Kategorie: AktuelleNEWS

Charlotte Gneuß liest im Restaurant Café Mutz

Cover Buch Gittersee

Am 17. Oktober um 19.00 Uhr kommt Charlotte Gneuß, die den Jürgen-Ponto-Literaturpreis 2023 gewonnen hat ins Restaurant Café Mutz (Alt-Niederursel 27, 60439 FFM) um dort aus ihrem Werk zu lesen. Charlotte Gneuß ist eine talentierte Schriftstellerin, die mit ihrem Roman „Gittersee“ ein vielversprechendes Debüt ablieferte.

 

Über Charlotte Gneuß
Sie ist eine deutsche Schriftstellerin, die 1992 in Ludwigsburg geboren wurde. Nachdem ihre Eltern die DDR vor dem Mauerfall verlassen hatten, absolvierte sie zunächst eine Buchbinder-Ausbildung, bevor sie in Dresden »Soziale Arbeit« studierte. Später studierte sie am Literaturinstitut Leipzig und im Anschluss daran an der Universität der Künste Berlin »Szenisches Schreiben«.

Frau Gneuß schrieb anfänglich für verschiedene Literaturmagazine und nahm an Textwerkstätten wie der Jürgen Ponto-Stiftung und der Kölner Schmiede teil. Sie schrieb auch Gastbeiträge für das Wochenmagazin „Die Zeit“.

Sie ist Gewinnerin des Leonhard-Frank-Stipendiums für neue Dramatik¹. Im August 2023 erschien ihr Roman „Gittersee“, dessen Handlung in der DDR, der 1970er-Jahre angesiedelt ist. Der Roman wurde von der Kritik durchweg positiv aufgenommen. Er steht auf der Longlist für den deutschen Buchpreis und wurde mit dem Literaturpreis der Jürgen-Ponto-Stiftung 2023 ausgezeichnet.

Der Schriftsteller Ingo Schulze kritisierte in einer verlagsinternen Mängelliste Stellen im Buch, die er in der DDR anders erlebt hat, als sie im Buch wiedergegeben wurden. Etwa sei das Wort „lecker“ nicht benutzt worden. Diese Liste wurde auf unbekannten Wegen der Jury des deutschen Buchpreises zugespielt, was zu einer Debatte darüber führte, „wer wie über die DDR schreiben sollte und wer wie nicht“.

Charlotte Gneuß hat bereits mehrere Werke veröffentlicht. Im Jahr 2023 erschien sie als Herausgeberin mit Laura Dshamilja Weber in der Anthologie „Glückwunsch: 15 Erzählungen über Abtreibung“ beim Carl Hanser Verlag GmbH.

Neben ihrer Arbeit als Schriftstellerin arbeitete Frau Gneuß in Asylbewerberheimen, in einer Kneipe und am Theater.


Quellen: Unterhaltung mit Bing, 6.10.2023
(1) Charlotte Gneuß – Wikipedia. https://de.wikipedia.org/wiki/Charlotte_Gneu%C3%9F.

(2) Gittersee Roman | Ausgezeichnet mit dem Jürgen Ponto-Preis 2023. https://www.lovelybooks.de/autor/Charlotte-Gneuß/Gittersee-9056780895-w/.

(3) Wibke Charlotte Gneuß | Roger Willemsen Stiftung.
https://rwstiftung.de/stipendien/wibke-charlotte-gneuss/.

(4) Charlotte Gneuß – Universität der Künste Berlin. https://www.udk-berlin.de/studium/szenisches-schreiben/studierende/16-jahrgang-2020-2024/charlotte-gneuss/.

https://www.fischerverlage.de/magazin/preise-und-nominierungen/literaturpreis-2023-fuer-charlotte-gneuss

https://www.deutschlandfunk.de/gittersee-charlotte-gneuss-ddr-100.html

 

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Niederursel: Falscher Polizist in Verkehrskontrolle

Sichergestellte Gegenstände

Gestern (02.10.23) hielt die Polizei im Rahmen einer Verkehrskontrolle auf der Rosa-Luxemburg-Straße einen jungen Mann an. Dieser führte zahlreiche polizeitypische Ausrüstungsgegenstände mit sich.

Gegen 02:00 Uhr in der vergangenen Nacht fuhr der 19-Jährige in die Kontrollstelle der Polizei. Schon beim Herantreten an das Auto erkannten die Polizisten ein transportables Blaulicht sowie eine blaue Mütze auf dem Beifahrersitz. Als die Beamten daraufhin genauer hinschauten, trauten sie ihren Augen kaum:
Der 19-jährige war fast umfangreicher mit polizeitypischen Ausrüstungsgegenständen ausgestattet als sie selbst. Neben Handfesseln, Armbinden mit der Aufschrift „POLIZEI“, einem Teleskopschlagstock, mehreren hessischen Landeswappen fanden die Beamten u. a. noch einen gefälschten Dienstausweis und Funkgeräte. Bei der Überprüfung des Mannes stellte sich heraus, dass dieser in der Vergangenheit bereits mehrfach wegen ähnlicher Sachverhalte aufgefallen war.

Die Polizei stellte alle Gegenstände sicher und leitete ein Strafverfahren u. a. wegen des Verdachts der Amtsanmaßung und Urkundenfälschung gegen den 19-Jährigen ein.


Weiterführender Link

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Keltermobil auf dem Riedberg

Keltertag am Kautenhof

Am 8. Oktober von 09:00 Uhr bis 17:00 Uhr ist es wieder so weit. Dann kommt das Keltermobil wieder auf den Riedberg zum Kautenhof 1 in 60438 Frankfurt. Die diesjährige Apfelerntesaison hat begonnen. Wer mindestens 100 Kilogramm Obst mitbringt, kann daraus seinen eigenen Saft herstellen lassen. Auf Wunsch wird das Obst auch angekauft.

Die mobile Kelter des Main-Äppel-Hauses vom Lohrberg ist schon seit einigen Tagen im Rhein-Main-Gebiet unterwegs um diverses Obst (Äpfel, Quitten, Birnen) zu versaften.

Wie funktioniert das Gerät?

Trotz der vielen Hebel, Ventile, Starkstromanschlüsse, Edelstahlflächen und den wie zwei Flügel aufklappbaren Seitenflächen ist das Prinzip des mechanischen Ungetüms simpel. Über ein schräges Förderband wird das Obst in eine mit Wasser gefüllte Waschwanne befördert. Dort wird es von grobem Schmutz und kleinen Tieren befreit.

Dann holt sich eine Spindel das gereinigte Obst, hebt es zwei Meter an und befördert es in den Schredder, der das Obst zerkleinert. Danach wird der Obststrom „Maische“ genannt und fällt auf ein hellblaues Förderband. Dieses Band drückt die Maische gegen eine Walze und motiviert so den Saft heraus zu kommen, um dem auf ihm lastenden Druck zu entgehen.

Die Maische wird dadurch aufgeteilt in einen trockenen Fruchtrest, den man „Trester“ nennt und der in einem Anhänger gesammelt wird und in den Saft, der weiterbearbeitet wird. Etwa 70 % des ursprünglichen Obstes wird zu Saft, die restlichen 30 % werden als Viehfutter zum Beispiel Schäfern für ihre Tiere angeboten.

Keltertag der IG Riedberg

Der Trester-Sammler

Aus dem Saft wird entweder Kaltsaft, der zu Äppelwoi vergoren wird, oder der Saft wird noch auf 80° Celsius erhitzt und so haltbar gemacht (pasteurisiert). Abgefüllt in luftdichte Plastiksäcke und eingetütet in dekorative Pappkartons kann er dann verkauft werden. Durch diese Behandlung ist er im ungeöffneten Zustand 1-2 Jahre haltbar.

Und hier noch ein wenig Zahlen und Daten

  • Über 3 Tonnen kann die Maschine und ihre Bedienmannschaft pro Tag verarbeiten.
  • Danach sind noch 2 Stunden Reinigung des Geräts angesagt, bevor es auf den Lohrberg zurückgeht.
  • 2019 übernahm das Main-Äppel-Haus die Keltermaschine von einem Kollegen aus dem Kahlgrund.
  • Dieses Gerät ist die einzige rollende Kelter in der Rhein-Main-Region.
  • 80.000 Liter Saft wurden etwa im vergangenen Jahr herausgepresst. In den letzten 3 Jahren ergab das insgesamt über 250.000 Liter leckeren Obstsaft.
  • Zwischen September und Ende Oktober hat das Team gut 40 Einsätze.

Qualität kommt nicht von ungefähr

Außer regelmäßiger Wartung und Reinigung des Geräts ist es wesentlich, dass die Kunden wirklich gesundes Obst anliefern und nicht schon faulige und vergammelte Äpfel. Sortenreinheit oder geschickte Kombination von Obstsorten können dann zu besonders leckeren Säften führen.

Einen persönlichen Termin kann man unter kelterei@mainaeppelhauslohrberg.de vereinbaren oder unter der Rufnummer: 0179-3400251. Weitere Infos, Termine & Preise unter www.mainaeppelhauslohrberg.de.

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Kautenhof

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Kautenhof 50.181512, 8.639803
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Das Müllkraftwerk in Heddernheim rüstet auf

Blockheizkraftwerk Heddernheim

Das Müllkraftwerk in Heddernheim wird von den Frankfurtern gerne „Fessie“ genannt. Vor allem wegen der hübschen Bemalung seines großen Schornsteins. Darüber hinaus ist dieses Kraftwerk für große Teile des Riedbergs auch als Fernwärmelieferant wichtig. In Zeiten steigender Energiepreise sehnen sich viele Haushalte, die noch nicht an der Fernwärme hängen, nach einem zeitnahen Anschluss.

Die Betreibergesellschaft MHKW GmbH, die zu gleichen Teilen vom Abfallentsorger FES und dem Energiedienstleister Mainova getragen wird, investiert in diesem und im nächsten Jahr rund drei Millionen Euro und ermöglicht so den Einsatz von Erdgas und Wasserstoff in den Brennern.

Damit wird Frankfurts zentrale Infrastruktur für thermische Abfallverwertung, Wärme- und Stromerzeugung an einer wichtigen Stelle für eine Perspektive ohne fossile Brennstoffe bereit gemacht.

In diesem Müllheizkraftwerk hat jede der 4 Verbrennungslinien 2 Brenner. Diese konnten bislang nur mit Heizöl betrieben werden. Künftig ist dies auch mit Erdgas und eben Wasserstoff möglich.

Die Brenner sind eine Art Anzündhilfe für die Verbrennungslinien. Sie werden lediglich für das Wiederhochfahren nach Revisionen (Generalüberholungen) oder Störungen benötigt. Im Dauerbetrieb – nach Erreichen der Zieltemperatur von 850° Celsius[1] – brennt der Abfall durch sich selbst. Sobald im Kessel ausreichend heißer Dampf für den Betrieb der Stromturbine entsteht, kann der Brenner wieder abgeschaltet und die Kraftstoffzufuhr gestoppt werden.

Die MHKW GmbH ertüchtigt seit Jahren ihre Kraftwerke. Ihr Ziel ist es, die Wärmeerzeugung bis zum Jahr 2040 CO2-neutral zu gestalten. Mit den neuen Brennern im MHKW setzen sie ihren Weg zur klimaschonenden Energieerzeugung konsequent fort.

Perspektivisch könnten CO2-Emissionen durch den Einsatz von Wasserstoff gänzlich vermieden werden. Für den Einsatz von Wasserstoff in der erforderlichen Größenordnung sind indes unter anderem weitere Investitionen in die Infrastruktur, insbesondere die Netze nötig.


Das Müllheizkraftwerk in der Frankfurter Nordweststadt

Das Müllheizkraftwerk verwertet Restmüll aus Frankfurt und der Region sowie nicht recyclefähige Gewerbeabfälle. Die genehmigte Jahresmenge liegt bei 525.000 Tonnen. Daraus erzeugt die Anlage im Jahr deutlich über 500.000 Megawattstunden Wärme für die Versorgung von rund 30.000 Frankfurter Haushalten. Pro Jahr speist das MHKW zudem über 200.000 Megawattstunden Strom ins öffentliche Stromnetz ein. Das entspricht dem Bedarf von 60.000 Zwei-Personen-Haushalten. Deutschlands größte Flotte von E-Müllfahrzeugen wird damit angetrieben.

Über die FES GmbH

Die Frankfurter Entsorgungs- und Service GmbH (FES) ist das größte Entsorgungsunternehmen der Rhein-Main-Region. Als Public-Private-Partnership gehört das Unternehmen zu 51 % der Stadt Frankfurt und zu 49 % der Firma Remondis. Rund 1.900 Mitarbeiter entsorgen und verwerten die Abfälle von über 750.000 Frankfurtern. Darüber hinaus betreibt FES moderne Anlagen zur Sortierung von Altpapier und von Gewerbeabfällen, zur Behandlung von Bioabfällen, Aufbereitung von Verbrennungsschlacke sowie – gemeinsam mit dem Energieversorger Mainova – zur thermischen Verwertung von Hausmüll. Mit seiner Kfz-Techniksparte ist die FES Vorreiter beim Einsatz emissionsfreier Antriebstechniken in großen Nutzfahrzeugen. (www.fes-frankfurt.de)

Über die Mainova AG

Die Mainova AG ist der führende Energiedienstleister in Frankfurt am Main und Energiepartner für Privat- und Firmenkunden in ganz Deutschland. Das Unternehmen beliefert mehr als eine Million Menschen mit Strom, Gas, Wärme und Wasser und erzielte mit seinen rund 3.100  Mitarbeitern im Jahr 2022 einen bereinigten Umsatz von fast 4,5 Milliarden Euro. Mainova erzeugt in großem Maßstab selbst Energie und bietet neben klassischen Versorgungsinfrastrukturen auch Produkte und Dienstleistungen rund um erneuerbare Energien, Elektromobilität, Carsharing, Energieeffizienz und digitale Infrastrukturen. Größte Anteilseigner der Mainova AG sind die Stadtwerke Frankfurt am Main Holding (75,2 %) und die Münchener Thüga (24,5 %). Die übrigen Aktien (0,3 %) befinden sich im Streubesitz.

[1] Schmelzpunkte: Kalzium 839°, Aluminium 660°, Uran und Magnesium 640°

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Ideenwerkstatt: Spotlight auf dein Viertel!

Ideenwerkstatt: Spotlight auf dein Viertel!

Jugendliche zwischen 12 und 26 Jahren, die etwas anstoßen wollen und das direkt vor ihrer Haustür sind gefragt. Am 20.10.2023 von 14:00 Uhr bis 17:30 Uhr findet die Veranstaltung im Kinder- und Jugendhaus Kalbach (Brunnengarten 19, 60437 Frankfurt) statt.

Während der Start der Veranstaltung im Jugendhaus stattfindet, endet das Event im Billabong Familienzentrum (Graf-von-Stauffenberg-Allee 46 b, 60438 Frankfurt).

Wir wollen von dir wissen:

  • Wo verbringst du deine Freizeit im Viertel?
  • Was würde diese Orte besser machen?
  • Welche Plätze meidest du und weshalb?
  • Gemeinsam sammeln wir Ideen für eure Orte im Viertel.

Die Teilnahme ist kostenlos und benötigt keine Vorbereitung – wer im Besitz eines Smartphones mit funktionierender Kamera ist, bringe es gerne mit.

Für Snacks und Getränke ist gesorgt.

Anmeldungen
bitte über diesen Link: https://solon-ggmbh-25621240.hubspotpagebuilder.eu/ideenwerkstatt-kalbach-riedberg
oder
– direkt beim Kinder- und Jugendhaus Kalbach
– im Billabong Familienzentrum
– über WhatsApp: +49 177 925 3365

Fragen werden beantwortet unter:
eMail: info@solon-ggmbh.de
oder über WhatsApp: +49 177 925 3365
oder über Festnetz: 069-247 45 51-0


Die Veranstaltung wird gefördert von:

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Ein neues Umspannwerk zwischen Frankfurt und Bommersheim

Umspannwerk bei Bommersheim

Am 26.09.2023 wurde im Rathaus Oberursel-Bommersheim die aktuellen Pläne der Übertragungsnetzbetreiber TenneT und Amprion zusammen mit dem Verteilnetzbetreiber Syna vorgestellt.

Um die Lastentwicklung von Strom für die Zukunft zu sichern, planen die Übertragungsnetzbetreiber ein neues Umspannwerk in Oberursel-Bommersheim in einer Größe von bis zu 20 Hektar. Es soll südöstlich des bereits bestehenden Umspannwerks (Fläche von circa 1,7 Hektar) errichtet werden und bis zu 10-mal so groß werden (Fläche von 10 bis 20 Hektar). Der genaue Standort für dieses zusätzliche Umspannwerk ist allerdings noch offen.

Die Informationsveranstaltung war der Auftakt für die Politiker sich mit diesem Thema auseinanderzusetzen. Jetzt wird die Öffentlichkeit über das Projekt informiert. Die relevanten Powerpoint-Folien und Hintergrundinformationen können unter folgendem Link aufgerufen werden: (Link)

Offen ist derzeit auch noch, welche Einflussmöglichkeiten auf das Projekt seitens der Stadt-Oberursel bestehen, wenn sie von übergeordneten Behörden wie beim Regionalen Flächennutzungsplan an Planungen beteiligt oder im Rahmen der Genehmigungsplanung wie beim Bundesimmissionsschutzgesetz zur Stellungnahme aufgefordert wird, so der Bericht der Bürgermeisterin Frau Antje Runge.

 

Da die zunehmende Digitalisierung unserer Gesellschaft mehr Strom benötigt, und dieser nicht vor Ort ausreichen produziert werden kann, ist das Rhein-Main-Gebiet auf Importe aus dem Norden, oder bei Engpässen auf Importe von den europäischen Verbundpartnern angewiesen.

 

Bei den Bommersheimer Landwirten gingen alle Signale auf Alarmstellung. Sofort wurde vor dem Rathaus mit Traktoren gegen die Pläne protestiert. Folgende Argumente wurden in Stellung gebracht:

  • Für die Errichtung werden geschätzt 20 bis 50 Hektar bester Lößboden für den Bau an sich und für Ausgleichsmaßnahmen benötigt, um das Werk zu errichten. Dadurch geht wertvollstes Ackerland zur Versorgung der Bevölkerung im Rhein-Main-Gebiet verloren.
  • Je nachdem, welchen Anteil seiner Äcker ein Landwirt abgeben muss, kann das für ihn existenzbedrohlich werden. Gehört ihm das Land, enthält er wenigstens noch einen Ankaufspreis. Hat er das Land dagegen nur gepachtet, geht er hier leer aus.
  • Das Sankt-Florians-Prinzip greift auch: Die Betroffenen wünschen sich eine Errichtung des Umspannwerks eher auf Frankfurter Gebiet oder in anderen Gemeinden.
  • Die Versiegelung der Flächen rund um Frankfurt wird die Überhitzung der Stadt an sonnigen Tagen eher beflügeln. Die Auswirkungen auf die Grundwasserbildung müsste auch geprüft werden.
  • Felder, die von Vögeln, Insekten und anderen Tieren noch genutzt werden, stehen dann nicht mehr zur Verfügung. Die Artenvielfalt im Rhein-Main-Gebiet könnte darunter leiden. Auch Lärm und Beleuchtung könnten für die Tiere zum Problem werden.
  • Bei einer so großen zusammenhängenden Fläche, die für die Bevölkerung wegen Stromschlaggefahr gesperrt werden muss, steht den Erholungssuchenden dann nicht mehr zur Verfügung.

Eine spannende Frage der Güterabwägung. Aber der Prozess hat gerade erst begonnen. Die Mitarbeiter der Stadtverwaltung müssen sich mit den Details erst mal vertraut machen. Dann geht es in weitere Beteiligungsformate, zunächst mit den Eigentümern und Pächtern der Flächen, später dann in eine weitere, öffentliche Bürgerbeteiligung, so die Rathauschefin.

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Bommersheimer Äcker mit Umspannwerk

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Bommersheimer Äcker mit Umspannwerk 50.190562, 8.614655
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Ein Herz für Tiere – Traumberuf Tierpfleger oder Tierpflegerin

Esel

Wer nicht nur Freude am Umgang mit Tieren und deren Versorgung hat, sondern über etwas pädagogisches Geschick verfügt, für den könnte die Schilasmühle in Niederursel genau der richtige Arbeitgeber sein. Gesucht wird ein Tierpfleger oder eine Tierpflegerin in Teilzeit.

Sie werden es mit interessanten Persönlichkeiten zu tun haben. Pferde, Esel, Schafe, Kaninchen, Hühner und bald auch Katzen möchten gerne Ihre Bekanntschaften machen und sich von Ihnen pflegen lassen.

Das naturpädagogische Zentrum Schilasmühle ist eine Begegnungsstätte mit einem vielfältigen natur-, tier- und umweltpädagogischen Angebot für Kinder und Erwachsene – ein kleiner Bauernhof in der Großstadt.

Das bietet die Schilasmühle

  • Ein praktisches, sinnstiftendes und abwechslungsreiches Arbeitsumfeld
  • Eigenständiges Arbeiten mit verschiedenen Tieren
  • Flexible Arbeitszeiten

Gesucht wird ein Mensch mit

  • Motivation, die Arbeit mit den Tieren in der Schilasmühle weiterzuentwickeln
  • Freude am Umgang mit Tieren und Kindern
  • Erfahrung in der Tierpflege
  • pädagogischem Geschick

Die Aufgabengebiete sind

  • die Verantwortung der zuverlässigen Tierpflege für derzeit
    2 Pferde, 2 Esel, 8 Schafe, 5 Hühner und 3 Kaninchen
  • die Koordination ehrenamtlicher Tierpfleger
  • das pädagogische Arbeiten mit Kindern und Tieren

Wer Interesse hat, kann die folgenden Kontaktdaten nutzen, um weitere Infos zu bekommen:

Schilasmühle
Naturpädagogisches Zentrum
Oberurseler Weg 11
60439 Frankfurt

Tel.: 069 – 96 23 16 29
eMail: info@schilasmuehle.de
Web: https://schilasmuehle.de/

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Der Zeppelin – er kreist und kreist

Zeppelin am Riedberg

Derzeit gibt es auf der ganzen Welt nur 5 Luftschiffe vom Typ »Zeppelin NT«. Der Anblick von Zeppelinen über Deutschland gehört daher eher zu den seltenen Ereignissen am Himmel. Aber es gibt zwei Ausnahmen. Die eine Ausnahme liegt am Bodensee, mit Zeppelinmuseum und zwei dort stationierten Luftschiffen für Zeppelinrundflüge. Die Rundflüge kosten pro Person zwischen 300 € und 500 € pro Person, je nach Strecke. Die andere Ausnahme ist derzeit im Rhein-Main-Gebiet, mit Zeppelinmuseum in Neu-Isenburg und Landeplatz in Bad Homburg (Hofgut Kronenhof).

Das Sightseeing-Erlebnis mit Flug nach Höchst, Ostend (EZB) und zurück gab es für 470 Euro. Allerdings nur in der Zeit vom 23.09.2023 bis 25.09.2023. Die nächste Gelegenheit gibt es erst wieder vom 15.08.2024 bis zum 18.08.2024.

Für die Betrachter von der Erdoberfläche aus, ist das majestätische Gleiten des Luftschiffes mit der Aufschrift „Goodyear“ genauso imposant wie der Ausblick aus der Gondel für die Passagiere.

Anlässlich der Rundflüge über dem Rhein-Main-Gebiet bot der Verein für Zeppelin-Luftschifffahrt Zeppelinheim in Kooperation mit der Museumsleitung der Stadt Neu-Isenburg wieder eine besondere Aktion: Besucher konnten im Zeppelinmuseum kostenlose Sonderpostkarten nehmen, sie beschreiben und sie dann mit einer 70-Cent-Sonderbriefmarke frankieren, die das städtische Kulturbüro gestiftet hatte. Nach dem Einwurf in den Museumsbriefkasten ging die Zeppelinpost ab. Die Zeppelin-Postkarten durften erst mal mit dem Zeppelin über Frankfurt fliegen und wurden dann im Nachgang von der Deutschen Post zur Wunsch-Zieladresse weiterbefördert.

Selbstverständlich wurde für diesen Anlass eigens ein eigener Sonderstempel sowie zusätzlich noch ein Luftschiff-Bordstempel eingesetzt. Um den Wert der Postkarten zu steigern, war ihre Anzahl auf tausend Stück begrenzt und die Zahl der Sonderbriefmarken sogar nur auf 500 Stück limitiert. Die gesamte Aktion war kostenlos, aber wer etwas spenden wollte, war herzlich willkommen.

Als hätten die Veranstalter mit dem Wetter einen Pakt geschlossen, war die Tage über herrlicher Sonnenschein und reichlich Weitblick angesagt. Und sollten Sie dieser Tage Zeppelinpostkarten im Briefkasten finden, so handelt es sich nicht um Fake-Post!

Zeppelin im Flug

Zeppelin bei der Landung

Zeppelin bei der Landung

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Führungskräfte-Treffen des SC Riedbergs

OB mit Vorstand und Berater

Am vergangenen Wochenende trafen sich die Mitglieder des Vorstands des SC Riedbergs auf Einladung des Vorsitzenden Zafar Khans zusammen mit den Unterstützern, Spartenleitern, Trainern und Schiedsrichtern, um gemeinsam die geplanten Änderungen für die nächsten Jahre vorzustellen.

Drei Themen wurden dabei in den Fokus gerückt: die Digitalisierung im Vereinsleben, der Umgang miteinander und mit den Kindern und als Drittes die Weiterentwicklung des neuen Sportgeländes auf der anderen Seite der Altenhöferallee.

Ein kulinarisches Angebot in Form von türkischen Kebabs mit Salat und Getränke rundeten das Programm ab.

Die Digitalisierung der Vereinskommunikation

Bisher sind die verschiedenen Sparten des Vereins mit unterschiedlicher Intensität auf diversen Internetplattformen aktiv. Damit die Vereinsmitglieder hier nicht den Überblick verlieren, wurde in Zusammenarbeit mit einem Sponsor ein EDV-Programm (App) entwickelt, in dem die verschiedenen Plattformen wieder zusammengeführt werden, damit die Informationen, was alles im Verein läuft, wieder an einer Stelle zusammengeführt werden.

Darüber hinaus gibt es viele weitere nützliche Funktionen, angefangen von der Mitgliederverwaltung, der Terminplanung, der vereinsinternen Kommunikation und vielem mehr.

Am Anfang wird es sicherlich noch etwas gewöhnungsbedürftig sein, mit dieser neuen Anwendung zu arbeiten, aber die angebotenen Möglichkeiten sind vielversprechend und werden in der nächsten Zeit noch weiterentwickelt.

Zusätzlich kann mit dieser App beim Einkaufen noch Sponsorengeld für den Verein generiert werden. Ein nicht zu unterschätzender Mehrwert.

Bei dieser Gelegenheit wurde den zahlreichen Akteuren des Vereins noch eine Reihe von Tipps von Herrn Sascha Klein, dem Chef des Social Media Bereichs der Firma Nestlé gegeben, wie mediale Inhalte optimal erstellt werden können, sodass sie auch auf den verschiedensten Plattformen zum Einsatz gelangen können.

Das Team der Ehrenamtlichen

Das Team der Ehrenamtlichen, Foto SC Riedberg

Das neue Wir-Gefühl und der Umgang miteinander

Je größer ein Verein wird, umso schwieriger wird es, die zahlreichen Mitglieder dazu zu bewegen, dass sie miteinander abgestimmt am gleichen Strang ziehen, um die Herausforderungen der Zukunft gemeinsam zu bewältigen. Gerade beim SC Riedberg mit über 1.600 Mitgliedern und zahlreichen Sparten ist dieses Vorhaben eine echte Herausforderung. Daher hat der Vorstand beschlossen, mit externer Unterstützung ein neues Gemeinschaftsgefühl und eine verstärkte Kommunikation über die Sparten hinweg zu entwickeln.

Auch für den Umgang mit den Kindern und Jugendlichen, die einen Anteil von 70 % der Vereinsmitglieder ausmachen, sollen neue Weichen gestellt werden. Das ständige Bewerten der Kinder, das bisher im Elternhaus und in der Schule praktiziert wird, muss nicht auch noch in der Freizeit im Verein stattfinden.

Gerade das sportliche Engagement ist ja als Ausgleich für den täglichen Leistungskampf um gute Noten, sozialen und wirtschaftlichen Aufstieg gedacht. Die Bewegung als Kompensation für das übermäßige Sitzen in Schule und Beruf und das gemeinschaftliche Miteinander, als Gegenpol zum ständigen Konkurrenzkampf sind für ein gesundes und ausgewogenes Leben unheimlich wichtig. Daher soll in den nächsten Jahren der Fokus weg von den Wettkämpfen, hin zu einem Teamgeist fördernden Miteinander und zu einer wertschätzenden Weiterentwicklung der individuellen Potenziale, die in den Kindern schlummern, entwickelt werden.

Auf diese Weise soll der ständigen Zunahme von psychischen Störungen (wie z. B. Depressionen) und Überforderungen (Burn-outs) vorgebeugt werden. Herr Nunzio Esposito wird den Verein auf diesem Weg beratend begleiten, um zukünftig eine „spartenübergreifende DNA“ zu entwickeln.

Die Weiterentwicklung des neuen Sportgeländes

Der Stargast des Abends war unser Oberbürgermeister Mike Josef, selbst ehemaliger Hobby-Fußballer, der nicht nur ein herzliches Dankeschön für den ambitionierten Einsatz der Ehrenamtlichen in diesem Verein aussprach, sondern auch über die neuesten Entwicklungen aus der Stadtverwaltung berichtete.

Die ungebrochen starke Nachfrage nach Sportvereinen in Frankfurt (420 Vereine mit über 300.000 Mitgliedern) ist für die Verantwortlichen in den Ämtern ein Ansporn die Realisierung des neuen Sportgeländes jenseits der Altenhöferallee voranzutreiben.

Da in der Vergangenheit die Planungen öfters überarbeitet werden mussten, hat sich die Realisierung leider bisher ständig verzögert. Daher hat man nun beschlossen, mit den betroffenen Vereinen sich erst mal über eine Grundplanung zu verständigen, um zeitnah die Realisierung beginnen zu können.

Die finanziellen Mittel sind in den städtischen Etats eingeplant worden, sodass man sagen kann: Die Finanzierung steht. Den Verantwortlichen ist klar, dass mangelhafte Infrastruktur für das Anwerben neuer ehrenamtlicher Trainer durchaus ein Hindernis ist. Daher hoffen alle Beteiligten, dass es nun zügig weiter geht.

Fazit: Gute, herausfordernde Aussichten für die nächste Zukunft!

Die Sponsoren des Vereins, „Gerüstbau Paul“, „Solak Glas- und Gebäudereinigung“, „WeiKo-Officeline“, „CopyCobic“, „IG-Riedberg“ und „ParkAvenue“ sowie REWE-Markt (in Bezug auf die ‚App) werden den Verein auf dem Weg in die Zukunft weiter fördern.

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Die Schließung der Kita Zauberberg mit weitreichenden Folgen?

Kita Zauberberg

Es war ein routinemäßiger Elternabend in der Kita Zauberberg Mitte/Ende Juni, als der Regionalvertreter des Kita-Trägers BVZ mitteilte, dass die Goethe Universität sich entschieden habe, diese Einrichtung zum 31.08.2024 zu schließen.

Begründet wurde die Schließung damit, dass die Einrichtung irgendwann würde schließen müssen, weil sie dem geplanten zweiten Bauabschnitt des Chemie-Neubaus im Wege stehen wird, wenn er denn mal kommt – und ein geordneter Übergang besser früher als überstürzt erfolgen solle. Die Kita hat Betreuungsplätze für 30 Kinder und ist derzeit voll besetzt.

Herkunft der Kinder

  • Etwa 50 % stammen aus dem Ortsteil Kalbach-Riedberg.
  • Etwa 20 % stammen aus den Ortsteilen Niederursel und Heddernheim.
  • Etwa 15 % stammen aus anderen Stadtbezirken.
  • Etwa 15 % kommen von außerhalb Frankfurts.

Wo arbeiten (studieren) die Eltern

  • Die Goethe Universität unterhält am Campus Riedberg 67 Plätze (von 135 Plätzen) an der Kita Kairos. Weitere 22 Plätze (von 30 Plätzen) unterhält sie in der Kita Zauberberg. Insgesamt also 89 Plätze.
  • 33 Plätze der KiTa Kairos ist für Kinder von Mitarbeitern der Max-Planck-Institute (für Hirnforschung und für Biophysik) die am Riedberg angesiedelt sind, vorgesehen.
  • Zwischen 13 und 20 Plätze, die eigentlich der Goethe Universität an der Kita Kairos zustehen, werden derzeit von Kindern aus dem Stadtteil genutzt.

Natürliche Belegungsschwankungen

Immer dann, wenn Kinder in die Grundschule wechseln, sinkt vorübergehend die Belegung der Kita. Auch ist nicht jeder Kinder-Jahrgang gleich groß. Verzögert sich der Wechsel an die Schule bei mehreren Kindern, kann es auch zu Überbelegungen oder verlängerten Wartelisten kommen. Zudem hat sich die Arbeitsplatz-Situation noch nicht komplett aus dem Pandemie-Modus erholt: Erst nach und nach arbeiten wieder mehr Leute in Präsenz.

Balancierendes Kind

Balancierendes Kind, Foto: Kita Zauberberg

Finanzierung

Die Kita Zauberwald wird von der Stadt nach dem »Modell 100« gefördert. Das heißt, sofern 25% der Plätze mit Stadteilkindern belegt sind, werden alle belegten Plätze zu 100 % von Frankfurt finanziell gefördert (Personalkosten) – und 75 % der Investitionskosten. Im Umkehrschluss heißt das, dass die Goethe Universität neben 25% der Investitionskosten vor allem die laufenden Kosten wie Heizung (Fernwärme), Strom und Wasser tragen muss, denn die Belegungsquote mit Stadteilkindern wurde stets erreicht.

Zielbild der Zusammenlegung

Mit der Schließung der Kita Zauberberg fallen für die Goethe Universität 22 von insgesamt 89 Kitaplätzen weg (25 %). Da bisher 13 bis 20 Plätze an der Kita Kairos an Kinder aus dem Stadtteil vergeben wurden, ließen sich diejenigen der 22 Kinder vom Zauberberg in Kairos integrieren, die nicht in die Schule wechseln. Die Kinder aus dem Stadtteil müssten anderweitig untergebracht werden. Da aufgrund aktueller Belegungsschwankungen sogar nur die Hälfte der universitären Zauberberg-Plätze belegt sind, würde aktuell die Rechnung aufgehen.

Allerdings entfallen zugesagte U3-Plätze für die Stadtteilkinder und auch Geschwisterkinder hätten nur geringe Chancen dort untergebracht zu werden.

Zusage der BVZ

Den Stadtteilkindern der Kita Zauberberg wurde eine bevorzugte Aufnahme in die anderen BVZ-Kitas (FIZ-Kids, Kita Gipfelflitzer, Kita Schatzinsel, Kita Welt-Raum) am Riedberg zugesichert, was im Endeffekt aber wieder andere Stadtteilkinder ihre Plätze kosten wird.

Weitere Aussichten

  • Auf Grund der natürlichen Fluktuation und der Erholung nach Ausklang der Pandemie-Situation kann die Nachfrage nach Plätzen auch ganz schnell wieder ansteigen, so dass die dann noch vorhandenen Plätze nicht mehr ausreichen.
  • Die Nachfrage nach den Plätzen in den übrig gebliebenen Kitas im Stadtteil wird zunehmen. Dort sind aber auch keine freien Kapazitäten mehr.
  • Durch die Fertigstellung der Berghöfe an der Konrad-Zuse-Straße werden zusätzliche Kinder in den Stadtteil kommen. Auch andere Gebäude am Riedberg werden in den nächsten Jahren fertiggestellt und neu bezogen. Im Mertonviertel entsteht auch ein größerer Wohnkomplex auf dem Lurgi-Gelände.
  • Neben den 43 Arbeitsgruppen im Bereich Mathematik und Informatik werden im nächsten und übernächsten Jahr etwa 8 neue Arbeitsgruppen in den Fachbereichen Chemie und Biologie an den Campus Riedberg ziehen. Damit wird die Nachfrage nach Kitaplätzen voraussichtlich erheblich ansteigen.

Und wie sieht das die Uni-Leitung?

Der Präsident der Goethe Universität hat in einer Stellungnahme festgehalten, dass der Baufortschritt des Neubaus der Chemie nicht der Grund ist und derzeit nicht die Kita Zauberberg beeinträchtigt, sondern dass die Betreuungskapazitäten für Uni-Kinder in der Kita Kairos ausreichen, um den gesamten Bedarf am Campus zu decken.

Status Exzellenz-Universität

Die Goethe Universität und auch die Max-Planck-Institute sind angehalten, die Chancengleichheit für Nachwuchsforscher und Nachwuchsforscherinnen zu erreichen. Dazu gehören auch Kinderbetreuungskapazitäten. Um als exzellenter Standort ausgewählt zu werden, muss auch dieses Kriterium erfüllt werden. Daher kann es für die Uni und die Max-Planck-Institute zu Nachteilen führen oder zum Verlust von erheblichen Fördergeldern, wenn die Chancengleichheit durch Abbau von Betreuungskapazitäten verringert statt ausgebaut wird.
(ExStra_EXU_Evaluationsleitfaden / DFG Infobrief „Von null auf hundert“)

Die Sicht der Betroffenen

Die Eltern, die Erzieherinnen und natürlich auch die Kinder würden gerne bleiben. Mehrere Forschende der Goethe Universität – sowohl Professoren als auch wissenschaftliche Mitarbeiter – und Führungskräfte der Max-Planck-Institute sind gegen die Schließung, weil die Kapazitäten künftig gebraucht werden und weil Kitaplätze essentiell wichtig für die Anwerbung von Nachwuchsführungskräften in der Forschung sind. Der Ortsbeirat 12 kämpft seit Jahren für den Ausbau von Kitas im Ortsteil Kalbach-Riedberg und angrenzenden Gebieten. Die Bewohner des Ortsteils müssen teilweise ihre berufliche Tätigkeit einschränken, weil keine Kitaplätze für ihre Kinder vorhanden sind.


Der Ortsbeirat 12 (Aktueller Antrag)
bittet den Magistrat, in Abstimmung mit der Goethe-Universität und dem Betreiber der Kita Zauberberg, der BVZ GmbH, zu klären:

  1. Wie kann die Kita Zauberberg auch für die Kinder des Riedbergs möglichst lange erhalten bleiben? Hierbei soll insbesondere geprüft werden, ob mit einer begrenzten finanziellen Unterstützung der Standort gesichert oder aus Sicht des Riedbergs sogar ausgebaut werden kann.
  2. Sollte eine Schließung schon zu Mitte 2024 leider doch unabwendbar sein: Welches Ausweichquartier steht für die betroffenen Kinder zur Verfügung und ist dieses sowohl hinsichtlich ausreichend vielen Erzieherinnen und Erziehern als auch von den verfügbaren räumlichen Möglichkeiten her gesichert?


Die BVZ GmbH
betreibt als großer freier und unabhängiger Träger von Kindertageseinrichtungen im Frankfurter Raum knapp 150 Kitas in unterschiedlichen Stadtteilen mit etwa 6.200 Betreuungsplätzen für Kinder im Alter von 0-12 Jahren und 2.200 Mitarbeitern. Vor Ort in den Stadtteilen arbeiten sie mit den unterschiedlichsten Institutionen zusammen, sind mit den politischen Gremien und Dachverbänden gut vernetzt, beraten und unterstützen Vereine, die in der Jugendhilfe und Bildungsarbeit tätig sind.
Beim Betrieb und der Leitung betrieblicher Kindertagesstätten können sie auf eine jahrzehntelange Erfahrung zurückblicken und sind höchst professionell aufgestellt. Seit etwa 30 Jahren sind sie in der betrieblichen- und betriebsnahen Kinderbetreuung tätig. Vor allem der Aspekt der Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist für sie ein großes Anliegen, dem sie besonders Rechnung tragen. Sie kooperieren mit großen Konzernen aus den unterschiedlichsten Branchen, aber ebenso mit großen staatlichen und privaten Bildungs- und Gesundheitsinstituten.
(https://www.bvz-frankfurt.info/wer-wir-sind/)

Modell 100
Die Stadt Frankfurt fördert alle belegten Plätze und gewährleistet ihre Finanzierung unter Anrechnung von Drittmitteln (insbesondere Eltern-Entgelte und Landeszuwendungen) in Höhe von 100 % der zuwendungsfähigen Kosten, wenn mindestens 25 % der Plätze von Frankfurter Kindern von Nicht-Betriebsangehörigen belegt werden können. Die Regelöffnungsdauer beträgt 47,5 Wochenstunden.
Die Stadt Frankfurt beteiligt sich mit einer Investitionsförderung (bis zur Höhe von 75 % der jeweils geltenden Sofortprogrammförderung ab einer Belegung von 25 % der Plätze mit Nicht-Betriebsangehörigen Frankfurter Kindern).
Für die Erhebung von Eltern-Entgelten gilt die Orientierung an den städtischen Regelungen.
(https://frankfurt.de/themen/arbeit-bildung-und-wissenschaft/bildung/kindertagesbetreuung/betriebliche-kindertageseinrichtungen)

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