Monat: November 2015

Hab keine Angst

Auf ihrer Visitenkarte steht: Dr. med. Zahide Özkan-Rashed, Ärztin für Kardiologie und Innere Medizin. Auf dem Buch, das sie mitgebracht hat und aus dem sie am Mittwoch im Familienzentrum Billabong vorlesen wird, steht der Halbsatz: „Hab keine Angst“. Die 53-Jährige hat es selbst verfasst, basierend auf Tagebuch-Aufzeichnungen und Erinnerungen. Es ist die Geschichte eines Mädchens, dem sie den Namen Feride gab. Es kommt im Alter von zwei Jahren aus einem kleinen, türkischen Dorf am Marmarameer nach Deutschland, in eine Stadt im Rhein-Main-Gebiet. Die Eltern arbeiten hart, um den Kindern ein besseres Leben zu ermöglichen. Sie wohnen zu fünft in einer Zweizimmer-Wohnung. Der Papa wurde als „Gastarbeiter“ angeworben. Die Mama hat nie eine Schule besucht, legt aber großen Wert darauf, dass sich die Kinder anstrengen. So gut sie nur können. Feride lernt und muss lernen, mehr als andere, und hat bald einen großen Traum: Sie will Ärztin werden!

Zahide Özkan-Rashed, die Autorin des Buches, wohnt hier am Riedberg. Sie hat in einer Radiosendung über ihr autobiografisches Debütwerk gesprochen, wurde in Zeitschriften und Online-Portalen dazu interviewt. Der Text wird als „Emazipationsgeschichte einer jungen Türkin in Deutschland in den 60er Jahren“ gefeiert. Einer jungen Frau, die hin- und hergerissen zwischen zwei Welten war. Die wusste, dass aus Sicht ihrer Eltern Kontakte mit Jungen vor der Heirat tabu sind. Die später im Deutsch-Unterricht unbedingt eine Erörterung zur Aussage jenes Politikers schreiben wollte, der eine Sterilisierung ausländischer Frauen vorschlug, um Kindergeldzahlungen zu reduzieren. Und die heute noch sagt: „Für mich war es immer ganz wichtig, korrekt und ohne Fehler zu sprechen. Ich wollte nicht als Ausländer auffallen und Anlass zur Diskriminierung geben.“ Wenn sie frei sprechen sollte, hat ihr Herz „ganz stark geklopft“.

Sie möchte weitergeben, was Ab- und Ausgrenzung, aber auch Hilfsbereitschaft und Empathie bewirken können. Sie erzählt von „Schlüsselerlebnissen“, die ihr Halt und Selbstvertrauen gaben. Als sie in der ersten Klasse im Diktat nur einen Fehler hatte, lobte die Lehrerin Zahide vor versammelter Klasse. Wenn sie Probleme mit den Hausaufgaben hatte, durfte sie bei einem älteren Nachbars-Ehepaar anklopfen. In der Förderstufe, der 5. und 6. Klasse, arbeitete sie sich in den Hauptfächern Schritt für Schritt nach oben. Mit viel Ehrgeiz und Fleiß. „Ich wollte ja unbedingt aufs Gymnasium.“ Jahre später war ihr Abi-Schnitt so gut, dass sie in Frankfurt Medizin studieren konnte. So, wie sie es sich immer erträumt hatte.

Am Schluss des Buches ist eine Kinderzeichnung abgedruckt. Ein Bild, das eine der beiden Töchter von Zahide Özkan-Rashed gemalt hat. Mama, Papa und ein Kind sind dort zu sehen. Über den Köpfen schweben Flaggen. Über Mama ist es die türkische Fahne, über dem Vater die seiner alten Heimat Ägypten. Über sich selbst hat die Tochter die Deutschland-Fahne gemalt.

Letzte Frage: Welche Ratschläge würde sie allen geben, die trotz scheinbar unüberwindbarer Hindernisse ihren Traum nicht nur träumen, sondern verwirklichen wollen?

Die 53-Jährige zögert kurz und fasst dann zusammen:

1. Glaube an Dich und lass’ Dir nicht nicht einreden, dass Du etwas nicht schaffen kannst!
2. Öffne Dich, geh’ auf andere zu – auch wenn Du Dich noch nicht richtig zugehörig fühlst, oder andere Dich das glauben lassen!
3. Nimm Hilfsangebote und Ratschläge an – und gebe nie auf!

Nach diesen Sätzen schweigt Zahide Özkan-Rashed, lächelt nur. Zurückhaltend und in sich gekehrt. Es ist das Lächeln einer Frau, die wie das Mädchen aus dem Buch oft genug „zwischen allen Stühlen“ war. Ihren Platz im Leben, in dieser Gesellschaft, inklusive Freunde, Glück, Zufriedenheit und Liebe hat sie gefunden.

C. Detsch

***

Die Lesung von Zahide Özkan-Rashed findet am nächsten Mittwoch, 2. Dezember, um 19.30 Uhr im Familienzentrum Billabong, Friedrich-Bergius-Weg 2 (Jugendhaus Riedberg), statt.

Zahide
Das Buch ist erhältlich in der Buchtruhe/Spieltruhe im Riedbergzentrum, der „Bücherstube Wildhage“ in Oberursel, bei „Bücher vor Ort“ in der Martin-Böff-Gasse, 60386 Frankfurt, sowie im Internet.

Die NEWS der Woche

Es weihnachtet in der Stadt!

Erster Schnee, Minusgrade und Glühwein-Duft – das ist das perfekte Ambiente für den großen Frankfurter Weihnachtsmarkt am Römerberg, Paulsplatz, Mainkai und der Hauptwache, der heute um 17 Uhr von Oberbürgermeister Peter Feldmann und Sängerin Francine Jordi offiziell eröffnet wird. Öffnungszeiten sind: Montag bis Samstag 10 Uhr bis 21 Uhr, Sonntag 11 bis 21 Uhr. Und nicht vergessen: Am Samstag, 12. Dezember, von 15 Uhr bis 22 Uhr und am Sonntag, 13. Dezember, von 11 Uhr bis 16 Uhr ist dank der Organisation der IG Riedberg auch wieder Weihnachtsmarkt bei uns auf dem Riedbergplatz. Einfach vorbeikommen und genießen!

***

Weihnachtsgeschenke für Frankfurter Kinder

WA_2015

Bildungsdezernentin Sarah Sorge hat am Montag die diesjährige Aktion des Frankfurter Kinderbüros „Weihnachtsgeschenke für Frankfurter Kinder“ gestartet. Seit nunmehr 20 Jahren werden Kinder aus Betreuungseinrichtungen in Stadtteilen mit sogenannten Problemlagen sowie aus Unterkünften für Flüchtlinge oder Frauenhäusern beschenkt. Die Kinder dürfen in den Einrichtungen eine Wunschkarte ausfüllen und werden dann anonym beschenkt. Dafür hängen die Wunschzettel der Kinder ab sofort an über 70 verschiedenen Standorten in der Stadt an Weihnachtsbäumen aus – auch wieder im NORDWESTZENTRUM! Bis zum 17. Dezember können die Wunschkarten vom Baum genommen werden und das gekaufte Geschenk dann später entweder im jeweiligen Geschäft oder direkt im Frankfurter Kinderbüro abgegeben werden. Der Wert der Geschenke sollte maximal 25 Euro betragen. Das Frankfurter Kinderbüro garantiert, dass alle Kinder, die eine Wunschkarte ausgefüllt haben, auch ihr ganz persönliches Geschenk erhalten.

***

Kochen mit Flüchtlingen

Mehr als 150 Flüchtlinge sind noch immer in der Notunterkunft am Martinszehnten untergebracht – und viele Ehrenamtliche helfen mit! Ein Beispiel: Seit 13. November findet freitags zwischen 16.15 Uhr und 21 Uhr ein Kochprojekt für und mit Flüchtlingen im Winfriedhaus in Kalbach statt. Die Organisatoren wollen wöchentlich bis zu 25 Flüchtlingen aus den Sporthallen ermöglichen, nach ihrem Gusto zu kochen, gemeinsam zu essen und eventuell zu spielen und bei all dem auch noch Deutsch zu üben. Wer helfen und einen der Kochfreitage mitgestalten möchte, melde sich bitte unter s.stolla@online.de. Infos, auch bezüglich Spenden, im Pfarrbüro von St. Laurentius, Am Brunnengarten 7, Di 9-11 Uhr und Do 16-18.30 Uhr.

***

Jugendbildungsmesse im Gymnasium Riedberg

Unknown-1
Diesen Termin sollten Teens mit großen Träumen und Plänen keinesfalls verpassen: Am Samstag (28. November) von 10 bis 16 Uhr ist JuBi – die JugendBildungsmesse im Gymnasium Riedberg. Das ist eine der bundesweit größten Spezial-Messen zum Thema Bildung im Ausland. Rund 100 Austauschorganisationen, Veranstalter und Agenturen aus dem gesamten Bundesgebiet informieren über alle Facetten von Auslandsaufenthalten und stellen ihre Programme und Stipendienangebote vor, u.a. die WELTBÜRGER-Stipendien.
 Die Beratung zu Themen wie Schüleraustausch, High School-Aufenthalte, Gastfamilie werden, Sprachreisen, Feriencamps, Freiwilligenarbeit, Au-Pair, Praktika im Ausland, Work & Travel sowie Studium im Ausland erfolgt persönlich an den Ständen der Aussteller durch Bildungsexperten und ehemalige Programmteilnehmer. Weitere Infos unter: www.jugendbildungsmesse.de

***

Auszeichnung für Ortspolitikerinnen

Römerplakette für zwei verdiente Ortspolitikerinnen: Die Auszeichnung der Stadt erhielten vergangene Woche die langjährige Ortsvorsteherin Gisela Stamm (CDU) sowie Ulrike Gauderer (Riedberg) von den Grünen. Juristin Ulrike Gauderer erhielt die Plakette in Bronze für über 10-jährige ehrenamtliche Tätigkeit, Gisela Stamm die Plakette in Gold für über 20-jähriges Engagement. Übrigens: Petra Roth nannte sie einst die „Grande Dame von Kalbach“.

***

Am Sonntag ist Zipfelmützenlauf!

Zipfelmuetzenlauf
Am Sonntag ist ZIPFELMÜTZENLAUF des SC Riedberg! In diesem Jahr werden alle Läuferinnen und Läufer zum ersten Mal direkt vom Sportplatz in der Altenhöferallee starten. Ziel wird ebenfalls der Sportplatz sein. Der Kindergartenlauf startet um 10.30 Uhr, der 5 km-Lauf startet um 12 Uhr und der 10 km-Lauf startet um 12.15 Uhr. Die Anmeldung ist unter www.zipfelmuetzenlauf.de möglich. Übrigens gibt es in diesem Jahr sogar eine Extra-Einladung auf Chinesisch, für Menschen aus China, die in und um Frankfurt leben. Beinahe hätte es dieses Zipfelmützen-Plakat sogar ins chinesische Handelsblatt geschafft…

***

Neue Baugebiete im Frankfurter Norden

Frankfurt wächst – nicht nur am Riedberg. Weitere Neubaugebiete werden dringend benötigt. Deshalb soll auf dem rund 3,3 Hektar großen Gebiet am nordöstlichen Rand des Ben-Gurion-Rings in Nieder-Eschbach planungsrechtlich ein allgemeines Wohngebiet ermöglicht werden. Rund 340 Wohnungen für etwa 850 Einwohner können auf dem bislang gewerblich genutzten Areal entstehen. „30 Prozent der Wohnfläche wird im geförderten Wohnungsbau errichtet, je zur Hälfte im ersten Förderweg und in unseren Mittelstandsprogrammen“, erklärte Bürgermeister Olaf Cunitz. Der Städtebauliche Vertrag regelt außerdem die finanzielle Beteiligung an der Herstellung öffentlicher Grünflächen und der sozialen Infrastruktur, beispielsweise einer öffentlichen Kindertagesstätte mit 66 Plätzen.

Die SPD-Ortsvereine im Frankfurter Norden, darunter auch Kalbach-Riedberg, haben sich zudem für die Bebauung des „Pfingstbergs“ zwischen Nieder-Eschbach und Nieder-Erlenbach ausgesprochen. Im Rahmen einer städtebaulichen Entwicklungsmaßnahme, die bereits seit 20 Jahren diskutiert wird. Es sollen bezahlbarer Wohnraum (bis 40 Prozent sozialer Wohnungsbau) und entsprechende Infrastrukturmaßnahmen von Kitas bis zu Parks und ÖPNV-Anbindungen geschaffen werden. Allerdings wollen die Sozialdemokraten den Pfingstberg nur bebauen, wenn dies aufgrund des Bevölkerungswachstums wirklich nötig wird.

***

Programm des Riedberger SV

Nach dem Schnuppertag in der Krebsmühle hat der kürzlich gegründete Riedberger SV jetzt sein erstes Programm vorgestellt. Angeboten werden: Fußball von den Minikickern bis zur SoMA (gekickt wird teils am Bolzplatz im Bonifatiuspark, teils am Hartplatz in Niederursel), Thai- & Kickboxen, Outdoor-Training sowie Tanzkurse Hiphop & House. Weitere Infos unter: www.riedberger-sv.de

***

Wie lebt Frankfurt?

Wie lebt Frankfurt? Was erwartet uns in den kommenden Jahren? Weiter steigende Mieten und eine Überalterung der sonst so jungen Stadt? Und wenn dann die Generation Praktikum übernimmt – kann die sich dann noch Oper, Theater & Co. leisten? All diesen Fragen widmet sich die zweite Diskussionsreihe der Frankfurter Bürger-Universität, die am 30. November mit dem Thema beginnt: „Wie generationengerecht ist Frankfurt?“ OB Peter Feldmann, Birgit Kasper vom Netzwerk Frankfurt für gemeinschaftliches Wohnen e.V., Prof. Frank Oswald, Leiter des Arbeitsbereichs Interdisziplinäre Alternswissenschaft der Goethe-Uni, und weitere Experten stellen sich den Fragen. Veranstaltungsort ist das Haus am Dom, Domplatz 3/ Beginn jeweils 19:30 Uhr/ Eintritt ist frei. Am 7. Dezember lautet das Thema: „Wer kann sich Frankfurt (noch) leisten? Eine Stadt für alle oder für die Reichen.“ Am 14. Dezember: „Wird Frankfurt seinem Integrationsanspruch gerecht? Miteinander oder nebeneinander.“ Das gesamte Programm finden Sie im Netz unter www.buerger.uni-frankfurt.de

(Texte: cd/ Presse- & Informationsamt Stadt Frankfurt/ Foto: Detsch)

Das neue MAINRiedberg ist da

Haben Sie es schon in Ihrem Briefkasten entdeckt?

Das neue MAINRiedberg ist da! Das Magazin für Frankfurts jüngsten Stadtteil kam gestern frisch aus der Druckerei und wird ab sofort verteilt. MAINRiedberg ist umwerfend anders, weltoffen und innovativ – wie die über 10.000 Riedbergerinnen und Riedberger, die hier leben. Entdecken Sie mit uns den Riedberg neu! Das Magazin erscheint drei Mal pro Jahr. Ständig aktualisierte Informationen, News und Terminhinweise finden Sie auch auf unserer Website www.main-riedberg.de.

Übrigens: Wenn Sie hier am Riedberg wohnen und bis Sonntag kein Exemplar von MAINRiedberg erhalten sollten, können Sie sich gerne an uns wenden. Dann lassen wir Ihnen umgehend – und selbstverständlich kostenlos – die zweite Ausgabe unseres Magazins zukommen. Mail an

mail@main-riedberg.de

genügt. Bitte Adresse nicht vergessen!

*** Wir freuen uns auch über Feedback und Anregungen unserer Leser. Denn MAINRiedberg ist das neue Magazin für ALLE Riedberger ***

Das liest der Weihnachtsmann

Suchen Sie noch Ideen für Ihre Lieben? MAINRiedberg hat die Buch-Expertin und Verlegerin Sandra Thoms nach ihren ganz persönlichen Tipps gefragt – und natürlich auch die Initiatoren der „Kalbacher Klapperschlange“, einer Buchmesse für Kinder von 8 bis 13 Jahren. Lesen Sie jetzt, was großen und kleinen Leseratten Freude machen könnte.

Buch-Tipps für Kinder
In knapp fünf Monaten Lese- und Bewertungszeit hat die Kinderjury der „Kalbacher Klapperschlange“ aus insgesamt 60 Buchtiteln in drei Altersgruppen ihre Lieblingsbücher gewählt. 175 Kinder aus Frankfurt und Umgebung haben teils auch über das Internet mitgelesen. Sie haben für die Kinderbuchmesse Anfang November insgesamt 1376 Rezensionen geschrieben – so viele gab es noch nie!

SIEGER Altersgruppe 3. und 4. Klasse
„Nelli und Prinzessin“ von Nelli Emm

nelli
Gebundene Ausgabe, Arena-Verlag, 7,99 Euro

Weil sie ihr Leben so spannend findet, legt Nelli ihr Tagebuch ins Treppenhaus, damit alle mitlesen können. Mindestens eine Leserin gibt es – aber die schreibt einfach auch in das Buch rein!

Das Urteil der Kinder-Jury:
Die Bilder konnte ich gut erkennen und die Schrift super lesen. Thema Tagebuch gefällt mir super, weil ich selbst ein Tagebuch schreibe. Über Nelli musste ich viel lachen. Das Buch ist fantasievoll geschrieben. Das Ende fand ich toll!
Carlotta
Ich beurteile das Buch sogar sehr gut, weil es spannend und cool ist. Das Buch ist nicht zu dick und nicht zu dünn. Und es ist witzig. Mir gefällt, dass Nelli den Wunsch des Tages aufschreibt. Außerdem mag ich die Bilder.
Yasmina

Altersgruppe 5. und 6. Klasse
„Magic Parc: Das Geheimnis der Greifen“ von Tui T. & Kari Sutherland
magic park
Gebundene Ausgabe, Loewe-Verlag, 14,95 Euro

Der Junge Logan findet unter seinem Bett ein Greifenbaby. Er findet heraus, dass es zu einem geheimen magischen Tierpark gehört. Zusammen mit seiner Freundin will er die fünf anderen Greifenbabys finden und zurückbringen.

Das Buch ist sehr spannend und man kann sich gut in die Personen hineinversetzen. Es ist auch total süß und lustig, wenn die kleinen Greifenbabys reden und man muss manchmal lachen. Gut finde ich auch, dass eigentlich nie gestritten wird.
Jasmin
Gut gefallen hat mir, dass es um Fabelwesen ging, die auch mal böse waren. In dem Buch wurde es auch manchmal spannend. Ich wollte noch das Ende wissen, aber leider gibt es eine Fortsetzung.
Benno
Ich finde das Buch seeeeeehr gut, weil es spannend und aufregend ist. Es entspricht nicht der Wirklichkeit.
Hanna

Altersgruppe 7. bis 9. Klasse
„Wie Monde so silbern“ von Marissa Meyer
wie monde
Gebundene Ausgabe, Carlsen-Verlag, 18,90 Euro

Cinder, ein Cyborg-Mädchen, arbeitet als Mechanikerin. Eines Tages trifft sie auf den Prinzen Kai, der sie für eine normale Teenagerin hält. Von da an ist Cinders Leben ziemlich durcheinan- der.

Das Buch war das beste Klapperschlangenbuch, das ich je gelesen habe, Die Autorin hat einen sehr angenehmen, süchtig machenden Schreibstil. Auch die Story ist einfach genial. Ich habe jede freie Minute gelesen. Ein wundervolles Buch!
Josiane
Ich fand das Buch sehr gut, weil es eine interessante Handlung hat und es spannend geschrieben wurde. Ich finde die Idee der modernen Aschenputtelgeschichte sehr gut. Und obwohl die Geschichte auf dem berühmten Märchen basiert, hat sie doch ihre ganz eigene Handlung. Das hat mir sehr gefallen.
Maria
Mir hat das Buch gut gefallen, weil Action, Fantasy aber auch etwas Romantik dabei war.
Utano

Buch-Tipps für Erwachsene
„Ich bin eine leidenschaftliche Leserin, was mich 2007 dazu gebracht hat, einen eigenen Verlag zu gründen“, berichtet Sandra Thoms, die nach diversen Umzügen das Gefühl hat, hier am Riedberg „endlich angekommen zu sein“. Der Dryas-Verlag von Sandra Thoms ist spezialisiert auf britische Krimis und Historisches aus dem 19. Jahrhundert (www.dryas.de). Persönlich bespricht sie Neuerscheinungen, natürlich auch Bücher anderer Verlage, in einem Blog – und jetzt auch für MAINRiedberg.

„Cop Town“ von Karin Slaughter
Slaughter_KCop_Town_157681
Broschiert, 544 Seiten, ISBN: 978-3-7645-0551-6, 14,99 Euro

Ein Killer terrorisiert Atlanta im Jahr 1974. Seine Opfer sind ausschließlich Polizisten. Die Stimmung im Police Department ist gereizt, das bekommt Kate Murphy an ihrem ersten Tag dort zu spüren. Die Polizisten beginnen mit einer brutalen Menschenjagd und werden selbst so gefährlich wie der Killer.

Fazit: Der neue Roman von Karin Slaughter ist ein perfekt durchkomponierter Thriller, bei dem man sich bei Lesen vor Spannung immer wieder ans Atmen erinnern muss.

„Der Heiratsplan“ von Sophia Farago
Farago_Heiratsplan_300_RGB
Taschenbuch, 320 Seiten; ISBN: 978-3-940855-60-2, 8,95 Euro

England, 1811. Frederica würde gerne in London debütieren, doch ihr Vater hat bei seinem Tod der Familie nur Schulden hinterlassen. Daher wird die zweitälteste und vermeintlich schönste Tochter Penelope von der Mutter beauftragt, einen reichen Mann zu finden. Frederica begleitet die Schwester, doch der erste Versuch, sich einen reichen Junggesellen zu angeln, scheitert kläglich. Werden es die Schwestern schaffen, den Plan umzusetzen?

Fazit: Wer die Bücher von Jane Austen liebt, wird genau so begeistert von Sophia Farago und ihren Heldinnen sein.

„Kein Mops ist auch keine Lösung“ von Tina Voß

Voß Flyer vorne
Taschenbuch, 261 Seiten, ISBN 978-3-940855-62-6, 10,50 Euro

„Kein Mops ist auch keine Lösung“ ist ein witziger Roadtrip nach Schweden, auf dem das skurrile Duo mit Mops jede Menge ebenfalls skurrile Gestalten trifft. Autorin Tina Voß hat selbst einen Mops, das merkt man beim Lesen. Jeder Hundebesitzer wird die eine oder andere Szene aus eigener Erfahrung kennen. Aber auch Nicht-Mops-Besitzer kommen auf ihre Kosten, denn die Autorin beschreibt liebevoll und amüsant die unterschiedlichsten Charaktere. Wie zum Beispiel Hermann, der nach Schweden reist, da er sich nicht traut, seiner Angebeteten einen Brief zu schreiben. Oder die Expertin fürs Basenfasten Henrike und ihr Mann Udo, der die Technik des heimlichen Grillens perfektioniert. Zur Information: Der Verlag einen Teil der Einnahmen an die Tierschutzorganisation Tasso e. V.
Fazit: Ein Buch, das beim Lesen einfach gute Laune macht.

Übrigens: Die Schriftstellerin Tina Voß liest heute (20.11.) um 20 Uhr am Riedberg aus ihrer Beziehungskomödie „Kein Mops ist auch keine Lösung”. Veranstaltungsort: Infobüro im Riedbergzentrum. Eintritt: 3 Euro im Vorverkauf, 5 Euro an der Abendkasse. Info und Tickets unter info@josua-gemeinde.net sowie 069/57003249

Wenn Sie auch noch nach der passenden Kaffee- oder Teetasse zum Lesevergnügen suchen, hätten wir folgenden Vorschlag: Die Tasse mit dem Slogan „Gönn Dir einen analogen Tag!“ gibt’s bei der Online-Plattform dawanda.de (für 14,50 Euro)
9f51e29fd4dca9aeac2f6679b416d0ee
Eine Stuttgarter Illustratorin stellt diese Tasse für ihr Label „Mimifaktur“ her
Foto: www.dawanda.de

Ein Wunschhaus ist preisgekrönt

Das Grundstück ist nur etwas größer als ein Tennisplatz. Oder für Fußballer: Rund 5 Prozent vom Spielfeld der Eintracht. Auf diesem Grundstück in der Fritz-Bauer-Straße in der Weißen Stadt steht ein Haus, das einer Familie 200 Quadratmeter Platz bietet. Es ist ein Wunschhaus im Bauhaus-Stil, mit Flachdach, klaren Formen und einer Terrassennische mit Pergola darüber, die Gartenzimmer plus Rückzugsort ist. Und bewirkt, „dass man den Nachbarn nicht ständig vor der Nase sitzt“, wie Martin Wilhelm vom Frankfurter Büro bb22 architekten und stadtplaner umschreibt. Das Haus ist übrigens als Doppelhaus konzipiert, geplant und gebaut. Mit dem klitzekleinen Unterschied, dass hier nicht Hausmauern, sondern die Garagen aneinanderstoßen und jedem Bewohner den Traum vom frei stehenden Eigenheim weiterträumen lassen. Trotz vergleichsweise moderater Baukosten.

Seit Kurzem ist das Haus genau deshalb preisgekrönt. Das Projekt bekam den Iconic Award bei einem internationale Wettbewerb für Architekten, Designer, Bauwirtschaft und Industrie und den renommierten German Design Award. Letzterer wird ausgelobt vom Rat für Formgebung, der einst vom ersten Bundestag als Stiftung ins Leben gerufen wurde und längst internationale Beachtung findet. Architekt Martin Wilhelm, der mehrere Projekte am Riedberg realisiert, bleibt zurückhaltend. Er nennt die Preise schlicht „ein Ausrufezeichen!“

(Text: cd/ Foto: bb22)

Initiative für mehr Schulplätze

Wie viele Plätze an weiterführenden Schulen fehlen wirklich? „Mehr als 270 im Frankfurter Norden“, warnen Elternvertreter. Keine mehr – argumentiert das für den Schulentwicklungsplan zuständige Stadtschulamt. Schließlich wächst zum nächsten Schuljahr das Angebot an Gesamtschulen und Gymnasien im Stadtgebiet. Das Landesschulamt, zuständig für Platzvergabe und Verwaltung, hält Distanz zu dieser Debatte, weiß aber um die Brisanz der Thematik. Ein leitender Direktor des Amtes kam kürzlich persönlich zu einem Info-Abend an den Riedberg. Auch im Ortsbeirat Kalbach/ Riedberg heißt es unzweideutig: „Wir wissen, dass die Plätze nicht ausreichen.“ Deshalb hat man – einstimmig – in der jüngsten Sitzung eine Initiative für mehr Schulplätze gestartet. An der Otto-Hahn-Gesamtschule im nahen Nieder-Eschbach sollen in einem „Erweiterungsbau in Containermodulbauweise“ weitere Unterrichtsräume geschaffen werden. Da Erweiterungsflächen bereits ausgewiesen sind, könnte langfristig sogar ein fünfzügiger Ausbau des Gymnasialzweigs erfolgen.

„Die Ortsbeiräte 14 und 15 haben Anträge mit dem gleichen Tenor gestellt“, informiert Ortsvorsteherin Carolin Friedrich. Auch der zuständige Bildungsausschuss habe positiv votiert. Drei Monate hat das Stadtschulamt nun Zeit, darauf zu reagieren.

Apropos Bildung und Betreuung: Ulrike Gauderer von den Grünen hat festgestellt, dass im Grundschulbezirks Riedberg I teils Betreuungsplätze für Kinder unter drei Jahren fehlen. Im Bereich der entstehenden „Berghöfe“ in der Konrad-Zuse-Straße liegt der Versorgungsgrad bei nur 19 Prozent – während die Stadt eine Quote von 50 Prozent anstrebt und Mütter wie Väter auf dem Riedberg meist berufstätig sind. Der Ortsbeirat votierte deshalb für eine „Erweiterung der Betreuungsangebote“. Ursprünglich hatte die ABG, die dort Wohnungen baut, eine Einrichtung für Kinder unter drei Jahren geplant. Die Ortspolitiker wollen aber demonstrativ nachhaken, weil sie nicht wissen, ob diese Planungen noch aktuell sind.

Ferner bittet der Ortsbeirat per Antrag, dass der nördliche Fahrradweg entlang der Marie-Curie-Straße repariert werden soll sowie im Bereich der Sportanlage des SC Riedberg mehr Fahrradständer aufgestellt werden.

Mehr Sicherheit für Kinder und Fußgänger

Dann gab es noch eine Tischvorlage zu einem Thema, das viele Eltern betroffen macht: Ende Oktober wurde ein Kind am Kreisverkehr Zur Kalbacher Höhe/ Am Bonifatiusbrunnen angefahren. Der Junge ging gerade über den Zebrastreifen und wurde zum Glück nur leicht verletzt. Bereits bei der letzten Ortsbeiratssitzung wurde beschlossen, dass am Kreisel das Pflaster so verändert werden soll, dass die Autos langsamer fahren müssen. Eigentlich gilt Tempo 30, auch die Zebrastreifen sind deutlich markiert. Doch viele Autofahrer fahren trotzdem viel zu schnell und unachtsam – vielleicht auch, weil die Verkehrsschilder vor dem Kreisel teils überwuchert und nur noch spät zu erkennen sind. Auf einen Antrag der SPD hin wird jetzt die Stadt gebeten, dass Straßenverkehrsamt und/ oder Grünflächenamt die Schilder möglichst bald wieder „besser einsehbar machen“. Zudem soll der Magistrat weitere Maßnahmen zu prüfen, „die geschwindigkeitsreduzierend wirken können“.

(Text/ Foto: cd)

12 Hamster stoppen 400-Meter-Bahn

Der Feldhamster macht’s (un)möglich: Wie bereits berichtet hausen mindestens 12 possierliche, aber europaweit geschützte Feldhamster auf dem Gelände östlich der Altenhöferallee. Da die Tiere erst umgesiedelt werden müssen, verzögert sich der Startschuss für die zweite Sportanlage am Riedberg bis 2017, die Fertigstellung voraussichtlich bis 2018. Das Konzept aber steht fest: Die Anlage soll eine 400-Meter-Laufbahn bekommen, ein Großspielfeld, zwei Kleinfelder und ein „Funktionsgebäude“ mit Umkleiden und Toiletten. Der Ortsbeirat hat vergangene Woche – einstimmig – für diesen Vorentwurf des Sportamtes gestimmt, der kürzlich Orts- und Vereinsvertretern vorgestellt wurde. Zudem will man erreichen, dass die notwendigen Finanzmittel bereits jetzt für den Haushaltsplanentwurf 2017 angemeldet werden.

Der Antrag dazu stammte von CDU und Grünen. Die SPD hatte ursprünglich auch die Errichtung einer Kaltlufthalle favorisiert, um mehr Hallen-Kapazitäten am Riedberg zu schaffen. Auf dem neuen, etwa 22.000 Quadratmeter großen Areal ist das aber aus Gründen des Landschaftsschutzes nicht möglich. Deshalb soll nun geprüft werden, ob diese Halle „in Abstimmung mit dem SC Riedberg auf dem bestehenden Sportgelände westlich der Altenhöferallee errichtet werden kann“.

Apropos SC Riedberg: Alex Markert, erster Vorsitzender des SC, nennt das einstimmige Ja zur zweiten Sportanlage „ein tolles Signal“. Markert weiter: „Wir freuen uns, dass der Ortsbeirat eine positive Entscheidung getroffen hat, und wir hoffen, dass eine zeitnahe Finanzierung und Umsetzung erfolgt.“ Denn nicht nur der Riedberg wächst und wächst, auch der SC hat inzwischen mehr als 1000 Mitglieder und rechnet damit, dass auch künftige Neu-Riedberger die Sportangebote nutzen wollen. Doch bereits jetzt gibt es Engpässe. Anders ausgedrückt: „Wir platzen aus allen Nähten.“

Die Sportplatz-Erweiterung wird insbesondere von den Schulen, dem TV Kalbach und auch weiteren Vereinen herbeigesehnt – wegen der geplanten Laufbahn. Derzeit gibt es am Riedberg nur die rund 700 Meter lange Finnenbahn um den „alten“ Sportplatz und eine 100-Meter-Bahn hinter dem Gymnasium, die asphaltiert ist. Letzteres ist für zeitgemäße Leichtathletik kaum geeignet. Hinzu kommt, dass auch die große Leichtathletikhalle am Martinszehnten nur eingeschränkt für den Breitensport zugänglich ist und der Olympiastützpunkt dort keine Außenfläche hat.

Damit die neue Sportanlage am Riedberg inklusive vier Laufbahnen entstehen kann, muss auf die im Bebauungsplan vorgesehenen Kleingärten verzichtet werden. Das tragen auch die Grünen mit. Die Kita Königsblick, derzeit in provisorischen Räumlichkeiten auf dem Gelände, will im nächsten Jahr umziehen. Das steht schon fest. Wenn dann noch die Hamster weichen würden, könnte es endlich losgehen…

(Text: cd/ Foto: Fotolia)

Wie betrifft uns TTIP?

Das ist eine sehr kurzfristige Nachricht – aber diese könnte auch viele Riedberger langfristig interessieren. Denn heute ab 19 Uhr findet in der Wilhelm-Leuschner-Str. 79 (Innenstadt) eine Podiumsdiskussion zum Thema TTIP statt – mit einem breiten Spektrum an Diskutanten. Nicht nur Vertreter der Linken, SPD und Grünen nehmen daran Teil, auch der Kalbacher Jurist Dr. Thorsten Lieb, Europabeauftragter des Kreisverbands Frankfurt der FDP, wird mitdiskutieren. Der Abend wird um folgende Fragen kreisen: Was kommt auf die Frankfurter Bürgerinnen und Bürger zu, wenn die aktuellen, weitgehend hinter verschlossenen Türen verhandelten Freihandelsabkommen TTIP, CETA und TISA zustande kommen? Sind Bereiche der öffentlichen Daseinsvorsorge betroffen? Welche Auswirkungen können die Abkommen auf Wohnen, Gesundheit und Bildung in Frankfurt haben?

OB Peter Feldmann hat ein Grußwort zugesagt, Impuls und Information wird vorab auch Detlef Raphael vom Deutschen Städtetag in Berlin geben. Diskutieren werden Janine Wissler/ Stellvertretende Parteivorsitzende der Linken, Thorsten Lieb/ FDP, Sylvia Kunze/ SPD, Herbert Förster/ Piratenpartei, Bastian Berghoff/ Grüne – und auch die CDU wurde angefragt. Übrigens: Auch Veranstalter und TTIP-Gegner erwarten und erhoffen sich ein „Streitgespräch“.

Veranstaltungsort:
Main Forum/ IG Metall Hochhaus
Wilhelm-Leuschner-Str. 79
60329 Frankfurt/ Main

Frankfurt trauert mit Paris

Am Montag um 12 Uhr stand Frankfurt still. U-Bahnen, S-Bahnen, Busse und Straßenbahnen blieben an Haltestellen stehen. Zahlreiche Frankfurter beteiligten sich an der europaweiten Schweigeminute für die Anschlagopfer in Paris. An der französischen Schule Victor Hugo (Rödelheim) versammelten sich Schüler und Lehrer auf dem Schulhof. Auch am Gymnasium Riedberg fand in der fünften Stunde eine Schweigeminute statt und in den Grundschulen wurde zum Teil ebenfalls über die Anschläge gesprochen. Eine Siebenjährige kam mit den Worten nach Hause: „Mama, wir haben in Religion darüber geredet. Mama, warum tun Menschen nur so etwas?“

Für das Rathaus Römer hat Oberbürgermeister Peter Feldmann Trauerbeflaggung angeordnet. „Es gibt nichts, was einen solchen brutalen Anschlag rechtfertigen kann“, sagte der OB, „unsere Gedanken sind bei der Pariser Bevölkerung, den Opfern und ihren Familien.“ Er nannte die Attentate von Paris einen grausamen Anschlag „auf unser Leben, unsere Werte und unsere Traditionen.“ Gemeinsam mit dem Stadtverordnetenvorsteher Stephan Siegler sprach er der französischen Generalkonsulin Sophie Lovy Laszlo in einem Kondolenzschreiben tiefes Mitgefühl aus.

Auch Integrationsdezernentin Nargess Eskandari-Grünberg zeigt sich tief betroffen von den Anschlägen in Paris – und setzte sich zugleich für die Flüchtlinge in Frankfurt ein. „Denn die Menschen, die vor dem IS zu uns fliehen, sie brauchen unseren Schutz und die Anschläge dürfen weder Wasser auf die Mühlen derer sein, die gegen Flüchtlinge hetzen, noch derer, die gegen den Islam als Religion hetzen. Denn sonst haben die Terroristen genau das erreicht, was wir nicht wollen: eine Spaltung unserer Gesellschaft, die ihnen als weiteres Rekrutierungsfeld dient.“

Zum Gedenken an die Opfer der Terroranschläge in Paris liegt seit Montag ein Kondolenzbuch im Erdgeschoss des Römer aus. Auch noch in den nächsten Tagen kann man sich dort von 10 bis 18 Uhr eintragen.

(Zitate: Presse- & Informationsamt/ Stadt Frankfurt)

Die NEWS der Woche

Bauträger muss Kaufpreis zurückzahlen!

Das Oberlandesgericht Frankfurt am Main (OLG) hat einen Bauträger dazu verurteilt, den Kaufpreis für eine Eigentumswohnung am Riedberg zurückzuerstatten und die Wohnung zurückzunehmen, weil der zugesagte „Skyline-Blick“ nachträglich verbaut worden war. Im Jahr 2008 wurde die Wohnung für 326.000 Euro gekauft. Die Übergabe war 2009. In der Zeit danach allerdings errichtete der Bauträger unterhalb des Wohnhauses ein weiteres dreigeschossiges Gebäude. Dadurch gab es keine freie Sicht gen Skyline mehr. Den verbauten Blick sowie mangelnden Schallschutz nahmen die Kläger zum Anlass, die Rückabwicklung zu verlangen. Das Projekt wurde einst als „passende Bühne für den unverbaubaren Skyline-Blick“ beworben, wo man „die Türme der Stadt fest im Blick“ hat… Informationen zum Urteil unter: www.olg-frankfurt-justiz.hessen.de

***

Eintracht-Stars hautnah

Diesen Mittwoch werden die Riedberger Fußball-Jungs Moritz und Finn nicht so schnell vergessen: Die Eintracht-Spieler Stefan Aigner und Slobodan Medojević waren zur Autogramm-Stunde (von Sponsor Coca Cola) im Rewe am Riedbergplatz angesagt. Aber von Starallüren keine Spur. Medojević stand kurz vor der Autogrammstunde noch vor dem Einkaufszentrum, tippte Nachrichten ins Handy. Er reagierte fast schüchtern, als Tobias Huber, Leiter der Fußball-Sparte beim SC Riedberg, um ein Selfie bat. Mit SCR-Schal natürlich. Ehrensache, dass Mittelfeld-Kollege Stefan Aigner später auch noch Zeit für ein Foto mit den neunjährigen Nachwuchskickern Finn und Moritz hatte…

12226782_1160616567301155_1505178721_n
Begeistert: Moritz und Finn mit Eintracht-Star Stefan Aigner Foto: T. Huber

***

Hoffnung auf eigenständige Oberstufe

Schulen aus Frankfurt, darunter Vertreter der Neuen Gymnasialen Oberstufe am Riedberg, setzten sich in dieser Woche beim Landtag in Wiesbaden dafür ein, dass künftig wieder eigenständige Oberstufen-Gymnasien eingerichtet werden dürfen. Das berichtet die FAZ. Fakt ist: Es herrscht Mangel an Schulplätzen, auch beim Übertritt in die Oberstufe und insbesondere in Frankfurt. Derzeit ist die Oberstufe am Riedberg offiziell noch Dependance der Max-Beckmann-Schule. Mit dem Umzug ins Gallus sollte sie eigenständig werden – was aufgrund der Gesetzeslage nicht möglich scheint. Geplant ist, dass an den Riedberg eine Integrierte Gesamtschule (IGS) kommt. Allerdings OHNE Oberstufe.

***

Kinderkleidung für Flüchtlinge gesucht!

Die Krabbelgruppen der Evangelischen Riedberggemeinde sammeln warme Kinderkleidung für Flüchtlinge in Frankfurt. Abgabe in den Krabbelgruppenzeiten (Montag bis Mittwoch und Freitag von 10 bis 11.30 Uhr) oder zu den Büroöffnungszeiten (Montag und Donnerstag 15 bis 17 Uhr und Mittwoch, 15 bis 18 Uhr). Die Riedberggemeinde erklärt auf der Homepage: „Bringen Sie bis Freitag 20. November, abgelegte warme Kinderkleidung. Wir bringen sie zum neuen Kleiderdepot, das Caritas und Diakonie eingerichtet haben.“

Das Kleiderdepot für Flüchtlinge in der Königsberger Straße 4 (am Industriehof) sucht zudem für Männer Winterkleidung, Freizeitkleidung in kleineren Herrengrößen, Trainingsanzüge und Schuhe. Für Damen fehlen Leggings, neue Damenunterwäsche und BHs. Kontakt: kleiderdepot@caritas-frankfurt.de

***

Ein „Like“ fürs Jugendhaus!

Banner-JugendhausRiedberg

Das Jugendhaus ist jetzt auch auf Facebook und Instagram! Einfach das Stichwort „Jugendhaus Riedberg“ eingeben genügt. Wer die Seite „ Iiked“, erhält alle aktuellen Infos & Events. Das Jugendhaus befindet sich im Friedrich-Bergius-Weg 2 (hinter dem Gymnasium). Die Angebote sind für Jugendliche ab 13 Jahren oder ab Klasse 7. Öffnungszeiten: Di. 14.30 – 20 Uhr, Mi. 15 – 20 Uhr, Do. 16 – 20 Uhr, Fr. 13.30 – 21 Uhr, Sa. 16 – 21 Uhr. Kurze Anmerkung von Markus Richarz vom Jugendhaus: „Natürlich dürfen nicht nur Jugendliche, sondern auch Eltern und andere Interessenten gerne die Seite abonnieren um zu schauen, was es Neues im Jugendhaus gibt.“

***

Sonntag gibt’s einen lauten Knall

Das Schild „Notunterkunft“ an einem großen, weißen Zelt im Kätcheslachpark hat so manche Spaziergänger verwirrt. Das Zelt ist selbstverständlich keine neue Unterkunft für Flüchtlinge – es gehört zur Kulisse von Teil 2 der ZDF-Komödie „Ein Reihenhaus steht selten allein“. Laut Drehbuch wird bei Bauarbeiten eine Fliegerbombe aus dem zweiten Weltkrieg gefunden. Die Siedlung wird evakuiert und Nachbarn, die sich alles andere als wohlgesonnen sind, sitzen in dem großen, weißen Zelt im Grünen fest. Producerin Katrin Haase von der Frankfurter U5 Filmproduktion erklärt: „Am Wochenende werden wir sehr viel Draußen drehen.“ Am Sonntag wird es für alle echten Anwohner und für Zuschauer am spektakulärsten. Die Producerin: „Da wird auch ein richtiger Bumms zu hören sein….“

***

Schnuppertag des Riedberger SV

Spiel, Spaß und Kennenlernen: Am Sonntag von 11 bis 16 Uhr ist Schnuppertag des kürzlich gegründeten Riedberger SV in der Krebsmühle (Hinter der Krebsmühle 1, 61440 Oberursel) – mit Yogaschnupperkurs, Teamspielen, Tanzkurs, Sinnesgarten, Basteltisch und Kuchenbuffet. Weitere Infos unter: www.riedberger-sv.de

***

Tolle Lesung mit Mops

Die Schriftstellerin Tina Voß liest am nächsten Freitag (20.11.) um 20 Uhr aus ihrer Beziehungskomödie „Kein Mops ist auch keine Lösung”. Veranstaltungsort: Infobüro im Riedbergzentrum. Eintritt: 3 Euro im Vorverkauf, 5 Euro an der Abendkasse. Info und Tickets unter info@josua-gemeinde.net sowie 069/57003249

Voß Flyer vorne

***

Gesunde Füße tanzen besser

Ballett-Trainer Dr. Thom Hecht hat eine Zusammenarbeit des Familienzentrums Billabong mit dem Sanitätshaus Raab am Riedbergzentrum initiiert. Am Mittwoch, 18. November, von 14.30 bis 19 Uhr startet das Angebot. Experten helfen, mit Hilfe von professioneller Fußmessung und Gangkontrolle Fußfehlstellungen frühzeitig zu erkennen und Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen aufzuzeigen, wie wichtig kontinuierliche Bewegung für die Gesundheit der Füße ist. Anmeldung ist bei info@billabong-family.de möglich. Bei der Anmeldung kann man drei Wunschzeiten jeweils im 15-Minuten-Rhythmus (z.B. 14.30 Uhr, 14.45 oder 15 Uhr…) angeben. Die Kosten betragen fünf Euro.

***

Das ändert sich beim Kindergeld

In der vergangenen Woche gab es in den sozialen Netzwerken viel Aufregung um das Thema Kindergeld. Fakt ist: Am 27. Oktober hat das BZSt (Bundeszentralamt für Steuern) eine wichtige Neuregelung in puncto Kindergeld mitgeteilt. Ab 1.01.2016 wird die Steuer-Identifikationsnummer Anspruchsvoraussetzung für den Bezug von Kindergeld. Wichtig ist für Eltern, dass sie zwei Steuer-Identifikationsnummern benötigen: die des Elternteils, der Kindergeld bezieht oder einen Neuantrag stellt, und die des Kindes. Das Amt möchte damit Doppelzahlungen unterbinden. Es genügt aber, wenn diese ID-Nummern IM LAUFE DES JAHRES 2016 eingereicht werden. Keiner muss also fürchten, ab Januar plötzlich kein Kindergeld mehr zu bekommen. Alles über die Neuregelung unter www.bzst.de