Kategorie: Allgemein

Vorerst keine Fahrverbote in Frankfurt

Mit Freude und Erleichterung hat der Frankfurter Verkehrsdezernent Klaus Oesterling den Beschluss des Verwaltungsgerichtshofs in Kassel von heutigen Dienstag zur Kenntnis genommen, wonach Fahrverbote für Frankfurt zunächst abgewendet sind. Der Hessische Verwaltungsgerichtshof hatte sowohl den Eilantrag der Deutschen Umwelthilfe DUH zum Sofortvollzug des Verwaltungsgerichtsurteil vom 5. September dieses Jahres abgelehnt als auch die Berufung gegen das Wiesbadener Urteil zugelassen.

Oesterling betonte aber, dass es die Pflicht der Stadt Frankfurt am Main bleibe, die Schadstoffbelastung, insbesondere den NOx-Ausstoß weiter zu senken, so dass auch im nun anstehenden Hauptverfahren Fahrverbote verhindert werden können.

Der Verkehrsdezernent sagte: „Ich danke ausdrücklich allen Beteiligten im Frankfurter Magistrat, vor allem aber meiner Kollegin Rosemarie Heilig sowie dem Frankfurter Rechtsamt, für die hervorragende Zusammenarbeit in dieser Frage. Ausdrücklich schließe ich darin auch die Landesregierung ein. Ich denke, unsere gut koordinierte Vorgehensweise hat dazu beigetragen, den VGH von der gemeinsamen Position der Stadt und des Landes zum Luftreinhalteplan zu überzeugen.“

Informationen: Stadt Frankfurt

Foto: SZ-Designs

Gymnasialzweig an der Otto-Hahn-Schule wird vergrößert

Rund 11,5 Millionen Euro investiert die Stadt Frankfurt in die Otto-Hahn-Schule in Nieder-Eschbach, die auch Kinder aus unserem Stadtteil besuchen. Das geht aus der Bau- und Finanzierungsvorlage hervor, die der Magistrat am Freitag beschlossen hat. Demnach wird ein Bauteil saniert und mit einer Erweiterung der Raumbedarf gedeckt, der durch die Vergrößerung des Gymnasialzweigs der Kooperativen Gesamtschule von drei auf fünf Züge entstanden ist. Der Beginn der Bauarbeiten ist für August 2019 vorgesehen. „Damit stärken wir die Schullandschaft im Frankfurter Norden weiter“, betont Baudezernent Jan Schneider. Jeweils rund die Hälfte der Kosten von insgesamt 11,5 Millionen Euro entfallen auf die Sanierung und auf die nötige Auslagerung von Räumen in eine temporäre Modulanlage.

Umfassend modernisiert wird Bauteil B, ein dreigeschossiges Gebäude in Stahlbeton-Skelettbauweise aus den 1960er Jahren. Geplant sind eine Verbesserung des energetischen Standards sowie eine Ertüchtigung des Brandschutzes. Saniert wird auch die Sichtbetonfassade, wobei das charakteristische Erscheinungsbild erhalten werden soll. Durch die Dämmung von Wänden und Dach, den Austausch der Fenster und des außen liegenden Sonnenschutzes sowie den Einbau einer Lüftungsanlage sinkt der spezifische Heizwärmebedarf um rund 70 Prozent. „Dadurch reduzieren wir auch die Kohlendioxid-Emissionen und leisten einen Beitrag zum Klimaschutz“, sagt Schneider.

Während der Sanierung werden die Räume der Gebäudeteile A und B in eine zweigeschossige Anlage aus Raummodulen ausgelagert, die in einer Grünfläche neben dem 2003 errichteten Bauteil F aufgestellt wird. Sie ist so dimensioniert, dass sie im Zuge der Erweiterung des Gymnasialzweigs zwölf zusätzliche Klassen aufnehmen kann.

Geplant ist außerdem, den Raumbedarf dauerhaft durch einen Neubau zu decken, der an Stelle der Bauteile A und E entstehen soll. Dazu wurde bereits eine Machbarkeitsstudie erstellt und ein Raumprogramm beschlossen. Planungsmittel sind für den Haushalt 2019 angemeldet. Mit dem Bau könnte 2021 begonnen werden.

Für den Neubau der ebenfalls in die Jahre gekommenen Sporthalle 1 der Schule soll im nächsten Jahr mit der Planung begonnen werden. In Betrieb genommen wird sie voraussichtlich Mitte 2022, rechtzeitig zur 1250-Jahrfeier des Stadtteils Nieder-Eschbach. „Uns ist die Bedeutung der Turnhalle für das Jubiläum bewusst und wir werden alles daran setzen, dass sie für die Feierlichkeiten zur Verfügung steht“, betont Schneider.

Informationen: Stadt Frankfurt

Foto: Schwier

Trauer um Kalbacher Ortsältesten

Er galt als „unermüdlicher Sozial- und Stadtteilpolitiker“. Am 22. November ist der Kalbacher Ortsälteste Artur Pöhlmann im Alter von 93 Jahren verstorben, wie das Büro der Stadtverordnetenversammlung jetzt mitgeteilt hat. Am heutigen Donnerstag findet eine Trauerfeier statt. Zuletzt war er Ehrenvorsitzender der SPD in Kalbach, lange Jahre war er davor in Eschersheim aktiv.

Der Vorsitzende der SPD Kalbach-Riedberg, Oliver Schenke, erläutert hierzu, dass Artur Pöhlmann, der am 16. August 1925 in Frankfurt geboren wurde, bereits in jungen Jahren Erfahrungen mit den Nationalsozialisten gemacht hat. Er wurde von der Gestapo verhaftet, da er als junger Facharbeiter einem französischen Kriegsgefangenen mit einer warmen Hose hat helfen wollen.

Nach dem Krieg trat Artur Pöhlmann 1946 in die SPD ein. Beruflich kam er 1948 zur AOK Frankfurt am Main, bei der er bis zum Ruhestand 1987 hauptberuflich arbeitete.

Politisch hatte er viele Parteiämter inne. Er prägte zuerst die Stadtteilpolitik in Eschersheim und später in Kalbach maßgeblich mit, kämpfte bis in fortgeschrittene Alter als Sozialbezirksvorsteher für die Interessen in Not geratener Menschen. Ein Blick zurück: Der 1974 in Anwesenheit des damaligen Ministerpräsidenten Oswald eingeweihte Höllbergspielplatz wurde unter seiner Leitung in vielen Arbeitsstunden vieler Ehrenamtlicher errichtet. Er gab auch die entscheidenden Impulse für den damaligen Umbau des Eschersheimer Schwimmbads und setzte sich für die Eschersheimer Schulen ein. Auf seine Initiative wurde der Bonameser Wohnwagenplatz, damals ein Quartier für Obdachlose, mit Sanitäranlagen ausgestattet. Später wechselte er nach Kalbach und war dort viele Jahre in der Stadtteilpolitik und als Vorsitzender der AWO Kalbach aktiv.  Ein besonderer Erfolg jenseits der Stadtteilgrenzen war sein Einsatz für die Errichtung eines Dialysezentrums für Frankfurt am Main.

2005 erhielt Artur Pöhlmann von dem damaligen Sozialdezernenten Franz Frey eine Ehrung zu seinem 60-jährigen Dienstjubiläum im öffentlichen Dienst. Zudem ist er als Ehrenbeamter der Stadt Frankfurt am Main gewürdigt worden. 2010 erhielt Artur Pöhlmann auch die Ehrenbezeichnung Ortsältester.

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Die Trauerfeier findet am heutigen Donnerstag, 13.12.2019, um 12 Uhr in der Trauerhalle des Kalbacher Friedhofes statt.

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Foto: SPD

Besser nicht morgens tanken…

Hohe Spritpreise gehören bekanntlich zu den Lieblingsthemen der Autofahrer. Vor allem die Preiszyklen im Laufe eines Tages sind vielen ein Dorn im Auge. Wie es zu diesem eigenwilligen Auf und Ab der Spritpreise kommt, haben die Frankfurter Ökonomen Sascha Wilhelm und Steffen Eibelshäuser auf Grundlage spieltheoretischer Ansätze erforscht. Das Ergebnis: Demnach unterbieten sich Tankstellen im Laufe eines Tages immer schneller, bis die Preise so tief im Keller sind, dass einer der Anbieter wieder mit dem Preis hochgeht – die anderen ziehen dann nach. „Der Vorwurf, dass im Bereich der Spritpreise kein richtiger Wettbewerb herrsche und stattdessen Preisabsprachen getroffen würden, stimmt so nicht“, betont Steffen Eibelshäuser. Ihre Empfehlung lautet: Lieber nicht am frühen Morgen tanken; stattdessen wäre ein Besuch der Tankstelle am Mittag, kurz vor dem üblichen Preisanstieg, ein günstiger Moment. Weitere Erkenntnisse ihrer Forschung finden sich in der aktuellen Ausgabe des UniReport.

Wie Gesellschaft und Wirtschaft zusammenhängen, erforscht die Politologin Prof. Cornelia Woll. Die neue Alfred-Grosser-Gastprofessorin für Bürgergesellschaftsforschung forscht und lehrt an der Université Sciences Po in Paris. Ihr geht es um Wirtschaft als Objekt – diese analysiert sie aus sozialwissenschaftlicher Perspektive: „Man kann ökonomische Entwicklung nicht verstehen, wenn man nicht hinterfragt, wer dort überhaupt wirtschaftet und Entscheidungen fällen muss – Personen, Staaten, Unternehmen -, und auf welchem Niveau diese Prozesse beeinflusst und gesteuert werden – lokal, national, international“, betont Cornelia Woll im Interview mit dem UniReport. Wolls öffentlicher Vortrag zum Thema „Der Staat und die Banken im krisengeprüften Europa“ findet am 21. Januar um 19.00 Uhr im Hörsaalzentrum des Campus Westend statt.

Informationen: Pressestelle Goethe-Universität

Foto: Archiv

Stadtteil-Kalender mit den Bildern der Gewinner

Vor exakt einem Jahr waren die Riedbergerinnen und Riedberg eingeladen, unter dem Motto „Der Riedberg – Mein Ort“ Fotos von ihrem Lieblingsplatz im Stadtteil oder aus der schönsten Perspektive zu machen. Insgesamt 47 Teilnehmer reichten 219 Fotos beim 1. Riedberg-Fotowettbewerb ein, den der Culture Club Riedberg, das Familienzentrum Billabong und das Magazin MAINRiedberg ausgelobt hatten. Jetzt gibt es die schönsten Bilder im handlichen Kalender zum Preis von 9 Euro zu kaufen – beim Weihnachtsmarkt am 15. und 16. Dezember im Zelt des Culture Club oder ab sofort direkt via Mail über andreas.woitun@cultureclubriedberg.de

Maßgeblich organisiert hatte den Wettbewerb die Fotografin und CCR-Mitglied Ksenia Beizerova, die begeistert erklärte: „Wir haben so viele tolle Aufnahmen bekommen, dass uns die Entscheidung sehr schwergefallen ist. Es scheint, dass am Riedberg viel Kreativität zu Hause ist.“

Bei den Erwachsenen ging der erste Preis für eine Aufnahme des winterlichen Campus an Michael Scherbeck, Zweite wurde Ardiana Dacic. Bei den Jugendlichen überzeugte die Jury stimmungsvolle Nachtaufnahme, die von Laura Hartinger eingereicht wurde.

Hobby-Fotograf Scherbeck hatte die verschneite Passage an der Universität bei Nacht fotografiert und damit nicht nur die Jury überzeugt. Der Verkehrspilot nutzt auch die Wartezeiten zwischen seinen Flügen im Ausland regelmäßig, um mit seiner Kamera Land und Leute zu erkunden.

Mit diesem Foto überzeugte Michael Scherbeck die Jury

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Abbildung (oben): Culture Club Riedberg

Foto (unten): Michael Scherbeck

A5: Lkw kracht auf Stauende

Gestern Abend, 4. Dezember, gegen 0.30 Uhr fuhr eine Zugmaschine auf der A 5 auf ein Stauende auf. Der Fahrer und eine weiterer Beteiligter wurden verletzt. Zum Zeitpunkt der Kollision war die Autobahn in beiden Richtungen zwischen Bad Homburger Kreuz und Nordwestkreuz Frankfurt vollgesperrt. Den Rückstau bemerkte der 48-jährige Führer eines Lkw-Scania zu spät und stieß mit einem bereits stehenden Mercedes zusammen.

Bei dem Aufprall wurde der mutmaßliche Unfallverursacher schwer verletzt. Der 48-jährige Unfallgegner hatte mehr Glück und war nur leicht verletzt.

Informationen: Polizeipräsidium Frankfurt am Main

Foto: Archiv

Wasserqualität in der Nidda belastet

Was können wir tun, um die Wasserqualität in deutschen Flüssen zu verbessern? Wie schaffen wir gute Lebensbedingungen für die dort lebenden Tiere und Pflanzen? Das hat ein interdisziplinäres Forscherteam unter Federführung von Wissenschaftlern der Goethe-Universität am Campus Riedberg in den vergangenen drei Jahren im Verbundprojekt NiddaMan untersucht. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) hat das Projekt über drei Jahre mit 2,4 Millionen Euro gefördert. Zu den wichtigsten Forderungen nach Projektabschluss gehört die Verbesserung von Kläranlagen.

Die Nidda in Hessen war für die Gewässerforscher ein ideales Untersuchungsobjekt. Neben naturnahen Bereichen im Oberlauf ist der Mittellauf in der Wetterau durch eine intensive landwirtschaftliche Nutzung gekennzeichnet. Am Unterlauf nahe der Metropole Frankfurt fließt der Fluss durch dicht besiedelte, urbane Gebiete, beispielsweise auch am Alten Flugplatz in Kalbach/ Bonames. Stoffeinträge erfolgen zudem durch Einleitungen aus Kläranlagen und sonstigen Entwässerungssystemen.

„Insbesondere in den niederschlagsarmen Sommermonaten ist der Anteil an gereinigtem Abwasser im Einzugsgebiet der Nidda hoch. Auch deshalb werden, allen wasserbehördlichen Bemühungen zum Trotz, die Qualitätskriterien der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie nicht eingehalten“, so Prof. Jörg Oehlmann, Leiter von NiddaMan und der Abteilung Aquatische Ökotoxikologie der Goethe-Universität am Campus Riedberg. Die Nidda ist dabei kein Einzelfall: Bei Projektstart im Jahr 2015 erreichten weniger als 10 Prozent der Gewässer in Deutschland den geforderten guten bis sehr guten ökologischen Zustand.

Neben stofflichen Einflüssen aus der Landwirtschaft wird die Nidda dauerhaft mit Spurenstoffen aus Kläranlagen belastet. Mancherorts sind sogar gesetzlich vorgeschriebene Umweltqualitätsnormen für einzelne Schadstoffe überschritten. „Unsere Forschungsergebnisse zeigen, dass bestehende Grenzwerte aquatische Lebensgemeinschaften nur unzureichend schützen“, erklärt Oehlmann. Bereits ab einem Anteil von circa 12 Prozent an konventionell gereinigtem Abwasser ändert sich die Zusammensetzung der Arten im Fließgewässer. Hinzu kommen die Einleitungen aus Mischwasserentlastungen, die dazu führen, dass bei starken Niederschlägen nicht gereinigtes Abwasser in die Gewässer gelangt. Deren Auswirkungen sind bisher noch wenig untersucht.

Obwohl Fische, im Gegensatz zu vielen Kleinstlebewesen wie Krebse und Schnecken, mobil sind und im Prinzip stark verunreinigte Gewässerabschnitte meiden können, leiden auch sie unter der schlechten Wasserqualität. Gewebeuntersuchungen der NiddaMan-Experten konnten krankhafte Veränderungen der Leber nachweisen, die zwar nicht direkt zum Tod der Fische führen, aber ihre Fitness und damit die Fortpflanzung beeinträchtigen. Das Fehlen gewässertypischer Fischarten, das bereits im Oberlauf der Nidda (Messstellen zwischen Eichelsdorf und Unterschmitten) zu beklagen ist, sehen die Forscher als Indiz dafür, dass es den Fischen an „Kraftreserven“ für die Fortpflanzung fehlt.

Um die Auswirkungen des hohen Anteils an gereinigtem Abwasser in den Flüssen des Nidda-Einzugsgebiets für die Organismen abzumildern, fordern die NiddaMan-Ingenieure Ertüchtigungsmaßnahmen von Kläranlagen, abhängig von gewässerspezifischen Indikatoren (z. B. Abwasseranteil, ökologische und ökotoxikologische Parameter). Dabei stehen nicht zwingend die großen Kläranlagen mit höheren Stofffrachten, sondern auch die kleinen Kläranlagen,die zwar geringere Frachten, aber hohe Stoffkonzentrationen im Gewässer verursachen, im Fokus der Betrachtung.

Das Forscherteam fand frühere Beobachtungen bestätigt, dass von Gewässerrenaturierungen, die bisher als der Königsweg zum guten ökologischen Zustand galten, oft nur im Uferbereich lebende Organismen und der Auenbewuchs profitieren, kaum jedoch die im Gewässer selbst lebenden Wasserpflanzen, Fische und vor allem Wirbellose. Als mögliche Ursachen sehen sie fehlende Schlüsselhabitate wie Totholz, oder eine zu große Entfernung von Quellpopulationen.

„Der Wille zur Veränderung ist da, doch häufig fehlt es bei den verantwortlichen Stellen wie Wasserbehörden und Kommunen an finanziellen und personellen Ressourcen, um Maßnahmen zur Verbesserung der Gewässerqualität schnell und zielgerichtet umzusetzen“, fasst Oliver Schulz die Recherchen des Institut für sozialökologische Forschung (ISOE, Frankfurt) zusammen. Oftmals gibt es zudem Akzeptanzprobleme bei den Betroffenen, besonders dann, wenn Maßnahmen bestehende Nutzungsansprüche einschränken, zum Beispiel von Flächen am Gewässer. Offene Gespräche und die Beteiligung von Akteuren und der Bevölkerung haben während des Projekts vielerorts erst das Verständnis für Lösungen geschaffen, die alle gemeinsam tragen müssen. Auch nach Projektende ist die Arbeit hin zu einem besseren Zustand unserer Gewässer lange nicht beendet.

Über NiddaMan

Das Verbundprojekt „Entwicklung eines nachhaltigen Wasserressourcen-Managements am Beispiel des Einzugsgebiets der Nidda“ (NiddaMan) wurde vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) als Teil der Fördermaßnahme „Regionales Wasserressourcen-Management für den nachhaltigen Gewässerschutz in Deutschland“ im Rahmenprogramm “Forschung für Nachhaltige Entwicklung” (FONA) gefördert. Ein Abschlussbericht wird Ende Januar 2019 vorliegen.

Weitere Informationen zum Projekt unter https://niddaland.de

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Informationen: Goethe-Universität

Foto des Erlenbachs im Nidda-Einzugsgebiet: Simone Ziebart, Goethe-Universität.

 

Niederursel: Schüsse bei Hochzeit gemeldet

Über den Polizeinotruf meldeten mehrere Zeugen am Samstag, den 24. November 2018, gegen 14.20 Uhr, Schüsse im Gerhart-Hauptmann-Ring, die offensichtlich von Teilnehmern eines Autokorsos anlässlich einer Hochzeit abgegeben wurden. Mit starken Kräften wurde die benannte Örtlichkeit angefahren, bei der es sich um eine Sackgasse handelte. Am Einsatzort befanden sich ca. 85 Personen, auf der Straße waren etliche Hülsen von Munition für Schreckschusswaffen zu sehen.

Auf Ansprache gab sich niemand als Verantwortlicher zu erkennen. Erst durch die Insistenz der Beamten gab sich ein 26-Jähriger aus Pfungstadt als Schütze zu erkennen. Er zeigte den Beamten auch die unter einem Auto befindliche Schreckschusswaffe, einen Revolver. Im weiteren Verlauf der Maßnahmen übergab noch ein weiterer Pfungstädter, 25 Jahre alt, seine Schreckschusspistole.

Gegen 15.30 Uhr konnte die Abfahrt der Hochzeitsgesellschaft gestattet werden. Die zwischenzeitliche Sperrung des Gerhart-Hauptmann-Ringes in diesem Bereich wurde aufgehoben.

Informationen: Polizeipräsidium Frankfurt am Main

Warum sich vor 59 Millionen Jahren das Klima änderte

Viele Meeresströmungen im tiefen Ozean haben einen wichtigen Einfluss auf das globale Klima. In welchem Ausmaß, zeigte sich zuletzt vor 59 Millionen Jahren, als es zum Austausch großer Mengen an Wasser zwischen dem nördlichen und südlichen Atlantik kam. Das fanden Forscher aus Deutschland und Großbritannien heraus, indem sie Sedimentproben vom Meeresboden aus beiden Regionen des Atlantiks miteinander verglichen. Auch Wissenschaftler des Instituts für Geowissenschaften am Campus Riedberg waren an der Studie beteiligt. Wie sie in der Fachzeitschrift Nature Communications mitteilen, kam es durch die verstärkte Zirkulation des Meereswassers und die gleichzeitige Zunahme des CO2-Gehalts in der Atmosphäre zu einem klimatischen Wendepunkt. Mit der gleichmäßigeren Wärmeverteilung über die Erde endete eine mehrere Millionen Jahre andauernde Kaltphase und es begann eine neue Warmzeit.

Das verrät das „Archiv“ am Meeresboden

So genannte „Neodym(Nd)-Isotope“ dienen als Tracer für Wassermassen. Sie gelangen aus Flüssen oder über Sedimente ins Meer oder werden als Bestandteile von Staub ins Wasser geweht. Wenn das Oberflächenwasser zum Meeresgrund sinkt, trägt es einen für seine Entstehungszeit charakteristischen Fingerabdruck des umgebenden Festlands in die Tiefe. Dort wird es von tiefen Meeresströmungen erfasst, mit anderen Wassermassen vermischt und nach und nach in das Sediment des Meeresbodens eingelagert. Die entstehenden Sedimentschichten haben sich als gute Archive für Meeresströmungen und das Klima vergangener Zeiten erwiesen.

Die Geschichte, die die Forscher aus der Analyse der Nd-Isotope in Bohrkernen aus Tiefseebohrungen rekonstruiert haben, beginnt in der späten Kreidezeit, als die Erde sich zwischen zwei Treibhaus-Phasen befand. Das Klima hatte sich für einige zehn Millionen Jahre abgekühlt, nachdem es vor etwa 90 Millionen Jahren in der Mitte der Kreidezeit seine heißeste Phase erreicht hatte. Aber trotz der langen Abkühlphase war der Meeresspiegel zum Ende der Kreidezeit vor 66 Millionen Jahren höher als heute. Der Atlantische Ozean war noch jung und deutlich kleiner, und das nord- und südatlantische Becken war flacher als heute. Die Ozeanpassage, die auf der Höhe des Äquators zwischen Südamerika und Afrika verlief, erlaubte während der späten Kreidezeit nur einen oberflächlichen Wasseraustausch. Aktive Unterwasser-Vulkane bildeten Berge und Plateaus auf dem Meeresboden, die eine freie Zirkulation der Tiefenströmungen behinderten. Im südlichen Atlantik bildete sich der Walfischrücken als steiler Rücken über einem vulkanischen Hotspot. Er befand sich teilweise sogar oberhalb des Meeresspiegels.

Als der Atlantische Ozean sich weiter öffnete, kühlte die Erdkruste am Meeresboden ab und die vulkanische Aktivität ließ nach. Die Becken wurden tiefer und größer, die untermeerischen Plateaus und Meeresrücken sanken zusammen mit der Erdkruste ab. An einem bestimmten Punkt konnte das Tiefenwasser aus dem südlichen Ozean den Walfischrücken in Richtung Norden überqueren und die tieferen Becken des Atlantiks füllen. „In unserer Studie haben wir erstmals herausgefunden, wann und wie diese Verbindung entstand“, sagt Sietske Batenburg, die Erstautorin der Studie. „Vor 59 Millionen Jahren wurde der Atlantische Ozean Teil jener Strömung, die vier der fünf Weltmeere miteinander in einem großen, weltumspannenden Kreislauf verbindet.“

Was kann man daraus für die Gegenwart lernen?

Die Studie hat gezeigt: Um die Rolle der Meeresströmungen in früheren Warmzeiten zu verstehen, ist es wichtig, zwischen geographischen Einflüssen und klimatischen Antrieben zu unterscheiden. Auch für die Gegenwart können wir etwas daraus lernen, denn das Treibhausklima der Kreidezeit und des frühen Eozäns könnten als Modelle für künftige Klimaveränderungen dienen.

Informationen: Goethe-Universität

Foto: CrazyCloud/ Fotolia

Autos nach Unfall auf der A5 ausgebrannt

Gestern Nachmittag stießen auf der A5, auf Höhe des Nordwestkreuzes, zwei Autos zusammen, die anschließend komplett ausbrannten. Verletzt wurde glücklicherweise niemand.

Gegen 17.30 Uhr waren ein Skoda und ein Mercedes-Kleinbus auf der linken Spur der A5 in Richtung Kassel unterwegs. Auf Höhe des Nordwestkreuzes stockte der Verkehrs, weshalb der 40-jährige Skodafahrer bremsen musste. Der Mercedesfahrer, 53 Jahre alt, konnte nicht mehr rechtzeitig bremsen und krachte in den Skoda. Der Mercedes fing nach dem Zusammenstoß an zu brennen und die Flammen griffen schnell auf den Skoda über. Der Feuerwehr gelang es, den Brand zu löschen, jedoch sind beide Fahrzeuge komplett ausgebrannt und es entstand ein Sachschaden von mehreren zehntausend Euro.

Die Autobahn Richtung Kassel war wegen der Lösch- und Bergungsarbeiten kurze Zeit voll und bis circa 20.00 Uhr teilweise gesperrt. Kurzzeitig mussten auch die beiden linken Spuren der A5 in Richtung Darmstadt gesperrt werden.

Informationen: Polizeipräsidium Frankfurt am Main