Kategorie: AktuelleNEWS

Änderung: Brückensperrung am Nordwestzentrum

Die Stadt Frankfurt hat eine Änderung der Umleitung bekannt gegeben:

Umleitung durch Heddernheim wird aufgehoben

 

Die nach der kurzfristigen Sperrung eines Brückenbauwerks über die Rosa-Luxemburg-Straße am Montag, 11. November, eingerichtete Umleitung für die Verkehre vom Erich-Ollenhauer-Ring kommend auf die Rosa-Luxemburg-Straße in Fahrtrichtung Norden wird im Laufe des Freitags, 15. November, verlegt.Statt über Titusstraße und Dillenburger Straße, was mit erheblichen Belastungen in Heddernheim einherging, wird die Umleitung ein kurzes Stück über die Rosa-Luxemburg-Straße südwärts geführt, um über Am Ginnheimer Wäldchen dann zu drehen und in Fahrtrichtung Nord wieder auf die Rosa-Luxemburg-Straße aufzufahren.

Das Straßenverkehrsamt bittet die Heddernheimerinnen und Heddernheimer um Verständnis, dass diese Streckenführung nicht sofort eingerichtet werden konnte: Zuerst musste eine an der Straße Am Ginnheimer Wäldchen bereits seit längerem bestehende Baustelle im Benehmen mit dem dortigen Vorhabenträger verändert, das Baufeld eingekürzt und für die dortige Baustellenampel eine neue Programmierung erarbeitet werden.


Copyright: Straßenverkehrsamt

 

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Die Band dEFFtig live in Kalbach-Riedberg

Zur 68.Veranstaltung der Serie „Kultur in der Aula“ ist am gestrigen Samstag in der Grundschule Riedberg die Band „dEFFtig“ aufgetreten. Die Musikgruppe hat sich im Frankfurter Norden bereits eine Fan-Base erspielt und war hier über das vergangene Jahr mehrfach live zu erleben.

Das musikalische Grundrezept der Band ist weithin bekannt: deutschsprachige Songs aus
den Bereichen anspruchsvoller Pop-Musik, Neuer Deutscher Welle und Rock. Die Arrangements sind meistens gut tanzbar, was das Publikum links und rechts der Sitzreihen auch gerne unter Beweis stellte. Manch einer hielt es sogar für die Dauer des gesamten Konzerts auf
den Beinen.
Zum Mitsingen musste ohnehin kaum einer überredet werden – die meisten Songtexte waren dem Publikum sowieso bekannt. Wer kennt schon Grönemeyers „Alkohol“ oder Heinz-Rudolf Kunze’s „Dein ist mein ganzes Herz“ nicht? Keiner!


The Voice

Gespielt wurden auch (im Original) englischsprachige Titel wie z.B. David Bowie’s „Heroes“ oder Bill Withers‘ „Ain’t No Sunshine“ – diese wurden in Deutsch als „Helden“ und „allem Anschein nach bist du’s“ präsentiert. Einfach wunderbare Songs, die in jeder Sprache und unterschiedlichen Arrangements gut funktionieren.


zu den Balladen wird auch mal das Smartphon gezückt

Trotz der Vielfalt unterschiedlicher Komponisten und Arrangements hat die Band ein in sich
schlüssiges Bühnenkonzept geboten: alle Songs hatten einen klar rockigen Grund-Sound, der jedem ihrer gespielten Nummern das Label „dEFFtig“ aufdrückte. Dazu haben klar beigetragen die angezerrte E-Gitarre, der definierte Beat des Schlagzeugers und der treibende Groove des Bassisten. Nicht weniger wichtig: die starke Stimme des Sängers und die harmonische Präsenz des Keyboarders – alles in allem eine super abgestimmte Band.


while my guitar gently weeps

Das Konzert war eine super Ü40-, U50-, Ü…mehr Party und hat sicher neben wehmütiger
Erinnerungen auch eine Menge an Begeisterung geweckt. Bitte mehr davon …


Hauptsache es groovt


Master of the keys


der Drummer: pausenlos im Einsatz für den Rhythmus

Link:
https://www.defftig.de/

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Restaurant und Café Mutz als literarische Bühne

Während der Corona-Pandemie 2021, als Gaststätten zahlreichen Corona-Beschränkungen unterworfen waren, nutzte die Inhaberin des Restaurants Café Mutz, Frau Levi ihre Erfahrung mit Büchern und ihre Leidenschaft für Bücher um ihre Gaststätte um die Funktion „Ort der Literatur“ zu erweitern.

Neues wagen

Über 30 Jahre Gastro-Erfahrung und jetzt etwas Neues wagen? Frau Levi startete das Experiment und mit der Zeit trug es Früchte. Nicht nur, dass das »Mutz« die Corona-Pandemie überlebte, sondern es ist auch heute noch ein Kristallisationspunkt für Menschen, die nicht nur Leckeres zum Essen und Trinken, sondern auch ein gutes Buch zum Schmökern lieben.

Neue Lesebühne

Jetzt startete ein neues Projekt: „Die offene Lesebühne Text & Tenor“. Am 13. November war Premiere. Auf der neuen Lesebühne lasen aufstrebende Autoren aus bisher unveröffentlichten Arbeiten. Dabei deckten Sie ein weites Spektrum an Literatur ab. Ob Prosa oder Lyrik, die Auswahl machte den Reiz.

Sechs Autoren stellten ihre Arbeit vor. Das »Mutz« wurde so zum Proberaum für neue Literatur. Immerhin zählt schon seit Langem ein anspruchsvolles Publikum – das nicht nur aus Niederursel kommt – zu ihren Gästen. Für die Autoren somit ein „Lackmustest“ für ihre Werke und ihre Wirkung aufs Publikum.

Jeder Autor hatte eine Viertelstunde Zeit, aus seinen Werken vorzulesen. Danach konnte das Publikum den Vortrag bewerten und so dem Künstler unmittelbar Rückmeldung geben.
Geplant ist die Veranstaltung »Text & Tenor« jedes Quartal einmal durchzuführen.

Bei Text und Tenor lesen

Künstler, die diese besondere Bühne nutzen wollen, können ihre Kontaktdaten und einen Kurz-Lebenslauf senden an texttenor@gmail.com. Sie erhalten dann zwei Wochen vor der nächsten Veranstaltung Bescheid, ob sie daran teilnehmen dürfen. Text & Tenor ist eine Privatinitiative und verfolgt keine Gewinnabsicht. Daher ist das Angebot in Gänze kostenfrei.

Ja, hinter jedem Text steckt viel Arbeit. Als ehrenamtliche Privatinitiative ist es jedoch zum aktuellen Zeitpunkt nicht möglich, Honorare zu zahlen. Am Vortragsabend geht ein Hut durch das Publikum und alle anfallenden Spenden werden gleichermaßen an die Lesenden verteilt.
Die Texte werden vorausgewählt. Möglichst viele Autoren sollen die Möglichkeit haben, ihre Texte zu lesen. Pro Abend gibt es jedoch nur eine begrenzte Kapazität.


Veranstaltungsort für »Text & Tenor«
Café Restaurant Mutz, Alt-Niederursel 27, 60439 Frankfurt am Main
Der Eintritt ist frei, um Platz-Reservierung unter 069-968 64 758, oder per eMail an: info@cafemutz.de wird gebeten.
Web: http://www.cafemutz.de/

Die Initiative Text und Tenor
Text & Tenor sind Anne Michaelis, Laura Kind, Florian Kind
Kontakt: texttenor@gmail.com
Website: https://textundtenor.com/

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TUMO-Lernzentrum – digitale Bildung für Jugendliche

Digitales Netz - Symbolbild

Woher kommt der Begriff?

Tumo geht auf eine private Initiative zurück. Es kommt ursprünglich aus Armenien. Seinen Namen hat es dem ersten Standort zu verdanken, der nahe des Tumo genannten Tumanyan-Parks in Jerewan lag, der Hauptstadt Armeniens. (Der älteren Generation sind noch die „Frage an Radio Eriwan“-Witze bekannt).

Wofür steht Tumo?

Mittlerweile gibt es in 8 Ländern Tumo-Zentren. In Deutschland gibt es sie in Berlin und Mannheim. Wesentliche Merkmale eines Tumo-Zentrums sind: Fokus auf Technologie und Kreativität, innovatives Lernkonzept sowie Offenheit für alle Gesellschafts- und Bildungsschichten. Abgedeckt werden Felder wie Programmieren, Grafikdesign, Robotics, Spiele-Entwicklung und Musik-Produktion. Jedes Kind sollte unabhängig vom Geld der Eltern gefördert werden.

„TUMO fülle als außerschulisches Bildungsprojekt eine Lücke bei der Vermittlung zukunftsgerichteter Fähigkeiten und trage dazu bei, das Interesse junger Menschen an digitalen, technischen und kreativen Themen zu wecken“, sagte Frau Weber, Dezernentin für Bildung, Immobilien und Neues Bauen.

Wann und wo entsteht das Zentrum?

Die Stadtverordneten haben grünes Licht für das geplante TUMO-Lernzentrum gegeben und der Anmietung einer 2.078 Quadratmeter großen Fläche im Nordwestzentrum zugestimmt. Dort ist das geplante Zentrum zentral gelegen und gut erreichbar.

Nach dem erfolgten Umbau der Liegenschaft sollen, voraussichtlich ab Anfang 2026, Kinder und Jugendliche ab 12 Jahren ihr kreatives Potenzial in zentralen Zukunftstechnologien entdecken können – und das kostenlos.

Vernetzung

In der Nordweststadt wird das neue Lernzentrum von Tag eins an starke Partner haben – angefangen bei den Angeboten der »Jungen VHS« und dem Hochbegabtenzentrum über die neu gestaltete Stadtbücherei bis hin zur Arche. Auch die Ernst-Reuter-Schulen und das Quartiersmanagement der Aktiven Nachbarschaft gehören zu diesem Netzwerk, das sich sicher schnell erweitern wird.

Betreiber des Frankfurter TUMO-Zentrums soll nach dem Willen der Stadtverordneten die Volkshochschule Frankfurt werden, die das TUMO-Zentrum als Drittmittel-gefördertes Projekt tragen wird. VHS-Direktor Danijel Dejanovic sprach von einer „Riesenchance für den Bildungsstandort Frankfurt“: „Bei TUMO geht es um mehr. Kreativität macht stark. Die eigenen Ideen gemeinsam mit anderen umzusetzen, sie erfahrbar und erlebbar zu machen – da geht es auch um Glück und Lebenszufriedenheit.“

Finanzierung

Wichtigste Finanzierungssäule sind Spenden, die in Frankfurt von einem gemeinnützigen Förderverein gesammelt werden. Als Berater und Planer ist die Förderbank KfW mit im Boot. Die Stadt Frankfurt unterstützt das Projekt über die Bereitstellung der Liegenschaft im Nordwestzentrum. Die Finanzierung für Betrieb und Personal des Lernzentrums läuft über Stiftungen und andere Drittmittelgeber.

Vereinbart ist ein monatlicher Mietzins von 27 €/qm. Die Laufzeit des Mietvertrages geht über 30 Jahre. Damit wurde über 2.078 qm * 27 € * 12 Monate * 30 Jahre ≈ 20 Millionen Euro Förderung entschieden. Viel Geld, das in unseren Nachwuchs und seine digitale Zukunft investiert werden soll.


Weiterführende Links
Jerewan in Wikipedia
Youtube: Was ist TUMO Berlin?
Skizze TUMO Frankfurt

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Starkregenereignisse, Minimierung und Vorbeugemaßnahmen und deren Auswirkungen in Kalbach-Riedberg

Letzten Freitag besuchten Vertreter des Umweltamtes und der Stadtentwässerung Frankfurt die Sitzung des Ortsbeirates 12; sie informierten zum Thema und beantworteten Fragen.

Interessant war eine Präsentation von Dr. Jonatan Zischg vom Umweltamt/Kommunale Wasserwirtschaft. Herr Zischg sprach über Starkregen und Starkregengefahren und was die Stadt Frankfurt zur Früherkennung und Vorbeugung unternimmt. Außerdem wurden Handlungs-empfehlungen für Landwirtschaft, Industrie und Gewerbe gegeben. Zu dem, was jeder Einzelne in seinem privaten Umfeld leisten kann, wurden ebenfalls nützliche Hinweise angeboten.


die Retentionsfläche „In den Weingärten“/Kalbach im Februar 2024; Foto: D.Walz

Der Vortrag stellte im Wesentlichen ein Kompendium an Informationen dar, die unsere Leserschaft auch anderweitig einsehen kann; die erforderlichen Web-Links dazu liefert MainRiedberg hier:

Allgemein:
https://frankfurt.de/themen/umwelt-und-gruen/umwelt-und-gruen-a-z/wasser/starkregen
https://blog.studiumdigitale.uni-frankfurt.de/psnachhaltigkeit/wasser-frankfurter-berg/

Digitales Geländemodell/Starkregengefahrenkarte:
https://frankfurt.de/themen/umwelt-und-gruen/umwelt-und-gruen-a-z/wasser/starkregen/starkregengefahrenkarten
https://geoportal.frankfurt.de/starkregen
https://de.wikipedia.org/wiki/Digitales_H%C3%B6henmodell
https://hvbg.hessen.de/landesvermessung/geotopographie/3d-daten/digitale-gelaendemodelle

Was zu beachten ist (Verhaltensempfehlungen bei Starkregen und Überschwemmungen):
https://frankfurt.de/themen/umwelt-und-gruen/umwelt-und-gruen-a-z/wasser/starkregen/was-zu-beachten-ist

Haus und Hof (individueller Objektschutz):
https://frankfurt.de/themen/umwelt-und-gruen/umwelt-und-gruen-a-z/wasser/starkregen/haus-und-hof
https://stadtentwaesserung-frankfurt.de/services/entwaesserung/rueckstausicherung.html
https://www.bbsr.bund.de/BBSR/DE/veroeffentlichungen/sonderveroeffentlichungen/2018/leitfaden-starkregen.html

Stadt- und Landschaftsplanung:
https://frankfurt.de/themen/umwelt-und-gruen/umwelt-und-gruen-a-z/wasser/starkregen/planer

Forst- und Landwirtschaft:
https://frankfurt.de/themen/umwelt-und-gruen/umwelt-und-gruen-a-z/wasser/starkregen/landwirtinnen

Industrie, Infrastruktur und Gewerbe:
https://frankfurt.de/themen/umwelt-und-gruen/umwelt-und-gruen-a-z/wasser/starkregen/betreibende-infrastruktur-und-gewerbe

weitere Infos:
https://stadtentwaesserung-frankfurt.de/services/entwaesserung.html

Warn-Apps:
NINA
https://www.bbk.bund.de/DE/Warnung-Vorsorge/Warn-App-NINA/warn-app-nina_node.html
KATWARN
https://www.katwarn.de/downloads/Postkarte_DINA5_KATWARN.pdf

Fragen richten Sie bitte an das Umweltamt Frankfurt am Main:
Email: starkregenvorsorge@stadt-frankfurt.de
Telefon: 069/212-71409


die Retentionsfläche im Kätcheslachpark/Riedberg im Januar 2024; Foto: D.Walz

 

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Trink dich fit: Gesundes Trinkverhalten üben

Trink dich fit Aktion

Anmeldezeitraum für beliebte Aktion gestartet!

Spielerisch ein gesundes und regelmäßiges Trinkverhalten erlernen und sich einen nützlichen Automatismus für das gesamte Leben aneignen so lautet das Ziel von „Trink dich fit“. Die Aktion des Sportkreis-Projektes „Schulkids in Bewegung“ (SKIB) erfreut sich stetig steigender Beliebtheit. Der Teilnehmerkreis wurde um den Sportkreis Main-Kinzig erweitert. Im Frühjahr 2024 verzeichnete „Trink dich fit“ allein 2.300 Teilnehmer in Frankfurt.

Anmeldefrist und Preise

Seit dem 01. November können sich Grundschulen bis zum 01. Dezember mit ihren Klassen für die Aktion anmelden.
Der Aktionszeitraum selbst beträgt 9 Wochen und findet vom 20.01.2025 bis zum 21.03.2025 statt. Alle angemeldeten Kinder erhalten eine eigene „Trinkliste“ für den Aktionszeitraum. An jedem Schultag, an dem sie mindestens 0,5 Liter Wasser, ungesüßten Tee oder stark verdünnte Fruchtsaftschorle getrunken haben, erhalten sie einen Stempel in ihre Liste.
Die drei Klassen mit der höchsten Stempelquote werden am Ende ausgezeichnet. Die Schule mit den insgesamt meisten Stempeln erhält zudem einen Sonderpreis, der von der Mainova AG gesponsert wird.

Wie viel Wasser soll man täglich trinken?

Der menschliche Organismus besteht zu 60 % aus Wasser. Als Richtwert für Verbraucher empfiehlt die Deutsche Gesellschaft für Ernährung e.V. (DGE), täglich rund 1,5 Liter Wasser zu sich zu nehmen. (Empfohlenen Trinkmenge für Kinder zwischen 2 und 6 Jahren: 0,75 bis 1 Liter pro Tag). Weitere Flüssigkeit wird über die Nahrung aufgenommen.
Die Trinkmenge für Erwachsene ist auf einen durchschnittlichen gesunden Menschen ausgelegt. Wie viel tatsächlich genug ist, hängt jedoch von vielen verschiedenen Faktoren ab. (Alter, Größe und Gewicht, Beruf, Freizeitgestaltung, Klima, Hitze, …)

Was passiert, wenn man zu wenig Wasser trinkt?

Wird der Körper nicht ausreichend mit Flüssigkeit versorgt, dickt das Blut zunehmend ein, es kommt zu Müdigkeit, Konzentrationsproblemen, Verwirrtheit, Kopfschmerzen, Abgeschlagenheit und Verstopfung.
Personen, die über längere Zeit zu wenig trinken, leiden häufig unter Nierensteinen sowie trockener Haut und trockenen Augen. Während der Mensch bis zu vier Wochen und mehr ohne feste Nahrung auskommen würde, führt ein Flüssigkeitsmangel bereits nach 2 bis 4 Tagen zu einem lebensbedrohlichen Zustand.

Wie viel muss man beim Sport trinken?

Trinken Sie ein bis zwei Stunden vor dem Sport 500 ml Wasser, damit Sie gut hydriert sind. Während des Sports sollten Sie in regelmäßigen Abständen trinken. Nach dem Training ist es besonders wichtig, den durch das Schwitzen verursachten Flüssigkeitsverlust auszugleichen.
Um den Flüssigkeitsbedarf im Auge zu behalten, empfiehlt es sich, vor und nach dem Training das eigene Körpergewicht zu messen. Der Gewichtsverlust entspricht weitgehend dem Flüssigkeitsverlust. Trinken Sie etwa 500 ml Wasser für jedes halbe Kilogramm Körpergewicht, das Sie verlieren.

Starke Expertise und wissenschaftliche Begleitung

Mit der Mainova AG, langjährigem Premiumpartner der Aktion, und dem Deutschen Institut für Sporternährung e. V. (DiSE) bleibt die starke Expertise der vergangenen Jahre erhalten. Neben dem Sonderpreis sponsert die Mainova AG erneut Trinkflaschen für die teilnehmenden Schüler*innen, das DiSE begleitet und betreut die Aktion weiterhin in Ernährungsfragen.

Ferdinand Huhle, Bereichsleiter Konzernkommunikation und Public Affairs der Mainova AG, sagt: „Der Schlüssel, leistungsfähig und konzentriert in der Schule und beim Sport zu bleiben, ist regelmäßig zu trinken. Am besten greifen Kinder einfach zu frischem Trinkwasser. Denn ein stets gut gefüllter Flüssigkeitsspeicher hält fit. Dieses Wissen zu vermitteln, unterstützen wir gerne.“

Im vergangenen Frühjahr wurde die Aktion in Frankfurt zudem erstmalig im Rahmen einer Bachelorarbeit wissenschaftlich begleitet. Die Studentin Elena Sofia Koutelias der Hochschule Fresenius wertete hierfür die eingereichten Trinklisten von 684 Schülern aus 65 Klassen an 17 Schulen aus. Die Auswertung beobachtet, dass sich das Trinkverhalten der ausgewählten Schüler der 1. bis 3. Klassen sehr ähnelt und durchschnittlich bei je ca. 0,4 Litern während des Schultags lag, während in den untersuchten 4. Klassen weniger getrunken wurde (durchschnittlich 0,3 Liter pro Schultag).

Uwe Schröder, Vorstandsmitglied des DiSE, gibt dazu folgende Einschätzung:
„Die ,Trink dich fit‘-Aktion ermöglichte es, das Trinkverhalten der Kinder über 9 Schulwochen hinweg systematisch zu erfassen. Die gesammelten Daten haben gezeigt, dass die Kinder der 1. bis 3. Klassen durchweg aktiv an der Aktion teilgenommen haben, was auf eine hohe Akzeptanz und Motivation hindeutet. Besonders das Belohnungssystem mit Stempelkarten wurde von den jüngeren Schülern sehr gut angenommen, was uns wertvolle Hinweise darauf gibt, wie diese Altersgruppe erfolgreich zu gesundem Trinkverhalten motiviert werden kann.“

Auch die von dieser Erkenntnis abweichenden Ergebnisse der 4. Klassen lieferten hilfreiche Ansätze: „Hier beobachten wir, dass Trinkgewohnheiten bereits stärker etabliert sind. Für ältere Kinder könnten angepasste Motivationskonzepte entwickelt werden, um ihre Teilnahme noch gezielter zu fördern. Diese Erkenntnisse sind nicht nur wichtig für die Weiterentwicklung der Trinkaktion, sondern auch für die Gestaltung zukünftiger Gesundheitsmaßnahmen an Schulen“, erklärt Schröder.

Aufgrund der hilfreichen Erkenntnisse soll die Aktion auch im kommenden Aktionszeitraum wieder wissenschaftlich begleitet werden. Am bestehenden Ablauf wird sich dadurch nichts ändern, die Kinder erhalten weiterhin ihre gewohnten „Trinklisten“.

Allerdings ist für den Zeitraum nach den Osterferien eine weitere, wesentlich kürzere Dokumentation des Trinkverhaltens geplant, für welche sich teilnehmende Schulen ebenfalls bereits anmelden können. Diese soll untersuchen, ob die Kinder das im Aktionszeitraum erlernte Trinkverhalten beibehalten haben.


Kontakt zum Projekt Schulkids in Bewegung (SKIB) des Sportkreises Frankfurt:
Laura Stolzenberg | Projektleiterin
eMail: larua.stolzenberg@sportkreis-frankfurt.de
Mobil: 0151-70679118

Über den Sportkreis Frankfurt
Der Sportkreis Frankfurt e. V. ist die Dachorganisation der Frankfurter Turn- und Sportvereine und dem Landessportbund Hessen angeschlossen. Er vertritt die Interessen der rund 412 Frankfurter Turn- und Sportvereine mit über 319.000 Sportlern nach innen und außen. Dabei unterstützt er die Vereine zum Beispiel bei Zuschüssen, Öffentlichkeitsarbeit, Mitgliedergewinnung und Weiterentwicklung von Sportangeboten.

Die Aktion „Trink dich fit denn Durst macht schlapp“ ist Teil des Sportkreis-Projekts „Schulkids in Bewegung“ (SKIB). Das Projekt initiiert seit 2011 Kooperationen zwischen Frankfurter Sportvereinen und Grundschulen, und sorgt so für zusätzliche Bewegung. Aktuell gibt es 38 Kooperationen zwischen Schulen und Vereinen, die wöchentlich 106 Angebote für Schulkinder umsetzen.

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Kultur in der Aula: Jetzt wird’s dEFFtig!

Die Band dEFFtig

Auftritte folgen dem Motto 4G: Geprobt, Gestimmt und Gut Gelaunt!
Da kann eigentlich nichts mehr schiefgehen. Wer die Band live erleben wollte, konnte das in diesem Jahr bereits im Juli auf dem Sommerfestival der IG Riedberg und dann im September bei der Veranstaltung „Die Tafel rockt“ im »Burghof Hühnerstall« machen. Am 26. Oktober trat die Band im Restaurant Café Mutz auf. Und dann vor allem am Samstag, den 16. November im Rahmen von »Kultur in der Aula« in der Grundschule Riedberg.

Die Band möchte ihrem Publikum guten Deutschrock bieten. Vor zwei Jahren fand Rainer Juling die passenden Mitstreiter für seine Coverband:

  • Frank Graichen mit Gesang und weisen Sprüchen
  • Detlef Vogel, der Tastenmann, der (gelegentlich) auch singen kann
  • Wolfgang Diehl mit Gitarre und Harmonie-Gesang
  • Andreas Krofl als Schlachtzeuger (Kein Schreibfehler!)
  • Rainer Juling basst und kann auch (manchmal) singen

Die Mitglieder der Band sind zwar alle über 60, was ihrem Spaß an der Musik und ihrem Können nicht im Wege steht. Immerhin hatten sie in den vergangenen Jahren bereits in anderen Bands reichlich Erfahrung gesammelt. Auf den Verdienst aus ihren Auftritten sind sie finanziell nicht angewiesen. Doch ohne adäquate Gage wird die Musik nicht wirklich wertgeschätzt.

Daher wurden so manche Auftritte in Frankfurt zu Benefizkonzerten, es sei denn die Auftritte werden zum Beispiel von der Stadt Frankfurt gefördert. Nutznießer ist die Frankfurter Tafel e. V., die 1995 gegründet wurde und überschüssige Lebensmittel an unterschiedlichen Standorten in und um Frankfurt abholt. Diese Lebensmittel geben sie dann an 15 Ausgabestellen über die Stadt verteilt an armutsbetroffene Personen aus. Damit wird 29.000 bedürftigen Menschen in Frankfurt geholfen, nachdem Stadt und Staat sich in diesem Thema vornehm zurückhalten.

Leider nimmt die Armut auch in Frankfurt zu und inzwischen kommt noch eine erschreckende Altersarmut hinzu, da niedrige Renten und Unterstützungsleistungen nicht reichen, um die wichtigsten Lebensbedürfnisse abzudecken.

Aber zurück zur Band dEFFtig: Die fünf Musiker spielen neben den großen Hits von Udo Lindenberg, BAP, den Toten Hosen oder Herbert Grönemeyer auch weniger bekanntes Material zum Beispiel von Edo Zanki, Silly, Wolf Maahn oder City. Auch lokale Größen werden nicht vergessen, wie Flatsch!, Hob Goblin und Jocco Abendroth.

Abendroths Lied „Herzen müssen brennen“ hat eine spezielle Geschichte. Es war nicht nur die erste Nummer, mit der die Band aufgetreten ist, sondern sie wurde zur Erkennungsmelodie dieser Gruppe. Zufällig lernten sie die Joccos Witwe kennen und gemeinsam wird der Song im Rahmen eines musikalischen Projektes weiterentwickelt.

So spannt sich auch hier ein Netz von ehrenamtlich Tätigen um die Not in unserer Gesellschaft zu lindern. Durch ihren Einsatz zeigen sie auch deutlich, was man durch Ehrenamt und Netzwerken alles erreichen kann.


Weitere Infos finden Sie auf: https://www.defftig.de/
Ort: Grundschule Riedberg, Zur Kalbacher Höhe 15, 60438 Frankfurt
Eintritt: 14 € (ermäßigt: 12 €)
Im Vorverkauf: 12 € (ermäßigt: 10 €)
eMail: info@josua-gemeinde.net

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Die Frankfurter Bürgerenergiegenossenschaft auf gutem Weg

Josephine-Baker-Gesamtschule

Ein wichtiges Zwischenziel wird demnächst erreicht: Am 12. November wird durch Frankfurts Oberbürgermeister Mike Josef die erste von der Frankfurter Bürgerenergiegenossenschaft (FraBeG) geplante und finanzierte Photovoltaik-Anlage auf dem Dach der Josephine-Baker-Gesamtschule offiziell in Betrieb genommen!

Darauf haben die Aktiven der Genossenschaft und viele Unterstützer der FraBeG seit Monaten hingearbeitet: Die erste Photovoltaik-Anlage, die projektiert und finanziert wurde, ist startklar. In wenigen Tagen wird die Anlage auf dem Dach der Josephine-Baker-Gesamtschule in auf dem Riedberg offiziell ihrer Bestimmung übergeben. Geplant ist eine Pressekonferenz im Beisein von Frankfurts Oberbürgermeister Mike Josef und weiteren Vertretern der Stadt.

Das neue Gebäude der Schule, die passende Dachfläche und der hohe Energieverbrauch zeichnen diesen Standort aus. Die Verträge mit den Lieferanten wurden im Frühsommer geschlossen, die Montage erfolgte während der Schulsommerferien.

Die Anlage wird pro Jahr voraussichtlich so viel Strom produzieren, dass damit 15 Einfamilienhäuser ein Jahr lang versorgt werden könnten. Die Eigenverbrauchsquote ist sehr hoch rund 90 % des produzierten Stroms werden künftig direkt in der Schule verbraucht. Durch den Einsatz der regenerativen Energie können im Fall der Josephine-Baker-Schule fast 24 Tonnen CO2-Emissionen pro Jahr vermieden werden.

Luftaufnahme der Photovoltaik Anlage auf dem Dach der Josephine Baker Schule

Luftaufnahme der Photovoltaik Anlage, Bild: © FraBeG

Technische Daten

Auf dem Dach wurden 138 Solarmodule verbaut, die jeweils eine Leistung von 445 Wp (Watt-Peak) aufweisen. Die Gesamtleistung der Anlage beträgt somit 61,41 kWp (Kilowatt-Peak). Bei der technischen Installation sind rund 1,2 Kilometer Kabel verlegt worden. Die Photovoltaik-Anlage wird pro Jahr voraussichtlich 50.000 Kilowattstunden (kWh) Strom produzieren.

 

Weitere Nachrichten der FraBeG

FraBeG-Vorstandsmitglied Markus Schaufler erklärt, warum sogenannte Balkonkraftwerke ideal sind, um die Vorteile von Solarstrom kennenzulernen.

Interessent: Nehmen wir an, ich interessiere mich für Photovoltaik, bin aber noch Anfänger. Kann dann eine Mini-PV-Anlage, oft auch „Balkonkraftwerk“ genannt, ein guter Einstieg sein?

M. Schaufler: Mini-PV-Anlagen sind tatsächlich der optimale Einstieg, um die Wirksamkeit einer PV-Anlage selbst zu beobachten. Zusätzlich ergibt sich der Vorteil, dass man seine Stromkosten unmittelbar senkt und Geld spart.

Interessent: Braucht man für die Montage Fachkenntnisse oder kann das „Jedermann“?

M. Schaufler: Fachkenntnis ist nicht unmittelbar notwendig, jedoch sollte man keine „zwei linken Hände” haben, und ein Helfer zusätzlich ist sehr zu empfehlen, besonders, wenn es sich tatsächlich um eine Montage am Balkongeländer handelt. Auf Gartenschuppen, Garagendächern und ähnlichen Plätzen geht es einfacher. Es gibt auch immer wieder Helfer, die gerne zur Hand gehen.

Interessent: Wie viel Solarstrom kann man realistischerweise mit ein oder zwei Panels im Jahr ernten?

M. Schaufler: Je nach Aufstellart und Ausrichtung sind 200 bis 400 Kilowattstunden pro Jahr und Panel möglich. Zum Vergleich: Ein Zwei-Personen-Haushalt verbraucht pro Jahr 2.000 bis 3.500 Kilowattstunden.

Interessent: Früher gab es viele Hürden, zum Beispiel war ein Stromzähler erforderlich, der nicht rückwärtsläuft. Wie sieht aktuell die Rechtslage aus?

M. Schaufler: Seit 16.05.2024 kann der bestehende Zähler ohne schlechtes Gewissen genutzt werden. Gerade die alten Zähler bieten die beste Möglichkeit, Geld bis zum Tausch zu sparen. Was jedoch benötigt wird, ist die Registrierung beim sogenannten Markt-Stammdaten-Register (MaStR). Das ist in etwa das Gleiche, wie ein Kundenkonto bei einem Onlinedienste-Anbieter zu erstellen. Man kann diesen Schritt auch schon im Vorfeld vornehmen. Irgendwann meldet sich dann der Netzdienstbetreiber schon wegen des Zählertauschs.

Interessent: Als Fazit – wie bewertet die FraBeG Mini-PV-Anlagen: Ist das eher ein Spielzeug oder ein echter Beitrag zur Energiewende?

M. Schaufler: Mini-PV-Anlagen ermöglichen, sofern im MaStR eingetragen, die Last an die Stromnetze zu reduzieren. Als Einstieg, um die Effizienz von Photovoltaik kennenzulernen, sind Mini-PV-Anlagen optimal. Sie können nie den Bedarf an mittleren und großen Anlagen ersetzen, sondern nur ergänzen. Allerdings: Im vergangenen Jahr sind bundesweit 300.000 dieser Anlagen installiert worden – sie decken in Summe den Jahresstrombedarf von 55.000 Haushalten. Das ist ein nicht zu unterschätzender Beitrag zur Energiewende!

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Die U2: Eine Linie, die Kontraste verbindet

Mit der U2 durch Frankfurt. Ein Text von Lily Gaines.

Die U2 verbindet Stadtteile, aber auch Menschen und ihre Geschichten. Sie zeigt, wie eng Mobilität und Gemeinschaft miteinander verwoben sind. Sie ist ein öffentlicher Raum, der sich bewegt, um andere zu bewegen. Rund 57.000 Menschen sind an einem durchschnittlichen Werktag mit ihr unterwegs. Die U2 ist ein Symbol für den Wandel der Zeit und bewegt sich fortwährend zwischen Gegenwart und Vergangenheit. An vielen ihrer Stationen überschneidet sich Historisches mit dem Alltag der Frankfurterinnen und Frankfurter.

Frankfurt hat viele Gesichter. Hier werden dicht an dicht Gegensätze gelebt. Wer Frankfurts Facettenreichtum hautnah erleben möchte, braucht dafür keinen prall gefüllten Geldbeutel. Es genügt ein VGF-Tagesticket, etwas Neugierde und ein gesundes Maß an Offenheit, sich auf die unterschiedlichen Orte und Menschen einzulassen, die einem begegnen. Als eine der ältesten U-Bahn-Linien der Stadt verbindet die U2 im Minutentakt Frankfurts unterschiedliche Facetten. Einfach zurücklehnen und sich fahren lassen: 35,1 Kilometer binnen 32 Minuten, vom Südbahnhof bis nach Bad Homburg Gonzenheim. 21 Stationen, zwischen denen Welten liegen.

Von Süd nach Nord durch Frankfurts Vielfalt

Südbahnhof, zwischen Gedenktafel und Wochenmarkt: Auf dem kopfsteingepflasterten Bahnhofsvorplatz riecht es nach frischen Kräutern und Handkäs. Sachsenhausen ist eines der belebtesten Viertel der Stadt, das für seine urigen Apfelweinlokale, historischen Fachwerkhäuser, engen Gassen und charmanten Altbauwohnungen bekannt ist. Zugleich sind hier etliche Ausstellungshäuser entlang des Museumsufers angesiedelt, die Kulturbegeisterte aus der ganzen Welt anziehen. Durch das rege Treiben zwischen den Marktständen und Straßenbahngleisen gelangt man zum Haupteingang des 1873 eröffneten „Bebraer Bahnhofs“, der seit 1909 „Frankfurt a. M. Süd“ heißt und nach Ende des Zweiten Weltkriegs kurzfristig als „Frankfurt South“ ausgeschildert war. Rechts neben dem Eingang erinnert eine Gedenktafel an die 3155 Juden, die in den Novemberpogromen 1938 von hier aus in das Konzentrationslager Buchenwald und nach Dachau deportiert wurden. Die unauffällig in das Gemäuer eingelassene Tafel scheint still und beharrlich darauf bedacht, einem Vergessen entgegenzuwirken, während die vielen Menschen an ihr vorüber eilen und ihren Alltag leben. Sie ist auch Beleg dafür, wie sehr jüdisches Leben zu Frankfurt gehört. Durch eine hölzerne Tür betritt man die in Grüntönen geflieste Bahnhofshalle. Eine Rolltreppe führt zu den Gleisen, der Untergrund erwartet die Passagiere in Senfgelb. Dazwischen historische Schwarzweißfotografien wie unter anderem eine Aufnahme des alten Südbahnhofs. Vergangenheit und Gegenwart verschmelzen, während die U2 einfährt.

Wenige Minuten später ein flüchtiges Rendezvous mit Frankfurts betuchter dribbdebacher Dame: der Schweizer Straße. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts verkehrte hier noch eine Pferde- und Waldbahn statt der Straßen- und U-Bahn, aber die vielen spätklassizistischen Prachtbauten reihen sich hier nach wie vor wie an einer Perlenkette auf. Unter Platanen flaniert man zu Delikatessengeschäften oder für einen Cappuccino zum Schweizer Platz, der nach Pariser Vorbild entstand. Bahntechnisch betrachtet befindet man sich aus zweierlei Gründen besonders tief unten: Zum einen ist die Station Schweizer Platz nicht nur eine von insgesamt zwei Stationen, die unter einem Häuserblock statt einer Straße gelegen sind. Zum anderen unterquert die U-Bahn nur von hier aus auch gleich den Main und wechselt das Flussufer. Von Dribbdebach nach Hibbdebach, ohne es zu merken.

Am Willy zeigen sich die Gegensätze, die Frankfurt zusammenhalten

Willy zwischen Goldwolken, Märchenbrunnen und Euro-Skulptur: Am anderen Ufer angelangt, stattet die U2 dem Willy, wie Frankfurterinnen und Frankfurter den Willy-Brandt-Platz nennen, einen Besuch ab. Drei ganz unterschiedliche Gesichter der Stadt zeigen sich hier: Ein Aufeinandertreffen von Bankenviertel, Bahnhofsviertel und Innenstadt. Auf dem Platz betrachten sich argwöhnisch der Märchenbrunnen, ein Jugendstilbrunnen von 1910, die „Goldwolken“ an der Decke des verglasten Schauspiel-Foyers, ein Kunstwerk Frankfurter Nachkriegsgeschichte, und die mächtige Euro-Skulptur, die 2001 vor der ehemaligen Europäischen Zentralbank errichtet wurde. Das Trio teilt sich einen Platz, ohne, dass die Skulpturen etwas gemeinsam hätten. Eingerahmt von glitzernden Wolkenkratzerfassaden offenbart sich hier Frankfurts modernes, internationales Gesicht. Die Finanzwelt und die Dynamik der Großstadt sind allgegenwärtig. Gleichzeitig eröffnet sich vom Willy ein Blick in die Münchener Straße des bunten und vielfältigen Bahnhofsviertels. Nirgends in der Stadt verbinden sich so viele Gegensätze wie in diesem Viertel. Menschen aus mehr als 180 Nationen leben hier auf engstem Raum.

An der Hauptwache strömen Menschenmassen, beladen mit Einkaufstüten, über die Zeil – Frankfurts größter Einkaufsmeile. Aber auch Skaterinnen und Skater haben diesen Platz für sich erobert. Und nur wenige Gehminuten von der Hauptwache entfernt befindet sich die historische Altstadt mit dem Römerberg, der Paulskirche und dem Kaiserdom. Auch hier zeigt sich der Kontrast zwischen Tradition und Moderne besonders eindrücklich. Ein unscheinbares barockes Wachgebäude seitlich des Platzes ist Namensgeber der Station. Der ehemalige Sitz der Stadtwehr diente auch als Gefängnis und ist heute ein Café.

Die Hauptwache wurde im Zweiten Weltkrieg zerstört und nach dem Bau des unterirdischen Bahnhofs 1968 originalgetreu wiederaufgebaut. Heute befindet sich hier das sogenannte „Loch“, eine große Öffnung im Boden, die in eine unterirdische Einkaufspassage und zu den Schnellbahnhöfen führt: Ein trichterförmiger Treppenabgang, dessen Architektur von 1968 nicht weniger aus der Zeit gefallen zu sein scheint wie die kleine historische Wache. Nebeneinander ergeben sie ein fast surreales Bild. Welches neue Gesicht dem „Loch“ und einer Hauptwache der Zukunft am besten steht, diskutieren aktuell Bürgerinnen und Bürger in einem Bürgerbeteiligungsprozess des Stadtplanungsamts zur Umgestaltung der Hauptwache.

Ein Turm behauptet sich als zeitloses Wahrzeichen

Durch die verschachtelten Gänge der Station Eschenheimer Tor bahnen sich Passantinnen und Passanten ihren Weg nach oben. Ein Obdachloser schläft unter einer Rolltreppe, eine Decke über den Kopf gezogen, so dass nur seine Umrisse zu erkennen sind. In eisigen Winternächten dient die B-Ebene der U-Bahn-Station Eschenheimer Tor als Notunterkunft für obdachlose Menschen mit bis zu 200 Notübernachtungsplätzen, getragen von der Stadt und dem Verein „Frankfurter Verein für soziale Heimstätten“. Oben angelangt, eröffnet sich eine große Straßenkreuzung, aber auch viel Grün zu beiden Seiten, wo die Stadtgrenze einst verlief. Der Eschenheimer Turm, als ein Teil von ihr, steht noch heute – auch wenn er im architektonischen Wandel der Zeit etwas verloren wirkt zwischen den ihn überragenden Wolkenkratzern und Hotels – seine fünf in den Himmel ragenden Turmspitzen behaupten sich jedoch wacker als zeitloses Wahrzeichen der Stadt.

Zurück in der U2, an das blaugrün gemusterte Sitzpolster gelehnt, ziehen der Grüneburgweg und das Holzhausenviertel vorbei. Studierende steigen ein und aus, es wird kurz sehr eng. Auch die Grenze zwischen Öffentlichkeit und Privatsphäre verschiebt sich hier: Wo, wenn nicht im Vierer, sitzt man unwillkürlich Fremden gegenüber, so nah, dass sich beinahe die Knie berühren? Jedoch naht alsbald sprichwörtlich Licht am Ende des Tunnels: Von der Station Miquel-Adickes-Allee/Polizeipräsidium hin zur Station Dornbusch wird die U2 überirdisch. Streng genommen ist sie also gar keine U-Bahn, denn sie trägt sowohl ein unterirdisches als auch ein überirdisches Gesicht. Man sieht noch die Ausläufer des Polizeipräsidiums an sich vorbeizischen, bis die Bahn langsamer wird, Reihenhäuser und viele kleine Einzelhandelsgeschäfte säumen nun die Seiten der Gleise. Das Gebiet um die heutige Bahnstation Dornbusch lag im Mittelalter an der Via Regia, die zum Straßennetz des Römischen Reichs gehörte und Brachland war, auf dem lediglich struppige Dornenbüsche wuchsen. Heute befindet sich hier das Dichterviertel, in dem statt dornigem Gestrüpp pompöse Villen stehen und die Straßen Namen mehr oder weniger großer Dichter tragen. Entlang der Stationen Fritz-Tarnow-Straße, Hügelstraße, Lindenbaum und Weißer Stein ebbt die Hektik der Innenstadt merklich ab. Geschäfte weichen Wohnvierteln und ein Gefühl der Entschleunigung wird spürbar. Es lichtet sich, so als würde die U2 zwischen verschiedenen Zeitzonen innerhalb derselben Stadt wechseln.

Frankfurt ist ein Dorf – nur einige Stationen entfernt

Der Riedberg dagegen, eine der nächsten Stationen, ist ein noch sehr junger Stadtteil, hier wirkt alles neu, beinahe steril, zwischen den glatten Fassaden der Neubausiedlungen und gepflegten Grünflächen. Hier wächst ein Frankfurt der Zukunft, das als eine moderne Antwort auf das Bevölkerungswachstum und die Wohnungsnot im Stadtkern dienen soll. Auch der naturwissenschaftliche Uni-Campus hat hier ein neues Zuhause gefunden.

Die Urbanität löst sich langsam auf, das Tempo nimmt ab, die Luft wird klarer. Kalbach begrüßt die Fahrgäste am Stadtrand: Weite Felder, alte Bauernhäuser und eine Idylle, die man in so unmittelbarer Nähe zur Großstadt nicht vermuten würde. Die pulsierende Mainmetropole wirkt hier beinahe wie eine ferne Erinnerung, auch wenn ihr Zentrum lediglich einige wenige Stationen entfernt liegt. Hier lässt sich dem hektischen Treiben der Innenstadt entfliehen, ohne auf die Vorzüge der Urbanität verzichten zu müssen – auch dank der U2, die diese unterschiedlichen Lebenswelten verbindet – nur einen Steinwurf von der gemächlich mäandernden Nidda entfernt.

Auch die Station Nieder-Eschbach hat eine Entwicklung vom Dorf zum Stadtteil hinter sich: Der Ort ist viel älter als Frankfurt und wurde erst 1972 eingemeindet. Hier überlagert sich das dörfliche Flair im Zentrum des Stadtteils mit der Expansion des Gewerbegebiets, das 2003 weitläufig ausgebaut wurde und dem Stadtteil zu mehr wirtschaftlicher Bedeutung verhelfen konnte. Nieder-Eschbachs rurale Vergangenheit ist in den vielen Grünflächen und Feldern rund um den Stadtteil jedoch immer noch spürbar. Auch der Ben-Gurion-Ring symbolisiert den Wandel Nieder-Eschbachs und zeigt, wie städtische Entwicklungen die sozialen und wirtschaftlichen Strukturen beeinflussen. Etwa 80 Wohngebäude aus den 1970er Jahren bilden die Siedlung, die sich zum Teil auf Bonameser Gebiet befindet. In insgesamt 1.350 Wohnungen leben hier circa 6.000 Menschen aus rund 50 Nationen.

Schließlich das Tor zum Taunus: Endstation der U2 ist ein Stadtteil der Kurstadt Bad Homburg und liegt bereits außerhalb der Frankfurter Stadtgrenzen – die beweglich sind, wie die Frankfurter Stadtgeschichte eindrücklich beweist. Diese Station versinnbildlicht den Übergang von der Mainmetropole zu den beschaulichen Orten, die um das Taunusgebirge liegen. Bad Homburg steht im deutlichen Kontrast zu den urbanen Stadtteilen, die die U2 zuvor durchquert hat. Es ist leer geworden an der Endstation, kaum noch ein Mensch ist zu sehen. Der Bahnfahrer steigt aus, raucht eine Zigarette und beißt in ein belegtes Brötchen. Dann steigt er wieder ein. Es wird Zeit, die Stadtteile, Menschen und ihre Geschichten wieder zu verbinden.

Quelle:
https://frankfurt.de/service-und-rathaus/presse/texte-und-kampagnen/features/die-u2


Weiterführender Link

Nachtrag 14.11.24: In einem Leserbrief, der die Redaktion erreichte, wurde berechtigterweise darauf hingewiesen, dass die U2 regulär nicht über die Stationen Unicampus Riedberg und Riedberg fährt. In der Vergangenheit hat es jedoch Ausnahmen gegeben, in denen die Streckenführung der U2 temporär geändert wurde, da an den Originalstrecken gebaut wurde. Wenn die Autorin zu dieser Zeit ihren Bericht geschrieben hat, sind die widergegebenen Eindrücke durchaus korrekt.
A. Woitun

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Brücke im Bereich Nordwestzentrum wird aus Sicherheitsgründen gesperrt

Das Amt für Straßenbau und Erschließung (ASE) und das Straßenverkehrsamt der Stadt Frankfurt werden das Brückenbauwerk 122/05 im Bereich des Nordwestzentrums vorsorglich sperren. Bei einer Nachrechnung zu den im Bauwerk verbauten Spannstählen in Verbindung mit den vorhandenen Kräften und Spannungen wurden potenzielle Defizite festgestellt. Deshalb werden die an der Feuer- und Rettungswache 21 vorbeiführenden Zu- und Abfahrten zwischen der Rosa-Luxemburg-Straße und dem Erich-Ollenhauer-Ring, die über dieses Bauwerk verlaufen, noch im Laufe des Montags, 11. November, auf vorerst unbestimmte Zeit voll gesperrt. Die notwendigen Umleitungen werden schnellstmöglich ausgeschildert.

Sicherheit ist oberstes Ziel

Im Jahr 2020 wurde die Brücke umfassend saniert, dennoch wurden nun sicherheitsrelevante Belastungen im Material festgestellt. „Unsere regelmäßigen Überprüfungen stellen sicher, dass wir alle nötigen Maßnahmen zur Verkehrssicherheit ergreifen können. Auch wenn die Brücke erst vor wenigen Jahren saniert wurde, erfordert die aktuelle Entwicklung eine kurzfristige Sperrung“, erklärt Michaela Kraft, Leiterin des ASE.

Zum Hintergrund der möglichen Schäden

Das Phänomen, das möglicherweise die Brücke betrifft, ist die sogenannte Spannungsrisskorrosion. Dieser Schaden tritt speziell bei bestimmten Spannbetonbauwerken auf und kann durch korrosive Umwelteinflüsse und mechanische Spannungen verursacht werden. Da Materialbrüche ohne vorherige Anzeichen erfolgen können, ist die vorsorgliche Sperrung des Bauwerks unumgänglich.

Das ASE wird zeitnah prüfen, welche Möglichkeiten bestehen, das Bauwerk zu sichern und für den Verkehr wieder freigeben zu können. Über den weiteren Fortgang wird selbstverständlich gesondert informiert.

Umfahrungsempfehlungen

Von Süden kommend mit Fahrtziel Nordweststadt, Praunheim, Niederursel:
Von Süden aus Innenstadt und Miquelallee kommend, kann über die nächste Abfahrt und die Dillenburger Straße umfahren werden. Hier kann es zu vermehrter Staubildung kommen!

Vom Erich-Ollenhauer-Ring kommend mit Fahrtziel Richtung Norden – Bad Homburg:
In Richtung Norden wird über Titusstraße, Heddernheimer Landstraße und Dillenburger Straße umgeleitet.

Die Nutzung von Navigationsgeräten und -apps wird empfohlen. Weitere aktuelle Verkehrsinformationen finden sich unter mainziel.de.

Ein Lageplan der Sperrung ist zum Download als PDF-Dokument beigefügt.

Foto
Grafik der Umleitungen Rosa-Luxemburg-Straße im Bereich des Nordwestzentrums, Copyright: ASE

Download
PDF Lageplan der Sperrung, Copyright: ASE

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