Kategorie: AktuelleNEWS

Die vielen Gesichter des Widerstands sichtbar machen

Team der Ausstellung Namen_Erinnern_Uns

Schülerinnen und Schülern der Josephine-Baker-Gesamtschule ziehen mit Handykameras los und fotografieren Schilder von Straßen, die nach Ermordeten und Betroffenen des Holocaust benannt sind. Über diese Arbeit nähern sie sich den Schicksalen der Menschen an. In einer Ausstellung zeigen sie nun die Ergebnisse. Dr. Dominiek Lootens, Leiter des katholischen Centre for Dialogue am Campus Riedberg, berichtet im Interview von der Bedeutung des Projekts.

Jedes Jahr erinnert das Centre for Dialogue am Holocaust Gedenktag an die Gräuel der Shoa. In diesem Jahr tun Sie das gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern der Josephine-Baker-Gesamtschule am Riedberg. Können Sie uns das Projekt beschreiben?

Als Centre for Dialogue ist Teil unseres Konzeptes, unser Publikum zu Mitveranstaltern zu machen. Unsere Idee bei diesem Projekt war es, die 16 Schüler:innen auf eine Lernreise zu schicken, indem wir Street-Photography mit Recherche verbinden. Auf dem Riedberg gibt es keine Stolpersteine, Clara Marianov, Lehrerin an der Josephine-Baker-Gesamtschule, Peter Noss vom Zentrum Ökumene und ich haben uns also gefragt, was gute Fotomotive für die Schülerinnen und Schüler wären. Es gibt ungefähr 30 Straßen auf dem Riedberg, die nach Menschen benannt sind, die sich im Zweiten Weltkrieg im Widerstand engagiert haben.

Wie sind Sie vorgegangen?

Das Projekt startete im November. Zunächst haben sich die Schülerinnen und Schüler aus einer Liste, die wir von der Stadt Frankfurt bekommen haben, anhand der biografischen Daten die Personen herausgesucht, die ihnen besonders interessant erschienen. Gemeinsam mit dem vom Centre for Dialogue finanzierten Fotografen Steffen Erlbruch waren sie dann zu vier Terminen draußen unterwegs, haben von ihm Wissenswertes über Fotografie gelernt und mit ihren eigenen Handys eindrucksvolle Bilder gemacht. Die Ergebnisse sind am kommenden Montag in einer Ausstellung in der Josephine-Baker-Gesamtschule zu sehen. An der Ausstellung ist übrigens auch noch eine zweite Gruppe mit 14 Schüler:innen beteiligt, die über Schule und Demokratie nachgedacht und ein 3D-Modell von einem Klassenzimmer entworfen sowie zu Josephine Baker recherchiert haben, die ja auch in der Resistance aktiv war.

Es ist nicht Ihre erste Kooperation mit der Josephine-Baker-Gesamtschule. Wie kam die Zusammenarbeit zustande?

Die Schule und das Centre for Dialogue (CfD) sind Nachbarn, wir liegen beide am Nelly-Sachs-Platz. Nachdem wir festgestellt haben, dass es ein gegenseitiges Interesse zu einer Zusammenarbeit gibt, haben wir im vergangenen Jahr erstmals den Holocaust-Gedenktag, der seit 2016 im CfD stattfindet, gemeinsam ausgerichtet. 2024 haben Schüler:innen Gedichte von Nelly Sachs vorgelesen, es nahmen etwa 100 Jugendliche teil. Das war damals einige Monate nach dem Terror vom 7. Oktober in Israel und wir haben auch darüber gesprochen, wie sich die damalige Zeit des Holocaust zu unserer Zeit verhält. Generell gibt es immer wieder Schnittstellen zur Josephine-Baker-Schule. So hat zum Beispiel CfD-Mitarbeiter Jan Quirmbach dort vor kurzem ein Projekt zum Thema Menschenwürde realisiert.

„Namen.Erinnern.Uns.“ – warum ist es für Jugendliche so wichtig, sich dem Holocaust über persönliche Geschichten zu nähern?

Ein persönlicher Bezug ist wichtig, damit das Thema nicht abstrakt bleibt. Mit einer persönlichen Geschichte kann man sich einfach besser auseinandersetzen, man kann sich mit den Menschen, um die es geht, identifizieren und sich selbst dazu in Relation setzen. Übrigens war es auch interessant, zu beobachten, nach welchen Präferenzen sich die Schüler:innen die Straßen ausgesucht haben – die eine interessiert sich mehr für Kunst, der andere mehr für Geschichte und zum Beispiel das Attentat auf Hitler. Die Schülerinnen und Schüler nehmen aus diesem Projekt Wissen darüber mit, wie man Widerstand leistet – und dass es ganz unterschiedliche Arten von Widerstand gibt. Auch Poesie schreiben kann eine Art von Widerstand sein, Journalismus, Theologie wie Edith Stein. Jeder Mensch versteht etwas anderes darunter und kann sein Talent nutzen, sich zur Wehr zu setzen.

Wer sind die Menschen, die in der Ausstellung vorgestellt werden?

Insgesamt bilden wir die Geschichte von 16 Menschen ab. Darunter sind Widerstandskämpfer, Theologen, Dichter, Sänger, Physiker, Juristen, Politiker, männlich und weiblich.

Die Ausstellung stößt auf großes Interesse, selbst RTL hat schon berichtet. Was bedeutet diese Art von Reichweite für das Projekt?

Es unterstreicht seine Bedeutung. Der Kontakt zu RTL kam über den Vater einer Teilnehmerin zustande, darüber haben wir uns sehr gefreut. Die Jugendlichen nehmen ihr Projekt ernst, zum Beispiel werden sie die Vernissage auch selbst moderieren. Dafür üben wir gerade mit ihnen.

Kann man sich die Ausstellung auch über den Tag der Vernissage hinaus ansehen?

Im Haus der Volksarbeit gibt es Interesse, sie bald dort noch einmal einem breiteren Publikum zu zeigen, ein Termin steht aber noch nicht fest. Auch im Zelt der Religionen im Juni wird sie vermutlich noch einmal zu sehen sein.


Info-Kasten: Am Montag, 27. Januar, 17 Uhr, wird die Ausstellung „Namen.Erinnern.Uns.“ in der Josephine-Baker-Gesamtschule (Gräfin-Dönhoff-Straße 11, Riedberg) eröffnet. Bei der Vernissage gibt es Musik von den Bosephine Jakers sowie Essen vom israelischen Restaurant Kuli Alma. Bitte anmelden: Poststelle.Josephine-Baker-Gesamtschule@stadt-frankfurt.de

Anne Zegelman
Haus am Dom und Katholische Stadtkirche

Teile diesen Beitrag mit Freunden

Hilton-Basar 2025 am 22. März!

Basar des Kinderschutzbundes

Kleiderspenden gesucht: Der Kinderschutzbund sammelt wieder gut erhaltene Kleidung für den Hilton-Basar

Wer für Neues Platz schaffen und seinen Kleiderschrank sortieren möchte, hat jetzt wieder einen guten Anlass dazu: In Vorbereitung auf den sogenannten „Hilton-Basar“, der in diesem Jahr am 22. März stattfindet, sammelt der Frankfurter Kinderschutzbund ab sofort wieder gut erhaltene oder auch neue Kleidung für Damen, Herren und Kinder.

Ebenso gern genommen werden Schuhe, Taschen und auch Accessoires wie Schals, Hüte oder Modeschmuck. Die Spenden werden zu den 6 nachfolgend aufgeführten Terminen von ehrenamtlichen Helfern des Kinderschutzbundes entgegengenommen und für den Basar sortiert.

Die Sammelstelle befindet sich in diesem Jahr gut erreichbar in der Frankfurter Innenstadt im Hinterhof der Eschersheimer Landstraße 28 (ehemalige Räume des »Massiv Central«). Für eine entsprechende Ausschilderung und Platz zum Ausladen ist gesorgt.

Der Basar wird organisiert durch Mela Krauß aus dem Vorstandsteam des Frankfurter Kinderschutzbundes. Unterstützt wird sie von weiteren Vorstandsmitgliedern sowie vielen ehrenamtlichen Helfern aus Frankfurter Unternehmen und der Bürgerschaft.

Der gesamte Erlös des Hilton-Basars fließt in die Angebote des Frankfurter Kinderschutzbundes und ermöglicht z.B. die traumapädagogische Begleitung von Kindern, die Gewalt erlebt haben.

Nicola Küpelikilinc, die Geschäftsführerin des Frankfurter Kinderschutzbundes, zeigt sich sehr dankbar für die breite Unterstützung bei der Vorbereitung und Durchführung des inzwischen traditionellen Hilton-Basars: „Wir freuen uns riesig, dass das »Frankfurt Hilton City Centre« auch in diesem Jahr erneut keine Sekunde gezögert hat, uns die Räumlichkeiten für unseren Basar zur Verfügung zu stellen. Ohne dieses Engagement könnte der Basar nicht durchgeführt werden“, so Frau Küpelikilinc.

Sammeltermine:

Dienstag 28.01.2025 15:30 bis 18:00 Uhr
Samstag 01.02.2025 10:30 bis 13:00 Uhr
Montag 10.02.2025 15:30 bis 18:00 Uhr
Samstag 15.02.2025 10:30 bis 13:00 Uhr
Donnerstag 20.02.2025 15:30 bis 18:00 Uhr
Montag 24.02.2025 15:30 bis 18:00 Uhr

Weitere Infos sind unter www.kinderschutzbund-frankfurt.de und auf Instagram: kinderschutzbund_frankfurt zu finden.

Teile diesen Beitrag mit Freunden

Alle Jahre wieder (nur mäßig)

Wie jedes Jahr hat auch dieses Mal der Frankfurter Entsorgungs- und Service (FES) angekündigt, in den Frankfurter Stadtteilen eine Abholung der Weihnachtsbäume durchzuführen. Wie alle Jahre wieder geschieht das nur mäßig

Für die Stadtteile Kalbach-Riedberg, Niederursel, Eschersheim und Mertonviertel war der 20.Januar als Abholtermin anberaumt. In der Ankündigung heißt es:
FES setzt zwischen dem 06. und 24. Januar ein Sonderfahrzeug ein, das nur Weihnachtsbäume einsammelt. Dieses kommt an festgesetzten Tagen in die Stadtteile und sammelt alle Bäume auf, die an der Grundstücksgrenze an einem für das Sammelfahrzeug leichterreichbaren Standplatz bereitgestellt werden. Diese Bäume sollen ebenfalls abgeschmückt sein und auf Stücke von max. 1 Meter gekürzt werden.

Es ist schon schwer vorstellbar, wie man an einem Tag und einem Müllwagen alle Straßen (inklusive Nebenstraßen) eines Stadtbezirks abklappern und tatsächlich alle Bäume einsammeln kann. Am Beispiel Kalbachs kann man erfahren, dass dies auch nur mit mäßigem Erfolg gelingt. Allein in der Kalbacher Hauptstraße und in der Langen Meile haben sich mühelos mehre Beispiele finden lassen, wo die FES-Leute die alten Weihnachtsbäume einfach haben stehen lassen. (Für Nicht-Kalbacher: es handelt sich hier keineswegs um verborgene, kleine Nebenstraßen.) Und die Bäume unserer Beispiele haben sich nicht versteckt in irgendwelchen Hausnischen oder hinter Mauern finden lassen – sie waren von der Straßenseite aus gut sichtbar!
Fragt sich also, warum FES die Abholung überhaupt anbietet, wenn man diese so nachlässig ausführt? Sollte man den Service ehrlicherweise nicht einstellen? Sollte man die Sammelbezirke verkleinern, damit sich die FES-Mitarbeiter mehr Zeit bei der Suche lassen können?

Letztlich bleibt denen, die ihren alten Weihnachtsbaum immer noch vor dem Haus liegen haben, nur die zweite Variante der Abholung: „Der Weihnachtsbaum wird wie bisher im Laufe des Monats Januar in der Regel über die braune Biotonne, in Ausnahmefällen über die graue Restabfalltonne oder bei der satzungsgemäßen Straßenreinigung entsorgt. Voraussetzung ist, dass die Bäume von allem Schmuck befreit und auf Stücke von max. 1 Meter gekürzt sind.“   Eine Garantie, dass dieses Verfahren besser funktioniert können wir von MainRiedberg natürlich nicht abgeben.

 

Teile diesen Beitrag mit Freunden

Neue Schule im Mertonviertel

Gebäude Cube im Mertonviertel

In dem 1996 errichteten Gebäude mit den Anschriften Olof-Palme-Straße 19 und Lurgiallee 14-16 mit dem Namen »Cube« saß lange Jahre die Industriegewerkschaft Bau. Im November 2023 schloss die IG Bau einen neuen, langfristigen Mietvertrag über 4.000 Quadratmeter Bürofläche in der Olof-Palme-Straße 35 ab und zog um.

Die Firma Investa Real Estate hatte Mitte 2022 das Bürogebäude »Cube« erworben, um es weiterzuvermieten. Die Firma Investa Holding mit Sitz in Eschborn entwickelt seit 50 Jahre Immobilien in Deutschland. Eigentümer der Firma ist die Familie Rittweger.

Das Gebäude bietet rund 20.000 qm auf 6 Stockwerke verteilt. Die private Erasmus-Grundschule wird demnächst einen Teil des Cube-Hauses belegen. Investa Real Estate hat rund 4.000 qm an die Bildungseinrichtung vermietet.

Die Flächen wurden in diesem Fall nicht vom Amt für Bau und Immobilien der Stadt Frankfurt angemietet, sondern von der Erasmus Frankfurter Stadtschule, einer trilingualen, reformpädagogischen und ganztägigen Grundschule in Frankfurt.

Die Erasmus Stadtschule gibt es bereits seit 2006. Ihre Wurzeln reichen aber bis ins Jahr 1536 zurück. Sie ist geprägt durch Erasmus von Rotterdam – ihrem Namensgeber, dem weltbekannten Humanisten, der fest daran glaubte, dass Bildung die Welt auf friedliche Weise besser machen kann.

Die Grundschule wurde 2006 als Elterninitiative gegründet. Die Eltern wollten für die Schüler genügend Freiraum für außerschulisches Engagement und Aktivitäten schaffen – für den berühmten „Blick über den Tellerrand“ – der in ihren Augen unerlässlich für die Persönlichkeitsbildung ist.

Als private Ganztagsschule sind die Öffnungszeiten der Erasmus Grundschule sehr familiengerecht. Dadurch hat sie auch die Möglichkeit, in ihrem Unterricht neuste neurobiologische und physiologische Erkenntnisse über das Lernen umzusetzen.

Dank dieser sogenannten „Rhythmisierung“ kann die Schule ihren Unterricht ausgewogen auf den Vor- und Nachmittag verteilen. Dadurch bleibt den Schülern ausreichend Zeit, um Erlerntes individuell oder in Gruppen zu vertiefen, eigenständig und selbstbestimmt weiter zu forschen, bzw. nach Phasen der konzentrierten Anspannung auch wieder zu entspannen.

Der Träger der Erasmus Stadtschule ist der »Arbeiter-Samariter‐Bund, Landesverband Hessen e. V.«. Die Schule war bislang in der Sonnemannstraße 9-11 im Frankfurter Ostend angesiedelt. Der Erasmus-Gymnasialzweig, mit eigener Trägergesellschaft, war 2024 nach Heusenstamm gezogen. Er belegt dort ebenfalls rund 4.000 qm im Campus Heusenstamm.

Das Mertonviertel

Das Mertonviertel als Teil Niederursels (ein anderer Teil gehört zu Heddernheim) besteht sowohl aus einem Bürostandort, als auch aus einem Wohngebiet am Urselbach. Allerdings ist der einstmals dominierende Bürokomplex »Lurgihaus« inzwischen abgerissen. An seiner Stelle soll ein Quartier mit rund 1.000 Wohneinheiten entstehen. Die Aufstellung des Bebauungsplans wird sich aber noch bis ins nächste Jahr hinziehen. Die Chance diese Fläche für den Neubau der »Europäischen Schule« zu nutzen, wurde nicht ergriffen.

Die Erasmus-Grundschule soll laut Plan mit dem Schuljahr 2026/2027 den Unterricht im »Cube« beginnen. Die Schule bekommt einen eigenständigen Gebäudebereich mit separaten Zugängen. Neben Klassenräumen soll ein Freizeitbereich für Nachmittags- und Ferienprogramme zur Verfügung stehen. Ein Außenbereich wird zum Schulhof umgestaltet.


Investa Real Estate
Die Investa Real Estate entwickelt seit 50 Jahren Immobilien in Deutschland.
Überdurchschnittlich erfolgreiche Projekte und umfangreiche Erfahrung bei der Konzeption, Vermarktung und Realisierung von qualitativ hochwertigen Bürogebäuden, Hotels sowie Eigentumswohnanlagen haben die Investa Real Estate als eine der ersten Adressen für Projektentwicklungen in Deutschland etabliert. Seit ihrer Gründung im Jahr 1972 realisierte die Investa Real Estate Neubau- und Bestandsimmobilien mit einem Investitionsvolumen von weit über fünf Milliarden Euro. Investa Real Estate bietet neben aktivem Asset Management von Immobilien, fokussiert auf Objekte mit hohem Wertschöpfungspotenzial oder Restrukturierungsbedarf auch die Entwicklung und Umsetzung von Investitionsprodukten für institutionelle Investoren an. Investa Real Estate erbringt die komplette Wertschöpfung der Projektentwicklung – von der Baurechtschaffung über Bebauungsplanverfahren bis zum Bau und Vertrieb. Die adressierten Kundengruppen reichen daher von institutionellen Investoren und Großkonzernen bis zu Kleinunternehmern, Ärzten und Privatpersonen. Für das Baumanagement beschäftigt Investa Real Estate eigene, erfahrene Ingenieure und technische Experten, die den gesamten Prozess der Planung und Realisierung jeweils vor Ort steuern. Das Team verfügt über Erfahrung in einer Vielzahl von Nutzungsarten.

Quelle: https://www.munich-mipim.de/partner/investa/


Weiterführende Links

Teile diesen Beitrag mit Freunden

Zu Besuch beim Kleintierzuchtverein Kalbach

Anlässlich der Lokalschau des Kleintierzuchtvereins Kalbach sprach MainRiedberg mit dem Vorsitzenden Josef Ruppel.

Auch wenn man vom Kleintierzuchtverein H350 Kalbach nur wenig über öffentlich zugängliche Quellen erfahren kann, wurde der Verein doch bereits 1927 gegründet. Mit etwa 60 Mitgliedern sind die Kleintierzüchter nicht eben ein kleiner Verein – neben den Aktiven gehören auch eine große Anzahl passiver Mitglieder dazu, manche ohne eigenes Kleintier zu halten und nur weil sie den Verein mit ihren Beiträgen unterstützen wollen.

Der Schwerpunkt der Zucht liegt auf Hühnern und Tauben. Für den Laien (wie der Autor dieser Zeilen) ist die Vielfalt und die Größe der Tiere beeindruckend. Bei Wyandotte, Sulmtaler, New Hampshire, nur um ein paar Hühnerzüchtungen zu nennen, sind die Bezeichnungen schon exotisch.
Etwa 80 Vögel wurden auf der gestrigen Lokalschau des Vereins gezeigt. Daneben wurden auch ein Truthuhn- und ein Gänse-Paar präsentiert. Für Kinder waren einige Hühner-Küken ausgestellt, die sich bibbernd unter einem wärmenden Rotlicht drängten. Natürlich haben auch ein paar Kaninchen die jungen Besucher begeistert.

ein Vorwerk-Hahn

Der neulich bekanntgewordene Fall einer an Geflügelpest erkrankten Kanadagans hat auch die
Kleintierzüchter in Kalbach aufhorchen lassen. Hier in der Zuchtanlage hat sich noch kein Vogel infiziert – Gefahr droht auch eigentlich nur von Wildtieren, die in direkten Kontakt mit den Hühnern und Tauben kommen könnten. Zäune und Netze um und über den Volieren schützen die eigenen Tiere. Dennoch hat sich der Verein beim hiesigen Veterinäramt die Unbedenklichkeit der Lokalschau bestätigen lassen. Und sicherheitshalber wurden auch keine Aussteller des Kleintierzuchtvereins Eschersheim eingeladen.

Die genannten Schutzmaßnahmen erweisen sich auch als effektiv, wenn es um sich Füchse und Greifvögel handelt. Einzig ein Waschbär hat es bisher geschafft, in einen Käfig einzubrechen und sich ein Huhn zu schnappen.

Der Verein führt auch Impfungen gegen die diversen Krankheiten selbst durch und fungiert als
Impfstoff-Verteiler für andere umliegende Zuchtvereine. Die Mitgliedschaft in der Hessischen Tierseuchenkasse ist nicht nur verpflichtend, sie bietet ebenso Unterstützung – finanziell mit Beihilfen und informativ mit weitreichenden Hinweisen zum Tierschutz.


Insgesamt ist der Aufwand für Zucht und Pflege für den einzelnen Züchter nicht unerheblich. Es muss sich tagtäglich um die Tiere gekümmert werden, füttern, tränken, Käfige säubern und instand halten u.v.m. sind Arbeiten für das ganze Jahr: während des Urlaubs oder bei Krankheit helfen sich die Züchter untereinander.

lehrreich: verschiedene Vogeleier im Vergleich

Teile diesen Beitrag mit Freunden

Streuobstwiesen wichtig für Nachhaltigkeitsziel

Ehrenamtliche Baumpflege

Zu den Baumkulturen gehören Anpflanzungen landwirtschaftlich genutzter Bäume, zum Beispiel Obstbaumplantagen, Kaffeeplantagen. Tannenbaum-Felder oder Ölbaumplantagen. Sie bedecken weltweit mehr als 183 Millionen Hektar, werden aber in der öffentlichen Wahrnehmung (z. Bsp. in der Agrarpolitik) weitgehend übersehen.

Doch für die Erreichung der die UN-Nachhaltigkeitsziele (Sustainable Development Goals, SDGs) spielen sie eine wichtige Rolle. Diese Kulturen sind für die Weltwirtschaft unverzichtbar und bieten ein immenses Potenzial für den Schutz der Biodiversität und des Klimas. Sie sind dadurch die Lebensgrundlage für Millionen von Menschen, weltweit.

Ein internationales Forschungsteam mit Beteiligung der Universität Göttingen hat sich dieses Themas angenommen und seine Erkenntnisse in einem Artikel in der Fachzeitschrift Nature Sustainability veröffentlicht.

Der Kern seiner Empfehlung an die Politik: Gezielte Förderung nachhaltiger Landwirtschaft mit Baumkulturen zu entwickeln.

Der Fokus der Agrarpolitik lag bisher auf einjährige Kulturen wie Weizen, Sonnenblumen oder Reis. Ihr ökologischer Nutzen ist wegen der einfachen Vegetation und der kurzen Erntezyklen oft begrenzt.

Baumkulturen dagegen

  • stabilisieren mit ihren Wurzeln den Boden
  • verringern Treibhausgase
  • bieten stabile Lebensräume
  • fördern die Artenvielfalt bei nachhaltiger Bewirtschaftung

Außerdem erfordern sie in der Regel mehr Handarbeit, was besonders in Ländern mit niedrigem und mittlerem Einkommen wichtige Arbeitsplätze bietet. Richtig bewirtschaftet können diese Systeme die Biodiversität schützen, den Klimawandel bremsen, Armut lindern und jährlich etwa 1.000 Millionen Tonnen Lebensmittel liefern.

Die Stadt Frankfurt hat dieses Thema schon seit Jahren im Fokus und fördert beispielsweise das Main-Äppel-Haus. Dieses hat sich inzwischen zur Institution entwickelt. Als gemeinnütziges Streuobstzentrum hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Vielfalt der Streuobstwiesen im Stadtgebiet zu erhalten und sich der Kultur des Apfels als Teil der Frankfurter Identität zu widmen.

170 Sorten wachsen auf den Streuobstwissen der Mainmetropole fast so viele, wie Nationen in Frankfurt vertreten sind. Auch auf der Stromwiese am Riedberg hat die Stadt erst wieder eine ganze Reihe von Obstbäumen gepflanzt und so in die Zukunft investiert.

Letztes Jahr wurde in Seckbach eine Fläche gerodet, auf der die neue Äppel-Akademie entstehen soll. „Die Akademie ist der nächste Schritt in einer großartigen Geschichte“, lobte Mike Josef, Frankfurts Oberbürgermeister, dessen beide Kinder auch schon bei Kursen im Main-Äppel-Haus waren. So wie fast 3.000 andere im vergangenen Jahr. Alles in allem ist das Projekt mit 400.000 Euro veranschlagt. Gut investiertes Geld für Landschafts- und Naturschutz.


Weiterführende Links

Teile diesen Beitrag mit Freunden

Pflege der Tierwelt im Ortsteil Kalbach-Riedberg

Rotfuchs Portrait

Der Vorteil eines Ortsteils in Stadtrandlage ist die Nähe zu angrenzenden landwirtschaftlichen Flächen (in Richtung Bad Homburg) und Waldflächen (Nordpark).

So erklärt es sich, dass wir auf den zahlreichen unbebauten Flächen, die wir glücklicherweise in und an unserem Ortsteil noch haben, auch eine ganze Reihe von Wildtieren vorfinden, die sich mit dem städtischen Lebensraum arrangiert haben

Dazu gehören zum Beispiel Rehe, Feldhasen, Fasane oder Rebhühner. Wildschweine schauen auch gelegentlich einmal vorbei. Auch Wildkaninchen und Krähen zeugen hier reichlich Nachwuchs. Und Waschbären oder Nilgänse breiten sich als invasive Arten immer mehr aus, Tendenz steigend.

Hege und Pflege

Entsprechend hat der Gesetzgeber dafür gesorgt, dass die Lebensräume der Tiere von ausgebildeten Jägern gehegt und gepflegt werden. Vor allem in städtischen Ballungsgebieten ist jedoch die Bevölkerung mit dem Handwerk des Jägers und Försters nicht mehr vertraut.

Der Anblick eines bewaffneten Menschen wirkt erst mal verstörend auf Passanten und beim lauten Knall eines Schusses denken viele entweder an die Fehlzündung eines Autos oder an den Mord eines Mitbürgers. (Letzteres vor allem auch durch die regelmäßige Beglückung mit Kriminalfällen in Film, Funk, Fernsehen und anderen Medien.)

Faktencheck: In Hessen besitzen derzeit etwa 26.000 Menschen einen Jagdschein, mit stark steigender Frauenquote.

Im Jahr 2022 gab es in Hessen 318 Straftaten gegen das Leben, wobei die Aufklärungsquote bei 89 % lag (Quelle: Polizeiliche Kriminalstatistik 2022). Nur ein kleiner Teil davon wurde mit Schusswaffen begangen, wobei der Anteil Straftaten von Legalwaffenbesitzern noch geringer ist. In der gesamten Kriminalstatistik liegen Tötungsdelikte damit bei etwa 0,1 % der Straftaten.

Hinweis: Wenn Ihnen ein Förster oder Jäger begegnet, sprechen Sie ihn ruhig einmal an, er kann Interessantes aus seinem Berufsleben erzählen.

Nicht angeleinte Hunde

Manchmal müssen Jäger und Förster aber auch die Spaziergänger ansprechen, wenn deren Hunde während der Brut- und Setzzeit (Mitte März bis Mitte Juli) nicht angeleint sind. Leider gibt es auch Unbelehrbare, die nicht einsehen wollen, warum ihre vermeintlich erzogenen Hunde an die Leine gehören. Selbst wenn das Tier noch so gut trainiert ist, kann es beim Anblick eines Rehs oder Hasen zum Raubtier werden. Denn das ist seine Natur, auch wenn sie durch intensive Züchtung und Konditionierung in den Hintergrund gedrängt ist. Immerhin stammen Hunde von Grauwölfen (canis lupus) ab. Daher sollte die Tierliebe und der Tierschutz nicht am Ende der Hundeleine aufhören.

Regulieren von Tierbeständen

Invasive Tierarten (Definition: eingewanderte Tierart, die einheimische Tierarten verdrängt) und Tierarten, denen natürliche Feinde fehlen, müssen von Jägern per Gesetz im Bestand innerhalb gesetzlich vorgeschriebener Jagdzeiten reguliert werden. Dazu gehören unter anderem:

  • Waschbären
  • Krähen
  • Wildkaninchen
  • Nilgänse (invasiv)
  • Nutrias (invasiv)
  • Tauben
  • Füchse

Aber nicht nur die Regulierung der Bestände (auch wegen Seuchenschutz) gehört zum Aufgabengebiet. Auch die Unterstützung bedrohter Tierarten gehört dazu. Deshalb werden beispielsweise Nisthilfen oder Bruthäuser für Enten aufgestellt. Diese Aufgabe wird Hege genannt und ist ebenfalls gesetzlich verankert.

Die heutigen Jäger sind im Gegensatz zu den in den vergangenen Jahrhunderten tätigen Amtskollegen eher Naturschützer, auch wenn die Bezeichnung „Jäger“ anderes suggeriert. Erst mit dem Bundesjagdgesetz nach dem 2. Weltkrieg und noch spezifischer mit dem »Hessischen Jagdgesetz« wurden der Wildhege, dem Naturschutz und der Nachhaltigkeit weit mehr Bedeutung zugewiesen.

Vorabinformation – Keine gesetzliche Pflicht

Verständlicherweise legen Anwohner Wert darauf, vor einer sogenannten Gesellschaftsjagd informiert zu werden. Entsprechend informieren die Jäger – freiwillig – im Vorfeld die Polizei über diese Aktionen, die drei- oder viermal im Jahr stattfinden und stellen an den relevanten Stellen Hinweisschilder auf. Eine direkte Info über zum Beispiel soziale Medien hat sich aber als Einladung an Saboteure und selbernannte Tierschützer erwiesen, das Jagdgeschehen zu stören.
Info: Eine Jagdstörung ist kein Kavaliersdelikt, sie wird als Straftat gemäß Strafgesetzbuch geahndet.

Jagdreviere

Der zum gesamten Jagdgebiet Kalbach-Riedberg gehörende 12 Hektar große Kätcheslachpark ist nicht nur Naherholungsgebiet mit Basketball- und Spielplätzen, sondern auch ein Jagdrevier. Ebenso gilt das für die anderen Parkanlagen im Ortsteil. Laut der »Oberen Jagdbehörde« im Regierungspräsidium Kassel schließt das eine das andere nicht aus. „Parks und Grünflächen, auch zum Beispiel an der Nidda, sind nicht grundsätzlich ausgenommen von der Jagdausübung.“

Zwar kann die »Untere Jagdbehörde« auf städtischer Ebene einzelne Flächen zu befriedeten Bezirken erklären. Doch auch in dichter besiedelten Gebieten gibt es ausgewiesene Jagdbezirke, in denen die zuständigen Jäger das Recht und die Pflicht haben, „ihre Abschüsse zu erfüllen“.

Die letzte Gesellschaftsjagd fand beispielsweise am 27.12.2024 im Kätcheslachpark statt. Ab Mitte Januar beginnt dort auch für Stockenten wieder Schonzeit, in der sie nicht gejagt werden dürfen.

Große Vorsicht ist angesagt – von den Jägern aber auch von Anwohnern

»Bei der Jagd ist einem Schützen die Verpflichtung auferlegt, ständig sein mögliches Schussfeld daraufhin zu überprüfen, ob sich Personen nähern«.

Die Sicherheit steht immer an erster Stelle. Eine Verpflichtung, Warnschilder aufzustellen, besteht dagegen nicht. Bei einer sogenannten Gesellschaftsjagd wird Signalkleidung getragen, um darauf hinzuweisen, dass man sich nicht nähern soll!

Keine Verschwendung von Lebensmitteln

Mit der Jagd werden nicht nur die Bestände reguliert, es werden auch hochwertige Lebensmittel gewonnen. Wild ist eine Delikatesse zu jeder Jahreszeit und wird in der modernen, gesundheitsbewussten Küche, sowie zur Grillsaison immer beliebter. Durch die vielen Mineralstoffe, den geringen Fettgehalt und dank der speziellen Eiweißzusammensetzung ist unser regionales Wild sehr nahrhaft, besonders aromatisch und leicht verdaulich.

Die erlegten Tiere werden fachmännisch zerlegt und dann zum Kauf angeboten. Herr Göbel, einer der Pächter des Jagdgebiets Kalbach-Riedberg vertreibt sogar die gewonnenen Lebensmittel.

Wer Interesse daran hat, kann sich über Angebot und Preise im Internet informieren: https://wildvongoebel.de/

Der für das Kalbach-Riedberger Revier zuständige Jäger ist auch erster Ansprechpartner und berät zu möglichen Maßnahmen, wenn Anwohner Probleme auf Ihrem Grundstück mit Waschbären, Füchsen oder Mardern haben.

Teile diesen Beitrag mit Freunden

Gemeinschaftliches Wohnen im Kreuzerhohl

Am gestrigen Donnerstagabend fand im Festsaal der Seniorinnenwohnanlage Niederursel (Kreuzerhohl) die Auftakt-Veranstaltung für ein Konzeptverfahren statt. Thematisch ging es hierbei um einen Neubau auf dem Gelände des St. Katharinen- und Weißfrauenstifts, der in nächster Nachbarschaft zur bestehenden Seniorinnenwohnanlage errichtet werden wird. Auf der Grundlage einer Konzeptstudie wird ein etwa 700m² großes, dreieinhalbgeschossiges Wohnhaus entstehen, das Platz für bis zu zehn Wohneinheiten sowie Gemeinschaftsräume bietet. Zukünftig bezogen und verwaltet werden soll das Gebäude durch Mitglieder einer zu ermittelnden Wohngruppe, die sich dem Gemeinschaftlichen Wohnen verpflichtet hat. Erwartungsgemäß wurde die Veranstaltung in der Hauptsache von Gruppen und Initiativen besucht, die sich an der Ausschreibung beteiligen werden.

Mitarbeiter des St. Katharinen- und Weißfrauenstifts, des Netzwerk Frankfurt für gemeinschaftliches Wohnen und des Amtes für Wohnungswesen erläuterten die Grundzüge des Verfahrens.

Das St. Katharinen- und Weißfrauenstift besitzt und bewirtschaftet bereits die Liegenschaft im Kreuzerhohl 24-30. Die Seniorinnenwohnanlage wird von rund 80 Frauen bewohnt. Das Baugrundstück für das neue Wohnhaus wird aktuell als Parkplatz genutzt.


                                                              die Seniorenwohnanlage im Kreuzerhohl

Wie es in der Ausschreibung heißt:
Die Gruppe, welche das gemeinschaftliche Wohnprojekt mit ihrem Konzept gestalten und bewohnen soll, wird durch ein Konzeptverfahren für gemeinschaftliche Wohnprojekte gesucht. Ziel des Verfahrens ist die Ermittlung einer Projektgruppe, welche im anschließenden Prozess einen Generalmietvertrag mit der Stiftung unterzeichnet und in das gemeinschaftliche Wohnhaus einzieht. Das Haus wird zu einem festen monatlichen Beitrag an die Wohngruppe vermietet. Verwaltung und Belebung des Hauses werden von der Gruppe selbst organisiert.“

Von einem Konzeptverfahren spricht man, wenn Liegenschaften für gemeinschaftliche Wohnprojekte oder Baugruppen ausgeschrieben werden und nicht der höchste Preis, sondern das beste Konzept ausschlaggebend ist.

Interessierte Gruppen können sich (seit letztem Dezember) mit ihrem Konzept für den geplanten Neubau bewerben. Zentrale Aufgaben der zukünftigen Bewohnergruppe werden sein:
– Nutzungskonzept
– Auswahl der Bewohner
– Gruppenorganisation
– Bewirtschaftung

Dem St. Katharinen- und Weißfrauenstift fallen die Aufgaben Finanzierung, Bau und Bestandhaltung zu. Unterstützung erfahren die Wohngruppe und das Stift durch das Netzwerk Frankfurt für gemeinschaftliches Wohnen und das Amt für Wohnungswesen.

Viele der gestrigen Fragen der Besucher konnten (und sollten) nicht beantwortet werden. Zum einen sind einige Themen noch nicht abschließend geklärt und werden erst mit der zu ermittelten Wohngruppe zusammen entschieden; darüber hinaus sollen offene Punkte im Februar in einem Rückfragen-Kolloquium besprochen werden.
So konnten z.B. Angaben zur technischen und räumlichen Gestaltung der Wohnungen nicht gemacht werden; auch die zu erwartende Miethöhe bleibt bis auf weiteres ungewiss; auf einen möglichen Einzugstermin wollte sich ebenfalls niemand festlegen, schon alleine deshalb, weil tatsächliche Bauzeit und Baukosten derzeit nur schwer abzuschätzen sind.

Abschließend konnten sich die anwesenden Bewerbergruppen selbst kurz vorstellen; überraschend war die Vielfalt:
– in Bezug auf das Alter der Mitglieder sind Kleinkinder bis Siebzigjährige vertreten; in manchen Gruppen sind vorwiegend Senioren organisiert
– unterschiedlich auch der Familienstand: Singles, Paare, Familien (mit Kindern), Wohngemeinschaften, eine Frauengruppe
– es waren (Vertreter von) Gruppen aus Frankfurt, Oberursel und Offenbach anwesend.

weitere Termine:

  • 27.02.2025, 18:00 Uhr: Rückfragen-Kolloquium im Service-Bereich des Amtes für Wohnungswesen, Adickesallee 67/69
  • 22.04.2025: Bewerbungsfrist
  • 15.05.2025: Beiratssitzung und Präsentation der vorausgewählten Projektgruppen
  • 22.05.2025: Bekanntgabe

 

Erschöpfende Informationen gibt es hier:
Stadt Frankfurt (https://frankfurt.de/de-de/aktuelle-meldung/meldungen/wohngruppe-gesucht-konzeptverfahren-fuer-gemeinschaftliches-wohnprojekt-in-niederursel-startet/)
Netzwerk gemeinschaftliches Wohnen
Konzeptverfahren
St. Katharinen-Wohnstift Niederursel

Teile diesen Beitrag mit Freunden

Neubaugebiet Bonames-Ost in der Warteschleife

Bonames-Ost Nördlich der U-Bahn

Die älteste Datei in meinem Bestand zum Thema Neubaugebiet Bonames-Ost ist von 2008. Sie ist Teil des »Bebauungsplans Nr. 516 Am Eschbachtal-Harheimer Weg«. Ob das Wohngebiet auf dem jetzigen Feld am Ende der Galgenstraße jemals kommt, ist derzeit immer noch ungewiss.


Das Plangebiet verteilt sich auf die drei Stadtteile Bonames, Harheim und Nieder-Eschbach und liegt im Bereich der Ortsbezirke 10, 14 und 15. Schon im letzten Jahrhundert war das Baugebiet Bonames-Ost (das erst später in “Am Eschbachtal” umbenannt wurde, um den Hinweis auf “Bonames” zu tilgen) heftig umkämpft und diskutiert.

Die Größe des Plangebietes ist 44 Hektar. Die erste Bürgeranhörung gab es im Juni 1996 einen Aufstellungsbeschluss 1999. Bis zur zweiten öffentlichen Auslegung 2001 hatten Bürger die Planer von ursprünglich rund 2.000 Wohneinheiten auf 1.360 Wohneinheiten heruntergehandelt und diesen Kompromiss festgehalten.

Dass dann der Bebauungsplan zunächst weiter in der Schublade schlummerte, hing mit der Riedbergbebauung zusammen. Dort wollte man die Vermarktungschancen nicht stören und in Konkurrenz zum Riedberg weitere Fläche auf den Markt bringen.

Nach der Abwahl des Planungsdezernenten Olaf Cunitz ist diese dennoch fast fertige Planung nicht weiterverfolgt worden. Der neue Planungsdezernent Mike Josef (SPD) hat den Bebauungsplan in zwei Teile geteilt und will den westlichen Teil (B-Plan 923) vorziehen, um dort vordringlich eine Grundschule und ein Gymnasium zu bauen.

Quelle: https://frankfurtharheim.wordpress.com/themen/thema-baugebiete/


icon-car.png
Neubaugebiet Bonames-Ost

Karte wird geladen - bitte warten...

Neubaugebiet Bonames-Ost 50.188187, 8.668942

Bereits 1999 stand das Baugebiet kurz vor der Genehmigungsreife, bevor die Planungen infolge von Protesten für rund 15 Jahre zum Stillstand kamen. Lediglich ein Aufstellungsbeschluss für ein kleines Gebiet nördlich der U-Bahntrasse wurde verabschiedet. Dieser sieht eine Schulbebauung (Gymnasium Nord und eine Grundschule) und ein wenig Wohnbebauung vor.

Umlegungsverfahren zur Neuordnung der Grundstücke

Der Satzungsbeschluss, nach dessen Ausfertigung der Bebauungsplan gilt, folgt im Frühjahr 2018. Anschließend werden die Grundstücke in einem Umlegungsverfahren neu geordnet. Es beginnt der Bau der Ortsrandstraße und der inneren Erschließungsstraßen, bevor die Häuser entstehen. Darauf, wie lang das Umlegungsverfahren dauern wird und wann die ersten Straßen gebaut sind, so dass auch erste Häuser entstehen können, legt sich die Stadt auf der Internetseite nicht fest. … so die Frankfurter Neue Presse im November 2015.

Im Frühjahr 2019 hat die Frankfurter Rundschau berichtet, die Stadt wisse nicht wohin mit dem Gymnasium. Die Schule arbeitet zwar schon in einem Provisorium in Westhausen. Das Baugebiet Bonames-Ost steckt aber in der Planung fest. Die Kommune hält nach anderen Standorten Ausschau.

Der BUND forderte bereits 2015:

  • Erhaltung schützenswerter großer Bäume.
  • Durchlässigkeit des Gebietes für Frischluft und Kühlung durch entsprechende Grünzüge.
  • Schaffung von Trittsteinbiotopen, um zu verhindern, dass Fauna und Flora auf den verbliebenen Grüninseln isoliert werden und deswegen aussterben.

Inzwischen dürften Themen wie Trinkwasserschutz, Bodenversiegelung (Schwarmstadt), CO2-Emissionen und Ähnliches hinzugekommen sein. Auch das Thema Fußwege und Fahrradwege hatte damals noch nicht den Stellenwert wie heute.

Jedenfalls hatte man sich damals schon darauf verständigt, die Neuversiegelung innerhalb der Bundesrepublik bis zum Jahr 2020 auf 30 Hektar pro Tag zu reduzieren. Neuversiegelungen sollten durch entsprechende Ausgleichsflächen kompensiert werden.

In der Zusammenfassung einer Untersuchung des Senckenberg-Institutes, aus dem Jahre 2013 war zu lesen: „Die geplante Bebauung des Plangebietes …, wird die örtlichen Verhältnisse für die Tierwelt insgesamt radikal verändern … Es ist auch zu erwarten, dass die wertgebenden Vogelarten weitgehend verschwinden werden.“

Bonames-Ost Südlich der U-Bahn

Bonames-Ost: Südlich der U-Bahn


Die jüngsten Aussagen des Magistrats lassen jedenfalls kaum Hoffnung auf eine zügige Realisierung der übrigen Teilbereiche. Den einstigen Bebauungsplan „Bonames-Ost / Am Eschbachtal“ hatte die Stadt ja damals geteilt, um den nördlichen – und weniger umstrittenen – Teil schneller zu realisieren. Zu diesem Areal-Teil mit Namen „Nordwestlich auf der Steinern Straße“ solle innerhalb der nächsten Jahre der Bebauungsplan fertig gestellt und dadurch Baurecht geschaffen werden.

Zu dem anderen Teil – der heftige Proteste ausgelöst hatte – schreibt nun der Magistrat: „Für das Bebauungsplanverfahren Nr. 516 ’Am Eschbachtal-Harheimer Weg’ südlich der Bahngleise hingegen werden Studien weiterverfolgt, um zu prüfen, in welcher Form die Planung weitergeführt werden kann.“

Dass im Jahr 2025 immer noch Studien durchgeführt werden, die lediglich die Fortführung der Planungen prüfen sollen, ist unverständlich, so der Präsident der IHK Frankfurt.


Weiterführende Links

 

Teile diesen Beitrag mit Freunden

Bürgertreff im Darmstädter Hof immer noch nicht in grünen Tüchern

Darmstädter Hof

Der Ortsbeirat 15 (Nieder-Eschbach) feierte seinen Neujahrsempfang. Eines der Themen, die dabei zur Sprache kamen, war, wie es um die Zukunft der Funktion des Darmstädter Hofes als »Bürgerhaus des Ortsteils« bestellt ist.

Ein Blick in die Vergangenheit

1985 begannen die Arbeiten für den Umbau des Darmstädter Hofes. Er sollte das erste privatrechtliche Bürgerhaus Frankfurts werden. Die Familie Robus verpflichtete sich, in einem Vertrag mit der Stadt Frankfurt die Räume nach dem Umbau kostenlos und auf Dauer zur bürgerhausähnlichen Nutzung den Bürgern von Nieder-Eschbach zur Verfügung zu stellen. Die ortsansässigen Vereine und Gruppen sollten dabei bevorzugt behandelt werden.

Von der Stadt Frankfurt gab es als Gegenleistung einen Zuschuss von damals 1,8 Millionen DM. Der Neubau eines Bürgerhauses hätte die Stadt mindestens 20 bis 30 Millionen DM gekostet. Eine wunderbare Win-Win Situation für die beiden Vertragspartner.

Am Einweihungsabend nach der Renovierung sprach der damalige Oberbürgermeister Dr. Walter Wallmann von einer wirtschaftlich vernünftigen Lösung. Man dürfe gespannt sein, wie sich die Zukunft des Projektes entwickeln werde.

Vor 20 Jahren hat die Familie Hübner den Darmstädter Hof übernommen und ihn noch schöner und komfortabler gemacht. Zum Beispiel wurde der alte Keller des 1843 gebauten Haupthauses ausgebaut und mit einer neuen Bodenplatte versehen. So kann in gemütlicher Atmosphäre Geselligkeit zelebriert werden.

Inzwischen bringt der Darmstädter Hof über 180 traditionsreiche Jahre zusammen. Doch die Zukunft der Funktion als Bürgerhaus hängt immer noch in der Schwebe. Die Eigentümer wurden die Tage von einem Einschreiben der Stadt überrascht. „Darin werden wir aufgefordert, Unterlagen nachzureichen, ansonsten würde die Förderung sofort eingestellt. Wir wissen aber gar nicht, um was für Unterlagen es dabei überhaupt gehen soll.“

Ohne die städtische Förderung würde sich die Pacht entsprechend erhöhen und die Mieten für die Nutzer steigen. Für die Nieder-Eschbacher Vereine und Bürger ein nicht unerheblicher Kostenblock. So kann man das Zusammenleben in einem Ortsteil torpedieren.

Der Ortsvorsteher Ernst Peter Müller (CDU), der bereits Gespräche mit Oberbürgermeister Mike Josef (SPD) und Kämmerer Bastian Bergerhoff (Grüne) geführt hat – hofft, dass die weitere Förderung „2025 endlich eingetütet wird“. Drücken wir die Daumen, dass das neue Jahr auch gut startet!


Verwandter Link

Teile diesen Beitrag mit Freunden