Schlagwort: Leben

Handy-Aufkleber im Freibad

Interessante Nachricht für Freibad-Fans: Die BäderBetriebe Frankfurt GmbH (BBF) werden ab sofort den Einsatz von Aufklebern testen, die auf der Kameralinse von Smartphones und Tablets angebracht werden können und so verhindern, dass Badegäste unfreiwillig fotografiert werden. Diese Aufkleber werden in der Testphase kostenfrei zunächst nur am Eingang des Freibads Riedbad in Bergen-Enkheim ausgegeben. Die Nutzung erfolgt auf freiwilliger Basis.

„Das Fotografieren und Filmen von anderen Badegästen ohne deren Einverständnis ist ohnehin verboten und gehört sich nicht“, sagt Frank Müller, Geschäftsführer der BBF. „Wir empfehlen allen, die ihr Smartphone im Schwimmbad für andere Zwecke nutzen möchten, die Aufkleber anzubringen. So kommen sie nicht unberechtigt in Verdacht, heimlich zu fotografieren. Auch Selfies sind so problemlos zu machen. Diese Aktion ist eine vorbeugende Maßnahme, in unseren Bädern gibt es bisher keine Beschwerden. Dennoch sind die Sticker eine gute Sache und ein freundliches Signal an die anderen Badegäste im Umfeld. In den Saunabereichen der BBF stehen die Aufkleber bereits seit länger Zeit zur Verfügung“, erläutert Müller.

Wenn die Aktion von den Gästen gut angenommen wird, ist geplant, die Aufkleber in allen Bädern anzubieten. Badegäste, die sich nicht an das Fotografierverbot halten, können aus dem Bad verwiesen werden. Es handelt sich um einen Verstoß gegen die Haus- und Badeordnung der BBF und einen Angriff auf die Privatsphäre, der nicht toleriert werden darf.

Zunächst hat BBF 60.000 Aufkleber des auf die Handysticker spezialisierten Herstellers Lens Seal bestellt. BBF wirbt bei ihren Kunden um Verständnis: Die Badegäste werden an der Kasse über Informationsmaterial und über den eigene Facebookauftritt auf die Aktion hingewiesen und motiviert mitzumachen.

Informationen und Foto/ Riedbad: BäderBetriebe Frankfurt GmbH (BBF)

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Erfolgs-Tipps für Frauen

Kinder, Familie, Beruf und am liebsten auch noch Karriere – das alles ist in der Theorie oft leichter zu vereinbaren als im Alltag. Aber könnte nicht auch der Weg in die Selbstständigkeit manchmal eine Lösung sein? Davon ist Martina Peukert (40), Mutter eines zweijährigen Sohnes, überzeugt. Sie wohnt am Riedberg, ist seit mehr als 15 Jahren im Bereich Unternehmensberatung, Frauenförderung und Coaching tätig und hat jetzt ein Buch darüber geschrieben, wie Frauen „als Selbstständige durchstarten“ könnten.

Entschuldigen Sie bitte, aber ist diese Betonung auf „Frauen“ wirklich noch nötig? Auch hier nickt Martina Peukert, freundlich aber bestimmt. Sie hat die Erfahrung gemacht, dass Frauen anders mit Selbständigkeit umgehen als Männer. Nicht besser oder schlechter – einfach anders. Das fängt mit der Scheu vor dem Schritt ins Ungewisse an und hört bei der Werbung in eigener Sache nicht auf. Kritik, besonders von engen Freunden oder der Familie, bringt sie ins Wanken. Und Tiefpunkte, wo das Unternehmenskonzept nicht zu funktionieren scheint. Oder, wenn es den Liebsten nicht so gut geht oder sie Probleme haben. „Für andere tut man oft alles, aber für einen selbst nichts“, weiß die Expertin.


Martina Peukert wohnt am Riedberg – und würde gerne erreichen, dass mehr Frauen „durchstarten“

Zurück zum Thema Selbständigkeit. Gerade in puncto Vereinbarkeit von Familie und Beruf könnte das eine interessante Perspektive sein. Wenn man, pardon frau, damit nebenberuflich oder in Elternzeit startet und somit kaum finanzielles Risiko geht. Wie könnte ich mein Talent oder mein Hobby zum Beruf? Was erwartet mich in der Selbständigkeit? Wie mache ich mich selbständig und welche Kosten kommen auf mich zu? Diese Fragen möchte sie beantworten. Aber auch Frauen, die bereits selbständig sind, möchte Martina Peukert Tipps geben. Von E wie E-Mail-Marketing und Erfahrungsberichten bis V wie Vorauskasse und Vorbilder. Am Ende des Buches dankt sie übrigens nicht nur Frauen, die sie dazu inspiriert haben, oder ihrem Mann – sondern auch ihrem Sohn, der während des Schreibens die notwendigen Pausen erzwungen hat.


Das Buch von Martina Peukert gibt Tipps für den Weg in die Selbständigkeit

Mehr Informationen über die Riedberger Expertin gibt’s unter www.erfolgreich-als-frau.de

(Fotos: Erfolgreich als Frau/ Martina Peukert)

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Wäldchestag bis Badminton – so schön wird Pfingsten

Das werden tolle Feiertage – egal, ob’s zwischendurch regnet oder auch mal blitzt. Denn am Samstag Mittag startet der traditionelle „Wäldchestag“ auf dem Festgelände in der Nähe von Galopprennbahn und Commerzbank-Arena. Mit Fahrgeschäften, Riesenrad, Buden, Äppelwoi und Events. Hier am Riedberg können alle Sportinteressierten am Wochenende ein internationales Badminton-Turnier besuchen und ab Dienstag macht das große Spielmobil am Riedbergplatz Station.

Vier Tage feiern am „Wäldchestag“

Aber erst mal der Reihe nach: Einzig in Frankfurt am Main ist der gern als „höchster Pfingstfeiertag“ bezeichnete Wäldchestag, der Dienstag nach Pfingsten. Dieser Tag wird seit Jahrhunderten als der Nationalfeiertag der Mainmetropole begangen. Seit Generationen lässt man spätestens am Mittag Arbeit Arbeit sein und zieht in den Frankfurter Stadtwald, um den Wäldchestag zu feiern.

Soweit zur Geschichte. Inzwischen startet das Fest zur Freude Tausender Frankfurter bereits Pfingstsamstag und geht bis Dienstag nach Pfingsten um 24 Uhr. Es gibt Acts beispielsweise in der „Regenbogenarea“, auf der Binding-Bühne, im Sommergarten und es gibt Fahr- und Belustigungsgeschäfte, Kinderfahrgeschäfte, Schieß- und Spielstände, reichlich Essen und Trinken und auch Sitzplätze (Reservierung möglich). Parkplätze sind in diesem Jahr sehr begrenzt. Das Auto kann zuhause stehen bleiben. Nächste Haltestelle ist „Am Oberforsthaus“.

Weitere Informationen unter www.frankfurt-tourismus.de und bezüglich der Parkplatz-Situation www.frankfurt.de

Spitzensport am Riedberg

Spitzensport gefällig? Der 1. Frankfurter Badminton Club e.V. (1. FBC) ist der Traditionsverein im Badminton in Frankfurt. Die Vereinsvertreter erzählen: „Seit über drei Jahren haben wir am Riedberg in der Sporthalle des Gymnasium Riedberg unsere neue Heimat gefunden.“ Und sie laden ganz herzlich Samstag und Sonntag ab 9 Uhr – wie jedes Jahr im Juni – zum internationalen Turnier „Frankfurter Badminton Kapp“ ein. In drei Leistungsklassen werden Einzel, Doppel und Mixed in Gruppenspielen mit anschließendem K.O.-System gespielt. Es gibt Preisgelder von insgesamt über 2000 Euro.

Der 1. FBC bietet Badminton als Sport für Einsteiger und Mannschaftsspieler, sowohl für Erwachsene als auch für Jugendliche an. Neben der Möglichkeit des freien Spielens umfasst das Angebot auch angeleitetes Training durch qualifizierte Trainer und Übungsleiter. Weitere Infos unter www.1fbc.de

Das Spielmobil kommt!

Ab Dienstag bis Freitag täglich von 14 bis 18 Uhr kommen dann auch die Kleinen am Riedberg auf ihre Kosten. Das große Spielmobil des Abenteuerspielplatzes Riederwald macht am Riedbergplatz Station. Mit Wasserspielzeug, Pedalos, Kindertaxi mit Anhänger, Bobbycar, Ball an der Schnur, Murmelspielen, Stelzen, Ballspielen, Jonglage-Sachen und Geschicklichkeitsspielen. Zusätzlich gibt’s jeden Tag eine ganz besondere Attraktion: von Popcorn-Machen bis zum Luftkissen. Das sollten die Kids nicht verpassen!

(Fotos: Tourismus+Congress GmbH Frankfurt am Main/ 1fcb/ cd)

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Yoga im Schatten indischer Tempel

Yoga am Strand von Goa, ein Unesco-Weltkulturerbe, den Taj Mahal, aus nächster Nähe, Indiens Großstädte, Menschen und Kultur – das konnte eine Reisegruppe vom Riedberg kürzlich live erleben. Niyati Knoll aus Mumbai (Bombay), Yoga-Lehrerin im Familienzentrum Billabong, führte sie ins Ursprungsland dieser indischen Lehre von geistigen und körperlichen Entspannungsübungen. Zehn Tage lang bereisten die Teilnehmenden – elf Frauen und ein Mann – das sogenannte Goldene Dreieck von Neu-Delhi, Jaipur und Agra. Zum Abschluss gab es noch Yoga-Stunden im heißen Sand.

Ein Höhepunkt für die Reisenden war zweifellos der Besuch des Taj Mahal in Agra. Dieses Mausoleum aus weißem Marmor, das der Großmogul Shah Jahan um 1640 für seine geliebte Frau Mumtaz errichten ließ, wirkte im morgendlichen Nebel geradezu gespenstisch und unterstrich die Mystik dieses eindrucksvollen Ortes. Von dort ging es zum Roten Fort von Agra, wo Shah Jahan später von seinem machtgierigen Sohn Aurangzeb eingesperrt wurde und nur noch darauf wartete, mit seiner Frau im Taj Mahal wieder vereint zu sein.


Einer der Höhepunkte der Reise: der Taj Mahal, Unesco Weltkulturerbe

Festungen im Stil des Roten Forts gab es auch in Delhi zu bewundern sowie in Fatehpur Sikri, der um 1570 erbauten Hauptstadt des Mogul-Kaisers Akhbar. Ein weiterer Höhepunkt war der Elefantenritt zum Schloss Amber nahe der Stadt Jaipur, die ihrerseits mit imposanten Gebäuden aus rosarotem Sandstein aufzuwarten hat. Ebenfalls beeindruckend waren die historischen Herrenhäuser von Mandawa. Einige davon wurden zu Hotels umgebaut, und die Gruppe genoss es, sich in einem solchen Haus von gepflegter Gastlichkeit verwöhnen zu lassen.


Ebenfalls beeindruckend waren die historischen Herrenhäuser von Mandawa

Das Programm war zweifellos dicht gefüllt, doch gerade das machte die Reise zu einem so großartigen Erlebnis – darüber waren sich die Teilnehmenden einig. Es wurde ja auch noch Zeit zur Entspannung gefunden, nicht zuletzt bei Yoga-Stunden. Am Ende stand fest: „Sollte eine weitere Indien-Reise in andere Landesteile angeboten werden, dann sind wir wieder dabei.“

Niyati Knolls ganz persönliches Fazit lautet: „Für viele Reisende, die seit Jahren Yoga praktizieren, war es eine Bereicherung, in das Ursprungsland des Yoga zu reisen. Für viele bestand der Reiz darin, das Land, die Menschen und die Kultur in einer individuell geführte Gruppe, in der man sich kennt, zu entdecken. Wir sind mit vielen schönen Erinnerungen zurückgekehrt.“

(Informationen & Fotos: Niyati Knoll)

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Besuch aus dem Bundestag

Noch tragen alle Baustellen-Helme. Am Donnerstag kurz nach 17 Uhr benötigt man auch eine Taschenlampe, um die Räume in der Graf-von-Stauffenberg-Allee genauer zu sehen. Hier, so erklärt Billabong-Vorstand Judith McCrory und deutet fast ins Dunkel, wird das Stadtteilcafé entstehen. Mit offenen Treffs von Eltern mit Kleinkindern bis zu Senioren und einem Nachmittagsangebot für Schüler der 5. und 6. Klassen. Dann gibt es noch Mehrzweckräume, einen Ruheraum etwa für Babies, Lager, einen Werkstattbereich, der nicht nur für Workshops und Kurse ganz neue Möglichkeiten eröffnet, und einen großen Raum, der für Sport genauso wie für Veranstaltungen genutzt werden kann. Alles ist rollstuhlgerecht, damit auch Behinderte und die Lebenshilfe Frankfurt das neue Mehrgenerationenhaus am Riedberg nutzen können.

„Ich bin gerade völlig fasziniert, was ein Verein alles zu Wege bringt“, sagt eine Frau im roten Anorak, die aufmerksam zuhört, aber auch immer wieder Fragen stellt. Ulli Nissen, Frankfurter SPD-Bundestagsabgeordnete, ist gekommen, weil das bisherige Familienzentrum Billabong e. V. als Neubewerber in das Bundesprogramm Mehrgenerationenhaus aufgenommen ist, 30.000 Euro vom Bund und 10.000 Euro zusätzlich vom Land erhält. Nissen betont gerne die Bedeutung der Mehrgenerationenhäuser für Dialog, echte Bürgerbeteiligung und den Zusammenhalt der Menschen vor Ort. Hier will sie aber auch erfahren, wie es einer kleinen Gruppe von Frauen gelungen ist, ehrenamtlich und fast aus dem Nichts etwas aufzubauen, was einen ganzen Stadtteil mitprägen könnte.


Judith McCrory von Billabong zeigt der Bundestagsabgeordneten Ulli Nissen die neuen Räume


Die Frankfurter Politikerin betont die Bedeutung eines Mehrgenerationenhauses für die Menschen hier vor Ort

Man wollte nie ein „Häkelverein“ sein

Ja, am Anfang war hier außer Baukränen, Matsch und Acker nicht viel. Exakt elf Jahre ist es her, als sich Judith McCrory und einige andere aus der ganzen Welt in Frankfurt Gelandete im „Lahmen Esel“ in Niederursel erstmals getroffen haben, und wussten, „wir wollen Vieles, aber ganz bestimmt kein Häkelverein sein“. Sie selbst kam mit Mann und Kleinkindern gerade aus Schottland nach Deutschland zurück und wollte einfach „nette Leute kennenlernen“. Und durchaus trotz Kindern und Arbeit noch anpacken.

Zum monatlichen English-Stammtisch von Billabong geht sie immer noch. Inzwischen aber bietet der Verein, wie Vorstands-Kollegin Sabine Fiedler dem Besuch aus dem Bundestag erläutert, ein vielfältiges Angebot von Schangerschafts-Kursen, Yoga, Ballett, Ferienspielen bis zum Deutschunterricht und Vorbereitungskursen auf Sprachzertifikats-Prüfungen.

Noch kann Billabong das Jugendhaus und auch Räume in einigen Kitas mitnutzen. Der Umzug in das Erdgeschoss des neuen Studentenwohnheims in der Graf-von-Stauffenberg-Allee 46 ist ein nächster, großer Schritt. Und finanziell ein „Start-Up“.

„Wir zahlen Miete für 588 Quadratmeter“

Apropos Finanzen: Judith McCrory, im Verein dafür federführend zuständig, verweist darauf, dass aus dem losen Zusammenschluss von Mamas ein Verein mit sechsstelligem Umsatz und vier Angestellten geworden ist – und will gleich mal mit einer Mär‘ aufräumen, die sich teils am Riedberg verbreitet. Dass nämlich Billabong die neuen Räume quasi geschenkt bekäme. „Wir zahlen für die 588 Quadratmeter hier gestaffelt Miete“, stellt sie klar. Erst unter 10 Euro, später mehr. All das muss trotz Förderung erwirtschaftet werden. Mit einem durchdachten Konzept.

„Aber ohne die Hessenagentur wäre all das nicht möglich gewesen“, heißt es im Billabong-Vorstand. Denn die Hessenagentur knüpfte die entscheidenden Kontakte, sorgt für die wichtigste Einrichtung, finanzierte im großen Mehrzweckraum noch einen Tanzboden, „sozusagen als Abschiedsgeschenk“.

Dieser Raum, unter anderem wichtig für Veranstaltungen, kann in der Mitte geteilt werden. Damit man ihn möglichst vielfältig und jederzeit nutzen kann. Allerdings, so haben die Billabong-Verantwortlichen erst in der vergangenen Woche erfahren, wird diese Trennwand 20.000 Euro kosten. Noch basteln sie an einem Plan, wie sie dieses Geld durch Aktionen und Spenden in den nächsten Monaten aufbringen können.

Als die Bundestagsabgeordnete Ulli Nissen zwischendurch fragt, ob sie noch niemals Angst vor der eigenen Courage gehabt hätten, erinnert Judith McCrory an das Motto „Never give up!“ Am 24. März um 11 Uhr ist Richtfest für das neue Mehrgenerationenhaus – und wir Riedberger sind herzlich dazu eingeladen.


Kleines Detail beim Baustellen-Rundgang: Fenster gibt es noch keine, allerdings diese Info auf einer grauen Betonwand

(Text & Fotos: cd)

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Ihre Meinung zählt!

An weniger als vier Wochen ist Kommunalwahl in Frankfurt. Am 6. März werden die Wahllokale von 8 bis 18 Uhr geöffnet sein. Aber was bewegt Sie, liebe Riedberger? Welche Erwartungen haben Sie? Welche Hoffnungen setzen Sie auf die neu gewählten Volksvertreter – auch auf den neuen Ortsbeirat in unserem Stadtteil, auf die Politiker direkt vor Ort? Was sind schon jetzt die großen Pluspunkte? Und was würde „unseren“ Riedberg noch lebenswerter und attraktiver machen?

JETZT ZÄHLT IHRE MEINUNG! Schicken Sie Ihr Anliegen gerne direkt an

mail@main-riedberg.de

Wir werden die Wünsche und Erwartungen der Riedberger zusammenfassen und über diese Umfrage auf der Website und im nächsten Magazin berichten – aber SELBSTVERSTÄNDLICH ohne Namensnennung und ANONYM. Es wäre prima, wenn möglichst viele Leser teilnehmen und ihr Anliegen in wenigen, kurzen Sätzen schildern.

Wir haben für das neue MAINRiedberg-Magazin, das in zwei Wochen erscheinen wird, auch bei Akteuren und engagierten Frauen und Männern in unserem Stadtteil um ein Statement nachgefragt. Auch darüber werden wir ausführlich berichten.

Wir freuen uns auf spannende Anregungen und Ihre Meinung!

(Symbolfoto: fotolia.de)

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Lernen für ein besseres Leben

Auf einer Wäscheleine hängen einige Blätter Papier. Auf dem ersten steht das Wort „bitte“. In Druckschrift. Auf dem zweiten „ich“. Dann folgen „möchte“, „eine“ und das Verb „kaufen“. Dazwischen hängt eine gelbe Hose. Weeda (24) lächelt, als es ihr gelungen ist, daraus einen gut verständlichen Satz zu bilden – und Christian Kretschmer sie dafür lobt. Kretschmer ist pensionierter Sonderschullehrer und unterrichtet für das Familienzentrum Billabong zwei Wochen lang Frauen aus den Asyl-Notunterkünften am Martinszehnten. Es ist ein Herzensprojekt, das ohne ehrenamtliches Engagement nicht funktionieren würde. Es ist ein kostenloser Sprachkurs inklusive Kinderbetreuung, Essen und Getränken, täglich von 9.30 bis 12.30 h.

Meist sind es 15 bis 20 Frauen und fast ebenso viele Kinder. Das U-Bahn-Ticket zum Riedberg-Zentrum, wo der Kurs stattfindet, zahlt das Bündnis „Frankfurt hilft“. In der ersten Herbstferien-Woche kamen mehrheitlich Frauen aus Syrien, in der zweiten Woche sind fast alle aus Afghanistan. Einige sind sehr scheu und zurückhaltend. Andere berichten auf Nachfrage, was sie mit ihren Kindern auf sich genommen haben, um hierher zu kommen. Sie waren wochenlang zu Fuß unterwegs, litten Hunger, Durst, unvorstellbare Angst und, dass man auch noch auf der Flucht auf sie schoss. Eine junge Frau hat auf der Flucht ihren Mann verloren und weiß nicht, ob er noch lebt.

„Mich berührt das unheimlich. Ich bin fix und fertig“, bekennt Anja Hohmann, die den Sprachkurs mitinitiert hat und begleitet. Die Verantwortlichen von Billabong und Lehrer Kretschmer betonen, dass die Frauen sehr wissbegierig sind. „Sie saugen alles auf wie Schwämme.“ Zwei Frauen sprechen sehr gut Englisch, die übrigen beherrschten bisher nur ihre Landessprache. Jetzt, am Ende des Kurses, beteuern sie: „Sehr viel gelernt.“ Oder sie üben gleich weiter den Gebrauch von Ja, Nein, Bitte und Danke und Sätze wie ‚Das ist teuer’ oder ,Das ist eine Hose`. Sie freuen sich sichtlich, wenn sie merken, dass auch andere Deutsche sie verstehen und mit ihnen ins Gespräch kommen wollen.

Es gibt auch die Momente, wo interkulturelle Verständigung gefragt ist. Wenn man in einem Sprachenmix darüber debattiert, dass man hier in Deutschland nicht Müll irgendwo fallen oder liegen lässt. Dass man Gratis-Angebote nicht gänzlich mitnimmt und auch nicht Getränke sofort austrinken muss, da es defintiv genug zu trinken gibt. Für alle.

Dann gibt Momente, wo ein Kind schreit – und ein anderes, meist größeres, ihm ganz schnell den Mund zuhält. Es wird erzählt, dass Kinder, die in den Booten bei der gefährlichen Überfahrt nach Europa schreien, ins Meer geworfen werden. „Dabei müssen sie doch schreien. Da muss viel raus“, meint Anja Hohmann. Ein Kind hat eineinhalb Stunden geschrien, hat sich dann aber doch irgendwann auf die Rutsche am Spielplatz gewagt und ist immer und immer wieder gerutscht. Auch die blaue Drehscheibe im Kätcheslachpark ist beliebt. Außen hängen sich die Kinder liebend gerne dran. Nur wenn sie auf der Scheibe sitzen, bekommen sie Panik. Eine Betreuerin vermutet, das sie das an die Fahrt mit dem Boot erinnert.

Eines der Kinder ist ein erst drei Monate altes Baby. Es ist auf der Flucht geboren. Das haben die ehrenamtlichen Betreuer natürlich auch mitgenommen und ihm die Flasche gegeben. Irgendwann ist es am Arm eingeschlafen. Während Mama lernte…

Das Familienzentrum Billabong bemüht sich jetzt darum, dass die Sprachkurse für Frauen an zwei Vormittagen pro Woche fortgesetzt werden können. Die Gespräche diesbezüglich laufen. In der Raumfrage bahnt sich eine Lösung an, die Finanzierung ist aber noch nicht gesichert.

(Fotos/ Text: cd)

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Bitte recht freundlich Gruseln!

In vielen Vorgärten stehen schon Kürbisse. Die Vorräte an Süßigkeiten für klingelnde Monster sind angelegt. Die Kinder sind ohnehin längst aufgeregt. Halloween, nach altem gälischem Glauben die erste Nacht des Winters, ist traditionell am Reformationstag, der heuer auf einen Samstag fällt. Aber bereits am heutigen Freitag feiern die Betreuer der zweiten Grundschule mit den Ferienkindern einen gruseligen Nachmittag. Das KiJu in Kalbach (Am Brunnengarten 19) startet ebenfalls bereits heute ab 17 Uhr eine Disco-Party für die etwas älteren Geister. Der Eintritt kostet zwei Euro. Selbst in manchen Geschäften in unserem Viertel sind die Kürbisse los und die Kunden bekommen eine kleine Überraschung, wenn sie alle versteckten Fratzen finden.

Die Stadt Frankfurt allerdings sah sich genötigt, Exzessen Einhalt zu gebieten. In einer Pressemitteilung heißt es: „Leider ist Halloween auch immer mehr mit Ärger verbunden. Junge Leute, die mehr Interesse an „Saurem“ anstatt „Süßem“ haben, beschädigten im vergangenen Jahr verstärkt fremdes Eigentum.“ Fakt ist: Es wurden Eierwürfe an Häuser, in offene Fenster, an fahrende Autos und Busse gemeldet. In einigen Fällen kostete die Beseitigung solcher Schäden an Hauswänden mehrstellige Summen. Insbesondere der Regionalrat Fechenheim hat die Schulen und Jugendeinrichtungen darum gebeten, die Themen Vandalismus und Sachbeschädigung an Halloween in den Tagen vor dem Fest zu besprechen.

Doch bei uns waren bisher – zum Glück – alle Geister recht freundlich. Halloween boomt. Wir haben für Sie auch noch zwei schöne Grusel-Termine gefunden:

Lichterzauber ab 18 Uhr im Colorado-Park/ Ginnheim

Im Colorado-Park, wo normalerweise Kinder miteinander basteln und spielen, sind am heutigen 30. Oktober, die Grenzen zwischen Diesseits und der „Anderswelt” aufgehoben. An jedem Freitag nach der Winterzeitumstellung verwandelt sich der 8000m große Park mit Hilfe der Dunkelheit, vieler Lichterquellen, des Schattens und vieler Akteure in eben diese phantastische „Anderswelt”. Der Lichterzauber hat sich in Zusammenarbeit mit vielen Kindern entwickelt, aus dem heraus, was diese zur „Anderswelt” – dem „Zeitpunkt zwischen Diesseits und Jenseits” – assoziieren und kreieren. So zeigt sich diese Veranstaltung jedes Jahr mit einem neuen Gesicht, zu dem auch der Märchenerzähler Rudi Gerharz und das antagon-theater AKTion mit neuen, immer wieder überraschenden Darbietungen ihren künstlerischen Beitrag leisten.

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Gruseln in der Titus-Therme

Am Sonntag, 1. November, verwandelt sich die Schwimmhalle in den Titus Thermen unter dem Motto „Süßes, oder es gibt Saures!“ in ein Gruselkabinett. Beginn der Halloween-Party ist um 14 Uhr. Gegen 17.30 Uhr gibt es eine „schreckliche“ Überraschung. Die kleinen Badegäste können mit dem BBF-Animationsteam Kürbisfratzen schnitzen. Zusätzlich gibt es Aqua-Fun für Groß und Klein und viele Spiele im und rund ums Wasser. Tageskarten für Kinder kosten 5 Euro. Erwachsene dürfen für 9 Euro und Familien für 15 Euro ganztägig Gänsehaut erleben. Weitere Informationen gibt es unter http://www.bbf-frankfurt.de .

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Nosferatu – die Symphonie des Grauens – im Museum

93 Jahre, so lange schon ist Friedrich Murnaus Gruselklassiker „Nosferatu“ Vorbild für die meisten späteren Horrorfilme. Der über 70-minütige, 1922 entstandene Stummfilm, lässt mit seiner extrem wirkungsvollen Dramaturgie auch noch heutige Betrachter erschaudern. In seiner „Symphonie des Grauens“, so der Untertitel des Films, verarbeitet Murnau Bram Stokers Dracula-Stoff: Der handelt vom Grafen Orlok, einem Vampir aus den Karpaten, der sich in eine Frau verliebt und ihre Heimatstadt Wisborg in Angst und Schrecken versetzt.

Am Dienstag, dem 3. November 2015 (Beginn: 19:00 Uhr), besteht für Kino-Liebhaber und Murnau-Fans im Museum Giersch der Goethe-Universität eine der seltenen Gelegenheiten, in die grausige Welt von „Nosferatu“ einzutauchen. Nicht nur wird der Film in voller Länge gezeigt. Er wird in einer Live-Aufführung musikalisch begleitet und dramaturgisch unterstützt vom rumänischen Trio Kontraste mit eigens für den Film komponierter Musik der bekannten rumänischen Komponistin Violeta Dinescu, die an der Universität Oldenburg eine Kompositionsprofessur innehat. Der Eintritt ist frei. Es wird jedoch um eine Spende für das Deutschland-Stipendium der Goethe-Universität gebeten. Da nur ein begrenztes Kontingent von insgesamt 50 Plätzen zur Verfügung steht, ist frühzeitiges Erscheinen ratsam. Adresse: Museum Giersch der Goethe-Universität, Schaumainkai 83, 60596 Frankfurt am Main.

(Foto: cd)

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Wie steht es um Frankfurt?

Wie steht es um die Zukunftsfähigkeit Frankfurts? Welche Schlussfolgerungen ziehen Akteure der Bürgergesellschaft nach den gewalttätigen Auseinandersetzungen und friedlichen Protesten im März 2015 im Umfeld der EZB-Eröffnung, die global für Schlagzeilen sorgten?

Zwei Fragen, zwei Reihen, eine Stadt: Wie unter einem Brennglas scheinen in der Metropole am Main derzeit globale Veränderungen spürbar und sichtbar zu werden. Die Bürger-Universität der Goethe-Universität nimmt diese Veränderungen in den Blick und bringt namhafte Expertinnen und Experten sowie interessierte Bürgerinnen und Bürger miteinander ins Gespräch. Schon 2012 konnte mit dem diskursorientierten Ansatz einer Frankfurter Bürger-Universität zur Finanzmarktkrise die Situation um die Besetzung des Willy-Brandt-Platzes im Rahmen von Blockupy entscheidend entschärft werden.

Die Diskussionsreihe „Was bleibt nach Blockupy?“, die am 2. November 2015 (Beginn: 19.30 Uhr, Ort: Campus Bockenheim, Hörsaalgebäude H IV) mit dem Thema „Wut, Ohnmacht, Gewalt? Protest-Kultur in Frankfurt“ eröffnet, greift diesen diskursorientierten Ansatz wieder auf: Brennende Autos, Steingeschosse, verletzte Polizisten und Demonstranten – die Bilder der Krawallen und gewalttätigen Auseinandersetzungen im Umfeld der EZB-Neueröffnung im Frühjahr 2015 bestimmten das Echo nationaler und internationaler Medien. Die vergleichsweise friedlichen Proteste gegen die europäische Wirtschaftspolitik fanden dagegen kein vergleichbares Echo. Es herrschte allgemeine Erschütterung angesichts dieser unerwarteten Gewalt, die weder von Seiten der Veranstalter, noch von der Polizei vorhergesehen worden war. Warum eskalierten die Proteste und was sagt das über ein möglicherweise verändertes Protestverhalten? Mit einem zeitlichen Abstand von etwas mehr als einem halben Jahr möchte die Reihe noch einmal – mit nüchternem Blick – auf die Ereignisse vom März 2015 zurückblicken. Dabei soll es nicht nur um die Gewalt und das Spannungsverhältnis zwischen Demonstranten und Polizei gehen, sondern auch um die Politik der EZB und die Rollen der unterschiedlichen Akteure.

Das Podium des Eröffnungsabends bestreiten Oberbürgermeister Peter Feldmann, der gleichzeitig Schirmherr der Bürger-Universität ist, Frankfurts Polizeipräsident Gerhard Bereswill, Rainer M. Gefeller, Chefredakteur Frankfurter Neue Presse, die Demonstrationsbeobachterin Dr. Elke Steven sowie Katharina Bogerts vom Exzellenzcluster „Die Herausbildung normativer Ordnungen“ der Goethe Universität. Es moderiert Hanning Voigts von der Frankfurter Rundschau. Die Frankfurter Rundschau ist gleichzeitig Medienpartner der Reihe.
Weitere Termine und Themen der Reihe:

16. November 2015: „Nach Blockupy und G7 – Kapitalismuskritik heute“, Beginn: 19.30 Uhr, Ort: Campus Bockenheim, Hörsaalgebäude H IV (Moderation: Daniel Baumann, Redakteur)

18. Januar 2016: „Im Rausch öffentlicher Vorurteile – Welche Diskurskultur braucht die Demokratie?“, Beginn: 19.30 Uhr, Ort: Campus Bockenheim, Hörsaalgebäude H IV (Moderation: Bascha Mika, Chefredakteurin)

Wie steht es um Frankfurt? Die zweite Hauptreihe der Frankfurter Bürger-Universität liefert unter dem Titel „Wie lebt Frankfurt?“ weitere Facetten dieses Themenschwerpunktes. An insgesamt fünf Abenden beschäftigt sich diese Reihe ab dem 30. November 2015 mit so unterschiedlichen Fragen wie

30. November 2015: Wie generationengerecht ist Frankfurt? Älterwerden in der City.

7. Dezember 2015: Wer kann sich Frankfurt (noch) leisten? Eine Stadt für alle oder für die Reichen.

14. Dezember 2015: Wird Frankfurt seinem Integrationsanspruch gerecht? Miteinander oder nebeneinander.

24. Januar 2016: Zu etabliert um cool zu sein? Frankfurt und seine Subkultur.

1. Februar 2016: Wofür engagiert sich Frankfurt? Private versus öffentliche Verantwortung.

Alle fünf Veranstaltungen finden im großen Saal des Haus am Dom statt, Domplatz 3, 60311 Frankfurt am Main, Beginn jeweils 19:30 Uhr. Medienpartner dieser Reihe ist hr-iNFO, der Eintritt ist frei.

Das gerade erschienene Programmheft der Bürger-Universität bietet in diesem Wintersemester insgesamt über 130 populärwissenschaftliche und kulturelle Veranstaltungen. Das Programm im Netz: http://www.buerger.uni-frankfurt.de

(Text & Infos:Pressestelle Goethe-Universität/ Foto: Fotolia)

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BLITZER-Alarm!

Im Vorbeifahren könnte man’s fast übersehen: An der Marie-Curie-Straße ist seit wenigen Tagen ein stationärer Blitzer installiert. Der „Starenkasten“ steht unmittelbar hinter der Ampel, wo Lurgiallee und Altenhöferallee einmünden, also direkt an der Zufahrt zur Rosa-Luxemburg-Straße. Ein weiterer fest installierter Blitzer steht ebenfalls seit wenigen Tagen am Martinszehnten im Bereich der Einmündung der A661. Beide Anlagen können sowohl Tempo- als auch Rotlichtverstöße registrieren. Auf Nachfrage erfuhr MAINRiedberg vom Frankfurter Straßenverkehrsamt, dass beide Blitzer bereits seit 16. Oktober voll funktionsfähig sind.

Weitere 15 „stationäre Überwachungsanlagen“ gibt es derzeit im Stadtgebiet. „Jeder dieser Standorte ist ein Gefahrenschwerpunkt“, hatte Verkehrsdezernent Stefan Majer (Grüne) erklärt, als er im Februar die Pläne für die neuen Blitzgeräte vorstellte. Auch die Ortsbeirats-Vorsitzende Carolin Friedrich weist darauf hin, „dass es in der Marie-Curie-Straße mehrmals zu schweren Unfällen gekommen ist.“ Übrigens auch, weil das Rotlicht missachtet worden war.

Am Riedberg hält sich zudem das Gerücht, dass – bei bald höherem Verkehrsaufkommen – auch auf der Graf-von-Stauffenberg-Allee noch ein Blitzer hinzukommen könnte. Hierzu heißt es unmissverständlich in der Mail vom Straßenverkehrsamt: „Für die Graf-von-Stauffenberg-Allee ist keine stationäre Rotlicht- und Geschwindigkeit-Überwachungsanlage geplant.“

Insgesamt hat das Straßenverkehrsamt im vergangenen Jahr mehr als 200.000 Tempo- und Rotlichtsünder erwischt, 97.000 allein durch die fest installierten Blitzer.

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