher Höhe, direkt gegenüber der evangelischen Riedberggemeinde, ist weithin sichtbar. Nur eines fehlt bis heute: Der Turm der Kirche ist leer. Es gibt keine Kirchenglocken, die zum Gottesdienst oder anderen Feierlichkeiten läuten.

Das will der Kirchbauförderverein der Gemeinde nun ändern, mit viel Engagement und einer Spendenaktion. „Die Finanzierung der Glocken ist das bisher größte und ehrgeizigste Projekt in der Vereinsgeschichte“, erklärt Sabrina Geller vom Förderverein gegenüber MAINRiedberg.

Der Verein hat sich zur Aufgabe gemacht, St. Edith Stein materiell und ideell zu fördern. Dazu gehören zum Beispiel die Anschaffung von liturgischen Gegenständen aber auch die Durchführung verschiedener religiöser, musischer und kultureller sowie wissenschaftlicher Veranstaltungen. Unter anderem wurde zusätzliche Stühle für die Gottesdienste, und ganz aktuell ein neues Keyboard zur Begleitung der Gottesdienste angeschafft. Der Kirchbauförderverein beteiligt sich für die Gemeinde traditionell am Riedberger Weihnachtsmarkt und führt in Zusammenarbeit mit dem Centre für Dialogue at Campus Riedberg jährlich einen Edith-Stein-Tag, die Namenspatronin der Gemeinde, sowie andere wissenschaftliche Veranstaltungen durch.

Die Räumlichkeiten der Gemeinde, eine Kapelle mit einem zuschaltbaren, multifunktionalen Saal, ein großzügiges Foyer, Büros und Gruppenräume, werden daher gut genutzt. „Unvollendet ist jedoch nur unser Glockenturm. Es fehlen drei Glocken, damit der Bau vollendet werden kann“, erklären die Vertreter des Fördervereins – und hoffen auf die Unterstützung hier im Stadtteil und auch über die Gemeindegrenzen hinaus.

Das Bistum Limburg hat der Gemeinde die Kostenübernahme für die Anbringung und Einrichtung des Geläuts sowie die Verschalung des Glockenturms zugesagt. Die Anschaffung der Glocken obliegt, wie üblich, der Gemeinde. Die Kosten liegen bei rund 30.000 Euro inklusive Material- und Transportkosten.

Spenden für die Kirchenglocken können auf folgendes Konto überwiesen werden: Kirchbauverein Edith Stein, IBAN: DE 16 5005 0201 02006114 70 (Spendenquittungen können erstellt werden)

Weitere Informationen unter info@kirchbauverein-edith-stein.de  sowie  https://www.sankt-katharina-frankfurt.de/gemeinden/st-edith-stein/

Foto: MAINRiedberg

U-Bahn-Strecke gesperrt: Das sind die Alternativen

In den Sommerferien wird die Strecke der U-Bahn-Linien U1, U2, U3 und „unserer“ U8 vom Südbahnhof bis nördlich von Heddernheim gesperrt. In dieser Zeit lässt die VGF diverse Arbeiten an der von täglich bis zu 120.000 Fahrgästen genutzten Frankfurter U-Bahn-Trasse ausführen, um die mehrwöchige Sperrung intensiv zu nutzen. In dieser Zeit gibt es einen Schienenersatzverkehr (SEV) mit Bussen, der weitgehend parallel zur U-Bahn-Strecke fährt. Die städtische Nahverkehrsgesellschaft traffiQ und die VGF haben „großen Wert auf ein gutes Angebot weiträumiger Umleitungen gelegt“, um den Fahrgästen viele, möglichst individuelle Optionen im dichten Frankfurter Nahverkehrsnetz zu bieten. Damit werden auch Wünsche der Ortsbeiräte und des Fahrgastbeirats erfüllt.

U9 plus Straßenbahn oder S-Bahn als Alternative

Ein Schwerpunkt liegt dabei auf der Verbindung aus dem Frankfurter Norden. Vom Riedberg kann man mit der Linie U9 nach Ginnheim und weiter mit der Straßenbahnlinie 16 Richtung Stadtmitte fahren. Aber auch die Buslinien 27 von Bonames nach Preungesheim und 64 von Ginnheim entlang des Uni-Campus Westend zum Hauptbahnhof verbessern das Angebot. Kunden mit Fahrtberechtigung für das Tarifgebiet Frankfurt am Main können auch die U-Bahn zwischen Niederursel und Oberursel Bahnhof sowie die S-Bahn-Linie S5 zwischen Oberursel Bahnhof und Frankfurt nutzen.

traffiQ und VGF bitten alle Fahrgäste, längere Fahrtzeiten einzuplanen und sich vor Fahrtantritt über die möglichen Verbindungen zu informieren. Die Fahrplanauskunft unter http://rmv-frankfurt.de berücksichtigt die geänderten Fahrpläne. Über die beste Fahrtmöglichkeit informiert auch das RMV-Servicetelefon unter der Nummer 069/24248024, das rund um die Uhr erreichbar ist. Die Nutzung dieser Angebote ist sehr zu empfehlen, da sie stets die beste Verbindung auswählen, die man als Fahrgast im Alltag oft nicht präsent hat. Weitere Informationen sind außerdem unter http://vgf-ffm.de/wirbauen zu finden.

Keine U8 von Anfang Juli bis 12. August 3 Uhr

Von Montag, 1. Juli, circa 2 Uhr, bis Montag, 12. August, circa 3 Uhr, verkehren die Bahnen der Linien U1 und U8 nicht. Die Linie U2 fährt nur zwischen Nieder-Eschbach und Riedwiese/Mertonviertel. Die Linie U3 fährt von Oberursel-Hohemark kommend bis zur Station Wiesenau und von dort weiter nach Ginnheim. Die Linie U9 wird über Nieder-Eschbach hinaus bis Gonzenheim verlängert. Sie verkehrt in dichterem Takt und mit mehr Wagen, so dass sie gemeinsam mit der Straßenbahnlinie 16 zur starken Verbindung aus dem Frankfurter Norden Richtung Innenstadt wird.

Schienenersatzverkehr mit diesen Bussen 

Auf zwei Routen setzt die VGF Schienenersatzverkehr mit Bussen ein. Die SEV-Haltestellen befinden sich in der Nähe der U-Bahn-Stationen und sind ausgeschildert.

Der sogenannte SEV1 verkehrt alle fünf Minuten von der Konstablerwache über das Eschenheimer Tor, die Eschersheimer Landstraße und Heddernheim bis zur Heddernheimer Landstraße, wo der Umstieg in die Linien U3 und U9 möglich ist. Pro Abfahrt sind an Werktagen tagsüber zwei Gelenkbusse gleichzeitig unterwegs.

Auf einer kürzeren Strecke ist der SEV2 unterwegs. Er fährt von der Station Riedwiese/Mertonviertel, wo der Umstieg in die U2 möglich ist, über Heddernheim, wo auch der SEV1 hält, bis zur S-Bahn-Station Eschersheim, so dass ein Umstieg in die S-Bahnlinie S6 möglich ist.

VGF und traffiQ bitten darum, auf die Mitnahme von Fahrrädern in den SEV-Bussen zu verzichten.

Aus dem Frankfurter Norden in die City 

Die attraktivste Verbindung, den gesperrten Bereich zu umfahren, ist ohne Frage die Fahrt mit der U-Bahn-Linie U9 bis Ginnheim und von dort weiter mit der Straßenbahnlinie 16 zur Bockenheimer Warte (U-Bahn-Linien U4, U6, U7), zum Westbahnhof (S-Bahnen) oder zum Hauptbahnhof. Ebenfalls zwischen Ginnheim und dem Hauptbahnhof verkehren die Busse der Linie 64, die auch für die Studierenden am Uni-Campus Westend – die Semesterferien beginnen erst in der zweiten Julihälfte – von Interesse sind. Mit der Linie 27 gelangt man von Nieder-Eschbach und Bonames zum Frankfurter Berg (S-Bahn-Linie S6) und nach Preungesheim (U5). Auf allen Linien wird das Angebot verstärkt, die Linie U5 fährt nach dem dichteren Fahrplan, der während der Schulzeit gilt. Von Oberursel, Bad-Homburg, Eschersheim und vom Frankfurter Berg fahren die S-Bahnen wie gewohnt in die Frankfurter Innenstadt.

… auch mit dem Fahrrad

Wer auf das Fahrrad umsteigen möchte, hat die Gelegenheit, Leihfahrräder zu nutzen. Die VGF stellt diese zur Verfügung: Bis zu zwei Fahrten à 30 Minuten sind mit den Rädern täglich kostenfrei möglich. Detaillierte Informationen hierzu sind an den Haltestellen zu finden.

Die Alternativen in der Innenstadt

Zwischen Hauptwache, Konstablerwache und dem Südbahnhof fahren die S-Bahn-Linien in kurzen Abständen. Zum Willy-Brandt-Platz gelangt man am besten über die Konstablerwache oder den Hauptbahnhof mit den Linien U4 und U5 sowie der Straßenbahnlinie 12. Der Schweizer Platz ist mit den Straßenbahnlinien 15 und 16, der Südbahnhof auch mit den Straßenbahnlinien 15, 16 und 18 zu erreichen.

Sperrungen schon vorab

Schon von Samstag, 29. Juni, circa 4 Uhr, bis Montag, 1. Juli, circa 2 Uhr, finden wegen Arbeiten im Tunnel keine Fahrten der Linien U1, U2, und U8 zwischen Südbahnhof und Willy-Brandt-Platz statt. Die Linie U3 verkehrt nur zwischen Oberursel-Hohemark und Heddernheim.

Was wird gemacht?

Auf der sogenannten A-Strecke wird die VGF in den Sommerferien diverse Arbeiten bündeln, um die mehrwöchige Sperrung ihres meist genutzten Abschnitts sinnvoll auszunutzen. Dazu gehören der Ersatz von Gleisen und Weichen, die Sanierung von Fahrleitungsmasten, die Erneuerung von Kabelsträngen und der Neubau von vier Überwegen.

Ein Clip, der die anstehenden Arbeiten erklärt, findet sich auf dem Youtube-Kanal der VGF unter https://www.youtube.com/watch?v=_SShZLw6khM .

Informationen: Stadt Frankfurt

Foto: Archiv

Zehntausende Nichtwähler mobilisiert

Auch in Frankfurt haben sich mit der Europawahl am 26. Mai – ähnlich wie bundesweit – die Größenverhältnisse der sechs stärksten Parteien im Vergleich zur Europawahl 2014 deutlich geändert. „Die Präferenzen der Frankfurter Wahlberechtigten verschoben sich, weg von den bisher größten Parteien, SPD und CDU, aber auch weg von der AfD“, skizziert Stadtrat Jan Schneider, der für die Frankfurter Statistik zuständige Dezernent, die Entwicklung.

Zugleich mobilisierten die Grünen in bisher ungekanntem Maße – insbesondere Nichtwähler. Durch die hohe Wahlbeteiligung profitierten auch die anderen Parteien – wenngleich in deutlich geringerem Umfang – vom Zustrom aus der Gruppe derer, die 2014 nicht an die Urnen gingen.

Mit rund 37000 Stimmen geht fast die Hälfte des Grünen-Ergebnisses auf den Zulauf von Nicht- oder Erstwählern zurück. Und auch von rund 9000 zusätzlichen Stimmen aus der ehemaligen SPD-Wählerschaft profitierten die Grünen, was zum guten Abschneiden der Grünen führte.

Die Abwanderung zu den Grünen machte fast ein Fünftel der ehemaligen SPD-Wählerschaft aus. Rund 4100 Wahlberechtigte, die 2014 SPD gewählt hatten, gingen zu den Sonstigen. Die Linke hingegen wurde nur von etwa 2500 ehemaligen SPD-Wählern als Alternative gesehen.

Durch die höhere Wahlbeteiligung und das starke Bevölkerungswachstum der Stadt konnte die CDU im Vergleich mit 2014 – trotz ihres gesunkenen Stimmenanteils – absolut gesehen Stimmen hinzugewinnen. Unter ihren früheren Wählern verlor sie hingegen deutlich an Zuspruch. Ihre Anhängerschaft von 2014 wanderte vor allem zur FDP, zu den Sonstigen und den Grünen. Von der AfD hingegen konnte die CDU im Saldo 1300 Stimmen hinzugewinnen.

Mit Blick auf ihre frühere Anhängerschaft schnitt die AfD am schlechtesten ab. Nur etwas mehr als zwei von fünf ehemaligen AfD-Wählern wählte die Partei erneut.

Die Wählerwanderungsanalyse basiert auf einem wissenschaftlich evaluierten Kalkulationsmodell. Stadtrat Schneider erklärt: „Es geht – vereinfacht dargestellt – von folgender Annahme aus: Hat eine Partei bei der aktuellen Wahl im Vergleich zur vorhergehenden Wahl in Wahlbezirken mehr, dafür aber eine andere Partei weniger Stimmen erhalten, so ist es wahrscheinlich, dass zwischen diesen Parteien eine Wählerwanderung stattfand. Mit den Ergebnissen aus 373 allgemeinen Wahlbezirken erhalten wir so eine recht valide Analyse.“

Informationen: Stadt Frankfurt

Foto: Archiv

Es wird wieder spät: Heute ist NIGHT OF SCIENCE

Bereits zum 14. Mal steht der Campus Riedberg am heutigen Freitag ganz im Zeichen der NIGHT OF SCIENCE. Studierende der Goethe-Universität haben wieder die spektakuläre Nacht organisiert: Interessierte können von 17 Uhr bis zum frühen Morgen auf Entdeckungsreise gehen und erleben, was die einzelnen Fachbereiche zu bieten haben. In über 60 Vorträgen präsentieren Lehrende bis zum Morgengrauen bahnbrechende Erkenntnisse. In spannenden Führungen können die Besucher hinter die Kulissen schauen und Wissenschaft hautnah erleben. Den Eröffnungsvortrag hält traditionell ein externer Wissenschaftler: Diesmal spricht Prof. Dr. Ivo Sbalzarini von der TU Dresden über “Informatik und Biologie: eine Verbindung für die Zukunft“. Wie immer ist auch für das leibliche Wohl der Gäste gesorgt, das Wachbleiben wird durch die Nutzung einer „Kaffee-Flatrate“ erleichtert.

In diesem Jahr steht das Thema „Interdisziplinarität“ im Mittelpunkt der langen Nacht; gastgebender Fachbereich ist die Medizin, als historische Persönlichkeit fungiert Leonardo da Vinci, dessen 500. Geburtstag gefeiert wird. Ein weiterer Geburtstag wird im Rahmen der Wissenschaftsnacht begangen – die „Akaflieg Frankfurt“ (Akademische Fliegergruppe Frankfurt) an der Goethe-Universität wird in diesem Jahr 90, ein neuer Segelflieger soll mit flüssigem Stickstoff getauft werden. Auch eine Podiumsdiskussion zu den ökologischen und ökonomischen Aspekten des Mikroplastiks verspricht ebenso aufschlussreich wie lebendig zu werden. Ein wichtiger Preis wird im Rahmen der NIGHT OF SCIENCE vergeben: Für seine langjährige Dokumentation der Insektenbestände wird der Entomologische Vereins Krefeld mit dem Science Hero Preis ausgezeichnet.

NIGHT OF SCIENCE 2019
14.06.2019, 17.00-6.00 Uhr, Campus Riedberg

Mehr zum Programm unter https://www.nightofscience.de

Foto: Night of Science

Vermisste 14-Jährige ist wohlbehalten zurück

Gute Nachrichten: Die seit dem 1. Juni vermisste 14-Jährige aus Oberursel wurde nach einem Hinweis aus der Bevölkerung vergangene Woche von der Polizei wohlbehalten in Frankfurt am Main aufgefunden. Die Öffentlichkeitsfahndung konnte eingestellt werden. Die Mutter bedankte sich via Facebook ausdrücklich bei allen, die so großen Anteil an ihrer verzweifelten Suche nach der Tochter genommen haben und deren Hinweise letztlich so wichtig waren.

So berichtete MAINRiedberg über den Vermisstenfall 

Seit mehr als einer Woche ist die 14-jährige Noemi aus dem nahen Oberursel vermisst. Zuletzt befand sie sich bei Freunden in Frankfurt. Die vermisste Jugendliche ist ca. 155 cm groß, von zierlicher Statur mit dunklem Haar und braunen Augen. Am Samstagabend, 1. Juni, wo sie zuletzt gesehen wurde, trug sie dunkle Leggins, schwarze Schuhe und ein sportliches Oberteil. Die Jugendliche ist meist stark geschminkt mit künstlichen Wimpern. Es besteht die Möglichkeit, dass Noemi sich auf dem Weg nach Frankreich – möglicherweise Paris – befindet oder dies anstrebt, so die Auskunft der Polizei. Jetzt bittet auch ihre Mutter via Facebook um Hilfe mit den Worten: „Jeder, der ein Kind hat, kann sich wohl vorstellen, dass man als Mutter fast zerbricht an der Ungewissheit, ob es seinem Kind gut geht und wo es ist.“

Die Mutter betont, dass ihre Tochter „nicht von Zuhause weggelaufen ist, weil sie es hier schlecht hatte, oder wir gestritten haben, oder Sonstiges.“ Sie ist nach Ansicht der Mutter in einen Freundeskreis hineingeraten, „bei dem ich hoffe, dass es Eure Kinder nicht trifft“.

Die Bad Homburger Kriminalpolizei bittet Personen, die etwas zum Aufenthaltsort der Vermissten sagen können, sich unter der Telefonnummer (06172) 120-0 zu melden.

Foto: Polizeidirektion Hochtaunus

Jan Schneider bleibt Baudezernent

Jan Schneider ist von der Stadtverordnetenversammlung gestern als hauptamtlicher Stadtrat für eine zweite Amtszeit in den Magistrat der Stadt gewählt worden. Er gehört in dieser Eigenschaft bereits seit November 2013 der Stadtregierung an und verantwortet die Geschäftsbereiche Bau und Immobilien, Reformprojekte, Bürgerservice und IT.

„Ich bedanke mich für das große Vertrauen der Stadtverordnetenversammlung. Auch in den kommenden sechs Jahren werde ich mich mit vollem Einsatz den Zukunftsthemen der Stadt widmen“, sagte der CDU-Politiker aus Kalbach. „Besonders wichtig ist es mir, die Reform der Hochbau- und Liegenschaftsverwaltung weiterzuführen, die enormen Herausforderungen im Schulbau zu bewältigen, den Bürgerservice zu stärken und die Digitalisierung der Stadtverwaltung voranzutreiben.“

Oberbürgermeister Peter Feldmann sagte: „Meine Gratulation zur Wiederwahl, dazu beglückwünsche ich Jan Schneider ganz persönlich. Die Stadtregierung muss die großen Aufgaben wie die Schaffung bezahlbarer Wohnungen und den Bau neuer Schulen weiter voranbringen. Die Rekordzahl an Baugenehmigungen im vergangenen Jahr von über 7300 neuen Wohnungen oder die Abschaffung der Kita-Gebühren zeigen, dass wir auf einem guten Weg sind. Diesen gehen wir gemeinsam entschlossen weiter.“

Bei der geheimen Abstimmung stimmten 56 Stadtverordnete für Schneider, 34 gegen ihn und es gab keine Enthaltung. Die Amtszeit eines hauptamtlichen Stadtrates dauert laut Hessischer Gemeindeordnung sechs Jahre. Stadtrat Schneider ist 38 Jahre alt, Volljurist, verheiratet und Vater von drei Kindern. Seine zweite Amtszeit als Mitglied des Magistrats beginnt am 1. November.

Informationen & Foto: Stadt Frankfurt

Kommt bald das vollautomatische Auto?

Seit Carl Benz und Gottlieb Daimler das Automobil erfunden haben, wurde es zur persönlichen Unabhängigkeitserklärung für Millionen Menschen auf der ganzen Welt. Mehr als 130 Jahre später befindet sich die Automobilbranche im tiefgreifendsten Wandel ihrer Geschichte. Wie er sich die Zukunft der Mobilität vorstellt, erläutert Dr. Dieter Zetsche, bisher Vorstand Daimler AG, im Rahmen der Deutsche Bank Stiftungsgastprofessur zur „Zukunft der Energie“ am 4. Juni um 18 Uhr, Campus Riedberg / Otto-Stern-Zentrum, Ruth-Moufang-Straße 2. Der Eintritt ist frei.

„Das Auto wird neu erfunden. Aber nicht etwa, weil es in seiner bisherigen Form an Faszination verloren hätte. Im Gegenteil: Es fasziniert mehr denn je“, weiß Zetsche.
Der Erfolg des Autos ist gleichzeitig seine größte Herausforderung. Denn
je mehr Menschen die Freiheit genießen, die das Auto bringt, desto dringender brauchen wir eine neue Unabhängigkeit: vom Öl, von Emissionen, von Unfällen und von starren Besitzmodellen.

Dazu arbeiten die Automobilunternehmen mit Hochdruck an vier großen Zukunftsthemen: Connectivity, autonomes Fahren, Sharing und Elektromobilität. Welche neuen Chancen dadurch für die Umwelt, die Menschen und die Wirtschaft entstehen und welche Fortschritte es auf dem Weg zur Mobilität der Zukunft gibt, wird Zetsche in seinem Vortrag erläutern.

In der Vortragsreihe für Bürgerinnen und Bürger der Rhein-Main-Region referieren international renommierte Experten die neuesten Entwicklungen aus Forschung und Technologie. Themen sind die globale Erwärmung, erneuerbare Energiequellen, Energietransport, Mobilität sowie die damit einhergehenden gesellschaftlichen Herausforderungen.

Informationen: Goethe-Universität

Foto: Alessio Lin on Usplash

Richtig reagieren bei Kindernotfällen

Im Familien-Infocafe des Kinderbüros können Eltern von Kindern bis drei Jahren an einem speziellen Erste-Hilfe-Nachmittag teilnehmen. Sie erhalten einen Einblick über mögliche Unfälle und Erkrankungen im Kindesalter, die zu einem Notfall führen können. Einzelne Erste-Hilfe-Maßnahmen und das richtige Verhalten werden besprochen.

Wenn ein Notfall eintritt, ist jede Minute und das richtige Handeln von großer Bedeutung, um Leben zu retten und Folgeschäden zu vermeiden. Ersthelfer müssen die Situation richtig einschätzen, die wichtigsten Erste-Hilfe-Maßnahmen beherrschen und die Rettungskette kennen.

Die Veranstaltung findet statt am Dienstag, 28. Mai, um 14.30 Uhr im Familien-Infocafe des Frankfurter Kinderbüros, Schleiermacherstraße 7, Telefon 069/212-39001.

Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Die Veranstaltung ist kostenfrei.

Foto: Archiv

Bekommt der Riedberg einen Sportpark mit Dreifeldhalle?

Erst waren’s die Feldhamster, die eine zweite Sportanlage am Riedberg verzögerten. Diese soll am nördlichen Ende der Altenhöferallee entstehen. Direkt gegenüber vom bisher einzigen Sportplatz in unserem stetig wachsenden Stadtteil. Vor zwei Jahren wurden dann endlich die Pläne für die neue Anlage vorgestellt und heuer sollte es langsam losgehen. Nun allerdings könnte es sein, dass sich der Bau nochmals um Minimum dreieinhalb Jahre verschiebt. Das ist die wenig erfreuliche Nachricht. Die weitaus positivere könnte lauten: Es gibt Überlegungen, dass die Anlage zu einem richtigen „Sportpark“ ausgebaut wird, zu dem auch ein Funktionsgebäude mit großer Dreifeldhalle gehört.

Sportdezernent Markus Frank (CDU) stellte bei der vergangenen Ortsbeiratssitzung die Hintergründe der Umplanungen dar und sprach von einem „Notruf“. Dann fügte er hinzu: „Und wir wollen helfen.“ Der Hilferuf kam von Schuldezernentin Sylvia Weber (SPD) und ist der Tatsache geschuldet, dass gerade am Riedberg der Mangel an Hallenkapazitäten besonders groß ist. Die dritte Grundschule, die im Sommer in einem Provisorium eröffnet, wird keine Sporthalle haben. Die IGS mit demnächst 300 Schülern vorerst auch nicht. Hinzu kommen weitere Grundschulklassen in Containern, für die die bestehenden Hallen bei weitem nicht ausreichen.

Sportdezernat betrachtet neue Pläne „als Chance“

Auch den Vereinen fehlen fast überall in der Stadt Hallenkapazitäten. Im Sportdezernat betrachtet man das Thema Multifunktionshalle deshalb „als Chance“. Gerade in Zeiten, wo Dezernate (endlich) mehr zusammenarbeiten, um Projekte besser und effizienter zu entwickeln. Frank machte im Laufe seiner Ausführungen klar, dass ihn „sehr gewundert“ habe, dass die Diskussion gerade hier am Riedberg sehr auf die örtlichen Vereine fokussiert war. In der Regel werden Sportanlagen zu rund 80 Prozent aus dem Stadtteil belegt, der Rest entfällt aber auf Vereine „über die Ortsgrenzen hinweg“ und teils auf Sportarten, für die nicht jede Anlage geeignet ist. Die Infrastruktur soll stadtweit angeboten werden.

So könnte der neue Sportpark aussehen

Nach ersten Plänen könnte der neue Sportpark folgendermaßen aussehen: 400-Meter-Bahn mit Fußballfeld innen, außen Weit-, Hochspung- und Kugelstoßanlage sowie zwei Mini-Spielfelder, ein kleines Kunstrasenfeld, ein Multifunktionsspielfeld und natürlich Parkplätze und Fahrradabstellplätze plus das zentrale Gebäude mit Umkleiden und Halle.

Hier könnte das Funktionsgebäude mit Umkleiden und Drei-Felder-Halle gebaut werden – wenn das Planungsdezernat den neuen Plänen zustimmt Grafik: Sportamt/ Stadt Frankfurt

Die große Frage ist, ob das planungsrechtlich überhaupt möglich ist. Man sei, so Dezernent Frank, mit den Kollegen vom Planungsreferat schon in guten Gesprächen und nähere sich an. Eine belastbare Auskunft gebe es aber noch nicht.

Ein „runder Tisch“ soll demnächst stattfinden

Das Ergebnis will man noch abwarten und außerdem Zeit in einen runden Tisch investieren. Vertreter von Ortsbeirat, Schulen und Sportvereinen sollen noch vor den Sommerferien zusammentreten, um die bisherigen Pläne zu diskutieren. Auch, um den verschiedenen Bedarf abzuklären. Schließlich wolle das Dezernat den Ortsbezirk nicht vor vollendete Tatsachen stellen. In einem Jahr könnte dann der Plan fertig sein, danach müsste die Bau- und Finanzierungsvorlage durch die städtischen Gremien. Es folgen die Ausschreibung und schließlich rund eineinhalb Jahre für den Bau. Finanziert wird das Projekt übrigens noch „zum großen Teil aus dem Topf der Hessenagentur“. Von so einem Sportpark würde man andernorts nur träumen.

Zurück zum Thema Zeit: Zuerst die Laufbahn samt Fußballfeld zu bauen und danach, wenn alle Genehmigungen vorlegen, den Hallen-Komplex – das „funktioniert leider nicht“, erklärt Markus Frank auf eine Anfrage.

Wie hoch wird das bis zu 47 mal 42 Meter große Funktionsgebäude mit Umkleidetrakt und Drei-Feld-Sporthalle? Wie ist die exakte Platzierung? Diese Fragen werden vermutlich auch die unmittelbaren Nachbarn interessieren. Zunächst aber liegt der Ball beim Planungsdezernat. Dort wird maßgeblich mitentschieden, für welche Hallen-Variante es grünes Licht gibt.

Foto oben: Das ist der aktuelle Plan des Sportamtes/ Stadt Frankfurt, der noch mit Schulen und Vereinen überarbeitet wird

Stadt prüft die Tischtennis-Petition

Die Chancen für mehr Outdoor-Tischtennisplatten am Riedberg steigen – zumindest ein bisschen. Die Petition „Mehr Tischtennisplatten auf dem Riedberg – Attraktive Spielplätze auch für große Kinder“ hat auf dem offiziellen Bürgerbeteiligungsportal der Stadt Frankfurt die notwendige Unterstützerzahl von 200 übertroffen. Die Bürgeridee war also erfolgreich und die Stadt prüft jetzt die Umsetzung, wie es auch in einem Kommentar der Verwaltung heißt.

Der Hintergrund: Viele Kinder in unserem Stadtteil spielen leidenschaftlich gerne Tischtennis. In den Schulen sind die Tischtennis-AGs sehr beliebt. „Nur in der Freizeit haben die Kinder leider nur sehr begrenzte Möglichkeiten, Tischtennis zu spielen“, erklärt Kristina Kaiser, Initiatorin der Petition. Gerade auf Spielplätzen rund um die Grundschule Riedberg sei grundsätzlich ausreichend Platz vorhanden. Daher schlägt man die Installation von Tischtennisplatten auf folgenden Spielplätzen vor: in der Renoirallee gegenüber der KITA Weltraum sowie beispielsweise auf der Grünfläche hinter dem Utrilloweg oder an der Riedbergallee am Topographischen Weg.

Auch der Ortsbeirat Kalbach/ Riedberg hat sich in der Sitzung von vergangenem Freitag mit dem Thema beschäftigt und setzt sich in einem gemeinsamen Antrag für mehr Outdoor-Tischtennisplatten ein.

Foto: Archiv