Kategorie: AktuelleNEWS

Ausschreibung des Stadtteilpreises 2025

Verleihung Stadtteilpreis

Der Ortsbeirat 12, zuständig für den Stadtteil Kalbach-Riedberg, hat die Ausschreibung für den Stadtteilpreis 2025 bekannt gegeben. Dieser Preis richtet sich an alle Bürger, Vereine, Schulen und Initiativen, die sich aktiv für das soziale Zusammenleben im Ortsteil einsetzen.

Ziel des Stadtteilpreises

Der Stadtteilpreis soll Projekte und Ideen unterstützen, die das Miteinander und die Gemeinschaft im Ortsteil Kalbach-Riedberg fördern. Der Ortsbeirat ermutigt alle Interessierten, innovative Ansätze zu entwickeln, die zur Weiterentwicklung des sozialen Zusammenlebens beitragen. Durch diesen Preis wird nicht nur das Engagement der Bürger gewürdigt, sondern auch ein Anreiz geschaffen, sich aktiv in die Gestaltung des eigenen Stadtteils einzubringen.

Preisgeld und Vergabeverfahren

Für den Stadtteilpreis 2025 stellt der Ortsbeirat ein Preisgeld von 500 Euro zur Verfügung. Dieses Geld stammt aus den verfügbaren Haushaltsmitteln für Öffentlichkeitsarbeit und kann für verschiedene Projekte verwendet werden. Die Vergabe des Preises erfolgt in einer nicht öffentlichen Sitzung des Ortsbeirates, wobei eine Jury aus je einem Mitglied jeder Fraktion sowie den fraktionslosen Mitgliedern des Ortsbeirates für die Vorauswahl zuständig ist. Der Vorsitz der Jury wird innerhalb der Gruppe bestimmt. Es ist wichtig zu beachten, dass der Preis nicht zweimal in Folge an dieselbe Person oder Gruppe verliehen werden kann.

Die Übergabe des Preises an die Gewinner findet im Rahmen einer öffentlichen Ortsbeiratssitzung im Jahr 2026 statt, was die Bedeutung der Auszeichnung unterstreicht.

Bewerbungsmodalitäten

Interessierte haben bis zum 31.10.2025 Zeit, ihre Bewerbungen oder Vorschläge einzureichen. Diese sollten eine Kurzbeschreibung des Projekts oder der Idee enthalten und können entweder per Post an das Büro der Stadtverordnetenversammlung (Stichwort „Stadtteilpreis des Ortsbeirates 12“, Bethmannstraße 3, 60311 Frankfurt am Main) oder per eMail an ortsbeiraete@stadt-frankfurt.de gesendet werden.

Für weitere Informationen steht die Ortsvorsteherin Ulrike Neißner zur Verfügung. Sie kann unter der eMail-Adresse Ortsvorsteherin-Kalbach-Riedberg@web.de kontaktiert werden.

Einsatz für die Gemeinschaft

Der Stadtteilpreis 2025 bietet eine hervorragende Gelegenheit für die Bürger, ihre Kreativität und ihr Engagement für die Gemeinschaft unter Beweis zu stellen. Mit der Förderung von Projekten, die das soziale Miteinander stärken, leistet der Ortsbeirat einen wichtigen Beitrag zur Weiterentwicklung des Stadtteils.

Alle interessierten Bürger sind aufgerufen, ihre Ideen einzureichen und aktiv an der Gestaltung ihres Wohnumfeldes mitzuwirken. Der Stadtteilpreis ist nicht nur eine Auszeichnung, sondern auch ein Zeichen der Wertschätzung für das ehrenamtliche Engagement und die Initiative der Menschen in unserer Nachbarschaft.

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Regionale Tageszeitungen – Ein unverzichtbares Medium

Eine Gruppe Zeitung lesender Personen

In Deutschland lesen knapp zwei Drittel der Bevölkerung regelmäßig regionale Tageszeitungen.

Eine aktuelle Studie der Score Media Group zeigt, dass 64 % der Menschen sich über die Geschehnisse in ihrer Region und der Welt informieren, indem sie auf gedruckte Ausgaben, E-Paper oder Online-Artikel zugreifen. Diese Zahlen verdeutlichen die anhaltende Relevanz regionaler Medien in einer Zeit, in der digitale Formate zunehmend dominieren.

Hohe Nachfrage nach regionalen Informationen

Die Studie „Zeitungsfacetten 2024“ belegt, dass 81 % der zahlenden Online-Nutzer ihre regionale Tageszeitung im Abo lesen. Dies zeigt, dass die Leser bereit sind, für qualitativ hochwertige Berichterstattung zu zahlen. Der Hauptgrund für die Nutzung regionaler Tageszeitungen bleibt die Bereitstellung relevanter Informationen aus der eigenen Region. Über 76 % der befragten Online-Nutzer bestätigen, dass sie gerade diese Informationen schätzen. Selbst unter den Gratis-Nutzern sind 70 % bereit, für aktuelle Nachrichten zu bezahlen.

Die Bedeutung regionaler Tageszeitungen geht jedoch über die bloße Informationsversorgung hinaus. 68 % der Leser sind der Meinung, dass diese Medien ihrer Region eine Stimme geben, während 63 % sie als wertvollen Beitrag zur freien Meinungsbildung ansehen. Rund 61 % der Befragten halten sie für unverzichtbar für die Demokratie. Diese Zahlen verdeutlichen, dass regionale Tageszeitungen nicht nur Informationsquellen sind, sondern auch eine zentrale Rolle in der Gesellschaft spielen.

Digitale Angebote und Nutzungstrends

Die Studie zeigt auch, dass die Nutzung digitaler Angebote weiterhin auf Wachstumskurs ist. Print- und Online-Angebote werden mittlerweile gleich häufig genutzt, wobei 44 % der Befragten wöchentlich auf beide Formate zugreifen. Besonders das E-Paper erfreut sich wachsender Beliebtheit: 33 % der Leser nutzen es regelmäßig, was einem Anstieg von 9 % im Vergleich zum Vorjahr entspricht.

Die digitalen Angebote erweitern zudem die Kontaktmöglichkeiten, insbesondere in den Abendstunden. Während die Nutzung am Morgen zwischen 7:00 Uhr und 9:00 Uhr ihren Höhepunkt erreicht, greifen die Leser zwischen 17:00 Uhr und 20:00 Uhr verstärkt auf Online-Inhalte zu. Diese Trends zeigen, dass die Leser zunehmend flexibel in ihrer Informationsaufnahme sind und digitale Formate einen wichtigen Platz im Alltag einnehmen.

Wichtige Rolle in einer funktionierenden Demokratie

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass regionale Tageszeitungen in Deutschland eine zentrale Rolle für die lokale Berichterstattung und die Meinungsbildung spielen. Die hohe Nachfrage nach relevanten Informationen und die Bereitschaft, dafür zu zahlen, unterstreichen die Wichtigkeit dieser Medien. In einer Zeit, in der Informationen schnell und oft unüberprüft verbreitet werden, bieten regionale Tageszeitungen eine vertrauenswürdige Quelle, die den Lesern nicht nur Informationen, sondern auch ein Gefühl der Gemeinschaft und Identität vermittelt. Die Ergebnisse der Studie zeigen, dass die Leser die Bedeutung dieser Medien für die Demokratie und die Gesellschaft insgesamt erkennen und schätzen.

Werbung in eigener Sache

Falls auch Sie Lust haben, über lokale Ereignisse zu schreiben, funken Sie uns an unter mail@main-riedberg.de. Wir freuen uns über Verstärkung in unserem Team.

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Der Hessentag in Bad Vilbel steht bevor

Beach-Feeling mit Riesenrad

Ein Fest der Vielfalt und Tradition

Der 62. Hessentag steht vor der Tür und wird vom 13. bis 22. Juni in Bad Vilbel, das bekannt ist für seine malerische Altstadt und die berühmten Mineralquellen, stattfinden.

Dieses bedeutende Fest, das in jedem Jahr in einer anderen Stadt in Hessen gefeiert wird, zieht Besucher aus der gesamten Region an und bietet eine einmalige Gelegenheit, die kulturelle Vielfalt und die Traditionen des Bundeslandes zu erleben.

Die Ursprünge des Hessentags gehen auf die hessischen Heimatfeste der 1950er Jahre zurück. Diese Feste sollten die regionale Identität stärken und die kulturellen Besonderheiten der einzelnen Städte hervorheben. Mit der offiziellen Gründung des Hessentags im Jahr 1961 wurde das Fest institutionalisiert und erhielt einen festen Platz im Veranstaltungskalender des Landes.

Spitzendenkmal Bad Vilbel

Hessentag in Bad Vilbel ist spitze!

Historie

Bad Vilbel war bereits in der Vergangenheit Gastgeber des Hessentags. Der letzte Hessentag fand 1997 statt, und die Stadt konnte damals mit einer Vielzahl von Veranstaltungen und Attraktionen begeistern.

Ursprünglich war der Hessentag in Bad Vilbel für das Jahr 2020 geplant. Doch musste die Veranstaltung aufgrund der gesundheitlichen Risiken durch die Corona-Pandemie und der damit verbundenen Einschränkungen im öffentlichen Leben abgesagt werden.

Gartenkunst

Gartenkunst

Ein umfangreiches Programm

Das diesjährige Programm verspricht, sowohl Einheimische als auch Touristen zu begeistern. Über 200 Veranstaltungen sind geplant, darunter Konzerte, Ausstellungen, Workshops und kulinarische Angebote.

Zum Abschluss des Hessentages wird am 22. Juni ein Festumzug veranstaltet, der durch die Straßen der Stadt zieht und die verschiedenen Regionen Hessens präsentiert.

Besondere Highlights sind die Konzerte namhafter Künstler, die auf mehreren Bühnen auftreten werden. Von regionalen Bands bis hin zu bekannten Musikern – für jeden Geschmack ist etwas dabei. Auch die traditionelle hessische Folklore wird nicht zu kurz kommen, mit Auftritten von Trachtengruppen und Volkstanzaufführungen.

Kneippbecken

Kneippbecken

Kulinarische Köstlichkeiten

Ein weiterer Höhepunkt des Hessentags ist das gastronomische Angebot. Zahlreiche Stände und Restaurants werden regionale Spezialitäten anbieten, darunter Handkäse mit Musik, Äppelwoi und die berühmte Frankfurter Grüne Soße. Besucher haben die Möglichkeit, die Vielfalt der hessischen Küche zu entdecken und sich von den kulinarischen Köstlichkeiten verführen zu lassen.

Riesenrad auf dem Hessentag

Das Riesenrad

Familienfreundliche Aktivitäten

Der Hessentag ist ein Fest für die ganze Familie. Für die kleinen Besucher gibt es ein umfangreiches Kinderprogramm mit Spielstationen, Bastelaktionen und Mitmachangeboten. Ein großer Kinderbereich wird eingerichtet, um sicherzustellen, dass auch die jüngsten Gäste auf ihre Kosten kommen.

Zudem wird es zahlreiche Informationsstände geben, die über die verschiedenen Städte und Regionen Hessens informieren. Hier können Besucher mehr über die kulturellen Besonderheiten und Sehenswürdigkeiten der einzelnen Orte erfahren.

Nachhaltigkeit im Fokus

In diesem Jahr wird auch das Thema Nachhaltigkeit großgeschrieben. Die Veranstalter haben sich zum Ziel gesetzt, den Hessentag umweltfreundlicher zu gestalten. So werden beispielsweise wiederverwendbare Becher für Getränke angeboten und Mülltrennungssysteme aufgestellt, um die Abfallmenge zu reduzieren. Zudem wird auf regionale Produkte und nachhaltige Lieferketten geachtet.

Bad Vilbel - Stadt der Quellen

Bad Vilbel – Stadt der Quellen

Ausblick und Vorfreude

Der Hessentag in Bad Vilbel verspricht ein unvergessliches Erlebnis zu werden. Die Kombination aus Kultur, Tradition, Kulinarik und Familienfreundlichkeit macht das Event zu einem besonderen Highlight im hessischen Veranstaltungskalender. Die Stadt Bad Vilbel freut sich darauf, Besucher aus nah und fern willkommen zu heißen und gemeinsam mit ihnen zu feiern. Es lohnt sich, die Website des Hessentags und lokale Medien zu verfolgen, um nichts zu verpassen. Seien Sie dabei, wenn Bad Vilbel für 10 Tage zum Zentrum hessischer Lebensfreude wird!


Weiterführende Links

 

 

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Nachbarschaftshilfe im Gehirn

Auditory Cortex

Am Frankfurt Institute for Advanced Studies (FIAS) wurde eine bedeutende Entdeckung über die Funktionsweise des Gehirns veröffentlicht. Forschende der Universitätsmedizin Mainz, des FIAS und der Hebrew University in Jerusalem haben herausgefunden, wie sich neuronale Netzwerke im Gehirn reorganisieren können, wenn Nervenzellen verloren gehen.
Diese Erkenntnisse könnten wichtige Impulse für die Forschung zu neurodegenerativen Erkrankungen wie Alzheimer und Parkinson geben.

Hintergrund

Nervenzellen, auch Neuronen genannt, sind die Grundbausteine des Gehirns. Sie sind entscheidend für alle geistigen und körperlichen Funktionen, wie Denken, Fühlen und Bewegung. Im Laufe des Lebens können Neuronen aus verschiedenen Gründen absterben, etwa durch Alterungsprozesse, Gifte wie Alkohol, Drogen, oder neurodegenerative Erkrankungen.

Im Gegensatz zu anderen Körperorganen, die alte oder beschädigte Zellen regelmäßig ersetzen, ist die Neubildung von Neuronen im Gehirn sehr eingeschränkt. Besonders in der Großhirnrinde, die für komplexe Denkprozesse verantwortlich ist, ist diese Fähigkeit stark limitiert. Dennoch zeigt das Gehirn oft eine erstaunliche Widerstandsfähigkeit gegenüber dem Verlust von Nervenzellen.

Die Entdeckung

Um herauszufinden, wie das Gehirn mit dem Verlust von Neuronen umgeht, untersuchte das Forschungsteam neuronale Netzwerke im »Auditorischen Kortex«, der für die Verarbeitung von Geräuschen zuständig ist. Sie entdeckten, dass sich die Aktivitätsmuster im Gehirn bei einem gezielten Verlust von Nervenzellen zunächst destabilisieren. Dies zeigt, dass die neuronalen Netzwerke in einem empfindlichen Gleichgewicht sind.

Bereits nach wenigen Tagen konnten die Forscher beobachten, dass sich ähnliche Aktivitätsmuster neu bildeten. Nervenzellen, die zuvor nicht aktiv waren, übernahmen die Aufgaben der verlorenen Neuronen. Dieser Mechanismus könnte eine wichtige Rolle bei der Kompensation von Nervenzellverlusten im Alter oder bei neurodegenerativen Erkrankungen spielen.

Bedeutung der Forschung

Die Ergebnisse dieser Studie können dazu beitragen, neue Ansätze zur Unterstützung der neuronalen Reorganisation im Gehirn zu entwickeln. Simon Rumpel, Leiter der Arbeitsgruppe »Systemische Neurophysiologie« an der Universitätsmedizin Mainz, betont, dass das Verständnis dieser Mechanismen für die Forschung zu natürlichen Alterungsprozessen und neurodegenerativen Erkrankungen von großer Bedeutung ist.

Die Entdeckung, dass das Gehirn in der Lage ist, sich nach dem Verlust von Nervenzellen neu zu organisieren, ist ein wichtiger Fortschritt im Verständnis der Gehirnfunktion. Diese Erkenntnisse könnten zukünftig helfen, neue Therapien für neurodegenerative Erkrankungen zu entwickeln und die Resilienz des Gehirns zu fördern.


Bildinformation
Mikroskopisches Bild aus dem Bereich des Gehirns einer Maus, der für die Verarbeitung akustischer Reize zuständig ist. Nervenzellen sind grün gefärbt; so kann die neuronale Aktivität gemessen werden. Die Zellkörper sind rot markiert. Der Bildausschnitt entspricht etwa einem Drittel Millimeter. Quelle: © AG Rumpel, Universitätsmedizin Mainz.

Publikation und Kontaktinformationen
Die Forschungsergebnisse wurden in der Fachzeitschrift Nature Neuroscience veröffentlicht. Für weitere Informationen stehen folgende Kontakte zur Verfügung:

Prof. Dr. Matthias Kaschube
Frankfurt Institute for Advanced Studies (FIAS)
Tel.: +49 69 798 47521
eMail: kaschube@fias.uni-frankfurt.de

Dr. Anja Störiko
FIAS-Pressestelle
Tel.: +49 (0)69 798 47507
eMail: stoeriko@fias.uni-frankfurt.de

Frankfurt Institute for Advanced Studies
Das FIAS ist eine interdisziplinäre Forschungseinrichtung in Frankfurt am Main, die sich mit komplexen naturwissenschaftlichen Themen beschäftigt. Es arbeitet an der Schnittstelle von theoretischen Naturwissenschaften, Computerwissenschaften, KI-Systemen sowie Lebens- und Neurowissenschaften. https://fias.institute/

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Neue Methode zur Analyse von Molekülbewegungen

CryoSBI am FIAS

Am Frankfurt Institute for Advanced Studies (FIAS) wurde eine innovative Methode vorgestellt, die es Wissenschaftlern ermöglicht, die Bewegungen von Molekülen schneller und genauer zu analysieren. Diese Technik wurde von Forschern des FIAS in Zusammenarbeit mit dem New Yorker Flatiron Institute entwickelt. Ziel ist es, ein besseres Verständnis der Funktionen von Biomolekülen wie Proteinen und DNA zu erlangen.

Hintergrund

Biomoleküle sind flexibel und bewegen sich ständig, was für ihre Funktionalität entscheidend ist. Bisher konnten moderne Elektronenmikroskope nur statische Bilder dieser Moleküle aufnehmen, indem sie die Moleküle einfrieren. Diese Bilder sind oft von „Rauschen“ betroffen und die Forscher wissen nicht, von welcher Seite das Molekül aufgenommen ist. Eine neue Methodik hilft, diese Herausforderungen zu überwinden.

Die neue Herngehensweise

Die FIAS-Forscher haben eine Technik entwickelt, die physikbasierte Simulationen und maschinelles Lernen kombiniert. Diese Methode, genannt Cryo-EM simulationsbasierte Inferenz (cryoSBI), ermöglicht es, die Bilder von Molekülen innerhalb von Millisekunden auszuwerten.

Lars Dingeldein, ein Doktorand am FIAS, erklärt, dass man viele Einzelbilder benötigt, um die Bewegung eines Moleküls zu verstehen. Die Wissenschaftler trainierten das KI-System mit Biomolekülen, deren Bewegungsprofile bekannt waren. Sie simulierten den Mikroskopierprozess und erhielten einen Datensatz von künstlichen Bildern. Das KI-System lernte dann, die Struktur eines Biomoleküls anhand dieser Bilder zu erkennen.

Vorteile der neuen Technik

Mit der neuen Methode können Forscher die Struktur und Bewegung von Biomolekülen viel schneller bestimmen. Während es mit herkömmlichen Methoden etwa 15 Sekunden dauert, um die Form eines Proteins aus einem Bild zu bestimmen, geschieht dies mit cryoSBI in nur wenigen Millisekunden.

Das Trainieren des KI-Systems ist zwar aufwändig, aber die Methode ist danach kostengünstiger. Interessierte Anwender können die Technik ab sofort nutzen, um biologische Systeme besser zu verstehen. Dies ist besonders wichtig für medizinische Anwendungen, bei denen es darum geht, die Bewegungen und mögliche Störungen von Biomolekülen zu untersuchen.

Ausblick

Die Forscher planen, die Methode weiter zu optimieren und ihre Anwendung zu verbessern. Prof. Dr. Roberto Covino, Gruppenleiter am FIAS, ist überzeugt, dass diese neue Technik dazu beitragen wird, biologische Systeme schneller und präziser zu verstehen.

Die neue Methode zur Analyse von Molekülbewegungen stellt einen bedeutenden Fortschritt in der biomedizinischen Forschung dar. Sie ermöglicht es Wissenschaftlern, schneller und genauer zu arbeiten, was zu einem besseren Verständnis biologischer Prozesse führt.


Für weitere Informationen stehen folgende Kontakte zur Verfügung
Prof. Dr. Roberto Covino
Frankfurt Institute for Advanced Studies (FIAS)
Tel.: +49 69 798 47659
eMail: covino@fias.uni-frankfurt.de

Dr. Anja Störiko
FIAS-Pressestelle
Tel.: +49 (0)69 798 47507
eMail: stoeriko@fias.uni-frankfurt.de

Publikation: Lars Dingeldein, David Silva-Sánchez, Luke Evans: Amortized template matching of molecular conformations from cryoelectron microscopy images using simulation-based inference, PNAS 122 (23) e2420158122, https://doi.org/10.1073/pnas.2420158122

Bild/Quelle: Biomoleküle (links) lassen sich im Elektronenmikroskop (2. Bild) darstellen. Daraus lässt sich eine Struktur ableiten (3. Bild), die aber häufig schwer zu interpretieren und fehlerhaft ist. Die neue Methode der FIAS-Forschenden erlaubt, die Bilder innerhalb von Millisekunden auszuwerten und die wahrscheinlichste Struktur und Bewegung zu berechnen (Bild rechts).
Grafik: © Lars Dingeldein.

Frankfurt Institute for Advanced Studies
Das FIAS ist eine interdisziplinäre Forschungseinrichtung in Frankfurt am Main, die sich mit komplexen naturwissenschaftlichen Themen beschäftigt. Es arbeitet an der Schnittstelle von theoretischen Naturwissenschaften, Computerwissenschaften, KI-Systemen sowie Lebens- und Neurowissenschaften. https://fias.institute/

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Buslinie 29: Weiterentwicklung des ÖPNV im Ortsteil Kalbach-Riedberg

Bus der Linie 29

Die Weiterentwicklung des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) im Ortsteil Kalbach-Riedberg steht im Zeichen der Elektrifizierung und der Verbesserung der Busbeschleunigung. Besonders die Buslinie 29 spielt dabei eine zentrale Rolle, um den Nahverkehr attraktiver und effizienter zu gestalten.

Elektrifizierung der Busflotte

Der Magistrat hat die Elektrifizierung der Frankfurter Busflotte als ein wichtiges Ziel identifiziert. Im Rahmen des Linienbündels G, zu dem auch die Buslinien 24, 28, 29 und N8 gehören, ist eine Umstellung auf alternative Antriebe bis zur Neuvergabe des Bündels im Dezember 2028 geplant.
Diese Maßnahme soll nicht nur die Umweltbelastung verringern, sondern auch die Betriebskosten langfristig senken.
Während die Buslinie 29 bereits in den Fokus der Busbeschleunigungsmaßnahmen gerückt ist, bleibt die Regionalbuslinie 251, die ebenfalls im Stadtteil verkehrt, vorerst von der Umstellung auf alternative Antriebe ausgeschlossen, hauptsächlich aus Kostengründen.

Busbeschleunigungssystem

Ein weiteres zentrales Element zur Verbesserung des ÖPNV in Kalbach-Riedberg ist das Busbeschleunigungssystem. Im Abschnitt zwischen den Haltestellen „Schwalbenweg“ und „Emil-von-Behring-Straße“ wurden Ende 2023 zehn Lichtsignalanlagen mit Busbeschleunigungsfunktionen ausgestattet. Diese Anlagen erkennen die Annäherung eines Busses und verkürzen automatisch die Wartezeiten an den Ampeln. Dadurch werden die Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit der Buslinie 29 erhöht.

Aktuelle Herausforderungen

Trotz der Fortschritte sind die bisherigen Ergebnisse der Busbeschleunigung noch nicht zufriedenstellend. Nach der Umrüstung der Lichtsignalanlagen wurden umfassende Auswertungen durchgeführt, die gezeigt haben, dass weitere Optimierungen notwendig sind.

Der Magistrat hat betont, dass bei der Busbeschleunigung auch die Auswirkungen auf den Kraftfahrzeug-, Rad- und Fußverkehr berücksichtigt werden müssen, um einen reibungslosen Verkehrsfluss für alle Verkehrsteilnehmer zu gewährleisten. Besonders die U-Bahn hat an bestimmten Kreuzungen Vorrang, was die Buslinie 29 in ihrer Geschwindigkeit beeinträchtigen kann.

Zukünftige Maßnahmen

Um die Effizienz der Buslinie 29 weiter zu steigern, sind zusätzliche Prüfungen und mögliche Nachrüstungen der Lichtsignalanlagen geplant. Ein Beispiel hierfür ist die Lichtsignalanlage am Knotenpunkt Marie-Curie-Straße / Lurgiallee, die derzeit noch keine ÖPNV-Bevorrechtigungskomponenten aufweist. Die Möglichkeit einer Nachrüstung wird derzeit geprüft, um die Wartezeiten für die Busse weiter zu minimieren.

Darüber hinaus wird die Stadtwerke Frankfurt am Main mbH (VGF) ihren Strombedarf seit dem 01.01.2024 vollständig aus Ökostrom decken. Ein Teil dieses Stroms stammt aus einem der größten Freiflächen-Solarparks Deutschlands. Diese nachhaltige Energieversorgung unterstützt die Ziele der Stadt, den ÖPNV klimaneutral zu gestalten.

Ziel: Förderung der Mobilität im Ortsteil

Die Weiterentwicklung des ÖPNV im Ortsteil Kalbach-Riedberg zeigt vielversprechende Ansätze, insbesondere durch die Elektrifizierung der Busflotte und die Implementierung von Busbeschleunigungsmaßnahmen. Die Buslinie 29 wird dabei als Schlüsselprojekt betrachtet, das nicht nur die Attraktivität des Nahverkehrs steigert, sondern auch einen wichtigen Beitrag zur Reduzierung der CO2-Emissionen leistet.


Busbeschleunigung
Busbeschleunigung wird als eine Maßnahme bezeichnet, um den öffentlichen Nahverkehr effizienter und zuverlässiger zu gestalten. Dabei werden beispielsweise Busspuren eingerichtet oder intelligente Verkehrssysteme eingeführt.

Die Busbeschleunigung an Ampeln wurde beispielsweise mittels des GPS-gestützten Systems C-CALL (City Communication and Light) verbessert. Dazu sind in den Bussen GPS-Sender installiert, welche die Position und Geschwindigkeit melden.

Die Daten werden von Empfängern, welche an Haltestellen installiert sind empfangen und an eine zentrale Steuerung weitergeleitet. Durch diese Informationen kann dann das Ampelsystem in Echtzeit angepasst werden und den Bussen so eine bevorzugte Durchfahrt ermöglichen.

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Zu Pfingsten erklingt das »Neue Große Stadtgeläute« „supra urbem“

Die Personen Römer, Kretzschmar vor der Gloriosa-Glocke

Ensemble Modern komponierte neue Fassung des Glockenkonzerts

Es ist eine Welturaufführung: Am Pfingstsamstag, den 7. Juni, erklingt von 16:30 Uhr bis 17 Uhr das »Große Frankfurter Stadtgeläute« unter dem Titel „supra urbem“ in einer neuen Fassung der Ensemble Modern-Mitglieder Hermann Kretzschmar und Rainer Römer. Die Zuhörer sind eingeladen, das traditionsreiche Glockenkonzert bei seiner Premiere aus einer neuen Perspektive zu erleben.

Das Große Stadtgeläute erklingt nur viermal im Jahr – jeweils an den Samstagen vor Ostern, Pfingsten, dem 1. Advent sowie an Heiligabend – und vereint die Glocken von 10 Innenstadtkirchen zu einem einzigartigen Konzert im öffentlichen Raum für die Frankfurter Stadtgesellschaft.

Die Idee zur neuen Fassung entstand, wie Römer berichtet, bei einem seiner traditionellen Rundgänge am Heiligabend: „Auch für uns Mitglieder des Ensemble Modern gehört das Stadtgeläute fest zum Weihnachtsabend.

Dabei entstand die Idee, diesem besonderen Moment mehr Raum zu geben sowie die Vielfalt und Schönheit der Glockenklänge intensiver erlebbar zu machen. Die Verantwortlichen der Stadt zeigten sich offen und so entstand die besondere Gelegenheit, das Stadtgeläute in einer alternativen Form zu präsentieren.“

Stadtkämmerer Bastian Bergerhoff, der auch für die Dotationskirchen zuständig ist, ließ sich schnell für das Projekt begeistern: „Mich hat die Idee fasziniert, auch bei so einem traditionellen Klangerlebnis etwas Neues zu wagen. Wir verbinden zwei große Frankfurter Institutionen: Das Stadtgeläut und das Ensemble Modern.

Und wir erleben – wie auch beim traditionellen Stadtgeläut – quasi ein begehbares Musikinstrument, zu dem sich die 10 Innenstadtkirchen zusammenschließen. Ich freue mich auch sehr darüber, dass diese Idee nicht nur mich, sondern auch die Vertreter der Kirchen begeistert hat.

Es war ein besonderes Erlebnis, sich diesem Vorhaben gemeinsam mit den Mitgliedern des Ensemble Modern zu nähern. Obwohl es keine vorgeschlagene Route gibt, empfiehlt es sich, dem Glockenklang bei einem kleinen Spaziergang zu lauschen. Ich bin selbst schon sehr auf die Atmosphäre gespannt, die wir am Pfingstsamstag in der Frankfurter Innenstadt erleben werden.“

In der neuen Fassung werden die Glocken zunächst einzeln vorgestellt – von den höchsten bis zu den tiefsten Tönen. So haben Zuhörer die Möglichkeit, die jeweilige Klangfarbe und Charakteristik jeder Glocke wahrzunehmen. Nach etwa 15 Minuten vereinen sich die Glocken schließlich zum vertrauten Gesamtklang.

„Das beeindruckende Geläute in Frankfurt, bestehend aus insgesamt 50 Glocken, gleicht einem musikalischen Ensemble. Jede Glocke besitzt ein eigenes, unverwechselbares Klangprofil – und doch ist sie Teil eines harmonischen Ganzen“, schwärmt Kretzschmar.

Der Titel „supra urbem“ (lateinisch: „über der Stadt“) entstammt einem Reisebericht von Thomas Mann. Darin beschreibt er den Moment, als er bei seiner Ankunft in Rom zum ersten Mal die Glocken der Stadt aus der Ferne hörte – ein eindrucksvoller Klang, der über der Stadt zu schweben schien.

Zukünftig wird die Fassung des Ensemble Modern jeweils am Samstag vor Pfingsten zu hören sein. Christian Fausch, Künstlerischer Manager und Geschäftsführer des Ensemble Modern freut sich, „dass das Ensemble Modern mit einer eigenen Fassung des Großen Stadtgeläutes die Verbundenheit mit seiner Heimatstadt nochmals in einem ganz anderen, vielleicht für manche auch überraschenden Kontext unterstreichen kann“.

An den übrigen Terminen erklingt weiterhin die traditionelle Fassung nach dem klanglichen Konzept des Mainzer Glockensachverständigen Prof. Paul Smets aus dem Jahr 1954.

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Nächtliches Bildungsevent

Studierende der Goethe-Universität Frankfurt organisieren die Night of Science

„Nachts im Museum“ war gestern. In der Nacht vom 13. auf den 14. Juni öffnet die Goethe-Universität Frankfurt ihre Pforten für all jene, die sich zu später Stunde nicht von magischen Pharaonentafeln, sondern von wissenschaftlichen Erkenntnissen erwecken lassen wollen. Statt Slapstick Comedy gibt es im Dunkel des nächtlichen Campus‘ Vorträge zu naturwissenschaftlichen Themen mit hohem Bildungspotenzial. Bis in die frühen Morgenstunden finden im Otto-Stern-Zentrum, im Geozentrum und in den Gebäuden der Fachbereiche Biologie und Physik Veranstaltungen rund um die Wunder der Natur statt. Besucher können dem Campus Riedberg zwischen 17 Uhr abends und 5 Uhr morgens Leben einhauchen, wenn sie Vorlesungen über „Gravitationslinsen im Weltraum“ lauschen oder mit einem „Bembelbot“ Fußball spielen. Das Programm, das auch zahlreiche Führungen anbietet, steht bereits und ist unter https://nightofscience.de/ abrufbar.

Event steht auf eigenen Füßen

Organisiert wird die Night of Science von Studierenden der Goethe-Universität Frankfurt. Zahlreiche Ehrenamtliche packen jedes Jahr gemeinsam an, um das Event zu ermöglichen. Das im Zweiwochentakt zusammenkommende „Orga-Komitee“ setzt sich hauptsächlich aus Studierenden der naturwissenschaftlichen Fachrichtungen zusammen, aber auch Hörer anderer Fakultäten sowie Auszubildende und Promovierende sind laut Website herzlich eingeladen, an dem Projekt mitzuwirken.

Für die Nacht des 13. Juli werden auf dem Gelände noch zahlreiche andere Helfer erwartet, denen die Organisatoren ihren Dank aussprechen: das Deutsche Rote Kreuz, Stiftungen, Lieferanten und natürlich die Dozenten der Goethe-Universität, die die Vorträge verantworten. Damit „Das Leben in der Kaffeetasse“ nicht nur der kreative Name einer dieser Vorträge bleibt, können die nächtlichen Besucher auch Essen und Trinken an den Ständen kaufen, und dies zu günstigen Preisen. Weil der Eintritt zur Night of Science kostenlos ist, finanziert sich die Veranstaltung hauptsächlich durch Spenden von Lottogewinnern und all jenen, die „hassen, wie kurz ihr Testament ist“, wie die Organisatoren witzeln. Dass die Night of Science nicht durch die Universität finanziert wird, sondern auf eigenen Füßen seht, hat allerdings einen ernsten Hintergrund.

Aus „Protest gegen Studiengebühren“ wird »Nacht der Wissenschaft«

2006 legte die hessische Landesregierung einen Gesetzentwurf zur Einführung allgemeiner Studiengebühren vor, auf den Studierende unter dem Motto „Solidarität und freie Bildung“ mit umfassenden Protesten reagierten. Während die Proteste viel Zuspruch vonseiten universitärer Beschäftigter auf sich zogen, positionierte sich der Senat der Goethe-Universität als einziger landesweit nicht gegen die Wiedereinführung der Gebühren. Die damals von den Frankfurter Studierenden ins Leben gerufene Night of Science reihte sich in ein allgemeines Aufbegehren ein: Sie entsprach einer von unten organisierten Protestveranstaltung, die exemplarisch für die Idee einer anti-elitären Wissenschaft unter dem Leitgedanken der Chancengleichheit für alle stand.

Tatsächlich wurden die hessischen Studiengebühren im Jahr 2008 zurückgenommen und nicht wieder eingeführt. Weil sich soziale Ungleichheit im Bildungswesen aber nicht einfach verflüchtigt, existiert die Night of Science bis heute. Die Forderung, Wissenschaft möge „zugänglich sein – für alle Menschen unabhängig ihres sozioökonomischen Hintergrunds“ steht bis dato nicht umsonst ganz oben in der Selbstbeschreibung der Veranstalter. Wie zahlreiche Studien belegen, sind Menschen aus Familien mit geringem Einkommen an deutschen Universitäten unterproportional vertreten.

Leitfigur Rosalind Franklin

Ideelle Unterstützung für das integrative Projekt holen sich die Veranstalter der Night of Science dieses Jahr bei Rosalind Franklin (1920-1958). Die britische Biochemikerin, die anhand eines Röntgenbeugungsbilds die weltbekannte Doppelhelixstruktur des menschlichen Erbguts aufzeigte, hat einen bedeutenden Anteil an späteren Entdeckungen im Bereich der Genforschung und Molekularbiologie. Für die Forschung der beiden Wissenschaftler Francis Crick und James Watson legte sie mit dem ikonischen „Foto 51“ das Fundament.

Während Crick und Watson den Nobelpreis erhielten, verstarb Franklin bereits in jungen Jahren an einer Krebserkrankung, die wahrscheinlich durch die Röntgenstrahlen ausgelöst wurde, mit deren Hilfe sie das „wichtigste Foto aller Zeiten“ aufnahm. Heute tragen die Erkenntnisse über die Struktur der menschlichen DNA, für die Franklin den Weg bereitete, ihrerseits zum Kampf gegen Krebs bei. Von der Wissenschaft lange übersehen und vom Nobelpreis ausgespart, verhilft die Night of Science Franklin dieses Jahr im Kleinen zu der Anerkennung, die ihr zusteht. Auch rückwirkend sorgt die Night of Science so für mehr Gerechtigkeit im Forschungskosmos.

Gut zu wissen: Auch die U8 trägt ihren Teil zu einer rundum zugänglichen Wissenschaft bei. Sie folgt einem Sonderfahrplan, der Interessierten die gesamte Nacht über eine einfache Hin- und Rückfahrt (Haltestellte „Uni Campus Riedberg“) ermöglicht.

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Wie Schubladen in Apothekerschränken

Beet mit fetten Ölen

Im Riedberger Arzneigarten wächst Heilsames und Giftiges

„Braucht man in der modernen Biowissenschaft überhaupt noch einen botanischen Garten?“ Die Frage, die Ilse Zündorf, Akademische Oberrätin am Institut für Pharmazeutische Biologie der Goethe-Universität Frankfurt, zu Beginn ihrer Führung durch den Riedberger Arzneipflanzengarten stellte, entpuppte sich schnell als rhetorisch. Nicht nur am Tag des Frühlingsfests dient das satte Grün vor dem Riedberger Biozentrum dem naturwissenschaftlichen Campus als Forschungsstätte. Der Arzneipflanzengarten existiert bereits seit 2014 und wird auch in Zukunft ein integraler Bestandteil der dort ansässigen Wissenschaften sein.

Wie in Schubladen in Apothekerschränken einsortiert reihen sich die Stoffgruppen hangabwärts. Hier finden sich Phenole, Schwefelstoffe und Alkaloide. Aber auch solche Stoffe, die man für üblich aus der Küche kennt, tischt der Garten auf. Die Stoffgruppe „Fette Öle“ springt sofort ins Auge und dürfte den meisten Besuchern geläufig sein. Beim Gang durch die Beete möchte man mitunter in den Gewürz- statt in den Apothekerschrank greifen: Minze, Thymian und Lavendel wachsen im Fach für Ätherische Öle. Die Kamille ist gleich in mehreren Beeten vertreten, Saponine wiederum kennt man als Seifenstoffe aus dem heimischen Badezimmer. Dabei riechen und schmecken die Gewächse nicht nur gut. Ihnen allen ist ihre potenziell krankheitslindernde Wirkung gemein. Die Arzneipflanzen können bei Kopfschmerzen, Nervosität und Verdauungsbeschwerden helfen. Mit dem Thema Teebaumöl bei Hautbeschwerden kennen sich auch die Führungsteilnehmer gut aus.

Mit Vorsicht genießen

Allerdings: Nicht alle Gewächse im Arzneipflanzengarten sind alltagstauglich. Wer seine Hoffnung in den großen Ginkgo-Baum steckt, sollte beachten, dass ein Tee allein nicht reicht, um Schwierigkeiten beim Erinnern entgegenzuwirken. Zur Verbesserung der Gedächtnisleistung wird ein Extrakt benötigt, das aus den Blättern des Baumes gewonnen wird. Erst in extrahierter Form kann die Pflanze ihre durchblutungsfördernde Wirkung entfalten und so zum Beispiel Demenzerkrankungen im Anfangsstadium verlangsamen.

Auch wer glaubt, der Garten inspiriere ausschließlich zu Wohltaten, wird eines Besseren belehrt. Mit einem Augenzwinkern erzählt Ilse Zündorf die Geschichte einer Krimi-Autorin, die am biologischen Institut anrief, um die tödliche Wirkung pflanzlicher Giftstoffe zu erörtern. Welche Wirkstoffkombinationen erzielen in der Sauna welchen Effekt? Die Idee: ein Saunahandtuch in pflanzliche Giftstoffe tränken und so einen Mord in Gang setzen. Ob der Sauna-Arzneipflanzen-Krimi je erschienen ist, sei unbekannt, so Zündorf. Sicher ist aber, dass einige der Pflanzen, die auf dem Riedberger Campus gedeihen, unverarbeitet extrem giftig sind. Dazu gehören unter anderem der Blaue Eisenhut und die Tollkirsche.

Paten sichern Zukunft des Gartens

Finanziert werden die Arzneipflanzen durch Spenden. Da alle großen Geldgeber bei der Gründung des Gartens bereits anderweitig belangt waren, stützt sich der Arzneipflanzengarten auf die Zuschüsse vieler kleiner Spender. Dies bricht der Summe nichts ab: 120.000 Euro sind laut Zündorf zusammengekommen. Wer eine Patenschaft für eine Pflanze übernimmt, wird seinen Namen auf dem zugehörigen Schild wiederfinden. Auch die Fachschaft Pharmazie hat eine Patenschaft übernommen. Ganz im Sinne einer erfolgversprechenden und ehrreichen Wissenschaftspraxis betreut sie die Lorbeere.

Der Wissenschaftsgarten, zu dem der Arzneipflanzengarten gehört, soll in den kommenden Jahren bis in die Altenhöferallee wachsen. Nur für den Klimawandel hat der Garten bislang keine eigene Strategie entwickelt. Während auch in Frankfurt die Sommer immer heißer werden, sind die Pflanzen bei der Bewältigung der klimatischen Veränderungen auf sich allein gestellt. Unwillkürlich fragt man sich, ob einer der jährlich auf dem Frühlingsfest stattfindenden Workshops eine Klimastrategie für den Garten entwerfen könnte. Das Nachhaltigkeitsbüro der Goethe-Universität Frankfurt war dieses Jahr auf dem Frühlingsfest vertreten. außerdem gab es einen Stand zur künftigen Ringvorlesung „Sustainability“. Themen wie nachhaltiges Pflanzen und resiliente Gärten könnten in Zukunft auch den Pflanzen des Riedberger Arzneigartens zugutekommen.

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Bauaktivitäten der Goethe-Universität: Fortschritte und Herausforderungen

Mathematik und Informatik-Neubau der Goethe-Universität am Campus Riedberg

Auf dem Campus der Goethe-Universität Frankfurt tut sich einiges. Die Hochschule investiert in mehrere Neubauprojekte, die nicht nur die Infrastruktur verbessern, sondern auch die Lehre und Forschung unterstützen. Während einige Projekte im Zeitplan liegen, gibt es bei anderen Herausforderungen, insbesondere beim Studierendenhaus.

Neubauten im Zeitplan

Der Bau der neuen Chemiegebäude auf dem Campus Riedberg schreitet planmäßig voran. Im vergangenen September wurde Richtfest gefeiert, und die Übergabe an die Universität ist für den Herbst 2026 vorgesehen. Der erste Bauabschnitt umfasst ein Praktikumsgebäude mit hohen technischen Anforderungen, darunter spezielle Laborflächen. Die Pressestelle der Universität berichtet, dass bisher keine Lieferengpässe bekannt seien und das Projekt vollständig im Landeshaushalt finanziert ist.

Parallel dazu wird der Neubau für Informatik und Mathematik an der Riedbergallee vorangetrieben. Der Rohbau ist fortgeschritten, und das Richtfest ist für den Spätsommer oder Herbst 2025 geplant. Die Universität erwartet eine Baufertigstellung im darauffolgenden Jahr und einen Umzug des Fachbereichs im Jahr 2027.

Das Zentrum für Geistes- und Sozialwissenschaften

Ein weiteres bedeutendes Projekt ist das »Center for Humanities«, das kürzlich Richtfest feierte. Das Gebäude wird als intellektuelles Wahrzeichen für die Stadt angesehen und soll die Bedeutung der Geistes- und Sozialwissenschaften an der Goethe-Universität unterstreichen. Auf einer Fläche von 2.300 Quadratmetern werden unter anderem Seminarräume, studentische Arbeitsplätze und eine Probebühne entstehen. Der Bau bleibt im festgelegten Kostenrahmen von rund 20 Mio. € und soll bis Ende 2026 fertiggestellt werden.

Der Universitäts-Präsident betont die Wichtigkeit des Centers in Zeiten, in denen die Freiheit der Wissenschaft bedroht ist. Das Gebäude wird nicht nur als Ort des Denkens und Forschens dienen, sondern auch der Repräsentanz der Universität in der Stadt.

Herausforderungen beim Studierendenhaus

Trotz der positiven Entwicklungen gibt es auch Rückschläge. Der Neubau des Studierendenhauses auf dem Campus Riedberg hat mit erheblichen Verzögerungen zu kämpfen. Obwohl Baurecht besteht, sind die Kosten aufgrund gestiegener Baupreise und technischer Regeländerungen stark angestiegen. (Von 16 Mio. € auf 20 Mio. € und dann sogar auf rund 30 Mio. €)

Die Universität hat sich gegenüber dem Land für eine schnelle Fortführung des Projekts ausgesprochen, doch die Frage der Kostendeckung bleibt offen.

Finanzierung und zukünftige Projekte

Die Finanzierung der Bauprojekte erfolgt größtenteils über das Hochschulbauprogramm Heureka des Landes Hessen, das bis 2031 insgesamt 5,7 Milliarden Euro in Bauprojekte investiert. Die Goethe-Universität hofft, dass dieses Programm auch in Zukunft fortgesetzt wird, um weitere notwendige Bauvorhaben zu realisieren.

Zusätzlich zu den großen Neubauten wird am Sportcampus Ginnheim das Hallengebäude saniert, während am Campus Niederrad das Frankfurt Cancer Institute (FCI) und ein neues Laborgebäude für Virologie entstehen. Diese Projekte sind ebenfalls finanziell abgesichert, und die Sanierung des Hallengebäudes wird noch in diesem Jahr abgeschlossen.

Fortschritte und Rückschläge

Die Bauaktivitäten an der Goethe-Universität sind ein Zeichen für den Fortschritt und die Entwicklung der Hochschule. Während einige Projekte reibungslos voranschreiten, müssen bei anderen Herausforderungen bewältigt werden. Die Universität bleibt jedoch optimistisch und setzt auf eine enge Zusammenarbeit mit dem Land Hessen, um die Finanzierung und Umsetzung ihrer Bauvorhaben sicherzustellen. Mit einem klaren Fokus auf die Verbesserung der Infrastruktur wird die Goethe-Universität weiterhin eine zentrale Rolle in der Bildungslandschaft Frankfurts spielen.


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