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Bundeswehr unterstützt bei Testung in Altenheimen

Corona Virus

Ab heute helfen Bundeswehrsoldaten dabei, Personal und Besucher von Frankfurter Pflegeeinrichtungen auf Infektionen mit dem Coronavirus zu testen. Vorher durchlief die erste Bundeswehr-Abordnung die dafür notwendige Schulung.

„Eigentlich bleibt mir nur eines zu sagen“, sagte OB Peter Feldmann zur Begrüßung. „Danke, dass Sie hier sind. Wir brauchen Sie. Frankfurt braucht Sie. Und vor allem: Die Menschen in den Pflegeheimen brauchen Sie.“

Bislang sind 60 Soldatinnen und Soldaten in Frankfurt eingetroffen. Sie stammen etwa zur Hälfte aus dem Artiilleriebataillon 325 in Munster (Niedersachsen) und dem ABC-Abwehrbataillon 7 in Höxter (Nordrhein-Westfalen). Insgesamt werden 90 Soldatinnen und Soldaten erwartet. Die verbliebene Abordnung kommt am Samstag vom Marinefliegerkommando Nordholz (Schleswig-Holstein).

Die Todeszahlen seien bedrückend, sagte Feldmann. Sie zeigten, dass es bislang nicht gelungen ist, Bewohner von Pflegeeinrichtungen ausreichend zu schützen: „Mehr als 500 Menschen sind in unserer Stadt an Corona gestorben. Davon leider viele in Alten- und Pflegeheimen. Jeder einzelne Fall schmerzt, mahnt uns, mehr zu tun.“

Er sei überzeugt, dass die Zahl der schweren Verläufe in Heimen durch konsequentes Testen verringert werden könne: „Sie machen den Unterschied! Im Zusammenspiel mit den Impfungen bringen Sie den Menschen in diesen Einrichtungen ein Stück Freiheit zurück. Ich bin mir sicher: Das werden die Menschen Ihnen nicht vergessen.“

Foto: CDC / Unsplash.com

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Bauarbeiten: Talstraße wird abschnittweise einspurig

Die Erneuerung der Talstraße in Kalbach ist schon lange ein großes Thema – jetzt erfolgen wichtige Ausbesserungsarbeiten. Die Stadt erneuert ab Montag ein Teilstück der Straße, die dann abschnittweise einspurig wird.

„Die Straße hat etliche Jahre auf dem Buckel, deshalb müssen wir den Fahrbahnbelag erneuern“, sagt die Leiterin des Amtes für Straßenbau und Erschließung (ASE), Michaela C. Kraft. Die jetzigen Arbeiten „dienen lediglich dazu, die Verkehrssicherheit aufrechtzuerhalten“, betont die Amtsleiterin.

Am Montag, 8. Februar, beginnen die Bauarbeiten in dem Abschnitt von An der Grünhohl bis Am Hang. Um die neue Asphaltdecke auftragen zu können, werden zuvor – je nach Beschaffenheit des Untergrunds – zwischen vier und acht Zentimetern des alten Belages abgefräst. Anschließend wird der neue Asphalt aufgetragen. Die Kosten für die Maßnahme belaufen sich auf etwa 180.000 Euro.

Die wichtigste Nachricht für die Kalbacher dürfte aber lauten: Das ASE plant mittelfristig eine Grunderneuerung der Talstraße, mit der eine Umgestaltung einhergehen soll. Die hierzu erforderlichen Abstimmungsprozesse laufen bereits.

Auswirkungen auf den Verkehr

Wegen Deckenerneuerung durch das ASE wird die Talstraße zwischen der Straße An der Grünhohl und der Straße In den Seewiesen von Montag, 8. Februar, bis Samstag, 20. März, abschnittsweise zu einer Einbahnstraße in Richtung der Straße In den Seewiesen.

Für den abschließenden Deckeneinbau wird die Talstraße am Dienstag, 23. Februar, sowie am Donnerstag, 18. März, für den Fahrverkehr abschnittsweise voll gesperrt. Es wird empfohlen, über die Straße An der Grünhohl und Kalbacher Hauptstraße zu umfahren.

Fußgänger können die Baustelle passieren. Die Buslinien fahren eine Umleitung über die parallel verlaufende Kalbacher Hauptstraße. Die Haltestellen Schule und Alte Riedbergstraße werden dorthin verlegt.

Weitere aktuelle Verkehrsinformationen finden sich unter https://mainziel.de/ im Internet.

Symbolbild: Iván Guerrero on Unsplash

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Der neue Sportpark mit Halle kommt nicht vor 2025

Planung Sportplatz 2

Die gute Nachricht lautet: Der Riedberg wird ein zweites Sportgelände bekommen, mit Dreifeld-Halle für Schulen und Vereine plus 400-Meter-Bahn, Fußball- und Multifunktionsfeldern. Allerdings wird die Anlage wohl frühestens 2025 fertig sein.

Der bisher einzige Sportplatz am Riedberg platzt schon länger aus allen Nähten. Der SC Riedberg mit über 1300 Mitgliedern benötigt mehr Platz, der 2015 gegründete Riedberger SV verfügt noch über keine eigene Spielstätte, aber auch Vereine aus Kalbach und angrenzenden Stadtteilen haben dringenden Bedarf. Hinzu kommt, dass die neue Grundschule 3 keine Turnhalle hat und auch die anderen Schulen im Stadtteil wegen wachsender Schülerzahlen an Kapazitäts-Grenzen stoßen.

Deshalb ist seit eineinhalb Jahren klar, dass das für eine „Sportplatz-Erweiterung“ reservierte Gelände östlich der Altenhöferallee, also die Fläche direkt gegenüber von Sportplatz Nummer 1, umgeplant und um eine große Turnhalle für Schulen und Vereine ergänzt werden soll. Kürzlich stellte Wirtschafts- und Sportdezernent Markus Frank im Ortsbeirat weitere Details vor.

Die neuen Planungen im Detail

Mit Blick auf die Verzögerungen erinnerte Frank nochmals an den „Hilferuf“ aus dem Bildungsdezernat und betonte, dass sich der zusätzliche Bau einer Sporthalle „doppelt lohnt“, tagsüber für die Schulen und abends für die Sportvereine. Und die vorhandene Sportinfrastruktur optimal ergänzt.

Die Kosten für den Sportpark werden sich auf insgesamt rund 15 Millionen Euro belaufen, ein Teil der Mittel steht noch aus der städtebaulichen Entwicklungsmaßnahme Riedberg zur Verfügung. Frank gibt sich zuversichtlich, dass auch die übrige Summe im Frankfurter Haushalt bereitgestellt wird. Trotz der Corona-Einbußen. „Wir werden weiter investieren, das ist hier auch eine Frage der Prioritäten.“ 

Das Stadtplanungsamt hat grundsätzlich grünes Licht dafür gegeben, dass hier eine Dreifeld-Halle mit Umkleiden und Funktionsgebäude plus außen eine 400-Meter-Laufbahn entsteht, dazu Einrichtungen für Leichtathletik-Disziplinen wie Weitsprung, Hochsprung und Kugelstoßen, ein großes Kunstrasenspielfeld sowie Klein- und Multifunktionsspielfelder und Parkplätze. Demnächst, wenn es in die Detailplanung geht und auch die Wünsche der Vereine gehört werden, ist man immer noch „bereit zu Veränderungen bei der Feinjustierung“, so Markus Frank.

Wichtig für die Anwohner dürfte sein, dass die große Halle – vergleichbar mit der Sporthalle am Gymnasium – tiefergelegt wird und nicht über das Niveau der Häuser ringsum hinausragen soll. Hin zum Sportplatz sind die Fronten fast vollkommen aus Glas, was den Bau transparent erscheinen lässt. Es wird auch eine Zuschauertribüne mit 199 Plätzen geben.

Stadt will die Anlage betreiben

Neben den Schulen wird die Anlage zu 60 bis 70 Prozent den Vereinen vor Ort zur Verfügung stehen. Die übrige Zeit soll Sportvereinen außerhalb des Stadtteils gehören. 

Fest steht inzwischen auch, dass der neue Sportpark nicht von einem Verein, sondern durch das Sportamt selbst betreut werden soll. Ähnlich wie eine vergleichbare neue Anlage in Preungesheim, auch wegen der Größe und der Komplexität der Technik.

Was der Feldhamster mit der Verspätung zu tun hat…

Zur (un)endlichen Geschichte des zweiten Sportplatzes am Riedberg gehört auch, dass die Anlage schon seit Jahren fertiggestellt sein sollte. Zur Erinnerung: Die Planungen ruhten, weil man zunächst untersuchen musste, ob hier geschützte Feldhamster leben. Als sich herausstellte, dass nur noch zwei Männchen zu finden sind, die wiederum nur in einer Erhaltungsstation gerettet werden können, konnte es weitergehen. Das war 2016…

„Große Projekte brauchen einen langen Atem“, sagte die Ortsbeirats-Vorsitzende Carolin Friedrich nach der Vorstellung der überarbeiteten Pläne. Sie äußerte im Namen des Ortsbeirates zugleich die Bitte, möglichst schnell mit dem Bau zu beginnen.

Wann könnte „möglichst schnell“ sein? Sportdezernent Frank spricht von einem voraussichtlichen Baubeginn 2023. „Wir brauchen rund zwei Jahre für die komplette Anlage und könnten 2025 fertig sein.“ Wenn alles gut läuft, wie er noch hinzufügt.

Die große Dreifeld-Halle wird tiefergelegt und soll die Häuser ringsum nicht überragen, die Fassade ist transparent und aus Glas Foto: Stadt Frankfurt

Fotos / Grafiken: Stadt Frankfurt

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Lockdown-Unterricht: Was Eltern und Schüler bewegt

Wie geht es den Frankfurter Schülerinnen und Schülern während des Lockdown? Mit dieser Frage hat sich OB Peter Feldmann in Online-Gesprächen mit dem Stadtschülerrat (SSR) und dem Stadtelternbeirat (StEB) auseinandergesetzt. Im Mittelpunkt standen die Digitalisierung der Schulen, der Online-Unterricht sowie die dadurch entstehenden Probleme und Konsequenzen.

Vergangene Woche sprach Feldmann mit Nila Minneker und Harrison Krampe von der Schillerschule sowie Lasse Weigelt von der Musterschule, die alle drei dem Vorstand des Stadtschülerrates angehören. Aktuell sind in Hessen die Abschlussklassen und die ersten bis sechsten Klassen der Schulen vor Ort, alle weiteren Klassen werden auf Distanz unterrichtet. Die drei SSR-Vertreter berichteten, dass sich die Situation aktuell an den Schulen sehr unterschiedlich entwickele. Manche kämen sehr gut zurecht, aber vor allem Schulen mit weniger finanziellen Mitteln hätten Probleme.

Defizite im Umgang mit Plattformen und Programmen

Oftmals fehle bei Schülerinnen und Schülern die technische Ausrüstung oder die Netzwerkqualität sei schlecht und es sei dementsprechend schwierig, dem Unterricht zu folgen. „Der Online-Unterricht verlangt den Schülerinnen und Schülern viel Disziplin ab – ihnen sollten nicht noch zusätzlich Steine in den Weg gelegt werden“, erklärte Krampe. Zudem würden sich sowohl bei Lehrern als auch bei jüngeren Schülern Defizite im Umgang mit Programmen und Plattformen zeigen. An dieser Stelle wünschen sich die Schülerinnen und Schüler die Unterstützung der Stadt, beispielsweise in der Erstellung eines Leitfadens für die Nutzung der wichtigsten Lernplattformen. „An diesem Thema müssen wir dranbleiben“, stimmte das Stadtoberhaupt zu.

Eltern fordern frühere Digitalisierung der weiterführenden Schulen

Julia Frank und Andrea Herschbach vom StEB waren wenige Tage später Feldmanns Gesprächspartnerinnen. Für sie steht die Digitalisierung der Schulen auf der Prioritäten-Liste an oberster Stelle. Dabei sollte auf die Reihenfolge geachtet werden, wann die 170 Frankfurter Schulen mit WLAN ausgestattet werden: „Qualität geht hier vor Quantität“, betonte Frank. „Das Wichtige ist, dass erst einmal die weiterführenden Schulen ausgestattet werden, auch wenn es bei den kleineren Grundschulen wesentlich einfacher ist. Sie sind auf das Internet vor Ort angewiesen.“ Große weiterführende Schulen, wie beispielsweise die Ziehenschule, sollen aktuell erst Ende 2022 WLAN bekommen – das sei keine Perspektive, sagten die Vertreterinnen des StEB.

Viele Lehrer müssen mit privaten Laptops unterrichten

Ein weiterer wichtiger Punkt war die technische Ausstattung der Lehrer. Es werde oft darüber gesprochen, dass die Lehrer nicht für den Online-Unterricht ausgebildet wären; dass sie jedoch in vielen Fällen nicht über das mögliche Equipment verfügten, würde oft nicht beachtet, erklärten die StEB-Vertreterinnen. „Viele Lehrer bringen ihre privaten Laptops gemäß der Idee ‚Bring your own device‘ mit in die Schule. Jedoch benötigen sie auch dafür eine Freischaltung, die bereits für Anfang des Jahres zugesagt war, aber noch nicht stattgefunden hat. So können sie nicht arbeiten – man kann nicht Auto fahren lernen, wenn man kein Auto hat“, machte Herschbach deutlich. Oberbürgermeister Feldmann versprach seine Unterstützung und sagte zu, Gespräche zu diesen beiden Punkten zu führen.

Foto:  Azzedine Rouichi / Unsplash

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Sanofi in Höchst produziert Biontech-Impfstoff

Corona Virus

Der französische Pharmakonzern Sanofi und BioNTech haben vereinbart, dass Sanofi die Herstellung und Lieferung von BioNTechs gemeinsam mit Pfizer entwickelten COVID-19-Impfstoffs unterstützt. Sanofi wird Fertigungsschritte übernehmen, um ab Sommer 2021 mehr als 125 Millionen Impfstoff-Dosen für die EU zu liefern.

Wirtschaftsdezernent Markus Frank, der im Kontakt mit der Unternehmensleitung steht und auch mit dem Betriebsrat von Sanofi Gespräche führt, hat die hochkomplexe Anlage in Frankfurt-Höchst beim Start am 22. September 2020 gemeinsam mit Bundesgesundheitsminister Jens Spahn und Hessens Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir besichtigt: „Frankfurt wird mit der gebündelten Kompetenz von exzellenter Wissenschaft, Forschung, Entwicklung und der großen industriellen Erfahrungen im Industriepark Höchst sowie der zentralen Lage in Deutschland und in Europa eine besonders wichtige Rolle rund um das Thema Impfstoff einnehmen.“ Insbesondere bietet die vorausschauende Entwicklung einer Hochleistungs-Isolatorabfüllanlage beste Voraussetzungen dafür, einen Impfstoff in großen Mengen herzustellen.

Sanofi wird BioNTech Zugang zu seiner Infrastruktur gewähren, um mehr als 125 Millionen Dosen des COVID-19-Impfstoffs in Europa zu produzieren. Die ersten Lieferungen werden im Sommer 2021 aus den Produktionsanlagen von Sanofi in Frankfurt geliefert werden.

Wirtschaftsdezernent Frank erhofft sich davon auch einen „möglicherweise erheblichen Beitrag für eine Rückkehr zur Normalität“.

Foto: CDC / Unsplash.com

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Karl der Große hat sein Schwert wieder

Kaiser Karl der Große thront wieder mit Würde im „Herzen von Europa“. Um präzise zu sein: Die Denkmalkopie seines Standbildes auf der Alten Brücke hält wieder ein Schwert in der Hand. Am Tag des Karlsamtes, das zum Gedenken des Todestages stattfindet, dankten OB Peter Feldmann und Kulturdezernentin Ina Hartwig am Samstag dem Neuen Brückenbauverein für sein Engagement. Dieser hatte die Kosten für das im Sommer gestohlene Schwert übernommen.

Zudem wird in den nächsten Wochen, sobald es die Witterungsverhältnisse zulassen, eine erklärende Inschrift an der Vorderseite des Standbildes eingraviert, an deren Kosten sich der Brückenbauverein ebenfalls beteiligt. Oberbürgermeister Feldmann sagt: „Karl der Große ist eng verbunden mit der Geschichte Frankfurts und der Geschichte Europas. Dass er nun – am Tag des Karlsamts – wieder komplett, mit dem Schwert in der Hand, von der Alten Brücke die Stadt überblickt, zeigt: Frankfurt liegt im Herzen Europas, und trägt Europa im Herzen.“

Im Sommer 2020 wurde die Klinge des Schwerts von Karl dem Großen auf der Alten Brücken von Unbekannten abgetrennt und entwendet. Mit Unterstützung des Kulturamtes und des Neuen Brückenbauvereins wurde die ursprünglich aus Bronze hergestellte Klinge des Schwertes nun durch eine Holzreplik ersetzt.

So kehrte 2016 der Kaiser wieder an die Alte Brücke zurück

2016 wurde die Rückkehr der drei Meter hohen Replik des Kaisers auf die Alte Brücke vom Neuen Brückenbauverein Frankfurt für rund 110.000 Euro finanziert und die Kosten des Sockels übernahm damals die Stadt. Das Original des Standbildes stammt von Karl Eduard Wendelstadt und wurde von Johann Nepomuk Zwerger, Professor am Städelschen Kunstinstitut in Frankfurt, vollendet. Dieses Standbild stand von 1843 bis 1914 auf der Alten Brücke und als diese umgebaut wurde, kam der Herrscher aus Stein in das Historische Museum. Nachdem das Denkmal dort während des Zweiten Weltkrieges starke Schäden erlitt, geriet es lange Zeit in Vergessenheit. Erst 1986 erinnerte man sich seiner, ließ es rekonstruieren und nutzte es zunächst als Blickfang vor dem Historischen Museum am Römerberg.

Das war Karl der Große

Karl der Große hat der Sage nach auf seiner Flucht vor den Sachsen mit den Franken den Main über eine Furt durchquert, und so der Stadt ihren Namen gegeben. Karl der Große (vermutlich von 748 bis 814), König der Franken, galt schon bei seinen Zeitgenossen als „Vater Europas“. Viele europäische Völker haben ihre Wurzeln in der Zeit des großen Frankenkaisers. Karl der Große hat wichtige Voraussetzungen späterer Entwicklungen auf deutschem Boden geschaffen. Sein Imperium reichte von der Nordsee bis nach Mittelitalien, von Ungarn bis nach Spanien. Der Frankenherrscher schuf nicht nur ein Imperium, er gab ihm auch eine Ordnung, setzte Ankerpunkte für eine gemeinsame religiöse und kulturelle Identität. Er wollte nicht nur Herrscher der Franken sein, sondern der gesamten römischen Christenheit. Wo er regierte, sollte auch ein Glaube die Teile seines europäischen Reiches miteinander verbinden. Am Weihnachtstag im Jahr 800 wurde er in Rom zum Kaiser gekrönt.

Der Neue Brückenbauverein Frankfurt

Der Neue Brückenbauverein Frankfurt setzt sich für die Belange der Baukultur der Stadt Frankfurt am Main ein, indem er die gebaute Stadt zum Thema des öffentlichen Interesses macht. Um Frankfurt ein sichtbares Stück seiner Geschichte zurückzugeben, hat der Neue Brückenbauverein sowohl das Standbild Karls des Großen von 1843 auf der Alten Brücke 2016 neu errichtet als auch die Sanierung des Brückenkreuzes finanziert. Seit Herbst 2018 sammelt der Neue Brückenbauverein Spenden für den Langen Franz, den Frankfurter Rathausturm. Der Verein hat sich zum Ziel gesetzt, der Stadt ein sichtbares Stück Skyline in unmittelbarer Nähe zur Paulskirche zurückgeben – die Turmspitze des Rathauses. Der gemeinnützige Verein hat mit mehr als 350 Einzelspenden mittlerweile über 186.000 Euro an Spenden eingesammelt. Durch die großzügige zusätzliche Spendenverdoppelungs-Aktion von Konrad von Bethmann von insgesamt 120.000 Euro ist bereits ein gutes Stück der erforderlichen Summe von insgesamt einer Millionen Euro erreicht.

Foto: Holger Menzel/ Stadt Frankfurt

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“Es gibt ausreichend FFP2-Masken“

Welche Bedeutung hat eine Stadtteil-Apotheke in der aktuellen Pandemie? MAINRiedberg sprach mit Alexander Cornelius, Geschäftsführer der Cornelius-Apothekenbetriebs OHG, die unter anderem die Receptura Apotheke am Campus Riedberg betreibt und hier in acht Laboren individuelle Hormonrezepturen herstellt.

Seit den verschärften Corona-Regeln ist die Nachfrage nach medizinischen Masken und vor allem den empfohlenen FFP2-Masken sehr groß. Werden die Masken schon knapp?

Alexander Cornelius: „Aktuell gibt es ausreichend FFP2-Masken. Wir haben insgesamt drei Apotheken in Frankfurt und haben uns stark bevorratet. Die Nachfrage ist sehr hoch, wir kriegen täglich Lieferungen und verkaufen die FFP2-Masken für 2,50 Euro und medizinische Masken für 50 Cent. Wir sehen diese niedrigen Preise als unseren Beitrag, um die Pandemie in den Griff zu kriegen.“

Bekommen auch Kunden mit Bezugsschein hier ihre kostenlosen FFP2-Masken?

Cornelius: „Selbstverständlich, allerdings gilt inzwischen eine Eigenbeteiligung von zwei Euro pro sechs Masken. Wir haben nur hochwertige FFP2-Masken und haben auch die Zertifizierung nochmals extra geprüft. Das war am Anfang gar nicht so einfach, weil manche Zertifikate sehr gute Fälschungen sind.“

Wie hat sich Ihre Arbeit in der Pandemie verändert?

Cornelius: „Es hat sich beispielsweise dahingehend verändert, dass unser Bestell- und Lieferservice verstärkt nachgefragt wird. Deshalb haben wir die Kapazitäten erweitert und ein neues Botenauto angeschafft. Unsere Mitarbeiter bringen die Medikamente dann nachmittags oder abends zu den Kunden. Wir sehen uns als Stadtteil-Apotheke und wollen für die Menschen hier vor Ort da sein, sei es in der direkten Beratung oder über Angebote wie den Lieferservice.“

Welchen Bezug haben Sie selbst zum Riedberg?

Cornelius: „Zu unserem Familienunternehmen gehören die beiden Struwwelpeter-Apotheken in der Frankfurter Innenstadt und die Receptura Apotheke am Riedberg. Mein Vater hat schon 2001 am Campus Riedberg eine Pharmaproduktions-Firma für individuelle Hormonrezepturen gegründet. Das ist unser zweites Standbein. Damals waren ringsum fast nur Felder. Da war er definitiv seiner Zeit voraus.“

Um auf das Thema Corona zurückzukommen: Bieten Sie auch Schnelltests an?

Cornelius: „Wir haben uns das gut überlegt und uns dagegen entschieden. Einerseits, weil die Zuverlässigkeit dieser Tests nicht so hoch ist, und andererseits, weil wir keine Menschen mit Corona-Symptomen in die Apotheke locken wollten. Die sind in den Testzentren oder bei einem Hausarzt, der Tests durchführt, besser aufgehoben. Das geschieht zum Schutz unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und auch zum Schutz der anderen Kunden.

Und wenn es demnächst einfache Corona-Schnelltests für zu Hause gibt?

Cornelius: „Dann werden wir diese hier in der Receptura Apotheke verkaufen.“

***

Die Receptura Apotheke in der Altenhöferallee 5 am Campus Riedberg ist Montag bis Freitag von 8 bis 19 Uhr geöffnet, samstags von 9 bis 15 Uhr. Weitere Informationen unter www.receptura.de

Die Receptura Apotheke bietet auch einen Lieferdienst an – mit Bestellung per Telefon oder online                               Foto: Receptura Apotheke

Fotos: Receptura Apotheke

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Unsere Stadt lässt Eltern nicht im Stich

Die Stadt will dafür sorgen, dass Eltern, die ihre Kinder während des Lockdown zu Hause betreuen, weder Kita- oder Essensentgelte bezahlen müssen. Auch Eltern, die ihren Kita-Platz teilweise in Anspruch nehmen müssen, weil in ihrem Job kein Homeoffice möglich ist, werden entlastet. Sie zahlen die Hälfte.

„Unsere Stadt lässt Eltern und Kitas nicht im Stich“, sagten Oberbürgermeister Peter Feldmann und Integrations- und Bildungsdezernentin Sylvia Weber, als heute die Pläne zur Entlastung der Eltern bekanntgegeben wurden. „Wer jetzt Kinder und Homeoffice unter einen Hut bringen muss, hat nicht nur Stress, sondern auch höhere Kosten. Hier sehen wir uns den Eltern gegenüber in der Pflicht – zumal die vom Land nach langem Hin und Her zur Verfügung gestellten Mittel nur reichen würden, einen Teil der Betreuungskosten zu erstatten.“

Man verfüge als Stadt zwar nicht über die Möglichkeiten eines Sonderhaushalts und müsse mit den vorhandenen Mitteln zurechtkommen, sagte Weber. Dennoch werde die Stadt den Weg der Solidarität mit den Eltern konsequent weitergehen – auch um so die Pandemie gemeinsam effektiv zu bekämpfen. „Wer Eltern glaubwürdig dazu auffordern will, dass sie ihre Kinder in dieser Ausnahmesituation zuhause betreuen, muss ihnen wenigstens die Entgelte und die Essenspauschale erlassen.“ 

Die Erstattungs-Regelung im Detail

Wer seine Kinder derzeit gar nicht in die Betreuungseinrichtungen oder in die Kindertagespflege schickt, bekommt 100 Prozent der Betreuungsentgelte im Januar und im Februar erstattet. Dies gilt ebenfalls für die Verpflegungspauschalen. Nehmen Familien die Betreuungsangebote ganz oder teilweise in Anspruch, wird eine fünfzigprozentige Befreiung der Entgelte erfolgen. Dabei spielt die Anzahl der Tage keine Rolle. Dies beinhaltet ebenfalls die Beiträge für die Verpflegung. Eine Erstattung der Beiträge ist für alle Betreuungsangebote vorgesehen, auch für die Kindertagespflege.

Die Träger werden für Februar keine oder nur die Hälfte der Beiträge einziehen. Eltern, die selbst überweisen, werden gebeten, je nachdem, ob sie ihr Kind zu Hause betreuen oder in die Kita bringen, gar nicht oder nur die Hälfte des bisherigen Beitrags zu überweisen. Da die Kindergärten für die 3- bis 6-Jährigen ohnehin entgeltfrei sind, ist in dieser Altersgruppe gegebenenfalls nur die Hälfte des Essensgeldes zu bezahlen.

Eltern, die im Januar bereits bezahlt haben, bekommen eine Rückerstattung in der genannten Höhe. Über die genauen Modalitäten der Rückerstattung für Januar werden die jeweiligen Träger gesondert informieren. Da die Umsetzung der aktuellen Beitragserstattungen in den unterschiedlichen Einrichtungen variieren kann, wird um Geduld gebeten.

Foto:  Charles Deluvio / Unsplash

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Neue Praxis für Gynäkologie am Riedberg

Kein Kinderarzt, keine Gynäkologie, keine Neurologie am Riedberg – das war die Folge der Schließung des Fachärztezentrums Ende September. Jetzt freut sich die Frauenärztin Dr. Caroline Gatzka, dass sie wieder „eine Versorgungslücke schließen kann“. Seit 20. Januar ist ihre neue Praxis am Riedbergplatz eröffnet.

Wer noch die weißen, sterilen Räume des Fachärztezentrums kennt, wird überrascht sein: Während es im dritten Stock des Gebäudes am Riedbergplatz 1 vom Aufzug links ins Zentrum ging, führt der Weg jetzt rechts in die neue Praxis für Gynäkologie. Die Fläche mit zwei Sprechzimmern, Behandlungsräumen, CTG und Labor war früher zwar Teil des Fachärztezentrums, ist aber nicht wiederzuerkennen. „Wir haben neue Wände eingezogen, neue Tapeten, neue Böden und natürlich neue Möbel. Und das in nur wenigen Wochen, in einer sehr anstrengenden Umbauphase zum Jahreswechsel, noch dazu in Corona-Zeiten“, berichtet die 48-jährige Frauenärztin sichtlich erleichtert.

Die Wände sind jetzt petrolfarben, Sofa und Sessel im Wartezimmer vermitteln beinahe eine Wohnzimmer- oder Lounge-Atmosphäre. „Ich habe mehr als 20 Jahre in weißen Räumen gearbeitet. Warum darf das Ambiente in einer modernen Praxis nicht schön sein?“, fragt Caroline Gatzka, die sich wünscht, dass sich die Patientinnen hier „rundum wohl fühlen“.

Der Bedarf an gynäkologischer Versorgung ist hoch

Die erfahrene Gynäkologin hatte auch am FÄZ gearbeitet, sich nach der Schließung bei der Kassenärztlichen Vereinigung Hessen um den frei gewordenen Kassenarztsitz beworben und dabei zugesagt, dass sie sich mit ihrer Praxis am Riedberg niederlassen wird. Dem immer noch jüngsten und familienreichsten Stadtteil Frankfurts. „Ich freue mich sehr, dass es geklappt hat und wir hier eine Versorgungslücke endlich schließen können“, so Gatzka. Das „wir“ ist dabei bewusst gewählt, denn bald wird noch eine weitere Frauenärztin dazustoßen und sie unterstützen. Die 48-Jährige schätzt die Arbeit im Team „und so können wir noch mehr Patientinnen hier am Riedberg versorgen“.

Die neue Praxis am Riedbergplatz wurde am 20. Januar eröffnet und deckt das gesamte Spektrum der Gynäkologie ab – von Vorsorgeuntersuchungen, der Schwangerenversorgung, Krebsnachsorge bis zum Thema Kinderwunsch und auf Anfrage auch sexualmedizinischer Beratung.

Weitere Informationen unter www.gyn-riedberg.de

Farbe und Blumen statt weißer Wände: Frauenärztin Caroline Gatzka möchte, dass sich die Patientinnen in der neuen Praxis wohlfühlen. Ob im Empfangsbereich…

… oder auch im Wartezimmer                                              

Fotos: MAINRiedberg

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Corona: Frankfurt hat niedrigsten Wert aller deutschen Großstädte

Corona Virus

Diese Zahl macht Mut: Laut RKI hat Frankfurt mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von 63,5 den niedrigsten Wert aller deutschen Großstädte.

„Wir sind auf dem richtigen Weg“, kommentierte Oberbürgermeister Peter Feldmann diese erfreuliche Entwicklung. „Natürlich sind wir noch nicht über den Berg und natürlich haben wir noch einen weiten Weg vor uns – aber die Richtung stimmt.“

Den Erfolg hätten die Frankfurterinnen und Frankfurter sich selbst erarbeitet: „Die überwältigende Mehrheit hält sich an die Regeln, auch wenn das mit Sicherheit nicht immer einfach ist. Maske tragen, Hygieneregeln beachten, Abstand halten, das gehört in Frankfurt mittlerweile zum guten Ton. Danke dafür.“ Auch die zahlreichen Aktiven, im Gesundheitsamt, dem Impfzentrum, bei den Menschen vor Ort, in Schulen, Altenzentren, Kindergärten hätten mit ihrem großen Engagement dazu beigetragen, die Zahlen zu senken.

Zum Vergleich: Heute vor zwei Monaten lag die Inzidenz noch bei fast 200!

Jetzt gelte es, nicht lockerzulassen. „Unser Ziel lautet: erste deutsche Großstadt, die wieder unter 50 liegt“, so das Stadtoberhaupt abschließend. 

Sieben-Tage-Inzidenz deutscher Städte mit mehr als 500.000 Einwohner

(RKI, Stand: 28. 1. 2021, 0 Uhr)

Berlin 89,2
Hamburg 83,9
München 66,1
Köln 73,6
Frankfurt 63,5
Stuttgart 70,0
Düsseldorf 79,1
Leipzig 105,0
Dortmund 92,8
Essen 124,4
Bremen 70,3
Dresden 104,0
Hannover 130,4
Nürnberg 139,1

Foto: CDC / Unsplash.com 

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